Der Heilige Impuls und die innere Sonne – Teil 1

 

vorgetragen von Dimitar Mangurov am 31.01.2016 in Varna

vom Autor nicht durchgesehene Textfassung der Videodatei

Link zum Video

Gebet: Herr Gott Jesus Christus, lass dieses Treffen eine Erinnerung und Danksagung an Sergej Prokofieff sein – den Menschen, der mit seinem unaufhaltsamen Drang das Reich des Grals suchte, in dessen Zentrum Du stehst, Der Du das Haupt der Großen Weißen Weltbruderschaft bist. Amen! 

Unser heutiges Thema  „Der Heilige Impuls und die innere Sonne“ ist umfangreich und bei seiner Erörterung werden wir die höchsten Gipfel und die tiefsten Gründe des seelisch-geistigen Lebens des Menschen streifen. Aber vorher ist eine Präzisierung notwendig, die ich aus dem Anlass der letzten Vorlesung über die Mission Amerikas machen muss, an dessen Anfang eine Einleitung über die Ereignisse in der Partei DPS stand. Die Vorlesungen, die seit der Anthroposophischen Konferenz 2014 stattgefunden haben, sind ins Internet eingestellt worden. Sie werden zwar nicht so oft gesehen, aber ich denke, dass mindestens 50% der Besucher sich tief für die Anthroposophie interessieren und die Videos bis zum Ende geschaut haben. Jemand, der sich in die Anthroposophie und den Impuls Beinsa Dounos nicht vertieft hat, wird das Christentum nicht verstehen und etwas vom Inhalt dieser Vorlesungen nur sehr schwer begreifen können. Menschen, die zum ersten Mal einer meiner Vorlesungen  beigewohnt haben, geben zur Kenntnis, dass sie etwas 10% von dem verstehen, was ich vortrage. Im Unterschied zu den älteren Vorlesungen, erreichte die Letzte etwa 5500 Besucher im vergangenen Monat, was einen wesentlichen Unterschied darstellt. Tausende von Zuschauern haben zum ersten Mal in ihrem Leben erfahren, dass die Anthroposophie überhaupt existiert. Ich hege keine Illusionen, dass diese Menschen die Anthroposophie kennen, aber die Einleitung spielte die Rolle einer Trägerrakete, die zum Anwachsen der Besucherzahlen beigetragen hat. Das ist nicht so wichtig, sondern die Kommentare. Normalerweise gibt es unter den hochgeladenen Vorlesungen keine Kommentare, aber da die letzte auch andernorts im Internet verlinkt wurde, tauchten einige Kommentare auf. Sie zeugen von einem tiefen Unverständnis des Dargelegten, doch dadurch habe ich erfahren, dass es Menschen gibt – hoffentlich wenige – die der Meinung sind, die sie zum Ausdruck bringen, dass ich mich selbst als den wieder inkarnierten Skythianos ansehe. Wer die Anthroposophie begreift, weiß, dass Skythianos einer der größten Meister überhaupt ist, die auf der Erde existieren. Er ist so kolossal und unermesslich, dass er sich selbst vor seinen Schülern verheimlicht. Wie kein anderer Meister kennt er das Geheimnis des physischen Leibes von Ewigkeit zu Ewigkeit, vom alten Saturn bis zum künftigen Vulkan. Er wurde von der Weltenleitung damit beauftragt, die höchste Gabe des atlantischen Hellsehens bis zur sechsten Kulturepoche hinüberzutragen. Er hat Kulturen begründet und steht hinter dem Slawentum… Wäre ich jemand anderer, hätte ich geschwiegen und den Menschen diese Illusion gelassen. Ich bin aber nicht so elementar und möchte das präzisieren.Auf der Anthroposophischen Konferenz habe ich verkündet, und ich stehe fest hinter dieser Behauptung, da sie eine Offenbarung der geistigen Welt ist, dass Skythianos in der Zeitenwende als Joseph von Arimathäa inkarniert war, der am Anfang des Gralsmysteriums steht. Ich war auch in der Zeitenwende inkarniert und habe etwas erledigt, aber ich bin nicht Skythianos. Soviel zu der Frage. Ich hoffe, dass diese Fliege in ganz wenigen Köpfen umherirrt. Auf der Konferenz habe ich erwähnt, dass Skythianos wie kein anderer die Synthese verschiedener geistiger Impulse beherrscht. Ich habe seine Identität genannt, ich habe erwähnt, dass er hinter dieser Konferenz steht und dass es seinem Wunsch entspricht, dass es eine Synthese zwischen der Anthroposophie und Beinsa Douno gibt. Nachdem ich meinen Vortrag vorzeitig beenden musste, da ich der einzige war, dessen Vortrag trotz der neuen mitgeteilten okkulten Tatsachen abgebrochen wurde und ich das Podium verlassen hatte, hat der Moderator, zu dem ich keine schlechten Gefühle hege und ihm für das, was er getan hat, danke, ironisch gesagt, dass Dimitar Mangurov sich wohl für Skythianos selbst halte. Um die Atmosphäre nicht zuzuspitzen, habe ich nur darum gebeten, nicht kommentiert zu werden, aber offenbar hat sich das Gesagte in manchen Köpfen eingenistet und ist weiter aufgebauscht worden. Ich erkläre, dass ich weiß, wer Skythianos ist, und auch weiß, wer ich bin. Mehr werde ich nicht sagen.
Es gibt zwei gigantische Pfeiler, zwei große Säulen, die vor jedem Menschen der Erde stehen. Wenn wir uns diese Säulen mit einer Tür dazwischen vorstellen, muss jeder diese Tür in einem bestimmten Augenblick aufmachen und sehen, was dahinter steckt. Die erste Säule ragt von der Erde in den Himmel empor und sie ist Christus, Der nach Beinsa Dounos Worten alle Lücken zwischen dem Menschen und Gott ausfüllte. Die andere Säule ist die Säule der Himmlischen Sophia oder der Weisheit Gottes. Sie ist viel kleiner als die erste Säule. Jeder Mensch, der mit der heutigen Zeit im Einklang sein will, muss unbedingt den Sinn dieser Säulen erfassen und früher oder später versuchen, diese Tür einen Spalt breit zu öffnen und sehen, was dahinter geschieht. Je mehr die Angst heute auf der Erde umgeht und alle wissen, dass ein Ausweg aus dieser verfahrenen Situation gefunden werden muss, desto mehr Anschauungen und Gesichtspunkte hören wir aus allen Richtungen. Doch keiner wird eine sinnvolle Antwort geben, wohin wir gehen sollen, da die Menschen die genaue Diagnose nicht kennen. Heute werden wir die Diagnose auf eine neue Art konkretisieren, wie wir das mehrmals gemacht haben und darauf hinweisen, wo der Ausweg sein kann. Wir werden in das Thema von ganz oben einsteigen.
Es ist bereits bekannt, dass sich die Trinität in drei gigantischen Zyklen manifestiert. Darüber haben wir hier letztes Jahr berichtet und Sie werden über das Thema anderswo nichts lesen können. Wir wollen uns kurz daran erinnern: so wie es einen Vatergott, einen Sohnesgott oder eher einen Logos-Gott und einen Gott Heiliger Geist gibt, so gibt es auch drei gigantische Zyklen. Der Erste ist der Zyklus des Vaters und er ist bereits vorbei, nun sind wir im Zyklus des Wortes vom alten Saturn bis zum künftigen Vulkan, und haben die Mitte bereits überschritten. Es wird auch einen dritten Zyklus geben – den Zyklus des Heiligen Geistes. Im ersten Zyklus, der jenseits von Zeit und Raum war, wurde die Substanz für das gebildet, was wir nun ‚Materie‘ nennen. An der Grenze im großen Pralaya zwischen den beiden Zyklen wurde das im Zyklus des Vaters Geschaffene ausgearbeitet. Der alte Saturn begann mit der Manifestation dieser Materie durch die Throne, die ein demütiges Opfer den Cherubim darboten. In unserem Zyklus müssen wir an der freien Wahl arbeiten. Das ist die Hauptaufgabe der ganzen Schöpfung. Nach Ende unseres Zyklus, wenn wir auf dem Vulkan zu Archai aufgestiegen sein werden, wird ein neues gigantisches Pralaya folgen. Danach wird es fünf neue Bewusstseinsstufen geben, in denen sich der Zyklus des Heiligen Geistes entfalten wird. Er wird von uns beginnen, die wir bereits auf der Elohimstufen sein werden. Dann. werden wir ein Opfer darbieten und es wird etwas Neues ausgearbeitet werden – eine neue Lebensart. Den großen Rosenkreuzerspruch „Aus dem Gotte sind wir geboren – im Christus sterben wir – durch den Heiligen Geist werden wir auferstehen“ können wir sowohl auf unser persönliches Leben beziehen, als auch auf einen Äon, Zyklus und auf die drei Zyklen. Wir können den Vaterzyklus als den ersten Teil des Rosenkreuzerspruches betrachten – „Aus dem Gotte sind wir geboren“, denn von dort kommt die Substanz. Die freie Wahl, die vom Logos kommt, müssen wir und kein anderer hier auf der Erde ausarbeiten. In der Zukunft wird auch der dritte Teil des Satzes in Erfüllung gehen, wenn wir eine neue Lebensart hervorbringen werden, von der wir nun keine Vorstellung haben. Dann werden wir von der Substanz und der freien Wahl ausgehend, eine neue Art Leben erzeugen. Das ist das möglichst globale Bild der Entwicklung, das überhaupt als Verständnis irgendwo anzutreffen ist.
Jeder weiß, dass es eine Trinität gibt, aber es gibt etwas über der Trinität. „Über“ klingt hier zwar absurd, aber wegen unseres räumlichen Denkens kann ich das nicht anders ausdrücken. Das ist das Absolute. Einmal hatte ich Beinsa Dounos Worte über das Absolute zitiert, der sagte, dass derjenige seine Vernunft verlieren würde, der versucht, über das Absolute nachzudenken. Im letzten Winter haben wir dieses Risiko auf uns genommen und es kamen damals viele neue Aspekte zustande, die zum ersten Mal öffentlich geäußert wurden. Sollten sie jemandem wie die Frucht einer irregeführten Vernunft klingen, dann kann ich ihn nicht des Gegenteils überzeugen. Der möge die Vorlesungen studieren und vielleicht wird ihre logische Ordnung etwas in ihm bewirken. Hinter den drei großen Zyklen der Liebe (Vatergott), Weisheit (der Sohn) und Wahrheit (der Heilige Geist) steht das höchste Prinzip – „Ich bin“. Ich erlaube mir zu sagen, dass dieses Prinzip im Vaterzyklus, im Logoszyklus und im zukünftigen Zyklus des Heiligen Geistes nachhallen wird. Dieses „Ich-bin“-Prinzip, das das Absolute darstellt, manifestiert sich weiter abwärts durch die Trinität als diese drei Zyklen. Die Hauptaufgabe besteht darin, dieses Prinzip im Logos-Zyklus auszuarbeiten und wir sind quasi die Sicherung, die verhindert, dass diese ganze Anlage ausgeht. Wir wollen sehen, wie sich alles abwärts entfaltete und wie der Weg Christi von der Trinität bis zum Golgatha war, um zu unserer Zeit zu kommen und die Antworten auf einige Fragen zu suchen. Im Verlauf der Vorlesung werde ich einige neue Offenbarungen mitteilen, die genau in der richtigen Zeit während der Arbeit an diesem Thema kamen. Sie bestätigen die Richtigkeit des von uns bestrittenen Weges. Im Laufe der Vorlesung werden wir auch auf einige Fragen eingehen, die aus den Ausführungen eines anderen Referenten entstanden, der neulich in diesem Raum vortrug.
