Die Große Schlacht auf Erden

Armagedon

Rila-Kloster, „Harmagedon“, Wandmalerei im Narthex der Kirche


        vorgetragen von Dimitar Mangurov am 12.08.2012 in Varna

Die Vorlesung im PDF-Format

Da erschien ein großes Zeichen am Himmel: Ich sah eine Frau, die mit der Sonne bekleidet war; sie hatte den Mond unter ihren Füßen, und auf ihrem Kopf trug sie eine Krone aus zwölf Sternen.

Apokalypse 12, 1-6

In der Passionswoche besuchte uns der Begründer der Internetseite otizvora.com Ivan Stamenov und traf sich mit einigen Teilnehmern unserer Gruppe für esoterisches Christentum „Der Geist der Wahrheit“. Nachdem sich unser Gast verabschiedet hatte, setzten wir unsere Diskussion über ernsthafte geistige Themen fort, wobei sich das Gespräch hauptsächlich um das Golgatha-Mysterium drehte. Zum Schluss erzählte ich meinem Bruder von meinem besonderen Gefühl, dass die Frage nach der Himmlischen Sophia immer mehr in den Vordergrund tritt. Dieses Gefühl „materialisierte sich“ später während der Passionswoche aus dem Unterbewusstsein heraus in klares Denken in meinem wachen Ich-Bewusstsein durch eine Reihe von Begegnungen, die neben der Bewusstwerdung auch zu der Enthüllung eines lange bewahrten Geheimnisses der christlichen Esoterik führen sollte.

Das himmlische Osterfest war am 08.04. und das orthodoxe Osterfest folgte eine Woche später, und meine Frau und ich führten damals ein stundenlanges Gespräch mit einigen Gleichgesinnten. Die Anwesenheit der geistigen Welt wurde sehr stark empfunden, damit wir auf die übliche Art das von ihr Vermittelte empfangen konnten, nämlich: „Es ist vor allem Weisheit notwendig!“

Am nächsten Tag fuhren meine Frau und ich nach Stara Zagora, um Formalitäten und Ämtergänge zu erledigen. Unterwegs besuchten wir das Dorf Korten, wo einer der wenigen bulgarischen Anthroposophen wohnt, der sich der Dramatik der gegenwärtigen Zeit und der Bedeutung unserer heutigen Inkarnation für die weitere Entwicklung der Erdenevolution bewusst ist. Es war ein herrlicher, ruhiger und sonniger Tag, es standen drei Stühle unter einem alten Obstbaum – was brauchte man mehr für eine sechsstündige intensive Zusammenkunft in Christi Namen?! Hier wurde die Botschaft des Himmels konkreter: „Die Verbindung mit der Wesenheit Anthropos-Sophia ist sehr wichtig!“. Etwas später begann ich, über die Loge der zwölf Meister aus dem ätherischen Christus-Shamballa zu reden und erzählte, dass sieben von ihnen immer in einem physischen Körper unter den Menschen leben. Wenn jemand von den Meistern nach oben zurückgeht, steigt ein anderer herab, um ihn zu ersetzen. Ich erklärte weiter, dass die Meister inkognito wirken, indem sie durch auserwählte Seelen Ideen in sieben Richtungen (Strahlen) ausbreiten, welche unser ganzes Leben umfassen. Diese Ideen sind gerade das verbindende Glied zwischen dem mikrokosmischen Menschen und den makrokosmischen Göttern, welche an der Erfüllung des Willen Christi nach dem höchsten Plan des Vatergottes wirken. Das Erspüren der Ideen, die die Hierarchien herunterreichen, ist unsere wahre Kommunion heute und die tatsächliche Zusammenarbeit mit dem Erlöser, bevor wir endgültig über die Schwelle zur übersinnlichen Welt beim Einweihungsakt schreiten. Die Meister warnten unmissverständlich, dass „niemand eine christliche Einweihung unter den heutigen Bedingungen erfahren darf, ohne die göttliche Vorsehung für die menschliche Entwicklung zu kennen.“ Das Wesen der Vorsehung kann man mit der Wahrheit (dem Heiligen Geist) enthüllen, die laut Beinsa Douno „mit den Sonnen spricht“ und uns zugänglich wird nur bei der „Ehe“ in unserem menschlichen Ich zwischen der Liebe (dem Vater) und der Weisheit (des Sohnes). Die Liebe unseres Ich zum Vater ist die obligatorische Bedingung, wenn wir zu der Sonnensphäre (dem Himmelsreich) hinaufstreben. Doch laut Beinsa Douno können wir diese Sphäre „nicht mit Liebe, sondern mit Weisheit betreten“. Die Weisheit strömt aus der Loge der zwölf Bodhisattvas um das Zentrum Christus über die höheren Wesensglieder der Himmlischen Sophia zur Anthroposophia hinunter, um von den zwölf Meistern der ätherischen Stadt Shamballa übernommen und als die erwähnten Weisheitsideen zu den Ichen auserwählter Menschen geschickt zu werden, in denen die Begegnung mit der Liebe des Vaters stattfindet. Das Ergebnis der Begegnung, – die im Ich neugeborene Weisheit -, ist der Heilige Pfingstgeist als Wahrheit (kosmische Liebe), durch den heute im Unterschied zur Vergangenheit der Mensch an den Großen Hüter der Schwelle Christus vor der Sonnensphäre tritt und von Ihm das Abendmahl „empfängt“. Das bedeutet, dass Christus ihm allmählich die Vorsehung Gottes für die Erdentwicklung und die Entwicklung des ganzen Kosmos enthüllt. Der Große Hüter hält nämlich den Schlüssel des Gedächtnisses und der Zukunft des Makrokosmos. Dies ist eine erhabene Perspektive vor dem Menschen, aber nur wenn er ständig Schritte in die richtige Richtung macht.

Erst nach zwölfjährigen Bemühungen (wie symptomatisch!) in diese Richtung durch die Synthese der zwei esoterischen christlichen Impulse des 20. Jh. beschlossen zwei Meister aus dem ätherischen Shamballa, sich uns in Korten namentlich vorzustellen: Nazarathos und Serapis. Warum gerade sie?

Um diese Frage genau zu beantworten, muss man das Wirkungsfeld der Meister und die Eigenschaften kennen, die sie im Menschen stimulieren.

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Die angeführte Liste stammt von der östlichen Schule. Es ist ersichtlich, dass die sieben Strahlen mit ihren Farben auf die Aktivierung der unbeweglichen Lotusblätter unserer Chakren und die allmähliche Verwandlung des Menschen in einen „himmlischen Regenbogen“ wirken. Damit arbeiten die Meister an der Wiederherstellung der Verbindung zwischen dem Mikro- und Makrokosmos, die während des Zeitalters des Materialismus abhanden kommt. Von wesentlicher Bedeutung ist es, dass der Mensch jetzt und in der Zukunft den ersten Schritt macht. Deshalb hat der Regenbogen im zweiten, vierten und siebten Siegel in der Apokalypse des Johannes eine jeweils unterschiedliche Bedeutung. Das zweite Siegel symbolisiert das schöpferische makrokosmische Weltprinzip, das in den vergangenen Epochen über die vier Gruppenseelen als siebengliedrig gewirkt hat. Gleichzeitig weist es auf das Christus-Lamm als unsere zukünftige einheitliche Gruppenseele hin. Auf dem vierten Siegel beginnt der Mensch unseres Zeitalters, in sich selbst wie in einem Buch zu lesen und bewusst mit dem Regenbogen – dem Makrokosmos – zu arbeiten. Auf dem siebten Siegel ist der Prozess vollendet – durch den Inhalt des Grals (der kosmischen Liebe und der Widerspiegelung des Christus-Ich) hat der Mensch die Einschränkungen des Fleisches im dreidimensionalen Raum überwunden, ist zu einer „Taube“, also zu einem Heiligen Geist geworden und fliegt zur unsichtbaren Welt, indem er sich in einen siebengliedrigen schöpferischen Regenbogen verwandelt.

Dorthin führen uns die Zwölf aus dem ätherischen Shamballa, die die Namen El Morya, Kuthumi usw. tragen. Aber es ist gut zu wissen, dass diese Namen lediglich Platzhalter sind, denn die wahren Namen der Meister besitzen eine okkulte Kraft und sind uns aus verschiedenen Gründen bisher unbekannt. Das gilt auch für die beiden, die sich uns in Korten „vorstellten“ – Nazarathos und Serapis. Unter Nazarathos müssen wir heute nicht den persisch-babylonischen, vielleicht aus Balhara stammenden Zoroaster bzw. Zarathustra verstehen, sondern den Meister Jesus mit dem Ich desselben Zarathustra in sich. Dieser Meister enthüllt uns die großen sakralen Geheimnisse der Christus-Opfer bei dem Ersten und Zweiten Golgatha. Der Meister Serapis führt uns auch nicht zu dem alten vorchristlichen Kult aus dem Zeitalter der ägyptischen Ptolemäer, sondern zeigt uns den Sinn des heutigen kultischen Lebens zur Herstellung einer rechtmäßigen Beziehung zwischen dem Menschen und den göttlichen Hierarchien. Der Erstere wirkt häufiger durch mich und der Letztere – durch meine Frau. Natürlich schließt dies nicht die Teilnahme der anderen Meister in der Verwirklichung des Werkes aus, das im Herbst 2000 begonnen und die Heranbildung einer Kombination von Eigenschaften in uns bewirkt hat. Von den heutigen geistig Suchenden wird erwartet, dass sie eine Art Widerspiegelung der sieben obenerwähnten Strahlen werden, was unter den Bedingungen der fast vollständigen Kontrolle durch Ahriman im Erdenleben außerordentlich schwierig wird. Wir müssen die Meister selbst suchen und uns auf eine Zusammenarbeit mit ihnen nach ihren eigenen Kriterien vorbereiten. Dann werden sie uns in die vorgesehene Richtung führen. Ihr Hauptkriterium bei der Zusammenarbeit mit uns ist „das Verständnis der Bedeutung des Golgatha-Mysteriums für die Evolution der Erde und des ganzen Kosmos“. In der östlichen Schule fehlt dieses Verständnis. Deshalb ist die obenerwähnte Liste nicht ganz korrekt. Ab dem 20. Jahrhundert emanzipierte sich die westliche Schule von der einheitlichen Ost-West-Schule und das übersinnliche „Altar“ für die Einweihung (die Synthese zwischen der Liebe und der Weisheit) wird schon durch Christian Rosenkreutz und Rudolf Steiner bewacht. Der Erstere steckt hinter dem am Anfang angedeuteten Geheimnis.

Es ist angebracht, an dieser Stelle einige Erläuterungen hinsichtlich der besagten Meister aus der Großen Loge zu geben, die die Menschheit führen und die Rudolf Steiner „Die Meister der Weisheit und des Zusammenklanges der Empfindungen“ nennt.  Am höchsten stehen die zwölf Bodhisattvas, die Christus über den Heiligen Geist leitet. Als Steiner das Wesen der Bodhisattvas begriff, begann er über zwölf Weltansichten, über die Betrachtung jeder Erscheinung von zwölf Standpunkten aus zu reden, denn durch den zukünftigen Buddha Maitreya wirkte auf ihn die ganze Sphäre bzw. Loge der Bodhisattvas. Diese zwölffache Wirkung aus der Sphäre der Vorsehung können wir ‚Sternenwirkung’ nennen und sie bringt das höhere Wesen der Bezeichnung „Meister der Weisheit und des Zusammenklanges der Empfindungen“ zum Ausdruck.

