Der Heilige Impuls und Amerikas Mission

vorgetragen von Dimitar Mangurov am 27.12.2015 in Varna
vom Autor nicht durchgesehene Textfassung der Videodatei

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Die ganze Vorlesung im PDF-Format

Gebet: Herr Gott Jesus Christus, wir danken Dir, dass Du unsere Gebete gehört und Bulgarien beschützt hast und wir bitten Dich, unser Land auch künftig wegen der Menschheit zu beschützen. Amen!

Ich heiße Sie willkommen in der Zeit der zwölf heiligen Nächte – die eine wichtigsten Perioden des Jahres bilden, in der wir möglichst introvertiert und konzentriert sein sollten, um das nächste Jahr vorzubereiten. Zum ersten Mal werde ich diese Vorlesung in einer anderen Art beginnen, denn gestern Vormittag wurde uns etwas geoffenbart, was Ihnen unbedingt mitgeteilt werden soll, da es sehr aktuell ist und jeden von uns betrifft. Deshalb werden wir auf unser heutiges Thema „Der Heilige Impuls und Amerikas Mission“ etwas später eingehen, nun werde ich versuchen, Ihnen dasjenige im historischen, politologischen und esoterischen Aspekt argumentiert darlegen, was als Offenbarung kam. Ich werde versuchen, mich kurz zu fassen, da auch der nächste Stoff sehr umfangreich und wichtig ist – an Amerika führt heutzutage kein Weg auf der Erde vorbei.

Es geht um die Ereignisse in der Partei DPS (Partei der türkischstämmigen Minderheit in Bulgarien), die in letzter Zeit eingetreten sind. Jeder von Ihnen hat wahrscheinlich etwas mitbekommen von dem, was darüber gesagt worden ist. Die Dinge sind wirklich außerordentlich wichtig. Vom Meister Beinsa Douno wissen wir, dass das Osmanische Reich in unser Land kam, um uns wegen der Einstellung unserer Kirche und der weltlichen Macht zu den Bogomilen zu bestrafen. Das, was heute als Bulgarische Orthodoxe Kirche gilt, ist als Wortverbindung jeglicher Bedeutung entleert. Wir wissen, dass die Apostel Andreas und Paulus die ersten christlichen Gemeinden und Kirchen in unseren Gebieten unter den thrakischen Bulgaren gründeten. Wir haben mehrmals von verschiedenen Gesichtspunkten das betrachtet, was diese beiden Apostel für das Christentum darstellen.

Das Christentum in unseren Gebieten ist das authentische, ursprüngliche Christentum, das direkt von Christus durch diese beiden Vertreter von Ihm kam. Das, was heute als Orthodoxie gilt, ist das byzantinische Christentum. Es zog in unsere Kirche hauptsächlich dann ein, nachdem der bulgarische Staat unter byzantinische Macht geraten war. Deshalb ist die Wortverbindung Bulgarische Orthodoxe Kirche sinnentleert, denn die Kirche ist entweder bulgarisch oder orthodox. Wegen der Entstellung des ursprünglichen Christentums kam es zu den Bogomilenverfolgungen, wobei die damals bestehende Kirche die Hauptschuld trägt. Wir wurden mit einer 500 Jahre dauernden Unterwerfung unter das Joch derjenigen bestraft, die aus dem Osten kamen und die erst im 18.-19. Jahrhundert, aber hauptsächlich erst durch die Tätigkeit Kemal Atatürks ein Selbstbewusstsein als Türken erlangten. Soviel ich weiß – ich entschuldige mich im Voraus, falls dies nicht aus einer glaubwürdigen Quelle stammt -, bedeutete der Begriff „Türke“ bis zum 18. Jahrhundert etwas Beleidigendes – ein „niederträchtiges Wesen“. Deshalb wollte keiner als ‚Türke‘ bezeichnet werden. Erst im 18. bis zum 19. Jahrhundert erfüllte sich das Wort ‚Türke‘ mit ethnischem Selbstbewusstsein. 1923 hat Kemal Atatürk den weltlichen türkischen Staat begründet.

Trotz der Streitigkeiten um die Benennung bestand die türkische Herrschaft unumstritten. Vorgestern hörte ich ein Interview mit dem Verfasser des Romans „Zeit der Trennung“ Anton Dontschews (in deutscher Sprache unter dem Titel „Schwur unter dem Halbmond“ erschienen). Er gehört zu den Freimaurern, die denken, nicht zu den engstirnigen Geschäftsleuten, die sich wegen Geschäftsinteressen den Logen anschließen. Über seinen Roman sagt Dontschew, dass er ihn nicht geschrieben, sondern gesungen hat, und er hat vorher gewusst, wie viele Seiten er umfassen würde, auf welcher Seite was er sagen würde usw. Am Ende hat sich herausgestellt, dass er sich nur um eine Seite verrechnet hat. Ich weiß, was gemeint ist, wenn jemand sagt, dass er ein Buch gesungen hat, denn auch mein Buch „Der Weg zum Ich“ wurde auf diese Weise geschrieben. Anton Dontschew äußerte sich zu dem Formulierungsstreit, ob die 500 Jahre eine „Fremdherrschaft“ oder „Fremdanwesenheit“ darstellten. Dontschew sagte: „Wenn man die angelsächsischen und deutschen Quellen kennt, die über die ersten drei Jahrhunderte der osmanischen Herschafft existieren, wird man feststellen, dass das im Roman „Zeit der Trennung“ Beschriebene ein Liebeslied ist im Vergleich zu den Qualen und Grausamkeiten, denen das bulgarische Volk unterworfen wurde.“ Er sagte auch, dass er auf die Bitte seines Vaters hin manche Folter ausgelassen hat, die im Roman beschrieben werden, da es den Lesern zu viel geworden wäre. Das bedeutet, dass unser Volk durch die Kirche und die weltliche Macht ein so riesiges Verbrechen begangen hatte, dass es buchstäblich zermürbt werden sollte und 500 Jahre später durch ein absolutes Wunder wiederauferstanden ist. Die osmanischen Türken waren die Geißel in den Händen Gottes, mit der Er uns bestraft hat. Als Beinsa Douno kam, hat die besagte sog. Bulgarische Orthodoxe Kirche seine Lehre mit dem Bannfluch belegt. Es folgte die zweite Geißel in den Händen Gottes – der Kommunismus. Die Bolschewiken führten den göttlichen Willen aus. Die 45 Jahre Sozialismus, in denen wir diese neue Sünde abbezahlt haben, kennen wir schon als Zeitzeugen besser. Gegen Ende dieser Periode beschloss die Räuberbande vom Politbüro, die Namen derjenigen zu ändern, die sich in Bulgarien als Türken selbst bestimmen. Eine andere Frage ist es, ob es in Bulgarien überhaupt Türken gibt. Die Bulgaro-Mohammedaner oder Pomaken können nicht mal Türkisch, und die ethnische Herkunft der anderen, die es können, ist sehr umstritten. Aber das spielt keine Rolle, da sie ein türkisches Selbstbewusstsein haben, müssen wir das respektieren. Keiner hat das Recht, den Namen eines Menschen zu ändern. Das war ein großes Verbrechen gegenüber diesen Menschen, das nicht im 14., 15. oder 16. Jahrhundert begangen wurde, sondern am Ende des 20. Jahrhunderts. Gerade hatten wir unser Karma aus den Sünden der Kirche gegenüber Beinsa Douno, abbezahlt, und wieder stürzte neues Karma über uns herein. Das bulgarische Volk sollte schnellstens anfangen, dieses Karma abzutragen.

Warum war das notwendig? Wie konnte es sein, dass die westeuropäischen Völker jahrzehntelang das Karma des Materialismus aufhäufen durften und dieses Karma stürzte über das russische Volk herein? Als ein Volk mit immensen geistigen Kräften hat es dieses Karma in seinem größten Teil übernommen, aber nicht vollständig. Nun kommt auch für die westlichen Völker die Vergeltung. Ist ein Karma entstanden, muss es nach den großen Karmagesetzen von jemandem abbezahlt werden. Warum war eine schnelle Abbezahlung des Karmas des bulgarischen Volkes für das letzte Verbrechen notwendig? Wie wir mehrmals darüber gesprochen haben, sind die Bulgaren jenes Volk der Erde, das für die Ich-Evolution der Menschheit verantwortlich ist und weil dem bulgarischen Volk eine glänzende Zukunft bevorsteht, wie alle bulgarischen Propheten des 20. Jahrhunderts vorhersagen. Deshalb wurde die Partei DPS gegründet. Die Art ihrer Gründung und die teilnehmenden Personen sind nebensächlich. Diese Partei war die Geißel in den Händen Gottes, damit das bulgarische Volk durch Zermürbung, Erniedrigung und Raub im Laufe von 25 Jahren durch diese Partei, die unter anderem auch zu Nutzen der türkischen Interessen arbeitete, sein Karma abtragen konnte.

Nachdem sich letztes Jahr die Gründung dieser Partei zum 25. Mal jährte, habe ich erklärt, dass wir unser Karma für jenes Verbrechen bereits abbezahlt haben. Etwas musste geschehen, damit sich unser Volk vorwärts bewegen konnte. Die Partei DPS wurde offenbar überflüssig, nachdem sie ihre Aufgabe erfüllt hatte. Also musste etwas mit dieser Partei geschehen. Nun ist es geschehen – und zwar vor dem Beginn der zwölf heiligen Nächte – in einem außerordentlich wichtigen Moment der europäischen Geschichte, als ein Angriff auf Bulgarien geplant wurde. Ich habe dreimal die Rede des Ehrenvorsitzenden der DPS Ahmed Dogan gelesen, die er vor den aktiven Parteimitgliedern am 17.12.2015 gehalten hat und die wirklich bemerkenswert ist. Ich bitte Sie, zu abstrahgieren von Ihrer Einstellung zu Dogan, der in moralischer Hinsicht äußerst tadelig ist, und die Logik der Ereignisse zu verfolgen. Die Rede Dogans ist dreigegliedert und zeugt von seiner hervorragenden philosophischen Schulung und Informiertheit. Es gibt wohl keinen anderen Politiker in Bulgarien, der besser informiert ist, mit Ausnahme des Ministerpräsidenten Bojko Borissov. Wenn es jemanden gibt, der in Bulgarien ‚Politiker‘ genannt werden kann, dann sind das Bojko Borissov und Ahmed Dogan, aber sie sind wie zwei Pole. Bojko Borissov ist im Sonnenteil und Ahmed Dogan – im Mondenteil. Bojko Borissov lernt „on-the-job“. Er ist ein Mensch mit einer Mission, er weiß darüber Bescheid und versucht, seine Mission zu erfüllen. Lassen wir von allem abstrahieren, was über seine Vergangenheit geredet wird – es spielt keine Rolle mehr, wichtig ist, was er jetzt macht. Wenn man in Kontakt mit dem Bösen kommt, müssen sich alle Sympathien und Antipathien zurückziehen und dann kann man in das Wesen der Dinge eindringen. Alle anderen aus der sog. politischen Elite Bulgariens außer „Bruder Bojko“, wie der Ministerpräsident genannt wird, und Ahmed Dogan besitzen mit ganz wenigen Ausnahmen nicht die notwendigen politischen Fähigkeiten, deshalb befindet sich unser Land in dieser Situation.

