Archiv für den Monat Mai 2016

Armagedon

Rila-Kloster, „Harmagedon“, Wandmalerei im Narthex der Kirche

 

            Die Große Schlacht auf Erden

 

Da erschien ein großes Zeichen am Himmel: Ich sah eine Frau, die mit der Sonne bekleidet war; sie hatte den Mond unter ihren Füßen, und auf ihrem Kopf trug sie eine Krone aus zwölf Sternen.

Apokalypse 12, 1-6

In der Passionswoche besuchte uns der Begründer der Internetsite otizvora.com Ivan Stamenov und traf sich mit einigen Teilnehmern unserer Gruppe für esoterisches Christentum „Der Geist der Wahrheit“. Nachdem er weg war, diskutierten wir weiter über ernsthafte geistige Themen, aber das Gespräch drehte sich hauptsächlich um das Golgatha-Mysterium. Zum Schluss erzählte ich meinem Bruder von meinem besonderen Gefühl, dass die Frage nach der Himmlischen Sophia immer mehr in den Vordergrund tritt. Dieses Gefühl „materialisierte sich“ später während der Passionswoche aus dem Unterbewusstsein heraus in klares Denken in meinem wachen Ich-Bewusstsein durch eine Reihe von Begegnungen, die neben der Bewusstwerdung auch zu der Enthüllung eines lange bewahrten Geheimnisses der christlichen Esoterik führte.

Das Sternen-Ostern war am 08.04. und das Orthodoxe folgte eine Woche später, als meine Frau und ich ein stundenlanges Gespräch mit einigen Gleichgesinnten führten. Die Anwesenheit der geistigen Welt wurde so stark empfunden, damit wir auf die übliche Art das von ihr Vermittelte empfangen konnten, nämlich: „Es ist vor allem Weisheit notwendig!“

Am nächsten Tag fuhren meine Frau und ich nach Stara Zagora, um Formalitäten und Ämtergänge zu erledigen und besuchten unterwegs das Dorf Korten, wo einer der wenigen bulgarischen Anthroposophen wohnt, der sich der Dramatik der gegenwärtigen Zeit und der Bedeutung unserer heutigen Inkarnation für die weitere Entwicklung der Erdenevolution bewusst ist. Es war ein herrlicher, ruhiger und sonniger Tag, es standen drei Stühle unter einem alten Obstbaum – was brauchte man mehr für eine sechsstündige intensive Zusammenkunft in Christi Namen?! Hier wurde die Botschaft des Himmels konkreter: „Die Verbindung mit der Wesenheit Anthropos-Sophia ist sehr wichtig!“. Etwas später begann ich, über die Loge der zwölf Meister aus dem ätherischen Christus-Shamballa zu reden und erzählte, dass sieben von ihnen immer in einem physischen Körper unter den Menschen leben. Wenn jemand nach oben zurückgeht, steigt ein anderer hinunter, um ihn zu ersetzen. Ich erklärte weiter, dass die Meister inkognito wirken, indem sie durch auserwählte Seelen Ideen in sieben Richtungen (Strahlen) leiten, die unser ganzes Leben umfassen. Diese Ideen sind gerade das verbese indende Glied zwischen dem mikrokosmischen Menschen und den makrokosmischen Göttern, die an der Erfüllung des Willen Christi nach der Höchsten Vorsehung des Gottvaters wirken. Das Erspüren der Ideen, die die Hierarchien herunterreichen, ist unsere wahre Kommunion heute und die tatsächliche Zusammenarbeit mit dem Erlöser, bevor wir endgültig über die Schwelle zur übersinnlichen Welt beim Einweihungsakt schreiten. Die Meister warnten unmissverständlich, dass „niemand eine christliche Einweihung unter den heutigen Bedingungen erfahren darf, ohne die Vorsehung Gottes für die menschliche Entwicklung zu kennen.“ Das Wesen der Vorsehung kann man mit der Wahrheit (dem Heiligen Geist) enthüllen, die laut Beinsa Douno „mit den Sonnen spricht“  und uns zugänglich wird nur bei der „Ehe“ in unserem menschlichen Ich zwischen der Liebe (dem Gottvater) und der Weisheit (des Sohnes). Die Liebe unseres Ichs zum Gottvater ist die obligatorische Bedingung, wenn wir zur Sonnensphäre (dem Himmelsreich) hinaufstreben, aber diese können wir laut Beinsa Douno „nicht mit Liebe, sondern mit Weisheit betreten“. Die Weisheit strömt aus der Loge der zwölf Bodhisattvas mit Christus im Zentrum heraus über die höheren Wesensglieder der Himmlischen Sophia, dann hinunter zur Anthroposophia, um von den zwölf Meistern der ätherischen Stadt Shamballa übernommen und als die erwähnten Weisheitsideen zum Ich auserwählter Menschen geschickt zu werden, in dem die Begegnung mit der Liebe des Vaters stattfindet. Das Ergebnis der Begegnung, die im Ich neugeborene Weisheit, ist der Heilige Pfingstgeist als Wahrheit (kosmische Liebe), durch den heute im Unterschied zur Vergangenheit der Mensch an den Großen Hüter der Schwelle, Christus, vor der Sonnensphäre tritt und von ihm das Abendmahl „empfängt“. Das bedeutet, dass Christus ihm allmählich die Vorsehung Gottes für die Erdenentwicklung und die Entwicklung des ganzen Kosmos enthüllt, denn der Große Hüter hält den Schlüssel des Gedächtnisses und der Zukunft des Makrokosmos. Dies ist eine erhabene Perspektive vor dem Menschen, aber nur wenn er ständig Schritte in die richtige Richtung macht.

Erst nach zwölfjährigen Bemühungen (wie symptomatisch!) in diese Richtung durch die Synthese der zwei esoterischen christlichen Impulse des 20. Jh. beschlossen zwei Meister aus dem ätherischen Shamballa, sich uns in Korten namentlich vorzustellen: Nazarathos und Serapis. Warum gerade sie?

Um diese Frage genau zu beantworten, muss man das Wirkungsfeld der Meister und die Eigenschaften kennen, die sie im Menschen stimulieren.

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Die angeführte Liste stammt von der östlichen Schule. Es ist ersichtlich, dass die sieben Strahlen mit ihren Farben auf die Aktivierung der unbeweglichen „Lotusblätter“ unserer Chakren und die allmähliche Verwandlung des Menschen in einen „himmlischen Regenbogen“ wirken. Damit arbeiten die Meister an der Wiederherstellung der während des materialistischen Zeitalters verlorengegangenen Verbindung zwischen dem Mikro- und Makrokosmos. Von wesentlicher Bedeutung ist es, dass der Mensch jetzt und in der Zukunft den ersten Schritt macht. Deshalb hat der Regenbogen im zweiten, vierten und siebten Siegel in der Johannesapokalypse eine unterschiedliche Bedeutung. Das zweite Siegel symbolisiert das schöpferische makrokosmische Weltprinzip, das in den vergangenen Epochen siebengliedrig gewirkt hat über die vier Gruppenseelen, aber gleichzeitig weist es auf das Christus-Lamm als unsere zukünftige einheitliche Gruppenseele. Auf dem vierten Siegel beginnt der Mensch unseres Zeitalters, in sich selbst wie in einem „Buch“ zu lesen und bewusst mit dem Regenbogen, dem Makrokosmos, zu arbeiten. Auf dem siebten Siegel ist der Prozess vollendet – durch den Inhalt des Grals (der kosmischen Liebe und der Widerspiegelung des Christus-Ichs) hat der Mensch die Einschränkungen des Fleisches im dreidimensionalen Raum überwunden, ist zu einer „Taube“ (zum Heiligen Geist) geworden und fliegt zur unsichtbaren Welt, indem er sich in einen siebengliedrigen schöpferischen Regenbogen verwandelt.

Dorthin führen uns die Zwölf aus dem ätherischen Shamballa, die die Namen El Morya, Kuthumi usw. tragen. Aber es ist gut zu wissen, dass dies stellvertretende Namen sind, denn die wahren Namen besitzen eine okkulte Kraft und sind uns aus verschiedenen Gründen bisher unbekannt. Das gilt auch für die „beiden aus Korten“ – Nazarathos und Serapis. Unter Nazarathos müssen wir heute nicht den persisch-babylonischen, vielleicht aus Balhara stammenden Zoroaster (Zarathustra) wiedererkennen, sondern den Meister Jesus mit dem Ich desselben Zarathustra in ihm, der uns die großen sakralen Geheimnisse der Christus-Opfer auf dem Ersten und Zweiten Golgatha enthüllt. Der Meister Serapis führt uns auch nicht zu dem alten vorchristlichen Kult aus dem Zeitalter der ägyptischen Ptolemäer, sondern zeigt uns den Sinn des heutigen kultischen Lebens zur Herstellung einer rechtmäßigen Beziehung zwischen dem Menschen und den Christlichen Hierarchien. Der Erstere wirkt häufiger durch mich und der Letztere – durch meine Frau. Natürlich schließt dies nicht die Teilnahme der anderen Meister in der Verwirklichung des Werkes aus, das im Herbst 2000 begann und das Stimulieren einer Kombination von Eigenschaften in uns bewirkte. Von den heutigen geistig Suchenden wird nämlich erwartet, dass sie eine Art Widerspiegelung der sieben obenerwähnten Strahlen werden, was unter den Bedingungen der fast vollständigen Kontrolle durch Ahriman im Erdenleben außerordentlich schwierig ist. Wir müssen die Meister selbst suchen und nach ihren Kriterien auf eine Zusammenarbeit mit ihnen vorbereitet sein. Dann werden uns die Meister in die vorgesehene Richtung führen. Ihr Hauptkriterium bei der Zusammenarbeit mit uns ist „das Verständnis der Bedeutung des Golgatha-Mysteriums für die Evolution der Erde und des ganzen Kosmos“. In der östlichen Schule fehlt dieses Verständnis. Deshalb ist die obenerwähnte Liste nicht ganz genau. Ab dem 20. Jahrhundert emanzipierte sich die westliche Schule von der einheitlichen Ost-West-Schule und das übersinnliche „Altar“ für die Einweihung (die Synthese zwischen der Liebe und der Weisheit) wird schon durch Christian Rosenkreutz und Rudolf Steiner bewacht! Der Erstere steckt hinter dem am Anfang angedeuteten Geheimnis.

Es ist angebracht, an dieser Stelle einige Erläuterungen hinsichtlich der besagten Meister aus der Großen Loge zu geben, die die Menschheit führen und die Rudolf Steiner „Die Meister der Weisheit und des Zusammenklanges der Empfindungen“ nennt.  Am höchsten stehen die zwölf Bodhisattvas, die Christus über den Heiligen Geist leitet. Als Steiner das Wesen der Bodhisattvas begriff, begann er über zwölf Weltansichten, über die Betrachtung jeder Erscheinung von zwölf Standpunkten aus zu reden, denn durch den zukünftigen Buddha Maitreya wirkte auf ihn die ganze Sphäre bzw. Loge der Bodhisattvas. Diese zwölffache Wirkung aus der Sphäre der Vorsehung können wir „sternenhaft“ nennen und sie bringt das höhere Wesen der Bezeichnung „Meister der Weisheit und des Zusammenklanges der Empfindungen“ zum Ausdruck.

Aber neben den Bodhisattvas gibt es in dieser Loge weitere Meister, die auch mit der Welt der Vorsehung verbunden sind und von dort Impulse für ihre Tätigkeit empfangen. Steiner hat unmissverständlich gesagt, dass wir bei der Nennung der Namen Skythianos, Zarathustra, Buddha über drei Bodhisattva-Verkörperungen reden. Skythianos und Zarathustra selbst sind nicht Teil der zwölf Bodhisattvas, aber in bestimmten Perioden der Menschheitsgeschichte sind sie zum Gefäß der Verkörperung oder Tätigkeit einiger der Bodhisattvas geworden. D.h. sie wurden durch den Heiligen Geist durchdrungen. El Morya, Serapis, Manes, Steiner und die restlichen sind Meister, denn sie sind auch vom Heiligen Geist durchdrungen! Im Unterschied aber vom „sternenhaften“ Einfluss des Heiligen Geistes durch den inkarnierten Bodhisattva, können wir die Wirkung des Heiligen Geistes unter den Menschen durch die Meister (El Morya, Serapis usw.) „planetarisch“ nennen, denn sie wird aus einer zwölffachen Wirkung in die sieben erwähnten Strahlen transformiert. Beinsa Douno spricht auch von Großen Brüdern aus sieben Kategorien, die in den geistigen Sphären der Erde wirken. Natürlich meint er mit „Großen Brüdern“ nicht nur fortgeschrittene Wesen der menschlichen Evolution (die Bodhisattvas sind das auch), sondern auch die anderen Wesenheiten (Engel, Erzengel usw.) des makrokosmischen Menschen, die in der geistigen Erdensphäre in sieben Richtungen wirken. In dieser uns am nächsten liegenden Sphäre, die in der christlichen Esoterik als „ätherisches Christus-Shamballa“ bekannt ist, erfolgt der Übergang vom „Sterneneinwirkung“ zur „Planeteneinwirkung“, wobei erstere die führende ist, die über die Bodhisattvas hinuntersteigt! Deswegen hat die Enthüllung der Identität des jetzigen Bodhisattva eine immense Bedeutung für das gesamte geistige Leben der Menschheit!

Von der Anthroposophie ist uns bekannt, dass der Übergang von „Sterneneinwirkungen“ zu „planetarischen“ Einwirkungen in der Sphäre der heutigen Sonne erfolgt. Warum halten wir dann das ätherische Shamballa für die andere „Sonnensphäre“ bei diesem Übergang? Der erste Übergang ist mit den Göttern verbunden und wir können ihn makrokosmisch nennen, während sich der zweite Übergang eher auf die „Meister der Weisheit und des Zusammenklanges der Empfindungen“ bezieht und folglich mikrokosmisch genannt werden kann.

Gerade im Christus-Shamballa begann die Erde sich nach dem Mysterium von Golgatha aus einem Planeten in eine neue Sonne (den Geistigen Jupiter) zu verwandeln, die im Unterschied von der heutigen Sonne von Wesenheiten mit einem freien Willen geschaffen werden wird. Wir Menschen sind auserwählt, diesen bemerkenswerten Sprung in der Evolution des Göttlichen Werkes durch die Christus-Kraft in unserem Ich zu machen! Zum zukünftigen Jupiter führen uns die Meister und seine Errichtung ist unsere Hauptaufgabe im Erdenäon!

Nach den Aufregungen im Dorf Korten stand uns am nächsten Tag in Stara Zagora eine noch größere Überraschung bevor. Innerhalb von wenigen Stunden erledigten wir unseren Kram und betraten den gut sortierten Buchladen in der Hauptstraße im Stadtzentrum. Ich stand vor dem Regal mit den Geschichtsbüchern und schaute mir Neuerscheinungen an, als durch die Tür ein grob gebauter, etwa 120 Kilo schwerer Mann hereintrat. Von ihm hätte ich nie die Frage erwartet, die er an die Verkäuferin richtete: „Wo sind Rudolf Steiners Bücher?“ Nach ihrem Hinweis griff der seltsame Kunde zu der Reihe mit anthroposophischer Literatur und nahm symbolhaft GA 130 heraus. Das Geheimnis, das ich am Anfang erwähnte, wird gerade in diesem Buch erwähnt.

In jenem Augenblick aber ahnte ich nicht, wohin mich die Meister führten, sondern dachte von dem Mann: „Du bist noch weit entfernt davon, das esoterische Christentum zu begreifen“. GA 130 wurde in der Tat zurückgelegt und es wurden ein zweites, drittes und viertes Buch umgeblättert.  Es war deutlich, wie die Orientierungslosigkeit und die anwachsende Unruhe langsam den Riesen von seiner ursprünglichen Absicht, Steiner für sich zu entdecken, entfernten. Der durch den freien Willen zustandegebrachte Wunsch hätte ohne den Eingriff der Notwendigkeit unerfüllt bleiben können. Ich war die „Notwendigkeit“ und entschloss mich zu handeln. Indem ich auf die anthroposophische Literatur zeigte, erklärte ich entschieden: „Wer diese Bücher nicht gelesen hat, hat keine Ahnung!“ Im Raum gab es weitere Kunden, doch keiner von ihnen reagierte auf die Herausforderung. Nur der große Mann drehte sich zu mir und redete los: „Ich habe vieles von Peter Danov gelesen, aber von Steiner noch nichts. Ich war bei den Protestanten, Mormonen und anderen, aber dort gab es nicht das, wonach ich suchte. Bin 50, habe in einem Bergwerk gearbeitet, danach war ich Schweinehalter…“

Ich habe mir die Vorstellung angehört und griff seine Hände: „ Dreh sie um, damit ich deine Linien sehen kann!“ Dann sprach ich in einer solchen Weise zu ihm, dass er nach zwei oder drei Minuten den Ärmel seines rechten Armes aufkrempelte und mit feuchten Augen sagte: „Schau! Seitdem du redest, habe ich eine Gänsehaut. Mit meinem Herzen weiß ich, dass alles, was du sagst stimmt.“ „Ich weiß nicht, ob du mir glaubst“, setzte er fort, „aber heute Morgen habe ich zu Gott gebetet, dass er jemanden schickt, der mir den richtigen Weg weist. Ich habe viele geistige Erfahrungen. Ich habe Christus, Peter Danov, Wassil Lewski und Christo Botev gesehen (Lewski und Botev sind Revolutionäre und Kämpfer für die Befreiung Bulgariens vom türkischen Joch, Anm. des Übersetzetrs)… Die Sphäre von Christus ist endlos, die von Danov – so groß wie ein Fußballfeld und die von Lewski und Botev sind ganz klein.“

Ich habe ihn nach den Details ausgefragt, etwa was für ein Licht Christus ausstrahlt, ob er einen Bart hat usw. Dieser Mann war dem ätherischen Christus begegnet, ohne etwas von der Existenz der Anthroposophie geahnt zu haben! So wie Jesaiah Ben-Aharon musste er später die geistige Wissenschaft entdecken, um zu begreifen, was er in seiner Jugend gesehen hatte. Also stand dieser Seele eine aufregende Begegnung mit dem Wesen Anthroposophia bevor. Wie er diese erleben würde, hängt von der Reife seiner Vernunft ab, aber nachdem die wunderbaren Wege des Vaters meinen Weg mit dem seinen kreuzte, war ich wie Parzival verpflichtet, ihn zu fragen, ob Christus zu ihm gesprochen hatte. Die genauen Worte des Erlösers seien gewesen: „Heute ist es am wichtigsten, für Eva Geburtshilfe zu leisten!“

Vor zehn Tagen startete ich beim Gefühl von der Himmlischen Sophia, ging über das Bedürfnis der Weisheit und die Wichtigkeit der Wesenheit Anthropos-Sophia, um zu der Botschaft von Christus selbst von der Geburtshilfe für Eva zu gelangen. Ich habe fast sofort begriffen, was diese bedeutete, denn Ende März hatte ich nicht zufällig vor der Gruppe „Der Geist der Wahrheit“ eine lange Vorlesung gehalten, die u.a. diese Frage behandelte. Diese Vorlesung so wie viele andere, ist nicht veröffentlicht. In den vorliegenden Ausführungen werde ich Teile von ihnen verwenden, um zu verdeutlichen, was Christus mit der „Geburtshilfe für Eva“ meint, um danach die geistige Logik zu darzulegen, nach der die Beleuchtung des Geheimnisses aus GA 130 gerade um Ostern 2012 notwendig wurde.

Wie schon erwähnt, besteht die Hauptaufgabe des Menschen während des Erdenäons in der Verwandlung der Erde in die Jupiter-Sonne. D.h., wir müssen den gegenwärtigen Weisheitskosmos in einen Kosmos der Freiheit und Liebe verwandeln. Die Erfüllung dieser Aufgabe erfordert die Entwicklung eines solchen Ich-Bewusstseins (unseres vierten Wesensgliedes), mit dem wir die Wahrheit Christi erkennen und durch seine Kraft die große Transformation vollbringen können. Seit Lemurien waren viele Völker durch Gott erwählt, indem sie einen bestimmten Teil des Gesamtprozesses der Ich-Evolution erledigten. Das kann man deutlicher in der nachatlantischen Zeit beobachten, als die Formierung der einzelnen Völker begann. Manche von ihnen sind längst in der Finsternis der Geschichte verschwunden, manche bestehen wesentlich transformiert weiter und schauen sehnsüchtig auf ihre ruhmreiche Vergangenheit zurück. Andere leben in der Erwartung ihrer großen Zukunft, wenn sie selbst durch Gott erwählt sein werden. Es gibt aber ein Volk – das Bulgarische, das von Anfang an durch Gott erwählt wurde, für die Gesamtentwicklung des Ichs in allen Epochen seit Lemurien verantwortlich zu sein. Mit dieser Behauptung will ich keinesfalls große Töne spucken, denn sie ist eine geistige Tatsache, die „von oben“ nach jahrelanger geistiger Arbeit mitgeteilt wurde, die der nächsten außerordentlichen „Offenbarungsperle“ den Boden vorbereitet hatte. Wie der Bodhisattva Beinsa Douno sagt, sind die Bulgaren die Leber des gesamtmenschlichen Organismus auf Erden. Von der Anthroposophie wissen wir, dass dieselbe Funktion im Makrokosmischen Menschen unsere Väter und Erzeuger, die Elohim erfüllen. Von ihnen haben wir am Anfang unseres physischen Erdenexils das Ich (den Ich-Leib) erhalten. Die sechs Sonnen-Elohim „trugen“ das makrokosmische Christus-Ich bei der Verkörperung in Jesus und haben seine Geburt auf dem Erdenplan erlebt. Das Ich pulsiert im Blut und erfasst über dieses den ganzen Körper. Das Blut wird in der Leber produziert. So schließt sich der Kreis – ohne Leber gibt es kein Blut, keinen Boden für die Entwicklung, keine Wiedergeburt der Weisheit (Erde) im Ich. Dann kann die Erde auch nicht in den Geistigen Jupiter verwandelt werden, wozu das Golgatha-Opfer notwendig war. Es würde auch nicht die Einführung des neuen Prinzips der Evolution des Makrokosmischen Menschen durch unsere Verwandlung  in die zehnte Hierarchie der Freiheit und Liebe möglich sein. Dann würde der Weg der neun Hierarchien zum Endpunkt der Schöpfung ohne den Erdenmenschen fortgesetzt werden, der dann endgültig in den Abgrund anderer ahrimanischer Welten gestürzt sein würde. Ahriman wünscht sich sehnlichst die Realisierung dieses Szenarios! Die Bulgaren sind direkt dem Christus verantwortlich, der nach der Auferstehung die ganze Macht im Himmel und auf Erden erhalten hat, dass der Wunsch des Antichristen nicht in Erfüllung geht! Nach den Worten des Bodhisattva stehen die Seelen im Jenseits „Schlange“, um inmitten der Bulgaren hinuntergeschickt zu werden. Als Bulgare heute geboren zu werden, wenn Ahriman inkarniert ist und unsere Begegnung mit ihm bevorsteht, ist ein Privileg und eine enorme Verantwortung, denn die Prüfungen des Ichs werden noch nie dagewesene Ausmaße haben. Die Bulgaren müssen die Art und Weise zeigen, wie wir die bevorstehende Prüfung meistern können.

Es ist schwierig zu beurteilen, ob das bulgarische Volk seine Göttliche Vorbestimmung in der Vergangenheit und heute erfüllt hat. Was die Vergangenheit betrifft, werden wir einige Aspekte aufzeigen, die mit dem Schicksal der Israeliten, des bekanntesten gotterwählten Volkes sowie mit der bulgarischen Teilnahme an diesem verbunden sind. Was die Gegenwart betrifft, kommt die Antwort zum Schluss dieser Ausführungen als logisches Ende des Erörterten.

Es wird der Begriff Israeliten verwendet, denn der Hauptkern der heutigen Juden sind die Nachfolger der im achten Jahrhundert judaisierten bulgarisch-chasarischen Bevölkerung im Rahmen des chasarischen Khaganats, während die alttestamentarischen Israeliten etwas anderes sind. Ihr Ursprung reicht bis zu den Erzvätern Jakob, Isaak, Abraham, Tarah und der prachtvollen Stadt Ur Kasdim (Chaldäisch Ur) in Mesopotamien, wo die Anwesenheit der Bulgaren in verschiedenen Geschichtschroniken, archäologischen Ausgrabungen und religiösen Texten belegt wurde. Es ist so, weil die Triebe der Ich-Evolution der Menschheit in die richtige Richtung laut der Göttlichen Vorsehung die physische Anwesenheit der ursprünglich erwählten Volkes dort erforderte, wo der Prozess begann – in Indien, Sumer, Ägypten, Babylon, Hellas, Rom. Unser Ziel ist es natürlich nicht, die Leser in die Glaubwürdigkeit dieser Behauptung zu überzeugen, die eine geistige Tatsache ist. Deshalb werden wir nur auf zwei Beweise anführen, die die Beziehung zwischen Bulgaren und Israeliten belegen, jeder ist frei, nach weiteren Beweisen zu suchen.

Nach dem Zusammenbruch des Sozialismus 1989 erschienen viele Bücher über diese Fragen, meistens von nicht-professionellen Historikern verfasst. Schon Beinsa Douno hatte gesagt, dass keiner mehr das Verkünden der Wahrheit über das bulgarische Volk aufhalten werde. Aus der ältesten geschichtlich bekannten Zivilisation ist bis in unsere Tage hinein der Mythos über den legendären fünften Herrscher der ersten Dynastie der sumerischen Stadt Unug (Uruk auf semitisch), Bilgameš (sumerisch, Gilgamesch auf semitisch). Bilga, variiert als Balga, bedeutet „Erzvater“ oder „Ahn“ und Mes- „Held“, „Recke“. In anderen Zeiten werden Bulgaren unter dem Namen Unuguren bekannt. Aus der Stadt Unug (Uruk) ging Abraham in die Stadt Haran, wo sich wohl sein Weg mit den mysteriösen Hyksos-Bulgaren gekreuzt hatte. Dann begab er sich in das Gelobte Land Kanaan (Palästina), um die ihm vom Avatar Melchisedek gestellt Aufgabe zu erfüllen und zum Erzvater des auserwählten alttestamentarischen Volkes zu werden, welches über drei mal 14 Generationen den Leib für das heruntersteigende Christus-Wesen schuf.

Die zweite Tatsache finden wir in der Chronik des Konstanzer Konzils (1414-1418) Ulrich von Richenthals, wo über einem der zwei bulgarischen Staatswappen der folgende Text steht: „Rex Caldeorum“ (König der Chaldäer)

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Rex Caldeorum

Ur ist laut der Bibel chaldäisch. Unter dem Wappen ist zu lesen: „Bulgarien, das östlich von Damaskus und westlich von Indien liegt“ Der König der Chaldäer führte einen Staat an, der die Gebiete vom Zweiflussland (Mesopotamien) über die iranischen Berge und Mittelasien bis zum Indus-Flussgebiet umfasste. Dort weisen die Namen der Provinz Belutschistan sowie die Toponyme Balkh, Balkhika auf das Volk, das hier im Altertum wohnte. Dieser Beweis trägt ein späteres Datum und erklärt nicht, um welches der bulgarischen Reiche es sich handelt, aber er ist wichtig, da Ulrich von Richenthal als Deutscher hier unvoreingenommen ist.

