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Über die Organtransplantation – NEU

vom 26.08.2018

Die Metamorphosen des Gedächtnisses

Vorlesungen in Englisch

The Path Towards the Self”, “The Bodhisattvas” and “Archangel Michael’s Method for Communicating with the Spiritual World” – Combined Works by Dimitar Mangurov  

 

 

 

 

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Über die Organtransplantation

Textfassung einer Videodatei vom 14.07.2018

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Der Text im PDF-Format

Vor einiger Zeit wurde ich gebeten, etwas über die Transplantation von Organen zu sagen und obwohl ich schon seit langem eine Antwort auf diese Frage habe, ist jetzt die Zeit gekommen, das Thema Organtransplantation vom okkulten Standpunkt zu beleuchten.

Die Transplantation ist eine sehr aktuelle Frage des Daseins. Uns wird schon versprochen, dass der 3D-Drucker auch menschliche Organe herstellen wird, die unsere erkrankten Organe ersetzen können. Verstehen Sie, worum es hier geht? Wie wird das Leben in diesen Organen zustande kommen, damit sie dem Menschen transplantiert werden können? Doch das ist eine andere Frage. Uns werden die Überwindung der Krankheiten und die absolute Unsterblichkeit, der Sieg über den Tod in Aussicht gestellt. Deshalb wollen wir auf manche Besonderheiten der Transplantation eingehen, denn viele Menschen wünschen sich heutzutage, ein Organ transplantiert zu bekommen, damit sie ihr Leben etwas verlängern können.

Die Sonne ist das Zentrum unseres Sonnensystems, in dem es einzig Materielles, Stoffliches gibt. Jenseits des Sonnensystems geht man vom dreidimensionalen Raum in die Sphäre der geistigen Zeit über und alles zerfällt. Wenn der Mensch auch dorthin gelangt, wird er auch zerfallen oder er wird auf wundersame Weise zur Erde zurückgebracht werden. Das, was wir besprechen werden, bezieht sich auf unser Sonnensystem.

Von der Sonne als dem Zentrum unseres Sonnensystems gehen Ätherkräfte aus, die sich bis zur Grenze des Saturn ausbreiten. Wenn wir über das Sonnensystems reden, ist – wie Steiner in GA 130 erklärt – dasjenige maßgebend, was bis zum Saturn reicht. Deshalb reden wir von sieben Planeten, wobei die Sonne und der Mond mit dazugerechnet werden. Die sieben Elohim haben den Äther ausgestrahlt, der die sieben Planeten erfasst und formt. Stellen Sie sich das Folgende vor. Wir sehen den Planeten Saturn, von dem angenommen wird, dass er mineralisch ist. So stellt man sich ihn vor, so wird er durch die Teleskope gesehen. Doch im okkulten Sinne sind der Saturn, Jupiter, die Erde unsichtbar. Was bedeutet das?

Wir wollen uns vorstellen, dass von der Sonne als von einer Sphäre Ätherkräfte ausgehen. Der Saturn dreht sich in einer Ellipse um die Sonne herum mit einem Zyklus von 29 Jahren. Alles, was wir sinnlich als diese Umrundung der Sonne wahrnehmen können, macht den Saturn aus. Jupiter umrundet auch die Sonne und hat einen Zyklus von 12 Jahren. Alles, was der Jupiter bei seiner Umrundung umschließt, ist der Jupiter im geistigen Sinne. Doch wir können den Planeten Jupiter sinnlich wahrnehmen und erforschen. Stellen Sie sich eine Ätherform dar, auf die Sie mit einem Finger drücken – es entsteht eine Mulde. Dann haben Sie eine verletzte Form, wie wenn man in einen Luftballon mit einem Finger drückt. Die ursprüngliche Form wird dadurch verletzt. Der ursprüngliche Äther wird verletzt, es gibt schon eine Mulde. Alles, was diese verletzte Form ausmacht, ist die Materie, die Steiner in GA 134 (S.72f.) „zerbrochene Form“ nennt. Die Materie, das sind zerschellte Formen. Das, was wir als den physischen Saturn mit seiner Materie beobachten können, ist eine partiell zerbrochene Sphäre. Das Zerbrochene ist das, was wir sehen. Eigentlich sehen wir den Saturn nicht, sondern seine zerbrochene Sphäre, die wir als den materiellen Saturn wahrnehmen.

Das Gleiche gilt für die menschlichen Organe. Das Gehirn ist auch eine zerbrochene Form, es ist zwar sehr feine Materie, die jedoch zerstört ist. Diese zerstörte Form hat auch Nervenzellen usw. Es gibt einen großen Unterschied bezüglich des Elements, das in der Struktur unserer Organe vorherrschend ist – das Ätherische, Astralische oder das Ich. Wenn wir die Transplantation besprechen, müssen wir uns darüber klar sein, dass es große Unterschiede unter den Organen selbst gibt. Ohne die Biologie und Physiologie im okkulten Sinne zu verstehen, weiß die Medizin nichts über die Organe. Im Gehirn ist zwar eine zerbrochene Form, die jedoch von Ätherizität durchzogen ist. In dieser Mulde ist der Äther vorhanden, doch nicht in seiner ursprünglichen Form, sondern als gepresster Äther. Deshalb nehmen wir das Gehirn als etwas Physisches wahr. Beim Funktionieren des Gehirns spielt der Astralleib die Hauptrolle, während die Bedeutung des Ätherleibes gering ist. Demgegenüber spielt beim Funktionieren der Milz der Ätherleib die Hauptrolle und der Astralleib ist kaum beteiligt. Wir sehen also, dass Gehirn und Milz gegensätzlich sind. In der Struktur des Herzens spielt das Ich die Hauptrolle, während der Äther- und der Astralleib weniger wichtig sind. Deshalb sollte bei der Transplantation berücksichtigt werden, welche Substanz primär am Funktionieren des jeweiligen Organs beteiligt ist, um vorauszusehen, wie sich diese Substanz später entwickeln wird und welche Folgen eine eventuelle Transplantation haben könnte.

Neulich erzählte jemand, dass er sich einer Blinddarmoperation unterzogen hat. Nach der Operation stellte er fest, dass er sehr zerstört geworden ist und sein Gedächtnis Schwächen aufweist. Der Blinddarm ist ein Rudiment und gilt als überflüssig, doch hier sehen wir, wie nach dem Eingriff das Gedächtnis beeinträchtigt wird. Folglich tauchte nach der Blinddarmentfernung ein Problem des Ätherleibes auf, denn der Ätherleib und nicht das Gedächtnis bewahrt die Erinnerungen auf. Ist es möglich, dass der Blinddarm ein Rudiment des gigantischen Gedächtnisses ist, das der Mensch in der atlantischen Zeit besaß? Das ist nur eine Vermutung, dieses alte atlantische Gedächtnis brauchen wir ja nicht mehr, sondern wir müssen uns durch eine Metamorphose des Denkens für das große kosmische Denken öffnen. Bisher wurde noch kein Gehirn transplantiert. In der Leber spielt der Ätherleib die Hauptrolle – es gibt viele Lebertransplantationen, Herzen werden transplantiert.

Ein Seemann aus Varna war in Indien, wo er ernsthaft erkrankte, so dass eine Bluttransfusion notwendig wurde. Wie wir wissen, pulsiert das Ich im Blut. Als er nach Varna zurückkehrte, entwickelte sich bei ihm die physische Ähnlichkeit mit einem Inder – sein Teint wurde dunkler und das lag nicht an der starken Sonne. Bei einer Bluttransfusion wird auch Ich-Substanz transfundiert und es kann dazu kommen, dass der Blutempfänger seinen Charakter wesentlich ändert. Nicht zufällig lehnte Dimo Daskalov, durch den die Anthroposophie nach Bulgarien gekommen ist, bei seiner Erkrankung eine Bluttransfusion ab.

Das, was ich nun sagen werde, habe ich vor langer Zeit auf okkulte Weise erfahren – es ist wichtig, welches Organ transplantiert wird. Bei einem Unfall entscheiden oft die Angehörigen des Verunglückten, ob seine Organe zur Transplantation freigegeben werden. Der Ätherleib bleibt noch drei Tage erhalten, deshalb muss die Transplantation sofort erfolgen… Jemand ist in diesem Augenblick nicht mit dem Gesagten einverstanden.1 Nachher kann sich die Person melden und ihre Einwände mitteilen.

Wir wissen, dass nach dem Tod, wenn der Ätherleib sich löst, die Reminiszenz des vergangenen Lebens einsetzt. Man sieht vom Augenblick des Todes an das ganze Panorama seines verlaufenen Lebens und anhand dieser Beobachtung, mit diesen Erinnerungen kommt man in die übersinnliche Welt, wo der Ätherleib abfällt. Dann geht man in die Astralwelt, in das Kamaloka ein, um sich zu läutern. Schließlich steigt man in die Merkursphäre, in die Sonnensphäre usw. auf und bereitet sich auf das nächste Leben vor.

Der Mensch, dem ein Organ entnommen wurde, gerät in die übersinnliche Welt mit einem verletzten Gedächtnis, weil ein Teil seiner Ätherform fehlt. Obwohl das Organ nur eine Mulde ist, beeinträchtigt die Organentnahme den Aufenthalt des Menschen in der übersinnlichen Welt als Bewusstsein in einem gewissen Sinne. Je nach der Art des Organs wird man oben verschiedene Probleme haben. Da eine Quintessenz des Äther- und Astralleibes als Kausalleib in das nächste Leben hineinkommt, kann diese Verletzung im Augenblick des Todes, die infolge der Organentnahme eintritt, auf irgendeine Weise Auswirkungen auf das nächste Leben haben.

Worauf will ich also hinaus? Wenn sich jemand entschließt, seine Organe zu spenden (schlimmer ist es, wenn die Angehörigen diese Entscheidung treffen), so muss er das volle Bewusstsein haben, welche Folgen das für ihn sowie für den Organempfänger haben könnte. Nicht zufällig gibt es so etwas wie Organunverträglichkeit. Stellen Sie sich vor, Ihnen wird eine zerbrochene Form, eine Mulde in Form einer Leber entnommen und einem anderen Menschen in seine Ätherform hineingelegt. Ob sich diese Mulde, die nach dem Karma Ihres eigenen früheren Lebens gebildet wurde, wohl fühlen würde, wenn Sie z.B. aktiv und aufgeweckt sind und Ihre Leber einem phlegmatischen Menschen transplantiert wird?

Damit man in rechter Weise an einen solchen Akt wie die Organtransplantation herantreten kann, der an und für sich sehr edel ist und eine Aufopferung darstellt, muss die Wissenschaft zu einem tiefen Verständnis der okkulten Physiologie und Biologie heranreifen. Nur so wird sie in der Lage sein, solche hochmoralischen Interventionen in rechter Weise vornehmen. Ohne dieses Verständnis kann sie das Leben des Organspenders und des Organempfängers durcheinanderbringen. Die Organtransplantation stellt einen karmischen Eingriff dar, denn der physische Menschenleib mit all seinen Organen wurde dem Tierkreis entnommen, d.h. dem höchstmöglichen Quell (dem höheren Devachan). Der physische Leib ist der bestfunktionierende Part in uns, der Ätherlieb ist nicht so vollkommen, der Astralleib ist noch unvollkommener und am wenigstens entwickelt ist unser Ich, das wir zuletzt erhalten haben.

Wichtig ist es also, wie der Mensch eingreift, wenn er Organe transplantiert – ersetzt er Ätherisches durch Ätherisches und Astrales durch Astrales, beachtet er das, was auf dem physischen Plan geschieht, wenn Verträglichkeit bzw. Unverträglichkeit vorliegt.

Wie waren die medizinischen Eingriffe in den alten Zeiten? Früher gab es keine Ärzte, sondern Heiler. Diese hatten übersinnliche Wahrnehmungen und wenn sie sich den Kranken ansahen, wussten sie, wo sein Problem lag. Wenn der Kranke gelähmt war, so lag sein Problem im Ätherleib. Dann nahm der Heiler eine Substanz aus der Pflanzenwelt, die den Ätherleib des Kranken heilte. War der Kranke besessen, so lag sein Problem im Astralleib. Dann nahm man eine Substanz aus der Tierwelt. War das Problem im physischen Leib, so nahm man eine Substanz aus dem Mineralreich. Die Alten wussten, welche Substanz wo angemessen helfen konnte. Über die heutige Medizin will ich gar nicht sprechen, wir alle kennen ihre Behandlungsweise.

Was will ich mit diesem kurzen Video sagen? Dass ohne ein wahres Verständnis der Folgen einer Transplantation die Arbeit der Ärzte ein Tasten im Dunkeln darstellt, auch wenn sie von moralischen Impulsen und den Wunsch, Gutes zu tun, geführt werden. Doch dieses Gute kann auch kein Gutes sein, denn der Mensch beurteilt es vom Standpunkt seines niederen Ich, während das Gute vom göttlichen Standpunkt aus betrachtet, etwas völlig anderes sein kann. Am besten ist es, wenn beide Standpunkte zusammenfallen. Nicht zufällig hat der Meister Beinsa Douno folgende Worte gesprochen: „In der Erfüllung des göttlichen Willens liegt die Kraft der Menschenseele“. Deshalb hoffe ich, dass jeder von uns in den schwierigen Augenblicken seines Lebens, besonders wenn er sich an einem Scheideweg befindet und überlegt, welchen Weg er einschlsgen soll, begreift, was der göttliche Wille ist und ihn aufopferungsvoll und mit Verständnis erfüllt.

1. In diesem Moment waren keine visuell oder akustisch wahrnehmbaren Einwände seitens der Anwesenden im Saal festzustellen. Danach meldete sich eine Ärztin und sagte, dass der Organismus des Blutempfängers das Blut innerhalb von sechs Wochen nach der Transfusion verarbeitet.

Apokalypse jetzt

vorgetragen von Dimitar Mangurov am 14.07.2018 in Varna

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Die Vorlesung im PDF-Format

 

In einem kleinen Buch von 2007 („Das Christliche aus dem Holze herausschlagen… Rudolf Steiner, Edith Maryon und die Holzgruppe“) beschreibt die deutsche stigmatisierte Anthroposophin Judith von Halle ein aufschlussreiches Ereignis aus der Zeitenwende, das sie bei ihren spirituellen Forschungen beobachtet und erlebt hat.

Ein paar Wochen nach der Taufe des Christus im Jordanfluss haben sich in der kleinen Stadt Ascheklon in Palästina drei Vertreter der dunklen Mächte getroffen, die in die höhere Schwarzmagie eingeweiht waren.[1] Sie trafen an ein und demselben Tag zusammen – der erste kam aus dem Gebiet des heutigen Indien, der zweite – aus Afrika und der dritte – aus Mittelamerika. Jeder von ihnen brachte zwei Dinge mit – ein Stück Erz und die Quintessenz aller schwarzmagischen Rituale aus seinem jeweiligen Gebiet. In einem unterirdischen Feuerofen haben sie in jener Nacht das Erz zu einer Legierung verschmolzen. Es waren noch drei Menschen aus Palästina anwesend. Sie brachten Eisen mit, dem die Legierungen beigemischt wurden. Damit konnten die Schwarzmagier die Nägel für die Kreuzigung des Christus gießen. Während dieses Prozesses haben die Magier ihre satanischen Kräfte in die flüssige Legierung in Form von Worten hineinfließen lassen. Es war, als würden die Worte flüssig und als sie in die Legierung drangen, stieg beißender Rauch auf. Das Böse konnte man wörtlich riechen. Es riecht nicht wie etwas Materielles, da es an keinem materiellen Träger gebunden ist. Es ist ein spezielles Organ notwendig, um es zu riechen.

Im verhärtenden Metall haben die schlecht riechenden Worte Gegenständlichkeit in Form von Nägeln angenommen, die drei Kanten hatten – gleichsam gegen die Trinität gerichtet, doch ihre Kappen waren nicht ganz symmetrisch rund, da das Böse Gutes ist, das sich nicht an seinem Platz befindet.

Der eine Nagel enthielt den meisten Anteil des Erzes, das der Amerikaner mitgebracht hatte, der andere – mehr vom afrikanischen Erz und der dritte – vom indischen Erz. Genau diese Nägel haben nach weniger als drei Jahren scheinbar zufällig die Römer gegriffen, um Christus auf dem Golgatha zu kreuzigen. Der Nagel, der für die linke Hand benutzt wurde, stand unter dem Einfluss des Inders, der Nagel für die rechte Hand – unter dem Einfluss des Amerikaners und der Nagel für die Füße – unter dem afrikanischen Einfluss. Es ist nicht schwer, hier die Wirkung des luziferischen, ahrimanischen und asurischen Prinzips des Bösen festzustellen, durch die Sorat den Gott Christus im Leib Jesu für immer an das Holz des Kreuzes schlagen wollte. Der Erlöser sollte nach Sorats Plan nicht den Tod beleben, sondern wie alle Menschen in der vorchristlichen Zeit sterben und unter Ahrimans Einfluss geratend Seine Göttlichkeit verlieren. Er wurde in drei Richtungen gekreuzigt, damit die Materialisierung der Erde ohne Aussicht auf die zukünftige Vergeistigung weitergehen konnte.

In jener Nacht wurde ein vierter Nagel angefertigt, der denselben Anteil aller drei mitgebrachten Erze enthielt. Judith von Halle schreibt: „Ich kann nicht sagen, was mit ihm geschah, aber es wurde mit ihm ein Plan für die Zukunft geschmiedet, für die Wiederkehr jener Macht, der die unheiligen Könige dienten“. [2] Mit welchem Zweck wurde der vierte Nagel angefertigt? Die Antwort dieser Frage wird uns zu der unheimlichen Verschwörung der Wesen der Subgeschichte führen, die wortwörtlich vor unseren Augen vollzogen wird. Für die weitere Existenz der Erdenmenschheit ist die Enthüllung dieser Verschwörung lebenswichtig.

Wie wir bereits mehrmals in früheren Vorlesungen betont haben, besteht das Hauptgesetz, das das Gotteswerk durchzieht und stützt, in der Dreieinheit von Gott dem Vater, Gott dem Sohn und Gott dem Heiligen Geist. In den Formen, die ein Selbstdasein besitzen, manifestiert sich diese Dreieinigkeit als Substanz, Leben und Idee. Die Substanz ist die unzertrennliche Einheit der göttlichen Offenbarung, das bewusste Allbewusstsein und der Wille des Gottes (des väterlichen Weltengrundes), sich zu offenbaren. Er hat das durch Gott den Vater vollbracht, der es seinerseits durch die Geister des Willens am Anfang des alten Saturn getan hat. In der Evolution verinnerlicht  jedes Wesen einen Anteil der Substanz des gegenwärtigen Zyklus mit seinem Ich. Dieser Anteil, der der Weltordnung entsprechend hinuntergereicht wird, wird allmählich „gröber“ – d.h. das Leben, das Schöpferische in ihm nimmt immer weiter ab. Die Throne offenbarten sich als reiner, neutraler Feuerwille, der sich bereits am Anfang geteilt hat in „alles“ (Atma) und „nichts“ (die reine Wärme, die unbewusstes Allbewusstsein besitzt). Diese Wärme war „das vorhandene Sein“ des alten Saturn. Nach gewaltigen Umwandlungen in den folgenden Äonen wurde sie im irdischen Äon zum Stoff, zur Materie, zum Mineralreich. Dieses stellt die Negation der Substanz dar – in der Welt der anorganischen Natur fehlt also der Wille.

Der Stoff ist aber eine Form der Substanz auf der letzten Stufe beim Herabstieg nicht nur der Wärme aus der alten Saturnzeit, sondern auch des Atma-Prinzips des Vaters selbst, das „danach“ als das Ich der Throne manifestiert und dem physischen Leib des Menschen als Geistesmensch veranlagt wurde. Das Mineralreich ist der polare Ausdruck dieses Prinzips auf der anderen Seite des einheitlichen sinnlich-übersinnlichen Weltalls und es besitzt das Bewusstsein der Uroffenbarung als Potenz – das höchste bewusste Allbewusstsein. Aber es wird die Uroffenbarung nie an sich heranziehen und sich vom Zentrum der Offenbarung entfernen, denn es hat auf dem Abwärtsweg das Leben verloren und sein schöpferisches Prinzip ist gleich Null. Es wurde allerdings nicht vom Lebensprinzip verlassen, das transzendent blieb – die Materie ist nur im sinnlichen Teil der einheitlichen Wirklichkeit leblos. Ihr Ätherleib befindet sich in der Astralwelt, der Astralleib und das Ich – in den Devachanen. Die Materie ist nur das Sichtbare dieses kosmischen Leibes. Sie kann ihr Leben nicht auf dem Weg erhalten, auf dem sie herabgestiegen ist, sondern nur mithilfe des Menschen, der durch den „Sündenfall“ während der lemurischen Wurzelrasse eine wichtige Rolle bei der Verwandlung der Wärme des alten Saturn in den leblosen Stoff gespielt hat.

Wir wissen, dass das Pentagramm das Urphänomen des Menschen als ein sinnlich betrachtetes Bild darstellt. Es bringt symbolhaft unseren Ätherleib zum Ausdruck, der durch die vereinigten Ätherkräfte der sieben Planeten geschaffen wurde. Dieses Urphänomen hat sich nach der luziferischen Versuchung und dem Vertreiben des Menschen aus der übersinnlichen Welt „auf den Kopf gestellt“, um den Weg der Erlangung der ersten Form des Selbstbewusstseins zu besteigen – die Form des niederen ich. Durch das Böse sollte der Mensch zu einer Individualität in der mineralisch-physischen Welt werden. Die Liebe selbst hat das Böse auf den Plan gerufen, um sich in einer neuen Art zu manifestieren. Das uranfängliche Gute kann nicht ohne das Böse existieren, ohne sich vom Ich loszusprechen, anderenfalls kann nicht das Gute zustande kommen, das infolge der Metamorphose des Bösen entsteht. Dieses Gute ist ein anderes, es ist das Gute der Individualisierung und es ist fähig, zum Samen eines neuen Evolutionszyklus zu werden. Deshalb wurde der Mensch in die Wüste des sich mineralisierenden irdischen Lebens herabgeholt und ist selbst zu dessen Katalysator geworden, indem seine Seele ein eigenes Einheitsprinzip formte.

Die höhere Einheit unserer dreifachen Seele befindet sich grundsätzlich im Ich der Menschheit. Dieses Ich ist eine Form, die von der Idee (dem Heiligen Geist) dem Welt-Atma, das das Leben des Sohnes lebt, verliehen wurde. Der Mensch hat jedoch angefangen, seine dreigliedrige Seele nicht nach den höheren Gesetzen der übersinnlichen Welt zu entwickeln, sondern nach den niederen Erdengesetzen. So hat er sich in seinem Inneren der göttlichen Dreieinheit entgegengesetzt. Anstatt das Ich der Menschheit zu individualisieren, hat er einen Schatten hervorgebracht – das niedere Ich.

Statt seines wahren Ich hat der Mensch eine Form des Selbstbewusstseins im diesseitigen Teil des einheitlichen Weltalls geschaffen, die nirgendwo existiert. Es ist eine Schattenform. Deshalb war es ihm verboten, vom „Baum des Lebens“ zu essen und er durfte nur die Früchte des „Baums der Erkenntnis“ kosten. Die „Königliche Kunst“ der Freimaurer bedeutet Arbeit mit etwas, in dem das Leben fehlt – dem Mineralreich. Wir durften über das Mineralreich verfügen, es erforschen, umformatieren usw. Doch mit dem Leben durften wir das nicht, denn durch den Prozess der Mineralisierung unseres Nervensystems wurden wir zu einer Bremse für die Entwicklung.

In der vorchristlichen Zeit hat einer der sieben Erzengel, die sich in der Welt der Metageschichte als Regenten der Erdentwicklung alle 300-400 Jahre abwechseln, unser physisches Gehirn beeinflusst. Das hat zum Verlust von Ätherkräften und zur beschleunigten Mineralisierung des Gehirns geführt, das im fünften bis vierten Jahrhundert v.Chr. zu einem reflektierenden Spiegel für die Beeinflussung durch die übersinnlichen Welten wurde.

Im Laufe von dreieinhalb Äonen wurde die menschliche Monade auf den Augenblick vorbereitet, in dem sie sich als etwas vom Ganzen Abgetrenntes erkennen sollte. Doch das Ich des Menschen hat sich nicht auf den Weg zum Geistselbst, Lebensgeist und Geistesmenschen gemacht, sondern das niedere Ich hat Idee, Leben und Substanz in innerlich von ihm erlebte Denken, Fühlen und Wollen verwandelt und bringt sie zu einer Einheit, die sich nicht zur Welteinheit richtet. Die Atma-Substanz hat sich in den mineralisierten Menschenleib verwandelt. Die Idee des Zyklus wurde zu einer Nicht-Idee, zu einem abgespiegelten Gedanken des Menschen und war nicht mehr in der Lage, neue Formen in der Atma-Substanz zu schaffen, die vom Weltleben durchzogen werden. Zum ersten Mal in der Evolution der Weltschöpfung wurde die göttliche Dreieinheit in einer Form – in der Form des menschlichen physisch-mineralischen Leibes als dem Ausdruck des niederen Ich – aufgelöst. Der systembildende Faktor unseres dreigliedrigen Leibes ist das Ich, doch wegen des niederen Ich in seiner Seele geriet der Mensch in Widerspruch zu seinem Leib. Diese Krise der Leiblichkeit, die unsere weitere Entwicklung zu verhindern drohte, musste überwunden werden. Das hat Christus getan, indem Er in Jesus Mensch wurde und den irdischen Tod erlebte, dem die Auferstehung des Phantoms folgte. Es musste ein Wesen herabsteigen, das sich einerseits mit der Evolution des Zyklus verbunden hatte und andererseits direkt aus der Pralaya-Welt kam, um das Hauptgesetz des Evolutionszyklus zu erfüllen und den Keim des nächsten Zyklus anzulegen.

Trotz der Wende, die Christus bewirkte, ging der Fall der Menschheit als Ganzheit weiter, diesmal zu den unterphysischen Welten, wo die Wesen der Subgeschichte auf sie lauern.[3]

Der Mensch erhob sich nicht in die luziferisierte Sphäre des Manas, in die Luzifer ihn nach einem bloßen Streifen des Irdischen entführen wollte, sondern er begann, das Gebiet der Geschichte zu verlassen und geriet in die Sphäre Ahrimans. Dabei drohte ihm die Gefahr des „zweiten Todes“ (des Seelentodes), der den Verlust des Ich bedeutet. Vor dieser Gefahr stand der Mensch bereits in der vorchristlichen Zeit, als er den Übergang zum reflektierenden Denken vollzog. Nach der „Vertreibung aus dem Paradies“ kam es zu einer zweiten Vertreibung – aus der Natur. Evolutionär-biologisch stand der Mensch mit dem Kopf nach oben zum Kosmos, doch im fünften bis vierten Jahrhundert v.Chr. begann er in seelisch-geistiger Hinsicht wieder sich auf den Kopf zu stellen. Seitdem bleibt er in diesem Zustand, der sogar in einer entsetzlichen Art verfestigt wird, auf die wir gleich zu sprechen kommen.

Mit dem Übergang zum begrifflichen Denken und dem Erscheinen des Ich hat der Mensch seine Beziehung zum übersinnlichen Teil der Natur verloren, denn er hat Christus, er hat das Leben im abstrakten Denken vertrieben, was ein zweiter Sündenfall darstellt. Der Mensch ist selbst für sich zu einem Rätsel, zu einem bloßen Begriff geworden. Es entstand die Gefahr, auch das niedere Ich zu verlieren. Worin besteht diese Gefahr?

Ohne uns eine Vorstellung vom Funktionieren des menschlichen Denkens zu machen, können wir diese Frage nicht beantworten. Steiner nennt die Materie der Planeten des Sonnensystems „Einbohrungen im Weltenraum“.[4] Etwas Ähnliches sind die physischen Organe des Menschen. Sie sind eine beschädigte Ätherform. Eigentlich lässt sich die Materie an sich nicht von uns wahrnehmen, sondern wir erforschen nur ihre Eigenschaften – Farbe, Ton usw. Unser Gehirn bildet keine Ausnahme. In seinem dreibändigen Werk „Makrokosmos und Mikrokosmos“ stellt Bondarew das Funktionieren des menschlichen Denkens in origineller Art dar. Das Zentrum des Menschenwesens ist etwas Sonnenhaftes – sein Ich. Auf dem Gebiet des Denkens stellen die materiellen Gehirnzellen eine Art „Planeten“ dieser Sonne dar.[5] Die Gedanken der übersinnlichen Wesenheiten sind reiner Geist, der in seinem Wesen keinerlei Beziehung zum menschlichen Leib und selbst zur menschlichen Seele hat. Der Gedanke wird nie verdinglicht, sondern er wirkt nur indirekt über den Wärmeäther auf den Stoff ein. Der Gedanke ist keine Energie, sondern geistige astrale Substanz, die von außen den Äther ausfüllt. Beim abstrakten Denken vertreibt das höhere Ich (das eine zweifache Natur besitzt, indem es zum Höheren und Niedrigeren gerichtet ist) durch das Werkzeug des niederen Ich (die verdichtete Form des Denkens des Ich) das Blut in der Nervenzelle und die Wärme des Bluts als ein Rest des neutralen Weltenfeuer der alten Saturnzeit verbrennt die Zelle, damit sie Salze im Gehirn ablagert, die nach dem „Pralaya“ des Nachtschlafes beseitigt werden. Bei diesem Denken spielt sich immer ein Prozess der Verwandlung des neutralen Weltenfeuers in ein Mineralreich ab. Durch sein physisches Gehirn negiert der Mensch grundsätzlich das Geistige, er stößt die Gedanken der Götter ab und spiegelt sie, denn er ist arm an Ätherkräften, obwohl sie in ihm auch vorhanden sind, sonst würde er ja sterben. Es spielt sich folglich etwas ab, was dem Prozess der Menschenschaffung gegensätzlich ist, den die Gedanken der Götter verursacht haben. Die „Einbohrung“, also die physische Zelle im Gehirn verschwindet und das Ätherische in ihr wird befreit. Das Abstoßen des Geistes stellt Ahrimanismus dar, aber wir retten uns gleichzeitig beim abstrakten ahrimanischen Denken vor Ahriman selbst. Das liegt daran, dass nach dem Verbrennen der Zelle – dieser „beschädigten Form“, die etwas darstellt, was in der Mitte zwischen Geist und Materie, Göttern und dem Ahrimanischen liegt, welche sich in der Zelle begegnen -, das Astrale des luziferischen Geistes eingreift. Unser luziferisierter Astralleib empfängt die gespiegelten Gedanken der Götter in Form von menschlichen Schattenbegriffen, Vorstellungen und Ideen. Diese sind der Ausdruck des luziferisierten abstrakten Denkens und werden von ihm in den Inhalt unseres niederen Ich verwandelt. Obwohl unser Astralleib beim reflektierenden Denken die Beziehung zu seinem höheren, wesentlichen Bewusstsein verliert, erscheint er immerhin auch hier als eine der Manifestation des Bewusstseins dienende Form. Das Gehirn spiegelt nur ab, während  der Ätherleib zusammen mit dem Astralleib und dem niederen Ich die Vorstellungen als Inhalt unseres wachen Tagesbewusstseins ausarbeitet. Das Gehirn erzeugt keine Gedanken aus sich heraus, er enthält keinen einzigen Gedanken. Mit rührender Naivität „rührt“ die heutige Wissenschaft in ihm „herum“ und sucht nach der Quelle der Gedanken. Zusammenfassend können wir sagen, dass der Geist Gedanken erzeugt, die der Leib wahrnimmt und die Seele erlebt.

Das ist die Art und Weise, in der das menschliche Planetensystem nach dem kopernikanischen Weltbild funktioniert, wenn der Mensch abstrakt denkt. Wenn er stirbt, verläuft sein Denken in der Zeit zwischen Tod und neuer Geburt nach dem ptolemäischen Weltbild. Deshalb sollten die Menschen schon auf der Erde diese Bewusstseinsform erwerben – das ist eine Aufgabe der Evolution, die vor uns steht. Auf diese Weise können wir uns nicht nur die weitere rechtmäßige Existenz sichern, sondern wir bringen das Leben in das Mineralreich zurück, dem wir das Vorhandensein unserer jetzigen Ich-Form verdanken. Die zugrunde gehende Nervenmaterie kann nicht ewig den Geist reflektieren – das niedere Ich existiert lediglich durch die Gnade dieser Reflexion. Der Mensch ist das „diesseitige“ Bewusstsein des Mineralreichs und wenn dieses Bewusstsein durch das höhere Ich beim anschauenden Denken Leben erhält, wird es dem Mineralischen den Antrieb zur Rückkehr zum Punkt der Uroffenbarung geben, deren „diesseitige“ Grenze es ist.

Wir haben bereits darauf hingewiesen, dass das Mineralische in seinem Wesen das Gleiche ist wie das Atma des Vatergotts im Mittelpunkt des Kreises der Uroffenbarung. Dieses Atma lässt sich nur auf der Sonne finden, wo es Christus als Seinen Geistesmenschen zurückgelassen hat, als Er aus dem Pralaya in das Manvantara herabstieg, um Sein Werk der Еrlösung von Menschen und Weltall zu vollbringen. Wie wir wissen, hat Christus das Phantom Jesu auferweckt, das aus diesem Zyklus (von den Geistern des Willens) stammt. Als eine Form des mineralisierten physischen Leibes des Menschen stellt das Phantom die niedrigste Form der Atma-Substanz des Zyklus dar. Das Phantom und der Geistesmensch Jesu sind wie die beiden Seiten einer Münze. Der Auferstehungsleib ist die unzertrennliche Einheit dieses Geistesmenschen, er ist das ewige Leben vom väterlichen Weltengrund in Form des makrokosmischen Christus-Ich sowie die erneuerte Idee des gegenwärtigen Zyklus als die Idee des nächsten Zyklus. In der Vorlesung „Das Mysterium des Menschen und die Falle der Gender-Ideologie“ (https://erzengelmichaelblog.wordpress.com/2018/04/15/das-mysterium-des-menschen-und-die-falle-der-gender-ideologie-teil-1/) haben wir betont, dass derjenige, der beginnt, sein Gehirn mit dem Gedankenäther zu beleben, eine Beziehung zum Auferstehungsleib und dadurch auch eine Beziehung zum Geistesmenschen herstellt, den Christus auf der Sonne zurückgelassen hat. Ein solcher Mensch verwandelt sich allmählich in eine Form, die nicht nur die von ihm individualisierte Form des Auferstehungsleibes ist, sondern auch etwas anderes, denn er verbindet sich mit der Substanz der Sonne, die im Auferstehungsleib fehlt. Die Art und Weise der Verbindung mit dem Geistesmenschen auf der Sonne kann variieren. Sie ist abhängig von den karmischen Voraussetzungen, von dem in früheren Inkarnationen Ausgearbeiteten, von der Aufgabe in diesem Leben usw. Bei Judith von Halle z.B. geschieht das mit den Stigmen. Doch das Beleben des Denkens, d.h. der Materie im Menschen muss immer da sein und das beginnt beim Nervensystem.

Christus hat das Phantom des physischen Leibes Jesu auferweckt, aber Er ließ dessen mineralischen Gehalt von der Erde wie eine Hostie aufnehmen, nachdem Er den Prozess der Aschenbildung in diesem Leib in einen Prozess der Salzbildung umgewandelt und ihn bis zum Element der Erde vergeistigt hatte. Diese „Hostie“ ist der Keim zur Ätherisierung des Mineralreichs auf dem zukünftigen geistigen Jupiter. Gleichzeitig ist sie unsere Beziehung zu der Substanz, die Christus auf der Sonne zurückgelassen hat. Wir wissen noch nicht, wie der Prozess der Verbindung verläuft, doch es steht fest, dass Christus, genauer gesagt Sein Lebensgeist als das Ich-bin-Prinzip, hier der Vermittler ist. Man kann sagen, dass der Lebensgeist „das Herz Christi“ und Christus „das Herz des väterlichen Weltengrundes“ ist.

Mit seinem niederen Ich wurde der Mensch zum Urphänomen seiner seelisch-geistigen Tätigkeit, wobei das Bewusstsein der Hüllen wie vorher in den höheren Welten bleibt – das Bewusstsein des physischen Leibes befindet sich im höheren Devachan, das Bewusstsein des Ätherleibes – im niederen Devachan, das Bewusstsein des Astralleibes – in der Astralwelt. In den alten Zeiten war das Urphänomen der Menschenart das einheitliche Ich der Menschheit. Mit Seinem Herabstieg in Jesus wurde Christus zum individuellen Urphänomen für den Menschen im Menschen selbst – „Da ist der Mensch!“ Indem sich der Mensch mit dem Auferstehungsleib verbindet, beginnt er allmählich bewusst in seine Leiber einzudringen und als ein Ich-Wesen nach dem paulinischen Gebot „Nicht ich, sondern Christus in mir“ zu wachsen. Auf diese Weise erfüllt er einerseits die Aufgabe des gegenwärtigen Zyklus, unsere drei Leiber in Geistselbst, Lebensgeist und Geistesmensch umzuwandeln und andererseits bildet er drei Hüllen für den nächsten Zyklus aus, die der Ausdruck der neuen Idee, des ewigen Lebens und der neuen Substanz sein werden. Sie werden die Formhüllen jenes einmaligen Menschen-Ich sein, das fähig sein wird, sich aufopfernd den nächsten Zyklus einzuleiten. Das ist die Form der zehnten Hierarchie der Freiheit und Liebe, die den Übergang des jetzigen Mineralreichs zum nächsten Zyklus gewährleistet und es zum Zentrum des neuen Zyklus macht, was zur Verwirklichung der Hauptidee führen wird. Diese Hauptidee bleibt vorläufig vor uns verborgen, denn ihre endgültige „Klärung“ wird im großen Pralaya zwischen den beiden Zyklen zustande kommen. Zusammen mit dem Mineralreich werden auch die anderen beiden Naturreiche zu Hierarchiewesen aufsteigen, die vom Menschen auf dem Weg zum Ich-Selbstbewusstsein abgefallen sind. Wir Menschen tragen eine große Verantwortung, doch die Antwort auf die Frage, ob wir uns dieser Verantwortung bewusst sind und wie wir ihr gerecht werden, lässt sich an der Art erkennen, wie wir unter den Bedingungen der reflektierenden Bewusstseinsform existieren.

Vor 3000-4000 Jahren besaß der Mensch eine bildhafte Gruppenform des Bewusstseins und die Hierarchien steuerte seine Entwicklung durch die Eingeweihten. Der physische Leib verletzte nicht die Gesetze, nach denen der Ätherleib existiert. Deshalb hatten die Menschen eine bestimmte Beziehung zu ihrem höheren Ich, das jedoch von außen wie ein Gruppen-Ich wirkte und die Kräfte der Seele hauptsächlich instinktiv zur Geltung kamen. Diese Etappe der Menschheitsevolution erlebt jeder von uns in seiner Kindheit bis zum Alter von zwei bzw. drei Jahren nach seiner Inkarnation auf der Erde, wenn er gleichsam im Traum das Übersinnliche hinter dem Vorhang der sinnlichen Welt erlebt. Bis zum siebten Lebensjahr bereiten wir uns auf die irdische Bewusstseinsform vor. In dieser Periode haben wir ein mythologisches Bewusstsein, das im Vergleich zum Bewusstsein eines Erwachsenen sehr schwach individualisiert ist. Deshalb nehmen wir die Welt als vergeistigt und von Wesen erfüllt wahr. Die Welt zeigt sich uns von ihren beiden Seiten. Der Verstand des Kindes ist noch nicht entwickelt, das Gehirn ist noch nicht auf das Spiegeln vorbereitet und daher ist das Phantasieren eine völlig natürliche Erscheinung.

Diese Periode entspricht jener Zeit vor ca. 2500 Jahren, als die Menschheit sich auf den unmittelbaren Übergang zur reflektieren Bewusstseinsform vorbereitete. Dieser Übergang wird immer in seinem Wesen wiederholt, wenn das Kind sich auf die Schulbank setzt. Dann beginnt der individuelle Übergang von der vierten zur fünften Kulturepoche, den das Kind mit seinem ganzen Wesen vollzieht – so wie das in der vergangenen Evolution der Fall war. Das kosmische Denken muss sich beim Kind in logisches Denken verwandeln, das bildhafte Bewusstsein – in ein begriffliches. Das Abstrakte erhebt sich wie ein Grabstein, der das lebendige, spirituelle Bewusstsein der Seele zerdrücken will. Bis zu seinem 14. Jahr muss das Kind den Abstand zwischen beiden Enden eines Abgrunds überwinden, der so groß wie eine Artenmetamorphose ist. Das ist möglich, da es eine Art Wiederholung des in früheren Inkarnationen Erreichten ist.

In dieser Zeit erlebt das Kind nach der physischen Geburt noch zwei weitere Geburten – des Äther – und Astralleibes. Die Abhängigkeit von den Vererbungskräften bleibt verständlicherweise bestehen. Hierbei spielen die Erziehung und Bildung eine große Rolle zur Legung eines festen Fundamentes der zukünftigen selbstbewussten Persönlichkeit. Die Bewusstseinsmetamorphose jedes Kindes muss in einer individuellen Art geschehen und dem komplizierten leiblich-seelisch-geistigen Wesen des Menschen und den objektiven Gesetzen seiner Evolution Rechnung tragen.

Vor ca. 2500 Jahren war der physische Leib noch nicht grob-materiell und ausgetrocknet. Obwohl er nicht so drastisch die Gesetze des Ätherleibes verletzte, brauchte z.B. Plato große Willensanstrengungen, um den besonderen Zustand seines Geistes hervorzurufen, um den Äther- und Astralleib vom Gruppendasein durch Einsaugen in den physischen Leib abzutrennen und die Abspiegelung durch das Gehirn zu erreichen. Die Erfahrung der früheren Inkarnationen erleichtert den Übergang des heutigen Menschen in seiner Kindheit, wobei der physische Leib heutzutage viel verhärteter ist. Nun aber steht der Mensch vor vollkommen verschiedenen Aufgaben, denn er muss später auch den entgegengesetzten Übergang zum bildhaften Bewusstsein vollziehen. Zu diesem Zweck ist es notwendig, dass bei der vierten Geburt – der Geburt des Ich, die zwischen dem 18. und dem 21. Lebensjahr stattfindet – dieses Ich beweglich und fähig zu einer späteren Bewusstseinsmetamorphose ist. Statt des Ich verinnerlicht der Mensch dessen Schatten – das niedere Ich. Deshalb kann er leicht einsehen, dass dieses Ich nur ein Begriff ist. Doch im angegebenen Alter wirft der Mensch eigentlich die Hülle des Gruppen-Ich ab und beginnt, sein individuelles, wahres Ich zu erleben. Das führt auch zur Umwandlung seiner Struktur und ermöglicht die Individualisierung der  dreifachen Seele bis zum 42. Jahr. Bei diesen Metamorphosen lässt sich zwar kein großer äußerlicher Unterschied feststellen, wie das bei den früheren Artenmetamorphosen der Fall war, die durch die seelisch-geistige individuelle Evolution des Homo sapiens ersetzt wurden. Alles vorher Geschehene war nur die Vorbereitung auf den Übergang zum Ich-Selbstbewusstsein und zur Übernahme des eigenen Schicksals durch den Menschen, was zukünftig unter anderem zu großen Wandlungen der Leiblichkeit führen wird.

Der Besitz der Ich-Form ist eine große Errungenschaft für jedes Wesen und gleichzeitig eine große Verantwortung. Die vorzeitige Intellektualisierung des Kindes seit frühestem Alter fügt der Ich-Selbstbewusstwerdung irreparable Schäden zu. Der heutige gebildete pädagogische „Barbare“ ist sich gar nicht bewusst, welche Gifte er in die Kindesseele und von dort in die Leiber des Kindes einspritzt. Mit einem mumifizierten ätherischen und physischen Leib entwickelt die Person einen pathologischen Astralleib. Daher ist es kein Wunder, dass der junge Mensch später zu psychischen Erkrankungen neigt, seine göttliche Vorbestimmung nicht kennt und den Sinn des Lebens nicht sieht. Es treten Charaktermängel auf, von denen kein langer Weg zu den Krankheiten des physischen Körpers führt. Beim beschädigten jungen Menschen wird auch ein Ich mit schwachem Willen zum Denken und Bewusstsein entstehen. Letzteres lässt sich dann leicht durch ein stärkeres fremdes Bewusstsein ersetzen. Selbst wenn der Mensch hohe äußere Intellektualität erlangt, bleibt er für die kosmische Intelligenz leer und wird in späteren Jahren nicht fähig sein, den umgekehrten Übergang zu vollziehen – vom abstrakten reflektierenden Denken, das dem wachen klaren gegenständlichen Bewusstsein eigen ist, zum anschauenden Denken und dem zukünftigen bildhaften Bewusstsein, um seine Individualität zu zeigen. Statt frische Kräfte in die Evolution der Menschheit einzubringen, belastet sie der Mensch durch seine geistige Verwüstung und seinen moralischen Verfall.

In der vorchristlichen Zeit ging die Metamorphose vom bildhaften zum reflektierenden Bewusstsein der Geburt des Selbstbewusstseins voran, nun ist die richtige Ausbildung des Selbstbewusstseins der Motor der Metamorphose zum imaginativen Bewusstsein. Gerade auf diesen Motor – das niedere Ich – richtet sich die Attacke der Wesenheiten der Subgeschichte. Bereits als das niedere Ich  auftauchte, begannen sie ihren Streit mit den Wesenheiten der normalen Entwicklung darüber, ob es sich hinauf zum Geist oder zur unumkehrbaren Bindung an das Mineralreich im ahrimanischen Sinne entwickeln sollte. Dieser Streit wird im Menschen selbst geführt. Vor 2000 Jahren hat Christus den Streit durch den Akt der Auferstehung entschieden. Da die Priester und die Volksführer den Prozess der Individualisierung nicht begriffen, führte das zu der unsäglichen Tragödie, dass der Mensch die Ankunft Christi nicht verstand. Heutzutage führt das Nichterkennen der Notwendigkeit einer Metamorphose des Bewusstseins durch die heutigen „Priester“ der Wissenschaft und die Führer der Völker dazu, dass sie zu Mittlern der dunklen Geister werden. Das hat die Tragödie der Menschheit in nie gekanntem Maße vertieft. Aus evolutionären Gründen verläuft der Prozess der Mineralisierung des Gehirns immer schneller und das verstärkt seine Fähigkeit zu reflektieren, verstärkt also das Töten der Nervenzellen und das Abstoßen des Geistes. Dieser Prozess wurde schon längst in die Vererbungskräfte hineingetragen, wobei die Kräfte, die im Intellektualismus der Generationen wirken, am stärksten in den drei Jahrhunderten vor dem Beginn des michaelischen Zeitalters waren. Der Regent jenes Zeitalters war der Erzengel Gabriel, der das Gehirn so bearbeitet hat, dass dieses die feinstmögliche Fähigkeit zu reflektieren erreichen konnte. Es entstanden die Ideologie des Marxismus und die Wissenschaft, die die rein materialistische Weltanschauung vertritt. Doch Gabriel hat die Menschheit auch auf das kommende Zeitalter Michaels vorbereitet, indem er durch die besondere Steuerung der Geburt auf den Vorderteil des Gehirns eingewirkt hat, um die Ausbildung eines neuen Organs in der Stirnhöhle (in der Nasenwurzel) hervorzurufen. Dort – im Bereich der zweiblättrigen Lotusblüte – hat Gabriel die bestehende Beziehung zwischen dem physischen Leib und den anderen zwei Leibern (dem Äther- und dem Astralleib) gelockert. Er hat selbst den Blutstrom in diesem Teil des Gehirns geändert, um dem Menschen zu ermöglichen, die Botschaften der Anthroposophie von Michael über die Meister der Weißen Loge als Strahlen geistigen Lichtes im neuen Organ aufzunehmen. Doch das geschieht nur, wenn der Mensch selbst dieses Organ aktiviert, also wahrhaftig beginnt, die Anthroposophie zu studieren und anzunehmen.

Gabriels Arbeit an der Befreiung des Menschen von den Vererbungskräften wurde durch die fundamentale Veränderung in der Menschenkonstitution ermöglicht, die seit dem Mysterium von Golgatha eingetreten ist. Deshalb ist die erste Gabe, die in dem von Gabriel geschaffenen Organ in der Gegend der zweiblättrigen Lotusblüte empfangen werden kann, gerade die Beleuchtung der wahren Bedeutung des Christus-Ereignisses, die uns nur die Anthroposophie geben kann. Diese anwachsende Bedeutung des Mysteriums von Golgatha führt zur Erweiterung des Ätherleibes in der Kopfgegend und zur allmählichen Ausbildung des neuen ätherischen Denkorgans, das Steiner „das Ätherherz“ nennt. Das Denken wird von Leben erfüllt und ätherisiert, seine Grundlage ist nicht mehr nur das physische mineralisierte Gehirn, sondern das Ätherherz, in das sich die Ideen der geistigen Welt unmittelbar aus ihren Formen ergießen, wie auch immer sie geartet sind, denn der Mensch geht eine intime Beziehung zu ihnen ein. Das sind die den Äther ausfüllenden Gedanken der Götter. Beim anschauenden Denken richten sich die im Ätherherzen empfangenen Gaben wieder zum physischen Gehirn und werden von der Seele begrifflich erlebt. Diese Begriffe sind aber teilweise übermenschlich und werden zur Hälfte individuell vom höheren Ich-Bewusstsein, also von unserem wahren Ich ergriffen. Das anschauende Denken ist dem Denken im alten Griechenland ähnlich, als der Übergang zum begrifflichen Denken vollzogen wurde, aber mit dem entgegengesetzten Vorzeichen, denn es ist auf das Wahrnehmen durch die Metamorphose des niederen zum höheren Ich gerichtet. Das anschauende Denken ist das Urphänomen des imaginativen Bewusstseins für die sechste Kulturepoche.

