Der Heilige Impuls und Amerikas Mission – Teil2

Die ganze Vorlesung als PDF

Das Kind wächst am Anfang ohne Bewusstsein, allmählich werden die aufrechte Haltung, der Rede und das Bewusstsein entwickelt. Zu einem bestimmten Zeitpunkt sind die Wachstumskräfte ausgeschöpft und wir erlangen unsere endgültige Form, das Bewusstsein nimmt zu. In dem Maße, in dem der Wille in der Form der Wachstumskräfte abnimmt, nimmt das Bewusstsein zu. Der Vermittler zwischen dem Verstand und dem Willen ist das Leben. Es besteht also eine sehr direkte Beziehung zwischen Bewusstsein, Leben und Wille. Ich werde mir eine kleine Abschweifung erlauben und wieder auf mein Erlebnis vor der Oper in Varna 2009 zurückkommen, denn ich kenne keinen anderen Menschen, der im Wachzustand ein solches Erlebnis gehabt hat, nun werde ich es in diesem Kontext erörtern. Ich habe mich zum kosmischen Bewusstsein erhoben, zu dem sich jeder Mensch erhebt, wenn er stirbt. Dort habe ich alle Wesen im Kosmos gesehen, die in der christlichen Liebe leben, die anders ist als die Liebe des Vatergotts. In diesem Erlebnis gab es das Bewusstsein, das sich zum kosmischen Bewusstsein erhoben hat, es gab das Leben, die Liebe, die der Weltenwille ist, aber anders ist als die Liebe des Vatergotts, da sie das Golgatha und die Menschwerdung, den Tod und die Auferstehung erlebt hat. Dieses Erlebnis hatte ich im wachen Zustand und es dauerte nur einen Augenblick.

Die Offenbarungen verursachen immer Reue beim Menschen, denn er betrachtet sich in der Offenbarung und vergleicht sein eigenes Wesen mit dem oben Gesehenen. Das ist die Einströmung des Heiligen Geistes, der nicht nur ein Bewusstsein, sondern auch Leben mitbringt, die Liebe Christi als den manifestierten Weltenwillen. Das ist das besondere Erleben der Stufe bis zum Leben Christi, bis zur Liebe Christi, die anders ist als die Liebe des Vaters. Ich weiß nicht, wie die Liebe des Vaters ist. Der Geistesmensch wurde mir nur angedeutet, aber ich habe erlebt und verstanden, was Buddhi ist und das habe ich in der Vorlesung „Die Offenbarung“ als die Rückkehr des erneuerten Palladiums formuliert. In den alten Zeiten stieg das Palladium zu den thrakischen Priestern in Troja herunter und das war ein fluoreszierender Körper, der die kulturellen Impulse ausstrahlte, die die dort lebenden Zivilisationen inspirierte. Dieser Körper war das Werk der Himmlischen Sophia und es brachte Weisheit mit, aber keine Liebe. Christus änderte die Beziehungen zwischen Vatergott und Sohn in der Trinität und das ist die größte Wandlung im ganzen Zyklus vom Saturn bis zum Vulkan. Es wird nie wieder eine größere Änderung geben. Nur ein Mitglied der Trinität kann die Beziehungen dort ändern. Es gibt keinen größeren Beweis dafür, dass Christus der Sohn der Trinität ist und nicht nur eine Manifestation von Ihm. Seitdem leben alle Wesen im Kosmos in Seiner Liebe, die anders ist als die Liebe des Vaters. Das ist die Rückkehr des erneuerten Palladiums, das neben der Weisheit nun auch die Liebe Christi mitbringt. Das heißt die „Einweihung mit dem Eisen und dem Brot“. Jeder, der das mindestens eine Sekunde lang erlebt hat, wird wissen, dass er eine Einweihung berührt hat, die in keiner okkulten Quelle enthalten ist. Sie bringt die neue Beziehung zum Ausdruck, die zwischen Michael und Christus-Michael als dem Vertreter der Himmlischen Sophia und der Hierarchien oben und Christus in unserem Ich auf Erden besteht. Diese Beziehung kann erst jetzt im Zeitalter Michaels vom Menschen zum ersten Mal bewusst erlebt werden, zumindest für einen kurzen Augenblick. Wenn der Mensch seinen Schulungsweg zurückgelegt haben wird, wird er immer in diesem Zustand sein und zu einem Eingeweihten im gegenwärtigen Sinne des Wortes und zum Meister der Menschheit aufsteigen. Zwölf solcher Menschen müssen sich auf der Erde finden. Möge Gott geben, dass mindestens einer aus unserer Gruppe später herausgehen wir, vielleicht auch mehr als einer. Bisher gibt es solche Menschen nicht. Das Berühren nur für einen Augenblick dieser Einweihung gab mir die Kenntnis, vor was wir uns stellen: Es ist etwas Kolossales. Das Buddhi-Prinzip verkörpert den Christus, was wird dann der Geistesmensch sein? Wir wissen, dass Ardschuna das Atma für einen Augenblick erlebte, als er von Krishna eingeweiht wurde, aber das war das Erlebnis eines Menschen, der einen viel plastischeren Körper besaß. Die heutige Beziehung zwischen unseren Leibern ist unheimlich fester und wir haben auch ein ausgebautes Ich, somit besteht ein großer Unterschied zu der Zeit Ardschunas.

Amerika war gegründet und der dreifache Aufbau der Welt wurde vollendet. Amerika repräsentiert den Willen, der in direktester Beziehung zu den anderen zwei seelischen Eigenschaften steht. Es gilt folgendes okkultes Gesetz: Wenn der Wille instinktiv und unbewusst im Menschen zur Geltung kommt, wird er in seinen Gegensatz umgewendet. Dann tritt er nicht als Weltenwille in Erscheinung, um liebevoll und kreativ zu sein, sondern er wirkt zerstörerisch. Warum ist Amerika ein solcher Zerstörer, der überall, wohin er geht, nur Tod und Zerstörung säet? Es wurde doch mit dem Ziel gegründet, der rechtmäßige Westen der Welt zu sein? Weil im Verstand das abstrakte und nicht das lebendige Denken vorherrscht, das dann ungehindert und für den Menschen unbewusst direkt in den moralischen Willen eindringt, der zum Zerstörer wird. Es muss eine große Alchimie zustande kommen, auf die wir etwas später eingehen werden. Heutzutage ist der Mensch praktisch zweifach, deshalb besteht ein großes Problem. Einerseits ist er ein soziales Wesen, andererseits wirkt er antisozial und das betrifft alle Menschen. Jeder Mensch ist in seinem Willen tief moralisch, denn in ihm webt der Weltenwille bzw. die Liebe. Jeder Mensch ist aber in seinem Bewusstsein ein Zerstörer, weil in unserem Kopf zerstörerische Kräfte wirken, damit wir überhaupt denken können. Der Mensch stirbt in seinem Kopf und er ist in seinem Willen lebendig. Wenn der Tod aus dem Kopf ungehindert durch den mittleren Teil nach unten in das Lebendige eindringt, tötet er es ab und macht es zum Zerstörer. Wenn Gott nicht als Liebe angenommen wird, verwandelt Er sich in den Gotteszorn. Es gibt eigentlich keinen Gotteszorn, aber wir erleben Gott wegen unserer eigenen Unvollkommenheit auf diese Art. Damit wir Gott verstehen und Ihn richtig erleben und anwenden, müssen wir mit dem großen Marsch vom Denken zum Willen beginnen.

