Die Geheimnisse der Himmlischen Sophia

 

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Ikone „Mariä Schutz“

vorgetragen von Dimitar Mangurov am 30.11.2014 in Varna

Die ganze Vorlesung im PDF-Format

Gebet: Herr Jesus Christus, gib uns die Weisheit der Sophia und deine Liebe, damit wir durch den  Advent, durch unser Leben und durch alle weiteren Leben in deinem Namen gehen können. Amen!

Letztes Mal haben wir über die Geheimnisse Johannes‘ des Täufers gesprochen. Heute werden wir versuchen ein Thema zu berühren, über das Steiner fast nichts gesagt hat, denn die Mysterien der Himmlischen Sophia sind die Mysterien der sechsten Kulturepoche. Die heutige Menschheit hat weder das geeignete Bewusstsein, noch die geeigneten plastischen Leiber, um diese Mysterien zu erhalten und richtig aufzunehmen. Wenn die Seele nämlich in der Lage ist, sich auf sie richtig einzustellen, können wir das Bevorstehende auch mithilfe dieser Mysterien meistern. Es gibt zwei geistige Strömungen, die unter die Menschen herabsteigen – die erste ist in der fünften Kulturepoche tonangebend und die zweite wird in der sechsten Kulturepoche dominieren.

Die Hauptaufgabe der fünften Kulturepoche, die noch etwa 1500 Jahre dauern wird, besteht darin, immer mehr in die materielle Welt einzudringen, sie zu erforschen, immer umfassendere Kenntnisse über sie zu erlangen und sie zu jener Grundlage zu machen, auf der zukünftig der Übergang zu den Mysterien der sechsten Kulturepoche, die Mysterien von Sophia verwirklicht wird. In der sechsten Kulturepoche werden wir die Beziehung zur geistigen Welt hellseherisch herstellen. Die fünfte Kulturepoche wird folglich vom Ich-Prinzip geleitet, während in der sechsten Kulturepoche das Sophienprinzip vorherrschend sein wird. Aber es gibt eine Bedingung – damit wir zur sechsten Kulturepoche und zu den außerordentlich sakralen Mysterien der Himmlischen Sophia auf die richtige Art fortschreiten können, muss die Erforschung der Materie und das Erlangen von umfassendem und tiefem Wissen in der vorausgehenden Epoche durch den Christus-Impuls durchströmt werden. Anderenfalls wird sich das Erreichte gegen die Menschheit wenden. Gegenwärtig sind wir Zeugen der Vorbereitung der sechsten technologischen Revolution, bei der die Menschheit in unglaubliche technologische Anforderungen eingezwängt wird. Derjenige, der ihnen nicht angemessen ist, wird buchstäblich von der Weltwirtschaft verschwinden. Es werden also ganze Völker rein technologisch eliminiert werden.

Ich werde vom Thema leicht abschweifen, um Ihnen zu zeigen, was unser Leben in den nächsten wenigen Jahren grundlegend ändern kann. Der italienische Erfinder Andrea Rossi hat einen winzig kleinen Generator konstruiert, der E-Cat bzw. Rossi-Generator genannt wird und in einem Monat 1,5 Megawattstunden Wärme generieren kann. Wie ist dieser E-Cat gebaut? Stellen Sie sich einen Gegenstand vor, der 2 cm dick und 20 cm lang ist und an beiden Enden Stromausgänge hat. Dadurch wird der E-Cat zunächst mit Strom angeregt. Im Generator stecken Nickel und ein geheimnisvoller Katalysator, der von sechs Physikprofessoren aus Italien und der Schweiz untersucht wurde. Alle haben festgestellt, dass er funktioniert. Das ist nämlich das Prinzip der modernen Naturwissenschaft – wenn etwas mehrmals wiederholt werden kann, so ist es richtig. In ähnlicher Weise verfährt man mit der Materie, das ist die Methode der Naturwissenschaft. Man stellt also fest, dass nach einer geringen Stimulation dieser Generator 1,5 Megawatt Wärme liefert. Bedenken Sie, dass der eine Reaktor des Kernkraftwerkes Kosloduj in Nordbulgarien 1000 Megawatt liefert – d.h. 1000 Generatoren, die in diesen Raum hier hineinpassen, werden mehr Energie erzeugen als ein ganzer Kernreaktor. Das bedeutet, dass die ganze Kernenergiewirtschaft, alle Verbrennungsmotoren, Wärmekraftwerke, Elektrizitätskraftwerke, die Erdöl- und Gasindustrie „durch den Abfluss“ verschwinden müssen. Nicht zufällig fällt der Erdölpreis ständig. Das liegt nicht daran, dass man Russlands Zusammenbruch hervorrufen will, dessen Wirtschaftsmacht vor allem auf das Erdöl und -gas beruht, um Massenproteste und der Sturz Putins mit allen daraus resultierenden Folgen für das russische Volk und die Zukunft der Menschheit zu bewirken, sondern weil es bereits solche Energiequellen gibt. Schon Tesla, der ein Medium war, hatte diese Dinge vorhergesehen. Er machte auch Erfindungen, mit denen man das Energieproblem der Menschheit schon damals hätte lösen können. Aber das wurde von denjenigen verhindert, die die Drähte ziehen, damit alles das geschehen konnte, was im 20. Jahrhundert geschah und damit nun das Erdöl herrschen kann. Es ist folglich eine gigantische Wandlung in der Weltenergiewirtschaft möglich und Amerika hat durch den Patentbesitz für diese Technologie die Kontrolle über diese Wandlung. Das könnte zu einem Riesenwandel in allen Schichten der Welt führen, falls das mit dem Katalysator natürlich stimmt. Es gibt genug Beweise, dass es stimmt. Allerdings wird es sehr gefährlich, wenn dieses Wissen in die Hände von ungeeigneten Menschen gerät. Wir haben gesehen, was aus der Nutzung der Kernenergie geworden ist. Oben gibt es laut Beinsa Douno einen Ozean von Energie und man braucht keine Kraftwerke, diese Werke sind ein Werk von Barbaren. Die geistige Welt braucht sich nur einzumischen, um unsere Energieprobleme zu lösen.

Bei all diesem Wissen in der fünften Kulturepoche – und Steiner sagte, dass der Materialismus noch zwei Jahrhunderte in Aufschwung sein wird -, werden weitere technologische Revolutionen folgen. Wir werden noch in unglaubliche virtuelle Welten eingezwungen werden. Ich frage mich nur, wo Bulgarien in dieser Situation stehen wird bzw. die Ukraine oder Russland – alle Länder, die technologisch schwach sind. Die Aufrüstung der Russen bildet eine Ausnahme hiervon. Nachdem Merkel, die Putin nicht leiden kann, Obama geküsst hatte, wurde uns klar, dass die Kanzlerin sich für Amerika entschieden hat. Deutschland muss aber die Verbindung zu Russland suchen, denn von dieser Verbindung hängt die Zukunft der Welt ab. Mit der Wahl Amerikas durch Deutschland sehen wir, dass die angloamerikanischen okkulten Logen wieder die Revanche suchen. Es ist unklar, wie sich die Ereignisse auf der Linie von Moskau über Jerusalem nach Saudi-Arabien entwickeln werden, aber 80% aller Hellseher des 20. Jahrhunderts, die sich über das Schicksal Amerikas geäußert haben, sagen immense Zerstörungen durch Naturkatastrophen vorher. Es wird also eine Einmischung der geistigen Welt geben. Der Antichrist, der schon 15 Jahre alt ist, wird die volle Macht erlangen – rein äußerlich, wirtschaftlich, militärisch, kulturell. Amerika wird sein Vorreiter sein und versuchen, das Slawentum als den Faktor der zukünftigen Entwicklung zu eliminieren. Was kann von nun an Amerika entgegentreten?

Lassen Sie uns eingehender in das Wesen dieser tiefen Mysterien eindringen. Wir haben uns an den letzten zwei Sonntagen zu viert getroffen und sind in stundenlangem Miteinander zu außerordentlichen, ganz konkreten Offenbarungen über das Böse gekommen, über die Wesenheiten Asuras, Ahriman, Luzifer und sogar über Sorat selbst. Nie bisher wurden solche Tatsachen so konkret mitgeteilt. Das was uns in den nächsten Jahren und beim noch entfernten Krieg aller gegen alle gegenüberstehen wird, ist erschütternd. Nicht zufällig kommen Offenbarungen, die keine Ohren hören können. Solche Offenbarungen können wirklich nur in dieser Gruppe mitgeteilt werden und nicht an anderer Stelle. Nachdem Sergej Prokofieff diese Welt verlassen hat und von oben Hilfe leistet, gibt es niemanden außer den geheim unter uns weilenden Lehrern, die diese Fragen verstehen und dem Bösen entgegentreten können. Wir haben in diesem Sommer das Niveau der Vorbereitung der westlichen Anthroposophen gesehen. Praktisch fangen die Dinge wieder in Bulgarien an, die Tatsachen beweisen es. Die Durchdringung des gegenwärtigen Wissens, einschließlich des besagten E-Cat-Generators eingeschlossen, mit wahrer Christologie ist also absolut dringend. Ohne die Anthroposophie, die einem eine feste Grundlage gibt, ist die Menschheit dem völligen Unverständnis und Unwissen geweiht. Und diese Grundlage fehlt sowohl der Kirche als auch den Politikern oder der sog. Intelligenz. Es gibt keinen Ausweg ohne wahres Verständnis. Unser Ziel ist es, richtige Fragen zur geistigen Welt auszustrahlen. Das ist die einzige Rettung der Menschheit heute. In etwa zwei Stunden, wenn ich das Neue über das Böse markiert haben werde, werden Sie begreifen, wie ernsthaft die Lage ist.

In der Zeitenwende kam der größte Avatar, der jemals auf die Erde herabgestiegen war – Christus. Wir wollen uns daran erinnern, was ein Avatar ist. In der Menschengeschichte gibt es Lehrer, die der menschlichen Evolution entstammen, aber die uns in der Entwicklung weit überholt haben und uns anführen, indem sie geistige Impulse ausstrahlen und uns vorwärts treiben – etwa Zarathustra, Skythianos, Hermes usw. Die Avatare dagegen sind Wesenheiten der übermenschlichen Evolution – Engel, Erzengel, Archai usw., die sich eines Menschenleibes bedienen und hinuntersteigen, um als geistige Führer der Menschheit zu wirken. Sie bedienen sich dazu eines Menschen und das dient nicht ihrer eigenen Evolution, sondern sie opfern sich für die Menschheit auf. Wenn sie herabsteigen und den menschlichen Leib, den sie bewohnt haben, bearbeiten, sind die leiblichen Hüllen dieses Menschen danach sehr wertvoll, viel wertvoller als wenn ein irdisches Ich seinen Leib physisch, ätherisch und astralisch bewohnt. Das Ich bearbeitet auch die Leiber seiner Evolution entsprechend, aber wenn eine übersinnliche Wesenheit dies macht, ist das etwas Besonderes. Wie wir wissen, bleibt der physische Leib auf der Erde und zerfällt. Der Ätherleib löst sich im Weltäther auf und es bleibt nur der bearbeitete Teil, der Shamballa (der Terminus ist im christlichen Sinne zu verstehen) bildet. Der Astralleib steigt seinerseits in den Astralkosmos. Dann strömen das Ich und die im Geistselbst eingekleidete Seele nach oben, gehen durch das Kamaloka (das Fegefeuer) und bereiten sich auf das nächste Leben weiter vor. Es ist von außerordentlicher Bedeutung, dass Avatare in die Menschenevolution eingreifen und leibliche Hüllen von einem Menschen zurücklassen. Nach der Methode der spirituellen Ökonomie werden der Äther- und Astralleib, wenn sie nach oben steigen, wie in einem Kopierer vervielfältigt. Die Kopien prägen sich jeweils den Äther- und Astralleibern bestimmter Persönlichkeiten der Erdenevolution ein. Diese Persönlichkeiten werden dann ihrerseits zu herausragenden Menschheitsführern. Zu ihnen gehören die christlichen Heiligen, die einen Abdruck entweder des Ätherleibes oder des Astralleibes Jesu erhalten haben, welche vom Christus-Ich bearbeitet und danach oben vervielfältigt wurden. Zuerst wurde der Ätherleib vervielfältigt, da er dem physischen am nächsten steht, und danach der Astralleib. In den vergangenen Jahrhunderten wurden sie verschiedenen Menschen eingeprägt.