Aber neben den Bodhisattvas gibt es in dieser Loge weitere Meister, die auch mit der Welt der Vorsehung verbunden sind und von dort Impulse für ihre Tätigkeit empfangen. Steiner hat unmissverständlich gesagt, dass wir bei der Nennung der Namen Skythianos, Zarathustra, Buddha über drei Bodhisattva-Verkörperungen reden. Skythianos und Zarathustra selbst sind nicht Teil der Gruppe der zwölf Bodhisattvas, aber sie sind in bestimmten Perioden der Menschheitsgeschichte zum Gefäß der Verkörperung oder Tätigkeit einiger der Bodhisattvas geworden. D.h., dass sie durch den Heiligen Geist durchdrungen wurden. El Morya, Serapis, Manes, Steiner und die restlichen sind Meister, denn sie sind auch vom Heiligen Geist durchdrungen. Im Unterschied von der Sternenwirkung des Heiligen Geistes durch den inkarnierten Bodhisattva, können wir die Wirkung des Heiligen Geistes unter den Menschen durch die Meister (El Morya, Serapis usw.) eine ‚Planetenwirkung’ nennen, denn sie wird aus einer zwölffachen Wirkung heraus in die sieben erwähnten Strahlen transformiert. Beinsa Douno spricht auch von „Großen Brüdern“ aus sieben Kategorien, die in den geistigen Sphären der Erde wirken. Natürlich meint er mit „Großen Brüdern“ nicht nur fortgeschrittene Wesen der menschlichen Evolution (die Bodhisattvas sind das ja auch), sondern auch die anderen Wesenheiten (Engel, Erzengel usw.) des makrokosmischen Menschen, die in der geistigen Erdensphäre in sieben Richtungen wirken. In dieser uns am nächsten liegenden Sphäre, die in der christlichen Esoterik als „ätherisches Christus-Shamballa“ bekannt ist, erfolgt der Übergang von der „Sterneneinwirkung“ zur „Planeteneinwirkung“, wobei erstere die führende ist, die über die Bodhisattvas hinuntersteigt. Deswegen hat die Enthüllung der Identität des jetzigen Bodhisattva eine immense Bedeutung für das gesamte geistige Leben der Menschheit!

Von der Anthroposophie ist uns bekannt, dass der Übergang von „Sterneneinwirkungen“ zu „planetarischen“ Einwirkungen in der Sphäre der heutigen Sonne erfolgt. Warum halten wir dann das ätherische Shamballa für die andere „Sonnensphäre“ bei diesem Übergang? Der erste Übergang ist mit den Göttern verbunden und wir können ihn makrokosmisch nennen, während sich der zweite Übergang eher auf die „Meister der Weisheit und des Zusammenklanges der Empfindungen“ bezieht und folglich mikrokosmisch genannt werden kann.

Gerade im Christus-Shamballa begann die Erde sich nach dem Mysterium von Golgatha von einem Planeten in eine neue Sonne (den sog. geistigen Jupiter) zu verwandeln, die im Unterschied zu der heutigen Sonne von Wesenheiten mit einem freien Willen geschaffen werden wird. Wir Menschen sind auserwählt, diesen bemerkenswerten Sprung in der Evolution des Göttlichen Werkes durch die Christus-Kraft in unserem Ich zu machen. Die Meister führen uns zum zukünftigen Jupiter, dessen Errichtung unsere Hauptaufgabe im heutigen irdischen Äon ist!

Nach den Aufregungen im Dorf Korten stand uns am nächsten Tag in Stara Zagora eine noch größere Überraschung bevor. Innerhalb von wenigen Stunden erledigten wir unseren Kram und betraten den gut sortierten Buchladen in der Hauptstraße des Stadtzentrums. Ich stand vor dem Regal mit den Geschichtsbüchern und schaute mir Neuerscheinungen an, als durch die Tür ein grob gebauter, etwa 120 Kilo schwerer Mann hereintrat. Von ihm hätte ich nie die Frage erwartet, die er an die Verkäuferin richtete: „Wo sind Rudolf Steiners Bücher?“ Nach ihrem Hinweis griff der seltsame Kunde zu der Reihe mit anthroposophischer Literatur und nahm symbolhaft GA 130 heraus. Das Geheimnis, das ich am Anfang erwähnte, wird gerade in diesem Buch erwähnt.

In jenem Augenblick aber ahnte ich nicht, wohin mich die Meister führten, sondern dachte von dem Mann: „Du bist noch weit entfernt davon, das esoterische Christentum zu begreifen“. GA 130 wurde in der Tat zurückgelegt und es wurden ein zweites, drittes und viertes Buch umgeblättert. Es war deutlich, wie die Orientierungslosigkeit und die anwachsende Unruhe langsam den Riesen von seiner ursprünglichen Absicht, Steiner für sich zu entdecken, entfernten. Der durch den freien Willen zustandegebrachte Wunsch hätte ohne den Eingriff der Notwendigkeit unerfüllt bleiben können. Ich war in jenem Augenblick die „Notwendigkeit“ und entschloss mich deshalb zu handeln. Indem ich auf die anthroposophische Literatur zeigte, erklärte ich entschieden: „Wer diese Bücher nicht gelesen hat, hat keine Ahnung!“ Im Raum gab es weitere Kunden, doch keiner von ihnen reagierte auf die Herausforderung. Nur der große Mann drehte sich zu mir und redete los: „Ich habe vieles von Peter Danov gelesen, aber von Steiner noch nichts. Ich war bei den Protestanten, Mormonen und in anderen Kirchen, aber dort gab es nicht das, wonach ich suchte. Bin 50, habe in einem Bergwerk gearbeitet, danach war ich Schweinehalter…“

Ich habe mir die Vorstellung angehört und griff seine Hände: „ Dreh sie um, damit ich deine Linien sehen kann!“ Dann sprach ich in einer solchen Weise zu ihm, dass er nach zwei oder drei Minuten den Ärmel seines rechten Armes aufkrempelte und mit feuchten Augen sagte: „Schau! Seitdem du redest, habe ich eine Gänsehaut. Mit meinem Herzen weiß ich, dass alles, was du sagst, stimmt.“ „Ich weiß nicht, ob du mir glaubst“, setzte er fort, „aber heute Morgen habe ich zu Gott gebetet, dass er jemanden schickt, der mir den richtigen Weg weist. Ich habe viele geistige Erfahrungen. Ich habe Christus, Peter Danov, Wassil Lewski und Christo Botev gesehen (Lewski und Botev sind Revolutionäre und Kämpfer für die Befreiung Bulgariens vom türkischen Joch)… Die Sphäre von Christus ist endlos, die von Danov – so groß wie ein Fußballfeld und die von Lewski und Botev sind ganz klein.“

Ich habe ihn nach den Details ausgefragt, etwa was für ein Licht Christus ausstrahlt, ob Er einen Bart hat usw. Dieser Mann war dem ätherischen Christus begegnet, ohne etwas von der Existenz der Anthroposophie geahnt zu haben! So wie Jesaiah Ben-Aharon musste er später die geistige Wissenschaft entdecken, um zu begreifen, was er in seiner Jugend gesehen hatte. Also stand dieser Seele eine aufregende Begegnung mit dem Wesen Anthroposophia bevor. Wie er diese erleben würde, hängt von der Reife seines Verstandes ab, aber nachdem die wunderbaren Wege des Vaters meinen Weg mit dem seinen gekreuzt hatte, war ich wie Parzival verpflichtet, ihn zu fragen, ob Christus zu ihm gesprochen hatte. Die genauen Worte des Erlösers seien gewesen: „Heute ist es am wichtigsten, für Eva Geburtshilfe zu leisten!“

Vor zehn Tagen startete ich beim Gefühl von der Himmlischen Sophia, ging über das Bedürfnis der Weisheit und die Wichtigkeit der Wesenheit Anthropos-Sophia, um zu der Botschaft von Christus selbst von der „Geburtshilfe für Eva“ zu gelangen. Im März hatte ich nicht zufällig vor der Gruppe „Der Geist der Wahrheit“ eine lange Vorlesung gehalten, die auch auf diese Frage eingeht. Diese Vorlesung ist wie viele andere auch nicht veröffentlicht. In den vorliegenden Ausführungen werde ich Teile von ihnen verwenden, um zu verdeutlichen, was Christus mit der „Geburtshilfe für Eva“ meint, um danach die geistige Logik zu darzulegen, nach der die Beleuchtung des Geheimnisses aus GA 130 gerade um Ostern 2012 notwendig wurde.

Wie schon erwähnt, besteht die Hauptaufgabe des Menschen im Erdenäon in der Verwandlung der Erde in die Jupiter-Sonne. D.h., wir müssen den gegenwärtigen Weisheitskosmos in einen Kosmos der Freiheit und Liebe verwandeln. Die Erfüllung dieser Aufgabe erfordert die Entwicklung eines solchen Ich-Bewusstseins – unseres vierten Wesensgliedes -, mit dem wir die Wahrheit Christi erkennen und durch Seine Kraft die große Transformation vollbringen können. Seit Lemurien waren viele Völker durch Gott erwählt, einen bestimmten Anteil der Arbeit am Gesamtprozess der Ich-Evolution zu erledigen. Das kann man deutlicher in der nachatlantischen Zeit beobachten, als die Herausbildung der einzelnen Völker begann. Manche von ihnen sind längst in der Finsternis der Geschichte verschwunden, andere bestehen nach bedeutsamen Transformationen weiter und schauen sehnsuchterfüllt auf ihre ruhmreiche Vergangenheit zurück. Andere leben in der Erwartung ihrer großen Zukunft, wenn sie selbst durch Gott erwählt sein werden. Es gibt aber ein Volk – das Bulgarische, das von Anfang an durch Gott erwählt wurde, für die Gesamtentwicklung des Ich in allen Epochen seit Lemurien verantwortlich zu sein. Mit dieser Behauptung will ich keinesfalls große Töne spucken, denn sie ist eine geistige Tatsache, die von der geistigen Welt nach jahrelanger geistiger Arbeit als Vorbereitung der nächsten außerordentlichen „Offenbarungsperle“ enthüllt wurde. Wie der Bodhisattva Beinsa Douno sagt, sind die Bulgaren die Leber des gesamtmenschlichen Organismus auf Erden. Von der Anthroposophie wissen wir, dass dieselbe Funktion im makrokosmischen Menschen unsere Väter und Erzeuger, die Elohim erfüllen. Von ihnen haben wir am Anfang unseres physischen Erdenexils das Ich (den Ich-Leib) erhalten. Die sechs Sonnenelohim „trugen“ das makrokosmische Christus-Ich bei der Verkörperung in Jesus und haben seine Geburt auf dem Erdenplan erlebt. Das Ich pulsiert im Blut und erfasst mit ihm den ganzen Körper. Das Blut wird in der Leber produziert. So schließt sich der Kreis – ohne Leber gibt es kein Blut, keinen Boden für die Entwicklung, keine Wiedergeburt der Weisheit im Ich. Dann kann auch die Erde nicht in den Geistigen Jupiter verwandelt werden, wozu das Golgatha-Opfer notwendig war. Es würde auch nicht die Einführung des neuen Prinzips der Evolution des makrokosmischen Menschen durch unsere Verwandlung  in die zehnte Hierarchie der Freiheit und Liebe möglich sein. Dann würde der Weg der neun Hierarchien zum Endpunkt der Schöpfung ohne den Erdenmenschen fortgesetzt werden, der dann endgültig in den Abgrund anderer ahrimanischer Welten gestürzt sein würde. Ahriman wünscht sich sehnlichst die Realisierung dieses Szenarios! Die Bulgaren sind Christus gegenüber, Der nach der Auferstehung die ganze Macht im Himmel und auf Erden erhalten hat, dafür verantwortlich. dass der Plan Ahrimans nicht in Erfüllung geht! Nach den Worten des Bodhisattva „stehen“ die Seelen im Jenseits „Schlange“, um inmitten der Bulgaren hinuntergeschickt zu werden. Als Bulgare in der Zeit der Inkarnation Ahrimans geboren zu werden, ist ein Privileg und eine enorme Verantwortung, denn die Prüfungen des Ich werden noch nie dagewesene Ausmaße haben. Die Bulgaren müssen zeigen, wie wir die bevorstehende Prüfung meistern können.

