Der Weg zum Ich – Teil 4

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    Der Bodhisattva

Im Sommer 2000 erschien in Varna „Die Enzyklopädie der Geisteswissenschaft“ von Gennadij Bondarew. Als ich davon erfuhr, wünschte ich mir sofort, sie zu besitzen und die geistige Wekt gab mir prompt das Gewünschte, dabei zu einem deutlich niedrigeren Preis als in Russland. Ich brauchte nur auf das Inhaltsverzeichnis der beiden dicken Bände zu schauen, um zu wissen, was mich erwartete. Um mit diesem Buch zu arbeiten, bedarf es einer enrsthaften Vorbereitung.

Ich hatte die wichtigsten Werke Steiners gelesen, die im anthroposophischen Verlag in Stara Zagora erschienen waren, sowie viele, die nicht auf Bulgarisch erhältlich waren. Ein paar Tage nach dem Erwerb der „Enzyklopädie“ rief mich der Mann an, der mich auf die Anthroposophie brachte und sagte mir: „Lies das Kapitel über die Buddhas und Bodhisattvas!“ Er besaß auch ein Exemplar trotz des ständigen Geldmangels, hatte das fragliche Kapitel gelesen und suchte mich. Ich ließ den Hörer los und nahm den ersten Band. Zuerst las ich, was dort über die Buddhas stand. Als ich das Kapitel über die Bodhisattvas begann, stieg eine „seltsame“ Kraft in meiner Seele empor. Als ich den Satz las „Und der Bodhisattva des 20. Jahrhunderts wird nicht an Vorboten appellieren, die ihn als Maitreya Buddha proklamieren werden, sondern er wird sich auf die Macht seiner eigenen Worte verlassen und als Mensch allein in der Welt stehen“, wusste ich mit absoluter Sicherheit, dass Beinsa Douno dieser Bodhisattva und der zukünftige Buddha-Maitreya ist! Die Offenbarung kam von Christus im Ich über den Geist der Wahrheit. „Das Gewahrwerden der Idee in der Wirklichkeit ist die wahre Kommunion des Menschen“, formulierte Steiner die neue Situation. Seit den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts wirkt die Kommunion-Christus im menschlichen Willen. Zuerst werden wir im Denken frei, aber die wahre Freiheit liegt nach B. Douno im Willen des Menschen. In diese „finsteren“ Tiefen stieg nach dem zweiten Golgatha aufopfernd Jener, der uns frei von der Illusion der dreidimensionalen Welt machen wird, wenn wir Ihn suchen. Er wird sich uns immer mehr mit dem Pfingstgeist zeigen, was praktisch das persönliche Erleben des dritten Teils des Rosenkreuzerspruchs bedeutet: „Per spiritum sanctum reviviscimus“. Die von Beinsa Douno und Rudolf Steiner versprochene „Auferstehung“ begann am Ende des Jahrhunderts mit der Antwort auf die Frage nach dem Bodhisattva!
15 bis 20 Minuten nach dem Anruf rief ich zurück und sagte: „Er ist es!“ Derjenige, der diese Worte hörte, brauchte vier Jahre, damit sie zu seiner Überzeugung werden konnten. Später tauchten viele Spekulationen über die Frage auf, wer zuerst die Idee „eingefangen“ hatte. Die Wahrheit wurde eben geschildert, während die Spekulationen die Frucht der Finsternis im Menschen sind. Bis zum Sommer 2000 hatte kein Mensch direkt gesagt: „Beinsa Douno ist der Bodhisattva.“ Er selbst enthüllte seine Identität nicht, wobei er es damit begründete, dass keiner sich mit Karma beladen sollte. Christus enthüllte sich den Juden und sie leiden seit 2000 Jahren nach dem größtmöglichen Wahnsinn, den Menschenwesen überhaupt getan haben.
Warum ist die Antwort auf die Frage, wer der Bodhisattva ist, so wichtig? Steiner, der zweifellos den Namen wusste, aber ihn nicht nannte, sagt: „Und weil die gegenwärtige Menschheit sich nicht direkt zu den Bodhisattvas wenden kann, um mit ihren geistigen Augen Christus zu betrachten, muss sie sich noch einmal an die Bodhisattva-Schule wenden, um das zu erfahren, was ihr letztendlich das Christus-Verständnis eröffnen soll.“Er (der Bodhisattva) ist auch jetzt schon (1911) verkörpert und wird der eigentliche Verkünder des Christus im ätherischen Gewande sein…“ (GA 130:119)

