Der soziale Organismus und der Pfingstgeist

Velikden na Ani

Vorlesung des bulgarischen Anthroposophen Dimitar Mangurov

28.02.2016, Varna

Die Vorlesung in bulgarischer Sprache

Gebet: Herr Jesus Christus, bitte hilf, dass die europäischen Völker für die Gemeinsamkeit erwachen und ihre Mission in der Menschheitsgeschichte erfüllen.

Ich heiße diejenigen, mit denen wir uns lange nicht gesehen haben, willkommen.

Unser heutiges Thema ist „Der soziale Organismus und der Pfingstgeist“  –  ein endloses Thema, das wir hier wohl nur teilweise behandeln können.

Am Ende seines Lebens soll Rudolf Steiner mit sehr ernsthaftem Ton zum Grafen Polzer-Hoditz Folgendes gesagt haben: Die Anthroposophen, somit die ganze Menschheit, hat drei Aufgaben in der Zukunft zu lösen. Natürlich gibt es viel mehr zu tun, aber diese Aufgaben sind spezifisch: die Aufdeckung des Geheimnisses der zwei Johanneses, des Demetrius und des Kasper Hauser.

Die beiden Johannesses sind Johannes der Täufer und Johannes der Evangelist. Konkret bei Demetrius und Kasper Hauser war Steiners Auftrag  herauszufinden, welche Individualitäten in ihnen inkarniert waren, woher sie kamen und mit welcher Aufgabe, die nicht gelöst wurde.

Was können wir jetzt hinsichtlich dieses Auftrags Steiners berichten? Wir haben mehrmals über die beiden Johanneses gesprochen und zusammenfassend können wir Folgendes sagen: das Ich, das im Johannes dem Täufer inkarniert war, laut Steiner das älteste Ich auf der Welt, quasi Adams Ich, war der Vertreter des männlichen Prinzips (im okkulten Sinne) in der Erdenentwicklung. Hiram Abif, der später Lazarus-Johannes wurde, war auch der bedeutendste Vertreter des männlichen Prinzips im okkulten Sinne. Wir sehen, dass sie beide in den vorchristlichen Zeiten bei unserem Herabstieg in das Irdische die Träger jenes Impulses waren, der rechtmäßig  – wollen wir das so ausdrücken –  den Herabstieg ins Materielle, das Bezwingen der physischen Welt bezweckte.  Lazarus wurde zum Johannes, stellte sich unter das Golgatha-Kreuz und empfing von der Jungfrau Sophia die Weisheit über das Golgatha-Mysterium. Der Täufer war der erste, der vorher auf den Gott hingewiesen hatte. Danach wurden beide einer Transformation unterzogen und sind sozusagen zur weiblichen Richtung im Okkultismus übergegangen. Wir erkennen danach den Apostel Johannes als einen der beiden Syrer (der andere war die Jungfrau Sophia), die den Anfang der Bogomilenbewegung setzten. Danach als denjenigen, der in Arbanassi unter den Bogomilenpriestern war beim großen Mysterium der Einweihung Christian Rosenkreutz’. Schließlich zeigte er sich uns als die Schwester des großen bulgarischen Malers Boris Georgiev Katja, die eine außerordentliche Spiritualität besaß.

Boris GeorgievKatja

Der Maler Boris Georgiev (1888-1962), Bild seiner Schwester Katja

Ob sich Christian Rosenkreutz danach inkarniert hat und wann, wissen wir bisher nicht, aber mit Sicherheit war er auch nach diesem kurzen Leben als die junge Frau Katja inkarniert, denn wir wissen, dass er grundsätzlich sieben Jahre nach seinem Tod wieder inkarniert.

Über Johannes dem Täufer wissen wir bereits von Rudolf Steiner, dass er Raffaelo und Novalis war. Danach war er als Djado Vlajtscho inkarniert (ein  beim bulgarischen Volk sehr beliebten Hellseher und Heiler Vlajtscho Zhetschev, Anm. des Übersetzers).

 

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Vlajtscho Zhetschev (1894-1981)

Wir sehen, dass beide die Vertreter des weiblichen Prinzips sind. Wenn wir den Anspruch erheben können, etwas zur Erfüllung dieses Auftrags Rudolf Steiners beigetragen zu haben, dann sind das gerade die Beobachtung dieser Transformation, die infolge des zur Zeitenwende Erlebten in ihnen erfolgte, sowie die Aufdeckung ihrer Inkarnationen nach dieser Zeit. Diese Behauptungen sind okkulte Tatsachen, für die ich mich hundertprozentig verbürge.

Auf Demetrius bzw. Dmitri hat sich am meisten der große verstorbene Anthroposoph Sergej Prokofieff  konzentriert. Vom geistigen Standpunkt aus denkt er dabei logisch.  Dmitri war der letzte Sohn und Erbe der Rjuriks von der letzten achten Frau des Ivan des Vierten (Grosny). 1591 wurde er als achtjähriger Junge in Uglitsch ermordet. Mit ihm wurde etwas sehr Wichtiges untergebrochen. Die Tatsache, dass Steiner die Persönlichkeiten von Dmitri und Kasper Hauser neben die anderen zwei mächtigen Iche der Menschheitsgeschichte stellt, ist ein großes Mysterium an sich. Wer waren die beiden wirklich und was wurde durch die dunklen Mächte mit ihrer Ermordung verhindert?

Die Rjuriks, wie ich schon längst erwähnt habe, sind nicht jene Waräger, die als Normannen aus Skandinavien kamen, um den Staat in der zukünftigen Kiewer Rus und Russland zu gründen, sondern die kimmerischen Bulgaren, die ein paar Jahrhunderte nach Christi nach Skandinavien zogen. Sie verbreiteten unter die Völker, die das zukünftige Germanentum formieren sollten, ihre Kultur. Im 20. Jahrhundert haben die Archäologen Artefakte der kimmerischen  Kultur entdeckt und festgestellt, dass sie eins zu eins der thrakischen, d.h. bulgarischen Kultur entspricht. Nur ein Übersetzungsfehler aus dem Russischen ins Bulgarische führte zu jenem großen Fehler in der russischen Geschichtsschreibung,  dass das Ich-Prinzip inmitten des Germanentums, d.h. des Normannentums entstand. Wir wissen sehr wohl, dass die Bulgaren die Träger des Ich-Impulses und für diesen verantwortlich sind. Jene wilden Völker wurden Tausende Jahre lang durch die Menschheitsführung auf die Entwicklung der Bewusstseinsseele in der fünften nachatlantischen Epoche vorbereitet. Das war aber verbunden mit der Unterentwicklung der äußeren Kultur dieser Stämme. Zu derselben Zeit wurden bekanntlich in Mesopotamien glänzende, jedoch ichlose Kulturen entwickelt. Wir haben mehrmals darüber gesprochen, wie die Bulgaren, also die Thraker am Anfang des griechisch-römischen Impulses standen. Sie zogen nach Skandinavien, um zum richtigen Zeitpunkt der Formierung dieser Völker da zu sein, die in den ersten Jahrhunderten nach Christi keine Völker, sondern noch einzelne Stämme waren. Das hatte zum Ziel, dass diese Stämme gleichzeitig mit dem Bewusstsein des eigenen Volkes auch eine äußere Kultur entwickeln konnten. Die bulgarische Herkunft der Rjuriks ist also auch historisch erwiesen.

Mit der Ermordung des jungen Dmitri, des letzten Rjurikerben, wurde etwas Wichtiges in der Entwicklung des russischen Volkes unterbrochen,  das erst in der sechsten nachatlantischen Epoche wirken sollte. Wie ist Prokofieffs Gedankengang? Er sagt, dass das russische Volk damals auf der Ebene der Empfindungsseele war. Wie wir wissen, entwickeln sich die Völker in unterschiedlichem Tempo. Das russische Volk war für die sechste Kulturepoche vorbestimmt, für die Zeit in der das Geistselbst der Entwicklungsfaktor darstellen sollte. Die Engländer, die westeuropäischen Völker, später das amerikanische Volk, das sich nicht zufällig nach der sog. Entdeckung Amerikas formierte, waren zur Herausbildung der Bewusstseinsseele in der fünften Kulturepoche vorbestimmt. In jener Zeit waren nicht nur das russische, sondern auch viele andere Völker als eine Mehrheit von Analphabeten auf der Ebene der Empfindungsseele. Das betrifft auch einen Großteil der europäischen Völker in Mittel- und Westeuropa, wo mit Ausnahme der sich herausbildenden Kulturträger und des Adels der Rest des Volkes aus wilden Analphabeten bestand. Wir wissen, dass sich die Verstandesseele herausbildet,  wenn das Denken richtig entwickelt wird, damit man zum Ich-Bewusstsein gelangt. Das Denken beginnt bei unserem Unterbewusstsein in der Empfindungsseele in der fünften Kulturepoche. Nicht zufällig aktivierte der Buddha Orpheus unter den thrakischen Bulgaren durch die Musik jene im Menschen veranlagten mentalen Kräfte, die allmählich den Weg zur Verstandesseele finden sollten. Damit sollte das Denken entwickelt werden, um mit diesem in der fünften Kulturepoche das Bewusstsein zu bilden, wenn wir uns das Denken selbst bewusst machen würden. Unsere Entwicklung ging parallel mit der Entwicklung der Wesenheit Anthroposophia, über die wir letztes Mal eingehend gesprochen haben. Diese ging über die Entwicklung des Denkens, über leibliche Elemente, seelische Elemente und zum Beginn des ersten geistigen Elementes, dem Geistselbst. Deshalb behaupte ich, dass die ungebildeten Menschen in Europa praktisch auf der Ebene der Empfindungsseele waren. Die Ich-Entwicklung ging im Laufe von Jahrtausenden, aber ohne äußere Kultur und hatte in ihnen die seelischen Kräfte herausgebildet, die es ihnen erlaubten, sich kulturell in der fünften nachatlantischen Epoche zu entfalten.

Dagegen war das russische Volk in Bezug auf seine weit in die Zukunft reichende Aufgabe mehrheitlich  auf der Ebene der Empfindungsseele. Prokofieff war der Meinung, dass jemand mit einer entwickelten Verstandesseele erscheinen musste um diesem Volk eine vergeistigte Verstandesseele vorzuleben, nach der die Bewusstseinsseele aufblühen und sich richtig entwickeln konnte. Das Geistselbst kann sonst nicht herabsteigen, wenn es keine entwickelte vergeistigte Bewusstseinsseele vorfinden kann.

Wir wissen, dass nach den unruhigen Zeiten unter Iwan Grosny, während der Einmischung Boris Godunovs von den Tataren, und am Anfang der Romanov-Dynastie, das russische Volk in einer desolaten Lage war. Dimitri musste den Impuls zur Entwicklung der Verstandesseele ausstrahlen. Wir haben gesehen, wie sich nach seinem Tod drei verschiedene Arten als Richtungen in der Verstandesseele formierten, die Prokofieff sehr gut aufgefasst hat, indem er auf okkulte Weise die Metageschichte des russischen Volkes betrachtete.

Es gibt bisher keine Antwort auf die Frage, wer Dmitri war, woher er kam und ob er wirklich die Aufgabe hatte, eine vergeistigte Verstandesseele vorzuleben. Berechtigterweise sucht Prokofieff im inneren Kreis der Gralshüter nach ihm, indem er die Gralsströmung im Auge fasst, die in Mittel- und Westeuropa wirkte. Wir haben im Osten Europas nicht mit einer Gralsströmung  in dem Sinne der Mittel- und Westeuropäischen zu tun. Vielmehr haben wir hier eine Sophien-Entwicklung des Christentums, bei der zweifelsohne die Bulgaren anführend waren,  u.a. als die Apostel Paulus und Andreas unter die ersten christianisierten Bulgaren kamen. Das Sophien-Christentum ist das rein bulgarische Christentum. Auf der anderen Seite Europas war das Christentum, das wir als das Christentum des Heiligen Grals kennen. Das äußere Gral-Christentum widerspiegelte sich in den Liedern der Minnesänger,  während das geheime Gral-Christentum von Amfortas und Parzival vor der äußeren Welt versteckt war. Es gab bekanntlich zwölf Gralshüter, dazu einen äußeren Kreis von 36 und dann einen dritten größeren Kreis, in den jeder eintreten durfte. Prokofieff suchte Dmitri unter den Zwölf aus dem inneren Kreis, die von außen und nicht aus eigener Kraft eingeweiht wurden. Was heißt das? Der erste Mensch in der Weltgeschichte, der eigenständig die Bewusstseinsseele erreichte, war der inkarnierte Mani, der im neunten Jahrhundert als Parzival wieder inkarnierte. Die vorherigen Gralshüter, einschließlich Amfortas, der als Sergej Prokofieff  im 20. Jahrhundert inkarnierte,  wurden eigentlich vom vorherigen Gralshüter eingeweiht. Auf diese Weise wurden sie sozusagen auf der Ebene der Verstandesseele eingeweiht. Keiner von ihnen besaß eine Bewusstseinsseele.  Da der in Dmitri Inkarnierte eine vergeistigte Verstandesseele besitzen sollte, suchte Prokofieff nach ihm unter diesen Gralshütern. Sie hießen auch Parzivals und waren vom Schwanentyp, wie es im Okkultismus heißt, wir wollen hier nicht weiter ins Detail gehen.

Ob das alles stimmt? Sollte im russischen Volk jemand mit so einer Seele inkarnieren oder jemand, der eine entwickelte Bewusstseinsseele besaß? Und müssen wir nur dort nach der vorherigen Inkarnation Dmitris suchen?

Die Bogomilenströmung hat Prokofieff komplett aus dem Auge verloren. Wir wissen sehr gut, dass Parzival bis zum Anfang des zehnten Jahrhunderts lebte. Bekanntlich kamen dann die Jungfrau Sophia und der inkarnierte  Lazarus-Johannes als die beiden Syrer, um das Bogomilentums zu begründen und es ist kein Zufall, wie die Legende vom Gral besagt, dass nach dem Tod Parzivals, des letzten Hüters, der Gral in den Osten ging. Der Osten bedeutet im Okkultismus immer die Spiritualität und der Westen bedeutet den Untergang der Spiritualität.  Wir sehen, dass die eigentlichen Gralsmysterien in die östliche Richtung zogen, zu den Bogomilen. Bekannterweise  gibt es bei den Bogomilen auch drei Kreise – einen inneren, einen mittleren und  einen äußeren Kreis. Zum inneren Kreis gehörten die sog. Vollkommenen. Sie besaßen eine Verstandesseele, eine vergeistigte Bewusstseinsseele mit der Bemerkung, dass sowohl Parzival als auch die größten Bogomilenpriester ihre Bewusstseinsseele  unter den Bedingungen einer nicht besessenen persönlichen kosmischen Intelligenz entwickelten.

Wir wissen, dass nach den Ereignissen auf dem Golgatha-Hügel Michael die kosmische Intelligenz als Goldregen hat herunterregnen lassen. Gegen das achte, neunte Jahrhundert begann sie von den größten Menschen zuerst empfangen zu werden, damit sie angeeignet und für Gott von unten nach oben benutzt werden konnte. Anders geschah es im 15. Jahrhundert für alle, als die ersten drei Hierarchien über die zweiten diese kosmische Intelligenz in den Verstand jedes Menschen einführten und alle Menschen von Herzensmenschen zu Verstandesmenschen wurden. Nachdem diese Intelligenz ahrimanisiert wurde, hat sie die ganze heutige Kultur hervorgebracht. Nur hier und da sieht man eine vergeistigte Bewusstseinsseele aufleuchten.