Es ist schwierig zu beurteilen, ob das bulgarische Volk seine Göttliche Vorbestimmung in der Vergangenheit und heute erfüllt hat. Was die Vergangenheit betrifft, werden wir einige Aspekte aufzeigen, die mit dem Schicksal der Israeliten, des bekanntesten gotterwählten Volkes sowie mit der bulgarischen Teilnahme an diesem verbunden sind. Was die Gegenwart betrifft, wird die Antwort zum Schluss dieser Ausführungen als logisches Ende des Erörterten gegeben.

Der Hauptkern der heutigen Juden sind die Nachfolger der im achten Jahrhundert judaisierten bulgarisch-chasarischen Bevölkerung im Rahmen des chasarischen Khaganats, während die alttestamentarischen Israeliten etwas anderes sind. Ihr Ursprung reicht bis zu den Erzvätern Jakob, Isaak, Abraham, Tarah und der prachtvollen Stadt Ur Kasdim (Chaldäisch Ur) in Mesopotamien, wo die Anwesenheit der Bulgaren in verschiedenen Geschichtschroniken, archäologischen Ausgrabungen und religiösen Texten belegt wurde. Das liegt daran, dass die Triebe der Ich-Evolution der Menschheit in die richtige Richtung laut der Göttlichen Vorsehung die physische Anwesenheit der ursprünglich erwählten Volkes dort erforderte, wo der Prozess begann – in Indien, Sumer, Ägypten, Babylon, Hellas, Rom. Unser Ziel ist es natürlich nicht, die Leser in die Glaubwürdigkeit dieser Behauptung zu überzeugen, die eine geistige Tatsache ist. Deshalb werden wir nur zwei Beweise anführen, die die Beziehung zwischen Bulgaren und Israeliten belegen, jeder ist frei, nach weiteren Beweisen zu suchen.

Nach dem Zusammenbruch des Sozialismus 1989 erschienen viele Bücher über diese Fragen, meistens von nicht-professionellen Historikern verfasst. Schon Beinsa Douno hatte gesagt, dass keiner das Verkünden der Wahrheit über das bulgarische Volk aufhalten werde. Aus der ältesten geschichtlich bekannten Zivilisation ist bis in unsere Tage hinein der Mythos über den legendären fünften Herrscher der ersten Dynastie der sumerischen Stadt Unug (semitisch Uruk) – Bilgameš (sumerisch, Gilgamesch auf semitisch). Bilga, variiert als Balga, bedeutet „Erzvater“ oder „Ahn“ und Mes – „Held“, „Recke“. In anderen Zeiten werden Bulgaren unter dem Namen Unuguren bekannt. Aus der Stadt Unug (Uruk) ging Abraham in die Stadt Haran, wo sich wohl sein Weg mit den mysteriösen Hyksos-Bulgaren gekreuzt hat. Dann begab er sich in das Gelobte Land Kanaan (Palästina), um die ihm vom Avatar Melchisedek gestellte Aufgabe zu erfüllen und zum Stammvater des auserwählten alttestamentarischen Volkes zu werden, welches über dreimal 14 Generationen den Leib für das heruntersteigende Christus-Wesen schaffen sollte.

Die zweite Tatsache finden wir in der Chronik des Konstanzer Konzils (1414-1418) Ulrich von Richenthals, wo über einem der zwei bulgarischen Staatswappen der folgende Text steht: „Rex Caldeorum“ (König der Chaldäer)

 

 

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Rex Caldeorum

 

Ur ist laut der Bibel chaldäisch. Unter dem Wappen ist zu lesen: „Bulgarien, das östlich von Damaskus und westlich von Indien liegt“ Der König der Chaldäer führte einen Staat an, der die Gebiete vom Zweiflussland (Mesopotamien) über die iranischen Berge und Mittelasien bis zum Indus-Flussgebiet umfasste. Dort weisen der Name der Provinz Belutschistan sowie die Toponyme Balkh, Balkhika auf das Volk, das auf diesem Gebiet im Altertum wohnte. Dieser Beweis trägt ein späteres Datum und erklärt nicht, um welches der bulgarischen Reiche es sich handelt, aber er ist wichtig, da Ulrich von Richenthal als Deutscher hier unvoreingenommen ist.

Abraham hat seine Aufgabe erfüllt und wurde anschließend zusammen mit Sarah in die Familiengruft Makpellah (vielleicht Mak-benak, was „Das Seelisch-Geistige hat sich vom Physisch-Körperlichen abgetrennt“ bedeutet) beerdigt, die ihm der Hethiter Ephron überlassen hatte. Die Hethiter oder Hattier gehörten auch zu den damals zahlreichen Bulgaren. Wir sehen, wie Abraham seine Mission in der mit den Bulgaren verbundenen Stadt Ur begann, und am Ende seines Lebens unter ihnen im Land Kanaan wohnte, das seit alters her ein Anziehungspunkt für verschiedene Völker gewesen war. Schon im dritten Jahrtausend v.Chr. gab es Feldzüge der Ägypter in diese Richtung, aber sie eroberten Kanaan, wie sie Palästina nannten, erst im 19. Jahrhundert v.Chr. Der Name Palästina kommt von den Philistern, die damals Pelischti genannt wurden, während Kanaan ein bulgarisches Toponym ist. Denn im 18. Jh.v.Chr. verdrängten die bulgarischen Hyksos, Hattier und Kassiten die Ägypter aus Kanaan. Als im 15. Jh.v.Chr.  Moses das Volk Israel aus Ägypten herausführte, traf er auf dem Weg nach Palästina zuerst auf der Sinai-Halbinsel die Ammoreer, danach kämpfte er im Gelobten Land gegen die Kanaaniter, Hattier und andere Völker. Die im Alten Testament als Kanaaniter erwähnte Bevölkerung sind nämlich die Bulgaren, die hier bereits seit der Zeit Abrahams lebten und dem Land den Namen gaben.

Hier muss darauf hingewiesen werden, dass in der anthroposophischen Literatur das Datum des Auszugs Abrahams aus Ur gegen das 21. Jh.v.Chr. bestimmt wird, während die historischen Quellen ihn zwei bis drei Jahrhunderte später datieren. Für mich persönlich ist die Frage noch offen. Aber das ändert nicht den Sinn der Ereignisse in geistiger und äußerlich-historischer Sicht.

Die nomadischen Israeliten kämpften gegen verschiedene Völker während einiger Jahrhunderte, um sich erst im elften Jh.v.Chr. in Nordpalästina niederzulassen und die Erfüllung ihrer von Gott aufgetragenen Mission in ihrem ersten Staatsgebilde Israel unter Jerubbaal fortzusetzen. Die Kanaaniter und Hyksos fassten festen Fuß im Norden und Nordosten im Reich der Hattier, das während aller Einfälle der Israeliten auf dem Höhepunkt seiner Stärke war und problemlos Widerstand leistete. Es wird angenommen, dass die Israeliten ihr Schrifttum von den Bulgaren übernahmen, indem sie die alten piktographische und Hieroglyphenschrift von Sumer und Ägypten und das ammonitische Alphabet von Sinai weiterentwickelten. Ihr Blut mischte sich mit dem bulgarischen Blut und es kam zur Macht Israels unter Saul, denn in den vorchristlichen Zeiten waren die Bulgaren nach den Anforderungen der menschlichen Ich-Entwicklung die Hauptträger der Staatlichkeit in den damals bekannten Formen. Dem Beispiel folgend, entstand in Südpalästina ein zweiter israelitischer Staat – das Königreich Juda unter dem König David. Dort wurde das Vermächtnis Jahves, das Moses aufgeschrieben hatte, das Blut nicht mit dem Blut fremder Völker zu vermischen, ausnahmslos befolgt: David mochte Saul nicht und kämpfte nach dessen Tod jahrelang gegen seinen Nachfolger Isch-Baal, bis es zur Gründung eines einheitlichen Staates unter seiner Führung kam. Aber er wurde bald mit dem starken bulgarischen Einfluss aus dem Norden konfrontiert und fügte laut dem russischen Historiker Wsewolod Igorewitsch Awdiev dem Jahwe-Kult die alten kanaanäischen „Heiligtümer, heiligen Quellen und Felsen“ bei, d.h. die von den Israeliten verachteten Naturkulte. Awdiev führt keine weiteren Details an, jedoch zeigte sich die bulgarische Einmischung in die Mission des auserwählten Volkes besonders stark gerade durch David, obwohl in anderer Weise.

Der Sieger über Goliat begehrte Virsavia, die Frau des Hethiters (Bulgaren) Urija, und er schickte Urija in eine Schlacht, damit er getötet werden konnte. Virsavia heißt eigentlich Bathseba. Sie ist die Tochter Ethials (Eliams) und die Enkelin Ahitofels, über den in der Bibel steht, dass er „mit dem Himmel spricht“. Ahitofel war der Ratgeber Davids, dessen Name laut Assen Tschilingirov nur einmal in der Heiligen Schrift erwähnt wird. Bathseba gebar aus der Beziehung mit David Salomo. Derselbe Salomo rief später den Baumeister Hiram Abif, um den Tempel für die Bundeslade mit den Steintafeln zu bauen. Hiram wird gewöhnlich für einen Phönizier gehalten, aber Steiner sagt über ihn, dass er ein Phryger ist, und die Phryger sind zweifelsohne Thraker, die Beinsa Douno „die sanftmütigen Bulgaren“ nannte. Während der Zeit Salomos (10. Jh. v.Chr.) hatten sie in Kleinasien ein Königreich. Ob Hiram aus der Stadt Tyros in Phönizien oder aus der tatsächlich damals existierenden phrygischen Stadt mit einem ähnlichen Namen nach Jerusalem kam, konnte bisher nicht sicher festgestellt werden. Das ist auch nicht so wichtig. Wichtiger ist Hirams Herkunft und dass er die Bauarbeiten des überwältigenden Tempels leitete. Die Königin von Saba Balkis, deren Volk in Nordmesopotamien den beredten Namen Balkharis trägt, besuchte Salomo und verliebte sich in Hiram. Mit dem schweigenden Einverständnis Salomos wurde Hiram ermordet. Das gab den Anfang der „Tempel-Legende“, in der die heutige Freimaurerei ihren Ursprung sucht. Der Baumeister Hiram inkarnierte in der Zeitenwende als Lazarus-Johannes, und nahm später an einem Mysterium teil, das in engster Beziehung mit den Bulgaren steht.

Wir sehen, dass alle drei Hauptpersönlichkeiten, die mit dem Tempelbau zusammenhängen und die Weltansicht des Alten Testamentes verkörpern, Bulgaren waren. Mit Salomo beginnt die Abstammungslinie, die zum Jesus-Kind aus dem Matthäus-Evangelium reicht, in dem das Ich von Zarathustra inkarniert, das die ganze Erdenweisheit enthält. Da die Bulgaren für das Ich-Prinzip der Menschheit verantwortlich sind, haben sie dieses nicht nur initiiert, sondern in sich über den führenden Erzengel die Geistesfrucht dieser Entwicklung aufbewahrt. Vor dieser Geistesfrucht in Zarathustra haben sich die drei östlichen Könige verbeugt. Der Schrein mit ihren Gebeinen befindet sich übrigens im Kölner Dom. Der bedeutende Anthroposoph Sergej Prokofieff behauptet, dass zu Zarathustra seine inkarnierten früheren Schüler aus dem sechsten Jh.v.Chr. Pythagoras, Daniel und Kyros der Große kamen. Woher sie kamen und wer sie in der Zeitenwende waren, kann man noch nicht sagen (in späteren Vorlesungen Mangurovs wurden ihre Inkarnationen zur Zeit Christi beleuchtet). Kyros II der Große beeinflusste schicksalhaft das auserwählte Volk des Alten Testaments. Nach dem Tode Salomos im Jahre 927 v.Chr. bekamen die Zentrifugalkräfte im einheitlichen Königreich die Oberhand und dieses zerfiel in ein Nordreich (Israel) und ein Südreich (Juda). Das erste existierte 200 Jahre, bis es von Assyrien zerschlagen wurde und das zweite war 300 Jahre lang unabhängig, bis Nebukadnezar es vernichtete. Der Tempel wurde zerstört und die Juden in Gefangenschaft genommen. Um 560 v.Chr. gründete Kyros II der Große das Persische Reich und befreite die Juden aus ihrer 50jährigen babylonischen Gefangenschaft. Um 536 v.Chr. wurde der Tempel wieder aufgebaut, in dem allerdings das Eherne Meer Hirams und die verlorene Bundeslade mit den Gesetzestafeln fehlten. Es existieren verschiedene Hypothesen über den Aufbewahrungsort der Bundeslade und der Gesetzestafeln. Sie liegen im Strandscha-Gebirge im Südosten Bulgariens, aber sie werden erst dann “entdeckt“, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist.