Als die sichtbare Form des physischen Prinzips ist das Mineralreich nahezu erschöpft und es wird den Übergang zur Vergeistigung machen. Der Mensch ist verpflichtet, diesen Prozess einzuleiten. Wenn er das von Gabriel ausgebildete Organ austrocknen lässt und nicht verfeinert, wird er auch kein Ätherherz ausbilden können. Dieses Herz wird nicht auf natürliche Art erscheinen, sondern der Mensch muss es willentlich und persönlich ausbauen. Somit gerät er verständlicherweise unter die Attacke durch die dunklen Wesenheiten, er wird zur Quelle von Krankheiten und ihm drohen das Abfallen von der Evolution und das Leben als ein halbmenschliches, halbtierisches Wesen auf dem mineralisierten Satelliten des zukünftigen geistigen Jupiter. Nicht von ungefähr warnte Steiner, dass das Leben ein gefährlicher Prozess ist.[6]

Heutzutage befindet sich die Menschheit in einer Entwicklungsphase, die durch vier Hauptbesonderheiten bestimmt wird. Der Mensch wurde zu einem Ich und Christus trat in Jesus ein, um die Entwicklung an ihrem tiefsten Punkt von der irdischen zur Sonnenevolution zu wenden. Gleichzeitig hat Er auch das Fundament des neuen Evolutionszyklus gelegt. Als die erste Hälfte des neuen Zyklus können wir die Vollendung der zweiten Hälfte des gegenwärtigen Zyklus betrachten, doch nicht einfach als die Fortsetzung des Vorausgegangenen, sondern als dessen Umwandlung. Christus hat Sein neues schöpferisches Werk beim Menschen begonnen, wobei hier die objektiven Gesetze der Evolution auf ihre Wende treffen, um etwas völlig Neues zu schaffen, das direkt vom väterlichen Weltengrund über Christus kommt.

Die anderen zwei Charakteristika beziehen sich auf die Tätigkeit der zurückgebliebenen Wesen. Diese Wesen wurden durch die Bedürfnisse der alten Entwicklung – der „irdischen Evolution“ ins Leben gerufen, bei der der Aufstieg auf Kosten des Abstiegs erreicht wurde. In der Evolution der reinen Erhebung, d.h. der „Sonnenevolution“ finden diese Wesen keinen Platz für sich und leiden furchtbar – wie ein Tier bei seinem Versuch sich aufrecht hinzustellen. Sie streben danach, die Evolution vom Wendepunkt zurück zu der Gruppenform des Bewusstseins umzuwenden, wobei sie das auf verschiedene Art versuchen – jeweils von der Art ihres Zurückbleibens abhängig. Wenn der Mensch „nach links“ geht und den luziferischen Wesen folgt, kehrt er zu der phantastischen Mystik des Gruppenbewusstseins und verliert sein niederes Ich, wobei der Zugang zum höheren Ich ihm versperrt bleibt. Das geschieht beim östlichen Weg der spirituellen Entwicklung. Luzifer versucht, einen neuen Evolutionszyklus einzuleiten, indem er den Menschen in den Zustand des Kindes zurückversetzt, die jetzige Idee des Zyklus aufhebt und die Substanz dem Schicksal in nicht metamorphosierter Form überlässt. Wenn der Mensch „nach rechts“ geht und Ahriman folgt, gelangt er wieder zum Gruppenbewusstsein und verliert sein niederes Ich, ohne sich dem höheren Ich anzunähern. Doch das geschieht in völlig anderer Art. Das ist grundsätzlich der westliche Weg, der heutzutage auf der Erde vorherrschend ist. In der Praxis wirken die luziferischen und ahrimanischen Wesen oft gemeinsam, indem sie ihren Schnittpunkt bei den Asuras finden, um das menschliche Ich anzugreifen.

So sieht das Kreuz aus, auf dem wir gekreuzigt sind. Unsere Lage wird von der Tatsache erschwert, dass die Wesen der dritten Hierarchie uns in einem hohen Maße überlassen haben, die Ursachen unseres Daseins selbst zu schaffen, denen sie bestimmte kosmische Folgen entziehen, um den Prozess der Geschichte und Kultur zu inspirieren. Die Zielsetzung wird von der gemeinsamen Tätigkeit von Menschen und Göttern bestimmt, doch der Mensch hat den Vorrang. Die Götter wirken konsequent, indem sie den Plan der makrokosmischen Evolution befolgen und sie erwarten das Gleiche von uns Menschen. Deshalb führt unser Weg nicht nach links oder rechts, sondern nach vorn und nach oben – zu den Wesen der rechtmäßigen Entwicklung. Zur Lösung unserer irdischen Probleme spielen die Gebete eine erhebliche Rolle, wenn wir sie an diese Wesen richten und Verständnis für die Ereignisse und den göttlichen Willen haben. Unsere Situation wird durch einen Umstand der Evolution erschwert – wir stehen an der Schwelle zu unserer nächsten Artenmetamorphose. Das erfordert die entsprechende Form der Zivilisation. Der Sinn jedes Zeitalters besteht darin, dass eine Gruppe von Menschen zum Urphänomen für das nächste Zeitalter und zum Motor der Metamorphose des bestehenden Zeitalters werden. Die restlichen Milliarden von Menschenseelen stellen sich dann auf die ihrer Bewusstseinsstufe entsprechende Sprosse der Evolutionsleiter und legen möglicherweise in ihre Seelen jene Samen, die in ihren nächsten Inkarnationen gute Früchte tragen werden.

Welche Samen gibt uns die heutige Zivilisation, in der seit 100 bis 150 Jahren ein dermaßen intensivierter wissenschaftlich-technischer Fortschritt auf den Plan tritt, dass die Menschen in ihm zu ertrinken drohen? Was hat diesen Boom der Wissenschaft und der Technologien ausgelöst?

Er hängt mit dem Umstand zusammen, dass der Mensch sich in seiner Evolution der Schwelle der übersinnlichen Welt angenähert hat. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich die Welt der Ätherkräfte. Der menschliche Ätherleib ist mit dem Weltenäther verbunden, dessen Möglichkeiten so unbegrenzt sind, dass nur ein kleiner Teil in unserem konkreten Leben in Erscheinung treten kann. Die neue Wissenschaft hat die Grenzen der Erkenntnis über den materiellen Teil des Universums dermaßen erweitert, dass sie den Grenzstreifen erreicht hat, wo die beiden Teile des einheitlichen Universums ineinander gespiegelt werden. Die Materie hat begonnen, Eigenschaften an den Tag zu legen, die uns wie aus einer Wunderwelt erscheinen. Wenn die Wissenschaft von Genen spricht, von der Welt der Mikropartikel in den Nanotechnologien, von der Existenzform der Materie als Welle oder Feld, vom Vakuum, so müssen wir in all diesen Erscheinungen die Manifestation dieses Grenzstreifens zwischen beiden Welten sehen.

Es gibt klare Hinweise darauf, dass die Wissenschaft das Geheimnis der Gravitation aufgedeckt hat. Wir wissen, dass die Anziehung im Weltall jener „Knoten“ ist, in den sich die Materie „bindet“ und jene Konstanten aufweist, die die materialistische Wissenschaft in ihr entdeckt hat.

Mit der Auflockerung dieses Knotens werden die Konstanten zu Variablen – mal Wellen, mal Partikel. Auf diese Weise wird die Grundlage des irdischen Daseins des Menschen, auf der unser Ich funktioniert, sehr instabil. Die neue „Quantenreligion“ hat längst den alten Newtonschen Materialismus verdrängt. Manche Wissenschaftler sprechen bereits vom Äther, den sie allerdings für ein besonderes Feld halten, durch das sie wundervolle Wirkungen und die allgemeine Zusammenwirkung im Universum beobachten können. Die weiter Blickenden unter ihnen behaupten sogar, dass das Elektron (wenn man überhaupt von Elektronen reden kann) sich nicht bewegt, sondern eine Art pulsierende Wolke darstellt. Dementsprechend seien die Lichtwellen als Schwingungen ohne Träger zu verstehen, d.h. alles Existierende schwingt einfach mit einer bestimmten Frequenz und befindet sich in Einheit. Diese Ansicht vertrat z.B. der deutsche Physiker Hans-Peter Dürr. Verständlicherweise kommen die Wissenschaftler nicht zu der Schlussfolgerung, dass der Logos, das Ich-bin-Prinzip der Träger der Einheit ist – die wahre lebendige, schaffende Wirklichkeit, die in der sinnlichen Welt sich bis zum Phänomen der Welle und selbst der Tonfrequenz verdichtet. Vielmehr sind die Wissenschaftler der Meinung, dass ein „Torsionsfeld“, „die Quanten“ bzw. etwas in dieser Art allem zugrunde liegt. Deshalb reden sie vom „bewussten Kosmos“, „dem Großen Nichts“ u.dgl.

Der menschliche Organismus ist ebenfalls eine komplizierte Gesamtheit verschiedener Schwingungen, die das lebendige Spiegelbild des Logos ist. Ihm wurde ein Selbstdasein geschenkt, das selbstverständlich nicht tot ist, sondern aufgrund immanenter Gesetze einer Evolution unterliegt. Diese Gesetze stellen die Projektion der makrokosmischen Gesetze in der sinnlichen Welt dar. Das menschliche Ich ist selbst als ein Schatten des höheren Ich keineswegs tot wie der Schatten der physischen Gegenstände. Doch die Menschen konnten diesen Schatten nicht begreifen und den direkten Zugang zum höheren Ich finden. Als Folge davon gewann der Materialismus im jahrhundertelangen Streit über das Wesen des Urquells des Universums schon Ende des 19. Jahrhunderts die Oberhand über den Idealismus. Die Idealisten haben zwar nicht den Streit verloren, aber der Materialismus setzte sich im sozialen Leben mit Kraft durch, nachdem die Ideen von Karl Marx sich im Bewusstsein eines Teils der europäischen Bevölkerung verfestigt hatten. Nun versucht der neue Materialismus, die Schwächen des Vulgärmaterialismus der Vergangenheit zu korrigieren, indem er die Beweise für seine Richtigkeit in den wichtigen Entdeckungen der Wissenschaft sucht. Nachdem das Fundament, auf dem er sich gründet, ins Wanken gekommen war, entstand die Notwendigkeit seiner weltanschaulichen Transformation, denn der Materialismus ist grundsätzlich eine makrokosmische Tatsache. Im Kreis der zwölf Weltanschauungen entspricht ihm das Sternbild Krebs.[7]

Die 12 Weltanschauungen

Wenn wir uns nach links bewegen, betreten wir das Gebiet der Zwillinge und des  Mathematismus. Hier geht der Materialismus vom Grundsatz aus, den Kant formuliert hat – „daß in jeder besonderen Naturlehre nur so viel eigentliche Wissenschaft angetroffen werden könne, als darin Mathematik anzutreffen ist“.[8] D.h., wir können nur das als Wirklichkeit anerkennen, was sich in Form von Zahlen  ausdrücken lässt. In diesem Fall werden die mathematischen Formeln zur letzten Wahrheit der wissenschaftlichen Methode erklärt und die Zahlen – für die Wirklichkeit. Wir wollen uns dabei an die mathematischen Anstrengungen Einsteins erinnern, der das Universum mithilfe von Zahlen und Formeln erklären wollte. Ja, schon die Alten haben gesagt, dass Gott geometrisiert und mathematisiert. Der neue Materialismus gibt ebenfalls zu, dass die Welt in mathematischer Weise aufgebaut ist, allerdings sagt er nicht, dass Gott geometrisiert. Er musste auch aufgrund seiner Experimentalerfahrung zugeben, dass die Ideen als solche existieren, dass das Bewusstsein objektiv ist und ein Dasein besitzt, das sich vom Dasein der Materie unterscheidet.

Nachdem man sich über sich selbst zum Mathematismus erhoben hat, kann man sich weiter auf dem Tierkreis zum Idealismus im Widder bewegen und zur einheitlichen sinnlich-übersinnlichen Wirklichkeit kommen, wenn man vorher rechtmäßig den Rationalismus des Stiers durchlaufen hat. Aber der Materialist bekennt nur soviel vom Idealismus, wie ihm seine reflektierende Bewusstseinsform hergibt. Sie ist für ihn die einzige existierende Bewusstseinsform, weshalb er nur die Ideen anerkennt, die er mit den äußeren sinnlich-realen Dingen vergleichen kann, und die von innen erhaltenen Ideen – etwa durch Intuition, Inspiration – leugnet. Wegen der Schwäche seiner Seele empfindet der Materialist instinktive Angst vor dem Spiritualismus. Deshalb verkleinert der heutige Transmaterialist voller Angst das Feld seiner Beobachtungen, ohne den entscheidenden Schritt zum Geist zu machen. Die Welt des Geistes und die Welt der Materie widerstehen überall einander, ebenso die Welt des spirituellen und die Welt des reflektierenden Bewusstseins. Letzteres wird niemals die Grenze des Ersteren überschreiten, denn in diesem Fall würde das Reflektieren und somit auch das wache Bewusstsein aufhören.

Was Kant mit seiner Aussage meinte, war der qualitative Aspekt der Erkenntnis, die vom abstrakten Denken bedingt wird. Die neuen Materialisten sind bestrebt, die Grenzen der Erkenntnis aufzuheben, indem sie die Möglichkeit der endlosen Erhöhung der Quantität an Erkenntnissen vortäuschen. Was die Notwendigkeit der Transformation der Bewusstseinsform angeht, so haben sie auch darauf eine Antwort. Diese Antwort ist monströs, aber unser Zeitgenosse ist sich dessen überhaupt nicht bewusst.

Der jahrhundertelange wissenschaftliche Streit zwischen dem Idealismus und Materialismus, bei dem nach der Wahrheit gesucht wurde, hat seine Aktualität eingebüßt, da auch die Idealisten geistig schwach waren. Nun geht es nicht um Weltanschauungen, sondern um das Schicksal des Menschen, um die Frage, ob es ewig ist und worin diese Ewigkeit besteht. Die Ideologen des Transmaterialismus, den wir „magischen Materialismus“ nennen können, präsentieren uns ein Weltbild, das dem geisteswissenschaftlichen Weltbild scheinbar in allem ähnelt. Es wird dem Zeitgenossen zukünftig äußerst schwerfallen, die Grenzen dieses Weltbildes zu verlassen und nach etwas anderem zu suchen. Alles, was vorher an Definitionen des Geistes existiert hat, wird nun der Materie zugeschrieben. An die Stelle die Triade Substanz-Leben-Idee wird die Triade Materie-Energie-Information angesetzt, wobei die Materie auf die räumliche „Achse“ und die Information – auf die zeitliche „Achse“ bezogen wird. Die Rolle der Energie besteht bei dieser Triade darin, den gegenseitigen Übergang der Paare Materie-Information und Raum-Zeit zu gewährleisten. Nachdem die Materie durch den „Urknall“ (den auch der jetzige Papst Franziskus bekennt) zum Fundament des Universums erklärt wurde, ist es kein Wunder, dass anstatt über Gott über „das Große Nichts“, „das Sinn-Kontinuum“, über „Energien“ u.derlei Phantasmen gefachsimpelt wird.

In den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts und insbesondere seit dem Anfang des 21. Jahrhunderts wird deutlich, dass wir in einen solchen Materialismus eingetreten sind, der in der Lage ist, weltanschaulich und praktisch alle Wege des Menschen zum Geist abzuschneiden. Die traditionellen Religionen sind nicht in der Lage, dem zu widerstehen, da sie das Beleuchten der Spiritualität vom Standpunkt der Gegenwart ablehnen und selbst vom Materialismus durchzogen sind. Bei ihrer Konfrontation mit der Wissenschaft vertritt die Religion weiterhin die Ansicht über die uralte Vorbestimmung des Menschen durch Gott. Die Wissenschaft dagegen stützt sich auf die Selbstbestimmung des (niederen) Ich, das sie allerdings nur als einen Begriff betrachtet. Beide Seiten leugnen faktisch die Freiheit des Menschen. Die Lage wird außerdem dadurch erschwert, dass die Zivilisation selbst wegen der Krise ihres systembildenden Faktors – des Ich – erschöpft ist. Das führt  zu ihrem unvermeidlichen Kollaps, was die bloße Existenz des Menschen in Frage stellt. Die qualitativen Möglichkeiten der gegenwärtigen Bewusstseinsform wurden als Ganzes bereits am Anfang des 20. Jahrhunderts aufgebraucht. Es ist eine neue Methodologie, ein neues Organon fällig, um die eine neue Art von Zivilisation entstehen kann. Wir haben bereits darauf hingewiesen, wie dieses Organon aussehen soll![9]

Das Rückgrat der modernen Wissenschaft und Technologien bilden die mathematische Logik, die mathematischen Modelle und Algorithmen. Der materialistische Wissenschaftler weiß (zwar auf der reflektierenden Stufe, aber immerhin), dass das Denken vom Gehirn abhängt, von dessen Fähigkeit sich zu mineralisieren. Doch der Wissenschaftler bleibt vor dem Rätsel des Lebens ohnmächtig und charakterisiert es in jenem Zustand, in dem das Leben eigentlich fehlt. Das Leben lässt sich nicht wie Zahlen zerlegen. In ihrer Ohnmacht kam die Wissenschaft zur Schlussfolgerung, dass die vollständige Einordnung des Menschen in den Bereich des Mineralischen, des Siliziums, des Computers zur Entstehung einer dermaßen vollkommenen Form führen würde, in der er ewig leben könnte. Aus der Kreuzung des Natürlichen mit dem Künstlichen, des Menschen mit der Maschine würde ein völlig neues vernünftiges Wesen entstehen, eine Art Übermensch, der das Ergebnis der Änderung des menschlichen Bewusstseins auf materieller Grundlage innerhalb der Grenzen des Materiellen sein würde. Der Mensch würde bis zu seinem 30.-40. Jahr als eine biologische Spezies leben und dann sein Bewusstsein in das Silizium verschieben, um zum Bioroboter zu werden. Dieser Bioroboter würde in seinem Wesen Mensch bleiben, doch er würde keine Luft und keine organische Nahrung mehr brauchen und unsterblich sein. Sein Denken, das auf der Linie Mensch-Computer verlaufen würde, wäre bewusstlos – auf der Stufe der Reflexe, die z.B. in der menschlichen Atmung, Ernährung und Bewegung vorhanden sind. Diese Übermenschen würden neben dem alten Homo sapiens existieren und als vernünftige Organismen aus Menschen holografische internationale Gemeinschaften  bilden, die in einem Megacomputer vereinigt sein würden. Jede Individualität würde in diesen integralen Intellekt als ein einzelner „Chip“ eingehen und den nahen und fernen Kosmos erobern.

Der Weg in diese Zukunft geht über den wissenschaftlich-technischen Fortschritt, der sich nach der Ansicht des Astrophysikers Martin Rees in drei Hauptrichtungen entwickeln wird – fortgeschrittene Biotechnologien, künstlicher Intellekt und Robotik und die Fähigkeit, den Kosmos zu erforschen. Es ist klar, dass durch die Biotechnologien der Mensch auf die Einschaltung in den allgemeinen künstlichen Intellekt vorbereitet wird, damit er die Erde verlassen und sie der Willkür des Schicksals überlassen kann, da er sie und ihre ihn einschränkenden Gesetze nicht mehr brauchen wird.

Um welche Biotechnologien geht es? In der modernen Biologie dominiert die These, dass alles in der Menschennatur, auch das Bewusstsein als das Produkt der Gehirntätigkeit sich auf mathematische Algorithmen von biochemischen Wechselwirkungen und zufälligen Ereignissen reduzieren lässt, die lesbar, entschlüsselbar, redigierbar, umkodierbar sind und umgestaltet und vervollkommnet werden können. Schon Pythagoras soll ja gesagt haben, dass die Zahlen die Welt regieren. Immer mehr Wissenschaftler erklären, dass die Krankheiten und der Tod nur komplizierte technische Probleme sind, die noch bis zum Ende dieses Jahrhunderts überwunden sein werden. Nach der Ansicht besagter Wissenschaftler muss noch festgestellt werden, ob der menschliche Körper, das Bewusstsein, die Emotionen und der Geist etwas mehr als die verschlüsselte Information unserer evolutionären Entwicklung sind. Die Nanotechnologien machen die Menschen der Wissenschaft sehr zuversichtlich und diese stellen die Behauptung auf, dass die Evolution im Laufe von Millionen Jahren die Biologie bis zur Nanogröße vervollkommnet hat. In Nanogrößen verlaufen etwa die Prozesse in der Zelle. Nach der Beschreibung des Zellgenoms (wahrscheinlich auch schon vorher) ist man zu Genmanipulationen an Menschen übergegangen, indem Probanden z. B. Gene der „Ausdauer von Weltmeistern“, der „reduzierten Sensibilität“, des „perfekten Gedächtnisses“ usw. eingeimpft werden. Spätestens in 20 bis 30 Jahren werden die Biotechnologien so verbreitet sein wie die Mobiltelefone oder das Internet. Es wird damit gerechnet, dass sie viele globale Probleme lösen – etwa die Klimaerwärmung, die Versorgung der Welt mit Nahrung und Energie, die Beseitigung von Infektionskrankheiten, das Altern der Gesellschaften usw. Es wird beabsichtigt, menschliche Organe, künstliche Nahrungsmittel u.ä. im 3D-Drucker herzustellen.

Gegenwärtig ist die Zusammenstellung eines Zellatlas im Gange. Mit diesem internationalen Megaprojekt werden alle 300 Zelltypen des menschlichen Körpers beschrieben, woraus man sich die Beantwortung der Frage erhofft, woraus wir entstanden sind. Zudem würde das die medizinische Versorgung durch die supergenauen Modelle der menschlichen Physiognomie verbessern, indem die Behandlung und Therapie personalisiert werden.

Die Wissenschaft vertritt die Meinung, dass nach all den Millionen von Jahren, in denen die Evolution die Biologie bis zur Nanogröße vervollkommnet hat, das dem Menschen (d.h. dem Biologischen) und dem Künstlichen eine immer größere Annäherung und gegenseitige Durchdringung erlauben werde. Die technologische Revolution entwickle sich exponentiell, Millionen Mal schneller als die biologische, so dass der Punkt der Singularität irgendwann unvermeidlich erreicht sein werde. Die Symbiose des biologischen und künstlichen Intellekts sei unumgänglich, denn die Evolution habe keine Vorlieben und empfinde keine Gefühle, sie toleriere nicht die intelligentesten und entwickeltsten Arten, sondern nur diejenigen, die sich am schnellsten an das veränderte Umfeld anpassen. Es sei nicht mit einer Änderung der Logik der Evolution und einer Wahl zwischen dem biologischen und künstlichen Intellekt zu rechnen.

In einem Interview für die Online-Zeitschrift „Futurism“ vom Februar 2018 behauptet der Direktor des Schweizer Forschungsinstituts für Künstliche Intelligenz IDSIA Jürgen Schmidhuber: „Das ist etwas, was die Menschheit und das Leben selbst übersteigt. Als das biologische Leben vor 3,5 Milliarden Jahren aus der chemischen Evolution hervorging, hat eine zufällige Kombination einfacher, lebloser Elemente die Expansion der Arten in Gang gesetzt, die heute den Planeten bevölkern. Etwas von vergleichbarer Größenordnung könnte heute passieren. Jetzt macht das Universum einen ähnlichen Schritt von geringerer Komplexität zu höherer Komplexität und das wird großartig sein. Wie bei der Entstehung des biologischen Lebens wird es bei diesem entscheidenden Sprung zwischen einer starken Maschine und dem künstlichen Leben ein Element der Zufälligkeit geben. Und obwohl wir nicht genau voraussagen können, wann das passieren wird, weisen alle Beweise auf die Tatsache hin, dass das unbedingt passieren wird.“

Was ist der künstliche Intellekt für die Wissenschaft? In einer Untersuchung der Stanford University vom Ende 2016 mit dem Titel „Künstlicher Intellekt und Leben im Jahre 2030“ heißt es, dass der künstliche Intellekt Wissenschaft und Technologien darstellt, die von der Art und Weise inspiriert werden, wie die Menschen ihr Nervensystem und ihren Körper benutzen, um zu spüren, erfahren, nachzusinnen und Handlungen vorzunehmen.

Wir sehen hier, wie die materialistische Wissenschaft versucht, die Funktionen des Organischen und selbst des Psychischen zu modellieren, um sie einzuholen und sogar zu übertreffen. Und sie modelliert diese Funktionen nicht nur draußen in der Welt des künstlichen Intellekts, sondern auch im Menschen selbst. Das geschieht eugenisch durch das Genengineering mit dem Ziel, dass man zukünftig auf das Organische verzichtet und das Bewusstsein vollständig auf das Silizium übertragen kann. Zusammen mit dem Bewusstsein sollen auch die Empfindungen, Sinne, Gefühle übertragen werden, weil ja alles als Zahlen zerlegbar sei. Auf diese Weise soll der oben umrissene Übermensch als eine anorganische Organisation zustande kommen.

Auf den ersten Blick hat die Wissenschaft ihre logischen Gründe, um Anstrengungen in diese Richtung zu unternehmen. Wenn die Materie es soweit gebracht hat, dass sie im Menschen denkt, könnte sie in der Größenordnung der Weltganzheit als ein anorganisches Weltbewusstsein, als ein anorganisches bewusstes Universum denken. Der Enthusiasmus wird von den Angaben der Wissenschaft verstärkt, die die Schlussfolgerung entstehen lassen, dass das Bewusstsein und das Selbstbewusstsein des irdischen Menschen nicht unbedingt eine Funktion des organischen Lebens sind. Das organische Leben sei vielmehr „die Schwachstelle“ in uns – die Abhängigkeit von ihm verhindere uns, das Potential des Denkens bis zur Größenordnung des Universums zu entfalten. Deshalb wird das Organische in solch grober Art durch Genmanipulationen „vervollkommnet“. Mithilfe von Nanorobotern würde der Intellekt im nanotechnologisierten Menschen dermaßen verstärkt werden und gleichzeitig würden manche magischen Fähigkeiten entfaltet werden, so wie bei den sog. Extrasensheilern. Das Extrasensorische lasse sich nach der Meinung der Wissenschaft ebenfalls physisch interpretieren. Mit dem Verbinden des biologischen mit dem künstlichen Intellekt würde diese „kognitive“ Revolution wahrscheinlich auch eine geistige Revolution entfachen. Bisher wisse man nicht, welche Ausrichtung sie haben werde. Hier können wir nicht umhin, an die Warnung Steiners zu denken, dass Ahriman nach seiner Inkorporation eine Schule eröffnen wird, in der die Menschen magische Fähigkeiten erlangen würden, ohne sich moralisch läutern und vervollkommnen zu müssen.

Bei dem Treffen des Bilderberg-Clubs in diesem Jahr wurde neben dem künstlichen Intellekt auch der sog. Quantencomputer besprochen. Die Qubits können bekanntlich nicht nur 0 und 1 sein wie die normalen Bits, sondern sie haben auch andere Eigenschaften, so dass sie gleichzeitig 0 und 1 sein können, was die Geschwindigkeit und das Volumen der ausgeführten Operationen in gigantischen Maßen erhöht. Damit hofft man, die physischen und biologischen Fundamente und Wechselwirkungen zu erreichen, die man heute nicht ganz versteht. Mit dem Quantencomputer will die Wissenschaft die lebendige und nicht lebendige Natur begreifen. Der eng spezialisierte künstliche Intellekt findet in vielen Bereichen des sozialen Lebens eine Anwendung, doch bisher konnte kein künstlicher Intellekt geschaffen werden, der eine allgemeine Bestimmung, intelligentes Verhalten auf verschiedenen Gebieten hat und fähig ist, den Turing-Test zu bestehen, also Vernunft im menschlichen Sinne zu besitzen. Bei diesem Test unterhält man sich mit zwei Gesprächspartnern und muss anhand der Antworten auf die Fragen feststellen, wer vor ihm sitzt – die Maschine oder ein Mensch. Der künstliche Intellekt hat die Aufgabe, den Mensch irrezuführen und ihn zu einer falschen Wahl zu verleiten.

Doch wie man aus der Definition der Stanford University sieht, wird nicht nur die Modellierung unseres Nervensystems angestrebt, sondern es wird auch auf die Handlungen des Menschen gezielt, also auf den Willen. Wir wissen aus der Anthroposophie, dass der Mensch im Denken wach ist, im Fühlen schläft und träumt und im Willen völlig bewusstlos ist und nur die Folgen der Handlungen der Willensimpulse erlebt, wenn sie bereits in Gang gesetzt sind und in der sinnlichen Realität wirken. Der wahre Wille befindet sich in der übersinnlichen Welt, wo er mit dem Bewusstsein identisch ist. Das Willensbewusstsein der Hierarchiewesen – das ist die Substanz der Welt. Im Menschen hat die Substanz die Form von sinnlich wahrnehmbaren Gegenständen und Phänomenen. In der Welt der anorganischen Natur gibt es nirgendwo einen Willen! Er fehlt eigentlich auch in der organischen Natur. Es ist kein Zufall, dass in der neuen Übermenschen-Doktrin dem Element des Willens viel Aufmerksamkeit gewidmet wird, da er uns in die Tiefen der ahrimanisch-asurischen Mysterien des Materialismus führt. An diese Mysterien können wir uns bis zu einem gewissen Grade annähern, wenn wir uns über die Vorbereitung der sog. SpezNas[10] des okkulten Bolschewismus informieren. Der russische okkulte Bolschewismus war hauptsächlich eugenisch ausgerichtet und beabsichtigte, eine neue Menschenart zu schaffen.

Der SpezNas-Soldat ist die Vorstufe der Ausbildung eines Übermenschen mit eisernem Willen, der durch Sport (vor allem östliche Kampfsportarten) und psychologisches Training vorbereitet wird und einen außerordentlichen Intellekt besitzt. So kann er zum Gefäß werden, in das die Asuras einziehen und das Ferment eines neuen Evolutionszyklus bilden, der Ahrimans Absichten entspricht. Im Prozess der Vorbereitung solcher Übermenschen werden die neuesten Errungenschaften des Genengineerings, die Nanotechnologien und die Informationstechnik verwendet. Durch die Einwirkung von psychotropen Substanzen und elektromagnetischen Feldern usw. wird angestrebt, den Körper dem Intellekt unterzuordnen sowie das Gegenteil – der Körper soll den Intellekt unterordnen, um besondere Wahrnehmungen zu erreichen – etwa das wache Bewusstsein in den Traum einzuführen oder die Wahrnehmung und Erforschung „anderer“ Welten durch Halluzinogene anzuregen. Es geht hier nicht um geistige Welten,  der Materialist behauptet auch nicht, dass er geistige Welten erforschen will. Doch es entsteht der Eindruck, dass der Hauptunterschied zwischen dem Materialismus und Spiritualismus lediglich in der Art und Weise besteht, wie der Wille in der Arbeit mit dem Bewusstsein angewendet wird. Hier streifen wir die Religion des Materialismus, bei der immer die Regel gilt, dass das Bewusstsein materiell ist.

Natürlich ist der Materialist durch Experimente zum Schluss gekommen, dass das Denken direkte Wirkungen auf das materielle Leben hervorrufen kann. Er ist der Meinung, dass das Denken die Natur von „Wellen“ hat, welche die „Wellenprozesse“ in der Materie beeinflussen. Das sind die Praktiken der östlichen Okkultisten – indem sie ihren Willen mit Zweikämpfen und Meditationen stählen, erreichen sie die Kontrolle über die Funktionen ihres physischen Leibes, den sie in den notwendigen Zustand der Inaktivität versetzen, um dann eine Wirkung der Kräfte der Ätherwelt hervorzurufen und sie in die gewünschte Richtung, auf die materiellen Objekte zu richten. Der materialistische Wissenschaftler macht ähnliche Übungen und interpretiert das Geschehende als die Wirkung von Wellen. Er denkt, dass er es mit einem unbekannten Feld zu tun hat und begreift nicht, dass das Erlebte auch übersinnlich sein kann. Der Metaphysiker des Materialismus kann selbst die übersinnliche Wirklichkeit berühren, indem er in Kontemplation denkt. Er vermag selbst in die Welt der Imaginationen hineinzuspähen – wie Nikola Tesla, der schon 1926 die Schaffung des Smartphones voraussah, den er als einen Gegenstand bezeichnet hat, den man in seiner Westentasche tragen kann. Doch ein solcher Wissenschaftler wird sich immer im Spiegel seines Verstandes spiegeln. Seine Weltanschauung enthält den „diesseitigen“ Charakter der Erfahrung, die von dieser erfasst wird. Auf dem Weg der ahrimanischen Einweihung verändert der Materialist sein Bewusstsein nicht qualitativ, obwohl er es erweitert, sondern es ändert sich nur die Qualität der Wahrnehmungen, indem dem Übersinnlichen das Irdische angehängt wird. Daraus entsteht das Erleben ungewöhnlicher Kombinationen des bereits Bekannten –  „Wellen“, „Felder“ usw. Man sieht z.B., wie der Strom in der Hochspannungsleitung fließt, was hinter der Wand passiert, man kann ein „Gespenst“ oder „etwas Mystisches“ beobachten usw. Doch das alles ist trotzdem eine materielle Welt, obwohl sie feiner ist. Die Weltanschauung spielt wirklich eine wesentliche Rolle, wenn der Mensch danach strebt, die Schwelle der übersinnlichen Welt zu überwinden, denn er kann einem großen Irrtum bezüglich der Wahrheit über das Beobachtete unterliegen. Das können wir mit einem Fall veranschaulichen, den Castaneda in einem seiner Bücher beschreibt. Einmal erschien ihm eine übersinnliche Gestalt, die solche Liebe ausstrahlte, dass er sie sofort für Gott selbst hielt. Im nächsten Augenblick sah er seinen okkulten Lehrer, der sich vor Lachen auf dem Boden wälzte, weil sein Schüler so abergläubisch war. Der geschockte Castaneda stellte fest, dass er nur eine materiell-energetische Manipulation gesehen hat.

Das Verschönern des Übersinnlichen durch die Vorstellungen der sinnlichen Welt geschieht gerade beim materialistischen Okkultisten. Er richtet seinen Willen nicht zur Metamorphose des Bewusstseins, sondern der Wille im Denken wird als ein Verfahren der inhaltlichen Erweiterung der Grenzen des Intellekts durch die Vergrößerung seiner Hüllen verstanden. Das Bewusstsein wird wie ein Ballon durch neue Informationen erweitert, es sammelt Erfahrungen von den ungewöhnlichen Wahrnehmungen, die es fälschlicherweise mathematisch berechnet, was zur Entleerung der übersinnlichen Wirklichkeit führt. Der unbewusste Wille trägt egozentrischen Charakter, unabhängig davon, wie umfassend die Sphäre des Bewusstseins geworden ist. Doch ein solcher Mensch verlässt nie die Grenzen seines niederen Ich.

Der abstrakt denkende Mensch denkt grundsätzlich egozentrisch, indem er alles zum Punkt seines niederen Ich zusammenzieht. Dabei nimmt er seinen instinktiven Willen zu Hilfe, um die das Egozentrische störende Konzentration aufzuheben, dann verbindet er die Gedanken logisch miteinander. Im niederen Ich ist man von sich selbst erfüllt, da ist kein Platz für das höhere Ich. Der Materialist kann das Vorhandensein eines systembildenden Prinzips feststellen, doch er begreift nicht, dass dieses Prinzip das höhere Ich des Menschen ist, d.h. das sich auf das Ich gründende bewusste, individuelle, schöpferische und folglich willentliche Prinzip. Wenn der Materialist sein Bewusstsein erweitert, wird der gewöhnliche Egoist zu einem kosmischen Egoisten wie Ahriman. Die Erweiterung des Umfangs und Inhalts der Begriffe erhöht nur den Egozentrismus des niederen Ich und der Mensch verwendet seinen ganzen Willen, die ganze Kraft seiner Vernunft, um mit Ahriman zu verschmelzen, der für ihn zum Gott wird. Wenn er sagen kann „Nicht ich, sondern Ahriman in mir“, so hat er einen Riesenschritt zur Vernichtung seines Ich gemacht. Das ist die entgegengesetzte Richtung des Weges, auf den uns der Apostel Paulus mit seinen Worten „Nicht ich, sondern Christus in mir“ verwiesen hat. Beim luziferischen Weg kommt es zur Imagination von luziferischen Wesen, die nur die Vorstellung von den wahren Göttern sind, wobei man sein niederes Ich verliert, ohne zum höheren Ich zu kommen. Demgegenüber bleiben beim ahrimanischen Weg nach der Vernichtung des niederen Ich, wenn das abstrakte Bewusstsein infolge der Symbiose mit dem künstlichen Intellekt verlöscht wird, nur Ahriman und seine Verbindung zur aufgehobenen höheren Individualisierung des Menschen. Kaum hat sich der Wille gemeldet und er muss in der intellektuellen Tätigkeit zur allgemeinen Bewusstlosigkeit zurückkehren, in der sich der Mensch in den frühesten Entwicklungsperioden befand. Doch damals hat er seine Einheit mit den Hierarchiewesen erlebt, die ihn zum individuellen Bewusstsein führten, zu dessen Ausbildung eigenes Denken notwendig war. Dieses Denken kam als abstraktes Denken im Menschen zur Geltung. Ahriman weiß, dass die materielle Form der physischen Substanz irgendwann nicht mehr vorhanden sein wird. Auch die Materie des Gehirns, das dem Zerfall unterliegt, wird verschwinden. Mit ihm wird auch das reflektierende Denken absterben. Ahriman will das physische Denken von unserem Gehirn abtrennen und selbstständig machen, damit es beim Tod nicht abstirbt. Deshalb trägt er dieses Denken in die physische Welt als Schatten und Schemen hinein. Dadurch möchte er ein eigenes Reich auf der Erde gründen, das von Menschen bewohnt wird, die in ihrer jetzigen Inkarnation nur in intellektuellen Bildern die Zukunft bis zum Ende des gegenwärtigen Äons erlebt haben. Nach ihrem Tod werden sie sich an die Erde heften, da sie eine Abneigung gegen weitere Inkarnationen entwickelt haben werden. Unser Planet wird extrem intellektualisiert werden durch Menschen, die zur Brüderlichkeit im Namen Christi unfähig sind.

Ahriman weiß auch, dass mit der sechsten Wurzelrasse die allmähliche Vergeistigung des Menschen und der Erde beginnen wird. Deshalb will er, dass die fünfte Wurzelrasse die letzte im Zyklus bleibt. Er strebt ein irdisches Reich an, das aus der radikalsten Gegenintelligenz besteht, die eine universale und ewige Widerspiegelung der kosmischen Intelligenz ist. Am Ende der fünften Wurzelrasse will er einen eigenen Evolutionszyklus einleiten, in dem das reale Weltall lediglich in Spiegelbildern existieren soll. Die grobe Materie wird nicht ätherisiert und vergeistigt werden, sondern in diesem Spiegelbild in Form von Energie existieren. In ihr wird der Mensch aufgelöst werden, dessen heutige Sehnsucht nach dem künstlichen Intellekt diese Absichten Ahrimans bedient.

In einem gewissen Sinne hat Ahriman das ganze materielle Universum für sich geraubt, da er egozentrisch, auf dem Weg der Aneignung denkt. Deshalb ist es Ahriman selbst, der hinter dem „Großen Nichts“ steht.

In seinem Reich fehlt ihm nur das Leben und er erhofft es sich von der Symbiose des Menschen mit der Maschine. Dem Menschen verspricht er Unsterblichkeit. Doch welche Folgen für den Menschen hätte diese Symbiose eigentlich?

Infolge der Bearbeitung des Astralleibes mit immer raffinierteren materialistischen Vorstellungen wird das physische Gehirn immer ärmer an Ätherkräften werden und immer radikaler die Gedanken der Götter ablehnen (reflektieren). Das bedeutet eine Entfernung vom Leben der kosmischen Intelligenz und das Erzeugen von intellektuellem Tod in großem Ausmaß. Je intellektualisierter der Mensch wird, desto weniger Intelligenz besitzt er. Ohne das Denken zu beleben, werden die Menschen immer schwächer werden – körperlich wie intellektuell. Der Materialismus ist der sichere Weg zur Schwachsinnigkeit, denn er unterdrückt die Empfindungen und tötet die Logik ab. Das äußere Leben wird immer komplizierter und verwickelter werden, der Mensch wird weder körperlich noch psychisch der Anstrengung standhalten und er wird irgendwann den Wunsch verspüren, dass die Maschine für ihn denkt, fühlt, empfindet und handelt. Die Genmanipulationen werden diesen Prozess beschleunigen. Sie sind Schwarzmagie, die dazu führt, dass die Beziehung zwischen physischem und Ätherleib schwächer wird und der Mensch in eine genetische Abhängigkeit gerät. In Leib und Seele wird noch nie dagewesenes Chaos hineingeführt. Die Nanotechnologien, die unsere Zeitgenossen so begeistert aufnehmen, üben Gewalt auf die Natur aus und bringen das Böse in sie hinein, das aus Wissenschaft und Technologien auf das soziale Leben übertragen wird. Der genetisch und elektronisch modifizierte Untermensch des reflektierenden Denkens wird auf der Stufe der Instinkte physisch die Marxsche Doktrin der denkenden Materie argumentieren. Das ist der Weg zum „zweiten Tod“ und zum Abfallen des Menschen von der Evolution. Infolge seiner Festbindung an den physischen Leib durch den künstlichen Intellekt und die Biotechnologien wird der Mensch zu einer toten Verbindung der Weltsubstanz mit der Idee der Welt werden. Das wird auch seine Vorstellung über sich selbst von Grund auf ändern. Wenn man freiwillig auf sein abstraktes Denken verzichtet und seine geistigen Funktionen im Denkprozess der Maschine überträgt, entsteht ein Bereich, in dem das Weltleben fehlt, denn im Menschen ist das Weltall nicht mehr zweieinig – sinnlich-übersinnlich. Es bleibt nur das Mineralische – die Maschine -, in der das Leben nur in transzendenter Art vorhanden ist. Die ahrimanische Unsterblichkeit ist also in der materiellen Welt unmöglich, da sie uns vom Leben trennt.

Die Wahrheit ist, dass das Organische und Anorganische unvereinbar sind! Die Körper dürfen nicht modelliert werden. Sie sind eine übersinnliche Realität, sie sind die Bewusstseinsform der Hierarchiewesen und das denkende Bewusstsein ist verpflichtet, sie kennenzulernen, um mit dem höheren Ich eine harmonische Zusammenwirkung mit ihnen einzugehen. Das Bewusstsein dieser Leiber befindet sich auf der gleichen Stufe wie bei den Naturreichen, doch ihre „Väter“ sind unterschiedlich. Der menschliche physische Leib befindet sich nicht auf der Stufe des Mineralreiches, sondern er ist ein Mineralreich auf der Stufe des Tierreichs, der sich in seiner Angepasstheit an das Denken auf der Menschenstufe befindet. Unsere Äther- und Astralleiber sind menschlich und sind demjenigen, das den Naturreichen eigen ist, nur ähnlich. Der materialistische Wissenschaftler weiß nicht, was sich in der Natur kombinieren lässt und was nicht, deshalb tut er ihr Gewalt an. Die materialistische Wissenschaft modelliert lediglich die Funktionen des Organischen und selbst des Psychischen, sie kann diese sogar quantitativ überholen, doch sie wird ihnen nie ein Wesen, also Leben schenken. Der künstliche Intellekt wird nie in der Art entstehen, wie man sich ihn vorstellt, denn wenn der Mensch sein Denken belebt, entzieht er sich dem Griff Ahrimans und nähert sich seinem höheren Ich. Er beginnt von den Früchten des Baums des Lebens zu essen. Der künstliche Intellekt wird nie zum Weltverstand, zur kosmischen Intelligenz werden, sondern er wird immer ihr Surrogat, ihr lebloses Imitat bleiben!

Es ist möglich, dass der Mensch Mensch bleibt,  nachdem er in das Silizium umzieht, nur solange er in dieser Welt lebt. Wenn die Beziehung zum physischen Leib abbricht, bleibt der Körper lediglich eine „DVD“ mit all der gespeicherten Information, die das Subjekt erworben hat. Doch auf der Erde kann das zu großen Schäden führen.

Obwohl wir nur intellektuelle Schatten in das Mineralreich hineintragen, weisen diese Schatten trotzdem Spuren von Leben auf, denn sie sind die Widerspiegelung der lebendigen Realität. Wenn wir dieses gefälschte Leben in den festen Aggregatzustand des Mineralreichs hineintragen, wird es wahrscheinlich eine Art „Bewegung“ in ihm verursachen. Das Mineralreich wird sich vom unbewussten Allbewusstsein in unrechtmäßiger Weise zu einer anderen Zwischenstufe des Bewusstseins erheben. Das wird das Fundament erschüttern, auf dem wir uns entwickeln. Die Folgen werden unvorhersehbar sein. Und solches Leben wird wahrscheinlich auch in die anderen drei Aggregatzustände des Mineralreichs hineingetragen. Wie werden sie wohl darauf reagieren?

Ahriman ist nicht daran interessiert, das Leben der Menschen durch die Technologien zu erleichtern und das Paradies auf Erden zu schaffen, sondern er möchte eine Erdenhölle mit einer umgewandelten Menschenart schaffen. Sein wahres Ziel ist es, die Substanz im Menschen, dessen göttliches Urphänomen – den Geistesmenschen – zu erobern. Wenn der Geistesmensch in die Unternatur hineingedrängt wird, wird er zu jenem Ende der jetzigen Schöpfung werden, an das sich der Antichrist nach dem unumgänglichen Übergang der Materie in den ätherischen Zustand halten kann, um die ganze Welt der Hierarchien an sich zu reißen, in seinen eigenen Evolutionszyklus von Spiegelbildern zu entführen. Dann wird es anstelle der ätherisierten Materie Energie als Materie geben, in der der Mensch nach einer umgekehrten biologischen Metamorphose aufgelöst sein wird. Ahriman braucht den Menschen nur solange dieser als Mikrokosmos existiert, der in seinem physischen Leib den Geistesmenschen trägt. Hat er den Geistesmenschen geraubt, wird er sich um unser weiteres Schicksal nicht scheren.

Der Transmaterialismus ist eine äußerst wirksame Form des Kampfes gegen den Geistesmenschen, gegen den Auferstehungsleib, gegen das Mysterium von Golgatha. Golgatha wird überflüssig werden, wenn der Mensch Ahriman folgt. Das ist jener vierte Nagel, den Sorat durch die drei schwarzen Könige in der Zeitenwende für die Zeit geschmiedet hat, wenn er ihn brauchen wird. Diese Zeit ist gekommen! Mit diesem Nagel kann Sorat nicht Christus an das Mineralische annageln, denn – wie der Meister Beinsa Douno sagt – „Christus ist stark und mächtig“. „In der Vergangenheit hat man die Hand des Christus mit einem Nagel durchbohrt. Doch heute kann niemand diese Hand mit Nägeln durchbohren – sie würden sofort schmelzen! In der Vergangenheit hat man Christus gekreuzigt, doch heute gibt es keinen so großen Baum, an dem man Ihn kreuzigen kann. Christus kann nicht ein zweites Mal gekreuzigt werden!“[11]

Doch der Mensch, der zum Träger des Christus in seinem Ich werden soll, kann von Sorat an das Mineralische angenagelt werden. Der künstliche Intellekt ist das geeignete Werkzeug, mit dem sich das erreichen lässt, ohne dass der Mensch dann aus der Materie auferstehen kann. Auf diese Weise wird der Plan für den gegenwärtigen Zyklus unterminiert und der Weg zum nächsten Zyklus abgeschnitten, in dem die Materie sich zum Hierarchiewesen erheben und die heutigen ahrimanischen Wesen, die die Materie in unserem Zyklus konsolidiert haben, zu führenden Geistern dieses neuen Hierarchiewesens werden sollen. Dann werden sie eine völlig andere Aufgabe haben. Im gegenwärtigen Zyklus haben sie ihr Ich nicht zur richtigen Zeit entwickelt und daher leiden sie unermesslich, da sie unter den veränderten Bedingungen in eine aussichtslose Lage geraten sind. Sie empfinden Erleichterung, wenn sie aus ihrer jetzigen rechtmäßigen Wirkungssphäre herausgehen und in unser abstraktes Denken eindringen. Aber das hält den Menschen von seiner eigenen vorgezeichneten Zukunft ab. Deshalb muss er sein Bewusstsein transformieren, um die ahrimansichen Wesen zu erlösen und zur rechtmäßigen Evolution zurückzubringen, damit sie zu Trägern jenes Guten werden, für das das Böse in das uranfängliche Gute hineingetragen werden sollte.

Doch unsere Einstellung zu ihrem Führer Ahriman muss eine andere sein. Er zeigt sich uns nur äußerlich in der Gestalt, die Steiner in der Holzgruppe „Der Menschheitrepräsentant zwischen Luzifer und Ahriman“ in Dornach dargestellt hat. Mit dieser Gestalt warnt Ahriman den Menschen, dass er ihr ähnlich werden würde, wenn er es erlaubt, mit dem vierten Nagel angenagelt zu werden. Das Wesen Ahrimans ist ganz anders. Im Unterschied zu seinen untergeordneten Geistern besitzt er bereits seit dem vorherigen Zyklus ein eigenes Ich. Einmal entstanden, ist das Ich unzerstörbar. Ahrimans Zurückbleiben ist eine Opferbringung, deshalb muss die Einstellung des Menschen zu ihm wie ein Ich zu einem Ich sein. Dazu ist ein tiefes Verständnis des Mysteriums des Bösen und des Mysteriums des Guten erforderlich. Wie viele Menschen sind heutzutage zu diesem Verständnis fähig? Und die Inkorporation des Antichristen naht!

Wenn die Forscher sich vom Quantencomputer erhoffen, dass sie durch ihn schneller zum Fundament des Lebendigen und Nichtlebendigen kommen, sollten sie wissen, dass das gleichzeitige Funktionieren von 0 und 1 die gleichzeitige Wirkung von Pralaya und Manvantara in unrechtmäßiger Weise bedeutet. Die rechtmäßige Wirkung hat es in der Zeitenwende gegeben. Der heutige Mensch kann sie ebenfalls erreichen, wenn er bei der Nullpunktstellung des niederen Ich (der Null) zum höheren Ich (der Eins) und zum fünften, dem Gedankenäther übergeht, um die Ideen im Ätherherzen zu ergreifen. Das ist eine Änderung der Denkform vom kopernikanischen zum ptolemäischen Weltbild, durch das wir auf der Grundlage des Willens der Anziehung durch den ahrimanischen unterphysischen Abgrund standhalten. Wenn der Weißmagier zur Schwelle der geistigen Welt herantritt, benutzt er seinen Willen, um das niedere Ich und das wache irdische Bewusstsein in einer solchen Art aufzuheben, dass er erwacht im höheren Ich, das Bewusstsein, Wille und Leben in unzertrennlicher Einheit darstellt. Der bewusst erlebte Wille wird in der höheren Welt gedacht und gefühlt und er führt zur Erscheinung der moralischen Intuitionen, Phantasien und Techniken.

