Die Geheimnisse Johannes‘ des Täufers

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Wlajtscho Zhetschev (15.08.1894- 08.05.1981)

Die ganze Vorlesung im PDF-Format

Vorlesung von Dimitar Mangurov, die er am 26.10.2014 in der Bibliothek „Videlina“  in Varna vor der Gruppe „Der Geist der Wahrheit“ gehalten hat

Gebet: Herr Jesus Christus, wir danken dir, dass du immer wieder große Individualitäten unter das bulgarische Volk schickst, die dasjenige tun, was vom Volk in deinem Namen verlangt wird. Amen!

Nach unserer letzten Begegnung habe ich über zukünftige Themen für das neue geistige Jahr nachgedacht, das uns nach der lange erwarteten anthroposophischen Konferenz „Die Seele Europas“ nun bevorsteht. Sofort kamen zwei Themen in den Vordergrund: das Geheimnis Johannes‘ des Täufers und das Geheimnis der Jungfrau Sophia. Sie werden bemerkt haben, dass in jeder Vorlesung des 2009 angefangenen „Sonnenstrahlen-Zyklus von der Inkarnation bestimmter herausragender Individualitäten der Menschengeschichte die Rede ist. Durch die Aufdeckung der Mysterien, die mit diesen Individualitäten zusammenhängen, beginnen wir, in die karmischen Ketten dieser Individualitäten und die mit ihnen zusammenhängenden Ereignisse einzudringen. Wir gehen mit anderen Worten zur Beleuchtung unbekannter Nischen der geistigen Geschichte der Menschheit über, die von der Anthroposophie bisher nicht erhellt wurden.

Der Sinn der Geisteswissenschaft besteht darin, in uns lebendig zu werden, damit wir uns entwickeln und auf die bevorstehende Begegnung mit dem Antichristen in den nächsten wenigen Jahren vorbereiten können. Eine der Folgen der Erscheinung des Ätherischen Christus ist es, dass wir bereits hier, auf Erden die karmischen Folgen unserer Handlungen sehen können und nicht erst wenn wir im Jenseits sind und die Rechnung unseres Handelns präsentiert bekommen. Deshalb führt die Arbeit in diese Richtung nach und nach zur Aufdeckung der Inkarnationsketten bestimmter Individualitäten.

Warum ist die Kenntnis dieser Inkarnationen von großer Wichtigkeit? Die Antwort werden wir als eine geistige Tatsache mitteilen und nicht als eine Erörterung darlegen. Zuerst müssen sich die Lehrer der Menschheit uns offenbaren, dann müssen wir unser Bewusstsein zumindest in einem gewissen Maße zu ihnen emporheben. Diese okkulte Tatsache wurde vor wenigen Tagen in der Anwesenheit weiterer Personen empfangen. Zuerst müssen wir eine Beziehung zu den Meistern der Weißen Loge aufnehmen, danach werden sich uns auch diejenigen zeigen, die die Vertreter der sog. „Bösen“ sind – etwa der Schwarzmagier Klingsor usw. -. denn es gibt Individualitäten aus der Menschengeschichte, die sich mit dem Bösen verbunden haben und solche, die sich auf die Seite des Guten geschlagen haben.

Über einen Vertreter der Letzteren werden wir heute reden – über Johannes den Täufer, der das älteste Ich auf Erden ist. Wir können ihn ‚den Urmenschen’ nennen, in gewissem Sinne ist er der Adam. Warum bestimmt ihn Rudolfs Steiner als eine Art Adam und warum ist Johannes das älteste Ich der Erde? Christus Jesus Selbst sagte über ihn: „Unter denen, die von Frauen geboren sind, ist kein Größerer aufgetreten als Johannes der Täufer“ (Matthäus 11:11). Über keinen anderen Menschen hat Christus so etwas gesagt. Und Johannes ist der Einzige, über den es hieß, dass er der wiedergeborene Elija ist. Gott hat über die Inkarnation von keinem anderen gesprochen. Johannes selbst wusste nicht, wer er im vorigen Leben war – die Frage ob er Elija war hat er verneint. Wenn man die Evangelien mit dem heutigen materialistischen Bewusstsein liest, wird man einen großen Widerspruch finden zwischen dem, was Gott und Johanns diesbezüglich sagen. Natürlich kann man den Evangelien glauben, es gibt eine Erklärung, warum Johannes nicht weiß, dass er der reinkarnierte Elija ist. Aber darüber etwas später. Lassen wir uns beim Anfang beginnen. Das ist ein umfangreiches Thema und ich hoffe, in den bevorstehenden Wintermonaten, mit Gottes Hilfe und neuen Offenbarungen Einiges zu klären, und eine Art Monografie wie „Die Bodhisattvas“ zu schreiben. Dort werde ich versuchen, alles vom Anfang bis zum Schluss zu erfassen, was mir in diesem Augenblick zugänglich ist. Das Mysterium ist wahrhaftig groß. Ich werde sie mit dem Mysterium der Jungfrau Sophia verbinden und ich hoffe, dass es gelingen wird, wenn die Dinge in einer solchen Weise in Bewegung gesetzt wurden.

Warum müssen wir uns mit Johannes dem Täufer beschäftigen? Weil seine letzte Inkarnation der große bulgarische Hellseher Djado Wlajtscho (Opa Wlajtscho) aus dem Dorf Konjowo war. Die Entschleierung dieser großen Persönlichkeit, die unter uns bis 1981 gelebt hat und mit 87 Jahren gestorben ist, ist von großer Bedeutung, denn Djado Wlajtscho ist der Welt absolut unbekannt. Auch den Bulgaren ist er weitgehend unbekannt. Glücklicherweise hat Christo Nanev zwei Bücher über ihn geschrieben. Er hat Materialien gesammelt und „von seinem Glockenturm“ aus so gut wie er konnte, versucht, die Persönlichkeit Djado Wlajtschos zu beleuchten – das älteste Ich, die mächtigste Seele auf Erden.

Immer wenn wir ein Thema betrachten, beginnen wir mit dem Anfang und versuchen, bis zur heutigen Zeit zu gelangen und einen Blick in die Zukunft zu werfen. In Lemurien waren wir noch oben, Adam und Eva waren übersinnliche Persönlichkeiten – das sind keine konkreten Individualitäten. Unter ‚Adam‘ verstehen wir die übersinnliche Menschheit aus der Zeit vor dem Anfang unserer irdischen Inkarnationen. Unter ‚Eva‘ verstehen wir die Menschheit auf einer noch älteren Stufe der polarischen Zeit, bevor überhaupt die Idee zum Herunterstieg auf die Erde da war- Die Frage ist nach Johannes der Täufer und warum wir über ihn wie über einen Adam sprechen können. Adam ist der Erste, der hinunterstieg und durch den die Luziferisierung der Menschheit zustande kam. Die luziferischen Wesenheiten griffen unseren Astralleib an, und zwar die Empfindungsseele. Unmittelbar nach dem Sündenfall begannen wir hinunterzusteigen und wurden angegriffen. Es bestand auch die Gefahr, dass unser Ätherleib geraubt wurde. Deshalb wurde ein Teil der reinsten ätherischen Kräfte oben in der Mutterloge auf der Sonne unter der Leitung Manus abgetrennt. Dieser Teil ist die nathanische Seele. Seitdem existiert die Trennung des Urmenschen Adam, der irdisch werden sollte, von der nathanischen Seele, die als ein übersinnliche Mensch und das Urbild dieses Erdenmenschen in der geistigen Welt geblieben ist. Je tiefer die Erdenmenschheit als eine Art Adam hinunterstieg, desto größer wurde der Abstand zwischen der nathanischen Seele – dem reinen Urbild des Menschen vor der Versuchung – und dem irdischen Adam, der immer tiefer hinunterstieg. Seitdem begehrt diese Seele leidenschaftlich, sich mit ihrem himmlischen Urbild zu verbinden. Diese Individualität nahm an der Rettung der Menschheit in der sog. Mondenkrise teil. Was ist die Mondenkrise?

Nach unserem Sündenfall bzw. Hinunterstieg auf die Erde hatte sich der Mond in Lemurien noch nicht von der Erde abgetrennt. Das geschah vor 35000 Jahren. Diejenigen, die zum ersten Mal das hören, sollten wissen, dass die von der offiziellen Wissenschaft erwähnten Millionen und Milliarden von Jahren seit der Schaffung der Erde nicht korrekt sind. Diese großen Zahlen sind reine Phantasmen – wenn ein Wissenschaftler z.B. sagt, dass der Kosmos vor vier Milliarden Jahren entstanden wäre. Man hat keinen Respekt vor den großen Zahlen. Die Dinosaurier sollen vor 200 oder sogar 300 Millionen Jahren existiert haben – jeder datiert sie nach seinem Belieben. Der Mond, den wir heute kennen, spaltete sich von der Erde vor etwa 35000 Jahren ab. Dem war die „Mondenkrise“ vorausgegangen. Unten auf der Erde blieben nur die Iche, die gesündesten Seelen, die die Inkarnationskette der Menschheit aufhalten sollten, damit sie nicht abbricht und sich auch weiterentwickeln kann. Eines dieser Iche war derjenige, den wir als Johannes den Täufer aus der Zeitenwende kennen. Er hatte die Seelenkraft, um den außerordentlich stagnierenden Mondenkräften standzuhalten, denn die Sonne erhöht die Vibrationen und der Mond wirkt stagnierend. Die Sonne hatte sich in der hyperboräischen Zeit mit den sechs Sonnenelohim abgespaltet und der Mond – noch nicht. Da gab es diese Mondenkrise. Bei ihr hielten die zwölf Bodhisattvas und der zukünftige Johannes der Täufer unten auf der Erde der Spannung stand. Die Menschenseelen waren auf den sieben Planeten verteilt, weshalb sie später unterschiedlich gefärbt waren – als ein Merkurtyp, Venustyp usw., nach den verschiedenen Atlantisorakeln. Dort war wahrscheinlich auch Skythianos – zum ersten Mal erwähne ich das hier -, der zum Träger dieses uralten Wissens über das Wesen des physischen Leibes bzw. des Phantoms wurde. Dort waren die Bodhisattvas, Johannes und andere, deren Individualitäten uns vermutlich in der Zukunft noch bekannt werden. Nachdem sich der Mond abspaltete, verband sich der siebte Eloah Jehova – der mächtigste aller sieben Elohim unseres Sonnensystems – mit ihm. Später werde ich etwas sehr Wichtiges über Jehova mitteilen. Gerade weil Johannes mit den Bodhisattvas von Anfang an verbunden ist, besteht diese Beziehung auch später. Johannes ist mit der nathanischen Seele verbunden, die nach der er später suchte. Er hat auch eine Beziehung zu Jehova – demjenigen, der die Form des Menschen erschaffen hatte. Johannes ist auch mit Erzengel Michael verbunden, der  auch an der Erschaffung des Menschen und dem Aufbau seiner Form teilgenommen hat. Folglich war diese bemerkenswerte Individualität der Menschheit mit den wichtigsten Individualitäten karmisch verbunden: sowohl mit geistigen Wesenheiten als auch Menschenindividuen, denen er später begegnete und mit ihnen bei der Verwirklichung seiner Aufgabe in Kontakt trat. Johannes hat auch eine wichtige Beziehung zur Mutterloge auf der Sonne, die das ganze geistige Leben der Menschen antreibt. Unter der Leitung Manus (des zukünftigen Noah) werden dort die Ätherkräfte aufbewahrt. Wegen dieser Verbindung fand er später die karmische Vorbestimmung, inmitten des Volks Israel zu inkarnieren.