Aber zuerst muss der große Marsch vom Willen zum Denken stattfinden, zur Wandlung im Denken, über die wir ausführlich letztes Jahr gesprochen haben, damit es anschließend den Gegenmarsch und das Kreuzen der beiden im mittleren Teil gibt. Wenn sich zwei Menschen begegnen, versucht immer der eine unbewusst, den anderen von seiner gerechten Sache zu überzeugen und seine Meinung durchzusetzen, denn er weiß eigentlich, dass der Gesprächspartner in seinem Denken in diesem Augenblick stirbt. Da will der Sprechende das, was er trägt und was willentlich aus ihm ausgeht, obwohl es wieder durch den Tod des Denkens geht, in den Willen des Gegenübers einbringen, an seinen Willen appellieren und das Gegenüber soll sich mit seinem Willen einverstanden erklären. Das ist im Großen und Ganzen der Mechanismus der Kommunikation der heutigen Menschen. In seinem Willen ist der Mensch ein soziales Wesen. Dort kann niemand asozial sein, denn dort drinnen wirkt der Weltenwille. In seinem Kopf ist der Mensch aber antisozial. Wenn wir nur sozial sind und das ohne den Verstand erleben, werden wir dann wie die Menschen sein, die nur über Bruderschaft sprechen, ohne die Gegebenheiten des Lebens zu berücksichtigen. Wenn wir nur das Denken entwickeln, werden wir zu absoluten Individualisten und Egoisten, wir werden dann zwar zeitgemäß, aber vom Schatten-Ich abhängig sein. Es muss die große Balance geben zwischen Verstand und Wille, zwischen dem Antisozialen und Sozialen. Es ist notwendig, bei der Entwicklung des mittleren Teils zwischen den beiden auszugleichen und wahrhaftig als Ich zu wachsen. Heute findet man das tote Denken überall, deshalb wirkt alles so zerstörerisch im Willen des Menschen, der sich in seinem unteren Teil befindet. Am stärksten ist das auf dem amerikanischen Kontinent wegen seiner okkulten Geografie zu beobachten. Heute kam die Meldung über den neuen zerstörerischen Tornado, der durch mehrere Bundesstaaten tobte. Die äußere Erklärung des Tornados berücksichtigt die Anordnung der Gebirgsketten in den beiden Amerikas, die eine Nord-Süd-Ausrichtung haben und nicht wie in der restlichen Welt eine Ost-West-Ausrichtung. Deshalb strömt die Kälte aus dem Norden ungehindert ein und trifft auf die heißen und feuchten Luftmassen in der Nähe des Golfes von Mexiko. Bei ihrem Treffen aufeinander entstehen diese gigantischen Wirbel. Was ist die esoterische Erklärung dieser Erscheinung? Oben im Norden ist der eisige Tod des Verstandes, unten im Golf von Mexiko sind die zerstörerischen Leidenschaften, die als Instinkte im Willen wirken. Wenn beide im Amerikaner begegnen, bei dem der mittlere Teil fehlt, wird er zum Werkzeug der zerstörerischen Kräfte.

Die Wesenheit, die zu den Archai gehörte und auf dem alten Mond zum Elohim aufsteigen sollte, kann durch die unterirdischen magnetischen und elektrischen Kräfte auf die Leiber der Amerikaner einwirken. Auf diese Weise werden die für die ganze Welt verhängnisvollen Doktrinen formuliert, die die amerikanische Politik leiten. Die Amerikaner sind ziemlich oberflächliche Menschen, da ihre Seele nicht ganz im Körper inkarniert ist. Sie empfinden das Christentum nur als äußere Form, das dort in mannigfaltigen Modifizierungen verbreitet ist, aber nur bis zur Stufe des Zeremoniells, ohne die Vertiefung in seinen wahren Gehalt. Oft wirken die Instinkte im Willen auf eine soziale Ausrichtung des Christentums hin, aber sie sind nicht in der Lage, in der richtigen Art bis zum Verstand heranzureichen. Dann werden sie vom führenden Geist Amerikas gefangen genommen und nach draußen als den Tod herausgekehrt, den die USA in die Welt säen. Sie wissen, dass die Menschenchakras in einem bestimmten Lichtspektrum leuchten. Das, was man okkult als das Leuchten der Erdenaura im Osten beobachten kann, ist in Blau-Violett gefärbt, in Mitteleuropa – in Grün, und auf dem Gebiet Nordamerikas glüht es in Feuerrot-Gelb. Das Drama des Amerikaners ist seine Zwischenstellung zwischen dem Durst nach dem Geist und der Unfähigkeit, ihn wegen seiner totalen Erdung zu finden. Der Erdmagnetismus wirkt auf den Kontinent in der Richtung Nord-Süd und verhilft zur Entstehung der zerstörenden Erscheinungen, die die Natur und das Seelische vernichten.

Andererseits wirkt auch die Elektrizität, die den Lichtäther aus der Astralwelt darstellt, aber zerdrückt, transformiert und in die unterphysische Welt hinuntergeholt. Der Magnetismus ist die unterphysische Manifestation, die das Ergebnis der Transformation des Tonäthers aus dem niederen Devachan ist. Die Atomenergie ist eine solche Erscheinung der Transformation des höchsten Äthers – des Lebensäthers -, der aus dem höheren Devachan in die unterphysischen Welten hineingetrieben wurde. Die Symbole der heutigen Zivilisation – die elektrische Energie, die magnetischen Kräfte und die Kernenergie, stellen keinen Fortschritt der Menschheit dar, sondern ihr immer tieferes Versinken. Die Zivilisation wird sich erheben, wenn eine Transformation des Denkens erfolgt und die Beziehung zum Schutzengel und danach zu den höheren Hierarchien hergestellt wird. Leider geht die Menschheit in die entgegengesetzte Richtung und hält das für die Zivilisation. Ahriman hat uns dorthin getrieben, dass das kurze Ausschalten des Stroms unser Leben zum Stocken bringt.

