Archiv für den Monat März 2017

Luzifer und der Heilige Gral

vorgetragen von Dimitar Mangurov am 21.12.2003 in Varna

1922 sagte Beinsa Douno: “Ich löse nun die Frage nicht für mich, sondern für Christus, damit ihr Ihn erkennen könnt, wenn Er kommt. Ich predige zu euch wie zu meinen eigenen Brüdern und Schwestern im Namen Christi“. Das Erkennen Christi ist notwendig, denn der Mensch bleibt, wie er geboren wurde, keiner kann ihn ändern. Damit eine Wende im Menschen geschieht, muss er zur Quelle zurückkommen, aus der er herausgegangen ist. Nur so kann er etwas Neues aufnehmen, ein neuer Mensch werden. Aber der Rückweg zum Vater führt einzig über Christus, der das Oberhaupt der Geister aus der Großen Weißen Weltbruderschaft ist. Zum rechtmäßigen und gefahrlosen Kontakt mit ihnen gibt es eine Vorbedingung, auf die der Meister hinweist: „Wenn der Verstand und das Herz völlig intakt sind, hat man schon die erste Bedingung, in eine Beziehung zu den fortgeschrittenen Wesenheiten zu treten und ihre Gedanken und Gefühle zu genießen“. Andernfalls geraten wir in die Zone der Finsternis, die viele Gesichter hat!“  Die ganze Vorlesung im PDF-Format

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Das Ich Gottes

 

vorgetragen von Dimitar Mangurov am 22.06.2003 in Varna

Im Urbeginn war der Mensch Gott, am Ende wird er Gottes Ebenbild sein! Der Sinn unserer Existenz ist im Weg zwischen diesen beiden Polen. Der Meister Beinsa Douno sagt: „Alle erhabenen Gedanken und Wünsche fließen aus der Quelle der Seele. Sie wird ihrerseits von einer anderen Quelle gespeist – dem menschlichen Geist. Der menschliche Geist wird von einer noch größeren Quelle gespeist – dem Göttlichen Geist. Er wird seinerseits von der größten Quelle schlechthin gespeist – dem absoluten, unbekannten Geist des Daseins, über den niemand etwas weiß“. Weiter sagt er: „Die Vernunft, das Herz, der Wille, die Seele, der Geist und der Gott – das sind die Möglichkeiten des Absoluten und Grenzenlosen.“

Ja, aus dem an der Spitze stehenden Absoluten ist der Einige herausgegangen, den wir Gott, Herr, Vater, den Ersten Logos nennen, der im Grund jeder Manifestation steht. Während wir den Gott denken, erkennen und prüfen können, ist jegliche Erkenntnis des Absoluten undenkbar! Deshalb preisen die Wesen des ganzen Kosmos Gott und streben zu Ihm. Die Vorlesung im PDF-Format lesen

Die Geheimnisse des Ich und das Christentum des Heiligen Geistes-Teil 2

Die ganze Vorlesung im PDF-Format

Weder der Absturz zu der Tierstufe noch der Eintritt einer höheren Hierarchie in uns kann die Tendenz umkehren. Das sollte Gott Selbst machen und dazu verband Er Sich mit einem Menschen – Jesus. Vor der Jordantaufe trat das Zarathustra-Ich und Christus ein und Er stieß auf das Evolutionsprodukt in der Form dreier Leiber mit den ihnen eingeprägten drei Geistern. Er stieß auch auf die Spuren des Zarathustra-Ich, das seit dem zwölften Lebensjahr Jesu in ihm war und auch auf die Ergebnisse der Arbeit der nathanischen Seele, die von Anfang an in diesen Leibern war. Wegen dieser Spuren war der Leib Jesu nicht durchsichtig. Christus stieg von Gott herab und stieß auf den Kontrapunkt dessen, was ganz oben ist. Obwohl Zarathustra zu den höchstentwickelten Ichen der Menschheit gehört, war er in Jesus mit seinem niederen Ich und nicht mit dem individualisierten höheren Ich. Diese Individualisierung war damals selbst für die größten Eingeweihten unerreichbar und Christus traf auf die Folgen dieses niederen Ich in Jesus. Trotz der großen Leistungen Zarathustras ist sein Ich nicht vergleichbar mit dem, was von oben herabstieg. Christus musste die starken Anziehungskräfte dieses Ich zum Mineralischen überwinden und keine Sünde während der drei Jahre begehen. Das Mineralische hat eine viel größere Anziehungskraft als Gott vermutet hat und wir müssen unsere Ich-Stufe gerade in der Sinneswirklichkeit erleben, damit Er Sich in uns betrachten kann. Der Vatergott begleitete den Sohn bis zur Schwelle der sinnlichen Welt, aber nach dieser Schwelle hat Gott persönlich den Übergang gemacht, damit die Verbindung mit den drei Leibern Jesu erfolgen konnte. Christus ging durch das Pralaya ins Manvantara, ohne das Gesetz zu verletzen, so wie das in Seinen Worten „Ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen“ (Matth.5:17) dargestellt wird. Die Menschwerdung Gottes war ein Übergang zum Manvantara durch das Pralaya, ohne dass in demselben Augenblick das ganze Manvantara ins Pralaya überging und die Schöpfung zu Ende war. Das, was nach dem Ende des Erdenäons geschehen soll, machte Christus in der Mitte des Manvantara, in der Mitte des Äons. Er hat den Geistesmenschen auferweckt, der auch im physischen Leib Jesu einer solchen enormen Anziehung zum Mineralreich unterzogen war, dass die reale Gefahr bestand, dass er vernichtet und in die unterphysischen Reiche hineingezwängt wird. Ahriman unternimmt jetzt Bemühungen in diese Richtung. Heutzutage wird der Geistesmensch sogar in die unterphysischen Welten hineingetrieben, doch die Menschen halten sich für etwas Großartiges. Christus hatte den Keim zur Aufwärts-Entwicklung angelegt, denn ohne Ihn wären wir heute gar nicht da gewesen. Er ist in Jesus eingetreten und hat den Geistesmenschen in Jesus überwältigt und auferweckt. Über dieses größte Mysterium unseres ganzen Zyklus werden wir nächstes Mal eingehend sprechen. Christus machte das, was kein anderer konnte und das Manvantara ist nicht verschwunden, Nichts ist dort verschwunden. Christus hat etwas getan, was auf allen Stufen des Daseins nachhallte und alles radikal änderte. In der griechischen Kulturepoche hat die ganze Natur, haben die Wesen zu uns von außen gesprochen. Mit der Ankunft Christi wurden unsere drei Geister in den Leibern verinnerlicht, die ganze Natur erlebte einen Wandel und begann, in unserem Bewusstsein zu wirken. Es gab drei große Gefahren für den Menschen. Die erste Gefahr bestand darin, dass der Mensch das Leben in seinem Bewusstsein, im Denken, verlieren könnte. Die zweite Gefahr bestand darin, dass der Mensch die Ideen, die hinter den Naturphänomenen standen, verliert – sie wurden zu einer Umwelt. Zuerst wurden wir also aus dem Paradies vertrieben, aus der geistigen Welt und unsere Beziehung zu den Göttern ging verloren, danach wurden wir in unserem Bewusstsein vom wahren Wesen der Natur vertrieben. Zum Schluss hätten wir durch unseren Absturz durch die Trägheit der ersten Intention zusammen mit der Substanz auch unser niederes Ich verloren, das das Produkt dieser ersten Intention ist, die mit dem Opfer der Geister des Willens begonnen hatte. Wenn wir unser niederes Ich verlieren, wird unsere Entwicklung zu Ende sein und der ganze Zyklus hätte seinen Sinn verloren. Christus hat die Tendenz gewendet, indem Er den Leib auferweckte – das ist die größte Leistung, die überhaupt möglich ist.