Andere Wesenheiten, zu denen er eine Beziehung hatte, sind die sog. Mondenlehrer, die in der lemurischen Zeit unten waren. Später zogen sich diese Mondenlehrer auf den Mond zurück, wo sie eine Kolonie aufgebaut haben, und leben dort auf dem Astralplan. Sie hatten die höhere, kosmische Weisheit, deren letzten Nachklang wir in den Veden und dem Vedanta finden, zu der Menschheit heruntergebracht. Danach haben sich die Mondenlehrer vom Mond getrennt und führen jetzt ein astrales Leben. Als sie noch die Führer der Erdenmenschheit waren – also der Menschenmasse, die noch keine Ich-Individualisierung hatte – inkarnierten sie nur ätherisch. Sie trennten sich oben auf dem Mond. Bekanntlich geht jede Seele nach dem Tod durch die Sphäre des Mondes und steigt danach in die höheren Sphären auf. Ein Drittel der Dauer des letzten Erdenlebens verbringt die Seele nach dem Tod in der Mondsphäre, bevor sie die Sonnensphäre erreicht, wo sie sich auf das nächste Leben vorbereitet. Die ersten Wesenheiten, denen jede Seele in der Mondsphäre begegnet, sind die Mondenlehrer, die sich um das Karma der Menschheit kümmern. Damit also diese herausragende Individualität, die das Urbild der Menschheit, das Ur-Ich schlechthin ist, in das hebräische Volk hinuntersteigen konnte, musste sie für diese Aufgabe durch die Mondenlehrer karmisch bestimmt und mit der Mutterloge auf der Sonne verbunden werden. Die Mutterloge ist eine Art Repräsentanz der Himmlische Sophia auf der Sonne, die das geistige Leben auf der Erde lenkt. Die Bodhisattvas haben ihrerseits gegen Mitte der atlantischen Zeit eine geistige Loge im höheren Devachan jenseits der Vorsehung gebildet und leiten von dort aus das geistige Leben der Menschen. Das Sonnenorakel der Atlantis, in dem auch Johannes war, war der Vertreter der Erde in der Mutterloge. Steiner hat erst spät über die Inkarnationen dieser Persönlichkeit als Elija, Johannes, der Maler Raffael und der deutsche Romantiker Novalis gesprochen. Zum ersten Mal erwähnte er sie 1905, dann 1910 und zuletzt 1924. Damit diese Individualität dort inkarnieren konnte, hatte sie eine Beziehung zum atlantischen Sonnenorakel, das ein irdisches Spiegelbild der Sonnenloge darstellte. Wir sehen, dass seine Beziehung zu Manu auch eine lange war. Steiner erwähnt keine anderen Inkarnationen dieser Individualität, mit Ausnahme einer sehr interessanten, die Sie nun vielleicht zum ersten Mal hören werden. Im sechsten Jh.v.Chr. war sie auf der Balkanhalbinsel und auf Sizilien, wo die Mysterien Pythagoras stattfanden. Wir können uns die Frage stellen, warum diese Individualität auf einmal ihre Inkarnationen im hebräischen Volk abgebrochen hat und an einen anderen Ort dirigiert wurde, wo sie eine völlig unterschiedliche Inkarnation hatte. Aus Christo Nanevs Büchern erfahren wir, dass Djado Wlajtscho selbst Folgendes gesagt hat, als er nach der Beziehung zu Bojan Boev, dem Schüler Beinsa Dounos gefragt wurde: „Während der Bogomilenzeit waren wir leibliche Brüder“. Bemerkenswert sind die Worte, die Djado Wlajtscho zu den Verfolgungen der Bogomilen hinzufügte: „Er seufzte und sagte: „Er hielt dem Folter und der Vertreibung stand“. Er teilte keine Details mit, man weiß nicht, ob das sich in Bulgarien oder im Westen ereignet hat, wo sie durch die Inquisition verfolgt wurden oder in den Bergen Bosniens, wo sich die Pyramiden der Bogomilen befinden. Aber er war während der Zeit der Bogomilen inkarniert. Das scheint logisch zu sein, denn von der Zeit Johannes‘ des Täufers bis zum 15. Jahrhundert und Raffael sind 15 Jahrhunderte vergangen, in denen diese Individualität wohl inkarniert war. Bedenken Sie, wie oft die Inkarnationen vor der Zeitenwende erfolgten. Das sind: Phinees (Pinchas) zur Zeit Moses ca. 13 Jahrhunderte v. Chr., dann Elija, ca. neun Jahrhunderte v.Chr., dann die Inkarnation im sechsten Jh.v.Chr. und dann die Inkarnation in der Zeitenwende. Die Inkarnationen erfolgen also alle drei bis vier Jahrhunderte. Vor Pinchas kennen wir keine Inkarnationen, es werden keine erwähnt, da sie offenbar nicht so wichtig waren. Ob das stimmt, wird die Zukunft zeigen. 15 Jahrhunderte lang schien es keine Inkarnation zu geben. Und was stellt sich heraus: als der Schlüssel ‚Djado Wlajtscho‘ uns gegeben wurde, konnten wir lesen, was er selbst über seine Inkarnation in der Zeit der Bogomilen erzählte. Später werden wir auch sehen, warum diese Persönlichkeit unter den Schülern Pythagoras‘ war. Auf einmal wird es sehr spannend: warum brauchte das älteste Ich der Erde, die gesündeste Seele diese zwei Inkarnationen, über die Steiner keine Erklärungen gibt. Er erwähnt an keiner Stelle die Bogomilen, Djado Wlajtscho natürlich auch nicht, er war ja zur Zeit Steiners noch inkarniert. Wir müssen also versuchen, die geistige Logik zu erfassen, die hier existiert. Aber vorher wollen wir die ganze Logik der Entwicklung dieser herausragenden Individualität verfolgen – wie sie in die menschliche Geschichte eingreift und was sie auf eine außerordentliche Art bewirkt hat. Bis zur Zeitenwende bestand die Tätigkeit dieser Individualität darin, die Ankunft Christi vorzubereiten. Sie mischte sich in den wichtigsten Augenblicken ein, um im Durcheinander des gotterwählten Volkes Ordnung zu bringen, als die Mission der Schaffung des Leibes für Christus zu scheitern drohte.

Wir wissen, dass ca. 2000 Jahre v.Chr. Abraham aus dem wahrscheinlich bulgarischen Chaldäisch Ur aufgerufen wurde, in das Gelobte Land zu ziehen, wo er den Anfang des gotterwählten Volks über Isaak, Jakob und die zwölf Stämme setzte. Abraham wurde von Jehova durch Melchisedek mit dem Brot und Wein eingeweiht. Im Okkultismus bedeutet das Brot immer den physischen Leib und der Wein – den Ätherleib, die Ätherkräfte. Deshalb weihte Melchisedek, der frühere Noah, Abraham in dieses Mysterium ein, denn die Hauptaufgabe des Volkes Israel bestand darin, den physischen und Ätherleib für Gott zu schaffen. Nicht den Astralleib, dieser wurde anders geschaffen. Jehova zeigte über Melchisedek den Himmel und die Sterne und sagte zu Abraham, damals noch Abram: „Ich will dich reichlich segnen und deine Nachkommen so überaus zahlreich werden lassen, wie die Sterne am Himmel“. Hier meinen „die Sterne“ das Astralische. Aus dem Makrokosmos, Makroastralen, aus dieser riesigen geistigen Astralaura, die sich um das zukünftige hebräische Volk bildete, wollte Christus persönlich seinen Astralleib für die Zeitenwende veranlagen. Die Quintessenz dieses Astralen wollte Er als Astralleib in den nathanischen Jesus einbringen- also in das Kind, das im Stall geboren wurde, nicht in das Kind, zu dem die drei Könige kamen. Dieser Astralleib musste auch eine Beziehung zum hebräischen Volk haben. Aber warum hatte dieses Volk nicht die Aufgabe, den Astralleib für den Gott zu schaffen, sondern nur den physischen und den Ätherleib? Aus dem Grund, dass die Kräfte der Vererbung im physischen Leib wirken. Jeder weiß, dass er seiner Mutter und seinem Vater ähnelt. Im Ätherleib wirkt die Vererbung. Im physischen Leib und im Blut, wenn in ihnen das Ätherische wirkt, musste die Blutlinie fortgeführt werden. Geschieht das, so wird auch die physische Linie fortgeführt, denn sie ist die Folge der Fortführung der Blutlinie. Das war nämlich die Hauptaufgabe des israelischen Volkes, in die Abraham eingeweiht wurde. Deswegen kamen die drei Engel zu ihm, wie es im Alten Testament steht, eigentlich die drei Erzengel. Es wird nicht erklärt, wer sie sind, aber wir wissen, dass die Drei Michael, Gabriel und Raphael waren. Sie weihten Abraham in das Geheimnis der drei Leiber ein. Bei ihm blieb nur ein Erzengel, der ihn in das Geheimnis des physischen Leibes als den wichtigsten der drei Leiber einweihte. Ich vermute, dass dieser Erzengel Michael war. Die beiden anderen schütteten Feuer und Schwefel über Sodom und Gomorra aus, wo der große moralische Zerfall stattfand. Das Feuer bedeutet die Astralkräfte und der Schwefel – die Ätherkräfte. Heute wird darüber spekuliert, ob eine Atombombe gefallen war, denn während der Flucht Lots blickte seine Frau zurück und wurde zu einer Salzsäule. Zu Salz wurden die Menschen in Hiroshima, als die radioaktive Strahlung sich in der Stadt ausbreitete. Wenn man sie berührte, zerfielen sie. Nun gibt es Überlegungen, ob über Sodom und Gomorra eine Atombombe gefallen war. Es war keine Atombombe, sondern etwas ganz anderes – die Bestrafung dieser Städte erfolgte auf eine übersinnliche Art. Über sie ergossen sich übersinnliche Äther- und Astralkräfte. Und da Lots Frau nicht in das Geheimnis des physischen Leibes eingeweiht worden war, wurde sie zu einer Salzsäule, sie konnte dem nicht standhalten, was sich über die beiden Städte ergoss.

