Die drei Strömungen und der Schulungsweg – Teil 1

vorgetragen von Dimitar Mangurov am 24.04.2016 in Varna
vom Autor nicht durchgesehene Textfassung der Videodatei

Link zum Vorlesungsvideo

Gebet:
Herr Gott Jesus Christus, wir danken Dir, dass Du uns mit dem Heiligen Geist auf dem Weg zur Erfüllung des Planes führst, den unser gemeinsamer Vater vorgezeichnet hat. Amen!
Wie immer kommt unser heutiges Thema „Die drei Strömungen und der Schulungsweg“ nicht von ungefähr, sondern nach einem Plan, der sich wie eine Schriftrolle ausbreitet und wir nur ahnen können, wie weit er reichen wird. Am 02. und 03. April 2016 fand in Varna eine Konferenz mit dem Thema „Die geistige Führung der Menschheit“ statt, auf der neun Referenten einen Vortrag hielten. Ursprünglich war vorgesehen, dass drei Vertreter der Anthroposophischen Gesellschaft vortragen, drei aus der „Weißen Bruderschaft“ und ein Forscher, der über den Mithraismus der Saken vortragen sollte. Später kamen zwei weitere Teilnehmer aus dem soz. neutralen Teil hinzu. Die drei Vertreter der Anthroposophischen Gesellschaft sollten die dritte Hierarchie der Engel, Erzengel und Archai repräsentieren, die Vertreter der Weißen Bruderschaft“ – die erste Drei der Throne, Cherubim und Seraphim und die drei Mittleren sollten das Bindeglied darstellen und die zweite Drei des Sohnes repräsentieren. An die Vertreter der Anthroposophischen Gesellschaft wurde die Erwartung gerichtet, dass sie nicht nur den Beitrag Steiners aufzeigen, sondern auch durch sich selbst ein vergeistigtes Denken im michaelischen Sinne vorführen – wie der Wille das Denken erfasst und wie man vom räumlichen zum zeitlichen Denken übergeht. Ob das ihnen gelungen ist, können diejenigen von Ihnen, die da waren, selbst beurteilen. Wenn ich das Niveau ihres Auftritts, die Substanz und die Art des Vortragens beurteilen soll, müsste ich, vorsichtig ausgedrückt, kritisch sein, und ohne Umschweife gesagt, müsste mein Kommentar vernichtend sein. Das werde ich aber unterlassen und nur darauf hinweisen, dass der dritte Referent, der nicht mal einen Vortrag hatte, sehr oberflächlich an das Ereignis herangegangen war, über dessen Charakter ich später vom okkultem Standpunkt aus eingehen werde. Jeder der Anwesenden betrachtete das Ereignis mit seiner Bewusstseinsstufe und gewann Eindrücke, die diesem Bewusstsein entsprechen. Wenn zehn Personen, einen Baum betrachten, werden sie diesen auf zehn verschiedene Weisen beschreiben. Ich werde meinen Blick anbieten, denn das Ereignis war sehr wichtig. Es fand statt genau 14 Jahre nach meiner ersten Begegnung mit Sergej Prokofieff in Sofia. Als ich dem russischen Anthroposophen gegenüberstand und ihm die Idee von Beinsa Douno als den Bodhisattva des 20. Jahrhunderts sowie zwei Bücher des Meisters anbot, hoffte ich, dass er seinen Weg zu ihm zurücklegen, eine eigene Synthese der beiden Impulse vornehmen und diese in der Anthroposophischen Gesellschaft verbreiten würde. Das fiel mit dem Augenblick zusammen, als Prokofieff eingeladen wurde, Mitglied des Vorstandes der Anthroposophischen Gesellschaft zu werden. Er hatte sein Buch „Menschen mögen es hören“ beendet und hoffte, diese Gesellschaft in die Richtung zu führen, die er für richtig hielt. Fünf Jahre nach unserem ersten Treffen begegneten wir uns zum zweiten Mal, und ich fragte ihn damals, was aus dem Heiligen Impuls wird, den Steiner versprochen hatte und was sich aus der Vorlesung Steiners über die zwei Wege – den Rosenkreuzer- und den Bodhisattvaweg -, ergibt, die seit dem 13. Jahrhundert gemeinsam verlaufen und mit denen nur die wahren Quellen des Christentums zu finden sind, d.h. den Weg, ein wahrer Ich-Mensch zu sein, denn wahrer Christ zu sein, bedeutet es, ein Ich-Mensch zu sein.
Es hat sich herausgestellt, dass dieser Happen zu groß für den größten Anthroposophen unserer Zeit war und nach der Zeit seiner Krankheit wurde er aus der Sphäre des Erdenraums heraus in die Sphäre der geistigen Zeit zwölf Jahre nach unserer ersten Begegnung und 14 Jahre nach dem Anfang des Heiligen Impulses geführt. Die Anthroposophische Konferenz, die 2014 in Varna 2×7 Jahre nach dem Anfang dieses Impulses stattfand, repräsentiert die Mysterien der Zeit. Nachdem Sergej Prokofieff das Mysterium des Bodhisattva nicht erreicht hat und in die geistige Zeit hinausgeführt worden ist, hilft er seit zwei Jahren sehr viel bei allem, was seitdem aus der geistigen Welt herabströmt.