Wie hat Dogan seine Rede strukturiert? Er beginnt mit dem Wirtschaftsleben und der Finanzkrise als  Ursachen des Zusammenbruchs. Dann geht er zu der staatlich-rechtlichen Sphäre über und der totalen politischen Krise, die die ganze Welt erfasst. Er erklärt, dass die Europäische Union eine Organisation ohne Motivation zur Entwicklung ist und keine Zukunft hat – ich versichere Ihnen, dass es sich lohnt, die Rede zu lesen. Es gibt keinen anderen Politiker in Bulgarien mit einem solchen tiefen Verständnis der Prozesse, obwohl er in moralischer Hinsicht nicht makellos ist und die Geißel in den Händen Gottes war, die er über uns 25 Jahre lang erhoben hat, jedoch – wir wollen das unterstreichen -, nach dem göttlichen Willen. Im dritten Teil seiner Rede geht Dogan zur geistigen Stufe über, indem er bereits am Anfang der Rede über „Pulsationen der Zeit“ spricht und später über den „kollektiven Leib“. Die kurzsichtigeren Leser werden in diesem „kollektiven Leib“ nur die Partei DPS erblicken. Er benutzt den Begriff ‚morphische Resonanz‘, der aus der Ethnologie stammt, um zu veranschaulichen, wie er die innere Pulsation der Gemeinschaft empfindet. Er erlebt sich selbst als Visionär und Betrachter, der seine nächsten Züge vorhersehen will. Im Unterschied zu ihm reicht der Gesichtskreis der anderen Politiker bis zur Spitze ihrer Nase. Eine Ausnahme hiervon bildet nur Bojko Borissov, der der richtige Mann ist, der momentan den Staat führen kann bis die von den Propheten vorverkündete Frau erscheint. Dogan spricht über die Erhebung Russlands wie über einen unumkehrbaren Prozess, der selbst unter Gewaltanwendung eintreten wird; Er spricht über die Türkei, die ihren neuen Platz in der Weltordnung sucht und der Hauptspieler ist in dem, was wir gleich besprechen werden. Er spricht über die telepathische Informationsübertragung auf der Ebene des Unterbewusstseins und behauptet, ein offenes Portal für diese Information zu besitzen. Um die Ernsthaftigkeit seiner Worte zu unterstreichen, benutzt er den Ausdruck „ich will niemanden verarschen“. Wenn er über die Zukunft seiner Partei spricht, sagt er, dass diese nicht neu gegründet oder ersetzt werden könne, selbst mit der Hilfe benachbarter Länder nicht. Die einzige Möglichkeit, die vor der DPS stehe, sei die Verteidigung der bulgarischen Nationalinteressen auch in Bulgarien, die Unabhängigkeit von den äußeren Interessen und die Verfechtung der Sicherheit. Mit seinen Worten versuchte Dogan, der dringend in seinen „Serail“, wie seine Residenz genannt wird, bestellten Parteispitze einzuflößen, welche sich wie das ganze Volk auf üppige Festtafeln vorbereitete, dass etwas in Gang ist, was das größte Drama in Bulgarien der letzten 25 Jahre darstellt. Als Vertreter des Sternzeichens Widder reagiert Dogan und greift ein, um eine Riesengefahr für das bulgarische Volk und dadurch für die ganze Menschheit abzuwenden. Verstehen Sie, was für eine Umkehr in demjenigen eingetreten ist, der 25 Jahre lang die Partei leitete, die gegen die bulgarischen Interessen arbeitet. Dogan erklärte, dass er nicht zulassen wolle, dass die Wählerschaft der DPS zur Fünften oder Sechsten Kolonne der Türkei werde und dazu missbraucht werde, die Balkanländer in Brand zu setzen. Bei einem eventuellen Konflikt zwischen Russland und der Türkei würden wir nämlich in die Reichweite der Militärhandlungen geraten. Für uns sei nun am wichtigsten, dass es Stabilität gibt. Ich habe keinen bulgarischen Politiker so etwas sagen hören. Es gibt auch Worte Dogans, die sich an Lütfi Mestan richten, der als Vorsitzender der DPS in einer offiziellen Erklärung sich im Streit über den abgeschossenen russischen Kampfjet auf die Seite der Türkei stellte. Offiziell wurden diese Worte aus Dogans Rede nicht veröffentlicht. Sie lauten: „Selbst wenn ich tot wäre, hätte ich dir nicht erlaubt, das zu tun, was du vorhast“. Dogans Rede blieb einige Tage lang im Verborgenen, am 22.12. wurde sie auf einer Internetseite veröffentlicht und nahm von dort den Weg zur Nachricht Nr. 1. Am Heiligabend wurde die Spitze der DPS wieder versammelt, man hat Mestan seines Vorsitzendenpostens enthoben und anschließend aus der Partei ausgeschlossen. Sie werden die folgenden Ereignisse sicher kennen. Borissov berichtete selbst darüber, was für einen Druck Ahmet Davutoğlu auf ihn ausgeübt hat mit dem Ziel, dass er als Ministerpräsident für Mestan Partei ergreife. Unsere Geheimdienste haben die Vorbereitung von etwas sehr Großem verschlafen. Sie wissen, dass jedes Jahr Tausende zur Erinnerungsdemo am Türkian-Brunnen zusammenkommen, wo am 26.12.1984 einige Menschen im Laufe der gewaltsamen Änderung der Namen der Moslems in Bulgarien getötet wurden. Mestan sollte eine Rede halten, bei der der türkische Außenminister und die türkischen Konsuln in Bulgarien anwesend sein sollten. Die unsichtbare Regie der Ereignisse hatte vor, ein Problem zu provozieren, so dass die Türkei den Anlass gehabt hätte, sich als „Retterin“ einzumischen und die bulgarischen Rhodopen militärisch zu besetzen.

Ich werde etwas sagen, was eine Offenbarung der geistigen Welt darstellt. Sie betrifft die schreckliche Prophezeiung Slava Sevrjukovas aus den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts, dass aus dem lebendigen Fleisch Bulgariens ein großes Stück Land im südöstlichen Teil abgerissen werden solle und das überraschte Europa grübeln werde, was es für unser verwaistes Land unternehmen könne. Doch selbst das schwerste Karma lässt sich erweichen oder umwandeln, wenn man zur Einsicht kommt, so dass die entsprechenden Maßnahmen ergriffen werden. Denken Sie an die Gebete, mit denen wir jedes Mal unsere Vorlesungen beginnen und wie wir uns letzten Monat an Christus gewendet haben, durch die Schutzengel auf die Führer der europäischen Völker einzuwirken, damit sie den richtigen Weg finden. Was für ein Wunder geschah, dass derjenige, der die Verkörperung des kriminellen Übergangs zur Demokratie in Bulgarien durch die guten Mächte für ein gutes Werk eingespannt wurde! Nur Christus ist in der Lage, so etwas zu tun! Was genau mit Dogan geschehen ist, damit er auf diese Weise aktiv werden konnte, sind Details, die nur er selbst kennt. Aber er hat sehr wohl gewusst, was bevorstand und wie alles in Brand gesetzt werden konnte. Deshalb sagte er so kategorische Worte in seiner Rede und das hat viele Leute aus der Wählerschaft der DPS, die früher immer nur die „Mutter Türkei“ kannten, dazu bewegt, nun über die „Mutter Bulgarien“ zu reden. Selbst die Troika, die nun an der Spitze der DPS steht, redet unentwegt über die bulgarischen Nationalinteressen. Was geht wohl in den Seelen dieser Menschen vor? Der rausgeworfene Mestan wird wahrscheinlich eine eigene protürkische Partei gründen, aber die Umkehr ist bereits vollzogen, liebe bulgarischen Brüder und Schwestern! Das ist ein herausragender Ausdruck des Christentums des Heiligen Geistes, der das Böse zur Arbeit für das Gute einspannt. Nur Christus ist in der Lage, die mächtigen seelisch-geistige Kräfte im Menschen zur Umwandlung des Bösen in Gang zu setzen, und das liegt am Mysterium von 1936, das zusammen mit dem Meister Beinsa Douno vollzogen wurde. Mit dieser Tat kann Dogan, der in den letzten 25 Jahre einen riesigen karmischen Berg aufgehäuft hat, falls er vom bulgarischen Volk richtig verstanden wird, seine Schuld abtragen. Warum?

Ohne Judas hätte es keinen Tod und keine Auferstehung gegeben, aber Judas lud auch ein großes Karma auf sich. Dieses Karma wird unvermeidlich von ihm bezahlt werden. In diesem Fall ist Dogan das Opfer. Nicht wir sind seine Opfer, sondern er ist das wahre Opfer. Das ist das wahre Verständnis des Bösen. Die Handlung wurde von demjenigen ausgeführt, der im Schatten, im Mondischen, subversiv bleibt. Aber in ca. 5000 Jahren wird sich die Erde wieder mit dem Mond vereinigen und wir müssen darauf vorbereitet sein. Das Prinzip der Sonne repräsentiert Bojko Borissov, der in dieser Situation gut gehandelt hat. Er spielte die Rolle des Friedensstifters, der den „großen Nachbar“ nicht reizen will. Der „große Nachbar“ ist im Moment nicht ruhig zu stellen – weder Europa, noch die Nato können ihn aufhalten. Die türkische Armee könnte ganz Europa platt machen. Nur Amerika kann sich dem widersetzen, aber Amerika wird sich niemals gegen die Türkei stellen. Wir sind das Tor der Welt zwischen Ost und West. Früher hat der bulgarische Khan Tervel Europa vor dem Islam gerettet, aber heute können wir uns nicht mit Gewalt widersetzen. Momentan führt Borissov trotz seines widerlichen Umfeldes eine außerordentlich ausgeglichene Politik. Die Zeit bringt ihre Persönlichkeiten hervor und zu Weihnachten geschehen Wunder. Ein solches Wunder war die Nichterfüllung der Prophezeiung der großen Slava Sevrjukova. Es wurde die Gelegenheit in einem Moment benutzt, in dem wir aus keiner Richtung Hilfe hätten bekommen können, obwohl unsere kleinen Politiker, unsere Grünschnäbel die Illusion hegen, dass wir uns unter dem sicheren Fittich der NATO befinden. Sie sollten auf Nordzypern nachfragen, ob ihnen jemand aus der NATO geholfen hat, als sie 1975 von der Türkei besetzt wurden. Momentan erpresst Erdogan die Europäische Union mit den Flüchtlingen und wenn er ein Stück von Bulgarien abgebissen hätte, hätte sich keiner aus der EU dem widersetzt. Nur die geistige Welt konnte Erdogan aufhalten, indem sie Menschen dazu nutzte, die die jeweiligen Posten der öffentlichen Macht beziehen. Ich erhebe nicht den Anspruch, dass nur wir mit unseren Gebeten die guten Mächte aufgerufen haben, um dieses Problem zu lösen. Viele Menschen in Bulgarien richten Gebete an Gott, es gibt viele Christen, es gibt Menschen aus der „Weißen Bruderschaft“, die bestimmte spirituelle Praktiken ausführen. All das wirkt, aber es gibt ein Aber. Beinsa Douno sagte einmal: „Gott hat alles erfüllt, was ich von Ihm wollte, aber was Gott von mir verlangte, habe ich auch erfüllt“. Die Bewusstseinsstufe, die jemand besitzt, ist der Faktor, der  bei Gebeten an die geistige Welt oben resoniert. Jedes Gebet schwingt auf einer bestimmten Stufe. Das Gebet Christi im Garten Gethsemane ist ein Gebet, in dem es um das Schicksal der Schöpfung geht und es endet mit den Worten „Dein Wille geschehe“. Etwas anderes ist das Gebet Beinsa Dounos und wiederum etwas anderes – das Gebet, das hier ausgesprochen wird. Wieder ganz anders ist das Gebet einer Oma in der Kirche. Je mächtiger das Bewusstsein und je reiner das Herz ist, aus dem das Gebet als der sakralste Akt im geistigen Leben des Menschen gerichtet wird, desto größere  Wirkung weist dieses Gebet auf. Deshalb wollen wir Jesus Christus danken, dass Er Bulgarien gerettet hat.

Nun wollen wir zu unserem Hauptthema übergehen, das sehr umfangreich ist, und uns in das wahre Mysterium Amerikas vertiefen. Vor ca. 16000 Jahren, gegen Mitte der atlantischen Zeit, ging Christus zum ersten Mal als das Welten-Ich, als der Träger des makrokosmischen Ich-Prinzips auf der Sonne auf. Damals leuchtete zum ersten Mal in der Menschengeschichte vor dem Blick der Eingeweihten in den atlantischen Orakeln das erhabene Bild aus den okkulten apokalyptischen Siegeln der in Sonne gekleideten Jungfrau. In der Atlantis war damals vom großen Geist die Rede, war die wichtigste Form der Religiosität darstellte. Der große Geist – das waren eigentlich die sechs Elohim, die das makrokosmische Christus-Ich auf Seinem Weg von der Trinität zur Sonne trugen. Das machten sie weiter bis Christus während der Zeitenwende in Jesus eintrat. Von der Mitte der atlantischen Zeit an begann unser großer Feldzug und das große Problem der Götter mit der Ausbildung eines Ich-Selbstbewusstseins beim Menschen, welches erst vom vierten bis zum fünften Jahrhundert v.Chr. durch die griechischen Philosophen den Weg vom Homo erectus zum Homo sapiens bahnte. Der Mensch sollte allmählich das Mysterium von Golgatha aufnehmen und bewusst erleben. In der Mitte der atlantischen Zeit holte auch der Erzengel Michael zum ersten Mal die ahrimanischen Kräfte auf eine niedrigere Stufe herunter. Dann begann laut Steiner als eine Folge davon auch die allmähliche Verhärtung der Erde. Deshalb habe ich mehrmals gesagt, dass die Dinosaurier in die zweite Hälfte der atlantischen Zeit gehören, denn diese gigantischen schweren Tiere mussten auf feste Erde treten. Neben dem großen Feldzug zum Ich führte der Sturz der ahrimanischen Mächte auch zum großen Missbrauch und zur Anwendung des schwarzmagischen Missbrauchs der Wachstumskräfte in den Orakeln, was den Krach der Atlantis beschleunigte. Während sie allmählich versank, führte Manu die Überlebenden in den Osten, wo die ersten nachatlantischen Kulturepochen von der arischen Rasse geschaffen werden sollten. In die entgegengesetzte Richtung begaben sich zu den in Ausbildung begriffenen amerikanischen Kontinenten andere Menschenmassen, die nicht den Evolutionsweg des weißen Menschen bestiegen, sondern ihr erstarrtes atlantisches Äußere behielten und ihren Kult zum Großen Geist bis zur (letzten uns bekannten) Entdeckung Amerikas fortsetzten. Im Osten war von Thao bzw. Dao die Rede – das war die luziferische Variante des Großen Geistes. Im Westen sprach man von Taotl – einem ahrimanischen Wesen. Deshalb wurden im Westen ahrimanische Mysterien entwickelt und im Osten – luziferische. Die Welt war damals noch nicht als Osten, Mittlerer Teil und Westen dreigegliedert. Ein langer Weg der Ich-Bewusstwerdung sollte beschritten werden und viele Ereignisse sollten eintreten, bevor sich diese große Dreifachheit ausbilden konnte, die wir heute kennen. Europa musste auch zuerst dreigliedrig aufgebaut werden, damit später auch die Welt dreigliedrig aufgebaut werden konnte, in der wir leben und die wir als die Träger des Ich-Prinzips der Erde bedenken müssen.