Wir müssen also eine Inkarnation Dmitris nicht zwingend in den westlichen Gralsmysterien suchen, denn das Bogomilentum entstand im zehnten Jahrhundert. Bis 1591 gab es während der dazwischenliegenden Jahrhunderte eine große Anzahl von eingeweihten vollkommenen Bogomilen in Bulgarien und Katharer und Albigenser in Westeuropa, die als eine mögliche Inkarnation von Dmitri infrage kommen. Das sollten wir  bedenken. Bisher weiß ich nicht, wer Dmitri in seiner früheren Inkarnation war,  um diese Frage in okkulter Hinsicht zu beleuchten. Aber ich hoffe, dass es irgendwann möglich sein wird, diese Aufgabe zu lösen.

Was geschah im russischen Volk, als Dmitri auf grausame Weise ermordet wurde? Wir wissen, dass Peter der sog. Große, auftauchte, der wahnsinnige Träger einer ahrimanisierten Seele. Nach ihm folgten die Großfürstin Elisabeth,  dann Katharina II., die jetzt in Bulgarien inkarniert ist, es begannen sich der Panslawismus und der Imperialismus zu entwickeln. Nach ihnen kamen die beiden Nikolai, die Alexander, die ganze Entwicklung ging unter den Bedingungen des Sklaventums und der Leibeigenschaft. Von Ivan dem Grosny ab entwickelte sich das russische Volk unter den Bedingungen des Sklaventums. Und das nach 1413, im Zeitalter der Bewusstseinsseele! Erst der Zar Alexander II. schaffte die Leibeigenschaft 1855 ab, weshalb er der Beinamen Befreier trägt und nicht wie fälschlicherweise angenommen wird, weil er Bulgarien von der osmanischen Herrschaft befreit hat. Die Abschaffung der Leibeigenschaft war ein großer Akt und bis zur Ankunft der Bolschewiken mit ihrem Satanismus lebten die Russen etwa 60 Jahre lang frei von Sklaventum und Leibeigenschaft, obwohl diese in verschiedenen Formen weiterbestanden. Danach kam der Satanismus mit den bolschewistischen Führern und heute haben wir den Führer Wladimir Wladimirowitsch Putin. In dieser Zeit waren der Imperialismus und Panslawismus vorherrschend in der russischen Geschichte und das russische Volk wurde völlig von seinen Aufgaben abgelenkt.

Vorgestern hat unsere Volksversammlung (das bulgarische Parlament, Anm. des Übersetzers), eine Kommission gebildet, um festzustellen, wie die Türkei und Russland sich in unsere inneren Angelegenheiten einmischen. Das war ein richtiger Akt, obwohl man auch entgegengesetzte Meinungen hörte. Unser Außenministerium hat unverzüglich dem russischen Außenministerium geantwortet, das behauptete, dass viele Generationen von Bulgaren Russland für die Befreiung von den Türken verpflichtet sein sollten.  Das haben sie uns jetzt vor dem Nationalfeiertag der Befreiung, dem dritten März, zum wiederholten Male vorgeworfen. Unser Außenministerium antwortete Zähne zeigend. Der Ministerpräsident Bojko Borissov, den ich ohne jegliche Ironie den Vater der Nation nenne (später werden wir das erwähnen, denn dieses umfangreiche Thema wurde durch eine neue Offenbarung der geistigen Welt gewürdigt, die   hier partiell enthüllt wird), sagte, wir dürfen nicht mit der Türkei und Russland konfrontieren. Die Idee dahinter war, dass wir Geld bringende Touristen von russischer Seite und Geld holende Migranten von türkischer Seite erwarten.

Der russische Imperialismus hat also nicht aufgehört zu bestehen. Russland bewegt sich sogar in Richtung Nationalsozialismus, diese Tendenz, die nun deutlich wird, hatte Prokofieff schon vor 20 Jahren vorausgesagt. Wer richtig beurteilen kann, worum es geht, kann das bemerken. Aber ich möchte diese Erinnerung und diese Klammer nicht zufällig einschieben, denn diese Videos erreichen schon sehr viele Menschen und das hier Besprochene ist und bleibt in der nächsten Zukunft hochaktuell. Ja, das russische Volk hat die Bulgaren befreit. Der Elohim (eigentlich handelt es sich bei der Form Elohim um den Plural von sg. Eloah, jedoch wird hier und weiter im Text die in Europa viel bekanntere Form Elohim auch im Singular benutzt) der Führer des gesamten Slawentums ist,  sagte am  8.10. 1898 zum Meister Beinsa Douno: Ich war derjenige, der euch beschützt und angeführt hat während des langen Leidensweges der 500jährigen Osmanenherrschaft. Nachdem die Führung der geistigen Welt eure Befreiung beschlossen hatte, war ich der erste, der für euch eintrat.

Das russische Volk war also das Werkzeug in den Händen eines der sechs Sonnen-Elohim, das erschien, um Bulgarien mit der entscheidenden Hilfe der eigenen Landwehr zu befreien. Nur 20 Jahre später sagte der Elohim wieder zu Beinsa Douno: Euch Bulgaren schuldet das russische Volk seine heutige Macht und seinen heutigen Ruhm.

Es entsteht sofort die Frage und zwar ist das reiner Okkultismus, keine Historizität: Wieso ausgerechnet Bulgarien, das in einem großen Teil der fünften Kulturepoche keine eigene Staatlichkeit hatte, also juristisch nicht existierte,  sollte das russische Volk den Ruhm eines Weltreichs mit neuen eroberten  Territorien schulden? All das liegt an den Verdiensten der Bulgaren, nicht der Russen, das sagte der gemeinsame Geist des ganzen Slawentums.  Was wollte er damit sagen, was weder die Bulgaren noch die Russen oder die restliche Welt verstehen können?

Der bulgarische Fürst Boris I., der Täufer war derjenige, dem derselbe Elohim im neunten Jahrhundert erschien und ihm den Willen des Himmels mitteilte, das Slawentum im Schoße des bulgarischen Volkes zu formieren. Boris ist der Vater des Slawenstammes. So wie Abraham der Vater des jüdischen Volkes ist, so ist Boris I der Täufer der Vater des gesamten Slawentums. Bis zu seiner Zeit gab es kein Slawentum.  Dieses entstand auf der Grundlage der Sprache.

Nachdem ein Volk sich zu formieren beginnt, übernimmt der jeweilige Erzengel dieses Volk. Solange eine bestimmte Menschengruppe auf der Stammesstufe ist, hat sie keinen Erzengel, sondern einen anderen Geist als Führer, wohl einen  vorchristlichen Egregor, eine Wesenheit aus einer anderen Kategorie. Erst wenn ein Stamm beginnt, sich als Volk seiner selbst bewusst zu werden, übernimmt ein Erzengel die Führung über ihn, der zuerst seelisch und erst später geistig an ihm arbeitet. Deshalb spricht Steiner nicht nur von Volksgeistern, sondern auch von Volksseelen. Er spricht von den Erzengeln der Völker in seelischem und geistigem Sinne. Warum, gibt es hier einen Widerspruch? Nein, wenn ein Erzengel an den ihm anvertrauten Menschen arbeitet, kann er nicht als ein Volksgeist wirken, wenn diese auf der Ebene der Verstandesseele sind. Er kann dann nur als Volksseele wirken.

Das russische Volk wurde gänzlich von den Bulgaren formiert, im Schoße der hinter und vor dem Ural lebenden Stämme,  Mordwinen usw., die ein bisschen chaotisch dem Oberbegriff Finno-ugrische Völker untergeordnet werden. Die Bulgaren gaben die Sprache, das Sophien-Christentum und die Kultur. Bis zum 18. Jahrhundert wurden in Russland die alten bulgarischen Bücher abgeschrieben. Die russische Sprache entstand aus der altbulgarischen Sprache und entwickelte sich verständlicherweise mit der Zeit weiter, die alten bulgarischen Kasus aber wurden beibehalten, in Bulgarien wurden sie nur in einzelnen Berggebieten aufbewahrt. Die Bulgaren haben über die Rjuriks Dynastie Russland die Staatlichkeit gegeben sowie die ersten Heiligen. Im Allgemeinen haben die Bulgaren das russische Volk gebildet und dieses ihrem glänzenden Erzengel übergeben, der nun Schwierigkeiten hat, zu diesem Volk eine Beziehung herzustellen. Selbst die seelische Verbindung wurde durch den Panslawismus getrennt. Deshalb sagte der Elohim jene Worte zu Beinsa Douno, was ich jetzt auch sage, indem ich mich an die Tatsachen halte: Wenn die Russen das Verdienst der Befreiung Bulgariens vom türkischen Joch und das Neuerringen ihrer Staatlichkeit beanspruchen, beansprucht Bulgarien das Verdienst, dass die Russen als Volk überhaupt existieren.

Wie kollidiert diese Tatsache mit dem starken Panslawismus und wie gehen wir mit ihm um? Der Elohim sagte: erst wenn das russische Volk den Bulgaren Anerkennung zollt, so wie Abraham sich vor Melchisedek verbeugte und sich Rechnung gab, was war, was ist und was wird, erst dann wird es Entwicklungsfortschritte machen. Andernfalls kommt keine Beziehung zum Erzengel zustande. Wladimir Wladimirowitsch Putin ist augenblicklich nützlich, aber er wird allmählich schädlich. Mit Verlaub gesagt, führt er die Russen auf den Weg zum Nichts. Das russische Volk hat einen ganz anderen Weg zu gehen. Soviel zu dieser Frage.

Wir kommen zur Person von Kaspar Haus, der 1828, am Pfingsttag,  in Nürnberg als Findelkind auftauchte, wo später das Herz des Nationalsozialismus schlagen und Hitler seine tiefsten nationasozialistischen Reden halten würde. Auf den ersten Blick war Kaspar Hauser ein Autist, der kaum sprechen und laufen konnte und kein entwickeltes Denken besaß. Denken und Sprechen entwickeln sich bekannterweise parallel und das Kind lernt zuerst laufen, dann sprechen und Gedanken formulieren und wird somit zu einer Persönlichkeit. Keiner wusste, woher dieses Findelkind kam und es trug nur einen Zettel mit dem Namen Kaspar Hauser. Das Kind hatte außerordentliche Fähigkeiten. Es wurde 1812 als Erbe des Badener Thrones geboren. Das war die Zeit des Romantismus, in der Goethe, Schiller, Novalis, Heine, Schelling, Fichte in Vorbereitung des Übergangs der deutschen Seele zur vergeisterten Bewusstseinsseele wirkten. Das ist sehr wichtig! Dmitri wurde zu den Russen geschickt, die die Zukunft repräsentieren, und dort gab es eine Niederlage. Kaspar Hauser wurde zu den Deutschen geschickt, die uns nun die Ich-Entwicklung geben müssen und uns eine vergeistigte Bewusstseinsseele vorführen sollen.

Dieses Kind wurde am Michaelistag, den 29.09.1812 geboren, dann wurde es entführt und versteckt, aber als gestorben gemeldet. Das Enthüllen seiner Individualität ist ein Auftrag Steiners von besonderer Wichtigkeit, wir werden gleich darauf zu sprechen kommen.Das Kind wurde in vollkommener Dunkelheit gehalten und bekam 16 Jahre lang nur Brot und Wasser, die ihm vorgelegt wurden, während er schlief, so dass er keinen Menschen zu Gesicht bekommen hatte.  Er war gezwungen, entweder zu sitzen oder zu liegen, damit er nicht den aufrechten Gang lernte. Bekanntlich muss sich das Baby zuerst aufrichten, damit seine weitere Entwicklung beginnen kann. Kaspar Hauser konnte kaum sprechen, geschweige denn denken. Aber durch diese Isolation konnte das Ich von seinem Körper nicht Besitz ergreifen. Wie wir wissen, beginnen das Ich und die Seele ca. am 20. Tag nach der Empfängnis, auf das Embryo zu wirken.  Dadurch wird jedes Abtreiben des Embryos nach dem 20. Tag eigentlich ein Mord, denn es gibt schon den Eingriff des Ichs und der Seele in das Embryo als den zukünftigen Leib. Die Frauen merken die Schwangerschaft erst anderthalb Monate später, was viel zu spät ist. Das Ich und die Seele wirken und bilden den Leib, der aus dem ganzen Kosmos gewonnen wird. Der ganze Tierkreis wirkt da drin unter der Kontrolle des Ichs und der Seele. Der Leib wird formiert und geboren, das Kind muss sich aufrichten, sprechen lernen usw. Nimmt man dem kindlichen Leib die Möglichkeit, sich aufzurichten und durch den Kontakt zur seiner Umwelt die Sprache zu entwickeln, stellt man das Ich in einen Zwischenzustand, indem es weder inkarniert noch nicht inkarniert ist.  Die heutigen Autisten verkörpern diese Situation. Nur dass dieser Zustand bei Kaspar Hauser durch ein schreckliches Verbrechen der okkulten Logen hervorgerufen wurde. Steiner hat das nur teilweise enthüllt. Wir wissen von ihm, dass seit 1802 die Spitzenleitungen der Jesuiten und der angloamerikanischen Logen zusammenarbeiten, obwohl sie sich äußerlich gegenüberstehen und jede dritte oder vierte päpstliche Enzyklika gegen die Freimaurer gerichtet ist. Das ist jedoch nur vorgetäuscht und gerade diese vereinten Mächte haben Kaspar Hauser entführt. Einer stach ihm später zwischen die Rippen und nach drei Tagen Todeskampf starb Kaspar Hauser 1833 mit 21 Jahren. Genau zum Zeitpunkt, wenn wir nach den Regeln der Elohim das Ich entwickeln müssen, obwohl das heutzutage seit dem 5. Jahr geschieht. Kaspar Hauser starb, indem er allen vergab und alle segnete. Stellen Sie sich vor, um was für einen Geist es sich hier handelt!

Als ihm Fleisch angeboten wurde und er das Denken entwickelte, verlor er seine Fähigkeiten, die er deshalb besaß, weil er in seiner Entwicklung zurückgeblieben war.  Durch die Augen eines zweijährigen Kindes sieht uns sein Ich, jenes Ich, dass die ewige Individualität des Menschen ist, die von dem Gruppenhaften, das von der Elohim wie eine Ich-Substanz kam, individualisiert wurde. Später wird der Blick eines Kindes schlau, wenn das Ego sich formiert hat, aber im Alter von drei bis vier Jahren sieht uns durch das Kind sein individuelles Ich. Aus diesem Grund sehen die Kinder Geister, worüber die Erwachsenen manchmal lachen. Kaspar Hauser konnte sofort den Menschen, sein Ich und seine Seele sehen und ihn spüren. Er konnte von weitem hören, in seinem Beisein wurden wilde Tiere zahm. E hatte okkulte Fähigkeiten und die Logen wollten u.a. auch seine okkulten Fähigkeiten benutzen, sonst hätten sie ihn schon nach seiner Geburt ermordet.

In dem Moment, als Kaspar begann, das Ich-Selbstbewusstsein zu entwickeln  und zu denken, was parallel zueinander geschieht, wurde er eliminiert. Das haben die vereinigten Jesuiten und Logen getan, obwohl auf dem äußeren Plan das die Tat des um den Thron konkurrierenden Geschlechtes war. Normalerweise wird jemand getötet, wenn man ihn beseitigen möchte. Ihn 16 Jahre lang bei Brot und Wasser am Leben zu erhalten ist ein Umstand, der sonst nicht erklärbar ist. Es ist klar, dass wir hier mit einer okkulten Einmischung zu tun haben, damit Kaspar Hauser in diesem Zwischenzustand bleiben und sein Ich vom Leib nicht Besitz ergreifen konnte. Als er Fleisch probierte und abstrakt zu denken begann, das tun wir ja auch, verlor er all seine geistigen Fähigkeiten.  Deshalb besitzen die Menschen diese Fähigkeiten nicht und deshalb muss das Denken vergeistigt werden. Kaspar Hauser sollte das Beispiel einer vergeistigten Bewusstseinsseele sein und das Öffnen dem Geist nach und nach vorführen. Im Deutschtum, wohlgemerkt, denn das Deutschtum muss heutzutage das Ich der Welt geben, was nicht passiert.

