Archiv für den Monat Januar 2017

Das Mysterium des Heiligen Geistes

vorgetragen von Dimitar Mangurov am 15.05.2005 in Varna

„Es gibt Einen, Der Sich als Liebe, Weisheit und Wahrheit manifestiert. Und die ganze lebendige Natur spricht über diesen großen Einen“. Mit diesen bewegenden Worten zeigte uns der Bodhisattva Beinsa Douno auf eine überzeugende Art die drei erhabenen Antlitze Gottes. Das Erste ist die Liebe, die sich im Leben manifestiert. Das Zweite ist die Weisheit, die sich im Licht der Erkenntnis manifestiert und das Dritte ist die Wahrheit, die sich in der Freiheit manifestiert. Wenn der Mensch mit der Liebe als einer großen und mächtigen Kraft alles beginnt, erwachen seine Seele und sein Geist und er tritt in eine tatsächliche Beziehung zur physischen, geistigen und Göttlichen Welt, denn die Liebe enthält alle Bedingungen, Methoden und Möglichkeiten für seine vollständige Entwicklung. Sie ist das Medium, in dem die Wesenheiten der endlosen Schöpfung leben und sie alle wissen, dass Gott Liebe ist, aus der das Leben hervorgeht.Weiterlesen im PDF-Format

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Der Weg des Opfers

vorgetragen von Dimitar Mangurov am 03.04. 2005 in Varna

„Es gibt kein erhabeneres Bild als das auf Golgatha errichtete Kreuz“.
Mit diesen Worten lenkte der große Christus-Gesandter Rudolf Steiner unseren Blick zum höchsten Punkt der Schöpfung – dem Opfer des Logos. An anderer Stelle erläutert er: „Christus hätte Seine Entwicklung erreicht, auch wenn er einen Weg weit von der Menschheit gegangen wäre. Er tat etwas, was Er selbst nicht brauchte. Das war eine Tat aus göttlicher Liebe! Wir müssen begreifen, dass kein menschliches Herz noch in der Lage ist, diese Intensität der Liebe zu spüren, die Gott notwendig war, um den für Ihn unnötigen Entschluss zu fassen und auf die Erde tatkräftig in einem Menschenleib zu treten.“ Weiterlesen

Die drei Strömungen und der Schulungsweg – Teil 3

Die ganze Vorlesung im PDF-Format

Eine andere Erscheinungsform der Templer sind die Troubadours oder die Minnesänger. Während die Tempelherren äußerlich mit dem Schwert kämpften, verbreiteten die Minnesänger die Gralsmysterien mit Liebe und Musik durch die Sagen, die sie in ihren Liedern erzählten. Sie waren eher die Boten der Mysterienzentren, die die Menschen auf die Gralsmysterien vorbereiteten und den Christus-Impuls durch die Bilder ihrer Lieder am Leben erhielten. Nachdem Titurel den Kelch für die Gralsmysterien aus den bildhaften Begriffen geschaffen hat, können wir in diesen Mysterien weiterhin immer Bilder sehen.

Bei den Tempelherren finden wir drei grundlegende Symbole – das Buch, den Altar und den Tempel. Das sind die Einweihungsstufen. Weiterlesen