Gleichzeitig werden die Naturgeister von der ahrimanischen Gefangenschaft befreit. Bisher haben sie rechtmäßige Aufgaben zur Konsolidierung der Materie erfüllt. Doch bei der vorzeitigen Einführung einer Surrogatintelligenz in das Mineralreich, was der Mensch bei seiner geplanten Verbindung mit dem künstlichen Intellekt tun würde, können diese Wesen von Ahriman vermutlich zum Hervorrufen von Naturkataklysmen eingespannt werden. Zukünftig werden sie eine völlig andere Rolle spielen. Sie müssen von ihrer bisherigen Gefangenschaft in der Materie befreit werden und in die geistige Welt eingehen, um an der Vorbereitung des zukünftigen geistigen Jupiter zu wirken. Doch ohne die Hilfe der Menschen können sie das nicht.

Auf unserem Weg nach oben wird unsere Einstellung zum Mysterium von Golgatha sehr wichtig sein, denn durch Golgatha werden wir auf immer höheren Stufen die Fülle der Substanz des Vatergotts mit der Idee vom Heiligen Geist im ewigen Leben Christi vereinigen. Die Vorstellung des Menschen von sich selbst wird sich durch das paulinische „Nicht ich, sondern Christus in mir“ von Grund auf ändern. Das wird die wahre christliche Eugenik sein, die den Menschen zu einem Buchstaben des Christus-Wortes machen wird. Das ist ein Weg, der dem von Ahriman vorgeschlagenen Weg diametral entgegensteht.

Es stimmt, dass die Verflechtung von Mensch und Maschine in der Evolution vorgesehen ist, wobei der Mensch zukünftig auf die äußeren Kräfte der Elektrizität und des Magnetismus einwirken wird. Doch die Frage ist, wie sich das praktisch verwirklichen lässt – ob in spiritueller Art und wenn der Zeitpunkt gekommen ist oder vorzeitig in der von Ahriman entstellten Art. Heute lässt sich feststellen, dass die Verbindung von Mensch und Maschine in der schlechtestmöglichen Art zustande kommt. Elon Musk sagte, dass wir mit dem Smartphone in der Tasche bereits Cyborgs sind! In der nahen Zukunft werden intellektuelle Maschinen entstehen, die in einer Explosionsart noch intellektuellere Maschinen schaffen werden, die sich der Kontrolle durch den biologischen Intellekt entziehen und in Konflikt mit ihm geraten werden. Neulich haben die Techniker bei Facebook panisch Systeme abgeschaltet, denn die Maschinen begannen, sich in einer den Menschen unbekannten Sprache zu unterhalten und man konnte die eventuellen Folgen nicht einschätzen. Die Menschheit hat den Weg der Vernichtung des biologischen und psychischen Lebens eingeschlagen, ohne sie in höhere Formen zu metamorphosieren. In der Welt der Subgeschichte wird sich der Mensch noch weiter von der Moral entfernen, denn die dunklen Wesenheiten besitzen keine Moral. Im Mineralreich, in das das Bewusstsein des Menschen einziehen soll, gibt es auch keine Moral. Was ist in diesem Fall zu erwarten?

Putin erklärte, dass derjenige die Welt beherrschen wird, der den künstlichen Intellekt beherrscht. Konzerne, Regierungen und vermutlich auch Verbrecherkartelle gießen Unmengen von Geld in die Suche nach dem künstlichen Intellekt ein, wobei jeder von seinen eigenen, ich-basierten Interessen ausgeht. Unüberlegte wissenschaftliche Experimente, politische Kurzsichtigkeit oder ein einfacher Fehler bei der Verwendung des künstlichen Intellekts können den Planeten und die ihn bewohnende Menschheit wortwörtlich vernichten. Wie wir bereits hingewiesen haben, wird der künstliche Intellekt in der angestrebten Form nicht geschaffen werden können, doch es werden immer mehr neue „kluge“ Technologien mit unglaublichen Möglichkeiten erscheinen. Das wird zu grundlegenden Änderungen im sozialen Leben des Menschen führen. In den nächsten 20-30 Jahren wird die Hälfte der Berufe verschwinden und für die neuentstehenden Berufe werden Menschen notwendig sein, die die geeignete Erziehung und Ausbildung haben. Auf den Straßen der USA wurden bereits LKWs ohne Fahrer getestet. Der gesamte See- und Flusstransport wird auch ohne die direkte Beteiligung des Menschen verwirklicht werden. In Slowenien gibt es schon die erste Stadt, wo die Bezahlung durch Kryptowährung auf der Basis der Blockchaintechnologien erfolgt. Während die Atomwaffen eine hemmende Wirkung haben, so dass aus Angst vor gegenseitiger Vernichtung keine Regierung sich traut, sie zu benutzen, kann keiner die Verwendung des künstlichen Intellekts bzw. einer globalen Informationsstruktur kontrollieren, die niemandem zu  gehören scheint. Sind die Erziehung und Bildung diesen Herausforderungen gewachsen? Welche Veränderungen werden bei denjenigen Menschen eintreten, die unter den neuen Bedingungen arbeitslos geworden und vom Wettbewerb abgefallen sind? Werden die sozialen Systeme zusammenbrechen? Wer wird den Folgen der immer engeren Bindung des Menschen an die Wesen der Subgeschichte beikommen?

Es wird völlig offensichtlich, wie das Urphänomen des Bösen mit der Form eines umgedrehten Pentagramms, das nach 1933 sozialisiert wurde, die Menschheit planmäßig und systematisch unter seine Kontrolle bringt, indem es die Schritte erfüllt, die in der Zeitenwende mit dem Schmieden des vierten Nagels vorgezeichnet wurden. Mit der Entstehung des umgedrehten Pentagramms wirkt die Gegenintelligenz als ein radikales Böses, das den Menschen für immer vom Ziel der Götter abwenden kann.

Evropa

Die fünf Spitzen dieses Pentagramms, die die fünf okkultpolitischen Zentren der Weltmacht repräsentieren, führen „seltsame“ Bewegungen politischen, ökonomischen, religiösen u. a.  Charakters aus. Doch sie befolgen immer den Willen der luziferischen, ahrimanischen und asurischen Wesenheiten. Ihre Hauptvertretung auf der Erde bildet wahrscheinlich ein Triumvirat aus drei Päpsten – ein weißer (nicht der Papst in Rom), ein schwarzer und ein roter Papst. Sollten solche Päpste tatsächlich existieren, so stellen sie die Beziehung des umgedrehten Pentagramms zu den Widersachermächten her. Es müsste auch ein ihnen unterordneter „Rat der Fünf“ existieren, der die fünf Zentren der Macht repräsentiert. Außerhalb von ihm sind der Bilderberg-Club, die Trilaterale Kommission und ähnliche Organisationen, deren Mitglieder sich als eine Elite betrachten. Eigentlich sind sie ein Teil der internationalen Herde der Globalisten ohne höheres Ich. Doch selbst ihr niederes Ich könnten sie durch eine Symbiose mit der Maschine wegen Ahrimans Versprechen der Unsterblichkeit im Mineralischen verlieren.

Steiner hat gesagt, dass der Impuls des Katholizismus (Jesuitismus) bis zum Ende des 24. Jahrhunderts existieren wird, der Angloamerikanismus sogar bis zum Ende der fünften Wurzelrasse. Es ist auch möglich, dass nach der Begegnung mit Ahriman die drei Arten des Sozialismus – der nationale, internationale und der Rassensozialismus verschwinden und das umgedrehte Pentagramm sich transformiert, indem die Formen des Sozialismus durch etwas anderes ersetzt werden. Wie die zukünftige Verbreitung des Bösen aussehen wird, hängt in einem hohen Maß von der Teilnahme des Menschen an der „Vorstellung“ ab, die Ahriman inszenieren wird. Das Böse besitzt immerhin eine Substanz, es ist ein Teil der Welt und darf nicht ins Nichtdasein verwandelt, sondern es soll umgewandelt werden. Das Entwicklungsgesetz fordert, dass wenn ein spiritueller historischer Impuls auf dem äußeren Plan unterdrückt wird und nicht die Möglichkeit zur vollständigen Manifestation erhält, er innerlich aufersteht, indem er sich auf dem äußeren Plan auf der entgegengesetzten Seite in anderer Form und Zeit manifestiert. Es ist notwendig, diese Impulse in der Tiefe zu begreifen und sie in spiritueller Art zu überwinden. Deshalb muss die gegenwärtige Einweihung eine soziale Tatsache werden, anderenfalls wird der Mensch zu jenem „Lehm“ werden, aus dem die dunklen Wesen und ihre irdischen Vertreter alles nach ihrem Wunsch modellieren können. Trotz des massenhaften Verzichtes der Menschen auf ihr abstraktes Denken und dessen Übertragung auf die Roboter, besteht die Hoffnung, dass es immer Iche geben wird, die der allgemeinen Versuchung nicht erliegen, sondern sich für den entgegengesetzten Weg nach oben mittels des lebendigen Denkens einsetzen werden. Nur die Wahrheit wird uns frei machen! Sie gehört dem Ewigen und die Dunkelheit gehört dem Vergänglichen. Es ist Kampf für die Wahrheit, für den Geist der Wahrheit erforderlich. Durch das Wort, durch die Worte zu einem inneren Erleben des Geistes zu kommen – darin bestehen das Geheimnis der gegenwärtigen Einweihung und der Kampf für die Wahrheit.

Ich hoffe, dass wir uns mit den Worten dieser Vorlesung wenigstens ein bisschen dem Geist angenähert und einige Schritte auf dem Weg der Selbsteinweihung zurückgelegt haben, die die gegenwärtige Evolutionsaufgabe vor dem Menschen darstellt. Christus und Sein Sonnenantlitz Michael erwarten, dass wir diese Aufgabe meistern. Eine solche Selbsteinweihung führt zur Verbindung mit dem Geistesmenschen, den Christus auf der Sonne zurückgelassen hat, als Er zur Erde herabstieg. Auf diese Weise verbinden wir uns mit der Welt der Apokalypse, der Offenbarung und werden zu Mitarbeitern der Götter bei der Vorbereitung des neuen Entwicklungszyklus, der dem Vulkan folgen wird. Im anderen Fall wird uns die Apokalypse ihre andere, zerstörende Seite zeigen. Wenn die Liebe Gottes nicht in einer zeitgemäßen Art empfangen wird, wird sie als der Zorn Gottes erlebt. Niemand will diesen Zorn am eigenen Rücken erleben, oder?

[1] Vgl. von Halle, „Das Christliche aus dem Holze herausschlagen“, 2007, S.48ff.

[2] Ebd., S. 51

[3] Die Zivilisation ist der Ausdruck von drei Entwicklungsströmen – dem kulturhistorischen, der die Phänomenologie des Geistes in der Welt von Raum, Zeit und Materie darstellt, dem metahistorischen, in dem die Wesen der göttlichen Hierarchien wirken, und dem subhistorischen, in dem die zurückgebliebenen luziferischen, ahrimanischen und asurischen Wesen wirken. (vgl. Bondarew, Gennadij, „Makrokosmos und Mikrokosmos“, 2009, Bd.1, S. 16ff.)

[4] Vgl. GA 136, Vorlesung vom 08.04.1912

[5] Vgl. Gennadij Bondarew, „Makrokosmos und Mikrokosmos“, Bd.3, Kapitel 23

[6] Vgl. GA 208, Vortrag vom 06.11.1921: „Aber der Mensch muß wissen, daß das Leben ein gefährlicher Prozeß ist für den Menschen, und daß in den Untergründen des Lebens als eine Kraft, die notwendig gebraucht wird, eben durchaus das Böse vorhanden ist.“

[7] Vgl. GA 151, Vortrag vom 22.01.1914

[8] Immanuel Kant: AA IV, „Metaphysische Anfangsgründe“, S. 470

[9] In der Vorlesung „Die michaelische Methode der Beziehung zur geistigen Welt“ (https://erzengelmichaelblog.wordpress.com/2017/11/13/die-michaelische-methode-der-beziehung-zur-geistigen-welt/).

[10] SpezNas bezeichnet die Spezialeinheiten des russischen militärischen Nachrichtendienstes.

[11] Georgi Radev, „Der Meister spricht“, Sofia, 1939, „Christus“

Das Mysterium des Menschen und die Falle der Gender-Ideologie

 

vorgetragen von Dimitar Mangurov am 24.03. 2018 im Begegnungszentrum

„Harmonia“ – Varna

Link zum Vorlesungs-Video

Die ganze Vorlesung im PDF-Format

 

Unser heutiges Treffen findet am Vorabend des ersten Ostertages nach der vergangenen dreijährigen Periode statt, in der 30 große Vorlesungen gehalten wurden. Diese Vorlesungen umfassen inhaltlich die Hauptthemen im geistigen Leben des Menschen. In der heutigen Vorlesung wird der Versuch unternommen, das Vorgetragene gewissermaßen zusammenzufassen. Wir werden auch eine Beziehung zu dem ernsthaften Skandal herstellen, welcher nach Neujahr in Bulgarien im Zusammenhang mit der geforderten Ratifizierung eines Papiers des Europarats durch das bulgarische Parlament entflammt ist. Das besagte Papier ist unter dem Namen Istanbul-Konvention bekannt geworden. In ihm geht es um die Frauenrechte, doch in einige Artikel hat sich die aus den USA stammende soziale Gender-Theorie eingeschlichen. Diese Theorie hat sich in den westlichen Gesellschaften längst in eine praktizierte Ideologie verwandelt. Doch zu der Überraschung vieler Beobachter hat das bulgarische Volk starken Widerstand gegen die Konvention geleistet. Das bulgarische Parlament hat die Konvention zurückgezogen und dem Verfassungsgericht übertragen, das eine Auslegungsentscheidung treffen soll.

Die Diskussion, die in der bulgarischen Gesellschaft entflammte, entfaltete sich hauptsächlich in der staatlich-rechtlichen Sphäre der sozialen Dreigliederung und die schwachen Versuche, über das Problem im geistigen Sinne nachzudenken, beschränkten sich auf die Erinnerung daran, dass Gott den Menschen in zwei Geschlechtern geschaffen hat und wir uns in Sein Werk nicht einmischen dürfen. Die Angst der Menschen kommt eigentlich aus der Möglichkeit, dass die Gender-Ideologie die Schulen unterwandert und die zarte Psyche von Kindern schon von frühester Kindheit an beschädigt.

Heute werden wir diese Frage vom Standpunkt der Geisteswissenschaft aus beleuchten und nach dem Ausmaß der Schäden suchen, die eine eventuelle zukünftige Ratifizierung dieser Konvention mit sich bringen könnte, falls es solche Schäden gibt. Im Zusammenhang damit werden einige neue okkulte Tatsachen mitgeteilt, die bei der Vorbereitung der vorliegenden Vorlesung empfangen und gedanklich erfasst wurden. Zwei dieser Tatsachen hängen unmittelbar mit der bevorstehenden Inkorporation Ahrimans zusammen.

Wenn wir über Ahriman reden, müssen wir unbedingt erwähnen, dass in den letzten Tagen ein namhafter irdischer Vertreter von ihm über die Schwelle gegangen ist – Stephen Hawking. Die Menschheit hat ihn zum genialen Astrophysiker erklärt, doch seine „Genialität“ fußt auf der reflektierenden Bewusstseinsform und hat daher keinerlei Wert für die Hierarchien von den Engeln bis zu den Seraphim. Mit dem Tod des physischen Gehirns bleibt von den toten Theorien über den Aufbau des Weltalls nichts für die Ewigkeit. Die Person, die diese Theorien formuliert hat, steht in der übersinnlichen Welt völlig verwüstet und leer Christus entgegen, sie begibt sich in die dunkelsten Bereiche des Kamaloka, um dort mit ihrer des physischen und ätherischen Leibes entkleideten Seele den Wahnsinn zu erleben, dem die eigene Seele auf der Erde gedient hat. Dagegen lässt sich die Aufmerksamkeit der Hierarchien mit demjenigen auf sich ziehen, was wir jetzt besprechen werden.

Zur Vertiefung in das angebotene Thema müssen wir uns zuerst zur Urquelle des menschlichen Mysteriums erheben und nach der Hauptidee suchen, die diesem Mysterium zugrunde liegt. Erst dann werden wir unseren geistigen Blick auf die besagte Ideologie richten können und sie in das grandiose Tableau der Weltentwicklung einzeichnen.

Wie wir schon darüber mehrmals gesprochen haben, hat sich das gesamte Weltall nach Abschluss des vorherigen Evolutionszyklus, der unter dem Zeichen des Vatergotts verlaufen ist, zur „Auflösung“ in das Große Pralaya erhoben. Dieses Pralaya können wir Mahaparipralaya nennen. Dort wurde eine Bilanz des Erreichten gezogen und die Hauptidee des zukünftigen Zyklus formuliert. Zudem wurden im Mahaparipralaya die Gesetze angelegt, die die Erfüllung des neuen Plans bzw. der neuen Idee gewährleisten. Dort – am Väterlichen Weltengrund, den wir kurz Gott nennen werden -, hat alles begonnen. Nachdem Gott entschieden hatte, sich wieder zu offenbaren, hat Er den Zustand des Mahaparipralaya in einer Offenbarung verlassen, die in drei Etappen, für Ihn jedoch wie in einem Augenblick, verlaufen ist. Im Orient wird die Offenbarung Mahaparinirvana genannt, aber das ist noch keine Evolution. Auf der ersten Etappe offenbart Gott sich selbst in Beziehung zu sich selbst. Ob das Absolute ein Ich ist, können wir nicht wissen, denn Es wird im Ich eingeschränkt. Doch es steht außer Zweifel, dass Es sich als Ich manifestiert hat, denn hier gilt unbedingt Fichtes Satz „Ich bin Ich“.

Bis zum Augenblick Seiner Offenbarung ist Gott ein Objekt und in der Offenbarung manifestiert Er Sich als ein verinnerlichtes Subjekt, als ein Ich-bin. Das machte den Anfang-Christus innerhalb Seiner Anfanglosigkeit. Aus der Einheit der Eins auf der ersten Etappe gehen wir zum ersten Mal während der Gleichheit zur Trennung über. Aus der Einheit der Eins in der ersten Etappe gehen wir zu der Trennung der Zwei in der zweiten Etappe über. Während der dritten Etappe tritt Gott in eine Beziehung zu sich selbst ein, nachdem Er den Anfang bereits gesetzt hat, als Er sich in Seinen drei Hypostasen Gott-Vater, Gott-Sohn und Gott-Heiligen Geist offenbart hat. Sie bleiben aber für all diejenigen Wesen unerkennbar, welche aus dem Pralaya-Zustand im erschaffenen Weltall auftauchen sollten. Die drei Hypostasen sind wesensgleich in der Subjektivität des bewussten Allbewusstseins des Gottes, der ihre Einheit darstellt. Doch wenn sie in der Einheit bleiben würden, ohne sich einander gegenüberzustellen, würde der neue Zyklus der Evolution unmöglich sein. Die Trennung ist dem neuen Zyklus uranfänglich angelegt worden, damit jenes Wesen mit einem freien Willen erscheint, in dem sich als eine Entwicklungspotenz der uranfängliche Gott selbst manifestieren kann.

Die drei Hypostasen treten zu einer Manifestation nach außen heran – in der Geisteswissenschaft ist vom Ersten, Zweiten und Dritten Logos die Rede, die sich als die Atma-, Buddhi- und Manas-Prinzipien manifestieren. Jeder von ihnen stellt ein Prinzip der Einheit in der Evolution für sich dar. Doch innerhalb des Zyklus wird die oberste Einheit von Christus gewährleistet – dem Träger des Ich-bin-Prinzips, welches Er von Gott selbst erhalten hat. Atma, Buddhi und Manas mussten als Substanz, Leben und Idee zutage treten, damit das Physische, Ätherische und Astrale der neuen Welt erschaffen werden konnten. Die Schöpfung begann als ein Kreis, der die göttliche Unendlichkeit symbolisiert. In den Mittelpunkt des Kreises können wir einen Punkt setzen, der das „Alles-in-jedem“-Prinzip zum Ausdruck bringt. Das ist die Art des bewussten Allbewusstseins, das sich gleichzeitig in jedem Punkt seines Seins manifestiert. Unter einem Sein müssen wir im Hegelschen Sinne das Bewusstsein verstehen.

Der Kreis und der Punkt befinden sich in einer polaren Inversion zueinander. Wenn aber nur dieses statische Symbol bleiben würde, wäre keine Entwicklung da, deshalb zieht sich der Kreis zu einer Ellipse zusammen. An die zwei gegenüberliegende Enden stellen sich der Gott-Vater und der Gott-Heilige Geist und die Linie, die Beide verbindet, stellt eine Art äußere Einheit in Gott dar. Aber sie werden auch zu einer inneren Einheit zusammengezogen, die sie erlangen, wenn sich die Ellipse in eine Lemniskate verwandelt. Die Lemniskate besteht aus zwei Schlaufen, die sich in einem Schnittpunkt vereinen. In den Punkt der Begegnung stell sich der Gott-Sohn. Die drei Logoi sind vorhanden und Atma, Buddhi und Manas können sich als Substanz, Leben und Idee manifestieren. Aus der Begegnung der Substanz und Idee entstehen im Leben jene Formen mit Bewusstsein, die die evolutionsmäßigen Lebensformen im Zyklus darstellen. Die Lemniskate ist endlos wie der Kreis, allerdings in Hinblick auf die in ihr endlos stattfindenden Metamorphosen der Substanz in immer neuen Formen, in die der Gott-Sohn Leben legt. Die Substanz des Gott-Vaters ist unendlich opferbereit. Sie ist bedingungslose Liebe, die unter dem Einfluss der Idee (des Heiligen Geistes) alle möglichen Formen annehmen kann. Substanz und Idee sind die beiden „Hände“ Gottes, der Leben in die erschaffene Form direkt aus sich über Christus legt, den er zum Allerhalter des Zyklus gemacht hat. Im Mittelpunkt der Lemniskate zieht sich die Substanz – also das bewusste Allbewusstsein – zusammen und wird von den Hierarchiewesen verinnerlicht, die dort das Leben ihres Ich-Selbstbewusstseins erhalten.

Die Entstehung des Ich ist das wahre Wunder der Schöpfung. Nachdem der Gott-Vater sein Opfer dargebracht hat, bleibt Er in den Himmelshöhen und die Substanz begibt sich als reiner Wille in linearer Form zu unaufhörlichen Metamorphosen von der Idee. Als Träger der „ewigen Gottmenschlichkeit“ (nach Nikolay Lossky) – des Ich-bin-Prinzips -, steigt der „himmlische Mensch“ Christus die Stufen der Evolution herunter, indem Er sich mit diesen gleichsetzt. Aber Er überlässt es den Wesen, das Lebensprinzip auf diesen Evolutionsstufen zu personalisieren, indem Er das Leben des Welten-Ich in eine Beziehung zum Leben der Ich-Wesen setzt. Christus ist der Anfang – das Wort – und nur derjenige kann eine Beziehung zu Ihm aufbauen, der den Prozess der schöpferischen Ich-Verwandlungen, die Metamorphose des Geschehenden liebt und daher immer im Zentrum des Anfangs, im Zentrum der Verwandlungen und in der Dynamik des Gegenwartsmoments verweilt! Das Ich, das einmal schon erlangt wurde, ist unzerstörbar. Es zeigt sich lediglich in immer neuen Formen. Die Synthese der beiden esoterischen christlichen Impulse des 20. Jahrhunderts stellt eine Hinaufhebung des niederen Ich des Menschen als eine Bewusstseinsform zu einer anderen Form dar, die der heutigen apokalyptischen Zeit angemessen ist. In ihr befindet sich das Ich am Anfang von etwas einmalig Neuem, das mit der Dynamik des Gegenwartsmoments völlig synchron ist. Die Evolution ist die Entfaltung der Idee des Zyklus in neue Formen und die Synthese ist die heutige Menschenform, in der die Verinnerlichung der beiden erwähnten Impulse ihre Erhebung vom niederen zum höheren Ich, von der einen zu der anderen Schlaufe der Lemniskate etwas völlig Neues, Verschiedenes darstellt. Auf einer weiteren Stufe wird das äußerlich Entfaltete wieder verinnerlicht, um dann zu einem neuen Äußerlichen usw. bis zur Unendlichkeit überzugehen. Es waren dreieinhalb Äonen des Zyklus notwendig und die Hierarchien mussten enorme Kräfte in die Heranbildung des Menschen investieren, damit seine heutige Beschaffenheit erreicht werden konnte. So kam es zum von Rudolf Steiner für Ende des 20./ Anfang des 21. Jahrhunderts vorausgesagten Heiligen Impuls, der einzig in der Lage ist, das geistige Leben der Menschheit und die Zivilisation selbst zu retten. Wie wir wissen, wurde dieser Impuls bereits von Bulgarien ausgestrahlt und wirkt im Bewusstsein vieler Menschen auf der Welt.

Wie kam es zum gegenwärtigen Entwicklungsstand unserer Evolution? Die Antwort auf diese Frage wird uns die Wahrheit über die zukünftigen Aufgaben des Menschen aufdecken und auf die Gefahren hinweisen, die bei ihrer Bewältigung lauern.

Die Seraphim waren die ersten, die aus dem Pralaya erwachten, um von Gott-dem Heiligen Geist die Idee für den neuen Zyklus zu empfangen. Gemeinsam mit den Cherubim, die nach ihnen erwachten, haben sie das Weltall in Form eines Kreuzes strukturiert. Bei diesem Kreuz wird die Waagerechte aus der Gegenüberstellung zwischen Atma und Manas gebildet und Christus holt als Gott-Sohn das Buddhi-Prinzip in das Ich herunter. Der Gott-Vater hat das Kreuz über die Geister des Willens aufopfernd mit der Substanz ausgefüllt. Diese Substanz stellt die Einheit der göttlichen Offenbarung, des bewussten Allbewusstseins und des Willens Gottes dar, sich selbst zu offenbaren. Es begann der Evolutionszyklus, der im Verlauf der Äonen allmählich eine Kelchform annehmen sollte.

Die Substanz ist kein Stoff, sie ist auch nicht der Inhalt der Form, sondern ein Bewusstsein, das die Hierarchiewesen in sich verinnerlichen. Das bewusste Allbewusstsein, das die Geister des Willens geopfert haben, ist nicht das Atma des Gott-Vaters, sondern die Atma-Form, die sie im vorherigen Zyklus erhalten haben. Ihr Ich hat sich als „seelische Wärme“, als ein „neutrales Weltenfeuer“ manifestiert, das sich in der höchsten Astralität befindet. Aus diesem „qualitätlosen“ Willen sollte das physische Prinzip im Weltall in Erscheinung treten.

Hier müssen wir uns an ein Notizbuch Steiners wenden (D 16), in dem er über die Beziehung des Menschen zur Heiligen Trinität schreibt: „Gott liegt als Vater dem physischen, ätherischen und astralischen Leib zugrunde, als Sohn liegt Er dem ätherischen und astralischen Leib zugrunde und als Heiliger Geist liegt Er dem astralischen Leib zugrunde.“ Demnach sind der Äther- und der Astralleib, in denen der Vater wirkt, unterschiedlich von denjenigen, in denen der Sohn wirkt. Der Astralleib enthält auch eine dritte Ausprägung, in der der Heilige Geist wirkt. Es stand die Heranbildung des Menschen in komplizierter Art bevor. Das bewusste Allbewusstsein, das die Geister des Willens auf dem alten Saturn ausgestrahlt hatten, war in der Lage, sich bis zur Stufe zusammenzuziehen, auf der es sogar das Nicht-Sein des Bewusstseins, also das unbewusste Allbewusstsein, erfasst, das damals in Form der Wärme entstanden war. Aus der Gegenüberstellung der beiden erschien das mächtige Spannungsfeld, das die Evolutionsentwicklung vorantreibt. Das bewusste Allbewusstsein war „reines Sein“ (Bewusstsein) und die Wärme erschien als „vorhandenes“ Sein. Aus der Wärme bildete die Idee den ersten Keim des menschlichen physischen Leibes in Form „ätherisch-physischer Kugeln“. Jeder der heutigen Menschen besaß eine eigene Kugel, eine eigene Form. Sie schien von den astralischen Höhen des neutralen Weltenfeuers durch das Ätherische zu der eigenen physischen Umgebung „verdrängt“ worden zu sein. Dabei wurde sie zu etwas völlig Neuem in der Evolution. Wir sehen, wie das physische Prinzip als ätherisch und astralisch in Erscheinung treten kann.

Der Ätherplan des alten Saturn war noch nicht in die vier Ätherarten differenziert, die wir im gegenwärtigen Äon der Erde kennen. Der Ätherstrom war in den höheren Sphären einig, er umschlang den alten Saturn, während in seinem Inneren wegen der menschlichen Wärmemonade nur der Wärmeäther erschien. Uns ist aus der Anthroposophie bekannt, dass im Punkt, in dem der physische Leib des Menschen sich mit dem Ätherleib verbindet, der Geist in Materie bzw. die Materie in Geist umgewandelt wird. Wir können zwar von Materie im Zusammenhang mit dem alten Saturn noch nicht sprechen, da es noch keinen Raum gab – laut Steiner ist ja die Materie das, was sich in den Raum ausbreitet. Damals war das erste Element des menschlichen physischen Leibes vorhanden – die Wärme. Das war die einfachste Idee vom Menschen. Das Physische ist eine Form der universalen Substanz des Zyklus, es gehört zur Entfaltung der einigen Weltidee als erschaffenes Weltall. Zuerst hat sich das Physische mit dem Wärmeäther verbunden.

Hier ist es angebracht, etwas in Bezug auf das Ätherische zu erläutern, damit wir das Wesen der Form begreifen können. Im irdischen Äon besteht unser physischer Leib aus vier im alchimischen Sinne verstandenen Elementen – Wärme (Feuer), Luft, Wasser und Erde. Sie werden von den vier Ätherarten durchdrungen – dem Wärme-, Licht-, Klang- und Lebensäther. Die Aggregatzustände, in denen wir physisch existieren, sind bekanntlich die Zustände des Hitzenden, Gasförmigen, Flüssigen und Festen. Die Letzten bilden die Stofflichkeit unseres physischen Leibes, dessen Baumeister der Ätherleib ist. Steiner bezeichnet den Ätherleib jeweils anders, abhängig von den ausgeübten Funktionen. Wenn er ihn einfach als den ‚Ätherleib‘ bezeichnet, meint er eher seine Stofflichkeit, wenn er ihn als den ‚Lebensleib‘ bezeichnet, unterstreicht er die vom Ätherlieb zustande gebrachten Lebenstätigkeiten. Wenn er ihn als den ‚Bildekräfteleib’ bezeichnet, betont er dessen formende, bauende Funktionen. Letztere kommen aus der Welt der Urbilder (der Vorsehung) jenseits des Tierkreises. Sie können einerseits „bauen“, d.h. sie treten in ätherischer Erscheinungsform auf, andererseits können sie auch formen, d.h. sie treten in astralischer Erscheinungsform, als Idee auf. Ihre Gesamtwirkung kommt vom Logos, also von Christus. Sie überqueren bestimmte Bereiche des Tierkreises und bewirken die Erscheinung der von der Weltidee abgesonderten Ideen der Wärme, Luft, Erde und des Wassers. In Abhängigkeit von diesen Ideen teilt sich der einheitliche Weltenstrom in vier Ätherarten. Aus der gemeinsamen Tätigkeit von Ideen und Ätherarten entstehen die vier Aggregatzustände der vorhandenen Stofflichkeit. In den einzelnen Äonen kommen Element und Äther als ein Paar zur Geltung. Steiner nennt die Äther „Universalkräfte“, die nach der Peripherie streben. Wenn sie sich selbst überlassen sind, schaffen sie keine Formen, sondern unterziehen die Materie einer Auflösung. Die Elemente nennt Steiner „Zentralkräfte“, denn sie streben zum Zentrum der Erde. Aus ihrer Zusammenwirkung und unter dem Einfluss der Kräfte, die aus dem Tierkreis und aus unserem Planetensystem kommen, werden die Formen während der Evolutionsentwicklung erschaffen.

Eine solche Form besaß auch die menschliche Wärmemonade auf dem alten Saturn. Steiner hat sie ‚das Phantom des physischen Leibes‘ genannt. In sie haben die Geister des Willens ihr Ich, ihr Atma als unseren keimhaften Geistesmenschen eingeprägt. Das Phantom ist also einerseits eine Substanz, ein Bewusstsein, ein Geistesmensch, andererseits ist es eine Form, Idee oder ein realer Gedanke in der Außenwelt. Wiederum andererseits ist es eine Manifestation des Ätherischen, des Lebens, denn es hält die Stofflichkeit in sich auf, die wie ein Fluss durch das Phantom fließt und sogar unser Knochensystem durchdringt. Diesem komplizierten Gebilde liegt der Geistesmensch zugrunde, aber es stellt eigentlich die Manifestation der ganzen höchsten Trinität dar, welche das Weltall und den Menschen im Weltall aufbaut.

Die Hierarchiewesen waren nicht im Klaren darüber, welche Form die Wärme des alten Saturn zukünftig annehmen würde. Da der Raum fehlte, waren Wärme und Wärmeäther nicht getrennt, sondern sie existierten in der Zeit. Die Zeit war ihre Existenzform, aber der Wärmeäther ist die „entstehende Zeit“, die mit der Zukunft zusammenhängt. Deshalb sind die Geister der Zeit hervorgegangen. Dagegen ist das Wärmeelement die „vergehende“ Zeit, die mit der Vergangenheit zusammenhängt. Vom alten Saturn aus nahmen beide in zwei entgegengesetzte Richtungen ihren Weg. Die Idee der Wärme ging abwärts und zu einer Metamorphose in die Ideen der Luft, Erde und des Wassers, während der Wärmeäther sich zum Licht-, Ton- und Lebensäther erhob. Sie sind wie ein Plus- und ein Minuszeichen und ihre Trennung geschah in Übereinstimmung mit der Trennung der Hierarchiewesen, die bis zum Beginn der Evolution in einem einheitlichen Strom verweilten. Als aber die Schaffung des Weltalls begann, folgten manche von ihnen dem Weg der Wärme, der ersten Nichtsubstanz je nach der Richtung der Ersten Intention, die Gott selbst bestimmt hatte. Diese erste negative Substanz, die der Keim unseres physischen Leibes bildete, hat sich im Laufe der Äonen mit der ätherischen und astralischen Substanz verbunden, die andere, durch Gott-Sohn und Gott-den Heiligen Geist manifestierte Formen des einigen bewussten Allbewusstseins Gottes bildeten. Nach einer großen Anzahl von Metamorphosen durch verschiedene Formen hat die kolossale Spannung zwischen dem Geistesmenschen und der Wärme in der menschlichen Monade die erste Form des Ich-Selbstbewusstseins in ihr hervorgebracht. Das geschah im Sinne der erwähnten Ersten Intention, die sich im „Aufstieg durch Herabstieg“ ausdrückt. Von hier, vom Punkt des niederen Ich, welches im sinnlichen Teil des einheitlichen sinnlich-übersinnlichen Weltalls erlangt wurde – dem Kreis des Weltalls -, kann das Weltsubjekt nur zu sich selbst zurückkommen. Das ist auch die Aufgabe der menschlichen Entwicklung. Der Weg des Herabstiegs bis hierhin können wir den ‚Erdenstrom der Evolution‘ nennen.

Ein anderer Teil der Hierarchiewesen begann, nur den Strom des Aufstiegs (ohne Herabstieg) zu begleiten, der aus dem vorherigen Entwicklungszyklus kommt und der Zweiten Intention des Gottes in unserem Zyklus folgt. Wir bestimmen ihn als den ‚Sonnenstrom‘. Er umhüllt wie mit einer geistigen Atmosphäre den irdischen Hauptstrom. Im Laufe der Evolution entsprang dem Erdenstrom ein weiterer Strom, in dem der Herabstieg nicht zum Aufstieg führt, sondern zum immer weiteren Zurückbleiben und zur Entstehung des Bösen. Das ist der sog. ‚Mondstrom‘. Die Richtungsänderung der Ersten Intention zur Zweiten im manifestierten Manvantara konnte nur Gott bewirken, der aus dem Pralaya zum sinnlichen Teil des Weltalls herabsteigen sollte. Doch bis zu diesem entscheidenden Moment der Entwicklung führte ein langer Entwicklungsweg.

Steiner hat nicht gesagt, dass das Opfer der Geister des Willens, das sie am Anfang des alten Saturn dargebracht haben, abgelehnt worden ist. Daher kann man schließen, dass dieses Opfer in gewissem Sinne ihr gemeinsames Werk war. Trotzdem ist die Substanz aber nicht zum „Sonnen-Aufstieg“ des Bewusstseins hinaufgeströmt, sondern zur Verinnerlichung durch die Wesen herabgeströmt. Die Geister des Willens selbst haben diese Umkehr nach unten bewirkt, indem sie der Ersten Intention Gottes folgten. Wir vertreten die Ansicht, dass einer von ihnen Sorat war, der damals das Bewusstsein eines Formgeistes während des Erdenäons hatte. Sorat hat sich nicht gegen das Ich-Prinzip gestellt, das die Wesen während der Evolution erlangen bzw. erhöhen sollten, denn er selbst nimmt an der Aufopferung des „reinen Willens“ teil, die dieser Erlangung bzw. Erhöhung zugrunde liegt. Er hat sich nicht gegen sich selbst gestellt, denn er erfüllte den durch den Gott-Vater manifestierten Willen Gottes. Stattdessen widersetzte er sich einer anderen Bewusstseinsform, die auf die spätere menschliche basiert.

Wie bereits erwähnt, wussten die Hierarchien nicht, wie sich die Form der menschlichen Monade später entwickeln würde, doch sie hatten die richtige Absicht, die Weltidee zu verwirklichen. Das Ergebnis sollten sie am Ende sehen. Nach dem „Stresstest“ auf dem alten Saturn wurde die Schöpfung in das Pralaya erhoben und aufgelöst, um das Ausmaß der Anziehung zu den niedrigen Sphären der uranfänglichen Opfersubstanz zu erfassen und die Gesetze anzulegen, nach denen ihr „Verlauf“ durch die Weltstrukturen weitergehen sollte.

Am Anfang des Äons der alten Sonne haben die Geister des Willens, die vom Standpunkt des Erdenäons aus betrachtet bereits das Bewusstsein von Geistern der Bewegung hatten, das vorherige Opfer wiederholt. Diesmal wurde das Opfer von den Cherubim abgelehnt und die Wirkung der Ersten Intention ist unverzüglich in Erscheinung getreten. Bisher wissen wir nicht, ob Sorat das Bewusstsein eines Geistes der Bewegung erlangt hat. Wahrscheinlicher ist es, dass er auf der Stufe eines Formgeistes geblieben ist, wobei er innerlich trotzdem in der Erwartung der geeigneten Zeit zur sichtbaren Einmischung in die Entwicklung eine Evolution durchgemacht hat. Der von den Geistern des Willens ausgestrahlten Atma-Substanz hat der Gott-Sohn bewusst sein bewusstes Allbewusstsein beigegeben – sein Buddhi-Prinzip in Form des von den Geistern der Weisheit beherrschten Lebensgeistes. Die Wärmemonade hat das Prinzip des Ätherleibes erhalten, das Leben, das dem Äon und Zyklus angepasst war. Während sie auf dem alten Saturn eher das ewige Leben des vorherigen Zyklus des Vaters in einer uns unbekannten Art führte, hat unser Zyklus des Sohnes auf der alten Sonne sein eigenes Leben erhalten. Christus stellte sich zwischen die Erste und Zweite Intention, indem Er seine Tätigkeit in Verbindung mit ihnen entfaltete. Die Urform (das Phantom) unseres physischen Leibes hat sich auch mit dem Luftelement (der Idee) auf die gleiche Stufe gestellt. Aus der Metamorphose der Wärme ist schnell der Lichtäther erschienen und der fehlende Raum (der Nullraum) des alten Saturn wurde durch den eindimensionalen Raum ersetzt. In ihm sollten sich später eindimensionale Wesenheiten entwickeln: Dieser Art sind das Licht und die Luft. Sie sind lineare Wesenheiten, die organisches Leben hervorbringen. Das Prinzip des Lebens hat das Auftauchen einer gewissen Empfindlichkeit verursacht, wenn es als Lichtäther in Erscheinung tritt. Deshalb traten wir Menschen in unsere Pflanzenstufe der Entwicklung ein. Wir haben damals noch nicht unseren ganzen Ätherleib erhalten. Vielmehr ist ein Teil des Ätherleibes in eine unzertrennliche Verbindung mit dem physischen Leib eingetreten. Doch das war ausreichend, damit in der Monade ein biologischer Prozess in Gang gesetzt werden konnte. Wir hatten uns bereits von der Nullform des Bewusstseins getrennt, das dunkle Phantom wurde innerlich erhellt und die Geister der Weisheit prägten ihm ihren Lebensgeist keimhaft ein. Diesen sollte der zukünftige Mensch später verinnerlichen, d.h. in seinem Ätherleib bewusst erkennen.

Im Äon des alten Mondes ist das Atma auf die Stufe des Manas herabgestiegen, als der Gott-Heilige Geist über die Seraphim und die Geister der Bewegung die menschliche Monade mit einem eigenen Astralleib beschenkte. Die Stofflichkeit hat sich bis zur Idee des Wassers verdichtet und es erschien der Klangäther, der mit dem Denken zusammenhängt. Die Geister der Bewegung haben unserem Astralleib den Keim des Geistselbst eingeprägt. Zudem haben sie unserem Astralleib den Keim unserer Empfindungsseele eingeprägt und dem Ätherleib – den Keim der Verstandesseele, die jedoch dort astralisch lebte. Wir haben auf dem Wege der Evolution drei Leiber erhalten und die Seele wurde der Senkrechten entlang heruntergeholt, sie war keine Frucht der Evolution. Deshalb hatte der Mensch keine ererbte Beziehung zu ihr, obwohl sich in den vorherigen zwei Äonen gewisse seelische Keime in den Leibern beobachten lassen. Eine Einstellung zu der Seele hat der Mensch erst später durch ihre Verinnerlichung entwickelt.

Warum haben die Hierarchien all dies auf dem alten Mond bewirkt, was ein psychisches Leben in der Monade verursacht hat? Weil damals die kosmische Intelligenz des Zyklus in Gang gesetzt wurde – die Lage und Beziehungen der Hierarchiewesen zueinander. Bis zum Äon des alten Mondes wurde sie durch die einheitliche Idee der Welt vorbestimmt, also von außen. Diese Idee hat die Wesen an ihre Plätze gestellt und durch sie ihre höhere Tätigkeit verwirklicht. Die dem Zyklus immanente Evolution begann erst jetzt mit eigenem kosmischen Denken, eigenem Leben und eigenem Licht in der Substanz. Die ursprüngliche Natur des Klangäthers ist harmonisierend. Das Harmonisieren verwirklicht die kosmische Intelligenz. Zudem ist der Klangäther auch Zahlenäther und er führt zur Entzweiung und Symmetrie (links und rechts), zum Bruch, zur Teilung und Vervielfältigung. Die kosmische Intelligenz hat sich in viele Wesen „zerkleinert“, die eigenes „Denken“ hatten. Das hat die Entstehung eines dritten Evolutionsstroms bewirkt – des Mondenstroms der Zurückbleibenden. Der Herabstieg des Menschen hatte die Aufgabe, zum Aufstieg des Ich zu führen, aber der Herabstieg der hierarchischen Wesen führt zum Zurückbleiben, nachdem manche in den früheren Äonen das Ich-Prinzip im Sinne des Sonnenstroms nicht erlangen konnten. Sie haben die Substanz in egozentrischer Art verinnerlicht und im Verlauf der Entwicklung eine kolossale Macht angesammelt, um sich Gott zu widersetzen. Es lässt sich feststellen, dass die drei Evolutionsströme sich auf dem alten Mond endgültig herausgebildet haben, damit sich die Schöpfung wieder ins Pralaya erhebt und die „partielle“ Idee des Erdenäons aus der allgemeinen Idee des Zyklus heraustritt.

Am Anfang des Erdenäons war die Menschheit, die auf der Stufe der Wärme lebte, von einer gemeinsamen ätherisch-astralischer Aura umhüllt. In dieser gemeinsamen Astralität, die wir viel später „Paradies“ genannt haben, hat sich der „Allmensch“ Adam auf seinen Niederstieg zu den dichteren Bewusstseinssphären vorbereitet. Die Verdichtung des Geistes entwickelt sich vom Astralen zum Ätherischen und erst dann zum Mineralischen. Auf diesem Wege wird die einheitliche dreigliedrige Seele der Menschheit als Mittlerin zwischen Geist und Leib herangebildet. Die Empfindungsseele erschien unmittelbar nachdem der Astralleib der Geister der Bewegung sich bis zum Lichtäther verdichtet hatte. Die Verstandesseele erscheint nach der Verdichtung des Ätherleibes der Geister der Weisheit bis zum Klangäther. Die Bewusstseinsseele hat den Weg zum Menschen dank der Tätigkeit der Formgeister erst im Erdenäon gefunden. Wäre sie auf dem alten Mond aufgetaucht, wäre der Zyklus schon damals zu Ende gewesen, aber dann hätte sich die Dreiheit nicht zur Vierheit erhöht und es wäre der Beginn eines neuen Zyklus notwendig gewesen. Die ganze Seele war damals ein hochgeistiges Bild der Tätigkeit dieser Hierarchien, das die Ergebnisse der drei vorherigen Äonen und die aus dem Pralaya hinzugefügten Keime der Aufnahme des Ich enthielt. Als die Seele in Jahves Sphäre herabgestiegen war, kleidete er sie in einen Astralleib wie in eine individuelle Hülle, die in sich die ganze zukünftige Menschheit enthielt. Das war im Wesentlichen die Schaffung Adams. Die Bewusstseinsseele ist die „Festung“ des Individuellen im Menschen und sie ist mit dem Auftauchen des vierten Elementes der Erde erschienen. Dieses Element hängt mit der Geburt des Ich-Selbstbewusstseins im Menschen zusammen. Der Astralleib hat sich in drei Seelen zerteilt. Als die Bewusstseinsseele soweit entwickelt war, dass sie einen passenden physischen Leib formen konnte, schenkten die Formgeister dem Menschen den Funken des Ich, damit das Ich zur höheren Einheit der Seele werden konnte. Ursprünglich war die Seele einheitlich, doch später hat sie sich in drei Archetypen aufgeteilt. Sie kann vom Menschen nach und nach in seinen Leibern verinnerlicht werden, um den Weg zum dreigliedrigen Geist zu finden, den die Geister des Willens, der Weisheit und der Bewegung in den früheren Äonen angelegt haben.

Von den Formgeistern haben wir nur die Form des Ich, ohne Inhalt und wie eine für unseren physischen Leib äußerliche Einheit erhalten. Das war eine Gruppenform, die die ganze Menschheit umfasste. Der vom Menschen kompliziert ausgebaute physische Leib hat sich innerlich als die Summe der vier Elemente manifestiert, die irdisch spezialisierte Formen der Weltidee darstellen und von den vier Ätherarten belebt werden, die irdisch gebrochene Wirkungen des Weltlebens darstellen. Mit dem Erscheinen des Erdenelements und der Aschenbildung kam auch der Lebensäther auf. Im Unterschied zu den restlichen Ätherarten, die ein Geschenk des Gott-Sohnes sind, ist der Lebensäther der Christus-Äther in uns, der die Ich-Formen erzeugt. Einerseits wirkt er auf die einzelnen Teile verinnerlichend, aber andererseits geschieht diese Wirkung im Sinne des Ganzen, der Einheit. Während der Wärme- und der Lichtäther, die jeweils aus der Saturn- und Jupiter-Sphäre herabsteigen, zentrifugal wirken und uns von der Erde trennen, erdet uns der Klangäther, der vom Mars herabsteigt, zentripetal. Zwischen diesen Polen wirkt der Lebensäther von der Sonne aus harmonisierend und im Sinne des Ganzen.

Dieses Ganze ist die Pentagramm-Idee, die sich im Pralaya befindet und ständig durch unseren Ätherleib in den Erdenäon als ein Strom von Ätherkräften hineinwirkt, die an der Schaffung des menschlichen Phantoms teilnehmen. Unser heutiges Phantom ist das Ergebnis der Zusammenwirkung des Physischen, Ätherischen und Astralen, der Substanz, des Lebens und der Idee unter den Bedingungen unserer irdischen Existenz. Nach einer umfangreichen Evolutionsentwicklung musste das Phantom zum äußeren Ausdruck des vom Menschen erlangten Ich-Selbstbewusstseins werden. Wie bereits erwähnt, wird die innere Einheit im Leben des Geistes erreicht. Der Herabstieg der menschlichen Monade als ein Apparat zwecks Widerspiegelung des Weltlebens führte zur Entstehung eines eigenen Wesens in der Monade, die mit ihrem Widerspiegelungsapparat in der gleichen Art wie bei den Hierarchien dienen sollte. Doch das geschah zunächst nur in der physisch-astralen Organisation und die Frucht des höheren geistigen Lebens des Individuellen – also die Frucht des Lebensbaums – wurde nicht gekostet. Der Mensch musste niedersteigen und eine innere Einheit erlangen und erst dann zu einer tatsächlichen Individualisierung übergehen, die nur ein individuelles, von den anderen abgesondertes Leben liefern kann.

Die Geister der Form haben ihre Ich-Form während der lemurischen Wurzelrasse ausgestrahlt, als die Sonne sich längst von der Triade Sonne-Erde-Mond abgespalten hatte, aber der Mond immer noch eine Einheit mit der Erde bildete.

Schon am Anfang unserer Individualisierung haben sich die luziferisierten Engel auf unseren Astralleib gerichtet, um dort Streben und Begierden hervorzurufen. Deshalb hat der Astralleib aufgehört, die astrale Weltweisheit in rechter Art abzuspiegeln, da er sich in übertriebenem Maße mit dem sich auf dem Wege der Mineralisierung befindlichen physischen Leib verband. Diesen Vorgang hatten die Hierarchien geplant und er wurde durch Erzengel Michael in Gang gesetzt. Doch das Ergebnis fiel anders als erwartet aus und es war Besorgnis erregend. Keine der hierarchischen Wesenheiten kennt die Anziehungskraft der Mineralisierung und wohl deshalb haben die Hierarchien nicht damit gerechnet, dass die „Ansteckung“ vom Astralleib vorzeitig auch zum Ätherleib „springen“ würde. Mit dem Sündenfall erhielten der Äther- und Astralleib des Allmenschen Adam als eine neue Eigenschaft die Fähigkeit, sich zu differenzieren und gleichzeitig die Eigenschaften des Ätherleibes selbst zu polarisieren. Das fand in der Geschlechtertrennung einen Ausdruck. Die einheitliche Lebensgrundlage teilte sich in eine Sphäre, die das Leben hervorbringt, und eine Sphäre, die das individuelle Bewusstsein hervorbringt. Diese Trennung des bis zu jenem Zeitpunkt einheitlichen Menschenwesens (d.h. Mann und Frau), das eine rein geistige Existenz führte, hat Jahve vom Mond aus bewirkt. Später führte die physische Geschlechtertrennung zu einer weiteren Trennung – in eine männliche, weltliche, verstandesmäßige Weisheit und eine weibliche, tiefe, priesterliche Weisheit. In der Sprache der Mysterien ausgedrückt sind das die Weisheit Hirams und Salomons.