Was folgt daraus, dass das Deutschtum das nicht tun will?  Die Menschheit ging den Abgrund hinunter. Mit der Ermordung Kaspar Hausers begann 1833 der Karfreitag für die Menschheit. Er dauerte 100 Jahre – bis 1933. In dieser Zeitspanne kollidierte die Menschheit frontal mit dem Materialismus, sie entwickelte eine materialistische Weltanschauung, die in vorigen Jahrhunderten nicht möglich gewesen war. Christus hatte die dunkle Sphäre materialistischer Gedanken annihiliert und der Menschheit den Zugang zu einem geistigen Licht Michaels den Zugang ermöglicht. Die Menschheit ging jedoch direkt in die unternatürlichen, untermenschlichen und untersozialen Welten.

Was heißt das? Unternatürliche Welten bedeuten das buchstäbliche Zermalmen der astralen Welt, des niederen und höheren Devachans durch den Menschen. Es tauchten die Elektrizität, der Magnetismus und die Kernkraft auf. All das hatte eine vorbereitende Stufe, die erste industrielle Revolution. Als Ende des 18. Jahrhunderts die Dampfmaschine durch James Watt entwickelt und die Kraft des Wassers als Dampf erobert und in Vakuumpumpen in verschiedenen seit dieser Zeit entwickelten Maschinen angewendet wurde, war das die erste industrielle Revolution. Sie dauerte an, bis die Elektrizität kam. Diese wurde bekannterweise durch Thomas Alva Edison mit der Glühbirne nutzbar gemacht. Wie ich schon erwähnt habe,  ist Th. A. Edison heute wieder inkarniert und besitzt einen dermaßen verhärteten Ätherleib, dass er keinen elektrischen Schlag bekommen kann. Da es sich aber um einen lebenden Menschen handelt, werden wir das nicht weiter erörtern.

Können Sie sich vorstellen, zu welcher Verhärtung des Ätherleibes das Hineinsinken in die erste unterphysische Welt, die Sphäre der Elektrizität, führt! Natürlich hat Th.A. Edison auch den Magnetismus gestreift, etwa während des Stromkrieges mit Thesla, Sie wissen, die Konstruktion von  Maschinen mit Gleichstrom oder Wechselstrom. Der Ätherleib wird dadurch vernichtet, dass man mit diesen in Berührung kommt.

Die zweite industrielle Revolution bestand im Anwenden der Elektrizität und des Magnetismus und sie dauerte bis zum Auftreten der Kernkraft. In dieser Zeit sind die Wissenschaft und die Technologien eine unrechtmäßige Ehe eingegangen. Mit der nachfolgenden Anwendung der Kernkraft und dem Hineintauchen in die dritte unternatürliche Welt sind die Wissenschaft und die Technologien dermaßen zusammengewachsen, dass die Technologien nunmehr ausschließlich für militärische Zwecke arbeiteten. Es kam zu einer totalen Dämonisierung der Wissenschaft. Die Informationstechnologien tauchten auf und ab dem Zweiten Weltkrieg kam es zur dritten industriellen Revolution. Um den 20. Januar 2016, als sich jene Mächte in Davos versammelten, Sie wissen wer dort zusammenkommt, war von der vierten industriellen Revolution die Rede. Bei ihr sollen die Grenzen zwischen der physischen, digitalen und biologischen Sphäre verwischt werden. Verstehen Sie, was vorbereitet wird, d.h. es wurde schon vorbereitet und nun verlautbart? Das bedeutet, dass die physische Welt, die Informationstechnologien und der Mensch zu einer Einheit werden und keine Grenzen zwischen ihnen existieren sollen. Wie man erfährt, hat sich ein bulgarischer Wissenschaftler auch einen Chip in die Hand implantieren lassen! Es fängt schon an! Das ist die vierte industrielle Revolution und es wird sogar eine fünfte angedeutet.

Warum sage ich all das? Weil es nicht nur hochaktuell ist, sondern weil etwas Furchtbares dahintersteckt! Die Nutzbarmachung des Dampfes als Zugkraft und Vakuum war noch der harmlose Part. Aber er förderte eigentlich unterphysische Kräfte zutage, die auf dem äußeren Plan durch Maschinen, Technologien und mechanische Operationen verdinglicht werden.  Jede Maschine auf der Welt stellt die Verdinglichung unterphysischer Kräfte dar, mit denen der Mensch noch nie in der Weltgeschichte zu tun hatte. Das stürzt auf das Ich nieder und mit einer völlig ahrimanisierten Bewusstseinsseele hat der Mensch keinerlei Schutzmechanismen dagegen. Das nennt man dann technischen Fortschritt und feiert es als den Triumph des menschlichen Gedankens!

Wohin führt all dieses Hineintauchen in die Unternatur? Beachten Sie, in der Vorstufe, als mechanische Webstühle die Arbeitskraft ersetzten, vernichteten die Ludditen, die Maschinenstürmer, Webstühle in England. Sie zerstörten Webstühle, das war Ende des 18. Jahrhunderts. Ihr Anführer Ned Ludd war eine Art Robin Hood, der im Unterschied zu Letzterem  keine real existierende Persönlichkeit war.

Warum haben diese Menschen die Maschinen und nicht die Köpfe ihrer Ausbeuter kaputtgemacht? Wie der englische Dichter William Blake sagt, wurde Jerusalem hier erbaut, inmitten dieser dunklen satanischen Mühlen. Die Menschen damals hatten im Unterschied zu den Heutigen noch richtig funktionierende, nicht durch 3D- und andere Technologien verdrehte Sinne und  spürten, dass durch diese Maschinen etwas Furchtbares kam. Sie spürten, dass diese keinen technischen Fortschritt, sondern reinen Satanismus bedeuteten. Es ist so, weil die Maschinen jene satanischen Kräfte nach oben herausziehen und sie als ratternde Ausgeburten verdinglichen. Das zieht den Menschen in die unterphysischen Welten hinunter und es führt zu etwas noch anderem: Jeder von uns benutzt die Technik, aber wenn man vor ihr sitzt und weiß, wer einem gegenüber steht, kann man moralisch mit dieser Technik umgehen. Nur partiell können die unterphysischen Kräfte herausgezogen werden, die durch die Informationstechnologien außerordentlich tief liegen. Man sollte versuchen, die Technik, über die wir verfügen, rechtmäßig zu benutzen, wie ich z.B. diese Vorlesungen vorbereite. Auf diese Weise können wir dorthin, woher diese Kräfte kommen, unsere Kräfte hineinführen. Sonst würde die Menschheit zugrunde gehen. Deshalb trugen alle meine bisherigen Autos Namen. So muss es sein, dann ist die Einstellung zum Auto eine ganz andere. Wenn man das Auto lenkt, kommt so oder so eine gewisse Aggressivität hoch, denn das Lenken stellt ein Herauszug unterphysischer Kräfte dar. Wie viel Zeit braucht ein Auto, um produziert zu werden? Es wurde jetzt ein Lamborghini gebaut, der über drei Millionen Pfund kostet. Hat jemand von Ihnen mitverfolgt, welche Technologien der KGB zeigte, die sich Putin anguckte? Das ist ein absolut satanistisches Werk! Im Menschen, der solche Technik benutzt, wohnen schreckliche Kräfte inne und er lenkt die Technik, ohne das Bewusstsein für diese Kräfte zu haben.

Was bezweckt Ahriman damit? Es gab die Idee, dass auch Sechzehnjährige den Führerschein bekommen dürfen. Man sollte nicht Auto fahren, bevor man 28, eigentlich 26,5 Jahre alt geworden sein.  Was händigt man sonst den Jugendlichen aus? Eine Selbstmordwaffe! Das sind die unterphysischen Kräfte. Geht man unmoralisch, ichlos an sie heran, was meistens der Fall ist, führt das zum Verschieben der unterbewussten Ebenen beim Menschen. D.h. man kommt in die Sphäre der Doppelgänger. Die Benutzung der Technik an sich und das Herausziehen der unterphysischen Kräfte führt automatisch zum Herumwühlen im Morast im Menschen. Je größer das Flugzeug ist, das man lenkt, desto größer das Durcheinander, das in einem hochkommt. Und man hat keine Vorstellung, was passiert. Im Morast werden  Kreaturen aktiv. Was für Wesenheiten sind die Kreaturen im Morast? Sie befinden sich in unseren drei Leibern und im Ich. Auf der Stufe des physischen Leibes sind das die Doppelgänger, die mit dem elektromagnetischen Feldes des Menschen verbunden sind. Dieses ist das Produkt des Ahrimanismus und ist nicht von Gott veranlagt. Wir haben über die diesbezügliche Mission Amerikas gesprochen, die  in Verbindung mit dem elektromagnetischen Feldes der Erde steht. Das sind die ätherischen Doppelgänger, die bekanntlich in Amerika am stärksten wirken im Zusammenhang mit der Lage und Ausrichtung der dortigen Berge. Diese Doppelgänger sind mit dem physischen Leib verbunden, aber sie sind ätherischer Natur und haben, wie all die Doppelgänger, die ätherisch wirken, große Ansprüche. Sie befinden sich überall auf der Erde und ziehen in die Leiber von Menschen ein, die ihnen gefallen. Was ihnen gefällt, sind die Gewohnheiten des Menschen, die er aus dem vorherigen Leben geerbt hat, und die Gewohnheiten aus diesem Leben. Beide formieren Doppelgänger im menschlichen Ätherleib, was zur Herausbildung einer materialistischen Weltanschauung führt und den Ätherleib heraussaugt. Deshalb hat der Mensch keine Kräfte. Die materialistische Weltanschauung führt zu Gebrechlichkeit. Der Mensch kränkelt, denn er hat den Geist nicht eingeschaltet, damit er in seinen Körper hineingehen kann. Der Ätherleib ist nämlich der Lebensleib, der Leib des Geistes.

Welche sind die Doppelgänger im Astralleib? Ängste, Leidenschaften und Verlangen aus früheren Leben formieren den heutigen astralischen Doppelgänger des Menschen. Dieser Doppelgänger verhindert uns, wenn wir positive seelische Eigenschaften in diesem Leben entwickeln möchten. Warum? Denn man zieht die nicht überwundenen Leidenschaften, Verlangen und Ängste mit sich und mit der materialistischen Weltanschauung vom Doppelgänger in den  Ätherleib. Durch die elektromagnetischen Doppelgänger im physischen Leib verstärkt, führt das zu einer völligen Anarchie im Astralleib.

Am furchtbarsten ist der Doppelgänger im Ich, der alles Negative aus unseren früheren Leben zu einem sog. karmischen Doppelgänger formiert. All das, was vom Ich-Doppelgänger und den anderen Doppelgängern in unseren Leibern entstanden ist, formiert den inneren Drachen im Menschen, den wir den kleinen Hüter der Schwelle nennen können. Eigentlich müsste er ein leuchtendes Engelswesen sein, aber er ist eine Widerspiegelung unserer niedrigen Natur, die  wir überwinden müssen.

Die Entwicklung der Technik selbst führt zur Aktivierung aller unterbewussten Ebenen im Menschen, einschließlich des Ichs. Wenn man eine materialistische Weltanschauung hat, arbeitet das Ich unbewusst, falls der Mensch keine Vorstellung von geistiger Anschauung hat. Dann wird man zum Versuchsfeld der Doppelgänger.

Im Zusammenhang mit diesem Durcheinanderbringen im Menschen steht der Boom der Psychologie am Ende des 19. Jahrhunderts. Es tauchte Freud auf, da mit der Entwicklung der Psychologie des Unterbewussten sich auch die Technologien, die Techniken zur Manipulation und Beeinflussung des Menschen entwickelten. Beides ging parallel. Verstehen Sie das Furchtbare, es entstand der manipulierte Mensch!

Bis Anfang des 19. Jahrhunderts hatten wir mit manipulierten Menschen noch nicht zu tun, aber mit der fortschreitenden Entwicklung der Technik und dem Eindringen in die untermenschlichen Welten (denn durch die Technik zieht man in die Unternatur und durch die Doppelgänger in die untermenschlichen Welten)  kam der manipulierte Mensch auf. Heute hat der Mensch keinen Überblick, überall im Internet gibt es widersprüchliche Informationen über alles. In der Politik ist es genauso. Die Medien sind ein Riesenungeheuer, das manipulierend und vollkommen in Ahrimans Dienst stehend wirkt. Nichts Vernünftiges kann sich dort durchsetzen. Wenn etwas Geistiges dort durchbricht, ist es so zart, wacklig und irreführend, unumgänglicherweise luziferisiert, so dass es im Medienozean untergeht und nur das Luziferische zum Ahrimanischen hinzufügt. Wie Sie wissen, umarmen sich am Ende jedes Jahrhunderts und Jahrtausends Luzifer und Ahriman, d.h. sie arbeiten dann zusammen. So kam also der manipulierte Mensch auf.

Nachdem Maschinen gebaut wurden, stiegen wir in die Unternatur hinein, nachdem die psychologische Bearbeitung kam, stiegen wir in die untermenschlichen Welten hinein. Die nächste Ebene, zu der wir weiter abwärts hinuntersanken, erreichten wir mit unserem unmoralischen Ich,  das durch im menschlichen Unterbewusstsein entstehenden Weltanschauungen formiert wurde. Deshalb erschien Charles Darwin, das Hineindringen in die Unterebenen führte zu diesen materialistischen Anschauungen, die vor dem 18. Jahrhundert noch völlig unmöglich waren.

Schließlich versanken wir in den untersozialen Welten, alles ist miteinander verkettet. Welche sind die untersozialen Welten? In der Welt kamen der Bolschewismus, der Nationalsozialismus und der Amerikanismus auf, Letzteren  kennen wir als den Globalismus. All das sind die untersozialen Höllenwelten. Wann passierte das? 1917 war die Oktoberrevolution, dann kam 1933. Von 1833 mit der Ermordung Kaspar Hausers bis 1933, über welches Jahr Steiner sagte, dass nach Christus Erscheinen im Ätherischen schon manche Menschen ihn werden sehen können, war unser 100jähriger Karfreitag. Wir wurden damals am Kreuz des Materialismus gekreuzigt, Christus auch, damit gingen wir beschleunigt in die untersozialen Welten. Es kam der Karsamstag für die Menschheit, der von 1933 bis 2033 andauern wird. Wir stehen nun mittendrin.

Wodurch kennzeichnet sich dieser Karsamstag?  Wohin ging Christus, als er am Karsamstag hinunterstieg? In die Erdschichten, bis zur neunten Schicht, zum Mittelpunkt der Erde, wo der Planetengeist der Erde wohnt. Als Christus den Planetenkern erreichte, vereinigte er sich mit dem Planetengeist und wurde zum Geist der Erde. Danach begann die Auferstehung, der Aufstieg durch alle diese neun Sphären, die, wie Sie wissen, in Dantes „Göttlicher Komödie“ die neun Höllenkreise sind vor der Auferstehung am Sonntag.

Was wird mit uns in diesen hundert Jahren geschehen, von denen uns noch bis zum Jahr 2033 17 bleiben? Was haben wir seit 1933 gemacht? Wir stiegen in all diese Unterwelten hinunter. Man kann zwar denken, „Mir geht es gut“, aber die Menschheit hat den Zweiten Weltkrieg und andere Kriege erlebt, sie wird intensiv manipuliert, es sterben tagtäglich Millionen Menschen. Sehen Sie, was uns vorbereitet wird! Wir gehen buchstäblich den Weg hinunter!  Was bedeutet dieser Abstieg?

