Die drei Strömungen und der Schulungsweg – Teil 3

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Eine andere Erscheinungsform der Templer sind die Troubadours oder die Minnesänger. Während die Tempelherren äußerlich mit dem Schwert kämpften, verbreiteten die Minnesänger die Gralsmysterien mit Liebe und Musik durch die Sagen, die sie in ihren Liedern erzählten. Sie waren eher die Boten der Mysterienzentren, die die Menschen auf die Gralsmysterien vorbereiteten und den Christus-Impuls durch die Bilder ihrer Lieder am Leben erhielten. Nachdem Titurel den Kelch für die Gralsmysterien aus den bildhaften Begriffen geschaffen hat, können wir in diesen Mysterien weiterhin immer Bilder sehen.

Bei den Tempelherren finden wir drei grundlegende Symbole – das Buch, den Altar und den Tempel. Das sind die Einweihungsstufen.

Das Buch repräsentiert die Entwicklung von Imaginationen, der Altar – die Entwicklung von Inspirationen und der Tempel stellt die Entwicklung der Intuition als die Vollendung dieser Stufen dar. Die Templer durchliefen eine dreistufige Einweihung, was wir den Anklageschriften in den Annalen der römisch-katholischen Kirche entnehmen können. Wenn ein keuscher Ritter intensive Folter erfuhr, wurden seine Leiber gelockert, die dunklen Geister konnten in sie einziehen, was zur Erhöhung der Versuchungen und zum Bekennen von Sünden führte, die der Ritter überhaupt nicht begangen hatte. Die erfundenen Sünden gingen jedoch in die Prozessprotokolle ein und dienten als Beweis gegen den Ritter. Der erste Einweihungsgrad war die „Verleugnung des Petrus“. Bevor der Hahn dreimal krähte, verleugnete Petrus den Christus, was die dreifache Verleugnung des Ich bei seinem Eintritt in unsere drei Leiber symbolisiert. Die Tempelherren praktizierten die dreifache Verleugnung des Petrus, damit sie danach mit neuer Kraft zurückkehren und die aufopfernde Kraft des Kreuzes finden konnten. Diese Wirkung ist bei Paulus zu beobachten – je stärker er Christus verleugnet und seine Anhänger verfolgt hatte, mit desto größerer Kraft kam das als Gegenpol zum Ausdruck, so dass er zum größten Jünger Christi wurde. Der zweite Grad war die Einweihung des Jakobus. Sie verkörperte die Hoffnung, dass selbst wenn das Heilige Land wieder in fremde Hände geraten sollte, sie wieder dorthin zurückkommen würden. Wer über die Geschichte der Kreuzzüge gelesen hat, weiß, dass das Heilige Land verschiedene Besitzer hatte, bis schließlich die Türken kamen und das Osmanische Reich gründeten, indem sie die glänzende arabische Weisheit der Schule in Bagdad in erloschene Kohle verwandelten und eine lange und äußerst herabwürdigende Macht errichteten, die im heutigen Zeitalter der Bewusstseinsseele ein neuer Diktator wieder beleben will. Der dritte Grad der Templer war die Einweihung des Johannes oder die Liebe, die in der Gründung von Gemeinden zum Vorschein kam, in denen das Gold gefahrlos zirkulierte. Alle drei christliche Tugenden – der Glaube, die Hoffnung und die Liebe wirkten in ihnen. Neben dem Buch, Altar und Tempel hat das Templertum weitere Symbole – das Schwert, den Kelch, den Stein des Schicksals und das Speer, die die Gaben der vier Ätherarten symbolisieren. Der Stein des Schicksals etwa symbolisiert den letzten, den Lebensäther, der im Erdenäon erschien. Die Gaben der vier Ätherarten emanierten in der alten Gnosis in die vier Elemente. Heute sind das die vier Aggregatzustände.