Die drei Strömungen und der Schulungsweg – Teil 2

Nicht zufällig wurde das Griechische zur Sprache des Christentums, denn aus der griechischen Kultur begann die abschließende Vorbereitung der Menschheit auf das Verständnis des Mysteriums in Begriffen. Neben dem Dyonisoskult, der einen im christlichen Sinne metamorphosierten Kult darstellt, gingen in den christlichen Kult auch der Apollo-Kult und der Mithraskult. Deshalb wurde in der ersten christlichen Zeit Christus als Apollon dargestellt, der ein Kalb trug, denn die dritte Kulturepoche steht unter dem Zeichen des Stiers, wie Dionysos, Orpheus und der gute Hirte mit dem Lamm. Sie wurden gleichgesetzt, denn der Kult war das Ergebnis der Vermischung und Metamorphose der Kulte der Balkanhalbinsel unter der Ergänzung des skythischen, d.h. bulgarischen Mithraskultes. Sind Sie sich bewusst, dass der christliche Kult von den Bulgaren herrührt, von den ursprünglichen Semiten, von den Menschen Skythianos‘? Johannes sah, wie am Kreuz Christus mit der Lanze durchstochen wurde, wie Blut und Wasser flossen, er sah das Gralsmysterium, aber eigentlich begann das Gralsmysterium mit Skythianos. Wenn wir über die mittlere Strömung als über die Gralsströmung sprechen, die von Christus beginnt, aus der gemeinsamen Tätigkeit de beiden Johannes, müssen wir uns trotzdem fragen, warum sie gerade von Skythianos ging, der in Joseph von Arimathäa wieder geboren wurde. Damit ich überhaupt darüber sprechen kann, muss ich doch wissen, wer Skythianos ist, verstehen Sie? Deshalb habe ich zu Beginn der Vorlesung der geistigen Welt gedankt, dass sie uns mit dem Heiligen Geist führt und uns die Mysterien nacheinander enträtselt, damit sich die Vorsehung Gottes wie eine Schriftrolle entfalten kann. Wie ich bereits 2000 in der ersten Vorlesung des „Sonnenstrahlen“-Zyklus erklärte, können wir auf diese Weise auch das Mysterium der Bulgaren in dieser Vorsehung finden, das mit seiner Hauptrolle im Weltmysterium hervorsticht. Deshalb sagte Beinsa Douno, dass oben die Seelen Schlange stehen, um in Bulgarien inkarniert zu werden. In Bulgarien zu leben ist ein absolutes Privileg, aber wenn dieses nicht in der richtigen Art benutzt wird, wird im nächsten Leben die Inkarnation nicht im Stamm Sems, sondern in einem der anderen Stämme sein. Weiterlesen

Die drei Strömungen und der Schulungsweg – Teil 1

vorgetragen von Dimitar Mangurov am 24.04.2016 in Varna
vom Autor nicht durchgesehene Textfassung der Videodatei

Link zum Vorlesungsvideo

Gebet:
Herr Gott Jesus Christus, wir danken Dir, dass Du uns mit dem Heiligen Geist auf dem Weg zur Erfüllung des Planes führst, den unser gemeinsamer Vater vorgezeichnet hat. Amen!
Wie immer kommt unser heutiges Thema „Die drei Strömungen und der Schulungsweg“ nicht von ungefähr, sondern nach einem Plan, der sich wie eine Schriftrolle ausbreitet und wir nur ahnen können, wie weit er reichen wird. Am 02. und 03. April 2016 fand in Varna eine Konferenz mit dem Thema „Die geistige Führung der Menschheit“ statt, auf der neun Referenten einen Vortrag hielten. Ursprünglich war vorgesehen, dass drei Vertreter der Anthroposophischen Gesellschaft vortragen, drei aus der „Weißen Bruderschaft“ und ein Forscher, der über den Mithraismus der Saken vortragen sollte. Später kamen zwei weitere Teilnehmer aus dem soz. neutralen Teil hinzu. Die drei Vertreter der Anthroposophischen Gesellschaft sollten die dritte Hierarchie der Engel, Erzengel und Archai repräsentieren, die Vertreter der Weißen Bruderschaft“ – die erste Drei der Throne, Cherubim und Seraphim und die drei Mittleren sollten das Bindeglied darstellen und die zweite Drei des Sohnes repräsentieren. An die Vertreter der Anthroposophischen Gesellschaft wurde die Erwartung gerichtet, dass sie nicht nur den Beitrag Steiners aufzeigen, sondern auch durch sich selbst ein vergeistigtes Denken im michaelischen Sinne vorführen – wie der Wille das Denken erfasst und wie man vom räumlichen zum zeitlichen Denken übergeht. Ob das ihnen gelungen ist, können diejenigen von Ihnen, die da waren, selbst beurteilen. Wenn ich das Niveau ihres Auftritts, die Substanz und die Art des Vortragens beurteilen soll, müsste ich, vorsichtig ausgedrückt, kritisch sein, und ohne Umschweife gesagt, müsste mein Kommentar vernichtend sein. Das werde ich aber unterlassen und nur darauf hinweisen, dass der dritte Referent, der nicht mal einen Vortrag hatte, sehr oberflächlich an das Ereignis herangegangen war, über dessen Charakter ich später vom okkultem Standpunkt aus eingehen werde. Jeder der Anwesenden betrachtete das Ereignis mit seiner Bewusstseinsstufe und gewann Eindrücke, die diesem Bewusstsein entsprechen. Wenn zehn Personen, einen Baum betrachten, werden sie diesen auf zehn verschiedene Weisen beschreiben. Ich werde meinen Blick anbieten, denn das Ereignis war sehr wichtig. Es fand statt genau 14 Jahre nach meiner ersten Begegnung mit Sergej Prokofieff in Sofia. Als ich dem russischen Anthroposophen gegenüberstand und ihm die Idee von Beinsa Douno als den Bodhisattva des 20. Jahrhunderts sowie zwei Bücher des Meisters anbot, hoffte ich, dass er seinen Weg zu ihm zurücklegen, eine eigene Synthese der beiden Impulse vornehmen und diese in der Anthroposophischen Gesellschaft verbreiten würde. Das fiel mit dem Augenblick zusammen, als Prokofieff eingeladen wurde, Mitglied des Vorstandes der Anthroposophischen Gesellschaft zu werden. Er hatte sein Buch „Menschen mögen es hören“ beendet und hoffte, diese Gesellschaft in die Richtung zu führen, die er für richtig hielt. Fünf Jahre nach unserem ersten Treffen begegneten wir uns zum zweiten Mal, und ich fragte ihn damals, was aus dem Heiligen Impuls wird, den Steiner versprochen hatte und was sich aus der Vorlesung Steiners über die zwei Wege – den Rosenkreuzer- und den Bodhisattvaweg -, ergibt, die seit dem 13. Jahrhundert gemeinsam verlaufen und mit denen nur die wahren Quellen des Christentums zu finden sind, d.h. den Weg, ein wahrer Ich-Mensch zu sein, denn wahrer Christ zu sein, bedeutet es, ein Ich-Mensch zu sein.
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Der Heilige Impuls und Amerikas Mission – Teil2

