Die Geheimnisse des Bösen

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            Bojan Boev (1883-1963)
Vorlesung von Dimitar Mangurov, Varna, den 28.12.2014

Die Vorlesung als PDF

Gebet: Herr Jesus Christus, wir danken dir für die Gaben des Geistes, die zu unserer Waffe und unserem Segen gegen den Antichristen werden! Danke!

Gestern gab es zwei dieser Gaben als Offenbarungen, wobei die zweite die Erfüllung meines Versprechens ist, das ich vor einigen Monaten gegeben hatte. Sie wird vermutlich in anderthalb Stunden verkündet werden. Letztes Mal haben wir am Ende der Vorlesung vorwegnehmend über das Böse gesprochen. Ich hatte das nicht geplant und die Vorlesung wurde sehr lang, es gab außerordentliche Offenbarungen über Sorat, Asura, Ahriman und Luzifer. Nun werden wir das Thema über das Böse fortsetzen, wobei einige Dinge, die wir gestern zu sechst besprachen, wiederholt werden müssen. Sie müssen auch erweitert werden, damit ein großes Bild entsteht, mit dem wir die Einmaligkeit unserer Zeit begreifen. Wir müssen auch verstehen, was weiter folgen wird und wie sich die apokalyptischen Offenbarungen des Johannes und insbesondere drei davon buchstäblich in unserer Zeit erfüllen. Wir sind die Zeugen dieser Tatsachen als vorausschickende Manifestation dreier außerordentlicher Hindernisse, die wir zukünftig haben werden. Um über das Böse zu sprechen, müssen wir zum Anfang zurückkehren und die Logik der weiteren Entwicklung begreifen. Um das zu streifen, müssen wir zur Trinität selbst zurückkommen. Es besteht etwas, was wir das Absolute nennen und worüber wir nichts wissen. Woher können wir etwas darüber erfahren? Von der Bewusstseinsstufe, die ich gegenwärtig erreicht habe, kann ich Folgendes sagen: es gibt ein uranfängliches Wesen, das wir vorläufig „die uranfängliche Grundlage des Daseins“ nennen können. Dieses Wesen manifestiert sich dreifach als die uns bekannten Vater, Sohn und der Heilige Geist. Gleichzeitig strahlt dieses Wesen, diese Alleinheit, drei Hypostasen nach außen, durch die es sich manifestiert und sie gleichzeitig anzieht. Dort gibt es also gleichzeitig Gemeinsamkeit und Einzelhaftigkeit. Gerade in dieser Zweifachheit der Ausstrahlung und Zusammenführung liegt die Genese der Erscheinung des Bösen, d.h. die Erscheinung von etwas, was von Gott getrennt ist.
Denn wir können im Allgemeinen das Böse als etwas definieren, das das Ergebnis unserer Abtrennung von Gott ist. Wir müssen also seine Genese finden und sie liegt in der uranfänglichen Grundlage des Seins. Egal, wie oft wir der erblichen Sünde und der Boshaftigkeit angeschuldigt werden, wurde all das durch die wahre Genesis des Seins programmiert, noch bevor es ein Sein gab und die drei Hypostasen sich manifestieren konnten. Für uns beginnt unser Dasein im Saturn-Vulkan-Zyklus, den sieben Äonen unserer Entwicklung, auf dem alten Saturn. Was vorher war, wissen wir bisher nicht. Alles begann mit den Thronen, die sich vor den Cherubim opferten. Dieses Opfer ist etwas sehr Kompliziertes, was enorme Konsequenzen hat. Es ist der Schlüsselmoment, mit dem das ganze Versinken nach unten begann. Warum gerade die Throne dieses Opfer darbrachten? Was für ein Opfer machten sie auf dem alten Saturn und was für ein Opfer – am Anfang des Sonnenäons? Warum gibt es einen Unterschied und warum führte das zu dem später Geschehenen? Was sind die Konsequenzen für die Throne selbst und für die anderen Wesenheiten bei allem, was in Gang gesetzt wurde?

Die uranfängliche Grundlage des Seins ist die Liebe. Sie ist das Fundament von allem im Kosmos, sie beinhaltet alles. Für die uranfängliche Grundlage des Seins benutzen wir den Begriff „das Absolute“. Das Absolute ist Liebe, deshalb ist sein natürlicher Zustand der Zustand der Aufopferung. Das Absolute kann wohl außerhalb des Opfers nicht existieren. Es kann zwar außerhalb des Opfers bestehen, aber das Opfer ist sein natürlichster Zustand, so wie der natürlichste Zustand unseres niedrigen Ich darin besteht, sich selbst zu lieben. Der Mensch liebt zuerst sich und nicht Gott oder die anderen und das ist unser grundlegendes Problem. Für Gott und die Hierarchien, die sich aufopfern ist die Aufopferung der natürlichste Zustand. Wie läuft dieses Opfer ab und in welche Richtung? Jede Wesenheit der Hierarchien über uns opfert sich vor der jeweils höheren Hierarchie auf. Zuerst opfert sie sich vor dem Vater und dem Absoluten auf, danach hat dieses Opfer Konsequenzen für alle Wesenheiten in der Kette unter ihr. Aber die Wesenheiten bringen ihr Opfer immer vor einem höheren Wesen dar. Das machten auch die Throne. Die erste Götterdrei der Throne, Cherubim und Seraphim ist die äußere Widerspiegelung des Vater-Prinzips in den neun Hierarchien. In dieser Drei sind die Throne die innere Widerspiegelung des Heiligen Geistes in der ersten Drei. Wir haben folglich jeweils in Dreien eine äußere Widerspiegelung der drei Prinzipien und in jeder Drei haben wir eine innere Widerspiegelung in diesen Wesen. Als Gott der Vater als die uranfängliche Ursache von allem aus Liebe das Opfer darbrachte, dass es ein Sein vom Saturn bis zum Vulkan gibt, kam aus Ihm der Heilige Geist als Gottes Idee und strömte nach unten, um diese Idee nach unten zu verarbeiten. Das ist die wahre Genese von allem. Warum der Heilige Geist und warum vom Vater, darüber gab es den berühmten Filioque-Streit beim achten Ökumenischen Kirchenkonzil in Konstantinopel, der zur Trennung der Westlichen und Östlichen Kirche führte. Ursprünglich geht der Heilige Geist zweifelsohne vom Vater hervor. In der Trinität kommt vom Vater die Substanz des Seins, damit es nach unten ein Sein gibt, vom Sohn kommt das Leben des Seins und vom Heiligen Geist kommt das Bewusstsein des Seins, das sich als die manifestierte Idee Gottes zeigt – am ursprünglichsten von allem ist die Idee Gottes, des Vaters, der diesen Zyklus ausgedacht hat. Er ist die Idee des Vaters, die in der Form des Heiligen Geistes materialisiert wird, der ausgeht und mit ihrer Verwirklichung durch die einzelnen Hierarchien hinunter beginnt. Deshalb begannen die Throne, die die Vertreter des Heiligen Geistes in der ersten Drei sind, an der ganzen Schöpfung zu wirken. Sie brachten das Opfer vor den Cherubim dar. Dieses Opfer erhob sich wie ein Opferrauch zu den Cherubim und die Erinnerung daran führte zur Trennung der Menschen im Erdenäon in zwei Arten – Kainiten und Abeliten. Das Opfer Kains wurde von Gott angenommen und das Opfer Abels – nicht. Die einen gingen hinunter, um sich zu individualisieren, die Gestalter der Welt zu werden und Gottes Vorsehung von Ihm getrennt zu erfüllen, die andere Menschenart ging in die richtige Evolutionsrichtung nach der Vorsehung Gottes und es gab keinen Hinunterstieg, keine Trennung von Gott. Das sind die zwei großen Seelenarten in der menschlichen Evolution. Das können wir später bei den thrakischen, d.h. bulgarischen Mysterien der Kabiren sehen, wo im Rauch der Opferfeuer verschiedene Wesenheiten erschienen, nach denen wahrgesagt wurde, was oben geschah. Das können wir auch im Weihrauchfass der Priester sehen, das ein Überbleibsel der alten Mysterien ist und sogar an das Opfer der Throne vor den Cherubim erinnert. Es ist erstaunlich, wie dieses Opfer sogar im Weihrauchfass der Priester sich aufbewahrt hat! Deshalb können wir heutzutage nichts begreifen, wenn wir uns vom abstrakten Bewusstsein ausgehend erklären müssen, was auf dem Erdenplan in unserem Dasein geschieht – dort ist alles tot. Wir müssen ein geistiges Bewusstsein haben, damit wir die ganze Ereigniskette bis zur Genese der Dinge verfolgen können.