Was stellt dieser Leib dar? – Die Liebe, die mit Christus kam, hat sich in diesen Leib verwandelt und er wurde zum Leib des makrokosmischen Prinzips. Das makrokosmische Prinzip hat sich verinnerlicht und wurde zum Ich-Prinzip des Menschen Jesus bei der Auferstehung und Jesus ist die nathanische Seele. Der einzige Mensch der Erde, der in diesem Leib eingekleidet ist, ist die nathanische Seele. Deshalb ist die Einstellung zur nathanischen Seele für jeden Menschen von besonderer Wichtigkeit, denn sie ist die Vermittlerin bei der Beziehung des Menschen zum Auferstehungsleib. Mit dem Übergang zur Menschwerdung hat Christus einen neuen Anfang des Zyklus angelegt, der auf dem alten Saturn begonnen hatte. Er hat eine neue Idee von der Welt angelegt, die sich von der Idee unterscheidet, bei der bereits mit der Erscheinung auf dem alten Saturn der Heilige Geist sich auf den Vulkan stellte. Es kam eine neue Idee vom ganzen Zyklus und das kam durch einen Menschen Zustande – die nathanische Seele. Das Ich, das die Menschheit als die zehnte Hierarchie ausbauen wird, soll eine neue Substanz hervorbringen. Das ist nicht die Substanz der Geister des Willens. Ein neues Leben, eine neue Idee, eine neue Substanz hat der Mensch zu erreichen. Indem er die drei Geister in sich verinnerlicht, wird er Manas, Buddhi und Atma entwickeln, die ihm nicht mehr von einem Engel, Erzengel oder Urengel geschenkt werden, sondern ein eigener Geistesmensch, Lebensgeist und ein eigenes Geistselbst sein werden.
Die Einheit dieses dreieinigen Geistes wird von einem Ich kommen, das nirgendwo in der Schöpfung existiert. Was ist dieses Ich, das dem Zyklus eine neue Form und eine neue Substanz verleihen wird und das mit neuem Leben erfüllt sein wird? Das wird nicht das Leben vom Gott-Sohn, sondern vom Christus-Prinzip. Dieses Leben wird also gleichzeitig das Christus-Prinzip als Leben und das vierte makrokosmische Prinzip der Einheit unserer drei Geister sein – eine neue Art von Liebe, die ich als Idee sehen konnte. Was sind das alles für Neuigkeiten, für deren Verwirklichung der Mensch das Unterpfand ist?
Was würde passieren, wenn die Götter uns unsere drei höheren Wesenglieder schenken, wenn uns etwa ein Engel das Manas schenkt? – Das wird das Manas sein, das der Engel auf dem alten Mond entwickelt hat und das mit dem makrokosmischen Christus-Prinzip der Einheit nichts Gemeinsames hat. Wenn wir dieses Manas als ein fertiges Produkt übernehmen und zu der Engelshierarchie aufsteigen, würde das bedeuten, dass die Geister der Bewegung, die uns die Astralleiber auf dem alten Mond gaben und das von den Seraphim herausströmende Manas diesen Astralleibern anlegten, diesen Astralleib und das Manas zurückbekomme würden. Aber dieses Manas wird eine ferne Erinnerung daran sein, dass der Mensch irgendwann existiert hat. Das Manas wird zwar die Spuren unserer Evolution in der sinnlichen Realität tragen, aber diese Spuren werden die Geister der Bewegung überhaupt nicht interessieren und nur eine blasse Erinnerung an die Existenz des Menschen sein. Der Mensch wird in der Evolution abhanden kommen, die bezüglich der ersten Intention des Herunterstiegs aus der geistigen Welt im Gange ist und die die Iche aller Wesen schuf, einschließlich des Ich Jehovas, obwohl er durch die zweite Intention – Christus durchzogen wurde. Auf dem alten Saturn hatten die Elohim die Bewusstseinsstufe von Engeln. Sie waren Elohim, aber mit dem Potenzial von Engeln. Sie werden auch auf dem Vulkan Elohim sein, aber sie werden ein anderes Potenzial haben. Der Mensch ist sowohl auf dem alten Saturn als auch jetzt ein Mensch und wird auch auf dem Vulkan ein Mensch sein. Allerdings wird er auf einer anderen Bewusstseinsstufe sein, da er vom bewusstlosen Allbewusstsein zum bewussten Allbewusstsein übergegangen sein wird.
Letzteres werden wir mit einem anderen Ich ausbauen – dem von Christus kommenden Ich. Unser dreifacher Geist wird auch ein anderer sein. Der Mensch wird zu etwas Einmaligen im Kosmos werden, durch das Sich Gott dreifach betrachten wird, durch die drei Hypostasen und durch Sich Selbst jenseits der Hypostasen. Diese bevorstehende Betrachtung Gottes durch den Menschen, wird die erhabenste sein. Selbst durch die Seraphim wäre so etwas nicht möglich. In den nächsten Äonen müssen wir ein eigenes Geistselbst ausbauen, einen eigenen Lebensgeist und Geistesmenschen, dann wird es auf dem Vulkan eine Auferstehung geben. Dann werden wir von einem individualisierten höheren Ich vom Ich der Elohim geführt werden, das jeder auf seine einmalige Art erreichen wird. Jeder von uns wird immer mehr Platz für Christus freimachen, Der Sich in jedem wahrhaftig manifestieren wird. Das Ich von den Elohim wird bestehen bleiben und eine endlose Individualisierung durchmachen. Aber das, was aus dem wahren Gott herausgeht, ist der Funke, der es ermöglicht, dass wir zuerst das Ich der zehnten Hierarchie im Erdenäon ausbilden und dann unsere drei Leiber in ein Ich-Geistselbst, in einen Ich-Lebensgeist und Ich-Geistesmenschen verwandeln. Das bedeutet, dass diese verinnerlicht und in unserem Bewusstsein in den nächsten drei Äonen sein werden. Dann wird es eine Auferstehung geben. Bis dahin werden wir im Laufe der Bildung unserer drei individuellen Geister und der Transformierung unserer drei Leiber immer mehr vom Auferstehungsleib Christi angezogen werden. Im Menschen wirken die beiden Intentionen gleichzeitig. Wenn vom Zurückbleiben geistiger Wesenheiten die Rede ist, geht es um die dritte Hierarchie, aus deren Zurückbleiben die luziferischen, ahrimanischen und asurisches Wesenheiten hervorgebracht werden. Bei der ersten und zweiten Hierarchie gibt es keinen Herunterstieg, da die Geister des Willens, der Bewegung und der Weisheit sich selbst in der Erfüllung der Pflicht gegenüber der Schöpfung aufopferten – da gibt es kein Zurückbleiben. Beim Menschen gibt es gleichzeitig ein Hinunterstieg und ein Zurückbleiben durch das niedere Ich, aber es ist gleichzeitig die Intention der Erhebung durch Christus vorhanden, Der durch den Menschen ging. Deshalb sage ich, dass ein Zurückbleiben bzw. eine Nichtentwicklung des Ich nur bei der dritten Hierarchie festzustellen ist. So stellt bei uns unser niederes Ich eine Nichtentwicklung des höheren Ich und ein Zurückbleiben dar. Nun leben wir in der Zeit, in der der Mensch in diesem niederen Ich bleiben und immer tiefer abstürzen kann. Am Ende könnte er auch dieses niedere Ich verlieren und seine zukünftigen Leben ändern, indem er in einer anderen als der weißen Rasse zur Welt kommen könnte. Übrigens habe ich erfahren, dass im deutschen Familienministerium 2007 eine Diskussion über Steiners Buch „Die Mission einzelner Volksseelen im Zusammenhang mit der germanisch-nordischen Mythologie“ (GA 121) stattgefunden hat, und das Ministerium das Indizieren dieses Buches beantragt hat. Die allgemeine Feststellung war, dass im Buch viel Rassismus ist. Solche Bücher sind in Deutschland schwer zu kaufen. Mit Rücksicht auf weitere Themen, deren Diskussion dort verboten ist, können wir sagen, dass wir hier geradezu eine Insel der Freiheit sind.

