Die großen michaelischen Fragen des Karmas

vorgetragen von Dimitar Mangurov am 27.09.2015 in Varna
vom Autor nicht revidierte Textfassung der Videodatei

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Gebet: Herr Gott Jesus Christus, aus der Tiefe unserer Herzen und Seelen bitten wir Dich, die politischen Führer der europäischen Völker zur Vernunft zu bringen, damit sie ins Einvernehmen in Deinem Namen, im Namen des Herrn des Karmas, kommen! Amen!

Ich heiße Sie willkommen in das neue geistige Jahr! Es ist Michaelizeit und wir müssen mit etwas außerordentlich Aktuellem anfangen. Als die letzte Vorlesung in der Johannizeit zu Ende war und der Sommer begann, stellte ich mir sofort die Frage – es gibt für mich keine Ferien mehr seit Oktober 2000 -, womit wir das neue geistige Jahr beginnen werden. Von der Art, in der das Jahr beginnt, hängt es nämlich ab, wie es sich bis zum Johannitag im Zyklus dieser sieben großen christlichen Feste entwickeln wird, in denen die Menschenseele nach Golgatha lebt. Die bewusste Befolgung dieser Feste ermöglicht der Seele, äußerst stark zu wachsen, deshalb müssen wir gleichzeitig im Allgemeinen und im Individuellen weilen. Wir sehen, dass wir in einer Zeit leben, in der die Welt, genauer gesagt Europa, vor schicksalhaften Fragen steht. Alle spüren die Spannung in der Luft und wissen, dass etwas geschehen wird. Viele melden sich und kommentieren die Ereignisse in Europa und das, was noch kommen wird. Das weiß keiner, wir werden hier versuchen, in Anlehnung an die Geisteswissenschaft, an das wahre Wissen, bestimmte Schlussfolgerungen zu formulieren. Ich will in Ihnen Überlegungen provozieren, die auf die Frage antworten, was tatsächlich auf der Erde passiert und welche die möglichen Auswege für die Zukunft sind. Damit wir eine Antwort erhalten können, wollen wir uns zuerst mit allgemeineren Karma-Fragen beschäftigen, um uns anschließend in die karmischen Strömungen der Seelen zu vertiefen. Danach werden wir zu einzelnen Inkarnationen äußerst wichtiger Persönlichkeiten und Individualitäten der Menschengeschichte kommen, wobei einige neue okkulte Tatsachen mitgeteilt werden. Dies wird nicht bloß dem Befriedigen der oberflächlichen Neugier dienen, sondern wir werden sehen, wie sich diese Tatsachen in die gesamte Menschengeschichte einfügen.

Was die karmischen Fragen anbelangt, war Steiner außerordentlich strikt. Nicht zufällig gab im Vorwort der „Esoterischen Betrachtung karmischer Zusammenhänge“ (Bd. 3) Marie Steiner Rudolf Steiners Ansicht an – wenn man mit diesen Fragen nicht richtig umgeht (und ohne die Vertiefung in diese Fragen wird niemand zukunftsrelevante Antworten erhalten), wäre das gleichsam „eine Pest“ in der Geistigkeit, die alles vernichtet. Wir sehen tatsächlich, dass man im Internet und andernorts Programme finden kann, die uns verraten,  wer wir im früheren Leben waren. Derlei Schwachsinniges gibt es. Also kommt es bei diesem Herangehen an die geheimsten Fragen, die hinter allem Esoterischen im Leben stehen, zu einer wahren Pest. Deshalb werden wir zuerst ausführlich und tiefgehend bestimmte Aspekte beleuchten, damit nach der Mitteilung dieser Inkarnationsketten ersichtlich wird, dass wir tatsächlich auf festen Boden treten.

Als Steiner nach seinem großen Opfer bei der Weihnachtstagung seine Vorlesungen zu halten begann, die in den sechs Bänden „Esoterische Betrachtung karmischer Zusammenhänge“ enthalten sind, sagte er, dass er 1902 eine Vorlesung über praktische Karma-Übungen vor der Theosophischen Gesellschaft halten wollte. Damals war die von Helena Blavatsky und Colonel Olcott gegründete Theosophische Gesellschaft die einzige Organisation in der Welt, in der man die Karma- und Reinkarnationsfragen öffentlich besprechen konnte. Zweifellos sind das die großen Fragen, ohne die man kein Verständnis des Christentums erlangen kann. Als Steiner seine Absicht 1902 erklärte, sah er das Entsetzen, das in die Astralleiber der Leiter der Theosophischen Gesellschaft einzog. Steiner wurde damals eingeladen, Vorsitzender der deutschen Sektion der Theosophischen Gesellschaft zu werden, und er hatte zugesagt, da er dort das christliche Verständnis durchsetzen wollte. Bis zum Abbruch der Beziehungen zu der Theosophischen Gesellschaft 1913 war alles, was Steiner in der Esoterik vorgetragen hat, im christlichen Sinne. Er sagte, dass das Entsetzen die Astralleiber der führenden Theosophen buchstäblich in eine astrale Gänsehaut verwandelt hat. Das war eine Riesenqual für diese Autoritäten und sie brachte ihrer Astralleiber zum Runzeln, denn die Theosophen dachten, dass das Vortragen solcher Fragen ihre jahrzehntelangen Anstrengungen wegfegen würde. Diese Menschen bildeten sich ein, dass sie jahrzehntelange Anstrengungen unternommen haben, aber alles war allgemeines Geschwätz und Geplapper, was auch die heutige Spiritualität in ihrer Gesamtheit darstellt. Nur allgemeines Geschwätz. Wenn man gerade zu den tiefen Fragen des Karmas kommt, kann man feststellen, ob jemand eine gesunde Geistigkeit hat, die zeitgemäß ist. Der Rest ist nur allgemeines Geschwätz. Wenn wir das östliche Herangehen anwenden, können wir einen einzigen Satz sagen: Was du in den vorherigen Leben getan hast, kommt auf dich zurück und geschieht dir in diesem Leben. Und hier ist jegliche Einsicht in das Karma zu Ende. Ist das überhaupt eine Einsicht in das Karma? Hier wird eigentlich kein Ausweg aus dem Karma aufgezeigt. Es gibt keine Freiheit, es gibt nichts! Ist das das Karma-Verständnis der östlichen Weisheit? Um es in einem Satz zusammenzufassen: Ja, das ist es! Wir wollen sehen, was das wahre christliche Karma-Verständnis ist, um Brücken zur heutigen Zeit zu schlagen um zum Schluss an die Betrachtung der heutigen Situation heranzutreten und auf den Ausweg hinzuweisen und zu beurteilen, ob die Menschheit dazu bereit ist.

Der Mensch ist in die drei Reiche eingetaucht –  in das physische, das nach der Mitte des Erdenäons mineralisch wurde,  in das Pflanzen- und das Tierreich. Was sind die Ursachen für die Existenz dieser Reiche? Wenn wir das wissen, können wir vom Mineralreich zum Pflanzen- und Tierreich übergehen und zu den Ursachen für die Existenz des Menschenreiches kommen. Nach dem Tod verwandelt sich der physische Leib in einen Leichnam mit erloschenen Lebensfunktionen, der dem Mineralreich übergeben wird. Im Unterschied zum Mineralreich, in dem lebendige formbildende, kristallisierende Prozesse herrschen und das Mineralische immer irgendeine kristalline Form annimmt, fällt der menschliche Leichnam, der vom Ätherlieb, Astralleib, dem Ich und der Seele verlassen wird, den Zerfallsprozessen anheim und wird zum Erdreich. Eine Ausnahme gibt es, wenn der Leib auf schwarzmagische Art mumifiziert wird, wie das bei Lenin, Ho Chi Minh und Georgi Dimitrow der Fall war, und in dieser mumifizierten Form erhalten bleibt. Unter anderem sind neulich neue Tatsachen über die Homosexualität von Lenin und Trotzki bekannt geworden, es wurden die Liebesbriefe zwischen Lenin und Zinoviev veröffentlicht. Heutzutage liegt in Russland – der Zukunft der Menschheit – im Zentrum Moskaus eine schwarzmagische Mumie eines Homosexuellen, vor dem sich die Menschen verbeugen – der absolute Alptraum!

Die menschliche Leiche, die von den übersinnlichen Elementen verlassen wird, unterliegt sofort den Naturgesetzen, die das Mineralreich beherrschen, und zerfällt, wohingegen das Mineralreich kristallisiert. Beim Mineralreich gibt es eine Gleichzeitigkeit von Ursachen und Folgen – die kristallbildenden Ursachen müssen immer da sein, damit dieses Reich existieren kann. Im physischen Reich wirkt das Prinzip der Gleichzeitigkeit der Ursachen. Wenn wir uns zum Pflanzenreich erheben, sehen wir ganz andere Ursachen für die Existenz dieses Reiches. Damit die Pflanze wachsen kann, braucht sie die Sonne. Heute wächst die Pflanze dank der    Sonne, die heute scheint. Damit die Pflanze wächst, blüht und Früchte trägt, muss der Weltenäther wirken und sie hinaufziehen, blühen, reifen lassen usw. Es sind auch übersinnliche Ursachen notwendig. Es gibt Gleichzeitigkeit der physischen Folgen und der übersinnlichen Ursachen. Die Ursachen für die Existenz des Pflanzenreiches sind übersinnlich und nicht wie beim Mineralreich, bei dem Ursachen und Folgen da sind und keine übersinnlichen Ursachen notwendig sind. Man nimmt an, dass das Licht, das das Wachstum des Pflanzenreiches ermöglicht, von der Sonne ausgeht, sich endlos im Weltall verbreitet und auch die Sterne beleuchtet. In früheren Vorlesungen haben wir darüber gesprochen, was mit dem Sonnenlicht passiert, wenn es die Grenzen unseres Sonnensystems verlässt: es kehrt nach einer Metamorphose auf die Pflanzen zurück und nun schon  geistig wirkt, auch durch die Planeten. Das physische Weltall ist nicht endlos und außerhalb unseres Sonnensystems gibt es das Große Nichts. All das, was wir als den Sternenhimmel sehen, ist eigentlich eine große Illusion. Das sind die Widerspiegelung der vergangenen Tätigkeit der Götter und die sinnliche Wahrnehmung unseres räumlichen Denkens. Die Erdenmenschen sind die einzigen vernünftigen Wesen, die auf dem physischen Plan im ganzen Kosmos existieren, sie sind die Einzigen, die den Gesetzen der räumlichen Welt unterliegen. Wenn man sich der Grenze des Sonnensystems nähert, endet der physische Raum und man geht in die Zeit hinaus. Der Raum ist zu Ende. Es gibt keinen Raum. Wir sind von den Göttern als räumliche Wesen geschaffen, damit wir unsere Ich-Stufe räumlich erleben. Kein Raumschiff ist in der Lage, physisch das Sonnensystem zu verlassen, diesen Umstand haben wir mehrmals betont. Entweder wird es irgendwie zurück zur Erde gebracht oder es wird annihiliert. Auf der Sonne gibt es ebenfalls keinen Raum und wenn ein Raumschiff dorthin geschickt wird, das ihrer hohen Temperatur standhalten kann, wird es buchstäblich eingesaugt und zerstäubt. Außerhalb des Sonnensystems gibt es auch keinen Raum. Das Sonnenlicht breitet sich räumlich nur in den Grenzen des Sonnensystems aus. Danach kehrt es metamorphosiert zurück und arbeitet an den Pflanzen. Das Prinzip, das die Existenz der Pflanzenwelt ermöglicht, sind die physischen Folgen einer übersinnlichen Ursache – nämlich des Weltenäthers.

Wenn wir uns zum Tierreich erheben, geraten wir schon in die Sphäre des Astralischen. Wir wissen, dass das Pflanzenreich einen physischen und einen Ätherleib hat. Die Ursachen, die die Existenz der Tiere ermöglichen, müssen wir woanders suchen. Wo? Die Wissenschaft verblüfft uns mit der komplizierten DNA-Doppelspirale und denkt, dass im Augenblick, in dem der Bock die Ziege befruchtet, die befruchtete Eizelle auftaucht. Es wird angenommen, dass in die befruchtete Eizelle nach dem Prinzip der Erblichkeit alles vom Bock und von der Ziege hineingelegt worden ist, aus dem sich das zukünftige Kitz entwickeln wird. Aber dem ist nicht so. Das Eiweiß, dessen Genom nun enträtselt wird – auf diesem Gebiet ist die Wissenschaft ziemlich fortgeschritten -, ist eigentlich die simpelste Bildung und nicht die komplizierteste, wie die heutigen Wissenschaftler denken. Warum ist das so? Woraus entsteht das Tier? Kommt es wirklich aus der befruchteten Eizelle, die der Vater und die Mutter erzeugen? Das stimmt absolut nicht. Im Augenblick, in dem die Befruchtung der Eizelle stattfindet, gerät die Materie in den Chaos-Zustand. Diese befruchtete Eizelle ist ein Eiweiß. Das Eiweiß ist die einfachste Bildung, die überhaupt existieren kann, da es ein Chaos darstellt, aus dem das künftige Tier erst entstehen soll. Es gibt verschiedene Tierarten, und die Zeit von der Befruchtung bis zur Geburt ist unterschiedlich. Im Augenblick, in dem der Bock und die Ziege die befruchtete Eizelle bilden, tritt Chaos ein, daraus entsteht nichts.  Da beginnt der Kosmos, an diesem Chaos zu arbeiten, alle Tierkreiszeichen, der ganze Himmel arbeiten an diesem Eiweiß, das außerordentlich einfach ist und überhaupt keine Geordnetheit aufweist. Von der Zeit der Befruchtung bis zum Augenblick, wenn das Kitz aus dem Mutterleib herauskommt, arbeitet der Kosmos und erzeugt dieses Kitz. Folglich wirkt bei den Tieren ein ganz anderes Prinzip – es gibt vergangene Ursachen für heutige physische Folgen, und zwar vergangene übersinnliche Ursachen. Bei den Tieren ist ein Heraustreten aus dem Raum in die Zeit zu verzeichnen. Wenn das Tier diese Welt verlässt, löst sich der Astralleib des Tieres in der Zeit auf. Das Symbol des Tieres ist nicht sein physischer oder Ätherleib, sondern der Astralleib, welcher es zu einem Tier macht mit allen Instinkten, Bewegungen und seiner Sinnlichkeit, die bei der Pflanze fehlen: All dies kommt aus dem Astralleib.

Wenn wir zum Menschen hinaufsteigen, kommen wir schon zum Ich, das etwas völlig anderes darstellt. Es ist etwas, was sich außerhalb der übrigen Leiber befindet. Die Ursachen für den Menschen müssen wir nicht in den Leibern, sondern woanders suchen. Wo? Der Heraustritt aus dem Raum in die Zeit existiert auch beim Menschen, aber bei ihm gibt es keinen Gang zur Zeit, zum Nichts und keine Auflösung, sondern eine Rückkehr in ein vergangenes Leben. Im Unterschied zum Tier gibt es beim Menschen eine Rückkehr in ein vergangenes Leben in der Zeit. Sie wissen, dass unsere früheren Leben in einer anderen Zeit waren – vor 100 Jahren bei dem einen, vor 1000 Jahren bei dem anderen, es ist unterschiedlich. Wir müssen die Ursachen des heutigen Menschen und seiner Art in der Vergangenheit suchen. Das sind vergangene physische Ursachen auf dem physischen Plan für heutige physische Folgen auf dem physischen Plan.  Man ist in diesem Leben das, was man im vorherigen Leben war und was man auf dem physischen Plan gemacht hat. Wie wirken diese Reiche und die hinter ihnen stehenden Kräfte auf den Menschen, auf die Bildung seines individuellen Karmas? Die Götter bilden individuell jedes Karma.  Wenn man beginnt, sich mit den karmischen Fragen zu befassen, muss man von etwas Individuellem des Menschen angeregt werden, etwa von einer Geste. Die Bildung, der Beruf, die Familie, der Lebenslauf spielen keine Rolle – all diese äußeren Umstände machen nicht den Menschen aus. Aus den äußeren Umständen wird man nie verstehen können, wie der Mensch ist.  All diese Details haben nichts mit dem Wesen des Menschen zu tun. Darauf wird ausdrücklich in der Geisteswissenschaft verwiesen. Steiner hat gesehen, dass viele, die hohe Posten beziehen, eigentlich die elementarsten Menschen sind, die sich am spätesten inkarniert haben. Wahrhaftig kann man einen Menschen aus der Wirkungskraft des Impulses heraus verstehen, der ihn bei seinen Taten führt. Danach kann sich aus verschiedenen Gesten, aus einem intimen Element im Menschen allmählich offenbaren, wer dieser Mensch in früheren Leben war. Ich betone das ausdrücklich, denn es gibt sowohl Individuelles und auch Gruppenbezogenes, worauf wir eingehen werden.

Wie wirken die einzelnen Reiche auf die Bildung des menschlichen Karmas? Das Mineralreich beeinflusst das Karma sehr wenig, obwohl es so scheint, als ob wir von diesem Reich am meisten abhängen würden mit unserem ständigen Kampf um das tägliche Brot, der uns zwingt, Kompromisse mit allem einzugehen. Gewissen, Moral, alles können wir wegen des Brotes aufgeben. Aber eigentlich hat das Mineralreich gar keine Auswirkung auf den Menschen. Wegen dieser Unabhängigkeit ist der Mensch frei und er erlebt sich selbst als frei. Der Mensch erlebt sich selbst als frei, nur weil er vom Mineralreich unabhängig ist. Von den anderen Reichen ist er abhängig.

Wie veranschaulicht die Geisteswissenschaft das? Wie Sie wissen, hat das menschliche Gehirn ein Gewicht, es ist eigentlich das Physischste aller menschlichen Organe. Heutzutage wird das Gehirn für dasjenige gehalten, das uns zu Menschen macht. Es wird für unser wichtigstes Organ gehalten. Eigentlich ist das ein vermittelndes Element, der Mensch denkt nicht mit dem Gehirn, das lediglich ein Arbeitsgerät ist. Der Mensch denkt mit ganz anderen Wesensgliedern. Das Gewicht des Gehirns kann überhaupt keinen Aufschluss über den wahren Wert eines Menschen geben. Der Mensch mag sehr intelligent sein, aber die Geisteswissenschaft lehrt, dass die heutigen Menschen klug, jedoch nicht weise sind – das ist das große Problem. Alle sind sehr intelligent und äußern sich zu allen Fragen, aber weise Menschen sind selten zu treffen. Deshalb befindet sich die Menschheit in dieser Lage.

Das Gehirn wird im Schädel von einer Flüssigkeit, genannt Liquor, umspült und es wiegt ca. 20 Gramm – Sie kennen das Archimedische Prinzip. Stellen Sie sich vor, was für ein Schädelbrechen bei Heavy-Metal-Konzerten vor sich gehen würde, wenn es den Liquor nicht gäbe! Die Flüssigkeit verwandelt diese anderthalb Kilo in 20 Gramm. Die Abhängigkeit des Menschen vom Mineralreich entspricht dem Verhältnis von 20 Gramm zu 1500 Gramm – sie ist folglich verschwindend klein. Das, was wir an Nahrung vom Mineralreich erhalten, sind nur Salze, alles andere, was der Mensch an Nahrung zu sich nimmt, stammt aus dem Pflanzen- und Tierreich. Aber diese Unabhängigkeit vom Mineralreich macht uns frei. Das Mineralreich ist die Leiche Gottes. Das Göttliche fehlt im Mineralreich überhaupt. Es ist in der Formbildung vorhanden, die im Pflanzen- und Tierreich und natürlich auch im Menschen stattfindet. Wir haben sehr eingehend darüber in den vorherigen Vorlesungen gesprochen. Das menschliche Leben geht von der Jugend zum Alter, bis man zu einem Leichnam wird, von dem sich das Übersinnliche absondert. Die Götter legen genau den entgegengesetzten Weg zurück, den wir nach dem Tod zurücklegen, wenn wir beim Überblick über das Leben von den letzten Tagen zur Jugend und Kindheit zurückkommen, um danach in die Astralwelt zu gelangen und uns vom schlechten Karma zu läutern. Die Götter bewegen sich vom Altertum zur Jugend, damit sie schließlich eine Leiche absondern können. Sie kennen den alten Saturn, die alte Sonne, den alten Mond und den Erdenäon, in dem das von den Göttern abgesonderte Physische mineralisiert wurde. Nun leben wir im Mineralreich, im jüngsten Reich, das erst im Erdenäon entstanden ist. Die Götter gingen über das Alter auf dem alten Saturn zur Jugend im Erdenäon, um etwas Junges von sich abzutrennen, und das ist das Mineralreich. Sie bewegen sich auf einem Weg, der unserem Weg auf der Erde entgegengesetzt ist.

Wie steht es um den Einfluss des Pflanzenreiches auf den Menschen? Hier geschieht etwas völlig anderes. Hinter dem Pflanzenreich steht die dritte Hierarchie der Engel, Erzengel und Archai. Sie verleihen die besondere Atmosphäre dem Ort, an dem man geboren ist. Sie arbeiten an der Bildung der menschlichen Organe und passen das Aussehen des Menschen an seine Taten im vorherigen Leben an. Wenn jemand also mit einer langen, krummen Nase geboren wird, so ist sie das  „Urteil“ der Götter über seine früheren Taten. Aber der Mensch lässt sich die Nase durch eine Schönheitsoperation verschönern, um ihre Form zu verbergen. Jeder, der eine Schönheitsoperation machen lässt, flieht von der Einschätzung der Götter über ihn. Doch der operierte Körper ist nicht sein wahres Wesen! Die Schönheitsoperationen sind reiner Satanismus. Die dritte Hierarchie bewirkt, dass der Mensch, der an einem bestimmten Ort zur Welt kommt, diesen Umstand als angenehm oder unangenehm empfindet und dieses Bewusstsein von ihm selbst ausgeht – wie er über sich selbst fühlt.