Die Throne brachten dieses Opfer dar, das die Cherubim nicht angenommen haben. Das Opfer der Throne auf dem alten Saturn trägt einen soz. innerlichen Charakter. Dort liegt der ursprüngliche Moment, in dem alles nach unten ging. Aber der alte Saturn widerspiegelt das Vaterprinzip und dort waren die Wesenheiten immer noch in einer Art Einheit. Alles in diesem Äon endete mit einem Pralaya-Zustand, der nach jedem Äon eintritt. Was geschah dort? Für die Throne, Cherubim und Seraphim ist ein Äon so viel wie ein Schritt. Je tiefer die Wesenheiten stehen, desto kleiner sind ihre Schritte als Unterteilungen des Äons – als Globusse, Formzustände, Lebenszustände und ähnliche Unterteilungen des Sieben-Prinzips. Ein Pralaya als der Rückzug des ganzen Äons im Nichts besteht auch zwischen den einzelnen Globussen, zwischen den sieben Runden des Bewusstseinszustandes, der ‚alter Saturn’ genannt wird. Immer folgt ein Nichts und in diesem Nichts ändern die Hierarchien grundlegend ihre Anschauung, wenn man überhaupt diesen Begriff verwenden kann. Danach beginnt in der neuen Runde bzw. im neuen Äon die nächste Schöpfung von ihnen nach der Vorsehung Gottes. Dieses Opfer der Throne ist innerlicher Natur, ähnlich dem Erleben des Vaters in Sich Selbst, denn das ist der Äon des Vaters und das Opfer führt nicht zu der radikalen Trennung der Hierarchien abwärts. Dort wird nur die Substanz gegeben, damit das Dasein existieren kann und diese Substanz ist das eigentliche Wesen der Throne oder die Liebe, so wie sie in den Thronen ist. Wenn wir über das Sein vom Saturn bis zum Vulkan sprechen mit all seinen Erscheinungsformen als Materialisierung, ist das im eigentlichen Sinne Liebe. Aber das hat grundlegende Konsequenzen für die Throne, die am Anfang von allem stehen. Immer, wenn man sich opfert und das Opfer nicht angenommen wird, gibt es eine gewisse Resignation und ein bestimmtes Herabsenken des Bewusstseins. Das Gute hat zwei Existenzarten: erstens, wenn man der Göttlichen Vorsehung des Vaters vom Saturn bis zum Vulkan folgt und über jeglichem Herabsenken des Bewusstseins steht. Die andere Art des Guten entstammt der Transformation des Bösen. Diese Art ist das Ergebnis der Individualisierung und der freien Wahl. Die Throne bewirkten also, dass jene Individualisierung in Gang gesetzt wurde, die nun bei uns möglich ist. Sonst wäre alles nach der Vorsehung gegangen, nach dem Saturn wäre alles ins Pralaya gegangen, ohne dass etwas daraus gefolgt wäre. Uns hätte es gar nicht gegeben. Die Äone der alten Sonne und des alten Mondes, die Erde, Jupiter, Venus, Vulkan, wären nicht da gewesen. Alles wäre träge vor sich hin gegangen. Die Änderung, die notwendig war, haben die Throne bewirkt. Das hatte aber große Konsequenzen für sie, denn wenn das dargebrachte Opfer von den Höherstehenden abgelehnt wird, wird vom oben abgelehnten Opfer ausgehend eine Welle der Liebe nach unten ausgelöst, die alles durchdringt. Folglich ist die Ablehnung des Opfers seitens der Cherubim auch eine Art von Liebe, aber eine andere, die die Entwicklung nach unten treibt. Dann verbanden die Throne das Schicksal ihrer Evolution mit dem, was unten folgen sollte, was ein gigantisches Opfer ihrerseits war. Man kann ein Opfer darbringen, dann weggehen und nicht mehr mit den Folgen verbunden sein. Die Throne jedoch verbanden ihre Evolution und ihr Schicksal mit allem, was unten daraus resultieren sollte, nämlich das ständige Abstürzen bis zur Ankunft Christi, das das Zentrum des Weltendaseins bildet. Wie schwer das Schicksal der Throne dadurch geworden war, können wir daraus schließen, dass Christus ein gigantisches Opfer darbrachte und das Bewusstsein der Throne auf seine Höhe zurückbrachte. Kein anderer konnte das tun. Deshalb sprachen wir letztes Mal darüber, dass Sorat ein Thron ist. Er erschien nach dem abgelehnten Opfer auf dem alten Saturn, wo alles begann. So wurde alles in Gang gesetzt und das zog automatisch Sorat an. Dort aber war alles einheitlich, denn es gab nur die Substanz des Seins. Diese Substanz sollte noch das Leben erhalten und das Bewusstsein, um zum Erdenäon später zu kommen. Wenn wir jemandem dankbar sein müssen, dass wir als Seelen existieren, müssen wir dem Absoluten als der uranfänglichen Grundlage danken, dem Vater, der die Idee ausdachte, dem Heiligen Geist, der sie zu verwirklichen begann und dem Opfer der Throne, die alles in Gang setzten. Christus mischte sich später ein. Am Anfang des Sonnenäons machten die Throne ein neues Opfer, aber diesmal, wandten sie sich zur anderen Seite, so Steiner. Ihr Opfer auf dem alten Saturn hatte eher inneren Charakter, es war, als ob der Vater sich selbst innerlich erlebte. Dagegen musste Er sich im Äon der alten Sonne als äußerlich von Sich Selbst getrennt erleben. ‚Äußerlich’ bedeutet, sich von sich selbst abtrennen und sich von der Seite betrachten. Dieses Opfer der Throne hatte einen solchen Charakter und es trieb deutlicher die Entwicklung nach unten, damit sich die Substanz nach unten ergießen konnte. Während die Substanz das erste Mal nach oben ausgestrahlt wurde und dieser Opferrauch die Liebe war, wurde diesmal die Substanz nach unten gerichtet und führte zu dem, was wir nun als Böses kennen. Als sie dieses Opfer sahen, opferten sich die Herrschaften vor den Thronen und dann begann sich Christus einzumischen, d.h. das Prinzip des Lebens kam hinein – bis hierhin gab es nur die Substanz, nun musste sie belebt werden. Es kam das Prinzip des Lebens auf – das ist Christus und mit ihm kam das Licht. Es ist äußerst wichtig zu wissen, was das Licht darstellt. Christus ist das Leben und das Licht, in ihm sind diese beide zusammen. Er ist das Prinzip der Weisheit. Das Prinzip der Liebe ist der Vater, das Prinzip der Weisheit ist der Sohn und das Prinzip der Wahrheit ist der Heilige Geist – wenn die Liebe und die Weisheit zusammen kommen. Auf dem alten Saturn herrschte das Prinzip der Liebe, auf der alten Sonne musste sich das Prinzip der Weisheit manifestieren, aber damit diese Weisheit lebendig ist, müssen Leben und Licht zusammen sein. Sie sind im Christus zusammen. Was bedeutet es, wenn sie getrennt sind? Wenn das Licht vom Leben getrennt ist, ist dieses Licht luziferisch, deshalb ist dort Luzifer, der im kosmischen Sinne wie ein Christus-Bruder ist und der Venus-Geist ist (sein Thron ist auf der Venus). Damit das Christus-Licht sichtbar wird, muss es durch Luzifer gehen, deshalb begann Luzifer, sich vom Ganzen abzutrennen. Das macht Wesen des Luziferisierens aus. Man kann sagen, dass alle zurückbleibenden Wesenheiten, egal ob sie luziferisch, ahrimanisch oder asurisch sind, in ihrem uranfänglichen Wesen luziferisch sind, denn das bedeutet die Trennung von Gott. Diese Abtrennung und Ausrichtung auf die Materialisierung zog Ahriman an, der in der Materialisierung die Möglichkeit sah, die von Gott getrennte Materie zum fundamentalen Wesen des Seins zu machen. Deshalb zog Luzifer Ahriman an, als er sich von Gott trennte – Ahriman ist Luzifers Karma – und das ahrimanische Prinzip begann zu wirken. Deshalb kam das ahrimanische Prinzip auf der alten Sonne auf.

Und was sind die Asuras? Sie sind auch Wesenheiten des ahrimanischen Typs, aber sie sind unheimlich mächtiger und sie wollen unseren Leib unsterblich machen. Das ist auch das Ziel der dunklen Logen, sie wollen etwas in diesem unsterblich gemachten und von Gott getrennten Leib stehlen, was das wahrhaftig Wertvolle im Menschen ist. Darüber werden wir später sprechen. Sie sind auf etwas aus, ohne das es kein neues Dasein nach dem Vulkan geben wird. Deshalb sind sie so mächtig, als könnten sie die Erde in zwei spalten. Im Moment können wir uns ihnen nicht entgegenstellen.

Die Herrschaften machten ihr Opfer und strahlten das hinunter, was „laufende Tugend“ heißt – die Schaffung unseres Ätherleibes bzw. des Lebensleibes. Das Prinzip des Lebens durchdrang die Substanz auf der alten Sonne und wir haben bereits Wesenheiten mit einem Dasein und einem Leben vor uns, jedoch immer noch ohne eigenes Bewusstsein. Die Throne, Cherubim und Seraphim hatten schon auf dem alten Saturn ihre eigene Intelligenz, ihr eigenes Bewusstsein. Steiner fasste zusammen: „Im Dasein gibt es nichts anderes als Bewusstsein, Wesenheiten mit einer unterschiedlichen Bewusstseinsstufe“. Alles anderes, was wir als manifestiert sehen, ist die Bewusstseinsmanifestation dieser Wesenheiten. Diese Wesenheiten hatten zwar ein Bewusstsein vorher. Throne, Cherubim und Seraphim kommen aus früheren Zyklen, vor dem Saturn und sie kommen mit ihrem Bewusstsein, aber das ist das ihnen vom Vater und Heiligen Geist geschenkte Bewusstsein, aber vom Heiligen Geist, der vom Vater ausgeht, d.h. hier gibt es keine Selbständigkeit, die Wesenheiten erlangen kein eigenes und von Gott getrenntes Bewusstsein. Das Prinzip des eigenen Bewusstseins wurde erst auf dem alten Mond in Gang gesetzt, als die Geister der Bewegung sich einmischten und wir von ihnen unseren Astralleib erhielten. Damals geschah auch die tatsächliche Trennung der Wesen des Abelitentyps, die nur nach dem Göttlichen Willen handeln, von denen des Kainitentyps, die nach unten gingen. Letztere sind die wahrhaftig zurückbleibenden Wesen, durch die wir nun einen freien Willen und das bemerkenswerte Recht auf die freie Wahl haben. Folglich haben wir auf dem alten Mond bereits mit einer Trennung dieses Weltenalls von Wesenheiten verschiedener Bewusstseinsstufen zu tun. Die einen gehen in die richtige Richtung und die anderen gehen nach unten. Letztere sind für uns wichtiger, denn sie bewirkten, dass wir in Freiheit zur Liebe gehen können. Dort ist auch dieses ganzheitliche Wesen, wir können es Adam Kadmon als die Gesamtheit der Wesen nennen, die eine Substanz, ein Leben und eine eigene von Gott getrennte Intelligenz besitzen. Das ist ein großes Privileg. Deshalb heißt der alte Mond auch ‚der Äon der Trauer’, denn damals begann dieser Fall und diese Trennung der Wesen. Alle Wesen trauerten und sehnten sich nach der alten Einheit, die oben herrschte. Aber sie stiegen den Weg hinunter und luden auf sich das Schicksal aller, die verführt wurden. Das führte zu einem gigantischen Zusammenkrach im Himmel – all das machten verschiedene Wesenheiten. Und der Mensch ist derjenige, der all diese Wesen auf dem Rückweg nach oben erlösen soll. Stattdessen schlachtet er heute Schweine. Ein völliges Desaster!