In unserem Zyklus gibt es sieben Äonen. Am Anfang des ersten, des alten Saturns, fand das Opfer der Throne, der Geister des Willens statt. Von ihnen stammen das ursprüngliche Feuer, das dort brannte, und die Wärme von ca. 36 Grad unseres heutigen Blutes. Das Opfer der Throne vor den Cherubim hat viele Aspekte. Sie gibt den Anfang zur Substanz in diesem Zyklus. Aus ihnen entstehen die Geister der Persönlichkeit, die heutigen Archai, von ihnen erhielten wir unser Phantom und den Keim zu unserem physischen Leib. Lassen wir uns an etwas erinnern, was wir letztes Jahr als eine neue Ansicht über die Hierarchien mitgeteilt haben. Wenn wir über die Throne vom heutigen Standpunkt sprechen, sind das Wesenheiten, die das erste makrokosmische Prinzip entwickelt haben. Die gleichen Wesenheiten waren auf dem alten Saturn wieder Throne, aber mit einer Kraft, die geringer war als die heutige, die das Ergebnis der Entwicklung während der drei Äonen ist. Dort hatten sie die Kraft der heutigen Elohim. Wenn wir über die Throne auf dem alten Saturn sprechen, müssen wir bedenken, dass das Opfer von Wesenheiten dargebracht wurde, die die Elohimkraft vom heutigen Standpunkt hatten. Die heutigen Engel, Erzengel und Archai können wir im Hinblick auf den alten Saturn auch Engel, Erzengel und Archai nennen, die sich aber einige Äonen zurück in ihrer Evolution befanden. Letztes Jahr kamen wir zu einem sehr interessanten Schluss, nämlich dass in jedem dieser Äonen die Geister, die ein Opfer darbringen und die quasi die Führer jedes Äons sind, immer die Kraft von Elohim haben. Wir befinden uns heute auf der Menschenstufe. In den nächsten drei Äonen werden wir uns zu der Kraft von Engeln, Erzengeln und Archai erheben und am Anfang des nächsten Zyklus des Heiligen Geistes werden wir mit der Kraft von Elohim erscheinen und die Substanz und die freie Wahl für den neuen Zyklus geben.
Um das zusammenzufassen, können wir Folgendes feststellen: Wenn es aus allen Zyklen Wesenheiten gibt, die die radikalste Wichtigkeit für die ganze Schöpfung, für die Manifestation der Trinität und des Absoluten haben, so sind das die Menschen auf der Erde. In dieser Aussage steckt keinerlei luziferische Glut, Überheblichkeit oder Selbstverherrlichung, sondern lediglich das Gefühl einer großen Verantwortung. Die Menschen sollten die oberflächliche und elementare Spiritualität überwinden und endlich zum Begreifen kommen, denn von ihnen wird etwas Grandioses erwartet. Die Menschen sind die Verwirklicher der Vorsehung der Trinität, die sich in allen drei Zyklen entwickelt. Sie werden diese Frage, die auf eine solche Weise gestellt ist, nirgendwo anders finden!
Bei der Entstehung der Geister der Persönlichkeit, die auch „Archai“ genannt werden, legten sie den Weg ihrer Menschenstufe zurück und es entstand die Zeit – die geistige Zeit auf dem höheren Astralplan. Den Raum gab es noch nicht. Auf der alten Sonne schauten die Herrschaften, die auch die Macht von Elohim besaßen, das weitergehende erhabene Opfer der Throne und boten auch ein Opfer dar. Sie strahlten das aus, was „schenkende Wohltat“ oder „Weisheit“ heißt. Das sind die Geister der Weisheit. Indem sie ihre eigene Substanz ausstrahlten, schenkten sie die Weisheit und wurden gleichzeitig väterliche Erzeuger der Erzengel, die damals ihre Menschenstufe zurücklegten. Es gibt eine Wesenheit unter den Herrschaften, die zum Vermittler Christi bei Seinem Herunterstieg von der Trinität wurde. Damit Christus von der Trinität heruntersteigen und sich verkleinern konnte – 78 Millionen Mal laut Beinsa Douno -, brauchte Er Transformatoren. Derjenige, der das Wort und der Regent des ganzen Zyklus des Wortes vom Saturn bis zum Vulkan ist, hat sich dermaßen verkleinert, dass Er am Ende in den menschlichen Leib Jesu in seinem 30. Jahr eintreten konnte.
Die Menschwerdung des zweiten Antlitzes der Trinität ist das größte Mysterium, das überhaupt existieren kann. Ein größeres Wunder hat es nie gegeben und es wird keines mehr geben. Deshalb müssen wir versuchen zu begreifen, wie das geschah und was es bewirkte. Damit Christus herabsteigen konnte, war eine Gruppenwesenheit notwendig, die in der Esoterik das „mystische Lamm“ heißt. Ihr niedrigstes Wesensglied ist die Hierarchie der Dynamis oder Mächte und die höheren Wesensglieder reichen bis zur Trinität. Die Verflechtung von Sternen- und Planeteneinflüssen geschieht in den Mächten, denn bei den Elohim erfolgt der Übergang zum planetarischen Aspekt. Ich werde für das Auditorium erklären, was eine Gruppenwesenheit darstellt. Ein Engel kann für sich allein sein und im Moment sind alle unseren Schutzengel hier anwesend. Doch der Engel kann auch der Teil einer Gruppenwesenheit sein, die Engel, Еrzengel usw. vereinigt. Diese Wesenheit gewinnt an viel mehr Macht, verglichen mit der Macht jedes einzeln wirkenden Mitgliedes. Als die Herrschaften sich selbst als Weisheit ausstrahlen, wird diese Weisheit in der zweiten und dritten Runde des Äons der alten Sonne von den Mächten und Elohim ausgearbeitet. In der Mitte des Äons, in der vierten Runde, wird sie von der Peripherie von den Erzengeln zurückgespiegelt. Sie erhalten ihr Ich und spiegeln diese Weisheit als geistiges Licht zurück. Die Weisheit wird immer als Manifestation mit dem Licht verkörpert, und zwar mit geistigen Licht. Damit das Licht zum ersten Mal auf der altern Sonne erscheinen konnte, musste zuerst die Weisheit durch die Geister der Weisheit ausgestrahlt und danach durch die Erzengel zurückgespiegelt werden. Dann wurde eine Gruppenwesenheit gebildet aus Wesenheiten, die zu fünf Hierarchien gehören. Das sind die Geister der Weisheit, Mächte, Elohim, Archai und Erzengel, die alle die Ich-Entwicklung durchgemacht hatten. Zu dieser Gruppenwesenheit kann nur eine Wesenheit gehören, die die Ich-Stufe, die menschliche Entwicklungsstufe, die wir nun zurücklegen, durchgemacht hat. Auf der alten Sonne hatten die Engel noch nicht die Menschenstufe zurückgelegt, wir Menschen waren auf der Stufe des ätherischen und physischen Leibes. Das ist der Anfang der Himmlischen Sophia und sie heißt „die Weisheit Gottes“, da Christus um von der Sternenwelt im Sonnensystem herabzusteigen durch einen Geist der Weisheit ging, der der erhabenste unter den restlichen Herrschaften war.
Unter den Menschen gibt es auch solche, die sich zu Lehrern der Menschheit erhoben haben, und auch solche, die in den Mülleimern nach Resten suchen. Auch unter den Geistern bestehen Unterschiede. Es gab einen Geist der Weisheit, durch den Christus ging, danach ging Er durch Jahwe-Elohim, der eine Gruppenwesenheit aus den sechs Sonnenelohim und dem Mondenelohim Jehova darstellt. Derjenige unter den Erzengeln, der in jener Zeit am zeitgemäßesten die Weisheit zurückspiegelte, war derjenige, den wir heute ‚Michael‘ nennen. Er wurde zum Vermittler beim Eintritt Christi in den Leib Jesu.
Rein astrologisch betrachtet ging Christus durch das Gebiet der Jungfrau, danach durchlief Er den Adler oder Skorpion, das sind die Geister der Weisheit. Steinbock gehört den Erzengeln, am Ende sind die Fische und der Eintritt in Jesus Leib. Sergej Prokofieff hat sehr gut diesen Herabstieg beschrieben, deshalb begann ich diese Vorlesung mit einer Danksagung an ihn. Als Prokofieff auf der Erde war, hatte er eine Meinung zu bestimmten Fragen, die sich nun, das will ich behaupten, gewandelt hat. Das weiß ich. Indem die Erzengel die Weisheit zurückspiegelten, und zwar als Licht, brachten sie auch den Raum hervor. Das war nicht der heutige abstrakte Raum im Sinne von Abstand, sondern der geistige Raum. Nur in unserem Sonnensystem existiert der Raum. Außerhalb des Sonnensystems gibt es keinen Raum, sonder nur die geistige Zeit. Nichts, was der Mensch mit dem Ziel geschickt hat, die Grenzen des Sonnensystems zu überwinden, kann aus dem Sonnensystem herausgehen, denn dort kann nichts existieren, was einen physischen Leib hat, egal ob lebendig oder nicht lebendig. Alles, was wir nachts als Kosmos sehen, ist eine große Illusion, die wir so mit unseren physischen Sinnen wahrnehmen und die in den vorherigen Äonen von den Göttern ausgearbeitet wurde, damit sie für uns so aussieht. Das ist das von ihnen als geistige Tätigkeit Vollzogene, damit heute das Sonnensystem, die Erde und der Mensch existieren können. Der Mensch ist die Krone der Schöpfung im ganzen Saturn-Vulkan-Zyklus. Deshalb sagte Beinsa Douno, dass die Größe des Gottes nicht in der Schaffung von Sonnen und Universen besteht, sondern in der Erhebung des Menschen. Zuerst musste Er den Menschen schaffen, danach musste der Mensch in der richtigen Art den Weg zur übersinnlichen Welt zurück zum Gott finden. Hier versuchen wir, die rechtmäßige Art zu zeigen, in der wir gefahrlos Schritte in die richtige Richtung tun können, damit wir die Garantie haben, auf dem richtigen Weg zu sein und nicht in einem der Märchen der Spiritualität, die in Hülle und Fülle auf der Welt bestehen.
Das Licht war die erste Eigenschaft des Weltenleibes, den wir ‚Alte Sonne‘ nennen. Er umfasste alle zukünftigen Planeten in einem Körper, der auf der Stufe des niederen Devachans existierte. Unsere heutige Sonne hatte damals dort noch keine selbständige Existenz. Auf dem alten Mond sonderte sich die Sonne aus dem gemeinsamen Leib in Form von Wesenheiten ab, die ein Sonnendasein haben können, aber die Wesenheiten im übrig gebliebenen gemeinsamen Leib blieben ohne eine Lebensquelle. Das Leben kommt immer aus Wesenheiten, die die Stufe erreicht haben, auf der sie sich opfern und Leben ausstrahlen können. Die sich abgetrennten Wesenheiten brachten das hervor, was in der Esoterik die „ideelle Sonnenseele“ heißt. Sie war die Lebensquelle, die die restlichen Wesenheiten des gemeinsamen Mond-Körpers versorgte. Dieser Mond hatte selbstverständlich nichts mit dem heutigen Mond zu tun. Wir reden vom Auftauchen des Lichtes auf dem alten Mond, das von der Wesenheit Himmlische Sophia erarbeitet wurde, und vom Auftauchen selbständigen Sonnenlebens.