Die Vertreter der „Weißen Bruderschaft“ auf der Konferenz waren bunt und sollten uns durch das Wort vorführen, wie der Gedanke heruntersteigt und zum Zentrum des Willens wird. Das geschah bis zu einem gewissen Grade im Vortrag Dimitar Kalevs, der am besten von allen Anwesenden sowohl die Anthroposophie, als auch den Bodhisattva-Impuls kennt. Sein Vortrag hatte den höchsten Wert von allen. Er enthielt viele Herausforderungen, auf die keiner außer mir reagierte. Die anderen Vortragenden, die das Bindeglied sein sollten, waren Damjan Popchristov, Alexander Hoffart und Prof. Sava Vassilev aus der Universität Veliko Tarnovo. Sie konnten diese Rolle nicht erfüllen, da sie die Geisteswissenschaft nicht kennen. Zum Bindeglied konnten einige Teilnehmer aus dem Publikum werden, die sich neben mir zu den neun Vorträgen äußerten. Obwohl das Ereignis auf den ersten Blick etwas langweilig, langatmig und unproduktiv aussah, behaupte ich, dass es von Weltbedeutung ist. Wenn wir auf die eine Schale der Waage die ganze trübe Welle in ihrem schlechten Aspekt legen, die sich nun über Europa ergießt mit allen schrecklichen Folgen für die europäische Bevölkerung neben dem positiven Aspekt der Erweckung dieser Bevölkerung, und auf die andere Schale das Gute legen, das gegensteuern kann, so machte diese Konferenz einen erheblichen Teil des Guten aus. Was meine ich damit? Als die Anthroposophische Gesellschaft in Bulgarien 2001 gegründet wurde, hatte eine Anthroposophin die Imagination, dass ein sehr hübsches Baby geboren ist, das leider tot ist. Die Anthroposophische Gesellschaft in Bulgarien war dieses hübsche, aber totgeborene Baby. Es kam tot zur Welt, da die bulgarischen Anthroposophen unfähig waren, den Bodhisattva-Impuls in der richtigen Art zu behandeln und wegen ihrer indifferenten Einstellung zum bulgarischen Mysterium. Sie schauten zu jenen scheinbaren Trägern der Erkenntnis in West- und Mitteleuropa hinauf, von deren wahrem Wert wir uns mit eigenen Augen auf der Konferenz 2014 überzeugen konnten. Eine weitere Frau, die zur „Weißen Bruderschaft“ gehört, hatte vor anderthalb Jahren eine andere Imagination bezüglich der wundersamen Dinge, die mit ihr geschehen werden. Und sie sind geschehen, wobei eines der rätselhaftesten Dinge ein schlafendes Baby war, das sie hatte. Welches ist dieses Baby? Dieses Baby ist das Baby der Synthese zwischen den Impulsen des Bodhisattva und der Anthroposophie. Im Jahr 2000 begann ich, über dieses Thema vorzutragen.14 Jahre nach meinem Treffen mit Prokofieff wurde durch verschiedene Menschen hier in Varna in den beiden Gesellschaften eine persönliche Synthese vollzogen, über die ich die Vorstellung hatte, dass Prokofieff sie verwirklichen und in der Anthroposophischen Gesellschaft durchsetzen würde. So wie 2014 die Anthroposophische Konferenz in Varna stattfand, war diese Stadt wieder das Zentrum dieses Ereignisses. Hier ist auch der einzige Ort der Welt, wo dies geschehen könnte. Auf der Konferenz in diesem Monat ist das Baby aus der Imagination aufgewacht und auf eine okkulte Art haben wir erfahren, dass dieses Baby vorsichtig und mit größter Sorge großgezogen werden soll, als etwas, was immer noch schutzlos ist. Deshalb will ich die Referenten, die zweifellos Kritik verdient haben, nicht kritisieren. Dieses Ereignis braucht nicht kritisiert, sondern unterstützt zu werden. Lassen wir uns mit der Freude des Geschehenen an unsere Vorlesung „Die drei Strömungen und der Schulungsweg“ herangehen, denn das, was hier vorgeführt wurde, ist eigentlich der heutige Schulungsweg, mit dem man den aktuellen Anforderungen angemessen sein kann. Um die Frage, was es heutzutage bedeutet, ein spiritueller Schüler zu sein, viel umfassender und tiefgehender zu beantworten, müssen wir zu den Quellen zurückkehren und einen Überblick über die ganze vorhandene Geistigkeit der Menschheit geben. Auf dem Weg, den wir in den nächsten Stunden besteigen werden, werden wir auch neue, aufregende Dinge streifen.

Wir kommen zur Atlantis zurück. Wie wir wissen, war das Hauptorakel dort das Sonnenorakel unter der Leitung des Avatars Manu. Ich werde erläutern, was ein „Avatar“ bedeutet, denn eine Woche nach dem Ereignis in Varna wurden gleichzeitig zwei Foren in Schumen und Preslav von zwei verschiedenen Organisationskomitees veranstaltet, die den Bogomilen gewidmet waren. Die eine Veranstaltung war eher akademisch ausgerichtet, und bei der anderen waren vor allem Teilnehmer ohne wissenschaftliche Titel versammelt. Dort gab es einen Referenten, der die Anthroposophie einigermaßen kennt. In seinem Vortrag warf er in einer erstaunlichen Art den Avatar Manu, den Bodhisattva, die Adepten Skythianos und Zarathustra auf einen Haufen und stellte sie als die Vertreter der Loge der zwölf Bodhisattvas vor. Wenn ein nicht sehr gut informierter Anthroposoph das Wort ergreift, kommt es zu einer solchen Verwechslung der Menschheitsführer verschiedenen Ranges, was einen der größten Fehler im Okkultismus darstellt. Selbstverständlich zieht man dadurch die falschen Schlüsse. Der Avatar Manu ist ein Wesen, das nach der östlichen Terminologie ein Dhyani Buddha ist. Die Bodhisattvas sind Wesen, die unter der Führung ihres Schutzengels Arbeit am Astralleib ausführen. Zu ihnen gehören Beinsa Douno und Orpheus, bevor er zum Buddha wurde. Die Buddhas sind Wesen, die am Ende ihrer Mission als Bodhisattvas sich zu diesem Rang erheben und mit dem Erzengel an ihrem Ätherleib zu arbeiten beginnen. Ein Dhyani Buddha ist dagegen ein Wesen, das mit einem Archai in der lemurischen Zeit und mit einem Erzengel in der atlantischen Zeit an der Verwandlung seines physischen Leibes in einen Geistesmenschen arbeitete. Manu ist ein Avatar, durch den ein Erzengel über ein Menschenwesen wirkt und seine Leiber bearbeitet, indem er an der Verwandlung seines physischen Leibes in den Geistesmenschen arbeitet. Je mehr wir uns der Gegenwartszeit nähern, desto niedriger wird der Rang der übersinnlichen. Wesen, die sich über den Menschen manifestieren können. Der Avatar Manu bereitete die Strömungen vor, die aus der Atlantis herausgehen sollten, damit sich das menschliche geistige und alles andere Leben weiterentwickeln konnte. In der Anthroposophie werden eine nördliche und eine südliche Strömung unterschieden, aber in GA 195 „Weltsylvester und Neujahrsgedanken“ ist in der ersten Vorlesung von drei Strömungen die Rede. Iva Maneva hat mich vor einigen Stunden auf diese Vorlesung aufmerksam gemacht, die ich vor längerer Zeit gelesen hatte, damit ich das auf das heute Vorzutragende abstimme. Nachdem ich mich daran erinnerte, worum es geht, hat dies die Vorlesung, deren Titel vor ca. 20 Tagen formuliert war, in einem anderen Sinne bereichert. Nun werde ich versuchen, Beides miteinander zu verbinden und wir werden die jeweiligen Schlüsse ziehen.

Von der Atlantis nehmen drei Strömungen ihren Anfang und nicht zwei, wie in der Anthroposophie bekannt ist. Die eine bleibt gewissermaßen verborgen und Steiner hat sie nicht beleuchtet. Wir wissen, dass die nördliche Strömung durch die nördlichen Gegenden der Gebiete ging, die heute Europa und Russland darstellen, sie stieß tief nach Asien vor und erreichte die heutige Wüste Gobi nördlich des Himalayas. Vor etwa 7000 bis 8000 Jahren v.Chr. war die Gobi eine blühende Landschaft. Diese Strömung wurde von Zarathustra angeführt, der von Manu im Sonnenorakel eingeweiht worden war. Die zweite Strömung ist die südliche, die durch das Territorium des heutigen Frankreichs, Spaniens, Nordafrikas, Ägyptens, der Arabischen Halbinsel usw. ging und auch die Gobi-Wüste erreichte. Laut Steiner wurde diese Strömung von Manu selbst angeführt. Ich werde etwas sagen, was das Ergebnis unserer okkulten Forschungen ist. Ich erhebe keinen Anspruch, dass sie rechtmäßiger sind als der Okkultismus Steiners, deshalb nehmen Sie bitte das als ergänzend auf. Steiner hat Vieles verschwiegen, obwohl er sehr gut gewusst hat, aber das fehlende Gehör und die Gefahr der Aufdeckung der Bodhisattva-Mission ließ ihn über bestimmte Fragen schweigen. Diese südliche Strömung wird vom dritten Bodhisattva angeführt, und Manu ist derjenige, der alle drei Strömungen im Sonnenorakel vorbereitete und hinter allen dreien stand. Wie wir wissen, befand sich in der Nähe des heutigen Irlands der „Vorposten“, von dem aus alles begann. In den irischen Gebieten gab es eine Synthese der Mysterien und dort begann die Trennung. Derjenige, der die Synthese beherrschte, ist Skythianos – der Eingeweihte, über den Steiner am wenigsten sprach.