Wenn wir über die Gralsmysterien und die Templer sprechen, müssen wir wissen, dass damals alles voller Symbole war, denn das Golgatha-Mysterium wurde nicht als Erkenntnis, sondern als Gefühl erlebt. Von der Erkenntnis mit der Gnosis der ersten christlichen Jahrhunderte über das Gefühl bei den Bogomilen und Templern kommen wir zum großen Christentum des Heiligen Geistes, bei dem die Impulse sich im Willen begegnen sollen. Wie verlief die weitere Entwicklung der Mysterien? Nach dem neunten Jahrhundert entstand die Scholastik als der Versuch einer Synthese zwischen dem traditionellen Christentum und der Logik Aristoteles‘. Im 14. Jahrhundert begann die Zeit der Renaissance als die Frucht des Bogomilentums, im 15. bis 16. Jahrhundert führte die Reformation zur Absonderung des Protestantismus. Er begann seine Existenz als ein selbständiger Zweig des Christentums mit den Thesen Martin Luthers. Danach folgten die geistige Bewegung der Aufklärung (Ende des 17. bis Anfang des 19. Jahrhunderts) und die wunderbare Bewegung des Romantismus, die am Ende des 18. Jahrhunderts entstand. All das mündete in die Theosophie Annie Besants und Helena Blavatskys und schließlich in die Anthroposophie Rudolf Steiners und die Lehre Beinsa Dounos. So wurde der christliche Impuls entwickelt und wir können beobachten, wie sich im uns bekannten Christentum die beiden ursprünglichen Strömungen, die aus der Atlantis herausgingen, entwickelten und wie sich die mittlere Strömung ausbildete. Wir sind hier auf diese Strömung und ihre Erscheinungsformen eingegangen. Ende des 16. Jahrhunderts fand die okkulte Konferenz statt, die Christian Rosenkreutz berufen hat, an der neben den zwölf Individualitäten, die im 13. Jahrhundert bei seiner Einweihung in Arbanassi anwesend waren, auch andere Führer der Menschheit teilnahmen – sowohl inkarnierte, als auch solche aus den geistigen Welten. Christian Rosenkreutz sah die künftige Gefahr vorher, dass sich die Menschheit infolge der Entwicklung des praktischen Lebens mit Wirtschaft, Industrie usw. in zwei große Gruppen trennen würde – praktisch veranlagte Menschen und Menschen, die nur für die innere Entwicklung leben wollen. Das konnte durch die Änderung der Bedingungen im menschlichen Dasein nach dem Tod verhindert werden, und zwar durch eine Änderung des Einflusses bei der Überquerung der Marssphäre. Steiner gibt das Beispiel Nikolaj Kusanskijs, der in seiner nächsten Inkarnation als Kopernikus die mechanische Ansicht über das Sonnensystem unter dem Einfluss der Marskräfte im Leben zwischen Tod und Neugeburt entwickelte. Im 15.-16. Jahrhundert bestand auf dem Mars eine Situation wie auf der Erde zur Zeitenwende, als Christus sich einmischte und die Entwicklungstendenz umkehrte. Von dort stammten die illusorischen Ideen, die die Menschheit zum Materialismus antrieben. Deshalb wurde als Ergebnis dieser Konferenz Gautama Buddha als geistiges Wesen zum Mars geschickt. 1604 vollzog Buddha auf dem Astralplan dort etwas wie das Golgatha-Mysterium; danach wirkte seine Lehre reinigend auf die Menschenseelen, die die Marssphäre durchliefen. Heute sehen wir, dass es wieder lebensfremde Mystiker gibt, die etwa zu Anhängern Wissarions werden, in die Taiga gehen und keine Ahnung haben, was sie mit ihrem Leben machen. Daneben gibt es extreme Praktiker, für die Gott das Geld ist. Wir können nur raten, wie die Menschen ohne das Buddha-Opfer geworden wären. Dieses Mysterium ist äußerst wichtig und darauf werden wir gleich in einem neuen Licht eingehen.

Bei Rudolf Steiner wurden die beiden großen Strömungen durch die zwei Frauen an seiner Seite vertreten – Marie Steiner und Ita Wegman. Marie Steiner war die Vertreterin des Raums, der ekstatischen Richtung, des Himmelfeuers und Ita Wegman vertrat das Wasser des Lebens und die mystische Grundlage. Steiner ermutigte die beiden, das Gegenteil von dem zu tun, was sie vertraten. Zu Steiner kam zuerst die Strömung der Menschen, die den Raum und das Himmelsfeuer repräsentierten und sehnsüchtig nach Christus suchten. Als er begann, über die soziale Dreigliederung zu sprechen, kamen auch die Praktiker wie Ita Wegman hinzu, Sie gehörten dem breiteren Kreis der Zeitenwende an, später waren sie die Ketzer und suchten nun nach der praktischen Anwendung ihrer Ideen. Ob an Steiners Seite jemand war, der die Golgatha-Ereignisse miterlebte, kann ich nicht sagen, aber mit 99% Sicherheit behaupte ich, dass es bei ihm solche Menschen nicht gab. Zweifellos waren Menschen um Steiner versammelt, die dem breitesten Kreis der 33 Jahre angehörten. Steiner wollte drei okkulte Klassen bilden, wobei Ita Wegman die erste Klasse leiten sollte. Sie gehört zu denjenigen, die Christus oben verabschiedet haben, aber sie hat eine große Beziehung zu Ihm im kosmischen, michaelischen Sinne. Deshalb erzählte ihr Steiner über die zwei Strömungen der Seelen, die oben und unten waren. Zur ersten okkulten Klasse sollten Menschen gehören, bei denen man durch die Stimulierung der Inkarnationsgrundlage, durch die Erinnerung an die Mysterien des südlichen Weges in den vorherigen Inkarnationen zum Verständnis der Vorsehung über den einzelnen Menschen und der Menschheit als Ganzheit kommen konnte. Bei den sog. Praktikern, die sich später Steiner anschlossen, geschah das leichter und konnte problemlos gefördert werden. Bei denjenigen, die sich Steiner früher angeschlossen hatten, wurde eher die Bewusstmachung abhängig von ihrer ursprünglichen Veranlagung gefördert. Deshalb erfuhr Ita Wegman keine dramatische Wandlung, als sie ihre Inkarnation als Alexander der Große entdeckte. Dagegen erkrankte Marie Steiner als die Vertreterin der ekstatischen Grundlage schwer, als sie erfuhr, wer sie war. Als Vertreterin der nördlichen Strömung war sie nicht die Trägerin des Wissens über die Inkarnationen und die Vertiefung in die südliche Strömung, die zur Zukunft führt und eine Synthese der beiden Strömungen ermöglichen sollte, führte zu ihrer Erkrankung. Die Keime der Zukunft werden in einen Menschen gesät, wenn er beginnt, Interesse an der ihm gegensätzlichen Strömung zu zeigen und diese mit der notwendigen Demut, Liebe, Weisheit und Vernunft zu erleben versucht. Steiner sagte scherzhaft über Menschen wie Ita Wegman, dass sie viel arbeiten, aber nichts verstehen und über die anderen, dass sie viel verstehen, aber nichts machen. Diese Worte sind sehr passend zu den heutigen zwei Gesellschaften – der erste Teil über die „Weiße Bruderschaft“ und der zweite über die Anthroposophische Gesellschaft, obwohl Letztere Repräsentanten der beiden Strömungen und sogar der mittleren Strömung vereint. Albert Steffen sollte der Vertreter der Synthese sein, der laut Steiner in früheren Leben eine Beziehung zum Manichäismus hatte. Wir wissen nur, dass er als der Maler Giotto inkarniert war, aber zweifellos war er auch beim Rosenkreuzertum und dem Bogomilentum. Giotto war der Vertreter der Kunst in der Triade des geistigen Lebens. Steffen stand zwischen Marie Steiner und Ita Wegman, aber er konnte nicht den Ausgleich schaffen. Er starb als Letzter von den Drei mit dem Wunsch, allein zu sein.