Nun wollen wir eine Brücke schlagen zu denjenigen, die aus allen Regionen der Welt nach Europa und hauptsächlich nach Deutschland kommen. Am Ort, aus dem etwa ein Nigerianer oder ein Afghane kommen, wirken Kräfte der Engel, Erzengel und Archai und verleihen den Regionen, wo diese Menschen nach der göttlichen Vorsehung geboren wurden, je nachdem, was sie verdient haben, eine besondere Atmosphäre. Diese Kräfte haben die spezifische Pflanzenwelt erzeugt. Die ganze Welt selbst bewirkt, dass diese Menschen ein angenehmes oder unangenehmes Gefühl spüren. Es ist die ihnen angemessene Pflanzenwelt. Wenn jemand sich aus Nigeria etwa nach Schweden aufmacht, findet er dort eine völlig andere Pflanzenwelt vor. Die Seele des Nigerianers geht zu einer anderen Pflanzenwelt und im ersten Element des Karmas tritt sofort eine Riesenwandlung ein. Das erste Karmaelement bezieht sich darauf, wie man sich selbst wahrnimmt. Ob einem angenehm ist, dass man so ist, wie man ist oder ob man immer unzufrieden ist – das ist das angenehme oder unangenehme Gefühl. Wenn man sich unrechtmäßig in dieses Element einmischt, entsteht ein enormes Problem. Bei all diesen Menschen, die nach Europa strömen, wird das als erstes Karmaelement eskalieren und zu den entsprechenden Folgen führen. Und das ist das geringere Problem, denn es geht um das Pflanzenreich. Wir wollen nun sehen, was mit dem Tierreich geschieht.
Es gibt Kräfte, die in jedem Land aktiv sind und die dortige Pflanzenwelt bilden. Aber dort wirkt auch ein anderer Kräftetyp – die Astralkräfte, die die spezifische Tierwelt erzeugen. Wir haben bereits gesagt, dass eine physische Folge aus der Tätigkeit der übersinnlichen Kräfte das konkrete Aussehen eines Tieres ist. Die Kräfte, die an der Erzeugung der jeweiligen Tiere wirken, wirken auch auf die Menschen, die das jeweilige Gebiet bewohnen. Der Mensch hat die Fähigkeit, sich über diese Kräfte zu erheben, so dass etwa ein Nigerianer nicht wie z.B. ein Elefant aussieht. Aber sie beeinflussen ihn im Astralleib, denn hier geht es um das Tierreich. Das für den Astralleib Typische sind die Sympathien und Antipathien. Das ist das zweite Karmaelement, das in uns durch diejenigen ausgearbeitet wird, die hinter dem Tierreich stehen – die zweite Hierarchie der Elohim, Herrschaften und Mächte. Sie erzeugen die Sympathien und Antipathien und der Mensch unten entspricht in seinem Astralleib diesen Sympathien und Antipathien, die von oben als Kräfte auf dieses Gebiet einwirken. Jedes Tier auf der Erde ist eine verdinglichte Sympathie oder Antipathie. Wie Sie wissen, sind die Tiere verdinglichte Menschenleidenschaften. Und wenn ein Nigerianer die dortigen Tiere verlässt und zu den schwedischen Tieren umzieht, bewirkt das eine Eskalation in den Sympathien und Antipathien in seinem Astralleib. Stellen Sie sich vor, wie durcheinander alles gerät! Das wird künftig noch stärker in Erscheinung treten. Es ist etwas anderes, wenn ein Bulgare nach England umzieht – die Pflanzen- und Tierwelt der beiden Länder unterscheiden sich nicht stark voneinander, der Zivilisationsstand ist der gleiche, beide Länder sind christlich usw. Diese Massenmigration ist etwas grundsätzlich Verschiedenes und sie verursacht ein völliges Chaos. Ich rede über Dinge, die jetzt passieren, wir werden sehen, ob das berechtigt ist, denn die Antwort ist außerordentlich kompliziert und umfangreich. Wir müssen versuchen, eine korrekte okkulte Einschätzung der heutigen Situation zu geben, ich weiß nicht, wer sonst das tun könnte. Amerika ist nicht in der Lage, einen Ausweg zu zeigen, da es sich in einer Sackgasse befindet. Russland kennt auch nicht den Ausweg, und Europa ist absolut ratlos. In Europa kennt man nicht mal die tatsächliche Lage vom okkulten Standpunkt aus, geschweige denn den Ausweg.

Wenn wir das vierte Reich erörtern – das Menschenreich -, kommen wir zu der ersten Götterdrei und den Ereignissen. Keines der Reiche hat die Macht der Throne, Cherubim und Seraphim, die die Ereignisse auf der Erde entstehen lassen. Stellen Sie sich vor, wie ein Afghane einer Schwedin begegnen kann, und zwar karmisch vorbestimmt. Er muss in Afghanistan geboren sein, alles Mögliche erlebt haben, sie ist in Schweden zur Welt gekommen – Millionen von Ereignissen führen am Ende zu einer Begegnung der beiden. Hier gibt es ein drittes Element – die Ereignisse, die wir bei dem jetzigen Menschenstrom bedenken sollten, dass sie auch wirken. Eine andere Frage ist es, wer diese Ereignisse verursacht. Hier gehen wir in die tiefsten Gründe der Weltereignisse ein.

Das dritte und das wichtigste Karmaelement ist nicht die Vorbereitung, sondern die Karma-Verwirklichung selbst als ein Ereignis auf dem physischen Plan. Es gibt also drei Elemente des Karmas, die von den drei Gruppen von Geistern geschaffen werden. Das erste Element ist der angenehme bzw. unangenehme Zustand, das zweite – die Sympathien und Antipathien und das dritte – die Ereignisse, die zustande kommen. Die Ereignisse gehören also zu einem vierten Reich außerhalb des Mineral-, Pflanzen- und Tierreiches, in dem die Menschen einander begegnen und diese Ereignisse verwirklichen. Hier spielen die ersten Reiche überhaupt keine Rolle. Wenn zwei Menschen sich am Nordpol begegnen und ineinander verlieben sollen, wird das auch geschehen, egal, ob der eine weiß, der andere schwarz ist. Das macht die erste Drei, sie kann das und das, was sie bewirkt,  hat die Kraft einer Naturnotwendigkeit, so wie das Erdbeben eine grausame Naturnotwendigkeit darstellt. Auf die gleiche Art wirkt das im vierten Reich, unabhängig von den anderen drei Naturreichen. Es verursacht die Begegnung von zwei Personen, zwischen denen etwas Bestimmtes passiert. Wir können von drei Elementen reden, die das Menschenschicksal bilden. Stellen Sie sich ein gleichseitiges Dreieck vor. Oben ist das, was man ‚Schicksal‘ nennt, die anderen zwei Spitzen sind das Karma und die Freiheit. Das Schicksal ist der Vatergott, das Karma ist der Sohn und die Freiheit ist der Heilige Geist. Das Karma ist etwas, was wie eine Notwendigkeit wirkt. Was man sich eingebrockt hat, wird man auslöffeln. Aber es gibt auch die Freiheit – den Heiligen Geist. Er und der Sohn agieren und der Vater kontrolliert alles von oben. Aus den zwei Elementen ‚Notwendigkeit und Freiheit’ wird unser Gesamtschicksal gebildet. Von uns hängt es ab, ob wir bei der Begegnung mit einem Menschen dieser Begegnung einen Sinn in Christo geben, um die richtige Fortsetzung im Heiligen Geist zu finden. Anderenfalls bleibt das Karma auf der Stufe der Notwendigkeit und erfährt keine Fortsetzung. Wir werden  ordnungsgemäß durch die Schicksalsschläge gehen, bis wir uns besinnen, aber es wird keine schöpferische Fortsetzung geben. Auf diese Weise wirken diese Reiche.

Nun gehen wir zum nächsten Element über. Wie gestalten die Götter unser Karma? Wenn man stirbt und nach oben steigt, wird alles umgedreht. Vom Standpunkt der Erde betrachtet, stehen die Engel am tiefsten, an der Spitze der Hierarchiestufe stehen die Seraphim. Wenn wir nach oben steigen, wird unser Ich, das in uns drin wie ein Sammelpunkt ist und uns erlaubt, „ich“ zu uns selbst zu sagen und uns als ein einzelnes Zentrum im ganzen Kosmos zu fühlen, so groß, dass es nach unten schauen kann, jedoch umgedreht. Es sieht, dass am höchsten, also unter ihm, die dritte Drei, unter ihr die zweite und am niedrigsten die Drei der mächtigsten Götter ist. Alles wird umgedreht. So ein Erlebnis hat man oben, wo die dritte Drei das Karma bildet, wie wir aussehen sollen und es der zweiten Drei weitergibt, die am inneren Karma wirkt – an Gesundheit, Krankheiten usw.  Die erste Drei muss die Erfüllung dieses Karmas sichern. Die mächtigsten Götter erleben im Voraus alle Folgen unserer Taten, damit sie die Ereignisse zusammenstellen können, die im Menschenleben sich zutragen werden. Wenn ich also hier jemandem eine Ohrfeige verpasse, verpasse ich sie quasi den Seraphim, Cherubim und Thronen, Sie erleben das wörtlich. Danach müssen sie die Ausgleichhandlung unten prägen, bei der ich eine Ohrfeige im nächsten Leben verpasst bekomme. Folglich konzentrieren die Götter – diese erhabene Gesamtheit der neun Hierarchien -, die den ganzen Kosmos erschaffen haben, ihre ganze Existenz auf den Menschen und auf die Erfüllung seines Karmas. Das, was mit Kopernikus startete, also die Auffassung, dass die Erde ein Staubkorn im endlosen Kosmos mit all seinen Galaxien, Nebelbildungen, Sternhaufen u.dgl. darstellt, verleitet uns zu der Empfindung, dass wir klein und unglücklich sind und nichts bewirken können. Wir haben mehrmals gesagt, dass die Dinge anders sind und dass die materialistische Ansicht über die Welt und den Kosmos das ganze Verständnis über den Menschen und die Erde als Zentrum des ganzen Kosmos weggefegt hat. Der ganze Kosmos existiert wegen des Menschen auf Erden. Es wäre für die Götter völlig sinnlos gewesen, sich die dreieinhalb Äonen lang anzustrengen, wenn sie nicht unsere Lebensbedingungen geschaffen hätten. Der Kosmos existiert nur für uns und erwartet von uns, seine Fortsetzung bis zum Vulkan zu sichern. Das ist die große Wahrheit, die die Wissenschaft bisher überhaupt nicht verstehen konnte. Die Wissenschaft spielt eine satanische Rolle, indem sie uns als unbedeutende Staubkörner darstellt.

Wenn sich unser Ich und unsere Seele oben erweitern, finden wir dort zahlreiche Iche und Seelen von Menschen vor, mit denen wir karmisch verbunden sind. Alles, was wir auf der Erde als Gut oder Böse getan haben, wird in unserem Ich widerspiegelt. Nach unserem Hinunterstieg auf die Erde werden wir zu der von den Göttern ausgesprochenen Widerspiegelung unserer vergangenen Leben. Wir sind die Grundlage des Karmas, wir sind das Karma selbst. Das, was wir unten darstellen als Sympathien und Antipathien und Ereignisse, die mit uns passieren – all das haben wir selbst vorbereitet. Die östliche Welt hat Recht über das Karma, aber sie zeigt nicht auf, wer das alles verwirklicht.

Wie tritt das von den Göttern ausgesprochene Karma unten auf der Erde in Erscheinung? Wir wissen, dass sich das Menschenleben in siebenjährige Perioden unterteilt – vom ersten bis zum siebten Jahr, vom siebten bis zum vierzehnten Jahr usw. Vom ersten bis zum einundzwanzigsten Jahr nimmt die erste Götterdrei der Engel, Erzengel und Archai aus den am weitesten entfernten Saturn-, Jupiter- und Marskräften, also von dort, wo das höchste Karma liegt, die karmischen Anforderungen. Diese Anforderungen weben sie in unseren Nerven-Sinnes-Apparat ein, eigentlich in den Kopf, denn die Sinnesorgane sind hauptsächlich im Kopf konzentriert, obwohl wir auch Sinne in der Haut haben und die drei Systeme ineinander übergehen. Bis zum 21. Jahr wird das alles dem Menschen in den Kopf eingewoben, in den Nerven-Sinnes-Apparat, denn wir sind eigentlich nur im Kopf Menschen – dort sind wir frei. Im mittleren Teil und unten im Stoffwechsel und den Gliedmaßen sind wir unbewusst. Der Mensch ist mit seinem wachen Tagesbewusstsein nur im Kopf frei. Im restlichen Körperteil haben wir kein Bewusstsein, dort wirken die Götter. Wir sind nur im Kopf Menschen, deshalb werden als Erstes die karmischen Anforderungen bis zum 21. Jahr in den Kopf eingewoben. Bis zum siebten Jahr erlebt das Kind die meisten Krankheiten, denn diese mehr oder weniger unbewusste Periode eignet sich am besten zum Abarbeiten eines Teils des Karmas als Kinderkrankheiten. Zwischen dem siebten und 14. Jahr sind die Kinder am gesündesten, aber dann kann ihre Gesundheit  durch die äußere Einwirkung des verfehlten Prozesses der Schulbildung beeinträchtigt werden. Mit dem Zahnwechsel trennt sich der Ätherleib, der ursprünglich in enger Beziehung mit dem physischen Leib und der ätherischen Umwelt ist, vom Kopfbereich ab und wird selbständig. Das sind die Geburt des Ätherleibes und seine Trennung von der umgebenden ätherischen Welt. Der Organismus wird selbständiger von den Einflüssen der Umwelt und des menschlichen Umfeldes. Es entstehen Bedingungen zur Entwicklung eines eigenen Seelenlebens. Vom 14. bis zum 21. Jahr befreit sich der Astralleib von seiner Arbeit am Organaufbau, er wird frei.  Mit dem Zahnwechsel beginnend, beseelt der Astralleib immer mehr den Organismus, bis er ganz vorbereitet wird auf die Manifestation des individuellen Gemütslebens. Es setzt die Geschlechtsreife ein. Ab dem 14. Jahr schaltet sich in die Arbeit am Menschen auch die zweite Götterdrei der Elohim, Mächte und Herrschaften ein, die bis zum 35. Jahr wirken. Das, was wir von den ersten zwei Götterreihen erhalten, geschieht in natürlicher Weise, ohne unsere eigene Beteiligung. Die Periode zwischen dem 28. und 49. Jahr ist die Periode der karmischen Bilanz. Diese ist dem Willen, dem Stoffwechsel als Ereignisse eingeprägt – alles, was wir als karmischen Ausgleich im Grunde erleben sollen, geschieht in dieser Periode. Es gibt nur eine Zwischenperiode zwischen dem 21. und 28. Jahr, die quasi eine neutrale Gleichgewichtszone darstellt zwischen den karmischen Anforderungen, die uns vom ersten bis zum 21. Jahr veranlagt sind und den karmischen Erfüllungen vom 28. bis zum 49. Jahr, also zwischen diesen beiden 21jährigen Perioden. Die Götter der ersten Reihe – Throne, Cherubim und Seraphim, die die Ereignisse gestalten, wirken ab dem 28. Jahr. Aber während das Einweben der karmischen Anforderungen bis zum 21. Jahr unbewusst geschieht, muss der Mensch ab dem 28. Jahr bewusst, aus den Kräften seiner Verstandesseele heraus, allmählich am Aufbau einer bewussten Beziehung zu der ersten Götterdrei arbeiten, damit er mit Bewusstsein das eigene Karma mitgestalten kann. Das Karma wird in einer Periode abbezahlt, in der wir völlig bewusst sind und daher man muss verstehen, warum die Ereignisse im Leben geschehen. Deshalb brauchen wir eine bewusste Einstellung  zu der ersten Drei der mächtigsten Götter. Fehlt diese Einstellung, so lebt der Mensch nach dem allgemeinen Gesetz der Notwendigkeit – er leidet, ohne dass die Leiden einen Nutzen bringen. Der Mensch leidet wie ein Tier, wenn ihm die Einsicht fehlt. Diese Periode muss man bewusst erleben. Geschieht das, kann man sogar ab dem 42. Jahr den Hierarchien in einer neuen Form das zurückgeben, was sie einem angelegt haben. Das bedeutet, dass man das Leben bewusst erlebt.

Hier werde ich mir wie Steiner erlauben, das Gesagte an meinem eigenen Leben zu veranschaulichen. Ich werde die Ereignisse nur kurz umreißen, denn ich habe das schon im Buch „Der Weg zum Ich“ erklärt. Sie werden das persönliche Element entschuldigen, aber das hat einen geisteswissenschaftlichen Zweck. Ich bin im Dorf Katunzi geboren – im Dreieck aus Rupite der blinden Hellseherin Wanga, Zlatolist der anderen blinden Hellseherin Stojna und Katunzi geboren. Über den letzten Ort erzählt die Legende, dass dort ein römischer Soldat begraben wurde, der den Gral gefunden haben soll. Das ist die Spitze eines Dreieckes, über das Wanga sagte, dass es eine außergewöhnlich stark energiegeladene Gegend in Bulgarien ist. Und das stimmt! Welche Empfindungen hatte ich an diesem Ort, an dem ich bis zu meinem zehnten Jahr gewohnt habe? Meine erste und mächtigste Empfindung hatte ich, wie meine Mutter es mir erzählt hat, direkt nach meiner Geburt, als ich sofort meine Augen geöffnet habe und das Zimmer musterte. Die Krankenschwestern sollen gesagt haben, dass ich wohl alles verstanden habe. Wie alle anderen Menschen kam ich aus dem Kosmos, wo jeder seinen Stern hat. Ich kam von meinem Stern und landete an dem Ort, den die Götter meinem Karma entsprechend für passend gefunden haben – in diesem wichtigen Dreieck. Ich weiß, warum ich genau dort geboren wurde. Die erste klarste Erinnerung, die ich aus meiner Kindheit habe, ist das Laufen auf der erhitzten Erde. Wenn man aus dem eigenen Stern im Kosmos heruntersteigt, muss man sich in das Irdische, ins Mineralreich hineinpassen. Man startet im Kosmos, tritt in das Mineralreich ein und muss dort die Stütze finden, damit sich das Ich entwickeln kann. Diese von der Sonne erwärmte Erde mit den herrlichen Weintrauben und allem, was dort wächst, das Barfußlaufen und die stechenden Dornen sind mein spürbar klarster Eindruck aus der Kindheit. Der zweitstärkste Eindruck ist der Bistriza-Fluss, der im Pirin entspringt – dem Berg der Wahrheit. Das ist ein sehr klarer Fluss mit wunderbaren Steinen und kleinen Fischen. Der Fluss ist die Astralwelt. Das ist die zweitwichtigste Erinnerung, die in meinem Bewusstsein geblieben ist. Mein Bruder Evgeni ist fast fünf Jahre jünger als ich, also hat er weniger Zeit dort verbracht und bei ihm ist das anders in seinem Bewusstsein geblieben. Wahrscheinlich hat er in diesem Lebensabschnitt stärkere Eindrücke von Varna gehabt. Man hat mit zehn Jahren ganz andere Eindrücke von seinem Lebensort als mit fünf Jahren.

Wenn der Fluss ruhig und klar fließt, ist er wie die höheren Sphären der Astralwelt, in der alles harmonisch und ruhig ist. Bei heftigem Regen trat aber der Fluss über die Ufer, und das Wasser floss ungestüm, Steine rollten, senkrecht kam ein Bach aus Zlatolist, der in den Bistriza einfloss und wenn beide Flüsse zusammenkamen – das hat sich meinem Bewusstsein sehr stark eingeprägt -, untergruben sie die Ufer und trieben tote Fische an die Ufer. Der Fluss ähnelt dem Astralleib mit seinen starken Leidenschaften. Der drittstärkste Eindruck ist der Berg als das Bild des niederen Devachan. An Sirni Zagovezni (bulgarisches Fest, das sieben Wochen vor Ostern beginnt und eine ganze Woche dauert, in der Kukeriprozessionen stattfinden und um gegenseitige Verzeihung gebeten wird) haben wir auf den umherliegenden Hügeln Feuer aus Wacholderzweigen angezündet und sind darüber gesprungen. Hier gibt es gleichzeitig den Berg, die Sonnensphäre oder das niedere Devachan und das Feuer, das höhere Devachan, die erste Götterdrei, die höchstgelegene Welt. Am wenigsten hat mich der Sternenhimmel beeindruckt, da ich aus diesem Himmel kam und ihn vergessen sollte. Ich musste mich in die irdische Welt einfügen, indem ich von unten nach oben anfing – vom Mineralischen zum Astralischen, vom physischen Element über das flüssige und das Luftelement zum Feuerelement, das indirekt durch den Berg und die brennenden Wacholderzweige an Sirni Zagovezni in Erscheinung trat. Aber der Sternenhimmel hat mich nicht so beeindruckt, ich bin ganz ehrlich. So muss man den Anfang des Lebens beim Hinuntersteigen auf den Erdenplan in Eindrücken erleben.