Abraham hat seine Aufgabe erfüllt und wurde anschließend zusammen mit Sarah in die Familiengruft Makpellah (vielleicht Mak-benak, was „Das Seelisch-Geistige hat sich vom Physisch-Körperlichen abgetrennt“ bedeutet) beerdigt, die ihm der Hethiter Ephron überlassen hatte. Die Hethiter oder Hattier gehörten auch zu den damals zahlreichen Bulgaren. Wir sehen, wie Abraham seine Mission in der mit den Bulgaren verbundenen Stadt Ur begann, und am Ende seines Lebens unter ihnen im Land Kanaan wohnte, das seit alters her ein Anziehungspunkt für verschiedene Völker gewesen war. Schon im dritten Jahrtausend v.Chr. gab es Feldzüge der Ägypter in diese Richtung, aber sie eroberten Kanaan, wie sie Palästina nannten, erst im 19. Jahrhundert v.Chr. Der Name Palästina kommt von den Philistern, die damals Pelischti genannt wurden, während Kanaan ein bulgarisches Toponym ist. Denn im 18. Jh.v.Chr. drängten die bulgarischen Hyksos, Hattier und Kassiten die Ägypter aus Kanaan. Als im 15. Jh.v.Chr.  Moses das Volk Israel aus Ägypten führte, traf er auf dem Weg nach Palästina zuerst auf der Sinai-Halbinsel die Ammoreer und dann kämpfte er im Gelobten Land gegen die Kanaaniter, Hattier und andere Völker. Die im Alten Testament als Kanaaniter erwähnte Bevölkerung sind nämlich die Bulgaren, die hier bereits seit der Zeit Abrahams lebten und dem Land den Namen gaben.

Hier muss darauf hingewiesen werden, dass in der anthroposophischen Literatur das Datum des Auszugs Abrahams aus Ur gegen das 21. Jh.v.Chr. bestimmt wird, während die historischen Quellen ihn zwei bis drei Jahrhunderte später datieren. Für mich persönlich ist die Frage noch offen. Aber das ändert nicht den Sinn der Ereignisse in geistiger und äußerlich-historischer Sicht.

Die nomadischen Israeliten kämpften gegen verschiedene Völker während einiger Jahrhunderte, um sich erst im elften Jh.v.Chr. in Nordpalästina niederzulassen und die Erfüllung ihrer von Gott aufgetragenen Mission in ihrem ersten Staatsgebilde Israel unter Jerubbaal fortzusetzen. Die Kanaaniter und Hyksos fassten festen Fuß im Norden und Nordosten im Reich der Hattier, das während aller Einfälle der Israeliten auf dem Höhepunkt seiner Stärke war und problemlos Widerstand leistete. Es wird angenommen, dass die Israeliten ihr Schrifttum von den Bulgaren übernahmen, indem sie die alten piktographische und Hieroglyphenschrift von Sumer und Ägypten und das ammonitische Alphabet von Sinai weiterentwickelten. Ihr Blut mischte sich mit dem bulgarischen Blut und es kam zur Macht Israels unter Saul, denn in den vorchristlichen Zeiten waren die Bulgaren nach den Anforderungen der menschlichen Ich-Entwicklung die Hauptträger der Staatlichkeit in den damals bekannten Formen. Dem Beispiel folgend, entstand in Südpalästina ein zweiter israelitischer Staat – das Königreich Juda unter dem König David. Dort wurde das Vermächtnis des Jahwe-Elohims, das Moses aufgeschrieben hatte, das Blut nicht mit dem Blut fremder Völker zu vermischen, ausnahmslos befolgt: David mochte Saul nicht und kämpfte nach dessen Tod jahrelang gegen seinen Nachfolger Isch-Baal, bis es zur Gründung eines einheitlichen Staates unter seiner Führung kam. Aber er wurde bald mit dem starken bulgarischen Einfluss aus dem Norden konfrontiert und fügte laut dem russischen Historiker Wsewolod Igorewitsch Awdiev dem Jahwe-Kult die alten kanaanäischen „Heiligtümer, heiligen Quellen und Felsen“ bei, d.h. die von den Israeliten verachteten Naturkulte. Awdiev führt keine weiteren Details an, jedoch zeigte sich die bulgarische Einmischung in die Mission des auserwählten Volkes besonders stark gerade durch David, obwohl auf eine andere Art.

Der Sieger über Goliat begehrte Virsavia, die Frau des Hethiters (Bulgaren) Urija, den er in eine Schlacht schickte, damit er getötet werden konnte. Virsavia heißt eigentlich Bathseba. Sie ist die Tochter Ethials (Eliams) und die Enkelin Ahitofels, über den in der Bibel steht, dass er „mit dem Himmel spricht“. Ahitofel war der Ratgeber Davids, dessen Name laut Assen Tschilingirov nur einmal in der Heiligen Schrift erwähnt wird. Bathseba gebar aus der Beziehung mit David Salomo. Derselbe Salomo rief später den Baumeister Hiram Abif, um den Tempel für die Bundeslade mit den Steintafeln zu bauen. Hiram wird gewöhnlich für einen Phönizier gehalten, aber Steiner sagt über ihn, dass er ein Phryger ist, und die Phryger sind zweifelsohne Thraker, die Beinsa Douno „die sanften Bulgaren“ nannte. Während der Zeit Salomos (10. Jh. v.Chr.) hatten sie in Kleinasien ein Königreich. Ob Hiram aus der Stadt Tyros in Phönizien oder aus der tatsächlich damals existierenden phrygischen Stadt mit einem ähnlichen Namen nach Jerusalem kam, konnte bisher nicht sicher festgestellt werden. Das ist auch nicht so wichtig. Wichtiger ist Hirams Herkunft und dass er die Bauarbeiten des überwältigenden Tempels leitete. Die Königin von Saba Balkis, deren Volk in Nordmesopotamien den beredten Namen Balkharis trägt, besuchte Salomo und verliebte sich in Hiram. Mit dem schweigenden Einverständnis Salomos wurde Hiram ermordet und das gab den Anfang der „Tempel-Legende“, in der die heutige Freimaurerei ihren Ursprung sucht. Der Baumeister Hiram inkarnierte in der Zeitenwende als Lazarus-Johannes, und nahm später an einem Mysterium teil, das in engster Beziehung mit den Bulgaren steht.

Wir sehen, dass alle drei Hauptpersönlichkeiten, die mit dem Tempelbau zusammenhängen und die Weltansicht des Alten Testamentes verkörpern, Bulgaren waren. Mit Salomo beginnt die Abstammungslinie, die zum Jesus-Kind aus dem Matthäus-Evangelium reicht, in dem das Ich von Zarathustra inkarniert, das die ganze Erdenweisheit enthält. Da die Bulgaren für das Ich-Prinzip der Menschheit verantwortlich sind, haben sie dieses nicht nur initiiert, sondern in sich über den führenden Erzengel die Geistesfrucht dieser Entwicklung aufbewahrt. Vor dieser Geistesfrucht in Zarathustra haben sich die drei östlichen Könige verbeugt, der Schrein mit deren Gebeinen befindet sich übrigens im Kölner Dom. Der bedeutende Anthroposoph Sergej Prokofieff behauptet, dass zu Zarathustra seine inkarnierten früheren Schüler aus dem sechsten Jh.v.Chr. Pythagoras, Daniel und Kyros der Große kamen. Woher sie kamen und wer sie in der Zeitenwende waren, kann man noch nicht sagen (in späteren Vorlesungen wurden ihre Inkarnationen zur Zeit Christi schon beleuchtet, Anm. des Übersetzers). Kyros II der Große beeinflusste schicksalhaft das auserwählte Volk des Alten Testamentes. Nach dem Tode Salomos im Jahre 927 v.Chr. bekamen die Zentrifugalkräfte im einheitlichen Königreich die Oberhand und dieses zerfiel in ein Nordreich (Israel) und ein Südreich (Juda). Das erste existierte 200 Jahre, bis es von Assyrien zerschlagen wurde und das zweite war 300 Jahre lang unabhängig, bis Nebukadnezar es vernichtete. Der Tempel wurde zerstört und die Juden in Gefangenschaft genommen. Um 560 v.Chr. gründete Kyros II der Große das Persische Reich und befreite die Juden aus ihrer 50jährigen babylonischen Gefangenschaft. Um 536 v.Chr. wurde der Tempel wieder aufgebaut, aber ohne das Eherne Meer Hirams und ohne die verlorene Bundeslade mit den Gesetzestafeln in das Heiligtum zu stellen. Es existieren verschiedene Hypothesen über den Aufbewahrungsort der Bundeslade und der Gesetzestafeln. Sie liegen im Strandscha-Gebirge im Südosten Bulgariens, aber sie werden “entdeckt“ werden, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist.

 

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Das Strandscha-Gebirge im Südosten Bulgariens

Wir wollen nun zur Zeitenwende zurückkehren und die Rolle des auserwählten Volkes beim Hauptereignis auf Erden verfolgen! Die Abstammungslinie, die von dem blutvermischten Salomo geht, verletzt keinesfalls Jahwes Gebot des reinen Blutes, was wir sehen können, wenn wir das von Steiner enthüllte Mysterium der beiden Jesus-Kinder kennen. Über Nathans „Priester“-Abstammungslinie aus dem Lukas-Evangelium inkarniert die nathanische Seele, die die vom Irdischen nicht verschmutze Göttliche Weisheit trägt, und am Ende der salomonischen „Königsabstammung“ war Zarathustra, der, wie schon erwähnt, in seinem Ich die ganze Erdenweisheit besitzt. Zur Inkarnierung des makrokosmischen Christus-Ichs musste ein Leib vorbereitet werden, dessen Bestandteile von beiden Weisheiten bearbeitet werden sollten, der Göttlichen und der Irdischen. Der Beginn dieser „Bearbeitung“ war das Geschehnis im Tempel, als Zarathustras Ich den salomonischen Jesus verließ und in den zwölfjährigen nathanischen Jesus überging, der die Gelehrten mit seinem tiefen Verständnis der heiligen Schrift in Staunen versetzte. Bald danach starb der salomonische blutvermischte Jesus und der nathanische, einen reinen Stammbaum besitzende Jesus erlebte 18 Jahre später Epiphanias. In seinen Leibern begann das dreijährige Wunder der Göttlichen Menschwerdung, das mit dem Tod am Kreuz zu Ende ging und das Schicksal der Erdenmenschheit veränderte. Im Alten Testament sehen wir überall, wie sich das Physische für das Übersinnliche opfert, und das Neue Testament ist vom Opfer des Geistigen für das Physische durchdrungen. Abraham sah mit seinen physischen Augen die drei Erzengel. Moses sah mit den Organen seines ätherischen Leibes und Elija – mit den Organen seines Astralleibes. Die Wandlung im seelischen Leben, die zur Verbindung mit den Göttern (dem Geist) führt, vollzog sich von außen nach innen. Es musste der Augenblick kommen, als das Hellsehen nicht aus dem Körper (den Leibern) ausging, sondern vom Ich. Christus (der Geist, das Ich) begann, sich mit Jesus’ Leibern in umgekehrter Reihenfolge zu verbinden – von dem Astralischen am Anfang zum Physischen am Ende. Und das erste Wunder des Opfers des Übersinnlichen für das Physische geschah zur Hochzeit in Kana in Galiläa.

Im Johannes-Evangelium wird „in Galiläa“ hinzugefügt, da auch ein hetithisches (bulgarisches) Kana’an existierte. Die wichtigen Ereignisse im Alten Testament geschahen in Gilgal (Judäa), und im Neuen – in Galiläa. Elf der aufgerufenen Apostel stammten aus Galiläa, nur der Verräter Judas war aus Kerioth in Judäa. Der Name Kana in Galiläa, wo damals auch Bulgaren wohnten, führt zu Kain und die Entwicklung des Ich-Prinzips zurück, das in den vorchristlichen Zeiten über das Blut des Geschlechtes, über Kanaan zu dem Titel der bulgarischen Herrscher „Kana Iuvigi“, d.h. „schönes Blut“. Im Griechischen wird ein Maskulinum-s hinzugefügt, deshalb lauten die entdeckten Inschriften Kanas Iuvigi. Dass das bulgarische Blut schön, d.h. gesund ist, bestätigen moderne genetische Untersuchungen der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften. Die Lage Bulgariens auf einer geographischen Wegkreuzung und die unter türkischer Herrschaft verbrachten 500 Jahre haben die Gene der heutigen Bulgaren nicht verändert, der genetische Hauptbestandteil wurde von den Wissenschaftlern als „thrakisch“ bestimmt. Zum Vergleich besitzen die heutigen Ägypter nur 1% genetische Kompatibilität mit jenen aus der Zeit der Pharaonen.

Warum „thrakisches“ und nicht „bulgarisches“ Blut? Die Beantwortung dieser Frage bedarf einer gesonderten Untersuchung. Vorläufig kann man sagen: es ist eine okkulte Tatsache, dass in der Vergangenheit die Bulgaren in zwei große Zweige geteilt wurden – „aufsässige“ und „sanfte“. Sie widerspiegeln die beiden nachatlantischen Hauptströmungen der menschlichen Entwicklung, die wir in der Zeitenwende in den „Königen“ und den “Hirten“ bzw. im salomonischen und nathanischen Jesus wiederfinden. Wir können sie auch „Kainiten“ und „Abeliten“ nennen. Sie wurden in Christus vereinigt, der die Grenzen des Bluts durch sein Ich beseitigte. Die Vereinigung der „Aufsässigen“ und „Sanften“ im Erlöser geschah durch das Slawentum, aber das Blut der einen und der anderen Gruppe hat sich nicht wesentlich verändert, denn es ist von alters her der Träger des Ich-Prinzips, beide besaßen eine hohe Kompatibilitätsstufe. Wenn Beinsa Douno behauptet, dass „der Bulgare das härteste Element im Weltall ist“, meint er die Härte, die Beständigkeit des Ich-Prinzips unter den Bulgaren, welches wir im Blut finden. Wenn fünf Bulgaren genetisch sich mit fünf  Vertretern anderer Völker, beginnt das bulgarische Gen zu dominieren, denn die Evolution verlangt das.

Solche evolutionären Anforderungen zeigten sich in wichtigen Momenten auch während des dreijährigen Märtyrerwegs des Erlösers, der in der Stadt der Macht Kana begann, wo die schöpferischen, von der Natur geborenen übersinnlichen ätherischen Kräfte herrschten, um am Kreuz im physisch toten Judäa zu enden. Galiläa war das „Meer des Geistigen“, aber das Ich, das mit Christus hinunterstieg, musste auf dem Erdenplan im persönlichen Christentum zur Wirkung kommen. Beim persönlichen Christentum wird man reich an gemeinsamem geistigem Gut im „Meer des Geistes“, das von den Leibern ausgeht. Wenn man sein seelisches Leben mit Christus erfüllt, erlangt man neues Reichtum, das zur Gründung einer von der Blutsverwandtschaft unabhängigen Gemeinschaft freier Ich-Menschen führt, die als Zentrum den Erlöser selbst hat. Als „Fischer“ mussten die Jünger vom „Meer“  an „Land“ gehen und nach dem zurückgelegten Weg des persönlichen Christentums eine neue Gemeinschaft begründen. Christus musste sich mit einem Leib verbinden, um nach drei Jahren im Ich (im Seelenleben) der Menschen zu leben zu beginnen. Beide Prozesse fingen mit dem Wunder der Verwandlung des Wassers in Wein in Kana in Galiläa an.

Was ist das Wesen dieser Verwandlung? Wenn das Wasser über die Wurzel und den Stängel des Weinstockes in die Trauben steigt, wird es dort in Wein von der Sonne, d.h. von den kosmischen Christus(Ich)-Kräften verwandelt. Seit Noahs Zeit, der sich als Erster „betrank“, bis zur Zeitenwende wirkte Christus von oben und verursachte durch den Wein den Herabstieg des Menschen vom Leben in der geistigen Welt zum Ich-Leben auf dem physischen Plan. Bei der Inkarnation des Gottessohnes in Jesus hatte der Prozess sein Ende erreicht und es musste der Übergang zum Leben ohne Wein kommen, d.h. zu einem von innen heraussprudelnden und nicht von oben durch den Wein herabgesetzten Ich-Leben. Die alten Griechen nannten die kosmischen Ich-Kräfte, die das Wasser in Wein verwandeln, Dionysos Zagreus. Andere Kräfte, nämlich die menschlichen Ich-Kräfte, die das Wasser im Menschen selbst in Blut verwandelten, nannten sie Dionysos Iakhos. Die Geheimnisse dieser Verwandlungen und das ganze Pantheon ihrer Götter nahmen die Hellenen von den Thrakern, unter denen laut Stefan Gajdarski Dionysos als Dion-Jesus bekannt war. Zweifellos wussten die Thraker, dass eines Tages das kosmische Ich in Jesus herabsteigen und sich in ein menschliches Ich verwandeln würde, um den riesigen Umschwung in unserem Gemütsleben zu schaffen.

Der erste, der das Drama des Ichs mikrokosmisch erlebte, das sich in der Trennung vom Geistigen und Übergang zum Leben auf dem physischen Plan ausdrückt, war der große Bote Christi, der Bodhisattva Orpheus, der in seinem letzten Erdenleben als Bulgare inkarnierte und die Buddha-Stufe erreichte. Das gleiche Drama, aber makrokosmisch erlebt, stand Christus bevor. Das Wunder in Kana geschah bald nachdem er von der Sonne in den Jesus herabgestiegen war.  Sein makrokosmisches Ich war mit den kosmischen Kräften der Vergangenheit in Galiläa verwandt und er verband sich mit ihnen, aber er stellte diese in seinen Dienst, indem er ihnen das Ich-Wesen der Persönlichkeit verlieh, die aus ihm kam. Diese transformierten kosmischen Ich-Kräfte durchdrangen das Wasser in den steinernen Wasserkrügen, beseelten es neu und flossen durch den Geschmackssinn, der eher mit dem Innerlich-Seelischen als mit dem Äußerlich-Physischen (wie z.B. das Auge) verbunden ist, in die Seelen der Jünger und der anderen Hochzeitsgäste. Ale tranken Wasser, das ihnen als guter neuer Wein schmeckte, denn das menschliche Ich in ihrem Blut erkannte das kosmische Christus-Ich im verwandelten Wasser und wurde durch dieses befestigt, um vom „Meer“ der alten Geistigkeit zum „Land“ des persönlichen Christentums überzugehen. Auf welche Weise hatte Christus das Wasser in Wein neu beseelt?

Nach der teilweise sehr ungeschliffenen Luther-Übersetzung der Bibel wandte sich Jesus schroff an seine Mutter mit den Worten: „ Was habe ich mit dir zu schaffen, Frau?“ Die wahren Worte lauten dagegen „O Weib, dieses geht von mir zu dir“ (Steiner, GA 112, S. 158).  An wen wandte sich Christus eigentlich? So wie der nathanische und salomonische Jesus zu einer Einheit wurden, als Träger jeweils der Göttlichen und Irdischen Weisheit, so wurden die Mutter des nathanischen und die Mutter des salomonischen Jesus, die Trägerinnen jeweils der Göttlichen und der Irdischen Weisheit, zu einer Einheit. In Kana stand die „vereinte“ 45-46 jährige Mutter einiger Kinder vor Christus, die von den Kräften der Himmlischen Sophia durchdrungen und zur physischen Jungfrau geworden war. Diese nennen wir Jungfrau Sophia oder die Gottesmutter. Sie ist die Trägerin des Ewig Weiblichen, des makrokosmischen Weltenmutterprinzips, des Heiligen Geistes, der der „Vertreter“ des weiblichen Prinzips in der Trinität ist. Durch diese Kräfte von Jungfrau Sophia verwandelte Christus das Wasser in Wein.

Hier haben wir es mit einem Geheimnis zu tun. Wenn das Kind geboren wird, fließen über die Nabelschnur die mütterlichen Blutkräfte von der Mutter in das Baby, die mit der Göttlichen Weisheit verbunden sind, im Unterschied zur Kraft der männlichen Befruchtungsfähigkeit, der Trägerin der Irdischen Weisheit. Die Göttlichen Kräfte der Mutter verwandeln das Wasser im Kind in Wein, d.h. jedes Neugeborene erlebt das Wunder in Kana, denn es muss vom „Meer“ der Weltweisheit zum Leben auf das „Land“ übergehen. Die schnelle, vorzeitige Durchtrennung der Nabelschnur, die heutzutage praktiziert wird, ist ein grobes Unverständnis, da auf diese Weise der fließende Übergang des Neugeborenen vom Geist in die Materie gestört wird. Noch etwas: die Nabelschnur selbst besteht aus einem halbätherischen Stoff, der außerordentlich elastisch ist, aus ihm werden Stammzellen „produziert“, die als menschliche „Ersatzteile“ dienen. Aber in der Produktion dieser Stammzellen wird die irdische, komplett ahrimanisierte Weisheit der „Wissenschaftler“ eingeprägt. Wir können uns vorstellen, wie diese Stammzellen aussehen, wenn sie mit dem geistigen Blick betrachtet werden! Der Antichrist übernimmt den Menschen schon bei seiner Geburt, um anschließend bis zu dessen 14. Lebensjahr durch das Bildungssystem jegliche Erinnerung an die Göttliche Weisheit in ihm, aus der er entstanden ist, zu töten und dann ihn an der von Steiner „Kaserne des Geistes“ genannten Universität endgültig zu erlegen. Wie hat Christus selbst die Durchtrennung seiner Nabelschnur erlebt?

Der Herabstieg des Ichs in Jesus an Epiphanie war noch nicht seine wahre Geburt auf dem Erdenplan. Bis zur Hochzeit in Kana bestand die Verbindung zur geistigen Welt über Maria als Weltmutter, aber sie kam nicht über die physische Nabelschnur, sondern auf geistige Art zustande. Die Verwandlung des Wassers in Wein war das einzige Wunder, das er zusammen mit Jungfrau Sophia vollbrachte – gerade wegen des Vorhandenseins dieser Verbindung. Danach wurde der Übergang zum „Land“ für Christus und für den Menschen überhaupt vollzogen. Es begann der lange Weg nach Hause, d.h. zum Leib – dem Schauplatz der Erscheinungsformen unseres Ichs, mit dem wir zu einer menschlichen, ein individuelles Leben führenden Persönlichkeit werden. Das Ich Christi verband sich immer enger mit den Leibern Jesu, um diese in geistige Leiber zu transformieren und zu jenem Urbild zu machen, das uns zeigt, was wir mit unseren Leibern zu tun haben. Pilatus sagte: „Seht, da ist der Mensch!“ Auf diesem Wege bewahrte der Erlöser den Erdenmenschen vor drei Gefahren, die jeden bedrohen, der wirklich ein persönliches Leben, ein Betreten des „Heimes“ und Weiterschreiten im Vergeistigungsprozess anstrebt:

1. Das Umfeld des Menschen (die Kräfte der Vergangenheit)

2. Die Gegenwart (das Innere des Menschen)

3. Die Gefahr, die die Teilnahme des Menschen am Aufbau seiner Zukunft bedroht.

Wir können die drei Gefahren folgendermaßen bezeichnen:

Schwäche – Vergangenheit

Krankheit – Gegenwart

Tod – Zukunft

Anders gesagt, wenn das Ich schwach ist, brennt die Seele, trocknet das Leben aus und der Körper kränkelt. Christus musste das menschliche Ich stärken, indem er zuerst das väterliche Vergangenheitsprinzip heilte, dann die Kräfte der Gegenwart, hinter denen der Sohn steht und zum Schluss die Kräfte der Zukunft, die mit dem Heiligen Geist verbunden sind. Drei Wunder kennzeichnen diese Schritte: die Heilung des Sohnes des römischen Hauptmanns, die Heilung des Gelähmten und die Auferweckung der Tochter des Synagogenvorstehers Jaïrus. Wir wollen diese in der angeführten Reihenfolge betrachten.

Bis zu seinem 14. Jahr stellt der Mensch ein unfertiges „Haus“ dar und die Seele wirkt von innen nach außen an dessen Errichtung, d.h. de Mensch erlebt sich durch den Körper. Mit Eintreten der Geschlechtsreife, durch das Erwecken des Astralleibes wird auch die Seele erweckt zum Erleben des Geistigen in sich selbst, was den Anfang ihrer Schwankung zwischen diese beiden Polen setzt – die aus dem Leib kommende Sinnlichkeit, und die in ihr aufwachenden Geistigkeit. Zum „Fertigstellen“ des Hauses sind noch sieben Jahre notwendig (der Astralleib ist erst gegen das 21. Jahr herausgebildet), aber die Seele und das Ich verlangen danach, im noch unfertigen „Haus“ zu wirken. Diese Diskrepanz kennen wir als die „Krise der Pubertät“. Der junge Mensch braucht die Stütze eines verwandten helfenden Leibes. In Judäa war der Vater (die Familie) die Stütze des Sohnes, denn in ihnen sah die Seele des Jungen wegen der Blutsverwandtschaft ihren Leib als vervielfältigt (die Ätherleiber der Juden waren „Kopien“ des Ätherleibes des Avatars Sem). In Galiläa aber, d.h. in Kafarnaum, wo das Wunder geschah, war der Junge von Fremdlingen mit fremdem Blut umringt. Der Vater (die Vergangenheit) war nicht mehr so nah, er war schwach und konnte seinem Sohn nicht helfen. Die Seele des Jungen schwankte zwischen dem Leib und dem Geist. Der Hauptmann suchte Christus, fand ihn in Kana und bat mit starkem Glauben: „Herr, ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst, sprich nur ein Wort, dann wird mein Diener gesund.“ (laut Emil Bocks Bibelübersetzung handelt es sich hier nicht um den Diener, sondern um den Sohn des Hauptmanns). An die Stelle der irdischen, körperlichen, blutsmäßigen den Jungen umringenden Welt, die mit dem Vater verbunden ist, tritt Christus, von dem er die Kommunion empfängt und gesund wird. Das Wunder wird von außen, von Kana bewirkt; aber der Weg nach Hause wird schon betreten und mit ihm wurde das väterliche Prinzip der Vergangenheit geheilt.

Bei der zweiten Heilung – des Gelähmten, wurde Letzterer von vier Personen durch das Dach des Hauses hinabgelassen, denn hier trat die Krankheit im Unterschied zum Diener des Hauptmannes nicht wegen der Unzulänglichkeit der ihn umgebenden Außenwelt, sondern wegen innerer Ursachen. Deshalb war auch die Heilung eine andere. Mit den Worten „Deine Sünden sind dir vergeben“ kam zwischen Christus und dem Gelähmten eine innere Beziehung zustande, die dem Ich des Gelähmten Kräfte verlieh, welche das Feuer der Seele (des Astralleibes) löschen  und sie harmonisieren konnten und die Wässer des Lebens (im Ätherleib) wieder fließen ließen. Der Aufruf „Steh auf und geh umher!“ wendet sich direkt an das Ich des Kranken, der selbst seinen physischen Leib heilt. Damit wurde die zweite Gefahr überwunden, die unser persönliches Leben bedrohte – die Gefahr der Gegenwart, die Krankheiten verursacht. Das männliche Prinzip wurde geheilt.

Bei der Verwandlung des Wassers in Wein wurde das Wunder durch die Beziehung zwischen Christus und seiner Mutter, bei der Heilung des Jungen – durch die Beziehung zum Vater und hier – durch die Beziehung zum Ich des Kranken bewirkt. Wir sehen hier den Prozess des immer tieferen Einstiegs Christi in das Menschliche (in die Leiber Jesu) und das Verbinden mit ihm. Nun standen bevor die Rettung des weiblichen Prinzips und der Zukunft des Menschen vor dem Tod durch das Wunder der Auferweckung der Tochter des Jaïrus.