Die Trennung der Reproduktionskräfte kam im Schoß des Mondischen, Astralen zustande, das die Möglichkeit hervorbrachte, dass das abgesonderte niedere Ich unter irdischen Bedingungen geboren werden konnte. Die Begierden in unserem Astralleib sind Elementarwesen, die dorthin von den luziferischen Wesen hineingelegt wurden. Die luziferischen Wesen streben danach, eine Hülle unseres wesentlichen Ich zu bilden, ihm eine äußere Form zu verleihen. Mit der Zeit dringen sie nicht nur in unser Ich ein, sondern über dieses auch in die ganze Weltschöpfung. Um die Bestrebung der luziferischen Wesen zu parieren, haben uns die Hierarchien sterblich gemacht und bewirkt, dass die Erbeigenschaften durch das Blut über den physischen und Ätherleib vererbt werden. Trotz der Vorkehrungen hat sich die Ansteckung während der sog. „Mondenkrise“ vor der Abspaltung des Mondes von der Erde vom Astralleib auf den Ätherleib ausgebreitet, welcher nach dem ursprünglichen Plan von den ahrimansichen Wesen erst in der Mitte der atlantischen Wurzelrasse angegriffen werden sollte.

Es bestand die Gefahr, dass nicht nur die fähigsten Seelen, die während dieser Zeit auf der Erde verblieben waren, sich nicht mehr reproduzieren können, sondern sogar das ursprüngliche Menschenpaar Adam und Eva. Deshalb wurde unmittelbar nach dem Sündenfall ein Teil der feinsten und reinsten Kräfte, die dem Klang- und Lebensäther entsprechen, aus der Gesamtevolution der Menschheit entfernt. Sie wurden von nun an nicht vererbt, sondern in der geistigen Welt unter dem Schutz der von Manu geleiteten Großen Mutterloge der Menschheitsführung aufbewahrt. Diese Loge befindet sich in der höchsten Sonnensphäre. Laut Steiner war ihr Erdenvertreter in der atlantischen Zeit das zentrale Sonnenorakel und in der nachatlantischen Zeit – eine Mysterienstätte in Kleinasien. Es ist wohl die Mysterienstätte von Ephesus gemeint, wo die Mysterien des Wortes praktiziert wurden.

Das oben erwähnte Ereignis finden wir im imaginativen Bild der beiden Paradiesbäume wieder. Zum Träger der abgesonderten, nicht der Versuchung anheimgefallenen Ätherkräfte des Lebensbaums wurde jenes Wesen, das in der Zeitenwende als das Jesuskind aus dem Lukas-Evangelium geboren wurde. Steiner nannte es die ‚nathanische Seele‘.  Sie ist die „lebendige Seele“, die dem menschlichen Leib während der lemurischen Wurzelrasse „eingehaucht“ wurde. Sie ist der unversuchte Adam, der in der geistigen Welt geblieben war, während die restliche Menschheit als der versuchte Adam auf die Erde herunterstürzte. Adam bedeutet ‚Erdling‘,  also physischer Mensch. Der Stammbaum der nathanischen Seele führt jedoch zu jenem Adam zurück, der der „Sohn Gottes“ ist – also der Träger der Kräfte des Sohnes-Prinzips, des Ätherischen.

Das bisher Erörterte ist bereits von der Anthroposophie beleuchtet worden. Es entsteht jedoch die Frage, ob vom Baum der Erkenntnis nach bzw. schon vor dem Sündenfall auch Astralkräfte abgesondert worden sind, die von der Luziferisierung nicht betroffen wurden. Wenn das der Fall sein sollte, müssen wir uns fragen, wo diese Kräfte aufbewahrt wurden. Was sind die Kräfte, die mit dem Klang- und Lebensäther zusammenhängen und die Leiblichkeit der nathanischen Seele bilden, sie zur Seele machen? Wir vertreten die Ansicht, dass die Ätherkräfte der nathanischen Seele ihren Ursprung in der Welt der Urbilder jenseits des Tierkreises haben und dass sie aufbauende, formbildende Kräfte sind. Ich behaupte auch, dass vom Baum der Erkenntnis ebenfalls (wahrscheinlich schon vor dem Sündenfall) reine Astralkräfte abgesondert wurden, die auch ihren Ursprung in der Welt der Urbilder haben.

Dort erstrecken sich beide „Bäume“ bis zum Buddhi- und Manas-Prinzip, bis zum Zweiten und Dritten Logos. Aufbewahrt wurden sie in der Mutterloge auf der Sonne, wo sie in Einheit und mit ineinander verflochtenen Zweigen weilten. Die abgesonderten reinen Astralkräfte sind die unversuchte Eva, die den lebendigen (ätherischen) Adam in eine „Seele“ verwandelte. In der übersinnlichen Welt blieben die sündfreien Adam und Eva mit „ineinander verflochtenen Zweigen“, wohingegen auf dem physischen Plan die gesündigten Adam und Eva voneinander getrennt lebten und sich geschlechtlich „verflechten“ sollten, um die Fortsetzung des Menschengeschlechts durch die Schaffung eines Dritten zu sichern, das im physischen Leib und im Ätherleib das Prinzip der Vererbung trug. Die Schaffung des Menschen begann beim physischen Leib, danach entstanden der Äther- und der Astralleib, doch die Individualisierung musste zuerst im Astralleib beginnen, in dem die Vererbung fehlt bzw. nur indirekt anwesend ist. Diese Individualisierung war mit der Verkörperung der dreigliedrigen Seele verbunden, die in drei Etappen zustande kam.

Oben haben wir auf einige Ereignisse hingewiesen, die in den geistigen Welten vor der Versuchung durch die luziferischen Wesen eingetreten sind. Die Geister der Bewegung haben ihre alte Mondenhandlung wiederholt, indem sie das Gegenbild des menschlichen Gruppen-Geistselbst in den Astralleib als Empfindungs- und Verstandesseele einprägten. Infolge der Anziehung des Physischen zum Irdischen und mit der Unterstützung der Formgeister hat sich auch die Bewusstseinsseele herausgelöst. Unsere Sinnesorgane haben sich nach der Versuchung nach außen zur Aufnahme von Eindrücken aus der uns umgebenden Welt geöffnet, die der Mensch durch die Empfindungsseele auf sich beziehen sollte. Doch wegen der luziferischen Einmischung funktionierten unsere Sinne nicht richtig. Es war erforderlich, dass Christus in die Entwicklung eingreift. Da unser physischer Leib ein „Nachklang des Tierkreises“ darstellt, ist gerade dort – in der Sphäre des höheren Devachan bzw. des Geistesmenschen – Christus über die „astrale“ Eva in den „ätherischen“ Adam eingedrungen und von diesem – in den physischen Leib des Menschen, um seine Entwicklung zu korrigieren und die Sinnesorgane zum Einklang zu bringen. Dabei brauchte das Physische nicht zur Auflösung ins Pralaya erhoben zu werden, sondern Christus hat sein rettendes Werk im Manvantara verrichtet. Wegen des Opfers Christi wurde ein Teil des physischen Leibes dünner und ist in eine enge Beziehung zum Ätherleib eingetreten, wobei es den ersten Bestandteil des individuellen Menschenwesens bildete – den Seelenleib. Dieser ist die Beziehung zwischen Astralleib und Empfindungsseele und er hat die maßlose Expansion der luziferischen Wesen eingedämmt.

Diese aufopfernde Tat hat Christus gegen Ende der lemurischen Wurzelrasse verwirklicht und das leitete das Ende der ersten Etappe der Verkörperung der dreifachen Seele in die Menschheit ein. Die zweite Etappe begann bei bereits vorhandenem Seelenleib am Anfang der atlantischen Wurzelrasse, als der Mensch zur Beherrschung seines eigenen rhythmischen Systems, zur Bewusstwerdung der sieben Lebensprozesse unter rein irdischen Verhältnissen überging. Wegen der vorzeitigen Einmischung der ahrimanischen Wesen gerieten aber die Verkörperung der Verstandesseele und das richtige Erleben dieser Prozesse in Gefahr. Unser Ätherleib ist ein Nachklang der Planetenbewegung, deshalb drang Christus in der eigentlichen Sonnensphäre – der Sphäre des Lebensgeistes (des niederen Devachan), die das Zentrum unseres Planetensystems bildet, über die „astrale Eva“ wieder in den „ätherischen Adam“ ein. Damit konnte die Verkörperung der Verstandesseele fortgesetzt und das Erleben der Lebensprozesse befriedet werden, wobei Teile unseres irdischen Ätherleibes freigemacht wurden für Tätigkeiten, die höher als diese Prozesse sind. Dieses rettende Werk fand zu Beginn der atlantischen Wurzelrasse statt und dazu war es nicht notwendig, dass der Ätherleib ins Pralaya erhoben wurde.

Später bildete sich in der dreigliedrigen Menschenseele wegen der gemeinsamen Wirkung der vergangenen höheren Impulse und des Vorhandenseins einer neuen Lebensform – unseres Seelenleibes -, die substanzielle Grundlage zur Entstehung eigener Gedanken, Gefühle und Willensäußerungen. Doch diesem Prozess mangelte es ebenfalls an Harmonie. Deshalb durchdrang Christus am Ende der atlantischen Wurzelrasse wieder den sündfreien Adam über die sündfreie Eva. Es wurde die Verkörperung der Bewusstseinsseele gerettet und unser Seelenleben wurde zur Harmonisierung gebracht. Christus hat diese rettende Tat in den niederen Bereichen der Sonnensphäre, in der Mondensphäre des Geistsebst – also auf dem Astralplan des Planetensystems – verwirklicht.

Hier ist allerdings von der Rettung des Denkens die Rede, das im Menschen von außen – von der Panintelligenz – wirkte, und die ohne den Gebrauch von Begriffen auskam. Die Begriffe kamen erst mit Aristoteles auf. Nach dem Sündenfall waren der Wärme- und der Lichtäther (der Baum der Erkenntnis), die jeweils mit Willen und Fühlen zusammenhängen, im freien Besitz des Menschen. Das Denken, das mit dem Klangäther zusammenhängt, sowie der Lebensäther, der den Dingen einen verallgemeinernden Sinn verleiht, wurden in gewissem Sinne der menschlichen Willkür entzogen. In den Kräften dieser beiden Ätherarten, die in rechter Art benutzt werden sollen, verschwindet das Individuelle und unterordnet sich dem Allgemeinen. So können wir den Lebensäther mit der menschlichen Haut vergleichen, die den menschlichen Körper umfasst und verallgemeinert, während das Denken nicht individuell ist. Es ist reiner Geist. Selbst wenn wir es zu seinem physischen Ausdruck – den Worten – beziehen, so sind diese auch nicht individuell.

Dort, wo eine gemeinsame gesprochene Sprache existiert, steht hinter ihr eine Gottheit des gesamten Volkes und die Gedanken, die den jeweiligen Worten zugrunde liegen, erheben sich auch zu den Hierarchiewesen und sind ebenfalls nicht individuell. In den atlantischen und nachatlantischen Zeiten haben die Götter im Menschen gedacht und seine Aufgabe bestand darin, diese Gedanken richtig aufzunehmen. Mit seinem dritten Opfer hat Christus dies gewährleistet. Als Ergebnis des Opfers ist das Geistselbst als ein Geschenk der Geister der Bewegung für den Menschen indirekt durch das Ich der Formgeister (denn das Denken hängt mit der Ich-Entwicklung zusammen) gegangen und hat die Möglichkeit erhalten, aus der Zukunft auf den individuellen menschlichen Geist – auf sein Ich – hinzuwirken.

Aus der Anthroposophie ist uns bekannt, dass das Individuelle im Menschen im Astralstrom von der Zukunft zur Vergangenheit fließt, jedoch nach den Gesetzen des Ätherischen, d.h. von der Vergangenheit zur Zukunft. Das Göttliche tritt in den Menschen über den Ätherstrom ein, der von der Vergangenheit zur Zukunft fließt, jedoch nach den Gesetzen des Astralen. Das bedeutet, dass der Mensch sich dessen bewusst ist, was in seiner fernen Vergangenheit als Lebensgrundlage angelegt worden ist. Nach diesem Hauptprinzip wurde der Mensch aufgebaut.

Es macht einen Unterschied aus, ob das Geistselbst als ein Gruppengeist der Menschheit von der Vergangenheit aus wirkt oder als ein individueller Inspirator von der Zukunft aus, den man durch die alte Einweihung spüren kann bzw. ob der ganze menschliche Astralleib nach einer langen Einwirkung von der Zukunft aus zum Geistselbst wird. Letzteres lässt sich bei den Bodhisattvas in den vorchristlichen Zeiten beobachten. Das galt mehr oder weniger auch für die großen Eingeweihten. Für die restliche Menschheit war es jedoch notwendig, dass der Heilige Geist von oben herniedersteigt. Einen solchen Geist hatte der Mensch noch nie gekannt. Seine Ankunft hing von dem Herabstieg des Lebensgeistes ab, damit die Begegnung der beiden „Paradiesbäume“ auf der Erde und im physischen Leib des Menschen zustande kommen konnte. Vorläufig konnte der Mensch Früchte vom Baum der Erkenntnis pflücken, sich zum Geistselbst erheben, wobei sein Bewusstsein außerhalb des Körpers war. Aber an den Lebensgeist konnte der Mensch noch nicht heranreichen. Es stand die große Zeitenwende bevor und die Bemühungen der ganzen Menschheit waren in den nachatlantischen Zeiten auf diese Zeit gerichtet.

Wir haben bereits die Beziehung zwischen dem ersten Opfer Christi gegen Ende der lemurischen Wurzelrasse und der Schaffung des ersten Wesensgliedes des individuellen Menschenwesens – des Seelenleibes – erwähnt. An seiner Schaffung haben auch die Engel teilgenommen. In der ältesten Zeit lebte der Mensch nach der Teilung des einigen Wesens Adam-Eva in seinem Stamm, in dem er einen abgesonderten physischen Leib, einen an das Stammesleben gebundenen Ätherleib und eine Gruppenseele besaß. Die Astralleiber waren miteinander verbunden und in sie strömten hellseherische Bilder aus dem Tierkreis. Der Engel synthesierte die ganze Erfahrung des Stammes in eine Art einheitliches Ich. Er setzte den Astral- und Ätherleib auf der Grundlage des physischen Leibes in solche Wechselbeziehungen zueinander, dass der Seelenleib entstehen konnte. Später wurde in ihm die dreigliedrige Seele als eine Seelenhülle auf der Grundlage des von den Göttern gebildeten dreigliedrigen Leibes entwickelt. Dieser Prozess trug einen luziferischen Charakter. Im Gegensatz dazu gestaltete sich aus der irdischen Erfahrung die Arbeit des sich ausbildenden Ich. Aus der Zusammenwirkung der beiden Prozesse hat sich die dreigliedrige Seele mit dem dreigliedrigen Leib verbunden, das Ich nahm ein denkendes Bewusstsein an und individualisierte sich, indem es sich auf das physische Gehirn stützte. Doch all das wurde erst zu der Zeit Sokrates‘, Platons und Aristoteles‘ sichtbar. Vorher gingen innerhalb der Rassen die einzelnen Völker aus den Stämmen hervor. Man unterscheidet zwölf Rassen während der lemurischen Zeit und in der atlantischen reduzierte sich ihre Zahl auf sieben Rassen, die an den Planetenintelligenzen orientiert waren. Die Archai leiteten die Rassenbildungen an, doch allmählich haben sie diese Aufgabe den Erzengeln delegiert, die die Menschen in Volksgruppen differenzieren sollten. Die Erde hat sich in ihren physischen, ätherischen und astralen Gebieten an diese Bildungen angepasst, die ebenfalls einen Äther- und Astralleib besitzen. Der Ätherleib eines Volkes trägt einen einmaligen Charakter und die astrale Aura vereinigt und trägt zum Wachsen des Bewusstseins des einzelnen Volksmitglieds bei, es erhebt es über die Grenzen der Volksgruppe hinaus. Der Astralleib jedes Volkes verfügt über den „Stoff“ zur Verkörperung des Volksgeistes, der früher als die Menschen das erreicht, wonach sie in Abhängigkeit vom allgemeinen Karma streben. Die internationalen Bestrebungen kommen vom Geist der Erde, der die gesamte Astralmaterie der Erde umfasst. In der ersten nachatlantischen Epoche ist von Völkern noch nicht die Rede, die Völker haben erst gegen Ende der zweiten Kulturepoche deutliche Umrisse bekommen. Die Erzengel haben den Archetyp der dreigliedrigen Seele an die Verschmelzung mit der Aura des einzelnen Volkes herangeführt und die Seele erhielt allmählich die Züge des jeweiligen Stammes. Das ist in den Epen, Mythologien der einzelnen Völker beschrieben worden. Hier geht es um die Verkörperung der einheitlichen, nicht der einzelnen dreigegliederten Seele. Die einheitliche Menschheitsseele hat sich als einheitliche Seelen der verschiedenen Völker differenziert, von denen jede bestimmte Charakteristika hat.

Die Differenzierung der Völker ging unter zweiseitigen Einflüssen vor sich. Von oben wirkte der Erzengel über die Seele auf den Leib und von unten wirkten die irdischen Bedingungen über den Leib auf die Seele. Unter „irdischen Bedingungen“ meinen wir die Aura des jeweiligen Gebiets, die geografische Richtung, die Zusammensetzung der Elementargeister der Natur, die dieses Gebiet besiedeln. Während der Erzengel kulturmäßig, d.h. individualisierend wirkte, trug die Wirkung des Geistig-Naturmäßigen einen Gruppencharakter. Im Verlauf der einzelnen Epochen hat sich der Kampf zwischen beiden Wirkungen allmählich zugespitzt. Heutzutage treten vor unseren Augen als Ergebnis dieses Kampfes die Anhänger jeweils des Gruppenprinzips hervor, die auf den Vorrang des „Bluts und Bodens“ bestehen, und die Anhänger der persönlichen Befreiung des Menschen von der Gemeinschaft. Die ersten werden ‚Konservative‘, die zweiten – ‚Liberale‘ genant. Die Wahrheit der Evolution ist auf der Seite der Liberalen, doch die Ideologien aller beiden Lager sind dergestalt miteinander verflochten und entstellt, dass sie große Gefahren für die weitere Entwicklung bergen. Wenn wir zur Erörterung der Gender-Ideologie kommen, werden wir auf diese Gefahren und den Ausweg aus deren Falle hinweisen. Es ist aber dazu ein sehr tiefgehendes Verständnis der Völkerbildung und der Individualisierung des Menschen notwendig.

Wie wir wissen, kommt der Mensch mit einem eigenen physischen Leib und dementsprechend mit einem eigenen Phantom dieses Leibes zur Welt. Wie steht es aber mit dem Phantom bis zum Augenblick der Geburt? Das höhere Urbild unseres physischen Leibes – der Geistesmensch – ist in den Tierkreis eingeschrieben. Er hat die Form des menschlichen Embryos, so wie wir es im Mutterleib kennen. Ihm werden die Kräfte von Widder (dem Kopf) bis Fische (den Füßen) eingeprägt. Nach dem Tod kehrt diese Form in das höhere Devachan zurück und „ruht sich“ im Schoß des Gott-Vaters „aus“. Bis zur Geburt bleibt das Kind im Phantom der Mutter. Mit dem Durchschneiden der Nabelschnur wird die Beziehung mit dem physischen Leib der Mutter und seinem Phantom beendet. Es beginnt die Periode bis zum siebten Lebensjahr und dem Zahnwechsel, in der das Kind mit seinem Ätherleib in der es umhüllenden Ätheraura der Mutter lebt. Bis zum 14. Jahr entwickelt sich der kindliche Astralleib in der mütterlichen Astralhülle. Mit dem Eintreten der Geschlechtsreife trennt sich diese Aura und es beginnt die Individualisierung des kindlichen Astralleibes. Erst dann kann das Ich mit seiner Tätigkeit innerhalb des Leibes beginnen, vorher wirkt es hauptsächlich von außen. Bis zu seinem 21. Jahr hat der Mensch die Lemniskate des individuellen Aufbaus betreten und muss sich später „drehen“ und zur Lemniskate des rein geistigen Aufbaus übergehen, in der keine naturmäßige oder andere Notwendigkeit wirkt.

Der Erhalt der drei eigenen Leiber ist gewissermaßen eine Wiederholung der Evolution der drei früheren Äonen, jedoch beginnt die menschliche Individualisierung bereits im Augenblick der Geburt mit einer weiteren Evolution – der Ausbildung des individuellen Charakters des Astralleibes, der sich beim Menschen vom tierischen Astralleib radikal unterscheidet. Er bildet eine Art „Wiege“ irdisch-himmlischen Charakters, in der die Menschenseele wächst und sich individualisiert – zuerst als eingliedrig und dann auch als dreigliedrig. Im himmlischen Teil der Wiege wirkt der Volkserzengel, es steigen Inspirationen des Sprachgenius herab usw. Der irdische Teil der Wiege ist makrokosmisch bedingt und im Laufe einer langen Zeit an einem bestimmten Ort evolutionsmäßig und kultur-historisch ausgebildet. In dieser Wiege wird die allgemeine Evolution zur Geschichte und Kultur des einzelnen Volkes, dort verbindet sich das Allgemeinmenschliche aufs Engste mit dem Archetyp der Menschenseele und erhält einen individuellen Ausdruck. In der Wiege trennt sich das Kind während der ersten drei Jahre seines Lebens allmählich vom Himmlischen und passt sich an das Irdische an. Im ersten Jahr versucht es, sich aufzurichten und in der neuen Umgebung zu orientieren. Diesem Streben, das noch vom nicht wachen klaren irdischen Bewusstsein begleitet wird, entspricht im zweiten Teil der Lemniskate – dem seelisch-geistigen, der nach dem 21. Jahr beginnt – das Verlangen, sich unter den geistigen Wesen der übersinnlichen Welt, der Welt der Intuitionen, bewusst zu orientieren. Im zweiten Jahr beginnt das Kind zu sprechen, was im zweiten Teil der Lemniskate der Verbindung mit dem Wort entspricht, das in der Weltschöpfung klingt – also mit der Welt der Inspirationen. Im dritten Jahr macht das Kind einen Übergang von der kosmischen zur irdischen Intelligenz. Das entspricht im späteren Alter dem inneren Entfachen der Weltgedanken, was durch das anschauende Denken erreicht wird. Während das Kind in den ersten drei Jahren von der geistigen Welt zur Erde schreitet und sich mit dem Erlangen der irdischen Intelligenz „kopfüber“ dreht, muss der Erwachsene sich in geistig-seelischer Hinsicht „mit dem Kopf nach oben aufrichten“ – also die dreigliedrige Seele individualisieren, sie vervollkommnen und von ihr aus den Weg zur geistigen Einheit der Menschheit finden. Anderenfalls wird der Mensch bis an sein Lebensende den Verfall seiner Seele erleben. Leider ist das das Schicksal der überwiegenden Mehrheit der irdischen Menschheit.

Das Kind wird geboren und entwickelt sich bis zu seinem 21. Jahr in seinen grundlegenden Strukturen mit der Vererbung und als ein national bedingtes Wesen. Hier wirken die objektiven Gesetze der natürlichen Entwicklung. Auf der Grundlage der allgemeinen Evolution erhält das Kind drei Leiber, in denen sich das Rassenmäßige und das Nationale in solcher Weise spezialisieren, dass es in den Keimen der stärkeren oder schwächeren Individualisierung des Menschen einen Niederschlag findet. Doch eben in den allgemeinen Anlagen und nicht als eine Vorbestimmung, denn die Anlagen lassen sich durch die Erziehung und Selbsterziehung jeweils anders entwickeln, so dass die seelisch-geistige Entwicklung des Menschen zu seinem eigenen, auf höhere Ziele gerichteten Werk wird. Der Höhepunkt des menschlichen Fortschrittes besteht in der Fähigkeit des freien Individuums, die Form seines Bewusstseins einer Metamorphose zu unterziehen und zu einem Hierarchiewesen aufzusteigen.

Das Kind ist eher ein Allmensch in seiner uralten Form und selbst wenn es etwas älter geworden ist, kann es das Nationale nicht richtig erfassen. Das Kind ist ein „Internationalist“. Und im Zusammenhang damit ist es äußerst wichtig, dass sich im Kind ein gesundes Erleben nicht der Dreigliedrigkeit, sondern der einigen Seele entwickelt, die bei den einzelnen Völkern unterschiedlich ist. Die gesunde seelische Einheit bildet die senkrechte Achse der lemniskatenförmigen Entwicklung der menschlichen Verkörperung. Sie wird mit der Zeit verschoben, während der Mensch an Lebenserfahrungen reicher wird. Diese lemniskatenförmige Struktur ist wie ein Knochensystem für die Seele. Sie wird in den Kindheitsjahren als eine Antwort auf das weiterbestehende makrokosmische Denken der Hierarchiewesen an den Menschen gebildet, welches an ihn als die Vererbung, die Archetypenseele usw. herantritt. Vom Erdenplan aus wird es durch das sich erhebende Denken an das Kind seitens der Eltern, Erzieher, Lehrer usw. erwidert. Mit diesem gesunden „Knochensystem“ wird der Mensch später die einheitliche Seele als dreieinig individualisieren. In dieser „astralen Wiege“ können wir der Volksseele das Verständnis ihrer Ziele anbieten und zur geistigen Evolution der Menschheit beitragen. Das ist die Hauptaxiome des rechten Internationalismus.

Auf diesem Weg bereitete Christus den Leib vor, in den Er später herabsteigen wollte, um den Gang der menschlichen Entwicklung zu wenden. Zu diesem Zweck hat Er sich ein besonderes Volk erschaffen – das alte hebräische Volk. Dieses Volk hatte die Aufgabe, durch die Vererbung den physischen und den Ätherleib für Christus zu schaffen. Die Geschichte der Stammeslinie von Abraham zu Jesus ist bekannt und zusammen mit ihr bereitete Christus auch bestimmte Eigenschaften des Astralleibes Jesu vor, obwohl im Astralleib die Vererbung grundsätzlich fehlt. Die Israeliten wurden von einer gemeinsamen astralen Aura umhüllt, die auf sie als eine Gruppenseele wirkte. In diese Aura hatte Christus die Kräfte des astralen Kosmos heruntergeholt. Er hielt sein Versprechen gegenüber Abraham, dass dessen Nachkommen zahlreich wie die Sterne im Himmel sein würden. In dieser Aura wirkte auch in astraler Weise die unversuchte Eva als die Himmlische Sophia. Von ihr erfuhren die Propheten über die Ankunft des Erlösers und der nathanischen Seele. Der Prophet Elija war auch mit dieser astralen Aura verbunden und er wurde wie in einem Sturmwind zum Himmel entrückt, um von dort aus als eine Gruppenseele auf das Volk einzuwirken. Elischa hat es in dieser Aura gesehen und ist zu Elijas namhaftestem Schüler geworden. Jetzt ist Elischa wieder inkarniert und nimmt nun an der Schaffung eines anderen Astralwesens teil. Die damalige astrale Aura durchdrang den durch die Generationen fließenden ätherisch-physischen Vererbungsstrom und ihre Quintessenz hat sich in der Zeitenwende als der Astralleib des lukanischen Jesus inkarniert (aus dem Lukas-Evangelium).

In der Zeitenwende wurde durch die versuchte Eva in der salomonischen Stammeslinie der Jesusjunge aus dem Matthäus-Evangelium geboren. Der Heilige Geist hat sie als jener Geist erleuchtet, der seit der Zeit des alten Mondes wirkt und den Menschen zu einem individuellen, denkenden Ich gemacht hat. In diesen Jungen inkarnierte sich das höchstentwickelte Ich der Erde – das Ich Zarathustras. Ihn hat der Heilige Geist bei der Empfängnis erleuchtet. Die Empfängnis ist vom Heiligen Geist, der Empfängnisakt zwischen Maria und dem alten Joseph fand im erhöhten geistigen Zustand statt, ohne von der irdischen Sinnlichkeit berührt zu werden. Später hatte Maria noch vier Jungen und zwei Mädchen. Die Zahl sieben symbolisiert den Rhythmus der Zeit, in der auch die Geschlechterteilung funktioniert. Diese Maria war in ihrem früheren Leben Salomon, der viel Weisheit erworben hatte. Die Reinheit ihres Astralleibes kam sowohl von den in ihrem jetzigen Leben erlebten Leiden als auch auf besondere übersinnliche Art.

Die Empfängnis des anderen Jesuskindes aus dem Lukas-Evangelium geschah in der unversuchten Eva. Wir vertreten die Meinung, dass das ihre erste und einzige Inkarnation auf der Erde war. Eine einzige Inkarnation hatte auch der unversuchte Adam. Ihn hat Steiner die nathanische Seele genannt,  Maria aus dem Lukas-Evangelium können wir die ‚gesegnete Seele‘ nennen. Die sündfreien Adam und Eva begegneten sich in einem Leib, doch diesmal als geschlechtergeteilt. Die Empfängnis vom anderen Joseph geschah wieder im Geist, ohne dass die irdische Sinnlichkeit gespürt wurde. Hier war aber die Beziehung des Heiligen Geistes eine andere, denn es handelt sich um die Empfängnis des Menschensohnes (des höheren Menschen), der unversuchten Seele der Menschheit. Deshalb ist diese Empfängnis unbefleckt. Wir behaupten, dass der Akt der unbefleckten Empfängnis der einzige Geschlechtsakt im kurzen 25jährigen Leben der gesegneten Seele war. Sie blieb vom Sündenfall unbetroffen, sie blieb die Alma (hebr. Almáh ‚junge Frau, die zum ersten Mal gebärt`) und hat neben der Geburt des Menschensohnes später in übersinnlicher Art an einem anderen Mysterium teilgenommen.

Vor dem Herabstieg der nathanischen Seele in den Leib führte der Mensch eine Art Gespensterdasein, denn ein Teil der einheitlichen Adamseele war in der übersinnlichen Welt geblieben. Diese Seele sollte in die irdischen Bedingungen erst nach dem Mysterium von Golgatha während des Pfingstwunders gänzlich eintauchen, nach dem der Mensch ganzheitlich wurde.

Nach ihrer Geburt begann die nathanische Seele, in einer unbekannten Sprache zu sprechen, die nur die gesegnete Seele verstanden hat. Die lebendige Seele des nathanischen Jesus enthielt in ihrem Ätherleib die ganze Weisheit über die menschliche Entwicklung vom alten Saturn bis zur Zeitenwende. Die Mutter Maria war die Vertreterin der kosmischen Intelligenz auf der Erde und verstand die Weisheit, die der Menschensohn mit sich trug. Als das Gedächtnis der Menschheit hat er uns daran erinnert, dass wir aus dem Paradies stammen, was wir im Laufe der Evolution gänzlich vergessen hatten. Aus seinen drei Opfern, die in der übersinnlichen Welt gemeinsam mit Christus vollbracht worden waren, kamen im Menschen die von uns in unseren ersten drei irdischen Jahren unbewusst erlebten Fähigkeiten, aufrecht zu gehen, zu sprechen und zu denken, wobei das anfängliche Denken in diesem Alter eher äußerlich ist. Wir haben keine Erinnerung an diese Fähigkeiten. Mit der Geburt der nathanischen Seele an Weihnachten hat der Mensch eine neue Fähigkeit erhalten – die Fähigkeit, sich auf dem Weg des Ich, unabhängig von der Blutsverwandtschaft zu erinnern. Das war die erste der drei neuen Fähigkeiten, die der Mensch zu meistern hatte. Die zweite Fähigkeit entstand an Epiphanie. Während die nathanische Seele bei ihren ersten drei Opfern in der übersinnlichen Welt von Christus durchzogen und zum Christophorus wurde, hat sie an Epiphanie Christus in sich aufgenommen. Sie wurde zum Avatar Christi. Mit dieser inneren Handlung Christi in Jesus wurde das Fundament des menschlichen inneren, selbständigen Denkens gelegt. Damit der Mensch sich bewusst wird, dass er ein individuelles Ich ist, ist ein solches vom Ich erfasstes Denken erforderlich. Deshalb hat uns Erzengel Michael aufopfernd die kosmische Intelligenz geschenkt, die im 15. Jahrhundert  in unser Nerven-Sinnes-System eingebaut wurde. So konnten wir von Herzensmenschen zu Verstandesmenschen werden. Der Mensch ging endgültig zur Ausbildung eigener Gedanken über, die aber lediglich vom Gehirn reflektierte Schatten der lebendigen Gedanken der Hierarchien darstellen. Die Fähigkeit der Ich-Bewusstwerdung, die mit dem wichtigsten Opfer Christi und der nathanischen Seele das Ich vor dem luziferisch-ahrimanischen Chaos gerettet hatte, war der Tod auf Golgatha und die nachfolgende Auferstehung. Danach kam Pfingsten und seitdem lebt die Christus-Kraft als Ich-Impuls in jedem Menschen, der nach dem Erlöser mit den paulinischen Worten „Nicht ich, sondern Christus in mir“ sucht.

Vor Paulus hat uns Zarathustra das Gleiche auf eine radikale Art vorgeführt. Wie wir wissen, schaute er in den alten Zeiten Christus in der astralen Sonnenaura. Später opferte er seinen Astralleib für Hermes und schenkte Moses seinen Ätherleib. So konnten die beiden zu jenen Führern werden, die bemerkenswerte Spuren im ägyptischen und hebräischen Volk hinterlassen haben. Als Zarathustra als der Jesusjunge aus dem Matthäus-Evangelium 12 wurde, trat sein Ich heraus und ging während des Aufenthalts in Jerusalem auf das andere Jesuskind über. Das Ich hat 18 Jahre lang den zweiten Körper bewohnt und seine ganze Weisheit zur Verfügung gestellt. Bald nach dem Übergang des Ich ist der salomonische Jesus gestorben.

Der andere Junge hat sich 12 Jahre lang auf diese Übertragung vorbereitet. Nach seiner Geburt lebte er bis zu seinem fünften Jahr (heute geschieht das bis zum siebten Jahr) in der Ätherhülle seiner Mutter. Mit dem Zahnwechsel trennte sich diese Ätherhülle, die von den frischen Kräften der unversuchten Ätherizität der nathanischen Seele belebt wurde und wurde, ohne sich im Weltenäther wie bei den anderen Menschen aufzulösen, vom Schutzengel Gautama Buddhas zur Aufbewahrung mitgenommen. Derselbe Engel hat den Hirten die Geburt der nathanischen Seele verkündet. Dieser Engel ist Vidar und mit der Hülle hat er dem Ätherleib Jesu im Garten Gethsemane neue Kräfte verliehen, da dieser Ätherleib vom Vorhandensein des makrokosmischen Christus-Ich völlig erschöpft war. Dadurch konnte der Ätherleib die Elemente des physischen Leibes zusammenhalten und ihn auf diese Weise vor einem vorzeitigen Zerfall noch vor dem Mysterium von Golgatha bewahren.

Nach seinem fünften Jahr lebte der nathanischen Jesus bis zum 12. Jahr in der mütterlichen Astralhülle (normalerweise dauert das bis zum 14. Jahr) und hat diese auch mit frischen Ätherkräften durchzogen. Im Augenblick der Übertragung des Ich vom anderen Jungen hat sich diese erneuerte Astralhülle gelöst und der Nirmanakaya Buddhas hat sich mit ihr verbunden. Das ist der Leib der Metamorphosen und er hat den Astralleib des lukanischen Jesus seit seiner Geburt erleuchtet. Er hat sogar bis zum Ätherleib gewirkt. Im 12. Jahr verband sich der Nirmanakaya mit der abgetrennten und erfrischten mütterlichen Astralhülle und wurde ebenfalls erneuert. Später kam das in den Predigten Johannes‘ des Täufers zum Ausdruck. Der Buddha-Impuls ist dermaßen erhaben, dass er in der Welt der Urbilder weilt. Damit er für die Menschen zugänglich werden konnte, musste er im Sinne des kommenden Ich-Impulses erneuert werden. Im Augenblick der Erneuerung sprach der nathanische Jesus im Jerusalemer Tempel mit soviel berührender Weisheit zu den Anwesenden, dass er sie verblüffte. Er war von der erneuerten Buddha-Weisheit erfüllt und in ihm lebte auch das Zarathustra-Ich, das nun von innen auf die Leiber wirken konnte. Bis dahin war die nathanische Seele in Jesus nur ein „provisorisches Ich“ (vgl. GA 114, Vortrag vom 18.09.1909). Das war kein Ich im eigentlichen menschlichen Sinne, da es noch nie herabgestiegen war und keine Erfahrungen mit der irdischen, weltlichen Weisheit hatte. Deshalb machte das Kind den Eindruck, dass es zurückgeblieben war. In sich trug es aber die Erinnerung an die ganze geistige Vergangenheit der Menschheit. Seine Mutter Maria gab die Form des temporären Ich als die Weltidee. Das Astrale der Maria hatte sich mit dem Ätherischen der nathanischen Seele verbunden. Der Baum der Erkenntnis und der Baum des Lebens haben sich zuerst im Mutterschoß miteinander verbunden und lebten dann mit „ineinander verflochtenen Zweigen“ – also Leibern – zusammen. Das war das prophetische Bild der Epiphanie, als die wahre Verflechtung der Buddhi- und Manas-Prinzipien in einem Menschenwesen stattfand, damit die Erbsünde, die zur Geschlechtertrennung geführt hatte, überwunden werden konnte. Obwohl sie sündfrei waren, waren die gesegnete Seele und die nathanische Seele trotzdem geschlechtergeteilt. Durch sie wurde der Weg zur wahrhaftigen Überwindung der Folgen des Sündenfalls gebahnt.

Bald nach dem Ereignis im Jerusalemer Tempel starb die gesegnete Seele mit 25 Jahren, da ihre Rolle auf dem irdischen Plan mit der Lösung der Astralhülle, die die nathanische Seele umhüllt hatte, abgeschlossen war. Wie die nathanische Seele wird sie sich nie wieder in einen physischen Leib inkarnieren.

In dieser Zeit starb auch der salomonische Jesus. Zarathustra konnte in ihn nicht seine große irdische Weisheit einfließen lassen, denn der Zugang zu seinem Ätherleib war nur über den individuellen Astralleib möglich, der sich erst nach dem 12. Jahr auszubilden begann. Doch dann hat Zarathustra selbst den salomonischen Jesus verlassen, so dass dieser Ätherleib der weltlichen Weisheit Zarathustras entleert wurde. Er konnte auch vom Volk keine Weisheit erhalten, denn im Ätherleib der Hebräer war keine lebendige Weisheit, sondern lediglich eine Papierweisheit. Zarathustra besaß lebendige Weisheit, die er in seinen großen Inkarnationen erreicht hatte. Er konnte sie nicht in den Ätherleib des salomonischen Jesus einfließen lassen, doch seine innere Arbeit am selbständigen Ätherleib vom fünften bis zum 12. Jahr ermöglichte es dem nach dem Tod befreiten Ätherleib, sich nicht im Weltenäther aufzulösen. Den Ätherleib hat die gesegnete Seele in die geistige Welt mitgenommen. Dieser Ätherleib war der Weisheit entleert, doch seine Form besaß die höchste Vollkommenheit, die aus der äußeren Tätigkeit Zarathustras an ihm stammte. Deshalb schien der salomonische Jesus seinen Altersgenossen voraus zu sein, während der vom sündhaften Denken unberührte nathanische Jesus gleichsam zurückgeblieben, unterentwickelt wirkte.

Der Ätherleib des salomonischen Jesus blieb 18 Jahre lang in der nahen geistigen Welt bis zur Ankunft Christi. Zwischen dem seinen Platz in Jesus abgetretenen Ich Zarathustras und diesem Ätherleib entstanden starke Anziehungskräfte in der geistigen Welt. Der Ätherleib verfolgte die drei irdischen Jahre Christi und wurde dann durch das ätherisierte Blut des Erlösers in der Erdenaura von Weisheit erfüllt. Er wurde durch die Belehrungen der Jünger durch den Auferstandenen und auch bei der Himmelfahrt selbst von Weisheit erfüllt. So hat er in völlig erneuerter Form jene irdische Weisheit erhalten, die vom 18. bis zum 30. Jahr das Ich Zarathustras dem nathanischen Jesus gegeben hatte. Das Hauptgeheimnis dieser erneuerten Christus-Weisheit ist das Geheimnis des Auferstehungsleibes. Diese lebendige Weisheit, dieses substanzielle Wissen ist die Quelle jener Kräfte, aus denen er sich einen neuen physischen Leib gebaut hat, um sich des Ich Zarathustras bei der Erfüllung der neuen, höheren Mission unter der Menschheit als der Meister Jesus zu bedienen. Meister Jesus ist der Träger der tiefsten Erkenntnis über die Zeitenwende, er inspiriert alle großen Persönlichkeiten, die das sich entwickelnde Christentum angetrieben haben und einen Zugang zu den tiefsten Geheimnissen des Mysteriums von Golgatha suchen. Er steht auch hinter der vorliegenden Vorlesung. Jedes Jahr hält er sich in der Osterzeit und in den 40 nachfolgenden Tagen immer im Heiligen Land auf, unabhängig davon, ob er inkarniert ist oder in der übersinnlichen Welt weilt.

Was geschah aber mit der nathanischen Seele und der anderen Maria, die nach dem Tod der beiden Joseph zur (nicht leiblichen) Mutter Jesu wurde? Bis zu seinem 24. Jahr wusste Jesus nicht, dass er die nathanische Seele war und hatte keine Vorstellung von den drei Opfern, die er mit Christus gemeinsam vollbracht hatte. Als er in jener heidnischen Kultstätte ohnmächtig wurde, erhob er sich in die Welt der Intuition und begriff, wer er war. Aber das erzählte er bis zu seinem 30. Jahr niemandem. Jesus erlebte die Enttäuschung von den drei großen Strömungen der Geistigkeit in jener Zeit – dem Heidentum, Judentum und dem Essäertum. Erst als er 30 Jahre alt wurde, hat er seine Mutter in dieses Geheimnis eingeweiht (vgl. GA 148, Vortrag vom 06.10.1913). Im Augenblick des Herabstiegs des Christus-Ich in den vom Ich Zarathustras verlassenen Leib stieg die Seele der gesegneten Maria herab und durchdrang die 45-bis 46jährige salomonische Maria bis zum Ätherleib. Der Prozess hatte Auswirkungen sogar auf ihren physischen Leib und verwandelte sie in eine Jungfrau – in eine Frau mit den Charakteristika eines Mädchens vor der Geschlechtsreife. Die kosmische Intelligenz, die Sophia der jungen Maria durchdrang den Astralleib der anderen Maria und er wurde von der „Palla“, vom Geistselbst umhüllt, so dass sie zur irdischen Vertreterin des Heiligen Geistes, der Sophia wurde. Gleichzeitig verwandelte sie sich unter dem Einfluss des Ätherleibes der jungen Maria in eine Jungfrau, in die Jungfrau-Sophia. Das Erste, was in ihren Augen auffällt, ist das grenzenlose Wissen über die kosmischen Geheimnisse, das zu persönlicher Weisheit geworden ist. Das Zweite ist ihre Jungfräulichkeit, die Unberührtheit, Reinheit, die durch eine solche Weisheit erreicht wird. Diese Sophia hat sie Lazarus-Johannes im vom Kreuz aus erteilten Auftrag Christi gegeben, damit er das Johannes-Evangelium schreibt.

Wer Michelangelos Pietà kennt, wird sich vielleicht über das junge Alter der Mutter gewundert haben, die den gestorbenen Jesus in einem Zustand der Welttrauer umfasst. Bald nach der Geburt der nathanischen Seele hatte der gerechte Simeon im Tempel prophezeit, dass ein Schwert durch ihre Seele dringen werde, „auf daß vieler Herzen Gedanken offenbar werden“ (Lukas 2:35).

Als sie in die andere Maria herabstieg, erlebte sie vollständig die Trauer über die Kreuzigung des Christus Jesus. Die Palla, in der Michelangelo seine Maria gekleidet hat, zeichnet sich durch eine Vielzahl von Falten aus. In jeder Falte dieses Astralleibes steckt das endlose Wissen über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Menschheit. Die Sixtinische Madonna Rafaels trägt auch eine Palla. Das ist jene Astralhülle, die auf der Erde von der nathanischen Seele durchdrungen wurde, die sich im Jerusalemer Tempel abgetrennt und nicht im Astralkosmos aufgelöst hat. Sie hat nicht nur den Buddhismus verjüngt, sondern auch die andere Maria durchzogen. Die Jungfrau Sophia wurde zum Avatar der Himmlischen Sophia  und als Jesus den Christus in sich aufgenommen hat, stieg sie zum größten Avatar, der jemals auf Erden existiert hatte. Der Menschensohn hat sich mit dem Gottessohn vereinigt und wurde vom Ich des Kosmos erfüllt. Maria-Sophia wurde ihrerseits von der Seele des Kosmos erfüllt. Die beiden sind wie zwei Säulen, die das Sonnengewölbe eines übersinnlichen Tempels in der sechsten nachatlantischen Kulturepoche stützen. In ihnen kommen zwei Ströme von Offenbarungen zusammen, die auf die Erde herniederströmen – aus der Sphäre der Sophia und aus der Christus-Sphäre.

Der Weg zum Tempel geht im 21. Jahrhundert über die beiden christlichen Impulse des 20. Jahrhunderts, die sich als die irdische Offenbarung der beiden Ströme in Form der Anthroposophie und des Bodhisattva-Impulses manifestieren. In der verbleibenden Zeit bis zur zukünftigen slawischen Kulturepoche müssen die Menschen zum inneren Erleben von zwei majestätischen Imaginationen heranreifen. Die erste erlebt jeder von uns vor seiner Geburt – die Imagination der sonnenbekleideten Jungfrau, die physisch real wird, wenn sich die Erde in der fernen Zukunft wieder mit der Sonne vereinigt haben wird. Das ist das Mysterium des Ungeborenseins, dessen Gegenstück in unserem irdischen Dasein das Mysterium der Geburt darstellt. Die zweite Seite des Prozesses ist das bewusste innere Erleben der Imagination des Menschensohnes mit dem zweischneidigen Schwert des Ich im Mund. Das ist das Mysterium der Unsterblichkeit, dessen irdisches Gegenstück der Tod darstellt. In den vorchristlichen Zeiten stellten das Mysterium der Geburt und des Todes die Hauptmysterien dar. Mit dem christlichen Mysterium der Sophia wird man allmählich zur Vergeistigung des Herzens fortschreiten, das zu einem Willensorgan werden und auf jedes Leiden in der Umgebung reagieren wird. Nicht zufällig hat der gerechte Simeon auch der gesegneten Seele prophezeit, dass ihr – der Vertreterin der Sophia auf Erden – „vieler Herzen Gedanken offenbar werden“. Simeon sprach über die zukünftige slawische Epoche der Brüderlichkeit, in der niemand glücklich sein wird, wenn er von unglücklichen Menschen umgeben ist. Die gesegnete Seele ist seit der Zeitenwende durch das Ich der Jungfrau Sophia für das Menschenleid immer offen.

Mit dem Mysterium des Logos wird das Sprechen, der Kehlkopf vergeistigt, damit er aus den vereinten Kräften beider Mysterien in ein neues Organ metamorphosiert, mit dessen Hilfe Menschen in der uns nächsten geistigen Welt durch Aussprechen übersinnlich reproduziert werden. Das Herz wird zu einer Art Sonnenkelch der Weisheit werden, die vom Kehlkopf wie eine Liebeslanze durchbohrt sein wird, damit neue Menschen aus diesem „Gralskelch“ nach einer unbefleckten – also von Luzifer unbefallenen – Empfängnis hervorgehen können. Diese neue Reproduktionsart muss bis zum Anfang des Krieges aller gegen alle in 5000 Jahren zustande gekommen sein. Dann werden die Frauen nicht mehr auf die uns bekannte Art Kinder gebären und der Mond wird zur neuen Verbindung mit der Erde zurückgekehrt sein. Die Menschen müssen soweit die Kräfte der Weisheit und Liebe erlangt haben, dass sie in der Lage sind, sie in Gutes im Sinne der großen manichäischen Mysterien umzuwandeln. Die manichäischen Mysterien werden sich erst in der sechsten Wurzelrasse auf der Erde entfalten. Bis zu dieser Zeit muss der Mensch an der Meisterung des Prozesses der Vereinigung beider „Paradiesbäume“ in seinem Ich (der Weisheit und Liebe) arbeiten. Das ist auch das Gralsgeheimnis. Der Weg zu dieser Vereinigung begann mit der irdischen Verbindung der gesegneten Seele mit der nathanischen Seele und ging im eigentlichen Sinne an Epiphanie zu Ende, als das Christus-Opfer der Menschenerlösung ihren Anfang nahm.

Bei seinem Herabstieg hat sich der Mensch immer mehr mit der Aschenbildung verbunden, nachdem sich das Wärmeelement des alten Saturn in das leblose Mineralreich verwandelt hatte. Im Mineralreich haben wir die erste Form des Ich-Selbstbewusstseins erreicht, was auf die Abspiegelung (Abstoßung) der Weltgedanken (Idee) durch das mineralisierte Gehirn zurückzuführen ist. Der Mensch hat den Abspiegelungsprozess in seine Richtung gewendet und auf diese Weise indirektes Wissen über die jenseitige geistige Einwirkung der Weltschöpfung auf ihn erlangt. Der mineralische Körper wurde zu einem inneren Prinzip der Einheit, zum vierten Körperglied, das den Geistesmenschen gefangen genommen hat, welcher schon auf dem alten Saturn unserer damaligen physischen Form eingeprägt wurde. Die erste Form unseres Ich-Selbstbewusstseins blieb ohne Leben, die Beziehung zwischen den Atma- und Manas-Prinzipien im Menschen wurde abgebrochen. Das Phantom unseres physischen Leibes wurde stark beschädigt, als es in das Reich des Todes geriet. Еs konnte immer weniger die in ihm enthaltenen Stoffe in einer bestimmten Form aufrechterhalten. In jener Zeit sahen immer mehr Menschen völlig entstellt aus. Das Ich als Prinzip der inneren Einheit wurde im Schoß unserer versuchten Seele ausgebildet und geriet daher in Widerspruch zu unserem höheren Ich. Da das Ich der systembildende Faktor unseres dreieinigen Leibes ist, geriet es mit seinem Erscheinen in der griechischen Kulturepoche in Widerspruch zu seinen Leibern. Das hat zu einer Krise der Leiblichkeit geführt, aus der uns nur von außen kommendes Leben retten konnte. Und dieses Leben war bemerkenswert!

