Archiv für den Monat Februar 2017

Das Zeichen

vorgetragen von Dimitar Mangurov am 08.10.2006 in Varna

„Im Urbeginne war das Wort, und das Wort war bei Gott, und ein göttliches Wesen war das Wort. Dieses war im Urbeginne bei Gott. Durch es sind alle Dinge geworden, und nichts von allem Entstandenen ist anders als durch das Wort geworden.“ (1-3) .“Zu den Ich-Menschen kam es, aber die Ich-Menschen nahmen es nicht auf…Allen aber, die es aufnahmen, gab es die freie Kraft, Gottes Kinder zu werden…Sie empfangen ihr Leben nicht aus dem Blute auch nicht aus dem Willen des Fleisches und nicht aus menschlichem Willen; denn sie sind aus Gott geboren. Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt. Und wir haben seine Offenbarung geschaut, die Offenbarung des eingeborenen Sohnes des Vaters, erfüllt von Hingabe und Wahrheit. (12-14) Den göttlichen Weltengrund hat nie ein Mensch mit Augen geschaut. Der eingeborene Sohn, der im Schoß des Weltenvaters war, er ist der Führer zu diesem Schauen geworden.“ (18) „Offenbarung des Johannes“, übersetzt von Emil Bock
In diesen mächtigen Worten, mit denen der Apostel Johannes das größte Buch der Menschengeschichte beginnt, stecken das wahre Zentrum der menschlichen Existenz und der Schlüssel zur Antwort all unserer Fragen an Gott. Viel später hat Beinsa Douno gesagt: „In Christus leben die Sünder und die Gerechten. Es gibt keine Menschenseele, die nicht im Christus lebt. Die Menschen sind unzufrieden, da sie Christus außerhalb des Gottes stellen und sich selbst – außerhalb Christi. So verurteilt ihr euch selbst zum Leiden… Die Rettung des Menschen liegt im Wort Gottes. Dieses dient dem Leib als Heilmittel und der Seele als Nahrung. Das Wort muss so stark in den Menschen eindringen, dass er kein äußeres Brot mehr braucht. Christus sagt: „Ich bin das lebendige Brot, vom Himmel gekommen. Wer von diesem Brot essen wird, der wird leben in Ewigkeit“. (Joh.6:51)

An anderer Stelle sagte der Meister: „Ich rede nicht über das, was Christus predigte. Heute rede ich über Dinge, die niemand besprochen hat. Wer nach mir kommt, wird auch über Neues reden. Überhaupt redet jeder, der von Gott kommt, über etwas Neues. Bis heute hängen die Menschen am Alten, sie sind nicht frei. Ihr sprecht über den alten Christus und den neuen Christus. Es gibt keinen alten und keinen neuen Christus – Christus ist einer. Gott ist einer in Seinen Manifestationen. Gott hat sich in der Vergangenheit manifestiert, Er manifestiert sich jetzt und wird es auch in der Zukunft tun. Es gibt nichts Gefährlicheres für den Menschen, als immer in derselben Art über die Dinge nachzudenken und nie seine Gedanken zu ändern. Einem solchen Menschen fehlt die Bewegung seines Gedankens, weshalb er einer Katastrophe geweiht ist. Nutzt die Bedingungen, die euch in der physischen Welt gegeben sind, die euch in der geistigen und Göttlichen Welt gegeben sind! Es soll ein Gesetz sein, jeden Tag das in eure Seele Hineingelegte zu manifestieren. Die neue Lehre verlangt von euch, dass ihr den Willen Gottes erfüllt.“

Hier entsteht die Frage, wie wir den Göttlichen Willen wiedererkennen können. In der Praxis erweist sich, dass die Antwort gleichzeitig leicht und außerordentlich schwierig ist. Die Antwort ist leicht für diejenigen, die die Worte Beinsa Dounos vom 12.03.1922 verstehen können: „Christus ist gekommen, Er klopft an alle Herzen: „Liebe!“. Für die anderen, die dieses Klopfen nicht spüren, ist die Antwort schwierig, da sie nicht dazu herangewachsen sind, wie der Meister entschieden zu erklären: „Nur die Lehre Christi ist in der Lage, die menschliche Natur von Grund auf zu verändern. Wer Christus nicht annimmt, der wird sein Leben nicht gerade rücken“Die ganze Vorlesung im PDF-Format