Wenn wir das Erdenäon betrachten, sehen wir, dass die Entwicklung der Wesenheiten, die auf der Sonne lebten, welche sich in der hyperboräischen Zeit abtrennte, so weit gegangen war, dass sie die innerste Hülle der Sonne aufbauen konnten. Diese Hülle begann die Liebe hervorzubringen. Es kam die Sonne als die eigenständige Quelle von Licht, Leben und Liebe für das ganze Sonnensystem auf. Das geistige Licht, Leben und die Liebe waren die drei übersinnlichen Hüllen, in denen Christus eingekleidet war, bevor Er sich auf Seinen Weg nach unten begab. Die größten Eingeweihten schauten Ihn in dieser Form an. In der lemurischen Zeit erhielt der Mensch sein Ich von den Elohim, den Wesenheiten, die das Manas als niedrigstes Wesensglied haben. Im Erdenäon fiel von ihnen ein Wesensglied ab, das sie nicht mehr brauchten, das war das Ich. Dieses Ich wurde zu unserer Substanz, mit der sich jede Menschenseele individualisieren konnte. Das Ich als Substanz ist etwas Gruppenhaftes. Es ist eine unsichtbare geistige Ich-Substanz. Damit jede Menschenseele sich individualisieren kann und eines Tages sich selbst als einzelnes Menschenwesen gewahr wird, muss sie einen Teil dieser Ich-Substanz aufnehmen. Nur jemand, der sich verbinden und die Ich-Substanz durch das „Explodieren des Ich“ individualisieren kann, was ich im Buch „Der Weg zum Ich“ beschrieben habe, kann im wahrsten Sinne des Wortes sagen, dass er heute ein Mensch der Erde ist. Heutzutage bedienen sich die Menschen des Schattens dieser Ich-Substanz, und dieser Schatten ist das Ego. Sie sagen „ich“, aber das ist überhaupt nicht das menschliche Ich. Die Ich-Substanz hat die Eigenschaft, immer schöpfend zu sein. Da sich die Menschen nicht wahrhaftig individualisieren können und die Ich-Substanz als Schöpfer ihren Schatten erzeugt, verbinden sie sich mit diesem Schatten. Jede Seele mit dem individualisierten Schatten nimmt sich selbst als eine einzelne und von allen anderen getrennte Seele wahr, schlägt sich gegen die Brust und schreit „Ich bin Herr Soundso“. Sie müssen bedenken, dass dieser Herr Soundso nur die Persönlichkeit in diesem Leben einer Individualität ist, die sich inkarniert hat und einen individuellen Namen trägt. Dieser Name hat eine enorme okkulte Kraft und man erfährt ihn, wenn man eine Einweihung durchlaufen hat. Es wird sogar behauptet, dass nicht nur die Seelen und der Geist dreifach sind, sondern auch das Ich. Wenn wir vom höheren Ich reden, meinen wir die Situation, in der das niedere Ich eines Menschen explodiert ist, er sein Ich von den Elohim individualisiert hat und zu einer Individualisierung des Heiligen Geistes als seinen persönlichen Geist, als Manas, übergehen kann. Folgende Stufen kann man auseinanderhalten: das niedere Ich bzw. das Ego, das individualisierte Ich von den Elohim, das höhere Ich bzw. das Manas und das wahre Ich, welches das Christus-Ich ist.