Das einzige Wesen, in dem gleichzeitig beide Intentionen wirken, ist der Mensch, aber er muss allmählich der zweiten Intention erlauben, in ihm zu wirken, damit er zum Vulkan kommt, wenn er mit der Hilfe des Christus-Ich und ohne die Vernebelung der Individualität, die uns die Elohim geschenkt haben, den Geistesmenschen ausbauen kann. Dann werden wir, die Position „Nicht ich, sondern Christus in mir“ vertretend, im Auferstehungsleib auferstehen. Als viertes Prinzip der Einheit der drei Geister, die wir selbst mit der Christus-Kraft in unserem Ich ausgearbeitet haben werden, wird der in uns individualisierte Auferstehungsleib erscheinen. Das ist der Sinn des ganzen Zyklus des Sohnes. Dann werden wir das Bewusstsein von Archai haben, wir werden die zehnte Hierarchie der Freiheit und Liebe sein, deren Namen wir noch nicht kennen. Wir werden diesen Namen im Erdenäon erfahren, doch zuerst müssen wir dorthin als Bewusstseinsstufe gelangen. Den ersten Menschen, die die Transformation durch das Prinzip „Nicht ich, sondern Christus in mir“ machen werden, wird dieser Namen eröffnet werden, den anderen nicht, da sie keine Vorstellung von der Bedeutung dieses hierarchischen Namens haben werden. Mit diesem Namen werden wir zum Vulkan heranreifen, wo wir das bewusste Allbewusstsein besitzen werden. Unser Zentrum wird dann der Auferstehungsleib sein. Der Vulkan wird zu der neuen Supersonne werden, sich ins Pralaya zurückziehen und den Anfang des neuen Zyklus des Heiligen Geistes geben. Diesen nächsten Zyklus werden wir in der Rolle unserer Geister des Willens aus dem Zyklus des Sohnes und von der Position des Bewusstseins unserer Schöpfer, der Elohim, einleiten. Dann wird unsere Bewusstseinsstufe den Geistern der Form entsprechen, aber wir werden keine Formgeister, sondern wieder die zehnte Hierarchie der Freiheit und Liebe sein. Den Anfang des neune Zyklus werden wir von dieser Position aus machen – als eine neue Art von Freiheit, eine neue Form und eine neue Substanz.
Was werden diese neue Form und diese neue Substanz sein? – Sie werden von den Elementen unserer höheren Geister getragen, die wir zuerst aufbauen müssen und das ist das Ich-Geistselbst. In der Bibel heißt es, dass zwischen dem Geheimen Abendmahl und dem Gang in den Garten Gethsemane Christus und die Jünger mit Petrus an der Spitze auf den Ölberg stiegen, wo Er ihnen sagte: „Aber nach meiner Auferstehung werde ich euch nach Galiläa vorausgehen“ (Mk 14:28). Die höchstmögliche Interpretation von Galiläa hier ist der nächste Zyklus des Heiligen Geistes. Die Anrede gilt nicht Johannes – dem erhabensten Schüler -, sondern Petrus und den Aposteln, da Petrus den Felsen symbolisiert, den physischen Leib als das Unterpfand des Golgatha, das Werkzeug, mit dem wir als der Geistesmensch zum Vulkan und zum Höhepunkt der Entwicklung kommen und unser achtes Wesenglied erlangen werden – den Auferstehungsleib. So werden wir zur Oktave übergehen. Die Oktave ist die Metamorphose der Siebenheit in Achtheit. Diese Achtheit ist der Auferstehungsleib als unser achtes Wesenglied, das uns zum achten Zyklus führen wird. Es geht um eine vollständige Metamorphose aus völlig freiem Willen und aus Liebe. Das wird der Anfang des neuen Zyklus sein, in den die durch uns transformierte Substanz vom Vater gelangen wird. Dorthin werden auch das Ich-Prinzip und die freie Wahl übertreten, um den Anfang jenes Zyklus zu geben, der anders sein wird – wir wissen nicht, wie er sein wird. Unser Führer bei dieser Makrotransformation, die uns bis zum Vulkan bevorsteht, wird der Heilige Geist sein, den laut Christus niemand kennt. Das ist der Geist, der die neue Idee gibt. Mit seiner Hilfe können wir die neue Substanz erzeugen und er bringt das neue Leben.
Was ist das Wesen dieses Geistes, der an Pfingsten kam? – Einerseits ist es ein menschlicher Geist, andererseits kommt er von Gott – von dem, in das das Ich-Prinzip Christi emaniert. Gleichzeitig ist er menschlich und ein Ich-Prinzip der höchstmöglichen Ordnung. Das bedeutet, dass er diese zwei Substanzen in sich trägt. Woher kann er wohl kommen, um sie zu tragen, warum müssen das Menschliche und das Christus-Prinzip on Ihm sein, wenn Christus Selbst der Träger der ewigen Gottmenschenheit ist? Wir kennen die Loge der zwölf Bodhisattvas, die jenseits des höheren Devachan und des Tierkreises liegt. Christus steht im Zentrum der Zwölf als das Makrokosmische Ich-Prinzip. Die zwölf Bodhisattvas schaffen die Leiblichkeit des Heiligen Geistes, den Christus den Menschen schickte. Dieser Heilige Geist, der im Zyklus das Leben Christi lebt, lebt dadurch das Leben Gottes und ist folglich absolut göttlich. Gleichzeitig gehört die Leiblichkeit der zwölf Bodhisattvas, die Christus als ein Transformator zum Irdischen dienen und die ganze geistige Erdenevolution leiten, der Menschenevolution an. Diese Leiblichkeit verleiht dem Heiligen Geist das menschliche Element. Der an Pfingsten gesandte Heilige Geist ist ein Geist von Gott Selbst, der gleichzeitig Menschlichkeit trägt. Diese kommt von Wesen, die unten auf der Erde eine Evolution zurücklegen.