 

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Das Strandscha-Gebirge im Südosten Bulgariens

Wir wollen nun zur Zeitenwende zurückkehren und die Rolle des auserwählten Volkes beim Hauptereignis auf Erden verfolgen. Die Abstammungslinie, die von dem „blutvermischten“ Salomo geht, verletzt keinesfalls Jahwes Gebot des reinen Blutes, was wir sehen können, wenn wir das von Steiner enthüllte Mysterium der beiden Jesus-Kinder kennen. In Nathans Priester-Abstammungslinie aus dem Lukas-Evangelium inkarniert die nathanische Seele, die die vom Irdischen nicht verschmutze Göttliche Weisheit trägt, und am Ende der salomonischen Königsabstammung steht Zarathustra, der in seinem Ich die ganze Erdenweisheit besitzt. Zur Inkarnation des makrokosmischen Christus-Ich musste ein Leib vorbereitet werden, dessen Bestandteile von beiden Weisheiten bearbeitet werden sollten, der Göttlichen und der Irdischen. Der Beginn dieser „Bearbeitung“ war das Geschehnis im Tempel, als Zarathustras Ich den salomonischen Jesus verließ und in den zwölfjährigen nathanischen Jesus eintrat, der die Gelehrten mit seinem tiefen Verständnis der heiligen Schrift in Staunen versetzte. Bald danach starb der salomonische blutvermischte Jesus und der nathanische, einen reinen Stammbaum besitzende Jesus erlebte 18 Jahre später Epiphanias. In seinen Leibern begann das dreijährige Wunder der Göttlichen Menschwerdung, welches mit dem Kreuztod zu Ende ging und das Schicksal der Erdenmenschheit veränderte. Im Alten Testament sehen wir überall, wie sich das Physische für das Übersinnliche opfert, und das Neue Testament ist vom Opfer des Geistigen für das Physische durchdrungen. Abraham sah mit seinen physischen Augen die drei Erzengel. Moses sah mit den Organen seines ätherischen Leibes und Elija – mit den Organen seines Astralleibes. Die Wandlung im seelischen Leben, die zur Verbindung mit den Göttern (dem Geist) führt, vollzog sich von außen nach innen. Es musste der Augenblick kommen, als das Hellsehen nicht vom Körper (von den Leibern) ausging, sondern vom Ich. Christus (der Geist, das Ich) begann, sich mit Jesus’ Leibern in umgekehrter Reihenfolge zu verbinden – von dem Astralischen zum Physischen. Und das erste Wunder des Opfers des Übersinnlichen für das Physische geschah zur Hochzeit in Kana in Galiläa.

Im Johannes-Evangelium wird „in Galiläa“ hinzugefügt, da auch ein hetithisches (bulgarisches) Kana’an existierte. Die wichtigen Ereignisse im Alten Testament geschahen in Gilgal (Judäa), und im Neuen – in Galiläa. Elf der aufgerufenen Apostel stammten aus Galiläa, nur der Verräter Judas war aus Kerioth in Judäa. Der Name Kana in Galiläa, wo damals auch Bulgaren wohnten, führt zu Kain und die Entwicklung des Ich-Prinzips zurück, das in den vorchristlichen Zeiten über das Blut des Geschlechtes, über Kanaan auf den Titel der bulgarischen Herrscher „Kana Iuvigi“, d.h. „schönes Blut“ hinweist. Im Griechischen wird ein Maskulinum-s hinzugefügt, deshalb lauten die entdeckten Inschriften Kanas Iuvigi. Dass das bulgarische Blut „schön“, d.h. gesund ist, bestätigen moderne genetische Untersuchungen der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften. Die Lage Bulgariens auf einer geographischen Wegkreuzung und die unter türkischer Herrschaft verbrachten 500 Jahre haben die Gene der heutigen Bulgaren nicht verändert, der genetische Hauptbestandteil wurde von den Wissenschaftlern als „thrakisch“ bestimmt. Zum Vergleich besitzen die heutigen Ägypter nur 1% genetische Kompatibilität mit jenen aus der Zeit der Pharaonen.

Warum „thrakisches“ und nicht „bulgarisches“ Blut? Die Beantwortung dieser Frage bedarf einer gesonderten Untersuchung. Vorläufig kann man sagen: es ist eine okkulte Tatsache, dass in der Vergangenheit die Bulgaren in zwein großen Zweigen existierten – den sog. „aufsässigen“ und „sanftmütigen“ Bulgaren. Sie widerspiegeln die beiden nachatlantischen Hauptströmungen der menschlichen Entwicklung, die wir in der Zeitenwende in den „Königen“ und den “Hirten“ bzw. im salomonischen und nathanischen Jesus wiederfinden. Wir können sie auch „Kainiten“ und „Abeliten“ nennen. Sie wurden in Christo vereinigt, der die Grenzen des Blutes durch sein Ich aufhob. Die Vereinigung der „Aufsässigen“ und „Sanftmütigem“ im Erlöser geschah durch das Slawentum, aber das Blut der einen und der anderen Gruppe hat sich nicht wesentlich verändert – es ist von alters her der Träger des Ich-Prinzips, so dass beide Gruppen eine hohe Kompatibilitätsstufe besaßen. Wenn Beinsa Douno behauptet, dass „der Bulgare das härteste Element im Weltall ist“, meint er die Härte, die Beständigkeit des Ich-Prinzips unter den Bulgaren, welches wir im Blut finden. Wenn fünf Bulgaren genetisch sich mit fünf Vertretern anderer Völker vermischen, beginnt das bulgarische Gen evolutionsbedingt zu dominieren.

Solche evolutionären Anforderungen zeigten sich in wichtigen Momenten auch während des dreijährigen Märtyrerwegs des Erlösers, der in der Stadt der Macht Kana begann, wo die schöpferischen, von der Natur geborenen übersinnlichen ätherischen Kräfte herrschten, um am Kreuz im physisch toten Judäa zu enden. Galiläa war das „Meer des Geistigen“, aber das Ich, das mit Christus herabstieg, musste auf dem Erdenplan im persönlichen Christentum zur Wirkung kommen. Beim persönlichen Christentum wird man reich an gemeinsamem geistigem Gut im „Meer des Geistes“, das von den Leibern ausgeht. Wenn man sein seelisches Leben mit Christus erfüllt, erlangt man neues Reichtum, das zur Gründung einer von der Blutsverwandtschaft unabhängigen Gemeinschaft freier Ich-Menschen führt, die als Zentrum den Erlöser hat. Als „Fischer“ mussten die Jünger vom „Meer“ an „Land“ gehen und nach dem zurückgelegten Weg des persönlichen Christentums eine neue Gemeinschaft begründen. Christus musste Sich mit einem Leib verbinden, um nach drei Jahren im Ich (im Seelenleben) der Menschen aufzuleben. Beide Prozesse fingen mit dem Wunder der Verwandlung des Wassers in Wein in Kana in Galiläa an.

Was ist das Wesen dieser Verwandlung? Wenn das Wasser über die Wurzel und den Stängel des Weinstockes in die Trauben steigt, wird es dort von der Sonne – d.h. von den kosmischen Christus(Ich)-Kräften – in Wein verwandelt. Seit der Zeit Noahs, der sich als Erster „betrunken“ hat, bis zur Zeitenwende wirkte Christus von oben und verursachte durch den Wein den Herabstieg des Menschen vom Leben in der geistigen Welt zum Ich-Leben auf dem physischen Plan. Bei der Inkarnation des Gottessohnes in Jesus hat dieser Prozess sein Ende erreicht und es musste der Übergang zum Leben ohne Wein folgen, d.h. der Übergang zu einem von innen heraus sprudelnden und nicht von oben durch den Wein herabgesetzten Ich-Leben. Die alten Griechen nannten die kosmischen Ich-Kräfte, die das Wasser in Wein verwandeln, Dionysos Zagreus. Andere Kräfte – die menschlichen Ich-Kräfte -, die das Wasser im Menschen in Blut verwandeln, nannten sie Dionysos Iakhos. Die Geheimnisse dieser Verwandlungen und das ganze Pantheon ihrer Götter übernahmen die Hellenen von den Thrakern, unter denen laut Stefan Gajdarski Dionysos als Dion-Jesus bekannt war. Zweifellos wussten die Thraker, dass eines Tages das kosmische Ich in Jesus herabsteigen und sich in ein menschliches Ich verwandeln würde, um den riesigen Umschwung in unserem Gemütsleben zu schaffen.

Der Erste, der mikrokosmisch das Drama des Ich hinsichtlich der Trennung von der geistigen Welt und des Übergangs zum Leben auf dem physischen Plan erlebte, war der große Bote Christi – der Bodhisattva Orpheus, der in seinem letzten Erdenleben als Bulgare inkarnierte und die Buddha-Stufe erreichte. Das gleiche Drama, diesmal makrokosmisch erlebt, stand Christus bevor. Das Wunder in Kana geschah bald nachdem Er von der Sonne in den Jesus herabgestiegen war. Sein makrokosmisches Ich war mit den kosmischen Kräften der Vergangenheit in Galiläa verwandt und Er verband Sich mit ihnen und stellte sie in Seinen Dienst, indem Er ihnen das aus Ihm Selbst strömende Ich-Wesen der Persönlichkeit verlieh. Diese transformierten kosmischen Ich-Kräfte durchdrangen das Wasser in den steinernen Wasserkrügen, beseelten es neu und flossen durch den Geschmackssinn, welcher eher mit dem Innerlich-Seelischen als mit dem Äußerlich-Physischen (wie z.B. das Auge) zusammenhängt, in die Seelen der Jünger und der anderen Hochzeitsgäste. Ale tranken Wasser und es schmeckte ihnen wie guter neuer Wein, denn das menschliche Ich im Blut der Anwesenden erkannte das kosmische Christus-Ich im verwandelten Wasser und wurde durch dieses befestigt, um vom „Meer“ der alten Geistigkeit zum „Land“ des persönlichen Christentums überzugehen. Auf welche Weise hatte Christus das Wasser in Wein neu beseelt?

Nach der teilweise sehr ungeschliffenen Luther-Übersetzung der Bibel wandte sich Jesus schroff an seine Mutter mit den Worten: „ Was habe ich mit dir zu schaffen, Frau?“ Die wahren Worte lauten dagegen „O Weib, dieses geht von mir zu dir“ (vgl. Steiner, GA 112, S. 158).  An wen wandte Sich Christus eigentlich? So wie der nathanische und salomonische Jesus zu einer Einheit, als Träger jeweils der Göttlichen und Irdischen Weisheit wurden, so wurden die Mutter des nathanischen und die Mutter des salomonischen Jesus – die Trägerinnen jeweils der Göttlichen und der Irdischen Weisheit -, zu einer Einheit. In Kana stand die „vereinte“ 45-46 jährige Mutter mehrerer Kinder vor Christus. Sie war von den Kräften der Himmlischen Sophia durchdrungen und zur physischen Jungfrau geworden. Diese Mutter nennen wir die Jungfrau Sophia oder die GottesmutterSie ist die Trägerin des Ewig Weiblichen, des makrokosmischen Weltenmutterprinzips, des Heiligen Geistes, der das weibliche Prinzip der Trinität repräsentiert. Durch diese Kräfte von Jungfrau Sophia verwandelte Christus das Wasser in Wein.