Hier gibt es etwas, was außerordentlich wichtig ist. In GA 130 „Das esoterische Christentum und die geistige Führung der Menschheit“ erwähnt Steiner die makrokosmischen Wesensglieder. Als Christus von der Sonne herabstieg, ließ Er dort Sein höchstes Wesensglied, den Geistesmenschen, der makrokosmisch sein müsste. In der Erdensphäre ließ Er Sein makrokosmisches Wesenglied Buddhi und trat in Jesus mit Seinem makrokosmischen Manas und dem makrokosmischen Ich-Prinzip ein. Gleichzeitig war Er in den drei Hüllen des Lichtes, Lebens und der Liebe eingekleidet, die in der vorchristlichen Zeit durch das Palladium symbolisiert wurden. Was ist eigentlich das Ich Christi? Wer stieg unter diesem Namen herab? Bei Seinem Herunterstieg war Christus als der Träger des „Ich-bin“-Prinzips vom Absoluten gleichzeitig der Träger der Individualität „Wort“. Als Moses Ihn fragte, wer Er war, antwortete Christus über Jehova „Ich bin ich bin“, d.h. „ich bin der Träger des „Ich-bin“-Prinzips“. Es stimmt, dass die Elohim uns die Ich-Substanz gegeben haben, aber die wahre Verstärkung des Ich, die wahre Macht unseres Ich, die wir brauchen, um zum Selbstbewusstsein zu gelangen, kann nur von Christus kommen. Er ist der Träger dieses Prinzips, der vom Absoluten durch alle Stufen des Daseins herabsteigt. Wenn Christus als das Wort Selbst auch eine Individualität ist, stellt sich die Frage, welches Ich heruntersteigt. Welche Substanz haben die Elohim aus der Seraphimsphäre und der Sphäre über ihr, aus der höchsten Dreihaftigkeit, erbeten, als sie sich zur Wesenheit Jahwe-Elohim vereinigten damit sie die gruppenhafte Ich-Substanz, die die Elohim selbst ausgestrahlt habe, durchdringen kann und die jeder von uns selbst individualisieren muss? Diese Frage habe ich in dieser Art nirgendwo in der Esoterik gefunden. Derjenige, Der das „Ich-bin“-Prinzip vom Absoluten abwärts trug und manifestierte, war das Ich des Christus Selbst als des Wortes in der Trinität. Beim Herunterstieg durch die von den Elohim ausgestrahlte Substanz wurde diese vom soz. doppelten Ich durchzogen – gleichzeitig vom Ich des Wortes und des Absoluten. Stellen Sie sich vor, welchen Charakter die Substanz hat, die wir individualisieren müssen und welche innere Qualität sie besitzt?!
Wir unterscheiden also: das menschliche Ich, das höhere Ich, das der von uns individualisierte Heilige Geist bzw. das Manas ist, das wahre Ich – das Ich des Christus bzw. des Wortes -, und das ewige Ich, das vom Absoluten kommt und durch den Vatergott geht. Christus und der Heilige Geist sind die Schöpfung des Vaters. Er ist der generale Vertreter des Absoluten und von Ihm abwärts geschieht alles, den alles kommt von der Liebe. Die Weisheit und die Wahrhit sind in der Liebe. Folglich ist das, was Christus trug und was unsere Ich-Substanz durchströmte, die unser wahres Wesen ist und die bedauerlicherweise die Menschen überhaupt nicht berühren und verstehen können, etwas in der Art einer Eigenschaft, die in sich die ganze Zukunft enthält, damit wir bis zum Endziel der Schöpfung die Aufgabe erfüllen, mit der jeder Mensch der Erde beauftragt ist.

Der Tierkreis hat zwölf Zeichen, die mit den jeweiligen Hierarchien aus Wesen verbunden sind. Das Zeichen der Fische bringt das Innerste des Menschenwesens – Anthropos -, zum Ausdruck; der Wassermann ist mit den Engeln verbunden; der Steinbock – mit den Erzengeln; Der Schütze – mit den Archai; Der Skorpion-Adler – mit den Elohim; Die Waage – mit den Mächten; die Jungfrau – mit den Herrschaften; der Löwe – mit den Thronen; Der Krebs – mit den Cherubim; die Zwillinge – mit den Seraphim; Der Stier – mit dem Prinzips des Kosmischen Geistes und der Widder – mit dem Prinzip des Sohnes oder Christus. Als Sich Christus von der Sonnensphäre abtrennte, wo Er von den sechs Sonnenelohim getragen wurde, ging Er vom sternenhaften zum planetarischen Aspekt über, ging durch das Tor der Jungfrau hindurch und durch den Skorpion-Adler wieder heraus und begab Sich durch den Schützen zum Steinbock, um durch das Tor des Erzengels Michael durchzugehen. Einer der Weisheitsgeister sowie Jehova und Michael sind die fundamentalen Wesen, die die direkteste Beziehung zu Christus besitzen. Der Sinn der Existenz jedes Menschenwesens ist das Erreichen einer direkten Beziehung zu Christus. Nicht zufällig gibt Bojan Boev in seinem kleinen Buch „Die gute Verfassung“ die Worte Beinsa Dounos wieder, dass alle von ihm gegebenen Übungen den Menschen nur mikroskopisch kleine Ergebnisse bringen können. Will der Mensch dagegen einen Riesenschritt in seiner Entwicklung machen, muss er unbedingt ins Zentrum seiner Überlegungen und Gebete Christus stellen. Dazu sind eine Liebe zu Ihm notwendig, sowie das tägliche Lesen der Evangelien mit einem von Dankbarkeit und Nachdenken über Christus erfüllten Herzen. Damit also der Mensch evolvieren kann, muss er versuchen, Christus zu begreifen und zwar durch die Himmlische Sophia. Warum wurde diese Wesenheit erschaffen? Sie wurde erschaffen, um ein Gefäß, ein Kelch zu werden, durch den die Lanze des Christus-Ich allmählich nach unten gelangen konnte. Während dieser Äonen hat sich die Himmlische Sophia sowohl aufwärts, als auch abwärts entwickelt. Aufwärts schaute sie zu ihren höheren Wesengliedern Manas, Buddhi und Atma, um sich irgendwann mit diesen zu verbinden. Im Erdenäon hatten die Elohim bereits eine Beziehung zu den Seraphim und deshalb konnten sie die Substanz erbeten, die von oben kam und unsere Ich-Substanz durchzog. Die Himmlische Sophia entwickelte sich auch abwärts über die dritte Götterdrei in ihrer Qualität als Schöpfer des Daseins. Das Sonnensystem, die Naturphänomene und Menschen, all das ist von der Wesenheit Himmlische Sophia erschaffen worden, die aus Engeln, Erzengeln, Archai, Urgewalten, Mächten und Herrschaften besteht.
Es gibt keinen Staat auf der Welt, dessen Hauptstadt etwas mehr als der Name unserer Hauptstadt bedeutet – Sofia, Sophia, die Weisheit Gottes. Früher hieß Oslo Christiania, allerdings wurde die Stadt nicht nach Christus, sondern nach dem König Christian IV. benannt. Es ist sehr wichtig, dass jeder Mensch, insbesondere jeder Bulgare, nicht einfach von der Himmlische Sophia etwas gehört hat, sondern diesen Namen mit Inhalt und Verständnis erfüllt. Es ist nicht nur notwendig, das Leben der heiligen Märtyrerin Sophia und ihrer drei Töchter Vjara, Nadeschda und Lyubov zu kennen , sondern auch zu wissen, was der Name ‚Himmlische Sophia‘ bedeutet und die drei christlichen Tugenden zu kennen, die in der fünften, sechsten und siebten Kulturepoche die Menschenseele verändern werden.
Indem Christus die Elohimsphäre durch das Skorpion-Tor verließ und durch den Steinbock die Mondensphäre durchquerte, trat Er in die Erdensphäre ein und war nun mehr für die Eingeweihten aus allen Enden der Welt zugänglich. Einige von ihnen kannten Ihn als Osiris, andere – als Baldur, wieder andere – als Appolo(n) usw. In der zweiten nachatlantischen Kulturepoche von 5067 bis 2907 v.Chr. empfingen die Menschen vom Herunterstieg Christi durch das Palladium, das Licht, Leben und Liebe ist, nur das erste Element – das Licht. Deshalb wurde in Persien über Ormuzd – den Gott des Lichtes und Ahriman – den Gott der Dunkelheit gesprochen. Ein solches Erlebnis hatten wir alle in der damaligen Zeit. In der dritten Kulturepoche von 2907-747 v.Chr. begannen wir, Christus als unser Erlebnis zu verinnerlichen und die Sonne als die Lebensquelle zu spüren. Aus dieser Zeit stammen die Sonnengottheiten Re/Ra in Ägypten, Appolo in Griechenland, Zagreus bei den Thraken u.a. Erst in der vierten Kulturepoche, die bis zum Jahr 1413 n.Chr. dauerte, schritt die Verinnerlichung Christi im Menschen fort. Vom rein natürlichen Erleben durch die Leiber gingen wir zu einem inneren Erleben durch die Seelenstufen über, um später zum Ich-Selbstbewusstwerden zu kommen und die Verbindung zu unseren drei geistigen Wesengliedern zu suchen. Wir wollen einmal kurz darauf eingehen, was der Mensch darstellt, um uns Kenntnisse über sein Seelenleben zu verschaffen.
Wir haben drei Leiber – einen physischen Leib und den Äther- und Astralleib. Zwischen dem physischen und ätherischen Leib entfaltet sich das, was wir als ‚Denken‘ bezeichnen. Zwischen dem Äther- und Astralleib entfaltet sich das, was wir ‚Gefühl‘ nennen und zwischen dem Astralleib und dem ich ist der Wille. Am wachsten sind wir im Denken und eigentlich kann man uns als ‚Kopfmenschen‘ bezeichnen. Im Fühlen ist alles neblig, eine Art Traum und im Willen schlafen wir tief. Über beide haben wir aber keine reale Vorstellung. Vom Kopf abwärts wirken die Götter und all unsere Ahs und Ohs, die ganze Nachahmung bewusst manifestierten Willens, sind eine völlige Illusion. Wir werden noch in einer bewussten Art in die Sphäre der Gefühle und in die Sphäre des Willens einzudringen haben. Wenn wir uns vor den Kleinen Hüter der Schwelle stellen und unsere niedere Natur sehen, werden wir verstehen, worum es geht. Vor ca. zehn Jahren hatte ich ein solches Erlebnis und ich versichere Ihnen, dass man dabei einen Herzschlag erleiden, seine Vernunft verlieren oder sogar sterben kann. Es ist gut, wenn man sich selbst für anständig und ordentlich hält, auch etwas über sich selbst zu erfahren, was uns normalerweise völlig unbekannt bleibt. Erst dann kann unsere Selbstwahrnehmung eine reale Grundlage bekommen und wir können objektiv unseren Platz in der Spiritualität einschätzen.
Christus stieg immer tiefer herunter und die Verinnerlichung im Menschen schritt voran. Seine Wahrnehmung als äußeres Licht vertiefte sich zu der Wahrnehmung als Lebensquelle und schließlich zu der Wahrnehmung als Quelle der Liebe. In der Zeitenwende trafen sich die beiden großen Strömungen der Hirte und Weisen und dann begann das große Wunder der Erschaffung des siebten Wesengliedes der Himmlischen Sophia. Ich werde eine Zeichnung verwenden, die der verstorbene Sergej Prokofieff gegeben hat, um den Prozess zu veranschaulichen. Bis zum Äon des alten Mondes wurde die Wesenheit Himmlische Sophia aus sechs Wesensgliedern ausgebildet – Engeln, Erzengeln, Archai, Urgewalten, Mächten und Herrschaften. Damit diese Wesenheit vollendet ist, muss sie sieben Wesensglieder haben. Deshalb begann sich im Erdenäon und in unserer Zeit, in der wir sogar auf das konkrete Jahr hinweisen können, das siebte Wesensglied der Himmlischen Sophia auszubilden, das „Anthropos-Sophia“ heißt. Warum musste diese Wesenheit erschaffen werden? Die Mitglieder der Himmlischen Sophia aus den Hierarchien sind in den übersinnlichen Welten – in der Mondensphäre, Sonnensphäre und die Herrschaften streifen auch die Sternensphären. Damit sich die Wesenheit Himmlische Sophia in einer Art in das Menschentum verkörpern kann, muss sie durch den Menschen gehen. Diese Wesenheit besitzt eine solche Macht, die das Sonnensystem erschaffen hat, so dass ihre Inkarnation in einen Menschen schwer vorstellbar ist. Der Mensch würde augenblicklich sein Ich und seine Seele verlieren. Folglich musste diese Verkörperung anders erfolgen. Nachdem Äonen lang die Hauptaufgabe der Himmlischen Sophia in der Erzeugung der Natur bestand, musste sie sich in den Menschen inkarnieren, aber nicht auf dem physischen Plan, sondern seelisch, auf dem Astralplan, durch den Menschen durchgehen und ihn zu den Manas, Buddhi und Atma führen, zur Individualisierung seiner übersinnlichen geistigen Wesensgliedern.