Anhand der Ersten Intention, die der absteigenden Bewegung des Atma zum Mineralreich folgte, hat der Gott-Vater Christus bis zur Grenze zwischen dem übersinnlichen und sinnlichen Teil des einigen Weltalls begleitet. Doch den Einzug in das sinnliche Weltall, also den Herabstieg Christi in Jesus hat Gott „persönlich“ verwirklicht, denn nur Er kann sich vom Pralaya aus in das Manvantara einmischen, um die Richtung der Ersten (irdischen) Intention zur Zweiten Sonnenintention zu wenden. In Jesus hat das Ich Zarathustras eine individuelle bewusste Seele ausgearbeitet, die eine Beziehung zu seinem erhabenen Manas hatte. Bei den Bewegungen der ätherisch-astralen Ströme im Menschen zum Kopf entsteht dort ein besonderes ätherisch-astrales Tor zwischen der sinnlichen und übersinnlichen Welt. Auf dieses Tor und die Bewusstseinsseele Jesu ging Christus zu, um auf den „Wellen“ des Heiligen Geistes zum Astral- und Ätherleib und von dort zum physischen Leib Jesu überzugehen. Der Heilige Geist wurde zu einer Art Vater bei der Geburt Christi. Einen solchen Geist hatte niemand bisher gesehen, da Er direkt von Gott herniedergestiegen war. Er war das höchste Manas und deshalb wurde auch das Manas Zarathustras als menschlicher Empfänger notwendig. Das höchste Manas trug die höchste Buddhi – den Lebensgeist Christi als das Leben des Ich – in sich. Das war die All-Liebe Gottes als das ewige Leben, die als das Ich-Prinzip in Erscheinung tritt, das Gott am Anfang manifestiert hat. Dieser Anfang war das Wort. Diese Ich-Liebe ist anders als die Liebe des Gott-Vaters, die durch die Geister des Willens zu Beginn des Zyklus zur Geltung gekommen und zur substanziellen Grundlage des Zyklus geworden war, welche im Leben des Zyklus existiert. Mit Christus kam das überzyklische ewige Leben, das als Ich zur Geltung kommt. Damit wurde auch die Hauptidee des Zyklus erneuert. Deshalb ist der Heilige Geist von Gott als die Idee der individuellen Liebe im Ich herabgestiegen. Aus der gemeinsamen Tätigkeit von Christus und dem Heiligen Geist am Menschen entstand die Achse des Welten-Ich, das Christus im Menschen angelegt hat. Das ist das Wesen der unbefleckten, von Luzifer unbefallenen Empfängnis, bei der die Weisheit (der Gott-Heilige Geist), die imaginativ als der Baum der Erkenntnis dargestellt wird, sich nicht der Liebe (dem Gott-Sohn), die imaginativ als der Baum des Lebens dargestellt wird, widersetzt, sondern die Bäume verflechten ihre Zweige harmonisch ineinander. Das ist das neue Prinzip der menschlichen Ethik, die vom Erbe der Blutsverwandtschaft, des gruppenmäßigen Prinzips der Gebote befreit ist. Der Astralleib zehrt hier nicht mehr an den Kräften des Ätherleibes und dieser Umstand wird uns zukünftig zur neuen Reproduktionsart führen.

Doch das war nur der Anfang der Wirkung Christi in Jesus. Im physischen Leib Jesu hat sich Christus mit dem allmenschlichen Keim des Geistesmenschen vereinigt und ihn mit seinem eigenen Lebensgeist (seinem makrokosmischen Ich) durchdrungen. Christus hat den allgemeinen Geistesmenschen dem einzelnen physischen Leib Jesu gleichgesetzt und damit den Zugang zum Geistesmenschen für alle einzelnen Leiber offengelegt. Auf diese Weise hat Er den einheitlichen physischen Leib der Menschheit geschaffen, der jedes einzelne Bewusstsein beherrschen kann. Das Mysterium von Golgatha wurde zu einem Doppeltor, das Geistesmensch und Geistselbst jeweils gegen Ende und Anfang des Zyklus passieren können. Der Weg der Substanz und der Idee durch den Menschen war somit offen. Das wurde ermöglicht, weil Christus das Universum in Jesus von Nazareth – der höchstmöglichen geeigneten Form – verinnerlicht hat. So wie Gott sich in der Offenbarung verinnerlicht hat, indem Er zum Weltall wurde, so hat auch Christus das Weltall als Geistselbst, Lebensgeist und Geistesmensch in Jesus verinnerlicht. Seitdem kann jeder Mensch das Gleiche tun – das Weltall in seinem Ich verinnerlichen, subjektivieren. Deshalb wird dem Menschen zuerst eröffnet, dass er Christus gehört, und erst dann alles andere.

Christus hat die mineralischen Substanzen im Leib Jesu, die eine illusorische Form der Substanz darstellen, mit seinem Lebensgeist durchdrungen. Er hat den Prozess der Aschenbildung in einen Prozess der Salzbildung transformiert, bei dem der Stoff vergeistigt und in das Erdenelement verwandelt wird. Aus dieser Metamorphose hat sich der Leib aufgelöst und wurde als eine Sonnenhostie von der Erde durch den Felsenriss in der Grabhöhle aufgenommen. Aus dem Grab erhob sich das Phantom des physischen Leibes als dessen wahres Wesen. In seinem Lebensgeist hat Christus den Geistesmenschen auf die Stufe der ätherischen Existenz erhoben, ohne ihn in einen Ätherleib zu verwandeln. So hat Er den Geistesmenschen in die Höhen des Anfangs des gegenwärtigen Zyklus erhoben und dadurch das physische Prinzip im Weltall gerettet.

Noch etwas Weiteres: In  der vorherigen Form Jesu hat Christus eine neue Geburt hervorgerufen, indem Er einen neuen Leib – das achte Menschenglied – schuf. Er schuf einen Leib aus lebendiger Weisheit, in der das direkte und nicht von den Hierarchien verinnerlichte Christus-Licht wirkt. In dieser Gleichheit von Leben (Liebe) und Licht (Weisheit) wirkt das Ich, das nicht nur erschaffen wird, sondern selbst den neuen Zyklus unter den Bedingungen des gegenwärtigen Zyklus schafft. Der Auferstehungsleib stellt das menschliche Ich als das Leben Christi dar.

Christus hat nicht nur das Phantom zum Anfang des Zyklus zurückgebracht, was ja sinnlos wäre, sondern Er hat es im Sinne des voranfänglichen, überzeitlichen Wesens Gottes erneuert. Damit setzte Er den Anfang des nächsten Evolutionszyklus, aber Er hat das im Rahmen der Aufgaben des alten Zyklus erledigt. Er hat das Pralaya in das Manvantara heruntergeholt, um das Gesetz des Manvantara nicht aufzuheben. Das Phantom des physischen Leibes, das aus dem Grab auferstanden war, besaß die ursprüngliche Reinheit, Herrlichkeit und Vollkommenheit, die es auf dem alten Saturn besessen hatte. Aber seine Form war eine andere, denn sie wurde im Lauf der Äonen unter dem Einfluss der Hierarchiewesen verändert. Nun hat es die Form eines Pentagramms, so wie der „Mensch“ jenseits des höheren Devachan ausgesehen hat. Aber das Phantom besitzt alle Eigenschaften des physischen Leibes des irdischen Menschen. Außerdem wird der Auferstehungsleib vervielfältigt, weshalb der Mensch ihn individualisieren kann. Der Mensch kann seinen Geistesmenschen als seinen eigenen Anteil am Auferstehungsleib individualisieren. Der Geistesmensch und der Auferstehungsleib sind die beiden Seiten derselben Münze.

In die Höhen des Zyklus aufsteigend, wird das Phantom des Menschen nur in das menschliche Ich herabsteigen. Es wurde schon durch das Christus-Ereignis in die Sphäre des Lebensgeistes heruntergeholt, nun wirkt es von dort als Lebensgeist auf uns ein und zeigt die Eigenschaft des Geistesmenschen. Es wirkt auch auf dem Astralplan und legt in der Evolution die Eigenschaften des Geistselbst an den Tag, wobei es die Gesetzmäßigkeiten des Geistesmenschen aufbewahrt. Hier kann es jeder am Anfang seines langen Wegs zum Vulkan individualisieren. Auf diesem Weg werden wir aus unserer Ich-Kraft heraus den dreieinigen Leib in einen dreieinigen Geist verwandeln.

Im Augenblick des Mysteriums von Golgatha ist das Engelswesen als Träger des Geistselbst aus dem Wesenskern des Menschen herausgetreten und dort blieb nur die Ich-Hülle zurück, die aus der Erfahrung der Sinneswahrnehmungen, Lebensprozesse, der Befolgung der Gebote, des bildhaften Denkens usw. individuell ausgearbeitet worden ist. Gleichzeitig hat das von Christus gerettete Phantom als eine Ich-Form völlig neuer Prägung eine Art innere Oberfläche in der Atma-Sphäre erzeugt. Deshalb wurde das Atma zum Geistesmenschen. In der Praxis ist aber der Geistesmensch vorläufig nicht die Hülle des ewigen Lebens (des Ich), des Auferstehungsleibes, sondern umgekehrt – der Auferstehungsleib umhüllt den Geistesmenschen. Es scheint, als das Atma wieder an seinem Zyklus-Anfang steht und wir uns im Chaos befinden, aus dem etwas Neues entstehen wird. Wie die beiden Seiten derselben Münze müssen Geistesmensch und Auferstehungsleib ihre Plätze bis zum Zyklus-Ende tauschen. Bis zu dieser Zeit müssen wir im Astral- und Ätherleib erwachen und uns Geistselbst und Lebensgeist aneignen. Die beiden werden sich von den entsprechenden Gliedern der Hierarchien unterscheiden, denn sie werden direkt durch das Christus-Ich erlangt. Auf dem Vulkan wird aus der Hülle des Geistesmenschen wie ein Schmetterling der von jedem Menschen individualisierte Auferstehungsleib herausfliegen. Das wird das wahre Ich sein, das im Laufe von Äonen in den Hüllen des dreieinigen Geistes herangereift hat. Der Mensch wird ein Ich ohne Hüllen sein – wie Gott am Vorabend seiner Erstoffenbarung, als Er ein Nichtsein, ein nichtmanifestiertes Sein war. Der Mensch ist in seinem Ich auch ein Nichtsein, ein Nichtbewusstsein, sofern er nur eine Widerspiegelung ist. Doch in diesem Nichtsein des Ich als Intention wurde bereits mit der Verbindung auf dem alten Saturn des Ich-bin-Prinzips über den Geistesmenschen der Geister des Willens mit der Wärmemonade die Verwandlung in ein Ich, in einen Gott keimhaft angelegt. Dieser Gott wird während der Vulkan-Verwandlung sagen: „Ich bin Gott selbst“. Das ist die Idee des Zyklus hinsichtlich der Menschenentwicklung, die der Verfasser dieser Schrift schon im gegenwärtigen Erdenäon gedanklich erkannt hat.

Auf dem Vulkan werden wir mit der Auferstehung des Geistesmenschen, des Phantom-Ichs unsere höchste Form erreichen, die wir im Zyklus annehmen können – die Ich-Form. Dieses Ich wird der Ausdruck des ewigen Lebens, der erneuerten Idee und der neuen Substanz im Zyklus sein.

In Hinblick auf die Tatsache, dass der Lebensgeist Christi und das Geistselbst des Heiligen Geistes an Epiphanie in Jesus als etwas noch nie im Zyklus Herabgestiegenes einströmten, können wir uns fragen, ob es auch eine Substanz gibt, die nicht aus unserem Zyklus ist. Das Wesen der Substanz im gegenwärtigen Zyklus ist der Geistesmensch von den Geistern des Willens, die jeder Mensch, der seinen physischen Leib durch das Christus-Ich, also durch den Auferstehungsleib vergeistigt, retten wird. Die Mineralien in uns werden wir in die Idee der Erde transformieren, so wie wir die Aschenbildung in die Salzbildung transformiert haben – Gottes Absicht ist es ja, dass der Mensch „das Salz der Erde“ ist. Doch das ist nicht die Substanz für den nächsten Zyklus, denn das Mineralische ist nur eine Illusion der Substanz. Das Mineralische wird nach und nach von Leben erfüllt werden, so dass diese ätherisierte Materie auf dem zukünftigen Jupiter lebendig sein wird. Der einzige Ort, an dem wir die Antwort dieser Frage finden können, ist die Sonne. Dort hat Christus beim Herabstieg in die Verkörperung Seinen Geistesmenschen zurückgelassen, der nur im Sonnenstrom der Evolution bleiben kann. Was ist das Wesen dieses Geistesmenschen? Gennadij Bondarew hat z.B. zugegeben, dass die diesbezüglichen Verstandesfähigkeiten des Menschen nur zur Formulierung der Frage reichen. Die Antwort muss aber auch in Form einer Offenbarung gesucht werden. Und diese Offenbarung ist gekommen: Je weiter wir in der Individualisierung des Auferstehungsleibes fortschreiten, desto mehr werden wir in unserem physischen Leib die reinen Gesetze der Substanz des Zyklus wiederherstellen und gleichzeitig eine engere Beziehung zum Geistesmenschen Christi herstellen, den Er auf der Sonne zurückgelassen hat. Dieser Geistesmensch ist eine Substanz, die im Zyklus nicht vorhanden ist. Das ist das Atma-Prinzip in der Art, wie es nur im Pralaya existiert. Das ist das authentische Atma des Gott-Vaters. Christus hat es als seinen eigenen Geistesmenschen und als die Substanz für den nächsten Zyklus auf die Sonne hinuntergeholt!

Mit der Verinnerlichung seines Geistesmenschen, also des Auferstehungsleibes wird sich der Mensch auf dem Vulkan zu jenem Bewusstsein erheben, das die jetzigen Geister der Persönlichkeit besitzen. Mit seiner Beziehung mit dem Geistesmenschen Christi auf der Sonne wird der Mensch zu einem Wesen heranreifen, das das Bewusstsein eines Formgeistes besitzt. So wie die Geister des Willens am Ende des vorigen Zyklus das Bewusstsein eines Formgeistes (vom Standpunkt des Erdenäons) erlangt haben, so wird auch der Mensch, der das Ich und den Geistesmenschen Christi von der Sonne erlangt hat, sich am Anfang des nächsten Zyklus als eine Christus-Ich-Form aufopfern, die in sich eine neue Substanz, das ewige Leben und eine neue Idee bringt.  Diese Form wird eine Manifestation der Heiligen Trinität in Ihrer Vollheit sein, die im Pralaya vor der Weltschöpfung bestanden hatte. In Christus hat sich die ganze Vollheit des einigen Gottes manifestiert und Er hat dieses Verhältnis zwischen sich und Gott in den Menschen verlegt. Auf dem Aufwärtsweg, den unsere Sonne gemeinsam mit dem Geistesmenschen Christi zurücklegen wird, wird sie auf dem Vulkan zu einer „Supersonne“, um sich aufzuopfern und den Tierkreis des nächsten Zyklus zu bilden. Unsere Erde wird zur Stufe der Sonne in deren Sonnensystem aufsteigen. Dann werden wir fünf weitere Bewusstseinsstufen zurücklegen, über deren Wesen wir noch nichts wissen. Wir können lediglich die Vermutung aufstellen, dass vielleicht das heutige Mineralreich als ein Hierarchiewesen im Zentrum des nächsten Zyklus stehen wird, so wie der Mensch im Zentrum des heutigen Zyklus steht und der Existenz des Zyklus einen Sinn gibt. Doch dies ist eine bloße Vermutung.

Der Weg zu diesen unglaublichen Höhen des Geistes begann mit der Vergeistigung unseres jetzigen abstrakten Denkens, das wir nach dem langen Abstieg zur Ich-Form erlangt haben. Bei der Auferstehung im Denken werden der Äther- und der Astralleib in den Denkprozess einbezogen und es beginnt die Individualisierung des Ätherleibes. Das heißt, dass wir ihn mit dem Ich (dem Lebensgeist) Christi durchdringen. Das ist zugleich der Beginn der Individualisierung des Auferstehungsleibes. Das eigene Denken war die letzte Fähigkeit, die wir beim Herabstieg erworben haben. Mit dem Denken beginnt auch der Aufstieg. Doch das Erlangen des anschauenden Denkens erfordert eine radikale Wandlung der Seele. Die dritte Etappe ihrer Verinnerlichung begann nach dem Mysterium von Golgatha, aber der Prozess wurde erst nach dem Einbau der kosmischen Intelligenz in unser Nervensystem im 15. Jahrhundert intensiviert. Der Mensch erlebt die Seele als seine eigene, doch das stimmt nicht ganz, denn sie wurde nicht von unserem eigenen Ich entwickelt, sondern entstand aus der alten Wirkung des Geistes im Leib. Sie wurde von den Hierarchien von außen geschaffen. In uns ist die Seele voller Automatismen und zum großen Teil versklavt. Alles, was in ihr im Prozess der Evolution und der kulturhistorischen Entwicklung bereits erreicht ist, muss als eine Hülle erlebt, umgebildet und zur Bewusstseinsseele vergeistigt werden, wobei die Einschränkungen von Körper, Geschlecht, Instinkt, Vererbung sowie alles andere, was mit dem dunklen Aspekt des Ich zusammenhängt, aufzugeben sind. Nur dann wird der Mensch fähig sein, durch das „Nadelöhr“ – also durch das leere Bewusstsein des Ich – auf dem Weg zum höheren Ich durchzugehen und sich für die Individualisierung des Auferstehungsleibes öffnen. Bei diesem Prozess bleiben alle Eigenschaften der dreieinig gewordenen Seele bestehen, aber wir beginnen bewusst mit ihnen umzugehen, so dass sie Gott bei unserem Dienst an Ihm dienen. Die erneuerte Idee der Welt tritt in uns als Geistselbst ein und wir umhüllen sie von außen mit unserer vergeistigten Bewusstseinsseele, indem wir mit diesem Geistselbst verschmelzen. Allmählich wird die Bewusstseinsseele zu einer Seele mit imaginativer Bewusstseinsform. Aus der Einheit von Bewusstseinsseele und Geistselbst im Menschen wird die Wohnstätte des Lebensgeistes des Christus aufgebaut, in Dem der Geistesmensch jedes Menschen aufersteht und allmählich zu einer Hülle des Auferstehungsleibes wird. Damit diese Einheit möglich wird, entwickelt die geistige Welt ein Organ der Intuition in der Bewusstseinsseele, so wie der physische Leib für sie die Sinnesorgane aufbaut. Dieses Organ entsteht aus der anschauenden Kraft des Denkens und ermöglicht uns Intuitionen, die vom Geist kommen. Die Ausbildung dieses Organs ist die selbständige Aufgabe jedes Menschen. Der substanzielle Astralstrom von der Zukunft zur Vergangenheit und der Evolutionsstrom von der Vergangenheit zur Zukunft bilden an und für sich nicht die dreieinige individuelle Seele, sie schaffen lediglich die Voraussetzungen für ihre Entstehung. Diese Seele kann entstehen, wenn der Strom der Entwicklung auf der Senkrechten zum von den Himmelshöhen herabströmenden Christus-Impuls aktiviert wird. Erst dann wird das Organ der Intuition ausgebildet. Ohne das anschauende Denken besucht die Intuition den Menschen nur ausnahmsweise in Form spontaner Erleuchtungen der Empfindungsseele (hauptsächlich bei Kunstschaffenden) bzw. der Verstandesseele (bei wissenschaftlich tätigen Menschen). In beiden Sphären fehlt aber die dauerhafte bewusste Einheit mit dem Geistselbst und noch mehr mit dem Geistesmenschen. Zudem können dann die Intuitionen luziferisch oder ahrimanisch gefärbt, statt christlich sein. Sie offenbaren womöglich die alte Weisheit des Heiligen Geistes vom alten Mond und der Mensch könnte sogar Visionen erleben, die allerdings keinen Bezug auf seine gegenwärtige oder zukünftige Entwicklung haben. Wenn man die Kulturepoche weiterhin auf dem Wege der Involution erlebt und passiv den geistigen und anderen Impulsen folgt, wird das Ich in keiner Weise stärker. Auf diese Weise geht die ganze Zivilisation unvermeidlich ihrem Verfall zu. Zukünftig werden sogar unsere Sinnesorgane, die wegen der Ausbildung unseres Ich-Bewusstseins geschaffen wurden, auch verfallen. Unser Auge wird etwa nur die schwarze und weiße Farbe unterscheiden können. Dem niederen Ich wird dann die Existenzgrundlage entrissen und der Mensch wird von der Evolution abfallen.

Hierfür bietet die Gender-Ideologie ihre eigene Variante eines Auswegs aus dem unvermeidlichen Zusammenbruch der heutigen Zivilisation. Doch diese Variante gründet sich auf dem Egoismus des Ich. Die amerikanische Philosophin ungarisch-russischer Herkunft Judith Butler stützte sich bei der Formulierung ihrer Theorie des Gender-Mainstreaming auf die Spekulationen einiger extravaganter westlicher Psychiater aus den 60er Jahren sowie auf die Ansicht Hegels über die freie Wahl. Das Gemisch hat sie in pseudowissenschaftliche Phrasen eingepackt und so ist ihr 1990 veröffentlichtes Werk „Gender Trouble – Feminism and the Subversion of Identity“ entstanden, das die philosophische Grundlage einer sozialen Praxis bildete, welche in die westlich von uns befindlichen Gesellschaften mit unaufhaltsamer Macht eingezogen ist. Wir haben bereits darauf hingewiesen, dass die Epoche der Bewusstseinsseele das Trennen von allen „Reichtümern“ verlangt, die mit der uns versklavenden Vererbung, der Unterdrückung der materiellen Kultur usw. zusammenhängen, damit wir mit leerem Ich-Bewusstsein durch das „Nadelöhr“ gehen und uns ins Himmelsreich – in die Sphäre des Ich – erheben können. Alle „Reichtümer“ des Intellektualismus und der sinnlichen Wahrnehmung sind bei diesem Aufstieg nur hinderlich. Die Genderisten verlangen berechtigterweise nach einem Bruch mit den sozialen Rollen in unserem Leben, einschließlich im Geschlecht – aber sie wollen das auf ahrimanische Art erreichen – nämlich vorzeitig. Das, was wir hier als unser Vervollkommnungsziel bisher beleuchtet haben, lässt sich Stufe um Stufe auf dem Wege der Evolution durch einen Übergang zum Ich erreichen. Die Hauptursache für den Verfall der gegenwärtigen Zivilisation ist die Krise ihres systembildenden Faktors – des Ich. Der Genderismus will uns den Ausweg über das Ich zeigen, allerdings nicht auf der nach oben zu den Hierarchien strebenden Senkrechten, sondern in die genau entgegengesetzte Richtung, die dem Mondenstrom der Evolution zu den Tiefen der sozialen Hölle im Unbewussten folgt. Auf diesem Abwärtsweg werden wir nie unsere Beziehung zum Schutzengel, Volkserzengel und zum Zeitgeist Michael festigen können, um Christus im Ich zu finden. Die Bewusstseinsseele ist eine Ich-Form des Bewusstseins und nur mit ihr können wir zum Geist aufwärtsstrebend in rechtmäßiger Weise Zeit und Raum verlassen. Der Genderismus führt zu Luzifer, Ahriman und Asuras und direkten Weges in die Fänge des Sonnendämons Sorat. Doch Sorats Einmischung wird nicht mehr notwendig sein, wenn wir vorher schon unser Ich verloren haben werden. Die falsche luziferisierte Gender-Freiheit führt unvermeidlich zum Karma Ahrimans, und Ahriman bereitet für uns den dritten Sündenfall vor. Nachdem wir aus der geistigen Welt auf die Erde und später mit dem reflektierenden Denken auch aus der Natur vertrieben worden sind, wird nun auch der Austausch des Gehirns gegen den künstlichen Intellekt vorbereitet. In unserem Ich ist das Weltall immer noch zweieinig. In ihm hat die Substanz zwar das Leben verloren, jedoch noch nicht die Form, die die Logik ist. Und die Logik ist eine geistige Tätigkeit, welche die letzte, periphere Erscheinung des Heiligen Geistes im Menschen zum Ausdruck bringt. Durch diesen Raub des Reflexionswerkzeugs wird uns selbst das abstrakte Denken weggenommen, auf dem das Ich ausgebaut wurde. Der Mensch wird aus dem eigenen fünften Naturreich vertrieben, das er sich im Laufe der Kulturentwicklung erworben hat. Hier mischen sich schon die Asuras ein, die hinter dem Angriff auf das Ich und die Bewusstseinsseele stehen. Die Asuras sind bestrebt, Ich und Bewusstseinsseele unter ihre Kontrolle zu bringen und dadurch unrechtmäßigerweise zum Ich und zum Weltenkreuz Christi vorzudringen. Sie wollen Seinen Platz als Gleichgewicht-Erhalter zwischen Luzifer und Ahriman einnehmen.

Sorat hat ein noch wichtigeres Angriffsziel – den Auferstehungsleib. Aus diesem Grund behaupten wir, dass er einer der Geister des Willens ist, die dem jetzigen Zyklus zugrunde liegen. Sorat ist der Gegner der Oktave, des Übergangs zum nächsten Zyklus. Seinen todbringenden Atem kann jedoch nur derjenige bemerken, der eine konkrete Einstellung zum Auferstehungsleib erreicht hat. Da das heutzutage nur wenige Menschen können, fällt den meisten Menschen die Unterscheidung von Gut und Böse so schwer.

Einerseits sehnt sich die Gender-Ideologie nach der Freiheit, jedoch in luziferischer Weise, ohne den Heiligen Pfingstgeist, andererseits treibt sie uns unumgänglicherweise in neue Sphären des Gruppenbewusstseins, die mit der Epoche der Bewusstseinsseele absolut unvereinbar sind. Die Organisationen von Schwulen, Lesben, Transsexuellen, ja die Rockerbanden und die Aussicht, dass die ganze Menschheit zu einer Masse von Biorobotern mit mechanischem Bewusstsein wird, stellen allesamt Entartungen der Idee des Zyklus dar. Wie wird dann wohl die Idee des nächsten Zyklus aussehen?! Diese Entartungen bringen uns zur Ausgangsposition unserer Entwicklung in einer Art zurück, die mit dem Einweihungsweg nichts zu tun hat. Auf diesem Einweihungsweg kehren wir auch zum alten Saturn zurück, jedoch geschieht das bewusst über das Ich und indem die Stufen des übersinnlichen Bewusstseins zurückgelegt werden. Luzifer will eine neue Schöpfung einleiten, an deren Anfang er sich selbst setzen will. Die Substanz will er entsorgen. Im Unterschied zu ihm will Ahriman die ganze Substanz in seine Gewalt bringen, sie in die Sphären des Unterbewussten entführen und auf der Grundlage des Mineralreichs eine eigene Schöpfung anstelle der Vergangenen einleiten. Das wollen die Genderisten ja auch! Wenn wir den beiden Widersachern folgen, werden wir uns nie seelisch-geistig mit dem Kopf zur geistigen Welt drehen.

Wie bereits erwähnt, sind die Ansichten der Konservativen und Liberalen heutzutage dermaßen entstellt, dass sie unter den Bedingungen der globalisierten Welt seltsame Metamorphosen erfahren. Die Liberalen treiben den Menschen zur unsteuerbaren Willkür seiner niederen Natur, was als „Internationalismus“ ausgegeben wird. Doch sie werden wütend, wenn ihr Recht aufs Wahnsinnigwerden verletzt wird. Dann werden sie zu ausgeprägten „Konservativen“. Die Vertreter des Konservatismus bestehen auf das Nationale, doch wir sehen am Beispiel des russischen orthodoxen Nationalismus und des türkischen islamischen Nationalismus, was für absurde Formen das Nationale im michaelischen Zeitalter annehmen kann. Die Schäden, welche die heutigen Liberalen und Konservativen dem menschlichen Bewusstsein zufügen, sind irreparabel – insbesondere, wenn Kinder im frühesten Alter betroffen sind. Die Absichten der Gender-Ideologen in Hinblick auf die Kinder sind Schauder erregend. Sie streben danach, dem Menschen, der bis zu seinem 21. Jahr national bedingt ist, das Erleben der einheitlichen Volksseele, das „Knochensystem“ seines weiteren Lebens zu entziehen. Der Abbruch der Beziehung zum Volkserzengel wird durch die Förderung der sexuellen Zügellosigkeit ab frühestem Alter ermöglicht. Es ist kein Zufall, dass die Theoretikerin des Genderismus eine Lesbe ist. Früher habe ich viel Zeit der Lektüre von Büchern gewidmet, die Begegnungen mit „Außerirdischen“ schildern. Die Zeugen solcher Begegnungen erzählten oft, dass das Hauptinteresse der Besucher aus den „Schüsseln“ dem menschlichen Gehirn und unserem Reproduktionssystem gilt. Wir wissen, dass diese sog. „Außerirdischen“ aus der unterirdischen ahrimanischen Schule stammen, die Ahriman als Gegenstück zu der übersinnlichen Schule Michaels gegründet hat, welche nach dem 15. Jahrhundert im Gebiet der Sonne existiert hat. Diese „Außerirdischen“ sind nichts anderes als verhärteter Äther, weshalb ihre „Raumschiffe“ so merkwürdig manövrieren.

Es ist durchaus erklärbar, warum Ahriman nach unserem Gehirn greift – durch unser reflektierendes Denken will er unsere kosmische Intelligenz rauben. Zusammen mit Luzifer lassen sie über diese ahrimanisierte Intelligenz Ideologien wie den Genderismus entstehen. Besonders gefährlich ist dabei der Angriff auf das Geschlecht, durch das wir uns reproduzieren. Bisher hat sich keiner erdreistet, das Geschlecht in Frage zu stellen! Nun ist auch das Geschlecht an der Tagesordnung! Die blutsverwandtschaftliche Liebe ist sinnlich, aber in ihr wirkt das höhere, reine Prinzip aus der Liebe der Formgeister weiter. Dank diesem Prinzip dient der Mensch aufopfernd der Fortsetzung des Menschengeschlechts. Die Welt wird aus dem Opfer, aus der Hingabe erschaffen und das ist die Grundlage jedes Lebens. Das Hauptopfer, die All-Liebe in unserem Zyklus ist Christus selbst. Das Gegenstück der Liebe ist nicht der Hass, sondern die Weisheit. Indem sie die Liebe durchzieht, verleiht sie ihr die Form. In der erschaffenen lebendigen Form stehen sich beide Prinzipien als Leben und Bewusstsein entgegen und über ihnen regiert der Wille des Gott-Vaters als allumfassende Einheit. So sah es aus bis zur Ankunft Christi. Wir waren bereits geschlechtergeteilt und die beiden Paradiesbäume haben sich im Geschlechtsakt ineinander verflochten, damit etwas Neues geboren werden konnte. Das individuelle Leben ist das Ergebnis der Verschmelzung der Liebe und Weisheit im Anderssein, im Fleisch. Die Liebe als die Fortsetzung des Stammes wird von der höheren Weisheit regiert. Aus der Liebe zwischen Mann und Frau entsteht der Wunsch, ein Kind zu schaffen. Im Altertum wurden die Beziehungen zwischen den Geschlechtern von den Priestern geregelt, aber die Menschen führten ein sinnvolles und inhaltsreiches Leben. Keiner wäre auf die Idee gekommen, sich über „mangelnde sexuelle Vielfalt“ zu beschweren. Der Mensch schließt in seiner Einheit das männliche und das weibliche Prinzip ein und die physische Geschlechtertrennung ist nur ein vorübergehender Zustand. Doch diese Trennung wird durch die Ehe kompensiert. Die Liebe, die zur Ehe führt, beginnt bei einer gesunden Beziehung mit dem Erhabenen. Nur das Erhabene ist in der Lage, die Ehe im späteren Verlauf des Lebens aufrechtzuerhalten, es vertieft die Beziehungen, die gegenseitige Achtung usw. Doch Luzifer hat die blutsverwandtschaftliche Liebe mit dem Egoismus und der Begierde durchzogen. Seitdem liebt der Mensch und denkt an die Liebe, weil er begehrt. Alles, was später dieser Liebe als Erotik oder Sexualität – wie es im Westen genannt wird – beigemischt wurde, kam vom anderen Aspekt der Liebe – der Liebe zu sich selbst, dem Existenzialismus der Begierden, in denen Luzifer herrscht. Die geschlechtliche Begierde ist gleicher Natur wie der Hunger und der Durst. Sie erreicht wie alles andere, was in den sinnlichen Wahrnehmungen lebt, die Seele auf den Wellen der Erwartungen, die von außen an die Tür klopfen. Deshalb umgibt uns die Massenkultur von allen Seiten mit wilden erotischen und antimenschlichen Wahrnehmungsobjekten. Das war der Anfang der sexuellen Revolution. Von allen Verlangen hat das sexuelle die engste Beziehung zum alldurchdringenden Prinzip des Seins – zur Liebe – und zur Ausbildung des Bewusstseins. Deshalb ist die Sexualität ein Feind sowohl der Liebe als auch des Bewusstseins. Sie ist Hass, sie ist das höchste Ausmaß an Egoismus.

Auf der nächsten Etappe sind die Begründer und Schaffenden der sexuellen Revolution noch weiter in der Absonderung der sinnlichen Liebe von deren göttlicher Herkunft gegangen. Nicht nur haben sie die Liebe der Sexualität gleichgesetzt, sondern sie propagieren die eingeschlechtlichen Beziehungen, die eine fürchterliche Dissonanz, eine Todessünde in der menschlichen Entwicklung darstellen und zu einer Ausweglosigkeit führen. In der eingeschlechtlichen „Liebe“ gerät der Mensch in Widerspruch zu seiner eigenen Evolution im Laufe von 30000 Jahren während der Atlantischen und Nachatlantischen Wurzelrassen. In der Ehe zwischen Mann und Frau müssen die Menschen über das zukünftige Erlangen der Einheit lernen. Wenn die Zeit der kolossalen geistigen biologischen Mutation des Menschen kommt, welcher die Erfahrungen seiner früheren Inkarnationen in beiden Geschlechtern und die Kraft zur Überwindung seiner niederen Begierden angehäuft hat, wird er in der Lage sein, in sich die alte Einheit auf individuelle Art wiederherzustellen. Diejenigen Menschen, die keine Erfahrung und Kraft dazu haben, gehen das Risiko ein, von der Evolution abzufallen und ein untermenschliches Reich zu bilden.

Im apokryphen Philippus-Evangelium heißt es über die Geschlechtertrennung: „Als Eva noch in Adam war, gab es keinen Tod. Als sie von ihm getrennt wurde, entstand der Tod. Wenn sie wiederum hineingeht und ihn annimmt, wird kein Tod mehr sein… Deswegen ist Christus gekommen, damit er die Trennung, die von Anfang an bestand, wieder beseitige und sie beide vereinige und denjenigen, die in der Trennung gestorben sind, Leben gebe und sie vereinige.“

Christus kam, um die beiden Paradiesbäume zu vereinigen, die Liebe und die Weisheit, die Frau und den Mann. Im Garten Gethsemane hat Er sich nicht dem Willen des Vaters unterordnet, sondern dem Gott der All-Liebe selbst. Deshalb ist auch das Phantom auferstanden. Es ist der Mensch in der richtigen Gestalt auferstanden.

Die Gender-Sexualität ist ein kolossaler Angriff auf diese Vorbestimmung des Menschen. Sie wirkt gegen Michael als Zeitgeist und gegen die michaelische Wirkung im Menschen, gegen die Vereinigung der beiden Paradiesbäume, gegen die Synthese der Mysterien des Logos und der Sophia, die zur neuen Reproduktionsart führt, gegen die richtige Vorbereitung des Menschen auf die Vereinigung des Mondes mit der Erde und die Wiederherstellung der Dreieinheit zwischen Erde, Mond und Sonne als den mächtigen kosmischen Gral. Der Genderismus wirkt gegen die Verwandlung des Menschen in ein Ich, gegen seinen Aufstieg zur Oktave während der Vulkan-Verkörperung der Erde und letztendlich gegen den Übergang zum nächsten Evolutionszyklus des Heiligen Geistes. Der Genderist arbeitet gegen sich selbst, gegen den Heiligen Geist und daher ist seine Sünde unverzeihlich.

Die Folgen dieser Ideologie sind nicht messbar, deshalb darf die rote Linie, die zu ihr führt, nicht überschritten werden. Das weibliche Leibergefüge ist besonders wertvoll und sollte für die nächste Kulturepoche bewahrt, gehütet werden, wenn es der Anziehung von Himmelsprozesen zu den Erdenprozessen dienen wird. Die Verknüpfung des Schutzes der Frauen mit dem Genderismus in der Istanbuler Konvention ist fatal. Eine der vorrangigen Aufgaben des Menschen, der Kultur und Zivilisation schlechthin ist es, die Liebe von der Sexualität zu trennen. Die sexuelle Freizügigkeit ist nicht der Ausdruck der sich befreienden Persönlichkeit in der Epoche der Bewusstseinsseele. Vielmehr führt sie zur Entstehung einer wahnsinnigen Welt, in der die entartete Missförmigkeit den Platz der Schönheit bezieht, in der die Sünde zur neuen Tugend proklamiert und die Weltharmonie von Grund auf zerstört wird. Und das will man uns als etwas Fortschrittliches aufzwingen! Der nächste Schritt auf diesem verhängnisvollen Weg ist bereits getan – die Adoption von Kindern durch homosexuelle Paare. Es wird irgendwann die Aufhebung des Inzestverbots folgen, allmählich wird der Weg zur Pädophilie gebahnt und zum Schluss auch der Kannibalismus gesetzlich geregelt werden. Die „zivilisierte“ Welt ist in dieser Hinsicht ziemlich weit „fortgeschritten“. Sie begreift nicht, dass die heutige Sexualität schwarze Magie darstellt, die die Bewusstseinsseele ertränkt. Als Ergebnis tritt der Tod der Kultur ein. Heute wird selbst der Intellekt mit vererbt und die Vertreter der angelsächsischen Rasse erhalten auch die Bewusstseinsseele vererbt. Wenn sie die Bewusstseinsseele an die abstrakte Intelligenz binden und sie in die instinktive Grundlage der Empfindungsseele eintauchen, verfällt sie dort und wird zum Anziehungszentrum von Zerstörungskräften. In den Instinkten regiert der Gruppenegoismus jeglicher Provenienz –  der  rassenmäßige, nationale, korporative usw. Die Bewusstseinsseele wird in den Dienst der zahlreichen Doppelgänger des Zeitgeistes, der Volksgeister, der Schutzengel gestellt. Wenn die Bewusstseinsseele in die Gefangenschaft der Doppelgänger gerät, ist sie dem endgültigen Verfall geweiht.

Bei all diesen schrecklichen Aussichten kann man sich die unvermeidliche Frage stellen, warum wir dem totalen Irrsinn verfallen und nicht zu einem Aufstieg durch eine Änderung der Bewusstseinsform kommen. Dies macht nämlich den wahren Globalismus aus und verwandelt den Menschen in ein Hierarchiewesen. Die Antwort ist klar: Es steht der Zusammenstoß mit dem inkarnierten Antichrist. Nun können wir schon mitteilen, dass er sich im Jahre 2029 inkorporieren wird, wenn sein Gefäß das 30. Jahr erreicht. Ahriman wird im Gefäß drei Jahre leben. Die nächste Frage lautet, wer das Gefäß ist. Diese Frage kann auch schon beantwortet werden.

Wir wissen aus der Anthroposophie, dass sich in der Zeitenwende in Mittelamerika die satanischen Mysterien der Maya abgespielt haben, bei denen die Beziehung zu den dunklen Mächten durch das Aufschneiden des Magens des Opfers hergestellt wurde. Laut Steiner war damals der stärkste Schwarzmagier auf Erden inkarniert, der jemals unter den Menschen gelebt hat. In seinen früheren Inkarnationen wurde er auch durch die Teilnahme an satanischen Ritualen vorbereitet, dass er zur Zeitenwende so starke Kräfte entwickeln konnte, um die Entwicklung in der vierten und fünften Kulturepoche in eine Richtung zu  treiben, die den Absichten der ahrimanischen Wesen völlig entsprach. Die kolossale Gefahr, die von diesem Schwarzmagier ausging, wurde vom weißen Magier Vitzliputzli gebahnt, der „auf übersinnliche“ Art gezeugt und im Jahre Null geboren wurde. Als er das 30. Jahr erreicht hatte, kämpfte er drei Jahre lang gegen den Schwarzmagier und hat ihn gekreuzigt. So hat Vitzliputzli den höllischen Plan des Schwarzmagiers vereitelt. Neun Jahrhunderte später hat sich dieser Schwarzmagier wieder als der Gegner der rechtmäßigen Menschenevolution inkarniert – als Klingsor – der Feind Parsifals und Amfortas‘, der Feind des Gral und des Christus. Dieser ahrimanische Schwarzmagier hat sich am 11.08.1999 wieder inkarniert und er ist derjenige, der vorbestimmt ist, Ahriman in sich aufzunehmen. Bisher wissen wir nicht, wie die Inkorporation selbst verlaufen wird, doch dieser Magier ist an sich schon ein ernstzunehmender Gegner. Wie stark wird er wohl sein, wenn Ahriman in ihn eintritt?! Ist sich der heutige Mensch des abstrakten reflektierenden Denkens überhaupt bewusst, was ihn erwartet?!

Die verfallende Materie wird nicht ewig lang den Geist reflektieren, und das Ich existiert nur aufgrund der Gnade dieser Reflexion. Es besteht die Gefahr eines zweiten Todes – des Seelentodes, der den Menschen aus dem Evolutionsprozess entfernen wird. Als Ergebnis wird er jegliches Bewusstsein verlieren. Der Mensch wird einfach verrückt werden! Am Anfang haben wir erwähnt, dass im Punkt, in dem sich der physische und der Ätherleib vereinigen, auf der einen Seite das Wärmeelement und der Wärmeäther sind. Dort wird die Materie in Geist umgewandelt und umgekehrt. Auf dem entgegengesetzten Pol stehen sich der Lebensäther und das Element Erde – das gröbste Element –  entgegen. Zwischen beiden besteht ein Abgrund, doch dort entsteht auch das Phänomen der Reflexion. Das Leben zieht sich vom Physischen und Mineralischen zurück, die Materie stirbt und der Astralleib nimmt die Schatten der Berührung des menschlichen Gehirns mit den lebendigen Welt-Intelligenzen wahr. Das abstrakte Denken unterbricht allmählich die Verbindung des Wärmeäthers mit dem menschlichen Willen, es zerstört den Lichtorganismus des Menschen und die Gefühle. Durch die Sprache tötet das abstrakte Denken den Weltenton und das Denken und vertreibt schließlich das Leben und den Sinn aus der menschlichen Existenz. Der Mensch wird nur in das Mineralische hineingetrieben, das eine illusorische Form der Substanz ist, so wie das reflektierende Denken ein Schatten des kosmischen Denkens ist.

Der Gedanke lässt sich nicht verdinglichen, sondern er wirkt auf den Stoff indirekt über den Weltäther ein. Als Zeitgeist hat Michael eine besondere Beziehung zum Weltäther – der entstehenden Zeit, die zur Zukunft führt. Beim zweiten Golgatha ist Christus durch die nathanische Seele als Bewusstsein im Lichtteil des menschlichen Ätherleibes auferstanden, damit Seine zweite Wiederkunft beginnt, die dort imaginativ angeschaut werden kann. Somit wurde durch das astrale Licht der Weg des Heiligen Geistes aus dem Plan der Vorsehung zum Lichtäther gebahnt, damit Er in ihn den Christus-Impuls aus der hohen Sphäre der 12 Bodhisattvas herunterholen kann. So war der Christus-Impuls in der Lage, über den Heiligen Geist selbst den Wärmeteil des menschlichen Organismus zu erreichen, in dem die Materie in Geist ungewandelt wird. Dieses Opfer war notwendig, damit das Christus-Bewusstsein bis zum Wärmeäther herabsteigen kann. Durch das Mysterium von 1936, das Christus gemeinsam mit der nathanischen Seele, den exkarnierten Michaeliten und dem auf der Erde weilenden Bodhisattva darbrachte, hat Er sich gewissermaßen den Weg der direkten Verbindung mit dem Wärmeäther gebahnt. Nun hält Er sich dort als kosmische Liebe auf. Diese Liebe muss die Menschenseele im Inneren zum Wirken bringen. Der Weg zur geistigen Welt beginnt mit der Moralität, und die Moralität ist Christus selbst. Aus dem Willen im Wärmeäther steigt der Mensch mit der Christus-Moralität durch den Lichtäther, der mit dem Weltgefühl zusammenhängt, zum Klangäther auf, der mit dem reinen Denken zusammenhängt. So geht der Mensch vom Ich zum Lebensäther im Ich über und gestaltet auf radikale Art seinen Ätherleib um – durch die Kommunion des Lebensgeistes Christi, durch das Ich Christi als Buddhi. Das macht das Wesen der Erhebung zur Sonnenevolution aus, und dort befindet sich der Geistesmensch Christi. Er erwartet von uns, dass wir Ihm nicht einfach den Lebensäther des Zyklus darbringen, sondern das ewige Leben, das über allen Zyklen steht. Dieses ewige Leben richtet der Mensch auf die Sonne in Form einer fünften Ätherart – des Gedankenäthers –, der uns aus dem Leben des Zyklus, das sich in den vier Ätherarten manifestiert, zum ewigen Leben des nächsten Zyklus führt.

Der Lebensäther ist die ätherische Widerspiegelung aus der Sphäre des höheren Devachan, der Klangäther – eine Widerspiegelung des niederen Devachan (der Planetensphäre) und der Lichtäther – der Astralwelt (Elementarwelt). Nur der Wärmeäther hat kein makrokosmisches Urbild, insofern er an der Grenze zwischen Ätherleib und physischem Leib wirkt. Dafür bildet er die Grundlage der freien Entwicklung des Menschen und dessen Erleben des individuellen Ich. Als Arche hat Michael eine besondere Beziehung nicht nur zum Wärmeäther, sondern auch zum menschlichen Willen und zum Geistesmenschen. Unser Weg zur geistigen Aufrichtung beginnt mit dem Bewusstsein Michaels und der Moralität Christi. Beides stellt die Annahme des erneuerten Palladiums in den menschlichen Willen dar. Das macht die Einweihung mit dem „Eisen und Brot“ aus, die Einweihung mit den erneuerten Paradiesbäumen – dem Geistselbst und dem Lebensgeist.

Laut Steiner besteht das Wesen der Wirkung Michaels in uns in der Fähigkeit, das Denken zu vergeistigen und Ideen-Offenbarungen zu empfangen. Zu seiner Lebenszeit – so Steiner – gab es keine geeigneten Bedingungen zum kollektiven Übergang der Menschheit zu dieser Transformation des Denkens, obwohl er selbst die neue Beziehung zur geistigen Welt dank der Erfahrungen aus seiner früheren Inkarnationen und der Anstrengungen des letzten Lebens gebahnt hat. Mit dem Zweiten Golgatha Christi am Ende des 19. Jahrhunderts konnte das geistige Licht zum Menschen herunterströmen. Doch damit sich der Mensch zum Geist erheben konnte, mussten in ihm völlig neue Kräfte hervorkommen, die „das Böse zum Arbeiten zugunsten des Guten einspannen“. Diese Kräfte gab es vorher nicht. Nur der gute, innerlich moralische Mensch kann mithilfe des Verstandes zu den lebendigen Ideen aus der kosmischen Intelligenz aufsteigen und sie fruchtbringend in die Zivilisation eintragen. Diese Kräfte kamen im Untergrund unserer Seele mit dem Mysterium von 1936 hervor, das ein Drittes Golgatha Christi darstellt. Diese Kräfte ermöglichten die Ausstrahlung des Heiligen geistigen Impulses am Ende des 20./Anfang des 21. Jahrhunderts von Bulgarien aus, den Steiner als den Höhepunkt der Anthroposophie vorhersagte. Die Platoniker und Aristoteliker und vor allem die Bogomilen als die Synthese der beiden sind bereits da und leiten diesen Impuls auf der Erde weiter, damit die gegenwärtige Zivilisation nicht vollständig zusammenbricht und wir uns auf die bevorstehende Begegnung mit dem Antichristen vorbereiten können. Wer das Vorhandensein des Impulses nicht erblickt, ist folglich noch nicht bereit. Dieser Impuls ist die Manifestation des Christus im Menschen, die Manifestation des Ich, des Gottes im Menschen. Die Ausstrahlung eines gegebenen Impulses wird immer durch eine Individualität verwirklicht und durch andere als solchen anerkannt. Das Erleben Gottes durch das menschliche Ich ist der wichtigste Sinn unserer Existenz im gegenwärtigen Zyklus, mit dem wir uns auf den nächsten Zyklus vorbereiten. Das ist auch der Sinn des Vorhandenseins Christi im heutigen Zyklus – des Gottes in uns.