Neben der Elektrizität, die wir aus unserem Alltag kennen, fließt im Menschen auch eine andere Elektrizität. Im 19. Jahrhundert haben die Wissenschaftler bemerkt, dass im Menschen auch Elektrizität vorhanden ist. Die elektrischen Ströme, die im Nerven-Sinnes-Apparat des Menschen fließen, kommen aus seinem Doppelgänger und in ihnen fließen amoralische Impulse. Der menschliche Doppelgänger ist ein Elementarwesen, das mit dem Irdischen verwandt ist und das menschliche Ich durch die übertriebene Anziehung zur Erde und seine Verwandlung in eine Art seelisches Gruppenwesen eliminieren will, das von einem ahrimanischen Wesen geführt wird. Der Doppelgänger wirkt unterbewusst in unserem Ätherleib, es inkarniert sich in uns kurz vor unserer Geburt und verlässt uns kurz vor unserem Tod, da es den Tod auf dem physischen Plan nicht ertragen kann. Das geschah hauptsächlich wegen des Golgatha-Mysteriums, als Christus Sein Phantom auferweckt hat. Die Beziehung unseres Phantoms mit Christus ist das, was die Elementarwesen daran hindert, mit uns zu bleiben. Da dieses Elementarwesen unterbewusst in uns wirkt und wir keine Vorstellung von ihm haben, wird es zur leichten Beute der ahrimanischen Mächte. Ahriman hat längst unsere ätherischen Doppelgänger geraubt, aus denen die Kräfte der Krankheiten ausgehen, die uns zum Irdischen ziehen. Sein Ziel besteht darin, uns Ätherleiber zu verleihen, die aus dem Erdenäther stammen und nicht aus den kosmischen Ätherkräften des Lebens. Die ursprüngliche Tätigkeit des Doppelgängers ist rechtmäßig, da er uns auf die Erde zentriert. Durch ihn können wir die aufrechte Haltung einnehmen. Wenn unser Wachstum aufhört und wir im Bewusstsein wachsen sollen, dann müssen wir diesen Doppelgänger zähmen lernen und ihn zu eigenen Zwecken benutzen. Doch leider kann der Mensch das noch nicht machen, denn er ist sich der Existenz dieser Elementarwesen nicht bewusst. Diese Elementarwesen haben individuelle Vorlieben bezüglich des Ortes der Inkarnation. Am erfolgreichsten erweisen sich diejenigen von ihnen, die in Amerikanern inkarnieren, da sie mit der Elektrizität, mit der zerdrückten Astralwelt verwandt sind, die in die uns bekannte Elektrizität verwandelt wurde, und mit den Erdenkräften, die dem Erdenäther gehören. Diese Wesen besitzen einen immensen Verstand und Willen, aber keinerlei Herzlichkeit. Deshalb ziehen sie so stark die Amerikaner herunter, erden sie und wollen sie zum Gruppenseelenhaften zurückbringen. Dass die Menschen den Doppelgänger nicht kennen, ist ein Umstand, der große Gefahr für alle birgt. Auf der Erde gibt es viele okkulte Zentren, wo die Zeremonialmagie praktiziert wird, durch die die Menschen sehr stark geerdet werden. Dort wird nicht das Erreichen der wahren Unsterblichkeit angestrebt, was die Verbindung des menschlichen Phantoms mit dem Christus-Phantom darstellt. Die wahre Unsterblichkeit besteht darin, dass es weder unten noch oben eine Bewusstseinsänderung gibt. Das größte Drama erlebt ein Mensch ohne Kenntnisse der geistigen Welt, wenn er sterben soll. Wenn er die Schwelle durchschreitet, erweist sich der Moment des Todes als sein größtes Erlebnis. Es gibt aber eine Möglichkeit, das Ich-Bewusstsein oben aufrechtzuerhalten. Wir wissen, dass das Phantom etwas wie der Leisten unseres physischen Leibes ist, ähnlich einer Kraftstruktur, die auf dem physischen Plan von Mineralstoffen erfüllt ist und unserem Leib die Form verleiht. Wenn wir sterben und aufsteigen, suchen wir den Platz im geistigen Raum, der für unser Phantom vorbestimmt ist. Nur die Entdeckung und die Kontemplation unseres persönlichen Phantoms gibt uns das Selbstbewusstsein, das Ich-Bewusstsein, dass wir vom Ganzen getrennt sind. Im ganzen geistigen Raum existiert ein Platz, der jeder Seele der Erde, jedem Ich vorbestimmt ist. Die Einstellung zum Christus-Phantom gibt oben die Kraft zum Ich-Bewusstsein und zum bewussten weiteren Übergang durch die Sphären zur neuen Inkarnation. Aus diesem Grund ist die bewusste Verbindung mit dem Christus-Impuls auf dem Erdenplan von entscheidender Bedeutung für jeden Menschen. Das Vorhandensein eines Phantoms selbst verleiht ein Gefühl der Ichhaftigkeit nach dem Tode, aber es besteht ein enormer Unterscheid, ob man eine bewusste Einstellung zum Christus hat oder nicht. Nach dem Tod nimmt der Weltenäther unseren persönlichen Ätherleib mit, der der Leib des Gedächtnisses ist und in dem sich unsere (abstrakten) Gedanken befinden. Etwa drei Tage oder weniger, nachdem wir das Panorama unseres vergangenen Lebens gesehen haben, löst sich alles im Weltenäther auf. Danach gelangen wir ins Kamaloka und es beginnen unsere Leiden mit dem Astralleib. Unsere wahre Unsterblichkeit beginnt hier auf Erden mit dem Aufbau der Beziehung zum Christus-Phantom. Worin besteht die ahrimanische Unsterblichkeit? Für Steiner ist das die Ausstattung des Menschen mit einer geerdeten geistigen Leiblichkeit. Was ist das und was bezwecken diejenigen, die die Zeremonialmagie in den okkulten Zentren praktizieren? Laut Steiner halten sich auf der Erde übersinnlich und unrechtmäßig Wesenheiten von dem Mond, Merkur und der Venus auf. Sie wollen unsere aus dem kosmischen Äther gebildeten Ätherleiber, die beim Schlaf auf der Erde zusammen mit unseren physischen Leibern bleiben, durch Leiber ersetzen, die nur aus reinem irdischem Äther gebildet sind. Ein Ätherleib, der nur aus Erdenäther gebildet ist, ist in der Lage, nur ein Bewusstsein zu tragen, das das Ergebnis der Erdenweisheit ist, aber nicht der kosmischen Weisheit. Nach dem Tod eines Menschen mit einem ersetzten Ätherleib wird sich dieser nicht aufwirbeln und im Weltenäther auflösen, sondern er wird erhalten bleiben. Darin besteht die ahrimanische Unsterblichkeit. Aber mit einem solchen Ätherleib wird dieser Mensch nah der Erde geerdet sein und zum Werkzeug der Logen werden. Auf diese Weise wird Ahriman nicht nur die volle Macht auf der Erde, sondern auch eine außerordentliche Macht in der geistigen Welt erlangen, er wird versuchen, die ganze Menschheit in umherirrende, geerdete Schatten zu verwandeln. Auf diese Weise wird die Erde nicht in den Zustand des künftigen geistigen Jupiters übergehen können. Ahriman will, dass die Erde sein Planet wird. Bei seiner jetzigen Inkarnation wird er alle Anstrengungen unternehmen und alle dunklen Mächte einspannen, um sein Ziel zu erreichen. Er will Christus von diesem Planeten verdrängen, denn Christus ist der Geist der Erde und der Menschheit. Es muss uns völlig klar sein, dass er mit seiner Inkarnation in Fleisch den Meilenstein zur Verwirklichung dieser Absicht legen wird.