Die Atmosphäre im Hause ist heilig: auf der einen Seite sind die drei Blutsverwandten – der Vater, die Mutter und die kranke Tochter, ihnen gegenüber stehen drei geistige Verwandte – Petrus, Jakob und Johannes und in der Mitte – als Hierophant vor dem Mädchen wie vor einem Altar befindet sich Christus. Das zwölfjährige Mädchen ist „tot“, weil es „trocken“ ist. In ihm ist das Weibliche, das mit dem Eintreten der Geschlechtsreife verbunden ist, noch nicht erweckt. Es besteht die Gefahr, dass die Zukunft fruchtlos bleibt, wenn die Strömung, typisch für die damaligen Sybillen nicht einsetzt.

Wer waren die Sybillen? Bei ihnen kamen das Seelenleben und das geistige Sehen in die übersinnliche Welt von den äußeren Naturgewalten und wurden unbewusst erlebt. Einige Jahrhunderte vorher wurde diese Art der Verbindung zur geistigen Welt im Orakel von Delphi durch die Pythien rechtmäßig praktiziert, aber zur Zeitenwende war sie schon zur Magie degradiert. Christus wollte, dass das Sibyllische aufhört, und dass in den Vordergrund das Hellsehen vom Ich treten sollte, das die Frucht der Bemühungen des persönlichen Christentums ist. Deshalb heilte er auf dem Weg zu Jaïrus’ Haus eine Frau mit einem zwölfjährigen Blutfluss, indem er den Überfluss dieses sibyllinischen Elementes über sich auf das „trockene“ Mädchen übertrug. Diese Kraftübertragung aus dem Makrokosmos, die mit den alten natürlichen Kräften des Blutes (der Vater und Mutter) in Richtung des Mikrokosmos (des Mädchens und der Jünger) flossen, führten beim Mädchen zur Auferweckung neuer geistiger Kräfte des Blutes, die nicht mit dem Geschlecht verbunden waren. Der Makrokosmos starb, um im Mikrokosmos wiedergeboren zu werden, denn im Mikrokosmos ist der Beginn der neuen Schöpfung, der Anfang des neuen Seins. Das ist der große Moment des Übergangs vom weiblich-irdischen Element, das die sündige erste Eva symbolisiert und mit dem Geschlecht und Blut verbunden ist, zum Ewig-Weiblichen, das nicht mit dem Geschlecht und dem Blut verbunden ist und als Jungfrau Sophia, Gottesmutter oder die „neue Eva“ bekannt ist. Hier wurde das weibliche Prinzip selbst gerettet. Mit den geheimnisvollen Worten „ Talitha kumi!“ wurde im Mädchen die Jungfrau äußerlich- physisch auferweckt, während sie bei den Jüngern innerlich-geistig auferweckt wurde und diese Jünger in Träger der Zukunft, in einen von Christus empfangenen Samen des Neuen Lebens verwandelte. Von nun an konnten sie auch heilend unter den Menschen wirken und Leben schaffen. Christus hatte sie vom Meer auf das Land geführt, vom Land nach Hause und nun führte er sie mit „Talitha kumi“ außerhalb der Begrenzungen des Hauses (des Leibes) in den Raum, damit sie vom Persönlichen zum Kosmischen Christentum übergehen und wieder in das Meer des Geistes auf der nächsten Stufe der Spirale gelangen konnten. Das war der Weg zum Geistselbst, auf dem sie beim Gespräch mit einem anderen Menschen in seine Seele den von Christus empfangenen Samen einpflanzen konnten, der in der Seele aufkeimte. Das Gespräch wurde für die andere Seele zu einer unbefleckten Empfängnis, bei der der Samen aufkeimte und die Seele unbefleckt und rein blieb. Aber es gab eine Bedingung: Die Seele erlebte das Gespräch wie eine unbefleckte Empfängnis, wenn in ihr die Jungfrau lebte, d.h. wenn in ihr die neue Eva geboren war. Wie der ätherische Christus dem Mann in Stara Zagora enthüllt hatte, ist die Geburt der Eva in der menschlichen Seele heute das Wichtigste auf Erden. Es erfordert die tiefe Kenntnis des Wesens der Himmlischen Sophia, die die „Weisheit Gottes“ in unserem Kosmos sowie ihres neuesten Wesensgliedes Anthropos-Sophia verkörpert. Erst dann kann Jungfrau Sophia wirklich im Menschen auferstehen, damit er zum bewussten Mitarbeiter Christi durch den Heiligen Geist wird, der durch die „Meister der Weisheit und des Zusammenklanges der Empfindungen“ wirkt. Wenn das Ewig-Weibliche im Menschen tot ist, wird kein Gespräch in der Lage sein, den Samen des Neuen Lebens auf ihn zu übertragen. Die Folge daraus ist Unproduktivität, Tod der Zukunft, die gerade mit der Jungfrau und dem Heiligen Geist verbunden sind. Für diesen Menschen ist das Wunder im Haus des Jaïrus unbrauchbar, so wie die nachfolgenden Opfer des Erlösers, der seine qualvollen Verbindung mit den Leibern Jesu fortsetzte und zum Kreuz kam.

Das alttestamentarische Volk war geistig geblendet, erkannte den Jahrhunderte lang erwarteten verkörperten Gott nicht und kreuzigte ihn. Andererseits aber konnte kein anderes Volk diese „undankbare“ Aufgabe erledigen, die es durch ein immenses Karma belastete. Ohne diese Tat hätte es keinen Tod und keine Auferstehung gegeben mit allem, was daraus folgte. Wir müssen dem jüdischen Volk dankbar sein, dass es Gott für die Evolution der Menschheit und des ganzen Kosmos tötete.

Schauen wir nun auf das Kreuz. Aus den Evangelien wissen wir, dass Christus sieben Sätze ausspricht, die Emil Bock folgendermaßen gruppiert:

Von Lukas:

1. „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“

2. Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.“

3. Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist.“

Von Matthäus und Markus:

„Eli eli lama sabachthani“ bzw. „Eloi eloi lamma sabachthani“

Von Johannes:

1. „Frau, sieh, dein Sohn! Sieh, deine Mutter!“

2. „Mich durstet.“

3. „Es ist vollbracht.“

Im Allgemeinen spricht in den drei Sätzen aus dem Lukas-Evangelium das Menschliche, das gerettet wurde, und in den Johannes-Sätzen spricht das Menschlich-Geistige, das zum Ende des Mysteriums aufgestiegen ist, indem es dieses mit den Worten „Es ist vollbracht“ versiegelt. Wir sehen aber, dass der Mittelpunkt der kultischen Handlung in zwei Varianten bei Markus und Matthäus auftaucht. Warum ist das so?

In den Zeremonien der alten Mysterien, wenn nach der Katharsis die Seele und der Geist (das Ich) des Neophyten sich vom Leib trennten und sich in die Richtung der geistigen Welt aufmachten, rief sie der Leib als Ausdruck der ihn befallende Entleerung und Sterben aus der physischen Welt auf mit den Worten, die wir aus dem 22. Psalm Davids kennen: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Der Aufruf galt einem menschlichen (mikrokosmischen) Ich, während auf Golgatha der Jesus-Leib im „menschlichen“ Matthäus-Evangelium rief; „Eli eli lama sabachthani“ zum ihn verlassenden makrokosmischen Christus-Ich.

An anderer Stele sagte Steiner, dass dieser Satz „Mein Gott, mein Gott, wie hast du mich erhöhet!“ bedeutet (GA 97, 76). Im „kosmischen“ Markus-Evangelium lauten die Worte „Eloi eloi lamma sabachthani“. Sie kommen vom Christus-Ich in der geistigen Welt und richten sich an den vollkommen von diesem in Geistselbst, Geistleben und Geistesmenschen umgestalteten dreigliedrigen Leib Jesu. Die Sätze bei Matthäus und Markus sind jeweils die wahren Todesworte und die Dämmerung der nahenden Auferstehung, die in ihrer Doppeldeutigkeit die Interdependenz zwischen Tod und Auferstehung veranschaulichen. Auf diesem Höhepunkt sprechen Jesus und Christus in einer den anderen unbekannten Sprache, was nur einmal während der drei Jahre vorkommt, und zwar als Jesus in Jaïrus’ Haus das „tote“ Mädchen mit den Mysterien-Worten „Talitha kumi!“ aufruft. In beiden Momenten haben wir die Rettung der menschlichen Zukunft vor uns, wobei bei der Auferweckung des Mädchens das Makrokosmische Christus-Ich die Jungfrau im Menschen rettete und am Kreuz – den menschlichen Leib, ohne den unsere mikrokosmische Ich-Entwicklung unmöglich gewesen wäre. In beiden heiligen Augenblicken sprach der Erlöser Bulgarisch, die Sprache, die der Bodhisattva Beinsa Douno als „die geeignetste Sprache“ charakterisierte, „in der die okkulten Gesetze und das Wort Gottes den Menschen gegeben werden können“. Seine Aussage betrifft die heutige bulgarische Sprache, die im Laufe der Zeit sich weiterentwickelt hat, aber sie bezieht sich mit voller Kraft auch auf die Sprache(en) der „aufsässigen“ und „sanften“ Bulgaren in den zahlreichen vorchristlichen Mysterien, die sie geschaffen hatten.

Der erste, der vor zwanzig Jahren über die Sprache der bulgarischen Tschuwaschen die bulgarische „Spur“ der Mysterien-Worte Christi sah, war Jordan Waltschev. Weil er die geistige Wissenschaft nicht kannte, schlussfolgerte er fälschlicherweise die bulgarische Herkunft Jesu Christi. Deswegen war ich in diesen Jahren  bis Ostern 2012 skeptisch, was den bulgarischen Charakter der beiden Sätze betrifft. Nun weiß ich aus eigener Erfahrung, dass Waltschev Recht hatte!

Es gibt tatsächlich viele störende Fragen um die ethnische Herkunft des Gefäßes Jesus, wenn man Pilatus’ Brief an Kaiser Tiberius Caesar kennt, die Darstellung Jesu in den ersten Jahren ohne Bart usw. Nur die anthroposophische Erkenntnis gibt zufriedenstellende Antworten und treibt zur weiteren Suche an, so wie uns Rudolf Steiner selbst aufforderte. Wollen wir auf ihn hören und die bulgarische Teilnahme an der Weltgeschichte nach der Zeitenwende suchen. Diese ist nicht weniger groß als die vorchristliche!

Mit seinen mächtigen Worten hat uns der Bodhisattva an den sieben Rilaseen enthüllt, dass die Weiße Bruderschaft, zu der die Meister „der Weisheit und des Zusammenklanges der Empfindungen“ gehören, in den nachatlantischen Zeiten drei große geistige Impulse auf Erden hervorgebracht hat. Der erste hatte die Aufgabe, das Bewusstsein der Menschheit auf Christus’ Ankunft vorzubereiten, der zweite – den Christus-Impuls in die Menschheit hineinzutragen und der dritte – den Christus-Impuls im persönlichen und sozialen Leben des Menschen zu verwirklichen. Es ist ersichtlich, dass der vereinigende Mittelpunkt aller Impulse Christus und die Entwicklung des Ich-Bewusstseins sind.

Bisher haben wir nur teilweise die Teilnahme der Bulgaren als ursprüngliche Hervorbringer des Ich-Bewusstseins unter der irdischen Menschheit an der Verwirklichung des ersten und zweiten Impulses markiert. Gleich nach Pfingsten, als die Jünger Christi in die Welt hinaus gingen, um die frohe Botschaft zu verbreiten, kamen unter die bulgarischen Thraker zwei von ihnen – Andreas und Paulus, die eine besondere Stelle unter allen Aposteln einnehmen.

Andreas ist der erste Mensch auf Erden nach Johannes dem Täufer, der in Jesus den verkörperten Gott erkannte, und Paulus’ Verständnis des Golgatha-Mysteriums kann nur mit jenem des Johannes Evangelisten verglichen werden. Die Bulgaren haben von den beiden Jüngern das authentische Christentum kennengelernt! Die ersten christlichen Gemeinschaften (Kirchen) entstanden in Kleinasien und Südosteuropa in von Bulgaren bewohnten Ländern. Der Brief Paulus’ an die Philipper widmet sich an die Bewohner des alten Philippopolis, einige der ersten christlichen Märtyrer waren Bulgaren. Das Christentum erreichte hier ein Volk mit einer vorherigen Mysterienvorbereitung zur Ankunft des Erlösers, die Jahrtausende gedauert hatte. Diese Vorbereitung führte zur Herausbildung eines Kults mit stark esoterischem Charakter, denn das alte Hellsehertum verschwand am spätesten im Schwarzmeergebiet, dem Gebiet alter Mysterien.

Im vierten Jh. n.Chr. sahen die auf weiten Flächen lebenden Bulgaren direkt in der Astralwelt das Gegenüberstehen der dunklen und hellen Wesenheiten um jene geistige Schranke, die zwischen dem Schwarzen Meer und dem Ural verlief. Deshalb trugen bis spät in das Mittelalter hinein alle Menschen in Mittel- und Westeuropa, die fähig waren, in die geistige Welt zu sehen, den Gattungsnamen „Bulgaren“. Es ist kein Zufall, dass gerade in dieser Mysterien-Region auch im vierten Jh.n.Chr. das durch Manes einberufene geistige Konzil stattfand, an dem Skythianos, Buddha (in seinem geistigen Leib) und Zarathustra teilnahmen. Auf diesem Konzil wurde der außerordentlich wichtige Beschluss über die Art und Weise gefasst, wie die Weisheit aus der Sphäre der Bodhisattvas in die westliche Menschheit hineingetragen werden und – wie Steiner sagt – das höchste Objekt jeder Errungenschaft – Christus – erreicht werden konnte.

Was folgte auf dem Erdenplan aus diesem Konzil? Schon im Jahre 311 gab vom bulgarischen Land aus der bulgarischstämmige Kaiser Galerius den Christen im riesigen Römischen Reich mit dem Toleranzedikt von Serdica (die heutige Hauptstadt Sofia) die Freiheit, ihren Glauben zu bekennen. Zwei Jahre später bestätigte der ebenfalls bulgarischstämmige Kaiser Konstantin der Große mit dem Edikt von Mailand das Serdica-Edikt, indem er die institutionalisierte Verfolgung der Christen im Reich beseitigte. Später übersetzte der große christliche Eingeweihte Urfil (der Name bedeutet „Meister des Göttlichen Gesetzes“), der fälschlicherweise „Wulfila“ („Wölflein“) genannt wurde, die Bibel in die Sprache der thrakischen Geten, und nicht für irgendein nichtexistierendes „Nordvolk der Goten“.

Urfil

Bronzesiegel Urfils mit Monogramm

Die sog. „Gotische Bibel Wulfilas“ (Der Codex Argenteus „Silberner Kodex“), die sich in Uppsala befindet, ist eine viel spätere Abschrift eines Teils der Heiligen Schrift, die mit Urphil nichts zu tun hat. Leider hat sich in dieser wie in anderen Fragen, die die Bulgaren betreffen, sogar Rudolf Steiner getäuscht, da er das nicht auf okkulte Art und Weise geprüft hat). Es steht bevor, diese Fragen zu beleuchten, denn die Zeit ist gekommen, die Mysterien-Geschichte der Menschheit durch die Augen des ursprünglich gotterwählten Volkes zu betrachten. Zu dieser Geschichte gehört das besagte Konzil aus dem besonderen vierten Jh.n.Chr. Warum ist dieses Jahrhundert ein besonderes?

Die Antwort kommt von der Anthroposophie, die unseren Blick auf die Geschehnisse in der geistigen Welt und deren Widerspiegelung auf dem Erdenplan richtet. Gegen das vierte Jh.v.Chr. setzte ein Prozess ein, der bis zum 12., 13., ja sogar 14. Jh.n.Chr. dauerte, bei dem die Elohim die Leitung über die Gedankenmächte des Kosmos den Archai übergaben. Als Folge wurde die Gedankenwelt des Menschen immer individualistischer, d.h. die Gedanken kamen in den Besitz des Menschen. Das vierte Jh.n.Chr. ist die Mitte und der Höhepunkt dieser Periode, die so viele Ereignisse unter den Menschen auf Erden  hervorgerufen hat. Auf einige haben wir schon hingewiesen. Mit dem 13. nachchristlichen Jahrhundert beginnend, (auf das gesondert eingegangen wird) konnten die Archai durch die Ausübung der eigentlichen Gedankenleitung selbst nicht nur die Gedankenwelt der Menschen beeinflussen, sondern auch Impulse für die unmittelbare Formierung der individuellen menschlichen Persönlichkeit geben, was äußerlich in der Europäischen Renaissance zum Ausdruck kam. Danach zogen sie sich zurück von der unmittelbaren Führung der Menschheit und überließen diese den Erzengeln. Aber mit dem Beginn des 20. Jh. erhoben sie sich allmählich in den Rang der Geister der Form und seitdem schicken sie die neuen Offenbarungen auf die Erde hinunter.

Erzengel Michael hat seinerseits auf die Kontrolle über die Kosmische Intelligenz (die Denksubstanz selbst) verzichtet. Sie stieg in die Köpfe der Erdenmenschen hinunter und erreichte diese gegen das achte, neunte Jh.n.Chr. Durch die Anthroposophie kennen wir die zahlreichen dramatischen Wandlungen, die im neunten Jahrhundert auf dem Gebiet des Christentums erfolgten. Hier werden wir die bulgarische Teilnahme markieren: 1. die bulgarische „Grenzmarke“ in der Kirche auf dem VIII. Allgemeinen Konzil 869, 2. die Erfindung (wahrscheinlich) beider bulgarischen Alphabete durch Konstantin-Kyrill Philosoph (die Glagolitza ähnelt dem Alphabet, das der bulgarische Philosoph und Gelehrte aus dem vierten Jh.n.Chr. Aethicus Ister benutzte), 3. die Verbreitung der Alphabete durch Kyrill und seinen Bruder Method bis an die Grenzen des Heiligen Römischen Reiches und 4. die Epoche machenden Taten des Boris I. des Täufers, die er nach dem Willen des Elohims des gesamten Slawentums für die Zukunft des Menschengeschlechts vollbrachte. Aber das Aufgezählte war noch nicht der Höhepunkt!

Mit dem erwähnten Konzil im vierten Jh.n.Chr. wurde der wahre manichäische Impuls im Christentum ausgelöst, dessen Ausdruck auf dem Erdenplan wir in den Gralsmysterien sehen, die schon mit Joseph von Arimathäa anfingen, in den Westen vollkommen versteckt vor der Außenwelt über Titurel, Amfortas und Parzival zogen, um sich dann auf dem äußeren Plan mit besonderer Kraft im Bogomilentum zu zeigen, das im Jahre 928 in Bulgarien begann. Damals versammelten sich einige Bogomilen mit Bojan Maga („Bojan der Magier“) an der Spitze in der Kirche „Heilige Paraskeva“ in Weliki Preslav. Bojan Maga war der Sohn des Zaren Simeon des Großen und der Enkel des Boris I. Unter der Teilnahme zweier unbekannter „Syrer“ entstand jene Bewegung, die das Leben des mittelalterlichen Europas vollkommen veränderte. Die unbekannten „Syrer“ waren die Jungfrau Sophia (die diesmal als Mann inkarniert war) und der wieder inkarnierte Johannes Evangelist). Mit ihrem Segen verbreitete sich die bulgarische „Häresie“ in alle Richtungen Europas und ihre Anhänger trugen verschiedene Namen – Katharer, Albingenser, Patarener usw.

Die katholische Kirche reagierte unverzüglich mit der Gründung der „heiligen“ Inquisition, deren Vortrupp im Kampf gegen die Bogomilen der Orden der Dominikaner war. Als bekanntestes Mitglied in jener Zeit (13. Jh.) trat der Scholastiker Thomas von Aquin hervor. Als Teil dieses Ordens hat er sein persönliches Karma wesentlich belastet. Sollte Rudolf Steiner als Thomas von Aquin inkarniert gewesen sein, hat er im 20.Jh. diese Schuld glänzend abgetragen!

Trotz aller Bemühungen des Römischen „Christentums“ kamen die europäischen Völker zur Aufklärung und begannen an der Herausbildung der Bewusstseinsseele in der aufdämmernden fünften Kulturepoche zu arbeiten. Die Bedeutung des Bogomilentums für die Menschenevolution ist so umfangreich, dass sie noch in der Zukunft zu erschließen sein wird. Vorläufig kann man festhalten: der oben erwähnte dritte nachatlantische Impuls der Großen Weißen Bruderschaft trägt den Namen Bogomilenimpuls, denn die „vollkommenen“ Bogomilen zeigten offen, was im christlichen Zeitalter eine vergeistigte Verstandesseele bedeutet, die bereit ist, in der richtigen Weise zur Herausbildung einer vergeistigten Bewusstseinsseele überzugehen. Noch etwas: so wie Parzival im neunten Jh. noch weit vor dem Zeitalter der Bewusstseinsseele eine solche besaß, gilt das auch für die erhabensten unter den Bogomilen, denen die Weltführung die Aufgabe aufgetragen hatte, die europäischen Völker von der vierten zur fünften Kulturepoche hinüberzuleiten. Zu diesem Zweck sollte das Rosenkreuzertum als Teil des Bogomilenimpulses entstehen. Hier kommen wir zur Enthüllung des am Anfang angedeuteten Geheimnisses des esoterischen Christentums.

Wie bereits erwähnt, wurde im 13.Jh.n.Chr. die Übergabe der Leitung der kosmischen Gedankenkräfte durch die Elohim an die Erzengel abgschlossen. Das Jahr 1250 in diesem Jahrhundert war auch ein besonderes, denn damals wurde der Zugang zur geistigen Welt selbst den höchsten Eingeweihten vollkommen verschlossen. Aber unmittelbar nach der kurzen Verdunkelungsphase trat unter der westlichen Menschheit laut Steiner eine „neue Kultur“ auf, die sich in zwei Richtungen zeigte: eine exoterische, die im Aufblühen der hohen Scholastik in der zweiten Hälfte des 13. Jh. zum Ausdruck kam, und eine esoterische, nämlich die Gründung der rosenkreuzerischen Strömung durch Christian Rosenkrutz’ Einweihung bald nach 1250. Zur Entstehung des Rosenkreuzertums war eine komplizierte geistig-physische Konstellation notwendig, die nur damals vorhanden war. Neben dem Wirken der Bogomilen auf dem physichen Plan und der Übergabe der Gedankenkräfte in der geistigenWelt, wurde auf die Erde auch eine geistige Wirkung der besonderer Art durch die Elohim ausgeübt. Laut Steiner haben sie am meisten die physische Evolution auf der Erde beeinflusst und am wenigsten das innere Wesen des Menschen zur Zeit der großen atlantischen Katastrophe. Der entgegengesetzte Pol – die stärkste Einwirkung auf das Innere des Menschen und die schwächste auf die physische Erdenentwicklung war das Zeitalter um das Jahr 1250, als neben allen angeführten Bedingungen eine wesentliche Änderung der Erdachsenlage eintrat. Damals versammelten sich an einem Ort in Europa zwölf große geistige Individualitäten, von denen sieben die Weisheit der alten Atlantis besaßen, vier – die Weisheit der nachatlantischen Epochen und die letzte – das ganze intelligente Wissen der neueren Zeit. Wegen des verschlossenen Zugangs zu den höheren Welten schöpfte jeder dieser Zwölf seine Kenntnisse aus dem Gedächtnis seiner vergangenen Inkarnationen, als die höheren Welten ihm zugänglich waren. Die ganze Weltweisheit des Erdendaseins, die von der Loge der Bodhiisattvas hinunterstieg, teilten sie einer dreizehnten Individualität mit, die sie bis in seinen physischen Leib aufnahm und danach das Erlebnis von Paulus vor Damaskus wiederholte. Diese Individualität schaffte es, die Weisheit der Vergangenheit im Geiste des Christus-Impulses zu transformieren, genauso wie dieser Impuls seit dem Golgatha-Mysterium in der geistigen Erdensphäre wirkt. Danach gab der Dreizehnte die durch Christus durchdrungene alte menschliche Weisheit an die Zwölf zurück. Das stellte den Anfang dessen dar, was unter der westlichen Menschheit schon im nächsten Jahrhundert als Rosenkreuzerströmung bekannt wurde. Im 13. Jh. starb der Dreizehnte noch sehr jung, aber bei seiner Inkarnation im 14. Jahrhundert unter dem Namen Christian Rosenkreutz lebte er mehr als 100 Jahre. In dieser Inkarnation hatte er wieder das Erlebnis des Paulus vor Damaskus, wanderte sieben Jahre lang zu allen existierenden Mysterienzentren und begründete anschließend eine eigene rosenkreuzerische Strömung in Europa als den Weg der christlichen Einweihung des Westens und Möglichkeit, die „chymische Hochzeit“ zwischen der Seele und dem menschlichen Geist zu erleben. Steiner lüftete das Mysterium, dass hinter dem Namen Christian Rosenkreutz Johannes der Evangelist steckte, aber er hat bewusst nicht auf den Ort hingewiesen, von dem das Rosenkreuzertum seinen Weg nahm. Er musste verborgen bleiben bis Ostern 2012. Warum?

Ein paar Tage nach meiner Begegnung mit jenem Mann im Buchladen in Stara Zagora, rief er mich an und fragte: „Warum wird mir von irgendeinem Christian Rosenkreutz und Arbanassi erzählt?“ Im selben Moment ist mir bewusst geworden, dass das Mysterium im 13. Jh. unweit der Hauptstadt des zweiten bulgarischen Reiches Weliko Tarnowo in der Gegend des heutigen Dorfes Arbanassi stattgefunden hat!

 

Arbanassi

Das Dorf Arbanassi bei Weliko Tarnowo

Drei Tage später konnte ich mich aus persönlicher Erfahrung überzeugen, dass diese Tatsache wahr war, einige Monate vorher hatte ich die geistige Welt gefragt, ob es nicht schon an der Zeit sei, den Ort zu erfahren. Ob die Zwölf, die um den Dreizehnten versammelt waren, bulgarische Bogomilen waren, kann man nicht behaupten, aber die „Vollkommenen“ unter ihnen waren zweifellos die geistig erhabensten Eingeweihten in der damaligen christlichen Welt. Gerade sie müssten an diesem sakralen Mysterium teilgenommen haben, das im Land des Volks stattfand, das die neuen Impulse der Ich-Entwicklung des Menschengeschlechtes trug.

Beinsa Douno bestätigte auch, dass Arbanassi ein altes Bogomilendorf gewesen war. Steiner konnte auf den Ort nicht hinweisen, da zu derselben Zeit (1911-1912), als er die Vorlesung über dieses Mysterium und die Bodhisattvas hielt, der zukünftige Maitreya Buddha selbst in jenem Haus in Arbanassi „Das Vermächtnis der farbigen Lichtstrahlen“ schrieb, was ein starkes Mittel zur Arbeit am menschlichen Ätherleib im beginnenden Zeitalter des ätherischen Christus darstellt.

 

Zaveta                  Beinsa

„Das Vermächtnis der farbigen                                     Beinsa Douno

   Lichtstrahlen“  

Der Blick der Menschen durfte nicht auf das Mysterium der Bulgaren und den Nachrichtenüberbringer des ätherischen Christus gerichtet werden – des Bodhisattvas, dessen Erdenmission sich noch entfalten sollte. Genau hundert Jahre nach dem Aufschreiben jenes Vermächtnisses kam in der Osterzeit die Wahrheit über die nächste Teilnahme der Bulgaren in der Weltevolution aus der dunklen Höhle heraus und trat vor uns im Licht des Geistes des Christus-Impulses eingetaucht, der vor 2000 Jahren am wahren Ostertag geboren wurde.