Über die Beziehung der drei Erzengel zu den Vorstufen des Mysteriums von Golgatha haben wir gesprochen, die zu einem grandiosen Plan gehören. Diese Erzengel sind auch an den drei Opfern Christi beteiligt, als über die nathanische Seele unsere zwölf Sinne des physischen Lebens, unsere sieben wichtigsten Lebensorgane und der Ätherleib und unsere drei Seelenkräfte und unser Astralleib gerettet wurden.

Abram wurde eingeweiht und wurde zu Abraham, seine Frau Sarai wurde zu Sarah. Bei der Einweihung erhält man nämlich immer einen anderen Namen. Einen entfernten Nachklang dieser Tradition finden wir heutzutage bei den Mönchen: Wer Mönch will, wird aus Ivan Petrov etwa zu Inokentij (‚Innozenz‘), er hat sich von der Welt getrennt und ist ein neuer Mensch geworden. Damals war es auch so. Abraham begann an der Erfüllung seiner Aufgabe zu arbeiten. Jeder, der das Alte Testament gelesen hat, kennt die Geschichte. Wir kommen zu Moses, bei dem zum ersten Mal etwas Grandioses geschieht – es gibt die erste Offenbarung des Gottes, eigentlich Jehovas bzw. Christi Offenbarung über Jehova an die Menschheit. Wenn Jehova Moses erscheint, kann Moses ihm nicht ins Gesicht schauen und verhüllt sein Gesicht. Er hätte seine Anwesenheit sonst nicht ausgehalten. Er konnte auch aus seinem physischen Leib nicht völlig austreten, so wie es bei der früheren Einweihung der Fall war, um Gott von Angesicht zu Angesicht zu begegnen. Deshalb heißt es im Alten Testament, dass er in der Felskluft war. Der Felsen – das ist der physische Leib, sein physischer Leib bekommt Risse, er kann nicht austreten und Gott in astraler Art begegnen. Gott erscheint ihm im Donner und Blitz über Sinai. Der Donner symbolisiert im Okkultismus den Gedanken und das Feuer – das Ich. Das heutige Sprechen muss also Donner und Blitz sein, es muss eine Beziehung geben zwischen dem Gedanken und dem Feuer des Ich – dem Herzen. In der Praxis ist das das Explodieren des Ich. Christus erscheint Moses in den Naturelementen durch Jehova. Moses war der erste, der den großen Aufruf „Ich bin, der ich bin“ hörte. Er begriff aber nicht, dass Christus über Jehova zu ihm sprach. Über Jehova steht es im Alten Testament ab Moses aufwärts. Moses ahnte nicht, dass in diesem Jehova in Wirklichkeit Christus war. Abraham erreichte das Gelobte Land, aber er konnte das Land nicht betreten, weil er nicht zum wahren Erleben des Ich-bin-Prinzips in seinem Inneren gekommen ist, sondern eine äußere, naturmäßige Offenbarung erhalten hat. Der wahre Sinn des Ich- bin-Prinzips besteht darin, dass es im Inneren des Menschen auflebt. Der Mensch kommt allmählich zum Erleben dieses Prinzips und Christi in seinem Inneren. Der Sinn unserer ganzen Evolution bestand in der Ankunft Christi, im allmählichen Eintauchen seines Ich in unseres, so dass wir beginnen, Christus von innen zu erleben. Aus diesem Grunde sagte Beinsa Douno über den Ätherischen Christus: „Christus wird nicht ein zweites Mal auf dem physischen Plan erscheinen, Er wird durch die Herzen und Seelen der Menschen kommen“ – d.h. wir müssen Ihn innerlich erleben und finden. Was das bedeutet, darauf kommen wir später. Nun werden wir weiter den Faden verfolgen.

In der Zeit Moses‘ stand das Volk Israel vor seiner ersten großen Herausforderung. Damals wurden manche Israeliten vom Baal-Kult beeinflusst. Es handelte sich hierbei um reine Sexualkulte – solche, die mit der Vererbung zusammenhingen, denn der Sex ist damit verbunden. Es bestand die ernsthafte Gefahr, dass das Blut verunreinigt wurde. Dann wäre Jehova wütend geworden und hätte das ganze Volk physisch vernichtet. Der Astralleib Christi hätte kein geeignetes Gefäß gefunden und die ganze Mission zur Ankunft Gottes und zur Rettung der Menschheit wäre gescheitert. Genau in diesem Augenblick mischte sich Pinchas (Phinees) ein – ein Enkel Aarons, der Moses‘ Bruder war und für den stotternden Moses sprach. Damals gab es diese Sexualkulte, die aber nicht die Sensualität der heutigen Ich-Menschen besaßen. Heute ist der Missbrauch der Sexualität etwas völlig anderes im Vergleich zu damals. Wir können eine Parallele ziehen zum Islamischen Staat, wo heute Menschen geköpft werden und das als etwas Gutes und Normales gilt, wofür man im Himmel belohnt wird. Diese Menschen haben eine verlangsamte Entwicklung des Ich, was für den heutigen Christen, dessen Ich Fortschritte gemacht hat, grausam ist. Dort gibt es öffentliche Massenhinrichtungen, die niemanden beeindrucken, es ist, als wäre man 3000 Jahre in die Vergangenheit zurückversetzt. Vor 3000 Jahren konnte so etwas geschehen und es war üblich, nun empfinden wir es als furchtbar, besonders wenn Kinder Zeugen von Hinrichtungen werden.

Am frühesten entwickelten in der dritten nachatlantischen Zeit (vor 3500 Jahren) jene Menschen ihr Ich, die jetzt in den germanisch-skandinavischen Ländern leben. Allerdings besaßen sie keinerlei äußere Kultur. In Hinblick auf die äußere Kultur waren sie sehr zurückgeblieben. Sie wohnten in Erdhütten und schliefen auf Stroh usw. Sie besaßen Götter, die unter anderem ihnen von den Bulgaren gegeben wurden. Die Entwicklung des Ich begann zur Zeit der Empfindungsseele. In der griechisch-römischen Zeit entwickelten die lateinischen Völker das Ich-Prinzip und eine äußere Kultur, während die Völker in Ägypten, Chaldäa, Mesopotamien, Irak – dort, wo jetzt Araber leben -, in der dritten nachatlantischen Zeit herausragende Kulturen entwickelten, die damals vorherrschend waren. Sie hatten keinerlei Ich-Entwicklung, jedoch eine entwickelte äußere Kultur. Diese Menschen blieben in der Entwicklung des Ich-Impulses zurück und begannen erst jetzt, in der fünften Kulturepoche diesen Impuls zu entwickeln. Dieser verspätete Ich-Impuls in der fünften Kulturepoche führt zu solchen Ergebnissen, die nun beobachtet werden können, weil der Impuls mit dem Islam vermischt wird, welcher in den 1500 Jahren seit seiner Entstehung eine spezifische Entwicklung erlebte. In diesen Gebieten gibt es enorme Herausforderungen, in der Nähe ist auch das Heilige Land mit dem ätherischen Zentrum der Erde. Unser ätherisches Zentrum ist das dritte Auge und auf dem Hügel Golgatha befindet sich das ätherische Zentrum der Erde. In der Nähe wütet nun der Islamische Staat. Deshalb brauchen wir ein sehr gutes okkultes Verständnis der Ereignisse im Nahen Osten. Wir müssen in das Denken jener Menschen eindringen, um sie und ihr Handeln zu verstehen.

Pinchas mischte sich damals ohne zu zögern ein und tötete den Israeliten und die Midianiterin, die zu einem fremden Stamm gehörte, denn das Blut der Israeliten durfte nicht mit fremdem Blut vermischt werden. Pinchas gehörte zum Stamm Levi aus den zwölf Stämmen, die die zwölf Söhne Jakobs begründet haben. Levi sind die Hohenpriester. Der Stamm Simeons vermischte sich stark mit den benachbarten heidnischen Völkern und musste das büßen. Pinchas durchbohrte den Israeliten und die Midianiterin mit seinem Spieß und aus ihren Körpern floss kein Blut. Woran lag das? Weil die Hohenpriester des Stammes Levi rein bleiben und nicht durch einen Mord belastet werden sollten. Das Gegenteil hätte dem Gebot „Du sollst nicht töten“ widersprochen. Da Moses die Offenbarungen äußerlich in der Natur erlebte, sah er das ätherische Brennen des Dornbusches. Alles, was als Offenbarung Christi durch Jehova, als „Ich bin, der ich bin“ kam, finden wir in den Zehn Geboten. Von außen, durch Gebote wurde das Leben gesteuert. Der Mord, das Blutvergießen hätte dazu geführt, dass ein Mitglied des Levi-Stammes schmutzig geworden wäre, er hätte nicht mehr Hohenpriester sein dürfen, der ganze Stamm wäre belastet gewesen. Jehova sparte ihm das und Pinchas blieb rein. Nicht nur das – Jehova war zufrieden und gab ihm den Bund des ewigen Priestertums, d.h. in seinen nächsten Inkarnationen musste er nicht zum Hohepriester-Stamm gehören (das ist tatsächlich so, weder Elija noch Johannes waren Priester) und war trotzdem für immer ein Priester. Er wurde sogar zum größten Priester dieses Volkes in seinen Inkarnationen als Elija und Johannes der Täufer. Elija ist der größte Prophet des jüdischen Volkes und der Menschheit.