Danach haben sich die Dinge drastisch geändert, als wir nach Varna umzogen. Vom Bistriza kamen wir zum Schwarzen Meer, wo die stärksten Leidenschaften toben und alles Dunkle der Erde hier durchgeht. In der Großstadt Varna, deren Name „Anfang“ bedeutet, sollte der Anfang der Überwindung des Bösen gesetzt und das Gegenmittel für dasjenige angeboten werden, was mit dem Antichristen kommt. Deshalb wurde ich hierhin versetzt. Die karmischen Anforderungen wurden bis zum 21. Jahr angelegt und in der neutralen Periode tauchte meine Frau Rada auf, es kamen die Kinder und der folgende Rest. In einem bestimmten Moment brach die Demokratie über uns herein und erwischte mich in der Zeit nach der Mitte der Periode der Verstandesseele. Der Rückweg zum Geist war zurückzulegen und das Erste, womit wir anfingen, war die Überwindung der großen Illusion des Todes. Mit unbeschreiblicher Begeisterung haben wir erfahren, dass es eine Reinkarnation gibt. Eigentlich habe ich mich daran erinnert, ich wusste das ja – seit Jahrtausenden war ich Träger dieses Wissens. Sich daran zu erinnern, wenn die Bildung und alles andere nur auf das Materielle ausgerichtet ist, ruft wirklich enorme Begeisterung hervor! Meine Frau Rada und ich haben das alles gemeinsam erlebt. Als sie ein Kind war und sich vorstellte, dass eines Tages nach ihrem Tod nichts übrig bleiben würde, bekam sie Kopfschmerzen, sie wollte das nicht akzeptieren. Wenn man heute einem Christen erzählt, dass es eine Reinkarnation gibt,  wird er einen so ansehen, als wäre man verrückt geworden. Eigentlich ist das kein Christentum, sondern eine völlige Illusion. Das war die erste Überwindung der großen Illusion des Materiellen, des Mineralreiches, dessen, was der Dichter beschrieben hat in der Strophe des bulgarischen Dichters Nikola Vaptzarov „Man wird erschossen und danach kommen die Würmer, das ist so einfach und logisch“Das sind die Ungereimtheiten des Materialismus.

Die zweite Illusion, die ich überwinden musste, gehörte der Astralsphäre an: das sind die Emotionen im Menscheninneren. Wir hatten vor, uns selbständig zu machen, denn inzwischen wurde in Bulgarien die Marktwirtschaft eingeführt und jeder stürzte sich wie entfesselt in das Geschäftemachen. Diese Illusion muss überwunden werden, man muss spüren können, wozu man auf die Erde gekommen ist, anderenfalls wird man nicht sich selbst sein. Ich war damals mitten in der Periode zwischen dem 28. Und dem 49. Jahr, in der die karmischen Ereignisse eintreten. Es bestand nicht die Möglichkeit, vom Vorgesehenen abzuweichen und mich ins Nichts aufzumachen. Die geistige Welt fand die Mittel, um mich aufzuhalten. Man hat mir ganz klar zu verstehen gegeben, dass ich nicht auf die Erde gekommen bin, um Handel zu betreiben. Die Leidenschaften und Illusionen fielen nach und nach weg. Die Illusion des Wasserelementes, der Leidenschaften, ließ nach. Es folgte die Überwindung des Luftelementes des Berges. Aus allen spirituellen Richtungen, die wir damals kennenlernten, sollten wir uns auf Christus konzentrieren. Es kam der Augenblick, in dem ich begriff, dass Christus die Antwort auf alle Fragen ist. Und wir haben uns auf Ihn zentriert. Darin besteht die Überwindung der Illusion des Berges.

Am Ende steht die Überwindung der großen Illusion bevor – die Überwindung des materialistischen Kosmos-Verständnisses. Darüber habe ich im Februar 2002 in der Vorlesung „Der Mensch als Kind des Kosmos“ im Rathaus Varna berichtet. Damals erklärte ich, dass der Mensch das Wichtigste im Kosmos ist, alles Sichtbare eine Illusion darstellt und der ganze Kosmos unseretwegen existiert. Die letzte Illusion des Sternenhimmels wird durch die Zentrierung des Menschen auf die Erde überwunden. Verstehen Sie nun, womit wir konfrontiert werden, wenn wir auf die Erde heruntersteigen und wie alles umgewendet und in der umgekehrten Reihenfolge überwunden werden muss? Deshalb habe ich mir erlaubt, über Persönliches zu berichten, da ich weiß, wie sich das bei mir zugetragen hat. Darin äußert sich der Karmaeinfluss unten auf Erden.

Man kann einige allgemeine karmische Gesetzmäßigkeiten anführen. Wenn man z.B. in diesem Leben nicht aktiv denkt, und zwar an Wesentliches, wird man im nächsten Leben stumpf sein und Fett ansammeln, d.h. man wird übergewichtig sein. Wenn man in diesem Leben viel nachdenkt, wird man im nächsten Leben dürr, dünn und ein Mensch des Denkens sein. Ist der Wille in diesem Leben schwerfällig und der Mensch langsam, wird er im nächsten Leben langsam denken und wieder  schwerfällig sein. Was man heute im Kopf darstellt, so wird der Wille im nächsten Leben sein. Was der Wille in diesem Leben darstellt, wird im nächsten Leben im Kopf sein. Wir werden in der Zukunft sehen können, was für Köpfe die Menschen in ihrem nächsten Leben haben werden. Wenn man den ganzen Tag am Computer rumhängt, danach nichts anderes macht, fehlt einem die Bewegung. Der Wille funktioniert nicht, die Gliedmaßen werden nicht bewegt. Ich habe immer gesagt, dass man gleichzeitig ein stark ausgeprägtes Denken haben und viel arbeiten muss – so viel, dass man Blasen an den Händen bekommt. Anderenfalls wird man im nächsten Leben nicht besonders angenehm aussehen. Steiner hat viel darüber gesprochen und wenn sich jemand mit seinen Einsichten ausführlich bekannt machen will, sollte die Bände der „Esoterischen Betrachtung karmischer Zusammenhänge“ lesen.

Wenn man unten auf Erden ist, besteht man, allgemein gesagt, aus einem physischen Leib einem Äther- und Astralleib und einem Ich. Im Schlaf lösen sich der Astralleib und das Ich aus dem physischen und Ätherleib. Aber alles, was wir in der Welt mit unseren Sinnen wahrnehmen können, hat eine Beziehung nur zum Ätherleib und zum physischen Leib. Der Rest hat überhaupt keine Beziehung zu unserem Astralleib und zum Ich. Nur zwei Himmelskörper bilden die Ausnahme daraus, sie sind wie zwei Pforten, durch die wir in Beziehung zur geistigen Welt auch während des physischen Lebens treten können. Die eine Pforte ist der Mond und die andere – die Sonne. Der Mond ist das Vergangene, er ist mit dem Astralleib und der Notwendigkeit verbunden. Die Sonne ist die Zukunft und sie ist mit dem Ich verbunden. Früher bildeten der Mond und die Erde einen Körper, aber dann wurde der Mond von ihr abgetrennt, und mit ihm auch die sog. ‚Mondenlehrer‘, die den Mond bewohnen. Diese Wesenheiten waren die ersten großen Lehrer der Menschheit, die keine physische Existenz hatten, sondern in feinen Ätherleibern lebten. Sie führten die Menschenmassen an und wirkten direkt in deren Willen. Seit jener Zeit stammen die Reste dieser alten Weisheit, die wir in den poetischen Formen der Veden sehen, der Yoga- Philosophie Vedanta den persischen und ägyptischen Schriften. Alle Mysterien waren der Nachhall dieser ursprünglichen erhabenen Weisheit. Als der Mond noch mit der Erde verbunden war, konnten die Götter durch die Erde und den Mond den Kosmos betrachten. Die Menschen konnten das auch, aber ihr Ich-Bewusstsein war damals noch nicht entwickelt. Die Mondenlehrer konnten die Weltgeheimnisse betrachten, obwohl sie eine ätherische Existenz führten, da auch Lemurien ‚halbätherisch‘ war.

Sie haben die große Weisheit aufgenommen und den Menschen in dieser poetischen Form gegeben. In keiner anderen Form konnten sie die Weisheit weitergeben, da die Menschen damals nicht das heutige abstrakte Denken besaßen. Nun ist der Mond von der Erde getrennt, dort gibt es eine Kolonie der Mondenlehrer, die früher auf unserer Erde waren. Sie erfüllen die Rolle der „Sachbearbeiter“ des menschlichen Karmas. Wenn jemand stirbt, findet er sich zuerst vor den Mondenlehrern, die sein Karma in den Weltenäther eintragen. In der Venus- und Marssphäre wird sichtbar, ob dieses Karma gut oder schlecht ist. Nachdem wir ca. ein Drittel der Dauer unseres irdischen Lebens in der Mondensphäre verbracht haben, steigen wir zur Sonnensphäre auf, jedoch nur mit dem guten Karma. Der Wert des Menschen wird dadurch bestimmt, was von ihm abgefallen ist – ist von ihm viel als schlechtes Karma abgefallen, das in die Sonnensphäre nicht eintreten darf, hat dieser Mensch weniger Wert. Nichts ist nämlich aus ihm als gutes Karma übrig geblieben, das in die Sonnensphäre eintreten darf. Die Götter finden keinen Anhaltspunkt, um ihm das neue Karma so zu gestalten, dass er in seinem nächsten Leben gesund ist. Dieser Mensch wird ständig krank sein, da er nichts als gutes Karma im vorigen Leben abgearbeitet hat. Bei unserem Hinunterstieg prägen die Mondenlehrer unserem Astralleib unsere Vergangenheit ein. Später haben wir kein Bewusstsein dafür, da es nicht unserem Kopf, sondern dem geistigen Teil des Stoffwechsel-Gliedmaßensystems eingepflanzt worden ist. Der Mond hängt mit unserer Vergangenheit zusammen, mit dem, was sich auf unsere vergangenen irdischen Leben erstreckt.

Die Sonne ist die andere Pforte zur geistigen Welt und dort findet man keine Wesenheiten, die jemals Erdenbewohner gewesen sind. In der Sonnensphäre kann man die Engel und andere höhere Hierarchiewesen finden. Wir wissen, dass jeder Mensch mit einem individuellen Engel verbunden ist und die Engel die kosmischen Muster für die Menschen sind. Die Engel hängen mit der Zukunft der Menschen zusammen. Wir besitzen etwas, was eine Beziehung zum Mond und etwas, was eine Beziehung zu der Sonne hat. Die Notwendigkeit und das Karma kommen vom Mond, aber im Laufe der Zeit müssen wir eine Beziehung zu der Sonne herstellen. Zuerst wird sich die Erde mit dem Mond in ca. 5 bis 6000 Jahren verbinden, etwa in der siebten Kulturepoche der fünften Wurzelrasse. Stellen Sie sich vor, wie der Mond als der Karmaträger sich mit der Menschheit und seinem unverarbeiteten Karma verbinden soll, wie fortgeschritten die Menschheit bereits sein müsste, um wieder den Mond als Himmelskörper aufnehmen zu können. Der Mond ist mit der Individualisierung und unserem niederen Ich verbunden. Wir haben uns ausreichend individualisiert, nun ist jeder Mensch ein vollendeter Egoist. Was das Mondische betrifft, können wir feststellen, dass wir unsere Aufgabe erledigt haben. Was Christus betrifft und das, was uns verbindet, bleiben wir auf der Strecke. Christus ist der Einzige der Götter, der von der Sonne hinuntergestiegen und Mensch geworden ist. Er hat eine Beziehung zu der Freiheit im Menschen, die die Götter nicht genießen. Christus ist der Einzige, der im Menschen agieren kann und Er lässt sich mit den besten und innerlichsten Kräften im Ich und in der Seele finden. Die Vereinigung der Erde mit der Sonne wird in den übersinnlichen Sphären lange nach Abschluss der Erdenentwicklung stattfinden. Bis zu dieser Etappe müssen wir bis zum Dasein von Elohim, Mächten und Herrschaften herangereift sein, um Eins mit ihnen zu werden. Aber sowohl die Sonne als auch der Mond wirken in der Gegenwart. Der Mond ist das Vergangene, das Karma, die Notwendigkeit und die Sonne ist die Zukunft. Aber beide wirken in die Gegenwart hinein und bilden das gemeinsame Schicksal des Menschen. Das sage ich nicht zufällig. Gleich werden wir über die Mohammedaner und über Alexander von Mazedonien sprechen und dann werden Sie einsehen, warum ich das sage. Es ist äußerst wichtig!

Wenn wir das bisher Erörterte im Auge behalten, können wir an die karmischen Ketten herangehen. Wer meine Vorlesung über Skythianos auf der anthroposophischen Konferenz in Varna 2014 gehört oder gelesen hat (https://erzengelmichaelblog.wordpress.com/2016/06/15/skythianos/#comments), weiß, dass dort von zehn Individualitäten die Rede war, die als Persönlichkeiten in der Zeitenwende in Erscheinung getreten sind. Das sind zehn Menschen, in denen das Einweihungsprinzip wirkt. Zuerst handelt es um die drei Könige aus dem Osten, die wir als die wieder inkarnierten Pythagoras, Kyros der Große und den Propheten Daniel kennen. Die nächsten sind die drei Personen, die von Christus wiedererweckt wurden – die Tochter des Jaïrus, der Junge von Nain und Johannes-Lazarus, der nach seiner Einweihung durch Christus Johannes wurde. Auf der Konferenz habe ich gesagt, dass die Tochter des Jaïrus der Bodhisattva Beinsa Douno ist, der damals mit seinem Ich inkarniert und nicht inkorporiert war. Es ist äußerst wichtig das zu wissen! Die dritte Gruppe bilden diejenigen drei Personen, die mit dem Kreuz auf Golgatha verbunden sind – nämlich Simon von Cyrene – der Erste, der das Kreuz Christi auf sich nimmt, sowie die auf Golgatha anwesenden Joseph von Arimathäa und Nikodemus, die den Leib herunternahmen und den Anfang der Mysterien setzen, die mit  dem Blut und Leib zusammenhängen. Wir sagten, dass Simon von Cyrene Abraham war, Joseph von Arimathäa – Skythianos und die Königin von Saba hat als Nikodemus wieder inkarnierte. Zum Schluss kommt die Jungfrau Sophia, die der wieder inkarnierte Salomo ist. Das sind die zehn Individualitäten, die an den Ereignissen beteiligt sind und das Einweihungsprinzip ist bei allen sehr wichtig. Nun möchte ich etwas diesbezüglich präzisieren, damit wir Schlussfolgerungen ziehen können, die später zum Einsatz kommen. Ich habe erklärt, dass Abraham als Simon von Cyrene inkarnierte, aber ich habe nicht gesagt, wer Simon von Cyrene war und ob er im 20. Jahrhundert auf der Erde lebte. In GA 130 „Das esoterische Christentum und die geistige Führung der Menschheit“ sagt Steiner, dass der jetzigen Bodhisattva in 2500 Jahren zum Maitreya aufsteigen soll und bis zu dieser Zeit auch die ätherische Wiederkunft Christi dauern wird. Beachten Sie – die ätherische Wiederkunft Christi wird vom 20. Jahrhundert an 2500 Jahre dauern, dann wird sich Christus in astraler Gestalt im niederen Devachan offenbaren. Danach wird es zu Seiner Ich-Erscheinung in der Sphäre des oberen Devachan als das Welten-Ich der Menschheit kommen und dieses Ich wird in den von den Menschen ausgebildeten dreieinigen übersinnlichen Leib – in „das große unsterbliche Individuum“ – eingehen. Das größte Ereignis, das der Menschheit also in den kommenden 2500 Jahren bevorsteht, wird bis zur Mitte der sechsten Kulturepoche dauern, wenn der Maitreya auf der Erde erscheinen wird. Ob Steiner das zufällig gesagt hat? Die ätherische Wiederkunft Christi wird kulminieren und ihr Fokuszentrum im Maitreya haben, der uns vorführen wird, was es bedeutet, ein Mensch der Freiheit und Liebe zu sein, also ein Bürger des künftigen geistigen Jupiter. Deshalb besitzt diese Individualität eine solche kolossale Wichtigkeit als der Vertreter der Menschheit. Sie wird der Höhepunkt der menschlichen Anstrengungen in der sechsten Kulturepoche sein. In GA 126 „Okkulte Geschichte“ sagt Steiner ausdrücklich, dass es einen anderen Knotenpunkt auf der Erde gibt, der für die Offenbarung des Christus innerhalb der ätherischen Welt zuständig ist (im Vortrag vom 31.12.1910) und dass dieser Punkt nicht die Anthroposophie ist. Am Ende des Buches (ich habe die russische Ausgabe) steht in den Anmerkungen des Goetheanum, dass dieser Punkt die Bodhisattva-Strömung ist. Es ist also der Bodhisattva der Hauptverkünder, der für die ätherische Wiederkunft des Christus und Seine Verkündigung an die Menschheit verantwortlich ist, und nicht Steiner. Steiner ist quasi der Bodhisattva-Sprecher.

Und hier entsteht die berechtigte Frage, wo die alten Propheten und Patriarchen inkarniert waren. Waren sie innerhalb der Anthroposophischen Gesellschaft an der Seite Steiners oder waren sie an der Seite Beinsa Dounos? In GA 130 sagt Steiner, dass wenn in 2500 Jahren das Ich des Maitreya inkarnieren wird, er bis zum 33. Jahr leben und dann das Ich umgewechselt werden wird. So war es in der Zeitenwende, als er in der Tochter des Jaïrus inkarniert war. Seitdem gibt es nur Inkorporationen, etwa wie in den Menschen Peter Danov, der reinkarnierte bulgarische König Boris der I. ist, und in dem später der Bodhisattva inkorporierte. So geschah das auch, als Christus inkarnierte  – aus dem Jesus trat das Zarathustra-Ich heraus und hinein trat das Christus-Ich, das makrokosmische Ich. Wenn dieses Ich, welches das Bodhisattva-Ich ersetzen wird, in seinen Leib eintritt, wird er zum Maitreya aufsteigen. Im Moment des Umwechselns wird er in seinem 33. Jahr zum Maitreya aufsteigen, denn die Zeit der Menschheit verläuft im Zeichen des 33jährigen Zyklus. Wenn wir nun wissen wollen, was geschehen wird, müssen wir verfolgen, was vor 33 Jahren geschah, um dort nach bestimmten Zeichen zu suchen. Aber das, was heute geschieht, ist ein viel umfangreicher Prozess, der im Laufe von mehreren Epochen vorbereitet wurde. Das Ich, welches das Bodhisattva-Ich ersetzen wird, wird eines der großen Menschen-Iche sein, sagt Steiner und gibt drei wahrscheinliche Individualitäten an, die in Frage kommen – Moses, Abraham und Elija. Alle drei waren an der Seite Beinsa Dounos im 20. Jahrhundert. Wer waren sie? Abraham ist der Mensch, der aus Ur Chaldäisch aufgerufen wurde. Chaldäa hat nicht die Bedeutung eines geografischen Gebietes, das von einer bestimmten Völkerschaft bewohnt wurde, sondern stellte in Babylonien etwas wie eine Gemeinschaft von Eingeweihten dar. Viel später wurde es zu jenem Chaldäa, das mit einem bestimmten Volk in Beziehung gebracht wird. Abraham wurde durch die Stimme Gottes aufgerufen, Ur Chaldäisch zu verlassen und ins Gelobte Land zu ziehen, wo das Volk leben sollte, das aus ihm und seinen Nachkommen stammt. Er ging durch Haran, dann durch Ägypten und schloss einen Bund mit Gott, der ihm versprach, Stammvater des gotterwählten Volkes zu werden, das so zahlreich sein werde wie die Sterne am Himmel. Letzteres bezieht sich nicht auf die zahlenmäßige Stärke, sondern auf die zwölf Sternbilder des Tierkreises, die von den zwölf Stämmen Israels repräsentiert werden. Abraham wurde durch Melchisedek mit dem Brot und Wein eingeweiht und damit wurde das Sonnenmysterium leicht angedeutet, denn im jüdischen Volk wirkte das vollkommene Mondprinzip.

Was geschah bei der Inkarnation Abrahams als Simon von Cyrene? Christus trug Sein Kreuz den Golgatha Hügel hoch und die Römer ordneten Simon an, zu kommen und helfen, das Kreuz zu tragen, da Christus unter der Schwere zusammengebrochen war. Simon wurde wie Abraham wieder aufgerufen, aber diesmal durch den irdischen Herrscher in der Gestalt der Römer. Wer war der Erste, den Beinsa Douno aufrief? Das war Doktor Georgi Mirkovitsch (1826-1905, bulgarischer Revolutionär, Aufklärer und Arzt). Er ist Abraham und Simon von Cyrene.