Die Freiheit

vorgetragen von Dimitar Mangurov am 02.10.2005

„Nur der freie Mensch kann ein rechter Christ werden“

Mit diesen Worten schließt Rudolf Steiners seinen Vortrag „Die Liebe und ihre Bedeutung in der Welt“ am 17.12.1912 in Zürich ab und die Entschiedenheit dieser Aussage stellt uns heute vor die Frage, wie wir frei werden können. Mit inspirierenden Worten wies der Meister Beinsa Douno auf die Antwort hin: „Die Freiheit besteht in der Beseitigung aller Barrieren, Einschränkungen und Hindernisse, die die göttliche Natur des Menschen daran hindern, sich in der Welt mit ihrer ganzen Schönheit, mit ihrem Glanz und Schwung zu manifestieren. Die Freiheit lässt alle Fesseln, enge Auffassungen und Irrtümer fallen und führt in die endlosen Weiten und Möglichkeiten, die der menschliche Geist in sich birgt. Die wahre Freiheit ist die Freiheit des Geistes. Sie kommt von innen“. Dies bestätigte auch Steiner mit seinen Worten, dass der Heilige Geist der Geist der Freiheit ist. In ihm können wir uns selbst als Geist finden und wiedererkennen. Aber der Weg zu ihm ist lang und beschwerlich, da die Erhebung des Menschen, die die wahre „Größe Gottes“ ist, kein leichter und bequemer Prozess sein kann. Es ist eine apokalyptische
Einstimmung zum Leben und zur vollen Hingabe an den Pfingstgeist erforderlich, der uns auf dem „allertiefsten Boden“ Christus selbst zeigen wird. Wo ist dieser Boden? Laut Steiner berichtet der Tageskreislauf der Sonne dem nahen Kosmos über die Qualität unserer Gedanken und der Jahreskreislauf der Sonne trägt unsere Gefühle in die grenzenlosen Weiten des Kosmos hinein. Der Tages- und Jahreskreislauf der Sonne haben eine Dauer von jeweils 24 Stunden und 365 Tagen. Daneben gibt es auch den Willen, in dem es keinen Rhythmus und keine Anordnung gibt – er obliegt der Menschheit. Beinsa Douno sagte, dass „die Freiheit im Willen des Menschen“ ist. Die ganze Vorlesung im PDF-Format

Der Weg

vorgetragen von Dimitar Mangurov am 26.09.2004 in Varna

„Niemand kommt zum Vater denn durch mich“(Joh.14:6)

Heutzutage stellen diese Schlüsselworte des Erlösers die größte Hürde vor jedem Menschen dar, der zu seiner ursprünglichen Göttlichkeit zurückkehrt. Es sind viele Wege zu Gott bekannt: der heilige Berg Kailash für Hinduisten und Buddhisten, der Jakobsweg (Camino) zum Grab des Apostels Jakobus in Nordspanien, Mekka für die Moslems usw. Die Christen aus der ganzen Welt schauen auf das Grab von Jesus Christus in Jerusalem, wo das Zentralereignis der Schöpfung stattfand. Jahrhundertelang haben Millionen von Wallfahrern und spirituellen Suchern äußere und innere Hindernisse in ihrem Streben nach Vollkommenheit und Seelenerlösung überwunden. Aber wie weit sind sie gekommen und war ihr Weg wirklich der Weg zu Gott?! Beinsa Douno sagte einmal: „Am schönsten ist es, wenn das Menschenleben einer Idee geweiht ist. Christus ist die innere heilige Idee, die in den Tiefen der menschlichen Seele verborgen ist. Nur Gott kann diese Idee in den Menschen hineinlegen. In der Liebe zu Gott und Christus ist die Lösung aller Fragen – für euch, für die europäischen Völker und für die ganze Menschheit“.Die ganze Vorlesung im PDF-Format

Die Letzten werden die Ersten sein

„Die Welt ist das Rätsel, der Mensch ist die Lösung“ – diese Worte des großen Rudolf Steiners eröffnen uns den Sinn und Schlüssel der Schöpfung, das Ideal und das Ziel der Götter – der Mensch. Die göttlich-geistigen Wesen widerstehen einander im Kosmos und der sichtbare Ausdruck dieser Gegenüberstellung ist das Aussehen des Sternenhimmels, der wegen uns geschaffen wurde, und wegen der Abstimmung des Karmas auf seine Manifestation. Aber in einem waren sie sich einig und an einer Sache nahmen sie alle teil – an der Erschaffung des Erdenmenschen nach Gottes Ebenbild und der Mensch wurde zum Höhepunkt ihres Schöpfertums. Der Meister Beinsa Douno sagte: „Es kamen die Götter zur Beratung unter der Leitung des Gottes Jesus Christus, um den Menschen zu erschaffen… Der ganze Kosmos ist nach des Menschen Ebenbild geschaffen“. Das ist der große makrokosmische Mensch, der unsere Form hat. An anderer Stelle erklärt Beinsa Douno entschieden: „Christus ist das Oberhaupt der Großen Weißen Weltbruderschaft, die Zweige im ganzen Universum hat“. Dieser Christus wurde zum Bürgen der Menschheit vor Gott“, eröffnete uns der Meister.Die Vorlesung als PDF