Was zeichnet die Mysterien aus, deren Hauptvertreter die Maya waren? Dabei wird unterschieden zwischen Ur-Maya (ca. 1500-2000 Jahre v.Chr.), einer eigentlichen Maya-Periode (2.-3. Jahrhundert v.Chr. – 13.-14. Jahrhundert n.Chr.) und heute bestehenden Resten. Wir kennen auch die Tolteken in Zentralamerika sowie die Azteken in Mexiko, aber für unser Thema sind die Maya-Mysterien am wichtigsten. Die Maya haben schreckliche Mysterien praktiziert, in denen sie durch Mord an Menschen versucht haben, sich mit den Kräften des Todes zu verbinden. Aus den in ihren Tempeln erhaltenen Bildern ist ersichtlich, dass sie durch die Magengegend in den Menschenleib eingedrungen sind. Im oberen Teil des Menschen sind die Gedanken, in der Mitte ist das rhythmische System und in den Gliedmaßen ist der Wille. Der Stoffwechsel ist in der Magengegend konzentriert. Die Eindringung erfolgte durch einen Schnitt in der Magengegend. Die Magier haben diesen Schnitt nicht selbst gemacht, aber sie haben versucht, durch diesen Schnitt einzudringen, um durch den Schreck, den die Opfer erlebt haben, und den Hinaufstieg ihrer Seelen zu den kosmischen Kräften des Todes zu gelangen. Ich möchte etwas präzisieren – egal, ob es sich um weiße oder schwarze Mysterien handelt, dort kann man zu großen Offenbarungen der guten Götter kommen. Diese Offenbarungen können zu den beiden Mysterienarten herunterströmen. Der Unterschied besteht in der Ausrichtung, dem Zweck, welchem die Mysterien dienen. In den von Mord erfüllten Mysterien der Maya erlangten die Schwarzmagier große Macht. Laut Steiner soll es dort einen Schwarzmagier gegeben haben, der im Jahre 30 n.Chr. – in der Zeit, als Christus in Jesus eintrat – außerordentlich starke Macht erlangt hat. Er wurde bereits in seinen früheren Leben schwarzmagisch vorbereitet und kam zu einem wichtigen Entschluss. Dieser Magier wollte durch fortschreitende Initiationen zu einer solchen Verbindung mit den Todeskräften kommen, dass ihm die Hauptvorsehung der geistigen Welt über die Evolution der Menschheit eröffnet werden konnte. Diese Evolution sollte in der vierten und fünften Kulturepoche zu den Zwecken der ahrimanischen Kräfte in solche Richtung angetrieben werden, dass eine Finsternis das bewusste Menschenleben ergreift. Auf diese Weise sollte die ganze Menschenentwicklung die von Ahriman vorgegebene Richtung nehmen. Dieser Magier hat seine Initiationen durch eine immer höher werdende Zahl ermordeter Menschen weiter verstärkt. Seine Macht war dermaßen gewachsen, dass er laut Steiner zum mächtigsten Schwarzmagier der Erde aufgestiegen ist. Die Gefahr, dass die Menschheit den falschen Entwicklungsweg nehmen konnte, war real. Deshalb wurde von der Sonne im ersten Jahr n.Chr. ein großer Sonneneingeweihter hinuntergeschickt. Steiner erwähnt nichts über ihn, nur seinen Namen, der schwer auszusprechen ist und wie Vitzliputzli klingt. Vitzliputzli gehörte zum Heer Michaels, der in der Zeitenwende auf der Sonne war, er wurde ‚Sonneneingeweihter‘ genannt. Die Legende besagt, dass er von einer Jungfrau geboren wurde, die unbefleckt von einem von oben herabgestiegenen geflügelten Wesen empfangen hatte. Das entspricht 1:1 der Empfängnis der Maria vom Heiligen Geist. Als er 30 wurde, begann der Kampf des weißen gegen den schwarzen Magiers, der auch mit 30 Jahren den vorhin besprochenen Beschluss fasste. Nach einem dreijährigen Kampf gewann der Weißmagier und nagelte den Schwarzmagier ans Kreuz.

Im Römischen Reich geschah das Gegenteil mit der Kreuzigung Christi. Steiner gibt nicht an, wann genau der Schwarzmagier gekreuzigt wurde, doch wir können folgende Überlegungen anstellen. In dieser Zeit ereignete sich in Palästina das größte Wunder im Kosmos, der Christus-Impuls nahm seinen Anfang und änderte die trinitarischen Verhältnisse zwischen Vater und Sohn. Warum war dann in Übersee ein anderes Mysterium notwendig, an dem ein Sonneneingeweihter teilnahm? Konnte der ausgestrahlte Christus-Impuls nicht die Macht des Schwarzmagiers drüben eliminieren?

Christus lebte zwei Jahre und einige Monate in den Leibern Jesu und das Mysterium von Golgatha fand am 03.04.33 statt, als mit dem Einströmen des Blutes in die Erde der Christus-Impuls zu wirken begann. Der Sonneneingeweihte nahm von Christus die Kräfte, um mit dem Schwarzmagier fertig zu werden. Der Sieg selbst und die Kreuzigung des Schwarzmagiers haben sich wahrscheinlich nach Pfingsten zugetragen, als der Christus-Impuls durch den Heiligen Geist kam und nicht nur durch die Jünger, sondern auch durch diesen Eingeweihten empfangen wurde. Dieses Drama war zu Ende, aber der vom Schwarzmagier ausgestrahlte Impuls und die von ihm praktizierten Mysterien drangen tief in den amerikanischen Kontinent ein. Dort wirken außergewöhnliche magnetische und elektrische Kräfte, auf die wir gleich eingehen werden. Trotz des Sieges des Weißmagiers und der Einführung des Christus-Impulses durch diesen Sieg in die Geografie des amerikanischen Kontinentes, der als Keim für die Zukunft Amerikas existiert, ist das Ahrimanische dort in einem solchen Ausmaß vorhanden, dass es dort für Ahriman am bequemsten ist, zu inkarnieren. Das Römische Reich, in dem sich das größte Mysterium ereignete, wurde nicht durch Ahriman geschaffen, aber die ahrimanischen Kräfte wollten durch die Struktur des Reiches und des Rechtes das ganze Menschenleben reglementieren und mechanisieren. Durch die Alleinherrschaft der Zäsaren wurde alles Individuelle im Menschen vernichtet. Auf diese Weise sollte Ahrimans Ziel erreicht werden – der Übergang der Menschen zu einer niedrigeren Entwicklungsstufe, auf der sie ein unterdrücktes Ich, ein halbtierisches Dasein und eine Gruppenseele haben sollten. Die ahrimanischen Kräfte wendeten enorme Anstrengungen in der Erfüllung dieser Aufgabe durch das Römische Reich an. Hätten sie es geschafft, wäre der Schaden für die ganze Menschheit unermesslich. Dank des natürlichen Egoismus der Römer, den wir als das Streben nach einer freien Individualität bezeichnen können, die in den Versuchen der Durchsetzung einer republikanischen Regierungsform in Erscheinung tritt, und dank der aus dem Osten einströmenden Völker während der Großen Völkerwanderung konnten die ahrimanischen Mächte nicht das Geplante umsetzen.

Ich werde eine Klammer öffnen, um zu sagen, dass eine Große Völkerwanderung nicht existiert. Steiner selbst wollte die Frage der Großen Völkerwanderung eingehender untersuchen. Diejenigen, die das Römische Reich zerstört haben, waren keine asiatisch aussehenden Tataro-Mongolen, die aus dem tiefen Asien kamen. Sie gehörten vielmehr den verschiedenen Kreationen der Bulgaren an – Thrakern, Ostgoten, Westgoten, Hunnen. Der rothaarige blauäugige Attila gehörte zum Stamm Dulo. Die Germanen nördlich des Römischen Reiches, gegen die das Reich in früheren Zeiten kämpfte, existierten und nahmen auch an der Zerschlagung Roms teil, aber die Hauptkraft, die es zerstörte, waren die Bulgaren.

Jenseits des Ozeans verfolgten die ahrimanischen Mächte ein ähnliches Ziel wie im Römischen Reich und wollten es durch das Reich der Maya erreichen, das auf den Gebieten des heutige Südmexikos, Guatemalas, Belizes und in Teilen Honduras‘ und Salvadors bestanden hat. Dort sollten auch die Individuen zu einer ichlosen Existenz geführt werden. Das Hauptziel Ahrimans ist es, die Existenz in der Materie zu verewigen, damit es keinen zukünftigen geistigen Jupiter gibt. Seine Versuche in diese Richtung werden ständig wiederbelebt. Gegen das achte bis neunte Jahrhundert hat die mächtigste Institution der katholischen Kirche nach und nach verboten, über die Kontinente jenseits des Atlantischen Ozeans zu sprechen. Bereits seit dem Altertum wurden Reisen zu diesen Kontinenten unternommen. Wenn heute davon die Rede ist, dass die Wikinger diese Reisen unternommen haben, ist es gut zu wissen, dass in die Gebiete der späteren Wikinger die bulgarischen Kymmerer gezogen waren, die einen Teil der zahlreichen thrakischen Stämme bildeten. Sie waren diejenigen, die dort Zivilisationen begründet haben und keine Völker aus dem Germanentum, die sich zwar als Iche entwickelten, aber keine äußere Kultur hatten, im Unterschied zu den östlichen Völkern, die eine gigantische äußere Kultur hatten, aber auf der Stufe der Empfindungsseele blieben. Das Germanentum entwickelte das Ich, weshalb heute in Mitteleuropa die Träger des Ich leben. Es gibt zahlreiche Beweise, dass die Thraker Reisen nach Amerika unternommen haben, die neben ihrer zivilisatorischen Mission auch die Wirkung der elektrischen und magnetischen Kräfte erforscht haben, die dort wie nirgendwo anders wirken und mit den verschiedenen Krankheiten zusammenhängen. Bemerkenswert ist es, dass dort die indianischen Stämme Kykonen und Peonen existieren, die die Namen zweier der 150 thrakischen Stämme tragen. In der Kultur der indianischen Stämme gibt es viele Elemente der thrakischen Kultur.

Europa sollte sich als dreigliedrig entwickeln und von sehr komplizierten ätherischen Strömungen umgeben werden, über die Steiner eingehend gesprochen hat. Danach stand die Ausbildung der ganzen Welt als dreigegliedert bevor. Die Menschen sollten die Existenz der Kontinente in Übersee vergessen, denn der Christus-Impuls ist zwar für die ganze Menschheit, aber er musste wahrhaftig  unter der europäischen Bevölkerung kultiviert werden. Die Ich-Entwicklung sollte in Ruhe vor sich gehen und nicht durch den östlichen luziferisierten Okkultismus und den ahrimanisierten Übersee-Okkultismus gestört werden. Gegen Mitte der atlantischen Zeit stieg Christus herab und Sein Weg zu den menschlichen Leibern führte zuerst zur nathanischen Seele. Als in der Zeitenwende der Christus-Impuls ausgestrahlt wurde, begann Sein Weg zu der Menschenseele. Nun sind wir in der Periode, wenn sich die Bewusstseinsseele mit dem Geist verbinden soll – das charakterisiert das Christentum des Heiligen Geistes. Es fällt dem heutigen Menschen jedoch äußerst schwer zu verstehen, was vor sich geht, geschweige denn das Richtige zu tun. Die Existenz Amerikas geriet langsam in Vergessenheit. Zu einer bestimmten Zeit erschien in den östlichen Mysterien ein sehr mächtiger luziferisierter Eingeweihter, der mit zurückgebliebenen luziferischen Wesenheiten zusammenarbeitete, die auf dem alten Mond von Archai zu Elohim aufsteigen sollten. Dieser Eingeweihte sah in der Person des jungen Dschingis Khan, dass dieser losziehen und Europa zerdrücken würde. Angestrebt wurde eine Luziferisierung der europäischen Bevölkerung bereits im 12.-13. Jahrhundert, die das Ziel verfolgen sollte, dass a) die Menschen das Interesse am Irdischen verlieren, ohne das die fünfte Kulturepoche des Ich unmöglich ist, und b) die von ihnen bewohnten Gebiete verlassen, welche aufgrund der okkulten Geografie für ihre künftige Entwicklung geeignet waren. Diese Seelen sollten eine solche Entfremdung vom Irdischen entwickeln, dass sie sich in den nächsten Inkarnationen überhaupt nicht mit Europa und dem Christentum verbinden und von der richtigen Menschenevolution weggeworfen würden, die zur Ich-Entwicklung führt. Wir haben über die Invasion Tschingis Khans gesprochen und darüber, dass die Bulgaren die einzigen waren, die ihn 1223 besieht haben im sog. „Schafskampf“. Trotzdem erreichte er Liegnitz an der polnisch-deutschen Grenze, nachdem er über 30 Millionen km2 fremde Gebiete erobert hatte. In Liegnitz stellten sich die Sonnenelohim übersinnlich gegen die Invasoren und trieben sie in die Flucht – ein Umstand, den die Geschichte nicht erklären kann. Obwohl sich aber die Invasoren aus Europa zurückzogen, blieb ein bestimmter luziferischer Einfluss zurück. Der Kontinent Europa selbst wurde von der Himmlischen Sophia als eine dreifache Bildung geplant und nach diesem Modell sollte auch die restliche Welt aufgebaut werden. Daher ist es ein Privileg, auf diesem Kontinent zu leben.