Es wurden wegen des Baal-Kults 24000 Männer der Israeliten getötet. Achten Sie auf den Rhythmus: Pinchas rettete das Volk Israel physisch, den physischen Leib, den sie für den Gott ausbilden sollten. Es wurden 24000 Männer umgebracht – das sind 2×12000. Hier gibt es gewisse Gesetzmäßigkeiten, so dass der physische Leib von den luziferischen und ahrimanischen Kräften attackiert werden kann. Und da der physische Leib mit dem Tod verbunden ist und der Ätherleib – mit der Geburt, ist von 24000 Ermordeten die Rede. Hier geht es um die Beziehung der Zahl 12 zum physischen Leib, denn wir wissen, dass dieser dem Tierkreis (von Fische zu Widder) entstammt. Deshalb sind der physische Leib und die Zahl 12 miteinander verbunden. Deshalb wurden diese 24000 dort umgebracht. Pinchas erfüllte seine Aufgabe und inkarnierte später als Elija wieder. Damals gab es einen neuen Kult. Ich mache nur eine Klammer auf – die beiden, die Pinchas tötete – der Israelit Zimri und die Midianiterin Kosbi inkarnierten höchstwahrscheinlich später als die neuen Feinde dieser Individualität  – der König Ahab und seine Frau Isebel. Isebel hatte eine dämonische Art und regte Ahab an, Elija zu töten. Elija war eine bodhisattva-ähnliche Wesenheit – das ist ein Schlüsselmoment bei dieser Individualität. Er ist so mächtig, dass er wie die Bodhisattvas nicht vollständig in eine Person inkarnieren kann. Wir wissen, dass sich die Bodhisattvas in den alten Zeiten über das physische Gefäß erhoben und eine schwächere Beziehung zu diesem hatten. Folglich spürte der Bodhisattva den Tod nicht, wenn das Gefäß starb. Erst bei Gautama Buddha im sechsten Jh.v.Chr. können wir von einem wirklichen Erleben des Todes sprechen. Am wirklichsten hat den Tod Jeshu ben Pandira erlebt, der 100 Jahre vor Christi eine der Inkarnationen des siebten und letzten Bodhisattva Beinsa Douno war.

Elija war so mächtig, dass er wie eine Aura das ganze Volk Israel umhüllte. Er wanderte zwar auf der Erde und hatte einen physischen Leib, aber er erhob sich über diesen. Eine andere Person, durch die er wirkte, denn er konnte durch verschiedene Menschen wirken, war Naboth, der kurz in der Bibel erwähnt wird. Naboth besaß einen Weinberg. Der Weinberg steht immer für die Ätherkräfte, der Wein – das ist das Ätherische. Von Isebel angestachelt versuchte Ahab, Naboth den Weinberg abzukaufen – das ist die ahrimanische Versuchung – oder ihn gegen einen anderen Weinberg zu tauschen – die luziferische Versuchung. Naboth lehnte ab und wurde ermordet. Es ist, als ob Elija ermordet wurde, obwohl der wahre Elija nicht ermordet wurde, sondern vor dem Propheten Elischa (Elisäus) auf einem Feuerwagen mit Feuerpferden in den Himmel entrückte. Das bedeutet, dass er sich im Feuer des Ich erhoben hat – das ist der Sinn der Feuerentrückung. Warum mit dem Feuer des Ich? Denn die Ich-bin-Offenbarung, die Moses äußerlich erlebte und nicht seine innere Fähigkeit besaß, wurde zu einem gewissen Grad die Offenbarung des Elija als das Ich des Ich-bin-Prinzips. Hier beginnt das Erwachen des Gewissens, das das Hauptwerkzeug zum Erleben des Gottes in der Menschengeschichte wird. Gestern hat der Schauspieler Dejan Donkov etwas Erstaunliches in einer Fernsehsendung gesagt: „Das Gewissen ist der Gott in uns“. Weiß dieser Mann überhaupt, was er gesagt hat?! Das ist erstaunlich! Bemerkenswert ist es auch, dass Christo Nanev sein Buch über Djado Wlajtscho mit den Worten beginnt: „Das Gewissen war sein Hauptmerkmal“. Und das hat er geschrieben, ohne zu begreifen, worum es geht! Der erste Ausdruck des Gewissens kommt dann zustande, wenn das Ich-bin-Prinzip im Menschen zu wirken beginnt. Das hat bei Elija keimhaft angefangen. Diese Verinnerlichung des Christus (der noch nicht gekommen ist), des Ich-Prinzips in seinem Inneren führte zum Aufkommen starker Kräfte aus dem Untergrund seiner Seele. Deshalb konnte er Wunder vollbringen – die Vorräte der Witwe gingen nie aus, ihr Sohn wurde aus den Toten auferweckt usw. Warum konnte er diese Wunder vollbringen? Weil das Ich-Prinzip, das innerlich erlebt wurde, zu grenzenlosen Möglichkeiten führen kann. Deshalb sagte Christus auch: „Wer an mich glaubt, wird die gleichen Taten vollbringen wie ich – ja, sogar noch größere“ (Joh.14:12)

Warum wird das im Neuen Testament gesagt? Je stärker ein Mensch das paulinische Prinzip „Nicht ich, sondern der Christus in mir“ erlebt, desto mehr Kräfte werden ihm gegeben, so dass er mit den äußeren Naturkräften, mit menschlichen Kräften wirken kann. Ein solcher Mensch beginnt, gott-ähnlich zu werden. Aber das muss von einer kolossalen Stärke der Moral begleitet sein. Es ist bemerkenswert, wie Djado Wlajtscho selbst sagte: „Damals, unter den Bogomilen hielt ich den Folterungen nicht stand, aber mein leiblicher Bruder (Bojan Boev) hielt ihnen stand.“

Naboth starb, aber die Ätherkräfte im Volk Israel wurden bewahrt, da es den Ätherleib entwickeln sollte. Über Pinchas wurde der physische Leib gerettet und hier wurden die Kräfte für den Ätherleib gerettet. Die Bibel spricht über die Ermordung der Propheten des Baal und hier wurden 7000 Männer ausgesondert. Es heißt nicht, dass sie umgebracht wurden, das ist etwas ganz anderes, denn es geht um die Rettung des Ätherleibes. As Eljia in den Himmel entrückte, ließ er nur seinen Mantel zurück. Er ging aus der Höhle allein heraus – also aus seinem physischen Leib. Moses konnte das nicht und musste sein Gesicht mit seinem Mantel verhüllen, um Gott begegnen zu können. Was ist das für ein Mantel, den Elija hatte? Das ist die übersinnliche Aura, welche die Entelechie bzw. das geistige Wesen Elijas beherrscht. Sie kann sich nicht verkörpern. Es ist eine mächtige Aura, die das ganze Volk umhüllt. Das ist nicht die Astralaura, aus der Christus seinen Astralleib erschuf, sondern die Aura der Individualität Elija selbst. Sie wirkt als die Gruppenseele des ganzen Volkes, denn wir haben es hier mit einer mächtigen Individualität zu tun! Das Volk Israel hatte einen Erzengel – Michael. Stellen Sie sich vor, was für eine Beziehung Elija zu Michael gehabt haben mag, um auf der Erde als Gruppenseele des ganzen Volkes wirken zu können, während Jehova, der mächtigste der Elohim, oben war. Dieses Volk, das das Gefäß für Gott schaffen sollte, wurde äußerst stark beschützt. Hier sehen wir die Einmischung aller vorhandenen und mächtigsten Kräfte. Elija ist wie eine Aura, die alle Mitglieder des Volkes umhüllt und die durch verschiedene Individualitäten wirkt. Deshalb wissen die dunklen Mächte nicht, wen sie töten sollen. Auch Christus wirkte in der Zeitenwende durch verschiedene Individualitäten wirkte, deshalb küsste Ihn Judas, damit die Dunklen wussten, wen sie verhaften sollten.

Der Mantel Elijas ist also sehr wichtig – das ist seine Kraft in Form der Aura, die ihn umhüllt. Als er in den Himmel entrückte, warf er seinen Mantel auf Elischa – seinen ersten Schüler und zukünftigen Propheten. Und hier möchte ich eine okkulte Tatsache mitteilen: Dieser Elischa, der ein starker Prophet war, ist heute inkarniert und befindet er sich in diesem Raum. Das bin ich nicht, nur soviel werde ich dazu sagen. Dadurch, dass Elija ihm seinen Mantel zuwarf, wurde Elischa zu einem solchen Propheten und konnte seine Mission fortsetzen, damit auch die nächsten biblischen Propheten wie Daniel, Maleachi usw. wirken konnten. Dank dieser Aura arbeitete Elija von oben übersinnlich mit ihnen zusammen.

Diese Propheten lebten in ihren früheren Leben in anderen Völkern. Als sie unter den Israeliten auf dem physischen Plan inkarnierten, brachten sie von ihren früheren Völkern etwas mit. Elija wirkte von oben als die mächtigste Aura und unten im Volk Israel erfolgte eine Synthese verschiedener Völker mit ihm. Deshalb waren diese Propheten so bemerkenswert. Als die Juden sie später töteten, rügte sie Christus in der Zeitenwende: „Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind!“ (Math. 23:37) Beinsa Douno sagte dazu Folgendes: “Apostel Paulus sagte, dass in den alten Zeiten Gott zu den Menschen durch die Propheten gesprochen hat, aber sie glaubten ihnen nicht; Dann hat Er zu ihnen durch Seinen Sohn gesprochen, und sie glaubten wieder nicht, sie zögerten. Nun wird Gott auf eine andere Art sprechen – zu den gegenwärtigen Menschen wird Gott durch die Wahrheit sprechen – den höchsten Gipfel, der von allen gesehen wird“. Das ist die Taufe mit dem Geist und Feuer, mit dem Heiligen Geist und dem Feuer des Ich. Aber darauf kommen wir später zurück.

Elija überwachte also alles von oben. Im sechsten Jahrhundert v.Chr. inkarnierte er auf der Balkanhalbinsel und war später auf Sizilien als Schüler in Pythagoras‘ Schule. Welchen Sinn hatte das? Weil vor der Inkarnation als Johannes dem Täufer in der Zeitenwende eine Art Synthese der beiden großen Strömungen erfolgen sollte – das bleibt mehr oder weniger außer Acht. Johannes der Täufer konnte nicht plötzlich auftauchen – obwohl er das erhabenste Ich ist – und eine Verbindung zwischen Zarathustras Strömung und Buddhas Strömung herstellen, denn durch Johannes wurde der Buddha-Impuls erneuert. Die Predigt Gautama Buddhas in Benares hört sich an wie eine Predigt von Johannes. Zu Zarathustra besteht auch eine direkte Beziehung, denn er war der direkte Fortsetzer des Werkes Moses‘ und in Moses war der Ätherleib Zarathustras, weswegen er mit dieser Strömung verbunden ist. In Johannes dem Täufer mussten sich also prophetisch die beiden großen Mysterien begegnen – der nördliche und der südliche Weg, die sich als Hirten und Weisen in Christus begegneten. Der einzige, der diese Vereinigung verwirklichen konnte, war Christus, kein anderer konnte das tun.