Um diesen Weg zu gehen, brauchten wir Hilfe. 1936 geschah das große Mysterium von Beinsa Douno, als die neuen Kräfte erschienen, die zur Bewältigung des Bösen notwendig sind. Christus begleitet uns durch alle Schichten auf dem Weg nach unten. Dieser Abstieg wird sogar in Zusammenhang mit Jupiters Umlauf um die Sonne gebracht, der, wie man weiß, 11 Jahre 315 Tage und drei Stunden beträgt.  U.a. basiert der alte bulgarische Kalender, der am genauesten ist, auf Jupiters Sonnenumlauf, weshalb er in zwölfjährige Perioden eingeteilt ist. Jupiter ist der Planet der Weisheit, nicht zufällig ist der bulgarische Kalender der Weiseste. Kein anderer Kalender ist in der Lage, das heutige Datum in 1000 Jahren zu zeigen. Wir stiegen in die Unterwelten in zwölfjährigen Etappen, nach 1933 sehen wir 1945 das Ende des Zweiten Weltkrieges.

Was ist der Grundsatz des Überquerens der Höllenkreise oder -schichten? Je näher man einer Schicht kommt, desto stärker werden die Kräfte des Bösen. Nicht zufällig ergriff Hitler 1933 die Macht und der Prozess kam in Gang. Verlässt man eine Unterstufe wieder, besteht die Möglichkeit, dass etwas Gutes passiert. Das war z.B. das Ende des Zweiten Weltkrieges. Dann gingen wir wieder hinunter, als die Amerikaner die Atombomben über Hiroshima warfen,  dann verließen wir wieder eine Schicht und es kam der Ungarnaufstand 1956, der etwas Gutes war. Danach wurde der erste Satellit auf den Mond gesteuert, später kam der Prager Frühling. Dann kamen die sog. Star Wars von Ronald Reagan,  bis wir in ständiger Abwechslung von Gut und Böse das Jahr 2016 erreichten, als wir mit dem Eintritt in den achten Höllenkreis begannen. Mit den  Millionen nach Europa strömenden Migranten fängt ein neuer zwölfjähriger Zyklus an, in dem das Böse in einem höchsten Maße einziehen und aktiv werden wird. 2028 werden wir allmählich aus dieser Schicht herauskommen und in den neunten Höllenkreis kommen. Dann wird das Finale stattfinden mit dem Kampf gegen den Antichristen.

Damit dieses Hineintreten für uns leichter ist, wenn man das Sardonische hier versteht, werden wir von Christus begleitet. Wir müssen Beinsa Douno tief verpflichtet sein für sein Opfer. Jeder, der über ihn spricht, muss das bedenken, gemeint sind die Anthroposophen, denn die Anhänger Beinsa Dounos aus der heutigen Weißen Bruderschaft kennen diese Mysterien nicht. Das ist Beinsa Dounos Verdienst und seine Mission in erster Linie, die wichtiger ist als seine Schule, die Paneurhythmie usw. Wir werden sein Opfer noch Jahrtausende lang brauchen für unsere Begegnung mit dem Bösen. Die Auferstehung Christi im Ätherischen wird immer sichtbarer, je mehr Böses wir in Gutes transformieren.

Wohin begleitet uns Christus? Bis wir den Grund erreichen und der Ostersonntag, die Auferstehung  im Jahr 2033 beginnt. Aber wir müssen wieder durch diese Schichten nach oben aufsteigen. Es wird nicht alles 2033 zu Ende sein. Der Weg nach oben wird wieder von Prüfungen begleitet und die Begegnung mit dem Antichristen wird 2033 vorbei sein.

Wie hat sich Rudolf Steiner unserem Abstieg in die sozialen Unterwelten widersetzt? Mit dem dreigliedrigen sozialen Organismus, den wir heute als  Thema haben. Das Thema breitet sich aus, sonst kann man diese Umstände nicht darstellen. Woran stützte sich Steiner, als er die soziale Dreigliederung entwarf und wie arbeitete er sie aus?

Unter dem Kanonendonner 1917 schrieb Steiner im März oder April ein Memorandum und gab es den Grafen Polzer-Hoditz und Otto Graf Lerchenfeld. Steiner verkehrte intensiv in den Adelskreisen, die Theosophische Gesellschaft bestand aus gebildeten Vertretern des Adels. Im Juni oder Juli 1917 schrieb er ein zweites Memorandum, das er Polzer-Hoditz gab. Das Memorandum sollte die Ministerpräsidenten von Deutschland und Österreich-Ungarn erreichen. Der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes des Kaiserreichs Kühlmann ging mit dem Memorandum in der Tasche zu den Friedensverhandlungen von Brest-Litowsk, als der Raubfrieden abgeschlossen wurde. Er musste das Memorandum herausholen und auf den Tisch legen. Er hat es nicht getan und somit wurde dieser weltgeschichtlich wichtige Moment verpasst. Das gab Russland den Weg in die untersozialen Welten als Bolschewismus und Deutschland zusammen mit  dem Friedensvertrag von Versailles den Weg zum Nationalsozialismus frei. In Deutschland sollte kein Bolschewismus entstehen, dort hatte der Nationalismus die Aufgabe,  auf seine spezifische Art das deutsche Volk zu befallen. In Russland dagegen sollte es jenen Sozialismus geben, der eigentlich das Wesen der sechsten Kulturepoche ausmacht – die Brüderlichkeit, das Zusammenkommen in Christo mit dem herabsteigenden Geist. Das alles ersetzte  der Bolschewismus durch seine ethnische Maske. Und dem russischen Volk, das 72 Jahre später diese Maske des Ahrimanismus abnahm,  wurde die neue Maske des Amerikanismus übergestülpt. Diese Maske verkörpert nur ein anderes Gesicht Ahrimans. Die russische Seele trägt den Gralsgeist  – das sieht man einfach. Und ein Teil der Verstandesseele der Russen wurde durch den Materialismus beschädigt, denn alle materiellen Werte, die den Russen während des Sozialismus unzugänglich waren, wurden plötzlich wie ein Füllhorn über sie ausgeschüttet. Ähnlich war es in Bulgarien, obwohl es uns hier materiell besser ging, besonders in Varna, das den damaligen russischen Touristen wie Kalifornien erschien.

Der andere Teil der russischen Verstandesseele hat den Reflex, die Geistigkeit als Schutzmechanismus gegen den Amerikanismus zu suchen, denn die russische Seele kann auf keinen Fall hundertprozentig den Amerikanismus annehmen. Sie sehen, wie hässlich die Dinge in Russland durch das Wiederaufleben des Cäsaropapismus in Richtung Nationalsozialismus gehen. Das ist eigentlich eine heutige Dämonisierung der Verstandesseele der Russen. Es besteht keine Aussicht zur Entwicklung der Bewusstseinsseele, stattdessen ist ein weiterer Abstieg zu bemerken, nämlich zum mit der Sinnesseele verbundenen Cäsaropapismus  und ein Absturz in östliche Lehren in der Art von Agni Yoga, die sich in Russland wohlfühlen und ausbreiten. Ein weiteres Versinken würde zur schwarzen Magie führen.

Natürlich kann dieser Prozess nicht alle russischen Seelen ergreifen, aber viele von ihnen steigen diesen Weg hinunter. Die russische Seele braucht einen Ausweg. Dieser Ausweg muss natürlicherweise aus Bulgarien und aus keinem anderen Ort kommen, denn Bulgarien ist das Ich und Russland ist der Leib. Das Ich schafft seinen Leib aus dem Embryo, aber dieser russische Leib ist enorm gewachsen und möchte das Ich ersticken. Der Leib hat jedoch ohne ein Ich keinen Zweck, er muss sein Ich fragen, was er tun soll. Aus okkulter, historischer und kulturologischer Sicht stimmt das. Also müssen sich die Russen wieder auf ihr Ich besinnen.

Die soziale Dreigliederung bot die Lösung, aber Deutschland schaffte es nicht, diese vorzuführen. Worin besteht das Wesen des dreigliedrigen sozialen Organismus, der ein Ausweg für die Menschheit ist? Wir müssen uns fragen, ob er heute anwendbar ist.  Gibt es die Bedingungen dazu und was lässt sich  machen, damit er angewendet werden kann?  Wir können diese wesentliche Frage nicht beantworten, wenn wir nicht wissen, was der dreigliedrige soziale Organismus ist.

Steiner spricht von asozialen und antisozialen Kräften, die im Menschen wirken, besonders mit der Entwicklung der Bewusstseinsseele. Asoziale Kräfte wirken, wenn man sich absondern und allein entwickeln will. Jeder hat das Bedürfnis, irgendwann alleine zu bleiben, eine individuelle geistige Entwicklung zu genießen. Antisozial sind die Kräfte, wenn man Güter nur für sich selbst benutzt. Die beiden Kräfte sind in moralischer Hinsicht neutral. Jeder hat das Recht, sich individuell zu entwickeln und Güter zu gebrauchen, um den Hunger, Durst usw. seines physischen Leibes zu löschen. Wenn man seine geistige Frucht den anderen aus einer Machtposition aus aufdringen möchte und beginnt, die anderen auszubeuten, um sich selbst zu bereichern, werden das Asoziale und das Antisoziale zum Bösen. Obwohl sie in moralischer Hinsicht neutral und natürlich sind und die Entwicklung der menschlichen Bewusstseinsseele begleiten.

Bevor Steiner das Memorandum schrieb, um den Abstieg in die untersozialen Welten zu vermeiden, reiften diese Vorstellungen lange in ihm. Er kam zu der großartigen Idee, dass der Mensch dreigliedrig ist, indem er aus Kopf, rhythmischem System und Stoffwechsel-Gliedmaßen-System besteht. Damit der soziale Organismus der Menschheit organisiert wird, d.h. die Art und Weise wie wir leben, untereinander Beziehungen eingehen, ohne dass wir uns gegenseitig töten, muss er sein Urbild, zu diesem Schluss kam Steiner, in etwas Lebendigem und nicht Totem haben. Alles, was die Menschheitsgeschichte an geistigen Weltanschauungen besaß, wurde im 19. Jahrhundert in Ideologien verwandelt und im 20. Jahrhundert überall verbreitet, etwa mit Mao, Hitler, Lenin. All das sind keine geistigen Weltanschauungen, sondern Ideologien, die ein totes Schema als Produkt des Verstandes sind und keinen Tropfen inneres Leben haben. Die Menschheit braucht in ihrer Geschichte aber immer verschiedene soziale Formen, in denen sie leben kann und die sich mit der Zeit ändern. Würden sich diese Formen nicht ändern, wäre dies Luziferismus. Wenn eine zukünftige Form in der Gegenwart angewendet wird, ist das Ahrimanismus,  wie z.B. der Bolschewismus. Die kirchliche Form dagegen ist reiner Luziferismus, denn das ist eine überholte Form. Deshalb wirken die Jesuiten und die angloamerikanischen Logen zusammen, wobei die einen die Vergangenheit, die anderen die Zukunft repräsentieren. Zusammen bringen sie Verzerrtes hervor und eliminieren die  Bewusstseinsseele.  Der Jesuitismus möchte, dass die Verstandesseele weiterbesteht und er die Führung hat, während der Ahrimanismus der Logen die Bewusstseinsseele zu verhindern sucht. Nach 1802 haben sich die beiden ihre Einflusssphären aufgeteilt, indem alle weltanschaulichen und religiösen Ansichten in den Zuständigkeitsbereich der Jesuiten sind und alle wirtschaftlichen Faktoren, die Güterverteilung in den Zuständigkeitsbereich der angloamerikanischen Logen fallen. Der Bolschewismus und der Nationalsozialismus sowie der im 19. Jahrhundert entstandene Zionismus sind die Kinder aus dieser unrechtmäßigen luziferisch-ahrimanischen Ehe. Das Urbild dieser Ehe finden wir bei Klingsor und der luziferisierten östlichen Prinzessin Iblis aus dem 10. Jahrhundert im Schloss Kalot bobot auf Sizilien.

Steiner wusste, dass das soziale Modell zum Leben der Menschheit nach dem menschlichen Modell gebaut werden muss, d.h. danach, wie der Mensch aus drei Systemen besteht, die ein unabhängiges Leben haben, aber trotzdem miteinander verbunden sind. Z.B. erreichen unsere Gedanken sogar die Zehenspitzen, wir haben auch einen Rhythmus im Herzschlag, einen Stoffwechsel und Gliedmaßen. Stellen wir uns ein Haus vor, bestehend aus Dach, Stockwerk und Fundament. Oben ist das Dach, das ist das Wirtschaftsleben des Menschen. Um das richtige Funktionieren des Wirtschaftslebens des Menschen zu veranschaulichen, leitete Steiner drei Hauptgesetze ab. Das erste ist das soziale Hauptgesetz. Es lautet: Das Heil einer Gesamtheit von zusammenarbeitenden Menschen ist um so größer, je weniger der Einzelne die Erträgnisse seiner Leistungen für sich beansprucht, d.h. je mehr er von diesen Erträgnissen an seine Mitarbeiter abgibt, und je mehr seine eigenen Bedürfnisse nicht aus seinen Leistungen, sondern aus den Leistungen der anderen befriedigt werden (Rudolf Steiner, 14.08.1916).

Das ist das soziale Hauptgesetz, das dem Wirtschaftsleben zugrunde liegt.  Das Urbild des Wirtschaftslebens, des sozialen Hauptgesetzes und des Wirtschaftsbereichs überhaupt ist der Menschenkopf, d.h. das Nerven-Sinnes- System. Nicht zufällig ist der Mensch am leblosesten in seinem Denken, es sei denn er transformiert es in geistiges Denken. Am lebendigsten ist der Mensch unten im Willen, hier ist das Geist-Reservoir. Was schließt man daraus? Wie wir wissen, brachen alle Wirtschaftsmodelle zusammen und können keinen Ausweg bieten. Damit das Wirtschaftssystem richtig funktionieren kann, muss es sich auf die Brüderlichkeit, nicht auf den Wettbewerb gründen, d.h. auf eine Assoziation von Menschen, die etwas produzieren sowie Fachleute auf diesem Gebiet. Gleichzeitig besitzt jedes Individuum eine gewisse Selbständigkeit. Ein gemeinsames geistiges Ideal soll die Menschen in dieser Assoziation vereinigen, sonst wird die Brüderlichkeit im Wirtschaftsleben nicht zustande kommen.  Die Hauptbedingung für einen großen Wohlstand ist die Trennung zwischen Einkommen und Arbeit. Jeder, den man heute auf der Straße trifft, sagt, er würde das, was er geleistet habe, gern bezahlt bekommen. Das ist es, was das Wirtschaftsleben auf keine Weise erreichen kann. Aus diesem Grund differenziert Beinsa Douno zwischen Leiden, Mühe und Arbeit.  Das Tier leidet, denn es ist ichlos. Man müht sich für das tägliche Brot und die Arbeit ist für Gott, sie ist umsonst. Damit ein gesundes Wirtschaftsleben existiert, müssen wir uns zu dem Bewusstsein erheben, die Arbeit für Gott zu verrichten. Indem man für die anderen arbeitet, arbeitet man unentgeltlich für Gott. Die eigenen Bedürfnisse, die jeder hat, werden durch die Arbeit der anderen befriedigt. So entsteht die Brüderlichkeit.