Von ihm gehen die wichtigsten Lehren über die Christus-Wesenheit und über die Söhne des Feuers der Inder aus.“ Seit einigen Tausend Jahren spricht die östliche Mystik über die Söhne des Lichts und des Feuers, die durch die gereinigte moralische Atmosphäre der Erde als ätherische Formen 5000 Jahre nach der Erleuchtung Buddhas unter dem Bodhi-Baum gehen werden. Aber die östliche Mystik hat nicht begriffen, dass diese moralische Atmosphäre aus dem Wesen ausgehen wird, das wir ‚Christus’ nennen. Der Westen dagegen nahm Christus an und verlor ihn mit der Zeit.

Wie können der Osten und der Westen den lebendigen Christus finden? Mit einem Satz zog Steiner den Vorhang, indem er sagte: „um die wahre Quellen des Christentums zu finden, sehen wir, wie gemeinsam die Strömung des Maitreya Buddha und die westliche Strömung wirken, die sich Anfang des 13. Jahrhunderts Christian Rosenkreutz anschloss. Die Anthroposophie ist das Rosenkreuzertum des 20. Jahrhunderts, alle restlichen „Rosenkreuzerströmungen“ sind „vom Bösen“. Der andere Teil der gemeinsamen Strömung, die ‚Manichäismus’ heißt, blieb unbeleuchtet. Die Anthroposophen gaben keine Antwort auf die Frage, obwohl Steiner empfohlen hatte, dass die Anthroposophie dem Bodhisattva folgen muss zum Wohl des Menschentums“. Einer von ihnen – Christian Lazaridès -, der den Ernst des Problems begriff, schrieb in einem Buch: „Sich mit dem Bodhisattva gleichzusetzen und seinen Namen sich zueigen zu machen, seine Mission zu erkennen – das bedeutet, den Hauptschlüssel zu beherrschen, den Zugang zum ätherischen Erscheinen des Christus unter seine Kontrolle zu bringen. Für die zwielichtigen esoterischen Bewegungen ist das ein Mittel zum strategischen Kampf, die die Herrschaft über die Menschenseelen bezweckt.“ Müssen wir uns dann wundern, dass mehrere „Meister“ im 20. Jahrhundert wurden zum „Hauptschlüssel“ zum Lebendigen Christus erklärt wurden – Krishnamurti, Tomberg, Mikhael Aivanhov…

Genau 100 Jahre, nachdem Beinsa Douno seine ersten drei Schüler in Varna aufrief, die die drei großen christlichen Zweige vertraten – Orthodoxie, Katholizismus und Protestantismus, kam wieder in Varna die Offenbarung seiner Individualität. Das rosenkreuzerische Prinzip wurde eingehalten. Manche Erbsenzähler fragen, warum das Geheimnis nicht genau 100 Jahre nach dem Scheiden gelüftet wird, also 2044. Aber wir leben in den „schnellen“ Zeiten und die Prinzipien der geistigen Führung haben sich geändert. Beinsa Douno wies uns hin: „Heutzutage ist der Evolutionsprozess verkürzt. All das, für dessen Verwirklichung in der Vergangenheit Tausende Jahre notwendig waren, kann jetzt im Laufe von Sekunden, Minuten, Stunden realisiert werden, je nachdem, wie intensiv der Gedanke ist. Es gab noch nie wichtigere Zeiten auf Erden. Die ganze christliche Welt ist belagert. Viele Wesenheiten aus der unsichtbaren Welt würden Millionen dafür bezahlen, um auf der Erde in diesen Zeiten zu sein, aber sie werden nicht hereingelassen. Alle Karten für die Vorstellung, die hier unten stattfinden wird, sind bereits ausverkauft. Ihr habt viele Anträge oben eingereicht, um jetzt hier sein zu dürfen. Vor 2000 Jahren hieß es, dass der Tag Gottes nah herbeigekommen ist. Nun sage ich: wir sind bereits am Tag Gottes. Christus sagt: „Seid wachsam“! Warum? Jetzt ist es die gefährlichste Zeit, ihr könnt einschlafen und draußen bleiben. Der Zug Gottes ist sehr pünktlich, ihr dürft nur eine Sekunde zu spät kommen.“ 1924 warnte er in der esoterischen Sprache: “ Es bleibt noch eine halbe Stunde bis zum letzten Zug“. Wie bereits erwähnt, fuhr der Zug 1999 ab, und in ihn eingestiegen sind jene Seelen, die nicht nur ein hohes Ideal besitzen, sondern auch wissen, dass wir in den wichtigsten und gefährlichsten Zeiten seit Lemurien leben, denn uns erwartet eine „Darbietung“ – der Zusammenstoß mit dem Antichristen! Und zwar am Anfang des achten „Tages“ der Schöpfung. Während vor 5000 Jahren in China Luzifer inkarnierte, um die Heiden auf die Begegnung mit Christus vorzubereiten, wird nun im Westen der Satan selbst in den seit einigen Jahrhunderten vorbereiteten Leib inkarnieren! Die ganze heutige „Zivilisation“ bereitet mit Schwindel erregendem Tempo und noch nie dagewesener Stärke die Bedingungen für den „Frontalzusammenprall“ mit ihm. Wer wird ihm gegenübertreten?