Die Prüfung, die uns bevorsteht, ist gigantisch, denn Ahriman wird alle vorhandenen Kräfte, Möglichkeiten und seine ganze Macht nutzen, um dies zu verwirklichen. Dabei wird er die Unterstützung der zurückgebliebenen Engel haben, die in der dritten Kulturepoche, als Christus durch die Sphäre der Engel ging, die Wahl hatten, ob sie Ihm folgen und dies nicht getan haben. Christus stieg in einen Leib herunter, ging durch den Tod und die Auferstehung und die Menschen wurden auch vor diese Wahl gestellt. Erst jetzt aber steht diese Wahl mit voller Kraft vor uns und sie muss völlig bewusst getroffen werden, denn wir leben in der Zeit Michaels und die zweite Wiederkunft Christi im ätherischen Leib auf dem Astralplan ist im Gange. Deshalb klingen die Worte Beinsa Dounos so entschieden: „Entweder ist man mit Christus oder gegen Ihn“. Es gibt keine Zwischenposition. Die Engel, die Christus nicht angenommen haben, als Er ihre Sphäre während der dritten Kulturepoche durchlief, wurden zu Seinen Gegnern und ein Teil der Menschheit konnte nicht auf die richtige Annahme des Golgatha-Mysteriums vorbereitet werden. Die anderen Engel, die Christus angenommen hatten und Ihm gefolgt waren, trugen zur richtigen Wahrnehmung dieses Mysteriums bei. 1879 reinigte Michael die Astralwelt von den zurückgebliebenen Engeln, diese drangen in unser Blut ein und wirken dort stark dagegen, dass wir Christus annehmen.

Ich habe Ihnen über das Gespräch mit Anton Dontschev erzählt, das ich neulich im Fernsehen verfolgt habe- Er stellte eine interessante Verbindung her, ein interessantes Bild der heutigen Ereignisse in Europa mit den einströmenden Migranten. Er verglich Europa mit der Zeit, als wahrscheinlich ein Vulkan auf der Insel Santorini ausgebrochen ist und das Festland zwischen dem Mittelmeer und dem Schwarzen Meer gerissen hat. Dabei verwandelte sich das Schwarze Meer aus einem Süßwassersee in ein Salzwassermeer, in dem unter 150 m kein Leben existiert. Diese Naturerscheinung veränderte das Schwarze Meer für immer. So würden laut Dontschev auch die Migranten Europa für immer verändern, wobei er es offen ließ, ob das gut oder schlecht ist. So wie die Menschen, die früher an einem See gelebt haben, lernen mussten, an einem Salzwassermeer zu leben, muss auch Europa lernen, unter den neuen Bedingungen zu leben. Ich werde das anders sagen. Der Süßwassersee war wie die jungfräuliche Existenz Abels und das Einströmen des Salzwassers und das Abtöten des Lebens ist wie Kain, der die irdischen Kräfte eingebracht hat und die Entwicklung nach unten richtete.
Europa lebte sorglos und in Überfluss versunken, bis plötzlich ein Strom hereinbrach. Europa wird für immer verändert werden und wir müssen lernen, mit diesem Strom zu leben, den man von hier nicht vertreiben kann. Wir müssen eine ganz klare Vorstellung davon haben, was passiert und wie wir darauf reagieren sollen. Amerika ist der ideale Ort zur Inkarnation Ahrimans, der sowohl vom okkult-geografischen Standpunkt als auch vom Standpunkt des menschlichen Faktors am geeignetsten zu sein scheint.
Ich möchte etwas klarstellen, da bei unseren Gesprächen die These zum Ausdruck gebracht wurde, dass Ahriman in einem vorbereiteten menschlichen Leib eintreten wird, ähnlich dem Leib Jesu, in den Christus eintrat. Die Zeit wird zeigen, wie das geschehen wird. Zu Beginn des dritten Jahrtausends v.Chr. hat sich Luzifer in einem berühmten chinesischen Geschlecht verkörpert. Mit dieser Inkorporation gelang es ihm, die östliche Weisheit zu luziferisieren. Er wollte die Menschheit moralisch machen und sie in die geistige Welt führen, ohne dass sie eine Ich-Evolution und eine bewusste Beherrschung der Erdenwelt erfahren hat. Das Gefäß wurde vorher großgezogen und als er 40 Jahre alt wurde, ist Luzifer in ihn eingetreten. Was zeigt das Alter 40? Nach Steiners Untersuchung entwickelt sich nicht nur der einzelne Mensch in seinem Leben zwischen der Geburt und dem Tod, sondern die ganze Menschheit unterliegt auch einer bestimmten Entwicklung. Wir kennen die siebenjährigen Perioden in der Entwicklung des Menschen von 0-7, 7-14 Jahren usw. Steiner fragte sich, wie alt die Menschheit in jeder der nachatlantischen Kulturepoche war und welcher Periode der Entwicklung des einzelnen Menschen sie entsprechen könnte. Er stellte fest, dass die Menschheit als Ganzes in der ersten machatlantischen Periode im Alter war, das vergleichbar mit dem Alter des einzelnen Menschen zwischen 49 und 56 Jahren ist. Steiner bestimmt als verblüffend und überraschend die Tatsache, dass in den nächsten Kulturepochen die Menschheit jünger zu werden scheint. In der siebten Kulturepoche wird ihr Alter dem Alter des einzelnen Menschen von 7 bis 14 Jahren entsprechen. Was bedeutet es, dass die Menschheit in der urindischen Epoche im Alter zwischen 49 bis 56 Jahren war? Jeder erreicht irgendwann das Alter von 49 Jahren. Aber mit dem Erreichen dieses Alters spürte das Individuum, dass es in eine Periode eintritt, wenn seine persönlichen Eigenschaften mit den Eigenschaften der ganzen übrigen Menschheit zusammenfallen. Diese Periode dauerte bis zu seinem 56. Jahr. Bis 49 Jahren erlebte jeder seine individuelle Entwicklung, zwischen 49 bis 56 Jahren wuchs er in das Umfeld, in die Gruppenseele der Menschheit hinein, danach ging die Entwicklung weiter und die Menschen lebten sich in das hinein, was vor der atlantischen Katastrophe war.