Wie wurde diese Dreifachheit geschaffen? Durch Boris I. den Täufer. Vor ihm war von keinem Slawentum die Rede, so ein Begriff existierte nicht. Die Märchen, die wir im Geschichtsunterricht zu lernen hatten, dass die Bulgaren aus Asien gekommen wären und sich im Meer der zahlreichen slawischen Stämme aufgelöst hätten, sind Hirngespinste, die weder eine historische noch eine okkulte Grundlage haben. In der Vorlesung über die Bodhisattvas (vgl. https://erzengelmichaelblog.wordpress.com/2016/06/08/die-bodhisattvas-1-teil/) habe ich erläutert, was mit Boris I. eingeleitet wurde. Ihm erschien einer der Sonnenelohim und trug ihm eine der wichtigsten Aufgaben auf – das Slawentum zu bilden. Dieselbe Wesenheit erschien später, im Jahr 1897 dem Meister Beinsa Douno in Varna und teilte ihm mit, dass Boris I. „der Vater des Slawenstammes“ ist. So wie Abraham der Stammvater aller Juden, Moslems und weiterer Völker ist, die aus den zwölf Stämmen Jakobs entstanden, so ist auch Boris der Vater aller Slawen, wenn auch nicht im geschlechtlichen Sinne. Früher war das Stammesmerkmal bestimmend, dagegen reden wir jetzt von der geistigen Kategorie ‚Slawentum‘. Das Slawentum oder der Osten Europas wurde im 9.-10. Jahrhundert aus dem Auftrag heraus begründet, den Boris I. von einem der sechs Sonnenelohim erhalten hat, die das Christus-Ich in der Zeitenwende trugen. Die Herausbildung des Slawentums begann aus Völkern, die auch hinter dem Ural wohnten und hierher kamen und sich mit den gethischen Thrakern vermischten, die damals umfangreiche Territorien oberhalb Bulgariens bis zur Ukraine bewohnten. Nach und nach begann die Herausbildung jenes Volkes, das Steiner „das Christus-Volk“ nennt – nicht im Sinne, dass Christus nur in diesem Volk ist, sondern dass in ihm der unbesiegbare Geist des Grals lebt. Im Orient ist das Spirituelle führend, aber dort es ist luziferisiert. In Europa ist das in einem geringeren Ausmaß der Fall, aber im wahren christlichen Sinne ist das Spirituelle im Slawentum vertreten. Langsam wurden auch Mitteleuropa und die Anfänge Westeuropas geformt. Aber Westeuropa hängt sowieso mit der europäischen Entwicklung zusammen und kann den Westen als Prinzip repräsentieren. Es musste auch das amerikanische Volk entstehen, damit die ganze Welt endlich eine dreifache Struktur haben konnte.

Welche waren die Seelen, die die amerikanische Nation ausbildeten? Dorthin strömten Seelen aus der ganzen Welt. Die Ersten waren natürlich die Vertreter der Seefahrernationen – Engländer, Spanier, Portugiesen, Franzosen und Niederländer. Diese Menschen hatten die Aufgabe, in Übersee ein neues, junges Volk auszubilden, das eine besondere Mission hatte. In der Geschichte heißt es, dass die ersten Siedler Menschen waren, die vor etwas in der Alten Welt auf der Flucht waren – Sucher religiöser Freiheit, Sucher eines besseren Lebens, Verbrecher, Abenteurer usw. Welche waren eigentlich die Seelen, die sich in diese Körper einkleideten und sich diesen Kontinent als Wohnort aussuchten? Das waren Seelen, die während der Ereignisse von Golgatha und in der anschließenden Zeit im Orient, in Asien lebten. Sie alle waren die Träger der mehr oder weniger luziferisierten östlichen Spiritualität. Da sie die luziferischen Impulse aus dieser Spiritualität aufgenommen haben, bleiben solche Seelen zwischen ihren Inkarnationen länger in der geistigen Welt und das unterscheidet sie von den Seelen, die ahrimanischen Einflüssen ausgesetzt waren. Slava Sevrjukova erzählte unter anderem Ende der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts, dass Stalin, der einen viel elementareren Menschentyp im Vergleich zu Hitler repräsentiert – der typische Vertreter einer ahrimanisierten Seele -, in einem Land der dritten Welt inkarniert ist. Dort soll er als Lastträger arbeiten und tief unglücklich sein. Über Hitler hat sie gesagt, dass er noch sehr lange in der geistigen Welt bleiben werde und das ist verständlich, da er in der luziferischen Geistigkeit brannte. Aber für ihn werden auch Inkarnationen vorbereitet, in denen das Unglück sein ständiger Begleiter sein wird. Das habe ich als die gegenwärtige Bestätigung der Worte Steiners darüber erwähnt, wie lange die Vertreter der verschiedenen Arten der Spiritualität in der geistigen Welt zwischen Tod und neuer Geburt bleiben.

Die Seelen, über die wir sprachen, inkarnierten sich während der erneuten Entdeckung Amerikas und in der Folgezeit in Europa. Mit ihrer luziferischen Empfindsamkeit, die in europäischen Leibern eingekleidet war, fühlten sie sich in einem christlichen Umfeld, das bereits einen langen Entwicklungsweg zurückgelegt hatte, am falschen Ort. Der Wille kam bei Ihnen als Instinkt zur Geltung und sie gingen buchstäblich wie eine Herde los, um Amerika zu erobern.

In der dreigegliederten Welt vertritt Amerika das Prinzip des Vaters, Europa – das Prinzips des Sohnes und der Osten – das Prinzip des Heiligen Geistes. Wir müssen darauf schauen, wie diese Dreifachheit in Europa präsent ist, denn dort befindet sich die Antwort auf die Frage, wo der Ausweg für die ganze Menschheit liegt. Die Naturphänomene in Amerika als dem Repräsentanten des vatergöttlichen Prinzips sind außergewöhnlich. Früher habe ich Bücher darüber gelesen, wie es dort ausgesehen hat, als die Natur noch unberührt war. Millionen von Vögeln haben den Himmel verdunkelt, unzählige Bisonherden bewohnten die Ebenen, es gab Wälder aus gigantischen Sequoias und andere imposante Phänomene. All das wurde von der Menschenherde zerstört, die von den Willensinstinkten und den Impulsen der Naturwissenschaft Francis Bacons angeführt, vorwärts zog. Das führte dazu, dass viele der dortigen Tier- und Pflanzenarten heutzutage in das Rote Buch der bedrohten Arten eingetragen wurden.

Zusammen mit den Menschen bewegte sich in Richtung Amerikas auch ein übersinnliches Wesen mit – der Geist, der sich einen Leib aus diesen Menschen bilden wollte. Wie Steiner auch sagt, dürfen die Amerikaner nicht so stolz auf ihre Vorfahren sein, da diese ziemlich wild waren. Aber gerade sie sollten nach Amerika ziehen und den Anfang zu diesem Konglomerat geben, das ein Bewusstsein als amerikanisches Volk erlangte. 2016 wird sich die Unterschreibung der Unabhängigkeitserklärung der USA zum 240. Mal jähren. Der Staat wurde von Freimaurern gegründet, die selbst Sklavenhalter waren, aber in ihre Erklärung hineinschrieben, dass die Menschen mit den gleichen unabänderlichen Rechten geschaffen wurden. Sie schauten zurück und bauten viele Tempel und öffentliche Gebäude nach römischem Muster. So nahm die Staatlichkeit Amerikas unter der Führung der ausgetauschten Freimaurerei ihren Anfang. Was für eine übersinnliche Wesenheit zog zusammen mit den von den Instinkten des Willens geführten Menschen immer weiter in den Westen, die alles auf ihrem Weg zertrampelten und nur in einer materialistischen Art nutzten?

Gegen Ende seines Lebens sprach Steiner vor der Christengemeinschaft über Wesenheiten, die auf dem alten Mond zu Elohim aufsteigen sollten, und sagte, dass der Satan bzw. Ahriman eine solche Wesenheit ist. Als wir im letzten Winter die Frage behandelten, woher Ahriman kam und wie weit er bereits in seiner Entwicklung ist, haben wir festgestellt, dass er bereits das Potenzial eines unrechtmäßig entwickelten Geistes aus der Hierarchie der Mächte (Dynamis) erreicht hat. Der Zusammenprall mit ihm steht uns bald bevor. Eine solche zurückgebliebene Wesenheit, die aus der Hierarchie der Archai auf dem alten Mond zu einem Eloah aufsteigen sollte, ist der Gruppengeist des amerikanischen Volkes, der gegen die Interessen der Menschheit wirkt. Dieses Volk wurde als eine gigantische Balance gebildet, die den Luziferismus aus dem Orient auszugleichen hatte. Eine Ich-Entwicklung des europäischen Menschen kann nicht existieren, wenn diese zwei Pole nicht bestehen, die sich gegenseitig ausgleichen. Amerika ist für die Menschheit unbedingt notwendig. Steiner sagte, dass die Menschen, die dorthin gingen, Menschen des Willens sind. Wenn wir über die östlichen Menschen sagen können, dass sie Menschen der Vernunft sind, und über die Europäer, dass sie Menschen des Herzens sind, dann befinden sich die Menschen des Willens in Amerika. Das sind die drei seelischen Eigenschaften des Menschen, die in dieser Art auf der Welt vertreten sind. Das bedeutet natürlich nicht, dass jeder Mensch nicht jede dieser Eigenschaften besitzen kann.

Um den Amerikaner zu verstehen, müssen wir uns an seinen Platz stellen. Was bedeutet es, ein Mensch des Willens zu sein? In der letzten Saison haben wir in drei Vorlesungen die Umwandlung des Denkens im behandelt und die allmähliche Verwandlung des Menschen vom Homo sapiens in einen Homo magneticus, was die große Herausforderung der Zukunft darstellt. Es steht unsere Verwandlung in einen ganz anderen Menschentyp bevor. Letztes Jahr richteten wir unsere Aufmerksamkeit hauptsächlich auf die Umwandlung des Denkens, da sie den Anfang bildet. Nun wollen wir über den Willen sprechen und darüber, wie er im Menschen funktioniert.

Was ist der Wille? Ich werde das auf die möglichst einfache Art veranschaulichen. Man nimmt eine kleine Menge Speise, legt sie in den Mund, kaut, sondert Speichel ab und schluckt sie herunter. Bis zum Durchgang durch den Kehlkopf haben wir ein Bewusstsein über den Prozess und können ihn steuern. Nachdem die Nahrung in die Speiseröhre geraten ist, haben wir kein Bewusstsein mehr über den Prozess und dort mischt sich der Weltenwille ein. Dieser wirkt im weiteren Verlauf dessen, was mit der heruntergeschluckten Nahrung passiert. Im menschlichen Willen wirkt der Weltenwille. Wenn wir einschlafen und das Ich und der Astralleib hinaufsteigen, strömen in den Menschenleib die Wesenheiten des Weltenwillens herein und arbeiten dort. Stirbt der Mensch, so steigt er hinauf, wo Bewusstsein, Leben und Wille eine Einheit bilden. Nun wollen wir erläutern, was der Wille darstellt. Ganz oben über der ganzen Schöpfung steht das Ich-bin-Prinzip. Aus diesem Prinzip erschien durch ein Opfer am Uranfang der Weltenwille. Der Wille ist aufopfernd, das ist das vatergöttliche Prinzip, das sind die Throne, die den alten Saturn als die ausgestrahlte Substanz unseres physischen Leibes einleiteten, der während der Äonen der Evolution diese Form annahm, die wir heute auf der Erde sehen. Am Anfang des ganzen Zyklus des Sohnes steht der aufopfernde Wille. Dieser Wille brachte als Liebe später das Leben und das Bewusstsein der nächsten zwei Äonen hervor.

Oben ist eine gigantische Dreifachheit aus Bewusstsein, Leben und Wille. Hier auf der Erde besitzen wir ein Bewusstsein, das jedoch nicht das ursprüngliche lebendige Bewusstsein, sondern ein abstraktes Bewusstsein ist. Über das Leben haben wir nur eine neblige Vorstellung und über den Willen, in dem die wahre Moralität lebt und dessen Substanz selbst Liebe ist, wissen wir gar nichts. Jeden Abend, wenn der Mensch einschläft, strömt er mit seinem Willen zum Weltenwillen hinauf und dort findet eine unbewusste Veredelung in der gigantischen Sittlichkeit des Weltenwillens statt. Will der Mensch die ersten Schritte zur Enträtselung des Willens in sich machen, so kann er sich an das Gewissen in seinem Inneren wenden, das sich von innen meldet. Das ist eigentlich Christus. Wenn der Mensch stirbt, gerät er in diesen Weltenwillen. Sein ätherischer Leib fällt in den nächsten Tagen ab und sein Astralleib und sein Ich werden vom Geistselbt (Manas) eingekleidet. So erlebt er im Laufe eines Drittels seines Erdenlebens in der Sphäre zwischen Erde und Mond in umgekehrter Reihenfolge sein ganzes Leben, und zwar vom Standpunkt aller Menschen, die er in irgendeiner Art verletzt hat. Erst wenn sich der Mensch Klarheit über sein letztes Lebens geschaffen hat und der Übergang zur Sonnensphäre bevorsteht, kleidet er sich in das Prinzips des Lebensgeistes (der Buddhi) ein und der Astralleib fällt ab. Schon während wir unser Karma in der Mondensphäre erleben, ist der Lebensgeist mit uns, aber wir haben kein Gespür dafür, da wir dann hauptsächlich das Geistselbst spüren und der Astralleib sich wegen unserer Fehler in Qualen windet. Nach dem Abfall des persönlichen Elementes und unserer Einkleidung in den Lebensgeist beginnen wir, uns selbst als die ganze Menschheit zu erleben. Wenn wir den höchsten Punkt unserer Erhebung erreichen – die sog. Weltenmitternacht, wo wir eins mit allen Wesen der ganze Schöpfung werden und das Weltenkarma sehen, halten wir uns im Weltenwillen oder im Lebensäther auf. Während wir heruntersteigen und uns der nächsten Inkarnation die Sphären durchlaufend annähern, erlischt das Bewusstsein in dem Maß, in dem wir den Weltenwillen in unseren Leib konzentrieren, der aus dem Weltenwillen der ganzen Schöpfung geprägt ist. Es gibt eine direkte Beziehung zwischen Wille und Bewusstsein. Im Augenblick unseres Erscheinens auf der Welt haben wir kein Bewusstsein über die geistige Welt, aber der Wille tritt stark in Erscheinung – als Wachstumskräfte.