Dr. Mirkovich

                                                        Dr. Georgi Mirkovitsch

Er ist einer der drei Individualitäten, die ein so starkes geistiges Wachstum erleben sollen, dass auf dem Höhepunkt der sechsten Kulturepoche einer aus ihnen zum Ich des Maitreya werden kann. Doktor Mirkovitsch ist eine bemerkenswerte Persönlichkeit der bulgarischen Wiedergeburtszeit. Er studierte Medizin und schrieb eine Doktorarbeit, war Mitglied der Bulgarischen Schrifttumsgesellschaft, interessierte sich für den geistigen Aspekt der Naturerscheinungen, schloss sich der revolutionären Bewegung zur Befreiung Bulgariens an, wozu er durch die osmanischen Behörden in die lebenslange Verbannung nach Diyarbakir geschickt wurde. Nach der Befreiung Bulgarien vom Türkenjoch 1878 war er Krankenhausdirektor, Gymnasialleiter und Abgeordneter. Er wurde durch Beinsa Douno als einer der ersten drei Schüler neben Penjo Kirov und Todor Stoimenov aufgerufen. Die drei zuerst Aufgerufenen sind Vertreter der drei christlichen Konfessionen, wobei Dr. MIrkovitsch den Katholizismus repräsentiert. Er soll Beinsa Douno nach seinem genauen Todesdatum gefragt haben, worauf der Meister ihn gefragt habe, ob er die Wahrheit ertragen könne. Nach der bejahenden Antwort nannte ihm der Meister das Datum und Dr. Mirkovitsch wurde blass – der angegebene Tag war nicht mehr weit. Dr. MIrkovitsch verließ diese Welt im Jahr 1905. Selbst Abrahams Ich konnte dem Mysterium des Todes nicht gegenüberstehen und es ertragen. Deshalb muss man sehr vorsichtig an karmische Fragen und an die Mitteilung personenbezogener Tatsachen herangehen, um etwaige Fehler zu vermeiden. Ich weiß, dass eine außerordentlich ernsthafte Vorbereitung notwendig ist, damit ich richtig verstanden werde. Ich möchte es mit niemandem von Ihnen riskieren, damit wir uns nicht überflüssiges Karma aufladen, da ich vermute, was von innen aufsteigen könnte.

Die zweite Individualität ist Moses. Wer ist er? Wir wissen, dass es in der Zeitenwende zwölf Jünger gab. Steiner berichtet in seinen Vorträgen über das Markus-Evangelium, dass fünf der Schüler Christi die fünf Söhne Makkabäus‘ waren, dessen Vater Mattatias den Aufstand gegen Antiochos den IV. und das Seleukidenreich anführte. Im zweiten Buch Makkabäus der Bibel ist auch von einer Witwe mit sieben Söhnen die Rede, die großen Qualen unterzogen werden, aber den Glauben ihrer Vorfahren nicht verraten. Das ist der Höhepunkt der hebräischen Qualen im Alten Testament. Eine „Witwe“ bedeutet im Alten Testament eine Einweihungsstufe, denn keiner hätte diesen Plagen standgehalten. Diese sieben Söhne der Witwe und die anderen fünf waren als die zwölf Jünger inkarniert. Judas Makkabäus, der von klein auf der gesündeste war und am meisten das hebräische Volk verteidigt hat, ist derjenige, der später Christus verraten hat. Er hatte eine enge nationale Sicht auf die Dinge und wollte, dass Gott das Volk Israel befreit. Doch die Christus-Mission ist eine Mission für die Gesamtmenschheit, Er stieg von der Sonne als der Verfechter des Allgemeinen und nicht des Besonderen, des Mondischen herab. Das althebräische Volk war der Verfechter des Mondischen. Petrus ist derjenige Apostel, der über die anderen die Oberhand gewann, obwohl er nicht der Erstberufene war. Petrus ist der wieder inkarnierte Moses. Im 20. Jahrhundert inkarnierte er als Bojan Boev.

Was ist die geistige Logik hier? Moses stotterte und sein Bruder Aaron gab dem Volk die Worte seines Bruders wieder. Er wurde ins Gelobte Land nicht zugelassen, da er Mord begangen hatte und eines der Zehn Gebote („Du sollst nicht töten“) verletzt hatte. Petrus war der Jünger, der am meisten Christus liebte, jedoch Seelenschwächen hatte und im Garten Gethsemane einschlief. Er war nicht in der Lage, Christus zum Hügel Golgatha zu folgen. Bojan Boev kam zu Steiner, aber Steiner hat ihn zu Beinsa Douno geschickt. Bojan Boev hatte eine Beinverletzung aus dem Balkankrieg, die schlecht heilte. Deshalb hinkte er zeit seines Lebens. Trotzdem verzichtete er auf das Angebot des Meisters, sein Karma zu übernehmen. Wahrscheinlich spürte er etwas.

Ich möchte Ihnen etwas vorlesen, damit wir eventuelle Spekulationen aus der Welt schaffen, die in der „Weißen Bruderschaft“ hinsichtlich der Anthroposophie bestehen. 1908 ging Bojan Boev nach München, um sein Studium abzuschließen, da die Universität Sofia vorübergehend geschlossen wurde. Er kam mit Rudolf Steiner in Kontakt, der ihm die Naturwissenschaften im okkulten Licht zeigte. Laut dem Bericht Wlad Paschovs, auf den man sich verlassen kann, dass er das Gespräch genau wiedergibt, da er und Bojan Boev aus der ganzen „Weißen Bruderschaft“ die Anthroposophie am besten kannten, hat Steiner zu Bojan Boev gesagt: „In Bulgarien wird eine mächtige geistige Strömung entstehen, an deren Spitze ein erhabener Eingeweihter stehen wird. Er wird in Bulgarien nicht in der Art arbeiten, wie ich hier arbeite, sondern anders. Hier agiere ich in einem wissenschaftlich-materialistischen Umfeld, ich habe die Aufgabe, aus der Geistessicht den gegenwärtigen wissenschaftlichen Gedanken zu beleuchten und der untergehenden westeuropäischen Zivilisation einen geistigen Impuls zu geben, damit sie erneuert wird und zur sechsten Rasse übergehen kann. Dort in Bulgarien werden Sie an der Fundamentlegung  einer neunen Kultur, der Kultur der sechsten Unterrasse arbeiten, aus der die sechste Rasse entstehen wird. Da die sechste Rasse die Aufgabe haben wird, das menschliche Herz zu entwickeln, werden sie dort an der Entwicklung des menschlichen Herzens mit der Bibel in der Hand arbeiten“. Das ist der Sinn des Gesprächs. Bei einer Gelegenheit hat Bojan Boev den Meister nach seiner Einstellung zu Steiner gefragt und ob sich die beiden kennen würden. Das erzählte Wlad Paschov, nachdem Bojan Boev diese Welt verlassen hatte. Folgende Einschätzung gab der Meister über Steiner. Auf die Frage, ob er ihn kenne, sagte der Meister, dass sich die beiden begegnet seien. Bojan Boev soll sich gewundert haben, wo die Begegnung der beiden zustande gekommen sein könnte, da der Meister in jener Zeit Bulgarien nicht mehr verließ. Beinsa Douno erwiderte, dass sie sich in der geistigen Welt begegnet seien und sich von dort kennen würden. Und er fügte hinzu: „Steiner ist ein guter Arbeiter auf dem Feld Gottes. Er ist sehr aktiv und tatkräftig. Die Weiße Bruderschaft hat ihm die Aufgabe gestellt, die westeuropäischen Kultur zu impulsieren, damit sie vor dem endgültigen Zusammenbruch bewahrt wird, wieder auflebt und in die neue Kultur eintreten kann.“. Der Meister gibt eine außerordentlich hohe Einschätzung über Steiner. Dagegen wird in unserer „Weißen Bruderschaft“ immer wieder die Legende verbreitet, dass Steiner gescheitert sei, da er wieder einmal eine Frau an sich herangelassen hätte, so wie er früher als Pythagoras in der Schule auf Südsizilien sich in eine Schülerin verliebt hätte u.dgl. Ungereimtheiten. Rudolf Steiner und Marie Steiner arbeiteten synchron unter der Führung des Meisters. Der Sinn der Anthroposophie besteht darin, den Leser zum Bodhisattva Beinsa Douno zu führen. Das gefällt den Anthroposophen gar nicht, aber es ist eine Tatsache.

Die dritte Individualität, die in Frage kommt, ist der althebräische Prophet Elija, der später als Johannes der Täufer erschien, danach als der Maler Raffael und der Dichter Novalis lebte und im 20. Jahrhundert als der bulgarische Prophet Djado Wlajtscho inkarnierte, der ebenfalls Beinsa Douno nahe stand.  Das sind die drei möglichen Individualitäten, über die Steiner sagte, dass sie das Ich des Bodhisattva in 2500 Jahren ersetzen könnten, wenn er sich in Buddha Maitreya verwandeln wird. Sie alle waren an der Seite des Bodhisattvas. Das ist natürlich, wo sonst können sie gewesen sein?

Ich möchte auf zwei weitere Individualitäten eingehen. In einer älteren Vorlesung, in der es um die karmischen Ketten ging, fielen Wenzi auf einmal zwei Namen ein, als ich laut überlegte, wer Wlad Paschov und Ljubomir Lultschev gewesen sein könnten – zwei weitere außerordentliche Persönlichkeiten aus dem Kreis um Beinsa Douno. Die Namen, die Wenzu einfielen, waren Jakob und Hiob. Danach bat mich Wenzi, die beiden „auf meine Art“ zu prüfen. Ich muss sagen, dass diese Überprüfung nicht gleich geschieht. Steiner hat sich auch nicht in die Akasha-Chronik eingeschaltet, um zu prüfen, wer welche Person war, um dies nachher zu verkünden. So läuft es nicht. Er hat sehr aufmerksam die Menschen beobachtet,  manchmal konnte er aus einer Geste oder etwas anderem, was ihm auffiel, die vorige Inkarnation der jeweiligen Person ersehen. Außerdem hat er die Imagination, Inspiration und Intuition beherrscht. Bei uns geschieht das anders, ich will nicht in die Details der Technik eingehen, aber es geschieht auf der Grundlage der siebenstufigen Metamorphose des Denkens, das ein Eintreten des Willens in das Denken und ein anschließendes Hinüberspringen darstellt. Das kommt auf dem Weg des Willens zustande, da das Karma im Willen ist. Es mussten Monate vergehen, in denen wir uns in einigen besonderen Situationen überzeugen konnten, dass das, was über Wenzi kam, stimmte. Es tauchte noch eine Frage auf – um welchen Jakob es ging, denn es gibt mehrere Personen mit diesem Namen. Damals reagierte ich sofort, da dies nicht durch mich kam und da es um die christlichen Mysterien ging, dass dieser Jakob wahrscheinlich der Jünger ist, der auf dem Berg mit Christus war. Aber dann kamen andere Kandidaten hinzu – Jakob von den Jüngern, der der Bruder des Johannes war, Jakob der Sohn des Alphäus, Jakob, der Herrenbruder. Letzterer war der Vorsitzende der Urgemeinde in Jerusalem, wo ein Streit unter den christlichen Juden gelöst wurde, nämlich wie die Heiden zur Erlösung kommen können. Der Streit entstand in Antiochia, wo der Apostel Paulus – der Erste, der den ätherischen Christus vor Damaskus gesehen hat, die Heiden zum Christentum bekehrte.  Ich weiß noch nicht, ob Paulus im 20. Jahrhundert inkarniert war und als welche Persönlichkeit. Es ist höchste Zeit zu erfahren, wer diese außergewöhnliche Individualität war, denn wir werden nun auf die karmischen Strömungen eingehen. Ein anderer Jakob ist der dritte biblische Patriarch und er erschien mir am unwahrscheinlichsten. Aber es war genau dieser Jakob, genannt auch Israel, der Erzvater der zwölf Stämme Israels. Er war Wlad Paschov (1902-1974, einer der engsten Schüler Beinsa Dounos) im 20. Jahrhundert, der die Kapazität hatte, das erste Buch in Bulgarien über Astrologie zu schreiben und dieses mit dem Wort des Meisters zu verbinden, da er eine Beziehung zum Sternenhaften hatte, als dessen Widerspiegelung die zwölf Stämme entstanden. In sieben Bänden von ca. 2500 Seiten zeigt Wlad Paschov den „Historischen Weg der Weißen Bruderschaft im Wandel der Zeit“ auf. In dieser Reihe werden die wichtigsten Lehren des esoterischen Christentums dargestellt und es wird die Lehre Beinsa Dounos als die nächste gesetzmäßige Erscheinungsform der übersinnlichen Weißen Bruderschaft erörtert.

Vlad Paschov

Vlad Paschov

Jakob hatte drei Schlüsselerfahrungen. Bei der ersten sah er im Schlaf die Gottesleiter, auf der die göttlichen Engel hinauf- und herabsteigen. Diese Leiter hat fünf Stufen und reicht bis zu den Elohim. Die zweite Erfahrung erlebte er, als er mit seinem Tagesbewusstsein die himmlischen Hierarchien sah und die dritte – als er einen Kampf gegen ein mächtiges Wesen führte, das ihn angegriffen hatte. In der Bibel wird der Name dieses Wesens nicht erwähnt, aber es ist Erzengel Michael, der Jakob den Namen ‚Israel‘ gibt und dadurch den Anfang des gotterwählten Volkes setzt. Israel bedeutet „gegen den Gott kämpfen“, denn mit Jakob beginnt der menschliche Kampf um seine Individualisierung und Emanzipation von der göttlichen Welt. Dieses Volk hatte die Aufgabe, den Leib für Denjenigen vorzubereiten, der mit Seinem makrokosmischen Ich kommen, in uns leben  und das Ich-Prinzip auf die rechtmäßige Individualisierung richten sollte. Jakob steht am Anfang dieser ganzen Entwicklung. Er inkarnierte als Wlad Paschov.

Beinsa Douno sagte oft, dass er die Propheten und Patriarchen Israels um sich versammelt hatte, aber er hat nie ihre konkreten Individualitäten genannt. In der „Weißen Bruderschaft“ werden Legenden verbreitet, nach denen Ljubomir Lultschev etwa der wiedergeborene Salomo wäre (Ljubomir Lultschev (1886-1945), einer der Schüler Beinsa Dounos und inoffizieller Berater  des Zaren Boris III. Er wurde von den Kommunisten nach ihrer Machtergreifung erschossen.) Das stimmt nicht, das haben wir überprüft! Lultschev ist Hiob, was nicht ausschließen würde, dass er auch Salomo war.

Ljubomir Lulchev

Ljubomir Lultschev

Aber Salomo ist die Jungfrau Sophia und das ist Lultschev eindeutig nicht. Seit zwei Jahren unternehme ich von Zeit zu Zeit Anstrengungen, wenn ich etwas spüre, und ich will verstehen, wer die Jungfrau Sophia im 20. Jahrhundert war. Bisher weiß ich, dass sie im 20. Jahrhundert inkarniert war. Dahinter steckt ein großes Geheimnis, das uns noch nicht enthüllt wird, denn uns wird nur etwas enthüllt, wenn wir bereit sind, das zu verstehen. Niemand aus der geistigen Welt gibt etwas geschenkt. Niemals! Anderenfalls artet das in eine Pest aus! Marie Steiner sagte auch, dass Steiner heiligen Zorn bezüglich der oberflächlichen Behandlung der früheren Inkarnationen empfand. Wir haben das Recht auf solchen Zorn über bestimmte Fragen, aber dieser muss überpersönlich sein, im michaelischen Sinne.

Liest man den Talmud, kann man nicht feststellen, wann Hiob gelebt hat. Es stimmt, dass er nach Manu und der Sintflut lebte, aber im Talmud steht, dass er immer und nie gelebt hat. Er ist eine derart mächtige Individualität, dass er eine bodhisattva-ähnliche Wirkung hat. Ähnlich war die Wirkung Elijas, der wie eine Aura das jüdische Volk umgab. Später inkarnierte er als Johannes der Täufer und wirkte nach dessen Tod als eine Aura der Jünger. Hiob war derjenige, den Gott selbst lobte als untadelig, rechtschaffen und fromm, als die Söhne Gottes, einschließlich des Satans, vor ihm standen.

Der Satan bot an, Hiob alles wegzunehmen und ihn so auf die Probe zu stellen. Ihm wurde alles weggenommen, der Besitz und die Familie, aber Hiob verfluchte Gott nicht. Der Name Hiob bedeutet „derjenige, der leidet“ oder „der die Bedeutung des Leidens versteht“. Nicht von ungefähr bot Beinsa Douno Lultschev an, sein Karma zu übernehmen und ihn so vor dem Gericht der Kommunisten zu retten, aber Lultschev lehnte es ab. Er wusste, dass er das Bevorstehende zu ertragen hatte. Lultschev war eine außerordentlich charismatische Persönlichkeit, die die Verbindung zwischen dem Geistigen und dem Weltlichen herstellte, zwischen Beinsa Douno und dem Zaren Boris III. Stellen Se sich vor, mit was für fundamentalen alttestamentlichen Persönlichkeiten wir zu tun haben, die alle an der Seite des Meisters standen! Natürlich muss man sie dort suchen! Der künftige Maitreya ist derjenige, der für den Anfang der ätherischen Wiederkunft Christi verantwortlich ist. Deshalb war es notwendig, dass alle Propheten und Patriarchen, die den Leib für das physische Erscheinen Gottes vorbereiteten, auch um den künftigen Maitreya versammelt waren, um an der Vorbereitung der ätherischen Ankunft Christi mitzuwirken.

Hinter Steiner steht dagegen Michael. Hier kommen wir zu den großen Strömungen, von denen in der Anthroposophie die Rede ist. Steiner sprach hauptsächlich über die Strömung Michaels. Ich empfehle Ihnen, meine Vorlesung „Die drei Steine“ von 2005 zu lesen (https://erzengelmichaelblog.wordpress.com/2017/02/07/die-drei-steine/) – sie ist sehr aufschlussreich.

Nun werden wir einige weitere Elemente hinzufügen. Die Seelen der zu inkarnierenden Menschen sind in zwei Gruppen eingeteilt. Die einen finden den Weg zum Christentum, die anderen – nicht. Sie kennen die Äußerung Beinsa Dounos, dass jeder, der nicht mit Christus ist, sich gegen Christus stellt. Sie können sich ausmalen, worum es bei dieser islamischen Invasion in das christliche Europa geht. Was für eine Trennung heute vor sich geht! Die Seelen, die den Weg zum Christentum in den vergangenen 2000 Jahren nicht gefunden haben, werden wir nun beiseite lassen. Die christliche Strömung selbst unterteilt sich in zwei große Strömungen. Die eine wird von Michael angeführt, die andere – von den Bodhisattvas. In der Anthroposophie wird praktisch nicht über die Seelen gesprochen, die mit der Bodhisattva-Strömung zusammenhängen. Es ist von Platonikern und Aristotelikern die Rede, die aber der michaelischen Strömung angehören. Die Platoniker haben eine breitere Ausrichtung auf die geistige Welt und von Aristoteles – dem Lehrer Alexanders von Mazedonien – beginnen die Individualisierung des Göttlichen und seine Umwandlung in menschliches intelligentes Denken. Das ist der Anfang des Übergangs zum Homo sapiens, zum vernünftigen Menschen. Ich will etwas im Zusammenhang mit dem heute Geschehenden hervorheben. Im Jahre 336 v.Chr. kam der 20jährige Alexander von Mazedonien auf den Thron, nachdem sein Vater Philip II. ermordet worden war. Steiner gab nicht den Anfang des vorherigen michaelischen Zeitalters an, aber er sagte, dass dieses Zeitalter 200 Jahre v. Chr. zu Ende war und dann das Zeitalter Oriphiels begann, das 350 Jahre (bis 150 n.Chr) dauerte. 136 Jahre nach Ende der michaelischen Zeit bestieg also Alexander von Mazedonien den Thron. Er zog in die Welt und schuf nach mehreren Kriegen, die zehn Jahre dauerten, ein gigantisches Reich. Er erreichte auch den Osten und die Gegenden, aus denen heute die meisten der nach Europa strömenden Massen kommen. Genau 136 Jahren nach Anfang des michaelischen Zeitalters streben nun diese Massen nach Europa. Nicht vor Ende, sondern nach Anfang der michaelischen Zeit, die 1879 begann. Sehen Sie, wie sich die Ereignisse wiederholen? Das ist etwas Epochales! Alexander zog in den Osten, wo sich die im Verfall begriffenen Mysterienzentren befanden, die keine Beziehung mehr zur geistigen Welt hatten, da die menschlichen Fähigkeiten sich bereits auf die Ausbildung des klaren wachen Tagesbewusstseins hin entwickeln sollten. Er konnte nicht in den Westen ziehen – dorthin, wo die heutige sog. „zivilisierte Welt“ liegt, denn ihre Bewohner waren damals sehr zurückgeblieben. Die wahre Zivilisation bestand auf der Balkanhalbinsel und deshalb begann der Bulgare Alexander seinen Feldzug hier, da er aus dem Stamm der Thraker war. Er war kein Grieche, selbst in den wissenschaftlichen Kreisen wird er schon für einen Bulgaren gehalten. Aristoteles war Grieche, wurde aber von seinen Landsleuten nicht sonderlich geliebt. Alexander zog mit einer relativ kleinen Armee in den Osten, die außerordentlich gut ausgebildet war. Sein Weg war kompliziert, er ging über Ägypten und Afrika, Kleinasien, die Länder der Araber, Mekka, Babylonien usw. um zum alten Balkhara-Reich zu kommen, wo er die Bulgarin Roxana zur Frau nahm. Zum Schluss erreichte er Indien. Er schuf ein großes Reich, kehrte zurück, und starb aus unerklärlichen Gründen in Babylonien. Sein einbalsamierter Leib wurde in Alexandria in Ägypten begraben.