Die dritte Strömung ging quer durch Europa und kam auf die Balkanhalbinsel. Sie wurde von Skythianos selbst angeführt. Von Beinsa Douno wissen wir, dass in die heutige Gegend des Aladscha-Klosters bei Varna Eingeweihte aus der Atlantis kamen, aber wir werden darauf später zurückkehren. Es geht um drei Strömungen, wobei die dritte verborgen bleibt. Was machte der Bodhisattva, der die südliche Strömung anführte, von der Steiner sagte, dass sie von Manu angeführt wurde? Was wird dort verheimlicht und warum wird der Bodhisattva selbst verborgen? Was sind die südliche und die nördliche Strömung? Unterwegs trafen diese Strömungen auf örtliche Bevölkerungsmassen, die das atavistische Hellsehen beherrschten. Diese mussten in einer speziellen und anderen Art beeinflusst werden, die dem Plan der zukünftigen Menschenentwicklung entsprach.
In der Vorlesung über die Bodhisattvas, die ich im Laufe von zwei Jahren geschrieben habe, und die mehrmals gelesen werden sollte, gehe ich auf zwei der zwölf Bodhisattvas ein, die während der Erdenentwicklung einen Aufstieg zum Buddha-Rang erfahren werden. Diese beiden Bodhisattvas befassten sich in der atlantischen Zeit hauptsächlich mit dem physischen Menschenleib, der damals der Kulturentwicklungsfaktor war. Was bedeutet es, dass der Kulturentwicklungsfaktor der Atlantis der physische Leib war und der urindischen Zeit – der Ätherleib? Der Geist ist die Zukunft, der Vater ist die Vergangenheit und unsere Seele ist die Gegenwart. Beinsa Douno sagte, dass der Mensch seine Seele darstellt, wir können hinzufügen: auch das Ich. Das, was der Mensch im Moment ist, das ist seine Seele. Mit ihr erlebt er und nimmt Einflüsse von der Umwelt auf. Welche ist unsere Seele im Moment? Das ist unsere Bewusstseinsseele, durch die wir die Welt wahrnehmen. In der atlantischen Zeit war der physische Leib unsere Seele und durch den Leib haben wir die Welt wahrgenommen. Die beiden Bodhisattvas haben seit der Mitte der atlantischen Zeit mit diesem Faktor auf zwei sich in der Zeit entwickelnden Arten gearbeitet, um das auszubilden, was sich in der ersten und zweiten Kulturepoche der sechsten Wurzelrasse widerspiegeln wird. Bisher ist es nicht ganz klar, was für Fähigkeiten sie unserem physischen Leib als Keim angelegt haben, aber diese sind auf alle Fälle damit verbunden, was wir aus einer viel späteren Zeit als den Manichäismus kennen. Was geschah in der ersten Kulturepoche im alten Indien mit dem dritten Bodhisattva, als im Jahre 5505 v.Chr. das große Weltenneujahr von der Menschheit erlebt wurde? Als die von Zarathustra und dem dritten Bodhisattva angeführten Strömungen sich auf dem Gebiet der heutigen Wüste Gobi während des Weltneujahrs begegneten, und der Kulturentwicklungsfaktor der Ätherleib war, hat die Menschheit das Folgende erlebt. Das Bewusstsein unserer Seele, d.h. unseres Ätherleibes, hat sich mit dem Bewusstsein des Astralleibes verbunden, der in sich die Weltengeheimnisse des Kosmos enthält. Bei der Erhebung im Bewusstsein haben wir diese Weltengeheimnisse erlebt und das hat sich unseren Ätherleibern jeweils unterschiedlich eingeprägt, abhängig von der Evolutionsentwicklung jedes Menschen oder seiner Bewusstseinsstufe. Was geschah im großen Weltenneujahr, so dass der bulgarische zyklische Sonnenkalender, der der älteste und genaueste ist, im Jahr 5505 v.Chr. beginnt? Als die beiden Forscher, die diesen Kalender wieder herstellten – T.Tanev und A. Manev -, sagten, dass dies der Augenblick der Schöpfung sei, hatten sie bis zu einer Stufe Recht. Wenn wir verstehen, was wir und der dritte Bodhisattva damals erlebt haben, was sich unseren Ätherleibern eingeprägt hat, werden wir in der Lage sein, das Geheimnis dieses Wendepunktes in der Menschengeschichte zu streifen. Der dritte Bodhisattva erlebte das in einer anderen Art als alle anderen Menschen. Während der atlantischen Zeit konnten die beiden Bodhisattvas, und später auch der dritte in das Menschengefäß bis zur Stufe des Astralleibes heruntersteigen. Die Anbindung an einen ätherischen und physischen Leib war nicht möglich. Würde man hellseherisch einen solchen Bodhisattva sehen, würde man bemerken, dass er sich sehr hoch hinauf in die astralischen Welten erhoben hat. Das Weltenneujahr findet einmal alle 12000 Jahre statt und das, was in der östlichen Esoterik „Das Tor zum Unsichtbaren“ heißt – einmal alle 24000 Jahre. Beim Weltenneujahr konnte ein damals inkarnierter Mensch die Weltenweisheit erleben. Das war nur auf dem Erdenplan möglich und wer damals nicht auf der Erde war, konnte das nicht erleben. Indem der dritte Bodhisattva bis zum Astralleib seines Gefäßes herunterstieg, konnte er im Augenblick des Weltensilvesters sich mit dem Ätherleib des Gefäßes verbinden und ihm alles einprägen, was als die Weltenweisheit erlebt wurde. Was sahen die Bodhisattvas und alle anderen Menschen in diesem Augenblick? Alles bis dahin war eine Art Rückblick auf die Atlantis. Von diesem Augenblick an sahen alle und vor allem der Bodhisattva, der soz. qualitativ am besten das Weltenneujahr erlebte, die bevorstehende Zukunft. Das nächste Weltenneujahr wir im Jahre 6495 n.Chr. sein, wenn der Mond sich wieder mit der Erde verbunden haben wird. Dann wird sich das Böse in einem unerhörten Maße steigern und wir werden am weitesten von der „Pforte Brahmas“ bzw. der Weltenweisheit entfernt sein. Deshalb müssen wir durch den Christus-Impuls einen solchen Weg zurückgelegt und eine solche Ich-Evolution erreicht haben, dass wir mit diesem kolossalen Übel in dieser ungünstigsten Position vom geistigen Standpunkt aus fertig werden. Der dritte Bodhisattva, der Bodhisattva der ersten nachatlantischen Zeit, erlebte alles, was als Böses zukünftig bis zur Trennung in eine gute und eine böse Rasse kommen wird. Er prägte dieses mächtige Wissen in den Ätherleib seines menschlichen Gefäßes ein, indem er ihm die Charakteristika eines Astralleibes verlieh. So wurde die zweite Kulturepoche vorbereitet, in der Zarathustra – der bedeutendste Schüler dieses Bodhisattva, mit dem sie zusammen unter der Leitung Manus in jenen Gebieten waren – die Lehre von Ormuzd und Angra Manyu bzw. Ahriman gab, die Lehre der Trennung zwischen Licht und Dunkelheit. Das, was der Bodhisattva erlebte, der damals zum Buddha wurde, wird sich in der siebten Kulturepoche widerspiegeln, im Krieg aller gegen alle. Dann werden nur die Menschen, die den Weg zu Christus gefunden und in der richtigen Art zurückgelegt haben, das Produkt als Weltenweisheit benutzen, das im Astralleib dieses Bodhisattva ausgearbeitet wurde. Dann werden wir eine gigantische Weltenweisheit brauchen und die Liebe von Golgatha, um mit dem ankommenden Mond fertig zu werden.