Steiner hatte besorgt mitgeteilt, dass es wahrscheinlich ist, dass Ahriman bis zum Ende des 20. Jahrhunderts inkarniert. Die Aufgabe Erzengel Michaels besteht darin, ihn bereits in der Astralwelt aufzuhalten, bis ein Teil der Menschheit sich auf die richtige Gegenwehr vorbereitet. Sieht jemand Vorbereitete? Und hält ihn Michael immer noch auf?!

Natürlich steigen immer Menschenseelen auf die Erde hinunter oder von der Erde hinauf. Unter ihnen sind auch solche zu finden, die wegen ihrer vergangenen Leben in esoterischen christlichen Strömungen das Potenzial für den Kampf besitzen. Aber sie müssen zwingend zuerst den Weg zur Anthroposophie finden, von der das Verständnis kommt. Und die Moral, das Gewissen und der Kampf im Namen Christi sind die Folge des Verständnisses. „Christus kann nur demjenigen helfen, der eine richtige Einstellung zu Ihm hat“, bestätigte der Bodhisattva. Jemand könnte fragen, wozu wir den Bodhisattva haben, wenn es die Anthroposophie gibt. Dort oben, jenseits des höheren Devachan, ist die Sphäre der Vorsehung (der Urbilder). In einem Kreis angeordnet, kontempliert das große Sternenkollegium der zwölf Bodhisattvas den Dreizehnten in der Mitte – Christus! Und zwar ohne Hüllen, als das Ich des Vaters selbst! Deshalb hat Beinsa Douno vollkommen Recht, wenn er sagt: „Ich bin aus einem Leben herausgekommen, das die Okkultisten nie betreten oder gesehen haben. Ich übersetze aus der Natur, aus dem Original selbst.“ Nur Steiner gelang es, sich dorthin zu erheben und uns die Wahrheit zu enthüllen: „Bodhisattvas sind auf dem Erdenplan im tiefen Sinne des Wortes Vollbringer des Christus-Willens, den sie in der Buddhi-Welt betrachten (der Vorsehung) und auf diese Weise bereiten sie sich auf das Aufsteigen zum Buddha in der Welt vor, die ‚Nirwana’ heißt und die auch Teil der Christus-Wirkungssphäre ist. Der gegenwärtige Bodhisattva ist der siebte in der Reihe und empfing die „Himmelstiara“ von Gautama Buddha im sechsten Jh.v.Chr. 5000 Jahre später wird er selbst zum Buddha „des Guten“ werden. Die Worte, die aus ihm strömen, werden dann direkt in den Willen seiner Hörer als moralischer Imperativ zum Handeln eingehen, dem Beispiel des höchsten Ausdrucks des Guten folgend, das auf dem Golgatha-Hügel zum Vorschein kam. Er wird uns das Christus-Geheimnis in seiner Vollständigkeit eröffnen, denn er wird zum Buddha nach der Zeitenwende, als Johannes Evangelist über Christus schrieb dass das Wort Fleisch wurde. Ein neuer „Johannes“ wird über Maitreya schreiben, dass „das Fleisch Wort wurde“. Danach wird „das Fleisch-Wort“ aufsteigen und nie wieder auf die Erde hinuntersteigen.

