Die Weltanschauung des Menschen

 

vorgetragen von Dimitar Mangurov am 31.05.2015 in Varna

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Die ganze Vorlesung im PDF-Format

Gebet: Herr Jesus Christus, bitte hilf, damit die Menschen endlich zu denken beginnen und Dich, unseren Gott, ins Zentrum ihrer Weltanschauung stellen. Amen!

Diejenigen, die bei den letzten Veranstaltungen anwesend waren, wissen, dass wir unsere Aufmerksamkeit auf eine sehr breite Betrachtung dieses geistigen Elementes des Menschen konzentriert haben – das Denken. Einzig durch das Denken wird in unserer Zeit die Wiеderherstellung der verlorenen Beziehung des Menschen zu den Hierarchien beginnen. Die Rede ist vom lebendigen Denken und nicht vom Denken, welches die Menschheit heutzutage praktiziert – es ist völlig ahrimanisiert ist und führt ins Nirgendwo. Es sind bereits ca. 2500 Jahren seit der Zeit der großen griechischen Philosophen und seit dem Übergang vom Homo erectus zum Homo sapiens vergangen. Der Mensch ist längst zum Homo sapiens geworden, nun wird er zum Homo liber und Homo magneticus aufsteigen. Uns steht eine Artumwandlung bevor. Bisher gab es einige Artumwandlungen des Menschen, aber die bevorstehende wird die wichtigste sein – nicht nur für die Zukunft des Menschen, der Erde und des Sonnensystems, sondern auch für die ganze göttliche Schöpfung. Das, was heute von den fortgeschrittensten Seelen unter den Menschen gemacht wird, hat in der bisherigen Menschengeschichte keine Entsprechung. Eine Ausnahme bildet nur das Mysterium von Golgatha. Es sind bedeutende Sprünge in der Menschengeschichte gemacht worden, wir kennen Hermes Trismegistos, Orpheus, die Bogomilen, über die in letzter Zeit viel Wirbel entstanden ist. Alle möglichen Leute haben sich über die Bogomilen geäußert und versucht, die Aufmerksamkeit der Bulgaren auf sie zu ziehen, als hätten wir uns in jene Zeiten zurückzuversetzen. Doch auf diese Weise würde man demjenigen den Rücken zukehren, was im 20. Jahrhundert geschah, und demjenigen, was sich zu Beginn des 21. ereignete. Man kann nicht verstehen, was am Anfang des 21. Jahrhunderts geschehen ist, ohne den Blick auf die beiden fundamentalen Impulse des 20. Jahrhunderts zu richten, die von Rudolf Steiner und Beinsa Douno stammen. Wenn sich das menschliche Verständnis zu jenen großen Seelen wendet, die in den vergangenen Epochen diese großen Leistungen in der Anführung der Menschen vollbracht haben, muss man bedenken, dass das jetzt Bevorstehende kein Äquivalent hat. Nie bisher war ein solcher freier Akt möglich. Deshalb ist es so schwierig, das zu erkennen und es

danach zu praktizieren, um fortzuschreiten und zu wissen, was zu machen ist. Wir haben auf dieser Schlüsselkonferenz der Anthroposophischen Gesellschaft im August 2014 in Varna die reale Lage gesehen, die unendlich tragisch ist. Die heutige Vorlesung ist die neunte, die ich seit der Konferenz halte. Ende Juni wird die zehnte Vorlesung stattfinden, dessen Thema ich noch nicht kenne, da alles eine Frage der Inspiration ist. Heute werden wir das Thema über das Denken fortsetzen und es zu den Weltanschauungen erweitern, denn im Laufe dieser 2500 Jahre haben die Menschen verschiedene Weltanschauungen ausgebildet. Aus der Einstellung des Menschen zum Denkprozess, zur Intelligenz entsteht diese soziale Problematik, die heutzutage an die Oberfläche kommt und dermaßen unlösbar erscheint, dass sie Ausweglosigkeit und Verzweiflung bei Milliarden Menschen hervorruft. Das, was südöstlich von uns im sog. Islamischen Staat passiert, ist für das 21. Jahrhundert unerhört, dort werden wahnsinnige Gräueltaten begangen. Das, was nördlich von uns in der Ukraine geschieht, ist etwas anderes, aber hinter all dem steht die Vorbereitung auf die Ankunft des Antichristen. Die sozialen Probleme der Menschen spitzen sich maßlos zu, es herrscht Uneinstimmigkeit über alle Fragen. Wir müssen die Ursache dafür finden und hier die Frage vom rein geisteswissenschaftlichen Standpunkt beantworten, welchen Weg man gehen soll. Dabei werden wir manche Erkenntnissphären von anderen Standpunkten beleuchten, denn diese Antwort lässt sich nirgendwo finden.

 

Als ich an dieser Vorlesung in den letzten Tagen arbeitete, kam ich auf eine bemerkenswerte Art zu einer Argumentation, welche die Notwendigkeit der Synthese der Anthroposophie mit dem Bodhisattva-Impuls in kategorischer Weise bestätigt. Seit 2500 Jahren, als wir begannen, zum Homo sapiens zu werden, wird ein Kampf um die Frage geführt, in welcher Weise sich der Mensch die kosmische Intelligenz aneignen sollte. Die Götter kamen zu dem Entschluss, dass die kosmische Vernunft, die kosmische Intelligenz durch das Nadelöhr der menschlichen Intelligenz hineingehen und zu unserer eigenen Intelligenz werden sollte. Wenn das passiert, führt es dazu, dass diese Intelligenz in uns umgewandelt wird. Sie metamorphosiert und das ruft in uns das Aufkommen einer neuen Einstellung zur geistigen Welt hervor. Nach den Prinzipien der geistigen Welt geschieht eine Metamorphose, wenn etwas Geistiges in den Menschen einströmt und dieses Etwas sich in sein Gegenteil verwandelt.

 

Im fünften bis sechsten Jahrhundert v.Chr. begann das Hellsehen zu schwinden.

Als der Mensch vollständig zum Homo sapiens geworden war und das Hellsehen verschwand – bis zum Jahr 333 n.Chr. – ging uns dieses sinnlich wahrnehmbare Weltall auf, das wir heutzutage mit all seinen Himmelskörpern sehen können. Aus der bildhaft-imaginativen Wahrnehmung der Wesenheiten gingen wir zu diesem Kosmos über, den wir als materiell wahrnehmen. Dann tauchten Kopernikus und Newton auf, die unter anderem das Modell dieses Kosmos entwarfen.

 

Was ist das Weltall für uns? Zuerst müssen wir diese Frage beantworten, danach die können wir erklären, warum wir das Weltall in dieser Weise wahrnehmen. Danach können wir die Frage erörtern, was die Weltanschauung des Menschen ist und auf die verschiedenen Weltanschauungstypen eingehen. Dadurch können wir aus einem leicht gedrehten Schema Steiners zu einem anderen Schema übergehen, das uns die Antwort gibt, was heute zu tun ist. Ich bitte Sie, Ihre Aufmerksamkeit zu konzentrieren, denn die Fragen sind sehr kompliziert.

 

Die Weltanschauung des Menschen und die Einstellung zum Denken haben immer zu Dramen geführt. Früher hingen sie mit der vorherrschenden religiösen Doktrin zusammen und mündeten in Religionskriegen. Dann kam der Mensch zu einer völlig materialistischen Weltanschauung und die Religionskriege verwandelten sich in Wirtschaftskriege. Das, was wir auf dem Gebiet des Irak, der Ukraine sehen, sind weder Religions- noch Wirtschaftskriege, denn diese Etappen der Menschenentwicklung sind bereits vorbei. Hier haben wir eher mit pseudoreligiösen, ideologischen Kriegen zu tun. Das sind keine Kriege der Weltanschauungen oder Philosophien, sondern Kriege der Ideologien. Sie wissen, dass der Marxismus-Leninismus keine Philosophie, sondern eine Ideologie darstellt. Das ist etwas ganz anderes als die Philosophie. Der Islamische Staat führt einen pseudoreligiösen Krieg. Alles ist völlig illusorisch geworden. Die wahren Weltanschauungskriege toben in der Seele und wenn der Mensch diesen Kriegen nicht standhalten kann, dringen sie irgendwann nach außen durch und es kommt zu heißen Kriegen, die zukünftig wie aus dem Nichts entstehen werden. Die Historiker sind daran gewöhnt, die Ereignisse anhand von Ursachen aus der Vergangenheit zu erklären, die in einem gegebenen Augenblick als ein Krieg oder Konflikt aus ihnen hervorgehen. Doch dem ist nicht so. Das, was heute an die Oberfläche als eine bewaffnete Auseinandersetzung kommt, ist nicht das Produkt der sozialen Beziehungen, denn der Mensch ist nicht das Produkt der sozial-gesellschaftlichen Verhältnisse, sondern der kosmischen Verhältnisse. Beinsa Douno hat einmal einen Kreis gezeichnet, in dem 50% der göttliche Wille, 25% – der Einfluss der Gesellschaft und 25% – der freie Wille des Menschen einnehmen. 50% des göttlichen Willens bestimmen darüber, wie ein Mensch aus karmischen Gründen in diesem Leben darstellen wird. Das haben die Götter für uns in Abhängigkeit von unseren früheren Handlungen bestimmt. Von da an müssen wir durch unseren freien Willen erkennen, was der göttliche Wille für uns beschlossen hat, uns auf diesen göttlichen Willen abstimmen und die Gesellschaft ändern. Nicht die Gesellschaft soll uns ändern, sondern umgekehrt. Wenn man sich von den sozial-gesellschaftlichen Verhältnissen führen lässt, die uns durch Medien, Bildung, Erziehung Politik und vieles mehr prägen und nicht begreifen, dass wir das Produkt kosmischer Verhältnisse sind, haben wir kein Verständnis für die Ereignisse. Das Ergebnis dieses Unverständnisses sind Kriege. All diese Entwicklung hat die Aufgabe, den Teppich vor dem kommenden Antichristen auszurollen. Damit wir uns erklären können, warum das alles passiert, woher es kommt und wo der Ausweg ist, müssen wir zuerst die sinnliche Illusion über den uns umgebenden Kosmos zerstreuen.

Der Himmel ist von Planeten, Sternen, Sternhaufen, Galaxien und anderen Himmelskörpern durchsät. Was ist das eigentlich, was wir sehen, wenn wir nach oben schauen? Ist das, was wir zu sehen denken, was die Wissenschaft zu erklären denkt? In letzter Zeit habe ich begonnen, viele Zeichnungen zu machen, heute kommen wir auch nicht darum herum.