Der Hauptbote Christi, der uns zu Christus und zu Seinen verborgensten Geheimnissen führt, ist der Heilige Pfingstgeist, dessen Vertreter auf der Erde der Bodhisattva ist. Es gibt kein erhabeneres Wesen unter den Menschen als der Bodhisattva. In ihm manifestiert Sich Christus als das Makrokosmische Ich-Prinzip und er trägt auch die Idee, die Christus für den Zyklus hineingetragen und sie durch Jesus angeeignet hat.
Der Bodhisattva hat sich auf der Erde die Idee Christi von der menschlichen Auferstehung auf dem Vulkan durch die Individualisierung des Auferstehungsleibes zu Eigen gemacht. Wenn man die Erkenntnis verkündet, wer der Bodhisattva des 20. Jahrhunderts ist, macht man das breitestmögliche Tor auf, das zu Christus und zum Auferstehungsleib führt. Deshalb hat meine Tätigkeit mit dem Verkünden dieser Idee begonnen, die in Punkt 5 der gnoseologischen Lemniskate ergriffen worden ist, um den Weg zu Christus freizumachen. Ich habe bereits gesagt, dass der Bodhisattva den Schlüssel zum Heiligen Geist und zu Christus hält und dass die anderen seine Vermittler sind. Wenn der Bodhisattva auf der Erde ist, wirken alle Zwölf durch ihn. Das bedeutet, dass das Ich-Prinzip Christi durch ihn wirkt und dass der Heilige Geist die neuesten Botschaften mitbringt. Beinsa Douno hat über Steiner eine solche Botschaft verkündet – von der Ätherischen Ankunft Christi. Alles, was Steiner darüber sagte, kam vom Heiligen Geist über den Bodhisattva. Die Anthroposophie führt jeden, der sie richtig aneignet, unvermeidlich zum Bodhisattva. Ich möchte überhaupt nicht an der Stelle derjenigen sein, die den Bodhisattva bewusst verleugnet haben und verleugnen. Manche von ihnen wurden mit ihrer Ansicht nach oben einbezogen, wo sie die erschreckende Tatsache erfahren mussten, dass sie eine Sünde wider den Heiligen Geist begangen haben, die nicht verziehen wird.
Was ist der Unterschied zwischen der Sünde wider den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist? – Wenn man wider die Substanz, wider die Offenbarung des Vaters sündigt, dann widerruft das Leben selbst diesen Fehler. Wir können das mit folgendem Beispiel veranschaulichen. Die Substanz des Prinzips des Vaters ging bis zur Leere im Bewusstsein, die durch die abstrakten Gedankenformen ausgedrückt werden, mit denen der Mensch heute lebt. An sich sind die abstrakten Gedanken zwar wertvoll, aber sie müssen transformiert werden – gleich komme ich auf diese Transformation zu sprechen. Das ist eine Sünde wider den Vater, da wir vom reinen Dasein, das der Monade auf dem altern Saturn angelegt worden ist, zum heutigen Bewusstsein ohne Gehalt und Leben gekommen sind. Da dieses Bewusstsein keinen realen Gehalt hat, bringt es nur Ideologien wie den Marxismus-Leninismus oder Nationalsozialismus sowie alles erdenkliche politologische und philosophische Geplapper und verschiedene politische Doktrinen hervor. Am Ende widerlegt das Leben selbst all diese Sünden wider den Vater, wider die Substanz und den Geistesmenschen, der dieser Substanz angelegt worden ist, da das Wesen der Substanz der Geistesmensch der Geister des Willens ist. Die Sünde desjenigen, der sich für einen Atheisten erklärt, kann auf die einfachste Art widerlegt werden – die Existenz des Begriffes ‚Gott‘ selbst zeigt, dass etwas dahinter steckt. Immer gibt es Wesen, die hinter den Begriffen stecken. Alles, was wir vor dem fünften Jahrhundert v.Chr. an Erlebnissen in der geistigen Welt hatten, waren Wesenheiten, die in den Mythen und Legenden einen Niederschlag fanden und später in den Mysterienzentren zu Begriffen wurden. Unser leeres Bewusstsein bedient sich dieser Begriffe und die Frage ist, wie wir zu den realen Wesenheiten hinter den Begriffen gelangen und einen richtigen Kontakt zu ihnen von der Position des Ich-Bewusstseins herstellen können.