Marie Steiner, die von den deutschen Anthroposophen für eine hochmütigen Russin gehalten wurde, und von den russischen Anthroposophen für eine hochmütige Deutsche, aber von niemandem verstanden wurde, war in den Keltischen und Orphischen Mysterien, sie war Hypatia und Albert der Große – der Lehrer Thomas von Aquins und hat ihren Mitmenschen durch ihren Verstand Respekt eingeflößt. Ita Wegman hatte eine ganz andere Einstellung – sie stand allen nah und war ein Mensch der praktischen Handlung. Die Anthroposophen verloren sich zwischen den beiden. Albert Steffen konnte auch nicht die Verbindung herstellen. Marie Steiner starb mit den Worten „Придите все“, d.h. alle sollten auf ihrer Beerdigung zusammenkommen, damit sie später als Gruppe inkarnieren können. Ita Wegman sagte auch kurz vor ihrem Tod „Kommt alle mit“. Bisher weiß ich nicht, ob Marie Steiner heute inkarniert ist und wer sie ist, aber seit langem weiß ich, wer heute Ita Wegman ist. Steiners Tragödie bestand darin, dass er einen Gralstempel für die ganze Menschheit in der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft errichten wollte, die in drei Kreisen, in drei okkulten Klassen eingeteilt werden sollte. Die erste Schicksalsfrage stellte ihm Marie Steiner 1901, die fragte, ob die Weisheit, die über die Theosophie herunterströmt, einen christlichen Ausdruck finden könnte. Steiner wollte es und als Eingeweihter erhielt er die Vollmacht das zu tun. Dies führte zur Trennung von der Theosophischen und zur Gründung der Anthroposophischen Gesellschaft mit allem, was wir heute als Anthroposophie kennen. Die zweite Schicksalsfrage stellte ihm Ita Wegman im Sommer 1923, als sie fragte, was mit der Erneuerung der Mysterien geschehen soll. Steiner vollzog die Erneuerung der Mysterien im Dezember durch die Hineinlegung den dodekaedrischen Gralssteins der Liebe in die Herzen der Anwesenden bei der Weihnachtstagung. Auf okkulte Weise habe ich erfahren und in meine Vorlesung über die Bodhisattvas geschrieben, dass nur dieses dodekaedrische imaginative Bild der Liebe nicht ausreichend ist, um dem Bösen heute entgegenzutreten, im Hinblick auf die Inkarnation Ahrimans und alles, was noch kommen wird. Warum war dann der Bodhisattva-Impuls notwendig? Die Anthroposophie stellte das Metamorphosieren und Widerbeleben des Aristotelismus dar, sie zeigte, wie die kosmische Intelligenz heutzutage sein soll und wie wir durch den Willen und das Denken die geistige Welt erreichen können. Das gegenteilige Mysterium zeigt, wie das vergeistigte Denken in den Willen hineingelenkt wird, so dass Taten aus Liebe erfolgen. Marie Steiner konnte sich bis zum geistigen Denken erheben, sie führte Taten aus Liebe aus. Nach Steiners Tod befasste sie sich mit seinem geistigen Erbe. Sie war eine freie Persönlichkeit und keine Schülerin, sondern eine Mitstreiterin Steiners. Steiners Einstellung zu Ita Wegman war eine völlig andere – die Einstellung eines Lehrers zu seinem Schüler. Aber beide Frauen haben wegen persönlicher Schwächen oder weil sie die Vertreterinnen von Weltenströmungen waren, nicht den Versuchungen standgehalten und gerieten nach Steiners Tod in einen Streit. Alles Aufgebaute stürzte dabei zusammen, Albert Steffen war auch unfähig, mit der Situation fertig zu werden und so kam es zum Drama der Anthroposophischen Gesellschaft, das in unseren Tagen sein Finale mit Sergej Prokofieffs Tod erreichte. Die alten Anthroposophen aus Steiners Zeit sind bereits von uns gegangen, sie schrieben das eine oder das andere Buch, die mir hilfreich sind, so wie die Untersuchung Peter Tradowskys über Kaspar Hauser, die ihre Fortsetzung in meiner Vorlesung von März 2016 fand. Sie können sich wahrscheinlich daran erinnern, dass ich die letzte Vorlesung mit dem Wunsch abschloss, dass das Gesagte auf irgendeiner Weise Peter Tradowsky erreichen möge. Nun ist das in Gang gekommen. Eine Bulgarin, die auch andere Vorlesungen von mir gesehen hat, sah sich das Video mit der Vorlesung über Kaspar Hauser an und war tief berührt von dieser Persönlichkeit, die unter den Deutschen gelebt hat und über die das deutsche Volk keine Vorstellung hat. Sie