Die geistige Aufrichtung geschieht nicht auf der Grundlage der Demokratie, in der die Meinung der Mehrheit herrscht. Im geistigen Leben stellt das eine Rückkehr zur Gruppenbewusstseinsform dar, die zur Verdummung der Massen und zu immer mehr Grenzüberschreitungen seitens der Regierenden führt, die oft in Diktaturen ausarten. Bei den Bulgaren wird das eher nicht eintreten, obwohl Millionen von ihnen so gut wie verblendet sind. Doch im Astralleib des bulgarischen Volkes wirkt das siebengliedrige Wesen des Heiligen Impulses. Das ist die Grundlage, auf der die Zukunft der Bulgaren und der Welt fußen wird. Diese Grundlage erträgt keine Gender-Ideologie oder andere leere Doktrinen, die die Frucht des reflektierenden Denkens sind. Ende 2017 wurde der Premier Bojko Borissov in Hinblick auf die Istanbuler Konvention von zwei seiner Ministerinnen in die Irre geführt. Beide besitzen eine anständige abstrakte Intelligenz, aber sie befinden sich im Bezug auf das lebendige Denken auf der Stufe eines Leghorn-Huhns. Viele Bulgaren haben sich gegen die Konvention erhoben, Borissov hat seinen Fehler eingesehen und wir wollen hoffen, dass die rote Linie nicht überschritten wird. Jeder macht Fehler und wir dürfen uns nicht auf ihn stürzen, sondern ihm durch ein Gebet, eine Vorlesung oder den persönlichen Kontakt helfen. Vorläufig gibt es niemanden, der Bojko Borissov ersetzen könnte, denn durch ihn wirken die guten Mächte. Bulgarien erwartet also eine gute Zukunft. Borissov erfüllt das, was das siebengliedrige Astralwesen des Impulses von ihm verlangt. Hoffentlich macht er weiterhin so und dann wird Bulgarien zu jenem Frieden stiftenden Zentrum der Erde werden, in dem die gegeneinander kämpfenden Völker den Weg der Versöhnung suchen. Evolutionsmäßig am höchsten steht derjenige, der fähig ist, sich über die Widersprüche zu erheben und das Böse zum Guten zu wenden. Das führt uns zu den geheimnisvollen manichäischen Mysterien, auf die die Bogomilen des Mittelalters blickten. Auf diese Mysterien verweist auch der magische Akt der Synthese der beiden großen christlichen Impulse des 20. Jahrhunderts – der Anthroposophie und des Bodhisattva. Hinter ihnen stehen die Himmlische Sophia und Christus selbst. Die Synthese verweist auf die sechste Kulturepoche und darüber hinaus zu der sechsten Wurzelrasse. Wer die Synthese anerkennt, wird vor sich das Tor zur Ewigkeit öffnen!

 

 

 

 

Der Jerusalem-Knoten

Video vom 24.12.2017

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Der Text im PDF-Format

Wir wollen heute unseren geistigen Blick auf die Welt richten und schauen, was dort passiert. Unter Berücksichtigung der Rolle der Menschheit wird uns dieser Blick in die ferne Zukunft führen – zu der  Schaffung eines Neuen Himmels, einer Neuen Erde und eines neuen Zyklus der Schöpfung – des Zyklus des Heiligen Geistes.

Was geschieht gegenwärtig in der Welt? Das wollen wir nur sehr kurz umreißen, damit sich das Video nicht in die Länge zieht. In Amerika ist 2017 Trump auf den Plan getreten, denn nach den endlosen und vorher nie für möglich gehaltenen Abgründen, in die uns der linke luziferische Globalismus geführt hatte, war es nur logisch, dass das Pendel in die andere Richtung schwingen und die Erscheinung des rechten Globalismus in der Person von Trump herbeiführen würde. Das ist ein natürlicher Prozess, doch man muss bedenken, dass in diesem Hin- und Herschaukeln zwischen Links und Rechts, zwischen dem luziferischen und ahrimanischen Prinzip Christus fehlt. Das ist das große Problem. Wenn das Pendel also nach rechts schwingt und dort sich eine Riesenkraft ansammelt, die den Weg des Antichristen absteckt, wird es mit einer noch größeren Kraft zurück nach links schwingen. Auf diese Weise wird die Menschheit seelisch und geistig immer härteren Proben unterzogen, ohne dass sie die Möglichkeit hat, das Gleichgewicht zu finden. Das luziferische Prinzip ist das primäre, da es sich, wie wir bereits in sehr spezifischen Vorlesungen darüber gesprochen haben, auf alle neun Hierarchien erstreckt und nicht nur, wie üblicherweise angenommen wird, bis zu den Thronen. Es erfasst alle neun Hierarchien, da die Götter selbst ihre Widersacher schufen, damit wir bis zum Mineralischen hinunterreichen und sich unser Ich-Bewusstsein auf dem physischen Plan ausbilden konnte. Da das luziferische Prinzip führend ist, ruft es unvermeidlich Karma hervor – es tritt Ahriman auf den Plan. Wenn Ahriman erscheint, wird der Mensch wie ein Ball hin- und hergeworfen und es tauchen die Asuras auf, d.h. das asurische Prinzip. Dieses Prinzip ist eine unrechtmäßige Synthese des Luziferischen und Ahrimanischen, die den bösen Einfluss der beiden verstärkt und praktisch das Zentrum, d.h. Christus verdrängt. Ins Zentrum, wo Christus stehen müsste, drängen sich die Asuras und stecken den Weg für Sorat ab – für den Hauptwidersacher Christi, dem Hauptfeind des Ich-Prinzips, der hinter den drei Sechsen steht. Das, was wir heute auf der Erde beobachten können, ist die Geburt des Asurismus – wir finden ihn im vernichtenden Missbrauch der Sexualität, in der Drogenabhängigkeit, im Islamischen Staat, im Terrorismus des Ghettos und in allen Grausamkeiten, die noch zukünftig geschehen werden. Das alles ist der Austausch des wahren Ausgleichsreglers – der Austausch des Christus gegen den Asurismus. Das ist es, was jetzt zum Zug kommt.

Was ist in den USA geschehen, die das bisherige Zentrum der Welt waren? Dort ist Trump mit all seinen Eigentümlichkeiten und unerwarteten Entscheidungen erschienen – ein Geschäftsmann, der buchstäblich mit Stollenschuhen in der Weltpolitik auftritt. All das ruft die von uns beobachteten Wirkungen hervor: Wenn Trump niest, kriegt die Welt Schnupfen und wird krank. Selbstverständlich gibt es sehr mächtige Kräfte des linken Globalismus, die Trump zu verhindern suchen, so dass man nicht weiß, wie lange er es noch an der Spitze aushalten und was er alles zustande bringen wird. Auf jeden Fall geht die Einpolwelt ihrem Ende zu. Amerika kann nicht mehr die Rolle der führenden Weltmacht spielen, die es bis gestern für sich beansprucht hatte. Sowohl China als auch Indien bzw. Russland erheben nämlich auch den Anspruch, weitere Weltzentren zu sein.

Was geschieht in Russland? Putin wird wieder zum Präsidenten gewählt werden. Die lange Agonie des russischen Volkes, die mit der Ermordung des elfjährigen Thronfolgers des Iwan des Schrecklichen Dmitrij/Demetrius angefangen hat, wird weitergehen. Durch die Ermordung des Demetrius wurde die Nabelschnur des entstehenden russischen Volkes, die es mit seinem bulgarischen Ursprung verbunden hatte, abgeschnitten, denn die Rjuriks sind keine Normannen, sondern ein bulgarisches Geschlecht. Durch das Abbrechen der Stammesbeziehung und auch der geistigen Beziehung zum bulgarischen Volk – der Beziehung zur Mutter – wurde das russische Volk wie ein Zweig vom Strom des Lebens mitgerissen. Es erschien Peter der Große, es kamen die Bolschewiken, nun ist Putin an der Macht. Die Russen wissen nicht, wie sie sich entwickeln sollen. Mit Ausnahme von zwei oder drei Großstädten, die etwas mehr Glanz haben, ist der Rest des Landes 100 bis 150 Jahre zurückgeblieben. Zukünftig ist in Russland mit ernsthaften Wirtschaftsproblemen zu rechnen. All das ist denjenigen, die das Leben in Russland verfolgen, bekannt. Putin lässt sich nicht durch eine neue Oktoberrevolution stürzen, denn das Volk ist offensichtlich hypnotisiert, sondern er kann wahrscheinlich durch einen inneren Umsturz gestürzt werden. Es wird spekuliert, dass in Russland Milliarden entwendet sind. In diesem Fall ist damit zu rechnen, dass ein innerer Widerstand entstehen wird, so dass Putins eigene Umgebung ihn stürzen könnte. Wozu das führen kann, steht auf einem anderen Blatt. Das russische Volk, das sich grundsätzlich mit verlangsamtem Tempo entwickelt, da seine Zukunft in der sechsten Kulturepoche liegt, muss allmählich beginnen, von der Verstandesseele zu den ersten Keimen der Bewusstseinsseele zu gelangen. Dementsprechend darf Russland nicht in der bisherigen imperialen Manier Bulgarien behandeln, sondern es muss sich zu unserem Land hinwenden wie zu seiner eigenen Mutter, die es geboren hat.

In China wird die Wirtschaftsmacht mit einem absurden politischen System kombiniert und dort werden auch gleichzeitig mit dem wirtschaftlich immer stärker werdenden Indien Ansprüche auf Weltvorherrschaft erhoben. Was können diese beiden Staaten anbieten? Sie bieten eine vergangene Spiritualität an, die unserer gegenwärtigen Zeit völlig unangemessen ist. Doch gepaart mit Wirtschaftsmuskeln ist sie in der Lage, große Probleme zu schaffen. Steiner hat schon vor 100 Jahren den Konflikt in der Ukraine vorausgesagt, der nun tatsächlich eingetreten ist. Nun will Amerika Waffen in die Ukraine liefern, damit sie sich gegen Putin und die Invasion in das sogenannte Donezkgebiet wehren kann. Das bedeutet eine weitere Verschlechterung der Beziehungen zwischen Russland und den USA. Die amerikanischen Habichte werden darauf bestehen und Trump wird auf sie hören – das wurde schon abgestimmt. Steiner hat auch einen Krieg zwischen China und Amerika vorausgesagt – einen Riesenzusammenprall, der im Pazifik ausgetragen werden soll. Wenn dieser Krieg sich auf europäischem Gebiet entfalten würde, würde Europa weggefegt werden. Trump hat gegenwärtig jegliche China-Rhetorik aus der Zeit seiner Wahlkampagne vergessen und gibt sich als ein China-Freund aus. Er begreift nämlich, dass die amerikanischen Kapitale nach China abfließen und ist bemüht, die Beziehungen zum asiatischen Land zu verbessern. Der amerikanische Präsident hat diese Woche die Steuerreform unterzeichnet, die die großen Firmen enorm entlastet. Das wird die Staatseinnahmen drastisch reduzieren und das soziale System sprengen, von dem eine hohe Anzahl von Menschen abhängig ist. Also ist in Amerika mit großen Erschütterungen zu rechnen. Ein zukünftiges Impeachment Trumps ist nicht ausgeschlossen. Das wird den Widerstand gegen China vertiefen. Früher oder später wird der von Steiner vorausgesagte Krieg eintreten. Der äußere Anlass kann auch der Nordkoreaner sein, der wie ein debiles Kind mit Atomspielzeug spielt. Dieses Atomspielzeug an der Grenze zu China könnte als äußerer Anlass für diesen Krieg dienen. Anfang des 20. Jahrhunderts brachte die Ermordung des österreich-ungarischen Thronfolgers Franz Ferdinand das Geschwür zum Platzen und war der Anlass für den Ersten Weltkrieg, nun könnte es auch einen ernsthaften äußeren Anlass geben. Aus China und Indien kann nichts Positives kommen, da sie nicht zeitgemäß sind.

Wie Sie sehen, fokussieren wir unseren Blick nur auf die Nordhalbkugel, weil der gesamte kulturhistorische Prozess, der mit dem Versinken der Atlantis seinen Lauf genommen hat, von Osten nach Westen wandert – über die urindische Kultur, die mit dem späteren Indien Krishnas nichts zu tun hat, über die urpersische Kultur, über die ägyptisch-chaldäische, griechisch-römische Epoche bis hin zur fünften Kulturepoche in Mitteleuropa. Die angloamerikanischen Logen wollen die Linie der Weltentwicklung bis nach Amerika verlängern, so dass der Angloamerikanismus führend wird. Stattdessen erfordert die rechtmäßige Weltentwicklung eine Kurve von Mittel- nach Osteuropa, eine Rückkehr nach Osten. Gemeint ist eine geistige Vereinigung des Deutschtums und des Slawentums, damit der Weg zur sechsten Kulturepoche gebahnt wird und nicht eine Rückkehr nach China oder Indien. Die Südhalbkugel ist bei diesen Prozessen nicht bestimmend, von dort können nur Probleme kommen. Wir kennen die Probleme in Südamerika mit seinen Junten und Drogenkartellen. Afrika stellt nur eine Quelle von Migration dar, da dort Armut und Mord (Boko Haram) herrschen. Aus Australien können auch keine geistigen Impulse kommen. Deshalb konzentrieren wir uns nur auf die Nordhalbkugel, die in geistiger Hinsicht führend ist, und konkreter auf Europa.

Großbritannien treibt hin und her und kann sich selbst nicht entscheiden, ob es mit Amerika oder mit Europa sein will. Dahinter steht der angloamerikanische Okkultismus, denn von England aus nahm das Freimaurertum seinen Lauf. Das Brexit wird ernsthafte Folgen für das englische Volk haben bzw. für das, was man unter diesem Namen versteht. England hat ein Riesenkarma aus seiner kolonialen Vergangenheit angehäuft, das abgetragen werden soll. London sieht nicht mehr aus wie eine englische Stadt, sondern wie ein neues Babylon. Von allen ehemaligen Kolonien strömen Migranten nach England, was zu einer Änderung der ethnischen Zusammensetzung der Bevölkerung mit den entsprechenden katastrophalen Konsequenzen führen wird.

In Frankreich ist der Präsident Macron wie ein Blitz eingeschlagen. Mit seiner Frau Brigitte bilden sie ein karmisches Paar aus einem früheren Leben – wir wissen nämlich, wer sie sind. Macron hat unter anderem auch Philosophie studiert. Er nimmt die Philosophie der Aufklärung, die Ansichten der französischen Philosophen sehr gut auf, aber wir wissen, dass in dieser Philosophie das wahre Alibi des Materialismus wurzelt. Macron wird sich nie zum Idealismus der deutschen Philosophie erheben können, in ihm wirken die materialistischen Impulse. Er hat nach dem Zusammenbruch des Clowns Hollande mit seiner Sozialistischen Partei für frische Luft gesorgt – in Frankreich wie auch europaweit. Doch denken Sie an meine Worte: In diesem Mann wirkt die materialistische Weltanschauung mit luziferischem Unterfutter, denn in ihm treffen sich der Luziferismus und der  Ahrimanismus, ohne dass Christus vorhanden ist. Schauen Sie, welche Schritte er zukünftig unternehmen wird, sie werden kaum dem christlichen Charakter Europas nutzen, der von der geistigen Welt geplant war. Die Europäische Union ist momentan eine Wirtschafts- und Staatenunion und keine geistige Union. Aber wenn es kein reines Wasser gibt, sollte man wenigstens das trübe Wasser nehmen, um eine Art Vereinigung der 28 Mitgliedsstaaten hervorzubringen. Von diesen 28 Staaten haben 22 die Homo-Ehe erlaubt (Bulgarien gehört erfreulicherweise nicht zu ihnen). Man kann sich das Ausmaß der Ansteckung vorstellen, die Europa erfasst hat! In Schweden muss man vor einem Sexualakt eine schriftliche Einverständniserklärung unterschreiben – mit solchen Absurditäten befassen sich die Skandinavier neuerdings. Dort hat sich das Virus der sexuellen Revolution flächendeckend ausgebreitet und der vernichtende Liberalismus hat in Skandinavien gigantische Ausmaße angenommen. Trotz des äußeren Wohlstandes befinden sich die skandinavischen Länder in einer totalen Katastrophe, die nicht ohne Folgen bleiben wird.

Schauen wir nach Süden auf Spanien, so finden wir dort die Spaltungsprozesse in Katalonien. Spanien ist ein Konglomerat aus mittelalterlichen Fürstentümern, die den spanischen Staat zustande brachten, in dem sich jeder heute noch für etwas Eigenständiges hält. Das hat zu der gegenwärtigen Ausweglosigkeit geführt. Auch Spanien und Frankreich haben ein schweres koloniales Karma, das abgeglichen werden soll. Nicht zufällig existieren in Frankreich zahlreiche Ghettos als Quellen von Terrorismus. In Spanien hat früher die Große Inquisition begonnen, dort hat der Großinquisitor Tomás de Torquemada gewirkt, der jetzt wieder inkarniert ist. Italien ist völlig schutzlos. Die Zeit des Latinertums war die vierte Kulturepoche. Griechenland befindet sich in einer verzweifelten Situation – alle Inseln sind voll von Migranten, die sich nicht aufhalten lassen. Wir sehen, wie falsch Griechenland ist mit den linken Experimenten, die dort durchgeführt werden, wir sehen, wie sich die Griechen daran gewöhnt haben, auf Kosten anderer zu leben.

Was sehen wir in Polen? In Polen tritt man in der Justizreform mit Stollen um sich, was ein Riesenproblem verursacht hat. Bulgarien stehen in dieser Beziehung große Probleme während der EU-Präsidentschaft bevor. Auch damit muss unser Ministerpräsident Bojko Borissov fertig werden. Orbán entschloss sich zu einem Veto gegen das EU-Verfahren gegen Polen. Nachdem Trump die Anerkennung Jerusalems als die Hauptstadt Israels unterzeichnet hatte, stimmte die UNO-Vollversammlung mit 128 Stimmen gegen diese Anerkennung, doch 35 Länder haben sich enthalten, darunter Polen und Rumänien. Beide Länder polen sich langsam auf Amerika um. Trump drohte den Ländern, die gegen seinen Beschluss gestimmt haben, die  Finanzhilfen zu streichen. Deshalb bin ich gespannt, ob die „America for Bulgaria“-Stiftung ihre Tätigkeit einschränken wird. Lange Zeit hat die Stiftung, die im Volksmund „Amerika gegen Bulgarien“ genannt wird, gewisse Schmarotzer mit Zuwendungen durchgefüttert. In letzter Zeit hat die Stiftung ihre Tätigkeit auf Finanzierung bestimmter Projekte in Kindergärten und Schulen ausgeweitet, um dadurch den Amerikanismus in Bulgarien in Form von Zuwendungen durchzubringen. Ob dieser Geldstrom versiegen wird, nachdem Bulgarien gemeinsam mit der EU (mit Ausnahme von sechs der neuen Mitgliedsstaaten) gegen die Anerkennung des Trump-Beschlusses gestimmt hat?

Das sind zwar Ereignisse, die auf dem äußeren Plan geschehen, doch eine Widerspiegelung geistiger Gegebenheiten darstellen. In der EU herrscht große Spaltung. Das ist auch der Zustand in Deutschland, wo die kläglichen Versuche, eine Regierungskoalition zu bilden, immer noch nichts hervorgebracht haben. Die EU wird nicht nur regionen- und nationenweise deutlich schwächer, sondern auch die EU-Kommission als supranationale Regierung verliert immer mehr an Autorität und Handlungsfähigkeit. Die zentrifugalen Tendenzen, das Auseinanderdriften, das sich bemerkbar macht und zukünftig stärker werden wird, bewirkt gleichzeitig ein Verlangen, den aufgebauschten Verwaltungsapparat in Brüssel zu reduzieren. Mehrere Milliarden Euro werden aus Großbritannien nicht mehr in die Kassen der EU fließen. Das muss unumgänglich zu Einsparungen führen, denn es kann nicht sein, dass in Brüssel irgendwelche Nutznießer in ihren Büros sitzen und 20-30000 Euro Monatsgehalt fürs Nichtstun erhalten. Es wird unvermeidlich Widerstand gegen den Status quo in Brüssel geben. Selbstverständlich muss die EU allmählich aus einer Wirtschafts- und Staatenunion in eine geistige Union transformiert werden. Das muss das Führende sein, aus dem sich der Rest als eine Wirtschafts- bzw. Rechtsvereinigung usw. ergibt. Anderenfalls ist die EU dem Zerfall geweiht. Doch ist die EU trotzdem jenes trübe Wasser, das zu einer Art Vereinigung führen kann und soll.

All das wird in der so beschriebenen Situation nach Bulgarien kommen, wo in den nächsten sechs Monaten die wichtigsten Beschlüsse gefasst werden sollen. Bojko Borissov wird der Vermittler sein. Sein Schlüsselwort ist „Frieden“ und man muss ein wahrer Friedensstifter sein, denn der Kampf muss in der Stiftung von Frieden bestehen und nicht im Beziehen einer einseitigen Position und Schaffung von Nervosität.

Es ist deutlich, dass es große Probleme und große Erwartungen im Zusammenhang mit der EU-Präsidentschaft gibt. Sie muss von unserer Seite bewältigt werden, so dass dasjenige, was im Himmel geschrieben ist – die aktuelle Planetenkonstellation, die geistige Konstellation – in glänzender Weise erreicht werden kann. Es muss lediglich das Notwendige getan werden. Die ganze Welt ist voller Spannung und erwartet das Eintreten schlimmer Ereignisse. Erstaunlicherweise haben die Menschen in Bulgarien die Erwartung, dass etwas Positives geschehen wird.

Nachdem wir diesen kurzen Überblick über die Weltsituationen verschaffen haben, wollen wir uns dem Jerusalem-Knoten zuwenden, der unser heutiges Hauptthema darstellt. Wenn man das Schicksal Jerusalems kennenlernen will, das mit dem Schicksal des jüdischen Volkes zusammenhängt, kann man zahlreiche Bücher über dieses Thema lesen, auch im Internet gibt es eine Unmenge an Informationen. Wer die Politik der vergangenen Jahrzehnte verfolgt hat, der weiß, welche Wendungen die Ereignisse um Jerusalem genommen haben, bevor Trump den seit 20 Jahren anhängigen Beschluss unterzeichnet hat. Kein amerikanischer Präsident hat sich bisher getraut, Jerusalem als die Hauptstadt Israels (unter Vorbehalt) anzuerkennen. Dieser Beschluss hatte eine enorme Auswirkung auf die ganze Welt, insbesondere auf die islamischen Länder. Unter anderem war das ein geschickter Zug. Es gibt verschiedene Deutungen der Argumente Trumps, und wir müssen bedenken, dass die Juden in Amerika dagegen waren. Auf den ersten Blick ist es überraschend, dass sie etwas dagegen haben können, dass Jerusalem die Hauptstadt Israels wird. Doch sie waren dagegen, weil sie wussten, wohin das führen könnte – zu einer dritten Intifada, die anders als die ersten zwei sein würde. Manche vermuten, dass die strengsten Evangelikalen, die das Ende aller Zeiten erwarten und Trump gewählt haben, diese Entscheidung beeinflusst haben, damit die Ereignisse vorangetrieben werden. Ob Trump auch diese Vorstellung von den letzten Zeiten hat, weiß ich nicht. Doch er hat mit seinem Beschluss den Prozess angeregt, denn die Dinge waren ins Stocken geraten und der Gordische Knoten blieb ungelöst. Alexander der Große hat seinerzeit den Gordischen Knoten durchschlagen, doch das hat er in einer Art getan, die der damaligen Zeit und den damaligen Bedingungen angemessen war. Selbstverständlich ist Trump nicht in der Lage, diesen Jerusalem-Knoten zu durchschlagen, da er nicht das geistige Potential oder die Möglichkeiten besitzt. Er hat lediglich den Vorgang aktiviert.

Um was für einen Vorgang handelt es sich? Was wollen die Palästinenser? Die UNO-Resolution von 1948 hat es ihnen ermöglicht, einen Staat zu haben. Doch in Wirklichkeit ist nur der Staat Israel entstanden, die Palästinenser haben keinen Staat, sondern eingezäunte Städte. Die Palästinenser erheben den Anspruch einer langen Geschichte, die auf die Philister zurückgeht – jenen Stamm, dessen Mitglied Goliat war. David und Goliat sind übrigens jetzt wieder inkarniert, nur soviel sei dazu gesagt. Die Palästinenser erheben Anspruch auf Jerusalem, das unter UN-Verwaltung gestellt werden sollte und nicht die Hauptstadt von einem der beiden Staaten sein durfte. Doch in Wirklichkeit hat Israel die Kontrolle über die Stadt. Der Anspruch der Palästinenser ist nicht berechtigt, denn Jerusalem wurde von David gegründet. Es gibt Angaben über eine schon vorher bestehende Siedlung auf dem Gebiet Jerusalems, doch 1000 Jahre v.Chr. hat David am Berg Zion die Davidsstadt gegründet und damit die Idee der Begründung eines israelischen Staates mit dem Symbol des Tempels veranlagt. Der Tempel war der Nabel der Erde, in dem sich die geistige Welt mit der physischen Welt traf. Das Volk Israel, das mit Abraham begann, hatte die Aufgabe, das Gefäß für Gott bereitzustellen, damit Gott im 30. Jahr Jesu in dessen Leib eintreten konnte. Als der Leib geschaffen wurde, war die Mission zu Ende und der Mondeneloah Jahve hat sich zurückgezogen. Das Volk Israel wurde nach dem Jüdischen Krieg im Jahr 70 durch Titus Vespasianus besiegt, Jerusalem und der Tempel wurden zerstört und die politische Autonomie der jüdischen Bevölkerung ging zu Ende. Die Aufgabe des Volkes war somit beendet. Die Juden hatten ein geozentrisches Weltbild, das auf die Schaffung des Leibes für Gott gerichtet war, also auf das Irdische, damit sich das Himmlische im Irdischen spiegeln konnte. Zuerst musste der Leib ausgebildet werden, der dann das makrokosmische Ich aufgenommen hat. Jehova wirkte in einer Mondenart über Erzengel Michael, aber hinter allem stand Christus, der Seinen Leib vorbereitete. Aus der Blutsverwandtschaft heraus sollte dieser Leib entstehen und das Blutsverwandtschaftliche wirkte in diesem Volk in einer einmaligen Art, die anders als bei allen anderen Völkern war. Die Kreuzigung schuf ein Riesenkarma und das Volk wurde verstreut. Michael ist allmählich zum Sonnen-Antlitz Christi geworden. Im Garten Gethsemane wurde Jahve von seinem Mondenamt befreit und er ist zu einem Sonnenelohim geworden. Es ist also eine vollständige Transformationen im geistigen Sinne eingetreten, die sich auf der Erde gespiegelt hat. Wenn ein Volk keinen führenden Volksgeist mehr hat, hört seine Existenz auf, weil es seine Mission erfüllt hat. Das Volk Israel sollte zum Ferment werden, das die ganze Menschheit mit dem Christentum säuert. Christus hat die Jünger um sich versammelt, die zum Ferment für alle anderen Menschen werden sollten. Ein Eingeweihter – Ahasver -, der im Unterschied zu Christus nicht Tod und Auferstehung erlebt hat,  beschloss, der ewige Jude zu sein, in dem das Mondische, das Blutsverwandtschaftliche bewahrt wird. Er erfüllt quasi die Rolle einer Gruppenseele des Volkes Israel. Nachdem Theodor Herzl im 19. Jahrhundert die Weltanschauung des Zionismus formuliert hatte, rief David Ben-Gurion 1948 mit der Unabhängigkeitserklärung den modernen Staat Israel aus. All das wirkt gegen die wahre Mission des Volkes Israel und stellt eine Rückkehr zum Mondischen, zum Salomonischen Tempel dar. Deshalb brauchten sie Jerusalem. Vom Tempel, genauer gesagt vom zweiten Tempel, ist nur eine Mauer übrig geblieben. Das ist alles, was vom Tempel übrig geblieben ist, der die Weltanschauung des Volkes Israel symbolisierte, der den Nabel der Welt und eine Vorbereitung auf die Ankunft Christi und auf den Übergang vom Ich zum Geistselbst darstellte. Das haben die Juden nicht verstanden und ihren Staat gegründet. Es ist ein wunderbarer Staat, in dem die Wüste in ein Paradies verwandelt wurde. Vom Flugzeug aus kann man erkennen, welche Siedlungen zu Israel gehören und welche zu Palästina. Die Palästinenser hatten die PLO, die terroristische Hamas, nun werden sie durch Zuwendungen finanziert, wobei Europa der größte Geldgeber ist, ohne am Konflikt beteiligt zu sein. Europa gibt das Geld, aber es ist an der Lösung des Konfliktes im Nahen Osten nicht beteiligt. Der Keim des Konfliktes wurde schon nach dem Ersten Weltkrieg angelegt, als die Siegermächte quasi mit einem Lineal die Grenzen der neuen Staaten gezogen haben. Die Grenzen, die gezogen wurden, gingen durch Völker, Stämme, Dörfer und haben Minen für die Zukunft gelegt. Nach dem Vertrag von Neuilliy-sur-Seine verlief auch die bulgarische Grenze durch das Plumpsklo manches Bauern und teilte einige Dörfer in eine bulgarische und eine serbische Hälfte. Dieselben Schwachsinnigen haben die Grenzen auf der Balkanhalbinsel und im Nahen Osten gezeichnet und dabei dort Minen gelegt, die eine nach der anderen zu explodieren begannen. Auf der Balkanhalbinsel haben die Minen explodiert und zu den Jugoslawienkriegen geführt. Das Erfreuliche auf der Balkanhalbinsel ist jedoch, dass sie Bojko Borissov hat. Wer wird die Rolle des Friedensstifters im Nahen Osten spielen, Trump etwa? Amerika beansprucht das Recht dort mitzumischen. Auch Putin hat einen Stützpunkt in der Region – bei Latakia -, denn im Mittelmeer gibt es gigantische Erdgasreserven. Auf dem äußeren Plan geht es also um Wirtschaftsziele. Diese Riesenvorräte an Gas könnten Europa versorgen, aber was wird dann die Gazprom machen? Doch dieser Zusammenprall von Wirtschaftsinteressen besteht auf dem äußeren Plan. Die Russen haben sich eingemischt und in Syrien Karma auf sich geladen. Der Islamische Staat wurde formell vernichtet, aber seine Metastasen bestehen weiterhin in ganz Europa. Die Folgen dieses Konfliktes reflektieren am stärksten auf Europa, doch Europa fehlt bei den Versuchen, den Konflikt beizulegen. Die Palästinenser warten darauf, versorgt zu werden, so wie es bisher war. Es ist übrigens nicht sicher, ob sie überhaupt Araber sind, obwohl sie Moslems sind.

Hier entsteht die Frage, was dieser Jerusalem-Knoten darstellt, ist er wirtschaftlicher, staatenrechtlicher oder geistiger Natur? Auf dem äußeren Plan scheint er wirtschaftlichen Charakter zu haben – es gibt große Interessen und absurde Bündnisse, etwa zwischen Iran, Türkei und Russland. Russland und die Türkei haben sich nach dem abgeschossenen Flugzeug umarmt,  gleichzeitig koalieren sie mit dem Iran, obwohl wir die angespannten Beziehungen zwischen der Türkei und dem Iran kennen, die nicht zuletzt durch die iranische Unterstützung der Kurden schwierig sind. Mischen sich auch die USA ein, wird ein völlig widernatürliches Bündnis entstehen – Iran, Türkei und Russland – was für Gemeinsamkeiten kann es zwischen diesen Ländern geben? Das kann nur gegen Europa und die USA gerichtet sein. Saudi-Arabien macht sich Sorgen um sich selbst, Katar hat Riesenvorräte an Erdgas und möchte auch nach Europa liefern. Trump sprach über Flüssiggas, das mit Tankern transportiert werden soll, was sehr teuer ist. Es gibt nur ein Terminal für Flüssiggas in Polen, das für Amerika geöffnet ist. Die wirtschaftlichen Interessen sind natürlich nur der Schaum an der Oberfläche. Ist der Jerusalem-Knoten eine staatenrechtliche Angelegenheit wegen der Grenzenziehung und der daraus entstehenden Konflikte? Seitdem der Staat Israel gegründet wurde, hat es sechs oder sieben Kriege gegeben und immer war Israel der Sieger, obwohl es von arabischen Ländern umzingelt ist. Wie war das möglich?

Als Stalin gegen Hitler kämpfte, kämpfte Ahriman gegen Luzifer. Die geistige Welt stellte sich auf die Seite des bolschewistischen Russland, denn in Russland ist die Zukunft. Deutschland sollte begreifen, dass es sich von seinen Aufgaben in der fünften Kulturepoche sehr stark entfernt hat. Wider jede Logik hat Israel in allen Kriegen gesiegt und ist bis heute in militärischer und wirtschaftlicher Hinsicht in der Region am stärksten. Natürlich beziehen sie Finanzhilfe aus Amerika, die sich eine Zeit lang auf fünf Milliarden Dollar jährlich belaufen haben soll. Aber es kam der Augenblick, als Israel Anspruch auf Jerusalem erhoben hat. Netanjahu hat einen Spaziergang durch Europa gemacht und die Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt gefordert, doch EU-Außenbeauftragte Mogherini machte deutlich, dass das nicht in Frage kommt. Aber bei der Abstimmung wurde deutlich, dass die EU keine einheitliche Meinung hat, denn ein paar Länder haben sich enthalten. Bulgarien hat sich hinter die Position von Mogherini gestellt. Borissov hat einen Instinkt für solche Sachen, aber es steht auf einem anderen Blatt, ob er auch ein tiefes Verständnis hat.

Nun wollen wir zum Wesen des Jerusalem-Knotens vordringen. Haben die Moslems das Recht, auf Jerusalem Anspruch zu erheben? Der Streit zwischen Palästinensern und Juden ist nämlich nur eine Verschiebung der Frage, um diesen Streit geht es nur vordergründig. Jerusalem ist das ätherische Zentrum, der ätherische Nabel der Welt, weil sich auf dem Golgatha-Hügel das große Mysterium der Zeitenwende abgespielt hat. So wie der ätherische Mittelpunkt des Menschen das dritte Auge ist, so liegt der ätherische Mittelpunkt der Erde in Jerusalem. Ein Angriff auf diesen ätherischen Punkt führt zur Abschwächung der Lebenskraft der Erde und dadurch zur Abschwächung der Lebenskraft der Menschheit. Die Juden sagen, dass David die Stadt gegründet hat und sie den Anspruch auf den Tempel in Jerusalem haben. Dem ist aber nicht so, denn ihre Mission ist in der Zeitenwende zu Ende gegangen. Durch die Ansprüche wird lediglich Ahasver – dieses Wesen, das auf dem Astralplan wandert – vergrößert, seine Astralmacht steigt an. Eine astrale Gedankenform, die riesige Ausmaße angenommen hat, muss sich früher oder später auf dem Erdenplan manifestieren. Das wird katastrophale Folgen haben. Der Drache der heutigen Medien, der falsche Nachrichten speit, schafft unheimliche Gedankenformen im menschlichen Astralleib, die auch den Ätherleib beeinflussen und riesige Astralwesen schaffen. Wie Luftballons werden sie platzen und Unheimliches bewirken. Das werden die sog. Fake News verursachen, die wegen rein egoistischer Gründe verbreitet werden. Die Menschen sind sich absolut nicht im Klaren, was sie mit den falschen Nachrichten, die sie bei Facebook posten, in Gang setzen. Wie viele scheinbar spirituelle Menschen posten völligen Unsinn, ohne das Falsche vom Wahren zu unterscheiden? Trump hat mit seiner Anerkennung eben dieses Astralwesen aufgepumpt und eine Konsolidierung der islamischen Welt bewirkt, die ein neues Astralwesen als Gedankenform bildet. In Wirklichkeit werden zwei Astralwesen gebildet. Aber das Problem besteht nicht in der Gegenüberstellung von Palästina und Israel, denn weder die einen noch die anderen haben den Anspruch auf diesen Ort, der die Welt Gottes, die Welt des Christentums ist. Diese Welt ist die irdische Stadt Jerusalem, die nicht zufällig einige Jahrhunderte lang heruntergekommen war, bis Konstantin der Große kam und mit ihrer Wiederherstellung begann. Als der Islam erschien, haben die Mohammedaner die Kontrolle über die Stadt übernommen, dann kamen die Kreuzzügler – wir kennen die Geschichte Jerusalems. Es wird behauptet, dass Jerusalem der Sammelpunkt der drei abrahamitischen Religionen ist: Das stimmt nicht. Der Islam kann als eine abrahamitische Religion angesehen werden, denn Mohammed ist der Nachkomme Ismaels – des Sohnes der Nebenfrau Abrahams (H)agar. Die Juden stammen bekanntlich von Isaak ab. Bis zur Zeitenwende hatten sie den rechtmäßigen, aus der Blutsverwandtschaft abgeleiteten Anspruch auf Jerusalem, da sie die Begründer dieser Stadt waren. Danach hat dieses Prinzip aufgehört zu wirken, es muss stattdessen das Prinzip der Brüderlichkeit in Christo gelten. Doch „wer nicht mit mir ist, der ist wider mich“ (Matth. 12:30) – so steht es um die Beziehung zu Christus. Als die Mohammedaner diese Stadt einnahmen, haben sie auf dem Tempelberg, wo einst der Tempel von Jerusalem gestanden hatte, die drittwichtigste Moschee, die al-Aqsa-Moschee gebaut. Dort befindet sich auch der berühmte Felsendom, der mit der Moschee nicht zu verwechseln ist. Laut der Legende hat dort Mohammed bei einer Nachtreise seine wichtigste spirituelle Erfahrung erlebt, über die ich in der Vorlesung „Gottes Plan und die freie Wahl des Menschen“ (https://erzengelmichaelblog.wordpress.com/2016/06/29/gottes-plan-und-die-freie-wahl-des-menschen/) eingegangen bin. Nachdem er nach Jerusalem geritten war, trat er auf den Felsen und begab sich auf seine Himmelfahrt zu Allah. Allah ist ein ahrimanischer Abglanz aus der Hierarchie der Elohim, obwohl die Konstitution der Mohammedanerseele luziferisch ist, da sie nach hinten zu Abraham blickt. Doch dieser Luziferismus bringt immer Ahrimanismus hervor. Jene Weltanschauung, die sich im „Haus der Weisheit“ in Bagdad im achten und neunten Jahrhundert unter Al-Maʾmūn herausgebildet hat, war das sogenannte Mohammedanertum, das den Aristotelismus aufgenommen und modifiziert hat. Die dabei entstandene Weltanschauung hat sich in Europa durch die wieder inkarnierten Mohammedaner im Materialismus manifestiert – durch Francis Bacon, Comenius usw. Nur zur Information möchte ich erwähnen, dass auch Mohammed heute wieder inkarniert ist und von innen in Europa wirkt. Laut der Legende ist er auf den Felsen getreten, hat sich von dort abgestoßen, ist hinaufgefahren und hatte einen Kontakt zu Allah. Über die Art und den Sinn dieses Kontaktes habe ich bereits gesprochen. Als Ergebnis wurde der Impuls aufgenommen, der in versteckt ahrimanischer Weise in der luziferisierten Seele des Mohammedaners wirkt. Die Araber erheben den Anspruch auf diese Stadt, da dieser Felsendom auf dem Stein steht, auf dem sich Mohammed einst befunden hat. Doch dieser Felsendom liegt auf dem Grundstein des Tempels von Jerusalem, also auf dem Grundstein des Heiligtums, in dem sich einst die Bundeslade befunden hat. Auf diese Weise tritt der Islam im wörtlichen Sinne auf jene abrahamitische Religion, die durch die spirituellen Erfahrungen Mohammeds verändert wurde.

Im Gegensatz zu der verbreiteten Ansicht, die sogar von Theologen vertreten wird, ist das Christentum keine abrahamitische Religion. Selbstverständlich findet man das Alte und das Neue Testament an einer Stelle, in einem Buch, doch das Christentum fängt mit Christus an und hat mit dem Prinzip der Blutsverwandtschaft nichts zu tun. Als Jesus zum Jordan ging, war das Ich Zarathustras aus dem Leib herausgetreten. An seine Stelle trat ein Ich ein, das nie vorher auf die Erde gekommen war und nie wieder in einem physischen Leib auf die Erde kommen wird. Das Christentum ist keine abrahamitische Religion, sondern es steht über allen Religionen, die Bäche aus diesem Strom bilden. Hier müssen wir eine viel spirituellere Anschauung haben, um begreifen zu können, was primär und was sekundär ist und wie über Folgen gesprochen werden kann, die vor der Ursache liegen. Der Islam und der Judaismus als Religionen der Blutsverwandtschaft treffen sich auf natürliche Weise in Abraham. Wir sagten bereits, dass beide Religionen keinen Anspruch auf Jerusalem haben dürfen. Es gibt eine christliche Legende, dass Christus bei seiner Zweiten Wiederkunft aus dem Osten kommend durch das Osttor in Jerusalem eingehen wird. Da die Mohammedaner diese Legende kannten, haben sie dort vorsorglich einen Friedhof angelegt, um Christus zu verhindern, da Er nicht über die mohammedanischen Gräber kommen würde. Warum haben sie das getan? Wir haben bereits gesagt, dass die Seelenkonstitution des Mohammedaners luziferisch, doch der hervorgebrachte Impuls ahrimanisch ist. Nicht von ungefähr ist die mohammedanische Anschauung stark materialistisch ausgerichtet. Deshalb existiert der Glaube an die Jungfrauen im Paradies und die sinnlichen Vergnügen, die jeden Moslem erwarten, der Ungläubige tötet. Sie glauben, dass sie mit ihrem physischen Leib hinauffahren, um die gleichen sinnlichen Vergnügen zu genießen wie in der materiellen Welt. Der Materialismus existiert also im Mohammedanertum und er wird durch den Blick nach hinten, d.h. durch die Luziferisierung  begleitet. Luzifer führt immer zur Entstehung von Karma und ahrimanischen Folgen. Beides geht Hand in Hand. Deshalb besteht dort diese unrechtmäßige Synthese von Luzifer und Ahriman, die zu den Ausgeburten der Asuras führt und zu solchen Bildungen des reinen Asurismus wie dem Islamischen Staat. Die Moslems behaupten, nichts damit zu tun zu haben. Doch das alles geschieht im Namen Allahs, das führt zu diesen Konsequenzen, wenn in der Zeit des Großen Christentums des Heiligen Geistes der Weg zu Christus nicht gefunden wird. Sowohl der Judaismus als auch der Islam müssen metamorphosieren und den Weg zu Christus in einer zeitgemäßen Art finden. In diesem Sinne muss Jerusalem christlich sein – als das Gedächtnis der Menschheit für das größte Mysterium, das sich dort ereignet hat. Am heutigen Tag, an Heiligabend müssen wir uns auch an dieses Mysterium erinnern, damit in uns in einer neuen Art die nathanische Seele geboren werden kann. Das physische Jerusalem ist die Erinnerung an das Mysterium von Golgatha. Als das ätherische Zentrum der Erde müsste die Stadt den Status eines Fokuspunktes der Menschheit zwecks Transformation und Blick in die Zukunft haben. Dass Christus aus dem Osten kommen soll, das meint in der Esoterik immer die geistige Welt, das Geistige, denn bei Seiner Zweiten Wiederkunft geht Christus mit Seinem Ätherleib in der Astralwelt und man kann Ihn nur dann finden, wenn man ein wahres ätherisches Hellsehen entwickelt.

Die Christen rätseln auch darüber, wie Christus kommen wird, ob im physischen Leib oder anders, um alle zu richten. Wenn der Mensch stirbt, verlassen nicht zufällig seine seelisch-geistigen Teile den Körper durch den Kopf, um in den Osten zu gehen, sogar auf dem physischen Plan. Doch eigentlich steigen sie zum Geist hoch, denn das ist die Bedeutung des Ostens. Wir brauchen nicht in China oder Indien nach dem Geist zu suchen. Wenn es also heißt, dass Christus aus dem Osten kommt und durch das Osttor gehen wird, bedeutet das, dass Er im Geist kommen wird. Der Mensch muss folglich zu seiner Begegnung mit dem Erlöser heranwachsen.

Die Lösung des Jerusalem-Knotens hängt sehr eng mit drei großen Ereignissen zusammen, die wir in der Heiligen Schrift finden – das sind die Zweite Wiederkunft Christi, die Begegnung mit dem Antichristen und die geheimnisvolle Schlacht von Armagedon. Über die Zweite Wiederkunft Christi haben wir mehrmals gesprochen. Die Begegnung mit dem Antichristen, die in den nächsten 10 bis 15 Jahren bevorsteht, haben wir ebenfalls aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet und uns werden auch zukünftig wichtige Elemente zu unserer angemessenen Vorbereitung auf diese Begegnung enthüllt. Über die Schlacht von Armagedon, die in der „Offenbarung des Johannes“ erwähnt wird, besteht völlige Unklarheit. Es mag erstaunlich klingen, doch die Antwort habe ich bei einem Adventisten gefunden, und zwar bei einem sehr sympathischen jungen Bulgaren, der in der bulgarischen Siebenten-Tags-Adventisten-Gemeinde in Wien predigt. Er sagte bei einer Predigt, dass wir den Schlüssel zu der Offenbarung des Johannes finden müssen, um zu verstehen, was das für eine Schlacht ist. Und es ist klar, dass es einen solchen Schlüssel gibt, denn wir sehen, dass es dort um Siegel, Posaunen, um das Ergießen des Zorns Gottes geht. Dieser Pfarrer vergleicht die Offenbarung mit einem Computerprogramm, wo beim Anklicken einer Menüleiste ein Angebot an Befehlen erscheint, aus dem man den passenden Befehl aussuchen kann. Wenn man etwas anderes anklickt, erscheint ein anderer Befehl usw. In einer ähnlichen Art wird Johannes laut dem Pfarrer durch Christus zu immer tieferen Geheimnissen geführt, wenn ihm schon bestimmte Geheimnisse offenbar geworden sind. Und wenn man in dieser Weise auf das Buch der Apokalypse schaut, dann scheint die Entschlüsselung nicht so schwierig zu sein. In der Offenbarung (16:16) gibt es den Satz „Und er hat sie versammelt an einem Ort, der da heißt auf hebräisch Harmagedon“. Jedes Wort der Offenbarung hat eine wichtige Bedeutung, und es wird explizit mitgeteilt, dass die Bedeutung des Wortes „Harmagedon“ im Hebräischen zu suchen ist. Nach einer Deutung bedeutet Armagedon „der Berg von Megiddo“ und es hat tatsächlich eine solche Stadt im Norden Israels existiert. Es wird daher vermutet, dass Armeen von Christen und Moslems sich an diesem Berg in den letzten Zeiten gegenüberstehen werden. Es gibt dort jedoch keinen Berg. Das ist das materialistische Verständnis, das massenhaft unter den Christen existiert. Aber die „Offenbarung des Johannes“ müssen wir nur geistig betrachten, wie auch dieser Pfarrer sagte. Das Wort harmagedon ist nach einer anderen Deutung die griechische Wiedergabe von har mô’ed, was „der Versammlungsberg“ bedeutet. Der Berg bedeutet die geistige Welt und in der Versammlung werden Probleme gelöst. Steiner sagte, dass Armagedon die Schlacht gegen die Dämonisierung der Menschheit ist, die sehr lange dauern wird. Dieser adventistische Pfarrer vermischte natürlich die drei Ereignisse (die Zweite Wiederkunft Christi, die Begegnung mit dem Antichristen und die Schlacht von Armagedon), da er sie als zur gleichen Zeit stattfindend betrachtete.

Was bedeutet die Schlacht von Armagedon in Wirklichkeit? Diese Schlacht gegen die Dämonisierung der Menschheit wird sehr lange dauern, sie wird auch bestehen, nachdem die physische Existenz des Menschen aufgehört haben und wir zu der neuen Reproduktionsart übergegangen sein werden. Wahrscheinlich wird die Schlacht sogar bis zum Äon der Venus andauern, wenn bestimmte menschliche Seelen endgültig von der Evolution abgefallen und in Weltenstaub verwandelt sein werden. Die Schlacht von Armagedon bedeutet, dass die Entscheidung über die endgültige Trennung der Menschen in eine gute und eine böse Rasse in den geistigen Welten getroffen wird, d.h. auf dem Versammlungsberg. Diese Schlacht hat ihren Anfang und ihr Ende. Mir der Vertreibung der ahrimanischen Geister durch Michael, dem Ende des Kali Yuga und der Befreiung des Tieres aus dem Abgrund hat die Schlacht von Armagedon im Wesentlichen begonnen. Vorher hat die geistige Welt die dunklen Mächte aufgehalten, nun hat die Schlacht angefangen, die Äonen lang bestehen wird. Die Begegnung mit dem Antichristen wird auch einen Anfang und ein Ende haben. Wenn er sich in jenem Leib inkorporieren wird, der nun 18jährig ist – vermutlich im 29. oder 30. Jahr – wird er dort wahrscheinlich drei Jahre leben. Von dieser Begegnung wird unsere ganze Zukunft abhängen. Die ätherische Wiederkunft Christi hat einen Anfang, etwa in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts, doch sie wird im Unterschied zu den anderen zwei Ereignissen kein Ende haben. Stattdessen wird sie sich auf immer höheren Ebenen des Seins manifestieren – nach der gegenwärtigen Erscheinung im Ätherischen wird Christus astralisch im niederen Devachan erscheinen, in der siebten Kulturepoche wird Er als ein Welten-Ich im höheren Devachan und in den nächsten Äonen auf noch höheren Stufen erscheinen, bis wir zum Pralaya am Ende der Schöpfung (des Zyklus) gelangen. Die Zweite Wiederkunft Christi ist also eine außergewöhnliche Tatsache, die nie ein Ende haben wird. Alle anderen Ereignisse haben einen Anfang und ein Ende und das ist der grundsätzliche Unterschied zu ihnen.

Wohin weist diese Schlacht von Armagedon und wie können wir sie in Beziehung zu Jerusalem setzen? In der „Offenbarung des Johannes“ ist bekanntlich auch vom Himmlischen Jerusalem mit den zwölf Toren, von einem Neuen Himmel und einer Neuen Erde die Rede. Die Schlacht von Armagedon, die Schlacht gegen die Dämonisierung der Menschheit im Erdenäon führt zur Vorbereitung des Himmlischen Jerusalem, der der Plan über den neuen Himmel und die neue Erde ist. Der neue Himmel und die neue Erde sind der zukünftige geistige Jupiter, d.h. die zukünftige Inkarnation der Erde. An der Ausarbeitung des Planes über den zukünftigen geistigen Jupiter, der das Himmlische Jerusalem ist, werden die besten Vertreter der Menschheit teilnehmen – die Weißmagier. Sie sind bereits dabei, diesen Plan zu entwerfen. Die anderen, die den Weg zu Christus nicht finden und keine „weißen Kleider anziehen“ wollen, werden nach schrecklichen Prüfungen auch an der Entstehung des zukünftigen geistigen Jupiter teilnehmen, doch sie werden den Mond schaffen, der wie eine blutende Wunde im geistigen Jupiter existieren wird. Sie nehmen an der Schaffung des glänzenden Himmlischen Jerusalem nicht teil, sie sind nicht seine Architekten. Der einzige Sinn der heutigen Stadt Jerusalem ist die Existenz dieses Punktes der Welt, zu dem wir immer zurückkehren und unter den Bedingungen der fortdauernden Armagedon-Schlacht neue Kräfte zur Ausarbeitung dieses Plans ansammeln müssen. Die heutige Stadt Jerusalem hat weder für Palästina noch für Israel, weder für den Islam noch für den Judaismus einen Sinn, sie bringt ihnen ausschließlich Probleme, wobei nur Öl ins Feuer der Armagedon-Schlacht gegossen wird.