In der zweiten Kulturepoche geschah das Hineinwachsen in die Aura der ganzen Menschheit in der Periode zwischen 42 und 49 Jahren und in der dritten Kulturepoche – zwischen 35 und 42 Jahren. Nach dem 42. Jahr war der Mensch nicht mehr im Einklang mit seinem Umfeld, das Umfeld konnte ihm nicht viel geben und er musste weiterleben, indem er von sich selbst ausging. Beim alten Griechen oder Römer waren die Grenzen des Einklangs zwischen 28 und 35 Jahren und in der heutigen Kulturepoche geschieht das Hineinwachsen in die Gruppenseele der Menschheit zwischen 21 und 28 Jahren. Weil viel Zeit seit dem Beginn der fünften Kulturepoche vergangen ist, fällt das Alter der Menschheit sogar auf 27 Jahre. Sind Sie sich im Klaren, was das bedeutet?! Wenn in den Seelen der heutigen Menschen nicht etwas hineingeführt wird, was ihre Weiterentwicklung fördern könnte, werden sie nur in der Lage sein, das zu erreichen, was im Alter von 27 Jahren erreicht wird. In ihrem weiteren Leben werden die Menschen 27jährig bleiben, obwohl ihr physisches Alter natürlich fortschreiten wird. Vorhin fragten wir uns, was das Alter von 40 Jahren bedeutet, in dem Luzifer in den vorbereiteten Leib eintrat. Die dritte Kulturepoche startete im Jahre 2907 v.Chr. Sie können sich vorstellen, wie plastisch der Menschenkörper damals war. Steiner hat nicht erwähnt, wie lange dieser mächtige Geist im Körper inkarniert war, aber wahrscheinlich lebte er in der Periode, als die individuelle Entwicklung im Einklang mit dem Alter der Menschheit damals war, d.h. zwischen 42 und 49 Jahren. Als Christus kam, entsprach das Alter der Menschheit der Periode im Menschenleben zwischen 28 und 35 Jahren. Deshalb inkarnierte Christus im 30. Jahr und blieb im Leib bis zum 33. Jahr, wieder im Einklang mit der jünger werdenden Menschheit. Ich gebe zu, dass ich bezüglich der Inkarnation Ahrimans einem Irrtum unterlegen war. In GA 195 sagt Steiner, dass wenn die Inkarnation Ahrimans in der westlichen Welt stattfinden wird, wir in dem örtlichen Gemeindebuch eine Eintragung von John William Smith sehen würden. Die Menschen werden ihn für einen gewöhnlichen Bürger halten und das Wesentliche verschlafen. Am Anfang, als mich die mit der Inkarnation Ahrimans zusammenhängenden Fragen stark beschäftigten, dachte ich, dass Ahriman geboren werden wird. Aber weder Luzifer, noch Christus wurden geboren. Die Geburt einer übersinnlichen Wesenheit ist in der Art, in der der normale Mensch zur Welt kommt, unmöglich, besonders heute, wenn der physische Leib sich stark verhärtet hat. Benutzen wir die oben erwähnte Logik, so müsste Ahriman inkarnieren, wenn das Gefäß 21 Jahre alt wird, also im Jahre 2020, damit sein Alter dem heutigen Alter der Menschheit entspricht.
Aber ich werde auch etwas anderes sagen. Seit dem Anfang der fünften Kulturepoche, als der Feldzug der Menschheit zum Materialismus begann, wird in den okkulten Logen durch spezielle Inkarnationspaare das Gefäß für ihn vorbereitet. Zu diesem Zwecke werden alle möglichen Methoden eingespannt, einschließlich spezieller Nahrung, die eine so stark erdende Wirkung haben, dass es wieder möglich sein wird, dass er durch eine konkrete Mutter empfangen und geboren wird. Das, was als Prinzip bei Christus und Luzifer galt, kann sich bei Ahriman als ungültig erweisen, da durch ihn die größte Erdung des Menschen kommen wird. Es gibt keine größere Verkörperung der Erdung, des Sündenfalls, des kainitischen Prinzips, als unsere Vertreibung aus dem Paradies, nach der wir zur physischen Geburt übergingen. Der Höhepunkt in der Vorbereitung des Leibes für Ahriman war im Jahr 1998, als 3×666 Jahre voll wurden. Wir lassen also die Tür offen, denn die Frage nach der Ankunft Ahrimans gehört zu den größten Geheimnissen und im gegenwärtigen Augenblick sehen beide Möglichkeiten real aus. Falls es sich ereignet haben sollte, dass Ahriman selbst am 11.08.1999 geboren wurde und nicht nur das Gefäß für ihn, dann wäre das ein absolutes Wunder, das wir in seiner vollen Tiefe begreifen sollen. Christus war der Einzige, der die Kraft hatte, alle Stufen des Daseins zu durchbohren und sich zu verkörpern, zwar in den bestmöglichen Leib, der als der Höhepunkt der ganzen menschlichen Geistigkeit geschaffen wurde. Ob Ahriman die Kraft dazu hat? Er ist der Gott des Irdischen, der Gott des Todes. Bereits mit der Geburt beginnen wir, sehr langsam zu sterben. Wir werden die Ereignisse verfolgen, heiße Gebete an die geistige Welt richten, die Zeichen beobachten und enträtseln, denn die historische Symptomatologie erfordert ein Verständnis der gesellschaftlichen Ereignisse und eine Rücksendung der Information zur geistigen Welt als Aufruf und Bitte um Einmischung. Dort weiß man am besten, wie diese Einmischung als die Antwort auf unser Verständnis auszusehen hat.

Nun werden wir uns der Betrachtung der drei Okkultismusarten und deren Praktizieren in der richtigen und falschen Weise anwenden. Wir unterscheiden den eugenischen, hygienischen und mechanischen Okkultismus, die allgemein ausgedrückt, im Westen, im mittleren Teil und im Osten entwickelt werden. Da wir heute Amerika besprechen und seine Mission zu erläutern versuchen, werden wir auf den für Amerika charakteristischen Okkultismus eingehen. Vorher wollen wir kurz die anderen zwei Okkultismusarten umreißen.
Mit der fünften nachatlantischen Kulturepoche beginnend, erheben sich in der Evolution der Menschheit bestimmte Kräfte, über die die Wissenschaft nichts weiß und die sich künftig wie andere Fähigkeiten des Menschen entwickeln werden. Das Wissen darüber existiert in den westlichen okkulten Logen, aber es wird sorgfaltig bewacht, da sie dazu streben, unter allen Umständen die Herrschaft des Westens über den Osten zu errichten. Laut Steiner besteht die Absicht, eine Herrscherkaste im Westen und eine Kaste der Wirtschaftssklaven im Osten zu etablieren, wobei mit Osten alles östlich des Rheins und bis tief in Asien hinein gemeint ist. Das werden keine Sklaven sein, wie wir sie aus dem Altertum kennen, sondern eine soziale Struktur, die die verschiedensten Formen annehmen kann, einschließlich der sozialistischen. Diese Formen werden nicht in den englischsprachigen Völkern angewendet, die die Herrscher der Erde sein sollen.