hat meine Vorlesung übersetzt und Peter Tradowsky zugeschickt. Ob es eine Reaktion seinerseits geben wird, ist eine andere Frage. Das Wesentliche ist, dass ein Blog bereits existiert, in dem die Übersetzungen meiner Vorlesungen ins Deutsche erscheinen werden, damit das deutsche Volk zu begreifen beginnt, wo der Ausweg ist. Der Erzengel des deutschen Volkes wird eine Verbindung zum Erzengel des russischen Volkes herstellen und dann werden die Leiter des deutschen Volkes und des russischen Volkes, egal wer sie sein werden, den Weg zueinander finden können. Die beiden Völker werden auch den Weg zueinander finden und der gemeinsamen Attacke der angloamerikanischen okkulten Logen und der Jesuiten standhalten. Es gibt jedoch noch einen langen Weg, der zurückgelegt werden muss. Die Deutschen sollen zuerst die Hand reichen, damit die Erzengel durch die passenden Menschen auf dem Erdenplan eingreifen können. In Deutschland fand sich ein solcher Mensch, und das ist natürlich eine Bulgarin, die auch die Anthroposophie kennt und die entsprechenden Kenntnisse der deutschen Sprache hat. So wirkt der Heilige Geist, wenn etwas rechtmäßig ist. Sie sehen, wie sich die Dinge nach der Konferenz in Varna entwickeln! Die Vorlesung über Kaspar Hauser habe ich mit großer Liebe vorbereitet, so wie alle anderen auch. An dieser Vorlesung habe ich auch mit viel Arbeit und viel Liebe im Laufe des ganzen Monats und buchstäblich bis zur letzten Stunde gearbeitet. Sie wird ein besonderes Geschenk für dich, liebe Toni, sein! Ich schenke sie dir, damit du Flügel hast, mit denen du weiterfliegen kannst und damit sie durch dich den Weg zum großen deutschen Volk finden kann, in dem die Lösung des Rätsels ist, welche Zukunft das Christentum haben wird. Wir werden von hier Hilfe leisten, aber die Antwort muss vom deutschen Volk kommen.

Als Steiner die erste okkulte Klasse schuf, erhielt er als Ergebnis die Offenbarungen über die karmischen Ketten der Persönlichkeiten aus dem äußeren Kreis. Die letzte Rede hielt er am 28.09.1924, in der er über die geistige Beziehung der beiden Johannes sprach. Prokofieff hat dort etwas ganz richtig erfasst: Wenn Steiner die zweite okkulte Klasse gebildet hätte, deren Quelle die geistige Zusammenwirkung der beiden Johannes, zentriert in das Golgatha-Mysterium und die Auferstehung gewesen wäre, hätte das zur Beleuchtung der karmischen Kette von Personen geführt, die zur Zeitenwende inkarniert waren. Mit Ausnahme von Johannes-Lazarus und des Jungen von Nain kann ich niemanden nennen, der von Steiner beleuchtet worden ist. Sie wissen, wie viele Individualitäten aus der Zeitenwende wir hier beleuchtet haben, einschließlich beim Golgatha-Mysterium selbst, wo die eine Persönlichkeit am Kreuz neben Christus hing. Warum ist das möglich? Die zweite okkulte Klasse sollte von Marie Steiner geleitet werden, die die Vertreterin der „Ketzer“ war. Diejenigen, die zur Zeitenwende gelebt und lange danach ihr Hellsehen aufbewahrt hatten, und die im fünften und sechsten Jahrhundert eine solche Seelenanlage gehabt hatten, die ihnen erlaubte, die Seele als das Kampffeld von Gut und Böse zu sehen, wurden in ganz Europa „Bulgaren“ genannt. Alle, die in den vorchristlichen Zeiten die dritte Strömung bildeten und von den Bulgaren in unseren Gebieten stammten, haben in den christlichen Zeiten eine Beziehung zur Zeitenwende. Wir können sie mit dem esoterischen Namen bzw. dem Ethnonym „Bulgaren“ bezeichnen. Es ist möglich, dass es auch in der Anthroposophischen Gesellschaft Persönlichkeiten aus einem der Kreise um Christus gegeben hat, aber wir sehen, dass alle, die wir bisher beleuchteten, stets dem anderen Impuls, dem Bodhisattva-Impuls, angehört haben. Dort wurde der Übergang zwischen den sechs vorchristlichen und den sechs nachchristlichen Bodhisattvas vollzogen. Derjenige von ihnen, der die Emanation des Christus-Impulses in der sechsten Kulturepoche sein wird, wenn der Geist sich ein Gefäß in Gemeinden aus Menschen mit einer entwickelten imaginativen Bewusstseinsseele suchen wird, wird der Bodhisattva sein, der zum Buddha Maitreya aufsteigen wird. Der Impuls der Bodhisattvas