Am Anfang der Bibel ist von drei Söhnen Noahs die Rede – Sem, Ham und Jafet(h). Das sind die drei Weltenströmungen. Wir wollen verfolgen, wer welche Strömung repräsentiert und wo unser Platz in ihnen ist. In der Geschichtsschreibung besteht ein Streit darüber, ob die Bulgaren zur jafetischen oder semitischen Strömung gehören. Die russische Geschichtsschule mit all ihren umstrittenen Ergebnissen, die wir finden können, bestimmt uns ohne Zögerung als dem semitischen Anfang zugehörig. Der Geschichtsschreiber und Geograph al-Massudi aus Bagdad (Abu al-Hasan Ali ibn al-Husain al-Masʿūdī), der im zehnten Jahrhundert gelebt hat, wies darauf hin, dass wir aus dem Methusalem entstammen, dem Großvater Noahs. Natürlich ist „Großvater“ symbolhaft gesagt, so wie die Hunderte von Jahren, die die alten Gestalten der Bibel gelebt haben. Auf diese Weise wird bildhaft die Erinnerung an sie dargestellt, die im Bewusstsein lebte, das sich von dem Bewusstsein ihrer Nachfahren stark unterschieden hat. Im „Anonymen Chronograph“ von 334, der die Abschrift einer früheren Quelle darstellt, heißt es, dass die Bulgaren von Ziezi stammen, der von Sem stammt. Beinsa Douno sprach über die „sanften“ Bulgaren auf der Balkanhalbinsel, die seit den ältesten Zeiten in unseren Gebieten lebten. Die Geschichte kennt auch die Pelasgen, die hier lebten und die die alten Chroniken als Menschen vor der Sintflut bestimmen. Wer sind diese Menschen, die soz. unsere Stammväter sind? Als die drei Strömungen aus der Atlantis loszogen, begegneten sie in den verschiedenen Territorien örtliche Bewohner. Die örtliche Bevölkerung in unseren Gebieten, die das alte Hellsehen am längsten behalten hat, sind gerade die „sanften“ Bulgaren oder die Pelasgen, die hier schon vor der Sintflut lebten. Hierher kamen die Eingeweihten, die die vorbereitende Mission für die Zukunft unter dieser Bevölkerung erledigen sollten als die Träger des Willens, des Ich-Prinzips. Das Blut ist die „Transportader“, auf der das Ich sich auf dem äußeren Plan bewegt und es manifestiert sich im Willen. Dort sind die Intuition und die ganze Zukunft der Menschheit. Dort versank nach und nach die ganze göttliche Welt und oben schwamm die Welt der Gedanken.

Die jafetische Strömung ist diese, die von Zarathustra angeführt, den nördlichen Weg nahm und das Gebiet der heutigen Wüste Gobi erreichte. Die südliche Strömung stellt den von Ham gegebenen Anfang dar. Die vorderste Strömung, die zur Balkanhalbinsel über Mitteleuropa zog, stammt von Sem, Noahs erstgeborenem Sohn. Wenn die heutige Wissenschaft Artefakte der Zivilisation im Zweistromland am Tigris und Euphrat findet und sie als die ältesten bezeichnet, nimmt sie logischerweise an, dass dort die Wiege der Zivilisationen ist und setzt diese Gebiete mit dem Garten Eden aus der Bibel gleich.
Eigentlich hat sich die Umkehr aus dem Paradiesgarten zum Erdenplan im Jahre 5505 v.Chr. zugetragen, weshalb dieses Jahr dem ältesten Kalender zugrunde liegt. Der bulgarische Zykluskalender zeigt große Ähnlichkeit mit dem Kalender, der (H)enoch erhielt (in den Schriftrollen vom Toten Meer (Qumran-Rollen) entdeckt), als er durch den Erzengel Uriel in die geistige Welt hinaufgeführt wurde und ihm die Naturgeheimnisse und die Weltengesetze eröffnet wurden, die die Himmelskörper leiten.
Mit dem vierten Bodhisattva begann die Herausbildung der Völker der Welt. Vor dieser Zeit können wir noch von keinen Völkern reden, da der Mensch damals nicht die Fähigkeit besaß, sich selbst als zu einem Volk zugehörig zu empfinden. Die Menschen fühlten sich eher einem Stamm zugehörig, der einen Stammesführer hatte. Inzwischen gibt es historische Zeugnisse über die Beziehung der Völker im alten Sumer zur Balkanhalbinsel. Danach entwickelten sich Babylon und Chaldäa, wobei Chaldäa eher mit dem Priesterstand verbunden ist und nicht mit einem bestimmten Volk. Abraham kam aus Ur in Chaldäa heraus. Ich behaupte, dass die Gründung des Volkes der Sumerer durch die „sanften“ Bulgaren geschah, auch die Gründung des Babylon-Volkes. Die Gründung jedes anderen Volkes ist auf den semitischen Anfang zurückzuführen, der durch die Balkanhalbinsel ging. Das ist die mittlere Strömung, die von Skythianos angeführt wurde. Über den Streit darüber, welchem Stamm wir entspringen, werde ich Folgendes sagen. Wenn über Skythen auf dem Gebiet des ganzen Eurasiens die Rede ist, wo die „wilden“ Bulgaren umherstreiften und Völker und Zivilisationen bis zu den Gebieten der japanischen Inseln begründet haben, entsteht der Eindruck, dass wir zur jafetischen Grundlage gehören, aber ihre Wurzel von der Balkanhalbinsel ist. Wenn vom Zug in Richtung des Zweistromlandes die Rede ist, entsteht der Eindruck, dass wir zur semitischen Grundlage gehören. Dem ist tatsächlich so, aber wir haben Erscheinungsformen überall, einschließlich am Anfang durch Ham, durch See- und Reitervölker, die Ägypten angriffen und dort die Führung übernahmen, was wahrscheinlich zur Zeit Abrahams geschah. Das ist eine Riesenanpassung von Völkern, auf die ich jetzt nicht detailliert eingehen will, da unser Thema auch so sehr umfangreich ist.