Ein luziferisches, ahrimanisches oder asurisches Wesen kann zwar um die Einheit trauern, aber es kann nicht zu dieser Einheit zurückkehren, da es sein Dasein mit den Monstern verbunden hat, die wir, die die Erde bevölkern sollten, darstellen. Sie trauern um die Einheit, ohne zu dieser zurückkehren zu dürfen. Und da beginnt automatisch das ahrimanische Prinzip zu wirken, nach dem dieses Wesen sich aufrichtig danach sehnt, alles zu zerstören. Die luziferischen Wesen wollen, dass es eine ständige Erweiterung gibt, aber von Gott getrennt. Dagegen wollen die ahrimanischen Wesen uns in die Materie hineinzwängen, die den Geist ersetzen soll. Alles, was Materie, Dasein und Substanz ist, wollen sie in den Punkt des Materiellen hineinzwängen, in den Punkt des absoluten Nichts, in den Punkt der endgültigen Selbstzerstörung, in dem es keine Zukunft gibt. Der Mensch steht zwischen Luzifer und Ahriman und in der Mitte ist Christus, der durch den Erdenäon herabstieg und das große Wunder tat, das unser Dasein auch nach dem Vulkan gewährleistet. Er muss zwischen Luzifer und Ahriman balancieren. Was für Balanceakte stehen nun dem Menschen bevor, damit er senkrecht nach oben als Ich aufwächst, dem Christus in sich den Weg bahnt, um mit dem Kommenden fertig zu werden! Denn jene Wesen möchten mit der Ankunft des Antichristen einfach das Dasein vernichten. Es muss etwas getan werden, am Ende werden wir darauf eingehen, was zu tun ist.

Es kam das Erdenäon, die Elohim schenkten uns das Ich. Was stellt das Ich dar? Wir wollen das genau mit unseren jetzigen Kenntnissen formulieren. Es wurden unsere drei Leiber in den drei Äonen bis zum Mond geschaffen. Die richtigen Götter brachten in der Person der richtigen Throne ein Opfer dar, die richtigen Götter in der Person der richtigen Herrschaften brachten ein Opfer dar, die richtigen Götter in der Person der richtigen Mächte brachten ein Opfer dar. Als Ergebnis wurden unsere drei Leiber geboren, d.h. das sind drei Hüllen, drei Schalen. In diese sollte das Ich hineintreten und unser Bewusstsein entflammen, das nach einer langen Evolution zur Bewusstwerdung in der Zeit der Golgatha-Ereignisse führen sollte. Der Mensch sollte eine bestimmte Stufe der Bewusstwerdung zu der Zeit der Ankunft Christi erreicht haben. Das ist ein sehr langer Zeitabschnitt. Das Ich von den Elohim ist auch ein Leib, eine Schale, eine Hülle, die die Form darstellt, mit der unsere Seele sich seiner selbst bewusst wird. Was ist der Mensch? – Das ist seine Seele, alles andere sind Elemente. Der Mensch, das ist die Seele. Diese Konstruktion aus drei Leibern musste geschaffen werden, damit die Seele hineintreten und durch das Ich beim Hinunterstieg sich seiner bewusst werden konnte. Das ist auch eine Art Evolution, die wir Involution nennen, eine Evolution, die zur Individualisierung führt. Unser Ich ist auch eine Schale. Es ist eine vom Vater geborene Idee, die dem Heiligen Geist gegeben wurde, dessen Vertreter die Elohim in der zweiten Drei des Sohnes sind. Und die Elohim gaben uns unser Ich. Diese Idee wird durch diese Schale umgesetzt, durch das Ich, das bewirkt, dass jeder gegen seine Brust trommelt und „Ich, ich!“ ruft. Warum tritt das Menschenego in so vielen Erscheinungsformen? Denn die Elohim gaben uns nur die Form – das will ich dick unterstreichen, denn am Ende werde ich etwas sehr Wichtiges sagen -, und den Inhalt dieser Form müssen wir füllen. Das Prinzip will, dass jede Form ihrer Zeit, den kommenden Impulsen angemessen sein muss. So sind z.B. die heutigen Kirchen eine völlig unangemessene Form für den christlichen Inhalt in ihnen, für das Christentum des Heiligen Geistes, das ab dem 20. Jahrhundert begann. Das ist eine grundlegend andere Form des Christentums. Die heutige sog. ‚Gesellschaft Weiße Bruderschaft’ ist eine ungeeignete Form für den Impuls Beinsa Dounos, der einfach überläuft und in eine solche Form nicht hineinpasst. Steiners Impuls, der Impuls der Anthropos-Sophia kann nicht in die Anthroposophische Gesellschaft hineinpassen, denn sie ist äußerst ungeeignet für den von Steiner bei der Weihnachtstagung ausgestrahlten Impuls. Folglich gibt es heutzutage keine Formen für das Christentum des Heiligen Geistes, denn wir gingen durch die Impulse des Vaters und des Sohnes und nun kommt das Christentum des Heiligen Geistes. Da wir in einer völlig neuen Periode sind, ist die Menschheit unvorbereitet und weiß nicht, in welcher Form sie das Christentum des Heiligen Geistes entwickeln soll. Am Ende werden wir auf die geeignete Form eingehen.

Wir mussten die Form des Ich füllen. Wir alle wissen oder zumindest vermuten, was in unserer Form steckt, wenn wir vor den kleinen Hüter der Schwelle stehen. Dann sehen wir, was in dieser Form, im sog. Ich der Elohim steckt. Grundsätzlich ist es eine sehr schöne Form, in die wir aber einen Inhalt hineingelegt haben, der neben dem Schönen auch Furchtbares enthält. Ist das der Mensch? Nein, das ist er nicht. Der Mensch müsste etwas ganz anderes sein, jetzt gelten wir nur als Menschen.

Der Mensch ging hinunter. Wir wissen, dass wir in der lemurischen Zeit und in den ersten Perioden der atlantischen Zeit sehr unterschiedlich waren von dem, was wir heute sind – wir waren viel weicher, unsichtbarer, ätherischer. Es kam Noah (Manu) und führte die Menschen aus der versinkenden Atlantis. Wir wissen, dass die im Alten Testament angegebenen Maße der Arche eigentlich die Maße des menschlichen Körpers sind, die wir als Proportionen in unserer Entwicklung erreichen mussten. Der erste Aufruf an den Menschen in der ersten nachatlantischen Zeit vor 9000 Jahren war Manu: der Mensch ist Weisheit, uns schafft die Weisheit Gottes. Wir waren viel weicher und hatten ein Verhältnis zum Geistigen, denn der Ätherleib und der physische Leib waren noch nicht miteinander verzahnt. Unser ätherisches Zentrum war außerhalb des physischen Körpers und die Menschen konnten noch hellsehen. Alles, was sich von den Göttern als Beziehung zu den Menschen ergoss, ereignete sich in den Mysterien. Die ersten Führer der Menschheit waren Avatare – Wesenheiten aus den Hierarchien über uns, die sich menschlicher Leiber bedienen. Später kamen die großen Führer, die Menschen waren, und am Ende hatten wir Könige und Kaiser, die keine Eingeweihten, sondern einfache Menschen waren. Auf diese Weise wurden die Rechte delegiert – von den geistigen Wesenheiten zu fortgeschrittenen evolvierten menschlichen Führern und dann zu gewöhnlichen, nicht eingeweihten Führern. In der griechisch-römischen Kulturepoche fand unser vollständiger Hinunterstieg statt, unsere vollständige Individualisierung. Damals musste Christus kommen. In den Mysterien standen die Eingeweihten mit den Göttern in Verbindung und dieser direkte Umgang mit Engeln, Erzengeln und Archai wurde nach außen als Mythen dargestellt. Deshalb sind die heutigen Wissenschaftler die Unwissenden, wenn sie der Meinung sind, dass die alten Menschen ein einfacheres Bewusstsein hätten und deshalb die Welt in mythologischen Gestalten darstellten. Da die damaligen Menschen unser heutiges begriffliches, abstraktes Denken nicht hatten, stellten die Eingeweihten in den Mysterien eine Verbindung zu den Göttern her und gaben die Offenbarungen der Götter den einfachen Menschen draußen als Mythen und Bilder weiter. Und wenn draußen über Kronos, den Gott der Zeit die Rede war, wurde in den Mysterienstätten mit den Archai, den Geistern der Zeit verkehrt. All das war ein Übergang. Ursprünglich sah jeder die Götter und konnte direkt mit ihnen kommunizieren. Danach zog sich diese Kommunikation in die Mysterienstätten zurück, wo die Beziehung zur geistigen Welt stattfand. Nach draußen wurde das als die Mythologie dargestellt, später wurden all diese mythologischen Götter zu Begriffen. Der Erste, der aus den Göttern Begriffe prägte, war Aristoteles, der danach als Thomas von Aquin und später als Rudolf Steiner inkarnierte.