Als Steiner das Memorandum schrieb, das er 1919 zusammen mit der sozialen Frage in einem Buch veröffentlichte, warnte er die Leser, das Ausgeführte für eine bloße Utopie zu halten. Aber alle Ideologien, die die toten sozialen Programme hervorbringen, und die nach sich sogar mit fünf Sätzen Revolutionen herziehen („Proletarier aller Länder, vereinigt euch“), führen letztendlich zu Chaos und Zerstörungen. Nichts kann die Menschheit retten und ihr Wirtschaftsleben organisieren, wenn es kein Urbild in etwas Lebendigem hat, nämlich das Nerven-Sinnes-System des Menschen. Aber er sagt, das Herangehen an die Dreigliederung des sozialen Organismus kommt nicht aus dem Verständnis des Sozialen, so wie jeder es versteht, sondern aus viel größeren Anforderungen an die moralischen Kräfte im Menschen, die einen Teil seines Seelenlebens ausmachen. Also muss es zuerst eine Veränderung im Bewusstsein geben, damit dieser Prozess in Gang gesetzt und fortgeführt werden kann. Alles Sonstige artet aus, kein anderes Programm wird wirksam sein. Also muss die Brüderlichkeit das vorherrschende Prinzip in der Wirtschaftssphäre sein. Auf das Geld werden wir nicht eingehen, Steiner hat es behandelt, es gibt verschiedene Arten von Geld, die entstanden sind, und in Zukunft wird es auch Geld geben, das sogar notwendig ist, damit die drei Sphären Produktion, Handel und Konsum von Waren funktionieren können. Das Wirtschaftsleben besteht aus diesen drei Teilen, so wie jeder der drei Teile des sozialen Organismus seinerseits dreigliedrig ist.

Das zweite System im dreigliedrigen menschlichen Organismus ist das rhythmische System, das sich auf das sog. soziale Urphänomen gründet. Während wir im Wirtschaftsleben unsere Beziehungen zur Natur und den Naturreichen regeln, so wie der Mensch in seinem physischen Leib eine Beziehung zu den äußeren Naturreichen hat, geht es hier schon um das  Regulieren der Beziehungen zwischen den Menschen. Beim Wirtschaftsleben reden wir vom Kopf, hier reden wir von der Seele, wobei wir immer tiefer eingehen. Hier muss das Prinzip der Gleichheit herrschen, alle sind vor dem Gesetz gleich. Wenn die Menschen jene Fähigkeiten entwickeln, die wir in den vorherigen Vorlesungen behandelt haben, nämlich wenn das Männliche, die Intelligenz wirkt, z.B. wenn ich jetzt rede, müssen Sie sich um mich richtig zu verstehen, in die Lage des weiblichen Prinzips versetzen. Es müssen Sympathien und Antipathien in Ihnen aussterben und während Sie mir zuhören, muss das Gesagte in Ihnen resonieren. In dem Moment, in dem ich wach bin, schlafen Sie sozusagen ein. Das ist das Prinzip des sozialen Urphänomens. In einem weiteren Augenblick, wenn die Vorlesung vorbei ist und jemand anderer zu reden beginnt, muss ich in diesem Augenblick einschlafen. Geschieht das, wird ein Mechanismus in Gang gesetzt, damit die seelische Sphäre des Menschen funktionieren kann, und der mittlere Teil des sozialen Organismus, das Rechtsleben, funktionieren kann. Wenn ich nun diese Erkenntnis darlege, in die ich meine Emotionen, mein Gemütsleben, meine Stimme, mein Ich hineinbringe, die Emanation des Menschen, Sie wissen in Zukunft wird der modifizierte Kehlkopf das Reproduktionsorgan sein, und Sie mich richtig verstehen, dann erleben Sie mich richtig und schicken Ihr Erlebnis zu mir zurück. Erreicht mich dieses, fühle ich mich als wiedergeboren und in Ihnen wiedererkannt. Das ist der eigentliche Sinn des sozialen Urphänomens. Daraus folgt die Frage: Wie kann man das in der staatlich-rechtlichen Sphäre anwenden, dem zweiten Teil des dreigliedrigen sozialen Organismus?

Wenn die Menschen die notwendige geistige Weltanschauung erringen und beginnen, sich miteinander auszutauschen, werden in diesem Austausch die Gesetze geboren, die die zwischenmenschlichen Beziehungen reglementieren werden. Das wird die staatlich-rechtliche Sphäre sein, die die zwischenmenschlichen Beziehungen regeln soll. Stellen Sie sich vor, wie jetzt die Gesetze formuliert werden? Von wem und wie? Im Geschrei der parlamentarischen Sitzungen ist jeder der entgegengesetzten Meinung. Das, was jetzt als Gesetze zustande kommt, ist das Ergebnis daraus, dass sich in Europa 2000 Jahre lang das Christentum entwickelt hatte. Deshalb haben wir bisher noch kein Gesetz zustande gebracht, nachdem ich jetzt z.B. das Recht habe, jemanden von Ihnen aufzuessen. In Zukunft wird es solche Gesetze geben,  wenn die Menschen völlig verwildert sein werden. Diese Reflexionen des Christlichen, die wir uns noch in der Zukunft aneignen werden, ist die Garantie dafür, dass wir uns noch nicht gegenseitig aufgefressen haben.

Steiner hat nicht detailliert den dreigliedrigen Organismus ausgearbeitet, insbesondere die staatlich-rechtliche Sphäre, denn das ist eine Aufgabe für die Zukunft, wenn die Menschen beginnen, sich auszutauschen. Dann werden die Gesetze entstehen, die diese Beziehungen regulieren. Er hat nicht Punkt für Punkt alles niedergeschrieben, was in Zukunft passieren soll, damit sich Ahriman nicht einmischen kann. Verstehen Sie, alles muss lebendig und in Entwicklung begriffen sein. Dort im Stockwerk des Hauses muss die Gleichheit sein, denn dort leben wir in der Wirklichkeit, wir leben nicht im Dach oder im Fundament, sondern im Stockwerk. Dort  verkehren wir miteinander, dort müssen wir uns verständigen.

Der dritte Bereich der sozialen Dreigliederung ist das Geistesleben. Dort wirkt das Soziologische Grundgesetz. Steiner hat das Soziale Hauptgesetz 1905 und 1906 formuliert, das Soziologische Grundgesetz  aber schon 1898. Alles hat sich allmählich entwickelt, wofür wir Steiner sehr dankbar sein müssen. Was lautet das Soziologische Grundgesetz? Die Individualität muss in der Assoziation, d.h. im Leben mit den anderen, ihre vollkommene Freiheit wahren. Oben im Dach ist die Brüderlichkeit, in der Mitte die Gleichheit und unten, im Fundament des Hauses, die Freiheit. Um einen sozialen Organismus aufzubauen, muss zuerst das Fundament gelegt werden. Deshalb konzentrieren sich meine Bemühungen seit 15 Jahren in diese Richtung, um das richtige Fundament für das Haus zu legen. Das ist das geistige Leben des Menschen, das auch dreigliedrig ist. So wie das staatlich-rechtliche Leben aus Judikative, Exekutive und Legislative besteht, so besteht auch das geistige Leben aus Wissenschaft, Kunst und Religion. Je tiefer man hinuntersteigt, desto näher kommt man den religiösen Impulsen, sie sind die Grundlegendsten. Wenn sie nicht richtig gelegt worden sind, artet die Kunst aus, in der Art von Picasso, artet auch die Wissenschaft aus, in der Art von CERN oder Silicon Valley. Ohne ein gesundes geistiges Leben als Fundament kann kein Haus existieren, es bricht zusammen. Deshalb sage ich, dass die Synthese der zwei Impulse, des Impulses Michaels und des Impulses des Bodhisattva Beinsa Douno, jenes Rettende ist, was wir als Fundament des sozialen Organismus legen müssen. Ich freue mich, dass diese Synthese schon Ergebnisse hervorbringt. In einem Monat wird in Varna etwas in diese Richtung Gehendes stattfinden (eine gemeinsame Konferenz der Bulgarischen Anthroposophischen Gesellschaft und der Weißen Bruderschaft, Anm. des Übersetzers). Aber damit  alles wirksam sein kann, muss man Reue zeigen,  die für den einzelnen Menschen notwendig ist, damit die Dinge in Gang gesetzt und der Weg geöffnet werden kann. Sonst wird die geistige Arbeit  keine Früchte oder nur winzige Früchtchen tragen.

Nur aus dem geistigen Leben im Fundament, wenn dieses richtig gelegt worden ist, können Impulse ausgehen, die das staatlich-rechtliche und das Wirtschaftsleben durchdringen können. Das Gegenteil ist nun der Fall: Das Wirtschaftsleben dringt in das Staatlich-Rechtliche ein und die großen Konzerne kommandieren die Politiker wie Läufer hin- und her auf dem Brett, das geistige Leben wird zermalmt und Wissenschaft, Kunst und Religion werden deformiert.

Neulich trafen sich der russische Patriarch Kyrill und der jesuitische Papst. So ein Treffen hat seit dem Schisma 1054 nicht stattgefunden. Wozu trafen sie sich? Wer traf wen und mit welchen Erwartungen? Dieses Jahr soll auch ein orthodoxes Konzil auf Kreta stattfinden, das siebte für die Orthodoxie, wo darüber diskutiert wird, ob ein orthodoxer Pope die Ehe eines Katholiken und einer Orthodoxen segnen soll.

Der dreigliedrige Organismus kam aus vielen Gründen nicht zustande. Letztes Mal besprachen wir die Inkarnation der Wesenheit Anthroposophia auf dem Erdenplan in drei Etappen (1902-1909, 1909-1916 und 1916-1923),  nun werden wir eine andere Ansicht anbieten, die sich auf die vier Welterzengel und den Kreislauf der Jahreszeiten stützt.

Bekanntlich ist der Erzengel Michael der Sonnen- und Herbsterzengel, Michael bedeutet „das Antlitz Gottes“. Das Symbol Michaels war Rudolf Steiner, der in der ersten Periode (1902 – 1907) eine Vergeistigung des Denkens machte. Er zeigte, was die Vergeistigung des Denkens bedeutet und welche Früchte sie trägt. In der zweiten Periode gab er den Staffelstab dem Wintererzengel weiter,  dem Erzengel Gabriel, dem Erzengel des Mondes,  dessen Name „Kraft ist Gott“ bedeutet. Das Symbol des Erzengels Gabriel unter den Anthroposophen war Marie Steiner. Das war die zweite Etappe der Anthroposophischen Gesellschaft, als die Kunst, die Rezitation und Deklamation entwickelt und das Goetheanum gebaut wurden. Der nächste Erzengel, der Erzengel der Auferstehung oder der Frühlingserzengel Raphael, u.a. der Erzengel der Bulgaren, ist der Erzengel der Heilung. Sein Name bedeutet „Gott heilt“.  Das war die Zeit Ita Wegmanns. Damals entwickelte sich die Heilerkunst, die Pädagogik, die soziale Dreigliederung wurden ausgearbeitet. Am Ende hat Steiner 1923 die Anthroposophische Gesellschaft zu Pfingsten geführt, denn Raphael und die Auferstehung sind auf der einen Seite, direkt gegenüber ist Pfingsten. Weiter folgt Uriel, der große Uriel von Saturn, wenn der Sommer beginnt. Wir wissen, dass Raphael der Erzengel von Merkur ist. In diesen drei Perioden von 1902 bis 1923 hat Steiner die Anthroposophische Gesellschaft über sich, über Marie Steiner und über Ita Wegmann von Michaeli bis Pfingsten geführt, als die Anthroposophen für den Geist aufwachen und den Schritt von Pfingsten zum Erzengel Uriel machen sollten. Der Erzengel Uriel hat u.a. keinen Planeten, ist aber mit Saturn verbunden, von dem wir wissen, dass er das Herrschaftsgebiet Oriphiels ist, der nach Michael als Zeitgeist kommen wird. Es ist durchaus möglich, dass der Erzengel Uriel der Erzengel des Planeten Vulkan ist, der in der Sonnensphäre liegt. Wesen vom Vulkan steigen laut Steiner schon seit ca. 1888 auf die Erde auf übersinnliche Art nieder.  Die Anthroposophen sind bei der Weihnachtstagung eingeschlafen, d.h. sie sind in der Zeitspanne zwischen Himmelfahrt und Pfingsten stehengeblieben und verweilen dort immer noch bis zum heutigen Tag. Zur Zeit der Konferenz 2014 „Die Seele Europas“ in Varna, an die Sie sich wohl erinnern, war die letzte der zwei siebenjährigen sich sehr deutlich gegeneinander abgrenzenden Perioden von 2007 bis 2014 zu Ende, seitdem ich mich mit der Synthese der beiden Impulse befasse. Am Ende der zweiten Periode, sagte ich bei meiner Vorlesung über Skythianos: diese Vorlesung ist eine Warnung an Euch, wenn Ihr wollt, dass Pfingsten für Euch kommt. Das kann über die Synthese beider Impulse Michaels und des Bodhisattva geschehen. Die Reaktion war die von schlafenden Menschen, ähnlich dem Zustand der Jünger zwischen Himmelfahrt und Pfingsten, so ist der aktuelle Zustand der Anthroposophen seit so vielen Jahren bisher. Sie tragen keine Früchte des Geistes, sondern nur traditionelle Früchte, wie die Waldorfpädagogik u.dgl. Aber es gibt keine wahren Früchte des Geistes.

Was bedeutet das? Was ist das Kennzeichen dafür, dass man in Uriels Sphäre kommt und der Geist in uns arbeitet? Uriel sendet die Geheimnisse der Inkarnationen aus. Sein Name bedeutet „göttliches Licht“,  d.h. christliches Licht. Er ist derjenige, der die Geheimnisse der Inkarnationen enthüllt. Seit der Zeit Steiners hat niemand Inkarnationsdetails beleuchtet. Es gab ein großes Chaos  nach seinem Wegscheiden, dann kam der Fall Tomberg usw. Keiner hat sich getraut, über diese Dinge zu sprechen. Wie viele Jahre rede ich schon darüber?  Das ist der Übergang von Pfingsten zu Uriel,  damit immense moralische und soziale Kräfte freigesetzt werden können, die kulturbestimmend sind. Das kommt von Uriel. Er ist ein außerordentlich mächtiger Erzengel mit strengem Blick, wie ihn Steiner beschreibt, wenn der Sommer oben beginnt mit dem Übergang zum historischen Gewissen. Wollen die Anthroposophen einen kleinen Schritt hin in Uriels Richtung machen,  so müssen sie sich dessen bewusst werden, was sie getan haben. Das ist wichtig für sie, denn das Symbol des Absturzes der Anthroposophie war derjenige, der die Anthroposophische Gesellschaft nach Steiners Wegscheiden leitete – Albert Steffen, der inkarnierte Giotto. Er führte die Anthroposophische Gesellschaft zu ihrer völligen Katastrophe. Wir haben also Rudolf Steiner, Marie Steiner und Ita Wegmann, das war die rechtmäßige Entwicklung, danach kam die Katastrophe mit dem selbstverliebten Albert Steffen. Seitdem haben wir nur den Albert-Steffen-Zustand der Anthroposophie

Eine der Ursachen, warum der dreigliedrige soziale Organismus nicht zustande kam, war der Umstand, dass die Anthroposophen unvorbereitet waren. Natürlich gibt es auch viel mächtigere Ursachen. Nach Ende des jeweiligen Teils seiner Vorlesung sagte Steiner, ihm sei bewusst gewesen, dass das, was er mit der sozialen Dreigliederung unternehme, nicht erfolgreich sein würde, aber er sei verpflichtet gewesen, es trotz eventueller Fehler zu unternehmen. Er wusste es, aber er hat es getan, weil es so sein musste. Und es begann der Abstieg  der Menschen auf dem Weg in die Hölle.

Was war Steiners Grundidee? Brüderlichkeit der Leiber, Gleichheit in den Seelen und Freiheit im Geist. Auf diese Weise zerfällt der einheitliche zentralisierte Staat praktisch in drei Einflusssphären, die selbständig  funktionieren und einander durchdringen. Wäre Kaspar Hauser am Leben geblieben, hätte er laut Steiner zur Entwicklung des dreigliedrigen sozialen Organismus und der Bewusstseinsseele beizutragen. Er wurde ermordet und das ist einer der wichtigen Gründe für das Scheitern der sozialen Dreigliederung.