Aber nun wollen wir zu unserer Zeit zurückkehren und die Frage beantworten, warum wir den Bodhisattva brauchen. Wie bereits gesagt, betrachtet der Bodhisattva in der Sphäre der Vorsehung den Erlöser unmittelbar als das Welt-Ich. Das Ich symbolisiert immer den Willen. Vom Willen Christi wird zu Beinsa Douno solche Kraft und solches Leben ausgestrahlt, dass er ohne zu zögern hinuntersteigt und den Menschen aus dem Original „übersetzt“. Wer mit den wahren „Perlen“ des Bodhisattva in Berührung kommt, der spürt, wie aus seinem eigenen Ich die Christus-Kraft und das Christus-Leben herauszuströmen beginnen. Noch etwas mehr: wenn man die Anthroposophie kennt und durch sie, – denn eine andere Möglichkeit gibt es nicht – den Bodhisattva findet, lebt die Anthroposophie selbst im Ich auf und wird zu einer Weltanschauung, die Kraft in sich trägt. Mit einer solchen Weltanschauung sind wir „wach“, denn all unsere Handlungen entstammen nur dem inneren Impuls, der in der klaren Kenntnis wurzelt und in der reinen Liebe zur Handlung erscheint. Beinsa erklärt, was ein Buddhi-Zustand ist: der Zustand großer Aktivität. In diesen Zustand gerät nur jene Seele, die alle Wesen umfasst, von den kleinsten zu den größten. Sie gießt ihre Liebe auf diese aus, um sie zu erheben. Das ist ein Buddhi-Zustand und nicht dasjenige, was die Inder darunter verstehen, etwa Traumzustand oder Vergessenheit.

Wenn wir den Buddha-Zustand außer Acht lassen, zu dem der gegenwärtige Bodhisattva sich erheben wird, werden wir sehen, dass Steiner das Erreichen des „Wachzustandes“ eingehend in seinem Buch „Philosophie der Freiheit“ beschrieben hat, den er als „ethischen Individualismus“ bestimmt. Der moralische Individualismus ist das Maß, das zeigt, ob die Bewusstseinsseele entwickelt ist und das Ich in „Wachsamkeit“ wirken kann, d.h. den Geist durchlassen kann. Es ist der Aphorismus bekannt „Der eine ist Mensch, die meisten -Menschen und die vielen- Tiere“. Die um Beinsa Douno versammelten Nachfolger spürten, dass von ihm etwas Großes ausströmt, aber ihre Verstandes-und sogar Empfindungsseelen haben es nur vage aufgenommen. Nur einige von ihnen, etwa Bojan Boev, Wlad Paschov oder Georgi Radev haben bis zu einem gewissen Grade begriffen, worum es ging. Aus purer Liebe zum Werk traf Letzterer die beste Auswahl aus den Vorträgem, das unter dem Titel „Der Meister spricht“ erschien und Wlad Paschov schrieb die Bücher „Geschichte der Weißen Bruderschaft während der Jahrhunderte“. Und Bojan Boev war der einzige, der Rudolf Steiner traf und danach lange Jahre den Meister begleitete. Was für ein Segen des Schicksals!

Sie kannten die Anthroposophie und empfangen der einen mehr, der andere weniger den Impuls zu ihrem Ich, obwohl sie die Identität des Meisters nicht nannten, der vorhergesagt hatte: „Andere werden über uns sprechen.“ Und noch etwas: „Diese Lehre wird im Westen beglaubigt“, d.h. durch die Anthroposophie. Vor etwa zehn Jahren hatte einer der bekannten Nachfolger Beinsa Dounos mitgeteilt: „Erst als ich begann, die Geisteswissenschaft zu studieren, begriff ich den Meister“. Aber wie viele machen das? Und können sie der Last der Kenntnis standhalten? Wird die Kenntnis in Weisheit transformiert, die im Ich neugeboren und in Liebe verwandelt zum Allgemeinwohl herausgeströmt? Das Leben zeigte oft das Gegenteil: die bedeutenden Wahrheiten der Anthroposophie blasen das Ego auf und der Impuls Beinsa Dounos zum Ich verliert sich im „Nebel“ des ungereinigten Astralleibes. Über die Liebe als Prinzip im Geist brauchen wir erst nicht zu sprechen! Ich sage es direkt: nur für denjenigen, der in der Mitternachtsstunde des Daseins die Weltbruderschaft um Christus erlebt hat, besteht die Möglichkeit, dass er auf Erden die beiden esoterischen christlichen Impulse des 20. Jahrhunderts berührt und dem Erlöser erlaubt, über sein Ich zu wirken. Warum?