Man muss ein philosophisches Denken haben, um zeitadäquat zu sein – das werde ich ständig wiederholen. Warum? Weil das der richtigen Evolution entspricht. Was machte Aristoteles? Er prägte die zehn Begriffe, die zehn Kategorien, die jeden existierenden Gegenstand charakterisieren können: Zeit, Ort, Quantität, Qualität, Besitz, Handlung usw. Was empfindet man heute, wenn man „Zeit“ sagt, zittert man, als stehe man einem Urbeginn gegenüber? Ganz anders ist unsere Einstellung als früher in den Mysterien, wenn man sich vor einem solchen Wesen befand und später über Kronos sprach. Heute empfindet man nichts. Jene Götter von den Mythen sind unsere heutigen Begriffe. Die heutigen Dummköpfe mit wissenschaftlichen Titeln begreifen nichts, weshalb sie auch das Wesen der Mythologien nicht erfassen können. Plato, Aristoteles‘ Lehrer war immer noch oben und er brauchte immense Willenskräfte und einen besonderen Geisteszustand, um vom Erlebnis des Göttlichen, das schon etwas verwaschen und nicht wie in den älteren Mysterien direkt war, zu den Begriffen zu kommen und so zu sprechen wie in seinen „Dialogen“. Damit Plato den Übergang zu den Begriffen machen konnte, brauchte er enorme Willenskräfte und einen besonderen Geisteszustand. Heutzutage bedient sich fast jeder auf der Erde problemlos dieser Begriffe und übersteigt Plato. Aber der große Unterschied zwischen dem heutigen Dummkopf und Plato besteht darin, dass Plato bei der Anwendung dieser enormen Willensanstrengungen tief dachte. Dadurch kam er zu vergeistigten Begriffen. Dagegen denkt der heutige Dummkopf oberflächlich und abstrakt und alles in seinem Kopf ist ein Chaos von Begriffen. Es muss eine Änderung eintreten, später werden wir über unsere konkrete Zeit sprechen.

Als der Mensch die Atlantis verließ uns sein gegenwärtiges Aussehen erhielt, das war ca. 2000 Jahre vor Christi zur Zeit Abrahams, wurde „die Arche Noah angefertigt“, d.h. wir erreichten die ihr eingelegten Proportionen. Unser Körper war jedoch viel plastischer als heute, denn die Verbindung zwischen dem physischen, Äther- und Astralleib war locker und die Menschen waren viel kräftiger und hatten große Ausdauer. Solche Menschen konnten auch sehr leicht durch Suggestion beeinflusst werden und auf diese Weise wurden die riesengroßen Pyramiden gebaut. Der gegenwärtige Mensch hat überhaupt keine Ahnung davon, wie gering die Zahl der Arbeiter war, die im Alten Ägypten für die Verlegung großer Steine in große Höhen notwendig waren. Der gegenwärtige Mensch ist nicht in der Lage, sich vorzustellen, dass es eine Zeit war, in der fünf Mann aus weiter Entfernung einen großen Steinblock heranschleppen und diesen auf einen anderen stellen konnten. Heutzutage werden alle möglichen fantastischen Theorien entwickelt, die den Bau der Pyramiden betreffen, aber keine nähert sich der Wahrheit.

Die Menschen waren plastischer, der Körper wurde später in der griechischen Kulturepoche sogar zum Kult erhoben. Seit dieser Zeit stammen die Tausenden Statuen, die mit zu den schönsten Erzeugnissen aus Menschenhand gehören, die einen vergeistigten physischen Körper darstellen. Seit dieser Zeit stammt auch der bekannte Satz des Bulgaren Achilles „Lieber ein Bettler sein im Reiche des Lichts als ein König im Reiche der Schatten“, d.h. das Leben wurde absolut wichtig, denn nach dem Tod fehlte die erhebende Kraft, man blieb im Schattenreich. Die Angst vor dieser Aussicht war damals riesengroß.

Plötzlich setzte vier bis fünf Jahrhunderte vor Christi (in der Zeit zwischen Plato und Aristoteles) eine neue Wandlung im Menschen ein. Das war eigentlich eine Artumwandlung. Die erste Umwandlung führte dazu, dass wir äußerlich-physisch anders aussahen als in der altindischen Zeit bis zur Zeit Abrahams. Seitdem gibt es keine wesentliche Änderung unseres Aussehens. Die nächste Wandlung ist innerlich-seelisch, eine seelisch-geistige Wandlung. Es begann die Verinnerlichung des äußeren Lebens, denn im Menschen begann sich das Ich-Zentrum auszubilden, das damals in der Individualisierung den anderen voraus war. Es wurde die Ankunft Christi erwartet und alles konzentrierte sich auf das Ich. Das Ich wurde zum Unterpfand unserer ganzen Evolution. Das war es schon immer, aber damals war die Situation reif dafür. Damals begann der große Übergang von der Aufnahme der Beziehung zu den Göttern, die beim uralten Menschen durch die Farben oder die Geräusche draußen zustande kam, zu den von Aristoteles geprägten Begriffen. Es trat die zweite Artenumwandlung im Menschen ein, die innere seelisch-geistige Umwandlung und sie beeinflusste unvermeidlich die Beziehungen zwischen seinen drei Leibern. Mit der Entwicklung der Begriffe und des abstrakten Denkens begannen unsere drei Leiber immer mehr aufeinander abgestimmt zu werden und verloren an Plastizität. Wenn diese fehlt, ist die Abtrennung des Äther- und Astralleibes gefährlich, denn diese könnten nicht richtig zurückkommen, was fatale Folgen haben würde. Das war der Untergang der Götter, das Reißen der Beziehung zur geistigen Welt. Dann musste Christus kommen, der das Bewusstsein der Throne auf seine ursprüngliche Höhe zurückbrachte. Das Golgatha-Mysterium wurde zum Unterpfand der ganzen zukünftigen Entwicklung.

Von allen herunterfallenden Göttern, deren Fall Schaffen von Böse durch den Menschen bewirkte, war Christus der einzige, der am tiefsten herunterfiel: von der Trinität zum Menschen durch alle Stufen des Daseins. Sein Herunterfall brachte jedoch kein Böses zustande, sondern generierte einen solchen Aufstieg, der den Plan für den ganzen Saturn-Vulkan-Zyklus änderte. Seitdem haben wir eine grundlegend veränderte Situation. Die richtig evolvierenden Götter, die nicht herunterfallen, sollten die ganze Evolution bis zum Vulkan vorwärtstreiben. Und wenn wir den Vulkan erreicht hätten und alles in das große Pralaya geendet wäre, hätte kein neuer Schöpfungszyklus angefangen. Vor der Herabkunft Christi widersprachen sich das Prinzip der Liebe und das Prinzip der Weisheit gewissermaßen. Das Weisheitsprinzip ging vorwärts, aber durch den Heiligen Geist verkörpert, der luziferisiert in allen Mysterien wirkte. Die ganze Weisheit von der Atlantis aufwärts war luziferisiert, die Weisheit, die in allen Mysterienstätten lief, war luziferisiert, denn sie führte allmählich zur Individualisierung. Jener Heilige Geist brachte Weisheit in die Mysterienstätten hinein, jedoch keine Liebe, denn die Liebe ging hinter der Weisheit her und sie wird in diesem Sinne von Christus als Lebensgeist getragen, während das Manas hinunterstieg. Für das Manas wurde der Tempel von Jerusalem gebaut, zum Empfangen des fünften Wesensgliedes des Menschen. Jener Heilige Geist trug Weisheit und Licht für den nahenden Christus, aber das war reflektiertes und kein direktes Licht. Das war das durch die Hierarchien reflektierte Christuslicht, das das Neue in der Zukunft schafft. So wie unser Ich eigentlich ein von den Hierarchien reflektiertes Licht ist. Das Ich, auf das wir so stolz sind, ist allgemein ausgedrückt, etwas Reflektiertes. Das ist Licht, das kein neues Dasein schaffen kann. Damit das Licht neues Dasein schaffen kann, muss es mit dem Leben verbunden sein. Auf der alten Sonne kamen das Leben und das Licht durch Christus auf. In Ihm sind sie zusammen. Aber danach wurden sie voneinander getrennt. Das luziferisierte Licht strömte abwärts zu den Mysterienstätten, aber das Leben war dahinter, d.h. Christus folgte dem Heiligen Geist. In die Mysterien kam Weisheit herunter, Wissen über Christus, aber das war nicht Christus selbst. In der Zeitenwende war Johannes der Täufer der Vertreter dieser Weisheit. Er war Djado Wlajtscho in unserer Zeit, wie Sie wissen. Johannes der Täufer kam vor dem Christus, er war das Manas. Als Christus kam, sagte Johannes der Täufer: „Er muss wachsen, ich aber muss kleiner werden“ (Joh.3:30), d.h. dem Lebensgeist wurde der Weg frei gemacht. Auf diese Weise gerät die Liebe des Vaters, die kosmische Liebe, die Christus trägt, nicht mehr in Widerspruch zu der Weisheit. Im neuen Heiligen Geist, der an Pfingsten herunterstieg, gerät die Liebe des Vaters in keinen Widerspruch mit der Weisheit. Die Liebe und die Weisheit vereinigten sich und wurden zum Geist der Wahrheit, aber das war nicht das neue Christentum des Heiligen Geistes, das ab dem 20. Jahrhundert begann. Damals begann das Christentum des Sohnes, denn es war eine lange vorbereitende Periode von 19 Jahrhunderten notwendig. Das Christentum der vorchristlichen Zeit, als Christus sich näherte, war das Christentum des Vaters, von dem der Sohn und der Geist ausgehen. Dementsprechend hatte es diese Rolle, dass das Wissen über Christus vorging, als das Leben noch nicht da war, d.h. das Licht ging als reflektiertes Mondlicht vor und das Leben folgte. Als Christus herabstieg, mussten beide im Heiligen Geist von Pfingsten vereinigt werden, das Manas und der Lebensgeist mussten zusammen sein. Aber das Manas wird vom höheren Wesensglied erhellt, vom Lebensgeist, was das Palladium darstellt, das im 21. Jahrhundert kommt und aus der Zukunft stammt.