Zeichn. 1

Zeichn. 1

Wenn wir diese Zeichnung erörtern, werde ich bestimmte Stellen hervorheben, damit wir später zu unseren Schlussfolgerungen kommen können. Die Entwicklung gestaltet sich nach dem siebenfachen Prinzip, das ist der Rhythmus der Menschenevolution in den Manvantaras als Bewusstseinszuständen, Lebenszuständen, Formzuständen, Wurzelrassen und Kulturepochen. Es gibt sieben Bewusstseinszustände, die aus der Theosophie bekannt sind, Steiner hat sie auch formuliert. Die ersten vier findet man am Ende fast jedes anthroposophischen Buches, aber die letzten drei Bewusstseinszustände wurden in einer Vorlesung Steiners fünf Jahre vor dem Erscheinen der „Geheimwissenschaft im Umriß“ anders formuliert. Wir werden daran knüpfen, denn von dort werden wir zu Sachverhalten kommen, die uns einen deutlich unterschiedlichen Blick erlauben. Das (der obere Teil der Zeichnung) sind die sieben Äonen, die wir kennen – alter Saturn, alte Sonne, alter Mond, Erde und die zukünftigen Jupiter, Venus und Vulkan. Wir befinden uns gegenwärtig im Zyklus des Sohnes. Der erste Bewusstseinszustand ist das Allbewusstsein (das Tieftrancebewusstsein) und er hängt mit dem Anfang der Ausbildung unseres physischen Leibes auf dem alten Saturn zusammen. Auf der alten Sonne gab es das traumlose Bewusstsein (das Tiefschlafbewusstsein) und auf dem alten Mond hatten wir ein Traumbewusstsein (Bilderbewusstsein). Im Erdenäon haben wir das gegenständliche Wachbewusstsein. Die vorhergehenden drei Bewusstseinszustände haben wir nicht bewusst erlebt. Es folgen drei Bewusstseinsarten, die wir in den nächsten drei Äonen haben werden. Steiner nannte den Bewusstseinszustand des zukünftigen Jupiters ‚psychisch’, später nannte er ihn ‚bewusstes Bilderbewusstsein’  und zuletzt – ‚bewusste seelenbildende Imagination’. Auf dem alten Mond gab es das ‚Traumbewusstsein’ oder ‚Bilderbewusstsein’ und auf dem zukünftigen Jupiter wird es das ’bewusste  Bilderbewusstsein’ oder das ‚psychisches Bewusstsein’ geben. Über die Venus sagt Steiner, dass das Bewusstsein ‚überpsychisch’ oder bewusstes Schlafbewusstsein’ sein wird, später nennt er es ‚bewusste lebensschaffende Inspiration’. Auf dem Vulkan wird das Bewusstsein ‚spirituell’ sein bzw. bewusstes Allbewusstsein und nicht trancehaft wie im ersten Äon, genannt auch ‚bewusste formgebende wesenschaffende Intuition’.

Aus dem ersten Teil der Zeichnung interessieren uns nun die drei zukünftigen Bewusstseinszustände, nämlich das psychische, überpsychische und spirituelle. Der nächste Teil der Zeichnung zeigt, dass der Bewusstseinszustand ‚Erde‘ in sieben Kreisläufe, Runden oder Reiche unterteilt wird, die auch ‚Lebenszustände’ genannt werden. Bisher haben wir drei von ihnen durchlaufen – das erste, zweite und dritte Elementarreich. Nun befinden wir uns im Mineralreich. Hier ist das Physische zum Mineralischen geworden.

Die nächsten Reiche werden sein ein Vorgefühl des Jupiter-Zustandes (das Pflanzenreich), ein Vorgefühl des Venuszustandes (das Tierreich) und ein Vorgefühl des Vulkanzustandes (das Menschenreich). Wir werden diese in der Zukunft als Bestandteile des Erdenäons durchleben.

Weiter unten sind die Formzustände angegeben, die auch ‚Globen‘ genannt werden. Bisher haben wir im höheren Devachan den arupamentalen Zustand (nach der östlichen Terminologie), den rupamentalen Zustand im niederen Devachan und nun sind wir im physischen oder eher ätherisch-physischen Formzustand oder Globus. Der dritte Globus ist astralisch und der vierte, in dem wir uns gegenwärtig befinden, ist der ätherisch-physische Globus. Die nächsten Formzustände werden plastisch, intellektuell und am Ende archetypisch mit dem Globus der Urbilder sein.

Wir steigen tiefer zu den Wurzelrassen, die wir unterteilen in eine polarische, hyperboräische, lemurische, atlantische, fünfte, sechste und siebte Wurzelrasse. Heutzutage haben wir die Mitte der Wurzelrassen überschritten, wir befinden uns in der fünften Wurzelrasse und in ihrer Unterteilung in Kulturepochen befinden wir uns in der fünften Kulturepoche, die auch ‚germanisch‘ genannt wird. Uns interessiert hier konkret der Übergang vom astralen Globus zum ätherisch-physischen Globus, vom dritten zum vierten Globus, denn wir befinden uns etwas weiter als die Mitte dieses Globus. Es steht uns das Durchlaufen der fünften, sechsten und siebten Kulturepochen bevor, die in ca. 6000 Jahren abgeschlossen sein werden. Danach werden wir zur sechsten Wurzelrasse übergehen – dem Zeitalter der Siegel in der Apokalypse Johannes‘. Am Ende wird die siebte Wurzelrasse folgen, wenn in ca. 36000 Jahren der physische Zustand der Erde abgeschlossen sein wird. Das bedeutet nicht, dass wir dann zum geistigen Jupiter übergehen werden. Wir müssen die nächsten drei Globen zurücklegen, dann die nächsten Lebenszustände und am Ende werden wir zum geistigen Jupiter übergehen. Uns steht eine gigantische Entwicklung bevor, von der ca. 36000 Jahre auf dem physischen Plan verlaufen werden. Dies sei unter Vorbehalt gesagt, denn bereits nach ca. 2000 Jahren wird die physische Entwicklung für die fortgeschrittensten Seelen zum Abschluss kommen und sie werden zum ätherischen Dasein übergehen.

Mit ‚666’ habe ich unseren Zusammenprall mit Sorat gekennzeichnet. Dieser wird erst im sechsten Globus stattfinden, wenn wir schon längst astralisiert sein werden. Bis dahin müssen wir viele Begegnungen mit dem Bösen erleben, die eine Vorbereitung auf diese wichtigste Begegnung sein werden.

Zusammenfassend werde ich sagen, dass wir bereits die Mitte des ganzen Zyklus überschritten haben und nun an der Schwelle zu einer Artumwandlung stehen, bei der der Hinunterstieg zum Aufstieg gewendet werden wird. Wir haben bisher besprochen, wie diese Artumwandlung geschehen wird. Sie werden vermutlich Bezeichnungen wie den „Quantenübergang“, das „Wassermannzeitalter“ u.ä. gehört haben, die den Eindruck vermitteln, als ob alles schon metamorphosiert wäre und wir in das helle Zeitalter eintreten würden. Im Gegenteil – die größten Prüfungen der Menschheit stehen noch bevor! Ich werde später erklären, was Beinsa Douno meinte, als er über das Wassermannzeitalter sprach.

Zeichn. 2

Zeichn. 2

Auf der Zeichnung 2 können wir sehen, wie das Weltall für uns geschaffen wird, was wir unter einem ’sinnlich wahrnehmbares Weltall‘ verstehen, damit wir dann die Weltanschauungen erörtern können. Hier (der äußere Umfang der Zeichnung) ist die göttliche Welt. Hier bilden Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eine Einheit – das ist der Pralaya-Zustand. In einem bestimmten Augenblick beginnt diese Göttlichkeit im Punkt des Welten-Ich – (Punkt A) sich selbst zu verinnerlichen, nach innen zu gehen und für sich eine äußerlich-sinnliche Welt im Punkt B zu schaffen, wo künftig das niedere Ich des Menschen, sein reflektierendes Ich wirken wird. Der Sinn der Verinnerlichung besteht darin, ein Weltall für den Menschen zu schaffen, in dessen Zentrum er treten soll und dieses Weltall mit seinen Sinnen wahrnehmen kann.

Allem liegt eine Menge intelligenter Wesenheiten zugrunde. Sie schaffen dieses Weltall, sie sind dieses Weltall und der Mensch bildet sich nach und nach Weltanschauungen darüber aus. Wir haben mehrere Transformationen – die Entstehung eines Tierkreises, dann die Entstehung von Bewusstseinsstufen, auf die wir später eingehen werden und am Ende werden die zwölf Weltanschauungen ausgebildet. Das Göttliche reduziert sich auf seine Art dreifach, damit wir es reflektierend wahrnehmen können. Was verstehen wir unter einem ‚Weltall’ jetzt? Die Wissenschaftler haben die Planeten unseres Sonnensystems durch die ihnen zugänglichen technischen Mittel erforscht und berichten uns, was es auf diesen Planeten gibt. Die Spektralanalyse zeigt, was es dort gibt. Jenseits der Planeten befindet sich der tiefe Kosmos, wo die Sterne sind. Ist dieser Kosmos aber so geschaffen, wie wir ihn sehen? Werden die

Menschen zukünftig mit einem Raumschiff, das schneller als die Lichtgeschwindigkeit fliegt, das Sonnensystem verlassen und andere Planetensysteme erreichen können? Ob das möglich ist? Um das zu verstehen, müssen wir das sinnlich wahrnehmbare Weltall begreifen.