Aber in der Zeitenwende war auch ein anderer Avatar heruntergestiegen, der zweitwichtigste in der ganzen Menschenevolution. Das Gefäß dieses Avatars war Maria aus dem Lukas-Evangelium. Nicht Maria aus dem Matthäus-Evangelium, sondern Maria aus dem Lukas-Evangelium, die die nathanische Seele zur Welt brachte. Wir wissen, dass die nathanische Seele eine Art Adam aus der Zeit vor dem Sündenfall darstellt – die Entelechie bzw. das geistige Wesen Adams, das bewahrt wurde in der Mutterloge der geistigen Führung der Menschheit auf der Sonne, deren Leiter Manu ist. Später erschien Manu als Noah und dann als Melchisedek, ein übersinnlicher Avatar. Diese Entelechie Adams, die nathanische Seele, wurde als das Jesuskind im Stall geboren und sprach nach der Geburt in einer unbekannten Sprache, die nur seine Mutter verstehen konnte. Die Mutter war die junge Maria, die ihn im Alter von 13 Jahren in Bethlehem geboren hat. Sie wurde von der Himmlischen Sophia durchdrungen. Vor der Geburt und der Empfängnis erschien ihr der Erzengel Gabriel und sagte: „Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. (Lukas 1:30-32). Das war auch die erste Inkarnation dieser dreizehnjährigen Maria, die deshalb die nathanische Seele verstehen konnte, welche die Ursprache der Menschheit aus der Zeit vor unserem Herunterstieg und vor der Entstehung der Sprachen sprach. Von ihrem 13. bis zum 25. Lebensjahr bzw. zum 12. Jahr Jesu, als der Jesusjunge in den Tempel Salomos ging, wurde ihr Astralleib ständig vom Heiligen Geist und der Himmlischen Sophia durchzogen. Beide sind aus einer Substanz, wie wir später sehen werden. Maria begann, in ihrem Astralleib das Manas auszubilden. Das bedeutet, dass sie vom Heiligen Geist erleuchtet wurde. Im Laufe von 12 Jahren bildete diese reine Maria das Geistselbst in ihrem Astralleib aus. In gewissem Sinne repräsentiert sie Eva aus der Zeit vor dem Sündenfall, so wie die nathanische Seele Adam repräsentiert. Allerdings nur bedingt, denn in meinem Buch „Der Code der Schöpfung“ wird erläutert, dass ‚Eva’ ein etwas anderer Begriff ist. Wenn man jedoch sagt, dass in der nathanischen Seele das ewig Kindliche steckt, steht Maria aus dem Lukas-Evangelium für das ewig Weibliche, Jungfräuliche. Sie ist die Frau aller Frauen. Die Frau, die das uranfänglich Weibliche, das ewig Jungfräuliche verkörpert, in dem das Tierkreiszeichen Jungfrau wirkt, ist diese Maria. Sie ist die Jungfrau, das Urbild der wahren Frau. Und das Ich Christi ist das Lamm Gottes, das ist das Tierkreiszeichen Widder.

Zwölf Jahre lang wurde Maria vom Manas, vom Heiligen Geist durchzogen – praktisch von der Himmlischen Sophia, denn die Wesenheit, die die Himmlische Sophia darstellt und die Wesenheit ‚Heiliger Geist‘ haben eine ähnliche Substanz. Die Himmlische Sophia ist eine Gruppenwesenheit der sechs Hierarchien von den Engeln bis zu den Herrschaften und der Heilige Geist ist sie dritte Hypostase der Trinität. Der Heilige Geist ist das weibliche Prinzip der Trinität, denn er wurde vom Gott-Vater und Gott-Sohn erschaffen. Er wurde erschaffen – d.h. er ist das weibliche Prinzip – und die Gruppenwesenheiten repräsentieren grundsätzlich das weibliche Prinzip. Demnach sind beide auf der Grundlage des weiblichen Prinzips verwandt. Das weibliche Prinzip hat mit dem weiblichen Geschlecht, wie wir es normalerweise verstehen, nichts zu tun. Immer wenn es eine Gruppenwesenheit in der geistigen Welt gibt, ist das eine Manifestation des weiblichen Prinzips. Immer wenn eine Wesenheit eine andere erschafft, nennen wir die erste ‚männlich‘ und die zweite ‚weiblich‘. Der vom Gott-Vater und Gott-Sohn erschaffene Heilige Geist repräsentiert daher das weibliche Prinzip. Der Gott-Sohn ist sowohl männlich als auch weiblich, denn Er wurde vom Gott-Vater erschaffen, aber Er nahm an der Schaffung des Heiligen Geistes teil. Dagegen repräsentiert der Gott-Vater nur das männliche Prinzip, da Er nur schafft – den Sohn und den Heiligen Geist. Die Frau, die vom Heiligen Geist durchströmt wurde und von der Heiligen Sophia durchzogen zwölf Jahre lang in ihrem Leib das Manas ausgebildet hatte, um zur Frau aller Frauen zu werden, ist die Trägerin des Lichtes des Bewusstseins im Kosmos, denn der Heilige Geist ist das Bewusstsein im Kosmos. Der Gott-Vater ist das Dasein im Kosmos, der Gott-Sohn ist das Leben, das in dieses Dasein eindringt und der Heilige Geist ist das Bewusstsein im ganzen Kosmos. Damit es Wesenheiten im Kosmos gibt, sind ein Dasein, ein lebenerfüllter Leib und ein Bewusstsein notwendig. Das ist der Mensch, der drei Hypostasen in seinem Inneren trägt.

Diese Maria ist mit 25 Jahren gestorben, also zwölf Jahre nachdem der Heilige Geist in ihr zu wirken begann und zwölf Jahre nachdem Jesus (die im Stall geborene nathanische Seele) zur Welt kam. Die andere Maria aus dem Matthäus-Evangelium brachte das Zarathustra-Ich zur Welt, ebenfalls ein Jesuskind. Als dieses aus Ägypten zurückkam, fanden sich beide Jesuskinder in Nazareth ein. Im zwölften Lebensjahr geschah die Wandlung Jesu im Tempel Salomos. In den Evangelien sind vier Schritte beschrieben, in denen zwei einzelne Wesen sich vereinigen. Diese vier Schritte sind die physische, ätherische, astralische und ichhafte Voraussetzung des Mysteriums von Golgatha. Die erste (physische) Voraussetzung ist vorhanden, wenn zwei Wesenheiten sich vereinigen. Das ist die Vereinigung der beiden Kinder im Tempel. Das Ich des Jesus aus der salomonischen Linie trat in den Leib des Kindes aus der nathanischen Linie ein und dieses verblüffte die Weisen im Tempel mit seinen Kenntnissen.

Zarathustra war eines der ältesten Iche der Menschheit und war daher  in höchsten Maß der Träger der menschlichen Weisheit auf der Erde. Die nathanische Seele und die Mutter, die sie geboren hat, sind die Träger der kosmischen Weisheit. Dort wurde also die Vereinigung der menschlichen und kosmischen Weisheit praktisch umgesetzt. Deshalb strahlte dieses Kind eine unendliche Liebe und gleichzeitig kolossale Weisheit aus und verblüffte die bärtigen Männer, die als Hüter der Weisheit des Judentums galten.

Kurz danach starb das Kind, das den Kindermord überlebt hatte, als es in Ägypten war. Beide Jesuskinder wurden zu einem. Die junge Maria starb ebenfalls. Bei ihrem Aufstieg in die geistige Welt gingen ihr Ätherleib, Astralleib, die Seele und das Ich mit, sie nahm auch den Ätherleib des salomonischen Jesus mit, den Zarathustra bearbeitet hatte. Dieser Ätherleib hat sich mit jener Maria verbunden, die quasi die Vertreterin der Himmlischen Sophia auf der Erde war. Seitdem hat der Ätherleib des salomonischen Jesus eine enge Beziehung zum Sophienprinzip. Seitdem benutzt Zarathustra immer diesen Ätherleib, wenn er als Meister Jesus auf die Erde herabsteigt. Deshalb hat er eine solche starke Beziehung zur Himmlischen Sophia.

Vor zwei Jahren habe ich meinem Bruder gegenüber die Vermutung geäußert, dass die Frage nach der Himmlischen Sophia in den Vordergrund treten wird. Danach fuhren meine Frau und Ich nach Stara Zagora, um Formalitäten zu erledigen. Während einer Pause in Korten stellten uns die Meister Jesus – d.h. Zarathustra – und Serapis als die Lehrer bezüglich dieser Fragen namentlich vor. Meister Jesus leitet jeden, der sich so intensiv, wie es nur geht, in das Christus-Mysterium vertiefen möchte. Gleichzeitig beginnt er soz. im Voraus (vor der sechsten Kulturepoche) den Suchenden auf die Mysterien der Himmlischen Sophia hinzuweisen. Das geschieht auf seinen Wunsch. Warum lenkt er uns in diese Richtung, wenn diese Mysterien schließlich der Menschheit erst in 1500-2000 Jahren zugänglich sein werden? Nach dem Ereignis in Korten kam die Vorlesung, in der ich verkündet habe, dass Beinsa Douno in der Zeitenwende die Tochter des Jaïrus war, was die Fortführung der weiblichen Linie, der Linie der Sophia, bedeutet. Christus ist in der fünften Kulturepoche führend und das andere wird in der sechsten Kulturepoche stattfinden. Doch es muss auch im Voraus entwickelt werden. Das ist die Aufdämmerung des Wassermann-Zeitalters, denn der Wassermann ist die sechste Kulturepoche. Die Aufdämmerung des Wassermanns beinhaltet die schrittweise Eindringung mit unserem heutigen Ätherleib, Astralleib, Ich und unserer heutigen Seele in die Mysterien der Himmlischen Sophia. Die gegenwärtige Menschheit ist auf diese Mysterien nicht vorbereitet. Wir werden erklären, woran das liegt.

Die zweite Vereinigung fand statt, als das Ich Zarathustras im 30. Jahr aus dem salomonischen Jesus heraustrat und in den nathanischen Jesus bei der Taufe eintrat. Vorher hatte er ein Gespräch mit der  salomonischen Maria, die nicht seine Leibesmutter war und zu jenem Zeitpunkt die 45 bis 46 Jahre alte Mutter mehrerer Kinder war. Die Kinder werden im Matthäus-Evangelium erwähnt. Nach diesem Gespräch passierte Verschiedenes mit ihr. Von Steiner wissen wir, dass die Seele der jungen Maria, die sich bereits seit 18 Jahren oben befand und dort auch von der Himmlischen Sophia durchströmt wurde, die Seele der Maria durchzieht, die auf der Erde war. Das im Astralleib der jungen Maria im Laufe von zwölf Jahren ausgebildete Manas durchdrang den Astralleib und der Ätherleib durchdrang  den Ätherleib. Als Ergebnis wurde diese 45 jährige Frau zur Jungfrau – d.h. sie wurde in jenen Zustand versetzt, der dem Mädchen vor der Geschlechtsreife, vor dem Beginn des Mondenzyklus eigen ist. Diese 45 jährige Frau wurde nicht wegen physischer Ursachen zur Jungfrau, sondern sie öffnete sich für die Kräfte des Tierkreiszeichens Jungfrau. Gleichzeitig kleidete sie sich mit dem Gewand ein, das im Okkultismus ‚Palla‘ heißt. In diesem Augenblick wurde sie zur Jungfrau Sophia – also offen für die Kräfte des kosmischen Gebietes der Jungfrau. Sie wird zu Sophia, deren Spitze die Herrschaften bilden. Sie wurde bei der Himmlischen Sophia eine Vertreterin der Erde, eine Art Avatar. Die junge Maria war früher Avatar, nun wurde diese Maria auch zu einer Art Avatar.