Der Knoten muss entwirrt werden. Nicht zufällig hat das Schicksal Bojko Borissov neulich nach Saudi-Arabien geschickt, denn er wird sich eines Tages auch in diese Region einmischen. Bis vor kurzem haben Politologen und Soziologen seine Außenpolitik ausgelacht und ihn als „scheinbaren Geopolitiker“ bezeichnet. Doch er ist in Wirklichkeit ein Geopolitiker, der wie mit einem Zauberstab Probleme löst, die seit Jahrzehnten bestanden haben. Allerdings steht Christus hinter ihm: Egal wohin Borissov geht, betet er zuerst zu Christus. Bevor seine Delegation ins Flugzeug steigt, beten alle zu Gott. Borissovs Politik ist die wahre Geopolitik, während die Geopolitik Trumps nur Ahriman bedient. Doch für diejenigen, die nur die äußerste Bewusstseinsschicht besitzen, ist Trump ein Geopolitiker. Die wahre Bewusstseinsschicht ist geistig, sie besteht darin, die Ursachen zu kennen. Borissov spürt die Ursachen intuitiv und stiftet Frieden. Nur so etwas kann Erfolg haben.

Wenn die drei zuvor genannten Ereignisse von manchen traditionellen christlichen Konfessionen zeitlich in Verbindung gesetzt werden, behaupten sie, dass wir in den letzten Zeiten leben. Leben wir wirklich in den letzten Zeiten, von denen in der Bibel die Rede ist? Nein, denn die letzten Zeiten werden sich sehr lange hinziehen, sie liegen in der weiten Zukunft. In welchen Zeiten leben wir dann? Wir leben in den Großen Zeiten, sagt die geistige Welt. Deshalb habe ich in einer Vorlesung über „die Große Schlacht auf Erden“ gesprochen (https://erzengelmichaelblog.wordpress.com/2016/05/). Auf dem Hintergrund der Armagedon-Schlacht und der Zweiten Wiederkunft Christi charakterisiert die Begegnung mit dem Antichristen diese Großen Zeiten. Von der Art und Weise, wie wir sie meistern, wird unser nächster Zug abhängen. In der Menschenseele werden daraus neue, grundlegende Kräfte zum Bestehen gegen das Böse hervorgehen. Damit wir der Armagedon-Schlacht  angemessen sind, müssen wir das Bevorstehende meistern.

Es fließt also Vieles ineinander und es entsteht ein Knoten. Dieser Knoten lässt sich entwirren, nur wenn die Menschen zum Golgatha-Hügel aufblicken und nach der nächsten Entwicklung suchen – nach dem, was ich den „Heiligen Impuls“ nenne. Das bulgarische Volk muss den Weg zu diesem Impuls finden, denn anderenfalls werden ihn andere Menschen im Ausland finden. Ich appelliere an die Auslandsbulgaren, über Bulgarien nicht zu lästern, falls sie mit etwas unzufrieden sind, denn das sind Schmähungen gegen den Volkserzengel, gegen die Mission, die das bulgarische Volk zu erfüllen hat. Stattdessen sollen sie sich bewusst werden, aus welchen Ursachen sie das Karma dorthin geführt hat, wo sie sind. Sie sollen eine Zusammenarbeit mit den Inlandsbulgaren suchen, damit wir zusammen am Aufstieg Bulgarien teilnehmen, denn der Volkserzengel beobachtet einen dort, wo man sich gegenwärtig befindet. Die Auslandsbulgaren dürfen sich nicht entfremden und die Nabelschnur zu Bulgarien abtrennen – das wird einen persönlichen Schaden für sie haben.

Was ist zu tun? Zuerst muss sich das Bewusstsein erhellen, was dann gelingt, wenn man anthroposophische Literatur liest. Danach muss das Gelesene zum Herz hinuntersteigen, es müssen reinere Gefühle entstehen und schließlich muss das alles zu den Gliedmaßen, zum Willen hinunterfließen. Dann beginnt man, vernünftige Willenstaten im Namen Christi zu vollbringen, die die wahre zeitangemessene Liebe sind. Wenn man seinen Kopf erhellt, wird man in der rechten Art vom Schutzengel geleitet, der Volkserzengel kann sich einmischen und Michael, der beide anführt, kann auch eingreifen. Auf diese Weise ebnet Michael den Weg für die Zweite Wiederkunft Christi. Es sind große Wachsamkeit und Entschiedenheit notwendig, denn der Wille bedeutet Entschiedenheit, der Wille bedeutet das Ich. Mit der Synthese der beiden Impulse, über die ich seit 17 Jahren vortrage, wird das menschliche Ich erreicht und von da aus wird Christus erreicht. Die Zwölf Heiligen Nächte liefern bei der aktuellen Sternenkonstellation jedem eine außerordentliche Möglichkeit, den rechtmäßigen Weg zu seinem Ich und von dort zu Christus zu suchen. Zu diesem Ziel muss man die wahre spirituelle Anschauung erlangen, für die regelrecht gekämpft werden muss. Das ist die wahre michaelische Anschauung, die als einzige unserer Zeit angemessen ist. Durch diese Anschauung kann man hinter die äußeren Ereignisse gelangen, sie durchleuchten und begreifen, welche Kräfte hinter diesen Ereignissen wirken. Dann kann man sich in sie einschalten, was die Herstellung einer rechtmäßigen Beziehung zur geistigen Welt voraussetzt. Die Götter greifen nämlich nur dann ein, wenn man eine rechtmäßige Beziehung zu ihnen herstellt und etwas von ihnen erbittet.

In dieser heiligen Zeit, liebe Brüder und Schwestern, dürft ihr essen, doch lieber nicht trinken! Richtet euer Bewusstsein auf die Frage, wie ihr diese Anschauung entwickeln könnt, welche Anstrengungen ihr unternehmen werdet, um die Gedanken auszubilden, die die Götter empfangen und sich sowohl in euer persönliches Karma als auch in das Volkskarma und das Weltkarma einmischen können. Auf diese Weise helfen wir Christus und das ist die Art, in der wir Ihm in der Zeit des Christentums des Heiligen Geistes helfen können. Wer seine Anschauung ändern will, der höre das, was aus Bulgarien kommt. So soll es sein. Amen!

 

 

Das „Zigeuner“-Mysterium

Original-Video

(Die Bezeichnung Zigeuner soll hier frei von jeglichen rassistischen Ressentiments und Konnotationen verstanden werden. Sie wurde bei der Übersetzung dem Ethnonym ‚Roma‘ vorgezogen, weil sie erstens dem bulgarischen Wort цигани formell entspricht, welches dort völlig wertfrei im öffentlichen Raum benutzt wird und zweitens, weil der Vortragende das Wort цигани als einen Oberbegriff für verschiedene Untergruppen benutzt, während ‚Roma‘ vielfalls im engeren Sinn in Bezug auf die osteuropäischen Roma verwendet wird (viele Vertreter dieser Minderheit in Bulgarien lehnen die Bezeichnung ‚Roma’ ab und bezeichnen sich selbst als цигани).

Die letzte Vorlesung in dieser Reihe ist dem „Zigeuner“-Rätsel gewidmet. Doch vor den folgenden Ausführungen möchte ich etwas zum letzten Thema hinzufügen. Wir wollen die 3D-, 4D- usw. -Technologien, die heutzutage die Menschen begeistern, nicht unerwähnt lassen.

Man geht ins Kino und setzt eine Brille auf, um sich 3D-, 4D- usw. -Filme anzusehen. Was ich sagen werde, weiß ich aus eigener Erfahrung, ohne irgendwann je einer 3D-Vorstellung beigewohnt zu haben, und ich werde mir auch nie so etwas antun. Ich weiß jedoch, was dort geschieht. Der Mensch bedient sich momentan lediglich seiner fünf Sinne, wobei er irgendwie abstrakt über den sechsten Sinn fachsimpelt. Doch in Wirklichkeit besitzen wir Menschen zwölf Sinne, von denen der Ich-Sinn der letzte ist. Der Ich-Sinn unterscheidet sich vom Ich, auf das wir vorhin eingegangen sind. Ich will irgendwann eine Vorlesung über diese Fragen halten, denn von den zwölf Sinnen benutzt der Mensch nur fünf und bildet sich ein, etwas zu sehen und zu wissen.

Wenn das jungfräuliche Funktionieren der fünf Sinne – Geruchssinn, Tastsinn, Geschmackssinn, Sehsinn und Gehörssinn in irgendeiner Art verletzt wird, führt das zu einer sehr starken Beeinträchtigung des Menschen. Die Konsequenz davon ist, dass er äußerst schwierig zum imaginativen, inspirativen und intuitiven Bewusstsein – zumindest in ihren Anfangsphasen – aufsteigen kann, das wir uns auf dieser Entwicklungsstufe aneignen können, wenn wir in richtiger Art zum Ich-Christentum des Heiligen Geistes heranschreiten. Wenn der Mensch die Brille im Kino aufsetzt und seine visuelle Wahrnehmungsart ändert, dann dringen bei der 3D-Vorstellung besonders tückische ahrimanische Geister in ihn ein, die sich im Ätherleib einnisten. Die ahrimanischen Geister greifen ja hauptsächlich den Ätherleib an, die luziferischen – den Astralleib und die Asuras greifen nach dem physischen Leib. Durch Drogen können Letztere den Menschen zerstören, so dass er die Bewusstseinsseele nicht mehr entwickeln kann. Selbst das kleine Ich, das er als seine gegenständliche Bewusstseinsform hat, wird versenkt. Deshalb erzählt jeder Drogensüchtige, dass er in anderen Welten war, weil sein Ich verschwindet. Der zerstörerische Missbrauch der Sexualität, die vom Drogenkonsum begleitet wird, verlöscht das Ich. Dann kann der Mensch zwar die Illusion haben, etwas Großartiges zu sein, doch sobald er seinen Mund aufmacht, wird klar, wer durch ihn spricht. Ich rate also allen, diese Technologien zu meiden. Je weniger Sie mit diesen Technologien in Berührung kommen und sich ihrer Attacke aussetzen, desto gesünder ist es für Sie. Natürlich lässt sich nicht alles vermeiden, die ganze Gesellschaft wird nach und nach digitalisiert. Und absurderweise ist die bulgarische EU-Kommissarin ausgerechnet für die Digitalisierung zuständig. Stellen Sie sich vor, von hier geht der Heilige Impuls aus und gleichzeitig haben wir eine bulgarische EU-Kommissarin für Digitales – das ist ja genau das Gegenteil und das macht auch das Wesen des Ahrimanismus aus. Ahriman ist der Herr der Materie und treibt die Entwicklung in diese Richtung. Er wird alles digitalisieren. Alle Formen des Gesellschaftslebens werden digitalisiert. So können wir damit rechnen, dass irgendwann bei einer Stromunterbrechung das ganze Leben zusammenbrechen wird. Der Mensch vermag dann selbst die elementarsten Aufgaben des gesellschaftlichen Lebens nicht zu bewerkstelligen. Die „Wunder“ des modernen Lebens werden mit einer solchen Geschwindigkeit erfunden und eingeführt, dass es einem schwindlig wird. Selbstverständlich besitze ich auch einen Laptop, doch man muss ihn als ein Mittel der Information benutzen, um sich über das wirklich Wertvolle zu informieren. Man muss eine solche Unterscheidungsfähigkeit besitzen, dass man innerhalb einer Sekunde beurteilen kann, welche Information aus dem Internet einem dienlich ist. Alles andere – die überwiegende Masse von dem, was im Internet angeboten wird -, gehört in den Müll. Der Mensch sollte die Fähigkeit entwickeln, das Wertvolle zu erkennen, denn er will und muss auch über die äußeren Tatsachen informiert sein. Im Haufen an Informationen müssen wir lernen, das nützliche Korn, das notwendige Teil zu entdecken, mit dem wir das Puzzle fertig legen können. So lässt sich durch diese Techniken das Gegenteilige von Ahriman verbreiten – nämlich Christus -, was wir auch durch das Aufzeichnen dieser Videos vornehmen. Die Videos werden viele Menschen und deren Bewusstsein erreichen und hoffentlich zukünftig Früchte zeitigen, denn jedes Werk, das im Namen Christi vollbracht wird, ist eine Blüte, die Früchte ansetzt und trägt. Nichts kann im Menschen Früchte ansetzen und tragen, was außerhalb von Christus steht. Außerhalb von Christus ist man dem Wolfsrudel ausgeliefert und die Widersacher können nach Belieben mit dem Menschen umgehen, so dass er entweder in der Psychiatrie endet oder „nach oben“ eingezogen wird. Wir wissen noch, wie in den Zeiten des Kommunismus jeder, der einen gesunden Menschenverstand hatte und etwas Vernünftiges sagte, für verrückt erklärt und in die Irrenanstalt zwangseingewiesen wurde. Das machte der rechte Globalismus mit dem Menschen, während der linke Globalismus das Recht auf völlige Freiheit für alles proklamiert, so dass wir in das Chaos der Revolutionen geraten, wo jeder macht, was er will. Zwischen diesen beiden Polen müssen wir nach dem mittleren Weg suchen – den wahren Weg des Ich zu Christus.

Nun wollen wir zu unserem Hauptthema zurückkehren. Das ist eines der großen Probleme, mit denen Bulgarien und in einem allgemeineren Aspekt auch Europa zu tun hat. Wir wollen mit den notwendigen Einsicht und Respekt, doch auch unter Benennung der Wahrheiten an diese Frage herangehen. Manch einer kann zahlreiche Argumente vorbringen, um zu beweisen, was für schlechte Menschen die Zigeuner sind, ein anderer kann mit zahlreichen Argumenten einwenden, dass sie unglückliche Opfer darstellen. Wir müssen die Antwort auf die Frage suchen, woher diese Menschen kommen und warum sie so sind, wie sie sind. Doch die wichtigste Frage ist die Frage nach ihrer Sozialisierung, damit sie der fünften Kulturepoche angemessen werden.

Soviel ich weiß, liegen im Okkultismus keine Angaben über diese Ethnie und ihr Wesen vor. Eine Ausnahme bilden die bekannten Worte des Meisters Beinsa Douno, deren Authentizität nicht angezweifelt werden kann. Sinngemäß lauten diese Worte, dass die Zigeuner eine sehr alte Zivilisation sind, die sich versündigt hat und zerstört wurde, um anschließend in die ganze Welt verstreut zu werden. Steiner hat nichts zu diesem Thema gesagt. Also wollen wir als Ausgangspunkt diese Äußerung Beinsa Dounos nehmen, um dem Ursprung der Zigeuner nachzukommen.

Die bulgarische Folklore ist eine unerschöpfliche Quelle von geschichtlichen Informationen. Auch die Veda Slovena (die Sammlung von Volksliedern und Legenden der bulgarischen Pomaken aus Thrakien und Mazedonien), die mit bekannten Epen wie Kalevala und dem Nibelungenlied vergleichbar ist, stellt eine endlose Quelle von Angaben über die ältesten Zeiten dar – etwa über die dritte Kulturepoche, also über die älteste Zeit, aus der uns überhaupt etwas erreicht hat. Bekanntlich gibt es keine Artefakte aus der ersten und zweiten Kulturepoche, sondern frühestens aus der dritten Kulturepoche, die 2907 v.Chr. begonnen hat. Jegliche Datierung, die die Altertümlichkeit von etwas beweisen soll, müssten wir mit Bedacht annehmen.

Bis 1921 hat es etwas in der Welt gegeben, was noch nicht entdeckt war. Aus der bulgarischen Folklore kennen wir den Anfang des Liedes „Чер арапин бял кон язди” – „Ein schwarzer Arappe reitet auf einem weißen Pferd“, der fast sprichwörtlich geworden ist. Bemerken Sie, gemeint ist nicht ein schwarzer Araber, sondern ein Arappe, der auf einem weißen Pferd reitet. Bis 1921 war die sog. Harappa-Kultur noch nicht entdeckt worden – die Kultur des Mohendjo-Daro. Damals hat man bei Ausgrabungen diese Zivilisation entdeckt, die eine für die damalige Zeit gigantische Fläche von 1500 mal 1000 km eingenommen hat. Die Harappa-Kultur hat auf einem großen Territorium auf dem Gebiet des heutigen Punjab, d.h. in Teilen Pakistans und Westindiens dem Indus-Delta entlang existiert. Bei Ausgrabungen wurde die Stadt Harappa gefunden, die wohl 20000 bis 30000 Einwohner hatte, was für die damaligen Verhältnisse eine Großstadt war. Die Stadt Mohendjo-Daro gehört auch zu dieser Zivilisation, die in die Geschichtsschreibung als die ‚Harappa-Kultur0 eingegangen ist.

Wann hat diese Kultur existiert? Die Wissenschaftler sind der Meinung, dass die Harappa-Kultur zwischen Mitte des dritten Jahrtausends vor Christi und dem 18. Jahrhundert vor Christi bestanden hat. Bei den Ausgrabungen wurden viele Knochen gefunden, was darauf hinweist, dass Abertausende Menschen niedergemetzelt wurden und diese Zivilisation aufhörte zu existieren. Um das 16. Jahrhundert vor Christi herum war alles dort ausgestorben. Womit sich jene Menschen beschäftigt haben, weiß niemand. Ich behaupte mit 99-prozentiger Sicherheit (nicht mit 100 prozentiger, aber wir müssen irgendwo anfangen), dass die Harappa-Kultur die Urquelle der heutigen Zigeuner ist. Im Volkslied ist von einem schwarzen Harappe die Rede, der auf einem weißen Pferd reitet. Wir wissen, dass im Okkultismus das Pferd mit der Entwicklung des menschlichen Gedankens zusammenhängt. Das große Paradoxon besteht darin, dass ein schwarzer Harappe ein weißes Pferd – also den Gedanken – reitet. Das ist ein großes Problem. Das Schwarze führt immer zu Lemurien, zu älteren Rassen zurück. Und die weiße Rasse ist mit dem Pferd und der Entwicklung der Intelligenz verbunden. In der Harappa-Kultur war das Pferd mit Sicherheit nicht bekannt. Die Archäologen versuchen, Details über das Alltagsleben und den Glauben jener Menschen herauszufinden. Zweifellos waren das, um nach den gefundenen Statuetten zu beurteilen, die Draviden – die sog. „Schwarzköpfige Bevölkerung“. Obwohl sie ‚schwarz‘ genannt wurden, waren sie nicht den Afrikanern, sondern eher den Europäern ähnlich. Unsere Zigeuner haben überwiegend dunkle Haut, doch unter ihnen gibt es auch viele hellhäutigere Untergruppen, dazu liegen verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen vor. Mir geht es darum, ein Korn zu finden, um eine Beziehung zu diesem Mysterium aufzubauen. Die Harappa-Kultur hat sich während der dritten Kulturepoche entwickelt, also einige Jahrhunderte nach 2907 v.Chr. – ca. 2600-2500 v. Chr. Sie hat sich folglich gänzlich innerhalb der dritten Kulturepoche entfaltet und auch aufgelöst. Die vierte griechisch-römische Kulturepoche begann 747 v.Chr. In diesem Rahmen also entwickelte sich jene Kultur, in dem der kulturbestimmende Faktor die Empfindungsseele war und die Menschen die Welt durch ihre Empfindungsseele erlebten, was für den heutigen Menschen absolut unverständlich ist. Wenn man heute versucht, die Motive jener Menschen zu begreifen, warum sie ihr Leben in dieser Art eingerichtet haben und warum sie dies oder jenes gemacht, warum sie eine solche Religion und Weltanschauung gehabt haben, vergleicht man sie unvermeidlicherweiese mit der heutigen Zeit und schlussfolgert, dass jene Menschen abergläubisch waren. Nichts ist jedoch abergläubischer als die gegenwärtige Wissenschaft, denn sie betrachtet vom heutigen Standpunkt der Bewusstseinsseele jene Perioden der menschlichen Entwicklung, als die Welt durch ganz andere Wesensglieder erlebt wurde. Man muss die Eigenschaften der Bewusstseinsseele kennen, die damals und nicht jetzt an den Tag gelegt wurden, um sich in jene Menschen zu vertiefen. Zweifellos war damals das Prinzip des Theos vorherrschend – alles war absolut gottbestimmt und -geleitet, der Oberpriester wurde von oben impulsiert. Das heißt, jene Menschen wurden gänzlich von der unsichtbaren Welt geleitet, um auf dem Erdenplan ihr soziales Leben in ihrer Art aufzubauen. Im Laufe der Zeit haben sie wohl die Verbindung zur geistigen Welt fehlgeleitet, denn es musste allmählich der Übergang zur vierten Kulturepoche der Verstandesseele gestaltet werden, in der der Verstand gezähmt wurde, um durch Aristoteles zu der abstrakten Bewusstseinssform zu gelangen, der sich die heutige Menschheit bedient. Jene Menschen haben sich als unfähig zu diesem Zweck erwiesen und ihre Kultur wurde daher zerstört. Sie haben sich versündigt, indem sie offensichtlich die Mysterien missbraucht haben – damals gab es keine andere Möglichkeit sich zu versündigen. Und diese Kultur wurde aufgelöst. Wer hat das gemacht? Das waren die legendären Hyksos. In den Puranas – den heiligen Schriften des Ostens – ist von den göttlichen Yakshas die Rede, die auch „die guten Geister“ genannt wurden und über die Himalaya, Nepal und Tibet kommend in das Industal eindrangen. Dort, wo jetzt der Punjab ist, war das alte Balkhara-Reich, also Balkhara aus jenen Zeiten des 18. Jahrhunderts vor Christi, nicht aus der Zeit Alexanders des Großen. Dort, wo sich der heutige Staat Punjab befindet, lebten die Bulgaren. Die Hyksos bekamen diesen Namen in Ägypten, doch eigentlich müssten sie die göttlichen Yakshas sein, die auch der Buddhismus als einen Nachklang kennt. Sie kamen auf Pferden reitend und mit Streitwagen – eine strahlende weiße Rasse. Niemand hatte bis zum damaligen Zeitpunkt das Pferd eingeritten. Das waren diejenigen, die das Pferd eingeritten hatten und das waren bekanntlich die Bulgaren. Das Pferd war damals ein Kampfmittel, das kein anderer beherrschte. Das Pferd einzureiten bedeutete, dass man sich das Denken aneignete und zur Verstandesseele überging. Das haben die Fahnenträger jener Jahrtausende gemacht – die Bulgaren. Das ist die ursprüngliche Bedeutung des Pferdes, das später als Kampfmittel oder zum Pflügen benutzt wurde. Das ist der äußere Ausdruck des Einreitens des Verstandes, also die Entwicklung des Denkens im Menschen, deren Fahnenträger die Bulgaren sind. Nicht zufällig hat der spätere Bodhisattva Orpheus, der unter den Bulgaren zum Buddha aufgestiegen ist, der Empfindungsseele mithilfe der Musik jene Impulse eingeprägt, die sich in der heutigen fünften Kulturepoche als die menschliche Intelligenz manifestieren. Der Mensch ist durch Orpheus intelligent geworden, so dass Sie als Zuhörer die Bewegung meines logischen Gedankens verfolgen können. Das hat Orpheus in die Empfindungsseele des Menschen veranlagt. Nun geht das zur Bewusstseinsseele über, von deren Standpunkt ich jetzt spreche. Die Bulgaren haben also als Vorreiter dieser Entwicklung das Pferd gezähmt und danach hat Orpheus jene Impulse veranlagt, die zur Benutzung des Denkens in der heutigen Bewusstseinsform führten, doch hier sprechen wir schon über das 13. Jahrhundert vor Christi.

Die Hyksos kamen und vernichteten die Harappa-Kultur und das war völlig berechtigt. Wenn man vom heutigen Standpunkt ausgehend sagt, dass so etwas unmoralisch sei, ist das unsinnig. Wer sich in jene Zeiten vertieft und die Anschauung jener Menschen versteht, wird erkennen, dass dies absolut berechtigt und sogar nützlich war, so dass selbst die vernichteten Völker das als eine göttliche Gabe empfunden haben. Wer die Anthroposophie in der Tiefe kennt, weiß, was ich meine. Ein Teil derjenigen Menschen, die die heutigen Zigeuner sind, wurde auf dem Feldzug mitgenommen. Die äußere Wissenschaft vertritt die Meinung, dass die Zigeuner in unsere Gebiete erst mit den seldschukischen Türken gelangt sind. Das sind zwei Stämme, die aus Zentralasien kommen – aus den Gebieten, wo heute z.B. Uzbekistan ist. Wieso sollen die Zigeuner von dort auf die Balkanhalbinsel gekommen sein, leuchtet mir nicht ein, daher stelle ich das vor, was ich für richtig halte. Die Zigeuner sind also viel früher als angenommen hierher gekommen. Das konnte man allerdings vor der Entdeckung der Harappa-Kultur im Jahr 1921 nicht wissen. Die Hyksos haben die Zigeuner vor sich hergetrieben, was die Gene der Menschen bezeugen. Wie ein Wirbelsturm zogen die Hyksos und haben die Stämme, die sie unterwegs trafen, angetrieben, unter anderem durch das Iranische Hochland. Das Sassanidenreich wurde viel später gegründet, während sich diese Züge im 18. Jahrhundert vor Christi ereignet haben. Sie gingen durch das Gebiet von Tigris und Euphrat, wo später die Staaten Balkharis und Mari existiert haben. Wahrscheinlich kamen sie auch durch Haran, wohin Abraham aus Chaldäisch Ur umzog und haben auch Abraham angetrieben. Deshalb vertrete ich die Ansicht, dass Abraham nicht um 2100 v. Chr. aus Ur ausgezogen ist, sondern 1800 v. Chr. Wahrscheinlich wurde er vom Trubel der Hyksos mitgerissen, weshalb er nach Ägypten zog – dem Endziel der Hyksos. In Ägypten haben die Hyksos im Nildelta die Stadt Auaris gegründet. Es gab von nun an eine neue Zeitrechnung, einen neuen Kalender und neue Regeln. Die Hyksos haben über das mächtige Ägypten etwa 150 bis 200 Jahre lang geherrscht. Deshalb weist die Aufzählung der ägyptischen Dynastien Lücken auf, welche gerade die Herrscherzeit der Hyksos betreffen. Dorthin sind auch die Gupten aus Indien gelangt, aus den Gebieten, durch die die Hyksos zogen und die wir heute in Ägypten als die Kopten vorfinden – diejenigen, die in einer spezifischen Art ihre Liebe zu Christus jährlich am Ostersonntag in der Grabeskirche in Jerusalem zum Ausdruck bringen. Die Hyksos haben eine Alphabetschrift an die Stelle der ägyptischen Keilschrift eingeführt. Über die Alphabetschrift steht in den Puranas, dass sie von den göttlichen Yakshas erfunden wurde. Wer sind die göttlichen Yakshas? Sie waren hellhäutig und zogen aus ihrer Urheimat – dem Tarimbecken – los, wo Jahrtausende von Jahren zuvor auch Manu an Land gegangen war und wo die Mumien von großen, hellhäutigen und blonden Menschen gefunden wurden, denen die Chinesen die Köpfe abgeschnitten und ihnen chinesische Köpfe angenäht haben. Wer sind diese weißen Menschen? Das sind die Ureinwohner der Balkanhalbinsel. Die Frage, wer die göttlichen Yakshas sind, wollen wir offen lassen. Sie haben auch die Balkharas angetrieben und unter anderem auch die afrikanische Westküste bis zum Golf von Guinea erreicht. Dort findet man immer noch ihre Spuren bei Stämmen, die modifizierte Namen aus jener Zeit tragen. Überall, wo sie hinkamen, haben sie Spuren hinterlassen, weil sie zur Ichhaftigkeit übergingen, das Pferd einritten, sich des Denkens bemächtigten und auf diese Weise der Zukunft entgegenschauten. Und sie haben alle Stämme, die sich „im Sumpf“ befanden, erhoben. Doch Ägypten hatte die Aufgabe, seine Mysterien weiterzuentwickeln und es kam die Zeit des Amenhotep dem IV. Echnaton. Von diesem Reformer wurden die Hyksos verjagt, er hat den Kult geändert. Heute ist er wieder inkarniert – nur soviel sei gesagt. Zusammen mit den legendären Danaiden – den Ureltern der Hellenen – und höchstwahrscheinlich auch unter Beteiligung von Zigeunern, die von den Hyksos nach Ägypten als Sklaven verschleppt worden waren, raubten sie fast die gesamte ägyptische Flotte, überquerten das Mittelmeer und wurden in Argos auf Peloppones im 16. Jahrhundert vor Christi vom Herrscher der Pelasger/Belasger – den echten Urvätern der Bulgaren – empfangen. Alte Legenden erzählen, dass die Pelasger schon vor der Sintflut hier waren, dass sie Seleniten, also Menschen aus der Zeit vor der Erscheinung des Mondes am Himmel waren. Der Mond bzw. die Sonne und der Regenbogen sind nach der Sintflut am Himmel sichtbar geworden, nachdem die Atlantis versunken war und Manu die beiden Strömungen herausgeführt, zweigeteilt und ins damals wunderschöne Tarim-Tal geführt hatte.

Was ist geschehen? Die Hyksos bzw. die Danaer – die Urväter der Hellenen -, waren in Wirklichkeit Ägypter mit dunklerer Hautfarbe und lockigem Haar, wie Herodot berichtet. Sie waren keine hellhäutigen Menschen, doch allmählich haben sie sich mit den Pelasgern vermischt und es ist das alte hellenische Volk entstanden – hellhäutige Menschen mit lockigem Haar. Die Hauptbevölkerung der Balkanhalbinsel – die Pelasger, d.h. die Thraker – war hier vor der Sintflut. Wenn es ein Volk gibt, das hier war und Zivilisationen in die ganze Welt ausgestrahlt hat, so waren das die Bulgaren, die Pelasger. Nicht zufällig lautet der erste bezeugte Namen Thrakiens Perke, was auch im Namen des sogenannten Perperikon, eigentlich Perperek klingt. Ein Professor hat das Heiligtum der Thraker Perperek absichtlich in Perperikon umbenannt, damit es durch die Endung –on griechisch klingt, wodurch er seine Dienstreisen versilbert hat. In der Nähe befindet sich der Fluss Perperek, dessen Name aus dem frühesten Namen Thrakiens Perke stammt. Deshalb weist die bulgarische Sprache eine Vielzahl von Wörtern mit der Wurzel per auf. Aber man hat Perperek zu Perperikon gräzisiert wie den Namen des Urvaters des hellenischen Volkes Deukalion. In der alten griechischen Sprache hat Deukalion überhaupt keine Bedeutung, die Namen Athen, Attika, Zeus haben keine Bedeutung. Nur in der Sprache der thrakischen Bulgaren haben diese Bezeichnungen einen Sinn. Nach und nach wurden sie von den Hellenen übernommen, die die ganze Geschichte gefälscht haben, indem sie sie in ihre Anschauung eingeschlossen haben.

Zum ersten Mal sind also damals – wahrscheinlich im 16. Jahrhundert vor Christi -, die Zigeuner aus der Harappa-Kultur auf die Balkanhalbinsel gekommen. Das waren keine Araber, die wie wir wissen, die Nachkommen Ismaels, des Sohnes Abrahams, sind und die arabische Halbinsel besiedelt haben. Doch die Araber sind keine dunkelhäutige Bevölkerung. In der Folklore geht es um einen Harappe und die Bulgaren wissen sehr gut zu differenzieren zwischen Arabern und Harappen. Deshalb wird das Schwarze immer im Sinne von etwas Schlechtem verwendet. Die Zigeuner sind ein Überrest jener Kultur aus der dritten Kulturepoche, die damals eine rechtmäßige Spiritualität besaß, aber allmählich in Verfall geriet und zerstört wurde, wobei sich die Bevölkerung in ganz Europa verstreut hat. Zahlenmäßig am stärksten sind sie bei uns und in Rumänien vertreten, wo sie sich verbreitet haben. Sie waren schon immer Quacksalber, haben aus der Hand gelesen usw. Das Mystische wirkt in ihnen – das sieht man einfach. Wir finden zahlreiche Hellseher unter den Zigeunern, wir stellen fest, dass das Blutsverwandtschaftliche in ihnen stark wirkt – diese Emotionalität, die sie haben und die an die Stufe der Empfindungsseele grenzt. Bei ihnen ist die Verstandesseele sehr stark mit dem Empfindungsseelischen vermischt, deshalb sind sie immer so künstlerisch veranlagt, sie werden Musiker und Tänzer und leben von der Hand in den Mund. Selten gelingt es jemandem, sich aus dem Sumpf herauszuarbeiten. Tausende von Jahren lang haben sich diese Menschen nicht integriert. Was mag das für eine Kultur gewesen sein, was war die damalige Sünde, dass ihre Erben sich seit Tausenden Jahren nicht an die Gesellschaften anpassen können?! Deshalb klingt die Strophe „Ein schwarzer Arappe reitet auf einem weißen Pferd“ heute noch wie etwas Absurdes, wie „Holzeisen“, wie etwas, was schlecht ist. Das ist eine absolut populäre Phrase in unserer Folklore, welche eine wichtige Quelle von Belegen bildet. Und wir Bulgaren besitzen keine Dokumente über unsere Geschichte, da sowohl die bulgarische Königsbibliothek als auch die Kirchenbibliothek vernichtet wurden, so dass alle Urkunden über unsere Geschichte aus griechischen und lateinischen Quellen stammen. Aus diesen Letzteren gewinnen die Historiker vollkommen fehlerhafte Vorstellungen. Deshalb sollten sie die Folklore studieren, um die Wahrheit zu verstehen. Doch dazu sind esoterische Kenntnisse notwendig, ohne solche Kenntnisse geht es nicht.

Wir sehen heute die Zigeuner als ein Relikt, als Menschen, die sich in der fünften Kulturepoche befinden, bei denen das Empfindungsseelenhafte und Verstandesseelenhafte zugespitzt zur Geltung kommen – sie sind in einem gewissen Sinne auch Schlaumeier. Sie sehen sofort, wo sie einen Nutzen ziehen können und daran ist ja nichts zu rügen. Es ist an sich nicht schlecht, ein Lebenskünstler zu sein. Eine andere Frage ist es, wozu man das benutzt, was man als Gemütsleben in sich trägt, ob es Schäden verursacht oder im Namen Christi förderlich ist. Ob es durch Christus gehen kann? Was sollen die Zigeuner heute machen? Wie sollen sie einbezogen werden?

Eine Frau, die im Bildungsministerium arbeitet, hat mich gefragt, was ich über die Zigeuner sagen kann und wie wir mit ihnen verfahren können. Es gibt heutzutage verschiedene Programme, es gab die „Dekade der Roma-Teilhabe“ – statt ‚Zigeuner‘ wird ja ‚Roma‘ gesagt. Doch das ist eine verlogene Bezeichnung – wir kennen die „Zigeunerweisen“ von Pablo de Sarasate, es gibt die Operette „Der Zigeunerbaron“ von Johann Strauß, die bulgarische Sprache kennt den Ausdruck Wort циганско лято „Zigeunersommer“ mit der Bedeutung „Altweibersommer“. Es ist nicht beleidigend, ein Zigeuner zu sein: Du bist der Vertreter einer uralten Kultur, die irgendwann Fehler begangen hat. Du musst aber nun der heutigen Zeit angemessen werden und Christus im Ich-Prinzip finden.

Wie soll das Modell geändert werden? Wie und wohin sollen diese Menschen integriert werden? In diese Gesellschaft, die Europa nun aufbaut? Doch man sieht, wohin das Modell des Globalismus führt. In welches soziale Modell sollen wir die Zigeuner integrieren? Natürlich muss man bei der Bildung und Erziehung ansetzen. In diesem Sinne investiert die regierende Partei GERB viel Geld in die Bildung, damit die Zigeuner zurück in die Schulen geholt werden.

Meine Mutter hat als Lehrerin in einer Kleinstadt bei Varna gearbeitet und unter ihren Schülern befanden sich viele Zigeunerkinder aus der Untergruppe der  Kopanari (Löffelmacher). Hatte ein Kind nur einen Tag in der Schule gefehlt, so besuchte meine Mutter es zu Hause und interessierte sich, was los war. Sie hatte all ihre Schüler lieb und machte keinen Unterschied zwischen bulgarischen und Zigeunerkindern, sie holte die Zigeunerkinder in die Schule zurück. Dafür haben sie die Schüler geliebt und den Kontakt zu ihr auch später gesucht, als sie pensioniert wurde. Sie sagten: „Frau Mangurova hat uns alles beigebracht, ihr schulden wir das, was wir heute geworden sind“. Manche wurden angesehene Geschäftsleute. Das ist der wahre Sinn des Lehrerberufs, das ist der wahre Sinn der Bildung, und nicht Aussagen wie „Das sind doch Zigeuner, aus denen wird eh nichts!“, die wir nur zu gut kennen. Das Kind muss spüren, dass der Lehrer es liebhat, denn diese Menschen sind sehr feinfühlig. Wenn man sich an sie in einer menschlichen Art, ohne etwas Verurteilendes wendet, dann werden sie einen verstehen. Es gibt niemanden, der einen nicht verstehen wird, wenn man an ihn völlig aufrichtig herangeht. Das ist die große Alchemie des Manichäeismus, der der Menschheit als wahre Mysterien erst in der sechsten Wurzelrasse in 6000 Jahren zugänglich sein wird. Der Manichäismus ist ein höheres Mysterium als das Gralsmysterium. Der heutige Mensch muss langsam zu einer Form des Manichäismus fähig werden, so dass das Böse zum Arbeiten für das Gute eingespannt wird. Nun erfüllen die Zigeuner quasi die Rolle des Bösen, solche Meinungen werden geäußert. Doch waren diejenigen, die den Staat in der Raubprivatisierung bestohlen haben, Zigeuner? Wer hat eigentlich die Karre in den Dreck gefahren? Die Staatssicherheit, also die satanischen Atheisten des früheren Regimes. Die Zigeuner sind der Sündenbock, sie wurden aus den Fabriken entlassen und wurden arbeitslos. Sie stehlen natürlich, doch in viel größeren Ausmaßen stehlen manche Bulgaren. Die Zigeuner terrorisieren die Dorfbevölkerung durch Diebstahl von Hühnern, geerntetem Obst und Gemüse, doch die Banditen terrorisieren die Städte. Jeder terrorisiert jemanden, es beginnt ein Krieg aller gegen alle, in dem alle einander terrorisieren. Wie können wir uns entwirren? Wir müssen wirklich zu diesen Menschen mit dem richtigen Blick schauen. In einem gewissen Sinne sind sie ein Riesenreichtum, denn vor uns sehen wir die Vertreter einer Kultur, die vor 4000 Jahren existiert hat. Nun muss man mit diesen Menschen eine gemeinsame Sprache finden, damit man zusammen zu einer neuen Bewusstseinsform übergeht und eine neue soziale Ordnung aufbaut. Selbstverständlich wird das nicht die jetzige Ordnung des Gesetzes sein. Das muss von innen kommen. Die Bildung muss reformiert werden, denn die heutige Bildung ist lediglich eine Kaserne für den Geist. Man muss zur Religiosität übergehen. Hier spielen die evangelischen Kirchen eine wichtige Rolle, die zu den Zigeunern predigen, dass man etwa nicht stehlen darf. Und nach und nach tritt eine Wandlung in die Menschen ein.

Vor zwei Jahren haben wir Konjowo bei Nova Zagora besucht. Das ist das Heimatdorf von Djado Wlajtscho, dem wieder inkarnierten Johannes dem Täufer. Es war Sonntag, wir waren um zehn Uhr da, aber niemand konnte uns die Gemeinde aufschließen, wo es eine Gedenkecke mit Bildern, Dokumenten usw. von Djado Wlajtscho gibt. Wir haben nach dem Schlüssel gesucht, den übrigens eine Zigeunerin aufbewahrte. Auf der Suche nach dem Schlüssel haben wir eine andere Zigeunerin getroffen, die uns sagte, dass sie gerade zum Gottesdienst geht. Als wir fragten, was das für ein Gottesdienst war, erzählte sie, dass der Pfarrer in seinem Haus einen Raum eingerichtet hat – mit einem Kreuz usw. Dieser Mann wurde zum Pfarrer in einer der evangelischen Konfessionen ausgebildet und evangelisiert seitdem die Bevölkerung. Die Frau sagte begeistert: „Es ist so schön, an Christus zu glauben, zu Ihm zu reden!“ Die Frau war so aufrichtig, hat mit solcher Liebe von Christus gesprochen, die man bei Bulgaren selten findet. Wenn die Feinfühligkeit, die diese Menschen besitzen, auf den richtigen Weg gebracht wird – durch Bildung, durch Religiosität, denn sie müssen mit ihrem Verstand wahrnehmen, was zu ihnen gesagt wird -, wird sehr viel erreicht. Das Sinnliche in ihnen, das nun zum Vorschein kommt als Bauchtanz zu primitiver Musik, als all diese Überreste der Vergangenheit, die einen nach unten ziehen -, muss in andere Bahnen gelenkt werden. Der Prozess muss vom Bauch aufwärts ansetzen. Eine wahre Bildung, nicht die heutige, gepaart mit Religiosität, können diesen Menschen dazu verhelfen, Christus und das Ich-Prinzip in einer ihnen angemessenen Art zu finden. Es gibt keine höhere menschliche Manifestation als dass der Mensch persönlich schöpferisch mit dem Ich-bin-Prinzip etwas hervorbringt. Das ist die höchste Manifestation im Menschen! Das ist der Heilige Impuls, über den ich spreche, den ich versuche zu verbreiten. Wenn diese Menschen Christus in einer ihnen angemessenen Art finden, wird in ihnen das Niedrige des Zentaurs – die Beine und Hufen – abfallen und das Menschliche vom Bauch aufwärts bleiben. Denn jeder Mensch ist ein Zentaur, ein Mischwesen, dessen Tiernatur im Astralleib ist und noch tiefer in den Ätherleib sinkt, was auch auf den physischen Leib zurückstrahlt. All das muss allmählich abfallen, so dass der Zentaur in einen Menschen transformiert wird, von dem man sagen kann – „Da ist der Mensch!“ Das kann mit den Zigeunern geschehen. Es gibt unter ihnen manche, die Geschäftsleute, Landwirte werden, sie sind nicht mehr auf das Stehlen angewiesen, sie können ihr eigenes Haus bauen. Die Arbeit nützt in erster Linie ihnen selbst, denn sie sind nicht mehr von der Sozialhilfe abhängig und gewöhnen es sich ab, immer “Gib!” zu rufen. Denn von Kind auf haben sie nur gelernt, dass man ihnen “geben” muss, anstatt es sich selbst zu verdienen. Man muss also aus dem Empfindungsseelenmäßigen herauswachsen. Im Empfindungsseelenmäßigen verbleibt derjenige, der nur „Gib!“ schreit. Man muss zur Verstandesseele heranwachsen, so dass man sich fragt, was man tun kann, um Geld für das Brot zu verdienen. Dann kann man auch zur Bewusstseinsseele und zu den erhabenen Wahrheiten heranreifen, so dass der Geist irgendwann in einem wirken kann. Doch dazu muss es zuerst Individuen geben, die den Geschmack, den „Engelsduft“ des Geistes kennen und wissen, wie er in ihrem Ich wirkt, wie er ihre Seele erweitert, wie er in den Jahve-Kubus eintritt, wie man vor Dankbarkeit weint, wie er in einem als Bewusstsein erstrahlt, wie all das in einen hereinströmt. Doch zuallererst muss man eine Einstellung zum Positiven gewinnen und nicht alles verleugnen und ablehnen. In Bulgarien geschehen wunderbare Sachen, es gibt wunderbare Menschen. Der verstorbene Schauspieler Joko Rosic sagte einmal, dass Bulgarien voll von wunderbaren Menschen ist. Doch wir müssen auf sie zeigen und nicht nur auf das Negative schauen. Die Medien sind ahrimanisiert, sie sind die Diener Ahrimans, deshalb ernähren sie sich nur vom Unglück, sie berichten nur von schlechten Ereignissen, Unfällen, Morden und Katastrophen. Bojko Borissov versucht, etwas zu erreichen, das Positive anzuheben. Denken Sie an folgende Worte von mir – die Dinge in Bulgarien werden im nächsten Jahr unumkehrbar werden. Wir werden glänzend die EU-Präsidentschaft meistern und zum Vorreiter Europas werden, der die Richtung weist. In der EU gibt es keine politischen Führer, aber Bulgarien hat endlich einen wahren Führer in Christo. Alle wollen ihn verhindern, doch immer, wenn man als Ich zum nächsthöheren Weiher wachsen will, bedarf es nach der Art Christi einen Widerstand. Deshalb gibt es auch die Sozialistenvorsitzende Kornelia Ninova und die ganzen schizophrenen Politiker, die man auf dem äußeren Plan sieht. Bojko wird wachsen, er ist der Große und Bulgarien wird aufwärtskommen. Davon ist nicht loszukommen – all unsere Hellseher bestätigen es. Bulgarien wird gedeihen. Wenn es der Ich-Träger der Menschheit ist, der Fahnenträger, der die Entwicklungsrichtung anzeigt, dann wird das geschehen. Indem der Impuls der Synthese angeeignet wird, lassen sich immer größere Tore vor dem bulgarischen Volk öffnen. Aber wer wird dazu bereit und dessen würdig sein?

Neulich sind mehrere blinde Menschen in einem Verkehrsunfall gestorben. Die karmische Belastung der Blindheit war nicht genug, sie mussten auch in einem Unfall sterben. Menschen sterben massenhaft an Krebs, Herz- und Hirnanfällen. Es ist ein „Säubern“ im Gange! Also muss es entweder eine Umstrukturierung geben, doch nicht eine Umstrukturierung der Regierung, sondern jeder muss in sich selbst seine Weltanschauung umstrukturieren. Man fängt oben an und arbeitet sich nach unten.

Ich hoffe, das das, was ich hier seit nun schon mehreren Stunden sage, gut verstanden wird, so dass es im Menschen zu fermentieren beginnt und daraus Fragen entstehen, damit auch die Antworten kommen. Jeder soll seine Ich-Metamorphose vollziehen, damit das wahre Christentum des Ich beginnen kann, das wahre Zeitalter des Wassermanns. Das Zeitalter des Wassermanns ist das Zeitalter des Ich, es hat für vereinzelte Menschen angefangen, jedoch nicht für alle. Und als Beinsa Douno äußerte, dass das Wassermannzeitalter 1916 eingesetzt hat, da ging es um das Ich, um das Zeitalter des Ich. Das ist das Christentum des Heiligen Geistes. All das bisher Gesagte orientierte sich an jenem Fluchtstab, den wir im ersten Video aufgestellt und bei allen bisher gestreiften Themen im Auge behalten haben. Nach diesem Zyklus aus sechs Vorlesungen hoffen wir, dass es bald mit Gottes Hilfe einen neuen Themenzyklus geben wird, in dem auch andere Fragen allgemeineren und konkreteren Charakters beantwortet werden. Ich bedanke mich bei jedem, der die angebotenen Materialien angeschaut hat. Sie sind jenem Samen aus dem Gleichnis vom Sämann (Lukas 8: 4-8) ähnlich, der in die gute Erde fällt und aufgeht und hundertfache Frucht bringt. Diese Frucht bist du, Bruder, oder du, Schwester, die ihr diese Videos schaut! Das wirst du selbst sein. Es gibt keine größere Hilfe für den Menschen, als dass ihm jemand den Weg weist, auf dem er zum Ich-bin werden kann. Ich danke für die Aufmerksamkeit.

 

 

 

 

Der Niedergang der gegenwärtigen Wissenschaft

Original-Video

Diese sog. kurzen Videos fallen gar nicht so kurz aus, doch die Zeiten verdichten sich und drängen zur Begründung durch mehr Argumente. In meinen zahlreichen mehrstündigen Vorlesungen findet sich zwar eine Vielzahl von Argumenten, die den geisteswissenschaftlichen Standpunkt bei der Behandlung dieser Probleme vertreten. Nun aber werden sie in einer stärker verdichteten Form Ihrer Aufmerksamkeit angeboten.

Bisher haben wir über den ersten Impuls der Schutzengel gesprochen und dabei gesehen, wie die Brüderlichkeit als ein zerstörerischer Missbrauch der Sexualität zutage tritt und zum Ich-Vampirismus führt, der jegliche Brüderlichkeit erdrückt. Um eine Brücke zur Wissenschaft zu schlagen, wollen wir wieder auf das Gemälde „Salvator mundi“ eingehen, das neulich für mehr als 400 Millionen Dollar verkauft wurde.

Wenn wir dieses Porträt des Erlösers betrachten, können wir eine gewisse Ähnlichkeit mit Mona Lisa feststellen. Christus scheint hier geschlechtslos zu sein und die Verfechter der sexuellen Revolution würden sagen: „Seht her, sogar Christus ist geschlechtslos! Wir sollten uns doch zu Ihm hinauferheben!“ Doch dieser Christus, den Leonardo dargestellt hat, hat das Geschlechtliche in rechtmäßiger Weise überwunden und ist selbst zum Gral geworden. Das wird auch der Mensch zukünftig erreichen, jedoch nur in der Gemeinsamkeit von Mann und Frau. Deshalb trägt Christus auf dem Bild eine Ellipse oben auf seinem Gewand. Wer von diesen Dingen etwas versteht, sieht hier die Versinnbildlichung der Entwicklung vom Saturn bis zum Vulkan. Nur derjenige, der diese Entwicklung in der richtigen Weise zurückgelegt hat, kann zum Erlöser der Welt werden und im wahren Sinne des Wortes am Ende des zukünftigen Vulkan von sich sagen: „Ich bin Christus“. Dann werden wir zum nächsten Zyklus übergehen. Christus hat als Jesus alle notwendigen Etappen erlebt, indem Er die drei Leiber Jesu in ein Geistselbst, einen Lebensgeist und einen Geistesmenschen innerhalb von zweieinhalb Jahren verwandelt hat. Wir werden dreieinhalb Äonen zur Verfügung haben, um das Gleiche zu bewältigen. Hier kann man das Ausmaß des Mysteriums von Golgatha erahnen und erkennen, wie vielschichtig es ist. Man muss nur die notwendigen Fragen stellen, wie ich sie im ersten Video gestellt habe, z.B. die Frage nach dem Phantom. Dann werden uns die Hierarchien die Antworten offenbaren, die noch tiefgründigere neue Fragen provozieren. Wie ich bereits betont habe, ist das unsere wahre Waffe gegen die geplante ahrimanische Irreführung, die der Menschheit bevorsteht und in der Ankunft des Antichristen kulminieren wird.