Überhaupt kann man das Christentum nicht begreifen, wenn man kein Verständnis dafür hat, wie das Verhältnis der Prinzipien der Liebe, Weisheit und Wahrheit zueinander in den verschiedenen Zeiten und Epochen war. Die ersten, die das Pfingstwunder empfingen, waren die Jünger. In ihrem Zentrum steht die Jungfrau Sophia, als der Heilige Geist an Pfingsten hinuntersteigt. Wie haben ihn die Jünger empfangen? Es gab zwölf Jünger, Judas fiel aus und sein Platz wurde von einem anderen Jünger eingenommen, Johannes-Lazarus gesellte sich auch dazu. Der erste Johannes ist der Sohn des Zebedäus. Am Anfang gab es zwölf Apostel, denen sich später Lazarus anschloss, der Johannes wurde der Dreizehnte neben den Zwölf. Als Zentrum der zwölf Jünger können wir den eingeweihten Johannes-Lazarus betrachten, nachdem das natürliche Zentrum Christus von ihnen gegangen war. Es gibt jedoch auch ein äußeres Zentrum, das später erscheint. Dieses Zentrum konnte in der Person Paulus‘ Christus finden und verstehen, während Er auf der Erde in einem Leib war. Von allen Aposteln war Paulus der intellektuellste, der am stärksten Eingeweihte. Er war römischer Bürger, obwohl er ein in die hebräischen Mysterien eingeweihter Jude war. Paulus ist der völlige Gegensatz des Judas. Judas war der intelligenteste unter den Zwölf, aber er begriff Christus eher mit unserem abstrakten Denken und dachte, dass Er der jüdische König im irdischen Sinne werden sollte. Dagegen sah Paulus zu Christus hinauf wie zum Geistselbst. Judas sah zum Materiellen oder zur Ahrimanisierung Christi und Paulus sah hinauf zur Vergeistigung oder zum Geistselbst. Paulus hatte ein persönliches Treffen mit Christus. Christus legte zwei Wege zum Ausarbeiten des Ich in den christlichen Zeiten hinein. Der eine ist der Weg der Liebe und der andere – der Weg der Weisheit. Beide widersprechen einander nicht. Ins Zentrum des Weges der Liebe setzte er Johannes den Theologen – dieser ist der Mann der Liebe. Ins Zentrum des anderen Weges, auf dem das kosmische Verständnis des Christentums liegt, setzte Christus den Paulus. Worin besteht der Unterschied zwischen Paulus und den Jüngern? Die Jünger erlebten den Heiligen Geist bei seinem Herunterströmen von oben nach unten. Was ist der grundlegende Unterschied zwischen dem Heiligen Geist aus den alten Zeiten und dem neuen Heiligen Geist? Der alte Heilige Geist wirkte durch die Natur, räumlich-zeitlich, von der Seite und trat auf diese Weise in die Menschen ein. Er kommt aus der Zukunft und wirkt in den Höhen. Der neue Heilige Geist kommt entlang der Senkrechten von oben nach unten. Der Heilige Geist von Pfingsten steigt die Spirale hinunter, bringt die Weisheit, die Christus unten empfängt, um sie als Liebe nach oben zurück auf die andere Spirale zu schicken. Es geschieht das, was im Caduceus, dem Hermesstab veranschaulicht wird. Die Begegnung des Heiligen Geistes mit Christus geschieht unten auf Erden im menschlichen Willen, nicht im Denken oder Fühlen, sondern im Willen. Dort ist Christus. Der Heilige Geist strömt hinunter, Christus fängt ihn von unten auf und Liebe und Weisheit werden zu einer Einheit. In den alten Zeiten stieg die Weisheit hinunter, aber die Liebe war nicht da. Seit der Pfingstzeit gehen die Weisheit und die Liebe zusammen und werden von Christus zusammen erhoben, denn Christus ist das uranfängliche Prinzip der Weisheit im Kosmos. Aber auf Golgatha wurde Er zur Liebe. Als Er dort litt, litt Er als die Hypostase des Sohnes und gleichzeitig als die ganze Trinität. Die Trinität individualisiert die Hypostasen, damit es eine Individualisierung nach unten gibt und gleichzeitig zieht sie in sich zurück. Als Christus zur Liebe auf dem Kreuz wurde, wurde Er zu Seinem Vater auf dem Kreuz. Er litt gleichzeitig als der Sohn und als die ganze Trinität, und wegen dieses Leidens kann sich der Heilige Geist erneuern. Denn die Hypostase des Heiligen Geistes litt dort mit Ihm. Dort litt die ganze Drei, aber das wurde durch den Sohn verkörpert, da Er die Hauptänderung unternehmen sollte. Damals sagte Christus, dass Er den Geist von seinem Vater erbeten werde und Ihn ihnen schicken werde. Worin bestand die Hauptänderung? Früher kam der Geist auch vom Vater, aber Er wirkte äußerlich, durch die Natur und so sollten wir zum Vulkan kommen. Nach dem Golgatha geht der Heilige Geist obligatorisch durch Christus und stellt bereits die verheirateten Weisheit und Liebe in Christo dar, den Geist der Wahrheit, der die Senkrechte entlang herabsteigt.

Was ist der Unterschied zwischen den Aposteln und Paulus? Bei den Aposteln strömt der Pfingstgeist hinein, das ist der erneuerte Heilige Geist. Nach seinem Erleben konnten sie alle Sprachen verstehen und sprechen, denn das ist die Sprache der synthesierten Liebe und Weisheit. Zudem strömt aus ihm kosmische Liebe, die jedes Menschenwesen, egal welcher Rasse, welchen Geschlechtes oder Volks spüren und begreifen kann. Es strömt auch Weisheit, zusammen mit der Liebe als Wahrheit. Wer kam als erster heraus? Der Petrus und er hielt die Rede, bei der viele zu glauben begannen. Warum geschah diese Wandlung bei Petrus? Denn er verleugnete Gott. Derjenige, der Gott am meisten liebte, verleugnete Gott auf seiner Evolutions- und Bewusstseinsstufe. Deshalb kam der Heilige Geist bei ihm am stärksten zum Vorschein. Dagegen erlebte Paulus den Christus direkt. Aus diesem Grunde ist er frühgeboren. Paulus traf damals den astralischen Christus als Vorboten des Christentums des Heiligen Geistes, das ab dem 20. Jahrhundert begann. Nun haben wir die zweite Ankunft Christi, die nach 1909 begann mit dem Ätherleib auf dem Astralplan. In diesem Sinne ist Paulus eine Frühgeburt.
Sein Pfingsten fand vor Damaskus statt, der Stadt, die heute zum großen Problem für die Menschheit werden wird, wenn sie in die Hände der Islamisten fällt, das würde den dritten Weltkrieg bedeuten. Dort traf er den auferstandenen Christus und begriff makrokosmisch den Christus aus seiner hebräischen Mondeneinweihung heraus. Deshalb war er der bedeutendste Apostel. An Pfingsten erlebten die Jünger den Heiligen Geist und Paulus hatte eine Begegnung mit Christus selbst, d.h. er erlebte ein „Überpfingsten“, denn hier haben wir einen Übergang zur Taufe mit Christus. So etwas erlebte die nathanische Seele in Jesus bei der Eindringung Christi. Paulus hatte eine Begegnung mit Christus, der durch ihn sagte „Nicht ich, sondern Christus in mir“, das ist das Unterpfand unserer ganzen Evolution bis zum Ende der Schöpfung. In diesem Satz steckt die ganze Weisheit bis zum Ende der Schöpfung. Damals ging Paulus durch die persönliche Taufe mit Christus und wurde zu einem gewissen Christus-Avatar.

Johannes und die Jünger gingen von der Liebe erfüllt in alle Richtungen, um das Christentum zu verbreiten, sie waren das Ferment des Christentums, das uns zum Ziel führen soll. Paulus hatte ein kosmisches, ein Sophienverständnis des Christus, so wie Johannes, der unter dem Kreuz zusammen mit Sophia stand. Der Heilige Geist manifestiert sich hierarchisch an Pfingsten durch die Himmlische Sophia personalisiert und findet so den Thron in uns. Wenn der Heilige Geist an Pfingsten hinuntersteigt, findet er den Thron im Menschen-Ich in der Eigenschaft einer Himmlischen Sophia. Das ist die Sophienzuflucht des Heiligen Geistes in uns. Deshalb war das erste Christentum ein Christentum der Sophia, das bulgarische Christentum ist das erste und es hat einen Sophiencharakter, Paulus und Johannes der Theologe hatten ein Sophienverständnis. So nahm das erste Christentum seinen Lauf, aber später wurde es abgewandelt und wir wissen wie weit dieser Prozess gekommen ist. Paulus wurde zum Verfechter des Christentums mit der Taufe von Christus, deshalb unterscheiden sich auch seine Botschaften grundlegend von den Botschaften der anderen Apostel. Sie klingen, als ob sie dem heutigen Menschen der Bewusstseinsseele gelten. Sie dröhnen gegen den heutigen Menschen der Bewusstseinsseele. Bis heute werden sie schwer verstanden, da es keine Menschen mit einer richtig ausgebauten Bewusstseinsseele gibt, sondern alle besitzen bis zu einem bestimmten Grad bzw. vollkommen luziferisierte und ahrimanisierte Bewusstseinsseelen. Paulus schuf mit Dionysius Areopagita die erste esoterische Schule der Erde. Beide hatten ein kosmisches Verständnis – das ist die Kommunion mit Christus. Dort stand im Zentrum von allem der Gral. In den alten Zeiten gab es kleine und große Mysterien. Die Frühlingsmysterien waren die kleinen und die Herbstmysterien – die großen. Die kleinen Mysterien dienten dazu, den Willen der Götter, der durch die Eingeweihten empfangen wurde, den Menschen weiterzugeben. Das Hauptmysterium des Christentums ist das Gralsmysterium. In dieses münden alle Strömungen des Christentums und dort wird alles, was physischen, seelischen oder geistigen Charakter besitzt, annihiliert um zu Christus zu führen. Wie geschieht das?