Was ist die Palla, mit der sie sich einkleidete? Wenn das Manas im Astralleib wirkt, entsteht eine geistige Aura um den Menschen und diese Aura kann in dessen reinem Astralleib wirken. Diese Aura wird ‚Palla’ genannt. Es ist klar, dass der Heilige Geist durch die Wesenheit Himmlische Sophia diese geistige Hülle um den Menschen bildet. Aus der Bezeichnung ist die Verbindung zum Palladium ersichtlich. Das Palladium werden wir noch schnell erläutern – es ist eine besondere Statuette der Göttin Pallas Athena, die mit dunklem fluoreszierendem Licht leuchtet, wenn man sie imaginativ betrachtet. Es ist kein Zufall, dass die Statuette die Göttin Pallas Athena darstellt, denn sie war die Vertreterin der Himmlischen Sophia in den vorchristlichen Zeiten, die Weisheit über die irdische Menschheit ergoss. Damals wurde nur Weisheit ergossen, die Liebe war noch nicht da und kam mit Christus zusammen. Pallas Athena gehört zur Hierarchie der Engel, die älteren Gaia und Kronos sind Archai, Demetra und Persephone gehören zu der Erzengelhierarchie. Das ist die Göttin, die die Weisheit auf die Mysterienstätten  der Erde herunterströmen lässt. Das Palladium wurde in Troja zu Beginn der dritten Kulturepoche in Empfang genommen, welche im Jahre 2907 v.Chr. begonnen hat. Die Wissenschaftler kommen allmählich zu der Auffassung, dass die erste Stadt Troja ca. 3000 Jahre v.Chr. und die zweite – 2000 Jahre v.Chr. bestanden hat. Die dritte Stadt, die der Schauplatz des Trojanischen Krieges war, bestand ca. 1200 Jahre v.Chr. Das Palladium fiel vom Himmel, so erzählt es  die Legende. Vom Himmel, das bedeutet von der Himmlischen Sophia. Es wurde dort von den Priestern empfangen, die Troja gegründet haben. Diese Priester waren Bulgaren. Von dort wurden die kulturellen Impulse in die Welt ausgestrahlt. Als Troja von anderen Bulgaren – den Achaiern Achilles‘ – angegriffen wurde und fiel, nahm der Bulgare Aeneas das Palladium zum Hügel Latium mit, wo er auf die örtlichen Latiner traf und wo später –  im 8. Jahrhundert v.Chr. – die Römische Zivilisation entstand. Ein Bulgare trug also das Palladium weiter und das ist der Übergang von der dritten zur zukünftigen vierten griechisch-römischen Kulturepoche. Danach verlegte der Bulgare Konstantin der Große aus Nisch das Palladium. Es wird allerdings vermutet, dass nur eine Kopie verlegt wurde. Konstantin war im Unterschied zu Aeneas nicht eingeweiht und beherrsche die hellseherische Weisheit nicht. Das Palladium ist aber eine Imagination hellseherischer Weisheit zur Verbindung mit der geistigen Welt. In exoterischer Hinsicht war das Palladium eine Statuette der Pallas Athena, die logischerweise ein besonderes Leuchten ausstrahlte, eine Art Palla dieser Statuette. Der Bulgare Konstantin der Große verlegte sie bzw. ihre Kopie in die Stadt, die er nach sich selbst benannt hat – nach Konstantinopel. Das ist der Übergang von der vierten zur fünften Kulturepoche, obwohl es im Jahre 330 geschah. Die Legende besagt, dass das Palladium zukünftig in eine slawische Stadt heruntersteigen wird, wahrscheinlich in der sechsten Kulturepoche. Soweit ich mich erinnern kann, steht sogar in den Bändern über die Karmischen Beziehungen, dass die Legende auch Peter den Großen beeinflusst hat. Er soll gedacht haben, dass das Palladium in die Hauptstadt des Ostens kommen werde. Deshalb werde sich die Macht der Slawen auf der magischen Kraft dieses Palladiums gründen. Ich behaupte, dass das Palladium am 05.09.2010  nach Varna zurückgekehrt ist, in die Stadt mit dem Namen, der ‚Anfang‘ bedeutet. Das war der erste Strahl der zukünftigen Rückkehr des Palladiums. Später werde ich erklären, was ich unter  einer‚zukünftigen Rückkehr‘ verstehe, deren Anfangsprozess ich die Ehre hatte zu erleben. Dessen bin ich mir absolut sicher.

Als Maria diese Palla erhielt, wurde sie für die Himmlische Sophia offen. Die sie umhüllende Palla wurde zum Vorbild für das Männergewand im alten Rom, das ‚Pallium‘ hieß. Die alten Römer, die die  Weisheit der Himmlischen Sophia über Aristoteles und die anderen großen Persönlichkeiten der Griechen, übernommen hatten, trugen vom dritten Jahrhundert v.Chr., als die griechische Kultur bereits im Verfall begriffen war, das Pallium, nicht die uns heute bekannte Toga. Die Frauen umhüllten sich in ein großes rechteckiges Stoffstück, das ‚Palla‘ hieß. So kleideten sich diejenigen, die sich an der griechische Kultur orientierten, das war eine Erscheinungsform des Minderwertigkeitskomplexes der Römer gegenüber der großen griechischen Kultur, in deren Grundlage die Bulgaren stehen. Einen ähnlichen Minderwertigkeitskomplex hat das russische Volk gegenüber dem bulgarischen, von dem es alles – das Schrifttum, die Kultur, die Städte, die Technologien – erhalten hat. Dieser tief sitzende Minderwertigkeitskomplex schlägt auf dem äußeren Plan im Panslawismus der russischen Führer aus. Die Römer hatten auch diesen Komplex gegenüber der glänzenden griechischen Kultur – der letzten Kultur mit einer Verbindung zu der hellseherischen Weisheit war. Im Römischen Reich verschwand diese als Hellsehen erscheinende Weisheit vollkommen, so dass sich allerlei Dämonen bei der unrechtmäßigen Einweihung einmischten, die von den römischen Kaisern praktiziert wurde.

In die beschriebene Palla kleidete sich Maria ein. Einen guten Eindruck von der Palla können wir bei der Sixtinischen Madonna Raffaels erhalten. Auf diesem Gemälde sieht man dasjenige bildhaft dargestellt, was im Untergrund der Seele Raffaels gewirkt hat, der der reinkarnierte Johannes der Täufer war und später als Novalis und der große bulgarische Hellseher Wlajtscho lebte. Das was im Untergrund seiner Seele wirkte, brachte ihn dazu, Madonnen zu malen. Wenn Sie sich die Sixtinische Madonna ansehen, werden Sie bemerken, dass auch ihr Kopf umhüllt ist – das ist die Palla. Das ist eigentlich das Werk des Heiligen Geistes, der die Himmlische Sophia durchströmt. Die Substanz der Himmlischen Sophia bewirkt diese geistige Aura im Astralleib, die mit dem Heiligen Geist verwandt ist, also mit dem weiblichen Prinzip. Raffael hat sich sehr bemüht, das Bild der jungen Maria mit dem Kind so zu malen, dass es der wahren Gestalt ähnelt. Von dieser jungen Maria, die eine Art Avatar darstellte, den die Himmlische Sophia bewohnte und mit 25 Jahren starb, sind der Ätherleib und der Astralleib geblieben und wurden oben vervielfältigt, damit sie bestimmten Menschen eingeprägt werden können. Letztes Mal haben wir erwähnt, wie der Äther- und Astralleib Jesu abgedruckt wurden. In unserer Zeit wird das Christus-Ich, das in der nathanischen Seele als Ich lebte, als Kopie einzelnen Menschen eingeprägt. Rudolf Steiner hatte eine solche Kopie. Letztes Mal wurde angedeutet, dass eine solche Kopie bei Djado Wlajtscho als Abdruck vorhanden war. Einen solchen Abdruck des Christus-Ich hatte natürlich auch Beinsa Douno. Aber das Abdrucken des Ätherleibes der jungen Maria ist für die sechste Kulturepoche vorbestimmt, denn heutzutage findet man keinen Menschen mit einem dermaßen plastischen Ätherleib, um den Abdruck aufnehmen zu können. Trotzdem existieren solche Abdrücke in der Menschengeschichte. Einen solchen Abdruck finden wir bei der Verlobten des Dichters Novalis und bei Djado Wlajtscho. Wenn wir darüber sprechen, dass in der fünften Kulturepoche das Christus-Prinzip führend ist und in der sechsten Kulturepoche das Prinzip der Himmlischen Sophia führend sein wird, müssen wir bedenken, dass die gemeinsame Wirkung der beiden bereits im 19.- 20. Jahrhundert eingesetzt hat.

Kehren wir nun zum dritten und vierten Schritt der Vereinigung der beiden Wesenheiten zurück. Der dritte Schritt erfolgte in der Zeit der Einweihung des Lazarus. Damals verband sich die Entelechie Johannes‘ des Täufers, die seit zweieinhalb Jahren bereits oben war, mit Lazarus auf dem Erdenplan bis zur Stufe der Bewusstseinsseele und durchdrang ihn. Der Christus-Impuls war daran beteiligt, in dem das Christus-Ich sich an das Ich des wandte: „Lazarus, komm heraus“. Hier haben wir eine Einmischung, eine Vereinigung zweier Wesenheiten – Johannes‘ des Täufers mit Johannes Evangelist und es begann eine herausragende Urbeziehung der beiden, von der die sechste Kulturepoche abhängen wird. Hier ist eine andere Vorbereitung festzustellen, die wir eine ‚astrale‘ Vorbereitung des Mysteriums von Golgatha nennen können. Die letzte Vorbereitung fand statt, als Christus im Garten Gethsemane nach der letzten Versuchung einen Schrei ausstieß und Jehova vom Mond herauskam und auf die geistige Sonne zuströmte. In dem Moment, als Jesus den Schrei ausstieß, begann Christus, sich vom Jesus zu trennen. Das geschah erst nach der dritten Versuchung – das Christus-Ich, das, was der Christus-Impuls sein sollte, begann, sich von Jesus zu trennen. Warum geschah das zu diesem Zeitpunkt und warum war das die Ich-Voraussetzung der Verwirklichung Golgathas? Denn erst nach der dritten Versuchung drang Christus bis zum Knochensystem des Jesus ein, Er durchdrang dessen härtestes Element. Ab diesem Zeitpunkt liegt die volle Vereinigung des  Christus mit Jesus vor, das volle Eintauchen in die physische Materie. Der Boden wurde erreicht und in diesem Augenblick konnte das Christus-Ich beginnen, sich abzutrennen. Während der drei Jahre gab es eine Verkleinerung des Christus im Jesus, und in diesem Augenblick begann Seine Abtrennung. Christus begann wie eine Aura Jesus mit der nathanischen Seele darin zu umhüllen. Das ist die Stelle aus dem Markus-Evangelium (Kap. 14-51), wo ein Junge in einem Mantel umhüllt diesen zurückließ und nackt weglief. Hier ist der Christus-Impuls schon gleichsam aus dem Jesus herausgetreten. Derjenige, der geschlagen, gefoltert und gekreuzigt wurde, war Jesus und Christus umhüllte ihn wie eine Aura. Aber da die Beziehung zwischen beiden sehr direkt ist und Christus als Aura mit diesem Leib so stark verbunden ist, erlebt Er alle phänomenalen Prüfungen, die sich ereignen.

Wir kommen zum Mysterium von Golgatha, das in zwei Aspekten betrachtet werden kann – dem physisch-irdischen und dem übersinnlichen. Unten auf der Erde waren Maria und Johannes. Jesus sagte, nein, in der Tat sagte Christus von oben durch ihn: „Frau, da ist dein Sohn“. Zu Johannes sagte Er: „Das ist deine Mutter.“ (Johannes 19-26). Somit wurde ein neues geistiges Paar gebildet. Nach welchen Prinzipien geschah das? Johannes-Lazarus wurde zum Vertreter Christi. Während seiner Durchdringung mit dem Christus-Impuls wirkte der Christus-Geist in ihm. Maria wurde zur Vertreterin der Himmlischen Sophia. Nach dem Aussprechen der Worte durch Jesus vom Kreuz entstand diese Verbindung zwischen dem Christus-Prinzip und der Himmlischen Sophia. Das sind die beiden wichtigsten geistigen Strömungen, die sich in der sechsten Kulturepoche vereinigen müssen. Das muss schon jetzt beginnen.

Das ist die Betrachtung vom irdischen Standpunkt. Dieses Paar war unten und oben gab es ein anderes Paar. In der Aura des Christus, die sich von Jesus abtrennte, sind Johannes der Täufer und Maria aus dem Lukas-Evangelium anwesend. Die Entelechie Johannes’ des Täufers verband sich mit dem anderen Johannes unten und Maria aus dem Lukas-Evangelium verband sich mit der anderen Maria, die auf der Erde war. Auf diese Weise waren sowohl Johannes der Täufer als auch Maria aus dem Lukas-Evangelium auf dem Golgatha-Hügel durch die anderen unten anwesend. Damals entstanden diese urbildlichen Beziehungen, die in der Zukunft eine immense Bedeutung für die Menschheit haben werden. Eine solche Beziehung hieß im Mittelalter ‚die Beziehung zwischen der Lilie und der Rose’. Was bedeuten die Lilie und die Rose? Das ist äußerst wichtig – nicht nur für unser Thema, sondern auch für unser Überleben. Die Rose bedeutet das Christus-Prinzip und auch die Eindringung des Ich-Prinzips bis ins menschliche Blut und die Verwandlung des roten, dickflüssigen Bluts voll tierischer Leidenschaften in rosafarbenes. Das rosa Blut ist durch das eingedrungene Christus-Prinzip gereinigt und dies führt dazu, dass man „Nicht ich, sondern Christus in mir“ sagen kann. Das Ich pulsiert in unserem Blut. Das Ich-Prinzip muss in unser Blut so stark einziehen, dass Redewendungen wie etwa “jemandes Blut in Wallung bringen“ , „Mein Blut kocht“ u.dgl. keine Gültigkeit mehr haben können. Sie stellen nämlich bildhaft rein menschliche Leidenschaften dar. Die Lilie dagegen stellt die Ankunft des Ich und seine Nichteindringung in die Leiber dar. Das ist die Himmlische Sophia, das Jungfräuliche, die volle Hinwendung zum Geistigen. Hier liegt die Durchdringung mit einem Prinzip vor, das nicht von dieser Welt ist.