Die Bildung unseres Sonnensystems begann mit der Verinnerlichung zwischen dem dritten (dem astralen) Globus und dem vierten (dem ätherisch-physischen). Die wahre Bildung des Sonnensystems im Erdenäon begann im dritten Globus, in diesem Formzustand. Man sagt auch dazu ‚im Punkt des Welten-Ich’. Zwischen dem dritten und vierten Globus begann der wesentliche Übergang zum ätherisch-physischen Zustand des Sonnensystems. Unser Sonnensystem ist das einzige Sonnensystem im ganzen Kosmos, das sich mineralisiert hat und das wir als harte Struktur wahrnehmen, auf die wir treten können. Nirgendwo im restlichen Kosmos gibt es etwas Hartes, alles andere ist übersinnlich. Diese Verinnerlichung, Mineralisierung fand einzig im Sonnensystem statt. Die Gesetzmäßigkeiten der göttlichen Welt gingen über eine Metamorphose in uns über, denn die Verinnerlichung geschieht auf diese Art, in der Spirale. Das, was wir als Spiralgalaxien sehen, ist unsere sinnliche Wahrnehmung dieser spiralenförmigen Verinnerlichung der göttlichen Welt. Das ist keine Summe materieller Objekte. Die Verinnerlichung erfolgt über eine Spirale. Das, was wir als Spiralgalaxien sehen, ist unsere sinnliche Wahrnehmung dieser spiralenförmigen Verinnerlichung der göttlichen Welt und keine Summe materieller Objekte. Die Gesetzmäßigkeiten der göttlichen Welt haben eine Metamorphose in uns durchlaufen, denn die Verinnerlichung erfolgt auf einer Spirale und das, was wir als Spiralgalaxien sehen, ist unsere sinnliche Wahrnehmung dieser spiralenförmigen Verinnerlichung der göttlichen Welt und nicht eine Summe materieller Objekte. Nach dieser Metamorphose kamen die Gesetzmäßigkeiten der göttlichen Welt durch unsere persönliche Intelligenz zum Vorschein als die Wahrnehmung des Kosmos in Form von Spiralgalaxien, Sternhaufen und dem Rest, den wir für das sinnlich wahrnehmbare Weltall halten. Das Weltall wird in unserem Körper widerspiegelt, der zwölffach aufgebaut ist – von den Füßen (Fische) bis zum Kopf (Widder). Wir haben zwölf Sinne und diese Zwölffachheit ist in uns auch als die zwölf Weltanschauungen repräsentiert. Eigentlich ist alles, was wir im Kosmos sehen, mit Ausnahme der Objekte aus dem Sonnensystem, übersinnlich, aber es erzeugt die Illusion, dass es um materielle Objekte handelt. Es war so naiv, die Voyager-Sonde mit Botschaften der Menschheit an eventuell vorhandene außerirdische vernünftige Brüder ins Weltall zu schicken! Wenn man nämlich das Sonnensystem verlässt, verlässt man auch die räumlich-zeitlichen Verhältnisse, die einzig in diesem Sonnensystem bestehen. Im Moment kann ich nicht genau formulieren, was mit einem Objekt passieren würde, das das Sonnensystem verlässt – ob es dematerialisiert wird oder ob es, ohne es zu merken, zurück in das Sonnensystem eingeht. Außerhalb des Sonnensystems ist jedenfalls alles nach ganz anderen geistigen, übersinnlichen Gesetzmäßigkeiten aufgebaut, die sich in uns infolge der Mineralisierung als unsere sinnliche Wahrnehmung widerspiegelt haben. Dort gibt es Knoten, in denen sich die Lemniskaten kreuzen und über die man in geistige Dimensionen eingeht. Nicht zufällig sprechen die hellsten Köpfe der materialistisch denkenden Menschheit über schwarze Löcher, in denen die Materie verschwindet und von denen man nicht weiß, was sich auf der anderen Seite befindet. Natürlich gibt es keine schwarzen Löcher, sondern Knoten der Gesetzmäßigkeiten, wo die uns bekannten Gesetzmäßigkeiten aufhören zu wirken und man in übersinnliche Welten kommt, die uns als der Sternenhimmel erscheinen. Ich habe in den vergangenen Jahren immer gedacht, ohne mein jetziges Verständnis zu haben, dass es nirgendwo im Kosmos einen solchen Planeten wie die Erde gibt. Deshalb kam Gott hierher, um sein Opfer darzubringen, denn hier liegt der Boden des ganzen Zyklus des Sohnes vom Saturn bis zum Vulkan. Gott stieg auch ins Zentrum der menschlichen Weltanschauung herab.

Zeichn. 3

Zeichn. 3

Wir kommen zur nächsten Zeichnung. Diese gibt Steiner in seinem bemerkenswerten Buch „Der menschliche und der kosmische Gedanke“ (GA 151), das aus vier Vorlesungen besteht. Sie beginnen schlagartig damit, dass die Menschen kein Denken haben, sondern nur denken, dass sie denken. Doch sie denken überhaupt nicht. Die Menschen sprechen Worte aus, hinter denen kein wahres Denken steht. Die Menschen denken heutzutage, dass das Denken die einfachste Sache ist, aber sie denken überhaupt nicht. Wer sich in dieses kleine Buch gut vertieft hat, versteht, worum es geht. Ohne das anschauende Denken und ohne eine Metamorphose des Denkens denkt der Mensch nur dem Namen nach. Alles, was wir in den Medien lesen und sehen, ist nur leeres Geschwätz von sprechenden Köpfen, von denen keiner einen realen Gedanken formt – keinen einzigen. Das ist eine große Tragödie.

Nach den drei sog. Verdinglichungen der göttlichen Welt, bei denen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eine Einheit bilden, erscheint der Mensch und betrachtet das Weltall anhand seiner Weltanschauungen. Er schaut nach draußen, wo das absolute Nichts ist. Wenn wir abends unseren Blick zum Himmel richten, ist das, was vor uns als ein sinnlich wahrnehmbares Weltall erscheint, das absolute Nichts! Das Nichts! All das sind übersinnliche Welten und wenn der Mensch den Punkt seines niederen Ich verlässt, mit dem er dieses Weltall wahrnimmt, verlässt er auch die räumlich-zeitlichen Verhältnisse und wird in das absolute Nichts versetzt, in die Welt der übersinnlichen Wesenheiten, der Ideen, zu denen man durch die Metamorphose des Bewusstseins gelangen kann. Diese Metamorphose haben wir in den letzten Vorlesungen behandelt. Man gerät in das absolute Nichts, das wir die ‚Sternenwelt’ nennen, durch die Metamorphose des Bewusstseins. Man kann zu Hause im Bett liegen und trotzdem zum Nichts kommen, aber wir Menschen sind damit befasst, alle möglichen Raumschiffe zu bauen, die uns dorthin bringen können. Die Raumschiffe werden uns zu gar nichts bringen!

Die erste Verkleinerung der göttlichen Welt ist der Tierkreis. Die Astronomen haben 88 Sternbilder gezählt, aber der Tierkreis, in den alle Sternbilder eingezeichnet sind, besteht aus zwölf Sternbildern. Es gibt auch zwölf Bewusstseinsstufen, auf die wir gleich zu sprechen kommen und es gibt diese zwölf Weltanschauungen, die mit den zwölf Sternbildern zusammenhängen oder eher mit den zwölf Sternzeichen, denn Sternbilder und Sternzeichen sind verschiedene Sachen. Wenn wir das Sternzeichen Steinbock und das Sternbild Steinbock meinen, haben sie eine unterschiedliche Bedeutung im geistigen Sinne. Das habe ich in einer älteren Vorlesung erläutert. Was sind diese zwölf Weltanschauungen, die in der Menschheit entstehen, mit denen die Menschen heutzutage konfrontiert werden und kein Einvernehmen erreichen können?