Die Trennung „Lebendiger“ von „Toten“, die auch ‚das jüngste Gericht’ genannt wird, begann am Anfang des letzten Jahrhunderts und bedeutet das Anpassen das Karma an die Christus-Ordnung, da Er der Herr des Karma ist. „Der Einfluss auf den Karma-Ausgleich einzelner Menschen durch Christus ist einzig aus der Sphäre der Vorsehung möglich“, sagte Steiner unmissverständlich. Wir müssen also nicht nur den Erlöser als „etwas, was uns von innen spricht“ spüren, sondern uns bewusst zur der Sphäre der Vorsehung emporheben und sie als das Gottes-Ich verstehen. Dann kann Er sich in unser Karma auf eine völlig verschiedene Art einmischen, als wenn wir blind und taub für die Impulse der Epoche sind, die seine Boten zur richtigen Zeit aussenden. Ich weiß, dass dies außerordentlich schwierig ist! Das „Werkzeug“ für die Erhebung – unser eigenes Ich – ist nämlich unser jüngstes Wesensglied, das wir im ganzen Erdenäon vervollkommnen werden, bis wir in vollem Maße all seine Fähigkeiten und Eigenschaften entwickeln. Der Bodhisattva kam, um dieses Wesensglied zu kräftigen. Wenn wir nicht in der Lage sind, durch die geistigen Augen des Bodhisattva heraufzuschauen, so können wir die Anforderungen Christi an unsere Zeit verstehen, während wir hören, was er sagt und sehen, was er unten tut. Wenn man nach dem entschiedenen und teilweise sogar strengen Ton Beinsa Dounos urteilen kann, wurde die „Latte“ zu hoch gelegt. Deshalb müssen nicht die Bodhisattvas zu uns hinuntersteigen, so Steiner, sondern wir uns zu ihnen anheben.

Etwas bekümmert, aber hoffnungsvoll bittet uns der Meister: „Christus steigt in die Seelen hinunter, nur wenn das Bewusstsein erweitert wird. Mein glücklichster Tag wird derjenige sein, an dem ich sehe, dass Christus in eurem Bewusstsein lebt. Seid sicher, das wird der glücklichste Tag meines Lebens!“ Haben seine heutigen Nachfolger diese Bitte erfüllt? Die Antwort ist ein klares Nein! Es gibt ein Maß für alles: „An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen“(Matthäus 7:16). Aus den weiteren Ausführungen wird deutlich werden, wie verwirrt, inadäquat, dumm und zum Teil auch satanisch diese Taten der heutigen Gesellschaft „Weiße Bruderschaft“ sind.

Die Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft ist in keinem besseren Zustand und verliert schleichend die Lebenskräfte des „Gefäßes“, durch das die Wesenheit „Anthropos-Sophia“ nach der Vorherbestimmung wirken soll. Über die restlichen geistigen Strömungen will ich nicht reden – sie sind tragischerweise voller Infantilismus.

Vom 15. bis zum 18. Jahrhundert fasste der Erzengel Michael die gesamte Göttlich-menschliche Weisheit seit der atlantischen Zeit zusammen, transformierte sie in Christi und begann, in der Sonnensphäre den zahlreichen entkörperten Menschenseelen und übersinnlichen Wesenheiten das esoterische Christentum zu „lehren“ (Inspiration). Ende des 18. Jahrhunderts wurde dieses neue Christentum nach unten in die Mondensphäre projiziert (Imagination) und kam Anfang des 20. Jahrhunderts über Rudolf Steiner auf die Erde. Er hat nicht nur darüber gesprochen, sondern es auch in seinem eigenen Leben praktisch angewendet. In dieser Zeit stieg auch der Bodhisattva selbst herab, der nicht nur Jahrzehnte lang Vorträge hielt, sondern auch wie Steiner das Besprochene in seinem Erdenleben vorführte. Steiner erhob sich zur Vorsehung, und Beinsa Douno, stieg von dort hinunter. Steiner gab uns den Schlüssel zum Christus-Verständnis, und der Bodhisattva bietet den Schlüssel zum Erlöser in unserer Seele. Der gesamte Zyklus unserer eigenen Entwicklung wurde praktisch vorgeführt, weshalb der vielfache Klageruf „Warum mischen sich die Götter nicht ein, sehen Sie nicht, was unten vor sich geht?“ grundlos ist. Nach den zwei erwähnten Opfern von Beinsa Douno und Rudolf Steiner greifen die Christus-Geister nur ein, wenn wir sie auf die richtige Weise suchen. Sie mischen sich in dem Maß ein, in dem wir den Mut haben, uns ihnen zu zeigen, so Steiner. Aber zuerst müssen wir ernsthaft das Verständnis der Dinge beherrschen.“ An anderer Stelle warnte er, dass die Zahl der Menschen, die in der Lage sind, das Christentum zu begreifen, ohne durch die Geisteswissenschaft zu gehen, immer geringer sein wird.“ Der Bodhisattva sagte über seine Vorträge, dass „alles, was in ihnen gegeben wird, nicht nur in den Worten liegt. Vieles bleibt versiegelt und nur derjenige, der es erlebt hat, kann es aufnehmen.“