Das Kind wächst am Anfang ohne sich dessen bewusst zu sein. Allmählich werden die aufrechte Haltung, der Rede und das Bewusstsein entwickelt. Zu einem bestimmten Zeitpunkt sind die Wachstumskräfte ausgeschöpft und wir erlangen unsere endgültige Form, das Bewusstsein nimmt zu. In dem Maße, in dem der Wille in Form der Wachstumskräfte abnimmt, nimmt das Bewusstsein zu. Der Vermittler zwischen Verstand und Wille ist das Leben. Es besteht also eine sehr direkte Beziehung zwischen Bewusstsein, Leben und Wille.

Ich werde mir eine kleine Abweichung erlauben und wieder auf mein Erlebnis vor der Oper in Varna 2009 zurückkommen, denn ich kenne keinen anderen Menschen, der im Wachzustand ein solches Erlebnis gehabt hat. Nun werde ich es in diesem Zusammenhang erörtern. Ich habe mich zum kosmischen Bewusstsein erhoben, zu dem jeder Mensch aufsteigt, wenn er stirbt. Dort habe ich alle Wesen im Kosmos gesehen, die in der Liebe des Christus leben, die anders ist als die vatergöttliche Liebe. In diesem Erlebnis gab es das Bewusstsein, das sich zum kosmischen Bewusstsein erhoben hat, es gab das Leben, die Liebe, die der Weltenwille ist, aber sich von der vatergöttlichen Liebe unterscheidet, da sie das Golgatha und die Menschwerdung, den Tod und die Auferstehung erlebt hat. Dieses Erlebnis hatte ich im wachen Zustand und es dauerte nur einen Augenblick.

Die Offenbarungen verursachen beim Menschen immer Reue, denn er betrachtet sich in der Offenbarung und vergleicht sein eigenes Wesen mit dem, was er oben gesehen hat. Das ist die Einströmung des Heiligen Geistes, der nicht nur ein Bewusstsein, sondern auch Leben mitbringt, die Liebe Christi als den manifestierten Weltenwillen. Das ist das besondere Erleben der Stufe bis zum Leben Christi, bis zur Liebe Christi, die anders ist als die vatergöttliche Liebe. Ich weiß nicht, wie die Liebe des Vaters ist. Der Geistesmensch wurde mir nur angedeutet, aber ich habe erlebt und verstanden, was die Buddhi ausmacht. Das habe ich in der Vorlesung „Die Offenbarung“ (https://erzengelmichaelblog.wordpress.com/2016/08/29/offenbarung/) als die Rückkehr des erneuerten Palladiums formuliert. In den alten Zeiten stieg das Palladium zu den thrakischen Priestern in Troja herunter und das war ein fluoreszierender Körper, welcher die kulturellen Impulse ausstrahlte, die die dort lebenden Zivilisationen inspirierte. Dieser Körper war das Werk der Himmlischen Sophia und es brachte Weisheit mit, jedoch keine Liebe. Christus änderte die Beziehungen zwischen Vatergott und Sohn in der Trinität und das ist die größte Wandlung im ganzen Zyklus vom Saturn bis zum Vulkan. Es wird nie wieder eine größere Änderung geben. Nur ein Mitglied der Trinität kann die Beziehungen dort ändern. Es gibt keinen größeren Beweis dafür, dass Christus der Sohn der Trinität ist und nicht nur eine Manifestation von Ihm. Seitdem leben alle Wesen des Kosmos in Seiner Liebe, die anders ist als die Liebe des Vaters. Das ist die Rückkehr des erneuerten Palladiums, das neben der Weisheit nun auch die Liebe Christi mitbringt. Das bedeutet die ‚Einweihung mit dem Eisen und dem Brot‘. Jeder, der das mindestens eine Sekunde lang erlebt hat, wird wissen, dass er eine Einweihung berührt hat, die keine okkulte Quelle erwähnt. Sie bringt die neue Beziehung zum Ausdruck, die zwischen Michael und Christus-Michael als dem Vertreter der Himmlischen Sophia und der geistigen Hierarchien einerseits und Christus in unserem Ich auf Erden andererseits besteht. Diese Beziehung kann erst jetzt im Zeitalter Michaels zum ersten Mal bewusst erlebt werden, zumindest für einen kurzen Augenblick. Wenn der Mensch seinen Schulungsweg zurückgelegt haben wird, wird er sich immer in diesem Zustand befinden und zu einem Eingeweihten im gegenwärtigen Sinne des Wortes und zum Meister der Menschheit aufsteigen. Zwölf solcher Menschen müssen sich auf der Erde finden. Möge Gott geben, dass mindestens einer aus unserer Gruppe später herausgehen wird. Bisher gibt es solche Menschen nicht. Das Berühren dieser Einweihung, die in einem kurzen Augenblick geschah, gab mir die Kenntnis, vor was wir stehen werden – es ist etwas Kolossales. Das Buddhi-Prinzip verkörpert den Christus. Was wird dann der Geistesmensch sein? Wir wissen, dass Ardschuna das Atma für einen Augenblick erlebte, als er von Krishna eingeweiht wurde, aber das war das Erlebnis eines Menschen, dessen Körper viel plastischer war. Die heutige Beziehung zwischen unseren Leibern ist unheimlich fester und wir haben auch ein ausgebautes Ich, somit besteht ein großer Unterschied zu der Zeit Ardschunas.

Mit der Gründung Amerikas war der dreigliedrige Aufbau der Welt vollendet. Amerika repräsentiert den Willen, der in direktester Beziehung zu den anderen zwei seelischen Eigenschaften steht. Es gilt folgendes okkultes Gesetz: Wenn der Wille instinktiv und unbewusst im Menschen zur Geltung kommt, wird er in seinen Gegensatz umgewendet. Dann tritt er nicht als Weltenwille in Erscheinung, um liebevoll und kreativ zu sein, sondern er wirkt als eine Zerstörungsmacht. Warum ist Amerika ein solcher Zerstörer, der überall, wohin er kommt, nur Tod und Zerstörung säet? Es wurde doch mit dem Ziel gegründet, der rechtmäßige Westen der Welt zu sein? Weil im Verstand das abstrakte und nicht das lebendige Denken vorherrscht, das dann ungehindert und für den Menschen unbewusst direkt in den moralischen Willen eindringt, der zum Zerstörer wird. Es muss eine große Alchimie zustande kommen, auf die wir etwas später eingehen werden. Heutzutage ist der Mensch praktisch ein zweifaches Wesen, deshalb besteht ein großes Problem. Einerseits ist er ein soziales Wesen, andererseits wirkt er antisozial und das betrifft alle Menschen. Jeder Mensch ist in seinem Willen tief moralisch, denn in ihm webt der Weltenwille bzw. die Liebe. Jeder Mensch ist aber in seinem Bewusstsein ein Zerstörer, weil im Kopf zerstörerische Kräfte wirken, damit er überhaupt denken kann. Der Mensch stirbt in seinem Kopf und er ist in seinem Willen lebendig. Wenn der Tod aus dem Kopf ungehindert durch den mittleren Teil nach unten in das Lebendige eindringt, tötet er es ab und macht es zum Zerstörer. Wenn Gott nicht als Liebe angenommen wird, verwandelt Er sich in den Gotteszorn. Es gibt eigentlich keinen Gotteszorn, aber wir erleben Gott in dieser Art, weil wir selbst unvollkommen sind. Damit wir Gott verstehen und Ihn richtig erleben und anwenden, müssen wir mit dem großen Marsch vom Denken zum Willen beginnen.

Aber zuerst muss der große Marsch vom Willen zum Denken stattfinden, zum Wandel im Denken, über den wir letztes Jahr ausführlich gesprochen haben, damit es anschließend den Gegenmarsch und gibt uns sich beide im mittleren Teil kreuzen. Wenn sich zwei Menschen begegnen, versucht immer der eine unbewusst, den anderen von seiner gerechten Sache zu überzeugen und seine Meinung durchzusetzen, denn er weiß eigentlich, dass der Gesprächspartner in seinem Denken in diesem Augenblick erstirbt. Da will der Sprechende das, was er trägt und was willentlich aus ihm ausgeht, obwohl es wieder durch den Tod des Denkens geht, in den Willen des Gegenübers einbringen, an seinen Willen appellieren. Das Gegenüber soll sich mit seinem Willen mit dem Gesagten einverstanden erklären. Im Großen und Ganzen funktioniert die Kommunikation der heutigen Menschen in dieser Art. In seinem Willen ist der Mensch ein soziales Wesen. Dort kann niemand asozial sein, denn dort drinnen wirkt der Weltenwille. In seinem Kopf ist der Mensch aber antisozial. Wenn wir nur sozial sind und das ohne den Verstand erleben, werden wir dann wie die Menschen sein, die nur über Brüderlichkeit sprechen, ohne die Gegebenheiten des Lebens zu berücksichtigen. Wenn wir nur das Denken entwickeln, werden wir zu absoluten Individualisten und Egoisten, wir werden dann zwar zeitgemäß, aber vom Schatten-Ich abhängig sein. Es muss die große Balance geben zwischen Verstand und Wille, zwischen dem Antisozialen und Sozialen. Es ist notwendig, bei der Entwicklung des mittleren Teils zwischen den beiden auszugleichen und wahrhaftig als Ich zu wachsen. Heute findet man das tote Denken überall, deshalb wirkt alles im Willen des Menschen, der sich in seinem unteren Teil befindet, zerstörerisch. Am stärksten ist das auf dem amerikanischen Kontinent ausgeprägt, was mit seiner okkulten Geografie zusammenhängt.

Heute kam die Meldung über einen zerstörerischen Tornado, der durch mehrere Bundesstaaten tobte. Die äußere Erklärung des Tornados berücksichtigt die Anordnung der Gebirgsketten in den beiden Amerikas, die eine Nord-Süd-Ausrichtung haben und sich somit von den Bergen der restlichen Welt mit ihrer Ost-West-Ausrichtung unterscheiden. Deshalb strömt in Nordamerika die Kälte aus dem Norden ungehindert ein und trifft auf die heißen und feuchten Luftmassen in der Nähe des Golfes von Mexiko. Bei ihrem Treffen aufeinander entstehen diese gigantischen Wirbel. Was ist die esoterische Erklärung dieser Erscheinung? Oben im Norden ist der eisige Tod des Verstandes, unten im Golf von Mexiko sind die zerstörerischen Leidenschaften, die als Instinkte im Willen wirken. Wenn beide im Amerikaner begegnen, bei dem der mittlere Teil fehlt, wird er zum Werkzeug der zerstörerischen Kräfte.

Die Wesenheit, die zu den Archai gehörte und auf dem alten Mond zu der Hierarchie der Elohim aufsteigen sollte, kann durch die unterirdischen magnetischen und elektrischen Kräfte auf die Leiber der Amerikaner einwirken. Auf diese Weise werden die für die ganze Welt verhängnisvollen Doktrinen formuliert, die die amerikanische Politik leiten. Die Amerikaner sind ziemlich oberflächliche Menschen, da ihre Seele nicht ganz im Körper inkarniert ist. Sie empfinden das Christentum nur als äußere Form. Das Christentum ist dort in mannigfaltigen Modifizierungen verbreitet, aber nur bis zur Stufe des Zeremoniells, es fehlt die Vertiefung in seinen wahren Gehalt. Oft wirken die Instinkte im Willen auf eine soziale Ausrichtung des Christentums hin, aber sie sind nicht in der Lage, in der richtigen Art bis zum Verstand heranzureichen. Dann werden sie vom führenden Geist Amerikas gefangen genommen und nach außen als den Tod herausgekehrt, den die USA in die Welt säen. Sie wissen, dass die Menschenchakras in einem bestimmten Lichtspektrum leuchten. Das, was man okkult als das Leuchten der Erdenaura im Osten beobachten kann, ist in Blau-Violett gefärbt, in Mitteleuropa – in Grün, und auf dem Gebiet Nordamerikas glüht es in Feuerrot-Gelb. Das Drama des Amerikaners besteht in seiner Zwischenstellung zwischen dem Durst nach dem Geist und der Unfähigkeit, ihn wegen seiner totalen Erdung zu finden. Der Erdmagnetismus wirkt auf den Kontinent in Richtung Nord-Süd und verhilft zur Entstehung der zerstörenden Erscheinungen, die die Natur und das Seelische vernichten.

Andererseits wirkt auch die Elektrizität, die den Lichtäther aus der Astralwelt darstellt, der aber zerdrückt, umgewandelt und in die unterphysische Welt hinuntergebracht ist. Der Magnetismus ist die unterphysische Manifestation, die aus der Transformation des Tonäthers aus dem niederen Devachan resultiert. Die Atomenergie ist eine solche Erscheinung der Transformation des höchsten Äthers – des Lebensäthers -, der aus dem höheren Devachan in die unterphysischen Welten hineingetrieben wurde. Die Symbole der heutigen Zivilisation – die elektrische Energie, die magnetischen Kräfte und die Kernenergie – stellen keinen Fortschritt der Menschheit dar, sondern kennzeichnen ihren immer tieferen Absturz. Die Zivilisation wird sich erheben, wenn eine Umwandlung des Denkens einsetzt und eine Beziehung zum Schutzengel und anschließend zu den höheren Hierarchien hergestellt wird. Leider geht die Menschheit in die entgegengesetzte Richtung und hält das für die Zivilisation. Ahriman hat uns dorthin gebracht, dass nur ein kurzes Ausschalten des Stroms unser Leben zum Stocken bringt.