Hier haben wir es mit einem Geheimnis zu tun. Wenn das Kind geboren wird, fließen über die Nabelschnur die mütterlichen Blutkräfte von der Mutter in das Baby. Sie sind mit der Göttlichen Weisheit verbunden, während die Kraft der männlichen Befruchtungsfähigkeit die Trägerin der Irdischen Weisheit ist. Die Göttlichen Kräfte der Mutter verwandeln das Wasser im Kind in Wein, d.h. jedes Neugeborene erlebt das Wunder in Kana, denn es muss vom „Meer“ der Weltenweisheit zum Leben auf das „Land“ übergehen. Die schnelle, vorzeitige Durchtrennung der Nabelschnur, die heutzutage gang und gäbe ist, resultiert aus einem groben Unverständnis, denn auf diese Weise wird der fließende Übergang des Neugeborenen vom Geist in die Materie gestört. Zudem besteht die Nabelschnur selbst aus einem halbätherischen Stoff, der außerordentlich elastisch ist. Aus ihm werden Stammzellen „erzeugt“, die als menschliche „Ersatzteile“ dienen. Aber bei der Produktion dieser Stammzellen wird ihnen die irdische, komplett ahrimanisierte Weisheit der Wissenschaftler eingeprägt. Wir können uns vorstellen, wie diese Stammzellen für den geistigen Blick aussehen werden! Der Antichrist übernimmt uns Menschen schon bei der Geburt, um anschließend bis zu unserem 14. Lebensjahr durch das Bildungssystem jegliche Erinnerung an die Göttliche Weisheit, aus der wir entstanden sind, zu töten und dann uns an den von Steiner „Kasernen des Geistes“ genannten Universitäten endgültig zu erlegen. Wie hat Christus selbst die Durchtrennung Seiner Nabelschnur erlebt?

Der Herabstieg des Ich in Jesus an Epiphanie war noch nicht Seine wahre Geburt auf dem Erdenplan. Bis zur Hochzeit in Kana bestand die Verbindung zur geistigen Welt über Maria als Weltmutter, doch diese Verbindung kam nicht über die physische Nabelschnur, sondern auf geistige Art zustande. Die Verwandlung des Wassers in Wein war das einzige Wunder, das Er zusammen mit Jungfrau Sophia vollbracht hat – gerade weil es diese Verbindung gab. Danach wurde der Übergang zum „Land“ für Christus und für den Menschen überhaupt vollzogen. Es begann der lange Heimweg zu dem Leib – dem Schauplatz der Erscheinungsformen unseres Ich, mit dem wir zu einer menschlichen, ein individuelles Leben führenden Persönlichkeit werden. Das Ich Christi verband sich immer enger mit den Leibern Jesu, um diese in geistige Leiber umzuwandeln und zu einem Urbild zu machen, das uns zeigt, was wir mit unseren Leibern zu tun haben. Pilatus sagte: „Seht, da ist der Mensch!“ Auf diesem Wege bewahrte der Erlöser den Erdenmenschen vor drei Gefahren, die jeden bedrohen, der wirklich ein persönliches Leben, ein Betreten des „Heimes“ und Fortschritte im Vergeistigungsprozess anstrebt:

  1. Das Umfeld des Menschen (die Kräfte der Vergangenheit)
  2. Die Gegenwart (das Innere des Menschen)
  3. Die Gefahr, die die Teilnahme des Menschen am Aufbau seiner Zukunft bedroht.

Wir können die drei Gefahren folgendermaßen bezeichnen:

Schwäche – Vergangenheit

Krankheit – Gegenwart

Tod – Zukunft

Wir können es auch anders formulieren: Wenn das Ich schwach ist, brennt die Seele, das Leben trocknet aus und der Körper kränkelt. Christus musste das menschliche Ich stärken. Dazu heilte Er zuerst das Vergangenheitsprinzip des Vaters, dann die Kräfte der Gegenwart, hinter denen der Sohn steht und zum Schluss die Kräfte der Zukunft, die mit dem Heiligen Geist zusammenhängen. Drei Wunder kennzeichnen diese Schritte: die Heilung des Sohnes des römischen Hauptmanns, die Heilung des Gelähmten und die Auferweckung der Tochter des Synagogenvorstehers Jaïrus. Wir wollen diese Wunder in der angeführten Reihenfolge betrachten.

Bis zu seinem 14. Jahr stellt der Mensch ein unfertiges „Haus“ dar und die Seele wirkt von innen nach außen an dessen Errichtung, d.h. der Mensch erlebt sich selbst durch den Körper. Mit Eintreten der Geschlechtsreife, durch das Erwecken des Astralleibes wird auch die Seele zum Erleben des Geistigen in sich selbst erweckt, was den Anfang ihrer Schwankung zwischen diese beiden Polen bildet – die aus dem Leib kommende Sinnlichkeit, und die in ihr aufwachenden Geistigkeit. Zum „Fertigstellen“ des Hauses sind noch sieben Jahre notwendig (der Astralleib wird erst gegen das 21. Jahr herangebildet), aber die Seele und das Ich verlangen danach, im noch unfertigen „Haus“ zu wirken. Diese Diskrepanz kennen wir als die „Krise der Pubertät“. Der junge Mensch braucht die Stütze eines verwandten helfenden Leibes. In Judäa war der Vater (die Familie) die Stütze des Sohnes, denn in ihnen sah die Seele des Jungen wegen der Blutsverwandtschaft ihren Leib als vervielfältigt (die Ätherleiber der Juden waren „Kopien“ des Ätherleibes des Avatars Sem). In Galiläa aber, d.h. in Kafarnaum, wo das Wunder geschah, war der Junge von Fremdlingen mit fremdem Blut umgeben. Der Vater (die Vergangenheit) war nicht mehr so nah, er war schwach und konnte seinem Sohn nicht helfen. Die Seele des Jungen schwankte zwischen dem Leib und dem Geist. Der Hauptmann suchte Christus, fand ihn in Kana und bat Ihn mit starkem Glauben: „Herr, ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst, sprich nur ein Wort, dann wird mein Diener gesund.“ (laut Emil Bocks Bibelübersetzung handelt es sich hier nicht um den Diener, sondern um den Sohn des Hauptmanns). An die Stelle der irdischen, körperlichen, blutsmäßigen Welt, die den Jungen umringt und mit dem Vater zusammenhängt, tritt Christus, von dem er die Kommunion empfängt und gesund wird. Das Wunder wird von außen, von Kana aus bewirkt, aber der Weg nach Hause wird schon betreten und mit ihm wurde das väterliche Prinzip der Vergangenheit geheilt.

Bei der zweiten Heilung – der des Gelähmten – wurde der Kranke  von vier Personen durch das Dach des Hauses hinabgelassen, denn hier trat die Krankheit im Unterschied zum Diener des Hauptmannes nicht wegen der Unzulänglichkeit der ihn umgebenden Außenwelt ein, sondern wegen innerer Ursachen. Deshalb war auch die Heilung eine andere. Mit den Worten „Deine Sünden sind dir vergeben“ kam zwischen Christus und dem Gelähmten eine innere Beziehung zustande, die dem Ich des Gelähmten Kräfte verlieh, welche das Feuer der Seele (des Astralleibes) löschen und sie harmonisieren konnten und die Wässer des Lebens (im Ätherleib) wieder fließen ließen. Der Aufruf „Steh auf und geh umher!“ wendet sich direkt an das Ich des Kranken, der selbst seinen physischen Leib heilte. Damit wurde die zweite Gefahr überwunden, die unser persönliches Leben bedrohte – die Gefahr der Gegenwart, welche Krankheiten verursacht. Das männliche Prinzip wurde geheilt.

Bei der Verwandlung des Wassers in Wein wurde das Wunder durch die Beziehung zwischen Christus und Seiner Mutter, bei der Heilung des Jungen – durch die Beziehung zum Vater und hier – durch die Beziehung zum Ich des Kranken bewirkt. Wir sehen hier den Prozess des immer tieferen Einstiegs Christi in das Menschliche (in die Leiber Jesu) und das Verbinden mit ihm. Nun standen bevor die Rettung des weiblichen Prinzips und der Zukunft des Menschen vor dem Tod durch das Wunder der Auferweckung der Tochter des Jaïrus.

Die Atmosphäre im Hause ist heilig: auf der einen Seite sind die drei Blutsverwandten – der Vater, die Mutter und die kranke Tochter, ihnen gegenüber stehen drei geistig Verwandte – Petrus, Jakob und Johannes und in der Mitte – als Hierophant – befindet Sich Christus vor dem Mädchen wie vor einem Altar. Das zwölfjährige Mädchen ist „tot“, weil es „trocken“ ist. In ihm ist das Weibliche, das mit dem Eintreten der Geschlechtsreife in Erscheinung tritt, noch nicht erweckt. Es besteht die Gefahr, dass die Zukunft fruchtlos bleibt, wenn die Strömung, die für die damaligen Sybillen typisch war,  nicht einsetzt.

Wer waren die Sybillen? Bei ihnen kamen das Seelenleben und das geistige Sehen in die übersinnliche Welt  von den äußeren Naturgewalten und wurden unbewusst erlebt. Einige Jahrhunderte vorher wurde diese Art der Verbindung zur geistigen Welt im Orakel von Delphi durch die Pythien rechtmäßig praktiziert, aber zur Zeitenwende war diese Verbindungsart schon zur Magie degradiert. Christus wollte, dass das Sibyllische aufhört, und dass in den Vordergrund das Hellsehen vom Ich treten sollte – die Frucht der Bemühungen des persönlichen Christentums. Deshalb heilte er auf dem Weg zu Jaïrus’ Haus die Frau mit dem zwölfjährigen Blutfluss, indem Er den Überfluss dieses sibyllinischen Elementes über Sich auf das „trockene“ Mädchen übertrug. Diese Kraftübertragung aus dem Makrokosmos, die mit den alten natürlichen Kräften des Blutes (des Vaters und der Mutter) in Richtung des Mikrokosmos (des Mädchens und der Jünger) floss, führte beim Mädchen zur Auferweckung neuer geistiger Kräfte des Blutes, die nicht mit dem Geschlecht zusammenhingen. Der Makrokosmos starb, um im Mikrokosmos wiedergeboren zu werden, denn im Mikrokosmos ist der Beginn der neuen Schöpfung, der Anfang des neuen Seins. Das ist der große Moment des Übergangs vom weiblich-irdischen Element, das die sündige erste Eva symbolisiert und mit Geschlecht und Blut zusammenhängt, zum Ewig-Weiblichen, das nicht mit dem Geschlecht und dem Blut zusammenhängt und als Jungfrau Sophia, Gottesmutter oder die „neue Eva“ bekannt ist. Hier wurde das weibliche Prinzip selbst gerettet. Mit den geheimnisvollen Worten „ Talitha kumi!“ wurde im Mädchen die Jungfrau äußerlich-physisch auferweckt, während sie bei den Jüngern innerlich-geistig auferweckt wurde und die Jünger in Träger der Zukunft, in einen von Christus empfangenen Samen des neuen Lebens verwandelte. Von nun an konnten die Apostel auch heilend unter den Menschen wirken und Leben schaffen. Christus hatte sie vom Meer auf das Land, vom Land nach Hause geführt. Nun führte er sie mit „Talitha kumi“ aus der Begrenzung des Hauses (des Leibes) in den Raum hinaus, damit sie auf der nächsten Stufe der Spirale vom Persönlichen zum Kosmischen Christentum übergehen und wieder in das Meer des Geistes gelangen konnten. Das war der Weg zum Geistselbst, auf dem sie beim Gespräch mit einem anderen Menschen in seine Seele den von Christus empfangenen Samen einpflanzen konnten, der in der Seele aufkeimte. Das Gespräch wurde für die andere Seele zu einer unbefleckten Empfängnis, bei der der Samen aufkeimte und die Seele unbefleckt und rein blieb. Aber es gab eine Bedingung: Die Seele erlebte das Gespräch wie eine unbefleckte Empfängnis, wenn in ihr die Jungfrau lebte, d.h. wenn in ihr die neue Eva geboren war. Wie der ätherische Christus dem Mann in Stara Zagora enthüllt hatte, ist die Geburt der Eva in der menschlichen Seele heute das Wichtigste auf der Erde. Das erfordert tiefe Kenntnisse über das Wesen der Himmlischen Sophia, die die „Weisheit Gottes“ in unserem Kosmos sowie ihres neuesten Wesensgliedes Anthropos-Sophia verkörpert. Erst dann kann Jungfrau Sophia wirklich im Menschen auferstehen, damit er zum bewussten Mitarbeiter Christi durch den durch die „Meister der Weisheit und des Zusammenklanges der Empfindungen“ wirkenden Heiligen Geist wird. Wenn das Ewig-Weibliche im Menschen tot ist, wird kein Gespräch in der Lage sein, den Samen des Neuen Lebens in ihn einzupflanzen. Die Folge ist Unproduktivität, Tod der Zukunft, die gerade mit der Jungfrau und dem Heiligen Geist zusammenhängt. Für einen solchen Menschen ist das Wunder im Haus des Jaïrus unbrauchbar, ebenso die nachfolgenden Opfer des Erlösers, Der Seine qualvolle Verbindung mit den Leibern Jesu auf dem Weg zum Kreuz fortsetzte.