innere-sonne

Ungefähr um das Jahr 2100 v.Chr., als Abraham aus Ur Chaldäisch berufen wurde, sein Volk ins Gelobte Land zu führen, begann die Ausbildung eines übersinnlichen Wesens – der Anthropos-Sophia, das einem unsichtbaren Menschen ähnelt. Die Anthropos-Sophia existiert heute und es ist für jeden Menschen der Erde von außerordentlicher Wichtigkeit, eine direkte Beziehung zu ihr herzustellen. Das bedeutet, dass wir diesem Wesen erlauben, sich in uns seelisch, auf dem Astralplan, zu verkörpern.
Wir wollen verfolgen, wie die Anthropos-Sophia erschaffen wurde, durch welche Perioden unsere Parallelentwicklung mit ihr verlief, und wie die heutige Situation ist. Ich betrachte das Jahr 2100 v.Chr, als umstritten, da ich der Meinung bin, dass Abraham ca. 1800 Jahre v.Chr. berufen wurde, aber in diesem Fall ist es wichtig, dass es zwischen 2100 v.Chr. und dem nullten Jahr drei Perioden von jeweils 700 Jahren gibt. In diesen drei Perioden wurde der übersinnliche Leib der Anthropos-Sophia erschaffen, der aus einem physischen, ätherischen und astralischen Leib besteht und eine Besonderheit aufweist. Wenn ein Mensch zur Welt kommt, so entwickelt sich vom 1. bis zum 7. Jahr am heftigsten sein physischer Leib, und in den nächsten Perioden verlangsamt sich das Wachstum. Zwischen 7 und 14 Jahren erhält der Mensch seinen Ätherleib und von 14-21 Jahren – auch seinen Astralleib. Die Wesenheit Anthropos-Sophia brauchte 700 und nicht 7 Jahre, um ihren physischen Leib aufzubauen, für den Aufbau der nächsten zwei Leiber waren noch zweimal 700 Jahren notwendig. Wir finden ein Verhältnis von 1:700 im Vergleich zum Menschen. Der Durchmesser der Erde ist auch 100 mal kleiner ist als der Durchmesser der Sonne – rein äußerlich betrachtet, versteht sich, denn auf der Sonne gibt es keine physische Materie. Die Wesenheit Anthropos-Sophia lebt und baut ihre drei Leiber aus, die dreifache Seele und den dreifachen Geist. Das geschieht nach dem alten Sonnengesetz, das in den Erdenäon übertragen wurde, nach dem einem Erdenjahr 100 Himmelsjahre entsprechen. Diese Wesenheit ist ein übersinnlicher Mensch, der von Raum und Zeit unabhängig ist und sich in der Astralwelt nach einem anderen, nach dem Sonnengesetz entwickelt und sich darin von uns Menschen unterscheidet, die wir uns nach dem Erdengesetz entwickeln und vom Raum und der Materie abhängig sind. In dieser Zeit entwickelten sich die beiden Strömungen der Hirte und Weisen, die von der Himmlischen Sophia geschaffen wurden, um die Menschheit auf die Ankunft Christi vorzubereiten. Vor Abrahams Erscheinung schuf die Himmlischen Sophia sowohl unsere Leiber, als auch die Natur, danach hatte sie das Bewusstsein des Menschen auszubauen und es zu verinnerlichen. Auf diese Weise sollten die Menschen vorbereitet werden, um sich das größte Mysterium des ganzen Zyklus – der Ankunft Christi und Seiner Menschwerdung -, bewusst anzueignen. Nichts auf der Welt hat einen Sinn, wenn es nicht zu unserem inneren Eigentum wird. Christus, der Meister Beinsa Douno, Steiner, die Himmlische Sophia – all das klingt völlig abstrakt, wenn man kein Bewusstsein darüber hat und nicht den richtigen Weg zum Verständnis findet. Der Sinn der Existenz der Wesenheit Anthropos-Sophia besteht darin, dass sie zum Hauptführer der Menschheit auf dem Weg zu Christus wird.
Wie haben sich die beiden Strömungen entwickelt? Die Hirtenströmung stellt das althebräische Volk dar, das am Ende durch die Hirte verkörpert wurde, die zu dem in der Krippe geborenen Kind gingen (zur nathanischen Seele). Die Strömung der Weisen schließt die anderen Völker ein, die sog. Heiden. Sie werden durch die drei Weisen repräsentiert, die zum anderen Jesus-Kind gingen, das in Bethlehem geboren wurde. Ich möchte kurz das Herangehen der Himmlischen Sophia bei der Arbeit mit beiden Strömungen veranschaulichen. Beim hebräischen Volk begann die Arbeit am Denken. Damals besaßen wir natürlich kein eigenes Denken. Abraham war der erste Mensch der Erde, dessen Gehirn so aufgebaut war, dass er gewahr wurde, dass es draußen in der Natur einen Gott gibt, ein „Ich bin“, der im Menschen, auch einem „Ich bin“, eine angemessene Entsprechung finden kann. Abraham bahnte den Weg der Menschheit zum Ich, darin besteht seine Größe. Er startete in Ur Chaldäisch und wurde zum Stammvater des gotterwählten Volkes. Das Seelenleben des Menschen besteht aus Denken, Fühlen und Wollen. Bei den Juden begann zuerst ein äußeres Erleben des Denkens, das sich zum Gefühl und zum inneren Erleben des Willens vertieft hat. Deshalb wurden ihnen die Zehn Gebote gegeben, die eine Unterordnung unter das Gesetz, den Willen verlangen. Bei ihnen war die Sittlichkeit hoch, denn der Mensch ist im Willen moralisch, da dort die Götter wirken. Im Kopf, wo wir individuell sind, toben allerlei Teufel. Die hohe Moralität der Juden bestand auf Kosten des fehlenden Verständnisses des Charakters der Menschen und Natur.