In der „Weißen Bruderschaft“ – so heißt die Gemeinschaft der Nachfolger Beinsa Dounos –  kommt bei den Menschen, bei denen das Ich nicht ausreichend eingedrungen ist, mehr die Lilie zum Ausdruck, was in der Epoche der Bewusstseinsseele oft infantil aussehen kann. Bei den Anthroposophen dagegen ist das Ich völlig in das Blut eingezogen – das Prinzip der Rose -, aber drinnen pulsiert das Ego. Unsere bulgarischen Anthroposophen sind die möglichst unglücklichen, denn hier hat der Vertreter des Lilienprinzips Beinsa Douno gelebt und gewirkt, der gleichzeitig mit dem Christus-Ich durchsetzt war, und sie haben ihn nicht wiedererkannt. Es handelt sich hierbei um die große Synthese, über die ich seit so langer Zeit rede. Man wird einerseits bis zum Blut mit dem Christus-Impuls durchdrungen, so dass eine Wandlung des Blutes einsetzt, in dem die Quelle aller Krankheiten liegt– das unreine Blut, in dem sich alle Triebe des Astralleibes wiederfinden. Andererseits ist man von sich selbst etwas entfernt und kann die Offenbarungen empfangen – der Prozess der ätherischen Abtrennung beginnt bereits.

1794 lernte Novalis seine erste Liebe – das junge zwölfeinhalbjährige Mädchen Sophie von Kühn – kennen. Dieser Mensch, der reinkarnierte Elija Johannes der Täufer und Raffael, der glänzende Vertreter der Kulturkreise Deutschlands, Romantiker und Mystiker, traf in einem entlegenen Dorf ein sehr junges und nicht besonders schönes Mädchen, das aber sehr luftig, ätherisch wirkte und noch keinen Mondzyklus hatte. Von dieser Begegnung war er wie gelähmt. Worin bestand der Einfluss dieses unscheinbaren Mädchens, das eine erstaunliche Wirkung auf die Mitmenschen ausübte? Was war das in ihr, das eine solche Wirkung hatte? Novalis war sehr sensibel, er konnte das Geistige im Menschen spüren. In ihm wirkte die Rose, das ist der Christus-Impuls. Sie wissen, wie sich Johannes der Täufer im Christus-Impuls bewegt. Aber gleichzeitig verband er sich in der Zeitenwende mit Sophia – mit Maria aus dem Lukas-Evangelium. Auf diese Weise begannen der Christus-Impuls und das weibliche Prinzip gleichzeitig zur Geltung zu kommen. Als Novalis wirkte in ihm mehr der Christus-Impuls, der Abdruck des Astralleibes Jesu, der von Christus bearbeitet wurde – also die Rose. Es fehlte ihm die Lilie, damit die Ehe zustande kommen konnte, deren Urbild in der Zeitenwende verwirklicht wurde. Die Ehe zwischen der Rose und der Lilie, zwischen dem Christus-Impuls und der Himmlischen Sophia, wurde bei Novalis mit diesem Kind verwirklicht, das noch keinen weiblichen Zyklus hatte. Er war berauscht, verliebt, aber die romantische Beziehung dauerte nur kurz, denn Sophie erkrankte schwer. Zwei Jahre später ist sie gestorben. An ihrem Grab bekam Novalis eine Erleuchtung, er wurde hellseherisch und war von nun an mit der Himmlischen Sophia verbunden. Was war das, was in diesem Kind zu einem Tor für Novalis wurde, durch das er für die obere Welt sehend wurde? Das ist der Abdruck des Ätherleibes der Maria aus dem Lukas-Evangelium in den Ätherleib der ungebildeten und unwissenden Sophie von Kühn. Dieser Abdruck des Ätherleibes der Maria in den Ätherleib dieses Kindes hatte eine magnetische Wirkung auf alle Anwesenden. Djado Wlajtscho hatte auch eine solche magnetische Wirkung!

Das Ich war nicht vollständig in dieses Mädchen inkarniert, das an der Schwelle zur Erwachung des eigenen Astralleibes stand. Wir wissen, dass das Kind den physischen Leib der Mutter bei der Geburt verlässt. Es befreit sich im siebten Jahr vom mütterlichen Ätherleib und im 14. Jahr – vom mütterlichen Astralleib. Das Mädchen hatte noch keinen Zyklus, denn die Entstehung des eigenen Ätherliebes führt automatisch zum Einsetzen des weiblichen Zyklus. Warum?

Der Astralleib und das Ich müssen sich in der Mondensphäre, bevor wir geboren werden und uns das Karma wie ein Aufkleber geklebt wird, sich einen eigenen Ätherleib schaffen. Dieser Ätherleib wird  aus den Kräften der sieben Planeten, einschließlich der Sonne und des Mondes erschaffen. Das veranschaulicht die siebenstrahlige Rosette der Bulgaren, die in Pliska gefunden wurde.

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Der Ätherleib wird also erschaffen und wenn das in der rechten Weise geschieht, haben das Ich und der Astralleib unten den passenden Ätherleib, weshalb der Mensch gesund ist. Die Gesundheit ist zwar auch karmisch vorbestimmt, aber so wirkt das Prinzip. Im Ätherleib Sophie von Kühns gab es einen Abdruck des Ätherleibes der Maria aus dem Lukas-Evangelium, noch bevor sie geboren wurde – das Einprägen erfolgt immer vor der Geburt in der Mondensphäre. Nach der Geburt wird es durch ein dramatisches Ereignis um das siebte oder achte Lebensjahr herum begleitet. Bei Raffael starb seine Mutter, als er acht war. Djado Wlajtscho wurde auch zur Waise, nachdem seine Mutter, zu der er eine starke Verbindung hatte, gestorben war. Ein solches Ereignis aktiviert das Erwachen der Abdrücke des Astral- oder Ätherleibes Jesu oder des Ätherleibes der Maria aus dem Lukas-Evangelium, die man trägt. Das geschah auch im 18. Jahrhundert, das zwar noch vor der sechsten Kulturepoche war – ein Wesen erhielt einen Abdruck des Ätherleibes der Maria aus dem Lukas-Evangelium. Die Wirkung davon ist die magnetische Anziehung. Bei den Jungen wird im siebten Lebensjahr der mütterliche Ätherleib abgeworfen. Der Mann ist mehr in den physischen Leib eingegraben, weshalb die fünfte Kulturepoche eine männliche Epoche ist. Die Frau ist nicht so stark inkarniert, ihr Dreieck schaut nach oben zur Himmlischen Sophia und deshalb kann sie auch Kinder gebären. Bei ihr kann die mütterliche Ätherhülle bis zum 13. oder 14. Lebensjahr bleiben – ungefähr bis zur Zeit, wenn der Zyklus einsetzt. Deshalb ähneln die Mädchen bis zum Alter von 13-14 Jahren dem Mond. In der Mondensphäre werden alle geistigen Einflüsse unseres Sonnensystems widerspiegelt und als Abdruck unserem Ätherleib bei seiner Ausbildung vor unserer Inkarnation eingeprägt. Wenn das Mädchen geboren wird, ist es offen und durchsichtig für die Einflüsse der sieben Planeten. In diesem Sinne ist es wie ein Mond, denn der Mond spiegelt diese Einflüsse. Wenn das Mädchen das Alter von 13-14 Jahren erreicht, ergreift der Astralleib Besitz vom Ätherleib, zerdrückt ihn zu einem Punkt und überträgt ihn fast bis zum physischen Leib. In diesem Augenblick setzt der Mondenzyklus beim Mädchen ein, es wird zur Frau, die in der Lage ist Kinder zu gebären. So geschieht das. Sophie von Kühn hatte noch keinen Zyklus, denn sie besaß noch kein eigenes Ich. Mit dem Erhalten eines eigenen Astralleibes im Alter von 13-14 Jahren gewinnt das Ich an Kraft und man öffnet sich der Außenwelt. Vorher reflektiert man eher die geistigen Einflüsse. Deshalb unterscheidet sich ein Mädchen bis zum 7. Bis 14. Jahr grundlegend von einem 16jährigen Mädchen. Es spielt eine grundsätzliche Rolle, ob der Zyklus eingesetzt hat oder nicht. Vorher ist das Mädchen eine Jungfrau, ähnlich der Himmlischen Sophia, danach verwandelt es sich in eine Frau, die der Außenwelt zugewandt ist, Kinder bekommen muss usw.

Ich werde eine Parallele ziehen zu Beinsa Douno als die Tochter des Jaïrus  – Christus wirkte dort als Vermittler zwischen Martha, die einen erhöhten Zyklus hatte und der Tochter des Jaïrus, aber das ist ein sehr tiefes Mysterium, auf das wir nicht näher eingehen werden. Die 45jährige Maria verwandelt sich dagegen aus einer Frau, die Kinder geboren hatte, in eine Jungfrau – es gibt nämlich verschiedene Pole, die von der Lebensaufgabe abhängen. Diese Dinge miteinander zu verbinden ist die höchstmögliche Esoterik, denn hier berühren wir die Mysterien der Himmlischen Sophia, auf die die Menschen nicht vorbereitet sind.

Sophie von Kühn hatte kein vollständig inkarniertes Ich, sie war eine Lilie und Novalis – eine Rose. Durch sie kam die Ehe zustande und er fand den Durchgang nach oben zur Himmlischen Sophia. Sophie war wie eine Tür für ihn. Die Rose sucht immer die Lilie. Jeder Mensch, der sein Ich mit Christus durchdringt, sucht unumgänglich die Lilie, die Himmlische Sophia, denn die Ehe zwischen der Weisheit und der Liebe – das Prinzip Manas – Buddhi – muss zustande kommen. Das ist nämlich das Palladium.

Ich mache eine Klammer auf. In der sechsten Kulturepoche wird das Palladium heruntersteigen. Das bedeutet, dass das Manas bzw. die Palla heruntersteigen wird. Deshalb existiert in Bulgarien und Russland das Fest „Покров Богородичен“ (‚Schutz der Gottesmutter’), über das ich lange erzählen könnte. Obwohl der Anlass, aus dem dieses Fest in die sog. Orthodoxie im 12. Jahrhundert eingeführt wurde, ein Ereignis in der Blachernen-Kirche in Konstantinopel war, feiern die Griechen dieses Fest nicht. Der Name ’Blacherne’ bzw. ‚Vlacherna’ ist unter anderem bulgarischer Herkunft, da die Gegend im nordöstlichen Teil Konstantinopels nach einem berühmten Anführer der Skythen mit diesem Namen genannt ist, der dort getötet wurde. Als am 01.10.910 die Sarazenen in das Byzantinische Reich einströmten und Konstantinopel belagerten, wurden allen Kirchen, auch in der Blachernen-Kirche, Tag- und Nachtwachen gehalten und Gebete für die Rettung vor den Eindringlingen ausgesprochen.

Dem Heiligen Andreas – Narren um Christi willen und seinem Schüler Epiphanios erschien nach heißen Gebeten die Gottesmutter mit der Palla, an deren beiden Seiten Johannes der Täufer und Johannes der Evangelist standen. Die Drei wurden von allen Jüngern, Heiligen und Propheten begleitet. Die Gottesmutter ging zum Altar, um von Christus die Rettung Konstantinopels vor den Arabern zu erbitten. Nachdem sie lange Zeit gebetet hatte und aufgestanden war, sah Andreas, dass sie ihre Palla über alle Anwesenden warf. Aus diesem Anlass wurde das Fest ‚Mariä Schutz‘ eingeführt – eines der wichtigsten orthodoxen Feste, das mit der sechsten Kulturepoche zusammenhängt und das der katholischen Kirche sowie den Griechen unbekannt ist. Die Griechen sind zwar auch orthodox, aber das sind Mysterien, die nur mit dem Slawentum zu tun haben.

Der Herabstieg des Palladiums in der sechsten Kulturepoche bedeutet den Herabstieg des Geistselbst. Aber wir müssen Folgendes bedenken, was ich aus meiner persönlichen Erfahrung veranschaulichen werde. Wir erleben heutzutage die fünfte Kulturepoche der Bewusstseinsseele. Die sechste Kulturepoche wird die Epoche des Geistselbst sein. Damit die Bewusstseinsseele bewusster wird und zu unserem persönlichen Besitz schon jetzt werden kann, muss in uns ein höheres Wesensglied wirken. Das höhere Wesensglied der Bewusstseinsseele ist das Geistselbst. Damit das Geistselbst in uns bewusster wird, muss das höhere Wesensglied, Buddhi, der Lebensgeist, das Manas in uns durchströmen. Damit ergreifen wir vom Manas bewusst im wachen Leben Besitz. Was bedeutet das? Damit unsere Bewusstseinsseele bewusst in der fünften Kulturepoche wird, müssen wir das Explodieren unseres Ich erleben. Wenn das Ich im wahren Zentrum der Bewusstseinsseele explodiert, erlebt sich die Seele selbst als eine Seele von Gott, sie erlebt, dass sie Gott ist. Das ist das wache Tagesbewusstsein für die Bewusstseinsseele. Eine Bewusstseinsseele hat heutzutage jeder, auch die niederträchtigste Person der Welt, aber das ist keine bewusst besessene Bewusstseinsseele, wenn sie nicht vom Geistselbst durchströmt ist. Das bedeutet, dass das höhere Ich, das Geistselbst in das gewöhnliche Ich heruntersteigt und es zum Explodieren bringt. Die Bewusstseinsseele muss sich selbst als Teil des Gottes begreifen. Das ist das Prinzip des Aufbaus der Bewusstseinsseele heute. Ich habe in meinem Buch „Der Weg zum Ich“ beschrieben, wie ich damit fertig geworden bin.