Steiner baut seine Vorlesungen, insbesondere die Vorlesungszyklen, in einer spezifischen Art auf. Er bereitet sie von weitem vor und trägt erst am Ende das Wichtige vor, denn die wichtigen Informationen kann man nicht auf ein leeres Feld ausschütteln, da die Hörer bzw. Leser nichts verstehen würden. Steiner beginnt die Erklärung dieser zwölf Weltanschauungen mit dem Materialismus, den er an die Spitze stellt, in den Zenit sozusagen. Es ist klar, warum er das so gemacht hat, das ist das Bewusstsein, das der Mensch heutzutage hat, deshalb steht der Materialismus ganz oben. Heute ist der Gott im Menschen entthront, und das Materielle ist vorherrschend. Das Sternzeichen, das dem Materialismus entspricht, ist der Krebs. Ihm gegenüber steht der Spiritualismus im Sternzeichen Steinbock. Ich werde nicht jede einzelne Weltanschauung erklären, sondern aus dieser Zeichnung heraus werden wir Schlussfolgerungen ziehen und zu einer anderen Zeichnung übergehen, die noch universaler ist. Diese hat Steiner nicht gegeben, obwohl er über die Dinge im Klaren war.  Während für den Materialisten alles, was er sieht, die Wahrheit bedeutet, ist für den Spiritualisten alles Geist, das Sichtbare ist eine Illusion für ihn. Ich habe vorhin gesagt, dass der sichtbare Kosmos jenseits des Sonnensystems illusorisch ist, er ist eine Wirklichkeit, aber eine geistige. Er stellt eine Illusion für unsere Sinne dar. Es ist eine Illusion, dass wir zu einer anderen Galaxie, zu einem anderen Sonnensystem reisen und dort auf einem Planeten landen können. Nein, wir sind nicht in der Lage, physische Reisen im Kosmos zu unternehmen. Wenn wir das Sonnensystem verlassen würden, würde etwas mit uns passieren. Wir werden jetzt nicht raten, was mit uns geschehen würde, auf jeden Fall besteht nicht die Möglichkeit, das Sonnensystem zu verlassen. Die Anschauungen auf der anderen Achse sind der Realismus mit dem Sternzeichen Waage und der Idealismus mit dem Sternzeichen Widder. Das ist ein besonderes Kreuz aus vier Anschauungen, mit dem Steiner anfängt. Danach füllt er die restlichen Anschauungen dazwischen ein, wobei er gegen den Uhrzeigersinn mit dem Mathematismus anfängt, dessen Vertreter Pythagoras ist. Dann folgen der Rationalismus, der Idealismus Platos, der Psychismus, Pneumatismus, Spiritualismus, Monadismus, Dynamismus und Realismus und am Ende stehen der Phänomenalismus und der Sensualismus. Das sind die zwölf Anschauungen. Jede von ihnen ist mit einem Sternzeichen oder einem Sternbild verbunden – wir werden vorläufig nicht die beiden trennen. Von diesem Sternbild aus wirken übersinnliche geistige Wesenheiten und bilden die Anschauung des Menschen. Wenn jemand in einem bestimmten Sternzeichen geboren wird, ist es von den Göttern ausgesprochen worden, dass er bestimmte Eigenschaften in diesem Leben haben wird. Wenn der Mensch stirbt und durch die Astralwelt, das niedere und höhere Devachan reist und zur Mitternachtsstunde des Daseins kommt, wird sein Karma durch die höchsten Wesenheiten aus der ersten Hierarchie zusammen mit den restlichen Wesenheiten aus der zweiten und dritten Hierarchie gebildet. Das geschieht mit Hinblick auf die vergangenen Handlungen des Menschen und das Karma des ganzen Makrokosmos. Einerseits gibt es den zwölffachen Sterneneinfluss und andererseits – den siebenfachen planetarischen Einfluss. Zu den sieben beeinflussenden Planeten gehören der Mond, die Venus, der Merkur – Sie wissen, dass die Namen der Planeten Venus und Merkur ausgetauscht wurden und das, was wir heute ‚Venus‘ nennen, Merkur ist, der Abendstern ist auch Merkur, das ist der Stern aus der Apokalypse des Johannes. Es folgen die Sonne, der Mars, Jupiter und Saturn. Uran, Neptun und Pluto haben keinen wesentlichen Einfluss. Sie werden zwar in der heutigen Astrologie verwendet, zu der ich eine etwas negative Einstellung habe. In der dritten Kulturepoche haben sich nur die Priester mit Astrologie beschäftigt, die den Hellseherblick nach oben zum Himmel richteten. Heute ist die Astrologie zu einem Raten verkommen. Wahre Astrologen waren im 20. Jahrhundert zweifellos Beinsa Douno und Rudolf Steiner. Wir bekommen also ein zwölffaches Urteil, das siebenfach modifiziert werden soll. Saturn bedeutet eine gnostische Einstellung,  der Jupiter – Logismus, der Mars – Voluntarismus, die Sonne – Empirismus, die Venus – Mystizismus, der Merkur – Transzendentalismus und der Mond – Okkultismus. Was erhalten wir? Der Mensch wird geboren und das sollte auf natürliche Art geschehen und nicht durch künstliche Methoden, die das Geraten unter ein anderes Sternzeichen und unter andere Planeteneinflüsse herbeiführen können. So kann etwa das Urteil der geistigen Welt Logismus im Phänomenalismus lauten, das wäre das Karma des Kindes. Aber wenn die natürliche Geburt verschoben bzw. künstlich herbeigeführt wird, kann das Kind unter einem ganz anderen Sternen- und Planeten-Verhältnis zur Welt kommen. So wird das ursprüngliche Karma total durcheinander gebracht. Steiner zitiert als Beispiel das Karma Nietzsches und die drei Perioden im Leben dieses großen Mannes, der die Ich-Frage in der gegenwärtigen Zeit verstehen wollte. Wenn ich mich nicht irre, wurde es vorbestimmt, dass er als ein Idealist im Mystizismus geboren werden sollte. Seine ersten Werke wurden dadurch gekennzeichnet, dass der Mystizismus im Zeichen des Idealismus stand. In seiner zweiten Periode befand sich der Empirismus im Zeichen des Rationalismus. In der dritten Periode schaffte es Nietzsche nicht, mit Mars‘ Hilfe in das Zeichen der Zwillinge einzudringen, sondern er ging in die Opposition, mit Mars in den Skorpion. Wie Steiner sagt, kann man in dieser Situation nur mithilfe der Geisteswissenschaft bestehen, aber diese fehlte bei Nietzsche, weshalb er ein tragisches Ende hatte. Der Spiritualismus ist die einzige Weltanschauung, die grundsätzlich die anderen Anschauungen erfassen und begreifen kann, aber der Spiritualismus im Sinne der Geisteswissenschaft, nicht das einfache Gerede über den Geist. Viele reden vom Geist, ohne eine Ahnung zu haben, worum es geht. Die Gnosis ist das Heim, in dem sich der Spiritualismus am besten fühlt und die Gnosis, die Erkenntnis fühlt sich am wohlsten im Spiritualismus. Dann kann man einen globalen Überblick haben und all diese Anschauungen verstehen, denn die zwölf Weltanschauungen sind vom gedanklichen Standpunkt aus gleichberechtigt und haben das Recht auf eine Existenz. Der Materialismus ist dem Spiritualismus, Idealismus usw. gleichgestellt, aber vom gedanklichen Standpunkt aus betrachtet, als Anschauung. Wenn er zur Praktik wird, ist das eine ganz andere Sache. Die Weltanschauungen sind gleichberechtigt und jede hat das Recht, vom gedanklichen Standpunkt aus erhört zu werden. Aber nicht wenn sie praktisch zu handeln beginnt, denn das könnte zu großen Problemen führen. Die Verkleinerung des Göttlichen, seine Verinnerlichung und die Ausbildung der zwölf Weltanschauungen im Menschen beginnen bei den Tierkreiszeichen, dann gibt es eine Verinnerlichung der zwölf Zeichen über die sieben seelischen Einstellungen. Wir können also sagen, dass der äußere Kreis in der dritten Zeichnung die geistige Definition des Menschen als eine bestimmte Anschauung darstellt. Jede geistige Anschauung geht danach durch eine seelische Modifizierung den Radius der sieben Planeten entlang. Schließlich wird der Mensch in diesem Leben geboren, z.B. als ein Mystiker im Zeichen des Psychismus und das ist das Urteil der göttlichen Welt über ihn. Nach der Geburt geht der Mensch durch das Leben und kann durchaus zu einer anderen Anschauung wechseln. Aber das Eindringen in die Anschauungen im unteren Teil der Zeichnung – Dynamismus, Monadismus, Spiritualismus, Pneumatismus und Psychismus verlangt große Anstrengungen und erfordern das Finden des Christus-Mysteriums im Zeichen der Waage. Anderenfalls kommt es zu psychischen Abweichungen, wie das bei Nietzsche der Fall war, der in einer Irrenanstalt endete. So etwas geschieht, wenn man Christus nicht auf die richtige Art finden kann. Doch die Bücher, die heutzutage gegen Christus verfasst werden, übersteigen selbst das von Nietzsche Geschriebene. Heute hat das Antichristentum gigantische Ausmaße angenommen, doch das scheint die sog. christliche Welt nicht zu beeindrucken. Jeder Mensch kann im Laufe seines Lebens Wandlungen erfahren und in ein anderes Sternzeichen eingehen. Damit das geschehen kann, muss er Christus finden, um auf festem Boden zu stehen, wenn man etwa die psychischen geistigen Zeichen im unteren Teil der Zeichnung betritt. Nicht, dass die restlichen Zeichen nicht geistig wären, alle Sternzeichen sind die Manifestation des Geistes und ihre Nuancierung entspricht der seelischen Einstellung des Individuums. Deshalb sind wir Menschen so verschieden. Die Nuancen zeigen das Schwanken von der einen zu einer anderen Anschauung und entsprechen dem Wechsel der seelischen Einstellung. Die Rosette aus Pliska spiegelt den siebenfachen planetarischen Einfluss. All das geht aus dem Tierkreis durch die sieben Planeten und wird dann wieder dreifach modifiziert durch die Dreiheit aus Sonne, Erde und Mond. Hier erfährt das Urteil der geistigen Welt, etwa ‚Gnostiker im Spiritualismus’ eine dreifache Modifizierung und erhält drei Grundtöne – den Intuitismus vom Mond, den Naturalismus von der Erde und den Theismus von der Sonne. Dann erfahren das Zwölffache, Siebenfache und Dreifache eine weitere Metamorphose durch die Erde selbst und der Mensch bekommt ein anthropomorphes Denken und nimmt auf diese Weise die Welt wahr. Wir sprechen hier über den Kosmos, die Galaxien, Sterne und schwarzen Löcher, aber eigentlich ist das das große Nichts, das absolute Nichts, das sich uns anthropomorph in der Art zeigt, in der wir das mit unseren Augen sehen. Laut Steiner können wir über 23 Weltanschauungen sprechen, wenn zu den zwölf Sternzeichen die sieben Seeleneinstellungen, die Dreiheit Erde, Mond, Sonne und den Anthropomorphismus hinzufügt.  Hier können wir eine andere Idee vorstellen, die ich jetzt nicht eingehend erörtern werde. Wenn jedes der zwölf Sternzeichen durch jede der sieben seelischen Einstellungen geht, ergibt das 84. Wenn wir die Dreiheit Erde-Mond-Sonne und den Anthropomorphismus hinzufügen, ergibt das 88 – so viele, wie die Sternbilder am Himmel.  Der Mensch muss im Laufe seiner Entwicklung durch alle Weltanschauungen gehen. Steiner sagt, dass man jedem Menschen ruhig zuhören sollte, denn er ist der Vertreter einer bestimmten Anschauung mit einer bestimmten Seeleneinstellung. Vom gedanklichen Standpunkt aus müssen wir sogar die größten Wahnsinnigkeiten erhören, die von Gesprächspartnern oder im Fernsehen geäußert werden. Wir müssen versuchen, zu diagnostizieren, welche Weltanschauung  durch diesen bestimmten Menschen zum Ausdruck kommt. Wenn der Sprechende aufrichtig ist und nicht seine Äußerung absichtlich entstellt, können wir die Manifestation einer bestimmten Anschauung spüren und diese vollkommen respektieren. Aber das gilt nur für die gedankliche Ebene. Wenn diese Person einen Posten innehat, von dem die Menschengeschicke abhängen, ist es sehr wichtig, wie der Person wirksam entgegengetreten werden kann, falls ihre Einstellung nicht zeitangemessen ist. Wir sehen, dass im Ersten und Zweiten Weltkrieg genauso wie heute die äußeren Führer der Menschheit keine angemessenen Reaktionen zeigten.  Nun werde ich eine Idee mitteilen, die in den letzten 20 Tagen ergriffen wurde. Wer sind heute die Seelen auf der Erde, die am stärksten zurückgeblieben sind? Das Erste, was uns als Antwort einfällt, sind die Naturvölker in den entlegensten Ecken der Welt. Aber dem ist nicht so. Das Schlüsselwort in der empfangenen Idee war ‚Saturn‘. Auf dem alten Saturn gab es ein Trancebewusstsein, der Saturn ist mit dem Materialismus verbunden, denn dort war der Anfang der Materialisierung der Menschheit, dort wurde der Anfang der Entstehung unseres physischen Leibes gesetzt. Jemand, der heute reiner Materialist ist, hat eine saturnische Einstellung. Er kann einen glänzenden materialistischen Verstand und viele Kenntnisse haben, aber er ist reiner Materialist, er besitzt überhaupt nichts Spirituelles. Ein solcher Mensch hat sich während der atlantischen Zeit unvermeidlich im Saturn-Orakel befunden. Wie Sie wissen, gab es dort sieben Orakel, die nach den sieben Planeten benannt wurden. Im Hauptorakel der Sonne waren die geistigen Führer der Menschheit, die auch heute diese Rolle haben. Im Saturn befindet sich das Gedächtnis der Menschheit. Als die Offenbarung kam, habe ich mich an eine Vorlesung Steiners erinnert, in der er etwas in der Art sagte: Wenn wir in die früheren Inkarnationen derjenigen hineinschauen könnten, die heutzutage hinter einem Universitätspult stehen und als die größten Köpfe der Menschheit gelten, werden wir erstaunt feststellen, dass sie zu den am meisten zurückgebliebenen Geistern gehören. Diejenigen, die heute „Weisheiten“ über die Welt und den Kosmos streuen, etwa ein Stephen Hawking, gehören zu den am meisten zurückgebliebenen Seelen der Erde. Nun werden wir zu den zwölf Bewusstseinsstufen übergehen, denn bisher haben wir über die zwölffache Verdichtung des Göttlichen auf der Stufe des Tierkreises und auf der Stufe der Weltanschauungen gesprochen. Das ist die dritte Zeichnung, die am wichtigsten ist. Als Steiner die dritte Zeichnung gab, sagte er nicht, dass sie das niedere Ich darstellt, aber dem ist so. Darauf kann man sehen, dass der Materialismus ganz oben steht und der Spiritualismus – ganz unten. Der Spiritualismus ist am schlechtesten gestellt. Es gibt kein Verständnis des wahren Spiritualismus. Bei der Zeichnung 4 haben wir die Zeichnung 3 um 90 Grad gedreht, wobei ganz oben der Realismus steht und der Materialismus nach links der Waagerechten entlang wandert.  Was gibt uns den Anlass zu dieser Drehung? Am Anfang habe ich gesagt  (Zeichn. 1), dass Steiner an einer Stelle über Psychismus, Überpsychismus und Spiritualismus spricht. Wenn wir auf die Zeichnung 3 schauen, werden wir feststellen, dass dem Psychismus das Zeichen Fische entspricht und dem Spiritualismus – der Steinbock. Wenn wir auf die Zeichnung 4 schauen (links der Waagerechten entlang) haben wir den Zustand des alten Saturn, unten folgen die alte Sonne, der alte Mond, die Erde, der zukünftige Jupiter, die zukünftige Venus und rechts auf der Waagerechten ist der Vulkan.