Bei den Heiden begann die Entwicklung beim Gegenteil – dem äußeren Erleben des Willens. Die Entwicklung verlief zum inneren Erleben des Denkens. Das, was wir heute als die verschiedenen alten Kulturen kennen, die hinter jedem Naturphänomen Gottheiten sahen, war eigentlich die direkte Wirkung des göttlichen Willens, der Himmlischen Sophia im Menschen, in seinem Willen, der äußerlich in Erscheinung trat. Deshalb bestand ein massenhaftes Hellsehen, etwas, was in unseren Gebieten weiterhin besteht: Wir haben den höchsten Anteil von Menschen mit extrasensorischen Fähigkeiten in der Bevölkerung. Der Prozess startete beim äußeren Erleben des Willens, was sich in den hellseherischen Blick ausdrückte, der hinter jeder Naturerschienung den Geist sah und es kam zum inneren Erleben des Denkens. Im alten Griechenland beherrschten diejenigen, die den Anfang des philosophischen Denkens machten, das Denken, aber sie waren unsittlich. Alle Menschen aus den Heidenvölkern waren unmoralisch, aber sie waren Menschen der Vernunft und hatte ein Verständnis für Vieles. Das war genau das Gegenteil des jüdischen Volkes, denn seine Hauptaufgabe war es, mit einem inneren Erleben des Willens die Entwicklung abzuschließen und den Leib für Gott zu schaffen. Dagegen sollte die Weisenströmung später zum Denken und dem Aufbau eines Bewusstseins zum Verständnis des Golgatha-Mysteriums kommen. Nach Abschlzuss seiner Aufgabe brauchte das jüdische Volk laut Steiner keinen Staat, da dieser gegen sein Interesse vom geistigen Standpunkt aus gerichtet ist; es musste sich unter alle restlichen Völker verbreiten. Die beiden Strömungen begegneten sich in der Zeitenwende, damit die Vereinigung der zwei Jesus-Kinder zustande kommen und der Leib gebildet werden konnte, in den Christus im 30. Jahr eintrat. In diesen 2100 Jahren baute sich die Wesenheit Anthropos-Sophia die drei Leiber aus. Sie sehen, dass im unteren Teil der Zeichnung über dieser Periode „Theo-Sophia“, „Leib“ und „Vater“ steht. In diesen 2100 Jahren arbeitete die Himmlische Sophia auf den Menschen hin als Theosophie. Es gab eine direkte Einmischung des göttlichen Willens in das Menschenleben. Bis zum vierten Jahrhundert v.Chr. hatte niemand ein Denken, die Menschen lebten weiter mit dem dunklen Hellsehen. Aristoteles, der später als Thomas von Aquin und Rudolf Steiner inkarnierte, war der erste Mensch, der aus den übersinnlichen Erlebnissen der Menschen seine zehn Kategorien prägte, die das Fundament des heutigen Denkens bilden – Zeit, Ort, Quantität, Qualität, Substanz, Verhältnis, Handlung usw. Als er diese Kategorien prägte, waren sie für ihn lebendig, da hinter ihnen Wesenheiten stehen. Für den heutigen Menschen sind diese Begriffe völlig abstrakt und er versteht nicht, was hinter ihnen steht. Es gestaltete sich langsam der Übergang vom hellseherischen Erleben zu unserem heutigen abstrakten Denken, mit dem wir in keiner Weise eine Beziehung zur geistigen Welt herstellen können. Im Frühling 2015 aben wir drei Vorlesungen der Frage gewidmet, wie wir unser Denken wieder beleben können.