Das alttestamentarische Volk war geistig geblendet, erkannte den Jahrhunderte lang erwarteten verkörperten Gott nicht und kreuzigte Ihn. Andererseits aber konnte kein anderes Volk diese „undankbare“ und durch ein immenses Karma belastende Aufgabe. Ohne diese Tat hätte es keinen Tod und keine Auferstehung mit all ihren Folgen gegeben. Also müssen wir dem jüdischen Volk dankbar sein, dass es Gott für die Evolution der Menschheit und des ganzen Kosmos tötete.

Wir wollen nun auf das Kreuz schauen. Aus den Evangelien wissen wir, dass Christus sieben Sätze vom Kreuz aus sprach, die Emil Bock folgendermaßen gruppiert:

Von Lukas:

  1. „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“
  2. Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.“
  3. Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist.“

Von Matthäus und Markus:

„Eli eli lama sabachthani“ bzw. „Eloi eloi lamma sabachthani“

Von Johannes:

  1. „Frau, sieh, dein Sohn! Sieh, deine Mutter!“
  2. „Mich durstet.“
  3. „Es ist vollbracht.“

Im Allgemeinen spricht in den drei Sätzen aus dem Lukas-Evangelium das gerettete Menschliche und in den Johannes-Sätzen spricht das Menschlich-Geistige, das zum Ende des Mysteriums aufgestiegen ist, indem es das Mysterium mit den Worten „Es ist vollbracht“ besiegelt. Wir sehen aber, dass der Mittelpunkt der kultischen Handlung in zwei Varianten bei Markus und Matthäus auftaucht. Woran liegt das?

In den Zeremonien der alten Mysterien, wenn nach der Katharsis die Seele und der Geist (das Ich) des Neophyten sich vom Leib lösten und in die Richtung der geistigen Welt aufmachten, rief sie der Leib als Ausdruck von ihn befallenden Entleerung und Sterben aus der physischen Welt auf mit den Worten, die wir aus dem 22. Psalm Davids kennen: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Der Aufruf galt einem menschlichen (mikrokosmischen) Ich, während auf Golgatha der Jesus-Leib im „menschlichen“ Matthäus-Evangelium „Eli eli lama sabachthani“ zum ihn verlassenden makrokosmischen Christus-Ich rief.

An anderer Stele sagte Steiner, dass dieser Satz „Mein Gott, mein Gott, wie hast du mich erhöhet!“ bedeutet (GA 97, 76). Im „kosmischen“ Markus-Evangelium lauten die Worte „Eloi eloi lamma sabachthani“. Sie kommen vom Christus-Ich in der geistigen Welt und richten sich an den vollkommen von diesem in Geistselbst, Geistleben und Geistesmenschen umgestalteten dreigliedrigen Leib Jesu. Die Sätze bei Matthäus und Markus sind jeweils die wahren Todesworte und die Dämmerung der nahenden Auferstehung, die in ihrer Doppeldeutigkeit die Interdependenz zwischen Tod und Auferstehung veranschaulichen. Auf diesem Höhepunkt sprechen Jesus und Christus in einer den anderen unbekannten Sprache, was nur einmal während der drei Jahre vorkommt, und zwar als Jesus in Jaïrus’ Haus das „tote“ Mädchen mit den Mysterien-Worten „Talitha kumi!“ aufruft. In beiden Momenten haben wir die Rettung der menschlichen Zukunft vor uns, wobei bei der Auferweckung des Mädchens das makrokosmische Christus-Ich die Jungfrau im Menschen rettete und am Kreuz – den menschlichen Leib, ohne den unsere mikrokosmische Ich-Entwicklung unmöglich gewesen wäre.

Mit seinen mächtigen Worten hat uns der Bodhisattva an den sieben Rilaseen enthüllt, dass die Weiße Bruderschaft, zu der die Meister „der Weisheit und des Zusammenklanges der Empfindungen“ gehören, in den nachatlantischen Zeiten drei große geistige Impulse auf Erden hervorgebracht hat. Der erste hatte die Aufgabe, das Bewusstsein der Menschheit auf Christus’ Ankunft vorzubereiten, der zweite – den Christus-Impuls in die Menschheit hineinzutragen und der dritte – den Christus-Impuls im persönlichen und sozialen Leben des Menschen zu verwirklichen. Es ist ersichtlich, dass den vereinigenden Mittelpunkt aller Impulse Christus und die Entwicklung des Ich-Bewusstseins darstellen.

Bisher haben wir nur teilweise die Teilnahme der Bulgaren als ursprüngliche Hervorbringer des Ich-Bewusstseins unter der irdischen Menschheit an der Verwirklichung des ersten und zweiten Impulses markiert. Gleich nach Pfingsten, als die Jünger Christi in die Welt hinaus gingen, um die frohe Botschaft zu verbreiten, kamen unter die bulgarischen Thraker zwei von ihnen – Andreas und Paulus, die eine besondere Stelle unter allen Aposteln einnehmen.

Andreas ist der erste Mensch nach Johannes dem Täufer, der den in Jesus verkörperten Gott erkannte, und Paulus’ tiefes Verständnis des Golgatha-Mysteriums kann nur mit dem Verständnis eines Johannes Evangelisten verglichen werden. Die Bulgaren haben von den beiden Jüngern das authentische Christentum kennengelernt. Die ersten christlichen Gemeinschaften (Kirchen) entstanden in Kleinasien und Südosteuropa auf Gebieten, die die Vorfahren der Bulgaren bewohnten. Der Brief Paulus’ an die Philipper widmet sich an die Bewohner des alten Philippopolis, einige der ersten christlichen Märtyrer waren Bulgaren. Das Christentum hat hier ein Volk mit einer vorherigen Mysterienvorbereitung zur Ankunft des Erlösers erreicht, die Jahrtausende lang gedauert hatte. Diese Vorbereitung führte zur Herausbildung eines Kults mit starkem esoterischen Charakter und das alte Hellsehertum verschwand am spätesten im Schwarzmeergebiet – dem Gebiet alter Mysterien.

Im vierten Jh. n.Chr. sahen die auf weiten Flächen lebenden Bulgaren direkt in der Astralwelt das Gegenüberstehen der dunklen und hellen Wesenheiten um jene geistige Schranke herum, die zwischen dem Schwarzen Meer und dem Ural verlief. Deshalb trugen bis spät in das Mittelalter hinein alle Menschen in Mittel- und Westeuropa, die fähig waren, in die geistige Welt zu sehen, den Gattungsnamen Bulgaren“. Es ist kein Zufall, dass gerade in dieser Mysterien-Region auch im vierten Jh.n.Chr. das durch Manes einberufene geistige Konzil stattgefunden hat, an dem Skythianos, Buddha (in seinem geistigen Leib) und Zarathustra teilgenommen haben. Auf diesem Konzil wurde laut Steiner der äußerst wichtige Beschluss über die Art und Weise gefasst, wie die Weisheit aus der Sphäre der Bodhisattvas in die westliche Menschheit hineingetragen und das höchste Objekt jeder Errungenschaft – Christus – erreicht werden konnte.

Was waren die irdischen Folgen dieses Konzils? Schon im Jahre 311 gab vom bulgarischen Land aus der bulgarischstämmige Kaiser Galerius den Christen im riesigen Römischen Reich mit dem Toleranzedikt von Serdica (der heutigen Hauptstadt Sofia) die Freiheit, ihren Glauben zu bekennen. Zwei Jahre später bestätigte der ebenfalls bulgarischstämmige Kaiser Konstantin der Große mit dem Edikt von Mailand das Serdica-Edikt, indem er die institutionalisierte Verfolgung der Christen im Reich aufhob. Später übersetzte der große christliche Eingeweihte Urfil (der Name bedeutet „Meister des Göttlichen Gesetzes“), der fälschlicherweise „Wulfila“ („Wölflein“) genannt wird, die Bibel in die Sprache der thrakischen Geten, und nicht in die Sprache eines nicht existenten „Nordvolks der Goten“.

 

 

Urfil

Bronzesiegel Urfils mit Monogramm

Die sog. „Gotische Bibel Wulfilas“ (Der Codex Argenteus ‚Silberner Kodex’), die sich heute in Uppsala befindet, ist eine viel spätere Abschrift eines Teils der Heiligen Schrift, die mit Urphil nichts zu tun hat. Leider hat sich in dieser wie in anderen Fragen, die die Bulgaren betreffen, sogar Rudolf Steiner getäuscht, da er das nicht auf okkulte Art und Weise geprüft hat. Es steht bevor, diese Fragen zu beleuchten, denn die Zeit ist bereits gekommen, die Mysterien-Geschichte der Menschheit durch die Augen des ursprünglich gotterwählten Volkes zu betrachten. Zu dieser Geschichte gehört das besagte Konzil aus dem vierten Jh.n.Chr. Warum ist dieses Jahrhundert ein besonderes?

Die Antwort kommt von der Anthroposophie, die uns Einblick in die Geschehnisse in der geistigen Welt und deren Widerspiegelung auf dem Erdenplan gewähren kann. Gegen das vierte Jh.v.Chr. setzte ein Prozess ein, der bis zum 12., 13., ja sogar 14. Jh.n.Chr. dauerte, bei dem die Elohim die Leitung über die Gedankenmächte des Kosmos den Archai übertrugen. Als Folge wurde die Gedankenwelt des Menschen immer individualistischer – d.h. die Gedanken kamen in den Besitz des Menschen. Das vierte nachchristliche Jahrhundert. ist die Mitte und der Höhepunkt dieser Periode, die mannigfaltige Ereignisse auf dem Erdenplan hervorgerufen hat. Auf einige haben wir schon hingewiesen. Mit dem 13. nachchristlichen Jahrhundert beginnend, auf das gesondert eingegangen wird, konnten die Archai durch die Ausübung der eigentlichen Gedankenleitung nicht nur die Gedankenwelt der Menschen beeinflussen, sondern auch Impulse für die unmittelbare Herausbildung der individuellen menschlichen Persönlichkeit geben. Das kam äußerlich in der Europäischen Renaissance zum Ausdruck. Danach zogen sie sich von der unmittelbaren Führung der Menschheit zurück und überließen sie den Erzengeln. Aber zu Beginn des 20. Jh. Stiegen sie zum Rang der Formgeister auf. Seitdem schicken sie die neuen Offenbarungen auf die Erde herab.