Mit wenigen Ausnahmen hatten die Menschen Angst vor dem Verständnis und Erlebnis der Christus-Weisheit, die durch seine zwei Boten hinunterstieg und das Böse betrat die „Bühne“. Jeder fragt, woher dieses Böse kam. Es kam vom Unverständnis und der Faulheit im geistigen Leben der Erdenmenschheit! „Das Böse gibt es nur auf Erden“ sagte B. Douno und Steiner alarmierte uns: „Bisher waren die kosmischen Kräfte in der Lage, das äußerst entstellte Bild unserer Menschlichkeit zu richten, aber in Zukunft werden diese kosmischen Kräfte nicht ausreichen.“

Hier wird noch ein Beispiel angeführt, wie das Missverstehen und Nichtannehmen langfristige Entstellungen hervorrufen können. Ende des Jahrhunderts saßen wir zu dritt bei einem Glas Tee im „Festivalkomplex“ in Varna und führten ein besonders inhaltsreiches geistiges Gespräch. Auf einmal wurden die geistigen Sinne von einem der Teilnehmer geöffnet und er sah, wie oben unsere Schutzengel einfach strahlten. Am Tisch gegenüber saßen auch drei Personen, die ein triviales Gespräch führten. Ihre „Beschützer“ ließen den Kopf hängen und waren fast eingeschlafen. Die Anthroposophie ist die Sprache zur Kommunikation mit den Geistern und wird von der Seele gebraucht, so wie der Körper die Nahrung braucht. Wenn sie sich für uns in jene Atmosphäre verwandelt, ohne sie die Seele einfach nicht leben kann, erhebt das den Engel auf höhere Stufen und er holt neue Offenbarungen herunter, die unsere wahre „Waffe“ gegen das Böse sind. Der Engel des Nichtanthroposophen taucht in tiefere Ebenen ein und es wird außerordentlich schwer sein, ihn in der nächsten Inkarnation zu „wecken“. Und wie soll ein „schlafender“ Engel den Menschen in all seinen Erdenleben führen?! Eigentlich teilen die Menschen die Engel in zwei Reiche ein und verursachen ein Riesenchaos in den karmischen Verbindungen, womit sie die Arbeit des Herrn des Karma äußerst erschweren.

Es gibt noch etwas Wichtiges. Im 20. Jahrhundert versuchten die Schutzengel eifrig, unserem Astralleib drei Impulse während unseres Wachlebens einzuprägen, und zwar in den Willen. Dieser Prozess sollte bis zum Ende des Jahrhunderts abgeschlossen sein. Jeder kann für sich selbst beantworten, ob er gewusst hat, was mit ihm passiert. Die Engel haben ihre Arbeit erledigt, aber die Impulse wurden nicht tagsüber eingeprägt, sondern während unseres Schlafs. Doch wenn wir schlafen, bleiben nur der physische und der Ätherleib im Bette. Dort haben wir die Impulse erhalten, aber ohne bewusst am Erreichen der drei Ziele der Engel teilzunehmen. So wurden diese Ziele in etwas Erschreckendes entstellt, womit nicht nur der Teppich vor Ahriman „entrollt“ wird, sondern Sorat selbst die böse Rasse – „die Toten“ in drei Richtungen vorbereitet:

1. Das erste Ziel der Schutzengel – die zukünftige Bruderschaft zwischen den Menschen auf der Grundlage der Liebe artete in einen todbringenden Missbrauch der Sexualität aus, der eine gefährliche Blutvergiftung hervorruft. Und im Blut pulsiert das Ich und ein Teil seiner Kontrolle über unser Leben kommt dort zur Geltung. Statt einer wahren Bruderschaft der Körper wird für die „Vergifteten“ die Grenze zwischen dem Engel und dem Teufel verwischt, was Ich-Vampirismus reinsten Typs darstellt.