Die nächste Sünde ist die Sünde wider den Sohn. Wenn man die Notwendigkeit der Transformation des Denkens auf der siebenstufigen Lemniskate einsieht, doch diese Transformation nicht vornimmt und dies mit unpassenden Bedingungen, Zeitmangel oder anderen Ursachen rechtfertigt, um das auf das nächste Leben zu verschieben, so wird diese Sünde durch das Karma und die Reinkarnation wieder behoben. Die Freiheit ist der Heilige Geist, das Karma ist der Sohn und das, was wir ‚Schicksal‘ nennen, ist der Vater. Das ist das goldene Dreieck, in dessen Zentrum wir das Ich stellen und die Drei dermaßen ausgleichen müssen, dass die vom Vater durch die Geister des Willens ausgestrahlte Substanz auf dem Vulkan auferweckt wird. Das wird unsere Aufgabe sein, die durch die Herstellung der Beziehung zum Auferstehungsleib zu erfüllen ist. Sowohl unser freier Wille als auch unser Karma werden zum Schluss zum Vater, zur Substanz zurückkehren, aber in der neuen Substanzart, die der Sohn durch uns geändert hat. Deshalb ist der Sohn der Regent des Zyklus und deshalb wird er auf den Ikonen als der Gott Allerhalter dargestellt.
Worin besteht die Sünde wider den Heiligen Geist und warum ist sie unverzeihbar? – Diese Sünde bedeutet, dass die Möglichkeit und die Notwendigkeit, Änderungen des Denkens vorzunehmen, überhaupt geleugnet werden. Die Sünde hat ein viel größeres Ausmaß, aber ich möchte das Denken unterstreichen, da es der Punkt ist, den man überschreiten muss, um vorwärts zu kommen. Wenn jemand erklärt, dass es keiner Transformation des Denkens bedarf, da er auch so Offenbarungen aus der geistigen Welt erhält und sich nicht dazu anzustrengen braucht, dann sündigt er wider den Heiligen Geist. Diese Sünde ist unverzeihbar, denn die Metamorphose des eigenen Denkens kann nur vom konkreten Menschen erledigt werden und von keinem anderen. Niemand aus der geistigen Welt darf diese Sünde auf sich nehmen bzw. sie kann durch nichts anderes geradegebügelt werden. Deshalb ist sie unverzeihbar. Es gibt einen „weisen“ Spruch, der heutzutage oft verwendet wird: „Gib mir Geld und keinen Ratschlag“. Das ist der größte Schwachsinn, den ein Mensch aussprechen kann. Warum? – Der Anfang der eigentlichen Individualisierung des Menschen, d.h. der Individualisierung der Substanz von den Elohim, beginnt mit dieser Transformation. Im Frühling 2015 hatten wir eine Reihe Vorlesungen über diese Fragen, so dass ich sie nun lediglich kurz umreißen werde.
Wir können die ersten drei Äonen unseres Zyklus in der Hegelschen Triade wiedererkennen – These, Antithese, Synthese. Mit der Erhöhung des Willenselementes in sich, das aus der Substanz bzw. vom Vater kommt, hat Hegel sein Denken dermaßen verstärkt, dass er an Ideen herankommen konnte, die mit der ihn umgebenden Welt nichts zu tun hatten. Diese Ideen waren ein gegenstandsloser Wille, sie wurden durch nichts Gegenständliches hervorgerufen. Der Mensch bildet sein Denken normalerweise aus der ihn umgebenden Welt heraus. Hegel hat dies mithilfe seines niederen Ich erreicht und er konnte nicht an sein höheres Ich heranreichen. Trotzdem war er in der Lage, den philosophischen Gedanken zu nie dagewesenen Höhen zu erheben, wo er stehengeblieben ist. Vor ihm war Pythagoras bis zur Zahl 4 gekommen. Das ist die Zahl des Ich, das über dem physischen, ätherischen und astralischen Leib steht. Heutzutage können selbst die kleinen Kinder viel weiter zählen, doch niemand kennt den Sinn der Zahlen. Pythagoras lebte im sechsten Jahrhundert v.Chr., Christus war noch nicht gekommen, um das wahre Ich-Mysterium zu geben. Deshalb blieb Pythagoras bei der Vier, er konnte nicht weitergehen. Der Weg zur Fünf, zum Manas, geht durch das Ich der zehnten Hierarchie. Zu der Sechs und Sieben muss man unbedingt durch das Geistselbst gehen, durch die individualisierte Hypostase des Heiligen Geistes der Trinität als eine neue Idee. Der Heilige Geist trägt die Idee der menschlichen Erhebung zur Oktave im Zyklus. Das bedeutet, dass der ganze Zyklus aus sieben Äonen nur eine Hülle des Ich wird, das der Mensch als Auferstehungsleib und achtes Wesensglied seines Leibes der Oktave auf dem Vulkan haben wird. Der ganze Sinn des Zyklus des Sohnes besteht darin, dass am Ende der Mensch einen Auferstehungsleib als achtes Wesenglied erlangt und auf diese Weise den Anfang zu einem neuen Zyklus macht. Diese Makroidee bringt der Heilige Geist, den Christus gesandt hat. Das ist eine Idee aus der Zukunft für die Menschen, die heute aber in den unterphysischen Welten herumgraben, wo Ahriman lauert und ihren Geistesmenschen erobern will – das werden wir nächstes Mal besprechen. Sollte es Ahriman gelingen, den Geistesmenschen zu erobern, wird dann der physische Leib zerfallen. Am Ende des Erdenäons werden die Götter die Materie vergeistigen, aber das Mineralische im Menschen unterscheidet sich vom