Neben der Elektrizität, die wir aus unserem Alltag kennen, fließt im Menschen auch eine andere Elektrizität. Im 19. Jahrhundert haben die Wissenschaftler bemerkt, dass im Menschen auch Elektrizität vorhanden ist. Die elektrischen Ströme, die im Nerven-Sinnes-Apparat des Menschen fließen, entstammen seinem Doppelgänger und in ihnen fließen amoralische Impulse. Der menschliche Doppelgänger ist ein Elementarwesen, das mit dem Irdischen verwandt ist. Er will das menschliche Ich eliminieren, indem er eine übermäßige Anziehung zur Erde verursacht und die  Verwandlung des Menschen in eine Art seelisches Gruppenwesen anstrebt, das von einem ahrimanischen Wesen gelenkt wird. Der Doppelgänger wirkt unterbewusst in unserem Ätherleib, es inkarniert sich in uns kurz vor unserer Geburt und verlässt uns kurz vor unserem Tod, da es den Tod auf dem physischen Plan nicht ertragen kann. Das hängt mit dem Mysterium von Golgatha zusammen, als Christus Sein Phantom auferweckt hat. Die Beziehung unseres Phantoms mit Christus ist das, was das Elementarwesen daran hindert, mit uns zu bleiben. Da dieses Elementarwesen unterbewusst in uns wirkt und wir keine Vorstellung von ihm haben, wird es zur leichten Beute der ahrimanischen Mächte. Ahriman hat längst unsere ätherischen Doppelgänger geraubt, aus denen die Kräfte der Krankheiten ausgehen, die uns zum Irdischen heranziehen. Sein Ziel besteht darin, uns Ätherleiber zu verleihen, die aus dem Erdenäther stammen und nicht aus den kosmischen Ätherkräften des Lebens. Die ursprüngliche Tätigkeit des Doppelgängers ist rechtmäßig, da er uns auf die Erde zentriert. Durch ihn können wir die aufrechte Haltung einnehmen. Wenn unser Wachstum aufhört und wir im Bewusstsein wachsen sollen, dann müssen wir diesen Doppelgänger zähmen lernen und ihn zu eigenen Zwecken benutzen. Doch leider beherrscht das der Mensch noch nicht, denn er ist sich der Existenz dieser Elementarwesen nicht bewusst.

Diese Elementarwesen haben individuelle Vorlieben bezüglich des Ortes der Inkarnation. Am erfolgreichsten erweisen sich diejenigen von ihnen, die in Amerikanern inkarnieren, da sie verwandt sind mit der Elektrizität, mit der zerdrückten Astralwelt, die in die uns bekannte Elektrizität verwandelt wurde, und mit den Erdenkräften, die dem Erdenäther gehören. Diese Wesen besitzen einen immensen Verstand und Willen, aber keinerlei Herzlichkeit. Deshalb ziehen sie so stark die Amerikaner herunter, erden sie und wollen sie auf das Gruppenseelenhafte zurückbringen. Dass die Menschen den Doppelgänger nicht kennen, ist ein Umstand, der große Gefahr für alle birgt. Auf der Erde gibt es viele okkulte Zentren, wo die Zeremonialmagie praktiziert wird. Durch sie wird der Mensch sehr stark geerdet. Doch in diesen Zentren wird nicht das Erreichen der wahren Unsterblichkeit angestrebt, was eigentlich die Verbindung des menschlichen Phantoms mit dem Christus-Phantom darstellt. Die wahre Unsterblichkeit besteht darin, dass es weder unten noch oben eine Bewusstseinsänderung gibt. Das größte Drama erlebt ein Mensch, der nichts über die geistige Welt weiß, wenn er sterben soll. Wenn er die Schwelle durchschreitet, erweist sich der Moment des Todes als sein größtes Erlebnis. Es gibt aber eine Möglichkeit, das Ich-Bewusstsein oben aufrechtzuerhalten. Wir wissen, dass das Phantom eine Art Leisten unseres physischen Leibes ist und einer Kraftstruktur ähnelt, die auf dem physischen Plan von Mineralstoffen erfüllt ist und unserem Leib die Form verleiht. Wenn wir sterben und aufsteigen, suchen wir den Platz im geistigen Raum, der für unser Phantom vorbestimmt ist. Nur die Entdeckung und die Kontemplation unseres persönlichen Phantoms gibt uns das Selbstbewusstsein, das Ich-Bewusstsein, dass wir von der Ganzheit getrennt sind. Im ganzen geistigen Raum existiert ein Platz, der für jede Seele der Erde, jedes Ich vorbestimmt ist. Die Einstellung zum Christus-Phantom gibt oben die Kraft zum Ich-Bewusstsein und zum bewussten weiteren Durchlaufen der Sphären zur neuen Inkarnation. Aus diesem Grund ist die bewusste Verbindung mit dem Christus-Impuls auf dem Erdenplan für alle Menschen von entscheidender Bedeutung. Das Vorhandensein eines Phantoms selbst verleiht ein Gefühl der Ichhaftigkeit nach dem Tode, aber es besteht ein enormer Unterscheid, ob man eine bewusste Einstellung zu Christus hat oder nicht. Nach dem Tod nimmt der Weltenäther unseren persönlichen Ätherleib mit, den Leib des Gedächtnisses, in dem sich unsere (abstrakten) Gedanken befinden. Etwa drei Tage, nachdem wir das Panorama unseres vergangenen Lebens gesehen haben, löst sich alles im Weltenäther auf. Danach gelangen wir ins Kamaloka und es beginnen unsere Leiden mit dem Astralleib. Unsere wahre Unsterblichkeit beginnt hier auf Erden mit dem Aufbau der Beziehung zum Christus-Phantom. Worin besteht dagegen die ahrimanische Unsterblichkeit? Für Steiner ist das die Ausstattung des Menschen mit einer geerdeten geistigen Leiblichkeit. Was ist das und was bezwecken diejenigen, die die Zeremonialmagie in den okkulten Zentren praktizieren?

Laut Steiner halten sich auf der Erde in übersinnlicher Art unrechtmäßigerweise Wesenheiten von dem Mond, Merkur und der Venus auf. Sie wollen unsere aus dem kosmischen Äther gebildeten Ätherleiber, die beim Schlaf auf der Erde zusammen mit unseren physischen Leibern bleiben, durch Leiber ersetzen, die nur aus reinem Erdenäther gebildet sind. Ein Ätherleib, der nur aus Erdenäther gebildet ist, ist in der Lage, nur ein Bewusstsein zu tragen, das das Ergebnis der Erdenweisheit, aber nicht der kosmischen Weisheit ist. Nach dem Tod eines Menschen mit einem ausgetauschten Ätherleib wird sich dieser nicht aufwirbeln und im Weltenäther auflösen, sondern er wird erhalten bleiben. Darin besteht die ahrimanische Unsterblichkeit. Aber mit einem solchen Ätherleib wird dieser Mensch nah der Erde geerdet sein und zu einem Werkzeug der Logen werden. Auf diese Weise wird Ahriman nicht nur die volle Macht auf der Erde, sondern auch eine außerordentliche Macht in der geistigen Welt erlangen. Er wird versuchen, die ganze Menschheit in umherirrende, geerdete Schatten zu verwandeln. Auf diese Weise wird die Erde nicht den Übergang in den Zustand des künftigen geistigen Jupiter machen können. Ahriman will, dass die Erde sein Planet wird. Bei seiner jetzigen Inkarnation wird er alle Anstrengungen unternehmen und alle dunklen Mächte einspannen, um sein Ziel zu erreichen. Er will Christus von diesem Planeten verdrängen, denn Christus ist der Geist der Erde und der Menschheit. Es muss uns völlig klar sein, dass Ahriman mit seiner Inkarnation den Meilenstein zur Verwirklichung dieser Absicht legen wird.

Die Prüfung, die uns bevorsteht, ist gigantisch, denn der Antichrist wird alle vorhandenen Kräfte, Möglichkeiten und seine ganze Macht nutzen, um dies zu verwirklichen. Dabei wird er die Unterstützung der zurückgebliebenen Engel haben, die in der dritten Kulturepoche, als Christus die Sphäre der Engel überquerte, die Wahl hatten, Ihm zu folgen und dies nicht getan haben. Christus stieg in einen Leib herunter und ging durch Tod und Auferstehung. Die Menschen wurden auch vor diese Wahl gestellt. Erst jetzt aber steht diese Wahl mit voller Kraft vor uns und sie muss völlig bewusst getroffen werden, denn wir leben in der Zeit Michaels und die zweite Wiederkunft Christi im ätherischen Leib auf dem Astralplan ist im Gange. Deshalb klingen die Worte Beinsa Dounos so entschieden: „Entweder ist man mit Christus oder gegen Ihn“. Es gibt keine Zwischenposition. Die Engel, die Christus nicht angenommen haben, als Er ihre Sphäre während der dritten Kulturepoche durchlief, wurden zu Seinen Gegnern und ein Teil der Menschheit konnte nicht auf die richtige Annahme des Mysteriums von Golgatha vorbereitet werden. Die anderen Engel, die Christus angenommen hatten und Ihm gefolgt waren, trugen zur richtigen Wahrnehmung dieses Mysteriums bei. 1879 reinigte Michael die Astralwelt von den zurückgebliebenen Engeln und diese drangen in unser Blut ein. Dort wirken sie stark dagegen, dass wir Christus annehmen.

Ich habe Ihnen über das Gespräch mit Anton Dontschew erzählt, das ich neulich im Fernsehen verfolgt habe. Er stellte eine interessante Verbindung her, ein interessantes Bild der heutigen Ereignisse in Europa und der einströmenden Migranten. Dontschew verglich Europa mit der Zeit, als vermutlich ein Vulkan auf der Insel Santorini ausbrach und das Festland zwischen dem Mittelmeer und dem Schwarzen Meer gerissen hat. Dabei verwandelte sich das Schwarze Meer aus einem Süßwassersee in ein Salzwassermeer, in dem unter 150 m kein Leben existiert. Diese Naturerscheinung veränderte das Schwarze Meer für immer. So würden laut Dontschew auch die Migranten Europa für immer verändern, wobei er es offen ließ, ob zum Guten oder Schlechten. So wie die Menschen, die früher an einem See gelebt haben, lernen mussten, an einem Salzwassermeer zu leben, muss auch Europa lernen, unter den neuen Bedingungen zu leben. Ich werde das anders sagen. Der Süßwassersee war wie die jungfräuliche Existenz Abels und das Einströmen des Salzwassers und das Abtöten des Lebens ist wie Kain, der die irdischen Kräfte eingebracht hat und die Entwicklung nach unten richtete.

Europa lebte sorglos und in Überfluss versunken, bis plötzlich ein Strom hereinbrach. Europa wird für immer verändert werden und wir müssen lernen, mit diesem Strom zu leben, den man von hier nicht vertreiben kann. Wir müssen eine ganz klare Vorstellung davon haben, was passiert und wie wir darauf reagieren sollen. Amerika ist der ideale Ort zur Inkarnation Ahrimans, der sowohl vom okkult-geografischen Standpunkt als auch vom Standpunkt des menschlichen Faktors am geeignetsten zu sein scheint.

Ich möchte etwas klarstellen, da bei unseren Gesprächen die These zum Ausdruck gebracht wurde, dass Ahriman in einem vorbereiteten menschlichen Leib eintreten wird, ähnlich dem Leib Jesu, in den Christus eintrat. Die Zeit wird zeigen, wie das geschehen wird. Zu Beginn des dritten Jahrtausends v.Chr. hat sich Luzifer in einem berühmten chinesischen Geschlecht verkörpert. Mit dieser Inkorporation gelang es ihm, die östliche Weisheit zu luziferisieren. Er wollte die Menschheit moralisch machen und sie in die geistige Welt hineinführen, ohne dass sie eine Ich-Evolution und eine bewusste Beherrschung der Erdenwelt erfahren hat. Das Gefäß wurde vorher großgezogen und als er 40 Jahre alt wurde, ist Luzifer in ihn eingetreten. Was zeigt das Alter 40? Nach Steiners Untersuchung entwickelt sich nicht nur der einzelne Mensch in seinem Leben zwischen Geburt und Tod, sondern die ganze Menschheit unterliegt auch einer bestimmten Entwicklung. Wir kennen die siebenjährigen Perioden in der Entwicklung des Menschen von 0-7, 7-14 Jahren usw. Steiner fragte sich, wie alt die Menschheit in jeder der nachatlantischen Kulturepoche war und welcher Periode der Entwicklung des einzelnen Menschen sie entsprechen könnte. Er stellte fest, dass die Menschheit als Ganzes in der ersten machatlantischen Periode im Alter war, das mit dem Alter des einzelnen Menschen zwischen 49 und 56 Jahren vergleichbar ist. Steiner bestimmt als verblüffend und überraschend die Tatsache, dass in den nächsten Kulturepochen die Menschheit jünger zu werden scheint. In der siebten Kulturepoche wird ihr Alter dem Alter des einzelnen Menschen von 7 bis 14 Jahren entsprechen.

Was bedeutet es, dass die Menschheit in der urindischen Epoche im Alter zwischen 49 bis 56 Jahren war? Jeder erreicht irgendwann das Alter von 49 Jahren. Aber mit dem Erreichen dieses Alters spürte das Individuum, dass es in eine Periode eintritt, in der seine persönlichen Eigenschaften mit den Eigenschaften der ganzen übrigen Menschheit zusammenfallen. Diese Periode dauerte bis zu seinem 56. Jahr. Bis 49 Jahren erlebte jeder seine individuelle Entwicklung, zwischen 49 bis 56 Jahren wuchs er in das Umfeld, in die Gruppenseele der Menschheit hinein, danach ging die Entwicklung weiter und die Menschen lebten sich in das hinein, was vor der atlantischen Katastrophe war.