Was bedeutet das Palladium? Das Palladium trägt neben der Palla der Himmlischen Sophia, die in einer Substanz mit dem Geistselbst ist, auch das Geistselbst – das ist das neue Hellsehen der sechsten Kulturepoche. Das war mein Erlebnis vor der Oper in Varna. Was bedeutet das in der Praxis? Wenn das Ich explodiert und man zum bewussten Erleben der Bewusstseinsseele kommt – d.h. wenn man bewusst für seine Bewusstseinsseele durch das Geistselbst geworden ist, kann der nächste Schritt erfolgen. Das Buddhi-Prinzip bzw. das Christus-Prinzip steigt in das Manas herab, das sich in die Bewusstseinsseele eingewurzelt hat. Mein wertvollstes Erlebnis ist das, was ich vor der Oper erlebt habe, danach kommt die Offenbarung über die Rückkehr des Palladiums und die Offenbarung, dass Ahriman bereits inkarniert ist. All das habe ich in der Vorlesung „Offenbarung“ geschildert. Ich weiß, dass die Information über Ahriman die Leser am meisten beeindrucken wird, denn wir leben in seiner Zeit, während das Palladium  etwas Zukünftiges ist. Das Erlebnis vor der Oper bezieht sich auf die noch entferntere Zukunft. Es muss immer ein höheres Wesensglied ein niedrigeres Wesensglied durchdringen, damit es zu unserem Besitz werden kann. Das ist das Prinzip im Kosmos. Wenn Steiner sagt, dass das Palladium zukünftig heruntersteigen wird, bedeutet das, dass in der Zukunft das Geistselbst heruntersteigen wird – also die Himmlische Sophia, die durch Christus bzw. das Buddhi-Prinzip durchdrungen ist. Das ist die Ehe zwischen der Lilie und der Rose, zwischen der Anthroposophie und Beinsa Douno, obwohl beide sowohl in der Anthroposophie, als auch bei Beinsa Douno vorhanden sind.

Im Augenblick, in dem der Astralleib bei Sophie von Kühn erwachte, verließ sie die mütterliche ätherische Hülle in ihrem 14. Jahr. Gleichzeitig zog sie den Abdruck des Ätherleibes der Maria aus dem Lukas-Evangelium mit, der ihrem Ätherleib in der Mondensphäre vor der Geburt aufgeprägt worden war. Dieser Abdruck ist ein höherer Abdruck, tritt in ihren normalen Ätherleib ein. Wenn die ätherische mütterliche Hülle befreit wird, wird dieser Abdruck ebenfalls befreit und zieht auch denn eigenen Ätherleib mit sich. Und wenn unser Ätherleib den physischen verlässt, sterben wir. Deshalb ist sie gestorben, bevor bei ihr der Zyklus einsetzte. Die Frage ist, wie man gleichzeitig den Abdruck des Ätherleibes der lukanischen Maria im Ätherleib vorgeburtlich haben kann und nach dem Eintritt der Geschlechtsreife unten auf der Erde dem Tod entgeht, egal ob es sich um einen Jungen oder ein Mädchen handelt. Dieser Abdruck darf den eigenen Ätherleib nicht mitnehmen, wenn er nach oben steigt, andernfalls stirbt der Mensch. Das Urbild dazu ist die salomonische Maria, die mit 45 bis 46 Jahren bewusst den Abdruck des Ätherleibes der anderen Maria erhielt und ihre Seele von der Seele der jungen Maria durchsetzt wurde. Das Manas, das im Laufe von 12 Jahren im Astralleib der jungen Maria ausgebildet wurde, durchströmte den Astralleib der älteren Maria. Gleichzeitig kleidete sie sich in das Palla ein und wurde zur Jungfrau. Diese Frau wurde bei vollem Bewusstsein zur Trägerin der Sophia, ohne in diesem Augenblick zu sterben.

‚Bei Bewusstsein‘ bedeutet, dass der Astralleib, welcher der Träger des Bewusstseins ist, erwacht. Das ist der kritische Punkt – wenn man sich von dem mütterlichen Astralleib befreit und beginnt, ein eigenes Bewusstsein, einen eigenen Astralleib auszubilden, muss man standhaft bleiben, wenn die Geschlechtsreife eintritt. D.h. der Ätherleib darf nicht vom Abdruck nach oben mitgezogen werden. Diese Frau ist das Urbild dafür. Ist sie aber gleich danach bewusst geworden für alles, was mit ihr geschah? Nein, das wurde sie nicht. In ihr wirkte das Manas der lukanischen Maria, sie zog auch die Palla an, aber sie wurde dessen noch nicht gewahr. Das geschah beim Wunder in Kana zu Galiläa. Als sie zusammen mit Christus dort war, sagte Er: „Was weht zwischen dir und mir?“ – das ist die genaue Übersetzung des Satzes und nicht die Übersetzung Luthers „Was willst du von mir, Frau?“ Während der Hochzeit geht das Buddhi-Prinzip der Liebe von Christus zu Maria, deshalb gibt es dort eine Hochzeit zwischen der Sophia und dem Christus-Prinzip. Es durchzieht ihr Manas, das bei der Taufe Christi von der anderen Maria herabgestiegen war und sie wird ihres Manas gewahr. Es musste eine bestimmte Zeit vergehen, in der sie mit dem höheren Prinzip das, womit sie früher durchdrungen wurde, durchdringt, damit sie zu seiner bewussten Besitzerin wird. Danach konnte sie drei Jahre lang dem Christus bis zum Kreuzestod folgen und alles begreifen. Aus diesem Grund konnte sie alles begreifen, während sie unter dem Kreuz stand. Deshalb sagte auch Christus zu Johannes „Das ist deine Mutter“, also „Nimm alles Verständnis von ihr und schreib dieses Evangelium“. Später wurde das Evangelium zum größten Buch der Menschheit, dem wir heute entnehmen können, was passiert war. Das sind sehr große Mysterien, in deren Tiefe man eindringen muss.

Es kam das 20. Jahrhundert, die Zeit Djado Wlajtschos und Beinsa Dounos. Djado Wlajtscho hat nie eine Frau berührt, obwohl er geheiratet hat. Er blieb eine keusche Lilie, doch gleichzeitig wurde er von Christus intensiv durchdrungen. In diesem Sinne veranschaulicht er praktisch die Ehe zwischen der Rose und der Lilie auf der Erde, zwischen Christus und der Himmlischen Sophia. Novalis erlebte das durch Sophie von Kühn, nachdem sie gestorben war und zu seinem Tor wurde. Er erhielt eine Einweihung, die ihm, so Steiner, als Segen gegeben wurde. Danach starb er mit 28 Jahren. Djado Wlajtscho lebte 86 Jahre und trug diese Ehe zwischen Johannes und Maria in seinem Willen, während der andere Johannes und die andere Maria oben waren. Und alles war in der Christus-Aura oben und von Christus kamen über den am Kreuz leidenden Jesus die Worte „Das ist deine Mutter“, „Das ist dein Sohn“. Stellen Sie sich vor, was für ein majestätischer Anblick das war! Im 20. Jahrhundert gab es in Djado Wlajtscho einen Abdruck des Christus-Ich, der in der nathanischen Seele Jesu war, er hat auch einen Abdruck in seinem Ätherleib des Ätherleibes der 25jährige Maria, die als Avatar der Himmlischen Sophia wirkte. Deshalb konnte er nach der Machtergreifung durch die Kommunisten am 09.09.1944 der Folter in den Arbeitslagern und Gefängnissen standhalten und gleichzeitig endlose Liebe und tiefes Verständnis ausstrahlen. Er hatte eine magnetische Wirkung auf die Menschen, die ihm buchstäblich vor die Füße auf den Boden fielen und sie küssten, als wären Christus und die Himmlische Sophia zusammen da. Bei Beinsa Douno geschah das auch, es war wirklich wie die sechste Kulturepoche….

In der sechsten Kulturepoche werden zwei fundamentale Ereignisse stattfinden, damit wir zur zukünftigen Reproduktion der neuen Art übergehen, welche die physische Verschmelzung von einem Mann und einer Frau abwechseln wird. Dieser Prozess wird viel Zeit in Anspruch nehmen, denn sogar nach dem Krieg aller gegen alle wird es in ca. 6000 Jahren Menschen geben, die sich auf die heute bekannte Weise reproduzieren. Aber bereits in der sechsten Kulturepoche werden die Menschen auftauchen, die sich auf die neue Art durch die Modifizierung des Kehlkopfes und des Herzens reproduzieren werden. Der Kehlkopf hängt mit dem Erscheinen des Christus-Prinzips und die Veränderung im Herzen – mit der Himmlischen Sophia zusammen. Die Wandlung des Kehlkopfes beginnt bereits jetzt mit der grenzenlosen Durchgeistigung der Rede, die sich zuerst auf dem Astralplan, danach auf dem Ätherplan und zum Schluss auf dem physischen Plan abzeichnet. Die Rede wird in 3000 Jahren in der Person Beinsa Dounos – des zukünftigen Buddha Maitreya – absolut magnetisch werden und als Moral direkt im Willen wirken. Das Herz erfährt ebenso eine Veränderung auf dem Astralplan, dem Ätherplan und sogar auf dem physischen Plan, damit es in das Organ zum praktischen Verständnis transformiert wird, mit dem die Verbindung zum Ätherischen Christus zustande kommt. Diese zwei Mysterien werden fortwirken, der Kehlkopf und das Herz werden zukünftig eine enorme Entwicklung erfahren. Dagegen werden unsere Geschlechtsorgane verkümmern, zuerst bei dem Mann, dann bei der Frau, bis die alte Reproduktionsart nach und nach gänzlich verschwunden sein wird.

Das macht die große kosmische Ehe zwischen Christus und der Himmlischen Sophia in der Zukunft aus, die durch zwei kolossale Imaginationen zum Ausdruck kommt, welche sich auf die Zukunft beziehen. Doch wir beginnen sie schon in der heutigen Zeit zu erleben. Sie sind die Verkörperung dieser erhabenen Ehe. Die erste Imagination ist die Frau, die die Sonne trägt und die Sterne über dem Kopf und den Mond unter ihren Füßen hat. Das ist die Imagination der Himmlischen Sophia, das fünfte okkulte Siegel. Die andere Imagination ist die des Menschensohnes, der in seiner rechten Hand die sieben Sterne hält und in seinem Mund – das zweischneidige Schwert. Durch dieses Schwert – das Wort – wird in der Zukunft immer erkannt und benannt, was gut und was böse ist, und zwar kompromisslos, auf der Grundlage der Weisheit. Niemals können sich diese beiden vereinigen, wenn sie nicht entwickelt sind. Die Himmlische Sophia erfordert viel Weisheit. Nicht von ungefähr sagte Beinsa Douno: „Eines Tages wird der Weltfrieden in Sophia unterschrieben“ – das meint nicht die Stadt Sofia, sondern die Weisheit, die gemeinsame Weisheit der Menschheit. Heute sehen wir ein vollkommen anderes Bild – den militanten Islamismus, den Panslawismus, die Krise in der Ukraine – jeder zieht die Decke zu sich. Es ist eine große Trennung dort festzustellen, wo gemeinsame Weisheit notwendig ist. Die Weisheit ist die Anthroposophie, die Gabe Michaels, die durch Steiner kam, damit wir sie als ein Werkzeug benutzen, um in die bisher unzugänglichen Geheimnisse des Daseins einzudringen.