Die erste Fähigkeit ist die sog. eugenische Fähigkeit . Diese ist hauptsächlich als Entwicklungskeim im Slawentum angelegt, in den Völkern Russlands bis zu seinen asiatischen Grenzen. Die eugenischen Fähigkeiten stellen eine Art und Weise dar, in der die menschliche Reproduktion aus der Sphäre der Willkür herausgeführt wird. In den Völkern des Ostens wird das Wissen darüber entwickelt werden, wie man in Einklang mit bestimmten Sternkonstellationen kommend, die Empfängnis so zu bestimmen, dass Bedingungen zur Inkarnation eines bestimmten Seelentyps geschaffen werden. Dieses Wissen wird erlauben, direkt aus dem Himmel Impulse zur Moralisierung oder Demoralisierung der Erde herunterzuholen, wobei die Kontrolle darüber ausgeübt wird, was für Menschen inkarnieren – gute oder böse. Das Praktizieren der bewussten Anwendung dieser Fähigkeiten ist der eugenische Okkultismus. Die westlichen okkulten Logen verfolgen das Ziel, die Kontrolle über diese Fähigkeiten zu übernehmen. Das kann gelingen, wenn sie die Herrschaft über die Völker errichten, unter denen die Keime dieser Fähigkeiten bestehen.
Die zweite Fähigkeit ist die hygienische Fähigkeit und sie besteht im Verständnis, dass das Menschenleben als ein Prozess von der Geburt bis zum Tode identisch ist mit dem Krankheitsprozess. Der Mensch beginnt mit der Geburt zu sterben. In uns wirken ständig die krankmachenden Kräfte, die Kräfte des Todes. Um zu denken, sind wir etwa im Kopf ständig im Sterben begriffen. Aber im Menschen leben auch gesundmachende Kräfte und laut Steiner sind das die gleichen Kräfte, die der Mensch anwendet, wenn er okkulte Fähigkeiten erwirbt, indem er sie in Erkenntnisse umwandelt. Die Umwandlung der dem Menschen innewohnenden Heilkräfte in Erkenntnis gibt okkultes Wissen, so Steiner. Die hygienischen okkulten Fähigkeiten existieren bei allen Menschen, aber am stärksten sind sie in Mitteleuropa und besonders im Germanentum. Diese Kräfte liegen sehr tief im menschlichen Willen, wo das Leben und die Liebe sind. Von dort kommt die Heilung, denn nur das Leben und die Liebe können den Menschen heilen.
Wie können diese Kräfte herausgeholt und zum Guten und nicht zum Bösen angewendet werden, was die westlichen okkulten Logen bezwecken? Wenn Willensanstrengungen unternommen werden, den Willen zu aktivieren und eine Umänderung des abstrakten Denkens zum reinen und später zum kontemplativen Denken angestrebt wird, und die Schranke der sinnlichen Welt überwunden wird, dann wird eine Offenbarung aus der geistigen Welt erfasst, die danach mit der klaren Verstandesfähigkeit hier bewusst gemach wird. Dann geschieht eine erhabene Alchimie im Menschen. Sie trägt rosenkreuzerischen Charakter, da der Ausgangspunkt des Rosenkreuzertums der Wille ist und man zum Gedanken geht. Demgegenüber ist der Ausgangspunkt beim Manichäismus der Gedanke und man geht zum Willen. Deshalb sind zwei Strömungen notwendig. Ihre gemeinsame Quelle ist Christus, aber die eine Strömung geht über Michael, die Vernunft und die Weisheit und die andere geht über die Bodhisattvas und die Liebe. Nachdem beide Strömungen ausreichend bereichert werden, werden sie in das menschliche Ich eingeführt, wo die große Alchimie geschieht und der Ich-Impuls erhalten wird, der unserer Gegenwart angemessen ist. Das ist die einzige Möglichkeit der Ich-Entwicklung, die einzige Möglichkeit, dass der Mensch zum wahren Menschen wird. Alles andere stellt ein Hinterhertrotten in der Ich-Evolution dar. So wie wir zwei Beine und zwei Arme haben, so sind diese zwei Wege zwei Pole – der eine ist der Pol des Willens und der andere – der Pol des Verstandes. Diese zwei Pole müssen richtig zusammengeführt werden und im Ich des Menschen gekreuzt werden. Der eine bringt die Freiheit und der andere – die Liebe.
Die gesundmachenden Kräfte, die am meisten im deutschen Volk enthalten sind, führten nicht zufällig zur Entstehung der Anthroposophie, die durch den großen Rudolf Steiner kam. Wie erfolgt die Transformation dieser Kräfte? Das Hauptsächliche ist das vertiefte Studium der Geisteswissenschaft und zwar durch jahrzehntelange aufopfernde Anstrengungen in diese Richtung. Die Anstrengungen aktivieren den Willen, dieser erfasst die vorher ausgearbeitete Fähigkeit zum reinen Denken, verwandelt sie in kontemplatives Denken und die gesundmachenden Kräfte erscheinen als Offenbarungen aus der geistigen Welt. Der Wille wird in Offenbarungen transformiert, die Weltengedanken der Götter werden erfasst und man kann verstehen, was ein Engel gerade sagt. Das ist die Manifestation der gesundmachenden Kräfte unten als Wille, die in Denken umgewandelt sind. Diese große Alchimie macht das Wesen der Methode zur Änderung des Denkens aus, das ist das Wesen der Anthroposophie, das ist das wahre Rosenkreuzertum. Es muss auch der zweite Prozess folgen. Der Erste umfasst das Heraustreten des Willens, das Erfassen des Bewusstseins, der Gang in die geistige Welt und die Geburt der Freiheit. Nur auf diese Weise kann man frei denken. Das am Anfang der Vorlesung Mitgeteilte ist die Frucht dieses freien Denkens und Sie werden das nirgendwo anders lesen oder hören. Jeder präsentiert ein Fragment des Ganzen, aber keiner versteht wirklich, was geschieht. Das, was ich ausgeführt habe, stellt die Umwandlung der gesundmachenden Kräfte in meinem Willen in ein Produkt des Denkens dar, das die Frucht einer Offenbarung der geistigen Welt ist. Jeder Mensch muss alle drei ihm angelegten Fähigkeiten entwickeln, obwohl ihm am besten das gelingen würde, was ihm am meisten durch die okkulte Geografie hineingelegt worden ist. Nur dann kann man Bürger der Welt sein, und nicht wie jetzt, wo jeder, der es sich leisten kann, umherreist und prahlt, Bürger der Welt zu sein. Nur dann geschieht eine Synthese der drei Weltenteile im Menschen und man kann wahrhaftig für Christus arbeiten. Das andere ist nur Herumkommen in der Welt.