Wir sagten, dass die Elohim uns das Ich gaben – als eine Schale, die wir mit Inhalt füllen sollten. Jeder, der zur Zeit der Golgatha-Ereignisse oder später inkarniert war, hat Christus mit diesem Inhalt empfangen. Einer sagte „Entweder geht die Welt zugrunde oder es leidet ein Gott“, ein anderer ging los, um Gott zu töten, einem Dritten war das alles egal usw. je nach der Stufe des jeweiligen Bewusstseins. In dieses Ich, in unsere Schale, die alles, was wir erschaffen haben, enthält, stieg an Pfingsten der Christus herab und legte ein Ich hinein, das außerhalb des Manas, Buddhi und Atma ist. Hier kommen wir zum Wesentlichen. Gott der Vater hatte beschlossen, dass wir unser Manas, Buddhi und Atma in den nächsten Äonen (Jupiter, Venus und Vulkan) ausbauen sollten. Wir sollten diese drei Wesensglieder ausbauen, die die volle Transformation des Astral- Äther- und des physischen Leibes in einem dreifachen Geist mit dem Ich als Zentrum darstellen, und zwar das Ich von den Elohim. Aber dieses Ich konnte das nicht auf die richtige Art machen. Ohne Christus hätte dieses Ich etwas nur durch große Leiden und nach dem Gesetz der Weltnotwendigkeit erreicht. Wir hätten natürlich drei weitere Schalen ausgebaut und unsere drei Leiber wären diese drei Schalen mit dem Ich als Zentrum geworden und so hätten wir den Vulkan erreicht. Aber ohne die Einmischung Christi wäre alles auf dem Vulkan zu Ende gewesen, wir wären in das Weltenpralaya eingetreten und es hätte keine Fortsetzung gegeben. Als Christus kam, trat Er in diese Schale ein, auf die wir so stolz sind. Christus ist der Träger des Ich-Prinzips, des Ich-bin-Prinzips, des vierten makrokosmischen Prinzips des Ich. Dieses vierte makrokosmische Prinzip, trat reduziert in die Ich-Schale jedes Menschen ein. Und das Dasein, das nach dem Ende des ganzen Zyklus bis zum Vulkan existieren wird, wird in unserem Ich durch das Christus-Ich erzeugt, das in ihm ist. Christus hat sich mit uns verbunden und Er wird mit uns bis zum Vulkan sein und zwar weil wir von Interesse für Ihn sind. Im Rahmen der verbleibenden dreieinhalb Äone bis zum Ende des Saturn-Vulkan-Zyklus muss Er das Neue schaffen, das nach dem Vulkan sein wird. Alles Neue geht vom Vater hervor, aber es wird im Schoß des Sohnes geboren. Grundsätzlich geht alles aus dem Schoß des Vaters und entwickelt sich bis zum Vulkan, aber was nach dem Vulkan sein wird, geht aus dem Schoß des Sohnes hervor, der aus dem Vater hervorgegangen ist. Die Genese führt zum Absoluten über den Vater, aber ohne das Ich vom Christus, das über die Manas, Buddhi und Atma steht, wäre das Atma das Ende für uns geworden: unser physischer Leib wäre der auf dem Vulkan nach dem ursprünglichen Plan des Vaters zum Geist geworden und dem wäre der Rückzug ins Pralaya gefolgt. Das war die uranfängliche Idee. Als Christus herabstieg, ohne dass das Golgatha notwendig gewesen wäre, denn der Plan wäre so oder so in Erfüllung gegangen, alles wäre auf dem Vulkan zu Ende gegangen, stieg Er nach unten und legte dieses Ich in uns hinein, das das wahre menschliche Ich ist. Je mehr man dieses Ich in seiner Schale herrschen lässt, desto mehr erweitert man sein Ich-Bewusstsein. Je mehr das Ich mit dem niedrigen Inhalt, den man in ihm aufgehäuft hat, stirbt, desto mehr metamorphosiert es zum Satz hin „Nicht ich, sondern Christus in mir“. Und der Mensch wird sich immer mehr in den Homo magneticus verwandeln, d.h. in einen Weißmagier. Das ist die Definition des zukünftigen Menschen, dessen Genese jetzt beginnt. Wie wird das geschehen? Durch den Satz „Nicht ich, sondern Christus in mir“, der schon zu wirken beginnt.

Die Manichäer waren die ersten, die in den christlichen Jahrhunderten über Gut und Böse nachdachten, über das Gute, das aus dem transformierten Bösen entsteht. Das ist die zweite Art des Guten, es ist etwas ganz anderes und aus ihm wird das neue Dasein nach dem Vulkan hervorgehen mit der Kraft des Christus-Ich in unserer Schale. Nur dieses Gute bewegt den Christus. Die makrokosmischen Pläne werden befolgt, die Hierarchien wirken, das Karma ist bedingungslos. Manes, dessen Name von ‚Manas’ kommt, war eine Art Avatar des Heiligen Geistes. Er sagte: „Ich bin der Paraklet“. Er war eine Art Inkorporierung des Heiligen Geistes in der Form der Himmlischen Sophia in ihm. Von dieser Inkorporierung entwickelte er eine persönliche, menschliche Liebe, die gleichzeitig makrokosmisch war, so dass er die Strömung des Manichäismus begründete, die der heutige Mensch nicht verstehen kann. In der Zukunft wird der Manichäismus mit anwachsender Kraft zur Geltung kommen, und seinen wahren Triumph in der sechsten Wurzelrasse nach dem Krieg aller gegen alle erleben – in ca. 6000 Jahren. Bis dahin stehen der Menschheit einige wichtige Begegnungen bevor. Eine von ihnen wird bald stattfinden.

Was besagt die Legende der Manichäer? Einmal wollten die Geister der Finsternis das Reich des Lichtes durch Meuterei besetzen. Sie erreichten die Grenzen des Lichtreiches, konnten aber keinen Sieg erringen. Deshalb sollten sie durch das Lichtreich bestraft werden. Aber in diesem Reich war nichts, was in irgendeiner Weise böse war, es gab nur Gutes. Es geschah also Folgendes: Die Geister des Lichtes nahmen einen Teil ihres eigenen Reiches und vermischten ihn mit dem materialisierten Reich der Finsternis. Und dadurch wurde ein Ferment in das Reich der Finsternis eingeführt, das Chaos hervorrief. Dadurch gewann dieses Reich ein neues Element in sich – den Tod. Dieses Reich der Finsternis vernichtet sich also ständig selbst, da es den Keim seiner Vernichtung in sich trägt. Deshalb wurde die Rasse der Menschheit erschaffen, heißt es weiter in der Legende. Der erste Mensch war das, was durch das Lichtreich hinuntergeschickt wurde, um sich mit dem Reich der Finsternis zu vermischen und durch den Tod dasjenige zu besiegen, was nicht dort sein durfte. Der Mensch, der zwischen Luzifer und Ahriman steht, ist das Ferment im Reich der Finsternis. Wir sind diejenigen, die das ganze Reich der Finsternis annihilieren und in Gut umwandeln müssen. Nicht das uranfänglich Gute, sondern das transformierte Gute. Der heutige Mensch denkt, dass er Gutes tut, wenn er einem Bettler Geld gibt, der sich eine Flasche Schnaps kaufen und sich damit betrinken wird. Der heutige Mensch denkt, dass er Gutes tut, wenn er sich verschiedenen Initiativen anschließt und SMS für Wohltätigkeitszwecke sendet. Das Gruppengut ist nicht das Gute, das wir gleich besprechen werden. Alles, was Gruppencharakter hat, beruht auf dem Prinzip der Blutsverwandtschaft und hat mit dem Christentum des Heiligen Geistes nichts zu tun, das ab dem 20. Jahrhundert begann. In diesen 1900 Jahren bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts war das Christentum ein Christentum des Sohnes, des Gefühls. In den vorchristlichen Zeiten gab es die Einweihung des Vaters, danach die des Sohnes, nun kommt das Christentum des Heiligen Geistes. Das erste war die Einweihung des Gedankens, danach die Einweihung des Gefühls, nun kommt die Einweihung des Willens.