Die Wesenheit Anthropos-Sophia wurde 2100 Jahre alt (bzw. 21 Jahre nach dem menschlichen Maß) in dem Moment, als Christus in Jesus bei der Taufe im Jordan eintrat. Dann hat Christus als der Vertreter der Trinität das Ich dieses Wesens durchzogen, das dadurch in seinem Wesen geboren wurde. Wenn man unsere Schöpfer die Elohim fragen würde, würden sie der Meinung sein, dass ein Mensch zum ersten Mal „ich“ mit 21 Jahren sagen sollte. Nun sind die Dinge dermaßen beschleunigt, dass vier bis fünfjahrige Kinder „ich“ sagen, mit 17 Jahren bereits Internetimperien leiten und zu Milliardären werden. Das widerspricht jeglicher göttlicher Gesetze. Der Antichrist hat die jungen Menschen so intensiviert, dass sie zu seiner leichten Beute werden. In der Zukunft werden sie große emotionale, gesundheitliche und andere Probleme haben. Aus diesem Grunde ist in den USA, die von Freimaurern gegründet wurden, der Alkoholkonsum für unter 21jährige verboten. Daneben bestehen weitere Einschränkungen, denn der Mensch ist bis zu seinem 21. Jahr noch im Kindesalter. Heutzutage haben viele der jungen Menschen in diesem Alter bereits ein verwüstetes inneres Leben, was zu einer Tragödie in den nächsten drei seelischen Perioden führen wird.
Nach dem Durchdringen des Ich der Anthropos-Sophia durch Christus sollte die gedankliche Vertiefung, die im Voraus bei Aristoteles begann, aber wahrhaftig seit dem vierten Jahr n. Chr. entwickelt wurde, in die drei seelischen Perioden dieser Wesenheit übergehen. Bis zum Jahr 700 v. Chr. baute sie die Empfindungsseele auf und bis zum Jahr 2100 wird sie eine Bewusstseinsseele ausbauen. Danach wird sie zum Ausbau ihrer drei geistigen Wesensgliedern Manas, Buddhi und Atma übergehen. Diese Wesenheit schritt mit uns einher, um unser Seelenleben hinsichtlich des Denkens zu vertiefen, damit wir das Golgatha-Ereignis erfassen können.
Die Wesenheit Himmlische Sophia aber hatte in der Person ihres jüngsten Wesensgliedes Anthropos-Sophia nicht die Kraft, unserem inneren Leben zu einer solchen Vertiefung zu verhelfen, dass wir das Wesen des Golgatha-Wunders begreifen können. Deshalb war es notwendig, dass das Christus-Ich kam. Er hat sich in einer solche Art mit der Menschenseele verbunden, die zum wahren Selbstbewusstwerden führte. Dazu war ein viel mächtigerer Impuls notwendig, der unsere Verstandesseele durchzieht, denn das ereignete sich ja in der Periode, in der wir unsere Verstandesseele ausbauten. Um ein Wesenglied von uns zu entwickeln, brauchen wir 2100 Jahre. Wir befinden uns nun in der Zeit der Bewusstseinsseele und die Golgatha-Ereignisse fallen in die Zeit der Verstandesseele von 747 v.Chr. bis 1413 n.Chr. Bis zum Jahr 700 baute die Anthropos-Sophia ihre Empfindungsseele aus. Seitdem fielen zum ersten Mal die Perioden unserer Entwicklung zusammen. Bis zum Jahr 1400 entwickelte sie die Verstandesseele und wir auch, bis zum Jahr 2100 fallen wir in diesen 700 Jahren ebenfalls bei der Entwicklung der Bewusstseinsseele zusammen.
Wir wollen verfolgen, was in der Zeitenwende geschah und zwei neue Offenbarungen mitteilen, die in dieses Bild hineinpassen. Als Christus kam und in den Leib Jesu im 30. Jahr eintrat, schloss Er dessen Astralleib für allerlei luziferische Versuchungen ab. Die luziferischen Versuchungen, die in unsere Empfindungsseele hineinkrochen, waren die Hauptursache für den Durst nach dem Irdischen, der in uns hervorkam, sowie für den folgenden Sündenfall. Nur wenn man den luziferischen Versuchungen nicht erlaubt, in den Astralleib einzutreten, kann man eine richtige Einstellung zur Himmlischen Sophia haben. Warum? In einer grundlegenden Vorlesung über die Liebe sagt Steiner, dass aus den drei Weltenprinzipien Liebe, Weisheit und Kraft, die Gott besitzt, Er die Weisheit mit Luzifer teilte, die Kraft – mit Ahriman und die Liebe dem Sohn überließ. Wenn man den Astralleib für die luziferischen Einflüsse abschließt, kann man die Weisheit in der richtigen Art erwerben, die Luzifer delegiert ist. Christus besiegte den Tod auf Golgatha und damit schloss Er den Einfluss Ahrimans auf den Ätherleib ab. Das erlaubt uns, die Unsterblichkeit zu berühren, indem wir durch eine Einweihung gehend, lebendig für beide Welten werden. Der Sinn der Einweihung besteht darin – bewusst für beide Welten mit unseren wachen Tagesbewusstsein zu sein.
Christus wurde am Anfang Seiner Mission mit Luzifer fertig und am Ende auch mit Ahriman und sicherte uns die Möglichkeit, zwischen den beiden zu balancieren. Aber Er musste auch unser Ich stärken. In den drei Jahren verwandelte Christus den Astralleib, Ätherleib und den physischen Leib Jesu in mikrokosmische Manas, Buddhi und Atma, was ein absolutes Wunder ist! Keiner wird das jemals wiederholen. Bis zu den Golgatha-Ereignissen ging Christus über sieben eigenartige Einweihungsstufen. Die erste war die Fußwaschung beim Geheimen Abendmahl als Ausdruck der Demut des Willens. Danach kam die Geißelung als Ausdruck der Gefühle, die beim Umgang mit den Menschen schweigen sollen, es folgte die Aufsetzung der Dornenkrone als das Symbol des menschlichen Übergangs vom lebendigen Umgang mit der geistigen Welt vor der Zeit Aristoteles‘ zum abstrakten Denken, das nur eine inhaltlose Hülle darstellt. Das sind drei spezifische Einweihungsstufen, die Christus im Leib Jesu durchlief und die den Willen, das Gefühl und den Gedanken betreffen. Seitdem wird jeder Mensch, der zu seinem Golgatha sein Kreuz tragend geht, mikrokosmisch diesen Weg zurücklegen. Wer war das Symbol dieser drei Stufen? Das war Simon von Cyrene. Wir wissen bereits, dass das der wieder inkarnierte Abraham war, der im 20. Jahrhundert als Dr. Georgi Mirkovitsch inkarnierte. Er ist der Vertreter des persönlichen Weges, den jeder zurücklegen muss. Das bedeutet nicht, dass uns Dornenkronen aufgesetzt werden. Unsere Dornenkrone ist das Denken, das heutzutage ein absolut wertloser Abfall ist. Alles, was uns täglich aus den Medien überschwemmt und die Frucht dieses Denkens ist, hat einen Nullwert.
Die vierte Stufe ist der Kreuzestod selbst. Danach taucht eine Person auf, die den Übergang vom Mikrokosmos, der bis zum Tod reicht, zum Makrokosmos nach dem Tod symbolisiert. Das ist der Übergang zur Grablegung, Auferstehung und Himmelfahrt. Dort tritt ein anderes Symbol in Erscheinung – Joseph von Arimathäa mit dem Gralskelch. Er ist der wieder geborene Skythianos, er kennt das Geheimnis des Leibes und Blutes. Nikodemus, der nur in das Geheimnis des Blutes eingeweiht war, half ihm. Im Johannes-Evangelium wird der Kelch nicht erwähnt. Nur das Stechen mit der Lanze durch Longinus wird erwähnt. Longinus taucht in den Evangelien auch nicht auf und es wird nicht gesagt, aus welcher Wunde Joseph von Arimathäa das Blut im Kelch des Geheimen Abendmahl einsammelte. Das erfahren wir aus der christlichen Sage, über die ich weiß, dass sie stimmt. Als Christus gegeißelt wurde und die Dornenkrone aufgesetzt bekam, blutete Er und Fleischfetzen rissen ab. Wie Sie sich vielleicht erinnern, sprachen wir in der ersten Vorlesung nach der Anthroposophischen Konferenz über die Stigmatikerin Judith von Halle, die Details über das Golgatha-Mysterium gab und gegen sie sich Prokofieff vor seinem Tod erklärt hatte. Nun, wo er oben ist, hat er eine andere Ansicht über von Halle. Ich sage das, denn auf der Weihnachtsversammlung der Anthroposophen in Stara Zagora wurde eine Vorlesung über Prokofieffs Stellung zu dieser Stigmatikerin gehalten. Er hat jedoch seine Meinung über sie bereits revidiert.
Wir wollen uns daran erinnern, was mit dem Geist der Weisheit, Jehova und Michael geschah, die eine direkte Beziehung zum Herabstieg Christi hatten. Bei der dritten Versuchung Christi im Garten Gethsemane – Sie wissen, dass es auch dort ähnlich dem Anfang Seiner Mission drei Versuchungen gab, die aber nirgendwo anders außer bei Judith von Halle erwähnt werden -, stieß Er nach der Versuchung einen Schrei aus. In diesem Moment wurde Jehova befreit und er wurde vom Mondenelohim wieder zum Sonnengeist. Jehova erfüllte seine gigantische Aufgabe, die darin bestand, der führende Gruppengeist des jüdischen Volkes zu sein, damit Christus durch ihn und durch Michael Offenbarungen diesem Volk geben konnte. Bei den Heiden erfüllte Michael in der vorchristlichen Zeit die Rolle des Vertreters des Geistes der Weisheit und bei den Juden war er der Vertreter Jehovas. Wir sehen die Arbeit der Drei – Michael – Jehova – der Geist der Weisheit. Ich habe mich bisher nicht gefragt, ob Letzterer einen Namen hat. Der mächtigste der sieben Elohim Jehova wurde von seinem soz. Mondendienst befreit, als Christus den Versuchungen im Garten Gethsemane standhielt, denn nach Golgatha durften die Menschen nie wieder Christus zurückspiegelnd, mondisch wahrnehmen. Mit der Auferweckung des Lazarus-Johannes gingen die Mysterien nach draußen. Nach Pfingsten und nach dem Eintritt Christi in unser Ich wurden jegliche nichtchristliche Einweihungen wie die östliche oder die Einweihung bei Castaneda zum völligen Atavismus. Solche Einweihungen besitzen keinen Wert und wirken gegen Christus. Es gibt niemanden mehr, der Christus mondisch zurückspiegelt, alles muss beim Licht geschehen. Es ist ein großes Geheimnis, dass damals das Amt Jehovas zu Ende war. Ab dem 20. Jahrhundert stieg er von den Elohim zu den Dynamis auf, damit er den Kampf gegen den Antichristen anführen kann, denn bei diesem Kampf wird Ahriman gerade als der Vertreter der zurückgebliebenen Mächte fungieren.