Wenn jetzt in unserem Ich ein Abdruck des Christus-Ich und in unserem Ätherleib der Abdruck des Ätherleibes der Maria wirkt, können wir diese Ehe vollziehen – also die beiden Imaginationen schon jetzt vereinigen. Diese zwei Imaginationen erlebt jeder von uns vor seiner Geburt und nach seinem Tod. Nach seinem Tod erlebt jeder Mensch mit unterschiedlicher Intensität das erste okkulte Siegel – die große Imagination des Mannes mit dem zweischneidigen Schwert im Mund. Wir wissen, dass nach dem Ende des Kali Yuga 1899 Christus bereits den Platz Moses‘ als Herr über das Karma eingenommen hat. Moses mit der Waage, die das Sprichwort „Was man sich eingebrockt hat, wird man auslöffeln“ symbolisiert, erschein früher zusammen mit dem Cherub mit dem Feuerschwert, der das Paradies bewacht, vor uns. Nun stehen wir Christus als dem Menschensohn gegenüber. ‚Menschensohn‘ bedeutet die Bewusstseinsseele und das von außen wirkende Manas, d.h. das höhere Ich. Und wir erkennen durch das Buddhi-Prinzip in der Liebe karmisch das, was wir getan haben. Diese Imagination ist nicht mehr in der hergebrachten Weise verurteilend, sondern sie wirkt durch die Liebe. Jeder, der sie betrachtet, weint, weil er in seinem Leben etwas versäumt hat und bereut es zutiefst. Wenn wir Christus auf der Erde in einer dem Zeitalter angemessenen Art gefunden haben, als die Synthese zwischen der Anthroposophie und Beinsa Douno, zwischen der Rose und der Lilie, führt Er uns an und es beginnt der Weg unserer Seele und unseres Ich, die im Geistselbst umhüllt sind, zum Kamaloka, wo wir ein Drittel unseres Erdenlebens lang in den eigenen Fehlern schmoren.

Danach erreichen wir die große Sonnensphäre im niederen Devachan. Von dort steigen wir weiter zur Mitternacht des Daseins auf – das ist die höchste zu erreichende Stufe, das Sternendasein. Wir durchgehen ein Mondendasein, ein Sonnendasein und ein Sternendasein, bevor wir unseren Rückweg nach unten bis zum Mondendasein besteigen. Dieser Rückweg von der Mitternacht des Daseins ist aber eine Verschiebung von Christus zum Heiligen Geist. Hat man den Christus in seinem Erdenleben gefunden, wird Er einen bis zur Mitternacht des Daseins mit unerloschenem Bewusstsein führen. Die größtmögliche Tragödie nach unserem Tod wäre das Verlöschen des Bewusstseins. In der Mitternacht des Daseins betrachten wir sein Karma im Weltenkarma des Kosmos, danach führt uns der Heilige Geist nach unten. Es beginnt der umgekehrte Übergang von den Sternen zur Sonnensphäre und der Modensphäre, wo der Astralleib und das Ich den Ätherleib richtig ausbilden und sich mit ihm verbinden sollen. Davon hängen die Gesundheit und die zukünftigern Krankheiten auf dem Erdenplan ab. Wenn wir zur Mondensphäre herabgestiegen sind, sieht die Seele die Hauptereignisse des zukünftigen Lebens. Vor dem Geschlechtsakt, bei dem die praktische Inkarnierung im Mutterleib geschieht, sieht die Seele als Rückschau wie sie den Weg zurück von den Sternen zu der Sonne und zum Mond zurückgelegt hat. Sie nimmt die majestätische makrokosmische Imagination der Frau mit der Sonne wahr. Über ihr sind die Sterne, sie trägt die Sonne in sich und unter ihren Füßen ist der Mond. Wir sehen also, wie man den Christus im irdischen Leben gefunden haben muss, um nach dem Tod mit Ihm aufzusteigen und den Weg zur Himmlischen Sophia zu finden. Dann steigt man wieder auf die Erde herunter, wo man wieder Christus finden muss. So dreht sich alles im Zyklus Christus – Sophia – Christus – Sophia… Die Intensität, mit der man vor der Geburt diese gigantische Imagination der in der Sonne gekleideten Frau erlebt, führt dazu, dass man in seinem Ätherleib nach der Inkarnation immer die Beziehung zur Himmlischen Sophia sucht. Sehen Sie – zuerst wurde uns der Bodhisattva-Schlüssel gegeben, dann die Synthese und nun sprechen wir über die Himmlische Sophia und die Mysterien der sechsten Kulturepoche, für die Beinsa Douno auf die Erde kam. Er war nämlich die Verkörperung der Ehe zwischen der Lilie und der Rose. So war es auch bei den Bogomilen.

Die beiden Mysterien der vorchristlichen Menschheit hingen mit Tod und Geburt zusammen. Das waren die Herbst- und Frühlingsmysterien. Diese zwei kosmischen Imaginationen können heutzutage nur Menschen bewusst erleben, die auf dem Weg der wahren geistigen Schulung stehen bzw. die Lehrer der Menschheit. Unbewusst erlebt sie jeder nach seinem Tod und vor seiner Geburt. Wir müssen uns aber diesen Imaginationen –  d.h. dem Christus-Impuls und der Himmlischen Sophia in unserem Leben – annähern. Auf diese Weise erfolgt die Gegenüberstellung von Tod und Geburt, die zukünftig überwunden werden müssen, damit wir zu der neuen Reproduktionsart übergehen. Wie wird das geschehen? Indem wir die Imagination der Himmlischen Sophia erleben, gehen wir von der uns bekannten Geburt zum Zustand des Nichtgeborenseins über. Beim Erleben der großen Imagination des Menschensohnes mit dem Feuerschwert im Mund gehen wir vom Tod zur Unsterblichkeit über, d.h. Geburt und Tod verwandeln sich in Ungeborensein und Unsterblichkeit. Das sind die großen Mysterien des Christus und der Himmlischen Sophia. Wenn die Menschen in der sechsten Kulturepoche (bzw. manche schon jetzt) beginnen diese Imaginationen zu erleben, werden sie praktisch diese große Ehe in ihrem Inneren vollziehen. Das macht die zukünftige unbefleckte Empfängnis aus. So entstehen aus dem metamorphosierten Herzen mit den Kräften der Himmlischen Sophia und aus dem metamorhosierten Kehlkopf mit dem Christus-Impuls die große Ehe, die unbefleckte Empfängnis und die neue menschliche Reproduktionsart der Zukunft. Danach werden wir in die siebte Kulturepoche eintreten, wenn der Krieg aller gegen alle toben und der Mond zur Erde zurückkehren und sich mit ihr vereinigen wird. Dann wird das ganze negative Karma auf uns herabstürzen. Dann müssen wir die Kraft dieser unbefleckten Empfängnis besitzen, was eigentlich das Gralsgeheimnis darstellt. In den Rosenkreuzermysterien, die im Rahmen des Bogomilentums entstanden, wurde das Gralsgeheimnis, das Geheimnis der unbefleckten Empfängnis folgendermaßen dargestellt. Die Menschenseele ähnelt dem Blütenkelch der Pflanze, in dem sich der Samen befindet, in den der befruchtende Strahl einströmt. So wie die Pflanze rein und keusch ist, da sie keinen Astralleib hat, sondern nur einen reinen Äther- und physischen Leib, wird man vom Buddhi-Prinzip, d.h. Christus, durchströmt. Auf diese Weise erfolgt die Durchdringung des weiblichen Prinzips, des Kelches, der Himmlischen Sophia, des Manas, mit der Liebeslanze, dem Buddhi-Prinzip. Die unbefleckte Empfängnis bzw. die Vereinigung von Ungeborensein und Unsterblichkeit wird in der zukünftigen Reproduktionsart verwirklicht. Das ist das Gralsgeheimnis. Die Einweihung der Bogomilen in der Hl.Paraskeva-Kirche durch Johannes als den Träger des Christus-Prinzips und die Gottesmutter als die Trägerin des Sophienprinzips ist eigentlich das Weiterreichen des Gralsgeheimnisses und die Vorbereitung der zukünftigen Einprägung des Ätherleibes der Maria aus dem Lukas-Evangelium in die Menschheit, sowie die Einprägung des Astralleibes der Maria in der siebten Kulturepoche. Sie können sich ausmalen, was uns noch bevorsteht – der Krieg aller gegen alle, dann müssen wir mit dem Mond fertig werden, in der sechsten Kulturepoche der sechsten Wurzelrasse in ca. 17-18000 Jahren wird auch die Sonne zur Erde zurückkehren. Als ich in der Bodhisattva-Vorlesung über die Menschen mit den weißen Gewändern sprach, meinte ich die Zeit der Wiedervereinigung der Sonne mit der Erde. Die Menschen werden dann die unbefleckte Empfängnis praktizieren und auf der vergeistigten Erde leben. Wenn der modifizierte Kehlkopf in der sechsten Kulturepoche Wörter aussprechen wird, wird er moralische Impulse im menschlichen Willen auslösen. Das wird eine Wirkung im Astralleib sein. In der siebten Kulturepoche wird der modifizierte Kehlkopf auf der ätherischen Stufe wirken, er wird mit Worten an dem Pflanzenwachstum arbeiten. Dann wird das, was in der ersten atlantischen Rasse bei den Rmoahals existierte, deren letzte Spuren wir in Hermes‘ Worten in den ägyptischen Tempeln finden, am Wachstum der Pflanzenwelt arbeiten. Der Anfang dieses Prozesses wird in der sechsten Kulturepoche sein, wenn durch den astralisch modifizierten Kehlkopf Tiere gezähmt werden können, wie das zum letzten Mal beim Bulgaren Orpheus geschah, der astralisch wirkte. Danach wird es möglich sein, ätherisch am Pflanzenwachstum zu arbeiten. In der ersten Kulturepoche der sechsten Wurzelrasse, wenn sich die großen manichäischen Mysterien entfalten werden, denen Manes entgegensah, werden wir mit dem Kehlkopf an den uns umgebenden physischen Prozessen arbeiten. Das wird die Krönung des Geistesmenschen sein. Aber bis dahin muss man durch das Manas – das Buddhi-Prinzip – gehen, das in der siebten Kulturepoche herabsteigen wird. Wenn man sich der Himmlischen Sophia geöffnet und den Christus auf die richtige Art gefunden hat, beginnen beide Prinzipien in einem zu wirken. Das wird diese einzige Möglichkeit, dem Antichristen entgegenzutreten.

Da wir uns jetzt in der Adventszeit befinden und nächstes Mal über die Geheimnisse des Bösen sprechen werden, möchte ich etwas mitteilen. Unsere Begegnungen finden schon auf einer weiteren Stufe der Spirale statt und tragen andere Früchte. Wir haben nach den Führern der dunklen Mächte gefragt. Uns steht die Begegnung mit dem Antichristen bevor, die Generalprobe für den zukünftigen Krieg aller gegen alle, der Empfang des Mondes und in 17-18000 Jahren, wenn wir auf der vergeistigten Erde leben werden, die Begegnung mit der Sonne. Wenn wir keinen tiefen, globalen Blick in die Zukunft haben, können wir auch kein Verständnis für das Böse erlangen. Wenn man zum Guten blicken kann, öffnet das auch den Blick zum Bösen. So werden sich uns zuerst die irdischen Lehrer des Guten offenbaren und dann die jeweiligen Vertreter des Bösen. Ich meine hiermit nicht die Staatsführer, sondern die wahren Träger des Bösen aus den Geheimlogen, die den Krieg in der Ukraine, in Syrien und um Syrien herum mit der Schaffung des Islamischen Staates geschürt haben und grundsätzlich hinter allen großen Konflikten stehen. Am Ende seines Lebens teilte Steiner in einem kurzen Vortrag vor Mitarbeitern der Christlichen Gemeinschaft mit, dass Ahriman ein zurückgebliebener Arche (Urbeginn) ist. Er sagte nicht, wann Ahriman zurückgeblieben ist, sondern dass er zwischen dem Mondenäon und dem Erdenäon vorausgeeilt ist und die Drachenform angenommen hat. Wenn man nämlich verfrüht auf den Erdenplan kommt, hat man einen normalen Kopf und der Körper hat die Form eines Drachen, weil man mit der Ich-Entwicklung nicht auf die richtige Art gewartet hat, um die richtige Menschenform anzunehmen. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass Steiner etwas über den Anführer der Asuras gesagt hat. Sorat – den Anführer Luzifers, Ahrimans und Asuras, hat Steiner nur kurz erwähnt. Das Eindringen in diese Mysterien erfolgt durch den Aufstieg zu den Mysterien des Christus und der Sophia. Unten muss der Mensch die Ereignisse, die in der Welt geschehen in rechter Weise beobachten, dann muss alles in ihm metamorphosieren und nach oben als Frage ausgestrahlt werden. Das bedeutet, dass wir unten ein korrektes Verständnis der Geheimnisse des Bösen erlangen müssen, dieses nach oben ausstrahlen. Dann werden von oben neue Offenbarungen kommen, die oben bearbeiteten großen Geheimnisse des Bösen. Wir müssen sie hier unten begreifen, um von oben noch mehr zu erhalten. Auf diese Weise werden wir nach und nach konkrete Wesenheiten aus der geistigen Welt hinzuziehen, die sich gegen den Antichristen stellen werden. Zukünftig werden sie gegen Asuras und später gegen Sorat selbst stehen. Das werden konkrete Wesenheiten sein. Heute sagt man, dass „Helle“ gegen „Dunkle“ kämpfen, aber dieser Weg führt ins Nichts.