Manes legte zuerst die menschliche Liebe, dann die kosmische Liebe persönlich in sich hinein und von dort ging der große Impuls des Manichäismus in die Welt. Er ging in das Bogomilentum und seine zahlreichen Variationen über. Im 20. Jahrhundert kamen die zwei christlichen Hauptimpulse auf – die Impulse des Bodhisattva Beinsa Dounos und Rudolf Steiners. Heutzutage stellen wir fest, dass die Formen, in die diese zwei Impulse eintraten – die ‚Gesellschaft Weiße Bruderschaft’ und die Anthroposophische Gesellschaft, keine Früchte tragen. Sowohl der Impuls Beinsa Dounos, in dem die Liebe den Vorrang hat, als auch der Impuls Steiners, in dem die Weisheit den Vorrang hat, sind Impulse des Heiligen Geistes. Beide Impulse tragen die Wahrheit. Wir sehen, wie die beiden Strömungen, des Paulus und des Johannes im 20. Jahrhundert kamen, nachdem sie schon so in den esoterischen Schulen und Bewegungen im Laufe von 19 Jahrhunderten ausgearbeitet worden waren, dass sie parallel verlaufen. Es gibt nur einen Menschen, der in beiden Impulsen war – Bojan Boev. Das äußere Christentum war das Christentum des Petrus, das ist das Christentum aller Kirchen. Das war das vorbereitende Christentum. Das Christentum des Heiligen Geistes wurde in den esoterischen Schulen vorbereitet – von Dionysius Areopagita und Paulus über die Manichäer, Bogomilen, Rosenkreuzer usw. Im 20. Jahrhundert kamen die esoterischen Schulen an die Oberfläche in der Form der beiden Impulse, während das exoterische Christentum Petrus’ durch alle Kirchen vertreten ist. Die Form, in der das Christentum des Heiligen Geistes zur Geltung kommen muss, das Christentum des Individuums, des Menschen der Bewusstseinsseele ist vorhanden, wenn man von dem assoziativen zum kontemplierenden Denken und danach zum imaginativen Sehen und Hellsehen übergeht. Das ist auch der einzige ungefährliche Weg der Verbindung mit der geistigen Welt. Auf diesem Weg werden einem keine dunklen Wesenheiten entgegentreten und dort besteht keine Gefahr für die psychische Gesundheit und kein Risiko des endlosen Luziferisierens und Ego-Aufblasens. Dagegen ist jede Form der heutigen Spiritualität entweder ahrimanisiert oder luziferisiert oder beides gleichzeitig, denn ihnen fehlt der Christus. Das große Problem besteht darin, dass das Zentrum fehlt. Stellen Sie sich die Acht vor, die um das dritte Auge herum gebildet wird. Auf der einen Seite ist das Prinzip des Johannes und der Liebe und auf der anderen – das Prinzip des Paulus und der Weisheit und im Zentrum ist Christus. Wir haben also Liebe und Weisheit und in der Mitte das ‚Ich bin’ – das ist der Sinn des Christentums, das Emblem des Christentums des Heiligen Geistes des 20. Jahrhunderts. Beinsa Douno sagte: „Zu euch wird der Heilige Geist sprechen – der höchste Gipfel, der jemals gesehen wurde“. Das bedeutet den Übergang von dem mondischen, reflektierenden Bewusstsein des heutigen Menschen (das heutige abstrakte Denken in Begriffen, Kategorien u.dgl. ist immer noch mondisch, obwohl unter neuen Bedingungen) zum Beleben des Denkens. Das reflektierende Denken wird durch das reflektierende Instrument des physischen Körpers und des Gehirns verwirklicht. Wer den Mechanismus des Denkens kennt, weiß, dass diese Art, auf der alle Menschen denken, tot ist. Der Übergang zum lebendigen, ätherischen Denken ist mit der Herausbildung des ätherischen Herzens verbunden. Nach und nach werden die drei Leiber gelockert, aber auf die richtige Art, um ungünstige Konsequenzen zu vermeiden. Sowohl Beinsa Douno als auch Steiner gaben die Techniken hierfür an. Wenn das praktisch umgesetzt wird, geht der Mensch vom Christentum des Sohnes zum Christentum des Heiligen Geistes über, was die wahre Manifestation des Ich-bin-Prinzips in uns ist.

Da beide Impulse heute im Verfall begriffen sind, sind ihre Formen auch ungeeignet. Welche ist die geeignete Form für das Christentum des Heiligen Geistes und für die Zukunft? Wenn beide Impulse in unsere persönliche Form des von den Elohim geschenkten Ich hineingelegt werden, in unser Ich der Evolution. Dort ist das wahre Christus-Ich, der uns zum Vulkan führen wird, in dem das neue Dasein für die Zeit nach dem Vulkan schöpferisch wirkt. Diese zwei Impulse sind die Gaben des Heiligen Geistes, der Impuls Rudolf Steiners kommt vom Heiligen Geist und der Impuls Beinsa Dounos als Vertreter des Heiligen Geistes aus der Bodhisattva-Loge kommt vom Heiligen Geist. Der eine ist der michaelische Impuls, der andere – der Christus-Impuls und das ist das Palladium. Die Einweihung mit dem Palladium ist das Ergebnis dieser Synthese. Wenn man diese beiden Impulse in sein Ich, in seine Schale als Inhalt hineinlegt, wozu ein immer tieferes Eindringen in die Impulse notwendig ist, wird das neue Dasein für die Zeit nach dem Vulkan von der Vermischung, vom Christus-Ich geschaffen. Es gab keine größeren Ereignisse in der Menschengeschichte als die Golgatha-Ereignisse und Pfingsten. Es gab auch keine größeren Prüfungen für den Menschen bisher. Erst nach dem Ende des Kali-Yuga, dem Eintritt in das Zeitalter Michaels und dem Herabstieg der Spiritualität können wir frei werden in unserer Wahl, was wir in unser Ich hineinlegen können. Durch die Synthese der beiden Impulse wird die Beziehung zwischen der Himmlischen Sophia und dem Lamm Gottes verwirklicht, d.h. die Ehe der Himmlischen Sophia mit dem Lamm Gottes, über die in der Apokalypse Johannes’ die Rede ist und die in der Zukunft stattfinden wird. Das sind das durch die Himmlische Sophia metamorphosierte Herz und der durch den Christus-Impuls metamorphosierte Kehlkopf, die zu der neuen Reproduktionsart führen werden. Deshalb sagte Michael durch Steiner, dass am Ende des Jahrhunderts ein neuer Impuls erscheinen wird, der der einzig rettende für das geistige Leben der Menschheit sein wird. Das ist das Christentum des Heiligen Geistes und wenn man diese beiden Impulse in sich hineinlegt und Christus sie zusammenführt, geht man von einer Erdenevolution zu einer Sonnenevolution über. „Die Wahrheit spricht mit den Sonnen“, sagte Beinsa Douno. Auf diese Weise geht der Mensch durch die Transformierung seines Bewusstseins zur Sonnenevolution über, nach der die Götter evolvieren, die nicht heruntergestürzt sind. Alle anderen Götter werden eine Art Mondenevolution durchmachen. Unten auf der Erde vereinigen wir die Monden- mit der Sonnenevolution und bereiten uns auf die Rückkehr des Mondes und in ca. 18000 Jahren auf die Rückkehr der Sonne vor.

Ab dem 20. Jahrhundert ist eine neue Artumwandlung des Menschen im Gange. Wir sind dabei, zu einer neuen Art zu werden – zum Homo magneticus. Gestern habe ich eine Zeichnung entworfen, die wir nun betrachten werden.

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Ganz oben ist die Grundlage der Welt – Gott der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Nach unten gehen die Substanz, das Leben und die Idee. Das hier ist das goldene Dreieck. Für uns werden das das Manas, Buddhi und Atma mit unserem Ich als Zentrum sein und mit Christus in ihm. Wir werden es mit Christus in uns machen, damit es draußen ein neues Dasein gibt. Unterhalb der Grenze zur übersinnlichen Welt befindet sich die Widerspiegelung des goldenen Dreieckes unten im Dasein, die Widerspiegelung des Heiligen Geistes, Christus und des Vaters in der materiellen Welt. Als Gegenbild dieses Dreiecks befindet sich ganz unten ein anderes Dreieck der Widersacherwesenheiten. Dieses Dreieck ist auch übersinnlich, jedoch ist es unterphysisch. Jeder, der zum Beispiel den Weg der östlichen Spiritualität besteigt, wird luziferisiert, gerät unter die Wirkung der luziferischen Wesenheiten. Jeder, der die materialistische Weltanschauung teilt, wird ahrimanisiert. Ganz unten sind die Asuras. Golgatha befindet sich auf der unteren Grenze und der Ätherische Christus ist auf der oberen Grenze. In der Mitte verläuft von oben nach unten die Senkrechte des Herunterstieg Christi; heute steigt auch Christus hier, im Zentrum. Parallel zu der im 20. Jahrhundert beginnenden Erscheinung des Ätherischen Christus wurde auch Sorat befreit, der von Christus nach Seinem Hinunterstieg in die Hölle am Karsamstag gefesselt wurde: er ist im Zentrum des unteren Dreiecks. Sorat ist soz. diesseits der übersinnlichen Welt, während die Wesen der neun Hierarchien jenseits der Schwelle zur übersinnlichen Welt sind. Wir müssen diese Schwelle nach oben hin überwinden. Wir behaupten, dass die richtige Überwindung der Schwelle durch die Synthese der beiden Impulse und durch die Wandlung des Bewusstseins erfolgen muss. Auf diese Weise wird der Mensch vom Homo sapiens, dem vernünftigen Menschen, zum Homo magneticus, dem magnetischen Menschen oder dem Weißmagier. Nur als Weißmagier kann man eine wahrhaftig christliche Einweihung erfahren, in das goldene Dreieck eintreten und mit den Göttern zusammenwirken. Neben dem Ätherischen Christus, der auf dem Astralplan mit Seinem Ätherleib ging, d.h. außerhalb unseres gewöhnlichen Bewusstseins, befreite sich auch Sorat. Deshalb greifen uns alle dunklen Wesenheiten in unserem Lebensort an, in der materiellen Welt. Momentan greifen uns hauptsächlich Ahriman und Luzifer an, weil wir noch zu schwach für die Asuras und Sorat sind. Und die Hauptrolle spielt heute Ahriman. Luzifer wurde als Wesen bereits erlöst, wir haben mehrmals darüber gesprochen, wie das geschah. Aber die luziferischen Wesenheiten wirken weiter in den ungesunden menschlichen Eigenschaften, in der ungesunden Spiritualität usw. Ahriman wirkt im Materiellen, die Asuras lauern in den Drogen, in den sexuellen Abartigkeiten und Orgien. Dieses ganze unterphysische Dreieck entlädt sich über uns, durchdringt unsere drei Leiber und all diese Wesenheiten erfüllen uns. Die Götter oben können sich nicht auf die richtige Art einmischen, wenn sie nicht auf die richtige Art aufgerufen werden – sie werden gegen das untere Dreieck auf dem Feld der menschlichen Seele kämpfen. Wir müssen die oberen Götter auf die richtige Art anrufen. Wie wird all das in uns widerspiegelt?