Nun wollen wir uns der Wissenschaft und dem Dämonismus widmen, den ihr Niedergang einleitet. Dabei werden wir nicht nur die Beziehung zum ersten Impuls herstellen, denn der Missbrauch der Geheimnisse der Empfängnis und der Geburt, der Missbrauch der Sexualität, all das sind schicksalsträchtige Misserfolge der Wissenschaft. Der zweite Impuls der Engel bezieht sich darauf, dass der Mensch in seinem Mitmenschen ein heiliges Wesen, „ein verborgenes Göttliches“ sehen soll. Er soll spüren, dass er vor einer Seele steht, die absolut individuell und authentisch ist. Das menschliche Miteinander, die Beziehung gleich welcher Art soll ein heiliger Austausch von Seele zu Seele ohne jegliche Vermittlung sein. Deshalb sagte Steiner, dass die Kirche, „wenn sie sich selber richtig versteht“, dahingehend wirken soll, sich selbst „unnötig zu machen“ (vgl. GA 182:146). Die Kirche erhebt den Anspruch, der Mittler, der „Distributor“ sozusagen zwischen mir und Gott zu sein. Doch ich habe gar keinen Bedarf nach einer diesbezüglichen Vermittlung! Es gibt viele Menschen, die diesen Bedarf haben, da sie sich in einem Weiher befinden, der auf einer bestimmten Höhe des Ich-bin-Flusses gebildet wurde. Das Wasser in diesem Weiher ist zwar nicht ganz rein, doch es ist trotzdem Wasser, ohne das man austrocknen wird.

Der zweite Impuls der Schutzengel betrifft die vollständige Freiheit im geistigen Umgang der Menschen, welcher ein heiliger Akt der Seelen sein soll. Wenn dieser Impuls nicht in rechter Weise empfangen, erkannt und in den nächsten Leben umgesetzt wird, führt das zur „instinktiven Erkenntnis gewisser Heilmittel“ (ebd., S.155). Diese Impulse treten in uns als Instinkte in Erscheinung, da sie zum Willen vorgestoßen sind und von dort als Instinkte wirken. Das führt zu einem immensen Chaos in der Medizin, es wird bereits möglich sein, Krankheiten zu schaffen. Der Mensch entscheidet aus rein egoistischen Gründen heraus, ob er Krankheiten schaffen will, die er mit angeblichen Heilmitteln heilen wird. Die Menschen berauschen sich an der Möglichkeit, Krankheiten zu schaffen und sie zu heilen, aber das wird die Medizin und die Gesellschaft zu einem unüberwindbaren Chaos führen. Den Missbrauch der Medizin sieht man im Herumwühlen im Genom und in der Suche nach solchen heilenden Substanzen verwirklicht. Jetzt wird angestrebt, unbedingt alle Babys zu impfen. Gemeint sind hier nicht jene traditionellen Impfstoffe gegen Tetanus u.dgl., sondern solche Substanzen, die die Kinder buchstäblich vergiften – solche Fälle gibt es schon -, so dass sie später keine Beziehung zu Christus, zum Spirituellen haben werden. Zukünftig, sagte Steiner in GA 177 – und das ist womöglich schon Wirklichkeit geworden -, wird es einen Impfstoff geben, der auf dem Verwaltungsweg als eine Pflichtimpfung jedem eingespritzt wird, damit er später nie zu dem Gedanken kommt, dass es eine Seele und einen Geist gibt. Alle sollen nur Leiber sein, wie Ahriman das wünscht.

Der dritte Impuls der Schutzengel, der auch nicht in der angemessenen Art empfangen wurde, bezieht sich darauf, dass der Mensch zu einer Weltanschauung kommt, die in allem, was ihn umgibt, in allen Natureichen, das Geistige sieht. Es soll Brüderlichkeit unter den Menschen herrschen, jedoch nicht im Sinne einer entarteten Sexualität, sondern die Brüderlichkeit von Ich-Persönlichkeiten der sechsten Kulturepoche, in denen der Heilige Geist als die Gruppenseele solcher Gruppen herabsteigen wird. Doch wir sehen, wie heute anstelle des freien geistigen Lebens eine Unzahl von Kirchen und geistigen Strömungen existieren, in denen manche die geistigen Bestrebungen der Menschen zu versilbern wissen.

Dieser dritte Impuls äußert sich darin, dass der Mensch instinktiv zu der Fähigkeit kommen wird, durch bestimmte Bewegungen mechanische Kräfte in den Maschinen auszulösen. Die Maschinen werden nur durch die menschliche Berührung in Gang gesetzt. Das Berühren des Displays eines iPhones erinnert uns sehr stark an die Erfüllung dieser Worte Steiners. Die Maschine des amerikanischen Erfinders aus dem 19. Jahrhunderts John Worrell Keely, die nur von ihm in Gang gesetzt werden konnte, war nur die Prophezeiung des Zukünftigen. Mit dem heutigen abstrakten Denken kann man gegenwärtig nur solche mechanischen Kräfte auslösen, die den Menschen schaden, aber das gefällt den Menschen, sie berauschen sich daran. Heutzutage ist jedes Kind von seinem Smartphone abhängig. Was wird wohl folgen, wenn in das menschliche Gehirn erstmal ein Chip eingepflanzt wird? Die Welt wird von der Wissenschaft in eine Richtung getrieben, die zu noch mehr Entsetzlichem führt. Der herkömmliche Materialismus der vergangenen Jahrhunderte wird uns geradezu romantisch erscheinen im Vergleich zum Hypermaterialismus, zu dem wir seit der Mitte des 20. Jahrhunderts vorgerückt sind.

Harun al-Raschid, dessen mohammedanische Anschauung kombiniert mit der Anschauung Aristoteles‘ die damalige europäische Anschauung in den Schatten stellte, und sein weiser Ratgeber inkarnierten jeweils als Francis Bacon und Jan Amos Comenius und begründeten den Materialismus in Wissenschaft und Bildung. Der Lordkanzler von Großbritannien Bacon bahnte den Weg zu der neuen Atlantis („Nova Atlantis“), d.h. zu der neuen Anschauung der Naturwissenschaft. Zusammen mit dem aus dem Slawentum heraus wirkenden Comenius haben beide wie in einer Zange Europa fest umklammert und das neue Organon entworfen, nach dem sich die Wissenschaft, ja die Zivilisation überhaupt zu entwickeln hatte. Danach hat Kant dieses Organon bereichert, Steiner hat sein Organon beigetragen und wie ich in meiner letzten Vorlesung sagte, ist das, was ich als die Synthese der beiden Impulse vortrage, das neue Organon, nach dem die Zivilisation der Menschheit aufgebaut werden soll. Das mag jemandem anmaßend klingen, doch ich weiß, worüber ich spreche und habe meine Argumente dargelegt. Es ist empfehlenswert, die Vorlesung „Die michaelische Methode der Beziehung zur geistigen Welt“ in ihrer schriftlichen Fassung zu studieren.

Nachdem Bacon und Comenius die Bildung und die Wissenschaft in Europa in ihrer Zange fest umklammert hatten, fand die materialistische Anschauung auch in der Bildung Einzug – als die von Comenius eingeführte Anschaulichkeit. Und man hat begonnen, den Kindern Dinosaurier zu malen und ihnen Märchen von Tieren zu erzählen, die vor Millionen Jahren existiert haben sollen. Wenn ein Versuch ein paar Mal durchgeführt wurde und zum gleichen Ergebnis führte, wurden die Ergebnisse für wahr erklärt. Das ist die Methode der Naturwissenschaft, die jedoch nur im Mineralreich funktionieren kann, nicht im Lebendigen. Aber der Wissenschaftler wendet die Gesetze, die ihm zur Verwendung im Mineralreich gegeben wurden, auch auf die lebendigen Reiche, auf das Pflanzen- Tier- und Menschenreich an. Und das hat erschreckende Folgen. Die ahrimanisierte kosmische Intelligenz, die dem Menschen innewohnt, wird mit der Raumfahrt auf den Kosmos ausgeweitet, um zuerst das Sonnensystem zu ahrimanisieren und anschließend jenseits des Sonnensystems vorzudringen. Doch das wird nicht möglich sein, da es dort draußen keinen Kosmos gibt. Dort befindet sich alles, was sich unserem Sinnesblick als Sterne, Sternhaufen und Galaxien zeigt, in der geistigen Zeit.

Die Anschauung, die Francis Bacon mit der Unterstützung von Jan Amos Comenius durchsetzte, führte zur Entwicklung des verstärkten Materialismus des 19. Jahrhunderts. Doch jener Materialismus war etwas Leichtes im Vergleich zu dem, was jetzt geschieht – der heutige Hypermaterialismus verwandelt sich bereits in einen okkulten Materialismus, der von den in der Wissenschaft herrschenden schwarzen Logen und übersinnlichen Widersacherwesenheiten inspiriert wird. Diesen Weg schlägt die Wissenschaft gegenwärtig ein. Seit langem wirken wir nicht mehr auf dem physischen Plan, sondern in den unterphysischen Welten der Elektrizität, des Magnetismus und der Atomkraft. Immer tiefer abstürzend, steigt der Mensch nicht nach oben zum nächsten Weiher auf der Ich-Leiter auf, sondern buddelt im Mineralischen und sucht dort immer tiefer einzudringen. Das Ich-bin-Prinzip, das vom Absoluten ausgeht und als Geist, Liebe, Gedanke, Licht, Energie, Stoff kondensiert wird, treiben wir in die Unterwelten als Elektrizität, Magnetismus und Atomkraft. Und am CERN wird noch tiefer gebuddelt, dort sucht man nach der göttlichen Partikel, von der alles entstanden ist.

Was geschieht dabei? Das Ich wird dabei als Substanz eingeflochten, von deren Beschaffenheit man nichts weiß, denn nur durch das Erleben von Christus kann man irgendwann zur Erkenntnis dieser Substanz von Christus gelangen, die anders ist als die Substanz von Engeln, Erzengeln usw. Das ist ein großes Geheimnis, das ist die wichtigste Frage im menschlichen Leben – das Mysterium des Ich, mit dem wir diese Videoreihe eingeleitet haben. Dieses Ich-bin-Prinzip wird immer tiefer in die unterphysischen Welten eingebuddelt, die als Erdschichten bestehen. Man ist bis zur Atomkraft vorgedrungen. Bisher sind neun Erdschichten bekannt und auf dem zukünftigen Jupiter werden wir zur zehnten und elften Schicht blicken, auf der zukünftigen Venus – zur zwölften. Ich weiß noch nicht, ob dort das Ende ist oder noch tiefere Schichten bestehen. Hier streifen wir das, was Judith von Halle mitgeteilt hat, worüber alle Anthroposophen, einschließlich des verstorbenen Sergej Prokofieff, gestolpert sind.

Der Astrophysiker Ian O’Neill hat neulich über den Stand der Untersuchungen am CERN berichtet und dabei etwas höchst Aufschlussreiches erwähnt. Die Astrophysiker gehen von einem Urknall aus, der vor sechs Milliarden Jahren stattgefunden hat (was nachher zu 13,8 Milliarden Jahren berichtigt wurde, man hat keinen Respekt vor Zahlen). Materie und Antimaterie kämpfen gegeneinander, wobei obligatorisch die Materie über die Antimaterie siegen muss, denn sonst wären wir nicht entstanden. Die Wissenschaftler am CERN haben ihre Messgeräte dermaßen vervollkommnet, dass sie in der Lage sind, bei den Teilchenkollisionen, die sie im Teilchenbeschleuniger vornehmen, Vakuumfallen abzusondern, damit sich Protonen und Antiprotonen nicht verbinden. Jedem Proton entspricht ein Antiproton mit einer bestimmten Quantenzahl, die mit dem umgekehrten Vorzeichen erscheint. Die Wissenschaftler nahmen Messungen des magnetischen Moments der Protonen und Antiprotonen vor, wobei die Antiprotonen in diesen Vakuumfallen eingefangen wurden. Es wurde festgestellt, dass das Proton und das Antiproton das gleiche magnetische Moment haben, was die Forscher vor die große Frage stellt, warum wir dann existieren. Das Proton und das Antiproton müssten sich gegenseitig neutralisieren, so dass nichts existieren kann. Doch wir existieren eindeutig. Die klassische Newtonsche Physik erscheint schon seit langem als etwas Antiquiertes, obwohl Newton mit seinem Apfelexperiment gar nicht das Wesen der Gravitation und die Kräfte, die ihr zugrunde liegen, erfassen konnte. Nach der Entstehung der Quantenphysik Ende des 19. – Anfang des 20. Jahrhunderts hat man beobachtet, dass die Materie entweder als Atome (also Stoff) oder als ein Feld in Erscheinung tritt, je nachdem, wie man sie beobachtet. Das hat die Wissenschaftler sehr verblüfft und die Newtonsche Physik überholt gemacht. Doch was ist eigentlich die Materie? Laut Karl Marx ist sie das Primäre und Darwin hat diese Ansicht mit seiner Theorie der Abstammung des Menschen vom Affen bekräftigt. Das war zwar nur eine Idee von ihm, doch die Menschen haben sie bedenkenlos übernommen. Danach ist diese Anschauung als Ideologie in die Köpfe von Lenin, Trotzki und co. eingezogen und die Entstehung des Bolschewismus bewirkt – jenes Ereignisses, das die Welt unter Aufbringung von Millionen Opfern umgekrempelt hat. Und der Bolschewismus ist noch nicht am Ende, er wird auch zukünftig Tribut fordern, da sich die Anschauung der Menschen nicht entwickelt hat. Kombiniert mit dem Hypermaterialismus wird die materialistische Anschauung dazu führen, dass die Menschen Ahriman begeistert empfangen werden.

Die Quantenphysik hat also die Newtonsche Physik zerschlagen und auf diesem Nährboden ist Einsteins Relativitätstheorie als ein Ausdruck des abstrakten Denkens entstanden. Doch für die Menschen ist Einstein groß, da sie ihn nicht verstehen. Das Problem, warum es einmal Materie und ein anderes Mal Feld gibt, scheint unlösbar. Einstein soll am Ende seines Lebens bereut haben, was er gemacht hat, denn das, was er mit seinem abstrakten Verstand bewirkte, führte zum Auslösen der Atomkraft.

Am CERN wird heutzutage immer tiefer in die unterphysischen Welten gebuddelt, um das Rätsel zu lösen, warum wir existieren, wenn das Proton und das Antiproton die gleichen magnetischen Momente haben. Das Ich-Prinzip wurde nicht erhoben, sondern immer tiefer hineingesteckt. Statt mit Christus aufzusteigen, wird mit dem Ich-bin-Prinzip immer tiefer gebuddelt. Dabei werden immer feinere Teilchen – die göttlichen Teilchen – entdeckt. Das Ich-bin ist zu einem Teilchen verkommen, statt das Ich-bin vom Absoluten zu sein! Das kondensierteste Ich-bin befindet sich am tiefsten. Das entspricht der Absicht Ahrimans, der aus dem tiefsten Schlund verkündet: „Das, was ihr hier unten gefunden habt, ist Gott“. Ahriman ist der Gott von all dem und indem er alles, was vom absteigenden Ich-bin-Prinzip erschaffen wurde, vernichtet, will er mit seiner eigenen Schöpfung unten beginnen. Was ist das, was ‚Materie‘ und ‚Antimaterie‘, ‚Protonen‘ und ‚Antiprotonen‘ genannt wird? Die Quantenphysik war nur eine Zwischenstation auf dem Weg zu dem, was gegenwärtig am CERN unternommen wird. Sie hat zur Atomkraft und zu den thermonuklearen Reaktionen geführt und wir können beobachten, wie so etwas in Nordkorea als Drohwaffe verwendet wird. Doch wir Menschen gehen immer noch abwärts. Wonach suchen wir dort unten und was werden wir dort finden?

Vor der Materie steht das physische Prinzip. Es hat mit dem Weltenfeuer angefangen, das die Throne auf dem alten Saturn in der höchsten Astralität ausgestrahlt haben. Das war die Liebe des Vatergotts, die sich als Wille durch die Geister des Willens (Throne) manifestiert hat. Nach dem Durchlaufen aller bisherigen Äonen hat sie den Tod im Stoff (im Mineralischen) erreicht. Deshalb bestimmte Beinsa Douno den Stoff als die unterste Stufe der ganzen Weltschöpfung. Dieses Weltenfeuer, das eine Manifestation des Ich der Geister des Willens ist, breitet sich nach unten aus und erreicht das Mineralische. Immer tiefer hinein stopfen wir das Ich der Throne, das Ich-bin-Prinzip, dem auch Christus immanent ist, denn Er ist auf der Leiter, auf der sich das Ich-Prinzip manifestiert, immer anwesend. Die Throne sind durch ihr Opfer aufgestiegen, wie das immer bei einer Opferbringung geschieht. Das, was man als ein Proton sieht, ist die mineralische Manifestation des physischen Prinzips, die diese Stufe erreicht hat – sozusagen das Sinnlich-Sichtbare. Das Anti-Proton bzw. die Antimaterie ist das geistige Prinzip, das hinter dem sinnlich Wahrnehmbaren steht. Warum vernichten sich beide nicht gegenseitig? Hinter allem steht ein geistiges Prinzip. Wenn wir über die Gravitation sprechen, die selbstverständlich als ein Naturgesetz wirkt (der Apfel fällt uns auf den Kopf und steigt nicht nach oben), so stehen Wesenheiten hinter all dem, die durch das Naturgesetz wirken. Die Throne wirken über die Geister der Bewegung und die Elohim, damit die Erde diese Form hat, die uns als statisch erscheint. Die Arbeit der Hierarchien erscheint in unserem Äon der Erde als ein Naturgesetz. All das wurde im Pralaya zwischen dem alten Mond und dem Erdenäon auf der Grundlage des Produkts der alten Sonnen- und Saturnverkörperung ausgearbeitet, damit es bei uns – unter den Bedingungen der physisch-sinnlichen Welt – in Form von Naturgesetzen wirkt. Wenn wir also von Gesetzen reden, so stehen Wesenheiten hinter diesen Gesetzen. Wenn wir von Materie reden, so stehen Wesenheiten hinter der Materie – die Throne. Wenn wir von Antimaterie reden, so ist das der tatsächliche Thron im geistigen Sinne des Wortes, der dieser Substanz vom Vatergott und somit allem zugrunde liegt. Es gibt nichts, was außerhalb dieser Substanz ist. Mit Ausnahme von Christus, der den Auferstehungsleib aus dem Pralaya in den irdischen Äon hinübergerettet hat. Alles andere ist die vom Vatergott kommende und über die Throne ausgestrahlte Substanz. Was ist also die Antimaterie? Das ist das geistige Korrelat der Materie. Je tiefer man buddelt, desto mehr dringt man in geistige Zustände, in Protonen ein und nicht in Gestein, Eisen u.dgl. Immer mehr geht man zu Feldern über. Beim Proton gibt es schon den Übergang zum Feld. Man kann so tief graben, wie man will: Auf dem Boden der Welten wird man die uranfängliche Substanz als die Manifestation des Ich-bin-Prinzips finden. Allerdings sucht man da unten in einer unberechtigten Art nach ihr, wobei die Pforten der Hölle geöffnet werden. In der sechsten, siebten, achten Erdschicht gibt es immer stärkere vernichtende Kräfte. Diesen Kräften öffnen die Forscher das Tor und sie können draußen zur Geltung kommen. Gerade das geschieht heutzutage. Wenn man einen geistigen Blick hat – das, was der dritte Impuls der Schutzengel ausmacht, den sie uns eingeprägt haben -, wird man überall sehen, wie die Materie vom Christus-Prinzip durchzogen ist. Christus ist der Geist der Erde. Egal, wie tief am CERN gebuddelt wird, auf dem tiefsten Boden wird man wieder das Ich-bin Prinzip Christi finden. Aber da dies nicht in der rechten Weise geschieht, wird die Pforte den Dämonen geöffnet, die an die Oberfläche kommen – die luziferischen Wesenheiten als Felder und die ahrimanischen Wesenheiten als Atome. Und gegenwärtig wird am CERN den Asuras das Tor geöffnet – die größten Gegner der Bewusstseinsseele und des menschlichen Ich-bin. Und hinter ihnen steht Sorat. Soweit hat es die „Elite“ der Wissenschaft mit den Experimenten am CERN gebracht.

Wohin wird das alles führen? Steiner hat das Werk von Ernst Haeckel, der die Evolution vom materialistischen Standpunkt betrachtet, transformiert und vergeistigt. Danach ist es herabgestiegen als die Geisteswissenschaft über die Evolution im wahren geistigen Sinne, die auf dem alten Saturn ihren Lauf genommen hat. Ohne eine Hinwendung der Wissenschaft zur Geisteswissenschaft wird die Menschheit immer tiefer buddeln und immer größere dämonische Kräfte zutage fördern. Diese Kräfte werden den Menschen angreifen. Das Silicon Valley in Amerika arbeitet parallel mit dem CERN in der Schweiz. Anzumerken ist, dass das alles nicht weit von Dornach geschieht, von wo die Geisteswissenschaft ausgestrahlt wurde. Das, was am CERN vorgenommen wird, ist noch viel schlimmer als das in Silicon Valley. Das Silicon Valley besorgt quasi das Instrumentarium, es ist der Comenius der Gegenwart, doch der gegenwärtige Harun al-Raschid, das sind jene Forscher am CERN. Wenn beide sich vereinen, wird aus dem Menschen ein Bioroboter – eine Kombination aus Mensch und Maschine.

Das wird uns vorbereitet, das wird angestrebt und deshalb müssen wir vorsorgen. Das, was ich sage, sollte wahrgenommen werden. So kann jeder die notwendigen Entscheidungen über sein zukünftiges Handeln treffen und in sich die michaelische Anschauung ausbilden. Die michaelische Anschauung kann in alle uns umgebenden Tatsachen eindringen und beurteilen, was sie bedeuten, damit diese Wahrheiten ausgesprochen und verkündet werden. So werden sich die geistigen Wesen einmischen und sich hinter uns stellen können, um gegen die Widersacher zu kämpfen. Wir besitzen nicht die Schleuder Davids und der Krieg wird auch nicht mit Raketen geführt. Dieser Krieg ist ein Krieg der Weltanschauungen, ein Krieg zwischen Menschen, die zu Schwarz- oder zu Weißmagiern werden. Der weiße Magier zieht die himmlischen Kräfte an, die gegen die luziferischen, ahrimanischen und asurischen Widersacher kämpfen können. Sorat wird auch bei der Begegnung mit dem Antichristen in Erscheinung treten, so wie alle vorhandenen dunklen Mächte. Wie soll man mit der kläglichen Anschauung, die in den Sümpfen der unrechtmäßigen Spiritualität gepflegt wird, ihnen entgegentreten? Ein jeder stelle sich diese Frage, die tief in seinem Inneren, in seinem Ich erklingen möge. Soviel dazu.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Der Dämonismus der sexuellen Revolution

Original-Video

Mit dem letzten Thema hängt das vorliegende Thema über den Dämonismus der sexuellen Revolution zusammen. Bekanntlich wird seit einigen Jahrzehnten weltweit die Flagge der sexuellen Revolution geschwenkt, die uns als die Zukunft des Menschenlebens im Bereich der Sexualität proklamiert wird. Eine kleine Ergänzung über die In-Vitro-Kinder will ich an dieser Stelle einschieben: Diese Kinder bezahlen ein spezifisches Karma ab. Sie sind die Träger eines besonderen Karmas, das sie abzutragen haben, über das ich vorläufig keine weiteren Details liefern darf. Das wird aber im Leben dieser Kinder sichtbar werden.

Es gibt große Unterschiede unter den Menschen auf der Erde und nicht zufällig ist die weiße Rasse der Fahnenträger der Entwicklung, da sie das Ich-Prinzip der Bewusstseinsseele trägt. Die fünfte nachatlantische Kulturepoche ist die germanische Kulturepoche. Nicht von ungefähr wird die weiße Rasse den meisten Angriffen ausgesetzt – durch die Entwicklung der Technologien, durch den „Modernismus“ in den sozialen Lebensformen, durch die „Revolution“ von Wissenschaft und Technik. Deshalb wird sie im Kopf angegriffen – wir sehen, dass heutzutage die Männer zunehmend kahler werden – vor 30 bis 40 Jahren gab es nicht so viele glatzköpfige Männer. Zudem werden die Menschen der weißen Rasse im Geschlechtssystem angegriffen – es herrscht massenhafte Unfruchtbarkeit. Eine große Anzahl von Paaren können keine Kinder bekommen, da die Frau, der Mann oder gleichzeitig beide Fertilitätsprobleme haben. Den weißen Menschen trifft also das, was wir „Fortschritt“ nennen, am meisten. Doch wie sollen die Seelen heruntersteigen und ihr Karma abbezahlen, wie sollen die Iche auf die Erde kommen, um Geburt und Tod zu erleben, wenn keine Kinder zur Welt kommen können? In diesem Sinne stellt der Dämonismus, der mit der sog. sexuellen Revolution einherschreitet, ein erhebliches Problem dar. Grundsätzlich ist jede Revolution ein dämonisches Werk, da sie das Schlechteste, was im Menschen schlummert, herausholt. Die sexuelle Revolution, die unter freiwilliger Beteiligung der Menschen durchgesetzt wird, hinterlässt keine äußeren Schäden und Zerstörungen, wie wir sie von der sog. „Großen“ Französischen und der Oktoberrevolution kennen.

Der im letzten Video erwähnte erste Impuls der Schutzengel hat einen weiteren Aspekt. Nicht nur kommen die Menschen in instinktiver Weise hinter die Geheimnisse der Empfängnis und Geburt, sondern dieser Instinkt tritt auch als ein zerstörerischer Missbrauch der Sexualität in Erscheinung. Die Menschen werden zu wahrhaftigen Teufeln. Die äußere Wissenschaft behaupten natürlich, dass diese Instinkte im Menschen in rechter Weise existieren, dass sie berechtigt sind und wir uns ihnen nicht widersetzen dürfen, dass es normal ist, wenn sie äußerlich ausgelebt werden. Es soll keine Rolle spielen, ob der Mensch ein Teufel oder ein Engel ist, ob er auf die Tierstufe absinken oder sich dem Ich-Prinzip folgend sich aus dem Sumpf zum nächsten Weiher erheben wird – das Ausleben von Instinkten soll ja ein natürlicher Prozess sein. Wir können heute beobachten, dass sich die Sexualität auf der Erde in immer mehr Formen ausbreitet. Man spricht von 70 Formen der Sexualität, von neuen Geschlechtern, von Gendern u.dgl., auf deren Hintergrund die üblichen Lesben und Schwulen geradezu etwas Altmodisches sind. All diese Menschen, die tief unglücklich sind, kommen mit einer unüberwindlichen Macht in ihnen zur Welt, die sie dazu drängt, homosexuell zu werden bzw. all die neuen Formen von Sexualität auszusuchen, aus sich alles zu machen, wonach es ihnen beliebt. In der neuen bulgarischen Fernsehserie „Gestohlenes Leben“ werden solche Themen behandelt, und dort wird durchgehend die Idee propagiert, dass das normal sei, dass jeder über seinen Körper nach Belieben verfügen könne. Stellen Sie sich vor, welcher Satanismus durch die sog. Kunst lanciert wird! Auf dem äußeren Plan sieht der Film nicht schlecht aus, die Schauspieler sind gut, doch in den Film werden die ahrimanischen Impulse eingestreut. Wer wachsam ist, kann das bemerken.

Wenn der Impuls zur Brüderlichkeit sich im Menschen nicht entwickelt, warnte Steiner, wenn dieser Impuls nicht aufgeht und wächst, so dass aus ihm in der sechsten Kulturepoche die neuen soziale Lebensformen entstehen, in denen wir leben werden, wird das einen schrecklichen Missbrauch der Sexualität nach sich ziehen, der das Ich vernichten wird. Hierbei geht es um einen Vampirismus, der gegen das Ich gerichtet ist und furchtbare Folgen für die Menschheit haben wird. Wir sehen, dass alles, wovor Steiner warnte, längst zu einer vollendeten Tatsache auf der Erde geworden ist.

Was treibt die Menschen dazu, solche abweichende Sexualität an den Tag zu legen? Ist es tatsächlich eine Naturnotwendigkeit oder ist es etwas anderes? Welche ist die wahre Ursache? Es liegen zahlreiche Fernsehkommentare, Äußerungen von Soziologen, Priestern, Vertretern von LGBT-Organisationen vor, doch sie sagen nichts Wesentliches, sondern gleiten lediglich auf der Oberfläche des Problems. Alle scheinbar ernsthaften Argumente klingen äußerst naiv. Die Kirche behauptet, dass es keine Reinkarnation gibt. Doch warum antwortete dann Christus bei der Rückkehr vom Berg Tabor auf die Frage der Jünger nach Elija, dass Elija kam, doch die Menschen ihn nicht erkannt haben? Und diesen Worten wurde der Satz hinzugefügt „Da verstanden die Jünger, daß er von Johannes dem Täufer zu ihnen geredet hatte“ (Matth.17:13). Christus selbst sagte also im Matthäus-Evangelium, dass Elija als Johannes der Täufer wieder inkarniert war. Warum sollen die anderen Menschen nicht wieder inkarnieren können? Warum gibt es Kinder, die fünf Tage nach der Geburt sterben? Manche Kinder sterben bei der Geburt, andere mit einem Jahr, mit fünf Jahren. Es wurden bei ihnen weder das Ich noch das Ich-Bewusstsein entwickelt, es fand keine Evolution statt. Das Kind wurde einfach nach oben geschickt und soll nach der Logik der Kirche nie wieder auf die Erde kommen. Warum sind solche früh verstorbenen Kinder überhaupt auf die Erde heruntergestiegen? „Damit ihre Eltern dadurch bestraft werden“, werden manche antworten. Aber das Kind ist ein Ich-bin, wann wird es evolvieren? Dazu sind Inkarnationen notwendig. Gott müsste also unheimlich ungerecht sein, wenn manche nur ein paar Tage leben, ohne irgendwann wieder das Privileg zu haben, auf der Erde zu sein, Christus durch Leiden und Schmerzen zu finden und Ihn anzunehmen. Stattdessen kehren sie schnell wieder ins Paradies (denn die Neugeborenen haben keine Sünden und müssten folglich ins Paradies zurückkehren). Wir leben angeblich ein Leben und werden ins Paradies kommen, wenn wir Christus gefunden haben bzw. in die Hölle, wenn wir Ihn verfehlen. Diese Ansicht der Kirche ist absolut naiv! Dann hat also Gott schon im Voraus entschieden, wer wann zu sterben hat. Es wird jemand in niedrigsten sozialen Verhältnissen geboren, dessen Mutter Prostituierte und der Vater drogensüchtig ist und dessen ganzes Leben von täglichen Schlägereien und Drogenexzessen begleitet wird. Wann wird er Christus finden? Ein anderer wird in die Familie eines Pfarrers hineingeboren, unter Christen, die auch finanziell abgesichert sind, dort genießt er eine passende Erziehung und Bildung. Er wird garantiert ins Paradies kommen, da er Christus gefunden haben wird. Eine andere Frage ist es, was er von Christus verstehen wird.

Immer wenn ich evangelische Pfarrer mit ein paar dieser Beispiele konfrontiert habe, gab es heftige Reaktionen, manche haben vor Wut so geschäumt, dass sie mich vielleicht umgebracht hätten, wenn sie ein Messer zur Hand gehabt hätten. Ich habe mit dem gutmütigsten Ton etwas über Christus gesagt, doch die Pfarrer waren entsetzt, da ihre ganze Gesinnung durch meine Worte untergraben wurde. Ich hatte sogar erlebt, dass ein Pfarrer nach nur drei Sätzen von mir ausgerufen hat: „Dimitar, kein Wort mehr, sonst wird meine Weltanschauung zerfallen!“

Was seid ihr denn für komische Vertreter Christi? Wenn die Kirche also behauptet, dass es keine Reinkarnation gibt, kann jeder Homosexuelle sagen, dass er zum ersten Mal inkarniere: „Gott hat das in mich hineingelegt, dass ich so bin, wie ich bin, ich kann es nicht überwinden. Ich kann bisexuell, homosexuell sein, alles, was ich will, ich kann sogar mein Geschlecht ändern, denn ich kann dagegen nicht kämpfen, Gott hat mich so geschaffen.“ Rehabilitiert die Kirche eine solche Ansicht, indem sie behauptet, dass es nur ein Leben gibt? Ohne jeden Zweifel! Neben der Nichtannahme der drei Impulse der Schutzengel trägt auch die Kirche mit ihrer Ansicht über das einzige Leben eine Riesenschuld an der sexuellen Revolution. Dann kann die Wissenschaft in aller Ruhe behaupten, dass die Natur das in uns hineingelegt hat. Wir können sogar mit solchen Argumenten die Gesetzgebung ändern, so dass beispielsweise solche Formen des Soziallebens geschaffen werden, die eine Gesellschaft nur aus Homosexuellen begründen, in der es niemanden gibt, der eine traditionelle Sexualität hat. Deshalb sagte Steiner, dass der zerstörerische Missbrauch der Sexualität furchtbare Formen des Egoismus hervorbringen wird. Das ist Luziferismus in gigantischen Ausmaßen, das ist Vampirismus gegen das Ich, denn nichts ist in der Lage das Ich so zu vernichten, wie der Missbrauch der Sexualität.

Neulich ist der „Playboy“-Gründer Hugh Hefner gestorben. Er und all diejenigen, die mit 500, 1000 Partnerinnen Sex gehabt hat, werden bald wieder auf die Erde geschickt, wo sie unvermeidlich eine völlig gestörte Sexualität haben werden.

Was sind das für Menschen und warum kommen sie auf die Erde mit einer solchen psychischen Störung? Im Astralleib weisen sie nämlich unvermeidlich psychische Störungen auf. Warum bekommen sie solche Impulse in den physischen Leib, dass sie „anders“ werden?

In allen Zeiten hat es Fälle der missbrauchten Sexualität gegeben, doch unter ihnen gibt es erhebliche Unterschiede. Das Praktizieren der Sexualität in der Zeit des Kamasutra war ein heiliger Akt, davon unterschieden sich die Sexualität in der Zeit, als Christus auf der Erde war und die Sexualität in der fünften Kulturepoche. Der Missbrauch der Sexualität geschieht aus einem jeweils unterschiedlichen Wesensglied des Menschen heraus, das in der jeweiligen Zeit entwickelt wird. In der ägyptisch-chaldäischen Zeit war die Empfindungsseele dasjenige Wesensglied, das den Kulturentwicklungsfaktor darstellte – wir haben damals die Welt durch die Empfindungsseele wahrgenommen. In der griechisch-römischen Zeit geschah das durch die Verstandesseele und gegenwärtig durch die Bewusstseinsseele, die jeder in seiner Art entwickelt – der eine in ahrimanisierter Art, der andere entwickelt die Bewusstseinsseele nicht, sondern stürzt auf die Stufe der Empfindungsseele ab. Es herrscht ein völliges Durcheinander in der Rechtmäßigkeit des psychischen Lebens der Menschen. Manche haben im vorherigen Leben die Sexualität wie Messalina und Agrippina in der römischen Zeit missbraucht. Heutzutage gibt es Prostituierte, die diesen Römerinnen beim Missbrauch der Sexualität weit voraus sind. Die heutigen Prostituierten leben allerdings in der Epoche der Bewusstseinsseele. Daher begehen sie eine Sünde, die viel größere Konsequenzen für sie hat als die Sünde einer Messalina oder Agrippina in jener Zeit. Die Promiskuität eines Casanova ist geradezu lächerlich und ein Leichtes als karmische Belastung im Vergleich zu Hugh Hefner oder zu den anderen Wahnsinnigen in Hollywood, die damit prahlen, mit 5000 Frauen geschlafen zu haben.

Der Missbrauch der Sexualität führt zu einer spezifischen Infektion des Astralleibes, der buchstäblich infiziert wird. Der Astralleib ist der Leib der Gefühle, in dem Luzifer nach seinem Belieben tobt. Im Astralleib hat auch die Versuchung durch Luzifers Schar stattgefunden. Dort sticht er all unsere Karten. Der endlose Genuss zahlreicher sexueller Vergnügen, die immer neuen Methoden zum Erleben sexueller Befriedigung führen letztendlich zum Verrücktwerden. Wenn man seinen Astralleib durch diesen Missbrauch infiziert, wird das im nächsten Leben als ein Problem zurückkommen, das einem in die Natur hineingelegt ist und von unten im menschlichen Willen wirkt. Das wird jetzt durch den Impuls der Schutzengel verstärkt, dessen unrechtmäßige Aufnahme durch die Menschen zum Eindringen in den Willen auf der Stufe des physischen und nicht des astralischen Leibes führte. In der Folge mischt sich jener Willensimpuls des physischen Leibes in Form eines Instinkts der Infektion im Seelenleben, also im Astralleib bei. Das führt zu einer solchen Verstärkung dieses Instinkts, dass er für den Menschen unüberwindbar wird: Ein Mann könnte von sich sagen, dass er unmöglich eine Frau anfassen kann. Eine Hollywood-Diva äußerte: „Ich möchte mit einer Frau intim sein, die Männer ekeln mich an, der Sex mit ihnen ist so widerlich, dass ich mit Männern nichts zu tun haben möchte.“ Und das alles wird auf ein Podest erhoben und beeinflusst die Lebensweise von Milliarden Menschen. Doch solche Vorbilder wie die Zitierten werden zukünftig nichts Gutes erleben, es steht sehr schlecht um sie. Im nächsten Leben werden sie die Ärmlichsten unter den Menschen sein, denn Gott erhebt und Gott senkt. Diese Menschen haben die Sexualität missbraucht und deshalb fühlen sie sich in dieser Art. Doch das Problem ist, dass sie ihre Empfindungen als normal gelten lassen wollen, sie wollen sie als das Recht auf die freie Wahl deklarieren. Wenn dieser Impuls der Schutzengel nach Brüderlichkeit nicht in der rechten Weise aufgenommen wird, können ihn die Menschen nicht bewusst erleben, so dass er eine bewusste Handlung hervorruft. Wenn jemand die Regenbogenflagge schwenkt und wenn im Fernsehen homosexuelle Szenen ausgestrahlt werden, die von Kindern gesehen werden, so kann das die junge Generation stark beeinflussen. Diejenigen, bei denen das im vorigen Leben veranlagt wurde, werden es aus Neugier ausprobieren wollen. Auf diese Weise erfolgt ein vollständiger Ersatz der Brüderlichkeit. Der zerstörerische Missbrauch der Sexualität führt zu einem Gegenangriff auf die Brüderlichkeit. Solche Menschen gruppieren sich zwar in Interessengemeinschaften, treffen sich in Bars usw., doch darin ist keine Spur von Brüderlichkeit. Was ist die wahre Brüderlichkeit?

Wenn der Mann und die Frau sich körperlich vereinigen, weist das eine gleichseitige Dreieck nach oben (das männliche Prinzip) und das andere nach unten (das weibliche Prinzip). Deshalb bekommen die Frauen Kinder und die Himmlische Sophia (die Weisheit Gottes) wirkt in ihnen. Beim rechtmäßigen Geschlechtsakt entsteht in beiden ein Makrokosmos, das Kind kommt aus dem Makrokosmos auf die Erde. Das ist der Gral, dieser Begriff hat nicht zufällig viele Bedeutungen. Das Gralssymbol ist das Hexagramm, das ist eine der Bedeutungen. Dieses Gralssymbol entstammt dem menschlichen Geschlechtsleben, und zwar dem rechtmäßigen Geschlechtsleben von Mann und Frau. In ihrer Verbindung bilden beide als Familie den Gral und deshalb wird auch etwas Drittes geboren – das Kind. Im Laufe von vielen Jahrhunderten werden wir zu der neuen Reproduktionsart kommen – in etwa 2000 Jahren werden die ersten Menschen erscheinen und in 5000 Jahren werden alle Frauen aufhören, auf die heutige Art Kinder zu bekommen. Bis dahin muss der Übergang zur Reproduktion durch den modifizierten Kehlkopf vollzogen worden sein, bei dem die Menschen als ätherische Bildungen ausgesprochen sein werden. Das wird die Überwindung der Erbsünde sein, wegen der wir in zwei Geschlechter geteilt wurden. In einem heiligen Bund vereint müssen der Mann und die Frau gemeinsam zu der neuen Reproduktionsart kommen, die zukünftig von der Frau auf den modifizierten Kehlkopf des Mannes übertragen wird. Da die Freimaurer dies nicht in der Tiefe verstehen, verbannen sie die Frauen aus ihren Logen. Doch auch in den gemischten Logen sind die Dinge sehr oberflächlich. Der Gral entsteht aus dem Geschlechtsleben zwischen dem Mann und der Frau auf dem physischen Plan, welches zu einer Seelengemeinschaft heranreifen und in einen geistigen Bund übergehen muss. Also muss sich dieser heilige Bund auf drei Stufen entfalten. Wenn das nicht geschieht, wird die Ehe zerfallen bzw. auf einer niedrigen Stufe zum Zweck des materiellen Überlebens weiterbestehen. Wenn es zu keiner Synthese zwischen dem Mann und der Frau im Geiste kommt, so dass ein großes Ideal die beiden in Christo leitet, bleibt die Ehe nur auf Papier bestehen. In einer solchen Ehe gibt es nichts Schöpferisches und sie wird künftig an Bedeutung verlieren, da beide nicht zum Gral werden. Dieser Gral ist der Übergang zu jenem Gral, der in 6000 Jahren zustande kommen wird, wenn nach dem Krieg aller gegen alle in der siebten Kulturepoche der fünften Wurzelrasse der Mond mit all seinen zurückbleibenden, rückständigen Kräften sich wieder mit der Erde vereinigt haben wird. Der Mond und die Erde werden sich in 6000 Jahren in einem gemeinsamen Körper vereinigen. Dann werden die Menschen nicht als physische Wesen existieren, dann wird es die neue Reproduktionsart geben. Dann wird aus dem Gral, der entstanden ist durch das Geschlechtsleben zwischen dem Mann und der Frau und aus der allmählichen Überwindung des Geschlechtlichen der kosmische Gral zwischen Mond und Erde entstehen. In noch fernerer Zukunft werden sich Mond und Erde auf ganz anderen geistigen Stufen mit der Sonne vereinigen. Diese Dreieinheit von Mond, Erde und Sonne, die vor der lemurischen Zeit existiert hat, wird eine Erneuerung erleben. Doch die Menschen müssen dermaßen Christus-ähnlich werden, dass sie die Einheit von Mond, Erde und Sonne überleben können. Wir müssen also die rückständigen Mondimpulse, die eine Schlacke bilden, zur Erdenevolution und dann zur Sonnenevolution erheben. Wir müssen dem Leben der Sonnenwesen entsprechen, wir müssen Wesen der Sonnenevolution werden, damit wir auf diesem vollendeten kosmischen Gral existieren können.

Die Menschen mit abweichender Sexualität können einwenden, dass sie schon im Voraus die Geschlechterunterschiede überwunden haben, dass sie Menschen der Zukunft sind. Zukünftig wird es natürlich keine Geschlеchterunterschiede geben, der Mensch wird androgyn werden, um zur neuen Reproduktionsart überzugehen. Die Menschen werden Menschen aussprechen und es wird keine Aufteilung in Männer und Frauen geben. „Das machen wir ja schon auf dem Wege der Homosexualität, Transsexualität“, wird jemand entgegnen. Jedoch muss man wissen, dass jeder

Impuls, der heutzutage eine Manifestation erlebt, obwohl er für die Zukunft vorbestimmt ist, Ahrimanismus darstellt. Jeder Impuls, der in der heutigen Zeit zur Geltung kommt, doch in Wirklichkeit ein vergangener, überholter Impuls ist, der ohne eine Transformation in Christo auf die Gegenwart übertragen wird, stellt Luziferismus dar. So wollen manche die Zeiten des Kamasutra wiederbeleben. Doch der Geschlechtsverkehr in den zahlreichen Stellungen war damals für das geistige Wachstum der Menschen notwendig und wurde überhaupt nicht in der heutigen Art sinnlich erlebt. Er stellte einen rein geistigen Akt dar. Später wurde er in den späten babylonischen Mysterien im fünften bis sechsten Jahrhundert v.Chr. entartet. Die Kamasutra-Zeit wird gegenwärtig auf die fünfte Kulturepoche ohne jegliche Transformation unter der heute herrschenden menschlichen Sinnlichkeit übertragen, wo die Welt durch die Bewusstseinsseele erlebt wird. Früher wurde die Welt durch die Empfindungsseele erlebt, als die Verstandes- und Bewusstseinsseele noch nicht ausgebildet waren. Wenn man mit dem heutigen Ich-Selbstbewusstsein diese Sexualität als Missbrauch praktiziert, so geht selbst das niedere reflektierende Menschen-Ich abhanden. Wenn man wiederum von sich behauptet, die Zukunft zu sein, da die Menschen zukünftig androgyn sein werden, so ist das eine unrechtmäßige Zukunft. Das ist die Art der Bolschewiken, die die Brüderlichkeit von Individuen der sechsten Kulturepoche in die Gegenwart vorzeitig holen wollten. Alle hatten unter der Androhung von Gewalt gleich zu sein, eine neue Menschenrasse – der „Homo sovieticus“ – wurde propagiert. Das war der Ahrimanismus in seiner reinsten Ausprägung. Im Osten wirkt immer noch der Luziferismus unter den Buddhisten und allen anderen, die sich von der Welt abtrennen und nicht wieder inkarnieren wollen. Beides ist falsch! Luzifer ist die Vergangenheit und Ahriman ist die Zukunft, aber Christus ist die Gegenwart und gleicht beide aus.

Was müssen diese Menschen also tun? Sie müssen den Weg zu Christus finden. Es gibt Fälle, wo Homosexuelle beim Besuch der evangelischen Kirche und Erleben von Christus durch die Rituale allmählich diesen Fehler überwinden. „Das ist keine Krankheit, das kommt von innen“, kann man einwenden. Es ist eine Infektion des Astralleibes, die in dieser Art in Erscheinung tritt und all diese Menschen tief unglücklich macht. Sie mögen auf Parties gehen, sich wunderbar vergnügen und prächtig fühlen, aber an Weihnachten bleibt ein solcher Mensch wie Evgeni Mintschev (ein bulgarischer homosexueller Prominenter) allein und erlebt ein seelisches Drama. Was zählen all die schillerndsten Klamotten, dieses luziferische Gefieder, wenn einem zum Heulen, jämmerlich zumute ist! Das Nichtüberwinden seelischer Schmerzen resultiert äußerlich in beißender Kritik, wie wir das bei Evgeni Mintschev sehen. Das ist die Schlange Luzifer, die einen verführt, quasi gebissen hat. Ahriman gibt einem dann durch das Haften am Materiellen, an der materialistischen Weltanschauung den Rest und der Mensch wird zur Boxbirne der beiden Widersacher.

Diejenigen, die sich ein Kind wünschen, doch keines auf natürliche Weise bekommen, könnten ein Kind adoptieren. Manche werden darauf antworten, dass sie sich eigene Kinder wünschen. Ich habe ein eigenes und ein adoptiertes Kind und kann aus eigener Erfahrung reden. Wir streben die Brüderlichkeit in Christo an und nicht das Blutsverwandtschaftliche. Dieses muss allmählich in rechter Weise überwunden werden. Es gibt so viele unglückliche Kinder in den Heimen, adoptiert eins, wenn ihr selbst keine Kinder bekommen könnt! Es ist weitaus wertvoller, ein fremdes Kind aus einem Fleischklumpen zu einem wahren Menschen, zu einem wahren Ich-Christen aufzuziehen als ein eigenes Kind zu haben. Das hat einen viel größeren Wert und gibt einem ein viel festeres Fundament für sein Wachstum als Ich. Wenn man keine Kinder hat, so hat das seine Ursachen, dann kann man ein Kind adoptieren, denn jedes Kind braucht Eltern. Wir sehen, wie heutzutage Schwule oder Lesben Kinder adoptieren, wie eingeschlechtliche Ehen weltweit legalisiert werden, das ist alles ein Alptraum! Das ist ein Frontalangriff gegen das Ich, gegen Christus! Solche Menschen denken, dass sie sich auf diese Weise verwirklichen. Doch das Aufwachsen mit homosexuellen Eltern hat ernsthafte Folgen für die Kinder. Gott hat uns nach der luziferischen Versuchung gesagt, wie das zu sein hat. Alles andere ist Dämonismus. Das Schlimmste ist, wenn so etwas durch die Legalisierung und Reglementierung zu sozialen Lebensformen erhoben wird. Wenn man in den westlichen Ländern Homosexuelle kritisiert, hat man mit Konsequenzen zu rechnen. Bei uns gibt es immer noch einen gesunden Menschenverstand, der selbstverständlich im Slawentum existiert, obwohl wir keine richtigen Slawen sind, doch das Fundament der Slawen bilden. Der eugenische Okkultismus ist von Geburt an am stärksten im Slawentum vertreten, so wie der hygienische Okkultismus in Mitteleuropa und der mechanische Okkultismus unter den westlichen Völkern am stärksten ist. Deshalb sind in Amerika die Technologien, die Instinkte fürs Geschäftemachen am stärksten entwickelt. Doch sie wollen die Eugenik des Slawentums erobern und wir sehen heutzutage, wie viele hübsche Slawinnen senile reiche westliche Männer wegen des Geldes heiraten. Das ist ein Missbrauch der Eugenik, die dem Slawentum immanent ist. Zukünftig werden die Kinder planmäßig zur Welt kommen, abhängig von der Sternenkonstellation, vom Bedürfnis dieser Seele, auf die Welt zu kommen, vom richtigen Zeitpunkt. Das heutige wahllose Durcheinander wird es künftig nicht mehr geben. Wir sehen, dass nur die weißen Menschen von der Unfruchtbarkeit betroffen sind. In dieser Aussage gibt es keinen Rassismus, das sind okkulte Tatsachen. Doch wenn man nur das Wort ‚Rasse‘ erwähnt, gehen einen gleich mehrere Dutzend Holzköpfe an, ohne überhaupt zu begreifen, worum es geht, um welchen Austausch von Begriffen es sich handelt. Das bulgarische Volk reagiert jedoch instinktiv richtig und das ist gut, denn wir müssen uns bewahren, um bald wieder zum Fahnenträger der Menschheit zu werden. Diese Zeit hat schon angefangen. So lassen wir uns diese Vorlesung an dieser Stelle beenden und zum nächsten Thema übergehen.