Alexander zog in den Osten, zu der alten Zivilisation, der die geistigen Impulse in der Zeit entstammten, als im Westen noch nichts los war. Alexander war zwar bewaffnet, aber hinter ihm stand Michael und er verbreitete das von Aristoteles Gelernte. Michael kämpfte darum, dass sich die Menschen die Panintelligenz, die kosmische Intelligenz, deren Herr er damals war und die erst gegen das achte bis neunte Jahrhundert n.Chr. auf die Erde strömte, in der richtigen Art zu Eigen machen, durch ihr eigenes Denken und durch die Bildung eigener Gedanken, ohne unerwünschte Begleiterscheinungen wie die Konfrontation. Alexander wusste um seine Unterstützung durch Erzengel Michael und das hat seinen Feldzügen eine ungemeine  Schlagkraft verliehen. Trotz allem hat Alexander seine Mission mit Gewalt durchgesetzt und sie war von Blutergießen begleitet. Und das schafft Karma! Das karmische Weltengesetz wirkt. Die zehn Gebote wirken, die ca. 1400 Jahre v.Chr. über Moses gegeben wurden. Die Reste der in Brand gesetzten Hauptstadt Persiens Persepolis mit den monumentalen Schlössern mag die Verwüstung des Alten symbolisieren, aber diese Verwüstung schafft auf jeden Fall Karma. Die Menschen, die nun nach Europa strömen, kommen aus den Gebieten, durch die früher Alexander zog. Hiermit möchte ich ihm überhaupt kein eigenes Karma zuschreiben, da er den Willen Michaels erfüllte und dasjenige tat, was zu tun war. Damals konnte seine Mission nicht anders außer mit der Kraft der Waffen verwirklicht werden. Nun wird der „Wolf“ freiwillig in den Stall hereingelassen. Diejenigen, die jetzt nach Europa kommen – die Vertreter des Mondenprinzips -, streben zum Sonnenprinzip, während damals die Sonne zum Mond ging. Damals waren sie die Vergangenheit und Alexander repräsentierte als Vertreter des neuen Denkens die Zukunft. Nun kommen die Vertreter des Atavistischen zum Sonnenhaften. Haben die Deutschen als Vertreter der fünften Kulturepoche und der Geisteswissenschaft überhaupt irgendwelche Abwehrkräfte? Nein! Wer wird im Kampf zwischen dem „Mond“ und der „Sonne“ siegen? Die Sonne sollte als der Vertreter des Allgemeinen und Zukünftigen siegen, aber im michaelischen Sinne, nicht im Sinne des niederen Ich. Damit der Mensch eine Einstellung zu Michael aufbauen kann und Michael erlaubt, durch ihn zu wirken, muss er zuerst die Probleme in seinem Astralleib überwinden – das Tierische in sich, die Ego-Probleme, die Sympathien und Antipathien. Dann muss er das Volkstümliche überwinden, das in ihm sich auslebt und das Pflanzenreich durch den Ätherleib repräsentiert. Zum Schluss muss er das Rassenprinzip überwinden, das mit dem Mineralischen, mit dem physischen Leib zusammenhängt. Sehen Sie, was man alles in sich überwinden muss. Was wird sich künftig in den Leibern der Deutschen und der anderen Westeuropäer entfalten, wenn diejenigen, die jetzt nach Europa strömen, in ihre Häuser einziehen? Alles wird auf den Kopf gestellt sein! Ob dann die infantilen Ansichten über Toleranz und Humanität standhalten werden? Wir werden sehen, was passieren wird, denn der Mond will die Oberhand über die Sonne gewinnen. Die Sonne ist aber Christus, der für die westliche Menschheit völlig unverständlich bleibt. Der Katholizismus und Protestantismus sind kein Christentum! Sie sind überhaupt nicht zeitgemäß, das ist nicht das Christentum des Heiligen Geistes! Diese Menschen haben keine Widerstandskräfte, und wenn sie nicht dien richtigen Ausgang finden, wird der „Mond“ siegen. Wir werden gleich darüber sprechen, wo die Abwehrkräfte liegen.

Alexander von Mazedonien hat seine Mission erfüllt und wurde wieder in die geistige Welt einberufen. Während der Ereignisse auf Golgatha waren die Platoniker und die Aristoteliker, also die michaelische Strömung, in der geistigen Welt. Auf der Erde waren die Persönlichkeiten inkarniert, die zu der Bodhisattva-Strömung gehören. Warum hatten sie das Privileg, der Manifestation des Welten-Ich auf dem Erdenplan zu begegnen und nicht nur zu beobachten, wie Er von der Sonne auf die Erde herabsteigt? Es gibt nämlich einen immensen Unterschied, ob man von der übersinnlichen Welt aus betrachtet, wie das Welten-Ich sich von der Sonne abtrennt und erlebt, dass Gott sich zu opfern beginnt oder ob man auf der Erde ist und mit einer bestimmten Stufe des eigenen Bewusstseins feststellt, dass Gott auf der Erde wandelt und das in sich reflektiert – in den Leibern, dem Ich oder der Seele. Dieses Privileg genossen die Seelen, die an der Seite Beinsa Dounos standen. Warum waren diese biblischen Persönlichkeiten, Patriarchen, Propheten, Könige usw. während der Ereignisse von Golgatha auf der Erde? Ich weiß noch nicht, wer sie alle waren, aber diese Individualitäten werden sich uns nach und nach offenbaren. Das ist etwas, worüber an anderer Stelle nicht gesprochen wird.

Bekanntlich hat sich die Sonne in der hyperboräischen Zeit von der Sonne abgetrennt und in der lemurischen Zeit hat sich der Mond von der Erde abgetrennt. Damals hatte die Erde die richtige Position zwischen den hohen Sonnenvibrationen und den stagnierenden Mondenvibrationen, zwischen Zukunft und Vergangenheit. In der lemurischen Zeit gab es einen Moment, der von kritischer Wichtigkeit für die Erdenevolution war. Als die Erde immer noch mit dem Mond verbunden war, haben die stagnierenden Mondeneinwirkungen dermaßen die Inkarnation der Seelen in Leiber erschwert, dass ein Abbruch der menschlichen Inkarnationskette drohte. Die Bodhisattvas waren jene Individualitäten auf der Erde, mit deren Hilfe das überwunden wurde. Sie hielten dem mörderischen Einfluss der Wesenheiten stand, die sich danach zusammen mit dem Mond abgetrennt haben. Dadurch haben sie ein gigantisches Ich-Wachstum erreicht.

Was bedeutet ein ‚Ich-Wachstum‘? Unsere Ich-Evolution gestaltet sich auf dem Erdenplan und wer den damaligen Bedingungen standhalten konnte, hat diese Evolution stark angetrieben. Die Bodhisattvas haben das erreicht und sind dadurch zu Führern der Menschheit geworden, als gegen Mitte der Atlantis ihre Loge gebildet wurde, die die ganze geistige Entwicklung der Menschheit lenkt. Während der Mondenkrise in Lemurien gab es auch andere Menschen neben diesen zwölf Individualitäten, die zusammen mit ihnen geblieben sind und standgehalten haben. Diese Menschen sind die Patriarchen und Propheten, die die Möglichkeit hatten, während der Ereignisse von Golgatha dem Welten-Ich auf der Erde zu begegnen. Das wurde dadurch ermöglicht, dass sie in der lemurischen Zeit auf der Erde inkarnierten, als diese mit dem Mond verbunden war. Das war eine außerordentlich strenge Prüfung, die sie gemeistert haben und deshalb haben diese Menschenwesen die höchste Evolutionsstufe erreicht. Aus diesem Grund sind sie die möglichen Kandidaten, die das Bodhisattva-Ich ersetzen werden, und nicht die Platoniker und Aristoteliker. Damit wollen wir nicht die beiden Strömungen unterschätzen, die im dritten und vierten Jahrhundert wieder auf der Erde inkarnierten. Zuerst stiegen die Platoniker herunter, die vorher andere Inkarnationen am Anfang der atlantischen Zeit hatten, als die Menschheit von den anderen Planeten zurückkam, wo sie während der Mondenkrise ausgesiedelt war. Die Platoniker hatten öfter inkarniert und waren vom Heidentum erschöpft, deshalb suchten sie auf der Erde die Beziehung zum Christus. Damals war die Zeit gekommen, Christus zu verstehen. Wer Ihn verstanden hat, das werden wir etwas später erklären. In der Atlantis gehörten sie zum Sonnenorakel, und Christus hielt sich vor Seinem Herunterstieg auf die Erde auf der Sonne auf. Als sie zur Sonnensphäre nach ihrem Tod bei den Inkarnationen im dritten und vierten Jahrhundert nach Christi zurückkamen und Christus dort fanden, erlebten sie einen großen Schock: Sie sahen auf die Menschen hinunter und merkten, wie diese das Sonnengeheimnis Christi nicht verstehen konnten.

Die Aristoteliker stiegen später auf die Erde herunter – gegen das siebte bis achte Jahrhundert. In dieser Zeit hatten sie ihre wichtigen Inkarnationen. Aristoteles und Alexander, die sich oben in der Sonnensphäre befanden, beobachteten, wie Christus nach unten strömte und Sein Opfer auf Golgatha darbrachte. Sie stiegen während der ersten Jahrhunderte nach diesen Ereignissen herunter, und zwar in einer, so Steiner, für die Anthroposophie wichtigen Ecke Europas. In GA 130 wird bei der Besprechung der Einweihung des Christian Rosenkreutz, von der wir inzwischen wissen, dass sie in Arbanassi stattgefunden hat, auch ein ähnlicher Ausdruck verwendet. Ob Alexander und Aristoteles hier unter den Bulgaren gewesen sind, ist eine andere Frage, aber es wird der gleiche Ausdruck benutzt. Warum erwähnte Steiner das überhaupt und welche ist die für die Anthroposophie wichtige Ecke der Erde heute – ist die pyrenäische, die skandinavische oder die Balkanhalbinsel die für die Anthroposophie wichtige Ecke der Erde?

Danach stieg die kosmische Intelligenz herunter. Im neunten Jahrhundert war sie schon auf der Erde, es tauchte Parzival auf und die Artus-Strömung klang ab, die das kosmische Element des Erzengels Michael und die Beziehung zum Lebensgeist Christi in jenen Zeiten aufbewahrte. Das Christentum des Grals startete mit Skythianos, der in der Zeitenwende Joseph von Arimathäa war, und ging durch die Seelen und Herzen der Menschen. In Europa begegneten sich diese Strömungen im neunten Jahrhundert in der übersinnlichen Welt. Dort fand der Streit Harun al-Rashids und seines Beraters mit Aristoteles und Alexander in der uns nächsten übersinnliche Welt statt, als sie über die Zukunft des Christentums diskutierten. Es war ein großer Kampf, der von der Begegnung des Grals-Christus, Seines Ich und Geistselbst mit Seinem Lebensgeist in der Ätherwelt erleuchtet wurde. Harun al-Rashid war zusammen mit seinem Berater der Anfechter der Panintelligenz. Aristoteles und Alexander strebten dagegen eine richtige Individualisierung dieser kosmischen Intelligenz an, die in die Menschen einzieht, aber zum allgemeinen Nutzen, im Sinne der Sonne und nicht im egoistischen Mondensinne benutzt werden müsste.

Die größte Leistung des Mittelalters ist das Bogomilentum, in dem sowohl das Christentum des Artus als auch des Grals anwesend sind. Deshalb zog das Bogomilentum in den Westen. Nicht in den Osten zog es, wie das bei Alexander der Fall war, sondern es ging unter den neuen Bedingungen in den Westen, wo das Christentum bereits zu verdunkeln drohte. Der Papst Nikolaus I. hatte die Katechese entworfen, mit der man in die mittelalterliche Finsternis einzutreten beabsichtigte, ohne eine Beziehung zur geistigen Welt zu haben.  Die katholische Kirche hat ein Riesenkarma auf sich geladen. Schätzungsweise zwei Millionen Menschen, die für Häretiker erklärt worden waren, starben auf dem Scheiterhaufen. Das waren die Nachfolger der Bogomilen – Katharer, Albigenser usw. Stellen Sie sich vor, wie kolossal das Karma dieser Kirche ist! Nur eine Entschuldigung seitens des Vertreters der angloamerikanischen Freimaurerlogen Johannes Paulus II. reicht nicht. Die großen Karma-Gesetze wirken und werden die Gesellschaften, in denen der Katholizismus dominiert, mit großem Karma beladen. Dagegen verstehen die protestantischen Gesellschaften äußerst oberflächlich das Christentum. Sie verstehen es praktisch nicht!

Die Menschen, die im dritten und vierten Jahrhundert n.Chr. und später bis zum 15. Jahrhundert hellsichtig waren, sahen beim Einschlafen, wie der Geist im Astralleib wirkte, das noch nicht vom Ich erfasst war. Beim Aufwachen, bevor der physische Leib den Ätherleib ergriffen hatte, sahen sie, wie die geistige Welt in diesem Ätherleib wirkte. Lassen Sie uns im Zusammenhang mit diesen Fähigkeiten eine Parallele zwischen Vergangenheit und Gegenwart ziehen, damit wir unsere Aufmerksamkeit auf andere Epochen richten können, die mit den erwähnten Individualitäten zu tun haben.

Nach der atlantischen Zeit hatten wir drei Bewusstseinstypen so wie wir jetzt drei Bewusstseinsarten haben. Wir haben gegenwärtig das wache Tagesbewusstsein, den Traumschlaf und den traumlosen Schlaf. Was hatten wir damals, das sich zum jetzigen Bewusstsein gewandelt hat? Zuerst hatten wir in den nachatlantischen Zeiten das wache Bewusstsein, in dem wir überhaupt nicht die Umrisse von Menschen, Tieren und Bäumen sehen konnten, sondern nur eine Aura wahrnahmen. Bis zur ägyptisch-chaldäischen Zeit konnten wir nicht die Konturen von Objekten sehen. Die gegenwärtige Wissenschaft hat nicht die geringste Ahnung, dass 2000 Jahre vor Christi die Menschen die äußeren Gegenstände fast nicht in der heutigen Art sehen konnten. Dieses Bewusstsein wurde später in uns zum wachen „Spießerbewusstsein“, das wir heute mit dem abstrakten Denken besitzen. Ein anderes Bewusstsein hatten die Menschen im Schlaf. Nach dem Aufwachen  konnten sie Erinnerungen an die geistigen Wesenheiten haben, unter denen sie sich aufgehalten hatten. Dieses Bewusstsein ist nun in den Traumschlaf umgewandelt worden. Diese Träume können klar sein, wenn wir uns an sie nach dem Aufwachen erinnern, oder chaotisch, wenn keine Erinnerungen zurückbleiben. Im Schlaf weilen wir eigentlich unter den Göttern, aber aus dem Schlaf, der reiner Atavismus ist, aus jenem Bewusstsein mit den klaren Erinnerungen an das Leben unter den Göttern ist nur die verschwommene Erinnerung geblieben. Wir versuchen die Träume zu deuten, da sie immerhin etwas sagen. Ein prophetischer Traum kann Umstände an den Tag bringen, die später in Erfüllung gehen und das liegt daran, dass auch die dritte Bewusstseinsart in Erscheinung tritt. Diese Bewusstseinsart bestand, als man vor dem Aufwachen in sein Karma eintrat und seine vorherigen Leben sah. Diese Bewusstseinsart wird in uns in den traumlosen Schlaf transformiert – man schläft ein und träumt nicht, als sei man nirgendwo gewesen. Man beginnt beim Einschlafen, alle vergangenen Leben nacheinander zu erleben, aber das geschieht unterbewusst, ohne ein klares, waches Bewusstsein, bis man zum Anfang seiner Inkarnationen in Lemurien und den übersinnlichen Welten vor der ersten Erdeninkarnation kommt. Steiner wurde einmal die Frage gestellt, was geschieht, wenn man etwa bei einer seiner Vorträge für zwei Minuten einschläft. Es ist nämlich durchaus vorgekommen, dass Zuhörer das Gehörte nicht ertragen konnten und eingeschlafen sind. Er hat geantwortet, dass in diesen zwei Minuten der Mensch äußerst verdichtet, mit schneller Geschwindigkeit, alle seine bisherigen Leben erlebt, ohne sich dessen bewusst zu sein. Das, was früher die zweite Bewusstseinsart war und zur Entstehung der Mythen und Legenden geführt hat, zum Pantheon der alten Götter und dem Wahrnehmen des schaffenden Geistes hinter den Naturphänomenen, müssen wir wieder erlernen und nach dem Aufwachen das Wissen haben, was wir unter den Göttern getan haben. Dieses Bewusstsein ist zuletzt bei den Ketzern der ersten Jahrhunderte nach Golgatha bis zum 15. Jahrhundert erhalten geblieben, vor denen die Kirche wahrhaftes Entsetzen empfand. Laut Steiner waren die Menschen, die in ihren Seelen stark gespürt haben, wie die guten und bösen Geister untereinander kämpften, besonders zahlreich in den Gegenden ausgebreitet, für die sich der Name „Bulgarien“ dann herausbildete, weshalb alle, die die Träger dieser Fähigkeit in Europa waren, „Bulgaren“ genannt wurden (vgl. GA 237, S. 80) Im Jahre 350 n.Chr. wurde ein astralischer Vorhang zwischen Asien und Europa gezogen, der auf dem Erdenplan entlang des Urals, des Wolgas bis zum Schwarzen Meer und Mittelmeer verlief. Das unterstützte die Entwicklung der Fähigkeiten, die am spätesten bei den Bulgaren verschwanden. Und während sich die Kirche in den ersten christlichen Jahrhunderten nach ihrer Gründung von den Häretikern distanzierte, da sie nicht die Möglichkeit hatte, sie zu bestrafen, unternahm sie später Feldzüge gegen sie. Die Kirchenväter empfanden nämlich starke Beklemmung, dass jemand ihr wahres Wesen wie durch ein Röntgengerät durchleuchten könnte.

Wir wollen nun auf etwas anderes eingehen – auf die große Schule von Chartres, über die auch Steiner sprach. Diese Schule bestand vom 11. bis zum 13. Jahrhundert n.Chr. in einer majestätischen Kathedrale, die  sich etwa 70 Km von Paris befindet. Als das materialistische Zeitalter anbrach, sagten die dortigen platonischen Lehrer, dass sie nicht fähig waren, dasjenige zu empfangen, was auf der Erde zu geschehen habe. Es gab Anfang des 13. Jahrhunderts ein großes Himmelskonzil von Platonikern und Aristotelikern, die zu der michaelischen Strömung gehören. Es wurde dort ein Plan zur weiteren Ausarbeitung der michaelischen Impulse entworfen. Beide Gruppen beschlossen, dass die Aristoteliker die Leitung des geistigen Lebens auf der Erde übernehmen sollen, da die Platoniker unter dem Einfluss der Idee standen, dass die Intelligenz aus dem Himmel heraus regiert werden soll. Nach den Ereignissen von Golgatha entriss sich die kosmische Intelligenz allmählich der Macht Michaels und befand sich gegen das achte Jahrhundert bereits in der Erdensphäre. Die ersten Menschen mit den entsprechenden Eigenschaften begannen ein eigenes Denken auszubilden, das entwickelt und später in den Dienst des nächsten Zeitalters Michaels gestellt werden sollte. Das Erringen der kosmischen Intelligenz und ihre Umwandlung in irdische Intelligenz war das Ergebnis des oben genannten Plans. Die Anthroposophie war das Werkzeug der geistigen Welt zu einer solchen Vorbereitung der irdischen Intelligenz, dass das menschliche Denken nicht von Michael bei seiner nächsten Führung angefochten werden konnte. Die neue Führung Michaels bedeutet, eine Spiritualität aus der eigenen Kraft der angeeigneten Intelligenz heraus zu erreichen. Der Mensch soll folglich gleichzeitig denken können und spirituell sein. Laut der Übereinstimmung sollten die Platoniker und Aristoteliker Ende des 20. Jahrhunderts auf die Erde kommen und gemeinsam handeln. Dadurch sollte ein Gipfel in der Entwicklung erreicht werden, der in die Ausstrahlung eines heiligen Impulses mündet, welcher den endgültigen Zusammenbruch der menschlichen Zivilisation verhindern kann. Wir sind die Zeitgenossen genau dieses Momentes. Die ganze Zivilisation geht in atemberaubendem Tempo auf den Abgrund zu, ohne dass jemand den Weg aus dem Abgrund kennt.

Im zehnten Jahrhundert nahm die starke Bogomilenströmung ihren Lauf und verbreitete ihre „Häresie“ nach durch Katharer, Albigenser usw. nach ganz Europa. Sie standen dem Manichäismus und der Gralsströmung näher, obwohl das kosmogonische Element auch in ihrem Christentum stark vertreten war. Im zehnten Jahrhundert entstand auch das Fest „Schutz der Gottesmutter“, über das wir in der Vorlesung über die Himmlische Sophia eingegangen sind (https://erzengelmichaelblog.wordpress.com/2016/09/30/die-geheimnisse-der-himmlischen-sophia/).  Als am 1.10.910 die Sarazenen ins Byzantinische Reich einströmten und Konstantinopel umzingelten, wurden Tag- und Nachtwachen in den Kirchen durchgeführt, insbesondere in der Blachernen-Kirche, die von Gebeten um Erlösung begleitet waren. Der Heilige Andreas Narr um Christi Willen und sein Schüler Epiphanius sahen nach heißen Gebeten, dass die Gottesmutter mit der Palla erschien und an der einen Seite Johannes der Täufer und an der anderen –  Johannes Evangelist neben sich hatte. Die Drei waren von allen Jüngern, Heiligen und Propheten begleitet. Die Gottesmutter ging zum Altar, um zu Christus um die Errettung der Stadt Konstantinopel vor den Arabern zu beten. Nachdem sie lange gebetet hatte, stand sie und breitete ihre Palla auf alle als Symbol der Erlösung aus. Das war die Vision des Heiligen Andreas. Dieses Reich, das die Bulgaren geschaffen hatten und dessen Geschichte sich die Griechen aneigneten, sollte nach der göttlichen Vorsehung erhalten bleiben. Im selben Jahr wurde auch Bojan Maga geboren – der Begründer des Bogomilentums. Zu ihm gingen ins Kloster „Heilige Paraskeva“ 927 die „beiden Syrer“ – die Jungfrau Sophia und Johannes Evangelist – und gaben den Anfang des Bogomilentums (https://erzengelmichaelblog.wordpress.com/2016/06/08/die-bodhisattvas-1-teil/). „Die beiden Syrer“ weilten natürlich auf der Erde. Für die großen Individualitäten ist die gleichzeitige Existenz in Fleisch und die übersinnliche Erscheinung kein Problem.