verläuft wie ein unsichtbarer Faden durch alle esoterischen christlichen Strömungen, der die Kontrolle über sie hat. Selbst über dem großen Manes, der Christian Rosenkreutz selbst einweihte, steht der Bodhisattva als der Vertreter der Bodhisattva-Loge, die seit der Mitte der atlantischen Zeit das ganze geistig-seelische Leben der Menschheit anführt. Dieser Bodhisattva war im 20. Jahrhundert Beinsa Douno und er nahm an einem Manichäischen Mysterium teil, um dem Manichäismus einen neuen Antrieb zu verleihen, der uns auf die Begegnung mit dem Antichristen vorbereiten soll. Deshalb müssen wir bei der Besprechung der heutigen Schulungsweges die Worte Beinsa Dounos zitieren: „Der Schüler muss ein Herz haben, das rein wie ein Kristall ist, einen Verstand, der hell wie die Sonne ist und eine Seele, die breit wie das Universum ist, einen Geist, der mächtig wie der Gott ist und der eins mit Gott ist!“ Diese Worte habe ich versucht, zu erklären auf der letzten Konferenz in Varna, nun werde ich das für das breitere Publikum wiederholen. Wenn Beinsa Douno sagt, dass dies die Formel des Schülers ist, stimmt das wirklich und wer sie richtig versteht, kann sich ‚Schüler’ nennen. Vor der Praxis muss das Verständnis kommen. Im Satz bedeutet der Anfang „der Schüler muss haben“ – „das Ich muss haben“. Das Ich evolviert durch das Werkzeug der Seele. Wir werden zur zehnten Hierarchie der Freiheit und Liebe aufsteigen, wenn unsere Iche ausreichend evolviert sind. Die Seele ist nur ein Werkzeug und in den verschiedenen Zeiten haben verschiedene Dinge die Funktion der Seele erfüllt. Die fundamentale Frage, was die Seele ist, ob sie einheitlich oder dreifach im Sinne der Anthroposophie ist, besteht weiter, und wie Beinsa Douno unterstreicht, sind die Geheimnisse des Menschen in seiner Seele verborgen. Deshalb wird sich die Schriftrolle weiter entfalten und dieses Mysterium beleuchten. Auf der Konferenz habe ich diese Frage gestellt, aber niemand hat verstanden, was ich frage. Zuerst heißt es, dass der Schüler ein Herz haben soll, „das rein wie ein Kristall ist“. Das Herz ist das materialistischste Organ des Menschen. Das liegt daran, dass es im Erdenäon gebildet wurde. Das Herz gilt zwar als das feinste Element des Menschen, mit dem er alles erlebt, da alles durch das Herz geht, aber das geschieht nur auf der Stufe des Physischen. Das Ich ist reiner Geist, die Seele steht zwischen der Materie und dem Geist und das Herz ist nur materiell. Das Herz, der menschliche Leib, müssen rein wie ein Kristall werden im Sinne des wahren Bogomilentums und Templertums und im Sinne dessen, was Christian Rosenkreutz im Mysterium von Arbanassi machte. Mit dem, was wir bisher als eine Synthese der beiden Impulse haben, müssen wir von der Grundlage der Bewusstseinsseele zu Herzen werden, die „rein wie ein Kristall“ sind. Heutzutage erleben wir unser Leben über die Bewusstseinsseele und das Herz reagiert nur als ein unbewusstes Willensorgan. Uns steht noch viel Arbeit bevor, damit wir es in der sechsten Kulturepoche in ein bewusstes Willensorgan durch das Christentum des Heiligen Geistes verwandeln, was die Einweihung des Willens darstellt. Ein „Herz, rein wie ein Kristall“ bedeutet, dass alle Sympathien und Antipathien im Menschen verschwinden sollen und der Mensch in seiner Bewusstseinsseele wie die Jungfrau Sophia wird, im okkulten Sinne dieses Begriffs. Stellen wir uns die Frage, ob unsere Herzen rein wie ein Kristall sind, werden wir feststellen, dass die Lage traurig ist. Deshalb sagt Steiner im Buch „Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten“, dass jeder, der den Weg des Okkultismus besteigt, vergessen sollte, was Beleidigung ist. Der okkulte Schüler ist ruhig und selbstbewusst und ihn bringen keine Worte anderer Menschen aus dem Gleichgewicht. Heute besteht der Weg des Schülers in der Synthese der beiden Impulse. Das ist der Heilige Impuls, der 2000 von Varna begann, nachdem die beiden Impulse ausgestrahlt worden waren und die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts mit dem dritten Angriff Sorats und der Inkarnation des Antichristen zu Ende gegangen war.