Aber mit seinem Mord wurde auch etwas anderes bezweckt. In einer sehr aufschlussreichen Vorlesung, GA 186, 5, spricht Steiner über die sozialen und antisozialen Triebe im Menschen. Das, was in den Tieren wirkt, das Tierische, führt sie zum Sozialen, und das Tierische im Menschen führt ihn zum Antisozialen. Die alten jüdischen Eingeweihten kannten ein grundlegendes Geheimnis, nämlich, dass der Mensch in seiner Embryonalentwicklung im Mutterschoß dem menschlichen Traum ähnelt. Im Unterschied zu unserem Schlaf aber atmet das Embryo im Mutterschoß keine Außenluft. Trotzdem ähneln sich beide. Diese Ähnlichkeit im Auge behaltend, suchten die Eingeweihten danach, eine Beziehung zur geistigen Welt durch das Atmen im Schlaf herzustellen. Wie wurde das verwirklicht? Als sie in den Zustand kamen, der für ihre Propheten und Richter typisch war und der dem Schlafzustand ähnelte, stellten sie einen Kontakt zu Jahwe, dem Mond-Elohim her. Er schickte ihnen seine Weisheit hinunter, die ein Siebtel der gemeinsamen Weisheit der sieben Elohim war. Die Eingeweihten kamen damit zum Kontakt zu einem Siebtel der Elohim-Weisheit, die zu ihnen auf diese Weise durch das Schlafatmen, Mondatmen ähnlich wie in der Embryonalentwicklung kam.

Jahwe gab seine Weisheit durch bewusstes Mondatmen den Eingeweihten und  diese Weisheit kam auf dem äußeren Plan als abstraktes Denken zutage. Bedenken Sie, die Herausbildung des abstrakten Denkens begann mit Aristoteles, aber hauptsächlich nach dem 15. Jahrhundert auf dem Weg zur materialistischen Weltanschauung. Schon damals, in der Zeit vor Aristoteles, wussten die Eingeweihten, dass über Jahwes Weisheit, durch das Monddenken in ihnen, abstraktes Denken zutage kommen kann. Dieses abstrakte Denken führt automatisch zur Entfesselung der niederen Wesenheiten im Menschen und zum Ausdruck des Egoismus, des Antisozialen. Damit diese Weisheit herunterfließen konnte, ohne das jüdische Volk zu fataler Antisozialität und völliger Behinderung der menschlichen Kontakte trotz der Blutverbindung zu führen, kam sie in der Gesetzesform. Diese Gesetze sollten die äußere Welt, das Leben dieses Volkes auf eine besondere zu Sozialität führende Art regeln. Das war die Art, auf die diese Weisheit hinunterfloss. Durch den mit der Sonnenintelligenz verbundenen Erzengel Michael, der der Mittler Jahwes war, wurde gewährleistet, dass der Egoismus bei den Juden nicht zu stark wurde und dieses Volk seine Aufgabe als Gruppe über den Patriarchen Abraham durch die Blutsverwandtschaft erfüllen konnte.

Wie wurde diese einmalige Isolation dieses Volkes erreicht? Wie wir wissen, hatten alle anderen Völker Kontakte zu den Sonnen-Elohim, was in der Form von Mythen, Legenden u.dgl. zum Vorschein kam. Nur im jüdischen Volk entwickelte sich diese spezifische Weisheit. Jahwe verdrängte und isolierte die sechs Elohim, stellen Sie sich vor, um was für mächtige geistige Wirklichkeiten es sich hier handelt! So hatten sie keinen Zugang zum jüdischen Volk und es kam zu dieser einmaligen Entwicklung und Vorbereitung von Abrahams Gehirn und damit des jüdischen Volkes auf das Denken. Diese Weisheit kam von Jahwe und mit ihr lebte das jüdische Volk bis zu den Ereignissen von Golgatha.  Als Jahwe, wie Judith von Halle uns wahrheitsgetreu zeigt, stieß Christus bei der dritten Versuchung im Garten Gethsemane einen lauten Schrei aus. Dabei wurde  Jahwe von seiner Aufgabe als Mond-Elohim erlöst.

Ich habe mir lange Zeit die Frage gestellt, was Jahwe bis zum 20 Jahrhundert gemacht haben könnte. Ich wusste nämlich, dass er seit dem 20., ja sogar seit Ende des 19. Jahrhunderts zu einem Geist der Bewegung aufsteigt. Was hat er während dieser 2000 Jahre gemacht? Mit Pfingsten und dem Hinunterstieg des Christus-Impulses lebt er in jedem Menschen, im menschlichen Ich.

Was genau stellt der christliche Impuls dar? Das ist die Sonnenkraft der sechs Elohim. Unvermeidlich ist sie in jeden Menschen eingedrungen und in Vorbereitung auf den Anfang des Zeitalters Michaels begannen die Elohim im Menschen zu wirken.  Das Denken sollte aus den unterbewussten Sphären über die Verstandesseele in der Bewusstseinsseele erstrahlen, so dass wir in das Zeitalter Michaels eintreten konnten. Es gab nämlich 2000 Jahre Vorbereitung auf das Christentum, dieses wurde nur antrainiert unter der gleichzeitigen Einmischung Jahwes und der sechs Elohim. Doch diesmal hat Jahwe die sechs Elohim nicht verdrängt. Jahwe blockierte im jüdischen Volk die Entfaltung der dunklen Mächte durch das Gesetz. Dank des Gesetzes sind die Menschen nicht in die Gefangenschaft der dunklen Mächte geraten. Aber durch das vorhandene Gesetz waren sie nicht frei. Die Sonnen-Elohim brachten ihnen die Freiheit. Jedoch lebten die Menschen weiter mit den Gesetzen. Was machte Jahwe? Er setzte seine Wirkung in der Blutsverwandtschaft fort, denn es stand die Formierung der Völker in Europa bevor. Damals existierten sie nicht, mit Ausnahme des alten Großbulgarischen Reiches im Gebiet nördlich des Schwarzen Meeres, das 156 gegründet wurde. Das alte Rom war da, aber das war ein Reich mit einer Million Römern, der Rest bestand aus Stämmen, die im römischen Dienst standen. Das waren praktisch keine Völker im wahren Sinne des Wortes, denn die Erzengel hatten sie noch nicht übernommen. Erst nach der Völkerwanderung, die eigentlich eine reine bulgarische Wanderung westwärts zwecks Vernichtung des römischen Reichs und kein Eindringen von Asiaten in Richtung Europa war. Die große Völkerwanderung war eine innereuropäische Stammesverschiebung.  Das muss man sehr gut begreifen. Die Hauptrolle dabei spielten die Bulgaren, die das Germanentum, die Franzosen, die Engländer usw. formierten. Dazu gibt es sowohl okkulte als auch historische Tatsachen. Das Russentum formierten sich nach dem 7.-8. Jahrhundert, nachdem Boris I. das Slawentum übernahm. Das Slawentum begann nach dem 10. Jahrhundert zu existieren, vorher mussten sich die anderen Völker formieren und ihre anführenden Erzengel eingreifen. Das machte die große Völkerwanderung aus. Die Rede ist hier von Europäern, nicht von Migranten. Auf die werden wir später eingehen, um etwas sehr Wichtiges zu erwähnen.

Die europäischen Völker formierten sich als solche, in denen die Blutsverwandtschaft wirkte. Jahwe unterstützte die Erzengel, indem er zusammen mit ihnen über die Blutsverwandtschaft im Sinne Christi arbeitete. Die Völker wurden im christlichen Sinne vorbereitet, deshalb haben sie alle das Christentum übernommen. Bei der Formierung der Volksseelen, der Völker im christlichen Sinne, gibt es einen immensen Unterschied zu den vorchristlichen Zeiten, als die Ankunft Jesu bevorstand. Alle europäischen Völker wurden christianisiert. Parallel dazu wirkte die individualisierende Sonnenkraft der sechs Elohim. Das war ein individualisierender Prozess, im Unterschied zur vorchristlichen Zeit, als Jahwe die anderen sechs Elohim isoliert hatte. Die europäischen Völker sind die Träger des individuellen Prinzips in der Welt trotz der Unterschiede zwischen West-, Mittel- und Osteuropäern.

Es kam das 19. Jahrhundert und in den 40er Jahren, als Michaels Kampf gegen Ahriman begann und er die ahrimanischen Wesenheiten auf die Erde warf, zog sich Jahwe zurück. Das behauptet Steiner. Jahwe konnte dem Druck der niedrigen Wesenheiten nicht mehr widerstehen und zog sich zurück. Manche, die diese Aussage Steiners in GA 186, 5 deuten, nennen das eine Resignation Jahwes. Ich halte die fünfte Vorlesung aus GA 186 für außerordentlich wichtig, die sollten Sie auf jeden Fall lesen. Das Wort „Resignation“ mag ich grundsätzlich nicht und das war auch keine Resignation Jahwes. Die europäischen Völker hatten eine Entwicklungsstufe erreicht, auf der eine bereits herausgebildete Bewusstseinsseele notwendig war und die ersten Keime des Geistselbstes vorbereitet werden mussten, die nur in der Bewusstseinsseele keimen können. Jahwe musste dabei von seiner führenden Rolle bei der 19 Jahrhunderte lang wirkenden Blutsverwandtschaft zurücktreten, indem er das Risiko einging, dass niemand das Toben der dunklen Mächte zum Halten bringen konnte. Nur seine Weisheit nämlich, die ein Siebtel der Gesamtweisheit der Elohim ausmacht, kann den Dunklen gegenüberstehen. D.h., bis zu den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts standen wir unter Jahwes Schutz. Als er sich zurückzog und Michael die dunklen Wesenheiten auf die Erde warf, sahen wir die Folgen.

Warum kann niemand die Dunklen aufhalten?  Denn Jahwe stieg zu den Dynamis auf, er leitet Michael, der zu einem Geist der Persönlichkeit aufstieg und Michael führt den Kampf auf dem Erdenplan mit der Gruppe der Eingeweihten an, jener sieben aus der Zwölfergruppe, dazu die zwölf Personen,  die aus der Menschheit kommen sollen, um die Gruppe der Kämpfer gegen den Antichristen zu bilden. Ich möchte sehr deutlich werden: Jahwe resignierte in den 40er Jahre des 19. Jahrhunderts nicht vor dem Bösen, sondern trat aus natürlichen okkulten Gründen zurück. Diese sind mit der Menschheitsentwicklung verbunden, Jahwe musste sich zurückziehen, um dem individuellen Prinzip im Menschen den Weg freizumachen und den Kampf gegen das Böse anzuführen. Gemeint ist der Kampf mit dem Ziel der Transformierung des Bösen im manichäischen Sinne. Hier spielen der Bodhisattva Beinsa Douno und sein Opfer von 1936 eine große Rolle.

Was geschah mit den restlichen sechs Elohim? Sie arbeiten am individualisierendem Prinzip. Und es begann eine Entfesselung der dunklen Mächte. Moses, der das Gesetz in den alttestamentarischen Zeiten repräsentierte und der leuchtende Vertreter der Jahwe-Weisheit war, inkarnierte zur Zeitenwende als Petrus, der zu Christus ging, aber einschlief. Danach inkarnierte er als Bojan Boev, einer der engsten Schüler Beinsa Dounos. Als einziger Bulgare war Bojan Boev bei Rudolf Steiner, aber er ging zu Beinsa Douno, denn das individuelle Prinzip musste seine Wirkung entfalten.

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Bojan Boev (1883-1963)

Damit man den niedrigen Geistern keine Angriffsfläche bietet, braucht man nicht nur das Bewusstsein, das die Anthroposophie gibt, sondern auch die Sittlichkeit, das Moralische, die durch das Opfer von 1936 kommt. Sehen Sie, wie diese Persönlichkeit durch ihre eigene Entwicklung die Entwicklung des Weltmysteriums veranschaulicht?  Von Moses über Petrus zu Bojan Boev. Das sind die Früchte Uriels, so werden die Sachen enthüllt.

Rudolf Steiner sagt:„Wenn Kaspar Hauser nicht so gelebt hätte und so gestorben wäre, wie er tat, so wäre der Kontakt zwischen der Erde und der  geistigen Welt vollkommen untergebrochen“. Das passierte im 19. Jahrhundert, als diese große Verschiebung in der geistigen Welt mit dem Abstieg auf die Erde geschah. Also ist Kaspar Hauser mit der Zukunft verbunden. Ich weiß nicht, wer diese außerordentlich wichtige Persönlichkeit ist, die garantieren konnte, dass die Beziehung  zur geistigen Welt nicht abgebrochen wird und das Ausstrahlen des christlichen Bewusstseins im Michaels Sinne seit dem 20. Jahrhundert ermöglichte.

Was wird künftig passieren? In der fünften Kulturepoche steht der Herabstieg der Weisheit eines zweiten Elohims bevor. Bisher kam nur ein Siebtel der Weisheit durch Jahwe. Er wird in Zukunft das Ausstrahlen der restlichen sechs Siebtel der Weisheit begleiten. Wer mischt sich hier ein? Steiner erwähnt das nicht, aber ich werde es verkünden. Welcher der Elohim ist jetzt wichtig in der fünften Kulturepoche? Das ist der Gruppenelohim des Germanentums. Was muss laut Steiner ausgesendet werden in dieser fünften Epoche? Das ist die Heilung der Bewusstseinsseele, der Menschenseele. Wo werden die Menschen geboren, denen seit der Geburt die Keime des hygienischen Okkultismus eingepflanzt sind? Der hygienische Okkultismus kann nach seinem Aufstieg zum Bewusstsein in jenes Denken verwandelt werden, das ins Geistige eintauchen kann. Steiner sagte schon 1888, dass das Gewahrwerden der Idee in der Wirklichkeit die wahre Kommunion des Menschen ist. Dieser hygienische Okkultismus, diese von unten ausgehenden Kräfte sind heilend. Das macht den Sinn des hygienischen Okkultismus aus. Seine Kräfte drücken sich in einer Metamorphose und Vergeistigung des Denkens aus. Das sind die Menschen aus Mitteleuropa, deren Emanation das Deutschtum ist.

Als die europäischen Völker sich formierten und Erzengel ihre Führung übernahmen, wurden gleichzeitig große Gruppen formiert  – Germanentum, Slawentum, Amerikanertum im Übersee. Bisher wissen wir nicht, welche die drei restlichen Gruppen sind, das ist auch nebensächlich. Der Elohim des Germanentums muss solche bewussten Seelen inmitten des deutschen Volkes ausfindig machen, bei denen er diese okkulten Fähigkeiten dem hygienischen Okkultismus entnehmen und die Bewusstseinsseele der Menschheit heilen kann. Der Erzengel des deutschen Volkes findet keinen Zugang zu den Menschen, da sie keine richtig entwickelte Bewusstseinsseele haben. Deshalb hatten wir auch nach der Konferenz 2014 jenes Erlebnis: Der Erzengel des deutschen Volkes wird sich mit dem Erzengel des russischen Volkes über den bulgarischen Erzengel verbinden. Oben sind alle drei ohnehin miteinander verbunden.