Erzengel Michael hat seinerseits auf die Kontrolle über die kosmische Intelligenz (die Denksubstanz selbst) verzichtet. Die kosmische Intelligenz strömte in die Köpfe der Erdenmenschen herab und erreichte sie gegen das achte, neunte Jh.n.Chr. Durch die Anthroposophie kennen wir die zahlreichen dramatischen Wandlungen, die im neunten Jahrhundert auf dem Gebiet des Christentums erfolgten. Hier werden wir die bulgarische Teilnahme markieren: 1. die bulgarische „Grenzmarke“ in der Kirche auf dem VIII. Allgemeinen Konzil 869, 2. die Erfindung (wahrscheinlich) beider bulgarischen Alphabete durch Konstantin-Kyrill Philosoph (die Glagolitza ähnelt dem Alphabet, das der bulgarische Philosoph und Gelehrte aus dem vierten Jh.n.Chr. Aethicus Ister benutzte), 3. die Verbreitung der Alphabete durch Kyrill und seinen Bruder Method bis an die Grenzen des Heiligen Römischen Reiches und 4. die Epoche machenden Taten des Boris I. des Täufers, die er nach dem Willen des Eloah (sg. Von Elohim) des gesamten Slawentums für die Zukunft des Menschengeschlechts vollbrachte. Aber das ist noch nicht alles.

Mit dem erwähnten Konzil im vierten Jh.n.Chr. wurde der wahre manichäische Impuls im Christentum ausgelöst, dessen Ausdruck auf dem Erdenplan wir in den Gralsmysterien sehen, die mit Joseph von Arimathäa anfangend, in den Westen vor der Außenwelt vollkommen unbemerkt über Titurel, Amfortas und Parzival zogen, um sich dann auf dem äußeren Plan mit besonderer Kraft im Bogomilentum zu manifestieren, das im Jahre 928 in Bulgarien begann. Damals versammelten sich einige Bogomilen unter Bojan Maga („Bojan der Magier“) in der Kirche „Heilige Paraskeva“ in Weliki Preslav. Bojan Maga war der Sohn des Zaren Simeon des Großen und der Enkel des Boris I. Unter der Teilnahme zweier unbekannter „Syrer“ entstand jene Bewegung, die das Leben des mittelalterlichen Europa vollkommen veränderte. Die unbekannten „Syrer“ waren die Jungfrau Sophia (die diesmal als Mann inkarniert war) und der wieder inkarnierte Johannes Evangelist). Mit ihrem Segen verbreitete sich die bulgarische „Häresie“ in alle Richtungen Europas und ihre Anhänger trugen verschiedene Namen – Katharer, Albingenser, Patarener usw.

Die katholische Kirche reagierte unverzüglich auf diese Bewegung mit der Gründung der „heiligen“ Inquisition, zu deren Vortrupp im Kampf gegen die Bogomilen der Orden der Dominikaner wurde. Als bekanntestes Mitglied in jener Zeit (13. Jh.) trat der Scholastiker Thomas von Aquin hervor. Die Teilnahme an diesem Orden hat sein persönliches Karma wesentlich belastet. Doch der als Rudolf Steiner inkarnierte Thomas von Aquin hat im 20.Jh. diese Schuld glänzend abgetragen!

Trotz aller Bemühungen des Römischen „Christentums“ setzte unter den europäischen Völkern die Aufklärung ein und sie begannen, auf die Herausbildung der Bewusstseinsseele in der aufdämmernden fünften Kulturepoche hinzuarbeiten. Die Bedeutung des Bogomilentums für die Menschenevolution ist so umfangreich, dass sie noch zukünftig zu erschließen sein wird. Vorläufig kann man festhalten: der oben erwähnte dritte nachatlantische Impuls der Großen Weißen Bruderschaft trägt den Namen Bogomilenimpuls, denn die „vollkommenen“ Bogomilen führten vor, was eine vergeistigte Verstandesseele bedeutet, die bereit ist, in der richtigen Weise den Übergang zur Herausbildung einer vergeistigten Bewusstseinsseele zu machen. Parzival  besaß im neunten Jh. Schon (noch weit vor dem Zeitalter der Bewusstseinsseele) eine Bewusstseinsseele. Das gilt auch für die erhabensten Bogomilen, denen die Weltführung die Aufgabe aufgetragen hatte, die europäischen Völker von der vierten zur fünften Kulturepoche hinüberzuleiten. Zu diesem Zweck sollte das Rosenkreuzertum als Teil des Bogomilenimpulses entstehen. Hier kommen wir zur Enthüllung des am Anfang angedeuteten Geheimnisses des esoterischen Christentums.

Wie bereits erwähnt, wurde im 13. Jh.n.Chr. die Übergabe der Leitung der kosmischen Gedankenkräfte durch die Elohim an die Erzengel abgeschlossen. Das Jahr 1250 war ein besonderes, denn damals wurde der Zugang zur geistigen Welt selbst vor den höchsten Eingeweihten vollkommen verschlossen. Aber unmittelbar nach der kurzen Verdunkelungsphase trat unter der westlichen Menschheit laut Steiner eine „neue Kultur“ auf, die sich in zwei Richtungen zeigte: eine exoterische, die im Aufblühen der hohen Scholastik in der zweiten Hälfte des 13. Jh. zum Ausdruck kam, und eine esoterische – die Gründung der rosenkreuzerischen Strömung durch Christian Rosenkreutz, welche nach seiner Einweihung bald nach 1250 stattfand. Zur Entstehung des Rosenkreuzertums war eine komplizierte geistig-physische Konstellation notwendig, die nur damals vorhanden war. Neben dem Wirken der Bogomilen auf dem physischen Plan und der Übergabe der Gedankenkräfte auf dem geistigen Plan wurde auch eine geistige Wirkung der besonderen Art durch die Elohim ausgeübt. Laut Steiner haben die Elohim die physische Evolution auf der Erde am meisten beeinflusst und das innere Wesen des Menschen zur Zeit der großen atlantischen Katastrophe – am wenigsten. Der entgegengesetzte Pol – die stärkste Einwirkung auf das Innere des Menschen und die schwächste auf die physische Erdenentwicklung war die Zeit um 1250, als neben allen angeführten Bedingungen eine wesentliche Änderung der Erdachsenlage eingetreten ist. Zu jener Zeit  kamen an einen Ort in Europa zwölf große geistige Individualitäten zusammen, von denen sieben die Weisheit der alten Atlantis besaßen, vier – die Weisheit der nachatlantischen Epochen und die letzte Individualität – das ganze intelligente Wissen der neueren Zeit in dich angehäuft hatte. Wegen des verschlossenen Zugangs zu den höheren Welten schöpfte jede dieser zwölf Individualitäten ihre Kenntnisse aus dem Gedächtnis der eigenen vergangenen Inkarnationen, als die höheren Welten ihr zugänglich waren. Die ganze Weltweisheit des Erdendaseins, die von der Loge der Bodhisattvas herniederströmte, teilten die Zwölf mit einer dreizehnten Individualität, die die Weisheit bis in den physischen Leib hinein aufnahm und danach das Erlebnis von Paulus vor Damaskus wiederholte. Diese Individualität schaffte es, die Weisheit der Vergangenheit im Geiste des Christus-Impulses zu transformieren, also in der Art, in der dieser Impuls seit dem Golgatha-Mysterium in der geistigen Erdensphäre wirkt. Danach gab der Dreizehnte die durch Christus durchdrungene alte menschliche Weisheit an die Zwölf zurück. Das stellte den Anfang dessen dar, was unter der westlichen Menschheit schon im nächsten Jahrhundert als Rosenkreuzerströmung bekannt wurde. Im 13. Jh. starb der Dreizehnte in sehr jungen Jahren, aber bei seiner Inkarnation im 14. Jahrhundert unter dem Namen Christian Rosenkreutz lebte er länger als 100 Jahre. In dieser Inkarnation hatte er wieder das paulinische Erlebnis vor Damaskus und wanderte sieben Jahre lang zu allen existierenden Mysterienzentren. Anschließend begründete er eine eigene rosenkreuzerische Strömung in Europa als den Weg der christlichen Einweihung des Westens und die Möglichkeit, die „chymische Hochzeit“ zwischen Seele und Geist zu erleben. Steiner lüftete das Mysterium, dass hinter dem Namen Christian Rosenkreutz Johannes der Evangelist steckt, aber er hat bewusst nicht auf den Ort hingewiesen, von dem aus das Rosenkreuzertum seinen Weg nahm. Bis Ostern 2012 blieb der Name des Ortes verborgen. Warum?

Ein paar Tage nach meiner Begegnung mit jenem Mann im Buchladen in Stara Zagora rief er mich an und fragte: „Warum wird mir von irgendeinem Christian Rosenkreutz und Arbanassi erzählt?“ Im selben Moment ist mir bewusst geworden, dass das Mysterium im 13. Jh. unweit der Hauptstadt des zweiten bulgarischen Reiches Weliko Tarnowo in der Gegend des heutigen Dorfes Arbanassi stattgefunden hat.

 

Arbanassi

Das Dorf Arbanassi bei Weliko Tarnowo

Drei Tage später konnte ich mich aus persönlicher Erfahrung überzeugen, dass diese Tatsache der Wahrheit entsprach. Einige Monate vorher hatte ich die geistige Welt gefragt, ob es nicht schon an der Zeit ist, den Ort zu erfahren. Ob die Zwölf, die um den Dreizehnten versammelt waren, bulgarische Bogomilen waren, weiß man nicht, aber die „Vollkommenen“ unter ihnen waren zweifellos die geistig erhabensten Eingeweihten in der damaligen christlichen Welt. Gerade sie müssten an diesem sakralen Mysterium teilgenommen haben, welches  im Land des Volks stattfand, das die neuen Impulse der Ich-Entwicklung des Menschengeschlechtes trug.

Beinsa Douno bestätigte auch, dass Arbanassi ein altes Bogomilendorf gewesen war. Steiner konnte auf den Ort nicht hinweisen, da zu derselben Zeit (1911-1912), als er die Vorlesung über dieses Mysterium und die Bodhisattvas hielt, der zukünftige Maitreya Buddha selbst in jenem Haus in Arbanassi  an seinem „Das Vermächtnis der farbigen Lichtstrahlen“ schrieb, das ein mächtiges Werk zur Arbeit am Ätherleib im beginnenden Zeitalter des ätherischen Christus darstellt.

 

Zaveta                       Beinsa

„Das Vermächtnis der farbigen                                     Beinsa Douno

   Lichtstrahlen“  

Der Blick durfte noch nicht auf das Mysterium der Bulgaren und den Nachrichtenüberbringer des ätherischen Christus gerichtet werden – des Bodhisattvas, dessen Erdenmission sich noch zu entfalten hatte. Genau hundert Jahre nach dem Fertigstellen jenes Vermächtnisses kam in der Osterzeit die Wahrheit über diese Beteiligung an der Weltevolution seitens der Bulgaren ans Tageslicht und trat vor uns vom Licht des Geistes des Christus-Impulses erhellt, der vor 2000 Jahren am wahren Ostertag geboren wurde.

Ob Christian Rosenkreutz während seiner siebenjährigen Wanderung im 14. Ch. den Ort besucht hat, wo im vorigen Jahrhundert sein physischer Leib wie das von ihm selbst „gegossene Eherne Meer“ des ersten Salomonischen Tempels durchsichtig wurde?  Das müssen wir trotz der dramatischen Wandlungen, die dem Schicksal der Bulgaren in der nahenden fünften Kulturepoche bevorstanden nicht anzweifeln. Im achten Jh. rettete der bulgarische  Khan Tervel die Entwicklung des Christentums in Europa vor dem Sturm der arabischen Horde, im zehnten Jh. erhielten die mittel- und westeuropäischen Völker von den Bogomilen das esoterische johanneische Christentum, damit sie  vor dem Absturz in den Materialismus während der nahenden Epoche der Bewusstseinsseele bewahrt werden. Das russische Volk bekam in demselben zehnten Jh. von Bulgarien aus unter dem Zeichen der Jungfrau Sophia den exoterischen bulgarischen christlichen Kult, der auch viel Esoterisches enthielt und mit dem Russland auf die Erfüllung seiner zukünftigen Mission in der sechsten Kulturepoche des Geistselbst eine lange Vorbereitung erfahren sollte.