Wir betrachten nun den „Verstand, der hell wie die Sonne ist“. Wenn der Mensch eine Bewusstseinsseele hat, die wie ein Kristall vorbereitet ist, dann kann er in richtiger Weise und gefahrlos den Austritt des Willens, das Erfassen des Denkens und die Herstellung der Beziehung mit der geistigen Welt auf die rechtmäßige Art praktizieren, so wie das in der Anthroposophie beschrieben und zuerst von Steiner gemacht worden ist. Dann kann man zurück hineingehen und eine Seele erreichen, „die breit wie das Universum ist“. Das bedeutet, dass alles, was man als Beziehung zur geistigen Welt durch den „Verstand, der hell wie die Sonne ist“, erlangt hat, als Gaben des Geistes zurückströmt. Dadurch wird die Seele endlos erweitert, denn die Weltenweisheit strömt in den Menschen ein. Das ist der südliche Weg der Hirten, deshalb führte Beinsa Douno seine Schüler in die Natur hinaus, wo er sie auf das neue Denken vorbereitete, damit sie den nördlichen Weg entwickeln, was zur Verbindung mit den geistigen Hierarchien führen kann. Bei Steiner überwiegt der innere Weg, bei dem die Reinheit angestrebt wird, die zu der Verbindung mit der geistigen Welt notwendig ist – den „Verstand, der hell wie die Sonne ist“. Ich erhebe den Anspruch, dass wir seit Jahren eine solche Beziehung haben, die uns nie irregeführt hat, auch was die am tiefsten verborgenen Fragen der Inkarnationsketten betrifft. Prokofieff vermutet, dass wenn Steiner die dritte okkulte Klasse eingeführt und geleitet hätte, die christlichen Ich-Mysterien der höchsten Ordnung an das Tageslicht gekommen wären. Das konnte selbstverständlich noch nicht geschehen, da der neubelebte Manichäismus noch nicht da war. Deshalb behaupte ich, dass auch der dodekaedrische Stein nicht reicht, denn gegen den Antichristen ist auch der Manichäismus notwendig.
Manichäismus gibt es zwar auch in Steiners Opfer, aber den wahren Manichäismus kann man bei Beinsa Douno entdecken, als er zusammen mit Christus am großen Manichäischen Mysterium von 1936 zum Besiegen des Bösen teilnahm. Das ist die Quintessenz des Manichäismus – wie wir künftig mit dem Bösen fertig werden, damit Christus immer sichtbarer wird und wir zur zehnten Hierarchie der Freiheit und Liebe aufsteigen. Das kann nicht geschehen, wenn wir nicht das Böse in der manichäischen magischen Art annihilieren. Wenn ich sage, dass wir im Voraus, vor der sechsten Wurzelrasse die Manichäischen Mysterien berühren können, meine ich das im kognitiven Sinne und nicht im Wesen. Die Art und Weise, in der ich das Mysterium von 1936 darstelle und die Vertiefung darin ist die erkennende Beleuchtung des Manichäismus heute vor der Bewusstseinsseele der Menschen. Verstehen Sie, wie groß unser Werk ist? Das mache nicht ich, denn hinter mir steht ein Haufen geistiger Wesen. Ich weiß seit langem, wie viele Geister dahinter stehen! Deshalb sage ich, dass bei jedem, der sich mir in den Weg stellt, die Entwicklung aufhört! Sollte mich jemand verleugnen und danach wieder in der paulinischen Art neu entdecken, und zwar nicht mich, sondern das, was durch mich strömt, dann kann in einem solchen Menschen eine Liebe aufkeimen, ähnlich der Liebe, die in Paulus entfachte. Er war der Vertreter der Weisheit der vorchristlichen Mysterien. Als er begriff, wo der Ich-Impuls ist und wer ihn verkörpert, wurde diese Weisheit in ihm in Liebe transformiert. Deshalb konnte er die größten Worte über die Liebe aussprechen, die wir in „Korinther „13, 4-9 lesen können: „Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig. Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil, lässt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach. Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit. Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf.“
Obwohl Johannes der Apostel der Liebe ist, wurde aus dieser dramatischen Wandlung des Paulus die Weisheit in gigantische Liebe transformiert und er konnte sich in einen Menschen für die fünfte Kultur verwandeln, den die Menschen seiner Zeit, mit Ausnahme des Dionysios Areopagita und einigen anderen nicht verstehen konnten.
„Eine Seele, die weit ist wie das Universum“ stellt das Herabströmen der Offenbarungen aus der ätherischen und astralen Welt, aus den verschiedenen Stufen des Devachan dar. Verstehen Sie, aus welcher Stufe die Offenbarung über den Namen des 25. Greises „Blagari“ kommt? Die „Greise“ sind die Runden in den einzelnen Äonen. Jeder Äon hat sieben Runden. Die geistige Frucht jeder Runde in einem gegebenen Äon bildet ein geistiges Wesen aus, das im Okkultismus „Greis“ genannt wird. Wo wird das formiert? Manche von Ihnen wissen, wo und unter welchen Umständen diese Offenbarung erhalten wurde – im Zentrum eines großen Übels – und sind sich dessen bewusst, was für ein manichäisches Werk das ist. Das Wiedererkennen Beinsa Dounos als den gegenwärtigen Manichäismus führt zu solchen Offenbarungen, die praktisch keine verborgene Sphäre lassen. Dazu führt die Synthese beider Impulse. Dann wird die Menschenseele von den Weltengeheimnissen erfüllt, sie beginnt zu wachsen und erfasst das ganze Universum. Das geschieht, weil der Mensch einen Geist hat, der mächtig ist wie der Gott und eins ist mit Gott. Wenn der Geist sich in die Seele ergießt, wird der Mensch zu einem hierarchischen Wesen der zehnten Hierarchie der Freiheit und Liebe. In dieser Formel, die der Meister gegeben hat, ist die ganze Anthroposophie drin, auch Michael und Christus sind darin enthalten.