Zeichnung 4

Zeichn. 4

Wir sehen, dass im Sternzeichen Fische der zukünftige Jupiter und das psychische Bewusstsein stehen, im Wassermann ist die zukünftige Venus und das überpsychische Bewusstsein und im Steinbock sind der Vulkan und das spirituelle Bewusstsein. Wenn wir die Zeichnung drehen, erhalten wir eine viel universalere Zeichnung, die für den ganzen Zyklus gilt. Was meine ich? Hier sprechen wir schon über zwölf Bewusstsensstufen. Wir wollen zuerst sehen, welche diese sind. Wir kennen die sieben Bewusstseinsstufen, die mit den sieben Äonen zusammenhängen. Aber wir haben auch ein Bewusstsein, das mit den Pralayas verbunden ist. Im Pralaya wird alles vergeistigt und verschwindet. Dort werden die Gesetze angelegt, nach denen sich der neue Äon entwickeln wird. Dementsprechend ändern sich die Beziehungen zwischen den Wesenheiten im Pralaya.

Wenn der neue Äon aufgeht, wird er von den Wesenheiten nach den im Pralaya hineingelegten Gesetzen aufgebaut. Von wem wurden diese Gesetze hineingelegt? Vom Absoluten, vom Gott, der die absolute Macht über alles hat.  Wir sprechen über sieben Bewusstseinsstufen, die wir bis zum Vulkan durchlaufen müssen. Das Pralaya vor dem alten Saturn diente zur Verbindung mit dem alten Zyklus, das Pralaya nach dem Vulkan wird der Verbindung zum neuen Zyklus des Heiligen Geistes dienen. Es bleiben fünf Bewusstseinsstufen in den Pralayas, hinzu kommen die sieben manifestierten Bewusstseinsstufen, das ergibt zwölf. In unserem Zyklus vom Saturn bis zum Vulkan, einschließlich in den fünf Pralayas, müssen wir zwölf Bewusstseinsstufen durchlaufen, denn die fünf Pralayas sind auch Bewusstseinsstufen, durch die wir gehen, obwohl sie im Nichts sind. Wenn wir also über zwölf Bewusstseinsstufen sprechen, meint das, dass wir sie in unserem Zyklus durchlaufen werden.

Steiner spricht von einem anderen Gesichtspunkt aus über die fünf Bewustssensstufen nach dem Vulkan, d.h. sieben Bewusstseinsstufen bis zum Vulkan und fünf Stufen im nächsten Zyklus, insgesamt zwölf. Er nennt diese Bewusstseinsstufen „schöpferisch“, Bewusstseinsstufen der schöpfenden Götter. Momentan interessieren uns diese Stufen nicht, aber wir sehen, wie die Zahl zwölf immer allumfassend ist und sich auf alle Stufen einprägt. Ganz unten im Manvantara nimmt sie eine siebenfache Manifestation an als Bewustsseinsstufen, Lebenszustände, Formzustände, Wurzelrassen und Kulturepochen. Hier haben wir uns bis zum Zwölffachen erhoben, da wir über die Anschahungen sprechen. Wir haben gesehen, dass wir zwölf Bewusstseinsstufen zurücklegen werden, indem wir beim alten Saturn anfangen. Wir haben die Bewusstseinsstufen der alten Sonne und des alten Mondes durchlaufen und sind nun auf der Bewusstseinsstufe der Erde. Es folgen der Psycismus in Fische, der Überpsychismus im Wassermann und das spirituelle Bewusstsein im Steinbock. Dann erheben wir uns über das Manvantara des Erdenäons und gehen in das Pralaya, wo das Pentagramm des Menschen ist, anschließend kommen wir zum Monadismus im Schützen. Die universale senkrechte Weltachse des höheren Ich verläuft vom Realismus in der Waage zum Idealismus im Widder. Die Waagerechte verläuft vom Materialismus im Krebs zum Spiritualismus im Steinbock. Auf der Zeichnung 3 wurde die Weltachse des niederen Ich gedreht, der Geist wurde entthront und der Materialismus wurde auf ein Piedestal gesetzt. Davon hängen die zukünftigen Entscheidungen des Menschen ab. Diese Weltachse trennt nicht nur das Manvantara, wie auf der Zeichnung 3, sondern auch das Pralaya, deshalb ist das eine universale Achse.

Auf der Zeichnung 4 sieht man oben fünf Zeichen, denen eine besondere Bedeutung zukommt. Diese haben eine wichtigere Rolle für die Entwicklung des höheren Ich, obwohl alle zwölf Zeichen und die sieben Seelneinstelungen für die Gesamtentwicklung des Menschen maßgebend sind. Wir müssen ausreichend gesunde Geister sein, um all das in uns zu vereinen, anderenfalls können wir nicht  den Weg nach oben zum höheren Ich besteigen und uns von der Eins (dem Anthropomorphismus) über die Drei (Erde-Mond-Sonne) auf den Weg der siebenfachen Seeleneinstellung zum zwölffachen Geistigen erheben. Wenn wir nicht diesen ganzen Weg von der Eins zur Zwölf zurücklegen, werden wir nie zur Artumwandlung kommen und vom Homo sapiens über Homo liber zum Homo magneticus durch die Synthese der Impulse Steiners und Beinsa Dounos werden.