Was stellt der materielle oder mechanische Okkultismus dar, deren Keime am stärksten im westlichen Teil der Welt bestehen? Jeder Mensch schließt seinen Willen und seinen Gedanken in seine Tätigkeit ein und erzeugt ein materielles oder ideelles Produkt. Bei der Erzeugung eines Produktes, egal welcher Art, erfassen die Throne über den menschlichen Willen geistige Wesenheiten der vierten Stufe, wie Steiner sagt, inkarnieren sie in das Produkt und verleihen diesem Produkt das Dasein. Die Throne stehen am Anfang des Saturn-Vulkan-Zyklus. Sie gaben ursprünglich die Form unseres physischen Leibes und die Substanz zu deren Ausfüllung. Dank der Tätigkeit an der Form und der Substanz durch die geistigen Hierarchien in den dreieinhalb Äonen haben wir heute unseren vollkommenen physischen Leib. Das ist hauptsächlich das gute Ergebnis der Arbeit der Throne. Auf die gleiche Weise erzeugen wir, da in unserem Willen die Geister des Willens leben, Produkte, denen wir ein Dasein verleihen. Aber wir können übersinnlich dieses Dasein nicht jetzt sehen, sondern erst wenn diese Produkte die Transformationen auf dem zukünftigen Jupiter und der zukünftigen Venus durchlaufen, werden wir auf dem Vulkan das wahre Wesen dessen sehen, was wir ausgearbeitet haben. Ahriman will das Produkt bzw. das Ergebnis immer mehr vom Menschen und seiner Begeisterung trennen. Jeder, den sein Karma an seinen Platz gestellt hat, um zu arbeiten, sollte dies mit dem höchsten Bewusstsein tun, mit der vollen Liebe und mit einer großen Begeisterung, da er ein Produkt erzeugt, dessen volles Wesen er erst auf dem Vulkan sehen wird. Wenn es Ahriman gelingt, den Menschen von seinem Produkt zu trennen, was heute mit der ganzen Mechanisierung des Arbeitslebens sehr erfolgreich erreicht wird und die Menschen zum größten Teil indifferent gegenüber dem Endprodukt sind, werden sich bei der Inkarnation der Elementarwesen auch ahrimanische Wesen beteiligen und das Dasein des Produktes ahrimanisieren. Was folgt daraus? Daraus geht die sog. „motorische Kraft“ hervor. Beim rechtmäßigen mechanischen Okkultismus wird eine ausreichende Anzahl an moralischen Menschen erscheinen, die mit Begeisterung und dem Gedanken an das allgemeine Wohl Maschinen konstruieren werden, die nur von anderen moralischen Menschen in Gang gesetzt werden können, indem die Vibrationen der Maschinen mit den Vibrationen der Planeten aus dem Sonnensystem nach dem Gesetz der Synchronisierung der Vibrationen synchronisiert werden. Dann wird keine äußere Energie benötigt werden, da die kosmischen Kräfte wirken und die Synchronisierung mit ihnen wird die Maschinen in Gang setzen (vgl. Steiner, GA 97: 40).
Bei der heutigen Entfremdung des Menschen von seinem Produkt wirken die kosmischen Kräfte weiter, aber bei der Verkörperung in dieses Produkt mischt sich auch Ahriman ein und das Produkt wird nicht so geraten, wie es sein sollte. Solchen Murks kann jeder zustande bringen. Selbst der unsittlichste Mensch ist in der Lage, die komplizierteste Anlage in Gang zu setzen, indem er auf einen Knopf drückt. Der Augenblick, in dem der dämonische mechanische Okkultismus entstehen kann, ist dann, wenn man ohne Begeisterung an seine tägliche Arbeit und an das zu erzeugende Produkt herangeht. Jemand, der die Straßen kehrt und dies mit dem Wunsch macht, dass es sauber wird für die anderen, ist viel höhergestellt als das größte Genie, das nur um des Geldes willens arbeitet und von seinem Produkt getrennt ist. Hier mischt sich das Karma des Berufes ein, über das wir noch nicht gesprochen haben. Wichtig ist es zu wissen, dass jeder von uns an seinem Platz sehr gewissenhaft seine Aufgaben erfüllen soll. Die westlichen okkulten Logen besitzen das Wissen, das dem mechanischen Okkultismus zugrunde liegt und sie werden versuchen, dieses Wissen zur totalen Mechanisierung der Erde zu benutzen. Das wird jedoch eine Mechanisierung sein, die erfüllt von Unsittlichkeit und völliger Entfremdung vom Produkt ist und die den Menschen zum wandelnden Schatten und Fortsatz der Maschine macht.
Im Lichte des oben dargelegten wollen wir nun sehen, worin die Mission Amerikas besteht und ob es eine Hoffnung gibt, dass Amerika seine Mission erfüllt. Die siebte Kulturepoche wird das Finale der fünften Wurzelrasse sein und wird laut der Geisteswissenschaft „kalifornisch“ heißen. Sie wird charakterisiert als weder kalt noch heiß, abfließend und ohne größere Bedeutung. Laut Steiner werden sich die Amerikaner diesem Zeitalter als ein verhärtetes Element nähern und den heutigen Chinesen ähneln, die ein verhärtetes atlantisches Element sind. Egal, was heute geschrieben wird über bevorstehende Konflikte, der Konflikt, der wirklich eintreten wird, wird der Konflikt zwischen dem verhärteten Element der vierten Wurzelrasse, den Chinesen, und dem verhärteten Element der fünften Wurzelrasse, den Amerikanern sein. Hoffentlich wird dieser Zusammenprall den Pazifischen Ozean als Kampffeld haben, denn aus dem Ausgang dieser Auseinandersetzung wird Vieles in der Zukunft abhängen. Die Chinesen mögen sich noch sehr viel anstrengen, um eine Weltherrschaft zu erringen, aber in ihnen bestehen keine Lebenskräfte der Zukunft. Der Osten, die Mitte und der Westen sollen sich abhängig von den okkulten Kräften entwickeln, die ihnen angeboren sind und für deren Entwicklung am geeignetsten sind. Nachdem sie sich ausreichend entwickelt haben, können die Produkte dieser Entwicklung auf einer anderen Entwicklungsstufe zum allgemeinen Wohl miteinander verschmelzen. In den Amerikanern besteht das Streben, alles Eigene in die ganze Welt zu verbreiten. Steiner sagt, dass nichts mehr beiträgt zu dem, was den tiefsten Impulsen des westlichen Okkultismus angelegt ist, als die Entwicklung des trügerischen, aber wohl als heilig erlebten Gefühls, das die Menschen aus dem Osten und aus Mitteleuropa als „Barbaren“ darstellt. Dieses Gefühl bringt die „Kreuzzugstimmung“ sowie die Überzeugung hervor, dass Amerika dazu berufen ist, in die Welt die Freiheit, das Recht und die amerikanische Lebensweise zu verbreiten. Das wird aber nicht geschehen können.