Wann ist Luzifer zurückgeblieben, wann – Ahriman und Asuras, woher kommt Sorat und wer ist er heute? Auf dem alten Saturn opferten sich die Throne gegenüber den Cherubim und Seraphim, sie gaben das Material für das zukünftige Sonnensystem und schenkten uns das Phantom. Es gibt einen Unterschied zwischen dem Christus-Phantom und dem Auferstehungsleib. Diese Differenzierung hielt Sergej Prokofieff für sein höchstes Verdienst, das er nach eigenen Bemühungen von oben als Segen erhalten hat. Prokofieff leistet nun große Hilfe von oben und ich hoffe, dass uns dieser große Vertreter des russischen Volkes, der im Westen lebte, weiterhin helfen wird. Das ganze Verständnis des Westens stützte sich auf diesen Mann. Nach seinem Tod im Alter von 60 Jahren hat der Westen  kapituliert. Dort gibt es heute niemanden, der diese Fragen versteht. Keiner versteht diese Fragen in der Ukraine, in Russland, deshalb kommt das über Bulgarien. Hier ist der einzige Ort der Welt, wo darüber gesprochen wird. Das muss sehr gut begriffen werden – hier geht es nicht um Luziferismus und wir wollen unser Ego nicht aufblasen, hier ist der einzige Ort der Welt, wo über diese Fragen gesprochen wird.

Alles begann mit dem Opfer der Throne auf der Stufe des höheren Devachan. Es gab nur Finsternis. Dann schaltete sich Sorat ein. Er kam aus dem äußeren Sonnensystem, aus einer anderen Zeit und hat mit unserer zukünftigen Entwicklung vom Saturn bis zum Vulkan nichts zu tun. Als was kam er? Steiner nennt ihn ‚den Sonnendämon‘, der gegen den Sonnengenius, also Christus kämpfen wird. Seine Zahl ist 666, denn er ist der Anführer der Widersacherwesenheiten, die von den drei Sechsen verkörpert werden. Das ist alles, was Steiner sagte, denn er konnte es seinen Zeitgenossen auch nicht sagen. Niemand hätte begriffen, um was es hier geht. Sorat kommt von draußen als Thron. Die Throne sind Wesenheiten, die das erste makrokosmische Prinzip des physischen Leibes hatten, als das Fundament unseres physischen Leibes gelegt, uns das Phantom geschenkt und der physische Leib unseres zukünftigen Sonnensystems gelegt wurde. Mit diesem Material wurde der physische Leib für Jesus neben dem Ätherleib und dem Astralleib geschaffen. Das Phantom ist das eine und der Auferstehungsleib ist das andere und diese Differenzierung stammt aus jener Zeit. Deshalb werden die zukünftigen Angriffe auf das Phantom und den Auferstehungsleib von unterschiedlichen Wesenheiten kommen. Denn ohne den Auferstehungsleib werden wir nicht auf den zukünftigen Jupiter übergehen können. Diese Mysterien werden uns in der Zukunft zugänglich sein. Leider sind Prokofieffs letzte Bücher noch nicht übersetzt, in denen diese Sachen besprochen werden. Sorat ist ursprünglich ein rechtmäßig entwickelter Thron. Als er aus einem anderen Sonnensystem das unsere betrat, das noch im Keim war, fand er hier andere Bedingungen vor. Das führte automatisch dazu, dass er zurückgeblieben ist – er verwandelte sich automatisch in einen zurückgebliebenen Thron. Er stellte sich denjenigen Thronen gegenüber, die sich vor den Cherubim und Seraphim opferten. Es gab Cherubim und Seraphim, die das Opfer der Throne nicht annahmen, denn sie wollten nur ein Sternendasein haben und nicht zukünftig zum Planetendasein heruntersteigen müssen. Bei einer Begegnung mit einigen der hier Anwesenden stellte ich die Frage, was Jehova in diesen 2000 Jahren getan haben mag. Warum ist er sich bei den Versuchungen Christi im Garten Gethsemane nach dem Austritt aus dem Mond nicht von den Elohim zu den Mächten aufgestiegen, was ihm ja zustand? In jenem Augenblick der Zeitenwende blieben viele Wesenheiten auf ihrer alten Stufe – die Erzengel des griechischen oder keltischen Volkes etwa, die nach dem Beispiel der Christus-Verkleinerung auf ihrer alten Stufe blieben, um näher an die Menschen zu sein und unter ihnen zu wirken. Aber warum hat auch Jehova das getan? Damals wurde mir von oben geantwortet: Zuerst wird dir eine andere Frage beantwortet, dann diese. Alles muss schrittweise erfolgen. Und die Schritte sind riesengroß, jeder nächste ist größer als der vorherige. Es gibt ein Prinzip – das war dieser Schritt – immer kämpfen in den geistigen Welten gleichwertige Wesenheiten, sei es in der Mondensphäre, dem niederen oder höheren Devachan. Beim Krieg im Himmel haben richtig entwickelte Mächte – die fünfte Hierarchie – gegen zurückgebliebene Mächte gekämpft. Diese hatten nicht die Kraft der richtig entwickelten Mächte, aber nach ihrem Zurückbleiben und Hinwenden zum Bösen lief in ihnen eine Entwicklung mit dem entgegengesetzten Zeichen ab. Dabei erlangten sie Kenntnisse über das Böse, die unendlich wertvoll sind. Wenn sie nachher in den richtigen Evolutionsrhythmus gelangen, werden sie dadurch die sich rechtmäßig entwickelnden Mächte überholen können. Aber der wichtigste Akzent fällt auf die Gleichrangigkeit der Wesen. Hier unten kann ein 100 Kilo schwerer Rüpel ein Mädchen von 30 Kilo angreifen und dieses wegfegen. Oben dagegen kämpfen immer Gleichwertige, egal was die geistigen Kämpfe bedeuten können. Während des Krieges im Himmel haben Mächte gegen Mächte gekämpft und seitdem gibt es als materielle Reste dieses Kampfes die Planetoiden in der Sphäre zwischen Mars und Jupiter. Das liegt daran, dass dieser Krieg in der Zwischenperiode zwischen der Herausbildung des Jupiters und Mars tobte, obwohl er auf der Stufe des niederen Devachan stattgefunden hat. Aber uns interessieren die kämpfenden Wesenheiten. Sorat als zurückgebliebener Thron stellte die Opposition zu den Thronen dar, die sich vor den Cherubim opferten. Dann betraten die Archai die Bühne und es entstand die Zeit. Danach blieben die Asuras zurück – Wesenheiten, die damals ihre Menschenstufe in der vollen Dunkelheit und Zeitlosigkeit durchlaufen haben und heute Archai sind. Sie sind die Zeit. Es gibt Wesenheiten, die damals Archai und Geister der Zeit waren, es gibt auch Wesenheiten, die zurückblieben und heute zurückgebliebene Archai sind – d.h. „Menschen“, die damals ihre Menschenstufe nicht in rechter Weise durchlaufen haben. Das sind die heutigen Asuras, die einen Anführer haben. Wenn wir heute über zurückgeblieben Wesenheiten reden, müssen wir beachten, wann sie zurückgeblieben sind und was sie damals waren, nicht was sie heute sind. Die Wesenheit, die der Anführer der heutigen Asuras ist, war damals ein Eloah. Auf der alten Sonne wurde er zu einer Macht, obwohl er zurückgeblieben war. Auf dem alten Mond wurde er zur Herrschaft und im Erdenäon zum Thron, allerdings mit dem entgegengesetzten Zeichen. Wenn wir einen Nullpunkt betrachten, so entwickeln sich die rechtmäßig evolvierenden Wesenheiten im positiven Teil und die Zurückgebliebenen fallen ab und entwickeln die Eigenschaften des Bösen. Wenn wir sagen, dass das Prinzip der Dunkelheit auf der alten Sonne durch Luzifer entstanden ist, müssen wir den uranfänglichen Beginn des Prinzips des Bösen – Satanail – in Betracht ziehen. Die Bogomilen sprachen von Satanail und ich stellte mir die Frage, wer damit gemeint war. Sie meinten eigentlich Sorat. Als Sorat eintrat und sich den Thronen entgegenstellte, die sich vor den Cherubim opferten, verwandelte er sich automatisch in einen zurückgebliebenen Thron. Dann begann die Konfrontation. Aber es gab kein Licht und keine Dunkelheit, denn das Licht war noch nicht da. Alles war damals dunkel – auf dem alten Saturn gab es noch kein Licht. Das Licht kam auf der alten Sonne auf. Es tauchte eine feine Resignation auf, so drückte sich Steiner aus. Sie entstand dadurch, dass die Cherubim das Opfer der Throne nicht annahmen. Diese feine Resignation zog Sorat an. Als er erschien, musste auch sein Kontrahent erscheinen. Das ist Christus, der später der Sonnengenius werden sollte. Christus erschien auf der alten Sonne als Gegenbild Sorats. Sorat ist einerseits ein Ich-Wesen, das individuell erscheint, aber gleichzeitig formierte er eine Gruppe aus drei Kategorien von Wesenheiten, die er anführte – die zurückgebliebenen Sechsen. Dann verwandelte er sich in ein Gruppenwesen. Sorat hat zwei Merkmale – ein Ich-Merkmal und ein Gruppenmerkmal. Deshalb wird sich ihm zukünftig die Himmlische Sophia als eine von Christus durchdrungene Gruppenwesenheit gegenüberstellen. Das Ich-Prinzip wird gegen die Negation jedes Ich-Prinzips auf der makrokosmischen Stufe kämpfen. Immer, wenn etwas Dunkles auftaucht, taucht auch das Gegensätzliche auf, deshalb musste auch Christus herabsteigen. Es kam die alte Sonne. Luzifer war damals ein Erzengel. Auf dem alten Mond wurde er zum Archen und im Erdenäon zum Eloah. Deshalb sagte Jehova im Paradies zu Adam: „Von allen Bäumen des Gartens darfst du essen, doch vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse darfst du nicht essen; denn sobald du davon isst, wirst du sterben.“ (1, Mose, 2:17). Die Schlange Luzifer – der zurückgebliebene Eloah (da immer gleichwertige Wesenheiten kämpfen), sagte zu Eva: „Nein, ihr werdet nicht sterben, Gott weiß vielmehr: sobald ihr davon esst, gehen euch die Augen auf; ihr werdet wie Gott und erkennt Gut und Bös“. In den 2000 Jahren, seitdem Christus in Jesus und dessen Leiber bis zu den Knochen eingezogen und zum Menschensohn und Luzifer zum kosmischen Gott wurde, begann Luzifers allmähliche Erlösung durch die Heiligen und Märtyrer. Als er bis zum 20. Jahrhundert erlöst wurde, verwandelte er sich von einem zurückgebliebenen in einen rechtmäßigen Eloah. Nun ist er ein rechtmäßiger Eloah, der viel weiß, da er auch die dunkle Sphäre durchlaufen hat. In seiner Eigenschaft als Eloah nimm er als Vertreter des Heiligen Geistes in der zweiten Hierarchie des Sohnes aus Elohim, Mächten und Herrschaften die niedrigste Stufe ein. Deshalb spielt er die Rolle des Heiligen Geistes, der uns in die tiefsten Christus-Geheimnisse einführen kann. Aus diesem Grunde vermag uns Luzifer die kosmischen Geheimnisse des Christus zu enthüllen, wenn wir die richtige Einstellung zu ihm haben. Wir gehen heute nämlich von der Stufe des Heiligen Geistes, der Engel, Erzengel und Archai, zur zweiten Hierarchie des Sohnes über, wo Luzifer die Rolle des Heiligen Geistes in dieser Hierarchie innehat. Und in der Hierarchie des Sohnes führt der Heilige Geist zum Sohn. Als er auf der alten Sonne zurückblieb, tauchte sofort Ahriman auf, denn Ahriman ist Luzifers Karma. Ahriman gehörte auf der alten Sonne zu den Archai. Auf dem alten Mond war er ein Eloah und im Erdenäon ist er eine Macht, ein Geist der Bewegung. Ahriman ist eine Macht! Steiner erwähnte im Vortrag vor der Christlichen Gemeinschaft in verschlüsselter Weise, dass Ahriman die Absicht hat, die Umlaufbahn der Planeten in unserem Sonnensystem zu ändern. Warum strebt Ahriman das an und kann er es erreichen? Unten in der Erde wirken die Throne. Ihnen gegenüber wirken aus dem Kosmos Mächte und in der Mitte wirken die Elohim, die für das Gleichgewicht sorgen. Sie schaffen die sichtbaren Formen, in denen wir leben. Gerade in den Dynameis erfolgt die Verbindung der planetarischen und der Sterneneinwirkung. Die fünfte Hierarchie der Dynameis, Mächte, kann mit den Planeten arbeiten und ist für deren Umlaufbahnen zuständig. Als eine zurückgebliebene Macht möchte Ahriman die Umlaufbahn der Planeten ändern und Chaos im Sonnesystem verursachen, so dass während seiner Inkarnation überall – nicht nur auf der Erde, sondern auch im Sonnensystem – Chaos herrscht. Was für eine Herausforderung! Wer kann sich ihm gegenüberstellen? Jehova kann das. Jehova war auf dem Mond eingeschränkt in seiner Wirkung, was ein Riesenopfer seinerseits darstellte. Er erledigte seine Aufgabe der Vorbereitung des Leibes für Jesus. Als Christus im Garten Gethsemane einen Schrei ausstieß, nachdem er die Knochen Jesu erreicht hatte und Sich befreien konnte, wurde auch Jehova befreit, der seine Aufgabe erfüllt hatte. Jehova stieg zur geistigen Sonne auf. Laut Beinsa Douno gibt es nämlich eine physische Sonne, eine geistige und eine göttliche Sonne. Wir unterscheiden den physischen Plan, das niederes und das höhere Devachan. Jehova blieb aber wie viele andere Geister damals, die direkt mit Christus verbunden waren, 2000 Jahre lang auf der Elohimstufe. Warum? Weil Luzifer ein Eloah ist. Jehova wehrte ihn im Paradies ab und tat das auch während Luzifer von den Menschen erlöst werden sollte. Jehova sollte auf der Elohimstufe bleiben, um Luzifer abzuwehren, denn Luzifer war stark. Aber seit fünf bis sechs Jahrhunderten gewinnt Ahriman an kolossaler Macht. Luzifer ist jetzt ein rechtmäßiger Eloah, der uns in die kosmischen Geheimnisse einführt. Seit dem 20. Jahrhundert gehört Jehova zu den Dynameis, um sich dem Antichristen gegenüberzustellen. Er ist die Wesenheit, zu der wir eine Beziehung aufbauen sollen, wir müssen ein immer tieferes Verständnis für ihn entwickeln, große Dankbarkeit und außerordentliche Liebe zu ihm empfinden, um sich dem Antichristen gegenüberzustellen. Jehova ist „unser Mann“! Meine Vorlesung aus dem Sommer 2012 bekam als eine Offenbarung den Titel „Die große Schlacht auf Erden“, denn es werden wieder Dynameis gegen Dynameis kämpfen, aber an der Schlacht werden auch die Menschen teilnehmen. Das ist etwas Neues im Kosmos.