Es musste ein Wesen aus einer anderen Richtung kommen, um das zu erledigen. Johannes musste zu Pythagoras nach Kroton gehen. Pythagoras ist höchstwahrscheinlich bulgarischer Herkunft, zumindest seine Mutter stammt von den Thrakern, sein Vater vermutlich auch. Von Steiner wissen wir, dass Pythagoras als einer der Könige in der Zeitenwende inkarniert war. Außerdem war er im sechsten Jh.v.Chr. in Persien bei Zoroaster – einer der Inkarnationen Zarathustras. Zarathustra gehört zur nördlichen Strömung. Pythagoras wartete 20 Jahre in Ägypten darauf, von den Eingeweihten zu den großen Mysterien des südlichen Weges zugelassen zu werden, damit er sie kennenlernte. Pythagoras ist eine erstaunliche Persönlichkeit, da in ihm die beiden großen Wege sich gekreuzt haben und er in der Lage war, beide in sich aufzunehmen. Und er begründete diese Mysterien. Deshalb ist die Geschichte, die in der Weißen Bruderschaft kursiert, völlig erfunden: Laut dieser soll Beinsa Douno gesagt haben, dass Pythagoras eine Frau an sich herangelassen hätte und deshalb gescheitert wäre. Später wäre er als Steiner inkarniert und da er Marie Steiner zugelassen hätte, wäre das Goetheanum ausgebrannt. Wir wissen, dass Steiner der wieder inkarnierte Aristoteles ist. Beinsa Douno hat nie darüber gesprochen, wer welche Individualität in seinem früheren Leben war. Das größte Ich auf Erden ging zu Pythagoras, um als Schüler diese zwei Mysterien zu berühren, um sich auf das vorzubereiten, was später in der Zeitenwende geschehen sollte – die Begegnung Zarathustras und Gautama Buddhas in ihm. Aber die wesentliche Verbindung der beiden hat Christus vorgenommen. Johannes begegnete dort zum ersten Mal der nathanischen Seele, seinem himmlischen Urbild, von dem er sich so stark entfernt hatte. Das war das im Stall geborene Jesuskind aus der nathanischen Linie. Als Johannes der Täufer im sechsten Monat im Bauch seiner Mutter Elisabeth war, ging Maria mit dem nathanischen Jungen im Bauch zu ihr. Der nathanische Junge war noch kleiner als Johannes. Als die beiden Jungen sich begegneten, bewegte sich Johannes im Bauch seiner Mutter. Das ist das Aufwachen des Ich. Der Engel Vidar begann sofort, mit ihm zu arbeiten. Bei Elija sehen wir, wie Jehova und Michael wirken. Der Engel Vidar, der der Schutzengel Buddhas war und nach dessen Erleuchtung auf den Aufstieg zum Erzengel verzichtet hat und aufopfernd auf der Engelsstufe geblieben ist, begann, auf Johannes gewissermaßen als Schutzengel zu wirken. Es gibt hier eine Besonderheit der Art und Weise, wie die geistige Welt mit dieser Individualität arbeitet: Wenn wir bei Pinchas anfangen und beobachten, wie Jehova durch diesen wirkt, sehen wir eine Strömung aus Wesenheiten, die sich oben bewegt und eine, die sich etwas tiefer bewegt, wobei beide mit dieser Individualität mit absteigender Intensität arbeiten. Wenn wir uns der Zeitenwende nähern, sehen wir, dass mit Johannes mehr und später mit Raffael und Novalis weniger Wesenheiten arbeiten, die demütig auf ihre rechtmäßige Erhebung in die nächste Stufe der Hierarchie verzichten. Der Erzengel des altgriechischen Volkes erfüllte seine Aufgabe und stieg zum Archen auf. In der Zeitenwende durfte er zum Eloah aufsteigen, aber er verzichtete aufopfernd darauf. Der Schutzengel Gautama Buddhas hätte sich nach der Erfüllung seiner Aufgabe, als der Bodhisattva zum Buddha wurde und nicht mehr herunterzusteigen brauchte, eigentlich zum Erzengel erheben müssen. Aber er hat sich immer stärker mit der Erde verbunden. Hier gibt es eine Besonderheit, die Sergej Prokofieff zwar geahnt hat, aber nicht ganz erfassen konnte, Friede und Licht mögen seine Seele begleiten. Prokofieff wusste nämlich nichts über Djado Wlajtscho. Der Unterschied zwischen den Bodhisattvas und Johannes dem Täufer besteht darin, dass bei Letzterem seine Inkarnationen von immenser Bedeutung sind, während bei den Bodhisattvas die konkrete Person des Gefäßes nicht so wichtig ist. Die Individualität ist wichtig, die durch alle Inkarnationen geht, die Person ist ihre konkrete Erscheinung in einem bestimmten Leben. Wir sehen folglich, was bei den Bodhisattvas geschieht – bei Orpheus, der vom Bodhisattva zum Buddha wurde ist die Person Orpheus wichtig, alle anderen Inkarnationen davor sind unwichtig. Bei Gautama Buddha ist es genauso. Aber beim letzten Bodhisattva haben wir Jeshua ben Pandira, der als Person wichtig ist, als Beinsa Douno sogar mehr. Man kann also feststellen: einige Zeit vor und nach der Zeitenwende gewinnt beim siebten Bodhisattva, der 5000 Jahre lang auf die Erde herabsteigen wird, auch die Person an Wichtigkeit und nicht nur die Individualität. Das bulgarische Volk musste 1000 Jahre lang die Person Peter Danov vorbereiten. Sehen Sie, wie wichtig die Person schon wird. Woran liegt das? Das Ich-Prinzip führt nämlich zu der Erhebung der Person, während in den vorchristlichen Zeiten die Person unwichtig war, da das Ich-Prinzip noch fehlte. Wichtig war die Individualität oben, die, metaphorisch ausgedrückt, wie ein Drachen ist, der oben schwebt. Aber der jetzige Bodhisattva, der den Ich-Impuls als die Tochter des Jaïrus empfangen hat, besitzt eine enorme Wichtigkeit und als er sich in die Ich-Entwicklung nach der Zeitenwende einmischte, gewann auch die Person an Bedeutung. Deshalb sieht Beinsa Douno aus, als sei er allein in der Welt. Er wirkt unerschütterlich, das ist etwas ganz anderes.

Johannes hüpfte also im Leib seiner Mutter und dann begann Vidar, mit ihm zu arbeiten. Bei den geistigen Wesenheiten ist eine immer größere Demut nach dem Vorbild Christi festzustellen, Der die Füße der Jünger wusch, denn der Größere wächst dank dem Kleineren. Hier kommen wir zu Jehova, der ein sehr wichtiger Geist ist und wir werden etwas erörtern, was in der Anthroposophie nicht erwähnt wird. Als wir letztes Mal über das Phantom des menschlichen Leibes und die Stigmata bei Judith von Halle sprachen, fragten mich einige Hörer, warum ich die dritte Versuchung Christi im Garten Gethsemane nicht erwähnt habe. Bei der dritten Versuchung, als auf dem Mond ein heller Fleck erschien und Jehova aus dem Mond herauskam, stieß der blutüberströmte und völlig erschöpfte Jesus einen lauten Schrei auf. Was bedeutet dieser Schrei? Was geschah in jenem Augenblick, das so wichtig war? Das wird in der Anthroposophie nicht thematisiert. Nach der Abspaltung des Mondes von der Erde und seiner Verbindung mit stagnierenden Kräften in der lemurischen Zeit war auch Jehova 33000 Jahre lang mit diesem stagnierenden Element verbunden. Die Sonnenelohim waren mit Christus auf der Sonne – ihrem natürlichen Lebensort. Wenn der Mensch sich im Wasser befindet, fällt es ihm schwerer zu leben, denn er wohnt ja an Land. Eine ähnliche war die Lage Jehovas. Es fiel ihm schwer, aber er war ja der mächtigste der Elohim und konnte es auf dem Mond aushalten. In dem Augenblick, als Christus seiner dritten Versuchung im Garten Gethsemane standhielt, als entschieden wurde, ob die Schöpfung existieren wird, was von Seinem Entschluss abhing, wurde Jehova von seiner Aufgabe, aufopfernd auf dem Mond zu bleiben, erlöst. Jesus stieß diesen siegreichen Schrei aus, weil alles vorbei war und nun er alles bis zum Golgatha aushalten konnte. Jehova wurde erlöst, er ging zu der geistigen Sonne, in sein Medium. Die Frage ist, was mit Jehova in den nächsten 20 Jahrhunderten geschah, die unserer Zeit vorangehen. Die einzige okkulte Tatsache, die hier mitgeteilt werden kann, ist vom Montag, es ist eine erschütternde Tatsache. Im Augenblick, wenn eine Wesenheit ihre Aufgabe erfüllt – und was für eine erhabene Aufgabe Jehova hatte – die Leiber Jesu vorzubereiten und diesen Leib zu schützen und am Ende zum Kreuz zu gehen! – wenn ein solcher Geist also seine Aufgabe erfüllt, erhebt er sich zu der nächsten Hierarchie der Dynamis (Geister der Bewegung). Dort berührt der Sternenkosmos die planetarischen Einflüsse. Was für eine verdiente Wesenheit musste also zu einem Geist der Bewegung werden! Aber sie verzichtete darauf. Erst ab dem 20. Jahrhundert und der Wiederkehr Christi im Ätherischen begann Jehova zu einem Geist der Bewegung aufzusteigen. Nach dem Beispiel Christi verzichteten immer die Ihm am nächsten stehenden geistigen Wesenheiten auf ihren rechtmäßigen Aufstieg, obwohl sie die inneren Eigenschaften des höheren Geistes schon besaßen. Sie wollten weiter bei der Entwicklung des Christus-Impulses, Ich-Impulses Gott dienen. Warum Jehova – der höchste Geist, der die Ankunft Christi vorbereitete – darauf verzichtet und was er in diesen 20 Jahrhunderten getan hat, wissen wir bisher nicht. Wir wissen nur, dass verschiedene Geister auf den Aufstieg verzichten, damit sie danach richtig bei der Entwicklung des Impulses helfen können. Je mehr sich ein Wesen mit dem Bösen, Stagnierenden verbindet, desto mächtiger wird es, wenn es an seinen richtigen Ort zurückkehrt. Ein Schutzengel kann rechtmäßig aufsteigen, aber ein luziferisierter Engel, den der Mensch erlöst, gewinnt an Kräften, welche diese des rechtmäßigen Engels übersteigen. Derjenige, der mit dem Bösen umgehen kann, wird danach stärker als derjenige, der sich normal entwickelt. Deshalb sagte auch Ita Wegmann (der reinkarnierte Alexander der Große), dass es zwei michaelische Strömungen gibt. Die eine ist die kosmische Strömung Michaels, die sich mit dem Bösen, den dunklen Mächten beschäftigt, denen sie mit den Sonnenkräften entgegenwirkt (Michael ist der Sonnengeist.) Das findet seine Widerspiegelung z.B. in den Mythen über Mithras. Die andere Strömung ist ihre irdische Widerspiegelung, das ist die Strömung Elijas. Diese Individualität ist direkt mit dem Bösen verbunden, das sagte Ita Wegmann aufgrund ihrer Gespräche mit Steiner. Oben ist die kosmische Strömung zum Behandeln des Bösen und unten – die Strömung der Individualität, die die Verbindung mit dem Bösen verkörpert – wohlgemerkt, ohne ein Teil des Bösen zu sein. Pinchas durchbohrte den Israeliten und die Midianiterin, aber es wurde kein Blut vergossen, er verband sich mit dem Bösen, ohne einen Teil von ihm zu werden. Elija tötete die Propheten des Baal, rettete den Ätherleib für den Herrn, aber er wurde nicht zu einem Teil des Bösen. Johannes stellte sich auch vor Herodes und Herodias, die wahrscheinlich die reinkarnierten Ahab und Isebel bzw. der Israelit und die Midianiterin sind – dieses Paar kommt ihm nämlich immer entgegen, als Pinchas, als Elija und als Johannes der Täufer. Hier animierte Herodias ihre Tochter Salome, den Sexualtanz aufzuführen, denn Herodes starrte immer auf Salomes Unterleib. Das war das ihn umgebende geistige Element – die alten, überwiegend phönizischen Mysterien -, denn die Mutter und ihre Tochter sind phönizischer Herkunft. Herodes bot Salome die Hälfte seines Königreichs, aber sie wollte den Kopf des Johannes. Warum gerade den Kopf? Der Mensch ist in seinem Kopf kraftmäßig das, was er in seinem vorigen Leben war, in seinem Körper ist er die Gegenwart und das, was er mit seinen Gliedmaßen macht, wird in seinem nächsten Leben sein Kopf sein. D.h. die Zukunft des Menschen ist in seinen Gliedmaßen, die Gegenwart – im Körper und der Kopf ist seine Vergangenheit. Als das älteste Ich hatte Johannes die ganze Weisheit, die ganze Geschichte des Volks Israel und der Menschheit in seinem Kopf. Was für ein bemerkenswerter Kopf! Herodias wollte ihn haben, um ihn durch schwarzmagische Praktiken zur Beherrschung der äußeren Naturkräfte und der Seelen der Israeliten – d.h. der Menschenkräfte – zu benutzen. Immer wird die Macht demjenigen gegeben, aus dem der Egoismus vollständig herausgepresst ist, damit alles zum Nutzen der Menschheit geschehen kann. Hier haben wir es mit dem Entgegengesetzten zu tun – dem niederen Ich. Hier mache ich eine Klammer auf: Wir können aus der heutigen Sicht den Brauch der vorchristlichen Bulgaren als Barbarei bezeichnen, aus dem Schädel der abgeschnittenen Köpfe ihrer Feinde Trinkbecher zu machen. Es ist bekannt, dass der Khan Krum aus dem Schädel des Nikephoros des I. seinen Wein trank. Obwohl die Bulgaren von Apostel Paulus christianisiert wurden, war Krum noch kein Christ. Was geschah, als sie aus dem Kopf Wein tranken? Der Wein, das sind die Ätherkräfte, das Gedächtnis der Menschheit. Der Kopf ist die Vergangenheit des Menschen. Indem Krum aus dem Schädel des Nikephoros Wein trank, nahm er scheinbar die Vergangenheit und die Kraft des sog. Byzantinischen Reiches. Das war ein okkulter schwarzmagischer Brauch, der Heidentum in der christlichen Zeit darstellt. Deshalb wurde dieses Ritual nach König Boris dem Täufer beendet. Das war eine Methode, dem Geist des Gegners die Kraft zu nehmen und nicht einfach zu prahlen, aus seinem Kopf trinken zu können. Keiner der heutigen Historiker ist jedoch in der Lage, das zu begreifen.