Ich möchte erläutern, warum die fünf Zeichen im oberen Teil der Zeichnung eine größere Bedeutung haben. An der Spitze ist der Realismus in der Waage. Die größte Wirklichkeit ist nicht das, was wir mit unseren Sinnen wahrnehmen, sondern das, was an der Spitze im Pralaya ist, wo alle Gesetze geprägt werden und die Wandlung zustande kommt. Das ist der wahre Realismus. Wenn es etwa Reales gibt, dann ist das hier an der Spitze des Pralaya. Am Weltenkreuz auf der Zeichnung 4 wird die menschliche Seele gekreuzigt und der Mensch steht im Zentrum. Als Christus herabstieg, ging Er durch die Zwölf und stellte sich ins Zentrum der menschlichen Weltanschauung.  Der Mensch soll zur Entscheidung heranreifen, dass der Geist den Vorrang vor der Materie hat, um seine Artumwandlung zu verwirklichen, indem er Christus in sein höheres Ich stellt. Mit der Intensität, mit der der Mensch sein höheres Ich mit dem makrokosmischen Ich des Christus durchdringt, wird auch seine Artumwandlung stattfinden. Als Christus kam, brachte Er das Welt-Ich, die ganze Substanz des Welt-Ich des Absoluten – das, was nach unten hallt. An Pfingsten ging dieses Welt-Ich durch den Heiligen Geist in das menschliche Ich. Die Substanz des Ich des Absoluten ist heute in der Substanz jedes Menschen präsent, der sie in sich wirken lassen muss. Der Mensch muss sich von der Waagerechten zur Senkrechten des Geistes drehen. Der Sensualismus ist mit der Entwicklung der Kontemplation verbunden, mit der Entwicklung der Organe der Sinne, von denen unsere Wahrnehmung der Welt abhängt. Der Sensualismus in der Anordnung des Weltanschauungskreises auf der Zeichnung  4 spielt eine Rolle bei der Entwicklung der Sinne für diese Welt, die ihre Entwicklung in der lemurischen Zeit begannen und ihren Höhepunkt im anschauenden Denken erreichen, das den Übergang zur sinnlichen Imagination, Inspiration und Intuition, also zu den geistigen Sinnen, bildet. Im geisteswissenschaftlichen Sinne bedeutet der Sensualismus diesen Sprung aus dem Sinnlichen ins Nichts und das Ergreifen von Ideen aus dem Nichts. Goethes Phänomenalismus führte ihn zur Metamorphose des Denkens und zur Pflanzenmetamorphose. Als Okkultist und Gelehrter leistete er einen großen Beitrag zur Menschheitsentwicklung, die ihn vor allem als Dichter kennt.  Die marxistisch-leninistische Gnoseologie stellt den Logismus im Dynamismus dar. Marx wollte die Welt verändern, nicht nur sie erklären. Die Nachfolger der marxistisch-leninistischen Ideologie, des dialektischen Materialismus, begannen die Welt zu verändern und brachten die Hälfte von ihr durcheinander. Die gegenwärtige Form des Dynamismus ist der Panamerikanismus. Die angloamerikanischen okkulten Logen wollen die Welt nach ihrem Verständnis aufbauen. Sie wirken als Geschäftsleute und wollen das, was bis zu einem gewissen Grad für das Wirtschaftsleben rechtmäßig ist, im geistigen, kulturellen und religiösen Leben der Menschheit anwenden. Das hat zur Destabilisierung großer Teile der Welt geführt, deren Folgen wir heute sehen und künftig immer deutlicher spüren werden. Der wahre Dynamismus ist der Übergang vom Skorpion zum Adler. Mit der Intensität, mit der die Menschheit das abstrakte Denken erlernt hat, sanken die geistigen Kräfte des Sternbildes Adler. Sehen Sie, welche enorme Bedeutung die Entwicklung der Menschen und ihr Versinken im materiellen Denken hat, so dass die geistigen Kräfte, die aus einem Sternbild ausgehen, geringer werden und dieses zum Skorpion wird, der alles Lebendige tötet! Beim Betrachten der Zeichnung sehen wir, dass der Realismus und der Idealismus die beiden Polen der senkrechten Achse bilden, aber diese Senkrechte schließt die Waagerechte Materialismus – Idealismus nicht aus. Der wahre Realismus im Geist schließt nämlich die Waagerechte ein, aber er metamorphosiert sie. Unsere zwölf Sinne, von denen wir momentan nur über fünf verfügen, während die restlichen Sieben sich zukünftig entwickeln werden,  sind unserem sinnlich wahrnehmbaren Sonnensystem immanent, das eigentlich übersinnlich ist. Durch unsere Sinne haben wir zwar materielle Wahrnehmungen, aber sie sind die Metamorphose von etwas Übersinnlichem, das bei uns durch die Sinne in Erscheinung tritt, damit wir die Welt mit unseren Sinnen wahrnehmen können. Hinter allem, was bei uns sinnlich in Erscheinung tritt, steht das Übersinnliche und das Übersinnliche, das wir der Senkrechten des Geistes entlang entwickeln werden, leugnet das Sinnliche nicht, sondern vergeistigt es. Hier haben wir wieder die These, Antithese und Synthese. Wenn der Mensch sich der Senkrechten des Geistes entlang erhebt und in der Waage die wahre Wirklichkeit begreift, dann kann er diese wahre Wirklichkeit aus dem Pralaya  abwärts in den Widder, in den Idealismus herunterholen. Das wird der wahre Idealismus sein, der aus dem Pralaya, aus dem Nichts hervorgebracht worden ist.  Und hier passiert etwas, was eine außerordentliche Bedeutung hat. Der einzige Fall in der Menschengeschichte, in dem aus dem Pralaya eine Wesenheit in das Manvantara heruntergestiegen ist und die Gesetze im Manvantara geändert hat, ohne es zu vergeistigen und ins Pralaya zu erheben, war die Herabkunft Christi. Er wird heute von den Menschen völlig missverstanden. Derjenige, dem es gelingt, von der Waagerechten zur Senkrechten des Geistes aufzusteigen, erhebt sich zur wahren Wirklichkeit und kann diese Wirklichkeit herunterholen, sie als wahren Idealismus manifestieren und dann die Regeln und Gesetze im Manvantara ändern.  Wie Sie wissen, beherrschte die Ehrwürdige Stojna die Levitation, sie konnte sich dematerialisieren und wieder materialisieren. Bei ihr ist eine Durchdringung des Ich mit Christus vorhanden. Stojna war in einem früheren Leben eine Schülerin des Bogomilen Vassilij Vratsch (‚der Heiler‘). Der Bogomile Vassilij Vratsch selbst war vom Christus durchdrungen und besaß außergewöhnliche Fähigkeiten. Aber er lebte in der Zeit, als die kosmische Intelligenz als goldener Regen über die Köpfe der erhabensten Vertreter der Menschheit herabfiel – nach dem siebten bis achten Jahrhundert. Erst im 15. Jahrhundert wurde diese kosmische Intelligenz in die Köpfe aller Menschen eingeführt, die im heutigen Sinne des Wortes intelligent wurden. Trotz des großen Beitrags und der Leistungen der Bogomilen zur Menschengeschichte stellt heutzutage jegliche Rückkehr zu Praktiken, die damals rechtmäßig waren, keine Erhebung auf der Senkrechten des Geistes dar, sondern sie reduziert den Geist auf den Zustand bereits zurückgelegter Etappen. Das kann man als Luziferismus bezeichnen. Ahriman will dagegen durch die totale Ahrimanisierung der menschlichen Intelligenz im Manvantara die Tür zum Pralaya, zu den höheren Stufen der Senkrechten des Geistes schließen, so dass die Menschen sich nie erheben können, sondern dem natürlichen Gang der Naturevolution folgen. Aber wir befinden uns in einer Zeit, in der wir selbst entscheiden sollen, wie die Dinge zu geschehen haben.  Wir haben bereits gesagt, dass der Kosmos, der uns als sinnlich wahrnehmbar erscheint, das absolute Nichts darstellt und nach der vergangenen Intelligenz aufgebaut ist, die die Götter beherrschen. Die neue Intelligenz wird im Menschen ausgebildet, indem sie durch sein geistig-seelisches Element geht. Sie wird den neuen Kosmos aufbauen, und zwar unten im Manvantara, ohne dass wir dieses vergeistigt haben und die Verhältnisse aus dem Pralaya herunterholen und ändern. In diesem Sinne war Stojna ein absolutes Phänomen. Sie war sich dessen wohl nicht bewusst, da sie Analphabetin war, aber sie verkörpert die Idee, dass der Mensch, der von Christus völlig durchströmt ist, die Naturgesetze überwinden kann. Ein einziges Mal hat sie die Dematerialisierung einem Bischof vorgeführt. Eine Dematerialisierung könnte auch passieren, wenn wir das Sonnensystem verlassen würden, da die räumlich-zeitlichen Verhältnisse der materiellen Welt nur im Sonnensystem existieren. Stojna hat die im Pralaya geprägten Gesetze hier unten im Manvantara geändert. Wenn man mit dem Übergang zum anschauenden Denken beginnt, und die Ideen aus dem Nichts ergreift und sie ins Manvantara einführt, ist das auch eine Änderung der Gesetze, die aus dem Pralaya im Manvantara wirken. Was stellt die Synthese der beiden Impulse dar? Die Synthese ist eine Idee, die im Pralaya hervorgebracht wurde, im Nichts, in der Waage. Es ist kein Zufall, dass mein Sternzeichen Waage ist. Diese Idee wird heruntergeholt und sie entfaltet sich hier zu einem großen Ideal. In der „Philosophie der Freiheit“ – dem größten Buch nach der Bibel – stehen an erster Stelle die moralischen Intuitionen. Die erste moralische Intuition, die ich erlebt habe, war die Idee, dass ich Gott selbst bin. Sie wird auf dem Höhepunkt, in der wahren Wirklichkeit erlebt. Das ist das Explodieren des höheren Ich, die fünfte Stufe in der Metamorphose des Denkens und sie heißt ‚moralische Ideenintuition’. Es gibt keine größere moralische Ideenintuition, als die, dass man Gott selbst ist. Christus selbst hat uns daran erinnert, als Er kam, dass wir Götter sind, dass wir nicht nur unglücklich leidende Menschen im Manvantara sind, sondern die Verwirklichung des Makrokosmos, der sich nach der ganzen Verkleinerung in uns verdinglicht hat und zum Mikrokosmos geworden ist. Aber unser wahres Wesen ist der Makrokosmos, wir sind Götter. Das habe ich an der Spitze dieser universalen Zeichnung in der Waage erlebt. Nicht von ungefähr ist mein Geburtsdatum der 19.10., beide ergeben eine Eins, das hier oben ist die Eins. Ich habe den ganzen Anthropomorphismus überwunden, in den wir durch die Reduktion der geistigen Welt hineingetrieben wurden und ich bin in den wahren Realismus auf dem Gipfel eingetreten. Das geschah auf der Senkrechten und wie Beinsa Douno sagte, hat Christus „alle Lücken zwischen euch und Gott ausgefüllt“. Das ist die Senkrechte, auf der man vom Widder zum wahren Realismus aufsteigen kann. Dann folgte ca. 1998-1999 die moralische Phantasie: „Heutzutage verstehen die Menschen nichts vom Christus und man muss etwas unternehmen“. Das reifte in mir damals. Zuerst erlebt man die moralische Intuition, dann folgt die moralische Phantasie, die Intuition muss verdinglicht, individualisiert werden. Entweder bringt einen die Idee, dass man Gott selbst ist, in die Irrenanstalt, oder man muss sie zu Nutzen des Gottes benutzen, der sich aufopfernd auf die Erde herunterkam. Er kam hierher, da es im restlichen Kosmos kein anderes materielles Sonnensystem gibt. Wir sollten uns bewusst sein, dass wir nicht auf einem entlegenen Planeten am Ende der Galaxie leben, sondern im wahren Zentrum des Weltalls.

Nach der moralischen Intuition und der moralischen Phantasie kommt man auch zur moralischen Technik, zum Höchsten. Die moralische Intuition ist eine eigenartige Eindringung in die Astralwelt, die moralische Phantasie ist die Eindringung in das niedere Devachan und die moralische Technik schließt die Verdinglichung in der Welt der Urbilder und das Herunterholen aus ihr ein. Bei mir ging die Idee, dass ich Gott bin, durch die Auffassung, dass sie zu Gunsten Christi benutzt werden soll, danach folgte die Frage nach der Methode der Verwirklichung. Das, was ich als die Idee „Ich bin Gott“ erlebte – das zentrale Erlebnis des Saturn-Vulkan-Zyklus, das durch alle Stufen vom Absoluten bis zum Boden hallt -, sollte durch die Synthese der beiden Impulse verdinglicht werden. Die Art, in der man sich heutzutage auf der Senkrechten des Geistes erheben kann, ist die Synthese der beiden Impulse Steiners und Beinsa Dounos. Was stellen der Realismus und der Idealismus dar? Der Realismus ist die Gewahrwerdung, die man durch die Anthroposophie erreicht. Der Idealismus ist die Anwendung des hohen Ideals, des „Ich-bin“  durch Beinsa Douno. Deshalb rede ich seit Jahren darü, dass der wahre Sinn der Mission  Beinsa Dounos auf der Erde darin bestand, das Ich-bin-Prinzip in den Seelen aller derjenigen hervorzuheben, die ihm in der „Weißen Bruderschaft“ nahe standen. Die Menschen sehen jedoch in diesem Prinzip nur die Selbstinszenierung, das Ego, und haben kene Vorstellung vom Wesen des Prinzips und der Senkrechten des Geistes. Die Synthese der beiden Impulse ist eine Idee, die im Pralaya, im Nichts geboren wurde. Wenn man diese Synthese in seinem Ich vorzunehmen beginnt und allmählich sein niederes Ich metamorphosiert, wendet man die Waagerechte zur Senkrechten um und beginnt, die Gesetze des Daseins hier im Manvantara zu ändern. Heutzutage gibt es auf der Erde keine andere Idee außer der Synthese der beiden Impulse, die die Frage beantworten kann, wohin wir gehen und wie wir vom Homo sapiens zum Homo magicus werden sollen. Wenn wir heute auf eine neue Art Plato und Aristoteles als Waage und Widder, als Realismus und Idealismus vereinen, werden wir zum wahren Ich-bin. Dann werden wir in der Lage sein, den ganzen Himmel zu verändern, der sich uns als Tierkreis, Weltanschauungen und Bewusstseinsstufen darstellt. Der Mensch ist in der Lage, das sinnlich wahrnehmbare Weltall zu verändern, alle Stufen dieser Illusion zu durchbrechen und zum absolut freien schöpfenden Geist zu werden. Dann beginnt der Heilige Geist durch einen solchen Menschen zu wirken – das liegen schon die fünf Bewusstseinsstufen der schöpfenden Götter vor, die nach dem Vulkan folgen werden. Der Mensch kann jetzt zum schöpferischen Gott als die zehnte Hierarchie der Freiheit und Liebe werden. Die Freiheit kommt aus der Anthroposophie, die das Verständnis gibt, die Liebe kommt vom Meister und wenn man beide im Ich vereinigt, wird man zu  einer neuen Menschenart, zu einem hierarchischen Wesen.

Das ist die Methode, die dazu führt und jeder, der sich dem entgegenstellt, wird zu ihrem Feind und arbeitet zu Gunsten Luzifers und Ahrimans. Wer sich gegen den Meister Beinsa Douno stellt, stellt sich gegen die moralische Technik, gegen die Verdinglichung der großen Ich-bin-Idee. Beinsa Douno kommt bekanntlich aus dem Kreis der zwölf Bodhisattvas, wo das Ich-bin-Prinzip Christi ist!

Wir wollen nun Einiges über das sog.‚Wassermannzeitalter’ klären. Wie Sie wissen, gibt es zwei Vorgehensweisen in der Astrologie – die tierkreishistorische und die tierkreishirarchische. Bei der ersteren betrachtet man die Bewegung des Frühlingsäquinoktiums in den Tierkreiszeichen. Ab 388 n.Chr. erscheint das Frühlingsäüquinoktium im Zeichen der Fische. Die Sonne geht im Zeichen Fische auf und das wird noch etwa 500 Jahre der Fall sein. Ich werde hier eine Klammer aufmachen. Auf der Sonne befindet sich die Vertretung der Weltintellgienz. Als diese von der Sonne aus das große Christus-Opfer auf der Erde betrachtete, beschloss sie, den Menschen den Erzengel Michael zu schenken.  Michael wollte, dass diese Intelligenz nur für das Ganze verwendet wird. Unter der Führung des saturnischen Erzengels Oriphiel kam es jedoch zu der großen Gegenüberstellung der sechs planetarischen Intelligenzen und der Sonnenintelligenz Michaels, was zur Anarchie in den karmischen Beziehungen führte. Die Sonne strahlt Licht in unserem Sonnensystem aus. Dieses geht zum Weltnichts, wird außerhalb des Sonnensystems von ihm reflektiert und kehrt metamorphosiert als geistiges Licht zur Repräsentanz des Welten-Ich und der kosmischen Intelligenz zurück, die auf der Sonne ist.