In der Apokalypse des Johannes ist von einem dreifachen Herunterholen die Rede – das erste Mal wurde Babylon heruntergeholt, das zweite Mal das Tier und der falsche Prophet und das dritte Mal – der Satan. Die erste Versuchung bezieht sich auf den Menschen. Was bedeutet das Herunterholen Babylons? Das sind alle Illusionen, die der heutige Mensch hat. Früher war Babylon das Zentrum der Spiritualität, aber diese wurde nach und nach von den dunklen Geistern geraubt und Babylon wurde zum Symbol für alles Atavistische. Alle Irrtümer der Menschen und alle geistigen Gesellschaften sind irregeführt, ausnahmslos, all das stellt das erste Herunterholen Babylons dar. Zukünftig wird das viel größer werden, denn dann werden die Schwarzmagier gegen die Weißmagier kämpfen – dann wird der wahre Fall Babylons stattfinden, aber das kann man durchaus auch heute beobachten. Wir haben auf der Konferenz in Varna gesehen, in welchem Zustand sich die Anthroposophische Gesellschaft befindet – dort habe ich erklärt, dass sie sich in einer Sackgasse befindet. Der ‚Weißen Bruderschaft’ erzähle ich seit Jahren, dass ihre Tätigkeit infantil ist, sie ist auf dem Niveau der Kinder. Sie hat mit dem Christentum des Heiligen Geistes, mit dem Manichäismus nichts zu tun, wo das Individuum an erster Stelle steht und keine Autorität gilt. Es wirkt das Individuum und alle Autoritäten finden den richtigen Platz in ihm. Das ist die erste Versuchung, die wir heutzutage überall sehen können. Durch diese Illusionen wird der physische Leib unfähig gemacht und es wird am Ende des Irdischen keine Auferstehung im Leib geben, man wird nicht zum Leib der Auferstehung übergehen. Das Ich und der Astralleib werden weiterbestehen, aber nach den Gesetzen der Weltgerechtigkeit, nach dem Karmagesetz.

Das zweite Herunterholen findet an der Grenze zwischen dem Menschen und den Geistern statt, in den okkulten Logen, wo eingeweihten Menschen, Schwarzmagier, heute schon den okkulten Materialismus praktizieren. In sie treten ahrimanische Wesenheiten ein und zwar so, dass man Menschen betrachtet, die eigentlich Tiere sind. Solche Bestien waren die Bolschewiken, solche Bestien sind auch die gegenwärtigen Schöpfer der globalistischen Pläne, für die die Liquidierung ganzer Staaten und Völker kein Problem ist. Dieses zweite Herunterholen wird zukünftig auch eskalieren – Sie wissen, dass in der Apokalypse von Heuschreckenmenschen die Rede ist. Das erste Herunterholen geschieht auf der rein menschlichen Stufe, das zweite – auf der übersinnlichen Stufe und das dritte und größte Herunterholen bezieht sich auf den sog. Satan. Was will der Satan?

Neulich landete eine Sonde auf dem Kern eines Kometen, worüber alle Dummköpfe in den Medien mit größter Begeisterung berichteten (die Rede ist von der Landung der Raumsonde „Rosetta“ auf dem Kern des Kometen Tschurjumov-Gerassimenko am 12.11.2014, Anm. E.M.) Der Satan will die Umlaufbahnen der Planeten in unserem Sonnensystem ändern, indem er dazu die Kometen benutzt. Diese Änderung wird in der Zukunft stattfinden, aber schon jetzt beeilt man sich, etwas in diese Richtung zu tun. Das Ziel ist es, Chaos im Sonnensystem zu verursachen und als Folge daraus soll der Lauf der Planeten der Kontrolle der rechtmäßigen Götter entzogen werden. Die Planeten sollen also für die Ziele der Evolutionsgegner benutzt werden. Die Landung der Sonde war das Vorspiel dessen, was in der Zukunft geschehen wird. Die apokalyptischen Prophezeiungen treten auf einer bestimmten Stufe ein und wir sind die Zeugen davon. Nun ist der Antichrist inkarniert, der die Menschheit auf den ersten Irrtum, den Fall Babylons vorbereiten wird. , d.h., auf das totale Missverstehen des Christus. Ich behaupte, dass es heute auf der Welt nicht mehr als 20 bis 30 Menschen gibt, die begreifen, worum es geht. Wenn man die wenigen Lehrer, die inkognito auf der Erde sind, nicht mitzählt, gibt es wenige, die das Christentum verstehen. Und das alles geschieht in der Zeit, in der wir zu einer neuen Menschenart werden sollen – Homo magneticus. Solche Übergänge geschehen, wenn es eine Abstimmung der Achsen gibt. Nun werden die Achsen aufeinander abgestimmt. Sehen Sie, die erste Abstimmung fand beim Herunterstieg von oben nach unten, auf der übersinnlichen Schwelle. Das ist der Anfang unseres Herabstiegs in die Materie, wo die beiden Achsen zusammenfallen. Der zweite Zusammenfall fand statt, als wir abstürzten und Christus kam. Als das Dreieck der materiellen Welt formiert wurde, wurde als Folge auch das hier unten formiert. Christus kam, was der zweite Zusammenfall der Achsen ist. Nun kommt der Heilige Geist entlang der Senkrechten von oben nach unten, Christus fängt uns und wir gehen nach oben, durch die Transformierung des Bösen mit Seinem Ich in unserem Ich, um wieder die Schwelle der geistigen Welt zu erreichen. Das ist der dritte Zusammenfall. Wo sind wir jetzt? – Hier ist der Ätherische Christus, das ist unsere Zeit. Wir stehen an der Schwelle zur geistigen Welt. Ich spreche seit Jahren darüber, wie die Überwindung dieser Schwelle erfolgt – mit keiner anderen Geistigkeit, außer der Synthese beider Impulse. Die Form, in der diese Geistigkeit des Heiligen Geistes in uns geschehen kann, ist die Form unseres persönlichen Ich von den Elohim, und zwar nach der Formel „Nicht ich, sondern Christus in mir“. Das ist die einzige Art, auf die das passieren kann. Der Inhalt, mit dem wir diese Form füllen werden, sind die beiden Impulse, die in einer immer größer werden Tiefe verstanden werden müssen. Ich werde nun eine Frucht dieser Geistigkeit von gestern mitteilen. Die erste bezog sich auf den Homo magneticus und die zweite ist sehr attraktiv.

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts klang das äußere, kirchliche Christentum aus – es existiert zwar noch, aber es im Abfließen begriffen. Seine Form ist völlig ungeeignet für den neuen Inhalt des Christentums des Heiligen Geistes. Derjenige, der dieses äußere Christentum verkörperte – der Petrus – stand im 20. Jahrhundert in der Form dieser zwei Impulse. Bojan Boev ist der Apostel Petrus. Zuerst war er bei Rudolf Steiner, bei dem einen Impuls, dann bei Beinsa Douno, beim anderen und vereinigte beide in seinem Ich. Peter war neben dem Christus und liebte Ihn außerordentlich, aber er verriet Ihn, weil seine Seele schwach und er wenig evolviert war. Bojan Boev stand neben dem Hauptboten Christi auf Erden, neben dem Bodhisattva. Zuerst war er beim anderen Impuls, bei der Weisheit, aber der Vertreter dieses Impulses sagte ihm, zu der Liebe zu gehen und er verbrachte die ganze Zeit neben Beinsa Douno. Deshalb sagte mir vor 17 Jahren der Apostel Petrus: „Es ist Reinheit notwendig“, alles muss unserem Ego muss wie ein Lappen ausgewrungen werden, aus dem niederen Ich. Erst dann kann einem die Kraft verliehen werden, d.h. man kann zu einem Magier werden, zum Homo magneticus. Bojan Boev trug sein Karma, er hinkte und Beinsa Douno bot ihm an, ihn von seinem Karma zu erlösen, damit sie beide zusammen Bergwanderungen unternehmen konnten. Bojan Boev lehnte das ab. Petrus stolperte in der Zeitenwende und verleugnete dreimal den Christus. Nun ging er bis zum Ende mit den Kenntnissen der Anthroposophie und neben dem Hauptvertreter Christi auf Erden, der in einem bestimmten Augenblick zum Avatar Christi wurde, denn das Mysterium von 1936 fand unter der Teilnahme Beinsa Dounos statt. Als Beinsa Douno über die Schwelle ging, spürten die Mitglieder der ‚Weißen Bruderschaft’ eine immense Leere. Als Bojan Boev über die Schwelle ging, sagte Wlad Paschov, der neben Bojan Boev am besten die Anthroposophie kannte und dessen Inkarnationen wir noch nicht kennen: „Zum zweiten Mal fühlen wir uns so, als sei der Meister von uns gegangen.“ Das war der Apostel Petrus – mein Freund! Vor genau vier Monaten, am Sonntag, als ich den Vortrag über Skythianos am 31.08.2014 auf der Konferenz „Seele Europas“ hielt, sagte ich: „Im Moment weiß ich nicht, wer Bojan Boev ist, der einzige Mensch auf der Erde, der bei beiden Impulsen war, aber wir werden es bald erfahren“.

Ehrlich gesagt hatte ich damals die Einstellung, dass das im Laufe von einigen Monaten geschehen würde. Für die geistige Welt ist der Begriff ‚bald’ sehr dehnbar, aber meine innere Einstellung, dass es innerhalb von drei bis vier Monaten geschehen würde, erfüllte sich zu 100 %. Das geschah gestern Abend, genau am Ende dieser vier Monate. Der Auftrag wurde erfüllt wie bestellt. Das ist nicht wegen der Neugier wichtig.

Wer ist diese Persönlichkeit und warum hatte sie das Privileg, neben den beiden zu stehen, denn nachdem sie die beiden berührt hatte, setzte sie in ihrem Ich den Anfang der spezifischen Synthese beider Impulse. Er war der Vorbote der Synthese. Nun stehen wir am Anfang des neuen Jahrhunderts und nachdem beide Impulse ausgestrahlt wurden, gibt es die Bedingungen, dass die Synthese in ihrem Wesen zustande kommt, deshalb bezog sich die Prophezeiung über den neuen Impuls auf das Ende des 20. Jahrhunderts. Wir sind nicht in der Lage, nach oben zum Kometen zu steigen und die Sonde außer Betrieb zu setzen. Wir haben keine andere Möglichkeit, die Pläne der dunklen Mächte zu verhindern, außer indem wir diese Geistigkeit ausstrahlen. Das ist die Spiritualität des Heiligen Geistes, die wir heute dem Antichristen entgegenbringen müssen.

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