Die ganze Vorlesung als PDF

Das Kind wächst am Anfang ohne Bewusstsein, allmählich werden die aufrechte Haltung, der Rede und das Bewusstsein entwickelt. Zu einem bestimmten Zeitpunkt sind die Wachstumskräfte ausgeschöpft und wir erlangen unsere endgültige Form, das Bewusstsein nimmt zu. In dem Maße, in dem der Wille in der Form der Wachstumskräfte abnimmt, nimmt das Bewusstsein zu. Der Vermittler zwischen dem Verstand und dem Willen ist das Leben. Es besteht also eine sehr direkte Beziehung zwischen Bewusstsein, Leben und Wille. Ich werde mir eine kleine Abschweifung erlauben und wieder auf mein Erlebnis vor der Oper in Varna 2009 zurückkommen, denn ich kenne keinen anderen Menschen, der im Wachzustand ein solches Erlebnis gehabt hat, nun werde ich es in diesem Kontext erörtern. Ich habe mich zum kosmischen Bewusstsein erhoben, zu dem sich jeder Mensch erhebt, wenn er stirbt. Dort habe ich alle Wesen im Kosmos gesehen, die in der christlichen Liebe leben, die anders ist als die Liebe des Vatergotts. In diesem Erlebnis gab es das Bewusstsein, das sich zum kosmischen Bewusstsein erhoben hat, es gab das Leben, die Liebe, die der Weltenwille ist, aber anders ist als die Liebe des Vatergotts, da sie das Golgatha und die Menschwerdung, den Tod und die Auferstehung erlebt hat. Dieses Erlebnis hatte ich im wachen Zustand und es dauerte nur einen Augenblick.
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Der Heilige Impuls und Amerikas Mission – Teil 1

vorgetragen von Dimitar Mangurov am 27.12.2015 in Varna
vom Autor nicht durchgesehene Textfassung der Videodatei

Link zum Vorlesungsvideo

Gebet: Herr Gott Jesus Christus, wir danken Dir, dass Du unsere Gebete gehört und Bulgarien beschützt hast und wir bitten Dich, unser Land auch künftig wegen der Menschheit zu beschützen. Amen!
Ich heiße Sie willkommen in der Zeit der zwölf heiligen Nächte, einer der wichtigsten Perioden des Jahres, wenn wir möglichst introvertiert und konzentriert sein sollten, um das nächste Jahr vorzubereiten. Zum ersten Mal werde ich diese Vorlesung in einer anderen Art beginnen, denn gestern Vormittag wurde uns etwas offengelegt, was Ihnen unbedingt mitgeteilt werden soll, da es sehr aktuell ist und jeden von uns betrifft. Deshalb werden wir auf unser heutiges Thema „Der Heilige Impuls und Amerikas Mission“ etwas später eingehen, nun werde ich versuchen, Ihnen im historischen, poliologischen und esoterischen Aspekt argumentiert das darzulegen, was als Offenbarung kam. Ich werde versuchen, mich kurz zu fassen, da auch der nächste Stoff sehr umfangreich und wichtig ist – an Amerika führt heutzutage kein Weg auf der Erde vorbei. Weiterlesen