In der zweiten Kulturepoche geschah das Hineinwachsen in die Aura der ganzen Menschheit in der Periode zwischen 42 und 49 Jahren und in der dritten Kulturepoche – zwischen 35 und 42 Jahren. Nach dem 42. Jahr war der Mensch nicht mehr im Einklang mit seinem Umfeld, das Umfeld konnte ihm nicht viel geben und er musste weiterleben, indem er von sich selbst ausging. Beim alten Griechen oder Römer waren die Grenzen des Einklangs zwischen 28 und 35 Jahren und in der heutigen Kulturepoche geschieht das Hineinwachsen in die Gruppenseele der Menschheit zwischen 21 und 28 Jahren. Weil viel Zeit seit dem Beginn der fünften Kulturepoche vergangen ist, fällt das Alter der Menschheit sogar auf 27 Jahre. Sind Sie sich im Klaren, was das bedeutet?! Wenn in den Seelen der heutigen Menschen nicht etwas hineingeführt wird, was ihre Weiterentwicklung fördern könnte, werden sie in der Lage sein, nur das zu erreichen, was im Alter von 27 Jahren erreicht wird. In ihrem weiteren Leben werden die Menschen 27jährig bleiben, obwohl ihr physisches Alter natürlich fortschreiten wird.

Vorhin fragten wir uns, was das Alter von 40 Jahren bedeutet, in dem Luzifer in den vorbereiteten Leib eintrat. Die dritte Kulturepoche startete im Jahre 2907 v.Chr. Sie können sich vorstellen, wie plastisch der Menschenkörper damals war. Steiner hat nicht erwähnt, wie lange dieser mächtige Geist im Körper inkarniert war, aber wahrscheinlich lebte er in der Periode, als die individuelle Entwicklung im Einklang mit dem Alter der Menschheit damals war, d.h. zwischen 42 und 49 Jahren. Als Christus kam, entsprach das Alter der Menschheit der Periode im Menschenleben zwischen 28 und 35 Jahren. Deshalb inkarnierte Christus im 30. Jahr und blieb im Leib bis zum 33. Jahr, wieder im Einklang mit der jünger werdenden Menschheit. Ich gebe zu, dass ich bezüglich der Inkarnation Ahrimans einem Irrtum unterlegen war. In GA 195 sagt Steiner, dass wenn die Inkarnation Ahrimans in der westlichen Welt stattfinden wird, wir in dem örtlichen Gemeindebuch eine Eintragung von John William Smith sehen würden. Die Menschen werden ihn für einen gewöhnlichen Bürger halten und das Wesentliche verschlafen. Am Anfang, als mich die mit der Inkarnation Ahrimans zusammenhängenden Fragen stark beschäftigten, dachte ich, dass Ahriman geboren werden wird. Aber weder Luzifer noch Christus wurden geboren. Die Geburt einer übersinnlichen Wesenheit ist in der Art, in der der normale Mensch zur Welt kommt, unmöglich, besonders heute, wenn der physische Leib sich stark verhärtet hat. Benutzen wir die oben erwähnte Logik, so müsste Ahriman inkarnieren, wenn das Gefäß 21 Jahre alt wird, also im Jahre 2020, damit sein Alter dem heutigen Alter der Menschheit entspricht.

Aber ich werde auch etwas anderes sagen. Seit dem Anfang der fünften Kulturepoche, als der Feldzug der Menschheit zum Materialismus begann, wird in den okkulten Logen durch spezielle Inkarnationspaare das Gefäß für ihn vorbereitet. Zu diesem Zwecke werden alle möglichen Methoden eingespannt, einschließlich spezieller Nahrung, die eine so stark erdende Wirkung haben, dass es wieder möglich sein wird, dass er durch eine konkrete Mutter empfangen und geboren wird. Das, was als Prinzip bei Christus und Luzifer galt, kann sich bei Ahriman als ungültig erweisen, da durch ihn die größte Erdung des Menschen kommen wird. Es gibt keine größere Verkörperung der Erdung, des Sündenfalls, des kainitischen Prinzips, als unsere Vertreibung aus dem Paradies, nach der wir zur physischen Geburt übergingen. Der Höhepunkt in der Vorbereitung des Leibes für Ahriman war im Jahr 1998 (dreimal 666). Wir lassen also die Tür offen, denn die Frage nach der Ankunft Ahrimans gehört zu den größten Geheimnissen und im gegenwärtigen Augenblick sehen beide Möglichkeiten real aus. Falls es sich ereignet haben sollte, dass Ahriman selbst am 11.08.1999 geboren wurde und nicht nur das Gefäß für ihn, dann wäre das ein absolutes Wunder, das wir in seiner vollen Tiefe begreifen sollen. Christus war der Einzige, der die Kraft hatte, alle Stufen des Daseins zu durchbohren und sich zu verkörpern, zwar in den bestmöglichen Leib, der als der Höhepunkt der ganzen menschlichen Geistigkeit geschaffen wurde. Ob Ahriman die Kraft dazu hat? Er ist der Gott des Irdischen, der Gott des Todes. Bereits mit der Geburt beginnen wir langsam zu sterben. Wir werden die Ereignisse verfolgen, heiße Gebete an die geistige Welt richten, die Zeichen beobachten und enträtseln, denn die historische Symptomatologie erfordert ein Verständnis der gesellschaftlichen Ereignisse und eine Rücksendung der Information zur geistigen Welt als Aufruf und Bitte um Hilfe. Dort weiß man am besten, wie diese Einmischung als die Antwort auf unser Verständnis auszusehen hat.

Nun werden wir uns der Betrachtung der drei Okkultismusarten und deren Praktizieren in der richtigen und falschen Weise anwenden. Wir unterscheiden den eugenischen, hygienischen und mechanischen Okkultismus, die allgemein ausgedrückt, im Westen, im mittleren Teil und im Osten entwickelt werden. Da wir heute Amerika behandeln und seine Mission zu erläutern versuchen, werden wir auf den für Amerika charakteristischen Okkultismus eingehen. Vorher wollen wir kurz die anderen zwei Okkultismusarten umreißen.

Mit der fünften nachatlantischen Kulturepoche beginnend erheben sich in der Evolution der Menschheit bestimmte Kräfte, über die die Wissenschaft nichts weiß und die sich zukünftig wie andere Fähigkeiten des Menschen entwickeln werden. Das Wissen darüber existiert in den westlichen okkulten Logen, aber es wird sorgfältig bewacht, da sie unter allen Umständen die Herrschaft des Westens über den Osten errichten wollen. Laut Steiner besteht die Absicht, eine Herrscherkaste im Westen und eine Kaste der Wirtschaftssklaven im Osten zu etablieren, wobei mit ‚Osten‘ alles östlich des Rheins und bis tief in Asien hinein gemeint ist. Das werden keine Sklaven sein, wie wir sie aus dem Altertum kennen, sondern eine soziale Struktur, die die verschiedensten Formen annehmen kann, einschließlich der sozialistischen. Diese Formen werden nicht in den englischsprachigen Völkern angewendet – diese sollen die Herrscher der Erde sein.

Die erste Fähigkeit ist die sog. eugenische Fähigkeit. Diese ist hauptsächlich als Entwicklungskeim im Slawentum angelegt, in den Völkern, die in Russland, einschließlich bis an seinen asiatischen Grenzen leben. Die eugenischen Fähigkeiten stellen eine Art dar, in der die menschliche Reproduktion aus der Sphäre der Willkür herausgeführt wird. In den Völkern des Ostens wird das Wissen darüber entwickelt werden, wie man in Einklang mit bestimmten Sternkonstellationen die Empfängnis so bestimmen kann, dass Bedingungen zur Inkarnation eines bestimmten Seelentyps geschaffen werden. Dieses Wissen wird erlauben, direkt aus dem Himmel Impulse zur Moralisierung oder Demoralisierung der Erde herunterzuholen, wobei kontrolliert werden kann, was für Menschen inkarnieren – gute oder böse. Das Praktizieren der bewussten Anwendung dieser Fähigkeiten ist der eugenische Okkultismus. Die westlichen okkulten Logen verfolgen das Ziel, die Kontrolle über diese Fähigkeiten zu übernehmen. Das kann gelingen, wenn sie die Herrschaft über die Völker errichten, unter denen die Keime dieser Fähigkeiten bestehen.

Die zweite Fähigkeit ist die hygienische Fähigkeit und sie besteht im Verständnis, dass das Menschenleben als ein von der Geburt bis zum Tode dauernder Prozess identisch mit dem Krankheitsprozess ist. Der Mensch beginnt schon mit der Geburt zu sterben. In uns wirken ständig die krankmachenden Kräfte, die Kräfte des Todes. Um zu denken, sind wir etwa im Kopf ständig im Sterben begriffen. Aber im Menschen leben auch gesundmachende Kräfte und laut Steiner sind das die gleichen Kräfte, die der Mensch anwendet, wenn er okkulte Fähigkeiten erwirbt, indem er sie in Erkenntnisse umwandelt. Die Umwandlung der dem Menschen innewohnenden Heilkräfte in Erkenntnis gibt laut Steiner okkultes Wissen. Die hygienischen okkulten Fähigkeiten existieren bei allen Menschen, aber am stärksten sind sie in Mitteleuropa und besonders im Germanentum. Diese Kräfte liegen sehr tief im menschlichen Willen, wo das Leben und die Liebe sind. Von dort kommt die Heilung, denn nur das Leben und die Liebe können den Menschen heilen.

Wie können diese Kräfte herausgeholt und zum Guten und nicht zum Bösen angewendet werden? Letzteres streben die westlichen okkulten Logen an. Wenn Willensanstrengungen unternommen werden, den Willen zu aktivieren und eine Umänderung des abstrakten Denkens zum reinen und später zum anschauenden Denken angestrebt und die Schranke der sinnlichen Welt überwunden wird, dann ergreift der Mensch eine Offenbarung aus der geistigen Welt, die danach mit der klaren Verstandesfähigkeit hier bewusst gemach wird. Dann geschieht eine erhabene Alchimie im Menschen, die rosenkreuzerischen Charakter trägt, da der Ausgangspunkt des Rosenkreuzertums der Wille ist und man zum Gedanken geht. Demgegenüber ist der Ausgangspunkt beim Manichäismus der Gedanke und man geht zum Willen. Deshalb sind zwei Strömungen notwendig. Ihre gemeinsame Quelle ist Christus, aber die eine Strömung geht über Michael, die Vernunft und die Weisheit und die andere geht über die Bodhisattvas und die Liebe. Nachdem beide Strömungen ausreichend bereichert werden, kann man sie in das menschliche Ich einführen, wo die große Alchimie geschieht und der Ich-Impuls erhalten wird, der unserer Gegenwart angemessen ist. Das ist die einzige Möglichkeit der Ich-Entwicklung, die einzige Möglichkeit, dass der Mensch zum wahren Menschen wird. Alles andere bedeutet, der Ich-Evolution hinterherzutrotten. So wie wir zwei Beine und zwei Arme haben, so sind diese zwei Wege zwei Pole – der eine ist der Pol des Willens und der andere – der Pol des Verstandes. Diese zwei Pole müssen richtig zusammengeführt werden und im Ich des Menschen gekreuzt werden. Der eine bringt die Freiheit und der andere – die Liebe.

Die gesundmachenden Kräfte, die am meisten im deutschen Volk enthalten sind, führten nicht zufälligerweise zur Entstehung der Anthroposophie, die durch den großen Rudolf Steiner kam. Wie erfolgt die Transformation dieser Kräfte? Die Hauptsache hier ist das vertiefte Studium der Geisteswissenschaft unter jahrzehntelangen aufopfernden Anstrengungen. Die Anstrengungen aktivieren den Willen, er erfasst die vorher ausgearbeitete Fähigkeit zum reinen Denken und verwandelt sie in anschauendes Denken und die gesundmachenden Kräfte erscheinen als Offenbarungen aus der geistigen Welt. Der Wille wird in Offenbarungen transformiert, die Weltengedanken der Götter werden erfasst und man kann verstehen, was ein Engel gerade sagt. Das ist eine Manifestation der gesundmachenden Kräfte als von unten wirkender Wille, die in Denken umgewandelt sind. Diese große Alchimie ist das Wesen der Methode zur Umwandlung des Denkens, das ist das Wesen der Anthroposophie, das ist das wahre Rosenkreuzertum. Es muss auch der zweite Prozess folgen. Der erste umfasst das Heraustreten des Willens, das Erfassen des Bewusstseins, der Gang in die geistige Welt und die Geburt der Freiheit. Nur auf diese Weise kann man frei denken. Das, was ich am Anfang der Vorlesung mitgeteilt habe, ist die Frucht dieses freien Denkens und Sie werden das nirgendwo anders lesen oder hören. Jeder präsentiert ein Fragment des Ganzen, aber keiner versteht wirklich, was geschieht. Das, was ich ausgeführt habe, stellt die Umwandlung der gesundmachenden Kräfte in meinem Willen in ein Produkt des Denkens dar, das die Frucht einer Offenbarung der geistigen Welt ist. Jeder Mensch muss alle drei ihm angelegten Fähigkeiten entwickeln, obwohl ihm am besten das gelingen würde, was ihm am meisten die okkulte Geografie veranlagt hat. Nur dann kann man Bürger der Welt sein. Heutzutage reist jeder, der es sich leisten kann, umher und prahlt, Bürger der Welt zu sein. Nur dann geschieht eine Synthese der drei Teile der Welt im Menschen und man kann wahrhaftig für Christus arbeiten. Das andere ist nur Herumkommen in der Welt.