Ich möchte etwas Wichtiges konkretisieren: Wenn Deutsche die Synthese der beiden Impulse, der Impulse Michaels und des Bodhisattva annehmen, werden sie die Beziehung zu den Russen herstellen können. Letztere können dies über die Bulgaren aufnehmen können, weil dieser Impuls zur Synthese über Bulgarien kommt. Die wichtigsten Impulse in der Geschichte kommen aus Bulgarien, mit Ausnahme des Impulses, den Steiner ausstrahlte. Die Menschen sind die Träger dieser Beziehung. Jeder Bulgare, der zum Träger dieser Synthese wird, verwandelt sich in der Praxis in das Verbindungsglied zwischen Deutschen und Russen. Das macht die Beziehung zwischen den Erzengeln und den Elohim des Germanentums und des Slawentums aus. Verstehen Sie, worum es geht?  In der sechsten Kulturepoche nämlich kommt das dritte Siebtel der Elohim-Weisheit zur Geltung. Der Elohim des Germanentums hat das zweite Siebtel. Danach wird der slawische Elohim kommen, der zu Boris dem Ersten und Beinsa Douno sprach und mit dem die Gabe des Hellsehens kommen wird. Diese Gabe wird vom Elohim des Slawentums kommen. Die Heilung muss vom Elohim des Germanentums kommen und die Gabe der Propheterie in der siebten Kulturepoche wird vom Elohim des Amerikanertums kommen. Damit die siebenfache Elohim-Weisheit vollkommen ausgeschöpft wird, werden die restlichen drei Sonnenelohim  ihre Weisheit in der sechsten Wurzelrasse in den Kulturepochen vermitteln, von denen wir noch nichts wissen. Ich habe mir auch noch nicht die Frage gestellt, welche Fähigkeiten sich dann im Menschen entfalten werden, möglicherweise in solchen Menschengemeinschaften, die sich in der Zukunft noch herausbilden werden. Diese Frage bleibt offen.

Die Weisheit Christi, über die sechs Sonnenelohim ausgedrückt, wird mit der Jahwe-Weisheit vereinigt zum Jahwe-Elohim, damit der Mensch das entwickeln kann, was ihm durch die Vereinigung des Jahwe mit den sechs Elohim als Jahwe-Elohim in der lemurischen Epoche gegeben wurde. Damit wird das Prinzip Ich bin erbeten, dessen Träger Christus, das Zentrum dieses Prinzips ist und jenes Ich die Ich-Substanz der Elohim durchdringt. In der Praxis müssen wir selbst den Jahwe-Elohim schaffen. D.h. allen Elohim die Möglichkeit geben, sich zu vereinigen. Nachdem sie das für uns getan haben, müssen wir jetzt das für sie tun. Das ist grundsätzlich der zweite Teil der Entwicklung zu Vulkan. Die Menschen müssen das metamorphosieren und zurückgeben. Stellen Sie sich vor, was für eine Aufgabe das für die Menschheit ist?

Wenn wir die Zeichen der Zeit auf diese Weise betrachten, werden wir etwas bemerken. Und nun kommen wir zu der Offenbarung, von der ich am Anfang sprach. Letzten Freitag kamen wir zu einem Teil der Offenbarung und am Samstag zum zweiten. Wer in Bulgarien verkörpert die alttestamentarische Mondweisheit Jahwes und die Sonnenweisheit, die von den Elohim kommt und erst jetzt beginnt, von den Menschen, die eine Vorstellung davon haben, angeeignet zu werden? Das sind zweifellos bekannte Persönlichkeiten – Ahmed Dogan (der ehemalige Vorsitzende der Partei der türkischstämmigen Bulgaren DPS) und Bojko Borissov (der bulgarische Ministerpräsident).

Ahmed DoganBojko Borissov

         Ahmed Dogan                       Bojko Borissov

Ich habe schon Einiges vorausgeschickt in der Vorlesung am 27.12.2015. Heute Morgen gab es ein Interview mit Lütfi Mestan (der Nachfolger Ahmed Dogans, der Ende 2015 als  Parteivorsitzender abgesetzt wurde),  der sehr nervös war und sein altes Selbstvertrauen nicht mehr hatte. Als zwei Iche symbolisieren Ahmed Dogan und Bojko Borissov jeweils die DPS und GERB (Bürger für europäische Entwicklung Bulgariens) . Die Abkürzung DPS bedeutet „Bewegung für Rechte und Freiheiten“, d.h. die Rechte, das Gesetz sollen die Freiheit von den niedrigen Geistern sichern.  In dem Namen der Partei selbst ist das Alttestamentarische als Idee verschlüsselt. Diese Organisation entstand illegal bereits während des Sozialismus und war auch eine Kreatur der Sicherheitsdienste. In ihr wirkt das Mondische unter Jahwes Leitung ohne den Kontakt zum Sonnenprinzip und der Sonnenweisheit der Elohim. Deshalb wirkt diese Partei subversiv und die Ergebnisse ihrer Tätigkeit sind eine karmische Vergeltung. Wie ich schon erwähnt habe, wurde über diese Partei die karmische Schuld Bulgariens wegen der Namensänderung der türkischsprechenden Minderheit im Sozialismus und ihrer Aussiedlung in die Türkei beglichen. Jeder, der die Prozesse in der DPS beobachtet, sieht, dass für sie der Countdown schon begonnen hat. Wenn wir von der Mondweisheit sprechen, müssen wir bedenken, dass Ahmed Dogan mit den Freimaurern verbunden ist, bei denen das Mondische zum Ausdruck kommt. Deshalb war die von ihm gegründete Partei ein Kind des Mondes.

Sein völliger Gegensatz ist der immer lächelnde, große, charismatische Bojko Borissov Warum ist er charismatisch?  Damit jemand ein Charisma hat, muss er in seinen vorherigen Leben wichtige Inkarnationen erlebt haben. Dogan ist auch charismatisch, aber sein Charisma ist mondisch, kühl, erstarrend, distanzierend. Entsprechend zieht er Personen in sein Gefolge, die die eigenen Interessen vor jene der Gemeinschaft stellen. Trotz der 25jährigen Versuche, diese Partei als gesamtbulgarisch, d.h. als nicht blutverwandtschaftlich-mondisch zu legitimieren, trotz der zahlreichen bulgarischstämmigen Mitglieder in ihren Reihen, hat sie sich im Bewusstsein des Bulgaren als eine ethnische Partei eingeprägt. Und sie hat ihre vom Mondprinzip kommende Rolle erfüllt. Je mehr Dogan künftig untergehen wird, desto mehr wird Bojko Borissov aufgehen. In ihm wirkt das Sonnenprinzip. Seit neun Tagen wissen wir, wer Ahmed Dogan und Bojko Borissov in früheren Leben waren. Was enthüllt werden darf und muss, ist ihre seit langem bestehende karmische Verbindung mit einer weltweiten Bekanntschaft. Leider darf man nur das enthüllen, denn das Beleuchten wird ein mächtiges Licht auf diese Konstellation werfen im bulgarischen Raum. GERB bedeutet Bürger für die europäische Entwicklung Bulgariens. Welche Partei repräsentiert also das Blutsverwandtschafltiche und welche die europäische Entwicklung Bulgariens? Von allen Ministerpräsidenten der europäischen Länder hat nur Bojko Borissov das Bewusstsein und den ständigen Ruf nach einer europäischen Lösung des Problems mit dem herüberströmenden Migrantenheer.  Das sage ich ohne Umschweife. Das Potenzial, das er als politischer und staatlicher Führer besitzt, ist um ein Vielfaches größer sogar als dieses von Orban, Merkel, Hollande usw.  Ihm steht eine wichtige Zukunft bevor. Das Charisma Putins, der ein wichtiger Faktor in der Welt ist, ähnelt das einem Polizisten. In Bojko Borissovs Charisma, wenn man in seine Entwicklung und die Entwicklungsgeschwindigkeit beobachtend eindringt, wirkt das individuelle Sonnenprinzip. Sein Auftreten stört nicht denjenigen, der die Dinge durchschaut.

In der vorletzten Vorlesung sagte ich, dass Bojko Borissov eine vorübergehende Erscheinung für Bulgarien ist, wobei ich mich auf die Prophezeiung Slava Sevrjukovas stützte, die natürlich zutrifft: Eine Frau wird als Ministerpräsidentin oder Präsidentin Bulgariens auftreten und zur geistigen Vereinigerin der Nation heranwachsen.

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Slava Sevrjukova (1902-1991), bulgarische Hellseherin

Bojko Borissov steht eine große Zukunft bevor, ihn werden viele berücksichtigen müssen. Deshalb erwähnte ich am Anfang seine Aussage, und das sind keine oberflächlichen Kommentare, dass wir Russland nicht reizen sollen, denn er denkt in großen Dimensionen.

Was passiert in Europa heute? Europa wurde über das Matriarchat in den ältesten Zeiten, in denen das Geistige bestimmend war, über das Patriarchat mit dem männlichen Prinzip, als Kontinent und das Kind Asiens dreigliedrig formiert. Asien bedeutet das Land der Götter. Dort wurden alle bedeutenden Religionen, einschließlich des Christentums geboren. Europa bedeutet das Kind der geistigen Welt, die auf den Erdenplan hinuntersteigend, das Denken  und das individuelle Ich-Prinzip entwickeln soll. So wurde es vorbereitet, sogar in dreifachen Strömungen- eine östliche, eine mittlere und eine westliche, als die Seele der Welt formiert. Im Osten war der Geist, die Seele in Europa und in Westen, in Amerika- der Leib.

Im 18. Jahrhundert kam die Aufklärung auf, in Frankreich wirkte Denis Diderot. Zum ersten Mal gelangte die Menschheit durch Voltaire zur Idee, dass sie auch ohne Gott, ohne das Christentum auskommen kann, ohne Europas christliche Herkunft zu leugnen. Nach der Aufklärung artete die sog. Große Französische Bürgerliche Revolution mit der Losung „Brüderlichkeit, Gleichheit, Freiheit“ in die Tyrannei Robespieres und den Napoleonischen Kriegen aus, d. h. in eine  Katastrophe. Es kam zum Chaos und zur Erkrankung der Seele des europäischen Menschen. Was bedeutet die Seele Europas? Die Entwicklung des Wesens Anthroposophia, das war die Seele Europas. Dieses Wesen beginnt, sein erstes geistiges Glied zu formieren und die europäischen Völker müssen ihren Geist finden.

Es gibt ein Phänomen in Mitteleuropa und das ist die Visegrader Gruppe – Ungarn, Polen, Tschechien und die Slowakei. Bei drei großen Kriegen in Europa haben diese Länder eine wichtige Rolle gespielt. Der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) bestand äußerlich in der Konfrontation des protestantischen Nordens mit dem katholischen Süden, aber es war eigentlich der Kampf der Jesuiten gegen das Rosenkreuzertum. Der Krieg begann aus dem formellen Anlass des Prager Fenstersturzes und führte zur Verwüstung Mitteleuropas mit enormen materiellen und seelischen Zerstörungen.  Bei diesen vier Ländern ist nur das Volk der Ungarn nicht slawisch. Es wurde durch die Bulgaren begründet, der erste ungarische König Arpad stammte aus dem bulgarischen Geschlecht Dulo. Nicht zufällig beginnt die Tetralogie von Stefan Tsanev „Bulgarische Chroniken“ mit dem Gespräch mit einem ungarischen Professor, der zu ihm sagt: Ihr kennt eure große Geschichte nicht. Die Freimaurer sagen öffentlich, dass ein Drittel der Weltgeschichte die Geschichte Bulgariens ist. Und falls jemand beabsichtigt, mich des Nationalismus zu bezichtigen und mir vorhält, dass ich in meinem früheren Leben vielleicht in einem anderen Land inkarniert war, möchte ich erwidern, dass ich auch in meinem vorherigen Leben im bulgarischen Volk gelebt und etwas geleistet habe, was mir das Recht gibt, so wie kein anderer über die Bulgaren zu reden.

In diesen Kriegen haben die Ungarn als die Träger des Ich-Prinzips, des bulgarischen Prinzips, immer im Sumpf herumgestochert. Die Vier von Visegrad haben stets die korrigierende Rolle gespielt und die Deutschen an ihre Mission erinnert. Der erste Weltkrieg wurde auch in einer slawischen Gemeinschaft, in Sarajevo entfacht, als der Thronfolger Ferdinand ermordet wurde. Es war u.a. geplant, den bulgarischen König Ferdinand zu ermorden. Wieder haben die vier Visegrad-Länder Deutschland an seine Mission (Entwicklung der Bewusstseinsseele und des Ich) erinnert. Der Zweite Weltkrieg begann mit dem Einzug Deutschlands nach Polen, wieder in einem dieser Länder. In all diesen Kriegen gab es eine Konfrontation und gegenseitiges  Töten von Deutschen und Slawen. Es muss stattdessen eine Verbindung zwischen ihnen geben, eine große geistige Ehe, von der die Zukunft der Menschheit abhängt. Und diese Ehe wird immer verhindert. Nun sind die vier Visegrad-Länder, der Ich-Anfang durch Orban, diejenigen, die Deutschland wieder an seine Aufgabe erinnern. Die Deutschen sind jedoch völlig amerikanisiert. Nachdem Merkel die Migranten willkommen geheißen hatte, egal ob aus Dummheit oder nach der Anweisung der angloamerikanischen Logen, hätte sie eigentlich keinen einzigen Tag mehr auf diesem Posten bleiben dürfen. Orban und die anderen erinnerten an die Aufgaben der christlichen Völker, an die Traditionen, in solchen Momenten kommt immer die Jahwe-Weisheit zum Vorschein. Aber gleichzeitig gibt es auch das Sonnenhaft-Christliche mit Bojko Borissov. Er strebt nicht die Einzäunung jedes Landes, sondern eine gesamteuropäische Lösung dieses Problems an. Deshalb wird er in der EU geschätzt, aber nicht in Bulgarien, denn keiner ist Prophet im eigenen Land. Das, was im Zentrum Europas geschieht, ist die Wiederholung von Prozessen, die seit Jahrhunderten in Gang sind. Wir haben es dahin gebracht, dass der Weg zum Geist die Entwicklung des individuellen Prinzips bedeutet und dass jeder in Europa zum gesamteuropäischen Bewusstsein kommt, denn bisher hatten wir nur ein nationales Bewusstsein – ich bin Bulgare bzw. Slawe, obwohl wir keine Slawen sind, wir haben nur die Sprache gegeben. Wir sind rassenmäßig keine Slawen, aber wir sind Europäer, Christen des kaukasischen Typs, der die arische Rasse genannt wird, obwohl dieser Begriff viel mehr ausmacht. Die ganze fünfte Wurzelrasse ist arisch. Die Verkörperung des Arischen, der Entwicklung des Denkens und des individuellen Bewusstseins ist der europäische Mensch. Zum ersten Mal steht die Entwicklung eines europäischen Bewusstseins bevor. Wir haben auf der Konferenz 2014 gesehen, dass die Anthroposophen lieber mit ihren eigenen Landsleuten verkehren. Was darf man dann von den anderen erwarten? Das bulgarische Volk ist sehr tolerant, wir sind bereit, mit jedem einen zu trinken. Die Migranten, die jetzt kommen, behaupten, in Bulgarien nicht gut aufgenommen zu werden. Das geschieht, damit wir vor ihnen geschützt werden, damit sie uns nicht zertreten, denn wir haben eine andere Aufgabe. Es ist vorgesehen, dass die Migranten nach Mitteleuropa, ins europäische Herz gehen, um die dortigen Völker zum europäischen Selbstbewusstsein zu erwecken, so dass sich jeder Mensch individuell dem Geist öffnen kann. Bisher wurden wir nur als Völker geführt, über das Verwandtschaftliche, und nun muss das individuell geschehen. Das ist nicht die Aufgabe der Erzengel, sondern die Aufgabe jedes europäischen Menschen. Er muss zu einem Europäer im Sinne Michaels werden. Zum ersten Mal in der Weltgeschichte ist es notwendig, dass das Bewusstsein eines Kontinents entsteht als eine Schöpfung der himmlischen Sophia. Sie hat Europa als das Herz, die Seele der Welt geschaffen. Das muss jeder erfüllen. So wie die Türken die Peitsche in Gottes Händen waren, der die Bulgaren wegen der Verfolgung der Bogomilen bestrafte, so wie die Bolschewiken die Peitsche in Gottes Händen waren, um die Bulgaren zu bestrafen, weil sie Beinsa Douno nicht angenommen hatten und die DPS die Peitsche Gottes als Bestrafung der Sünde mit der Namensänderung war, so sind die muslimischen Migranten die Peitsche Gottes für Europa. Es soll vor allem Mitteleuropa erwachen. Deshalb wollen die Migranten hauptsächlich nach Deutschland, damit Deutschland für seine welthistorische Mission erwacht. Die Migranten sind ein Werkzeug, ein unglückliches Werkzeug freilich. Es wird gejammert dass Europa zugrunde gehe. Aber sagen Sie mir, wie soll derjenige erwachen, der 10000 Euro monatlich bekommt, nur den Weg von zu Hause ins Büro kennt, jeden Wunsch befriedigen kann? Eventuell wird er sonntags in die Kirche gehen, um das luziferisierte Christentum zu pflegen. Wie soll so ein Mensch erwachen für diese Herausforderung, die ihm bevorsteht? Die Herausforderung gilt gerade Mitteleuropa als Träger dieses Prinzips. Die Peitsche muss sehr groß sein. So wie die Bulgaren das Römische Reich vernichtet haben, so erledigen nun die Migranten diese Aufgabe und die Bulgaren geben den Erweckungsimpuls. Wenn es keine Erwachung gibt, sind die Alternative Chaos, Verwüstungen und eine Sieg Ahrimans. Es ist ein Entweder-oder. Also muss jeder zum Geist heranreifen.