Der Niedergang des exoterischen Christentums

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Link zum Vorlesungs-Video

vorgetragen von Dimitar Mangurov am 26.06.2016 in Varna
vom Autor nicht durchgesehene Textfassung der Videodatei

Gebet: Herr Gott Jesus Christus, wir bitten Dich zu verhindern, dass die Nachfolger des exoterischen Christentums dem verkörperten Antichristen folgen. Amen!

Willkommen zur letzten Zusammenkunft der Gruppe „Der Geist der Wahrheit“ in diesem geistigen Jahr. Wir kommen in der Johannizeit zusammen und nächstes Mal sehen wir uns in etwa drei Monaten in der Michaelizeit. Unser heutiges Thema ist „Der Niedergang des exoterischen Christentums“. Wie Sie sich vielleicht denken können, ist der Anlass ein sehr wichtiges Ereignis, das diese Woche stattgefunden hat – das Heilige und große Panorthodoxe Konzil auf der Insel Kreta. Parallel zu diesem Ereignis, das seit mindestens 60 Jahren vorbereitet wird, und das 1229 Jahren nach dem siebten Weltkonzil im Jahre 787 stattfindet, wurde in Großbritannien das Referendum zur Mitgliedschaft in der Europäischen Union durchgeführt, in dem die Brexit-Anhänger die Mehrheit der Stimmen bekamen. Das Referendum war attraktiver vom Standpunkt des Journalismus aus und stellte das andere Ereignis in den Schatten. So wie im dreigliedrigen sozialen Organismus die staatlich-rechtliche und Wirtschaftssphäre gewöhnlich sichtbarer sind, hat auch hier das Ereignis aus der staatlich-rechtlichen Sphäre, das aber ernsthafte Folgen in der Wirtschaftssphäre und in der geistigen Sphäre haben wird, das geistige Ereignis in den Schatten gestellt, das eigentlich eine Widerspiegelung in den anderen zwei Sphären finden sollte. Heute werden wir auf das geistige Ereignis eingehen und zwar nicht vom äußeren, exoterischen Standpunkt aus, sondern durch den Blick des esoterischen Christentums, so wie wir bei allen anderen Themen gemacht haben. Das werden wir am Ende der Vorlesung machen und damit wir die Frage beantworten können, was auf der Insel Kreta geschah, und was aus dem Referendum vom geistigen Standpunkterfolgen wird, müssen wir uns sehr eingehend mit der Geschichte der Entstehung des Christentums und der Kirche bekannt machen. Das wird nicht durch die Aufzählung der Kirchenkonzile oder durch die Nacherzählung dessen, was in Internetseiten der Kirchen steht, sondern wir werden die Frage vom esoterischen Standpunkt aus beleuchten. Weiterlesen

Die drei Steine

vorgetragen von Dimitar Mangurov am 19.06.2005 in Varna

 

„Dann kam Jesus heraus. Er trug die Dornenkrone und das Purpurgewand. Und Pilatus sagte: „Hier ist er, der Mensch!“ (Joh. 19:5)

Es sind fast 2000 Jahre seit dem Augenblick vergangen, in dem diese unsterblichen Worte erklangen, aber heute hallt ihre absolute Bestimmtheit mit einer nie dagewesenen Kraft nach. Ob wir sie aber hören und verstehen? Warum hat Rudolf Steiner so viele Jahre nach dem Golgatha-Mysterium erklärt, dass wir uns am Beginn der christlichen Entwicklung befinden. 1942 sagte Beinsa Douno seinerseits in einer Vorlesung an den sieben Seen im Rilagebirge: „Die Menschheit geht erst jetzt zur kosmischen Liebe über, sie tritt erst jetzt in das wirkliche Leben ein – in das Leben der großen kosmischen Liebe“. Was ist die kosmische Liebe und was hindert uns daran, in sie einzutreten? Die ganze Vorlesung im PDF-Format lesen Weiterlesen