Gibt es andere Impulse, die unter den Amerikanern entstanden sind, außer dem durch Vitzliputzli hervorgebrachten Impuls am Anfang unserer Zeitrechnung? Wir kennen die großen Denker und Schriftsteller, die Amerika hervorgebracht hat – etwa Ralph Waldo Emerson, den Begründer des Transzendentalismus und den Verfechter der individuellen Freiheit, die heute dem amerikanischen Charakter zugrunde liegt, Henry David Thoreau, der am Anfang der bürgerlichen Gesellschaft steht und Mahatma Gandhi und Martin Luther King inspiriert hat. Nehmen Sie, wenn Sie wollen, auch Herman Melville dazu mit seinem berühmten Buch „Moby Dick“, das man auch als ein esoterisches Werk betrachten kann. Entwicklungskeime sind zwar vorhanden, aber das Hauptproblem Amerikas besteht darin, zum Geist hinaufzukriechen, aus dem Instinkt des Weltenwillens herauszukriechen, dessen Träger die Amerikaner im Weltenorganismus sind, zum Verstand. Darin besteht das Hauptproblem der Amerikaner. Es fällt ihnen schwer, aber der gesunde Keim wirkt. Was ist heute dem Amerikaner notwendig, um seine Mission zu erfüllen, wenn wir die bemerkenswerten Worte Steiners berücksichtigen, die wie ein Kontrapunkt zu allem klingen, das er über Amerika gesagt hat? Momentan befindet sich der Frühlingspunkt im Sternbild Fische, wenn dieser in den Wassermann wandelt, wird es glänzende Bedingungen für die amerikanische Zivilisation geben, so Steiner. Er sagt nichts Konkretes, aber es werden auch Bedingungen bestehen, den Materialismus in Amerika zu vergeistigen. Es ist nicht bekannt, wann genau der Frühlingspunkt in den Wassermann rückt, aber ich weiß, dass dies in etwa 500 Jahren geschehen wird. Das michaelische Zeitalter wird noch zwei bis drei Jahrhunderte dauern, bis zum Jahr 2300, danach kommt das Zeitalter Oriphiels. Der Höhepunkt der amerikanischen Zivilisation und ihre eventuelle Vergeistigung zum Guten werden in etwa fünf bis sechs Jahrhunderte in der Zeit Oriphiels stattfinden. Dann sollen die Weißmagier die Kräfte des mechanischen Okkultismus beherrschen und zum Guten hin wirken, es dürfen nicht durch die Schwarzmagier alle negativen Erscheinungen dieses mechanischen Okkultismus zur Geltung kommen. Das ist äußerst wichtig und stellt eine nahe Aussicht für das amerikanische Volk dar im Unterschied zur Aussicht auf die siebte Kulturepoche, die erst in 3700 Jahren sein wird. Die Samen, die in der amerikanischen Kultur durch die oben erwähnten Persönlichkeiten keimen, sind die Samen eins anderen Amerikas, nicht dieses, welches wir kennen als völlig von Ahriman abhängig und ausschließlich ahrimanische Impulse ausstrahlend. Was können wir als Träger des Ich-Impulses der Menschheit tun, um dem Amerikaner zu helfen, indem wir uns in seine seelisch-geistige, und, wenn Sie wollen, sogar anthropologische Besonderheiten vertiefen? Im Hinblick auf den Anfang des 20. Jahrhunderts sagte Steiner etwas, was heute mit noch mehr Kraft gilt – der Materialismus wütet zwar in Amerika, aber trotzdem trägt er die Keime zu seiner Vergeistigung. Wie Dogan, der die karmische Geißel für das bulgarische Volk war, und auf einmal zum Werkzeug der guten Mächte wurde, muss der amerikanische Materialismus, durch die Welt ziehend, das Entgegengesetzte als Ich-Impuls, als Kontrapunkt des Willens entwickeln, denn der Amerikaner verkörpert den Willen, in dem das Menschen-Ich pulsiert. Nichts anderes kann dem Amerikaner helfen als ein sehr mächtiger Ich-Impuls. Die Aufnahme eines solchen Impulses wird durch bestimmte Amerikaner geschehen, und nicht massenhaft. In Bulgarien waren immer bestimmte Menschen die Träger des Ich-Impulses und die Masse der restlichen Menschen kommt aus verschiedenen karmischen Ursachen hier zur Welt. Welcher ist der Impuls, der angeboten werden soll? Einerseits sind das die entwickelten hygienischen Fähigkeiten, die zum hygienischen Okkultismus herangereift sind, der rechtmäßig die Grenze der sinnlichen Welt überwindet und eine Beziehung zu den Weltgedanken herstellt. Das andere ist der umgekehrte Prozess, wenn das vergeistigte Denken zurück auf den Willen gerichtet wird, zu seinem Zentrum wird und Taten aus Liebe hervorbringt. Das sind die wahren Taten aus Liebe. Alles andere ist ein Imitat solcher Taten, egal wie edel die Motive aussehen mögen. Wenn die Freiheit im Denken und die Liebe im Willen sich im Menschen kreuzen, geht in ihm das Buddhi-Prinzip auf, dann blüht die Bewusstseinsseele auf und das höhere Ich kann arbeiten. Dann wird man zum Homo magneticus bzw. zum Weißmagier. Die große Alchimie aus der Synthese der beiden Strömungen – des Bodhisattva und der Anthroposophie, die ein individueller Ich-Akt ist und nur persönlich zu vollziehen ist, ist der einzige Keim des Ich-Impulses, in dem die Christus-Macht mit ihrer vollen Kraft wirkt. Mit seiner Hilfe kann der Amerikaner mit dem übertriebenen Materialismus fertig werden. Dieser Impuls wird aus Bulgarien ausgestrahlt und ist der möglichst mächtige Ich-Impuls heute. Er wirkt von hier aus auf Mitteleuropa und den Westen. Es ist eine Frage der Zeit, dass einzelne Menschen das gewahr werden, den Impuls aufnehmen und entsprechend ihren angeborenen okkulten Fähigkeiten entwickeln. Dann werden Menschen im Osten, Westen und in der Mitte die Träger eines Impulses sein, mit dem wir dem Antichristen gegenübertreten können. Er wird wahrscheinlich in Amerika in Erscheinung treten, aber der Hauptschlag wird Europa treffen und unserem Kontinent am meisten Schaden zufügen. Damit das nicht in einem katastrophalen Ausmaß geschieht, muss auch die Unterstützung des Westens da sein. Unsere Aufgabe besteht darin, den Ich-Impuls in einer geeigneten Form anzubieten, damit sich die gesunden Keime der amerikanischen Kultur entwickeln und ihren wahren christlichen Sinn erlangen können. Dann wird sich der Christus-Impuls, der durch den Sonneneingeweihten vor 2000 Jahren hineingelegt worden ist, in einer neuen Art dem Supermaterialismus entgegentretend, manifestieren.
Die Einstellung zu allen Völkern der Erde soll auf dem Verständnis der Impulse basieren, die sie führen. Das ist die Art und Weise, zu verstehen, was um uns herum geschieht. So werden die Sympathien und Antipathien vor dem mächtigen spirituellen Verständnis zurücktreten, hinter dem die Liebe steckt. Das kann eine reale Auswirkung auf die äußeren Prozesse haben. Wir wollen den Mächten in der geistigen Welt danken und ich wünsche allen Zuschauern frohe Weihnachten und besinnliche Stunden in den zwölf heiligen Nächten. Alle, die diese Vorlesung sehen oder lesen, sollen wissen, dass die Antwort auf alle Fragen im Christus ist und nirgendwo anders. Ich danke für die Aufmerksamkeit.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s