Herodias verlangte also den Kopf Johannes’ des Täufers, dessen Hauptaufgabe darin bestand, die Ankunft Christi zu erkennen und zu verkünden. Wie geschah das? Als sein Ich erweckt wurde, hüpfte er im Leib seiner Mutter Elisabeth, dann begann der Engel mit ihm zu arbeiten und es erwachte das Gewissen. Woher kam dieses Gewissen? Er hatte nicht nur als Elija, sondern schon vorher Potenzial gesammelt. Als wir aus dem Paradies vertrieben wurden, stellte sich vor dessen Tor ein Cherub mit einem zweischneidigen Feuerschwert. Zweischneidig bedeutet, dass das Feuer (das Ich) uns sowohl nach oben als auch nach unten schleudern kann. Der Cherub sprach folgende Worte aus: (das ist eigentlich ein imaginatives Bild, das sind Worte, die im Untergrund der Seele dieser Individualität immer gelebt haben, alle anderen Individualitäten konnten sie erst nach ihrem Tod wahrnehmen) „Eure seelische Einstellung hat sich gewandelt, ihr habt euch vom Himmelreich entfernt“. D.h. das Himmelreich bleibt oben und ihr steig hinunter. Was sagte Johannes? – „Ändert eure Wahrnehmung der Welt, denn der geistige Aufbau der Himmelreiche kommt näher, d.h. das Welten-Ich kommt. Heutzutage hätte er gesagt: „Ändert eure Einstellung zur geistigen Welt, erhebt euch zu ihr, denn in Michaels Zeitalter werden im Menschen neue seelische Fähigkeiten geboren“.

Die Hauptaufgabe Johannes’ bestand darin, Gott zu erkennen und zu verkünden. Das wurde gerade vom Gewissen bewirkt. Diese Worte des Cherubs, die im Menschen leben, rufen die Verantwortung, das Gewissen Gott gegenüber hervor, dass wir uns von Ihm entfernt haben, weil wir auf die Erde gestürzt sind. Dieser Cherub, der in Johannes wirkt, ruft seine Kräfte hervor, doch sie kommen auch dadurch, dass Gott erschien und das Ichhafte bei Johannes innerlich bewirkte. Das Ichhafte fing bei Elija an zu wirken, aber sein Wesen kam bei Johannes am deutlichsten zur Geltung und das Ich und das Gewissen hängen zusammen. Der heutige Mensch hat ein richtiges Ich, nur wenn sein Gewissen Gott arbeitet, das bedeutet, dass sich Christus im Inneren meldet und man Ihm Rechenschaft ablegt. Diese Stimme muss dröhnen, das ist die fundamentale Stimme, die aus dem Ich hallt. Alles, was Mitleid ist, kommt dagegen aus dem Astralleib. Alles, was Geduld ist, kommt aus dem Ätherleib. Alles, was Opferbereitschaft ist, kommt aus dem physischen Leib. Das Gewissen des Ich, das Mitleid, die Geduld und die Opferbereitschaft bilden die Gralssubstanz. Darin besteht das Wesen der gegenwärtigen Zeit, bei der man anfangen soll. Der Gral nahm von Joseph von Arimathäa – dem reinkarnierten Skythianos – am Golgatha mit dem Kelch seinen Anfang.

Johannes erwachte und begann im Wasser zu taufen. Zuerst hielt er eine überzeugende Predigt, die das Ich stärkte, dann taufte er die Menschen unter Wasser, wobei der Ätherleib im Schock sich abtrennte. Der Mensch stieg nach oben und sah den nahenden Christus und wenn er an die Oberfläche kam, erwachte das Gewissen. Bei diesem Impuls beginnt man, das Ich-Prinzip zu entwickeln, was der Sinn des ganzen Erdenäons ist. Folglich war das die Methode, das Volk Israel auf den Gott vorzubereiten. Johannes erfüllte diese Aufgabe glänzend. Nachdem er geköpft wurde, tat er auch Außerordentliches. Zuerst wurde er zur Gruppenseele der zwölf Jünger und er wirkt nun als Brüderlichkeit stiftende Gruppenseele, als das Urbild der Bruderschaft um Christus. Etwas Weiteres tat er, als Lazarus eingeweiht wurde. Der Unterschied zwischen Elija und Johannes ist herausragend: Elija erlebte das Ich-bin-Prinzip innerlich in sich und erlangte die gigantischen Kräfte, mit denen er die Vorräte vermehren, auferwecken konnte usw. Aber dieses Prinzip war nicht seinem Wesen immanent. Bei Johannes war dieses Prinzip nur äußerlich kennzeichnend. Der erste Mensch dagegen, bei dem das Christus-Ich direkt in das menschliche Ich einströmte, war Lazarus. Zum ersten Mal in der Menschengeschichte verband sich das Welten-Ich, das vierte makrokosmische Ich-Prinzip mit dem mikrokosmischen Ich eines Menschenwesens. In diesem Moment verband sich die Entelechie Johannes’ des Täufers von oben mit Johannes-Lazarus. Die Auferweckung des Lazarus wurde so ermöglicht und der Täufer wurde zur Gruppenseele der Jünger. Durch Lazarus, mit dem er sich damals verband, beginnt die feste Verbindung zwischen den beiden Johannes. Von ihnen hängt auch die sechste Kulturepoche ab. Das wird das Christentum der sechsten Kulturepoche sein – die beiden Johannes. Deshalb können sie als Inkarnationen zusammenarbeiten. So wie die Jungfrau Sophia und Johannes unter dem Kreuz miteinander verbunden wurden und seitdem zusammenarbeiten, so sind die beiden Johannes karmisch verbunden und wirken zusammen. Deshalb war die Jungfrau Sophia im 20. Jahrhundert irgendwo hier, wir wissen nicht genau wo, denn das hängt mit den beiden Johannes zusammen. Die Frage ist: wer war Jungfrau Sophia im 20. Jahrhundert? Wir hoffen, auch diese Frage in der nächsten Zukunft zu klären, denn es geht um die größten und stabilsten Beziehungen, die in der Zeitenwende entstanden sind. Johannes wurde geköpft, als Christus schon ein Jahr auf der Erde gewandert war. Er konnte weder die Auferweckung des Lazarus erleben, noch unter dem Kreuz auf Golgatha anwesend sein. Indem er sich mit Lazarus verband, war er übersinnlich bei beiden Ereignissen anwesend. Von da an begann Johannes der Täufer sich geistig (denn das Christus-Ich verband sich zum ersten Mal mit Johannes-Lazarus) von oben mit dem Ich-Impuls Christi zu verbinden. Das geschah nun auf die richtige, der christlichen Ära angemessenen Art. Der erste, bei dem also ein direktes Eindringen des Christus-Ich stattfindet, ist Johannes-Lazarus.