Warum brauchen wir diese Formel und den Schulungsweg, über dessen Varianten wir seit einigen Stunden sprechen und zwar sehr allgemein, denn sollten wir uns in die Einzelheiten vertiefen, wären uns einige Tage notwendig. Wir brauchen die Formel, weil Ahriman inkarniert ist und der Frontalzusammenstoß mit ihm bevorsteht. Es sind Schüler notwendig. Die erste Attacke Sorats geschah im Jahr 666 durch die Gondischapur-Akademie. Damals war das eine Attacke gegen das Denken. Das Mohammedanertum mit seinem luziferischen Gehalt war bis zu einem gewissen Grade das äußere Gegengewicht und der Entferner dieses ahrimanischen Impulses, dessen Ziel darin bestand, dem Menschen verfrüht die Eigenschaften der Bewusstseinsseele einzuprägen. Als Folge hätte der Mensch einen unglaublich großen Verstand entwickelt, aber auch einen erhöhten Stolz. Ohne christlichen Gehalt hätte das die Menschheit jedoch zum Scheitern geführt. Der zweite und stärkste Trumpf, mit dem der Einfluss dieser Schule eliminiert wurde, war die Tatsache, dass das Golgatha-Mysterium nach der Vorsehung Gottes im Jahre 333 stattfinden sollte. Dieses Ereignis wurde aufopfernd von Christus um 300 Jahre vorverlegt und ereignete sich im Jahre 33. Die Menschheit brauchte diese sechs Jahrhunderte der christlichen Vorbereitung mit allen sich entfaltenden Mysterien, damit sie in einer solchen Art reagieren konnte, dass sie nicht vernichtet wurde. Christus brachte dieses Opfer für uns dar, bei dem Er die Hilfe aller Eingeweihten der Erde hatte, die zu Seinen Mitstreitern wurden. Trotzdem blieb der Stachel des Materialismus, der sich damals zu entwickeln begann, im Menschen. Heutzutage ist jeder dem Einfluss dieses Stachels unterworfen.

Die zweite Attacke Sorats betraf das Gefühl und drückte sich in der Zerschlagung der Tempelherren aus. Was war das Gegengewicht dazu? Bereits vor der Zeitenwende empfingen Artus und seine Ritter im heutigen Westengland den Christus-Impuls, indem sie die Elementargeister der Natur beobachteten. Die Ritter gingen aus den Hybernischen Mysterien heraus, die bei der vorherigen Herrschaft Michaels bestanden hatten und empfingen in ihren Ätherleibern den Sonnenimpuls aus dem Lebensgeist Christi in der Erdumgebung. Durch sie wirkte Michael, so wie durch Alexander, der als Erster aus dem Westen in den Osten zog. Ihm folgten später die Ritter, die ihre Boten in ganz Europa schickten, um den Kampf gegen die Wildheit in den Astralleibern der damaligen primitiven – besonders in Mittel- und Nordeuropa – Bevölkerung zu führen und diese zu reinigen und zivilisieren. Nach der Ankunft Christi nahm die Kraft der Ritter allmählich ab. Aber sie blieben lebendig in Seinem Lebensgeist und sahen dort nicht nur die Elementarwesen, sondern auch das Geheimnis von Golgatha als eine geistige Tatsache. Das ereignete sich in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten. Jedoch begann von Palästina aus die gegenüberliegende Gralsströmung, bei der Christus in den Herzen getragen wurde, im Blut der Christen, wo Er durch Seinen Impuls das möglichst geistige Wesen der Sonne mit der Erdentwicklung der Menschen vereinigt. Das war der wahre Christus, der in Jesus herabgestiegen war mit Seinem Ich und dem Geistselbst. So bewegten sich aufeinander die Artusströmung, die Christus als kosmisches Bild und einen Sonnnenhelden trug und die Gralsströmung, die den Erlöser als den Bruder der Menschen trug. Die Begegnung geschah im Jahre 869 in Mitteleuropa, aber hauptsächlich in der geistigen Welt. Das Bogomilentum entstand aus dieser Begegnung Christi mit Sich Selbst und zum Teil auch als Ergebnis der Begegnung der wichtigsten christlichen Eingeweihten, die Manes im vierten Jahrhundert berufen hat. Zuerst finden Ereignisse auf dem übersinnlichen Plan statt, und dann auf dem Erdenplan. Das geschah mit dem Ziel, die Attacke gegen die Templer zu überwinden. Das Bogomilentum war die Waffe des Christentums, mit dem die Spiritualität in Europa. bleiben und sich weiterentwickeln konnte. Das geschah aber nunmehr eher im Geheimen, durch die Rosenkreuzer Schulen, bis es schließlich an die Oberfläche durch die Theosophie im 19. Jahrhundert und die Anthroposophie im 20. Jahrhundert kam.