Wenn wir über die Bulgaren reden, müssen wir wissen. dass wir die authentische Bevölkerung der Balkanhalbinsel vor der Sintflut sind, unter der die semitische Grundlage unter der Führung des geheimnisvollsten Eingeweihten Skythianos arbeitete. Deshalb war hier die Existenz aller Mysterien der Erde möglich. Was war charakteristisch für die beiden bekannten Strömungen und für die mittlere Strömung, die wir nun zum ersten Mal neu formulieren werden? Zarathustras Weg bzw. die Nördlichen Mysterien waren der Weg der ekstatischen Beziehung zur geistigen Welt. Durch die Vorbereitung in den Mysterien konnte sich der Schüler von seinem Leib loslösen, indem er sein Ich-Bewusstsein und die Sinne zur Wahrnehmung der äußeren Welt opferte, um die geistigen Hierarchien aufzunehmen – jeder in dem Maße, in dem ihm das möglich war. Das war das Erleben des Mysteriums des Raumes oder der Zwölf und es wurde das Feuer des Raumes bzw. das Feuer des Himmels erlebt. Eine Widerspiegelung dieses Feuer-Mysteriums ist das Brot, das im Ofen gebacken wird. Bei diesem Kontakt zur geistigen Welt trat man mit den Göttern in Beziehung und dort war der Blick nicht auf die seelische Vervollkommnung, sondern auf die Vorbereitung des Einzuweihenden gerichtet, der zum Gefäß eines höheren Wesens werden sollte. Dort war die Inkorporation wichtig. Für Zarathustra, der von da bis zur Zeitenwende sieben Inkarnationen hatte, war es nicht so wichtig, wie fortgeschritten er selbst war, sondern sein Fortschreiten war im Sinne der nördlichen Mysterien. Wichtig war es ihm, durch die Einweihungstechnik auf diesem Mysterienweg, selbst zum Gefäß und Vollzieher einer großen Mission zu werden. Wer diesen Weg beschritt, war ein Mensch der Tat, der auf große Hindernisse traf, er war der Sonnenheld. Alle vergötterten Helden des alten Griechenlands sind Menschen, die diesem Weg folgten, auf dem das Führende das Mysterium des Brotes, die Inkorporation und der Sonnenheld waren. Solche Menschen sind immer als Träger eines höheren impulsierenden Wesens unvermeidlich in einen Konflikt zum Umfeld geraten, da die anderen sie nicht verstehen konnten. Die südlichen Mysterien waren wichtiger als die Nördlichen, denn der Blick bei ihnen war auf das Innere des Menschen gerichtet und bezweckte die Vervollkommnung seines Seelenlebens. Der Höhepunkt und das Symbol dieser Mysterien ist Gautama Buddha, dem im sechsten Jahrhundert v.Chr. bei seinem Aufstieg zum Buddha zur Lehre von Mitleid und Liebe kam und den achtstufigen Weg des Schülers gab, der die Aufnahme des Golgatha-Mysteriums vorbereitete. Beim Weg des Mystikers ist der Blick nach innen gerichtet und durch die Einweihungsstufen geht man durch die vorherigen Inkarnationen bis zu der lemurischen Zeit und der übersinnlichen Welt bzw. dem Paradies zurück. Im Unterschied zum Weg der Ekstase, bei dem die Inkarnationen und die Sittlichkeit keine Rolle spielen, sondern der Wille, zum Gefäß zwecks Erfüllung einer bestimmten Weltenaufgabe zu werden, ist hier die Vervollkommnung der inneren Welt des Menschen von Bedeutung. Auf diesem Weg begegnete man nicht den Wesen der höheren Hierarchien, sondern den luziferischen, ahrimanischen und asurischen Wesen. Das waren die furchterregenden chthonischen Götter. Um diese zu überwinden, waren eine unheimliche Charakterkraft und die Überwindung gigantischer Hindernisse notwendig, durch die man zur Einweihung kam. Bei dieser konnte man durch den Überblick über alle Inkarnationen die Vorsehung über das Individuum und die Menschheit sehen. Das ist der Weg des Wassers, das Mysterium des Blutes oder das Erleben des lebendigen Wassers. Beide Wege hatten einen gemeinsamen Ausgangspunkt, gingen in zwei Richtungen und hatten das gleiche Ziel. Der Ausgangspunkt ist das Erdenleben. Derjenige, der den Weg der Ekstase besteigt, erhebt sich über die Sphären des Mondes, des Merkurs und der Venus und gelangt zur Sonnensphäre, um dort mit einem entrückten Bewusstsein das makrokosmische Christus-Ich zu finden. Das ist der „Mondenweg“, denn man durchläuft zuerst die Mondensphäre. Der andere Weg, den Steiner den „Saturnweg“ nennt, kam man durch den Eintritt in die Menschenseele – natürlich müssen wir bedenken, was die Menschenseele in der jeweiligen Epoche darstellt – zur Enträtselung der Geheimnisse der Organe des physischen Leibes. Der Weg zur Sonnensphäre ging über die Sphären des Saturns, Jupiters und Mars. Beide Mysterien führten zum gleichen Ort, wobei Christus das Ziel war, aber das geschah auf zwei grundlegend unterschiedliche Arten. Beide Wege waren der Menschheit zur allgemeinen Vorbereitung auf die Ankunft Gottes notwendig.
Es gibt eine dritte Strömung, die direkt zum Christus führte und nicht über Umwege ging. Das ist die Strömung Abrahams, die zu einer direkten, physischen Begegnung mit Gott in der Zeitenwende führte. Demgegenüber hatten die anderen zwei Strömungen eine übersinnliche Beziehung zu Ihm als dem Sonnengeist auf der Sonne vor Seinem Herabstieg. Diese dritte Strömung wurde abgeleitet und gebildet von den „sanften“ Bulgaren in Sumer und sie ging durch den Auszug Abrahams aus Ur Chaldäisch und das Mysterium der Blutverwandtschaft weiter, aus dem der Leib für Gott entstand. Wo hat der Avatar Melchisedek, der Manu oder Noah war, Abraham eingeweiht? Das geschah auf dem Hügel von Sion, wo später der Tempel Salomos aufgebaut werden sollte. Dort weihte Melchisedek als der König von Salem Abraham ein – durch das Mysterium des Brotes und des Weines, des Feuers und des Wassers, des Raumes und der Zeit und hob nur leicht den Vorhang vor dem Sonnenmysterium an. Das war notwendig, da Abraham das Mysterium der Leibbildung nur auf dem Mondenweg erleben durfte. Das hebräische Volk wurde in seiner Entwicklung der allgemeinen Menschheitsentwicklung entzogen und als eine dritte, besondere Strömung ausgebildet, die direkt über 42 Generationen zur Begegnung mit Gott auf dem physischen Plan führte. In diese Strömung wurden die Seelen vereint, die mit dem Stamm Sems verbunden waren, mit dem Stamm, der den Leib für Gott gab. Wir haben mehrmals die hebräischen Mysterien aus verschiedenen Gesichtspunkten beleuchtet und werden darauf nicht mehr eingehen, sondern nur erinnern, dass die althebräischen Propheten die Propheten aus allen anderen Völkern kamen. Jeder Prophet war mit seiner Einweihung aus dem früheren Leben vertreten, die in die zentrale, die anderen zwei Strömungen synthesierende und direkt zu Gott führende Grundlage mündete. Alle Gestalten des Alten Testamentes, die Propheten oder andere berühmte Persönlichkeiten waren, können wir später in der Zeitenwende wieder entdecken. Ein großer Teil von ihnen findet man später an der Seite des Meisters Beinsa Douno. Warum sie an seiner Seite waren, wird in etwa zwei Stunden deutlich werden.