Das, was wir jetzt als die Europäische Union kennen, wurde als die Wiederbelebung des Karolinger Reiches aus dem neunten Jahrhundert gegründet. Dieser Union schlossen sich später auch slawische Länder an, einschließlich Bulgarien. Deutschland hatte die Aufgabe, innerhalb der Europäischen Union die osteuropäischen Länder davor zu schützen, vom Stiefel des Kommunismus zertreten nicht direkt unter den Stiefel des Amerikanismus zu geraten. Sergej Prokofieff war nicht zufällig am Anfang seiner Übersiedlung erschrocken darüber, wie amerikanisiert Deutschland war und nichts von seiner Mission ahnte. Praktisch hat Deutschland nichts getan als Träger dieser Aufgabe, die osteuropäischen Völker vor dem Amerikanismus zu schützen.  Es trägt eine große Schuld, das ist eine der deutschen Schulden. Dem deutschen Volk muss geholfen werden, wenn es natürlich hören möchte, denn das ist das individuelle Prinzip. Die Deutschen müssen den Geist finden.

Wie findet man den Geist heute? Aus den vorchristlichen Zeiten kennen wir den Propheten Jesaja, den Lieblingspropheten von Beinsa Douno. Wenn Jesaja von der Frucht des Geistes spricht, sagt er: der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des Herrn. Wir sehen, dass in der damaligen Frucht Gottes die Weisheit an erster Stele steht. Die Liebe war noch nicht da. Christus als Vertreter der Weltweisheit in der Trinität ließ diese Geschenke des Geistes über die himmlische Sophia, über das Wesen Anthroposophia hinunterfließen. Die eingeweihten Propheten Israels, die inkarnierte Propheten aus allen anderen Völkern waren, damit es eine Mischung und Repräsentierung aller Völker im alten jüdischen Volk gab, bekamen diese Geschenke Gottes mit der Weisheit als führende Gabe. Als der Pfingstgeist kam, stieg er hinunter unter die Apostel. Wie haben ihn diese angenommen? Als den Geist der allsiegenden kosmischen Liebe. Der Apostel Paulus sagt in seinem Brief  an die Galater: „Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut, Keuschheit.“ Wir sehen, dass die Liebe hier an erster Stelle steht und die anderen Gaben aus ihr folgen. Im Vergleich zu den alten Gaben geht es hier um etwas ganz anderes. Was geschieht mit den Früchten Gottes aus der vorchristlichen Zeit? Sind sie etwa verschwunden? Nein, sie sind nicht verschwunden. Die alten Früchte, zu denen jeder Eingeweihte Zugang hatte, kamen von außen und die neuen Früchte Gottes kommen von innen und entwickeln das moralische Prinzip als Demut usw. Sie müssen vom Menschen individuell mit seinem wachen Ich-Bewusstsein errungen werden. Nur wenn man mit seinem wachen Bewusstsein jene Gaben des Geistes verstehen kann, können diese in unser Ich metamorphosieren. Die im Ich neugeborene Weisheit erscheint als Liebe und dann kommen Freude, Friede usw. Es ist erstaunlich, dass jemand über meine Vorlesungen mich als den Inbegriff der Demut empfunden hatte. Das ist der einzige, von dem ich diese Behauptung gehört habe.

Wie wird das zurückgespiegelt? Im Augenblick, als der Geist am Pfingsten hinunterstieg, waren die Jungfrau Sophia und die Jünger da. Wer von ihnen hat die stärkste Transformation erlebt? Wer hat eine Rede gehalten? Das war Petrus. Derjenige, der das Gesetz und die Gaben des alttestamentarischen Geistes als Moses verkörperte, erlebte als Petrus die dramatischste Transformation. Der Geist kam am Pfingsten in alle Seelen auf der Erde, nistete sich im Ich ein und lebte dort als der christliche Impuls, egal was für eine Seele man ist. Warum hat sich die ganze Menschheit dann nicht wie Petrus erhoben? Damit diese Geister metamorphosieren, muss man erstens eine Vorgeschichte aus früheren Leben und zweitens einen mit Christus gemeinsamen zurückgelegten Weg haben. Nur bei Menschen, die zur Zeitenwende einen Weg zusammen mit Christus zurückgelegt hatten, konnte der Pfingstgeist so zum Vorschein kommen. Deshalb war Petrus so impulsiv, denn die Liebe kommt auch als Reue. Man bereut das, was man versäumt hat. Er hatte das große Privileg, mit Gott bis zum Ende zu sein und hat ihn verleugnet. Deshalb kam das mit einer umgekehrten Metamorphose im Ich. Aber seine Metamorphose geschah damals in der Verstandesseele.

Nach dieser Zeit kamen die Araber, sind über Europa von Spanien aus hergefallen, vom Osten wurden sie vom bulgarischen Khan Tervel aufgehalten.  Drei antichristliche Impulse haben die Araber gegeben. Später kamen sie über jene Inkarnationen, die allen Anthroposophen bekannt sind. Von den Arabern kam das Favorisieren des abstrakten Denkens, das zum toten Bewusstsein des heutigen Menschen führte. Sie verbreiteten die Sichtweise der Natur, die die materialistische Anschauung und das materialistische Bewusstsein hervorrief. Sie brachten nach Europa auch den zentralisierten Staat, das Kalifat. Die heutigen europäischen Länder sind nach dem Modell des Kalifats aufgebaut, als Einstellung zur Natur, als Denken und als Zentralisierung. Die Europäische Union ist superzentralisiert. Wenn diese Zentralisierung nicht überwunden wird, kommt es zu unserer krachenden Niederlage im Kampf gegen Ahriman und zu einem modernen Kalifat. Alles, was heutzutage an Staatstypen in Europa existiert, stammt von der arabischen Anschauung.  Der Staat muss aber nach der sozialen Dreigliederung aufgebaut sein. Das ist das Fatale, das von den Arabern kam.

Um zu der heutigen Zeit der Bewusstseinsseele zu kommen, können wir fragen, was mit den alt- und neutestamentarischen Gaben geschieht? Der Geist muss in eine bewusste Seele hineinkommen, die jene alttestamentarischen Gaben in Christus transformiert hat. Das ist die Anthroposophie, das ist die Weisheit. Wenn man sich die Anthroposophie aneignet, erhält man die alttestamentarischen Gaben, die persönlich erlangt werden. Die Anthroposophie ist völlig unumgänglich heute, sie ist die Gabe der himmlischen Sophia, die die alttestamentarischen Gaben verkörpert, welche diesmal von Michael über Christus durch jene himmlische Schule kommen und über die Anthroposophie und Steiner hinunterstiegen. Das Wesen Anthroposophia manifestiert sich dreifach dem Menschen. Es bringt ihm jene Kräfte als Verallgemeinerung der alten Weisheit und der alten Rituale. Es weckt die Kräfte der Liebe und der Auferstehung im Menschen und es ist der Führer des Menschen bei der Herstellung seiner Beziehung zur geistigen Welt, die durch die Transformation des Denkens kommt.

Aber nur das Wesen Anthroposophia reicht nicht,  um den Menschen zum ätherischen Christus zu führen, wenn man ihn findet als den großen Tröster, Retter  und Führer zur Einweihung, als Heiler, als Gestalter des Sozialen durch uns. Es ist hierzu der Bodhisattva-Impuls notwendig, damit die Weisheit die Anthroposophie transformieren kann. So kann der Egoismus der westlichen Anthroposophen vermieden werden, die als sehr weise gelten und leitende Ämter bekleiden. Ihnen fehlt die Liebe und nicht zufällig sagte ein niederländischer Anthroposoph, dass Ahriman und Luzifer in den anthroposophischen Gesellschaften präsent sind, aber Christus dort fehlt. Christus fehlt gerade, weil der Bodhisattva-Impuls fehlt. Dieser aber wird gebraucht, um diese Weisheit zu metamorphosieren, sonst artet er in einen Egoismus als National- oder Rassenegoismus ausartet.

Im Ersten Weltkrieg wurde die Nationalfrage gelöst, die Reiche zerfielen in viele Völker, im Zweiten Weltkrieg wurde die soziale Frage gelöst, die untersozialen Welten Bolschewismus und Nationalsozialismus kämpften gegeneinander. Jetzt steht uns der Rassenkonflikt bevor. Nicht zufällig werden in Europa die Massen jeder Farbe und Art zugelassen unter dem Motto des monotheistischen und luziferisierten Islam, einer Religion der alttestamentarischen Art. Stellen Sie sich vor, wie sich diese Tendenz zu Rassengegensätzen verstärkt! Mohammed widerspiegelt das Antichristliche. Was wird dann aus Europa?

Damit die Anthroposophie im Ich als Weisheit wiedergeboren werden kann und die Liebe kommt, braucht man die Strömung Christi. Sein Vertreter auf der Erde, der okkulte Punkt, wie Steiner sagt, der für die Wiederkehr Christi im Ätherischen verantwortlich ist, ist der Bodhisattva. Steiner war das eine Zentrum, der Bodhisattva ist das andere Zentrum, so wie der Mensch zwei Beine hat. Wenn sich jene mächtige moralische Kraft Christi, die von Beinsa Douno kommt, mit der Anthroposophie vereinigt, kommt im Menschen eine Metamorphose zustande. Er macht Schritte zur Einweihung, zur Selbsteinweihung und dann kann der Geist wirken und Liebe, Friede, Freude usw. bringen, aber aus der vergeistigten Bewusstseinsseele. Diese Seele unterscheidet sich von der Verstandesseele, deshalb unterscheidet sich auch die Liebe. Das ist die Ankunft des Pfingstgeistes auf eine neue Art als Geistselbst, der den christlichen Impuls Budhi als das Palladium trägt. Das habe ich schon ein paar Mal erwähnt, das habe ich auch persönlich erlebt. Das ist das Erheben zum kosmischen Bewusstsein. Das ist das heutige Erleben des Geistes, das  adäquat der Bewusstseinsseele ist. Dann gibt es Liebe, Freude, Friede usw. Aber diese werden individuell von jedem Menschen auf seine eigene Art erlebt. So findet man den Geist. Das ist die Synthese. So wie Christus, von dem Beinsa Douno sagt, dass er das Herz der Welt ist und zum Ich der ganzen Menschheit wurde, so produzieren die Bulgaren, die die Leber der Menschheit sind, das Blut mit dem pulsierenden Ich. Wenn man seine Entwicklungsstufen besteigt vom Kind, aus dessen Augen das Ich herausschaut, über die Maske der Person und der Geist im Menschen zu wirken beginnt und die innere Sonne – Christus erweckt, kommt es im Ego zur Explosion, das ist die Ich-Explosion. Dann kann man mit dem explodierten Ich zum Vertreter der inneren Sonne vor der Außenwelt werden und die Gaben des Geistes aus sich herausfließen lassen im geistigen und alltäglichen Leben. So wirkt der Geist und das Erleuchten der inneren Sonne wird ermöglicht. Dann wird das Menschenherz, die Bewusstseinsseele zum Gral, der sich den Gaben des Geistes öffnet. Die Inkarnationen, die wir behandeln, die vielen Offenbarungen, sind eigentlich die Gaben des Geistes.

Als der Japaner Masaru Emoto, der das Gedächtnis des Wassers untersuchte und dazu Wasser verschiedenen Wörtern aussetzte und dann einfror, die Wasserkristalle betrachtete, die dem Namen Bulgarien ausgesetzt waren, staunte er über das Kristallgitter. Es war mit den Kristallen keines anderen Landes vergleichbar.

Masaru Emoto

2006 besuchte Professor Emoto Bulgarien und beobachtete das Rilagebirge und die Paneurhythmie an den sieben Seen vom Hubschrauber aus.

Man sieht im bulgarischen Kristall sieben Strahlen, hier können wir Parallelen ziehen zu der siebenstrahligen Rosette aus Pliska, die die sieben Planeten repräsentiert, oder zur siebenstrahligen Gloriole Christi. Im Inneren des Kristalgitters ist der Stern, das ist die Bewusstseinsseele, die dort entsteht. Das Dunkle zwischen den beiden Armen, was wie ein Gralskelch aussieht, ist dem Kehlkopf  ähnlich. Das ist die Bewusstseinsseele, die sich nach oben, zum Geist hin öffnet damit er in sie hinutersteigen kann und der Mensch zum reinen Herzen, zur reinen Bewusstseinsseele, zur Jungfrau Sophia, zum Gralskelch wird. Die neuen Eingeweihten werden Eingeweihte des Grals heißen. Außer ihnen wird es nur schwarze Eingeweihte geben. Die Gaben des Geistes können in diese Seele einfließen, bewusst gemacht und in der Außenwelt angewendet werden. Als Träger des Ichs haben die Bulgaren selbst im Gedächtnis des Wassers das verschlüsselt.

Die Menschheit muss zur zehnten Hierarchie der Freiheit und Liebe heranwachsen. Wie wird dieser zur zehnten Hierarchie aufgestiegene Mensch heißen? Bulgarien zeigt dies. Beinsa Douno sagt, Bulgare bedeutet ein Mensch des Geistes. In der sechsten Kulturepoche keimt der Samen für die sechste Wurzelrasse und in einem gewissen Sinne für den zukünftigen geistigen Jupiter, wenn wir dann schon rechtmäßig zur zehnten Hierarchie herangewachsen sein werden, in der der kulturbestimmende Faktor das Geistselbst sein wird. Werden die Menschen dann als zehnte Hierarchie Bulgaren heißen? Das Wasser sagt es. Aus einer Offenbarung weiß ich, dass in Zukunft die Menschheit selbst ihren Namen geben wird. Das Bild zeigt die Bedeutung der Bulgaren im zentralen Mysterium des Christentums, dem Gralsmysterium, dem Mysterium des individuellen Ich-Impulses, dem Mysterium der Freiheit und Liebe. Sie spielen eine Hauptrolle.

Als Zusammenfassung können wir Folgendes sagen: Entweder reifen die Menschen zum europäischen Bewusstsein heran und öffnen sich dem Geist, indem sie den heiligen Impuls annehmen, der aus Bulgarien ausgeht oder Europa hat nichts Gutes zu erwarten.Ich hoffe, dass viele in Bulgarien diese Vorlesung sehen und sie nach außen tragen, und indem wir die neuen Technologien nutzbringend verwenden,  können wir auf den erwarteten Ahriman auch dort Druck ausüben. Es gibt keine Möglichkeit den Christus im Ätherischen zu finden, ohne dass Ahriman uns aufsucht und zu zermalmen versucht. Werden wir das zulassen? Ich hoffe nicht.

 

 

 

 

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Ein Gedanke zu „Der soziale Organismus und der Pfingstgeist

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