Die Wissenschaft behauptet, dass das Licht, welches die Sonne ausstrahlt, in den Kosmos ausgebreitet wird und zu Sirius und weiter gelangt. Sie lehrt noch, dass das Weltall Grenzen hat. Bisher hat sich das Weltall erweitert und nun beginnt es, sich zusamenzuziehen. Eigentlich ist das Weltall endlos, da es übersinnlich und nicht materiell ist. Es hat keine Grenzen. Nur die Wahrnehmung der Gesetzmäßigkeiten, die im sinnlich Wahrnehmbaren wirken, hat Grenzen. Die Wissenschaft konstatiert den Anfang einer Zusammenziehung des Weltalls.  Das liegt an der Widerspiegelung des großen Nichts in unserem Sonnensystem. Das bedeutet, dass etwas mit unserem Sonnensystem geschieht. Das, was geschieht, ist der Anfang des Rückweges zur großen Wirklichkeit. Welcher Methoden bedient sich die Wissenschaft bei der Erforschung des Weltalls? Sie benutzt die Spektralanalyse, die auf der Untersuchung des Lichtes basiert. Mit ihrer Hilfe kann die Wissenschaft feststellen, dass auf einem bestimmten Stern etwa Kalium vorhanden ist. Warum zeigt die Spektralanalyse das Vorhandensein von Kalium dort? Natürlich ist kein Kalium da, sondern die Spetralanalyse zeigt lediglich, dass dort das geistige Urbild des Kaliums existiert, dass dort das Prinzip des Kaliums zur Geltung kommt. Dort ist jedoch kein sinnlich wahrnehmbares Kalium vorhanden. Alle Metalle, die auf der Erde existieren und die wir sinnlich wahrnehmen können, kommen aus dem großen Nichts, nach einer Transformation und Kondensierung ist bei uns das Geistige zum Materiellen geworden. Das ist die Antwort auf die Frage, was es auf den Sternen im Kosmos gibt. Dort ist alles nur geistig, es gibt nichts Materielles. Steiner sagte auch, dass die Menschen, falls sie eines Tages zur Sonne gelangen könnten, feststellten würden, dass es dort nichts gibt. Es gibt keine erhitzten Gase, es herrscht keine Temperatur von Tausenden und Millionen Grad, kein Treibstoff, der nach vielen Jahren zu Ende sein würde. Das sind die Phantasmen der materialistischen Wissenschaft. Das nehmen wir einfach sinnlich in dieser Art wahr, aber das geistige Wesen der Sache ist ganz anders.

Wir haben gesagt, dass vom tierkreishistorischen Standpunkt aus im Jahre 388 das Frühlingsäquinoktium in das Sternzeichen Fische kam und im Laufe von 2160 Jahren die Sonne dort am 22.03. aufgehen wird. Vom tiekreishierarchischen Standpunkt aus begann die fünfte Kulturepoche der Fische im Jahre 1413 n.Chr. und wird im Jahre 3573 zu Ende sein. Wir sind also vom tierkreishistorischen und tierkreishierarchischen Standpunkt nicht im Wassermannzeitalter. Es folgt die Frage, über welchen Wassermann Beinsa Douno am 22.03.1914 sprach, als er sagte, dass die Ära des Wassermanns begonnen hat – vorausgesetzt, dass seine Worte korrekt wiedergegeben sind. Nach dem Ende des Kali Yuga begann 1899 das helle Zeitalter, als Michael den Drachen zwischen 1841 und 1879 besiegte und (laut Beinsa Douno) die Astralwelt von den ahrimanischen Wesenheiten reinigte. Diese Wesenheiten traten in den Nerven-Sinnes-Apparates des Menschen ein und die Menschen drehten wörtlich durch: Es fanden zwei Weltkriege statt. Dass die Astralwelt gereingit  wurde, bedeutet aber nicht, dass die „Hölle“ nicht mehr existiert. Es wurde eine der Stufen der Astralwelt gereinigt, in der die zweite Ankunft Christi im Ätherleib von 1909 an begann. Nachdem Michael die ahrimanischen Geister vertrieben hatte, konnte schon die michaelische Geistigkeit angewendet werden, die als Geisteswissenschaft herunterstieg, als die Anthroposophie Rudolf Steiners. Die Anthroposophie stellt in kondensierter Form die ganze Geistigkeit der Menschheit als Geisteswissenschaft dar. Wenn Beinsa Douno die Worte „Wie die Geisteswissenschaft besagt…“ benutzt, meint er die Geisteswissenschaft, die über Steiner kam, denn in diese wurde die ganze geistige Weisheit der Menschheit hineingeführt, die durch das Christus-Licht gebrochen wird. Das ist die Geisteswissenschaft der Erde heute.

Es gibt allerdings ein Prinzip, nach dem das in den Menschen einströmende geistige Licht in diesem metamorphosiert und dann als Egoismus zum Vorschein kommt. Als man begann, uns die kosmische Inteligenz einzuführen, damit wir zum Homo sapiens wurden, metamorphosierte sie in uns und trat als Egoismus in Erscheinung. Anstelle des Egoismus muss der Mensch eine andere Einstellung zu den geistigen Wesenheiten einnehmen. Zu der Zeit Aristoteles‘ und Platos wurden wir von diesen Wesenheiten geführt, damals hatten wir kein Denken, sondern sie dachten über uns. Aber auf einer bestimmten Evolutionsetappe sollte der Übergang vom Homo erectus zum Homo sapiens erfolgen.