Wie haben sich die Dinge nach dem Beschluss der Platoniker und Aristoteliker entwickelt? Die beiden Gruppen von Seelen beschlossen, dass die Platoniker oben bleiben und von dort Hilfe leisten, während die Aristoteliker heruntersteigen und das Christentum erleben sollten, das sie in den ersten Jahrhunderten nicht kennengelernt hatten. Auf diese Weise sollten beide Seelenarten in voller Übereinstimmung handeln und die Wirkung des Sonnenchristentums, wie sie im Gralsprinzip und der Lehre von Chartres zum Vorschein kommt, mit dem Aristotelismus vereinen. Ihre gemeinsame Tätigkeit war im 13. Jahrhundert besonders stark, als auch das Rosenkreuzertum entstand. Als die Aristoteliker herunterstiegen, schlossen sie sich in den Orden der Dominikaner und einigen anderen Kirchenorden zusammen, wohingegen die Platoniker vorher vor allem im Zisterzienser Orden tätig waren. Die Dominikaner riefen die Scholastik ins Leben, mit der im 14. und 15. Jahrhundert die Entwicklung der Bewusstseinsseele eingeleitet wurde. Sie predigten die persönliche Unsterblichkeit des Menschen im christlichen Sinne, indem sie sagten, dass die Menschenseele eine persönliche Intelligenz besitzt, die nach dem Tod nicht zur allgemeinen Intelligenz zurückkehrt. Die Platoniker aus Chartres predigten, dass die Seele nach dem Tod in den göttlichen Schoß zurückkehrt. Ihre Ideen stammten aus der Zeit vor dem Herabstieg der kosmischen Intelligenz. Die Dominikaner trugen in ihren Seelen den Nachhall des michaelischen Impulses aus der Zeit seiner früheren Herrschaft und sie polemisierten stark über die Frage des intelligenten Denkens und der Führung Michaels. Für sie waren die Ideen und die Begriffe etwas Reales, was den Dingen innewohnt, während für die Franziskaner die Vernunft lediglich die Summe der Wörter und Begriffe darstellte und die Ideen nur Namen und nichts Wirkliches waren. Hinter dieser These sieht man den Eingriff Ahrimans, der jegliche Führung Michaels auslöschen will. Das wollten die arabisch-maurischen Gelehrten wie Averroës  oder Avicenna im 10. bis 12. Jahrhundert durchsetzen, die die Idee der Panintelligenz vertraten und die persönliche Unsterblichkeit des Menschen ablehnten. Der Scholastiker Thomas von Aquin wusste im 13. Jahrhundert, dass die Scholastik der irdische Abdruck der Intelligenz war, die Michael vorher regiert hatte und dass der Streit darum geführt wurde, wie die Intelligenz in die Menschheit einziehen soll. Wir kennen die anderen Inkarnationen von Thomas von Aquin als Aristoteles und später als Rudolf Steiner, der unbestrittene Verdienste hat für die Aneignung der kosmischen Intelligenz und ihre Verwandlung in persönliche menschliche Intelligenz. Aber seine bloße Teilnahme am Dominikanerorden, welcher zu einem bestimmten Zeitpunkt die Hauptwaffe der katholischen Kirche gegen die Bogomilen war, verlangt einen karmischen Ausgleich. Ich bin der Meinung, dass neben den anderen Ursachen für die Vernichtung des ersten Goetheanum – etwa der Passivität der Anthroposophen, der Rolle der Jesuiten usw., die Scheiterhaufen genannt werden können, auf denen die Dominikaner die erleuchtetsten Seelen verbrannten, die damals die befreiende Alternative für die Menschheit auf der Erde darstellten.

Eine andere R​ichtung, in der wir eine Beziehung zu den aktuellen Ereignissen in Europa suchen können, sind die Kreuzzüge, die sich statt nach Rom zu richten und den Papst und die Papstinstitution wegzufegen, „schlauerweise“ zum Heiligen Land gelenkt wurden. Steiner hat viel über das Gralsmysterium gesprochen, über das Mysterium des Blutes Christi und der Erde, über die Tempelherren und die Rolle dieses Ordens zur Aufrechterhaltung der Strömung des esoterischen Christentums. All das trifft zu. Aber wir müssen im Auge behalten, dass bei den ersten drei Kreuzzügen viel Blut vergossen wurde. Man darf nicht im Namen Christi und unter Berücksichtigung der Zehn Gebote so viele Menschen töten! Was für ein enormer Unterschied besteht zwischen den Kreuzzüglern und den Bogomilen! Die Bogomilen zogen mit einem Beutel und einer Kutte los, um ihre Ideen zu verbreiten und die Menschen zum Christus zu bekehren. Sie waren die Vertreter des Manichäismus, der seiner Zeit weit voraus war, da er für die sechste Wurzelrasse bestimmt ist. Das Tempelherrentum ist für unsere Wurzelrasse bestimmt und es hat großes Karma auf sich geladen. Aus den Gebieten, in die die Tempelherren zogen, kommt eine zweite große karmische Strömung, die in die ursprünglichen Gebiete der Tempelherren zieht.
Zur Teilnahme an den ersten drei Kreuzzügen, insbesondere an dem ersten und zweiten, wurden alle Häretiker angetrieben die von der offiziellen Kirchenmacht nicht erwünscht waren, damit sie dort ihren Tod finden. Am vierten Kreuzzug nahmen viele Adlige teil und eine der Hauptpersonen war Enrico Dandolo – der 95jährige halbblinde Doge von Venedig. Diese Stadt wurde übertrieben in den Himmel gehoben als die Stadt der Liebe und Romantik, aber ihr ganzer Reichtum kommt in Wirklichkeit aus dem Sklavenhandel, aus der Eroberung fremder Gebiete und weiteren nicht gottgefälligen Beschäftigungen, weshalb Venedig viel Karma aufgehäuft hat. Enrico Dandolo hat es geschafft, geschickt die katholische Kirche durch die Kreuzzügler zur Vernichtung des Zentrums der Orthodoxie Konstantinopel zu leiten. Es geht hierbei nicht um eine Rettung des Grabs Gottes vor Türken und anderen Heiden, sondern um die Eroberung neuer Territorien, durch die Venedig zu einer Großmacht im östlichen Mittelmeerraum aufgestiegen ist.  Dandolo lieferte die Flotte – gegen Bezahlung, versteht sich – und am 13.04.1204 wurde Konstantinopel eingenommen und ausgeplündert. Die Chronisten berichten, dass es in der Menschengeschichte nie eine solche Barbarei gegeben hat. Christen zogen zu anderen Christen, um sie zu ermorden und auszurauben. Später gab es Züge gegen die Albigenser, Katharer usw. Wenn man die Tempelherren mit den Bogomilen vergleicht, sind das zwei grundverschiedene Sachen.

Eine Person, die mit Dandolo verbunden ist und einer der beiden Anführer des vierten Kreuzzuges war, ist jetzt inkarniert und lebt in Bulgarien. Aus diesem Grund werde ich keine Namen nennen. Diese Person hatte eine Beziehung zur Schule in Chartres, an der einst die Elite der gebildeten Menschen teilnahm. Dieser Mann ist auch in der heutigen Zeit hochbegabt. Vor Jahren war er zusammen mit anderen Bulgaren und Niederländern in Chartres und hatte dort ein spirituelles Erlebnis. Auf einmal wurde er gewahr, dass der Heilige Geist der Trinität das weibliche Prinzip ist. Wie viele Menschen waren in Chartres und hatten ein solches Erlebnis? Die Touristen besichtigen die Kathedrale, ohne sich solche Gedanken zu machen, sie besichtigen auch das Grab Gottes mit dem gleichen Ergebnis. Um solche Orte zu besuchen, braucht man das Verständnis, warum man sie besucht. Diese Person kennt die Anthroposophie, aber ihre momentane Weltanschauung drückt sich in der Meinung aus, dass es viele Universen und viele Trinitäten gibt und dass Christus nicht einmalig ist. Sie wissen, wie viele Lehren momentan im Umlauf sind – über Parallelwelten, Paralleluniversen und derlei Ungereimtheiten. Als ich mich mit dieser Person über die Quantenmechanik unterhielt, charakterisierte ich die Relativitätstheorie Einsteins als ein Produkt des ahrimanischen Denkens im 20. Jahrhunderts mit den entsprechenden logischen Folgen wie die Quantenmechanik, welche die schädliche Wirkung hat, dass sie die Menschheit in die Sackgasse schickt. Darauf wurde mir argumentiert, wie nun in CERN die Richtigkeit der Quantenmechanik bewiesen werde. Ich habe erwidert, dass so etwas ohne die Geisteswissenschaft nicht bewiesen werden kann. In der Quantenmechanik ist der sog. Beobachtereffekt bekannt. Er liegt dann vor, wenn die Beobachtung, die durch einen Beobachter geschieht, einen nichtstationären Zustand in einen stationären ändert. Je nachdem also, ob man etwas beobachtet, kann das eine Partikel oder eine Welle sein. Hinter jeder Partikel steht Ahriman und hinter jeder Welle bzw. jedem Feld steht Luzifer. Die Quantenphysik stellt eine große Herausforderung vor der modernen Wissenschaft dar. Nun versucht man im CERN, dem höchsten Punkt des Satanismus und Ahrimanismus, das Alibi der Quantenphysik aufzubauen als etwas, was stimmig ist. Eigentlich sind das Luzifer und Ahriman, die sich umarmt haben und die Menschen wie der besagten Person alles beweisen können, wenn man kein Verständnis für Christus und keine wahrhaftige persönliche Intelligenz hat, sondern unter dem Einfluss der Panintelligenz verbleibt. Das Fundament dieses Mannes ist völlig missraten und kann jeden Augenblick aus verschiedenen Richtungen angegriffen werden. Die Gespräche mit ihm und ihre Wirkungen sind für die Kommunikation mit dem ahrimanisch gestimmten Verstand sehr kennzeichnend. Ein solcher Verstand empfindet Entsetzen im Angesicht der klaren Erkenntnis. Immer wenn ich meinen Mund in der Anwesenheit von jemandem mache, der sich für „wissend“ hält, ist die „Gänsehaut“, das Entsetzen in seinem Astralleib aus jeder Richtung sichtbar. Es versetzt ihn in Schrecken, dass ich über eine große Masse an Wissen verfüge und die Kraft habe, dieses darzulegen. Dort, wo Klarheit herrscht, empfindet Ahriman Entsetzen. Da zieht er sich zusammen und tritt zurück. Das ist das karmische Ergebnis des Unverständnisses, das heute in Erscheinung tritt. Ich wollte damit nur veranschaulichen, dass ich über diese okkulten Strömungen und ihre heutige Manifestation auch anhand von konkreten Personen sprechen kann.

Wenn wir über diese okkulten Strömungen reden, fassen wir die drei Individualitäten ins Auge – Abraham, Moses und Salomo. Salomo, der als die Jungfrau Sophia inkarnierte, war später einer der beiden Syrer neben Johannes dem Evangelisten, die im Jahre 927 zu Bojan Maga, dem Popen Bogomil, dem Patriarchen Stefan und den anderen Mitstreitern gingen und das Bogomilentum begründeten. Wir stellen eine Parallele fest – die Jungfrau Sophia und Johannes Evangelist erschienen im Jahre 910 in der Blachernenkirche in Konstantinopel übersinnlich und im Jahre 927 gingen sie zu den sechs Bogomilen und begründeten das Bogomilentum. Sehen Sie, wie gleichzeitig alles verläuft?

Steiner sprach über drei Epochen, die mit den Persönlichkeiten Abrahams, Moses‘ und Salomos zusammenhängen und sich wiederholen müssen. Zwei dieser Epochen haben sich bereits wiederholt. Nun stehen wir am Anfang der dritten Epoche. Die erste Epoche – die Epoche Abrahams – bestand etwa 2000 Jahre v.Chr. Damals konnte das makrokosmische Ich auf die Individualisierung zugehen, denn Abraham war der erste Mensch, dessen Gehirn so aufgebaut war, dass er zum inneren Erleben dieses kosmischen Ich kommen konnte. Er war das Fundament dieses Prozesses, an dessen Anfang die Einweihung durch Melchisedek mit dem Brot und Wein stand. Die zweite Epoche bestand, als dieser Ich-Gott, der eigentlich Christus ist, mit der Vermittlung Jehovas vor Moses im brennenden Busch (in den Ätherelementen) erschien. Die dritte Epoche war die Herrschaft Salomos – etwa 950 v.Chr. Sie findet ihren Ausdruck in den Tempelsymbolen, die eine Emanation der Weltanschauung des gotterwählten Volkes darstellen. Diese Symbole zeigen, wie dieser Ich-Gott überall eingedrungen ist und sich überall manifestiert. Die Annäherung des Gottes an uns ging über Abraham, Moses und Salomo immer tiefer, bis Er in den Leib Jesu eintrat.

Wie treten diese Epochen als ihr Gegenstück in Erscheinung? Zuerst trat die letzte Epoche in Erscheinung –  die salomonische. In dieser Epoche wurde die Weisheit durch die Symbole geoffenbart. Deshalb wiederholte sich in den ersten neun Jahrhunderten der neuen Zeit die salomonische Epoche, in der die Kirchenväter (etwa Dionysios Areopagita), die erhabensten Menschen versuchten, in das Wesen des Mysteriums von Golgatha einzudringen, ohne eine eigene Intelligenz zu besitzen. Die zweite Periode ist die Wiederholung der mosaischen Epoche, als Gott sich ätherisch in den Elementen manifestierte. Nun sollte Er sich in der Seele manifestieren. In der Wiederholung der salomonischen Epoche sollten wir Gott im Verstand gewahr werden und in der nächsten Epoche sollte Er in das Herz und die Seele eintreten, um dort als Ich erlebt zu werden. Deshalb erschienen in dieser Zeit die Bogomilen als Träger des Christentums des Grals und in Westeuropa wirkten Meister Eckhart, Johannes Tauler, Jakob Böhme u.a. Über Tauler berichtete Steiner, dass bei seinen Reden über Christus die Menschen den Eindruck hatten, dass Christus selbst aus seinem Ich sprach und dass sie in seiner Anwesenheit ohnmächtig wurden. Freilich hörten ihm die damaligen Menschen mit der damaligen Sensibilität zu und nicht mit der heutigen Sensibilität des vernünftigen Menschen, der völlig verhärtet ist. Was für Worte müsste man heutzutage zu den Menschen sagen, um sie zu beeinflussen?!

Nun stehen wir am Anfang der Wiederholung der abrahamitischen Epoche. Abraham war derjenige, der als Erster in sich einen inneren Widerschein der göttlichen Weisheit in der Gestalt des menschlichen Denkens erweckte. Abraham ist eine gigantische Individualität. Ich nehme an, dass Doktor MIrkovitsch – der reinkarnierte Abraham, der 1905 wie von Beinsa Douno vorhergesagt, gestorben ist -, jetzt wieder inkarniert ist. Wir wissen, dass Christus der Herr des Karmas ist, deshalb habe ich Ihn so vor der Vorlesung in meinem Gebet angesprochen, da gegenwärtig eine Wandlung des karmischen Ausgleichs eintritt. Menschen, die vor 40 Jahren gestorben sind, finden wir heute wieder auf der Erde inkarniert. Es ist eine völlige Wandlung in den karmischen Ketten festzustellen. Christus hat das Recht so etwas zu tun.

Hier ist noch ein Argument für die karmische Kette Moses – Petrus – Bojan Boev, die ich angegeben habe. Welche Instanz ging aus den Händen Moses‘ an Christus als den Herrn des Karmas zu Beginn des 20. Jahrhunderts, wie die Anthroposophie lehrt? Als wir aus der geistigen Welt vertrieben wurden, stellte sich der Cherub mit dem Feuerschwert vor die Paradiestore und wir gerieten unter das Gesetz der Vererbung. Wegen der sog. Erbsünde können wir seitdem nicht aus eigener Kraft einen physischen Leib erschaffen, sondern unsere Eltern müssen ihn uns geben. Deshalb wirkt die Vererbung im physischen Leib. Im Ätherleib wirkt sie bis zu einem gewissen Grad und im Astralleib und Ich haben wir mit der Vererbung nichts zu tun. Wenn der Mensch nach dem siebten und besonders nach dem 14. Jahr sich vom Einfluss seiner Eltern trennt, kann er sich äußerlich so stark verändern, dass er ihnen überhaupt nicht mehr ähnlich ist. Der Sohn kleiner, dicker Eltern kann groß und schlank werden, da die Kräfte aus dem Astralleib und dem Ich, die in ihm ihre Wirkung entfalten, ganz anders sind. Deshalb werden künftig die michaelischen Menschen aus dem Geist heraus wachsen und die materialistisch gestimmten Menschen werden sich beim Anblick solcher über allen Rassen stehenden Menschen wundern, woher sie kommen. Das sind die neuen Menschen, die jetzt vermehrt in Erscheinung treten werden. Nach der Aufschreibung der Zehn Gebote wird die oben erwähnte Instanz schon durch Moses kontrolliert. Moses ist derjenige, der in der Astralwelt als der Träger des Cherubs mit dem Feuerschwert erscheint, der die karmische Bilanz und die Verantwortung vor dem Gesetz der Notwendigkeit verkörpert. Die Zehn Gebote sind ja die Notwendigkeit im Alten Testament. Wer hat den Platz des Moses im Christentum eingenommen? In der christlichen Zeit ist schon davon die Rede, dass Petrus die Schlüssel zum Paradies und zur Hölle hat. Ist jemandem bisher eingefallen, warum Petrus die Rolle des Moses erfüllt? Weil sie ein und dieselbe Individualität sind! Am Anfang des 20. Jahrhunderts ging die Aufgabe des Karmaausgleichs von Moses, der in der christlichen Zeit Petrus war, in die Zuständigkeit des Christus über und wird nach Seinen Regeln realisiert, die auf die Arbeit für das Allgemeinwohl gerichtet sind. Deshalb begann das Karma,  in verdichteter Weise zur Geltung zu kommen.

Nun müssen wir in der Wiederholung der Epoche Abrahams unseren Rückweg nach oben durch die Kraft des Christus bahnen, der in unserem Ich auferlebt. Wir müssen unser Denken vergeistigen und zuerst die Naturgeister in der übersinnlichen Welt treffen, die hinter den Elementen stehen. Unsere erste Aufgabe besteht darin, in das Reich der Naturgeister einzutreten, danach werden wir auch die Götter sehen, die hinter ihnen stehen. Die Kräfte Abrahams bezogen sich auf das Gehirn und den schöpferischen Übergang zum irdischen Denken. Abraham war der erste Mensch, bei dem dieser Prozess begann. Später, als mehr Menschen dieses Potenzial besaßen, prägte Aristoteles die Begriffe als Grundlage des individuellen Denkens. Nun müssen wir die dritte neue Epoche zurücklegen. Johannes der Täufer sagte in der Zeitenwende, dass das Ich kommt und wir deshalb unser Denken ändern müssen. Er sagte, dass dieses Ich nicht oben in einem Zustand der Ekstase, sondern unten in unserem Inneren gesucht werden soll. Denn Er wird kommen, in uns eintreten und wir müssen Ihn innerlich erleben. Wir müssen hervorheben, dass es schon an der Zeit ist, die Beziehung zurück zu den geistigen Welten zu suchen mit der Kraft dieses Ich, mit der Christus-Kraft in unserem Ich. Der Höhepunkt dieses Prozesses wird erst dann erreicht sein, wenn der Bodhisattva die Maitreya-Würde erlangt.

In der nächsten Zukunft stehen uns große Katastrophen auf der Erde bevor. Was bedeuten die großen Katastrophen wie Erdbeben Vulkanausbrüche u.dgl.? Wir wollen ihre Charakteristika ausarbeiten, damit wir eine Verbindung zum jetzt Geschehenden herstellen können.