Mineralischen in einem Stuhl. Ohne die Verinnerlichung unseres höheren Ich – der Substanz von den Elohim – kann das Mineralische in uns niemals vergeistigt werden. Entweder gehen wir auf die Metamorphose des Denkens zu oder wir werden abstürzen. Heute möchte Ahriman durch die Technologien das menschliche Bewusstsein austauschen, er greift auch zu unseren Sinnen und versucht, die menschliche Empfindlichkeit nachzuahmen. Bisher entzieht sich nur der Wille seinen Machenschaften, doch Ahriman will sich des Geistesmenschen bemächtigen. Das Ideal der okkulten Logen, durch die Ahriman denkt, ist die Schaffung eines Wesens, das halb Mensch, halb Maschine ist. In diesem Wesen wird das Denken komplett ausgetauscht sein, die Empfindlichkeit wird nachgeahmt sein, und es wird das Leben eines Menschen führen. Es gibt diesbezüglich große Fortschritte in Silicon Valley. Die Journalisten überschwemmen die Medien mit begeisterten Artikeln über die nächste technologische Revolution, die dort vorbereitet werde. Gott sei Dank sind wir in unserem unterentwickelten Bulgarien von solchen „Errungenschaften“ weit entfernt!
Die Logik des heutigen Denkens entspricht der erwähnten Triade aus These, Antithese und Synthese aufgebaut. Erst dann wird jene Stufe erreicht, in der das kontemplative Denken einsetzt. Dort muss man Dreierlei abnehmen. Zu diesem Denken kommt man mit abgenommenem Leben im Denken, mit abgenommener Logik, die auf der dialektischen Triade basiert und mit abgenommenen niederen Ich. In seiner Entwicklung wurde der Mensch zuerst aus dem Paradies vertrieben, dann aus der Natur und zum Schluss wäre er auch aus seinem niederen Ich vertrieben worden, wenn Sich Christus nicht eingemischt hätte. Zum kontemplativen Denken müssen wir allerdings in dieser Art – aus allem vertrieben und als leeres Bewusstsein – zu Punkt 4 der siebenstufigen Lemniskate kommen. Dort müssen wir in Christo sterben, denn es gibt keine Auferstehung im Heiligen Geist, wenn es keinen Tod in Christo gibt. Am Anfang sind wir von Gott herausgekommen, wir wurden aus der Substanz des Vaters geschaffen, aber nun müssen wir in Christo sterben, damit es eine Auferstehung im Heiligen Geist gibt – das lautet der Rosenkreuzerspruch. Beim dreifachen Abnehmen wird das Bewusstsein des Menschen leer. Ich werde gut erklären, was das bedeutet, damit es keine Einwände gibt, dass man seinen Verstand verlieren würde oder diese Methode mit dem Aufruf der östlichen Schulen zum Vertreiben der Vernunft verwechselt wird, was etwas völlig anderes ist.
Was unterstützt den Menschen, damit er nicht einschläft, wenn sein niederes Ich abgenommen ist? – Jeden Abend schläft der Mensch ein, wenn der Astralleib und das Ich aus ihm heraustreten. Das ist eine Art kleines Pralaya. Wie kann man erreichen, dass das niedere Ich beseitigt wird und man nicht einschläft, sondern einen Schritt vorwärts tut? – Das ist das Sterben in Christo. Das ist die Art, in der die beiden Frauen bei meinem Geburtstag die Offenbarungen erhalten haben.
Als ich lange Zeit in der Art gesprochen habe, wie ich jetzt rede, kam es zu einer dreifachen Abnahme bei ihnen – zuerst wurde das müllartige abstrakte Denken aus ihren Köpfen hinausgefegt, die Logik wurde beseitigt, nach der das Denken in der Hegelschen Triade funktioniert, und es wurde auch das niedere Ich beseitigt, wobei die Frauen allmählich erhoben wurden. Sie schliefen nicht ein, sondern sie hörten mir mit leerem Bewusstsein zu, in das sich etwas Neues ergießen konnte, das von der anderen Seite kam – das ist die neue Substanz. Wir haben gesagt, dass die neue Idee über den Menschen eine neue Substanz und ein neues Leben erfordert. Das neue Leben im Zyklus kommt von Christus. Jedes Wesen ist eine Idee. Mit unserem Vertreiben aus der Natur wurden die Wesen, d.h. die Ideen für uns unsichtbar. Durch die Metamorphose des Denkens kehren die Ideen zurück, nachdem der unten befindlichen Schlüsselpunkt der Lemniskate und des Nichtbewusstseins durchschritten wird und man nach jenseits gerät. Auf diese Weise wird auch das Leben in einer neuen Art vom Auferstehungsleib erhalten, die Idee durch die Metamorphose des Denkens wird in einer neuen Art erhalten und die Substanz eröffnet sich uns in einer neuen Art, die von der kommenden Idee getragen wird. So wird das Fundament einer neuen Art von Dasein gelegt, das anders ist als das Dasein, das auf dem alten Saturn angelegt worden war. Es wird ein neuer Anfang des Zyklus gesetzt. Das kann der Mensch tun, wenn er beginnt, sich auf dieser Lemniskate zu bewegen. Lassen wir uns daran erinnern, welche Ideen uns durch die beiden Frauen eröffnet wurden – dass der Vulkan nun leer ist und wir ihn mit etwas füllen sollen, damit ein neuer Zyklus existieren kann, und dass Christus der Träger des ewig Menschlichen ist. Das sind Offenbarungen aus einer außerordentlich hohen Ordnung.