Kehren wir zum Augenblick zurück, als Joseph von Arimathäa den Gralskelch zur Wunde hielt, die Longinus Christus mit der Lanze zwischen der vierten und fünften Rippe zufügte, aus der Blut und Wasser herausströmten. Christus ist zu diesem Zeitpunkt bereits am Kreuz gestorben. Durchsticht man einen toten Menschen, fließt kein Blut, da das Ich herausgetreten ist und es keinen Puls mehr gibt. Dort aber fließt Blut aus. Dem Brauch entsprechend mussten die Knöchel der Gekreuzigten gebrochen werden, damit man ihren Tod feststellen konnte. Den zwei Räubern, die zu beiden Seiten Christi gekreuzigt waren, wurden die Knöchel gebrochen, bei Christus aber nicht, dadie Prophezeiung erfüllt werden musste „ Er behütet alle seine Gebeine, dass nicht eins von ihnen zerbrochen wird“ (Psalm 34 Vers 21). Was stellt die Lanze Longinus‘ dar? wir kennen die Inkarnationskette Pinchas-Elija-Johannes der Täufer-Raffael-Novalis-Djado Wlajtscho. Wer war Pinchas? Er war der Neffe Moses‘ und Aarons Sohn und gehörte zum Priesterstamm, zu den Leviten. Diese durften kein Blut vergießen, andernfalls verloren sie sofort den Geistlichen-Status. Als Moses das Volk Israel 40 Jahre lang durch die Wüste nach Kanaan führte, begann das Volk, so die Bibel, mit den Töchtern der Moabiter zu huren und am Baalskult teilzunehmen. Es drohte die Gefahr, dass im Strom der Vererbung die geistigen Keime des physischen Leibes verletzt werden, in den später Christus eintreten wollte. Moses erhielt den Befehl von Gott, dass alle Anführer getötet werden sollten und sagte zu den Richtern Israels, dass jeder seine Männer töten sollte, die den Baalskult betrieben. Als einer der Söhne Israels eine Midianiterin mitbrachte, nahm Pinchas eine Lanze, kam in ihr Schlafzimmer und erstach die beiden, aber es floss kein Blut. Jehova bewirkte es, dass die Leviten nicht die Sünde des Mordes auf sich nahmen, da sie sich bei der Verteidigung seiner Befehle als fleißig auszeichneten. Die 24000 Söhne Israels, die damals getötet wurden, drücken eine doppelte Gesetzmäßigkeit aus, die mit dem inneren Aufbau des physischen Leibes verbunden ist. Jeder seiner zwölf Teile kann von den Kräften des Todes und des Bösen in zwei Richtungen erfasst werden – luziferisiert oder ahrimanisiert werden. Die Rettung der spirituellen Kräfte im Strom der Vererbung durch Pinchas unter der Leitung des Jahwe-Elohim ist die Beseitigung dieser zweimal zwölf Quellen des Verderbs unter dem Volk Israel. Laut der Sage befahl Pinchas, eine Lanze zu schmieden, die die Macht des „Ich-bin“-Gottes symbolisiert. Ob das die Lanze ist, mit der er die Sünder durchstochen hat oder die Lanze danach geschmiedet wurde, weiß ich nicht, aber sie verwandelte sich in Reichkleinodie. Diese Lanze schwang Josua Sohn des Nun vor den Mauern Jerichos, als die Stadt erobert wurde. Diese Lanze warf der König Saul zweimal gegen David, als er ihn verdächtigte, dass er ihm den Thron wegnehmen wollte, aber Gott war beide Male mit David. Mit dieser Lanze, die die Pharisäer zum Golgatha-Hügel mitnahmen, hat Longinus Christus durchstochen. Wie Sie sehen, ist Longinus keine zufällige Person. Ich weiß noch nicht, wer er in seinen früheren Inkarnationen war, aber ich weiß, wer er danach war. Aus der Wunde, die diese Lanze verursachte, flossen Blut und Wasser, das Wasser als das Symbol der Himmlischen Sophia und das Blut – als das Symbol des Ich.
Dort waren beide vereint und diese Synthese zwischen Christus und Sophia kam in den Gralskelch, mit dem das große Mysterium des esoterischen Christentums begann. Jemand musste diese Wunde zufügen, unter die Joseph von Arimathäa den Kelch halten sollte. Longinus ist eine besondere Persönlichkeit, die wahrscheinlich eine stärkere Beziehung zu Christus hat als zu Sophia und den Bodhisattvas. Nun wollen wir uns auf die Insel St. Helena versetzen, im Süden des Atlantischen Ozeans, etwa 2800 km westlich von Angola, wohin Napoleon in den letzten Jahren seines Lebens von 1815 – 1821 verbannt war, begleitet von einer Gefolgschaft von 27 Personen. Einmal soll er einen seiner Generäle gefragt haben, ob dieser jemals an Christus gedacht habe. Als der General die Frage verneinte, soll Napoleon folgende Worte gesagt haben: „Das, was mich erstaunt und mir die Göttlichkeit von Jesus Christus beweist, ist Sein Einfluss. Alexander, Cäsar, Karl der Große und ich haben große Reiche gegründet. Aber sie beruhen auf Gewalt. Christus gründete sein Reich auf Liebe… Welch ein mächtiger Abstand zwischen meinem tiefen Elend und dem ewigen Reich Christi, welches gepredigt, geliebt, gepriesen und über die ganze Erde ausgebreitet wird“.
Wenn wir das Lukas-Evangelium lesen, erfahren wir, dass der Himmel sich verdunkelte, der Vorhang im Tempel entzwei riss, Jesus starb und der Hauptmann, der das Geschehene gesehen hatte, pries Gott und sagte: „Das war wirklich ein gerechter Mensch.“(Lu 23:47). Napoleon ist der wieder inkarnierte Longinus und dieses Erlebnis am Kreuz hat ihn so stark geprägt, dass er nach der Gründung seines Reiches zum Christus-Verständnis kam. Diese Individualität ist nun inkarniert, aber ich werde nichts mehr darüber sagen, außer dass sie nicht unter uns anwesend ist.
Hier werde ich etwas hinzufügen, zu dem mich eine Vorlesung Konstantin Zlatevs mit dem seltsamen Titel „Die Seelenverwandte Christi“ aus der vergangenen Woche veranlasste. Seine Überlegungen leitet er aus einem Zitat des Vortrags Beinsa Dounos mit dem Titel „Selbsterziehung“ her. Es geht um folgendes Zitat: „Eva war die Ursache der Kreuzigung Christi. Ihretwegen musste ihr Geliebter aus der Göttlichen Welt heruntersteigen, sich verkörpern und leiden. Weiter werde ich nichts sagen. In der Zeit Christi war Eva auf Erden und hat bitter geweint. Sie sah ihren Fehler ein. Sie sagte: „Wie ich mich in meinen früheren Gedanken geirrt habe!“. Sie tat etwas ohne Liebe. Eva aß ohne Liebe. Denn, wenn es Liebe zu zwei gibt, ist das keine Liebe. Die Liebe ist eins.“ Das Zitat geht weiter, aber Zlatev nimmt sich der Anfangsworte an, um sein Thema über die verwandte Seele Christi zu entfalten. Im Zitat ist nicht davon die Rede, dass Eva die verwandte Seele Christi ist, das isst absolut falsch, sondern es wird gesagt: „Ihretwegen musste ihr Geliebter aus der Göttlichen Welt heruntersteigen, sich verkörpern und leiden“. Der Geliebte der Seele ist der Geist. Verwandte Seelen gibt es nur unter den Menschen, in der geistigen Welt existiert unter allen Wesenheiten der Begriff „verwandte Seele“ nicht. Das sage ich als eine Offenbarung aus dem letzten Monat. Ich werde etwas abschweifen, damit wir überlegen, wo Konstantin Zlatev eventuell irregeleitet worden ist, um zu einem solchen Schluss zu kommen, der der ganzen Vorlesung kein festes Fundament gibt. Ich empfinde große Wertschätzung seiner Arbeit in der „Weißen Bruderschaft“ und freue mich über jeden, der etwas auf diesem Gebiet macht. Ich erlaube mir aber, auf seinen Fehler hinzuweisen, so wie ich ihn mit meinem Verständnis sehe. Ich selbst empfinde den Verweis auf meine eigenen Mängel und Fehler nicht als Beleidigung, sondern als einen Stimulus zur Klärung der Sache. Steiner hat gesagt, dass selbst der christliche Eingeweihte bei seinen Forschungen irregeführt werden kann, denn die geistige Welt ist nicht einfach. Deshalb darf man die Worte von niemandem für bare Münze nehmen, sondern man muss sie prüfen, soweit das möglich ist. Ich versuche, dies zu machen, egal wer was behauptet. Wenn wir über „Seelenverwandtschaft“ sprechen, bezieht sich das nur um Menschenwesen auf der Erde. Wer ist Eva, und hier möchte ich die Frage erweitern, wer ist Lilith? Nach der Vorlesung Zlatevs wurde nach Lilith gefragt, aber es folgte keine Antwort. In der altjüdischen Sage wird über eine Frau berichtet, die Adam vor Eva hatte. In der Astrologie kennt man Lilith als den Schwarzen Mond, jedoch hat bisher keiner auf die Frage geantwortet, was sie darstellt. Ich habe weder in der Anthroposophie, noch bei Beinsa Douno etwas über sie gefunden, zumindest soweit ich beide Impulse kenne. Wenn Konstantin Zlatev seine Überlegungen dahin entwickelt, dass Christus auf Erden ist und die Gottesmutter unter dem Kreuz das Bild Evas und Seine verwandte Seele ist, stimmt das nur bis zu einem gewissen Grade. Die Gottesmutter ist die Vertreterin der Himmlischen Sophia auf Erden. Christus als der Vertreter des Prinzips der Weisheit in der Trinität trat durch den Geist der Weisheit auf der alten Sonne ein. Die Wesenheit Himmlische Sophia ist ein Wesen der Weisheit. Christus stieg durch ein übersinnliches Wesen herunter, indem Er Weisheit auf Seinem Weg nach unten trug. Das bedeutet aber keineswegs, dass wir den Begriff „verwandte Seelen“ in Hinblick auf Christus und die Himmlische Sophia gebrauchen können – oben existiert so etwas nicht. Das will ich behaupten und das ist nicht meine Überlegung oder meine Ansicht, sondern die Frucht einer Offenbarung. In seiner Vorlesung zitiert Zlatev Worte des Meisters, nach denen die Seelen aus dem Gott in Paaren herausgekommen sind. Diese Paare sind die verwandten Seelen. Jede von ihnen hat unter ihren vielen Inkarnationen zwölf epochale Inkarnationen, in denen sie sich auf der Erde mit ihrer jeweiligen verwandten Seelen trifft. In der übrigen Zeit ist die eine Seele oben und die andere – unten. Wie kann man seine verwandte Seele wiedererkennen, denn das, was der Meister sagt, betrifft jeden von uns? Das, was wir über Longinus und Napoleon gesagt haben, ist sehr aufregend und am Ende der Vorlesung werden wir erfahren, warum solche Offenbarungen heute kommen können und warum das geschieht.

Advertisements

Ein Gedanke zu „Der Heilige Impuls und die innere Sonne – Teil 1

  1. Pingback: Kaspar Hauser und das Mysterium von Golgatha | erzengelmichaelblog

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s