Ob Christian Rosenkreutz während seiner siebenjährigen Wanderung im 14. Ch. den Ort besucht hat, wo im vorigen Jahrhundert sein physischer Leib durchsichtig wurde wie das von ihm selbst „gegossene Eherne Meer“ des ersten Salomonischen Tempels – das müssen wir nicht anzweifeln, trotz der dramatischen Wandlungen, die dem Schicksal der Bulgaren in der nahenden fünften Kulturepoche bevorstanden. Im achten Jh. rettete der bulgarische  Khan Tervel die Entwicklung des Christentums in Europa vor dem Sturm der arabischen Horde, im zehnten Jh. erhielten die mittel- und westeuropäischen Völker von den Bogomilen das esoterische Johannes-Christentum, um vor dem Hinuntersteigen in den Materialismus während der nahenden Epoche der Bewusstseinsseele bewahrt zu werden. Das russische Volk bekam in demselben zehnten Jh. von Bulgarien unter dem Zeichen der Jungfrau Sophia den exoterischen (mit viel Esoterischem) bulgarischen christlichen Kult, mit dem es von weitem auf die Erfüllung ihrer zukünftigen Mission in der sechsten Kulturepoche des Geistselbstes vorbereitet werden sollte.

Die fünfte Kulturepoche begann 1413, aber wegen der Verfolgung der Bogomilen fiel das bulgarische Volk 1396 unter die Herrschaft der osmanischen Türken, bei denen der Glanz des Arabismus (des moslemischen Aristotelismus) aus der Zeit Harun al-Raschids und der Schule von Bagdad völlig erloschen war. Für die Bulgaren brach die Finsternis herein! Im Westen wurde Jahrhunderte lang eine christliche Zivilisation aufgebaut, und hier geriet die Wahrheit über die ruhmreiche Vergangenheit der Bulgaren allmählich in Vergessenheit, was an den vereinten Bemühungen des russischen Panslawismus und des griechischen Byzantinertums liegt, die die Archive der Königs- und der Patriarchenbibiliotheken des Zweiten bulgarischen Reiches vernichtet hatten. Aber die Wahrheit kommt immer ans Licht!

1878 ist Bulgarien für ein neues Leben im 1879 beginnenden Zeitalter Michaels auferstanden. Es stand das Ende des Kali-Yuga und der Anfang des für die nächsten 3000 Jahre wichtigste Ereignisses bevor – der Wiederkehr des Christus im Ätherischen. Das von Anfang an gotterwählte Volk nahm von neuem die Erfüllung seiner Mission auf, was durch den Hinunterstieg des Hauptboten Christi auf Erden – den Bodhisattva selbst zum Ausdruck kam, der einen mächtigen manichäischen Impuls zum menschlichen Ich ausstrahlte. Die Bogomilen kamen zurück, von Maitreya Buddha selbst angeführt! Die Bulgaren waren schon immer von der Bodhisattva-Loge angeführt, vorläufig werden wir nur erwähnen, dass vor Beinsa Douno, Gautama Buddha und Orphäus ein anderer Bodhisattva hier gewirkt hatte, der in der alten geistigen Schule im Rilagebirge sich in die „Buddha“-Stufe erhob und in seinem Wesen die Synthese der Weisheit der geistigen Produkte dreier europäischer Zentren verwirklichte. Diese Zentren liegen an den Spitzen eines gleichseitigen Dreiecks – im Westen um die heutige spanischen Stadt Santiago de Compostela, im Norden – in Skandinavien mit den späteren Trotten-Mysterien und im Osten – um das heutige Aladscha-Kloster bei Varna. Sie haben Jahrtausende lang unter der damaligen europäischen Bevölkerung jeweils das Denken, das Fühlen und das Wollen entwickelt, indem sie diese Bevölkerung auf die Aufnahme des zukünftigen Christus-Impulses vorbereiteten. Die Auseinandersetzung mit dem Wollen im Zentrum bei Varna wurde später durch die okkulte Tatsache bestätigt, die von Beinsa Douno mitgeteilt wurde, dass im gesamtslawischen Organismus „die Bulgaren den Willen repräsentieren“.

Nach der Synthese, die von jenem Buddha im Rilagebirge vollzogen worden war, begann das menschliche Leben auf der Grundlage der Weisheit sich vom physischen Leib in das Ich zu vertiefen, was bereits erörtert wurde. Die Verkörperung der Weisheit – das Palladium – stieg in Troja unter die Bulgaren  hinunter und von dort sandten sie die Zivilisationsimpulse in alle Weltrichtungen an die in der dritten nachatlantischen Kulturepoche entstandenen Staaten. Die Weisheit herrschte und mit ihr schritt die Entwicklung des Volksbewusstseins im Menschen voran, das durch die Kraft der Blutsverwandtschaft hervorgerufen wurde. Das wahre Vereinigungszentrum des Dreiecks Denken-Fühlen-Wollen ist aber nicht die Weisheit, sondern die Liebe, die mit der Inkarnation des Christus-Ichs und des folgenden Opfers kam. Das Ich hat die Blutsverwandtschaft außer Kraft gesetzt! Während 19 Jahrhunderte hatte die europäische Menschheit das Ich-Bewusstsein entwickelt und versuchte, die Christus-Liebe im persönlichen und sozialen Leben anzuwenden, was wir auch besprochen haben. Europa wird hier bewusst von den restlichen Kontinenten gesondert behandelt, denn nur von diesem Gebiet aus kann das Aussenden christlichen Impulse erwartet werden, die zeitgerecht sind und eine bessere Zukunft der gesamten Menschheit garantieren.

Mit dem Anfang des 20 Jh. standen die Seelen, die nach dem Willen des Weltkarmas unter die europäischen Völker geschickt worden waren, vor der nächsten Herausforderung – die beginnende Wiederkunft des Christus im Ätherischen, die bis zur Mitte der sechsten Kulturepoche sich noch entfalten wird. Die geistige Welt reagierte sofort, und in Mittel- und Westeuropa ließ Michael über Rudolf Steiner seine lang ausgearbeitete „Geistesfrucht“ hinunter –  die Anthroposophie – , damit wir Christus verstehen und mit ihm zusammen den Weg zum Wassermann-Zeitalter zurücklegen können. In Bulgarien hat der Bodhisattva eine Schule gegründet, um uns zu lehren, wie wir in diesem Zeitalter leben sollen, das erst 3573 beginnt. Wir sehen, dass beide Impulse – der Impuls Michaels (durch Steiner) und der Christus-Impuls (durch den Bodhisattva) synchron wirken und ein Ziel haben – die Vorbereitung der europäischen und damit der restlichen Menschheit auf die Begegnung mit dem Ätherischen Christus und die richtige zukünftige Aufnahme der Offenbarungen des uns von oben erleuchtenden Geistselbstes durch die Herausbildung eines neuen Ätherorgans im Menschen, nämlich „des vernünftigen (denkenden) Herzen“. Deshalb können wir mit Sicherheit sagen, dass wir vom 20. Jh. an einen neuen, vierten Impuls der Großen Weißen Bruderschaft erleben, der durch die zwei erwähnten Meister ausgestrahlt wird!

Hier entsteht die berechtigte Frage, warum der Archai Michael von einem neuen, einzig rettenden Impuls für das geistige Leben der Menschheit sprach, den wir Ende des 20. Jh. erwarten konnten? Um welchen Impuls geht es und wurde dieser ausgestrahlt, diese Fragen werden im Buch „Der Weg zum Ich“ besprochen, in dem auch die vorher gestellte Frage beantwortet wird, ob die Bulgaren an ihrer Aufgabe weiterarbeiten, die menschliche Ich-Entwicklung zu gewährleisten. Die Antwort lautet „Ja“, denn das zwischen 2000 und 2007 Geschehene macht einen Teil des vierten Impulses der Großen Weißen Bruderschaft und die Erfüllung des Versprechens Michaels aus!

Es ist noch früh zu sagen, wie sich dieser vierte Impuls künftig entwickeln wird, aber die Prüfung seiner Kraft steht bevor in der Begegnung mit dem verkörperten Antichristen. Der Kampf gegen ihn wird solche Dimensionen haben, dass er für immer in der Akascha-Chronik unter dem Namen „Die große Schlacht auf Erden“ niedergeschrieben sein wird!

In manchen Religionen lassen sich Spuren einer anderen Schlacht finden – „der Schlacht im Himmel“, der vor Äonen in der geistigen Welt stattgefunden hat unter der Teilnahme der richtig evoluierten und der zurückgebliebenen Bewegungsgeistern. Aber im Unterschied zu damals wird die jetzige Schlacht auf dem physischen Plan unter der Teilnahme der Wesen stattfinden, die einen freien Willen besitzen. In Fleisch verkleidet, wird Ahriman ebenfalls über die Freiheit der Wahl verfügen zwischen dem „Sonnengenius“ – Christus, der Liebe, und dem „Sonnendämon“ – Sorat, dem Tod. As vor ca. 2000 Jahren Christus von der Sonne hinunterstieg und sich freiwillig opferte, wurde die Liebe auf Erden gesät. In der ersten Hälfte des 20. Jh. aber sprach sein Bote Beinsa Douno die auf den ersten Blick seltsamen Worte aus, dass „von den Bulgaren die Liebe ausgehen wird“ und seit Ende des 20 Jahrhunderts lebt unter der Erdenmenschheit Ahriman selbst – „Der Herr des Todes“. Über welche Liebe sprach Beinsa Douno und wie werden wir den Antichristen bekämpfen?

Wenn im Ich eines Menschen unwiderruflich Michael (d.h. das Wesen Anthroposophia) und Christus (der Bodhisattva-Impuls) aufeinander treffen, erfolgt aus dieser Begegnung die Wiederkehr des erneuerten Palladiums, das vom Träger der alten Sonnenweisheit (dem Geheimnis der dreifachen Sonne) in den Träger der Kosmischen Ich-Liebe (der Wahrheit) transformiert wurde. Die Quelle dieser Liebe ist die Dreifache Christus-Sonne in unserem Willen, die dort nach dem Mysterium von 1936 lebt, bei dem der unter die Bulgaren herabgestiegene Bodhisattva die Hauptrolle spielt. Warum behaupten wir, dass das erneuerte Palladium wie der Heilige Pfingstgeist der Träger der Liebe als Wahrheit ist!

Die Antwort muss immer im Christus und nirgendwo anders gesucht werden! Bis zur Zeitenwende empfing man in den Mysterien mit einem verdunkelten Ich-Bewusstsein die Offenbarungen der Weisheit–Christus über den Heiligen Geist aus der Sphäre der zwölf Bodhisattvas. Dieser Geist ist nicht mit dem Heiligen Geist aus der Dreifaltigkeit identisch, der in das menschliche Ich an Pfingsten herunterstieg infolge des Großen Opfers von Golgatha und der eingetretenen Änderung des Verhältnisses zwischen Vater und Sohn in der Heiligen Dreifaltigkeit. Nachdem auf dem Kreuz die Christus-Weisheit im Makrokosmischen Ich Christi wiedergeboren und in Kosmische Ich-Liebe verwandelt wurde, lebten die Wesen des gesamten Gotteswerkes in ihr, ohne dass individuelle Anstrengungen von ihnen notwendig waren. Die gleiche Liebe, jedoch durch das Mysterium von 1936 „bereichert“, lebt in unserem Willen. Aber diese Liebe können wir nicht erlangen, ohne dass unser Ich individuelle Anstrengungen unternimmt. Der Träger der erneuerten Liebe ist gerade das Palladium, ein geistiges Instrument, das nur der Erdenmensch braucht. Wenn man zusammen mit dem Archai Michael den Weg vom vergeistigten Denken (das durch das intensive Studium der Anthroposophie entwickelt werden kann), über das vernünftige Herz (das durch die entscheidende Hilfe des Bodhisattva-Impulses herausgebildet werden kann) zur Christus-Sonne in unserem Willen zurücklegt, wird man zum Träger des erneuerten Palladiums. Durch die Verbindung des Palladiums mit dem Heiligen Geist wird man vorbereitet, die Offenbarungen der Götter zu empfangen, was in der Praxis die Einpflanzung des Geistselbstes lange vor dem Hereindämmern der sechsten Kulturepoche bedeutet. Dieser Herunterstieg des Geistselbstes wird zum ersten Mal erst seit dem 20. Jh. ermöglicht. Dadurch können wir nicht nur dem Antichristen widerstehen, sondern auch ihn vom Gegner in einen Christus-Nachfolger transformieren. In der bevorstehenden apokalyptischen Auseinandersetzung werden ausgewählte vorbereitete Menschenseelen den ersten Schritt machen zum Geistselbst und zu ihrer eigenen Verwandlung in der weiten Zukunft in die „Frau, die mit der Sonne bekleidet ist und den Mond unter ihren Füßen hat“. Das erwarten die Götter von uns heute!

„Der heutige Mond“ ist Ahriman! Und wer wird zur Sonnen-Frau? Von Bulgarien wurde der Weg gezeigt! Nun müssen die anderen Völker diesen wiedererkennen!

Dimitar Mangurov, Varna, 12.08.2012

 

Der soziale Organismus und der Pfingstgeist

Velikden na Ani

Vorlesung des bulgarischen Anthroposophen Dimitar Mangurov

28.02.2016, Varna

Die Vorlesung in bulgarischer Sprache

Gebet: Herr Jesus Christus, bitte hilf, dass die europäischen Völker für die Gemeinsamkeit erwachen und ihre Mission in der Menschheitsgeschichte erfüllen.

Ich heiße diejenigen, mit denen wir uns lange nicht gesehen haben, willkommen.

Unser heutiges Thema ist „Der soziale Organismus und der Pfingstgeist“  –  ein endloses Thema, das wir hier wohl nur teilweise behandeln können.

Am Ende seines Lebens soll Rudolf Steiner mit sehr ernsthaftem Ton zum Grafen Polzer-Hoditz Folgendes gesagt haben: Die Anthroposophen, somit die ganze Menschheit, hat drei Aufgaben in der Zukunft zu lösen. Natürlich gibt es viel mehr zu tun, aber diese Aufgaben sind spezifisch: die Aufdeckung des Geheimnisses der zwei Johanneses, des Demetrius und des Kasper Hauser.

Die beiden Johannesses sind Johannes der Täufer und Johannes der Evangelist. Konkret bei Demetrius und Kasper Hauser war Steiners Auftrag  herauszufinden, welche Individualitäten in ihnen inkarniert waren, woher sie kamen und mit welcher Aufgabe, die nicht gelöst wurde.

Was können wir jetzt hinsichtlich dieses Auftrags Steiners berichten? Wir haben mehrmals über die beiden Johanneses gesprochen und zusammenfassend können wir Folgendes sagen: das Ich, das im Johannes dem Täufer inkarniert war, laut Steiner das älteste Ich auf der Welt, quasi Adams Ich, war der Vertreter des männlichen Prinzips (im okkulten Sinne) in der Erdenentwicklung. Hiram Abif, der später Lazarus-Johannes wurde, war auch der bedeutendste Vertreter des männlichen Prinzips im okkulten Sinne. Wir sehen, dass sie beide in den vorchristlichen Zeiten bei unserem Herabstieg in das Irdische die Träger jenes Impulses waren, der rechtmäßig  – wollen wir das so ausdrücken –  den Herabstieg ins Materielle, das Bezwingen der physischen Welt bezweckte.  Lazarus wurde zum Johannes, stellte sich unter das Golgatha-Kreuz und empfing von der Jungfrau Sophia die Weisheit über das Golgatha-Mysterium. Der Täufer war der erste, der vorher auf den Gott hingewiesen hatte. Danach wurden beide einer Transformation unterzogen und sind sozusagen zur weiblichen Richtung im Okkultismus übergegangen. Wir erkennen danach den Apostel Johannes als einen der beiden Syrer (der andere war die Jungfrau Sophia), die den Anfang der Bogomilenbewegung setzten. Danach als denjenigen, der in Arbanassi unter den Bogomilenpriestern war beim großen Mysterium der Einweihung Christian Rosenkreutz’. Schließlich zeigte er sich uns als die Schwester des großen bulgarischen Malers Boris Georgiev Katja, die eine außerordentliche Spiritualität besaß.

Boris GeorgievKatja

Der Maler Boris Georgiev (1888-1962), Bild seiner Schwester Katja

Ob sich Christian Rosenkreutz danach inkarniert hat und wann, wissen wir bisher nicht, aber mit Sicherheit war er auch nach diesem kurzen Leben als die junge Frau Katja inkarniert, denn wir wissen, dass er grundsätzlich sieben Jahre nach seinem Tod wieder inkarniert.

Über Johannes dem Täufer wissen wir bereits von Rudolf Steiner, dass er Raffaelo und Novalis war. Danach war er als Djado Vlajtscho inkarniert (ein  beim bulgarischen Volk sehr beliebten Hellseher und Heiler Vlajtscho Zhetschev, Anm. des Übersetzers).

 

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Vlajtscho Zhetschev (1894-1981)

Wir sehen, dass beide die Vertreter des weiblichen Prinzips sind. Wenn wir den Anspruch erheben können, etwas zur Erfüllung dieses Auftrags Rudolf Steiners beigetragen zu haben, dann sind das gerade die Beobachtung dieser Transformation, die infolge des zur Zeitenwende Erlebten in ihnen erfolgte, sowie die Aufdeckung ihrer Inkarnationen nach dieser Zeit. Diese Behauptungen sind okkulte Tatsachen, für die ich mich hundertprozentig verbürge.

Auf Demetrius bzw. Dmitri hat sich am meisten der große verstorbene Anthroposoph Sergej Prokofieff  konzentriert. Vom geistigen Standpunkt aus denkt er dabei logisch.  Dmitri war der letzte Sohn und Erbe der Rjuriks von der letzten achten Frau des Ivan des Vierten (Grosny). 1591 wurde er als achtjähriger Junge in Uglitsch ermordet. Mit ihm wurde etwas sehr Wichtiges untergebrochen. Die Tatsache, dass Steiner die Persönlichkeiten von Dmitri und Kasper Hauser neben die anderen zwei mächtigen Iche der Menschheitsgeschichte stellt, ist ein großes Mysterium an sich. Wer waren die beiden wirklich und was wurde durch die dunklen Mächte mit ihrer Ermordung verhindert?

Die Rjuriks, wie ich schon längst erwähnt habe, sind nicht jene Waräger, die als Normannen aus Skandinavien kamen, um den Staat in der zukünftigen Kiewer Rus und Russland zu gründen, sondern die kimmerischen Bulgaren, die ein paar Jahrhunderte nach Christi nach Skandinavien zogen. Sie verbreiteten unter die Völker, die das zukünftige Germanentum formieren sollten, ihre Kultur. Im 20. Jahrhundert haben die Archäologen Artefakte der kimmerischen  Kultur entdeckt und festgestellt, dass sie eins zu eins der thrakischen, d.h. bulgarischen Kultur entspricht. Nur ein Übersetzungsfehler aus dem Russischen ins Bulgarische führte zu jenem großen Fehler in der russischen Geschichtsschreibung,  dass das Ich-Prinzip inmitten des Germanentums, d.h. des Normannentums entstand. Wir wissen sehr wohl, dass die Bulgaren die Träger des Ich-Impulses und für diesen verantwortlich sind. Jene wilden Völker wurden Tausende Jahre lang durch die Menschheitsführung auf die Entwicklung der Bewusstseinsseele in der fünften nachatlantischen Epoche vorbereitet. Das war aber verbunden mit der Unterentwicklung der äußeren Kultur dieser Stämme. Zu derselben Zeit wurden bekanntlich in Mesopotamien glänzende, jedoch ichlose Kulturen entwickelt. Wir haben mehrmals darüber gesprochen, wie die Bulgaren, also die Thraker am Anfang des griechisch-römischen Impulses standen. Sie zogen nach Skandinavien, um zum richtigen Zeitpunkt der Formierung dieser Völker da zu sein, die in den ersten Jahrhunderten nach Christi keine Völker, sondern noch einzelne Stämme waren. Das hatte zum Ziel, dass diese Stämme gleichzeitig mit dem Bewusstsein des eigenen Volkes auch eine äußere Kultur entwickeln konnten. Die bulgarische Herkunft der Rjuriks ist also auch historisch erwiesen.

Mit der Ermordung des jungen Dmitri, des letzten Rjurikerben, wurde etwas Wichtiges in der Entwicklung des russischen Volkes unterbrochen,  das erst in der sechsten nachatlantischen Epoche wirken sollte. Wie ist Prokofieffs Gedankengang? Er sagt, dass das russische Volk damals auf der Ebene der Empfindungsseele war. Wie wir wissen, entwickeln sich die Völker in unterschiedlichem Tempo. Das russische Volk war für die sechste Kulturepoche vorbestimmt, für die Zeit in der das Geistselbst der Entwicklungsfaktor darstellen sollte. Die Engländer, die westeuropäischen Völker, später das amerikanische Volk, das sich nicht zufällig nach der sog. Entdeckung Amerikas formierte, waren zur Herausbildung der Bewusstseinsseele in der fünften Kulturepoche vorbestimmt. In jener Zeit waren nicht nur das russische, sondern auch viele andere Völker als eine Mehrheit von Analphabeten auf der Ebene der Empfindungsseele. Das betrifft auch einen Großteil der europäischen Völker in Mittel- und Westeuropa, wo mit Ausnahme der sich herausbildenden Kulturträger und des Adels der Rest des Volkes aus wilden Analphabeten bestand. Wir wissen, dass sich die Verstandesseele herausbildet,  wenn das Denken richtig entwickelt wird, damit man zum Ich-Bewusstsein gelangt. Das Denken beginnt bei unserem Unterbewusstsein in der Empfindungsseele in der fünften Kulturepoche. Nicht zufällig aktivierte der Buddha Orpheus unter den thrakischen Bulgaren durch die Musik jene im Menschen veranlagten mentalen Kräfte, die allmählich den Weg zur Verstandesseele finden sollten. Damit sollte das Denken entwickelt werden, um mit diesem in der fünften Kulturepoche das Bewusstsein zu bilden, wenn wir uns das Denken selbst bewusst machen würden. Unsere Entwicklung ging parallel mit der Entwicklung der Wesenheit Anthroposophia, über die wir letztes Mal eingehend gesprochen haben. Diese ging über die Entwicklung des Denkens, über leibliche Elemente, seelische Elemente und zum Beginn des ersten geistigen Elementes, dem Geistselbst. Deshalb behaupte ich, dass die ungebildeten Menschen in Europa praktisch auf der Ebene der Empfindungsseele waren. Die Ich-Entwicklung ging im Laufe von Jahrtausenden, aber ohne äußere Kultur und hatte in ihnen die seelischen Kräfte herausgebildet, die es ihnen erlaubten, sich kulturell in der fünften nachatlantischen Epoche zu entfalten.

Dagegen war das russische Volk in Bezug auf seine weit in die Zukunft reichende Aufgabe mehrheitlich  auf der Ebene der Empfindungsseele. Prokofieff war der Meinung, dass jemand mit einer entwickelten Verstandesseele erscheinen musste um diesem Volk eine vergeistigte Verstandesseele vorzuleben, nach der die Bewusstseinsseele aufblühen und sich richtig entwickeln konnte. Das Geistselbst kann sonst nicht herabsteigen, wenn es keine entwickelte vergeistigte Bewusstseinsseele vorfinden kann.

Wir wissen, dass nach den unruhigen Zeiten unter Iwan Grosny, während der Einmischung Boris Godunovs von den Tataren, und am Anfang der Romanov-Dynastie, das russische Volk in einer desolaten Lage war. Dimitri musste den Impuls zur Entwicklung der Verstandesseele ausstrahlen. Wir haben gesehen, wie sich nach seinem Tod drei verschiedene Arten als Richtungen in der Verstandesseele formierten, die Prokofieff sehr gut aufgefasst hat, indem er auf okkulte Weise die Metageschichte des russischen Volkes betrachtete.

Es gibt bisher keine Antwort auf die Frage, wer Dmitri war, woher er kam und ob er wirklich die Aufgabe hatte, eine vergeistigte Verstandesseele vorzuleben. Berechtigterweise sucht Prokofieff im inneren Kreis der Gralshüter nach ihm, indem er die Gralsströmung im Auge fasst, die in Mittel- und Westeuropa wirkte. Wir haben im Osten Europas nicht mit einer Gralsströmung  in dem Sinne der Mittel- und Westeuropäischen zu tun. Vielmehr haben wir hier eine Sophien-Entwicklung des Christentums, bei der zweifelsohne die Bulgaren anführend waren,  u.a. als die Apostel Paulus und Andreas unter die ersten christianisierten Bulgaren kamen. Das Sophien-Christentum ist das rein bulgarische Christentum. Auf der anderen Seite Europas war das Christentum, das wir als das Christentum des Heiligen Grals kennen. Das äußere Gral-Christentum widerspiegelte sich in den Liedern der Minnesänger,  während das geheime Gral-Christentum von Amfortas und Parzival vor der äußeren Welt versteckt war. Es gab bekanntlich zwölf Gralshüter, dazu einen äußeren Kreis von 36 und dann einen dritten größeren Kreis, in den jeder eintreten durfte. Prokofieff suchte Dmitri unter den Zwölf aus dem inneren Kreis, die von außen und nicht aus eigener Kraft eingeweiht wurden. Was heißt das? Der erste Mensch in der Weltgeschichte, der eigenständig die Bewusstseinsseele erreichte, war der inkarnierte Mani, der im neunten Jahrhundert als Parzival wieder inkarnierte. Die vorherigen Gralshüter, einschließlich Amfortas, der als Sergej Prokofieff  im 20. Jahrhundert inkarnierte,  wurden eigentlich vom vorherigen Gralshüter eingeweiht. Auf diese Weise wurden sie sozusagen auf der Ebene der Verstandesseele eingeweiht. Keiner von ihnen besaß eine Bewusstseinsseele.  Da der in Dmitri Inkarnierte eine vergeistigte Verstandesseele besitzen sollte, suchte Prokofieff nach ihm unter diesen Gralshütern. Sie hießen auch Parzivals und waren vom Schwanentyp, wie es im Okkultismus heißt, wir wollen hier nicht weiter ins Detail gehen.

Ob das alles stimmt? Sollte im russischen Volk jemand mit so einer Seele inkarnieren oder jemand, der eine entwickelte Bewusstseinsseele besaß? Und müssen wir nur dort nach der vorherigen Inkarnation Dmitris suchen?

Die Bogomilenströmung hat Prokofieff komplett aus dem Auge verloren. Wir wissen sehr gut, dass Parzival bis zum Anfang des zehnten Jahrhunderts lebte. Bekanntlich kamen dann die Jungfrau Sophia und der inkarnierte  Lazarus-Johannes als die beiden Syrer, um das Bogomilentums zu begründen und es ist kein Zufall, wie die Legende vom Gral besagt, dass nach dem Tod Parzivals, des letzten Hüters, der Gral in den Osten ging. Der Osten bedeutet im Okkultismus immer die Spiritualität und der Westen bedeutet den Untergang der Spiritualität.  Wir sehen, dass die eigentlichen Gralsmysterien in die östliche Richtung zogen, zu den Bogomilen. Bekannterweise  gibt es bei den Bogomilen auch drei Kreise – einen inneren, einen mittleren und  einen äußeren Kreis. Zum inneren Kreis gehörten die sog. Vollkommenen. Sie besaßen eine Verstandesseele, eine vergeistigte Bewusstseinsseele mit der Bemerkung, dass sowohl Parzival als auch die größten Bogomilenpriester ihre Bewusstseinsseele  unter den Bedingungen einer nicht besessenen persönlichen kosmischen Intelligenz entwickelten.