Warum ist es überhaupt möglich, dass solche Offenbarungen kommen? Sie kommen über Michael – den Zeitgeist der heutigen Epoche und den Führer der Himmelsschar herunter. Vom Antlitz Jehovas, der für die Beziehungen der Blutverwandtschaft verantwortlich war, wurde er zum Antlitz Christi, der für das Ich-Prinzip arbeitet. Michael hat nur zu solchen Menschen eine Beziehung, in denen dieses Ich-Prinzip wirkt, die von diesem Prinzip bewegt werden und eine Beziehung zum Geist und zum Auferstehungsleib als dem Hauptgeheimnis im Kosmos aufbauen wollen. Durch Michael können Offenbarungen herunterkommen, die von der zweiten und dritten Hierarchie stammen,
Dem Menschen wurde der Weg zur Einatmung Gottes eröffnet. Bis zur Ankunft Christi atmete Gott aus. Mit der Ankunft Christi begann die Einatmung Gottes. Der ganze Zyklus ist eine Ausatmung und eine Einatmung Gottes. Jenseits des Zyklus des Vaters, als die Seraphim die Menschenstufe erlebten, fand das erste große Ausatmen Gottes statt. Wann wird wohl die erste Einatmung in dieser Makrodimension sein, mit Hinblick auf alle Zyklen und was wird zum Beginn der Einatmung führen? Ist etwa das Opfer Christi auf Golgatha der Anfang der Einatmung in dieser Makrodimension? – Das können wir nicht wissen, denn das sind die größtmöglichen Fragen die sich das menschliche Bewusstsein stellen kann. Doch den Anfang der Wandlung bildet der Sprung über den Abgrund, der uns von Punkt 4 der siebenstufigen Lemniskate von Punkt 5 trennt.
Was erhält das Bewusstsein am Leben, wenn das niedere Ich abgenommen wird? – Das macht der Wille, der aus der Substanz des Vaters ist, aber sich auf den Sohn richtet. Sein Träger ist das höhere Ich oder die Substanz von den Elohim, die das Bewusstsein in Punkt 4 wach erhält. Wenn sich uns die erste Idee zeigt, so geschieht das von unserem höheren Ich, das ist die erste Individualisierung dieses Ich. Das ist der Augenblick, in dem man zum ersten Mal sagen kann, dass man eine Individualität ist, der Augenblick, in dem man zum ersten Mal zu einem Ich im Sinne der Zukunft wird. Der Mensch, der noch nicht eine solche Idee ergriffen hat, kann noch kein Mensch genannt werden. Er ist das Produkt der ersten Intention, des Herunterstiegs aus der geistigen Welt, aber er hat noch nicht den Schritt zur zweiten Intention gemacht und ist folglich nur ein Imitat von einem Menschen. Das Ergreifen der Idee – das ist der erste Schritt. Es gibt keinen anderen Schritt.
Wenn das höhere Ich die Idee eröffnet und diese ins Diesseits übertragen wird, bleibt die Gedankenform erhalten, aber sie ist bereits von der Idee hervorgerufen worden, die durch den Blickwinkel des Christus-Lebens gegangen ist. Dieses Leben erhält all das lebendig. Dann kommt auch die neue Art von Substanz – die transformierte Substanz, die von den Geistern des Willens ausgestrahlt worden ist. Wie bereits erwähnt, setzt mit Christus ein neuer Anfang ein – eine neue Idee, eine neue Substanz, ein neues Leben. Eine neue Makroidee von der Welt, eine neue Substanz und ein neues Leben, die nur der Mensch verwirklichen kann.
Nachdem die letzte Vorlesung im Internet erschienen war, gab es einen Kommentar von einer Person, die ein Nickname benutzte. Grundsätzlich ist es nicht in Ordnung, jemandem zu antworten, der nicht seinen Namen nennt, aber da der Kommentar etwas Wesentliches enthält, würde ich trotzdem darauf eingehen. Der oder die Kommentierende fragt, was dasjenige ist, das aus Varna kommt. Vom Abschluss meiner letzten Vorlesung ausgehend, in der ich darüber gesprochen habe, wie Gedanke, Gefühl und Wille durch uns gehen und miteinander verbunden werden, wird die Schlussfolgerung gezogen, dass ich den Willen und das Denken favorisieren würde und das Gefühl, das irgendwie im Hintergrund bleibe, das Ergebnis der Kreuzung von Denken und Willen sei. Es wird die Frage gestellt, wo das Gefühlsleben bleibt, wenn ich nur das Denken und den Willen betone und es folgt der Ausruf: „Wozu braucht Dimitar seine Frau?“