Die beiden Mysterienarten finden wir später in den Dionysischen und Apollinischen Mysterien wieder. Die Apollinischen Mysterien dienten zur Verbindung mit den höheren Göttern und der Apollon-Grundsatz kam im Sonnenheld, in der Christus-Suche durch die Ekstase, im Mysterium des Raumes und der Zwölf, zum Ausdruck. In ihnen wirkte die Grundlage Zarathustras oder allgemeiner ausgedrückt, die jafetische Grundlage. Die Dionysischen Mysterien sind ein Produkt der südlichen Strömung und dienten der Verbindung zu den niederen Göttern. Etwa 100 Jahre vor der Erscheinung des Buddha Orpheus zog Dionysos nach Indien, um die örtliche im Verfall begriffene Bevölkerung zu „veredeln“, in der fast nichts von dem ursprünglichen Einfluss der Arier geblieben war. Er vertrat die Hinwendung des Menschen zu seinem Inneren und die seelische Vertiefung. Wenn ich die Behauptung aufstelle, dass sowohl die Apollinische, als auch die Dionysische Grundlage die authentischen bulgarischen Grundlagen sind, die von den „sanften“ Bulgaren kommen, finde ich einen überzeugenden Beweis dafür im siebten Vortrag aus GA 129 „Weltenwunder, Seelenprüfungen und Geistesoffenbarungen“. Dort sagt Steiner, dass Dionysos als Plato wiedergeboren wurde und sein weiser Lehre Silenos – als Sokrates. In welchem Volk lebten ca. 1300-1400 Jahre v.Chr. Dionysos und sein Lehrer Silenos, als von Griechen und Hellenen noch nicht gesprochen werden konnte? Ich habe gesagt, dass die ganze hellenische Kultur ihren Ursprung in der thrakischen Kultur hat, was eine rein bulgarische Kultur ist, denn Thraker hat die Bedeutung „Barbaren“ und so haben die Griechen die Bulgaren genannt. Kein Bulgare hat sich selbst jemals als Thraker bezeichnet, sie waren in über 100 Stämme mit verschiedenen Namen eingeteilt, aber keiner trug den Namen Thraker. Als Träger des Ich-Prinzips haben sich die Bulgaren viel schwieriger untereinander vereinigt, aber sie haben in den verschiedensten Ecken der Erde problemlos die örtliche Bevölkerung angeführt und Staaten gegründet. Die Dionysischen Mysterien sind die Mysterien des Blutes und der Zeit. In den alten Sagen liest man, dass Dionysos die erste Weinrebe gepflanzt hat. Aber im Alten Testament wird als der erste Mensch, der sich betrunken hat, Noah genannt. Der Wein erscheint mit der ersten nachatlantischen Kulturepoche, und Dionysos ist der herausragendste Vertreter der südlichen Strömung, die vom dritten Bodhisattva angeführt wurde, und in der auch Manu anwesend war. Deshalb sagt Steiner, dass Manu diese Strömung anführt und er erwähnt den Bodhisattva nicht, da er auf einer niedrigeren Stufe der Hierarchieleiter steht. Der Wein war notwendig, um den Menschen, der noch in den geistigen Welten schwebte, zum Irdischen heranzuziehen, aber ihm stand ein langer Weg der Vorbereitung auf den Herabstieg Christi bevor. Schon in der Zeit der Dionysischen und Apollonischen Mysterien gab es jemanden, der eine Synthese der beiden vornahm und das war der vierte Bodhisattva, der bei seiner Buddhawerdung unter dem Namen Orpheus bekannt wurde. Durch die Musik legte er in unsere Empfindungsseele das hinein, was wir heute als logisches Denken manifestieren. Er erneuerte die Eleusinischen Mysterien, die rein Dionysische Mysterien waren, deshalb heißt es in der Sage, dass er von den Bacchinnen zerrissen wurde – die Erneuerung der Mysterien bedeutet, dass der Blick nach innen gerichtet ist und man den dunklen Göttern begegnet. Das wurde zwar mit dem Bewusstsein des vierten Bodhisattva gemacht, der gleichzeitig die Ekstase beherrschte, aber wenn man diesen dunklen Göttern gegenübersteht, führt das zum symbolhaften Zerreißen durch die Bacchinnen. Aber die Synthese zur Vorbereitung der fünften Kulturepoche wurde verwirklicht. Zu dieser Vorbereitung leistete auch Dionysos seinen Beitrag – alles, was er tat, ist in unserer heutigen Kultur des Denkens geblieben. Neben den beiden, wenn wir nur von Halbgöttern sprechen, wurde diese Kultur auch vom nächsten Bodhisattva vorbereitet, den wir in seiner letzten Inkarnation als Gautama Buddha kennen. Von den eingeweihten Menschen leisteten Aristoteles und Plato einen großen Beitrag. In Persien wirkte der Wegbereiter Zarathustra, der im sechsten Jahrhundert v.Chr. als Zoroaster geboren wurde. Wenn Sie dem Vortrag Alexander Hoffarts bei der letzten Konferenz aufmerksam zugehört haben, werden Sie sehen, dass der Mithraismus keine Religion ist, die von den Persern stammt, sondern eine Religion der Skythen ist, folglich der Bulgaren, die aus dem Norden zwei bis drei Jahrhunderte vorher gekommen waren. Der Mithraismus wurde in das Perserreich eingebracht und von dort kamen die drei Könige als die Vertreter des Mysteriums des Raumes zum Jesus-Kind aus der salomonischen Königslinie. Sie haben einen langen Weg zurückgelegt – zeitlich und räumlich -, was bedeutet, dass sie lange in den nördlichen Mysterien vorbereitet werden mussten, um zu wissen, wann der Zarathustra-Stern wieder aufleuchten wird, vor dem sie sich verbeugt haben. Die Hirten verbeugten sich vor dem anderen Jesus aus der Priesterlinie, denn der König und der Priester wurden bereits getrennt im Unterschied zu ihrer Synthese, die im Mysterium des Lichtes bei den Ariern bestanden hatte. Die Hirten haben einen kurzen Weg in kurzer Zeit zurückgelegt, denn sie waren in der Nähe mit ihren Herden. Den heutigen Hobby-Esoterikern, durch die Ahriman glänzend arbeitet, und die die Frage stellen, wieso die Bibel von Herden spricht, die sich zur Weihnachtszeit draußen befunden haben und deshalb die Glaubwürdigkeit des Evangeliums bestreiten, kann ich antworten, dass es völlig falsch ist, Gegebenheiten der heutigen Zeit auf die Zeit vor 2000 Jahren zu übertragen – sei es das Wetter, sei es die Bewusstseinsstufe der Menschen. Natürlich waren die Herden draußen, natürlich fand die Geburt des nathanischen Jesus in der Weihnacht statt und die Hirten, die die Vertreter des Mysteriums der Zeit, des Blutes und des Wassers waren, verbeugten sich vor dem Kind in der Krippe. Durch die zwei Mysterien und die zwei Jesus-Kinder, die später zu einem Kind vereint wurden, sollte der Leib für Gott vorbereitet werden, in den das makrokosmische Ich selbst eintrat. Beim Geheimen Abendmahl begann Christus, mit Seinem Ich und der nathanischen Seele herauszugehen und sich in die harten und flüssigen Elemente der Erde, in das Brot und den Wein zu inkorporieren. Das kam zum Ausdruck in den Worten „Nehmt und esst; das ist mein Leib“ und „Trinkt alle daraus; das ist mein Blut“ (Matth.26:26-28). Das Mysterium des Raumes und der Zeit, des Fleisches und des Blutes begann beim Geheimen Abendmahl und sollte mit den Bluttropfen am Kreuz zu Ende sein, die die Verbindung Christi mit der Erde und an Pfingsten – mit dem Menschen selbst bedeuteten, in dessen Ich Er eintrat. Hier können wir betonen, dass bei den Worten „Es ist vollbracht“, аls Christus Sein Leben aushauchte, das Erdbeben eintrat und der Vorhang im Tempel entzwei riss, wurde der Zugang zum Allerheiligsten des Tempels, zur Synthese dieser zwei Impulse im Christus geöffnet. Seitdem sind die Mysterien offen, sie kamen ans Licht.