Wir wissen, dass nach den Ereignissen auf dem Golgatha-Hügel Michael die kosmische Intelligenz als Goldregen hat herunterregnen lassen. Gegen das achte, neunte Jahrhundert begann sie von den größten Menschen zuerst empfangen zu werden, damit sie angeeignet und für Gott von unten nach oben benutzt werden konnte. Anders geschah es im 15. Jahrhundert für alle, als die ersten drei Hierarchien über die zweiten diese kosmische Intelligenz in den Verstand jedes Menschen einführten und alle Menschen von Herzensmenschen zu Verstandesmenschen wurden. Nachdem diese Intelligenz ahrimanisiert wurde, hat sie die ganze heutige Kultur hervorgebracht. Nur hier und da sieht man eine vergeistigte Bewusstseinsseele aufleuchten.

Wir müssen also eine Inkarnation Dmitris nicht zwingend in den westlichen Gralsmysterien suchen, denn das Bogomilentum entstand im zehnten Jahrhundert. Bis 1591 gab es während der dazwischenliegenden Jahrhunderte eine große Anzahl von eingeweihten vollkommenen Bogomilen in Bulgarien und Katharer und Albigenser in Westeuropa, die als eine mögliche Inkarnation von Dmitri infrage kommen. Das sollten wir  bedenken. Bisher weiß ich nicht, wer Dmitri in seiner früheren Inkarnation war,  um diese Frage in okkulter Hinsicht zu beleuchten. Aber ich hoffe, dass es irgendwann möglich sein wird, diese Aufgabe zu lösen.

Was geschah im russischen Volk, als Dmitri auf grausame Weise ermordet wurde? Wir wissen, dass Peter der sog. Große, auftauchte, der wahnsinnige Träger einer ahrimanisierten Seele. Nach ihm folgten die Großfürstin Elisabeth,  dann Katharina II., die jetzt in Bulgarien inkarniert ist, es begannen sich der Panslawismus und der Imperialismus zu entwickeln. Nach ihnen kamen die beiden Nikolai, die Alexander, die ganze Entwicklung ging unter den Bedingungen des Sklaventums und der Leibeigenschaft. Von Ivan dem Grosny ab entwickelte sich das russische Volk unter den Bedingungen des Sklaventums. Und das nach 1413, im Zeitalter der Bewusstseinsseele! Erst der Zar Alexander II. schaffte die Leibeigenschaft 1855 ab, weshalb er der Beinamen Befreier trägt und nicht wie fälschlicherweise angenommen wird, weil er Bulgarien von der osmanischen Herrschaft befreit hat. Die Abschaffung der Leibeigenschaft war ein großer Akt und bis zur Ankunft der Bolschewiken mit ihrem Satanismus lebten die Russen etwa 60 Jahre lang frei von Sklaventum und Leibeigenschaft, obwohl diese in verschiedenen Formen weiterbestanden. Danach kam der Satanismus mit den bolschewistischen Führern und heute haben wir den Führer Wladimir Wladimirowitsch Putin. In dieser Zeit waren der Imperialismus und Panslawismus vorherrschend in der russischen Geschichte und das russische Volk wurde völlig von seinen Aufgaben abgelenkt.

Vorgestern hat unsere Volksversammlung (das bulgarische Parlament, Anm. des Übersetzers), eine Kommission gebildet, um festzustellen, wie die Türkei und Russland sich in unsere inneren Angelegenheiten einmischen. Das war ein richtiger Akt, obwohl man auch entgegengesetzte Meinungen hörte. Unser Außenministerium hat unverzüglich dem russischen Außenministerium geantwortet, das behauptete, dass viele Generationen von Bulgaren Russland für die Befreiung von den Türken verpflichtet sein sollten.  Das haben sie uns jetzt vor dem Nationalfeiertag der Befreiung, dem dritten März, zum wiederholten Male vorgeworfen. Unser Außenministerium antwortete Zähne zeigend. Der Ministerpräsident Bojko Borissov, den ich ohne jegliche Ironie den Vater der Nation nenne (später werden wir das erwähnen, denn dieses umfangreiche Thema wurde durch eine neue Offenbarung der geistigen Welt gewürdigt, die   hier partiell enthüllt wird), sagte, wir dürfen nicht mit der Türkei und Russland konfrontieren. Die Idee dahinter war, dass wir Geld bringende Touristen von russischer Seite und Geld holende Migranten von türkischer Seite erwarten.

Der russische Imperialismus hat also nicht aufgehört zu bestehen. Russland bewegt sich sogar in Richtung Nationalsozialismus, diese Tendenz, die nun deutlich wird, hatte Prokofieff schon vor 20 Jahren vorausgesagt. Wer richtig beurteilen kann, worum es geht, kann das bemerken. Aber ich möchte diese Erinnerung und diese Klammer nicht zufällig einschieben, denn diese Videos erreichen schon sehr viele Menschen und das hier Besprochene ist und bleibt in der nächsten Zukunft hochaktuell. Ja, das russische Volk hat die Bulgaren befreit. Der Elohim (eigentlich handelt es sich bei der Form Elohim um den Plural von sg. Eloah, jedoch wird hier und weiter im Text die in Europa viel bekanntere Form Elohim auch im Singular benutzt) der Führer des gesamten Slawentums ist,  sagte am  8.10. 1898 zum Meister Beinsa Douno: Ich war derjenige, der euch beschützt und angeführt hat während des langen Leidensweges der 500jährigen Osmanenherrschaft. Nachdem die Führung der geistigen Welt eure Befreiung beschlossen hatte, war ich der erste, der für euch eintrat.

Das russische Volk war also das Werkzeug in den Händen eines der sechs Sonnen-Elohim, das erschien, um Bulgarien mit der entscheidenden Hilfe der eigenen Landwehr zu befreien. Nur 20 Jahre später sagte der Elohim wieder zu Beinsa Douno: Euch Bulgaren schuldet das russische Volk seine heutige Macht und seinen heutigen Ruhm.

Es entsteht sofort die Frage und zwar ist das reiner Okkultismus, keine Historizität: Wieso ausgerechnet Bulgarien, das in einem großen Teil der fünften Kulturepoche keine eigene Staatlichkeit hatte, also juristisch nicht existierte,  sollte das russische Volk den Ruhm eines Weltreichs mit neuen eroberten  Territorien schulden? All das liegt an den Verdiensten der Bulgaren, nicht der Russen, das sagte der gemeinsame Geist des ganzen Slawentums.  Was wollte er damit sagen, was weder die Bulgaren noch die Russen oder die restliche Welt verstehen können?

Der bulgarische Fürst Boris I., der Täufer war derjenige, dem derselbe Elohim im neunten Jahrhundert erschien und ihm den Willen des Himmels mitteilte, das Slawentum im Schoße des bulgarischen Volkes zu formieren. Boris ist der Vater des Slawenstammes. So wie Abraham der Vater des jüdischen Volkes ist, so ist Boris I der Täufer der Vater des gesamten Slawentums. Bis zu seiner Zeit gab es kein Slawentum.  Dieses entstand auf der Grundlage der Sprache.

Nachdem ein Volk sich zu formieren beginnt, übernimmt der jeweilige Erzengel dieses Volk. Solange eine bestimmte Menschengruppe auf der Stammesstufe ist, hat sie keinen Erzengel, sondern einen anderen Geist als Führer, wohl einen  vorchristlichen Egregor, eine Wesenheit aus einer anderen Kategorie. Erst wenn ein Stamm beginnt, sich als Volk seiner selbst bewusst zu werden, übernimmt ein Erzengel die Führung über ihn, der zuerst seelisch und erst später geistig an ihm arbeitet. Deshalb spricht Steiner nicht nur von Volksgeistern, sondern auch von Volksseelen. Er spricht von den Erzengeln der Völker in seelischem und geistigem Sinne. Warum, gibt es hier einen Widerspruch? Nein, wenn ein Erzengel an den ihm anvertrauten Menschen arbeitet, kann er nicht als ein Volksgeist wirken, wenn diese auf der Ebene der Verstandesseele sind. Er kann dann nur als Volksseele wirken.

Das russische Volk wurde gänzlich von den Bulgaren formiert, im Schoße der hinter und vor dem Ural lebenden Stämme,  Mordwinen usw., die ein bisschen chaotisch dem Oberbegriff Finno-ugrische Völker untergeordnet werden. Die Bulgaren gaben die Sprache, das Sophien-Christentum und die Kultur. Bis zum 18. Jahrhundert wurden in Russland die alten bulgarischen Bücher abgeschrieben. Die russische Sprache entstand aus der altbulgarischen Sprache und entwickelte sich verständlicherweise mit der Zeit weiter, die alten bulgarischen Kasus aber wurden beibehalten, in Bulgarien wurden sie nur in einzelnen Berggebieten aufbewahrt. Die Bulgaren haben über die Rjuriks Dynastie Russland die Staatlichkeit gegeben sowie die ersten Heiligen. Im Allgemeinen haben die Bulgaren das russische Volk gebildet und dieses ihrem glänzenden Erzengel übergeben, der nun Schwierigkeiten hat, zu diesem Volk eine Beziehung herzustellen. Selbst die seelische Verbindung wurde durch den Panslawismus getrennt. Deshalb sagte der Elohim jene Worte zu Beinsa Douno, was ich jetzt auch sage, indem ich mich an die Tatsachen halte: Wenn die Russen das Verdienst der Befreiung Bulgariens vom türkischen Joch und das Neuerringen ihrer Staatlichkeit beanspruchen, beansprucht Bulgarien das Verdienst, dass die Russen als Volk überhaupt existieren.

Wie kollidiert diese Tatsache mit dem starken Panslawismus und wie gehen wir mit ihm um? Der Elohim sagte: erst wenn das russische Volk den Bulgaren Anerkennung zollt, so wie Abraham sich vor Melchisedek verbeugte und sich Rechnung gab, was war, was ist und was wird, erst dann wird es Entwicklungsfortschritte machen. Andernfalls kommt keine Beziehung zum Erzengel zustande. Wladimir Wladimirowitsch Putin ist augenblicklich nützlich, aber er wird allmählich schädlich. Mit Verlaub gesagt, führt er die Russen auf den Weg zum Nichts. Das russische Volk hat einen ganz anderen Weg zu gehen. Soviel zu dieser Frage.

Wir kommen zur Person von Kaspar Haus, der 1828, am Pfingsttag,  in Nürnberg als Findelkind auftauchte, wo später das Herz des Nationalsozialismus schlagen und Hitler seine tiefsten nationasozialistischen Reden halten würde. Auf den ersten Blick war Kaspar Hauser ein Autist, der kaum sprechen und laufen konnte und kein entwickeltes Denken besaß. Denken und Sprechen entwickeln sich bekannterweise parallel und das Kind lernt zuerst laufen, dann sprechen und Gedanken formulieren und wird somit zu einer Persönlichkeit. Keiner wusste, woher dieses Findelkind kam und es trug nur einen Zettel mit dem Namen Kaspar Hauser. Das Kind hatte außerordentliche Fähigkeiten. Es wurde 1812 als Erbe des Badener Thrones geboren. Das war die Zeit des Romantismus, in der Goethe, Schiller, Novalis, Heine, Schelling, Fichte in Vorbereitung des Übergangs der deutschen Seele zur vergeisterten Bewusstseinsseele wirkten. Das ist sehr wichtig! Dmitri wurde zu den Russen geschickt, die die Zukunft repräsentieren, und dort gab es eine Niederlage. Kaspar Hauser wurde zu den Deutschen geschickt, die uns nun die Ich-Entwicklung geben müssen und uns eine vergeistigte Bewusstseinsseele vorführen sollen.

Dieses Kind wurde am Michaelistag, den 29.09.1812 geboren, dann wurde es entführt und versteckt, aber als gestorben gemeldet. Das Enthüllen seiner Individualität ist ein Auftrag Steiners von besonderer Wichtigkeit, wir werden gleich darauf zu sprechen kommen.Das Kind wurde in vollkommener Dunkelheit gehalten und bekam 16 Jahre lang nur Brot und Wasser, die ihm vorgelegt wurden, während er schlief, so dass er keinen Menschen zu Gesicht bekommen hatte.  Er war gezwungen, entweder zu sitzen oder zu liegen, damit er nicht den aufrechten Gang lernte. Bekanntlich muss sich das Baby zuerst aufrichten, damit seine weitere Entwicklung beginnen kann. Kaspar Hauser konnte kaum sprechen, geschweige denn denken. Aber durch diese Isolation konnte das Ich von seinem Körper nicht Besitz ergreifen. Wie wir wissen, beginnen das Ich und die Seele ca. am 20. Tag nach der Empfängnis, auf das Embryo zu wirken.  Dadurch wird jedes Abtreiben des Embryos nach dem 20. Tag eigentlich ein Mord, denn es gibt schon den Eingriff des Ichs und der Seele in das Embryo als den zukünftigen Leib. Die Frauen merken die Schwangerschaft erst anderthalb Monate später, was viel zu spät ist. Das Ich und die Seele wirken und bilden den Leib, der aus dem ganzen Kosmos gewonnen wird. Der ganze Tierkreis wirkt da drin unter der Kontrolle des Ichs und der Seele. Der Leib wird formiert und geboren, das Kind muss sich aufrichten, sprechen lernen usw. Nimmt man dem kindlichen Leib die Möglichkeit, sich aufzurichten und durch den Kontakt zur seiner Umwelt die Sprache zu entwickeln, stellt man das Ich in einen Zwischenzustand, indem es weder inkarniert noch nicht inkarniert ist.  Die heutigen Autisten verkörpern diese Situation. Nur dass dieser Zustand bei Kaspar Hauser durch ein schreckliches Verbrechen der okkulten Logen hervorgerufen wurde. Steiner hat das nur teilweise enthüllt. Wir wissen von ihm, dass seit 1802 die Spitzenleitungen der Jesuiten und der angloamerikanischen Logen zusammenarbeiten, obwohl sie sich äußerlich gegenüberstehen und jede dritte oder vierte päpstliche Enzyklika gegen die Freimaurer gerichtet ist. Das ist jedoch nur vorgetäuscht und gerade diese vereinten Mächte haben Kaspar Hauser entführt. Einer stach ihm später zwischen die Rippen und nach drei Tagen Todeskampf starb Kaspar Hauser 1833 mit 21 Jahren. Genau zum Zeitpunkt, wenn wir nach den Regeln der Elohim das Ich entwickeln müssen, obwohl das heutzutage seit dem 5. Jahr geschieht. Kaspar Hauser starb, indem er allen vergab und alle segnete. Stellen Sie sich vor, um was für einen Geist es sich hier handelt!

Als ihm Fleisch angeboten wurde und er das Denken entwickelte, verlor er seine Fähigkeiten, die er deshalb besaß, weil er in seiner Entwicklung zurückgeblieben war.  Durch die Augen eines zweijährigen Kindes sieht uns sein Ich, jenes Ich, dass die ewige Individualität des Menschen ist, die von dem Gruppenhaften, das von der Elohim wie eine Ich-Substanz kam, individualisiert wurde. Später wird der Blick eines Kindes schlau, wenn das Ego sich formiert hat, aber im Alter von drei bis vier Jahren sieht uns durch das Kind sein individuelles Ich. Aus diesem Grund sehen die Kinder Geister, worüber die Erwachsenen manchmal lachen. Kaspar Hauser konnte sofort den Menschen, sein Ich und seine Seele sehen und ihn spüren. Er konnte von weitem hören, in seinem Beisein wurden wilde Tiere zahm. E hatte okkulte Fähigkeiten und die Logen wollten u.a. auch seine okkulten Fähigkeiten benutzen, sonst hätten sie ihn schon nach seiner Geburt ermordet.

In dem Moment, als Kaspar begann, das Ich-Selbstbewusstsein zu entwickeln  und zu denken, was parallel zueinander geschieht, wurde er eliminiert. Das haben die vereinigten Jesuiten und Logen getan, obwohl auf dem äußeren Plan das die Tat des um den Thron konkurrierenden Geschlechtes war. Normalerweise wird jemand getötet, wenn man ihn beseitigen möchte. Ihn 16 Jahre lang bei Brot und Wasser am Leben zu erhalten ist ein Umstand, der sonst nicht erklärbar ist. Es ist klar, dass wir hier mit einer okkulten Einmischung zu tun haben, damit Kaspar Hauser in diesem Zwischenzustand bleiben und sein Ich vom Leib nicht Besitz ergreifen konnte. Als er Fleisch probierte und abstrakt zu denken begann, das tun wir ja auch, verlor er all seine geistigen Fähigkeiten.  Deshalb besitzen die Menschen diese Fähigkeiten nicht und deshalb muss das Denken vergeistigt werden. Kaspar Hauser sollte das Beispiel einer vergeistigten Bewusstseinsseele sein und das Öffnen dem Geist nach und nach vorführen. Im Deutschtum, wohlgemerkt, denn das Deutschtum muss heutzutage das Ich der Welt geben, was nicht passiert.

Was folgt daraus, dass das Deutschtum das nicht tun will?  Die Menschheit ging den Abgrund hinunter. Mit der Ermordung Kaspar Hausers begann 1833 der Karfreitag für die Menschheit. Er dauerte 100 Jahre – bis 1933. In dieser Zeitspanne kollidierte die Menschheit frontal mit dem Materialismus, sie entwickelte eine materialistische Weltanschauung, die in vorigen Jahrhunderten nicht möglich gewesen war. Christus hatte die dunkle Sphäre materialistischer Gedanken annihiliert und der Menschheit den Zugang zu einem geistigen Licht Michaels den Zugang ermöglicht. Die Menschheit ging jedoch direkt in die unternatürlichen, untermenschlichen und untersozialen Welten.

Was heißt das? Unternatürliche Welten bedeuten das buchstäbliche Zermalmen der astralen Welt, des niederen und höheren Devachans durch den Menschen. Es tauchten die Elektrizität, der Magnetismus und die Kernkraft auf. All das hatte eine vorbereitende Stufe, die erste industrielle Revolution. Als Ende des 18. Jahrhunderts die Dampfmaschine durch James Watt entwickelt und die Kraft des Wassers als Dampf erobert und in Vakuumpumpen in verschiedenen seit dieser Zeit entwickelten Maschinen angewendet wurde, war das die erste industrielle Revolution. Sie dauerte an, bis die Elektrizität kam. Diese wurde bekannterweise durch Thomas Alva Edison mit der Glühbirne nutzbar gemacht. Wie ich schon erwähnt habe,  ist Th. A. Edison heute wieder inkarniert und besitzt einen dermaßen verhärteten Ätherleib, dass er keinen elektrischen Schlag bekommen kann. Da es sich aber um einen lebenden Menschen handelt, werden wir das nicht weiter erörtern.

Können Sie sich vorstellen, zu welcher Verhärtung des Ätherleibes das Hineinsinken in die erste unterphysische Welt, die Sphäre der Elektrizität, führt! Natürlich hat Th.A. Edison auch den Magnetismus gestreift, etwa während des Stromkrieges mit Thesla, Sie wissen, die Konstruktion von  Maschinen mit Gleichstrom oder Wechselstrom. Der Ätherleib wird dadurch vernichtet, dass man mit diesen in Berührung kommt.

Die zweite industrielle Revolution bestand im Anwenden der Elektrizität und des Magnetismus und sie dauerte bis zum Auftreten der Kernkraft. In dieser Zeit sind die Wissenschaft und die Technologien eine unrechtmäßige Ehe eingegangen. Mit der nachfolgenden Anwendung der Kernkraft und dem Hineintauchen in die dritte unternatürliche Welt sind die Wissenschaft und die Technologien dermaßen zusammengewachsen, dass die Technologien nunmehr ausschließlich für militärische Zwecke arbeiteten. Es kam zu einer totalen Dämonisierung der Wissenschaft. Die Informationstechnologien tauchten auf und ab dem Zweiten Weltkrieg kam es zur dritten industriellen Revolution. Um den 20. Januar 2016, als sich jene Mächte in Davos versammelten, Sie wissen wer dort zusammenkommt, war von der vierten industriellen Revolution die Rede. Bei ihr sollen die Grenzen zwischen der physischen, digitalen und biologischen Sphäre verwischt werden. Verstehen Sie, was vorbereitet wird, d.h. es wurde schon vorbereitet und nun verlautbart? Das bedeutet, dass die physische Welt, die Informationstechnologien und der Mensch zu einer Einheit werden und keine Grenzen zwischen ihnen existieren sollen. Wie man erfährt, hat sich ein bulgarischer Wissenschaftler auch einen Chip in die Hand implantieren lassen! Es fängt schon an! Das ist die vierte industrielle Revolution und es wird sogar eine fünfte angedeutet.

Warum sage ich all das? Weil es nicht nur hochaktuell ist, sondern weil etwas Furchtbares dahintersteckt! Die Nutzbarmachung des Dampfes als Zugkraft und Vakuum war noch der harmlose Part. Aber er förderte eigentlich unterphysische Kräfte zutage, die auf dem äußeren Plan durch Maschinen, Technologien und mechanische Operationen verdinglicht werden.  Jede Maschine auf der Welt stellt die Verdinglichung unterphysischer Kräfte dar, mit denen der Mensch noch nie in der Weltgeschichte zu tun hatte. Das stürzt auf das Ich nieder und mit einer völlig ahrimanisierten Bewusstseinsseele hat der Mensch keinerlei Schutzmechanismen dagegen. Das nennt man dann technischen Fortschritt und feiert es als den Triumph des menschlichen Gedankens!

Wohin führt all dieses Hineintauchen in die Unternatur? Beachten Sie, in der Vorstufe, als mechanische Webstühle die Arbeitskraft ersetzten, vernichteten die Ludditen, die Maschinenstürmer, Webstühle in England. Sie zerstörten Webstühle, das war Ende des 18. Jahrhunderts. Ihr Anführer Ned Ludd war eine Art Robin Hood, der im Unterschied zu Letzterem  keine real existierende Persönlichkeit war.

Warum haben diese Menschen die Maschinen und nicht die Köpfe ihrer Ausbeuter kaputtgemacht? Wie der englische Dichter William Blake sagt, wurde Jerusalem hier erbaut, inmitten dieser dunklen satanischen Mühlen. Die Menschen damals hatten im Unterschied zu den Heutigen noch richtig funktionierende, nicht durch 3D- und andere Technologien verdrehte Sinne und  spürten, dass durch diese Maschinen etwas Furchtbares kam. Sie spürten, dass diese keinen technischen Fortschritt, sondern reinen Satanismus bedeuteten. Es ist so, weil die Maschinen jene satanischen Kräfte nach oben herausziehen und sie als ratternde Ausgeburten verdinglichen. Das zieht den Menschen in die unterphysischen Welten hinunter und es führt zu etwas noch anderem: Jeder von uns benutzt die Technik, aber wenn man vor ihr sitzt und weiß, wer einem gegenüber steht, kann man moralisch mit dieser Technik umgehen. Nur partiell können die unterphysischen Kräfte herausgezogen werden, die durch die Informationstechnologien außerordentlich tief liegen. Man sollte versuchen, die Technik, über die wir verfügen, rechtmäßig zu benutzen, wie ich z.B. diese Vorlesungen vorbereite. Auf diese Weise können wir dorthin, woher diese Kräfte kommen, unsere Kräfte hineinführen. Sonst würde die Menschheit zugrunde gehen. Deshalb trugen alle meine bisherigen Autos Namen. So muss es sein, dann ist die Einstellung zum Auto eine ganz andere. Wenn man das Auto lenkt, kommt so oder so eine gewisse Aggressivität hoch, denn das Lenken stellt ein Herauszug unterphysischer Kräfte dar. Wie viel Zeit braucht ein Auto, um produziert zu werden? Es wurde jetzt ein Lamborghini gebaut, der über drei Millionen Pfund kostet. Hat jemand von Ihnen mitverfolgt, welche Technologien der KGB zeigte, die sich Putin anguckte? Das ist ein absolut satanistisches Werk! Im Menschen, der solche Technik benutzt, wohnen schreckliche Kräfte inne und er lenkt die Technik, ohne das Bewusstsein für diese Kräfte zu haben.

Was bezweckt Ahriman damit? Es gab die Idee, dass auch Sechzehnjährige den Führerschein bekommen dürfen. Man sollte nicht Auto fahren, bevor man 28, eigentlich 26,5 Jahre alt geworden sein.  Was händigt man sonst den Jugendlichen aus? Eine Selbstmordwaffe! Das sind die unterphysischen Kräfte. Geht man unmoralisch, ichlos an sie heran, was meistens der Fall ist, führt das zum Verschieben der unterbewussten Ebenen beim Menschen. D.h. man kommt in die Sphäre der Doppelgänger. Die Benutzung der Technik an sich und das Herausziehen der unterphysischen Kräfte führt automatisch zum Herumwühlen im Morast im Menschen. Je größer das Flugzeug ist, das man lenkt, desto größer das Durcheinander, das in einem hochkommt. Und man hat keine Vorstellung, was passiert. Im Morast werden  Kreaturen aktiv. Was für Wesenheiten sind die Kreaturen im Morast? Sie befinden sich in unseren drei Leibern und im Ich. Auf der Stufe des physischen Leibes sind das die Doppelgänger, die mit dem elektromagnetischen Feldes des Menschen verbunden sind. Dieses ist das Produkt des Ahrimanismus und ist nicht von Gott veranlagt. Wir haben über die diesbezügliche Mission Amerikas gesprochen, die  in Verbindung mit dem elektromagnetischen Feldes der Erde steht. Das sind die ätherischen Doppelgänger, die bekanntlich in Amerika am stärksten wirken im Zusammenhang mit der Lage und Ausrichtung der dortigen Berge. Diese Doppelgänger sind mit dem physischen Leib verbunden, aber sie sind ätherischer Natur und haben, wie all die Doppelgänger, die ätherisch wirken, große Ansprüche. Sie befinden sich überall auf der Erde und ziehen in die Leiber von Menschen ein, die ihnen gefallen. Was ihnen gefällt, sind die Gewohnheiten des Menschen, die er aus dem vorherigen Leben geerbt hat, und die Gewohnheiten aus diesem Leben. Beide formieren Doppelgänger im menschlichen Ätherleib, was zur Herausbildung einer materialistischen Weltanschauung führt und den Ätherleib heraussaugt. Deshalb hat der Mensch keine Kräfte. Die materialistische Weltanschauung führt zu Gebrechlichkeit. Der Mensch kränkelt, denn er hat den Geist nicht eingeschaltet, damit er in seinen Körper hineingehen kann. Der Ätherleib ist nämlich der Lebensleib, der Leib des Geistes.

Welche sind die Doppelgänger im Astralleib? Ängste, Leidenschaften und Verlangen aus früheren Leben formieren den heutigen astralischen Doppelgänger des Menschen. Dieser Doppelgänger verhindert uns, wenn wir positive seelische Eigenschaften in diesem Leben entwickeln möchten. Warum? Denn man zieht die nicht überwundenen Leidenschaften, Verlangen und Ängste mit sich und mit der materialistischen Weltanschauung vom Doppelgänger in den  Ätherleib. Durch die elektromagnetischen Doppelgänger im physischen Leib verstärkt, führt das zu einer völligen Anarchie im Astralleib.

Am furchtbarsten ist der Doppelgänger im Ich, der alles Negative aus unseren früheren Leben zu einem sog. karmischen Doppelgänger formiert. All das, was vom Ich-Doppelgänger und den anderen Doppelgängern in unseren Leibern entstanden ist, formiert den inneren Drachen im Menschen, den wir den kleinen Hüter der Schwelle nennen können. Eigentlich müsste er ein leuchtendes Engelswesen sein, aber er ist eine Widerspiegelung unserer niedrigen Natur, die  wir überwinden müssen.