Erdbeben, Vulkanausbrüche usw. bilden den einen Katastrophentyp, das sind die Naturkatastrophen. Die Menschen wissen nicht, wann, woher und wie sie kommen und  haben keinen Einfluss auf sie. Woher kommen sie, was bewirken sie, was passiert, was für Seelen sind daran beteiligt und was sind die Folgen dieser Naturkatastrophen? Alles, was in der Erde unruhig ist und den Astralleidenschaften ähnelt, ist ein Überrest des alten Mondes. Bekanntlich gibt der Äon des alten Mondes die Astralität. Damals war alles astralisch und wir Menschen haben auch unseren Astralleib bekommen. Rein räumlich betrachtet umfasste der Äon des alten Mondes den Umkreis des heutige Mondes, der bei seiner Drehung um die Erde entsteht. In der Mondensphäre wird jetzt das niedere Karma erlebt. Seit dem Zustand der Verbindung des Mondes mit der Erde in einem Körper in Lemurien ist in der Erde der Abdruck der tobenden Mondenleidenschaften geblieben, die Erde trägt diesen Abdruck in sich. Werden diese Leidenschaften aktiviert, treten sie als vernichtende Naturkataklysmen und –gewalten in Erscheinung. Wenn die Naturkataklysmen toben, die von den ahrimanischen Wesen inspiriert werden, lächeln selbstzufrieden diese Wesen aus den Tiefen der Erde heraus, weil eine Menge Menschen sterben. Was geschieht mit den beteiligten Seelen und was sind das für Seelen? Die Katastrophen ereignen sich auf einem bestimmten Territorium. Die Seelen, die kosmisch zu einer Inkarnation an diesen Ort hingeleitet werden, sind nach der großen karmischen Bilanz karmisch miteinander verbunden. Die Menschen, die zusammen sterben, sind von vorher karmisch verbunden. Die Überlebenden haben kein gemeinsames Karma mit den Gestorbenen. Es sterben Menschen verschiedenen Alters, wobei wichtig ist, wie alt man beim Eintritt des Todes war. Ist bei einer solchen Naturkatastrophe ein Mensch von 70 Jahren ums Leben gekommen, so war sein vorbestimmtes Alter etwa 72-73 Jahre. Sein physischer, Äther- und Astralleib sind bereits abgenutzt. Der Ich-Leib hängt mit dem Gedächtnis zusammen. Verliert man das Gedächtnis, hat man gleichwohl sein Ich verloren. Ist der Astralleib, der mit den Emotionen zusammenhängt, abgenutzt, wird der Mensch nervös. Ist der Ätherleib abgenutzt, wird man schwächer, und wenn der physische Leib abgenutzt ist, treten sichtbare äußere Alterserscheinungen auf. Bei einem Menschen fortgeschrittenen Alters sind alle vier Leiber abgenutzt und es bleiben wenig unverbrauchte Kräfte, die nach oben steigen. Was passiert aber, wenn ein 30jähriger Mensch, der vor Energie strotzt, ums Leben kommt? Sein physischer Leib, der vorbestimmt war, 75 Jahre alt zu werden, wird im Augenblick des Todes mit absoluter Geschwindigkeit abgebaut und stirbt, verwandelt sich in einen Leichnam. Der blitzschnelle Abbau dieses Leibes, der normalerweise noch 45 Jahre lang hätte leben sollen, führt dazu, dass sein Ätherlieb, Astralleib und Ich-Leib unverbraucht nach oben mit Kräften für weitere 45 Jahre steigen. Der Astralleib wird sehr stark verdichtet, zusammengezogen und ein solcher Mensch erlebt im Augenblick des Todes oben den wahren karmischen Grund für seinen Tod im 30. Jahr. Dieser Mensch gewinnt eine Erfahrung, die sich ihm für das nächste Leben einprägt.

Der zweite Katastrophentyp wird durch technische Mittel verursacht,  die wieder die Frucht der ahrimanischen Wesen sind – Verkehrsunfälle, Flugzeug- oder Zugunfälle. Daran sind jedoch ganz andere Seelen beteiligt. Das sind Seelen, die grundsätzlich nicht karmisch zueinander geführt, sondern aus allen Richtungen zusammengeworfen werden. Wegen Weltursachen, ohne karmische Vorbestimmung erleiden diese Menschen einen Unfall und sterben. Sie haben kein Karma miteinander. Das Unverbrauchte aus den Leibern solcher Seelen steigt auch nach oben. Unter ihnen sind Menschen aller Altersstufen, bei denen etwas anderes passiert. Dort wird der Astralleib nicht zusammengezogen, was zur Folge hat, dass man die karmische Ursache seines Todes begreift, sondern es tritt eine Verdichtung des Astralleibes ein, die eine Wirkung im Willen hinterlässt. Nicht im Gedanken, sondern im Willen. Diese Menschen erfahren nicht, warum das mit ihnen geschieht, aber in ihrem Willen entsteht ein großer Impuls zur Wiedergutmachung des Geschehenen. Solche Seelen werden im nächsten Leben üblicherweise zusammen geboren, sie sind karmisch miteinander verbunden und formieren eine Gruppe, die eine Opfertat für die Menschheit vollbringen will, denn das wurde ja ihrem Willen eingepflanzt. Aus dem Willen kommt zuerst unbewusst, aber später immer bewusster eine Aufgabe an die Oberfläche und die Menschen machen sich daran, diese Aufgabe zu erfüllen.

Es gibt auch einen dritten Typ von Katastrophen, der aus den menschlichen Emotionen resultiert. Ihn können wir in dem sehen, was nun passiert. Diese Menschen, die jetzt nach Europa strömen, werden von Emotionen geführt, eine unsichtbare satanische Hand führt sie hierher. Ihre Ankunft ist durch die Emotionen in den menschlichen Astralleibern verursacht. Hier ist nicht Ahriman führend, sondern Luzifer. Wir können die schäumenden Emotionen bei den Fußmärschen dieser Menschen sehen, bei ihrem Benehmen in den Lagern, beim Ansturm auf Zäune. Es ist klar, dass keine Zäune sie aufhalten werden, Zäune sind nicht die Lösung des Problems. Nicht dass keine Zäune existieren sollen, denn ohne Zäune würde die Situation völlig außer Kontrolle geraten, aber das ist nicht die Lösung des Problems. Ich will nicht wie die meisten unserer Politiker reden, die keine Beziehung zur Wirklichkeit an den Tag legen. Der Einzige, der Vernunft zeigt und zwischen den Großmächten und den Nationalinteressen balanciert, ist der Ministerpräsident Bojko Borissov. Es ist gut, dass er eine Einstellung zu Gott hat und an Seine Macht zu helfen glaubt. Ich bin gespannt, wie Bulgarien heil bleiben kann, wenn alles um uns herum kocht und überkocht. Nördlich von uns ist die Ukraine, wo die angloamerikanischen Logen eine Front gegen Russland aufgebaut haben, vom Süden strömen Massen herbei, hinter denen auch die angloamerikanischen Logen stehen, die Europa vernichten wollen. Sie verfolgen das Ziel, dass sich Europa Russland gegenüberstellt, dass es zu einem Konflikt kommt, in dem die Gegenwart und die Zukunft der Menschheit vernichtet werden. Die Gegenwart ist Deutschland und die Zukunft – das Slawentum. Es wird ein Abreißen der Beziehungen zwischen der Gegenwart und der Zukunft bezweckt. In diesem Moment begegnet der Mond der Sonne. Alle, die nach Europa strömen, stehen im Zeichen des Mohammedanertums, des Mondes. Mohammed schuf seine Lehre aus einer religiösen Wut heraus. Das Mohammedanertum ist eine Religion, die äußerst intolerant gegenüber anderen Religionen ist. Nicht zufällig haben sie etwa 100 Jahre nach der Gründung der Religion zahlreiche Gebiete erobert. Sie haben versucht auch Konstantinopel zu erobern, wo der bulgarische Khan Tervel die Araber aufgehalten hat. Später erreichten sie auch Wien, aber letztendlich waren die Bulgaren die Leidtragenden. Damals hat Europa nicht eingegriffen. Nun will aber keiner der herbeiströmenden Moslems in Bulgarien bleiben, alle wollen nach Mittel- und Westeuropa weiterziehen. Über die skandinavischen Länder sagte Steiner, dass sie später ihre harte Zeit erleben werden. Nun sind sie auch dran. Deutschland wird attackiert, da es mit Hitler ein gigantisches Karma angehäuft hat. Das ist ein schwerer Komplex. Dieses Volk wird zerstreut werden, obwohl ich die Erwartung hatte, dass das viel später geschehen würde. Wahrscheinlich wird es in alle Erdenrichtungen zerstreut, um sein geistiges Produkt zu verbreiten. Vorausgesetzt natürlich, dass sie wissen, was sie zu verbreiten haben. Hier sind keine Technologien gemeint, sondern geistige Früchte. Nichts anderes als geistige Früchte kann man Ahriman entgegenhalten, aber die Deutschen haben keine bzw. eine falsche Vorstellung von der Anthroposophie. Ihr Verständnis der Anthroposophie ist absolut oberflächlich und enthält nichts Christliches. Im Westen gibt es zwei Personen die das Christentum in der Tiefe verstehen, beide sind Slawen und der Eine ist bereits von uns gegangen – Sergej Prokofieff und Gennadij Bondarew. Die anderen verstehen das Christentum nicht. Was ist zu tun?

Steiner nennt das Mohammedanertum die erste ahrimanische Offenbarung nach dem Mysterium von Golgatha. Mohammeds Gott Allah ist der ahrimanische Abglanz der Wesenheiten der Elohimhierarchie, aber monotheistisch betrachtet. Die mohammedanische Kultur ist ahrimanisch, obwohl die Seelenverfassung der Moslems luziferisch ist. Die Erfahrungen, die Mohammed in der Astralwelt und in höheren Welten hatte, kommen aus der Sphäre der Elohim, jedoch als ahrimanischer Abglanz. Das war eine Weltstruktur, die er mit Gewalt einführen wollte – Ahrimanismus liegt bekanntlich dann vor, wenn etwas aus der Zukunft in die Gegenwart eingeführt wird. Aber die Seele des Islam ist mondisch, luziferisch. Das Mondische und der Monotheismus existieren bei ihnen, da sie von Ismael stammen – dem Sohn, den die Ägypterin Agar von Abraham geboren hat. Sie sind Brüder der Juden aus einem Vater und zwei Müttern. Der Luziferismus erreicht jetzt mit den einströmenden Massen Europa. Alles, was gegenwärtig von dort an Leidenschaften kommt, gleicht luziferischen Wolken, die oben in der Astralwelt alles vernebeln. Es hat katastrophale Folgen für die Erde, denn die Leidenschaften, die oben als schwarze luziferische Wolken zurückgespiegelt werden, verbinden sich mit den Kräften in der Erde, die vom Mond übrig geblieben sind. Die Vereinigung der beiden Kraftarten verursacht Naturkataklysmen. Aus diesem Grund müssen wir künftig mit Naturkataklysmen in zerstörendem Ausmaß rechnen. Die Kriege und die menschlichen Ausschreitungen bringen diesen Menschenstrom hervor, der dank der christlichen Entwicklung der europäischen Völker nicht mit Waffen empfangen wird. An vielen anderen Orten wäre das nicht der Fall, deshalb wollen die Migranten hierher kommen. Das geschieht auch, weil karmische Weltprozesse in Gang gesetzt werden. Das westliche Europa ist dem Kommunismus entgangen, dessen „Wohltaten“ wir hier erduldet haben, nun kommt die karmische Vergeltung auf die Westeuropäer zu. Die Anthroposophie lehrt, dass ein Mensch ohne Gedächtnis kein Ich hat, das sieht man nun bei den europäischen Völkern. Das Ich der europäischen Völker hat kein Gedächtnis für die vergangene historische Entwicklung, sie wissen nicht mehr wohin sie früher gezogen sind, was sie heute darstellen und wer was dazu beigetragen hat. Ihnen fehlt die historische Symptomatologie, und das entzieht ihnen das wahre Selbstbewusstsein. Deshalb sind sie so ratlos, als sie nun dieser Prüfung gegenüberstehen. Sie werden noch ratloser werden, weil ihr Ich fehlt. Und ihr Ich – das ist Christus. Er ist derjenige, der aus einem Menschenwesen den Menschen macht, sonst gilt man nur förmlich als Mensch. Mit denjenigen Menschen, die jetzt aus dem Osten nach Europa kommen, reicht Luzifer Ahriman die Hand, Luzifer reicht dem ahrimanisierten Europa die Hand. Steiner hatte davor gewarnt, dass Europa nicht zulassen darf – weder politisch, noch wirtschaftlich oder geistig -, vom Angloamerikanismus erobert zu werden. Europas Ideal muss die Entwicklung des dreigliedrigen sozialen Organismus sein. Stattdessen ist alles in Europa vom Ahrimanismus und Angloamerikanismus befallen. Der Globalismus ersetzte die michaelische Idee. Ja, Michael will, dass wir uns über das Nationale, Persönliche und Rassenmäßige erheben, aber zuerst müssen wir das Volkstümliche in rechter Art, im michaelischen Sinne überwinden und das erfordert eine Beziehung zum Volkserzengel.

Nachdem die Anthroposophische Konferenz in Varna 2014 zu Ende war, haben wir uns mit einigen Teilnehmern versammelt und hatten ein äußerst kraftvolles Erlebnis. Die Anthroposophin Iva Maneva, die die Gruppe mit dem Namen „Licht“ in Jambol leitet, war dabei und hat das miterlebt. Das erwähne ich wegen der Anthroposophen, die diese Vorlesung sehen oder lesen werden. Damals wurde uns ganz deutlich das Folgende offenbart: „Der Erzengel des deutschen Volkes wird eine Verbindung mit dem Erzengel des russischen Volkes durch die Vermittlung des Erzengels des bulgarischen Volkes aufnehmen“. Das ist es, wovor sich die angloamerikanischen Logen am meisten fürchten – dass die Russen und die Deutschen den Weg zueinander im Namen Christi finden. Es würde sie in Schrecken versetzen, wenn Deutschland zu Russland blicken würde, denn in diesem Fall wäre es aus mit ihnen. In Wirklichkeit kann der Erzengel des deutschen Volkes keine Verbindung zu den Deutschen hier unten herstellen, da sie nur an irdische Vergnügen denken – an das Oktoberfest, an Bier, Wurst u.dgl. Die Zeit Heines, Schellings, Fichtes ist unumkehrbar vergangen. Nun bekommen die Deutschen mehrere Tausend Euro monatlich, aber jemand mit einem so hohen Gehalt kann schwer zum wahren Christen werden. Nur durch Leiden, besagt die Geisteswissenschaft, gelangt man zu den Tiefen der Welt. Keiner kann mit Spaß und Bequemlichkeiten zu den tiefen Gründen der Welt vordringen. Es gibt keinen solchen Fall! Nun werden die Ruhe und das Vergnügen der Europäer gestört und dann werden sie nach der Antwort auf die Fragen suchen, wer sie sind. Das sind die fundamentalen Fragen -wer bin ich, was ist das, was das deutsche Volk ausmacht und warum existiert dieses Volk auf Erden?“
Nach dem großen Erdbeben in der Türkei brachen die Wohnhäuser zusammen, die für unsere Aussiedler gebaut waren, und eine bulgarische Lehrerin hat das miterlebt. Es war spät in der Nacht, alles schaukelte, sie wachte auf, stürzte sich die Treppe hinunter und überlebte. Danach wurde sie gefragt, was ihr erster Gedanke, ihr erstes Erlebnis im Angesicht des Todes war. In einem solchen Moment blickt man nämlich in das Gesicht des Todes und kann ein Schlüsselerlebnis haben. Sie antwortete: „Ich habe verstanden, dass absolut nichts anderes auf der Erde eine Bedeutung hat außer der Liebe!“ Nichts anderes spielt eine Rolle! Die Liebe können Sie verstehen, wie Sie möchten – die Liebe zwischen Mann und Frau, die Liebe zu den Kindern, zum Volk, zur Menschheit, zu Christus – das sind alles Abstufungen der Liebe. Es gibt 29 Millionen Formen der Liebe, von denen die Liebe der Mutter zum Kind die niedrigste aller Formen ist, sagte Beinsa Douno. Das hat sich bei jener Frau aus dem Willen gemeldet, denn dort  lebt Christus. Ja, die Liebe ist am wichtigsten. Wäre diese Frau bei jenem Erdbeben ums Leben gekommen, hätte sie aus der Verdichtung im Astralleib die karmische Ursache des Todes erlebt. Das hat sie nicht erlebt, aber sie hat erlebt, dass der Mensch sich eigentlich von der Liebe getrennt hat. Das ist das Wichtigste heute. Der Mensch hat sich vom Ich-Prinzip getrennt, das durch Christus  gekommen ist. Die Liebe Gottes, die im Menschen als Ich individualisiert wurde, ist zum niederen Ich geworden, das geopfert werden muss, um zum höheren Ich zu werden und so den Rückweg zu den Göttern zu ebnen. Das ist etwas Wichtiges!
Die europäischen Völker werden aus ihrer materialistischen Verzückung erweckt werden müssen. Sie werden noch in rechtmäßiger Weise aus karmischen Gründen vom Mondischen aufgerüttelt werden. Europa stellt momentan eine zerstreute Schafsherde dar mit diesen 28 Ländern, die im Namen der freien Bewegung von Menschen und Waren vereint sind. Kann das denn das vereinigende Prinzip eines christlichen Europas sein, das dreieinig aufgebaut und Jahrtausende lang von der geistigen Welt umsorgt wurde, damit die christliche Bevölkerung Westeuropas als Träger des Ich-Prinzips für die fünfte Kulturepoche aus der Wildheit, die vor 1000 Jahren dort herrschte, zu einem Muster für die restliche Welt heranwachsen konnte?! Das ist bisher nicht geschehen und nun kommt die Zeit der karmischen Vergeltung. In der Trinität repräsentiert der Vater das Schicksal, Christus – das Karma und der Heilige Geist – die Freiheit. Zwischen der Freiheit und dem Karma wird bei uns das Schicksal aufgebaut. Christus ist a priori der Herr des Karmas, also der Notwendigkeit. Er ist der Herr des Karmas als das Sohnes-Prinzip. Aber der Heilige Pfingstgeist wurde aus dem Opfer auf Golgatha geboren. Anderenfalls hätte es keinen Heiligen Geist gegeben und wir hätten nicht jetzt, wenn das Christentum des Heiligen Geistes anbricht, den richtigen Weg zur geistigen Welt zurück besteigen können.

Letztes Mal habe ich das Folgende inoffiziell gesagt, nun sage ich es offiziell: im Dreieck, wo ich geboren bin, ist Wanga die Vertreterin des Vorchristlichen, des Atavistischen, der Einweihung vom Vater, Stojna ist die Vertreterin der christlichen Einweihung, der Einweihung des Sohnes. Das, was ich gegenwärtig zu bahnen versuche, ist der Weg des großen Christentums des Heiligen Geistes. Es ist einzig möglich, dieses Christentum zu praktizieren, wenn man die beiden großen Impulse des 20. Jahrhunderts in sich vereint. Vor ca. zehn Tagen wurde uns in einer absolut kategorischen Art von der geistigen Welt erklärt, dass beide Strömungen im 20. Jahrhundert getrennt wurden – die Strömung Michaels und die Bodhisattva-Strömung. Die beiden Gemeinschaften wurden getrennt. Die Menschen, die während der Ereignisse auf Golgatha gelebt haben, sind diejenigen, die in der lemurischen Zeit zusammen mit den Bodhisattvas auf der Erde waren und unter jenen furchtbaren Bedingungen überlebten, damit die menschliche Evolution überhaupt fortschreiten konnte. Diese Menschen können problemlos eine Synthese der beiden Impulse in ihrer Seele vornehmen. Ich bin zwischen zwei Personen situiert, die die beiden Gesellschaften in Bulgarien symbolisieren. Ich werde sie beim Namen nennen, damit alles klar ist. Wir alle drei heißen Dimitar, was, soviel ich weiß, „derjenige, der Gutes tut“ bedeutet. Der eine ist Dimitar Kalev, der andere ist Dimitar Dimtschev und ich stehe in der Mitte. Dimitar Kalev ist der Herausragendste und mehr oder weniger der Einzige in der „Weißen Bruderschaft“, der versteht, worum es geht, aber er ändert es in rein ahrimanischer Art, denn Ahriman ist der Gott der Täuschung und Illusion. Am 05. und 06. September 2015 fand in Varna eine Konferenz mit dem Motto „Der Meister Peter Danov im kulturellen Raum Bulgariens“ statt. Ich werde mich von Äußerungen über den Ausdruck „Der Meister Peter Danov“ enthalten, der genauso klingt wie das Wort ‚Holzeisen. Der einzige Vortrag auf dieser Konferenz, der bedeutsam war, war der Vortrag von Dimitar Kalev. In ihm ist aber eine feine Manipulation enthalten – der Lehre des Meisters wird nämlich zugeschrieben – jedenfalls wird das suggeriert-, dass sie den Weg zur geistigen Welt über den Gedanken gebahnt hat. Die dort anwesenden Professoren und Dozenten, die Elite der Humanistik in Bulgarien, haben von dieser feinen Manipulation nichts mitbekommen. Sie verstehen auch nichts von der Geisteswissenschaft, weshalb ihre Vorträge unbedeutend waren. Diese Manipulation hat Dimitar Kalev vorgenommen. Bereits beim fünften Satz wurde mir klar, was vor sich geht. Diesen gigantischen Übergang hat Rudolf Steiner unternommen. Im besagten Vortrag wurde kein einziges Wort über die Anthroposophie oder Rudolf Steiner verloren. Dieser Vortrag war ein ahrimanischer Austausch. Kalev ist derjenige aus der „Weißen Bruderschaft“, der alles versteht, aber im Hinterhalt wartet und sich nicht leicht aus dem Gleichgewicht bringen lässt. Sie wissen, Ahriman ist kaltblütig und kann sich beherrschen. Ich spreche im geisteswissenschaftlichen Sinne und lege nichts Persönliches hinein. Auf der anderen Seite steht Dimitar Dimtschev, das Symbol der Anthroposophischen Gesellschaft. Dimtschev hat  von Dimo Daskalov sein großes Übersetzerwerk, die Tausenden von Seiten übersetzter Bücher Steiners, in Empfang genommen hat. Dimtschev repräsentiert das luziferische Prinzip. Immer wenn irgendwo das Ich-Prinzip erscheint, tauchen auch Herodes und Kajaphas auf. Das Christus-Prinzip ist zeitgemäß, doch Herodes und Kajaphas tauchen immer auf. Herodes repräsentiert das luziferische Prinzip, Kajaphas – das ahrimanische. Herodes ist nach Geheimnissen gierig, es durstet ihn zu wissen und das Wissen kommt im größten Umfang durch die Anthroposophie. Deshalb sind die Menschen in der Anthroposophischen Gesellschaft im Astralen am verwundbarsten. Diejenigen von Ihnen, die bei der Konferenz 2014 waren, haben miterlebt, wie Dimitar Dimtschev das Wort ergriffen hat, ohne meinen Vortrag gehört zu haben. In luziferischen Wahnsinn verfallen, spie er einen Haufen Beschimpfungen und Beschuldigungen in meine Richtung aus. Dimitar Kalev als der Vertreter der „Weißen Bruderschaft“ und des ahrimanischen Prinzips, das heute gefährlicher und aktueller ist, lässt sich schwieriger in der Öffentlichkeit aus dem Gleichgewicht bringen. Zweimal ist das vorgekommen, als er etwas von seinem Wesen zeigte. Das geschah in einem engen Kreis und wer dabei war, weiß, wie es sich anfühlte. Bei Dimtschev geschah sein erstes Aufbrausen, als vor zehn Jahren ich in Sofia der Jahreshauptversammlung der Anthroposophischen Gesellschaft beiwohnte, ohne ihr Mitglied zu sein, und zwar nicht der eigentlichen Hauptversammlung, sondern den Vorlesungen am ersten Tag. Dort haben mich alle nach den Vorlesungen in einem großen Saal angegriffen. Ich habe es geschafft, sie zu parieren, aber Dimtschev hielt es nicht aus, da das Luziferische in ihm wirkte. Er stand auf und ging auf mich zu in der Absicht mich körperlich anzugreifen. Da ich nicht mal zuckte, zog sich „Luzifer“ in die Mitte des Kreises zurück, seine Flügel brachen genau wie bei der Statue „Der Vertreter der Menschheit“ im Goetheanum. Hinterher kam er zu mir und begann wie ein typischer Luzifer sich einzuschmeicheln.