Seine Auferweckung geschah nach sechs Tagen, denn er war etwa dreieinhalb bis vier Tage in der Höhle und Christus wurde zwei Tage lang erwartet. Es waren wahrscheinlich sogar sechs Tage vergangen, wie Judith von Halle sagt. Stellen Sie sich vor, wie der Körper in diesen sechs Tagen zerfallen war und wie ihn das Christus-Ich nach seinem Eindringen ihn belebt hat! Das sind Kraft und Leben!

Wir gehen nun zu der nächsten Inkarnation zur Zeit der Bogomilen über, wie Djado Wlajtscho berichtet, wenn man der Information Glauben schenkt, die Christo Nanev ausgegraben hat. Und ich bin geneigt, diese Information als glaubwürdig zu betrachten. Warum war Johannes bei den Bogomilen? Weil das Verbinden mit dem Bösen weitergehen sollte. Im 20. Jahrhundert war bei Djado Wlajtscho eine gigantische Verbindung mit dem Bösen vorhanden – er war in den Arbeitslagern in Belene, Kuzian u.a., wo es einfach apokalyptisch zuging (Nach dem Erlangen der Macht 1944 steckten die Kommunisten alle Regimegegner oder diejenigen, die sie für solche hielten, in Arbeits- und Umerziehungslager, wo unter schrecklichen Bedingungen mehrere Tausende Menschen an Hunger, Erschöpfung und Folter starben). Es ist empfehlenswert, Christo Nanevs Bücher zu lesen, die sehr gut geschrieben sind. Man muss unbedingt diese Bücher gelesen haben, um zu sehen, welche Mächte des Bösen Djado Wlajtscho entgegentraten, um zu begreifen, was für eine Persönlichkeit Johannes der Täufer im 20. Jahrhundert war und warum. Warum war er der Mensch, den wir als Djado Wlajtscho kennen?

Johannes der Täufer konnte den Gral nicht berühren, denn die Zeit des Grals begann erst mit Golgatha und Johannes wurde zwei Jahre früher geköpft. Der Gral nahm übersinnlich seinen Anfang. Im neunten Jahrhundert trafen sich die beiden Strömungen, die wir als die Gralsströmung und die Artusströmung kennen. Das sind die beiden bereits metamorphosierten Strömungen – die südliche und die nördliche. Das Bogomilentum nahm im zehnten Jahrhundert seinen Lauf. Bei den Bogomilen liegt also bereits eine Synthese beider Strömungen vor. Johannes war der Erste, der eine Synthese zwischen Zarathustra und Buddha prophetisch vornahm, doch im vollen Sinne geschah das bei Christus. Johannes konnte also die Synthese dank seiner Vorbereitung bei Pythagoras berühren. Nachdem Christus die Synthese verwirklicht hatte, suchte Johannes eine andere Art von Synthese in der christlichen Zeit. Und die wahrhaftigste Synthese konnte er bei den Bogomilen finden, als die beiden Strömungen in den ersten Bogomilen zusammenkamen. Er wurde dort vorbereitet. Welcher der Bogomilen genau Johannes der Täufer war, weiß ich bisher nicht. Aber er legte dort das Fundament für sein Wirken im 20. Jahrhundert.

Danach inkarnierte er als der Maler Raffael. Raffael wurde am Karfreitag geboren und starb ebenfalls am Karfreitag in seinem 37. Jahr. Er malte fast ausschließlich den nathanischen Jesus mit der jungen Mutter, selten auch das andere Jesuskind aus der Zarathustralinie bzw. die beiden Jesuskinder und Johannes den Täufer. Er malte auch zwei hervorragende Gemälde – „Disputation“ und „Die Schule von Athen“. Raffael war Archäologe und hat leidenschaftlich Ausgrabungen in Rom als der erste Archäologe Italiens unternommen. Er war sehr zart, sanft, absolut liebevoll. Das Hauptcharakteristikum Johannes‘ ist das Aufwachen des Gewissens, damit er kundtun konnte: “Das ist der Herr!“ Das Hauptcharakteristikum Raffaels sind das Mitleid und die Liebe und bei Novalis – die Verwunderung über die Göttlichen Werke. Aus diesen drei Eigenschaften werden wir die drei Leiber Christi als Ich in der sechsten Kulturepoche erschaffen, damit dieses Ich in der siebten Kulturepoche als Welten-Ich in seine übersinnlichen Leiber einziehen kann. Das beginnt als Verkörperung wieder bei dieser Persönlichkeit zum Vorschein zu kommen. Beim sanften und zärtlichen Raffael gibt es einen Abdruck des Ätherleibes Jesu, bei Novalis – des Astralleibes und bei Djado Wlajtscho – einen Abdruck des Ich. Das ist sein Kennzeichen. Wie war das möglich? Nachdem Jesus gekreuzigt wurde, wurden der Äther – und Astralleib Jesu vervielfältigt, denn in ihnen war das Christus-Ich eingeprägt. Sie wurden als Kopien nach dem Prinzip der spirituellen Ökonomie in der geistigen Welt vervielfältigt. Ab dem vierten Jahrhundert wurden sie in einzelne Persönlichkeiten der Menschheit eingebaut: den Ätherleib bis zum elften Jahrhundert und der Astralleib als Abdruck im Astralleib der jeweiligen Person ca. bis zum 15. Jahrhundert. Bereits vor der Geburt wird eine Kopie des Ätherleib Jesu, die drei Jahre als Christus bearbeitet wurde, übersinnlich in den Menschen abgedrückt, im Ätherleib, der übersinnlich noch vor der Geburt besteht. Wenn der Mensch sieben, acht, neun Jahre alt wird und seinen eigenen Ätherleib ausbildet, tritt ein dramatisches Ereignis in sein Leben ein, das die Aktivierung des vorgeburtlich eingelegten Abdruckes bewirkt, der dann für Christus produktiv wirken und der Mensch seine Lebensaufgaben erfüllen kann.

Was war bei Raffael der Auslöser? Als er acht Jahre alt war, starben seine Lieblingsoma, seine Mutter, von seinem neunten bis zu seinem elften Lebensjahr verlor er alle seine Verwandten. Das war ein absoluter Schock, der das im früheren Leben Entwickelte aktivierte. Er begann, großartig zu malen, seine Bilder besitzen eine Heilwirkung, weshalb Kopien von ihnen in Krankenhäusern hängen. Seine Mutter hatte vor der Geburt einen prophetischen Traum, dass das Kind Raffael heißen soll – wie der Erzengel Raphael – der Erzengel der Heilkunst ist. Zudem ist Erzengel Raphael seit einigen Jahrhunderten der Erzengel des bulgarischen Volkes. Der Karfreitag und die Osterereignisse sind immer mit dem Erzengel Raphael verbunden, der für dieses Fest zuständig ist, während Michael für das Herbstfest, Uriel für das Sommerfest und Gabriel für das Winterfest zuständig sind. Raffael kam also mit diesem Namen zur Welt. Seine Mutter war außerordentlich spirituell und er hatte eine unglaubliche Beziehung zu ihr. Und mit neun Jahren verlor er sie. Wer wird wohl diese Mutter gewesen sein? Danach wurde sein Potenzial aufgeweckt und von da an war sein Leben wolkenlos, er war überall beliebt. Überall hat er Liebe ausgestrahlt und Liebe strahlte ihm entgegen. Dieser Mann war selbstlos, wunderbar, sanft, vergeistigt. Raffael war sehr schwach in seinem physischen Leib inkarniert, war eine bodhisattva-ähnliche Persönlichkeit. Er gehörte zwar nicht zu den Zwölf, war ihnen aber ähnlich. Raffael strebte zur geistigen Welt, er hatte Imaginationen, all seine Bilder (etwa die Madonna mit Kind) sind ihm erschienen. Er hat im Vatikan absolut genial gemalt. Das Betrachten der Gemälde führt bei Frauen, die Probleme mit der Geburt haben, zur Heilung, auch bei psychosomatischen Beschwerden, denn Raffael war voller Liebe und Mitleid. Er starb mit 37 Jahren, denn seine Verbindung mit der physischen Welt war schwach. Deshalb verließ er diese Welt, als seine Periode der Verstandesseele vorbei war und die Periode der Bewusstseinsseele begann. Johannes der Täufer starb mit 31 Jahren, auch in der Periode der Verstandesseele. Der Romantiker Novalis starb mit 29 Jahren, auch in der Periode der Verstandesseele, d.h. alle Inkarnationen dieser Individualität sterben immer in dieser Periode. Johannes der Täufer streifte die Bewusstseinsseele damit, dass er das Gewissen in sich erarbeitete. Bei Novalis war alles prophetisch. Alles, was in der Anthroposophie Steiners im 20. Jahrhundert vorhanden ist, hat Novalis prophetisch in seinen Werken wiedergegeben, etwa in den „Hymnen an die Nacht“ oder in „Heinrich von Ofterdingen“. Bei Raffael und bei Novalis war das ganze Werk – Dichtung, Prosa, Fragmente, Gemälde – mit der exoterischen, äußeren Kultur der Menschheit verbunden. Raffael konnte sich nicht erinnern, wer er war, obwohl er wage Visionen hatte, auch Novalis konnte nicht in Erfahrung bringen, wer er war. Sowohl Raffael als auch Novalis hatten eine gewisse Einweihung. Novalis verliebte sich mit 21 Jahren in ein Dorfmädchen, das einfach aussah, jedoch etwas ganz anderes besaß, das in ihr wirkte. Dort gab es einen außergewöhnlichen Abdruck, über den wir nächstes Mal sprechen werden. Novalis war verblüfft, als er sie sah. Sie war absolut vergeistigt, obwohl sie Analphabetin war. Der glänzende Novalis, der einer reichen Familie entstammte, verliebte sich in dieses dreizehnjährige Mädchen, das den Eindruck hinterließ, als ob es nicht auf die Erde trat. Ein einfaches Bauernmädchen war das, das sehr früh starb, denn es war nur schwach mit der physischen Welt verbunden. Novalis stand erschüttert an ihrem Grab und erlebte dort das Aufschließen und Aktivieren dieses Abdrucks von oben, den er schon vor der Geburt hatte. Dann begann er das zu schreiben, was wir von ihm kennen. Später hatte er das Erlebnis von Apostel Paulus vor Damaskus. Er war im Klaren über den zukünftigen Ätherischen Christus, über das Mysterium von Epiphanie – den Herabstieg des makrokosmischen Ich in Jesus im Jordan. Aber alles war prophetisch bei ihm. Und die Anthroposophen konnten nur rätseln über seine nächste Inkarnation, die hier genannt wird – Djado Wlajtscho. Kein Anthroposoph ist in der Lage, angemessen zu reagieren, derjenige, der das gekonnt hätte, war Sergej Prokofieff, und er hat diese Welt verlassen. Prokofieff war als Einziger am tiefsten in dieses Mysterium eingedrungen. Leider kann er das nicht mehr fortsetzen, er streifte nur auf der Grundlage der Anthroposophie die Art und Weise, wie die Dinge geschehen können. Wie Steiner sagt, werden vom 20. Jahrhundert an, wenn die Ätherische Wiederkehr Christi beginnt, viele Menschen ein natürliches Hellsehen erleben. Auf diese Weise werden sie dem Ätherischen Christus begegnen. Man wird in seinem Zimmer sehr unglücklich und verzweifelt sein und auf einmal wird sich die Tür auftun und Christus wird das Zimmer betreten und solche Trostworte sprechen, dass das Leben in einen wieder einziehen wird. Christus erscheint überall, jedoch muss er ätherisch und nicht physisch gesehen werden. Djado Wlajtscho hatte dieses natürliche Hellsehen, das er immer entwickelt hatte. Er war gebildet, stammte aus einer reichen Landwirtschaftsfamilie, die 30 Hektar Boden besaß. Sein Vater verlangte von ihm, bei der Arbeit mitzumachen, man musste nach seiner Ansicht arbeiten, um sich zu bereichern. Aber Wlajtschos lange feine Finger wollten nur Bücher halten. Sein Vater hinderte ihn daran, die Schule weiterzubesuchen. Wlajtscho war auf allen Gebieten außerordentlich belesen, denn er bildete sich bis zum Ende seines Lebens weiter. Das ist das Neue – der Durst nach Erkenntnis, der zu einer Vergeistlichung der Intelligenz mit einem vom Willen durchsetzten Glauben führt. Das ist die größte Alchemie, von der auch Steiner spricht. Der Glaube im wahrsten christlichen Sinne, der mit Willen zur Erkenntnis durchsetzt ist, führt dazu, dass die normale Intelligenz, die man besitzt, zur Astralwelt erhoben und zu erlöster Intelligenz wird. Dann kommt die richtige Beziehung zur geistigen Welt zustande und man wird zum Mittler des Ätherischen Christus unten auf Erden. Djado Wlajtscho war im wahrsten Sinne des Wortes ein solcher Mittler. Ab dem 20. Jahrhundert beginnt (bei einzelnen Menschen auch ab dem 15. Jahrhundert, aber mehr oder weniger unklar) das Abdrucken des Christus-Ich, der der nathanischen Seele innewohnte. Vom 20. Jahrhundert, als das Kali Yuga zu Ende war, wurde das Christentum wirklich zum Ich-Christentum.