Die Entwicklung der Technik selbst führt zur Aktivierung aller unterbewussten Ebenen im Menschen, einschließlich des Ichs. Wenn man eine materialistische Weltanschauung hat, arbeitet das Ich unbewusst, falls der Mensch keine Vorstellung von geistiger Anschauung hat. Dann wird man zum Versuchsfeld der Doppelgänger.

Im Zusammenhang mit diesem Durcheinanderbringen im Menschen steht der Boom der Psychologie am Ende des 19. Jahrhunderts. Es tauchte Freud auf, da mit der Entwicklung der Psychologie des Unterbewussten sich auch die Technologien, die Techniken zur Manipulation und Beeinflussung des Menschen entwickelten. Beides ging parallel. Verstehen Sie das Furchtbare, es entstand der manipulierte Mensch!

Bis Anfang des 19. Jahrhunderts hatten wir mit manipulierten Menschen noch nicht zu tun, aber mit der fortschreitenden Entwicklung der Technik und dem Eindringen in die untermenschlichen Welten (denn durch die Technik zieht man in die Unternatur und durch die Doppelgänger in die untermenschlichen Welten)  kam der manipulierte Mensch auf. Heute hat der Mensch keinen Überblick, überall im Internet gibt es widersprüchliche Informationen über alles. In der Politik ist es genauso. Die Medien sind ein Riesenungeheuer, das manipulierend und vollkommen in Ahrimans Dienst stehend wirkt. Nichts Vernünftiges kann sich dort durchsetzen. Wenn etwas Geistiges dort durchbricht, ist es so zart, wacklig und irreführend, unumgänglicherweise luziferisiert, so dass es im Medienozean untergeht und nur das Luziferische zum Ahrimanischen hinzufügt. Wie Sie wissen, umarmen sich am Ende jedes Jahrhunderts und Jahrtausends Luzifer und Ahriman, d.h. sie arbeiten dann zusammen. So kam also der manipulierte Mensch auf.

Nachdem Maschinen gebaut wurden, stiegen wir in die Unternatur hinein, nachdem die psychologische Bearbeitung kam, stiegen wir in die untermenschlichen Welten hinein. Die nächste Ebene, zu der wir weiter abwärts hinuntersanken, erreichten wir mit unserem unmoralischen Ich,  das durch im menschlichen Unterbewusstsein entstehenden Weltanschauungen formiert wurde. Deshalb erschien Charles Darwin, das Hineindringen in die Unterebenen führte zu diesen materialistischen Anschauungen, die vor dem 18. Jahrhundert noch völlig unmöglich waren.

Schließlich versanken wir in den untersozialen Welten, alles ist miteinander verkettet. Welche sind die untersozialen Welten? In der Welt kamen der Bolschewismus, der Nationalsozialismus und der Amerikanismus auf, Letzteren  kennen wir als den Globalismus. All das sind die untersozialen Höllenwelten. Wann passierte das? 1917 war die Oktoberrevolution, dann kam 1933. Von 1833 mit der Ermordung Kaspar Hausers bis 1933, über welches Jahr Steiner sagte, dass nach Christus Erscheinen im Ätherischen schon manche Menschen ihn werden sehen können, war unser 100jähriger Karfreitag. Wir wurden damals am Kreuz des Materialismus gekreuzigt, Christus auch, damit gingen wir beschleunigt in die untersozialen Welten. Es kam der Karsamstag für die Menschheit, der von 1933 bis 2033 andauern wird. Wir stehen nun mittendrin.

Wodurch kennzeichnet sich dieser Karsamstag?  Wohin ging Christus, als er am Karsamstag hinunterstieg? In die Erdschichten, bis zur neunten Schicht, zum Mittelpunkt der Erde, wo der Planetengeist der Erde wohnt. Als Christus den Planetenkern erreichte, vereinigte er sich mit dem Planetengeist und wurde zum Geist der Erde. Danach begann die Auferstehung, der Aufstieg durch alle diese neun Sphären, die, wie Sie wissen, in Dantes „Göttlicher Komödie“ die neun Höllenkreise sind vor der Auferstehung am Sonntag.

Was wird mit uns in diesen hundert Jahren geschehen, von denen uns noch bis zum Jahr 2033 17 bleiben? Was haben wir seit 1933 gemacht? Wir stiegen in all diese Unterwelten hinunter. Man kann zwar denken, „Mir geht es gut“, aber die Menschheit hat den Zweiten Weltkrieg und andere Kriege erlebt, sie wird intensiv manipuliert, es sterben tagtäglich Millionen Menschen. Sehen Sie, was uns vorbereitet wird! Wir gehen buchstäblich den Weg hinunter!  Was bedeutet dieser Abstieg?

Um diesen Weg zu gehen, brauchten wir Hilfe. 1936 geschah das große Mysterium von Beinsa Douno, als die neuen Kräfte erschienen, die zur Bewältigung des Bösen notwendig sind. Christus begleitet uns durch alle Schichten auf dem Weg nach unten. Dieser Abstieg wird sogar in Zusammenhang mit Jupiters Umlauf um die Sonne gebracht, der, wie man weiß, 11 Jahre 315 Tage und drei Stunden beträgt.  U.a. basiert der alte bulgarische Kalender, der am genauesten ist, auf Jupiters Sonnenumlauf, weshalb er in zwölfjährige Perioden eingeteilt ist. Jupiter ist der Planet der Weisheit, nicht zufällig ist der bulgarische Kalender der Weiseste. Kein anderer Kalender ist in der Lage, das heutige Datum in 1000 Jahren zu zeigen. Wir stiegen in die Unterwelten in zwölfjährigen Etappen, nach 1933 sehen wir 1945 das Ende des Zweiten Weltkrieges.

Was ist der Grundsatz des Überquerens der Höllenkreise oder -schichten? Je näher man einer Schicht kommt, desto stärker werden die Kräfte des Bösen. Nicht zufällig ergriff Hitler 1933 die Macht und der Prozess kam in Gang. Verlässt man eine Unterstufe wieder, besteht die Möglichkeit, dass etwas Gutes passiert. Das war z.B. das Ende des Zweiten Weltkrieges. Dann gingen wir wieder hinunter, als die Amerikaner die Atombomben über Hiroshima warfen,  dann verließen wir wieder eine Schicht und es kam der Ungarnaufstand 1956, der etwas Gutes war. Danach wurde der erste Satellit auf den Mond gesteuert, später kam der Prager Frühling. Dann kamen die sog. Star Wars von Ronald Reagan,  bis wir in ständiger Abwechslung von Gut und Böse das Jahr 2016 erreichten, als wir mit dem Eintritt in den achten Höllenkreis begannen. Mit den  Millionen nach Europa strömenden Migranten fängt ein neuer zwölfjähriger Zyklus an, in dem das Böse in einem höchsten Maße einziehen und aktiv werden wird. 2028 werden wir allmählich aus dieser Schicht herauskommen und in den neunten Höllenkreis kommen. Dann wird das Finale stattfinden mit dem Kampf gegen den Antichristen.

Damit dieses Hineintreten für uns leichter ist, wenn man das Sardonische hier versteht, werden wir von Christus begleitet. Wir müssen Beinsa Douno tief verpflichtet sein für sein Opfer. Jeder, der über ihn spricht, muss das bedenken, gemeint sind die Anthroposophen, denn die Anhänger Beinsa Dounos aus der heutigen Weißen Bruderschaft kennen diese Mysterien nicht. Das ist Beinsa Dounos Verdienst und seine Mission in erster Linie, die wichtiger ist als seine Schule, die Paneurhythmie usw. Wir werden sein Opfer noch Jahrtausende lang brauchen für unsere Begegnung mit dem Bösen. Die Auferstehung Christi im Ätherischen wird immer sichtbarer, je mehr Böses wir in Gutes transformieren.

Wohin begleitet uns Christus? Bis wir den Grund erreichen und der Ostersonntag, die Auferstehung  im Jahr 2033 beginnt. Aber wir müssen wieder durch diese Schichten nach oben aufsteigen. Es wird nicht alles 2033 zu Ende sein. Der Weg nach oben wird wieder von Prüfungen begleitet und die Begegnung mit dem Antichristen wird 2033 vorbei sein.

Wie hat sich Rudolf Steiner unserem Abstieg in die sozialen Unterwelten widersetzt? Mit dem dreigliedrigen sozialen Organismus, den wir heute als  Thema haben. Das Thema breitet sich aus, sonst kann man diese Umstände nicht darstellen. Woran stützte sich Steiner, als er die soziale Dreigliederung entwarf und wie arbeitete er sie aus?

Unter dem Kanonendonner 1917 schrieb Steiner im März oder April ein Memorandum und gab es den Grafen Polzer-Hoditz und Otto Graf Lerchenfeld. Steiner verkehrte intensiv in den Adelskreisen, die Theosophische Gesellschaft bestand aus gebildeten Vertretern des Adels. Im Juni oder Juli 1917 schrieb er ein zweites Memorandum, das er Polzer-Hoditz gab. Das Memorandum sollte die Ministerpräsidenten von Deutschland und Österreich-Ungarn erreichen. Der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes des Kaiserreichs Kühlmann ging mit dem Memorandum in der Tasche zu den Friedensverhandlungen von Brest-Litowsk, als der Raubfrieden abgeschlossen wurde. Er musste das Memorandum herausholen und auf den Tisch legen. Er hat es nicht getan und somit wurde dieser weltgeschichtlich wichtige Moment verpasst. Das gab Russland den Weg in die untersozialen Welten als Bolschewismus und Deutschland zusammen mit  dem Friedensvertrag von Versailles den Weg zum Nationalsozialismus frei. In Deutschland sollte kein Bolschewismus entstehen, dort hatte der Nationalismus die Aufgabe,  auf seine spezifische Art das deutsche Volk zu befallen. In Russland dagegen sollte es jenen Sozialismus geben, der eigentlich das Wesen der sechsten Kulturepoche ausmacht – die Brüderlichkeit, das Zusammenkommen in Christo mit dem herabsteigenden Geist. Das alles ersetzte  der Bolschewismus durch seine ethnische Maske. Und dem russischen Volk, das 72 Jahre später diese Maske des Ahrimanismus abnahm,  wurde die neue Maske des Amerikanismus übergestülpt. Diese Maske verkörpert nur ein anderes Gesicht Ahrimans. Die russische Seele trägt den Gralsgeist  – das sieht man einfach. Und ein Teil der Verstandesseele der Russen wurde durch den Materialismus beschädigt, denn alle materiellen Werte, die den Russen während des Sozialismus unzugänglich waren, wurden plötzlich wie ein Füllhorn über sie ausgeschüttet. Ähnlich war es in Bulgarien, obwohl es uns hier materiell besser ging, besonders in Varna, das den damaligen russischen Touristen wie Kalifornien erschien.

Der andere Teil der russischen Verstandesseele hat den Reflex, die Geistigkeit als Schutzmechanismus gegen den Amerikanismus zu suchen, denn die russische Seele kann auf keinen Fall hundertprozentig den Amerikanismus annehmen. Sie sehen, wie hässlich die Dinge in Russland durch das Wiederaufleben des Cäsaropapismus in Richtung Nationalsozialismus gehen. Das ist eigentlich eine heutige Dämonisierung der Verstandesseele der Russen. Es besteht keine Aussicht zur Entwicklung der Bewusstseinsseele, stattdessen ist ein weiterer Abstieg zu bemerken, nämlich zum mit der Sinnesseele verbundenen Cäsaropapismus  und ein Absturz in östliche Lehren in der Art von Agni Yoga, die sich in Russland wohlfühlen und ausbreiten. Ein weiteres Versinken würde zur schwarzen Magie führen.

Natürlich kann dieser Prozess nicht alle russischen Seelen ergreifen, aber viele von ihnen steigen diesen Weg hinunter. Die russische Seele braucht einen Ausweg. Dieser Ausweg muss natürlicherweise aus Bulgarien und aus keinem anderen Ort kommen, denn Bulgarien ist das Ich und Russland ist der Leib. Das Ich schafft seinen Leib aus dem Embryo, aber dieser russische Leib ist enorm gewachsen und möchte das Ich ersticken. Der Leib hat jedoch ohne ein Ich keinen Zweck, er muss sein Ich fragen, was er tun soll. Aus okkulter, historischer und kulturologischer Sicht stimmt das. Also müssen sich die Russen wieder auf ihr Ich besinnen.

Die soziale Dreigliederung bot die Lösung, aber Deutschland schaffte es nicht, diese vorzuführen. Worin besteht das Wesen des dreigliedrigen sozialen Organismus, der ein Ausweg für die Menschheit ist? Wir müssen uns fragen, ob er heute anwendbar ist.  Gibt es die Bedingungen dazu und was lässt sich  machen, damit er angewendet werden kann?  Wir können diese wesentliche Frage nicht beantworten, wenn wir nicht wissen, was der dreigliedrige soziale Organismus ist.

Steiner spricht von asozialen und antisozialen Kräften, die im Menschen wirken, besonders mit der Entwicklung der Bewusstseinsseele. Asoziale Kräfte wirken, wenn man sich absondern und allein entwickeln will. Jeder hat das Bedürfnis, irgendwann alleine zu bleiben, eine individuelle geistige Entwicklung zu genießen. Antisozial sind die Kräfte, wenn man Güter nur für sich selbst benutzt. Die beiden Kräfte sind in moralischer Hinsicht neutral. Jeder hat das Recht, sich individuell zu entwickeln und Güter zu gebrauchen, um den Hunger, Durst usw. seines physischen Leibes zu löschen. Wenn man seine geistige Frucht den anderen aus einer Machtposition aus aufdringen möchte und beginnt, die anderen auszubeuten, um sich selbst zu bereichern, werden das Asoziale und das Antisoziale zum Bösen. Obwohl sie in moralischer Hinsicht neutral und natürlich sind und die Entwicklung der menschlichen Bewusstseinsseele begleiten.

Bevor Steiner das Memorandum schrieb, um den Abstieg in die untersozialen Welten zu vermeiden, reiften diese Vorstellungen lange in ihm. Er kam zu der großartigen Idee, dass der Mensch dreigliedrig ist, indem er aus Kopf, rhythmischem System und Stoffwechsel-Gliedmaßen-System besteht. Damit der soziale Organismus der Menschheit organisiert wird, d.h. die Art und Weise wie wir leben, untereinander Beziehungen eingehen, ohne dass wir uns gegenseitig töten, muss er sein Urbild, zu diesem Schluss kam Steiner, in etwas Lebendigem und nicht Totem haben. Alles, was die Menschheitsgeschichte an geistigen Weltanschauungen besaß, wurde im 19. Jahrhundert in Ideologien verwandelt und im 20. Jahrhundert überall verbreitet, etwa mit Mao, Hitler, Lenin. All das sind keine geistigen Weltanschauungen, sondern Ideologien, die ein totes Schema als Produkt des Verstandes sind und keinen Tropfen inneres Leben haben. Die Menschheit braucht in ihrer Geschichte aber immer verschiedene soziale Formen, in denen sie leben kann und die sich mit der Zeit ändern. Würden sich diese Formen nicht ändern, wäre dies Luziferismus. Wenn eine zukünftige Form in der Gegenwart angewendet wird, ist das Ahrimanismus,  wie z.B. der Bolschewismus. Die kirchliche Form dagegen ist reiner Luziferismus, denn das ist eine überholte Form. Deshalb wirken die Jesuiten und die angloamerikanischen Logen zusammen, wobei die einen die Vergangenheit, die anderen die Zukunft repräsentieren. Zusammen bringen sie Verzerrtes hervor und eliminieren die  Bewusstseinsseele.  Der Jesuitismus möchte, dass die Verstandesseele weiterbesteht und er die Führung hat, während der Ahrimanismus der Logen die Bewusstseinsseele zu verhindern sucht. Nach 1802 haben sich die beiden ihre Einflusssphären aufgeteilt, indem alle weltanschaulichen und religiösen Ansichten in den Zuständigkeitsbereich der Jesuiten sind und alle wirtschaftlichen Faktoren, die Güterverteilung in den Zuständigkeitsbereich der angloamerikanischen Logen fallen. Der Bolschewismus und der Nationalsozialismus sowie der im 19. Jahrhundert entstandene Zionismus sind die Kinder aus dieser unrechtmäßigen luziferisch-ahrimanischen Ehe. Das Urbild dieser Ehe finden wir bei Klingsor und der luziferisierten östlichen Prinzessin Iblis aus dem 10. Jahrhundert im Schloss Kalot bobot auf Sizilien.

Steiner wusste, dass das soziale Modell zum Leben der Menschheit nach dem menschlichen Modell gebaut werden muss, d.h. danach, wie der Mensch aus drei Systemen besteht, die ein unabhängiges Leben haben, aber trotzdem miteinander verbunden sind. Z.B. erreichen unsere Gedanken sogar die Zehenspitzen, wir haben auch einen Rhythmus im Herzschlag, einen Stoffwechsel und Gliedmaßen. Stellen wir uns ein Haus vor, bestehend aus Dach, Stockwerk und Fundament. Oben ist das Dach, das ist das Wirtschaftsleben des Menschen. Um das richtige Funktionieren des Wirtschaftslebens des Menschen zu veranschaulichen, leitete Steiner drei Hauptgesetze ab. Das erste ist das soziale Hauptgesetz. Es lautet: Das Heil einer Gesamtheit von zusammenarbeitenden Menschen ist um so größer, je weniger der Einzelne die Erträgnisse seiner Leistungen für sich beansprucht, d.h. je mehr er von diesen Erträgnissen an seine Mitarbeiter abgibt, und je mehr seine eigenen Bedürfnisse nicht aus seinen Leistungen, sondern aus den Leistungen der anderen befriedigt werden (Rudolf Steiner, 14.08.1916).

Das ist das soziale Hauptgesetz, das dem Wirtschaftsleben zugrunde liegt.  Das Urbild des Wirtschaftslebens, des sozialen Hauptgesetzes und des Wirtschaftsbereichs überhaupt ist der Menschenkopf, d.h. das Nerven-Sinnes- System. Nicht zufällig ist der Mensch am leblosesten in seinem Denken, es sei denn er transformiert es in geistiges Denken. Am lebendigsten ist der Mensch unten im Willen, hier ist das Geist-Reservoir. Was schließt man daraus? Wie wir wissen, brachen alle Wirtschaftsmodelle zusammen und können keinen Ausweg bieten. Damit das Wirtschaftssystem richtig funktionieren kann, muss es sich auf die Brüderlichkeit, nicht auf den Wettbewerb gründen, d.h. auf eine Assoziation von Menschen, die etwas produzieren sowie Fachleute auf diesem Gebiet. Gleichzeitig besitzt jedes Individuum eine gewisse Selbständigkeit. Ein gemeinsames geistiges Ideal soll die Menschen in dieser Assoziation vereinigen, sonst wird die Brüderlichkeit im Wirtschaftsleben nicht zustande kommen.  Die Hauptbedingung für einen großen Wohlstand ist die Trennung zwischen Einkommen und Arbeit. Jeder, den man heute auf der Straße trifft, sagt, er würde das, was er geleistet habe, gern bezahlt bekommen. Das ist es, was das Wirtschaftsleben auf keine Weise erreichen kann. Aus diesem Grund differenziert Beinsa Douno zwischen Leiden, Mühe und Arbeit.  Das Tier leidet, denn es ist ichlos. Man müht sich für das tägliche Brot und die Arbeit ist für Gott, sie ist umsonst. Damit ein gesundes Wirtschaftsleben existiert, müssen wir uns zu dem Bewusstsein erheben, die Arbeit für Gott zu verrichten. Indem man für die anderen arbeitet, arbeitet man unentgeltlich für Gott. Die eigenen Bedürfnisse, die jeder hat, werden durch die Arbeit der anderen befriedigt. So entsteht die Brüderlichkeit.

Als Steiner das Memorandum schrieb, das er 1919 zusammen mit der sozialen Frage in einem Buch veröffentlichte, warnte er die Leser, das Ausgeführte für eine bloße Utopie zu halten. Aber alle Ideologien, die die toten sozialen Programme hervorbringen, und die nach sich sogar mit fünf Sätzen Revolutionen herziehen („Proletarier aller Länder, vereinigt euch“), führen letztendlich zu Chaos und Zerstörungen. Nichts kann die Menschheit retten und ihr Wirtschaftsleben organisieren, wenn es kein Urbild in etwas Lebendigem hat, nämlich das Nerven-Sinnes-System des Menschen. Aber er sagt, das Herangehen an die Dreigliederung des sozialen Organismus kommt nicht aus dem Verständnis des Sozialen, so wie jeder es versteht, sondern aus viel größeren Anforderungen an die moralischen Kräfte im Menschen, die einen Teil seines Seelenlebens ausmachen. Also muss es zuerst eine Veränderung im Bewusstsein geben, damit dieser Prozess in Gang gesetzt und fortgeführt werden kann. Alles Sonstige artet aus, kein anderes Programm wird wirksam sein. Also muss die Brüderlichkeit das vorherrschende Prinzip in der Wirtschaftssphäre sein. Auf das Geld werden wir nicht eingehen, Steiner hat es behandelt, es gibt verschiedene Arten von Geld, die entstanden sind, und in Zukunft wird es auch Geld geben, das sogar notwendig ist, damit die drei Sphären Produktion, Handel und Konsum von Waren funktionieren können. Das Wirtschaftsleben besteht aus diesen drei Teilen, so wie jeder der drei Teile des sozialen Organismus seinerseits dreigliedrig ist.

Das zweite System im dreigliedrigen menschlichen Organismus ist das rhythmische System, das sich auf das sog. soziale Urphänomen gründet. Während wir im Wirtschaftsleben unsere Beziehungen zur Natur und den Naturreichen regeln, so wie der Mensch in seinem physischen Leib eine Beziehung zu den äußeren Naturreichen hat, geht es hier schon um das  Regulieren der Beziehungen zwischen den Menschen. Beim Wirtschaftsleben reden wir vom Kopf, hier reden wir von der Seele, wobei wir immer tiefer eingehen. Hier muss das Prinzip der Gleichheit herrschen, alle sind vor dem Gesetz gleich. Wenn die Menschen jene Fähigkeiten entwickeln, die wir in den vorherigen Vorlesungen behandelt haben, nämlich wenn das Männliche, die Intelligenz wirkt, z.B. wenn ich jetzt rede, müssen Sie sich um mich richtig zu verstehen, in die Lage des weiblichen Prinzips versetzen. Es müssen Sympathien und Antipathien in Ihnen aussterben und während Sie mir zuhören, muss das Gesagte in Ihnen resonieren. In dem Moment, in dem ich wach bin, schlafen Sie sozusagen ein. Das ist das Prinzip des sozialen Urphänomens. In einem weiteren Augenblick, wenn die Vorlesung vorbei ist und jemand anderer zu reden beginnt, muss ich in diesem Augenblick einschlafen. Geschieht das, wird ein Mechanismus in Gang gesetzt, damit die seelische Sphäre des Menschen funktionieren kann, und der mittlere Teil des sozialen Organismus, das Rechtsleben, funktionieren kann. Wenn ich nun diese Erkenntnis darlege, in die ich meine Emotionen, mein Gemütsleben, meine Stimme, mein Ich hineinbringe, die Emanation des Menschen, Sie wissen in Zukunft wird der modifizierte Kehlkopf das Reproduktionsorgan sein, und Sie mich richtig verstehen, dann erleben Sie mich richtig und schicken Ihr Erlebnis zu mir zurück. Erreicht mich dieses, fühle ich mich als wiedergeboren und in Ihnen wiedererkannt. Das ist der eigentliche Sinn des sozialen Urphänomens. Daraus folgt die Frage: Wie kann man das in der staatlich-rechtlichen Sphäre anwenden, dem zweiten Teil des dreigliedrigen sozialen Organismus?

Wenn die Menschen die notwendige geistige Weltanschauung erringen und beginnen, sich miteinander auszutauschen, werden in diesem Austausch die Gesetze geboren, die die zwischenmenschlichen Beziehungen reglementieren werden. Das wird die staatlich-rechtliche Sphäre sein, die die zwischenmenschlichen Beziehungen regeln soll. Stellen Sie sich vor, wie jetzt die Gesetze formuliert werden? Von wem und wie? Im Geschrei der parlamentarischen Sitzungen ist jeder der entgegengesetzten Meinung. Das, was jetzt als Gesetze zustande kommt, ist das Ergebnis daraus, dass sich in Europa 2000 Jahre lang das Christentum entwickelt hatte. Deshalb haben wir bisher noch kein Gesetz zustande gebracht, nachdem ich jetzt z.B. das Recht habe, jemanden von Ihnen aufzuessen. In Zukunft wird es solche Gesetze geben,  wenn die Menschen völlig verwildert sein werden. Diese Reflexionen des Christlichen, die wir uns noch in der Zukunft aneignen werden, ist die Garantie dafür, dass wir uns noch nicht gegenseitig aufgefressen haben.

Steiner hat nicht detailliert den dreigliedrigen Organismus ausgearbeitet, insbesondere die staatlich-rechtliche Sphäre, denn das ist eine Aufgabe für die Zukunft, wenn die Menschen beginnen, sich auszutauschen. Dann werden die Gesetze entstehen, die diese Beziehungen regulieren. Er hat nicht Punkt für Punkt alles niedergeschrieben, was in Zukunft passieren soll, damit sich Ahriman nicht einmischen kann. Verstehen Sie, alles muss lebendig und in Entwicklung begriffen sein. Dort im Stockwerk des Hauses muss die Gleichheit sein, denn dort leben wir in der Wirklichkeit, wir leben nicht im Dach oder im Fundament, sondern im Stockwerk. Dort  verkehren wir miteinander, dort müssen wir uns verständigen.

Der dritte Bereich der sozialen Dreigliederung ist das Geistesleben. Dort wirkt das Soziologische Grundgesetz. Steiner hat das Soziale Hauptgesetz 1905 und 1906 formuliert, das Soziologische Grundgesetz  aber schon 1898. Alles hat sich allmählich entwickelt, wofür wir Steiner sehr dankbar sein müssen. Was lautet das Soziologische Grundgesetz? Die Individualität muss in der Assoziation, d.h. im Leben mit den anderen, ihre vollkommene Freiheit wahren. Oben im Dach ist die Brüderlichkeit, in der Mitte die Gleichheit und unten, im Fundament des Hauses, die Freiheit. Um einen sozialen Organismus aufzubauen, muss zuerst das Fundament gelegt werden. Deshalb konzentrieren sich meine Bemühungen seit 15 Jahren in diese Richtung, um das richtige Fundament für das Haus zu legen. Das ist das geistige Leben des Menschen, das auch dreigliedrig ist. So wie das staatlich-rechtliche Leben aus Judikative, Exekutive und Legislative besteht, so besteht auch das geistige Leben aus Wissenschaft, Kunst und Religion. Je tiefer man hinuntersteigt, desto näher kommt man den religiösen Impulsen, sie sind die Grundlegendsten. Wenn sie nicht richtig gelegt worden sind, artet die Kunst aus, in der Art von Picasso, artet auch die Wissenschaft aus, in der Art von CERN oder Silicon Valley. Ohne ein gesundes geistiges Leben als Fundament kann kein Haus existieren, es bricht zusammen. Deshalb sage ich, dass die Synthese der zwei Impulse, des Impulses Michaels und des Impulses des Bodhisattva Beinsa Douno, jenes Rettende ist, was wir als Fundament des sozialen Organismus legen müssen. Ich freue mich, dass diese Synthese schon Ergebnisse hervorbringt. In einem Monat wird in Varna etwas in diese Richtung Gehendes stattfinden (eine gemeinsame Konferenz der Bulgarischen Anthroposophischen Gesellschaft und der Weißen Bruderschaft, Anm. des Übersetzers). Aber damit  alles wirksam sein kann, muss man Reue zeigen,  die für den einzelnen Menschen notwendig ist, damit die Dinge in Gang gesetzt und der Weg geöffnet werden kann. Sonst wird die geistige Arbeit  keine Früchte oder nur winzige Früchtchen tragen.