Die fünfte Kulturepoche begann 1413, aber wegen der Verfolgung der Bogomilen fiel das bulgarische Volk 1396 unter die Herrschaft der osmanischen Türken, bei denen der Glanz des Arabismus (des moslemischen Aristotelismus) aus der Zeit Harun al-Raschids und der Schule von Bagdad völlig erloschen war. Für die Bulgaren brach die Finsternis herein. Im Westen wurde Jahrhunderte lang eine christliche Zivilisation aufgebaut, und hier geriet die Wahrheit über die ruhmreiche Vergangenheit der Bulgaren allmählich in Vergessenheit, was an den vereinten Bemühungen des russischen Panslawismus und des griechischen Byzantinertums liegt, die die Archive der Königs- und der Patriarchenbibiliotheken des Zweiten bulgarischen Reiches vernichteten. Aber die Wahrheit kommt immer ans Licht.

1878 – ein Jahr vor Beginn des michaelischen Zeitalters – ist Bulgarien für ein neues Leben auferstanden. Es stand das Ende des Kali-Yuga und der Anfang des Ereignisses bevor, welches für die nächsten 3000 Jahre am wichtigsten sein würde – der Wiederkehr des Christus im Ätherischen. Das von Anfang an gotterwählte Volk nahm von neuem die Erfüllung seiner Mission auf, was durch den Herabstieg des Hauptboten Christi auf Erden – den Bodhisattva selbst – zum Ausdruck kam. Der Bodhisattva Beinsa Douno strahlte einen mächtigen manichäischen Impuls zum menschlichen Ich aus. Die Bogomilen kamen zurück und sie wurden diesmal von Maitreya Buddha selbst angeführt. Die Bulgaren wurden schon immer von der Bodhisattva-Loge angeführt, vorläufig werden wir nur erwähnen, dass vor Beinsa Douno, Gautama Buddha und Orpheus ein anderer Bodhisattva hier gewirkt hat, der in der alten geistigen Schule im Rilagebirge die „Buddha-Stufe erlangt hatte und in seinem Wesen die Synthese der Weisheit der geistigen Produkte dreier europäischer Zentren verwirklichte. Diese Zentren liegen an den Spitzen eines gleichseitigen Dreiecks – im Westen um die heutige spanischen Stadt Santiago de Compostela, im Norden – in Skandinavien mit den späteren Trotten-Mysterien und im Osten – um das heutige Aladscha-Kloster bei Varna. In diesen Zentren wurden Jahrtausende lang unter der damaligen europäischen Bevölkerung jeweils das Denken, Fühlen und Wollen entwickelt, damit diese Bevölkerung auf die Aufnahme des zukünftigen Christus-Impulses vorbereitet werden konnte. Die Auseinandersetzung mit dem Wollen im Zentrum bei Varna wurde später durch die okkulte Tatsache bestätigt, die von Beinsa Douno mitgeteilt wurde, dass im gesamtslawischen Organismus „die Bulgaren den Willen repräsentieren“.

Nach der Synthese, die jener Buddha im Rilagebirge vollzogen hatte, begann das menschliche Leben, sich vom physischen Leib auf der Grundlage der Weisheit  in das Ich zu vertiefen. Die Verkörperung der Weisheit – das Palladium – stieg in Troja unter die Bulgaren hinunter und sie  sandten Zivilisationsimpulse in alle Weltrichtungen an die in der dritten nachatlantischen Kulturepoche entstandenen Staaten aus. Mit der Weisheit schritt die Entwicklung des Volksbewusstseins im Menschen voran, welches durch die Kraft der Blutsverwandtschaft hervorgerufen worden war. Das wahre Vereinigungszentrum des Dreiecks Denken-Fühlen-Wollen ist aber nicht die Weisheit, sondern die Liebe, die mit der Inkarnation des Christus-Ich und der folgenden Aufopferungstat kam. Das Ich hat die Blutsverwandtschaft außer Kraft gesetzt. Während 19 Jahrhunderte hatte die europäische Menschheit das Ich-Bewusstsein entwickelt und versuchte, die Christus-Liebe im persönlichen und sozialen Leben anzuwenden. Europa wurde bewusst von den restlichen Kontinenten herausgenommen, denn nur von diesem Gebiet aus kann das Aussenden christlicher Impulse erwartet werden, die zeitgemäß sind und eine bessere Zukunft der gesamten Menschheit gewährleisten.

Zu Beginn des 20 Jh. standen die Seelen, die nach dem Willen des Weltkarma unter die europäischen Völker geschickt worden waren, vor der nächsten Herausforderung – die beginnende Wiederkunft des Christus im Ätherischen, die sich bis zur Mitte der sechsten Kulturepoche entfalten wird. Die geistige Welt ließ in Mittel- und Westeuropa durch Michael über Rudolf Steiner die lange gereifte „Geistesfrucht“ hinunter –  die Anthroposophie –, durch die wir Christus verstehen und mit Ihm zusammen den Weg zum Wassermann-Zeitalter zurücklegen können. In Bulgarien hat der Bodhisattva eine Schule gegründet, um uns zu unterweisen, wie wir in diesem Zeitalter leben sollen, das erst 3573 beginnt. Wir sehen, dass beide Impulse – der Impuls Michaels (durch Steiner) und der Christus-Impuls (durch den Bodhisattva) synchron wirken und das gleiche Ziel haben – die Vorbereitung der europäischen und damit der restlichen Menschheit auf die Begegnung mit dem Ätherischen Christus und die richtige zukünftige Aufnahme der Offenbarungen des uns von oben erleuchtenden Geistselbst in einem neuen Ätherorgan – dem sog.“ vernünftigen (denkenden) Herzen“. Deshalb können wir mit Sicherheit sagen, dass wir vom 20. Jh. an einen neuen, vierten Impuls der Großen Weißen Bruderschaft erleben, der durch die zwei erwähnten Meister ausgestrahlt wird.

Hier entsteht die berechtigte Frage, warum Michael über Steiner von einem neuen, einzig rettenden Impuls für das geistige Leben der Menschheit sprach, den wir Ende des 20. Jh. Zu erwarten hätten. Um welchen Impuls es sich handelt und ob dieser ausgestrahlt wurde – diese Fragen werden im Buch „Der Weg zum Ich“ besprochen, in dem auch die vorher gestellte Frage beantwortet wird, ob die Bulgaren weiter  an ihrer Aufgabe arbeiten,, die menschliche Ich-Entwicklung zu gewährleisten. Die Antwort lautet „Ja“, denn das zwischen 2000 und 2007 Geschehene macht einen Teil des vierten Impulses der Großen Weißen Bruderschaft aus und ist die Erfüllung des Versprechens Michaels.

Es ist noch früh zu sagen, wie sich dieser vierte Impuls künftig entwickeln wird, aber die Prüfung seiner Kraft steht  in der Begegnung mit dem verkörperten Antichristen bevor. Der Kampf gegen ihn wird solche Dimensionen haben, dass er für immer in die Akasha-Chronik unter dem Namen „Die große Schlacht auf Erden“ eingehen wird!

In manchen Religionen lassen sich Spuren einer anderen Schlacht finden – „der Schlacht im Himmel“, die vor Äonen in der geistigen Welt  unter der Teilnahme der rechtmäßigen und der zurückgebliebenen Geister der Bewegung stattgefunden hat. Aber im Unterschied zu damals wird die jetzige Schlacht auf dem physischen Plan unter der Teilnahme der Wesen mit einem freien Willen stattfinden. In Fleisch verkörpert wird Ahriman ebenfalls über die Freiheit der Wahl zwischen dem „Sonnengenius“ – Christus, der Liebe, und dem „Sonnendämon“ – Sorat, dem Tod verfügen. As vor ca. 2000 Jahren Christus von der Sonne stieg und Sich freiwillig opferte, wurde die Liebe auf Erden gesät. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sprach Sein Bote Beinsa Douno die auf den ersten Blick seltsamen Worte, dass „von den Bulgaren die Liebe ausgehen wird“. Seit Ende des 20 Jahrhunderts lebt unter der Erdenmenschheit Ahriman selbst. Über welche Liebe sprach Beinsa Douno und wie werden wir den Antichristen bekämpfen?

Wenn im Ich eines Menschen Michael (d.h. das Wesen Anthroposophia) und Christus (der Bodhisattva-Impuls) aufeinander treffen, erfolgt aus dieser Begegnung die Wiederkehr des erneuerten Palladiums, welches aus dem Träger der alten Sonnenweisheit (dem Geheimnis der dreifachen Sonne) in einen Träger der kosmischen Ich-Liebe (der Wahrheit) umgewandelt wurde. Die Quelle dieser Liebe ist die dreifache Christus-Sonne in unserem Willen, die dort nach dem Mysterium von 1936 lebt, in dem der unter die Bulgaren herabgestiegene Bodhisattva die Hauptrolle spielt. Warum behaupten wir, dass das erneuerte Palladium wie der Heilige Pfingstgeist der Träger der Liebe als Wahrheit ist?

Die Antwort muss immer im Christus und nirgendwo anders gesucht werden. Bis zur Zeitenwende empfingen die Menschen in den Mysterien mit herabgedämpftem Ich-Bewusstsein die Offenbarungen der Weisheit Christi über den Heiligen Geist aus der Sphäre der zwölf Bodhisattvas. Dieser Heilige Geist ist nicht mit dem Heiligen Geist aus der Trinität identisch, welcher in das menschliche Ich an Pfingsten infolge des Opfers von Golgatha und der eingetretenen Änderung des Verhältnisses zwischen Vater und Sohn in der Trinität herabstieg. Nachdem auf dem Kreuz die Christus-Weisheit im makrokosmischen Ich Christi wiedergeboren und in kosmische Ich-Liebe verwandelt wurde, lebten die Wesen der gesamten Schöpfung in ihr, ohne dass individuelle Anstrengungen von ihnen notwendig waren. Die gleiche Liebe, jedoch durch das Mysterium von 1936 bereichert, lebt in unserem Willen. Aber diese Liebe können wir nicht die individuelle Anstrengung unseres Ich erlangen. Der Träger der erneuerten Liebe ist das Palladium – ein geistiges Instrument, das nur der Erdenmensch braucht. Wenn man zusammen mit Michael den Weg vom vergeistigten, durch das intensive Studium der Anthroposophie zu entwickelnden Denken über das vernünftige Herz, welches mit der entscheidenden Hilfe des Bodhisattva-Impulses ausgebildet werden kann, zur Christus-Sonne in unserem Willen zurücklegt, wird man zum Träger des erneuerten Palladiums. Durch die Verbindung des Palladiums mit dem Heiligen Geist wird man auf den Empfang der Offenbarungen der Götter vorbereitet. In der Praxis bedeutet das die Einpflanzung des Geistselbst lange vor dem Einbruch der sechsten Kulturepoche. Dieser Herunterstieg des Geistselbst wird zum ersten Mal erst seit dem 20. Jahrhundert ermöglicht. Dadurch können wir nicht nur dem Antichristen widerstehen, sondern auch ihn aus einem Gegner Christi in einen Christus-Nachfolger umwandeln. In der bevorstehenden apokalyptischen Auseinandersetzung werden ausgewählte vorbereitete Menschenseelen den ersten Schritt auf das Geistselbst zu machen und darauf hinarbeiten, sich zukünftig in eine „Frau“ zu verwandeln, die „mit  der Sonne bekleidet ist und den Mond unter ihren Füßen hat“. Das erwarten die Götter von uns heute!

„Der heutige Mond“ ist Ahriman! Und wer wird zur Sonnen-Frau? Von Bulgarien aus wurde auf den Weg dazu verwiesen, nun müssen die anderen Völker diesen Weg erkennen.

 

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Ein Gedanke zu „Die Große Schlacht auf Erden

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