Wir kommen zur dritten Attacke Sorats in 20. Jahrhundert, deren Zeitgenossen wir sind und deren Früchte wir noch sehen werden. Sie fällt mit der Inkarnation Ahrimans zusammen und das ist der erklingende Gong, der uns verkündet, dass wir bereit sein sollen, diese Attacke zu parieren. Welche übersinnlichen Ereignisse bereiteten die Menschheit vor, damit sie reagieren kann und wie wurden sie unten auf der Erde widerspiegelt, damit die Menschheit über einen zurückgelegten Weg verfügt und nun auf diese Attacke in einer angemessenen Art reagieren kann? Zuerst war das die große Schule Michaels auf der Sonne, die vom 15. Jahrhundert bis zum Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts bestand. Dort wurde das kosmische Christentum als eine himmlische Anthroposophie vorbereitet, und es stieg herunter als die Anthroposophie Rudolf Steiners. Die Widerspiegelung auf der Erde dieser übersinnlichen Schule war das Rosenkreuzertum, das sich als die Frucht des Bogomilentums ausbreitete. Ein anderes Ereignis, das die Menschheit auf die heutige Zeit vorbereitete, war das Opfer Buddhas, das die Gefahr der Trennung der Menschen in Mystiker und Praktiker eliminierte, die wegen des Mars-Einflusses auf das Leben zwischen Tod und Neugeburt existierte. Was gab es sonst noch als Widerspiegelung auf dem Erdenplan? Steiner hat etwas gesagt, was wir mit etwas Hilfe von oben erst jetzt zu verstehen begannen. Ich werde auf Dimitar Kalevs Vortrag während der letzten Konferenz in Varna zurückkommen, der dem Konferenzthema am besten Rechnung trug. Im Vortrag wurden die Böhmischen Brüder erwähnt, unter denen es Menschen gab, die Offenbarungen aus der geistigen Welt empfangen und andere, die diese Offenbarungen gedeutet haben. Bei Steiner wird darüber in GA 233a „Mysterienstätten des Mittelalters“ erzählt. Die Vorträge wurden unmittelbar nach der Weihnachtstagung gehalten. Dort wird gesagt, dass es am Anfang des 13. Jahrhundert einen Schüler gab, der seinen Lehrer suchte. Er fand ihn und der Lehrer führte ihn zu einem Berg. Das können wir wörtlich verstehen. Dort spricht der Lehre in einer solchen erhabenen Art zum Schüler, dass dieser die Weltengeheimnisse streifen kann, indem er die Schranke der sinnlichen Welt überwindet. Das ist der nördliche Weg. Dann gingen sie in eine tiefe Hölle in der Erde, wo der Schüler sah, wie die schöpferischen Kräfte der Götter durch die Natur wirken. Indem der Schüler den südlichen Weg mit der Intensität seiner Verstandesseele erlebte, war er zur Synthese der beiden Wege bereit. Dieselben Schüler inkarnierten später, im 17. bis 18. Jahrhundert, fanden den Weg zueinander und bildeten Gruppen aus jeweils sieben Mitgliedern. Von diesen haben drei Mitglieder Offenbarungen empfangen, da der Geist dreifach ist, und vier haben über ihr Ich und die drei Leiber die Offenbarungen verstanden. Das stellt in einer synthesierten Weise das Vaterunser-Gebet und die ganze praktisch angewendeten Esoterik dar. Das war bereits im Zeitalter der Bewusstseinsseele und geschah unter völliger Geheimhaltung Auf dem äußeren Plan haben diese Menschen in keiner Weise ihre geheimen Beschäftigungen zur Schau getragen. Die Lehrer, die in den vorherigen Jahrhunderten mit diesen Schülern einzeln gearbeitet haben, waren in jener Zeit noch nicht inkarniert, denn die Bedingungen dazu waren ungeeignet. Damals wirkten sie als ätherische, inspirierende Wesen für diese Gruppe. Die Gruppen selbst sind auch unbekannt, da sie im Geheimen gewirkt haben. Aber diese Gruppen haben existiert und eine rechtmäßige Beziehung zu geistigen Welt gepflegt. Sie haben die Offenbarungen verstanden, die ihnen vor dem Ende des Kali-Yuga und dem Anfang des michaelischen Zeitalters gegeben wurden. Sie haben es ermöglicht, dass in der fünften Kulturepoche nicht der Faden des Mysterienlebens reißt und dieses Leben völlig verschwindet. Sie haben die Kontinuität ermöglicht, bis die Theosophie, Anthroposophie und der Bodhisattva kamen. Diese Menschen erfüllten die Aufgabe der gesündesten, festesten Menschenseelen, die in Lemurien, bevor sich der Mond von der Erde abtrennte, den Abbruch der Inkarnationskette des Menschengeschlechtes verhinderten. Diese rettende Tat war das Werk jener unbekannten Helden. Heute verfügen wir schon über die Anthroposophie, über den Impuls des Bodhisattva Beinsa Douno und wir sprechen von einem Heiligen Impuls, der von hier, von Varna ausgestrahlt wurde. Der Weg des Schülers wurde bereits gebahnt und in ihn muss das zweite Golgatha Christi emanieren, die Schule Michaels, das Opfer Buddhas und das, was die Schüler gemacht haben, auf die wir heute eingegangen sind. Der Schulungsweg begann in Varna, er wurde in Varna verkündet, wo auch Beinsa Dounos Tätigkeit als Lehrer der Menschheit begann. Wenn wir über das Christentum reden, ist das unzertrennlich mit Christus verbunden, wenn wir über die Anthroposophie reden, ist sie mit Steiner verbunden, und wenn wir über den Impuls der Weißen Bruderschaft reden, verbinden wir ihn mit Beinsa Douno. Jeder soll selbst entscheiden, womit die Synthese der beiden Impulse und den Heiligen Impuls assoziieren soll.

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