2. Das zweite Ziel der Schutzengel – die Möglichkeit, die verborgene Göttlichkeit unserer Mitmenschen zu sehen und von Seele zu Seele auf der Grundlage der Weisheit miteinander völlig frei, ohne die Vermittlung einer religiösen Institution, geistiger Gesellschaft usw. umzugehen, artete in den Missbrauch der Medizin aus. Die giftigen „Arzneimittel“, das „Entschlüsseln“ des Genoms, das Clonen von Tieren durch „Wissenschaftler“ mit herabgedämpftem Bewusstsein sind die Schritte, die zum Missbrauch der Medizin führt. Dieser Missbraucht heißt ‚physiologischer Dämonismus’, und er verweigert komplett die Göttliche Weisheit, die bei der Schaffung des Menschen hineingelegt worden war.

3. Das dritte Ziel – die Idee, dass wir durch das Denken über den Abgrund gehen und zum Leben im Geist kommen, zur Wahrheit über den Geist, artete in die Entfesselung mechanischer Kräfte aus. Die heutigen Roboter, das Internet, die Mobiltelefone und ähnliche „Errungenschaften“ stellen ein gigantisches satanisches Netz dar, in dem die von Michael „heruntergeholten“ Geister der Finsternis leben. Hier können wir uns an die Prophezeiung jenes Mönchs erinnern, der vor einigen Jahrhunderten in die Zukunft zu den vor den Fernsehern sitzenden Menschen sah und sagte: „Der Satan spricht aus einem Kasten und seine Hörner sind auf dem Dach“. Kurze Zeit nach der Verbreitung des neuen „Kastens“ Internet in Bulgarien hörte ich ein Interview mit Fachleuten, die besorgt feststellten, dass das System die Anzeichen eigenen Lebens zeigte, das sich der Kontrolle durch den Menschen entzieht. Das ist eine „Vernunftsart“, die anders als die menschliche ist. Es handelt sich nicht um einen Geist, sondern um den mechanischen Okkultismus, der in vollem Maße das Interesse und den Egoismus des Menschen bedient.

„Die Wissenschaft sagt nichts. Es ist der menschliche Geist, der etwas sagt“ – sprach Beinsa Douno fast verärgert aus. Weiter sagte er: „Ihr müsst als Christen das Privateigentum abschaffen, Dieses ist ein Böses enormer Ausmaße. Die Slawen müssen vorführen, wie das Geld und das Interesse ersetzt werden können!“ Das klingt sehr radikal! Aber niemand soll denken, dass die Illusion „Anastasia“ (Buchreihe des Russen Wladimir Megre, Anm. des Übersetzers) durch die „Familienlandsitze“ den Willen des Himmels erfüllen wird. Lange vor „Anastasia“ legte Rudolf Steiner die Grundlagen der biodynamischen Landwirtschaft als den Übergang zu dem, was der Bodhisattva beschrieb. Aber in beiden Fällen bestehen Privateigentum, Geld und Interessen. Wir haben bereits hervorgehoben, dass die „Latte“ des Meisters sehr hoch gelegt wurde! Sie führ uns zum Gottes Gebot „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“. Und: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen.“ (Matthäus 6:33) Wo befindet sich das Reich Gottes? Beinsa Douno beantworte diese Frage: „Christus, das ist das Göttliche Prinzip, das in eurer Seele erwachen muss. Das Reich Gottes ist in euch. Ihr alle macht das Reich Gottes auf Erden aus, deshalb sagt Christus: „Das Reich Gottes ist inwendig in euch“.

Wie bereits erwähnt, ist die Seele das Göttliche in uns, aber sie kann ihre Göttlichkeit durch das Ich erleben. In ihm stieg an Pfingsten das vom Geist getragene „Welt-Ich“ in der Form des Christus-Impulses hinein. Es muss erläutert werden, dass das Makrokosmische Christus-Ich nur einmal vollständig in Fleisch inkarnierte um danach zur Loge der Bodhisattvas zurückzukehren, von der aus Es das Werk Gottes steuert. Das, was im menschlichen Ich lebt, ist der Christus-Ich-Impuls, durch das nach Pfingsten die Seele ihre Göttlichkeit erleben kann. Steiner sagt: „Die wahre Wirkung des Christus-Impulses wird erst dann zur Geltung kommen, wenn er in der Menschenseele wirkt und nicht von außen.“ Aber in uns ist er in unseren drei Leibern wie in Nussschalen eingeschlossen, deshalb ist er für uns schwer zu finden. Wenn wir über jenen ätherischen Kreis sprechen, der Shamballa genannt wird, so gibt es dort die äußerste, physische „Schale“ nicht und der Impuls kann viel freier „atmen“. Und wenn wir darüber reden, dass der Erlöser der neue Geist (das neue Ich) der Wesenheit Erde ist, bedeutet das nicht, dass sein Makrokosmisches Ich in ihr „gefesselt“ ist. Das auf Golgatha verflossene Blut brachte die Christus-Ichkraft in die Erde als den Impuls zur allmählichen Verwandlung des Planeten in eine Sonne.