Wir werden kurz auf Aristoteles und Plato zurückkommen. Die Grundlage der Philosophie Platos war die Mysterienweisheit. Bei der Prägung der zehn Kategorien aus den übersinnlichen Bildern der alten Gnosis, die übrigens viel lebendiger als die heutigen abstrakten Begriffe waren, machte Aristoteles bei der Entwicklung seiner Logik einen Mondkelch, in dem die Mondsichel in sich die Sonne enthält. Das ist eines der Hauptsymbole des Grals, neben dem Hexagramm der zwei ineinandergeflochtenen Dreiecke, die das männliche und weibliche Prinzip symbolisieren und die geistige und irdische Welt. Jesus war diese Mondsichel, die die Christus-Sonne mit Liebe empfing, damit das große Mysterium zustande kommen konnte. Aristoteles prägte die Gesetze der Logik, damit die Menschen sich auf die Wahrnehmung Christi vorbereiten konnten. Bei Aristoteles ist die Mysteriengrundlage verborgen, aber man kann immer im Kelch seiner Logik die kosmische Intelligenz spüren, über die Michael auf der Sonne herrschte. Die Logik und die Gesetze, nach denen sie sich entwickelt, wurden von Aristoteles wie von keinem anderen nach ihm erforscht, bis Steiners Zeit kam. Darin spürt man den Geist der kosmischen Intelligenz der Sonne. Deshalb müsste heute jeder, der denkt, wissen, dass das zur Sonnenintelligenz gehört. Wenn man diese nicht rechtmäßig in einer geistigen Art verwendet, also wenn man nicht das kontemplative Denken entwickelt, wird dieser Mondkelch aus Begriffen des Aristoteles zu einem Kelch der ahrimanisierten Intelligenz. Aus einem Gral wird der Kelch zu einem Anti-Gral. Bedauerlicherweise tragen alle heutigen Menschen den Anti-Gral in ihrem Bewusstsein und ihre Handlungen entstammen diesem Anti-Gral. Das ist hauptsächlich Ahrimans Werk, aber die geistige Faulheit unserer Zeitgenossen leistet auch ihren Beitrag, so dass die Menschen überhaupt nicht wissen, was es bedeutet, klug zu sein. Erfreulicherweise gibt es einige Ausnahmen aus der Regel, und sie sind unsere Hoffnung für die bevorstehenden Prüfungen. Plato und Aristoteles sind die großen Wegbereiter und die Blüte der griechischen Kultur, die vor ihnen mit der Literatur, Musik und Bildhauerei begann. Diese Künste waren das Ergebnis einer viel ätherischeren Weltwahrnehmung, aber die griechische Kultur erreichte ihren Höhepunkt mit der Frucht Aristoteles‘, die in die Welt mit dem Schwert Alexanders des Großen verbreitet wurde.
Nachdem der Vorhang im Tempel gerissen war, brauchten die Menschen schon einen Blick auf die Mysterien mit ihrem wachen Tagesbewusstsein. Johannes der Täufer verkündete als Erster die Ankunft Christi. Im Matthäus-Evangelium sagt er: „Ich taufe euch mit Wasser zur Buße; der aber nach mir kommt, ist stärker denn ich, dem ich nicht genugsam bin, seine Schuhe zu tragen; der wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.“ (Matth. 3:11) Hier sehen wir einen Nachhall des Feuermysteriums, des Mysteriums des Raumes, denn Johannes gehört zu denjenigen, die Gott empfangen. Im Johannes-Evangelium sagt Christus zu Nikodemus bei ihrer übersinnlichen Begegnung: „Wahrlich, wahrlich ich sage dir: Es sei denn daß jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen“(Joh. 3:5). Wie wir wissen, ist Nikodemus die wieder inkarnierte Königin von Saba, die das Mysterium des Leibes kennt. Als Gott kam und die beiden Mysterien in ihm eine Synthese erfuhren, gingen die Hirten als Vertreter der Mysterien des Wassers zu Ihm. Sie hatten inspirativ die Botschaft der Engelsschar empfangen und gingen zum Kind in der Krippe. Die Engelsschar, – das war Buddha mit dem Produkt der veränderten Astralleibern der früheren fünf Bodhisattvas und dem Produkt seines Teils des Astralleibes, der in Manas umgewandelt war. Die Hirten besaßen die Inspiration und sollten eine Metamorphose erleben, die sie in der christlichen Zeit zu Weisen machen sollte, d.h. sie sollten ihren Blick hinaufrichten und die Hürde der Naturwelt überwindend, eine Beziehung zur geistigen Welt aufnehmen. Die Könige dagegen sollten ihren Blick nach innen richten und durch die Hürde der Seele den Zugang zu Christus in ihrem Ich finden. Deshalb sagte Christus zu Nikodemus, der das Mysterium des Raumes und des Feuers kannte, dass er wieder geboren werden soll aus Wasser und Geist. Als jüdischer Eingeweihter im Geist der südlichen Mysterien verstand Nikodemus nicht gleich, was Christus ihm sagte und fragte, wie jemand, der alt sei, wieder geboren werden könne. Verstehen Sie, wie der Sinn der Evangelien vor unseren Augen erscheint, wenn wir wissen, welche Gestalt aus der Bibel welche Individualität war und was eigentlich in den Worten enthalten ist, die sie sagt oder die zu ihr gesagt werden. Es gibt jedoch eine Persönlichkeit, zu der bereits bei ihrer Ankunft auf die Erde Gott sagte, dass Gott Geist ist „und die Ihn anbeten, die müssen Ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten“ (Joh.4:24). Das ist die Samariterin -der inkarnierte Joseph, einer der zwölf Söhne Jakobs, der von seinen Brüdern als Sklave verkauft wurde und der ihnen vergeben hat. Künftig muss das Gute das führende Prinzip zur Transformation des Bösen sein. Deshalb hatte die Samariterin diese hohe Ehre, die erhabenen Worte Gottes aus Seinem Mund zu hören. Die Samariterin hatte fünf Männer und der sechste war „noch nicht ihr Mann“. Diese fünf Männer sind die vier Kulturepochen, die bis zur damaligen Zeit vergangen waren, und die bevorstehende fünfte. Derjenige, der noch nicht ihr Mann ist, ist die sechste Kulturepoche, wenn wir Gott wahrhaftig im Geist und in der Wahrheit anbeten werden. Das ist die Synthese und sie bedeutet, dass wir mit unserem Ich oder dem Geist, den Geist der Wahrheit anbeten werden. Das ist die erste Verkündung der Ankunft des Geistes der Wahrheit. Die nächste fand beim Geheimen Abendmahl statt, als Christus sagte, dass Er von Seinem Vater einen anderen Tröster erbeten wird – den Geist der Wahrheit. Der Samariterin hat Christus die Synthese verkündet, denn sie war in der dritten Strömung, die direkt zu Ihm führte.