Folgendermaßen werden wir Ahriman entgegenkommen: Auf der Erde wirkten der Bodhisattva Beinsa Douno und Rudolf Steiner. Wir nehmen jetzt die Synthese zwischen beiden vor. Das dritte ist die Beziehung zwischen dem bulgarischen, russischen und ukrainischen Volk, danach kommt die Beziehung des ukrainischen und russischen Volkes mit dem deutschen Volk. Die Deutschen dürfen nicht die anderen verachten, sondern sie müssen sich mit den Russen vereinigen, und zwar im geistigen Sinne, in der Weisheit, in Sophia. All das kommt aus Bulgarien, denn das bulgarische Volk ist für die Ich-Evolution der gesamten Menschheit in ihrer ganzen Geschichte zuständig! Und das beginnt zum wiederholten Mal in Bulgarien, hier – und du erlebst das, mein Junge (er wendet sich an einen Gast aus Bessarabien, der in Afghanistan gekämpft hat). Du musst stolz sein, dass du zum bulgarischen Stamm gehörst. Das ist das uranfänglich gotterwählte Volk auf Erden, durch das Gott wirkt. Ich kann zahlreiche Tatsachen darüber angeben, wie das bulgarische Volk sich überall in die Menschenevolution eingemischt hat, indem es Zivilisationen begründet und vernichtet hat.

Davon, wie wir mit Ahriman fertig werden, hängt unsere weitere Entwicklung ab, denn das wird der kleine Krieg aller gegen alle sein. Die Asuras kommen in den sexuellen Orgien zum Vorschein. Unter anderem ist das ungesunde sexuelle Interesse zwischen Männern und Frauen, das zukünftig noch stärker sein wird, eine direkte Attacke gegen die Mysterien der Himmlischen Sophia in der sechsten Kulturepoche, die nicht mit dem Geschlecht verbunden sind. Diese Mysterien sind übergeschlechtlich. So wie das Blut von Christus gereinigt und rosa wird, so werden aus diesen Mysterien ein metamorphosiertes Herz und ein metamorphosierter Kehlkopf herausgehen, die mit dem Geschlecht nichts zu tun haben werden – das Geschlecht wird es nicht mehr geben. Diese heutige Sexualität, hinter der die Asuras stehen, zielt auf die unwiderrufliche Beseitigung der Bewusstseinsseele und des Menschen-Ich. Die ungezügelte Sexualität ist nur ein Teil der asurischen Wirkung. Die Asuras unternehmen eine Attacke gegen die Ehe zwischen der Lilie und der Rose, zwischen der Himmlischen Sophia und dem Christus-Impuls in der sechsten Kulturepoche. Diese Attacke will den Übergang zur neuen Reproduktionsart verhindern und die Reproduktionsart konservieren, welche aus der Abtrennung des Mondes in der lemurischen Zeit entstanden ist. Steiner hat viel über die Geschlechtertrennung und deren Überwindung gesprochen. In einer Imagination, die meine Frau vor einigen Jahren hatte, erbebte die ganze Erde, als würde sie sich spalten, als die Asuras erschienen. Wir sind noch nicht soweit, dass wir uns ihnen gegenüberstellen können. Zukünftig wird es eine entartete Sexualität geben, die von den Asuras inspiriert wird. Sie wird zur vollständigen Beseitigung des Menschenbewusstseins, ja der Menschlichkeit überhaupt führen. Eine tierische, untermenschliche Manifestation des Bösen, des vernünftigen Bösen wird diese Sexualität sein.

Solche vernünftigen Bestien waren die Bolschewiken. Als vernünftige Tiere waren sie die Vorreiter dessen, was uns erwartet. Der heutige durchtrainierte muskelbepackte Mann ist eine verkleinerte vorausahnende Erscheinung der Asuras. In jeden Menschen, der vor lauter Muskelmassen nicht mehr normal laufen kann, wurde sowohl das luziferische, als auch das Ahrimanische in ihrer widerwärtigsten Erscheinungsform eingelegt. Die eigentliche Begegnung mit den Asuras steht uns erst im Krieg aller gegen alle stattfinden bevor. Dann wird auch der Kampf gegen ihren Anführer Asuras stattfinden. In der Zukunft wird sich der 666-Zyklus mehrmals wiederholen, es gibt auch die Anfänge einer noch höhere Eskalationsstufe der Asuras, die allmählich die Bühne betreten. Aber der eigentliche Kampf gegen den Anführer, der wie Luzifer und Ahriman ebenfalls inkarnieren wird, wird auf dem Ätherplan stattfinden. Der Kampf aller gegen alle wird sich nicht so stark auf dem Physischen entfalten, denn dann wird es schon ätherisierte Menschen geben, die sich auf die neue Art reproduzieren. Die Frage ist, wer Asuras selbst entgegentreten wird? Er ist jetzt ein Thron, eine makrokosmische Wesenheit, die auf dem alten Saturn zu den Elohim gehörte. Hier gibt es einen Umstand, der noch nicht ausreichend beleuchtet ist, aber ich werde ihn trotzdem erwähnen.

Wenn eine Wesenheit auf dem alten Saturn ein Eloah mit dem niedrigsten Wesensglied Manas gewesen ist, wird sie auf der alten Sonne zu einer Macht mit Buddhi als dem niedrigsten Wesensglied. Dann wird sie auf dem alten Mond zu einer Herrschaft, deren niedrigstes Wesensglied der Geistesmensch ist. Das ist quasi die Spitze der Himmlischen Sophia, aber mit dem entgegengesetzten Zeichen. Von dort muss der Sprung zu den makrokosmischen Prinzipien erfolgen, damit wir sagen können, dass der Anführer der Asuras heute ein zurückgebliebener Thron ist. Dieser Übergang zwischen mikrokosmischen und makrokosmischen Prinzipien ist gigantisch. Das niedrigste Wesenglied einer Herrschaft ist der Geistesmensch, was wir mikrokosmisch erst auf dem Vulkan erreichen werden. Hier haben wir einen Übergang von der planetarischen zur Sterneneinwirkung Die Frage ist, welche Wesenheit sich Asuras gegenüberstellen soll, die gleichzeitig eine Beziehung zum Planetarischen hat und Vorrechte im Sternenhaften hat? Das ist die Wesenheit Jahwe-Elohim. In Lemurien schenkten uns die Elohim das Ich, was unser einfaches Ich ist, mit dem wir evolvierten und unsere Seele damit evolvierte. Sie bildeten eine Gruppenwesenheit. Die sechs Sonnenelohim zusammen mit Jehova bilden die Gruppenwesenheit Jahwe-Elohim. Darin drückt sich das weibliche Prinzip aus. Sie erreichen eine viel größere Macht durch diese Gruppenwesenheit, sie erheben sich zu der ersten Hierarchie der Throne, Cherubim und Seraphim, also bis zum Sternendasein. Sie können also von oben die Substanz des höheren Ich herunterholen, die uns als Keim hineingelegt werden kann. Sie kann dann als unser wesentlichster Kern wirken. Danach erfüllte die Wesenheit Jahwe-Elohim ihre Aufgaben. Jehova war auf dem Mond, und die Sonnenelohim waren auf der Sonne, bis sie das Christus-Ich in den Ätherlieb Jesu hineingelegt haben. Ab dem 20. Jahrhundert wurde Jehova „offiziell“ zu einer Macht. Die sechs Elohim sind nicht durch das Böse gegangen, sondern haben am Christus-Ich gearbeitet. Ich werde nun zum ersten Mal die Frage formulieren, ob die sechs Elohim nach dem Hineinbringen des Christus-Ich in den Ätherleib Jesu auf die Sonne zurückkehrten, wo ihre rechtmäßige Lebens- und Wirkungssphäre ist oder unten geblieben sind. Ob sie bei der Begegnung Christi mit dem Bösen zu einem Verständnis des Bösen gekommen sind? Jedenfalls hat Jehova, der auf dem Mond mit dem Karma der Menschheit beladen wurde, eine direkte Beziehung zum Bösen, weil er an der Herausbildung des hebräischen Volkes beteiligt war, in dessen Mitte er sich unten mit dem Bösen über Johannes den Täufer und Michael direkt verbunden hat. Ob sich die sechs Elohim mit dem Bösen verbunden haben? Die Frage ist offen. Wichtig ist, dass auch diese sechs Elohim wahrscheinlich ab dem 20. Jahrhundert zu den Dynameis übergehen oder sich zukünftig zu dieser Stufe erheben werden. Das wissen wir noch nicht. Und dann könnten Jehova und die restlichen Elohim in der Zukunft eine neue Gruppenwesenheit bilden, die viel mächtiger sein wird, um gegen Asuras  im Krieg aller gegen alle anzutreten. Über diese Ereignisse äußerte sich Steiner nicht, da sie in der entfernten Zukunft liegen und die Menschheit auf sie noch nicht vorbereitet ist.

Es stellt sich eine weitere Frage: Wer wird Sorat selbst entgegentreten? Das haben wir im Voraus am Anfang gesagt – Sorat (gleichzeitig als Ich und als Gruppenwesenheit, die die zurückgebliebenen Kategorien von Wesenheiten anführt) wird die Wesenheit Himmlische Sophia als eine Gruppenwesenheit entgegentreten, die vom Christus-Ich durchzogen ist. Darin kommt die Ehe zwischen der Himmlischen Sophia und dem Christus-Impuls zum Ausdruck, die in der sechsten Kulturepoche beginnen wird. In der sechsten Kulturepoche wird das Fundament der ganzen Zukunft gelegt werden. Diese Epoche wird eine Vorahnung des zukünftigen geistigen Jupiter sein. Dann werden Frieden und Brüderlichkeit unter den Menschen herrschen, die als gemeinsame Weisheit das Manas besitzen. Der Frieden wird von den Menschen kommen, denn sie werden eine gemeinsame Weisheit in Sophia haben. Die Brüderlichkeit wird vom Buddhi-Prinzip kommen, das die Himmlische Sophia durchströmen wird, denn nur dieses Prinzip gibt die Liebe und die Brüderlichkeit. Diese Brüderlichkeit in der Weisheit und Liebe muss schon jetzt im Voraus und als Urbild des Zustandes in der sechsten Kulturepoche verwirklicht werden, damit wir uns auf die Begegnung mit Asuras und Sorat vorbereiten können.

 

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Ein Gedanke zu „Die Geheimnisse der Himmlischen Sophia

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