Folgendes kann festgestellt werden, wenn man die Methode de Widerspiegelung anwendet: Mitte der lemurischen Zeit ereignete sich der Sündenfall, der seine gegensätzliche Widerspiegelung in Golgatha hatte. Mit Golgatha wurde der Sündenfall praktisch eliminiert, das ist der Ausgangspunkt zur Verwandlung der Erde in eine Sonne, d.h. zu ihrer Vergeistigung. Der Sündenfall ereignete sich in der vierten Kulturepoche Lemuriens. In der dritten lemurischen Kulturepoche waren wir noch im Paradies. Bis 1899 war das Kali Yuga zu Ende, damals waren wir wie im Paradies, denn dieser Zeitabschnitt entspricht der dritten lemurischen Kulturepoche. Unser Fall findet eigentlich seit 1899 statt. Wir können in die neue helle Epoche in die geistige Welt zurückkehren – d.h. so werden, wie wir im Paradies in der dritten lemurischen Kulturepoche waren. Die Zeit, die im 20. Jahrhundert beginnt, entspricht der dritten lemurischen Kulturepoche, als wir noch im Paradies waren. Wir können wieder ins Paradies zurückkehren, wenn wir eine richtige Beziehung zur geistigen Welt herstellen. Djado Wlajtscho hatte den Abdruck des Christus-Ich in sich. Das ist das wahre Ich-Christentum, das dazu führt, dass man zum bewussten Boten, zur irdischen Widerspiegelung des Ätherischen Christus wird. Bemerken Sie, was Djado Wlajtscho als Produkt im 20. Jahrhundert hat. Das Gewissen kommt von Johannes dem Täufer, die Liebe und das Mitleid kommen von Raphael, das Staunen über die Wunder der geistigen Welt und des Daseins kommt von Novalis. Es gibt nur ein Bild und eine Büste von Novalis, die auf seinem Grab steht. Er sieht wie ein Kind aus, hat die Ausstrahlung eines Kindes. Nur Staunen – das war das Typischste für ihn. Djado Wlajtscho wird beschrieben als ewig jung, mit einer großen Stirn, einem durchdringenden Blick, einer unheimlich weichen und leiser Stimme, er zog die Menschen wie ein Magnet an. Neben den angeführten drei Eigenschaften macht ihn das Gewissen zum Gral. In den Lagern von Belene war er bei dem größten Übel aller Zeiten und er hat nie ein Wort gegen seine Peiniger gesagt, die ihn entsetzlichen Foltern unterwarfen. Er hat allem wie die mythischen altgriechischen Helden standgehalten, die zu Menschen gewordene Halbgötter waren. Das war der größte Hinabstieg auf die Erde und die größte Erdung dieser Persönlichkeit – vom bodhisattva-ähnlichen Elija als geistige Aura zu Djado Wlajtscho, der unter den Schweinen im Dreck des Lagers lag und dem Hohn der primitivsten Vertreter des Menschengeschlechts ausgeliefert war. Und er hat kein Wort gesagt. Nach seiner Entlassung aus dem Lager wurde er während des Kommunismus verfolgt. Er hat alle möglichen Scheusale getroffen. Und in der ganzen Zeit zog er die Menschen wie ein Magnet an. Dort, wo er eintrat, kam er gleich dem aufscheinenden Licht. Er strahlte gleichzeitig ewige Jugend aus und hatte einen durchdringenden Blick und gigantische Weisheit. Das älteste Ich der Erde, der gleichzeitig von Christus durchdrungen war. Warum hatte er eine solche Wirkung? Denn er will wie sein himmlisches Urbild sein – die nathanische Seele, die eine Evolution erlebte. Bedenken Sie – es gibt zwei michaelische Strömungen – die kosmische Strömung Michaels, die oben mit den kosmischen Sonnenkräften gegen das Böse kämpft, und die irdische Strömung mit den Ich-Kräften des Christus, wo diese Individualität wirkt. Johannes ist in der ersten Strömung, er ist bodhisattva-ähnlich, aber er kam im 20. Jahrhundert zum Bodhisattva.

Warum? Weil der Ätherische Christus durch die Umwandlung des Bösen und das Herauskehren von Gutem immer deutlicher wahrnehmbar wird. In 3500 Jahren wird der Buddha des Guten derjenige sein, der im 20. Jahrhundert Beinsa Douno war. Was geschieht, wenn man die Methode der Widerspiegelung anwendet? Das, was wir im 20. Jahrhundert als Gutes anlegen, wird am Anfang der sechsten Kulturepoche in 1500 Jahren zum Vorschein kommen. Wenn wir als Mittelpunkt die sechste Kulturepoche nehmen, die im Jahre 3500 beginnen wird, haben wir 1500 Jahre früher unsere heutige Zeit. Fügen wir 1500 Jahre hinzu, gehen wir 5000 Jahre weiter n.Chr., d.h. 3000 Jahre nach unserer Zeit. Dann wird der Bodhisattva zum Maitreya Buddha oder Buddha des Guten aufsteigen. Beinsa Douno und Djado Wlajtscho inkarnierten im 20. Jahrhundert, um dem Bösen zu begegnen, dem phänomenalsten Bösen, damit sie sich auf Dasjenige vorbereiten, was in 3000 Jahren widergespiegelt wird, wenn Beinsa Douno zum Maitreya Buddha werden wird. Nach der Methode der Widerspiegelung wird das in 3000 Jahren widerspiegelt.

Deshalb war es auch für Beinsa Douno so wichtig, im 20. Jahrhundert unten auf der Erde zu sein, das große Mysterium von 1936 zu erleben, bei dem Christus sich mit dem Bösen verband und die neuen Kräfte zum Bezwingen des Bösen geboren wurden. Djado Wlajtscho erlebte all das am eigenen Leib. Bedenken Sie – wenn Beinsa Douno zum Maitreya aufsteigt, wird er mit dem Maitreya-Ich geboren, zwischen dem 30. und dem 33. Lebensjahr wird ein Ich-Austausch erfolgen, so wie das bei Christus war, bei dem an Epiphanie Zarathustra austrat und Christus eintrat. Wer wird das stellvertretende Ich sein? Wer wird das stellvertretende Maitreya-Ich bis zum Ende seines Lebens sein, bis er sich zum Buddha erhöht und nicht mehr herabsteigen wird? Es heißt: Abraham, Moses oder jemand der Propheten. Elija ist der größte Prophet! Djado Wlajtscho bereitete sich im 20. Jahrhundert darauf vor, das stellvertretende Ich in 3000 Jahren zu sein, indem er das Böse und die direkte Beziehung zu Beinsa Douno erlebt hat – beide hatten einen intensiven Kontakt. Die Beziehung, die zwischen beiden besteht, wird zukünftig immer erneuert werden, auf einer immer höheren Stufe der Spirale, so wie er von Pinchas zu Elija, Johannes und dann in der christlichen Entwicklung weiter aufstieg. Über diese Individualität verläuft praktisch die ganze Menschengeschichte, in ihr spiegelt sie sich als Vorbereitung auf die Ankunft Christi und Seine weitere Erscheinung als Ich-Impuls in der Menschheit wider. Alles wird auf eine erstaunliche Art bei Djado Wlajtscho vereint – das Gewissen, das bei ihm vollkommen wirkte, das Mitleid und die Liebe zu jedem und allem, die Verwunderung über die Welt. Er besaß alles Gralhafte. Er bereitete sich auf die makrokosmische Erschaffung der Leiber für Christus vor – das ist seine große Aufgabe, an der er zu arbeiten begann, die bei Novalis noch eine Vorahnung und Vision war und bei Djado Wlajtscho als die wahre Wirklichkeit erschien.

 

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Ein Gedanke zu „Die Geheimnisse Johannes‘ des Täufers

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