Was ist unsere Rolle bei dieser Vergeistigung in den nächsten 6000 Jahren, wenn die große nachatlantische Zeit zu Ende sein wird? Bis zu diesem Zeitpunkt müssen wir Menschen drei übersinnliche Hüllen mit dem Christus-Impuls als Kern formieren, in die der Erlöser selbst in seinem höheren Aspekt als Vertreter des Makrokosmischen Ich-Prinzips hineintreten wird. Wir formieren den Astralleib für den Christus-Impuls mit moralischen Taten der Verwunderung, des Vertrauens, der Andacht und des Glaubens, d.h. durch all das, was den Weg zur übersinnlichen Erkenntnis bildet.

Den Ätherleib formieren wir durch die Taten aus Liebe und durch das Gewissen formieren wir das, was dem physischen Leib des Menschen entspricht. Auf diese Weise werden wir die wahre Bruderschaft auf Erden aufbauen, die durch ein gemeinsames Karma vereinigt ist, das gänzlich vom Makrokosmischen Christus-Ich getragen wird. Goethe nennt dieses neue, in der Welt real existierende sinnlich-übersinnliche Wesen „das große unsterbliche Individuum“. Nach etwa 6000 Jahren wird Christus vor der Tür des „Individuums“ stehen und nachsehen, ob wir es für Ihn in einem solchen Maße vorbereitet haben, um Seine Stimme die sich aus der Welt der Vorsehung an die Menschheit wendet, zu hören Dann wird Er in die vorbereiteten Hüllen eingehen können: „Den Sieger werde ich mit mir auf meinem Throne sitzen lassen, wie ich als Sieger mit meinem Vater auf seinem Throne sitze“, schrieb Johannes in seiner „Offenbarung“ (6:21). Wer am Ende der siebten Kulturepoche sich nicht zum Erleben des „auf dem Thron sitzenden“ Christus in der Umgebung seiner Hüllen erheben wird, wird überhaupt nicht in das „Individuum“, d.h. in die „Neue Arche“ eingehen und jede Hoffnung auf ein richtiges Überleben der Großen Katastrophe verlieren, die das Ende der Großen Nachatlantische bilden wird.

Eine inspirierende Zukunft erwartet den Menschen, wenn es ihm gelingt, seine Leiber in einen wahren „Tempel“, in einen „Thron“ für den Christus zu transformieren. Dort, woher der Bodhisattva kam, betrachtet er immer den „auf dem Thron sitzenden“ in seinem vollen Ruhm und Glanz! Denn Christus ist der „Erstgeborene, der alle Göttlichen Tugenden entwickelt und geäußert hat, der alle Göttlichen Gesetze angewendet hat.“ Mit dieser bemerkenswerten Offenbarung sagte uns der Bodhisattva unmissverständlich, dass in den weniger als drei Jahren seines Erdenlebens der Sohn aus der Trinität den Menschen und Göttern gegenüber unseren gemeinsamen Vater in seiner Ganzheit zum Vorschein brachte!!! Seitdem hat sich das Golgatha für die höheren Hierarchiewesenheiten in eine Art „Religion“ verwandelt, in etwas Unerreichbares, in einen ewigen Kraftquell, mit dem sie die Erfüllung des Göttlichen Plans fortsetzen können. Mit seinem typischen Schwung sagte der Meister: „Bereist den ganzen Himmel, das ganze Universum, alle Welten, überall wird man euch sagen, dass Gott Liebe ist!“ Das Golgatha ist die höchste Erscheinungsform der Göttlichen Liebe, der Göttlichen Fülle! Dem Christus ähnelnd, stieg Beinsa in die finsteren Tiefen des Fleisches hinunter, um uns den Weg zu dieser Liebe zu zeigen! Ein paar Jahre später forderte ich diese Liebe persönlich von ihm. Aber vorher musste ich mein Kreuz auf mich nehmen und zu meinem Golgatha gehen, indem ich die ersten Schritte auf dem Weg des Schülers machte.

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