Ich stehe zwischen diesen beiden Personen. Ihr beiden mögt gesund und guten Mutes sein, ich bin dankbar, dass es euch gibt, denn gäbe es euch nicht, hätte ich Zweifel gehabt, ob ich auf dem richtigen Weg bin. Ihr seid meine Garantie, dass ich mich auf dem rechten Weg befinde. Wenn ihr versteht, was ich euch sage, dann versucht, etwas an euch zu ändern – das, was man ‚Ego’ nennt. Das Erste ist das Ego – „warum soll Mangurov Recht haben“? Er ist der Mensch, nicht ein anderer. Deshalb hat er das Recht, über die karmischen Fragen zu sprechen. Als Steiner begann, über die Karmafragen öffentlich vorzutragen, sagte er, dass es an seiner Seite Personen gibt, die ihn seit 25 Jahren begleiten  und wissen, dass er nicht verrückt geworden ist, dass der Impuls den er ausstrahlt, rechtmäßig, zielgerichtet und vernünftig ist. Nach 24 Jahren konnten ihm die Dämonen nicht mehr verbieten, über das Karma zu sprechen. Erst nach der Weihnachtstagung, nach dem großen Opfer Steiners, der das Karma der Gesellschaft übernommen hat, wurde ihm erlaubt, über die Karma-Fragen zu sprechen. Stellen Sie sich vor, wie die Dämonen das Karma überwachen?! Denn hinter all diesen Geheimnissen der Welt steht das Geheimnis des menschlichen Karmas – hinter dem Geheimnis des Mineralreiches, des Pflanzenreiches, des Tierreiches. Nur wenn man hinter das Geheimnis seines individuellen Karmas kommt, das dem Karma der Menschheit und dem Weltenkarma einverwoben wurde, kann man die folgende Imagination verstehen, die ich nur als Fragment  beschreiben werde: Ich stehe über einer Karte gebeugt und erkläre den göttlichen Plan aus ihr. Im Raum sind drei Personen. Es gibt auch andere Anwärter, die warten dass sie zu diesem Raum Zugang erhalten. Ich werde nicht sagen, wer diese drei Menschen sind, die verstehen, was über die Karte erklärt wird. Es gibt auch andere Menschen, die noch nicht identifizierbar sind, die vorbereitet sind, aber auch einen Weg zurücklegen müssen, damit man sie in diesem Raum wahrnehmen kann. Alle, die draußen sind, haben keine Vorstellung davon, alle freuen sich, sie kennen Fragmente des Ganzen und tun so, als ob sie viel wissen würden. Für diese Arbeit ist Weisheit notwendig,  Riesenweisheit. Der eine Ahriman ist Dimitar Kalev, möge Gott ihm Leben und Gesundheit geben, deshalb heißt er Kalev, der Name (von bulg. кал  „Schlamm“) charakterisiert ihn treffend, denn er repräsentiert das Irdische, Ahriman ist der Gott des Irdischen. Er denkt auch, dass er Gutes tut. Ich bin sehr konkret, damit das alles sonnenklar wird. In diesen Zeiten muss alles selbst den größten Optimisten klar sein, die fröhlich wandernd sich der Natur erfreuen. All das sind Beschäftigungen für Kinder. Das Schwert wird über uns geschwungen, alles spitzt sich dramatisch zu und jeder wird in die Ereignisse hineingezogen werden. Ahriman denkt, dass er den vatergöttlichen Willen erfüllt und er handelt nach seinen Vorstellungen. Er weiß nicht, warum Christus auf Erden ist und warum Er diese Selbstaufopferung erleben musste. Er weiß nicht, warum Christus kam und in sein Werk eingriff. Kalev denkt auch, dass er Gutes tut, aber er erfüllt ahrimanische Aufgaben.

Dimitar Dimtschev ist nicht zufällig Dimtschev (bulg. дим ‚Rauch‘) – sein Name bedeutet ‚Rauch‘ – das Luziferische, das hinaufsteigt. Aber dieses Aufwärtsstreben, dieser Rauch im Astralleib, nicht der wasserklare Fluss Bistriza, sondern die Begegnung beider Flüsse, die den Schlamm hinauswerfen, führt  zu solchen öffentlichen Reaktionen, die der Anthroposophischen Gesellschaft in höchstem Maße schaden. Die beiden Herren, der eine im Rauch, der das Bewusstsein daran hindert, Klarheit über das Wesen der Dinge zu gewinnen, und der andere im Schlamm, der Gutes tun will und es auch tut – er hat der „Weißen Bruderschaft“ viel Geld gegeben – sind eigentlich Luzifer und Ahriman, die sich vereinen gegen den „Mann“ in der Mitte -, gegen die Weisheit, gegen das Ich-Prinzip. Es stellt sich heraus, dass die beiden herausragendsten Vertreter dieser beiden Gesellschaften in Bulgarien keine Probleme untereinander haben, obwohl Dimitar Dimtschev die „Weiße Bruderschaft“ hasst und öffentlich schmäht, was auch auf der Konferenz zu beobachten war. Kalev unterschätzt innerlich die Anthroposophie, aber er benutzt sie, da er sonst vom Impuls Beinsa Dounos absolut nichts verstehen würde, ohne die Geisteswissenschaft zu kennen. Aber in beiden Personen wirkt der Geist nicht und das ist das Problem. Wir können Dimtschev mit der Vergangenheit vergleichen und Kalev mit der Zukunft, aber beide müssen in der Gegenwart im Namen Christi arbeiten. Wenn sie zusammen sind, unterhalten sie sich prächtig, obwohl Dimitar Kalev Dimitar Dimtschev eigentlich nach dessen negativen Einstellung zur „Weißen Bruderschaft“ fragen müsste. Luzifer und Ahriman finden immer eine gemeinsame Sprache. Wenn aber Christus, das Ich-Prinzip auftaucht, sind sie stark verwirrt – der eine ist emotional, der andere in der Vernunft verwirrt. So etwas geschieht heutzutage. Über die atlantische Zeit weiß man, dass die Gottessöhne die Menschentöchter liebgewannen und aus dieser Liebe Riesen geboren wurden. Was bedeutet das? Die Gottessöhne, das ist das Ich oder der Geist des Menschen, der sich mit der Menschenseele verbinden sollte, die viel mehr Kräfte aus dem Irdischen hat – das sind die Menschentöchter. Das ist nicht im geschlechtlichen Sinne gemeint, wie die Menschen das im Allgemeinen verstehen. Da der Geist, das Ich in der Gestalt der Gottessöhne sich mit der Seele verband und sich unten individualisierte, sind wir zum niederen Ich gekommen und haben uns individualisiert. Nun müssen wir – die Gottessöhne -, nicht die Menschentöchter liebgewinnen, sondern die Weisheitstöchter, also die Weisheit Gottes. Momentan ist aber die menschliche Bewusstseinsseele völlig ahrimanisiert, also muss das entsprechend der Entwicklungsstufe geschehen. Liebt jemand die Weisheit, die Wahrheit, dann wird er aus einem Menschensohn wieder mit der Christus-Kraft zum Gottessohn werden. Dann wird sich der ganze Zyklus schließen und den Vorwärtsweg freilegen.

Das größte Mysterium des ganzen Kosmos, das in der Zeitenwende stattfand, wäre beinahe völlig unbekannt geblieben. Hundert Jahre nach dem Golgatha charakterisierte Tacitus die Christen als eine Sekte, die an einen bestimmten Christus glaube und aus schmutzigen niederträchtigen Menschen bestehe, die sich in den Katakomben Roms verstecken würden. So war das Verständnis von Christus 100 Jahre nach Golgatha. Zum Glück gab es einige Menschen wie Johannes den Evangelisten, Apostel Paulus und Dionysios Areopagita, die verstanden haben, worum es ging und das zum Ferment der Menschheit machten, damit überhaupt das Christentum existieren konnte. Ohne diese Menschen wäre alles vorbei gewesen, denn niemand hätte das Christus-Opfer verstanden. Nun geschieht das Gleiche. Es muss eine kleine Gruppe von Personen entstehen –  ich werde ihre Anzahl nicht öffentlich nennen, aber ich kenne sie. Sie ist so klein, dass es geradezu erschütternd ist. Diese Menschen müssen entdeckt werden, damit sie sich mit dem Richtigen verbinden können und sie werden die Repräsentanz der Menschheit bei der Begegnung mit dem Antichristen und auf dem Weg zum ätherischen Christus bilden. Davon hängt die Zukunft der Menschheit überhaupt ab – die Zukunft stütz sich auf eine Handvoll Menschen. Sie sind im Augenblick nicht erkennbar, da sie den notwendigen Weg noch nicht zurückgelegt haben. Man muss viel erleben, um seinen Weg zurückzulegen. Hierbei spielt das in vergangenen Leben Aufgehäufte eine große Rolle. An einem wahren Fall werde ich erklären, warum das so ist. Dionysios Areopagita hatte eine entwickelte Empfindungs- und Verstandesseele. Seine Verstandesseele war der damaligen Zeit der Verstandesseele angemessen. Seine Empfindungsseele war rein genug, um die Weisheit, die alte Gnosis aus der geistigen Welt in fehlerfreier Form empfangen zu können. Das war äußerst wichtig, denn mit der Entwicklung der Menschen zu einem Übergang  von der Empfindungs- zur Verstandesseele trat man aus der absoluten Ganzheit in der Empfindungsseele in das Chaos der Verstandesseele zwischen Wille und Gedanke ein. Deshalb konnte Dionysios Areopagita das sein, was er damals war. Später inkarnierte er als Bojan Maga. Damals hatte er eine ausgebildete Verstandesseele und entwickelte im Voraus, vor dem Anbruch der fünften nachatlantischen Epoche,  eine Bewusstseinsseele. Er machte das in der richtigen Weise, indem er die kosmische Intelligenz nicht persönlich für sich aneignete, sondern nur im Namen des Gemeinsamen. So wollte das Michael – von den Artusrittern zu den Gralshütern, an deren Anfang Parzival stand, der den Staffelstab den Bogomilen übergab. Heute ist es notwendig, eine richtig ausgebaute Bewusstseinsseele zu haben, die im christlichen Sinne zeitgemäß ist, damit das Geistselbst in uns wirken kann. Man braucht grundsätzlich zwei geistige Wesensglieder – auf das eine stützt man sich, das andere wird im Voraus entwickelt. Wer das schafft, kann zu einem Vertreter der Menschheit werden.

Steiner wurde einmal gefragt, wo die großen Eingeweihten der alten Zeiten sind und warum man sie nicht  wiedererkennt. Steiner antwortete, dass sie früher weichere, plastischere Leiber zur Verfügung hatten und Aufgaben mit einem bestimmten Charakter erfüllten. In der heutigen Zeit ist es notwendig, dass man sich härterer Leiber bedient und es müssen auch andere Aufgaben erledigt werden. Man muss sich einer Bildung und Erziehung im materialistischen Geist unterziehen, deren Einflüsse überwunden werden müssen. Man kann einen großen Eingeweihten an der Schlagkraft seines Impulses wiedererkennen, der ihn von innen antreibt. Äußerlichkeiten, wie etwa seine gesellschaftliche Stellung, spielen keine Rolle. Das ist das Erkennungszeichen, anhand dessen sich der Wert von jemandem bestimmen lässt. Deshalb erwiderte Steiner, dass die Eingeweihten da sind und an ihren Aufgaben arbeiten. Sie verstehen auch die Aufgaben der anderen, beneiden sie nicht und fragen sich nicht, warum das nicht ihre Aufgaben sind. Im Gegenteil, sie unterstützen sie. Das macht das Christentum des Heiligen Geistes aus, mit dem man diese zwei großen Strömungen vereinen kann, die in den zukünftigen Maitreya zusammenfließen werden. In GA 130 sagt Steiner, dass der achtstufige Buddha-Weg und der Christus-Impuls sich im Maitreya vereinen werden. Und er gibt zwei Charakteristika des Maitreya an – als Buddha des Guten und als Buddha des richtigen Denkens. Warum gibt er zwei Charakteristika an? Das eine ist das Denken, das andere – der Wille – das Gute sind die Taten. In Maitreya werden zwei Christus-Strömungen zusammenfließen – die michaelische Strömung und die Christus-Strömung, dessen direkte Träger die Bodhisattvas sind. Im Maitreya wird die große Vereinigung des Verstandes mit dem Willen stattfinden, damit das Fleisch Wort wird und die Menschheit zu einer neuen Reproduktionsart übergehen kann. In den zukünftigen Maitreya werden alle großen Weltströmungen der Menschheit als das wahre Verständnis des Mysteriums von Golgatha zusammenfließen. Deshalb wird er der erste Bodhisattva sein, der zum wahren Buddha, zum wahren Jupiter-Menschen, zum wahren Engel werden wird. Keiner der Bodhisattvas vor ihm hatte diese Möglichkeit, weil das nur mithilfe des Christus-Impulses zu erreichen ist. Können Sie sich vorstellen, was der Maitreya sein wird? Heutzutage herrscht ein Unverständnis des Maitreya gerade was diese zwei Charakteristika anbelangt – dass er der Schneidepunkt von Denken und Wollen sein wird, in dem sich eigentlich der Manichäismus und das Rosenkreuzertum kreuzen, der Manichäismus und die Anthroposophie, der Bodhisattva-Impuls und die Anthroposophie. Er wird die Entwicklung dahin führen, dass das Fleisch allmählich Wort wird (vgl. GA 130, Vortrag vom 21.09.1911). Gegenwärtig  ist der Mensch, selbst wenn er glühende Worte spricht, nicht in der Lage, diese physische Transformation mit sich vorzunehmen, zu der er in seinen nächsten Inkarnationen fähig sein wird. Alle Menschen werden erstaunt sein zu sehen, wie der Geist Materie schafft. Nichts wird dem Materialismus einen größeren Schlag versetzen als der Anblick des Geistes, der tatsächlich Materie durch bestimmte michaelische Menschen schafft! Nun mögen wir so viele verschiedene Argumente in verschiedener Weise anführen, aber die Materialisten werden nicht daran glauben. Das werden sie künftig mit ihren eigenen Augen sehen, wir bereiten uns darauf vor. Wir machen die ersten Schritte zum großen Christentum des Heiligen Geistes. Dann werden wir Menschen der Freiheit und Liebe werden, große weiße Magier, damit wir den schwarzen Magiern gegenübertreten können, die gegenwärtig ungehindert agieren und die Oberhand zu gewinnen scheinen.

Wenn die Geschehnisse des 20. Jahrhunderts ausgewertet werden, pflegt man zu sagen, dass das Böse im 20. Jahrhundert gesiegt hat. Die Tatsachen in Deutschland, in Russland usw. belegen das. Ich habe eine andere Ansicht: Man mag sagen, was man will, doch es wird nicht verstanden, was in der Tat geschehen ist. In der einen Schale der Waage befindet sich das gigantische Übel. Was können wir in die andere Schale legen, um die Waage ins Gleichgewicht zu bringen? In die andere Schale kann man das legen, was Steiner erreicht hat – die Freilegung des Weges zur geistigen Welt durch das Denken. Wir können in die andere Schale auch das große manichäische Opfer Beinsa Dounos aus dem Jahre 1936 legen. Diese beiden Leistungen der zwei bemerkenswerten Persönlichkeiten wiegen mehr als das ganze Übel der Welt. Will man sich in das Mysterium von 1936 vertiefen, will man die Anthroposophie wirklich begreifen, kann man wie Christus in der Mitte stehen und mit den beiden arbeiten. Damit das Übel existieren kann, muss auch das Gute da sein. Die Götter haben das Böse zugelassen, damit die Menschen zum Guten kommen können, sagte Steiner. Die Ankunft jener unglückseligen Migranten aus karmischen und anderen Gründen, auf die wir heute eingingen, ist in Wirklichkeit eine Wohltat für West- und Mitteleuropa, wenn man sie vom höchstmöglichen Standpunkt des Schicksals aus betrachtet. Sie kann die Europäer aus der völligen Aussichtslosigkeit herausführen, in der sie sich befinden. Sie dachten, dass sie auf ewig glücklich in ihrem Wohlstand leben können, aber dem wird nicht so sein! Alles wurde bereits in Gang gesetzt. Ihr seid schlecht dran! Zum wiederholten Mal werdet ihr die Antwort aus Bulgarien finden. Liebe Deutschen, Orpheus und Dionysios haben euch das intelligente Denken gegeben, damit ihr es heute für eure ahrimanisierten Technologien benutzen könnt. Die Bulgaren waren diejenigen Häretiker, bei denen die Beziehung zur geistigen Welt am spätesten abhanden kam und sie haben den Bogomilenimpuls ausgestrahlt, um euch vor der Finsternis des Mittelalters zu erlösen. Nun kommt aus Bulgarien wieder ein Impuls – der einzige Impuls der Rettung, der gleichzeitig eine Verbindung in der geistigen Welt darstellt zwischen dem Erzengel des russischen Volkes und dem Erzengel des deutschen Volkes über den großen Erzengel des bulgarischen Volkes Raphael, der für Golgatha und das Osterfest zuständig ist. Das ist die Antwort, die aus Bulgarien ihren Weg nimmt. Je lauter und sichtbar etwas ist, desto weniger ist es Wert. Je wertvoller etwas ist, desto unbekannter ist es und desto weniger Menschen kennen es. So begann das Christentum, so begann vor 1000 Jahren das Bogomilentum, so beginnt nun auch dieser Christus-Impuls. Wer zu diesem Impuls heranreift, hat die Chance, sich auf sein nächstes Leben vorzubereiten. Manche Menschen wollen die Bedingungen in diesem Leben nicht nutzen, die ihnen aus karmischen Gründen angeboten werden, und verschieben die Erfüllung ihrer karmischen Aufgaben auf das nächste Leben. Das wird zwar möglich sein, aber Steiner warnte uns, uns nicht auf diese Möglichkeit zu verlassen. Jeder muss sein Karma übernehmen und den Karma-Sinn erkennen, anstatt damit zu hadern. Dort, wohin uns die Gesellschaft gestellt hat, müssen wir opferbereit und schöpferisch dieses Karma erfüllen und nicht mit subjektiven Entscheidungen in unser Karma eingreifen und die Arbeit der geistigen Hierarchien stören. Die Hierarchien stellen unsere Lebensumstände zusammen, in denen wir hier leben. Wir müssen eine Beziehung zu den Hierarchien herstellen, um unser Karma mit Freude zu erfüllen. Je mehr Leiden auf uns zukommen, im Sinne nicht von gewöhnlichen Leiden, sondern von Leiden im Namen Christi, desto wertvoller sind wir für die geistige Welt. Folglich muss die Zentrierung um Christus unabänderlich werden. Entweder ist man mit Ihm in dieser neuen Art, die wir von Bulgarien aus verkünden, oder man ist gegen Ihn, egal ob man sich als wohlgesinnter Humanist und Christ ausgibt. Einen anderen Ausweg gibt es nicht! Der Heilige Impuls, die Synthese der beiden Impulse ist der einzige Ausweg der Menschheit, falls sie das hören will, was aus Bulgarien kommt. Beinsa Douno sagte, dass Israel derjenige ist, der aus dem Paradies herauskommt, und gegen Gott kämpft, um sich zu individualisieren, und Bulgare ist, wer ins Paradies eingeht. ‚Ins Paradies eingehen‘ bedeutet wieder eine Verbindung zur geistigen Welt herzustellen. Das bedeutet es, Bulgare zu sein, dann wird man zum Magier, zum Menschen der Freiheit und Liebe. Die ‚zehnte Hierarchie der Freiheit und Liebe‘ heißt die Rangstufe, die wir inmitten der restlichen Hierarchien haben werden. Ich weiß nicht, ob die zehnte Hierarchie „Bulgare“ heißen wird, die Menschheit wird sich in der Zukunft selbst ihren Namen geben. Was dieser Name sein wird, hängt von unseren Anstrengungen ab und der erste Schritt dazu ist es, mit der Herausforderung des Antichristen im christlichen Sinne fertig zu werden.

 

 

 

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