Nach dem Golgatha-Mysterium und nach Pfingsten gingen unterschiedliche Strömungen unter die Menschen. Wir wollen diese Strömungen betrachten, damit jeder, der hier anwesend ist oder diese Vorlesung sieht bzw. liest, sich selbst die Frage stellen kann. zu welcher Strömung er gehört. Warum ist das notwendig? Wenn man selbst bestimmen kann, wo man sich befindet, wenn man erlebt und die richtige Einstellung zu den Menschen in der jeweiligen Strömung über seine Bewusstseinsseele findet, kann man in einer richtigen Art seine vorherigen Inkarnationen abarbeiten. Aber in seiner eigenen Strömung wird man nicht die Möglichkeit haben, Eigenschaften für die Zukunft auszuarbeiten. Nur wer zu einer anderen der Strömungen geht und sie erlebt, kann Eigenschaften für seine künftigen Inkarnationen entwickeln. Nur ein Mensch, der zu einer Synthese spiritueller Mysterienströmungen in seinem Inneren fähig ist, ist ein Mensch der Zukunft, wobei unter „Zukunft“ der Heilige Geist zu verstehen ist. Der Heilige Geist ist die Zukunft, Christus ist die ewige Gegenwart und der Vater ist die ewige Vergangenheit. Jetzt sind wir ganz am Anfang des großen Christentums des Heiligen Geistes und nur Seelen, die zu einer Synthese gestimmt sind, nur Seelen, die in der dritten Strömung waren, die von Abraham begann, nur Seelen, die eine Beziehung zur alten Bevölkerung der Balkanhalbinsel haben, können leicht die beiden Impulse aufnehmen und diesen Raum in ihrer Seele geben, wo das Ich eine Synthese der Impulse macht. Ich behaupte nicht, dass das für die anderen Seelen unerreichbar ist, aber sie müssen Anstrengungen unternehmen, um dies zu leisten. So wie der mechanische Okkultismus den angelsächsischen Völkern seit ihrer Geburt hineingelegt worden ist und später seine natürliche Erscheinung haben wird, so finden heute die Menschen, die die Synthese in der dritten Strömung praktiziert haben, keinen Widerspruch in ihrer Seele bei der Vereinigung der anderen zwei Strömungen und ihrem Erleben entsprechend der erreichten Stufe ihres Bewusstseins. Mit solchen Menschen können wir leicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen, im Unterschied zu den anderen.

Welche Strömungen gingen von Golgatha aus? Die zentrale Strömung, die als der Fortsetzer des Synthese-Grundsatzes bestimmt werden kann, bestand aus denjenigen, die Christus empfingen und verabschiedet haben. In einem Gespräch mit Ita Wegman sagt Steiner, dass man über die Strömungen in einer anderen Art sprechen kann. Sergej Prokofieff kannte den Inhalt des Textes und er erkannte in ihm die tiefsten Gründe der christlichen Esoterik und konkreter der Christologie. Laut Steiner können wir auf die Michael-Strömung mit zweierlei Blick sehen. Einmal von der Sonne aus, wo exkarnierte Seelen Christus auf Seinem Abwärtsweg verabschiedeten. Darunter waren Aristoteles und Alexander der Große. Unten auf Erden waren die Seelen, die Christus empfingen. Der Erste, der Ihn empfing, war Johannes der Täufer und der Letzte, der sich von Ihm auf dem Golgatha-Hügel verabschiedete, war Johannes Evangelist. Aus dem Mysterium der Auferstehung kam eine dritte Strömung im Christentum heraus, wobei die Strömungen der Hirten und Weisen weiterbestanden, aber mit einer unterschiedlichen Umwandlungsstufe, die die Menschen in ihnen erreichten. Die Hauptströmung, die mit Abraham begann, führte zu Christus und sollte danach wieder als die Hauptströmung herausgehen, während die beiden anderen Strömungen wie eine Gabelung verliefen. Die zentrale Strömung von den beiden Johannes, die wir unter Vorbehalt die „Gralsströmung“ nennen können, denn sie hat auch eine viel höhere Fortsetzung und ist multidimensional. Vorläufig werden wir die beiden Johannes als die Generatoren der mittleren Strömung setzen, die sich verzweigte und werden den Reichtum betrachten, den sie den Seelen zum Leben in diesen Strömungen gaben.

Zuerst kommt die Strömung des Paulus. Paulus war ein jüdischer Eingeweihter, für den sich Gott oben auf der Sonne befand. Bei seiner dramatischen Begegnung mit dem auferstandenen Christus vor Damaskus wurde Paulus von einem Verfolger zum größten Verbreiter des Christentums und erhielt ein tiefes Verständnis des Golgatha-Mysteriums, das man seinen Briefen entnehmen kann. Diese Begegnung hat alles Böse, was er in sich trug, mit der Gegenkraft transformiert. Deshalb beginnt die Strömung des esoterischen Christentums bei ihm und bei Dionysios Areopagita. Paulus hat den Tod nicht erlebt wie die anderen drei von Christus Auferweckten, die dem Tod nahe waren. Er war am Leben, aber er erblindete und hat drei Tage lang weder gegessen noch getrunken. Aus seiner Umkehrung ging die Schule in Athen hervor, die er dort mit seinem Schüler Dionysios begründete. Es wird angenommen, dass auf Raffaels Fresko im Vatikan „Die Schule von Athen“ vorne Plato und Aristoteles dargestellt wurden. Vorne stehen Paulus und Dionysios, die die Schule von Athen wieder belebten, die später durch den Kaiser mit bulgarischen Wurzeln Justinian geschlossen wurde, was seinerseits zur Entstehung der Akademie in Gondischapur führte. In seinem Brief an die Athener sagte ihnen Paulus, dass er an ihren Heiligtümern vorbeigehend, einen Altar gesehen hat mit der Aufschrift „Dem unbekannten Gott“. „Nun verkündige ich euch denselben, dem ihr unwissend Gottesdienst tut“ (Apostelgeschichte 17:23). Dionysios Areopagita war in die Eleusinischen Mysterien eingeweiht, die eigentlich Dionysische Mysterien waren. Er kannte sie so gut, dass er Paulus hörte und sofort begriff, dass Christus der Gott ist. Weiter wird gesagt, dass „etliche Männer“ ihm anhingen und gläubig wurden, namentlich werden Dionysius sowie eine Frau erwähnt, die Damaris heißt (ebd. 17:34). Jeder kennt den Ausdruck напипвам дамара на нещо . Die Frau Damaris verstand auch, was im Menschen schon das Wichtige war, und das war das Leben des Christus im Ich nach Pfingsten. Alles, was im Menschen danach zu entwickeln ist, muss auf dieses Fundament bauen. Wenn jemand das Wort дамар für eine Entlehnung aus den Turksprachen hält, werden ich ihm sagen, dass es ein rein bulgarisches Wort aus der Zeit des Dionysios und der Damaris ist, die zweifellos eine karmische Beziehung haben, in deren Details ich mich nicht vertiefen werde. Der Dionysios-Kult trat in den ursprünglichen christlichen Kult ein, der den fruchtbaren Boden unter den Völkern der Balkanhalbinsel hatte.

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