Im Jahr 333 v.Chr. gab es einen besonders gefährlichen ahrimanischen Angriff auf die Menschheit, denn es begann der menschliche Übergang zur Intelligenz, zur Vernunft. Immer wenn so etwas vor sich geht, gibt es einen Gegenangriff der Widersachermächte. Damals erschienen Aristoteles und Alexander der Große. Aristoteles hatte die Aufgabe, alles, was als Kosmos in die menschlichen Köpfe hineingeführt wurde, als Logik zum Ausdruck zu bringen, die Gesetze der Logik zu formulieren, nach denen die Menschheit weiter existieren sollte. Alexander sollte die Errungenschaften des Aristotelismus in die Welt verbreiten. Als die Gesetze der Logik geprägt wurden, erstarb ihre geistige Substanz unten, sie wurde zu Logikgesetzen. Im Jahr 333 war der Übergang zum Homo sapiens bereits vollzogen und dann hatte die Menschheit die Aufgabe, eine neue Einstellung zu den geistigen Hierarchien aufzubauen, denn diese hatten uns die Intelligenz geschenkt, nach der sie existieren und Welten schaffen. Gegen das siebte bis achte Jahrhundert begann diese Intelligenz hinunterzuströmen und die Bogomilen waren die ersten, die diese große Gabe in den Dienst der geistigen Hierarchien stellten. Später nahm die Menschenentwicklung verschiedene Richtungen, etwa den Weg der höheren Scholastik und des deutschen Idealismus. Schließlich kam es bei Steiner zum großen Übergang zur richtigen Einstellung zu den Göttern. Heutzutage kann niemand unter den neuen Bedingungen ohne die Anthroposophie eine richtige Einstellung zu den Göttern haben.  Aber die Anthroposophie allein reicht nicht, da wir schon in einem anderen Zeitalter sind, im Zeitalter, in dem für jeden Menschen individuell der Wassermann beginnt – der sog. ‚geistige Jupiter‘. Wenn jemand im Begriffe ist, zum Homo magneticus zu werden, fängt für ihn der geistige Jupiter an. Wenn Beinsa Douno über das Heraufdämmern des Wassermannzeitalters spricht, meint er diejenigen Menschen, die für sich die wahre Wirklichkeit an die Spitze gestellt haben und für die der Vorrang des Geistes über die Materie nicht nur eine Frage der Weltanschauung ist. Der Wassermann hat für denjenigen begonnen, der sich auf der Senkrechten des Geistes bewegt, obwohl das Wassermannzeitalter noch nicht tierkreishistorisch oder tierkreishierarchisch angefangen hat. Für die Mehrheit der Menschen wird das Wassermannzeitalter erst in ca. 530 Jahren anbrechen und hierarchisch erst in 1500 Jahren, für einige Wenige kann diese Zeit schon jetzt kommen. In diesem Sinne sind die Worte des Meisters zu verstehen, dass der Wassermann angefangen hat. Wie ich vorhin erwähnt habe, holt man das Pralaya herunter, wenn man sich auf der Senkrechten des Geistes erhebt, man ändert tierkreishistorische und tierkreishierarchische Gesetzmäßigkeiten. Das, was als Änderung der Verhältnisse der Hierarchien im Pralaya geschieht, kann der Mensch hier unten vornehmen – er kann die Beziehungen zwischen den Göttern und Menschen ändern. Aus diesem Grund behaupte ich mit meiner ganzen Verantwortung, dass die Synthese der beiden Impulse eine viel größere Bedeutung besitzt als die bisherigen großen bulgarischen Beiträge zur Menschenentwicklung, wie das Werk Orpheus’ und der Bogomilenimpuls, denn durch die Synthese kann man tatsächlich frei werden und nicht nur die imaginäre Möglichkeit zur Freiheit besitzen. Die tatsächliche Freiheit liegt nur im Ich-bin-Prinzip, das im Namen Christi auf der Erde als ein hohes Ideal angewendet wird. Die Synthese beider Impulse ist die Anwendung des höchstmöglichen Ideals, des Ich-bin-Prinzips auf der Erde. Das ist die einzige rettende Handlung der heutigen Menschen und deshalb hat sie eine Bedeutung für das Herunterholen des Pralaya, was nur Christus bisher gemacht hatte. Das können auch schon die Menschen tun. Bisher konnten es die großen Lehrer der Menschheit nicht tun, denn sie hatten nicht die makrokosmischen Bedingungen dafür. Nun sind diese Bedingungen vorhanden. Christus lud das Weltenkreuz auf sich, als Er herabstieg, und dann übergab Er uns dieses Weltenkreuz, denn Er stellte in sein Zentrum die Menschenseele, das aus dem Pralaya heruntergeholte Pentagramm. Der Kosmos ist in uns verdinglicht, er hat uns ausgedacht, so wie wir unsere Gedanken ausdenken. Aber im Unterschied zu unserem Gehirn, dem Werkzeug der Widerspiegelung, mit dessen Hilfe wir denken und das kein selbständiges Dasein hat, das von unserem Dasein getrennt ist, denken die Götter über uns. Wir sind das Gehirn der Götter, doch im Unterschied zu unserem Gehirn haben wir ein selbständiges, von den Göttern getrenntes Dasein. Und in diesem Dasein müssen wir vom Weltanschauungssystem, auf dessen Spitze der Materialismus steht, zur Weltanschauung des wahren Realismus, zur Wirklichkeit des Geistes übergehen. Nur dann können wir unten die richtigen Ideale haben und das Richtige tun. Der wahre Idealismus ist das tatsächliche Begeben auf die Senkrechte des Geistes durch die siebenstufige Metamorphose des Denkens. Wenn das nicht gemacht wird, sind alle anderen Ideale dem Zusammenbruch geweiht. Das ist das universale Schema für den Menschen (Zeichn. 4), das tot ist, aber vom Menschen wahrhaftig belebt werden muss. Es müssen alle zwölf Weltanschauungen vertreten sein und jeder sollte Geduld mit den anderen haben. In Bulgarien gibt es sowohl die erhabensten Geister als auch die primitivsten – die Ersteren sollen Geduld und Demut an den Letzteren lernen und die Letzteren sollen versuchen, sich durch die Ersteren wenigstens ein Stück zu erheben. Die Geduld und die Demut sind jene außerordentlich wichtigen Eigenschaften, die wir in uns kultivieren müssen – die Demut gegenüber der Vorsehung Gottes und die Geduld gegenüber den menschlichen Fehlern. Zur Zeit Christi wählten die Menschen Barabbas, nun wählen sie ihn wieder. Keiner wählt Christus, denn keiner weiß, wer Er ist. Um Christus zu wählen, muss man Ihn kennen. Das Verständnis beider Impulse ist bei denjenigen, die ihre Vertreter sein müssten, nicht ausreichend vorhanden – bei der Anthroposophischen Gesellschaft und der „Weißen Bruderschaft“. Beide haben nicht die Christologie in den Mittelpunkt gestellt. Einmal sagte Beinsa Douno zu Bojan Boev, dem wieder inkarnierten Apostel Petrus: „Wer große Schritte in seinem Leben machen will, muss eine persönliche Einstellung zu Christus haben“. Das kann nur der Mann gesagt haben, der der persönliche Vertreter Christi auf Erden war. Und wer ist Christus? Als Christus sich der Erdensphäre näherte und Moses Ihn fragte, wer Er sei und wie Er Ihn nennen sollte, antwortete Er: „Ich bin, der ich bin“. Das ist das Prinzip, das hinter den Prinzipien der Liebe, Weisheit und Wahrheit steht. Der Mensch ist eine zwölffache Widerspiegelung des Makrokosmos und ihm ist prädestiniert, durch die Weltanschauungen und das Denken sein makrokosmisches Wesen zu erkennen und in Selbsterkenntnis umzuwandeln. Der Gedanke der Götter ist so gigantisch, dass wir ihn nicht begreifen können, aber indem wir uns selbst als zwölffach aufgebaut sehen, wie wir mit zwölf Weltanschauungen und zwölf Bewusstseinsstufen zur höchsten Wahrheit fortschreiten, werden wir allmählich zu den Ideen übergehen, in denen die Wesenheiten des absoluten Nichts leben. Dadurch werden der Makrokosmos, das Nichts, das Pralaya zu unserer Selbsterkenntnis, da wir das verdinglichte Nichts sind. Solch ein Mittelpunkt ist der Mensch und von ihm hängt es ab, ob es von hier an etwas Neues geben wird. Das Nichts existiert und die Wesenheiten sind dort. Wir sind die Widerspiegelung des Nichts und müssen etwas anderes schaffen. Uns ist das Privileg gegeben, im direkten Zentrum des Absoluten zu arbeiten. Ein größeres Verständnis der menschlichen Verantwortung kann es nicht geben. Einzig mit diesem Verständnis können wir dem Antichristen gegenüber treten. Die totale Verwilderung, die wir heutzutage auf der Erde sehen, ist eine Tatsache, deren Existenz vorbestimmt ist und die dem Antichristen dient. Die Frage ist, was man ihm entgegenhalten kann. Wer zu einem solchen Menschen werden will, der in der Vorlesung Beinsa Dounos aus dem Jahr 1914 „Da ist der Mensch“ beschrieben wurde, muss das verwirklichen, worüber ich spreche. Als Erstes studiert man die Grundlagen der Geisteswissenschaft. Ohne die Kenntnis der Anthroposophie würde man nichts verstehen und zwischen den Weltanschauungen wie ein vom Wind herumgetragenes Blatt schwanken. Ahriman möchte gerade das erreichen – dass wir uns treiben lassen. Dagegen möchte uns Luzifer zurückbringen, er strebt eine Reduktion des Geistes an.  Am Dienstag wird Christo Nanev in diesem Raum zu Gast sein. Wie Sie wissen, beschäftigt er sich mit Rückführungen in vergangene Leben. Die Rückführung ist eine Reduzierung des Geistes und keine Verstärkung zu neuen Zuständen der Senkrechten entlang, sie ist eine Herabdämpfung des Geistes, des Ich-bin. Auf diese Weise dringt man unrechtmäßigerweise in das Unterbewusstsein ein, das ein Müllhaufen für alle Unreinheiten und Unverständnisse der Menschen darstellt. Von dort sollen Hinweise auf frühere Leben geholt werden, durch die man die Unannehmlichkeiten des jetzigen Lebens beseitigen könnte. Ohne viel zu überlegen, sind die Menschen bereit, sich einer Rückführung zu unterziehen, was Luzifers Wunsch entspricht. Das ist reiner Luziferismus und ist dem rechtmäßigen Zugang zu diesem Wissen fremd. Ahriman und Luzifer haben ihre Kräfte vereint. Der eine will uns in die Vergangenheit zurückbringen, der andere will unseren Weg ins Pralaya abschneiden, damit wir nicht die Möglichkeit bekommen, die Gesetze hier unten im Manvantara aus der wahren Wirklichkeit oben im Pralaya schöpferisch zu ändern und sie in wahre Ideale zu verwandeln. Früher las ich Bücher von Dolores Cannon, die auch Rückführungen praktiziert. In einem ihrer Bücher sprach sie über den Antichristen, den sie bei einer Sitzung wie einen in der arabischen Welt geborenen Mann gesehen haben soll – was hätte anderes eine Amerikanerin im Jahre 1962 sagen können?! Wie alt muss der Antichrist jetzt sein, Bruder (die Frage ist an seinen Bruder), ihr beide gehört wohl zu demselben Jahrgang. 52 und er ist noch nicht in Erscheinung getreten – das Ergebnis dieser Rückführung ist eine Fälschung! Solche Methoden der Informationsgewinnung sind äußerst zweifelhaft. Ja, es kommen auch Wahrheiten ans Tageslicht, ja, auch die Yogins sehen manches Wahre, wenn sie sich durch ihre Techniken auf die Astralreise begeben. Allerdings geraten sowohl die einen, als auch die anderen in die trügerischen luziferischen Welten. Kein einziger Yogin wird jemals in die richtige Astralwelt eingelassen, egal, wie seelenrein er ist, da der Weg des Yogins heute nicht rechtmäßig ist. Das ist alles Luziferismus. Das Problem, dem die Menschheit gegenübersteht, ist riesig. Die Entscheidung des Menschen, den richtigen Weg zu besteigen, ist eine welthistorische Notwendigkeit, die aus dem Pralaya kommt. Wer sich der Synthese entgegenstellt, stellt sich der Notwendigkeit eines neuen Himmels und einer neuen Erde entgegen, wie es in der Apokalypse des Johannes heißt. Als Christus kam, stellten sich ihm die belesenen Pharisäer, Sadduzäer und Buchgelehrten entgegen. Als die Apostel in die Welt zogen, wurden fast alle getötet. Gegen den Begründer des Bogomilentums Bojan Maga erhob sich die ganze Königsmacht und hat ihn vernichtet. Das Gleiche geschieht jetzt, nur sind die heutigen Methoden etwas raffinierter. Wer sich auf der Senkrechten des Geistes erhebt, muss dasjenige erwarten, das in den neun Seligpreisungen erwähnt wird, die Christus den Jüngern auf dem Berg verkündete, von denen die letzten drei auf  Manas, Buddhi und Atma gerichtet sind. Die Träger des Neuen werden wegen dieses Neuen verleumdet und gejagt. Aber die Stimme des Geistes hallt immer laut. Nun ist die Zeit vergleichbar mit der Zeit der Ankunft Christi, als Johannes der Täufer den Menschen sagte, ihre Anschauung zu ändern, weil der Himmel, das Pralaya herunterkommt und die Gesetze der Erde ändern wird. Nun haben die Dinge das entgegengesetzte Zeichen. Wir müssen uns nach oben erheben, denn der Antichrist kommt und ihm können nur Kräfte entgegentreten, die aus dem Pralaya stammen, nicht aus dem Dasein unten. Sowohl Steiner als auch Beinsa Douno sagten ausdrücklich, dass wir uns auf nichts Altes und Vergangenes stützen können.  Heutzutage werden bei uns Mysterienpraktiken von Orpheus und den Bogomilen wiederbelebt, die dem bulgarischen Selbstvertrauen schmeicheln, man versucht, diese Mysterien zu beleuchten. Das Problem ist, dass diejenigen, die das versuchen, eher die Wahrheit vernebeln, da sie das Wesen dieser Mysterien nicht verstehen. Die Anthroposophen erwarteten ihrerseits, dass die wieder inkarnierten Platoniker und Aristoteliker sich im Rahmen der Anthroposophischen Gesellschaft wieder vereinigen und stellen sich nun die Frage, warum es nicht dazu gekommen ist. Wo kommt in der Praxis die Begegnung der Platoniker und Aristoteliker zustande? Hier ist der Realismus – Aristoteles (Zeichn. 4 oben), hier ist der Idealismus – Plato (Zeichn. 4, unten). Sie kommt im Ich-bin-Prinzip eines dritten Menschentyps zustande – das sind Menschen, die in der Zeitenwende auf der Erde inkarniert waren und eine Beziehung zu Christus hatten. Die große Synthese dieser zwei – in einem gewissen Sinne zentralen – Weltanschauungen der Menschheit – Realismus und Idealismus -, mit denen die Artumwandlung zum Homo sapiens vor 2500 Jahren begann, sind die gleichen zwei Weltanschauungen, aber in einem neuen Sinne, die Beinsa Douno und Rudolf Steiner repräsentieren, mit deren Synthese die neue Artumwandlung des Menschen anbricht. Aristoteles war als Steiner inkarniert und nun ist er wieder auf der Erde. Über Plato will ich keine Vermutungen anstellen, aber nach der geistigen Logik müsste er jetzt auch hier sein. Ihre Vereinigung erfolgt heute im Ich-bin-Prinzip auf der Senkrechten des Geistes. Und auf dieser Senkrechten liegen die Impulse Steiners und Beinsa Dounos, durch deren Synthese der Wassermann für einzelne Menschen bereits heute beginnen kann.

 

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Ein Gedanke zu „Die Weltanschauung des Menschen

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