Was stellt der materielle oder mechanische Okkultismus dar, deren Keime am stärksten im westlichen Teil der Welt ausgeprägt sind? Jeder Mensch schließt seinen Willen und seinen Gedanken in seine Tätigkeit ein und erzeugt ein materielles oder ideelles Produkt. Bei der Erzeugung eines Produktes, egal welcher Art, erfassen die Throne über den menschlichen Willen geistige Wesenheiten der vierten Stufe, so Steiner, und inkarnieren sie in das Produkt, dem sie so ein Dasein verleihen. Die Throne stehen am Anfang des Saturn-Vulkan-Zyklus. Sie gaben ursprünglich die Form unseres physischen Leibes und die Substanz zu deren Ausfüllung. Dank der Tätigkeit der geistigen Hierarchien an der Form und Substanz während der dreieinhalb Äonen können wir heute über einen vollkommenen physischen Leib verfügen. Dieser ist hauptsächlich das gute Ergebnis der Arbeit der Throne. Auf die gleiche Weise erzeugen wir, da in unserem Willen die Geister des Willens leben, Produkte, denen wir ein Dasein verleihen. Aber wir können nicht jetzt übersinnlich dieses Dasein sehen. Wenn diese Produkte die Transformationen auf dem zukünftigen Jupiter und der zukünftigen Venus durchlaufen, werden wir auf dem Vulkan das wahre Wesen dessen sehen, was wir ausgearbeitet haben. Ahriman will das Produkt bzw. das Ergebnis immer mehr vom Menschen und seiner Begeisterung trennen. Jeder, den sein Karma an seinen aktuellen Platz gestellt hat, damit er dort arbeitet, sollte dies mit dem höchsten Bewusstsein tun, mit der vollen Liebe und mit einer großen Begeisterung, da er ein Produkt erzeugt, dessen volles Wesen er erst auf dem Vulkan sehen wird. Wenn es Ahriman gelingt, den Menschen von seinem Produkt zu trennen, was heute mit der ganzen Mechanisierung des Arbeitslebens sehr erfolgreich erreicht wird und die Menschen zum größten Teil gleichgültig gegenüber dem Endprodukt sind, werden sich der Inkarnation der Elementarwesen auch ahrimanische Wesen beimischen und das Dasein des Produktes ahrimanisieren. Was folgt daraus? Daraus geht die sog. „motorische Kraft“ hervor. Beim rechtmäßigen mechanischen Okkultismus wird eine ausreichende Anzahl an moralischen Menschen erscheinen, die begeistert und an das allgemeine Wohl denkend Maschinen konstruieren, welche nur von anderen moralischen Menschen in Gang gesetzt werden können, indem die Vibrationen der Maschinen mit den Vibrationen der Planeten aus dem Sonnensystem nach dem Gesetz der Synchronisierung der Vibrationen synchronisiert werden. Dann wird keine äußere Energie benötigt werden, da die kosmischen Kräfte wirken und die Synchronisierung mit ihnen wird die Maschinen in Gang setzen (vgl. Steiner, GA 97: 40).

Bei der heutigen Entfremdung des Menschen von seinem Produkt wirken die kosmischen Kräfte weiter, aber bei der Verkörperung in dieses Produkt mischt sich auch Ahriman ein und das Produkt fällt anders aus, als es sein sollte. Solchen Murks kann jeder zustande bringen. Selbst der unsittlichste Mensch ist in der Lage, die komplizierteste Anlage in Gang zu setzen, indem er auf einen Knopf drückt. Der Augenblick, in dem der dämonische mechanische Okkultismus entstehen kann, kommt immer dann, wenn man ohne Begeisterung an seine tägliche Arbeit und an das zu erzeugende Produkt herangeht. Jemand, der die Straßen kehrt und dies mit dem Wunsch macht, dass seine Mitmenschen ein sauberes Umfeld haben, ist viel höhergestellt als das größte Genie, das nur um des Geldes willens arbeitet und von seinem Produkt getrennt ist. Hier mischt sich das Karma des Berufes ein, das wir noch nicht behandelt haben. Wichtig ist es zu wissen, dass jeder von uns an seinem Platz sehr gewissenhaft seine Aufgaben erfüllen soll. Die westlichen okkulten Logen besitzen das Wissen, das dem mechanischen Okkultismus zugrunde liegt und sie werden versuchen, dieses Wissen zur totalen Mechanisierung der Erde einzuspannen. Das wird jedoch eine Mechanisierung sein, die erfüllt von Unsittlichkeit und völliger Entfremdung vom Produkt ist und die den Menschen zum wandelnden Schatten und Fortsatz der Maschine macht.

Im Lichte des oben dargelegten wollen wir nun sehen, worin die Mission Amerikas besteht und ob es eine Hoffnung gibt, dass Amerika seine Mission erfüllt. Die siebte Kulturepoche wird das Finale der fünften Wurzelrasse sein und wird laut der Geisteswissenschaft ‚kalifornisch‘ heißen. Sie wird charakterisiert als weder kalt noch heiß, abfließend und ohne größere Bedeutung. Laut Steiner werden sich die Amerikaner diesem Zeitalter als ein verhärtetes Element annähern und den heutigen Chinesen ähneln, die ein verhärtetes atlantisches Element sind. Egal, was heute geschrieben wird über bevorstehende Konflikte – der Konflikt, der tatsächlich eintreten wird, ist der Konflikt zwischen dem verhärteten Element der vierten Wurzelrasse (den Chinesen), und dem verhärteten Element der fünften Wurzelrasse (den Amerikanern) sein. Hoffentlich wird dieser Zusammenprall den Pazifischen Ozean als Kampffeld haben, denn aus dem Ausgang dieser Auseinandersetzung wird Vieles in der Zukunft abhängen. Die Chinesen mögen sich noch sehr viel anstrengen, um eine Weltherrschaft zu erringen, aber in ihnen gibt es keine Lebenskräfte für die Zukunft. Der Osten, die Mitte und der Westen sollen sich abhängig von den okkulten Kräften entwickeln, die ihnen angeboren sind und für deren Entwicklung sie am geeignetsten sind. Nachdem sie sich ausreichend entwickelt haben, können die Produkte dieser Entwicklung auf einer anderen Entwicklungsstufe zum allgemeinen Wohl miteinander verschmelzen. In den Amerikanern besteht das Streben, alles Eigene in die ganze Welt zu verbreiten. Steiner sagt, dass nichts mehr das fördert, was den tiefsten Impulsen des westlichen Okkultismus angelegt ist, als die Entwicklung eines trügerischen, aber wohl als heilig erlebten Gefühls, welches die Menschen aus dem Osten und aus Mitteleuropa als „Barbaren“ darstellt. Dieses Gefühl bringt die „Kreuzzugstimmung“ sowie die Überzeugung hervor, dass Amerika dazu berufen ist, in die Welt die Freiheit, das Recht und die amerikanische Lebensweise zu verbreiten. Das wird aber nicht geschehen können.

Gibt es andere Impulse, die unter den Amerikanern entstanden sind, außer dem durch Vitzliputzli hervorgebrachten Impuls am Anfang unserer Zeitrechnung? Wir kennen die großen Denker und Schriftsteller, die Amerika hervorgebracht hat – etwa Ralph Waldo Emerson, den Begründer des Transzendentalismus und den Verfechter der individuellen Freiheit, die heute dem amerikanischen Charakter zugrunde liegt, Henry David Thoreau, der am Anfang der bürgerlichen Gesellschaft steht und Mahatma Gandhi und Martin Luther King inspiriert hat. Nehmen Sie, wenn Sie wollen, auch Herman Melville dazu mit seinem berühmten Buch „Moby Dick“, das man auch als ein esoterisches Werk betrachten kann. Entwicklungskeime sind zwar vorhanden, aber das Hauptproblem Amerikas besteht darin, zum Geist hinaufzukriechen, aus dem Instinkt des Weltenwillens, dessen Träger die Amerikaner im Weltenorganismus sind, zum Verstand herauszukriechen. Darin besteht das Hauptproblem der Amerikaner. Es fällt ihnen schwer, aber der gesunde Keim wirkt. Was ist heute dem Amerikaner notwendig, um seine Mission zu erfüllen, wenn wir die bemerkenswerten Worte Steiners berücksichtigen, die wie ein Kontrapunkt zu allem klingen, das er über Amerika gesagt hat? Momentan befindet sich der Frühlingspunkt im Sternbild Fische. Wenn dieser in den Wassermann wandelt, wird es nach Steiners Worten glänzende Bedingungen für die amerikanische Zivilisation geben. Er sagte nichts Konkretes, aber es werden auch Voraussetzungen entstehen, um den Materialismus in Amerika zu vergeistigen. Es ist nicht bekannt, wann genau der Frühlingspunkt in den Wassermann rückt, aber ich weiß, dass dies in etwa 500 Jahren geschehen wird. Das michaelische Zeitalter wird noch zwei bis drei Jahrhunderte dauern, bis zum Jahr 2300, danach kommt das Zeitalter Oriphiels. Der Höhepunkt der amerikanischen Zivilisation und ihre eventuelle Vergeistigung zum Guten werden in etwa fünf bis sechs Jahrhunderten während des Zeitalters Oriphiels stattfinden. Dann sollen die Weißmagier die Kräfte des mechanischen Okkultismus beherrschen und  Gutes hervorbringen, es dürfen nicht alle negativen Erscheinungen dieses mechanischen Okkultismus von den Schwarzmagiern aktiviert werden. Das ist äußerst wichtig und stellt eine nahe Aussicht für das amerikanische Volk dar im Unterschied zur Aussicht auf die siebte Kulturepoche, die erst in 3700 Jahren bestehen wird. Die Samen, die in der amerikanischen Kultur durch die oben erwähnten Persönlichkeiten keimen, sind die Samen eines anderen Amerika, nicht dieses, welches wir kennen als von Ahriman vollständig beherrscht und ausschließlich ahrimanische Impulse ausstrahlend.

Was können wir als Träger des Ich-Impulses der Menschheit tun, um dem Amerikaner zu helfen, indem wir uns in seine seelisch-geistige, und, wenn Sie wollen, sogar anthropologische Besonderheiten vertiefen? Im Hinblick auf den Anfang des 20. Jahrhunderts sagte Steiner etwas, was heute mit noch mehr Kraft gilt – der Materialismus wütet zwar in Amerika, aber trotzdem trägt er die Keime der eigenen Vergeistigung. Wie Dogan, der die karmische Geißel für das bulgarische Volk war, und auf einmal zum Werkzeug der guten Mächte wurde, muss der amerikanische Materialismus, der durch die Welt zieht, das Entgegengesetzte als Ich-Impuls, als Kontrapunkt des Willens entwickeln, denn der Amerikaner verkörpert den Willen, in dem das Menschen-Ich pulsiert. Nichts anderes kann dem Amerikaner helfen als ein sehr mächtiger Ich-Impuls. Die Aufnahme eines solchen Impulses wird durch bestimmte Amerikaner geschehen, nicht massenhaft. In Bulgarien waren immer bestimmte Menschen die Träger des Ich-Impulses, während die Masse der restlichen Menschen aus verschiedenen karmischen Ursachen hier zur Welt kommt. Welcher ist der Impuls, der angeboten werden soll? Einerseits sind das die entwickelten hygienischen Fähigkeiten, die zum hygienischen Okkultismus herangereift sind, der rechtmäßig die Grenze der sinnlichen Welt überwindet und eine Beziehung zu den Weltgedanken herstellt. Das andere ist der umgekehrte Prozess, wenn das vergeistigte Denken zurück auf den Willen gerichtet wird, das Zentrum des Denkens wird und Taten aus Liebe hervorbringt. Nur so entstehen die wahren Taten aus Liebe, alles andere ist ein Imitat solcher Taten, egal wie edel die Motive aussehen mögen. Wenn die Freiheit im Denken und die Liebe im Willen sich im Menschen kreuzen, geht in ihm das Buddhi-Prinzip auf. Dann blüht die Bewusstseinsseele auf und das höhere Ich kann arbeiten. Dann wird man zum Homo magneticus bzw. zum Weißmagier. Die große Alchimie aus der Synthese der beiden Strömungen – des Bodhisattva und der Anthroposophie, die als individueller Ich-Akt nur persönlich vollzogen werden muss, ist der einzige Keim des Ich-Impulses, in dem die Christus-Macht mit ihrer vollen Kraft wirkt. Mit seiner Hilfe kann der Amerikaner mit dem übertriebenen Materialismus fertig werden. Dieser Impuls wird von Bulgarien ausgestrahlt und ist der möglichst mächtige Ich-Impuls heute. Er wirkt von hier aus auf Mitteleuropa und den Westen. Es ist eine Frage der Zeit, dass einzelne Menschen das gewahr werden, den Impuls aufnehmen und entsprechend ihren angeborenen okkulten Fähigkeiten entwickeln. Dann werden Menschen im Osten, Westen und in der Mitte die Träger eines Impulses sein, mit dem wir dem Antichristen gegenübertreten können. Er wird wahrscheinlich in Amerika in Erscheinung treten, aber sein Hauptschlag wird Europa treffen und hier den meisten Schaden anrichten. Damit das nicht in einem katastrophalen Ausmaß geschieht, muss auch die Unterstützung des Westens da sein. Unsere Aufgabe besteht darin, den Ich-Impuls in einer geeigneten Form anzubieten, damit sich die gesunden Keime der amerikanischen Kultur entwickeln und ihren wahren christlichen Sinn erlangen können. Dann wird sich der Christus-Impuls, der durch den Sonneneingeweihten vor 2000 Jahren veranlagt worden ist, in einer neuen Art dem Supermaterialismus entgegentretend manifestieren.

Die Einstellung zu allen Völkern der Erde soll auf dem Verständnis der Impulse basieren, die sie führen. Das ist die Art und Weise, in der wir begreifen können, was um uns herum geschieht. So werden die Sympathien und Antipathien vor dem mächtigen spirituellen Verständnis zurücktreten, hinter dem die Liebe steckt. Das kann eine reale Auswirkung auf die äußeren Prozesse haben. Wir wollen den Mächten in der geistigen Welt danken und ich wünsche allen Zuschauern frohe Weihnachten und besinnliche Stunden während der zwölf heiligen Nächte. Alle, die diese Vorlesung sehen oder lesen, sollen wissen, dass die Antwort auf alle Fragen im Christus ist und nirgendwo anders. Ich danke für die Aufmerksamkeit.

 

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Ein Gedanke zu „Der Heilige Impuls und Amerikas Mission

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