Nur aus dem geistigen Leben im Fundament, wenn dieses richtig gelegt worden ist, können Impulse ausgehen, die das staatlich-rechtliche und das Wirtschaftsleben durchdringen können. Das Gegenteil ist nun der Fall: Das Wirtschaftsleben dringt in das Staatlich-Rechtliche ein und die großen Konzerne kommandieren die Politiker wie Läufer hin- und her auf dem Brett, das geistige Leben wird zermalmt und Wissenschaft, Kunst und Religion werden deformiert.

Neulich trafen sich der russische Patriarch Kyrill und der jesuitische Papst. So ein Treffen hat seit dem Schisma 1054 nicht stattgefunden. Wozu trafen sie sich? Wer traf wen und mit welchen Erwartungen? Dieses Jahr soll auch ein orthodoxes Konzil auf Kreta stattfinden, das siebte für die Orthodoxie, wo darüber diskutiert wird, ob ein orthodoxer Pope die Ehe eines Katholiken und einer Orthodoxen segnen soll.

Der dreigliedrige Organismus kam aus vielen Gründen nicht zustande. Letztes Mal besprachen wir die Inkarnation der Wesenheit Anthroposophia auf dem Erdenplan in drei Etappen (1902-1909, 1909-1916 und 1916-1923),  nun werden wir eine andere Ansicht anbieten, die sich auf die vier Welterzengel und den Kreislauf der Jahreszeiten stützt.

Bekanntlich ist der Erzengel Michael der Sonnen- und Herbsterzengel, Michael bedeutet „das Antlitz Gottes“. Das Symbol Michaels war Rudolf Steiner, der in der ersten Periode (1902 – 1907) eine Vergeistigung des Denkens machte. Er zeigte, was die Vergeistigung des Denkens bedeutet und welche Früchte sie trägt. In der zweiten Periode gab er den Staffelstab dem Wintererzengel weiter,  dem Erzengel Gabriel, dem Erzengel des Mondes,  dessen Name „Kraft ist Gott“ bedeutet. Das Symbol des Erzengels Gabriel unter den Anthroposophen war Marie Steiner. Das war die zweite Etappe der Anthroposophischen Gesellschaft, als die Kunst, die Rezitation und Deklamation entwickelt und das Goetheanum gebaut wurden. Der nächste Erzengel, der Erzengel der Auferstehung oder der Frühlingserzengel Raphael, u.a. der Erzengel der Bulgaren, ist der Erzengel der Heilung. Sein Name bedeutet „Gott heilt“.  Das war die Zeit Ita Wegmanns. Damals entwickelte sich die Heilerkunst, die Pädagogik, die soziale Dreigliederung wurden ausgearbeitet. Am Ende hat Steiner 1923 die Anthroposophische Gesellschaft zu Pfingsten geführt, denn Raphael und die Auferstehung sind auf der einen Seite, direkt gegenüber ist Pfingsten. Weiter folgt Uriel, der große Uriel von Saturn, wenn der Sommer beginnt. Wir wissen, dass Raphael der Erzengel von Merkur ist. In diesen drei Perioden von 1902 bis 1923 hat Steiner die Anthroposophische Gesellschaft über sich, über Marie Steiner und über Ita Wegmann von Michaeli bis Pfingsten geführt, als die Anthroposophen für den Geist aufwachen und den Schritt von Pfingsten zum Erzengel Uriel machen sollten. Der Erzengel Uriel hat u.a. keinen Planeten, ist aber mit Saturn verbunden, von dem wir wissen, dass er das Herrschaftsgebiet Oriphiels ist, der nach Michael als Zeitgeist kommen wird. Es ist durchaus möglich, dass der Erzengel Uriel der Erzengel des Planeten Vulkan ist, der in der Sonnensphäre liegt. Wesen vom Vulkan steigen laut Steiner schon seit ca. 1888 auf die Erde auf übersinnliche Art nieder.  Die Anthroposophen sind bei der Weihnachtstagung eingeschlafen, d.h. sie sind in der Zeitspanne zwischen Himmelfahrt und Pfingsten stehengeblieben und verweilen dort immer noch bis zum heutigen Tag. Zur Zeit der Konferenz 2014 „Die Seele Europas“ in Varna, an die Sie sich wohl erinnern, war die letzte der zwei siebenjährigen sich sehr deutlich gegeneinander abgrenzenden Perioden von 2007 bis 2014 zu Ende, seitdem ich mich mit der Synthese der beiden Impulse befasse. Am Ende der zweiten Periode, sagte ich bei meiner Vorlesung über Skythianos: diese Vorlesung ist eine Warnung an Euch, wenn Ihr wollt, dass Pfingsten für Euch kommt. Das kann über die Synthese beider Impulse Michaels und des Bodhisattva geschehen. Die Reaktion war die von schlafenden Menschen, ähnlich dem Zustand der Jünger zwischen Himmelfahrt und Pfingsten, so ist der aktuelle Zustand der Anthroposophen seit so vielen Jahren bisher. Sie tragen keine Früchte des Geistes, sondern nur traditionelle Früchte, wie die Waldorfpädagogik u.dgl. Aber es gibt keine wahren Früchte des Geistes.

Was bedeutet das? Was ist das Kennzeichen dafür, dass man in Uriels Sphäre kommt und der Geist in uns arbeitet? Uriel sendet die Geheimnisse der Inkarnationen aus. Sein Name bedeutet „göttliches Licht“,  d.h. christliches Licht. Er ist derjenige, der die Geheimnisse der Inkarnationen enthüllt. Seit der Zeit Steiners hat niemand Inkarnationsdetails beleuchtet. Es gab ein großes Chaos  nach seinem Wegscheiden, dann kam der Fall Tomberg usw. Keiner hat sich getraut, über diese Dinge zu sprechen. Wie viele Jahre rede ich schon darüber?  Das ist der Übergang von Pfingsten zu Uriel,  damit immense moralische und soziale Kräfte freigesetzt werden können, die kulturbestimmend sind. Das kommt von Uriel. Er ist ein außerordentlich mächtiger Erzengel mit strengem Blick, wie ihn Steiner beschreibt, wenn der Sommer oben beginnt mit dem Übergang zum historischen Gewissen. Wollen die Anthroposophen einen kleinen Schritt hin in Uriels Richtung machen,  so müssen sie sich dessen bewusst werden, was sie getan haben. Das ist wichtig für sie, denn das Symbol des Absturzes der Anthroposophie war derjenige, der die Anthroposophische Gesellschaft nach Steiners Wegscheiden leitete – Albert Steffen, der inkarnierte Giotto. Er führte die Anthroposophische Gesellschaft zu ihrer völligen Katastrophe. Wir haben also Rudolf Steiner, Marie Steiner und Ita Wegmann, das war die rechtmäßige Entwicklung, danach kam die Katastrophe mit dem selbstverliebten Albert Steffen. Seitdem haben wir nur den Albert-Steffen-Zustand der Anthroposophie

Eine der Ursachen, warum der dreigliedrige soziale Organismus nicht zustande kam, war der Umstand, dass die Anthroposophen unvorbereitet waren. Natürlich gibt es auch viel mächtigere Ursachen. Nach Ende des jeweiligen Teils seiner Vorlesung sagte Steiner, ihm sei bewusst gewesen, dass das, was er mit der sozialen Dreigliederung unternehme, nicht erfolgreich sein würde, aber er sei verpflichtet gewesen, es trotz eventueller Fehler zu unternehmen. Er wusste es, aber er hat es getan, weil es so sein musste. Und es begann der Abstieg  der Menschen auf dem Weg in die Hölle.

Was war Steiners Grundidee? Brüderlichkeit der Leiber, Gleichheit in den Seelen und Freiheit im Geist. Auf diese Weise zerfällt der einheitliche zentralisierte Staat praktisch in drei Einflusssphären, die selbständig  funktionieren und einander durchdringen. Wäre Kaspar Hauser am Leben geblieben, hätte er laut Steiner zur Entwicklung des dreigliedrigen sozialen Organismus und der Bewusstseinsseele beizutragen. Er wurde ermordet und das ist einer der wichtigen Gründe für das Scheitern der sozialen Dreigliederung.

Aber mit seinem Mord wurde auch etwas anderes bezweckt. In einer sehr aufschlussreichen Vorlesung, GA 186, 5, spricht Steiner über die sozialen und antisozialen Triebe im Menschen. Das, was in den Tieren wirkt, das Tierische, führt sie zum Sozialen, und das Tierische im Menschen führt ihn zum Antisozialen. Die alten jüdischen Eingeweihten kannten ein grundlegendes Geheimnis, nämlich, dass der Mensch in seiner Embryonalentwicklung im Mutterschoß dem menschlichen Traum ähnelt. Im Unterschied zu unserem Schlaf aber atmet das Embryo im Mutterschoß keine Außenluft. Trotzdem ähneln sich beide. Diese Ähnlichkeit im Auge behaltend, suchten die Eingeweihten danach, eine Beziehung zur geistigen Welt durch das Atmen im Schlaf herzustellen. Wie wurde das verwirklicht? Als sie in den Zustand kamen, der für ihre Propheten und Richter typisch war und der dem Schlafzustand ähnelte, stellten sie einen Kontakt zu Jahwe, dem Mond-Elohim her. Er schickte ihnen seine Weisheit hinunter, die ein Siebtel der gemeinsamen Weisheit der sieben Elohim war. Die Eingeweihten kamen damit zum Kontakt zu einem Siebtel der Elohim-Weisheit, die zu ihnen auf diese Weise durch das Schlafatmen, Mondatmen ähnlich wie in der Embryonalentwicklung kam.

Jahwe gab seine Weisheit durch bewusstes Mondatmen den Eingeweihten und  diese Weisheit kam auf dem äußeren Plan als abstraktes Denken zutage. Bedenken Sie, die Herausbildung des abstrakten Denkens begann mit Aristoteles, aber hauptsächlich nach dem 15. Jahrhundert auf dem Weg zur materialistischen Weltanschauung. Schon damals, in der Zeit vor Aristoteles, wussten die Eingeweihten, dass über Jahwes Weisheit, durch das Monddenken in ihnen, abstraktes Denken zutage kommen kann. Dieses abstrakte Denken führt automatisch zur Entfesselung der niederen Wesenheiten im Menschen und zum Ausdruck des Egoismus, des Antisozialen. Damit diese Weisheit herunterfließen konnte, ohne das jüdische Volk zu fataler Antisozialität und völliger Behinderung der menschlichen Kontakte trotz der Blutverbindung zu führen, kam sie in der Gesetzesform. Diese Gesetze sollten die äußere Welt, das Leben dieses Volkes auf eine besondere zu Sozialität führende Art regeln. Das war die Art, auf die diese Weisheit hinunterfloss. Durch den mit der Sonnenintelligenz verbundenen Erzengel Michael, der der Mittler Jahwes war, wurde gewährleistet, dass der Egoismus bei den Juden nicht zu stark wurde und dieses Volk seine Aufgabe als Gruppe über den Patriarchen Abraham durch die Blutsverwandtschaft erfüllen konnte.

Wie wurde diese einmalige Isolation dieses Volkes erreicht? Wie wir wissen, hatten alle anderen Völker Kontakte zu den Sonnen-Elohim, was in der Form von Mythen, Legenden u.dgl. zum Vorschein kam. Nur im jüdischen Volk entwickelte sich diese spezifische Weisheit. Jahwe verdrängte und isolierte die sechs Elohim, stellen Sie sich vor, um was für mächtige geistige Wirklichkeiten es sich hier handelt! So hatten sie keinen Zugang zum jüdischen Volk und es kam zu dieser einmaligen Entwicklung und Vorbereitung von Abrahams Gehirn und damit des jüdischen Volkes auf das Denken. Diese Weisheit kam von Jahwe und mit ihr lebte das jüdische Volk bis zu den Ereignissen von Golgatha.  Als Jahwe, wie Judith von Halle uns wahrheitsgetreu zeigt, stieß Christus bei der dritten Versuchung im Garten Gethsemane einen lauten Schrei aus. Dabei wurde  Jahwe von seiner Aufgabe als Mond-Elohim erlöst.

Ich habe mir lange Zeit die Frage gestellt, was Jahwe bis zum 20 Jahrhundert gemacht haben könnte. Ich wusste nämlich, dass er seit dem 20., ja sogar seit Ende des 19. Jahrhunderts zu einem Geist der Bewegung aufsteigt. Was hat er während dieser 2000 Jahre gemacht? Mit Pfingsten und dem Hinunterstieg des Christus-Impulses lebt er in jedem Menschen, im menschlichen Ich.

Was genau stellt der christliche Impuls dar? Das ist die Sonnenkraft der sechs Elohim. Unvermeidlich ist sie in jeden Menschen eingedrungen und in Vorbereitung auf den Anfang des Zeitalters Michaels begannen die Elohim im Menschen zu wirken.  Das Denken sollte aus den unterbewussten Sphären über die Verstandesseele in der Bewusstseinsseele erstrahlen, so dass wir in das Zeitalter Michaels eintreten konnten. Es gab nämlich 2000 Jahre Vorbereitung auf das Christentum, dieses wurde nur antrainiert unter der gleichzeitigen Einmischung Jahwes und der sechs Elohim. Doch diesmal hat Jahwe die sechs Elohim nicht verdrängt. Jahwe blockierte im jüdischen Volk die Entfaltung der dunklen Mächte durch das Gesetz. Dank des Gesetzes sind die Menschen nicht in die Gefangenschaft der dunklen Mächte geraten. Aber durch das vorhandene Gesetz waren sie nicht frei. Die Sonnen-Elohim brachten ihnen die Freiheit. Jedoch lebten die Menschen weiter mit den Gesetzen. Was machte Jahwe? Er setzte seine Wirkung in der Blutsverwandtschaft fort, denn es stand die Formierung der Völker in Europa bevor. Damals existierten sie nicht, mit Ausnahme des alten Großbulgarischen Reiches im Gebiet nördlich des Schwarzen Meeres, das 156 gegründet wurde. Das alte Rom war da, aber das war ein Reich mit einer Million Römern, der Rest bestand aus Stämmen, die im römischen Dienst standen. Das waren praktisch keine Völker im wahren Sinne des Wortes, denn die Erzengel hatten sie noch nicht übernommen. Erst nach der Völkerwanderung, die eigentlich eine reine bulgarische Wanderung westwärts zwecks Vernichtung des römischen Reichs und kein Eindringen von Asiaten in Richtung Europa war. Die große Völkerwanderung war eine innereuropäische Stammesverschiebung.  Das muss man sehr gut begreifen. Die Hauptrolle dabei spielten die Bulgaren, die das Germanentum, die Franzosen, die Engländer usw. formierten. Dazu gibt es sowohl okkulte als auch historische Tatsachen. Das Russentum formierten sich nach dem 7.-8. Jahrhundert, nachdem Boris I. das Slawentum übernahm. Das Slawentum begann nach dem 10. Jahrhundert zu existieren, vorher mussten sich die anderen Völker formieren und ihre anführenden Erzengel eingreifen. Das machte die große Völkerwanderung aus. Die Rede ist hier von Europäern, nicht von Migranten. Auf die werden wir später eingehen, um etwas sehr Wichtiges zu erwähnen.

Die europäischen Völker formierten sich als solche, in denen die Blutsverwandtschaft wirkte. Jahwe unterstützte die Erzengel, indem er zusammen mit ihnen über die Blutsverwandtschaft im Sinne Christi arbeitete. Die Völker wurden im christlichen Sinne vorbereitet, deshalb haben sie alle das Christentum übernommen. Bei der Formierung der Volksseelen, der Völker im christlichen Sinne, gibt es einen immensen Unterschied zu den vorchristlichen Zeiten, als die Ankunft Jesu bevorstand. Alle europäischen Völker wurden christianisiert. Parallel dazu wirkte die individualisierende Sonnenkraft der sechs Elohim. Das war ein individualisierender Prozess, im Unterschied zur vorchristlichen Zeit, als Jahwe die anderen sechs Elohim isoliert hatte. Die europäischen Völker sind die Träger des individuellen Prinzips in der Welt trotz der Unterschiede zwischen West-, Mittel- und Osteuropäern.

Es kam das 19. Jahrhundert und in den 40er Jahren, als Michaels Kampf gegen Ahriman begann und er die ahrimanischen Wesenheiten auf die Erde warf, zog sich Jahwe zurück. Das behauptet Steiner. Jahwe konnte dem Druck der niedrigen Wesenheiten nicht mehr widerstehen und zog sich zurück. Manche, die diese Aussage Steiners in GA 186, 5 deuten, nennen das eine Resignation Jahwes. Ich halte die fünfte Vorlesung aus GA 186 für außerordentlich wichtig, die sollten Sie auf jeden Fall lesen. Das Wort „Resignation“ mag ich grundsätzlich nicht und das war auch keine Resignation Jahwes. Die europäischen Völker hatten eine Entwicklungsstufe erreicht, auf der eine bereits herausgebildete Bewusstseinsseele notwendig war und die ersten Keime des Geistselbstes vorbereitet werden mussten, die nur in der Bewusstseinsseele keimen können. Jahwe musste dabei von seiner führenden Rolle bei der 19 Jahrhunderte lang wirkenden Blutsverwandtschaft zurücktreten, indem er das Risiko einging, dass niemand das Toben der dunklen Mächte zum Halten bringen konnte. Nur seine Weisheit nämlich, die ein Siebtel der Gesamtweisheit der Elohim ausmacht, kann den Dunklen gegenüberstehen. D.h., bis zu den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts standen wir unter Jahwes Schutz. Als er sich zurückzog und Michael die dunklen Wesenheiten auf die Erde warf, sahen wir die Folgen.

Warum kann niemand die Dunklen aufhalten?  Denn Jahwe stieg zu den Dynamis auf, er leitet Michael, der zu einem Geist der Persönlichkeit aufstieg und Michael führt den Kampf auf dem Erdenplan mit der Gruppe der Eingeweihten an, jener sieben aus der Zwölfergruppe, dazu die zwölf Personen,  die aus der Menschheit kommen sollen, um die Gruppe der Kämpfer gegen den Antichristen zu bilden. Ich möchte sehr deutlich werden: Jahwe resignierte in den 40er Jahre des 19. Jahrhunderts nicht vor dem Bösen, sondern trat aus natürlichen okkulten Gründen zurück. Diese sind mit der Menschheitsentwicklung verbunden, Jahwe musste sich zurückziehen, um dem individuellen Prinzip im Menschen den Weg freizumachen und den Kampf gegen das Böse anzuführen. Gemeint ist der Kampf mit dem Ziel der Transformierung des Bösen im manichäischen Sinne. Hier spielen der Bodhisattva Beinsa Douno und sein Opfer von 1936 eine große Rolle.

Was geschah mit den restlichen sechs Elohim? Sie arbeiten am individualisierendem Prinzip. Und es begann eine Entfesselung der dunklen Mächte. Moses, der das Gesetz in den alttestamentarischen Zeiten repräsentierte und der leuchtende Vertreter der Jahwe-Weisheit war, inkarnierte zur Zeitenwende als Petrus, der zu Christus ging, aber einschlief. Danach inkarnierte er als Bojan Boev, einer der engsten Schüler Beinsa Dounos. Als einziger Bulgare war Bojan Boev bei Rudolf Steiner, aber er ging zu Beinsa Douno, denn das individuelle Prinzip musste seine Wirkung entfalten.

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Bojan Boev (1883-1963)

Damit man den niedrigen Geistern keine Angriffsfläche bietet, braucht man nicht nur das Bewusstsein, das die Anthroposophie gibt, sondern auch die Sittlichkeit, das Moralische, die durch das Opfer von 1936 kommt. Sehen Sie, wie diese Persönlichkeit durch ihre eigene Entwicklung die Entwicklung des Weltmysteriums veranschaulicht?  Von Moses über Petrus zu Bojan Boev. Das sind die Früchte Uriels, so werden die Sachen enthüllt.

Rudolf Steiner sagt:„Wenn Kaspar Hauser nicht so gelebt hätte und so gestorben wäre, wie er tat, so wäre der Kontakt zwischen der Erde und der  geistigen Welt vollkommen untergebrochen“. Das passierte im 19. Jahrhundert, als diese große Verschiebung in der geistigen Welt mit dem Abstieg auf die Erde geschah. Also ist Kaspar Hauser mit der Zukunft verbunden. Ich weiß nicht, wer diese außerordentlich wichtige Persönlichkeit ist, die garantieren konnte, dass die Beziehung  zur geistigen Welt nicht abgebrochen wird und das Ausstrahlen des christlichen Bewusstseins im Michaels Sinne seit dem 20. Jahrhundert ermöglichte.

Was wird künftig passieren? In der fünften Kulturepoche steht der Herabstieg der Weisheit eines zweiten Elohims bevor. Bisher kam nur ein Siebtel der Weisheit durch Jahwe. Er wird in Zukunft das Ausstrahlen der restlichen sechs Siebtel der Weisheit begleiten. Wer mischt sich hier ein? Steiner erwähnt das nicht, aber ich werde es verkünden. Welcher der Elohim ist jetzt wichtig in der fünften Kulturepoche? Das ist der Gruppenelohim des Germanentums. Was muss laut Steiner ausgesendet werden in dieser fünften Epoche? Das ist die Heilung der Bewusstseinsseele, der Menschenseele. Wo werden die Menschen geboren, denen seit der Geburt die Keime des hygienischen Okkultismus eingepflanzt sind? Der hygienische Okkultismus kann nach seinem Aufstieg zum Bewusstsein in jenes Denken verwandelt werden, das ins Geistige eintauchen kann. Steiner sagte schon 1888, dass das Gewahrwerden der Idee in der Wirklichkeit die wahre Kommunion des Menschen ist. Dieser hygienische Okkultismus, diese von unten ausgehenden Kräfte sind heilend. Das macht den Sinn des hygienischen Okkultismus aus. Seine Kräfte drücken sich in einer Metamorphose und Vergeistigung des Denkens aus. Das sind die Menschen aus Mitteleuropa, deren Emanation das Deutschtum ist.

Als die europäischen Völker sich formierten und Erzengel ihre Führung übernahmen, wurden gleichzeitig große Gruppen formiert  – Germanentum, Slawentum, Amerikanertum im Übersee. Bisher wissen wir nicht, welche die drei restlichen Gruppen sind, das ist auch nebensächlich. Der Elohim des Germanentums muss solche bewussten Seelen inmitten des deutschen Volkes ausfindig machen, bei denen er diese okkulten Fähigkeiten dem hygienischen Okkultismus entnehmen und die Bewusstseinsseele der Menschheit heilen kann. Der Erzengel des deutschen Volkes findet keinen Zugang zu den Menschen, da sie keine richtig entwickelte Bewusstseinsseele haben. Deshalb hatten wir auch nach der Konferenz 2014 jenes Erlebnis: Der Erzengel des deutschen Volkes wird sich mit dem Erzengel des russischen Volkes über den bulgarischen Erzengel verbinden. Oben sind alle drei ohnehin miteinander verbunden.

Ich möchte etwas Wichtiges konkretisieren: Wenn Deutsche die Synthese der beiden Impulse, der Impulse Michaels und des Bodhisattva annehmen, werden sie die Beziehung zu den Russen herstellen können. Letztere können dies über die Bulgaren aufnehmen können, weil dieser Impuls zur Synthese über Bulgarien kommt. Die wichtigsten Impulse in der Geschichte kommen aus Bulgarien, mit Ausnahme des Impulses, den Steiner ausstrahlte. Die Menschen sind die Träger dieser Beziehung. Jeder Bulgare, der zum Träger dieser Synthese wird, verwandelt sich in der Praxis in das Verbindungsglied zwischen Deutschen und Russen. Das macht die Beziehung zwischen den Erzengeln und den Elohim des Germanentums und des Slawentums aus. Verstehen Sie, worum es geht?  In der sechsten Kulturepoche nämlich kommt das dritte Siebtel der Elohim-Weisheit zur Geltung. Der Elohim des Germanentums hat das zweite Siebtel. Danach wird der slawische Elohim kommen, der zu Boris dem Ersten und Beinsa Douno sprach und mit dem die Gabe des Hellsehens kommen wird. Diese Gabe wird vom Elohim des Slawentums kommen. Die Heilung muss vom Elohim des Germanentums kommen und die Gabe der Propheterie in der siebten Kulturepoche wird vom Elohim des Amerikanertums kommen. Damit die siebenfache Elohim-Weisheit vollkommen ausgeschöpft wird, werden die restlichen drei Sonnenelohim  ihre Weisheit in der sechsten Wurzelrasse in den Kulturepochen vermitteln, von denen wir noch nichts wissen. Ich habe mir auch noch nicht die Frage gestellt, welche Fähigkeiten sich dann im Menschen entfalten werden, möglicherweise in solchen Menschengemeinschaften, die sich in der Zukunft noch herausbilden werden. Diese Frage bleibt offen.

Die Weisheit Christi, über die sechs Sonnenelohim ausgedrückt, wird mit der Jahwe-Weisheit vereinigt zum Jahwe-Elohim, damit der Mensch das entwickeln kann, was ihm durch die Vereinigung des Jahwe mit den sechs Elohim als Jahwe-Elohim in der lemurischen Epoche gegeben wurde. Damit wird das Prinzip Ich bin erbeten, dessen Träger Christus, das Zentrum dieses Prinzips ist und jenes Ich die Ich-Substanz der Elohim durchdringt. In der Praxis müssen wir selbst den Jahwe-Elohim schaffen. D.h. allen Elohim die Möglichkeit geben, sich zu vereinigen. Nachdem sie das für uns getan haben, müssen wir jetzt das für sie tun. Das ist grundsätzlich der zweite Teil der Entwicklung zu Vulkan. Die Menschen müssen das metamorphosieren und zurückgeben. Stellen Sie sich vor, was für eine Aufgabe das für die Menschheit ist?

Wenn wir die Zeichen der Zeit auf diese Weise betrachten, werden wir etwas bemerken. Und nun kommen wir zu der Offenbarung, von der ich am Anfang sprach. Letzten Freitag kamen wir zu einem Teil der Offenbarung und am Samstag zum zweiten. Wer in Bulgarien verkörpert die alttestamentarische Mondweisheit Jahwes und die Sonnenweisheit, die von den Elohim kommt und erst jetzt beginnt, von den Menschen, die eine Vorstellung davon haben, angeeignet zu werden? Das sind zweifellos bekannte Persönlichkeiten – Ahmed Dogan (der ehemalige Vorsitzende der Partei der türkischstämmigen Bulgaren DPS) und Bojko Borissov (der bulgarische Ministerpräsident).

Ahmed DoganBojko Borissov

         Ahmed Dogan                       Bojko Borissov

Ich habe schon Einiges vorausgeschickt in der Vorlesung am 27.12.2015. Heute Morgen gab es ein Interview mit Lütfi Mestan (der Nachfolger Ahmed Dogans, der Ende 2015 als  Parteivorsitzender abgesetzt wurde),  der sehr nervös war und sein altes Selbstvertrauen nicht mehr hatte. Als zwei Iche symbolisieren Ahmed Dogan und Bojko Borissov jeweils die DPS und GERB (Bürger für europäische Entwicklung Bulgariens) . Die Abkürzung DPS bedeutet „Bewegung für Rechte und Freiheiten“, d.h. die Rechte, das Gesetz sollen die Freiheit von den niedrigen Geistern sichern.  In dem Namen der Partei selbst ist das Alttestamentarische als Idee verschlüsselt. Diese Organisation entstand illegal bereits während des Sozialismus und war auch eine Kreatur der Sicherheitsdienste. In ihr wirkt das Mondische unter Jahwes Leitung ohne den Kontakt zum Sonnenprinzip und der Sonnenweisheit der Elohim. Deshalb wirkt diese Partei subversiv und die Ergebnisse ihrer Tätigkeit sind eine karmische Vergeltung. Wie ich schon erwähnt habe, wurde über diese Partei die karmische Schuld Bulgariens wegen der Namensänderung der türkischsprechenden Minderheit im Sozialismus und ihrer Aussiedlung in die Türkei beglichen. Jeder, der die Prozesse in der DPS beobachtet, sieht, dass für sie der Countdown schon begonnen hat. Wenn wir von der Mondweisheit sprechen, müssen wir bedenken, dass Ahmed Dogan mit den Freimaurern verbunden ist, bei denen das Mondische zum Ausdruck kommt. Deshalb war die von ihm gegründete Partei ein Kind des Mondes.

Sein völliger Gegensatz ist der immer lächelnde, große, charismatische Bojko Borissov Warum ist er charismatisch?  Damit jemand ein Charisma hat, muss er in seinen vorherigen Leben wichtige Inkarnationen erlebt haben. Dogan ist auch charismatisch, aber sein Charisma ist mondisch, kühl, erstarrend, distanzierend. Entsprechend zieht er Personen in sein Gefolge, die die eigenen Interessen vor jene der Gemeinschaft stellen. Trotz der 25jährigen Versuche, diese Partei als gesamtbulgarisch, d.h. als nicht blutverwandtschaftlich-mondisch zu legitimieren, trotz der zahlreichen bulgarischstämmigen Mitglieder in ihren Reihen, hat sie sich im Bewusstsein des Bulgaren als eine ethnische Partei eingeprägt. Und sie hat ihre vom Mondprinzip kommende Rolle erfüllt. Je mehr Dogan künftig untergehen wird, desto mehr wird Bojko Borissov aufgehen. In ihm wirkt das Sonnenprinzip. Seit neun Tagen wissen wir, wer Ahmed Dogan und Bojko Borissov in früheren Leben waren. Was enthüllt werden darf und muss, ist ihre seit langem bestehende karmische Verbindung mit einer weltweiten Bekanntschaft. Leider darf man nur das enthüllen, denn das Beleuchten wird ein mächtiges Licht auf diese Konstellation werfen im bulgarischen Raum. GERB bedeutet Bürger für die europäische Entwicklung Bulgariens. Welche Partei repräsentiert also das Blutsverwandtschafltiche und welche die europäische Entwicklung Bulgariens? Von allen Ministerpräsidenten der europäischen Länder hat nur Bojko Borissov das Bewusstsein und den ständigen Ruf nach einer europäischen Lösung des Problems mit dem herüberströmenden Migrantenheer.  Das sage ich ohne Umschweife. Das Potenzial, das er als politischer und staatlicher Führer besitzt, ist um ein Vielfaches größer sogar als dieses von Orban, Merkel, Hollande usw.  Ihm steht eine wichtige Zukunft bevor. Das Charisma Putins, der ein wichtiger Faktor in der Welt ist, ähnelt das einem Polizisten. In Bojko Borissovs Charisma, wenn man in seine Entwicklung und die Entwicklungsgeschwindigkeit beobachtend eindringt, wirkt das individuelle Sonnenprinzip. Sein Auftreten stört nicht denjenigen, der die Dinge durchschaut.

In der vorletzten Vorlesung sagte ich, dass Bojko Borissov eine vorübergehende Erscheinung für Bulgarien ist, wobei ich mich auf die Prophezeiung Slava Sevrjukovas stützte, die natürlich zutrifft: Eine Frau wird als Ministerpräsidentin oder Präsidentin Bulgariens auftreten und zur geistigen Vereinigerin der Nation heranwachsen.

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Slava Sevrjukova (1902-1991), bulgarische Hellseherin

Bojko Borissov steht eine große Zukunft bevor, ihn werden viele berücksichtigen müssen. Deshalb erwähnte ich am Anfang seine Aussage, und das sind keine oberflächlichen Kommentare, dass wir Russland nicht reizen sollen, denn er denkt in großen Dimensionen.

Was passiert in Europa heute? Europa wurde über das Matriarchat in den ältesten Zeiten, in denen das Geistige bestimmend war, über das Patriarchat mit dem männlichen Prinzip, als Kontinent und das Kind Asiens dreigliedrig formiert. Asien bedeutet das Land der Götter. Dort wurden alle bedeutenden Religionen, einschließlich des Christentums geboren. Europa bedeutet das Kind der geistigen Welt, die auf den Erdenplan hinuntersteigend, das Denken  und das individuelle Ich-Prinzip entwickeln soll. So wurde es vorbereitet, sogar in dreifachen Strömungen- eine östliche, eine mittlere und eine westliche, als die Seele der Welt formiert. Im Osten war der Geist, die Seele in Europa und in Westen, in Amerika- der Leib.

Im 18. Jahrhundert kam die Aufklärung auf, in Frankreich wirkte Denis Diderot. Zum ersten Mal gelangte die Menschheit durch Voltaire zur Idee, dass sie auch ohne Gott, ohne das Christentum auskommen kann, ohne Europas christliche Herkunft zu leugnen. Nach der Aufklärung artete die sog. Große Französische Bürgerliche Revolution mit der Losung „Brüderlichkeit, Gleichheit, Freiheit“ in die Tyrannei Robespieres und den Napoleonischen Kriegen aus, d. h. in eine  Katastrophe. Es kam zum Chaos und zur Erkrankung der Seele des europäischen Menschen. Was bedeutet die Seele Europas? Die Entwicklung des Wesens Anthroposophia, das war die Seele Europas. Dieses Wesen beginnt, sein erstes geistiges Glied zu formieren und die europäischen Völker müssen ihren Geist finden.

Es gibt ein Phänomen in Mitteleuropa und das ist die Visegrader Gruppe – Ungarn, Polen, Tschechien und die Slowakei. Bei drei großen Kriegen in Europa haben diese Länder eine wichtige Rolle gespielt. Der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) bestand äußerlich in der Konfrontation des protestantischen Nordens mit dem katholischen Süden, aber es war eigentlich der Kampf der Jesuiten gegen das Rosenkreuzertum. Der Krieg begann aus dem formellen Anlass des Prager Fenstersturzes und führte zur Verwüstung Mitteleuropas mit enormen materiellen und seelischen Zerstörungen.  Bei diesen vier Ländern ist nur das Volk der Ungarn nicht slawisch. Es wurde durch die Bulgaren begründet, der erste ungarische König Arpad stammte aus dem bulgarischen Geschlecht Dulo. Nicht zufällig beginnt die Tetralogie von Stefan Tsanev „Bulgarische Chroniken“ mit dem Gespräch mit einem ungarischen Professor, der zu ihm sagt: Ihr kennt eure große Geschichte nicht. Die Freimaurer sagen öffentlich, dass ein Drittel der Weltgeschichte die Geschichte Bulgariens ist. Und falls jemand beabsichtigt, mich des Nationalismus zu bezichtigen und mir vorhält, dass ich in meinem früheren Leben vielleicht in einem anderen Land inkarniert war, möchte ich erwidern, dass ich auch in meinem vorherigen Leben im bulgarischen Volk gelebt und etwas geleistet habe, was mir das Recht gibt, so wie kein anderer über die Bulgaren zu reden.

In diesen Kriegen haben die Ungarn als die Träger des Ich-Prinzips, des bulgarischen Prinzips, immer im Sumpf herumgestochert. Die Vier von Visegrad haben stets die korrigierende Rolle gespielt und die Deutschen an ihre Mission erinnert. Der erste Weltkrieg wurde auch in einer slawischen Gemeinschaft, in Sarajevo entfacht, als der Thronfolger Ferdinand ermordet wurde. Es war u.a. geplant, den bulgarischen König Ferdinand zu ermorden. Wieder haben die vier Visegrad-Länder Deutschland an seine Mission (Entwicklung der Bewusstseinsseele und des Ich) erinnert. Der Zweite Weltkrieg begann mit dem Einzug Deutschlands nach Polen, wieder in einem dieser Länder. In all diesen Kriegen gab es eine Konfrontation und gegenseitiges  Töten von Deutschen und Slawen. Es muss stattdessen eine Verbindung zwischen ihnen geben, eine große geistige Ehe, von der die Zukunft der Menschheit abhängt. Und diese Ehe wird immer verhindert. Nun sind die vier Visegrad-Länder, der Ich-Anfang durch Orban, diejenigen, die Deutschland wieder an seine Aufgabe erinnern. Die Deutschen sind jedoch völlig amerikanisiert. Nachdem Merkel die Migranten willkommen geheißen hatte, egal ob aus Dummheit oder nach der Anweisung der angloamerikanischen Logen, hätte sie eigentlich keinen einzigen Tag mehr auf diesem Posten bleiben dürfen. Orban und die anderen erinnerten an die Aufgaben der christlichen Völker, an die Traditionen, in solchen Momenten kommt immer die Jahwe-Weisheit zum Vorschein. Aber gleichzeitig gibt es auch das Sonnenhaft-Christliche mit Bojko Borissov. Er strebt nicht die Einzäunung jedes Landes, sondern eine gesamteuropäische Lösung dieses Problems an. Deshalb wird er in der EU geschätzt, aber nicht in Bulgarien, denn keiner ist Prophet im eigenen Land. Das, was im Zentrum Europas geschieht, ist die Wiederholung von Prozessen, die seit Jahrhunderten in Gang sind. Wir haben es dahin gebracht, dass der Weg zum Geist die Entwicklung des individuellen Prinzips bedeutet und dass jeder in Europa zum gesamteuropäischen Bewusstsein kommt, denn bisher hatten wir nur ein nationales Bewusstsein – ich bin Bulgare bzw. Slawe, obwohl wir keine Slawen sind, wir haben nur die Sprache gegeben. Wir sind rassenmäßig keine Slawen, aber wir sind Europäer, Christen des kaukasischen Typs, der die arische Rasse genannt wird, obwohl dieser Begriff viel mehr ausmacht. Die ganze fünfte Wurzelrasse ist arisch. Die Verkörperung des Arischen, der Entwicklung des Denkens und des individuellen Bewusstseins ist der europäische Mensch. Zum ersten Mal steht die Entwicklung eines europäischen Bewusstseins bevor. Wir haben auf der Konferenz 2014 gesehen, dass die Anthroposophen lieber mit ihren eigenen Landsleuten verkehren. Was darf man dann von den anderen erwarten? Das bulgarische Volk ist sehr tolerant, wir sind bereit, mit jedem einen zu trinken. Die Migranten, die jetzt kommen, behaupten, in Bulgarien nicht gut aufgenommen zu werden. Das geschieht, damit wir vor ihnen geschützt werden, damit sie uns nicht zertreten, denn wir haben eine andere Aufgabe. Es ist vorgesehen, dass die Migranten nach Mitteleuropa, ins europäische Herz gehen, um die dortigen Völker zum europäischen Selbstbewusstsein zu erwecken, so dass sich jeder Mensch individuell dem Geist öffnen kann. Bisher wurden wir nur als Völker geführt, über das Verwandtschaftliche, und nun muss das individuell geschehen. Das ist nicht die Aufgabe der Erzengel, sondern die Aufgabe jedes europäischen Menschen. Er muss zu einem Europäer im Sinne Michaels werden. Zum ersten Mal in der Weltgeschichte ist es notwendig, dass das Bewusstsein eines Kontinents entsteht als eine Schöpfung der himmlischen Sophia. Sie hat Europa als das Herz, die Seele der Welt geschaffen. Das muss jeder erfüllen. So wie die Türken die Peitsche in Gottes Händen waren, der die Bulgaren wegen der Verfolgung der Bogomilen bestrafte, so wie die Bolschewiken die Peitsche in Gottes Händen waren, um die Bulgaren zu bestrafen, weil sie Beinsa Douno nicht angenommen hatten und die DPS die Peitsche Gottes als Bestrafung der Sünde mit der Namensänderung war, so sind die muslimischen Migranten die Peitsche Gottes für Europa. Es soll vor allem Mitteleuropa erwachen. Deshalb wollen die Migranten hauptsächlich nach Deutschland, damit Deutschland für seine welthistorische Mission erwacht. Die Migranten sind ein Werkzeug, ein unglückliches Werkzeug freilich. Es wird gejammert dass Europa zugrunde gehe. Aber sagen Sie mir, wie soll derjenige erwachen, der 10000 Euro monatlich bekommt, nur den Weg von zu Hause ins Büro kennt, jeden Wunsch befriedigen kann? Eventuell wird er sonntags in die Kirche gehen, um das luziferisierte Christentum zu pflegen. Wie soll so ein Mensch erwachen für diese Herausforderung, die ihm bevorsteht? Die Herausforderung gilt gerade Mitteleuropa als Träger dieses Prinzips. Die Peitsche muss sehr groß sein. So wie die Bulgaren das Römische Reich vernichtet haben, so erledigen nun die Migranten diese Aufgabe und die Bulgaren geben den Erweckungsimpuls. Wenn es keine Erwachung gibt, sind die Alternative Chaos, Verwüstungen und eine Sieg Ahrimans. Es ist ein Entweder-oder. Also muss jeder zum Geist heranreifen.

Das, was wir jetzt als die Europäische Union kennen, wurde als die Wiederbelebung des Karolinger Reiches aus dem neunten Jahrhundert gegründet. Dieser Union schlossen sich später auch slawische Länder an, einschließlich Bulgarien. Deutschland hatte die Aufgabe, innerhalb der Europäischen Union die osteuropäischen Länder davor zu schützen, vom Stiefel des Kommunismus zertreten nicht direkt unter den Stiefel des Amerikanismus zu geraten. Sergej Prokofieff war nicht zufällig am Anfang seiner Übersiedlung erschrocken darüber, wie amerikanisiert Deutschland war und nichts von seiner Mission ahnte. Praktisch hat Deutschland nichts getan als Träger dieser Aufgabe, die osteuropäischen Völker vor dem Amerikanismus zu schützen.  Es trägt eine große Schuld, das ist eine der deutschen Schulden. Dem deutschen Volk muss geholfen werden, wenn es natürlich hören möchte, denn das ist das individuelle Prinzip. Die Deutschen müssen den Geist finden.

Wie findet man den Geist heute? Aus den vorchristlichen Zeiten kennen wir den Propheten Jesaja, den Lieblingspropheten von Beinsa Douno. Wenn Jesaja von der Frucht des Geistes spricht, sagt er: der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des Herrn. Wir sehen, dass in der damaligen Frucht Gottes die Weisheit an erster Stele steht. Die Liebe war noch nicht da. Christus als Vertreter der Weltweisheit in der Trinität ließ diese Geschenke des Geistes über die himmlische Sophia, über das Wesen Anthroposophia hinunterfließen. Die eingeweihten Propheten Israels, die inkarnierte Propheten aus allen anderen Völkern waren, damit es eine Mischung und Repräsentierung aller Völker im alten jüdischen Volk gab, bekamen diese Geschenke Gottes mit der Weisheit als führende Gabe. Als der Pfingstgeist kam, stieg er hinunter unter die Apostel. Wie haben ihn diese angenommen? Als den Geist der allsiegenden kosmischen Liebe. Der Apostel Paulus sagt in seinem Brief  an die Galater: „Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut, Keuschheit.“ Wir sehen, dass die Liebe hier an erster Stelle steht und die anderen Gaben aus ihr folgen. Im Vergleich zu den alten Gaben geht es hier um etwas ganz anderes. Was geschieht mit den Früchten Gottes aus der vorchristlichen Zeit? Sind sie etwa verschwunden? Nein, sie sind nicht verschwunden. Die alten Früchte, zu denen jeder Eingeweihte Zugang hatte, kamen von außen und die neuen Früchte Gottes kommen von innen und entwickeln das moralische Prinzip als Demut usw. Sie müssen vom Menschen individuell mit seinem wachen Ich-Bewusstsein errungen werden. Nur wenn man mit seinem wachen Bewusstsein jene Gaben des Geistes verstehen kann, können diese in unser Ich metamorphosieren. Die im Ich neugeborene Weisheit erscheint als Liebe und dann kommen Freude, Friede usw. Es ist erstaunlich, dass jemand über meine Vorlesungen mich als den Inbegriff der Demut empfunden hatte. Das ist der einzige, von dem ich diese Behauptung gehört habe.

Wie wird das zurückgespiegelt? Im Augenblick, als der Geist am Pfingsten hinunterstieg, waren die Jungfrau Sophia und die Jünger da. Wer von ihnen hat die stärkste Transformation erlebt? Wer hat eine Rede gehalten? Das war Petrus. Derjenige, der das Gesetz und die Gaben des alttestamentarischen Geistes als Moses verkörperte, erlebte als Petrus die dramatischste Transformation. Der Geist kam am Pfingsten in alle Seelen auf der Erde, nistete sich im Ich ein und lebte dort als der christliche Impuls, egal was für eine Seele man ist. Warum hat sich die ganze Menschheit dann nicht wie Petrus erhoben? Damit diese Geister metamorphosieren, muss man erstens eine Vorgeschichte aus früheren Leben und zweitens einen mit Christus gemeinsamen zurückgelegten Weg haben. Nur bei Menschen, die zur Zeitenwende einen Weg zusammen mit Christus zurückgelegt hatten, konnte der Pfingstgeist so zum Vorschein kommen. Deshalb war Petrus so impulsiv, denn die Liebe kommt auch als Reue. Man bereut das, was man versäumt hat. Er hatte das große Privileg, mit Gott bis zum Ende zu sein und hat ihn verleugnet. Deshalb kam das mit einer umgekehrten Metamorphose im Ich. Aber seine Metamorphose geschah damals in der Verstandesseele.

Nach dieser Zeit kamen die Araber, sind über Europa von Spanien aus hergefallen, vom Osten wurden sie vom bulgarischen Khan Tervel aufgehalten.  Drei antichristliche Impulse haben die Araber gegeben. Später kamen sie über jene Inkarnationen, die allen Anthroposophen bekannt sind. Von den Arabern kam das Favorisieren des abstrakten Denkens, das zum toten Bewusstsein des heutigen Menschen führte. Sie verbreiteten die Sichtweise der Natur, die die materialistische Anschauung und das materialistische Bewusstsein hervorrief. Sie brachten nach Europa auch den zentralisierten Staat, das Kalifat. Die heutigen europäischen Länder sind nach dem Modell des Kalifats aufgebaut, als Einstellung zur Natur, als Denken und als Zentralisierung. Die Europäische Union ist superzentralisiert. Wenn diese Zentralisierung nicht überwunden wird, kommt es zu unserer krachenden Niederlage im Kampf gegen Ahriman und zu einem modernen Kalifat. Alles, was heutzutage an Staatstypen in Europa existiert, stammt von der arabischen Anschauung.  Der Staat muss aber nach der sozialen Dreigliederung aufgebaut sein. Das ist das Fatale, das von den Arabern kam.

Um zu der heutigen Zeit der Bewusstseinsseele zu kommen, können wir fragen, was mit den alt- und neutestamentarischen Gaben geschieht? Der Geist muss in eine bewusste Seele hineinkommen, die jene alttestamentarischen Gaben in Christus transformiert hat. Das ist die Anthroposophie, das ist die Weisheit. Wenn man sich die Anthroposophie aneignet, erhält man die alttestamentarischen Gaben, die persönlich erlangt werden. Die Anthroposophie ist völlig unumgänglich heute, sie ist die Gabe der himmlischen Sophia, die die alttestamentarischen Gaben verkörpert, welche diesmal von Michael über Christus durch jene himmlische Schule kommen und über die Anthroposophie und Steiner hinunterstiegen. Das Wesen Anthroposophia manifestiert sich dreifach dem Menschen. Es bringt ihm jene Kräfte als Verallgemeinerung der alten Weisheit und der alten Rituale. Es weckt die Kräfte der Liebe und der Auferstehung im Menschen und es ist der Führer des Menschen bei der Herstellung seiner Beziehung zur geistigen Welt, die durch die Transformation des Denkens kommt.

Aber nur das Wesen Anthroposophia reicht nicht,  um den Menschen zum ätherischen Christus zu führen, wenn man ihn findet als den großen Tröster, Retter  und Führer zur Einweihung, als Heiler, als Gestalter des Sozialen durch uns. Es ist hierzu der Bodhisattva-Impuls notwendig, damit die Weisheit die Anthroposophie transformieren kann. So kann der Egoismus der westlichen Anthroposophen vermieden werden, die als sehr weise gelten und leitende Ämter bekleiden. Ihnen fehlt die Liebe und nicht zufällig sagte ein niederländischer Anthroposoph, dass Ahriman und Luzifer in den anthroposophischen Gesellschaften präsent sind, aber Christus dort fehlt. Christus fehlt gerade, weil der Bodhisattva-Impuls fehlt. Dieser aber wird gebraucht, um diese Weisheit zu metamorphosieren, sonst artet er in einen Egoismus als National- oder Rassenegoismus ausartet.

Im Ersten Weltkrieg wurde die Nationalfrage gelöst, die Reiche zerfielen in viele Völker, im Zweiten Weltkrieg wurde die soziale Frage gelöst, die untersozialen Welten Bolschewismus und Nationalsozialismus kämpften gegeneinander. Jetzt steht uns der Rassenkonflikt bevor. Nicht zufällig werden in Europa die Massen jeder Farbe und Art zugelassen unter dem Motto des monotheistischen und luziferisierten Islam, einer Religion der alttestamentarischen Art. Stellen Sie sich vor, wie sich diese Tendenz zu Rassengegensätzen verstärkt! Mohammed widerspiegelt das Antichristliche. Was wird dann aus Europa?

Damit die Anthroposophie im Ich als Weisheit wiedergeboren werden kann und die Liebe kommt, braucht man die Strömung Christi. Sein Vertreter auf der Erde, der okkulte Punkt, wie Steiner sagt, der für die Wiederkehr Christi im Ätherischen verantwortlich ist, ist der Bodhisattva. Steiner war das eine Zentrum, der Bodhisattva ist das andere Zentrum, so wie der Mensch zwei Beine hat. Wenn sich jene mächtige moralische Kraft Christi, die von Beinsa Douno kommt, mit der Anthroposophie vereinigt, kommt im Menschen eine Metamorphose zustande. Er macht Schritte zur Einweihung, zur Selbsteinweihung und dann kann der Geist wirken und Liebe, Friede, Freude usw. bringen, aber aus der vergeistigten Bewusstseinsseele. Diese Seele unterscheidet sich von der Verstandesseele, deshalb unterscheidet sich auch die Liebe. Das ist die Ankunft des Pfingstgeistes auf eine neue Art als Geistselbst, der den christlichen Impuls Budhi als das Palladium trägt. Das habe ich schon ein paar Mal erwähnt, das habe ich auch persönlich erlebt. Das ist das Erheben zum kosmischen Bewusstsein. Das ist das heutige Erleben des Geistes, das  adäquat der Bewusstseinsseele ist. Dann gibt es Liebe, Freude, Friede usw. Aber diese werden individuell von jedem Menschen auf seine eigene Art erlebt. So findet man den Geist. Das ist die Synthese. So wie Christus, von dem Beinsa Douno sagt, dass er das Herz der Welt ist und zum Ich der ganzen Menschheit wurde, so produzieren die Bulgaren, die die Leber der Menschheit sind, das Blut mit dem pulsierenden Ich. Wenn man seine Entwicklungsstufen besteigt vom Kind, aus dessen Augen das Ich herausschaut, über die Maske der Person und der Geist im Menschen zu wirken beginnt und die innere Sonne – Christus erweckt, kommt es im Ego zur Explosion, das ist die Ich-Explosion. Dann kann man mit dem explodierten Ich zum Vertreter der inneren Sonne vor der Außenwelt werden und die Gaben des Geistes aus sich herausfließen lassen im geistigen und alltäglichen Leben. So wirkt der Geist und das Erleuchten der inneren Sonne wird ermöglicht. Dann wird das Menschenherz, die Bewusstseinsseele zum Gral, der sich den Gaben des Geistes öffnet. Die Inkarnationen, die wir behandeln, die vielen Offenbarungen, sind eigentlich die Gaben des Geistes.

Als der Japaner Masaru Emoto, der das Gedächtnis des Wassers untersuchte und dazu Wasser verschiedenen Wörtern aussetzte und dann einfror, die Wasserkristalle betrachtete, die dem Namen Bulgarien ausgesetzt waren, staunte er über das Kristallgitter. Es war mit den Kristallen keines anderen Landes vergleichbar.

Masaru Emoto

2006 besuchte Professor Emoto Bulgarien und beobachtete das Rilagebirge und die Paneurhythmie an den sieben Seen vom Hubschrauber aus.

Man sieht im bulgarischen Kristall sieben Strahlen, hier können wir Parallelen ziehen zu der siebenstrahligen Rosette aus Pliska, die die sieben Planeten repräsentiert, oder zur siebenstrahligen Gloriole Christi. Im Inneren des Kristalgitters ist der Stern, das ist die Bewusstseinsseele, die dort entsteht. Das Dunkle zwischen den beiden Armen, was wie ein Gralskelch aussieht, ist dem Kehlkopf  ähnlich. Das ist die Bewusstseinsseele, die sich nach oben, zum Geist hin öffnet damit er in sie hinutersteigen kann und der Mensch zum reinen Herzen, zur reinen Bewusstseinsseele, zur Jungfrau Sophia, zum Gralskelch wird. Die neuen Eingeweihten werden Eingeweihte des Grals heißen. Außer ihnen wird es nur schwarze Eingeweihte geben. Die Gaben des Geistes können in diese Seele einfließen, bewusst gemacht und in der Außenwelt angewendet werden. Als Träger des Ichs haben die Bulgaren selbst im Gedächtnis des Wassers das verschlüsselt.

Die Menschheit muss zur zehnten Hierarchie der Freiheit und Liebe heranwachsen. Wie wird dieser zur zehnten Hierarchie aufgestiegene Mensch heißen? Bulgarien zeigt dies. Beinsa Douno sagt, Bulgare bedeutet ein Mensch des Geistes. In der sechsten Kulturepoche keimt der Samen für die sechste Wurzelrasse und in einem gewissen Sinne für den zukünftigen geistigen Jupiter, wenn wir dann schon rechtmäßig zur zehnten Hierarchie herangewachsen sein werden, in der der kulturbestimmende Faktor das Geistselbst sein wird. Werden die Menschen dann als zehnte Hierarchie Bulgaren heißen? Das Wasser sagt es. Aus einer Offenbarung weiß ich, dass in Zukunft die Menschheit selbst ihren Namen geben wird. Das Bild zeigt die Bedeutung der Bulgaren im zentralen Mysterium des Christentums, dem Gralsmysterium, dem Mysterium des individuellen Ich-Impulses, dem Mysterium der Freiheit und Liebe. Sie spielen eine Hauptrolle.

Als Zusammenfassung können wir Folgendes sagen: Entweder reifen die Menschen zum europäischen Bewusstsein heran und öffnen sich dem Geist, indem sie den heiligen Impuls annehmen, der aus Bulgarien ausgeht oder Europa hat nichts Gutes zu erwarten.Ich hoffe, dass viele in Bulgarien diese Vorlesung sehen und sie nach außen tragen, und indem wir die neuen Technologien nutzbringend verwenden,  können wir auf den erwarteten Ahriman auch dort Druck ausüben. Es gibt keine Möglichkeit den Christus im Ätherischen zu finden, ohne dass Ahriman uns aufsucht und zu zermalmen versucht. Werden wir das zulassen? Ich hoffe nicht.