Das ist eine Frage, die im Kontext des Besprochenen berechtigt ist. Der oder die Kommentierende kommt zu folgenden Schlussfolgerungen: Das, was von mir ausgeht, ist nicht das, worüber Steiner gesprochen hat, sondern etwas anderes. Steiner hat über den geistigen Vorhang gesprochen, der etwa vier Jahrhunderte lang Europa vom Osten getrennt hatte und der vom Ural und Wolga über dem Schwarzen Meer zum Mittelmeer reichte und hinter den die Faune und Satyre verschwunden sind. Steiner sprach auch über die Menschen, die wegen ihrer spezifischen Seelenstimmung besonders stark berührt wurden vom Gegensatz der guten und der bösen kosmisch-geistigen Mächte und die „Bulgaren“ genannt wurde. Die Erschienung „Mangurov“ unterscheide sich grundsätzlich von dem, was Steiner besprochen hat und sei eine unrechtmäßige Ehe der luziferischen und ahrimanischen Wesen. Jene Seelenfähigkeit, die die Bulgaren damals besaßen, gibt es lange nicht mehr, aber das Wesen der Frage bestand darin, wo die Gefühle bleiben. Denn die Gefühle machen den heutigen Menschen zu dem, was er ist, und ohne die Gefühle bleibt die Menschlichkeit auf der Strecke. Wenn der Mensch zum Punkt 4 der siebenstufigen Lemniskate kommt, ähnelt das der Abgabe eines Gliedes geistiger Wesenheiten an tieferstehende geistige Wesenheiten. Bei ihnen geschieht eine Art Entleerung, damit sie von etwas Höherem erfüllt werden können. So werden wir entleert, aber im Unterschied zu den geistigen Wesen wirken in uns beide Intentionen. Bei den Hierarchiewesen wirkt nur die eine Intention, sie sind ihr Produkt. Wenn man zum Punk 5 übergeht und dort dem höheren individualisierten Ich – soweit es individualisiert es – die Idee eröffnet wird, stößt der Mensch zum ersten Mal auf die persönliche Ethik. Steiner sprach über den ethischen Individualismus. Zum ersten Mal, wenn der Mensch sich individualisiert, indem er eine Idee ergreift, stellt er sich vor die Frage, was die Moral und die Ethik sind. Vorher lebte er in der ererbten Moral und Ethik und reagierte auf alles nach dem Prinzip der Blutverwandtschaft. Dabei entsteht ein großes Problem. In Punkt 4 hat der Mensch alles „ausgezogen“, damit ihm die Idee eröffnet wird, denn andernfalls wird das nicht passieren. Aber wie soll er mit dieser Idee verfahren? Die Idee kommt aus dem Makrokosmos und der Mensch kehrt in den Mikrokosmos zurück. In ihm wirken beide Intentionen. Das Berühren der Idee geschieht für einen Augenblick und das ist etwas völlig anderes als das Channeln, bei dem ganze Bände durch Wesenheiten der niederen Astralwelt diktiert werden. Dann berührt der Mensch die Ethik der geistigen Wesen, wo nur der Göttliche Will erfüllt wird, während unten auch der freie Wille besteht, den Göttlichen Willen eben auch nicht zu erfüllen. Die ergriffene Idee wird heruntergeholt und kann mit dem normalen Verstand eingehend betrachtet werden. Wie soll man mit dieser Idee verfahren? Soll sie vom normalen Verstand verschmutzt werden? Wie sollen wir die Gefühle in den Prozess des kontemplativen Denkens auf der Lemniskate einbeziehen?
Wenn man in dieser Art arbeitet, wird unvermeidlich der Ätherleib beansprucht, der Gefühl und Leben ist. Indem wir den Ätherleib in diesen Prozess einbeziehen, kommen wir zu Christus und zu dem, was die Ethik darstellt. Wir sagen, dass wir Gedanken, Gefühle und Willen haben, den Heiligen Geist, Sohn und Vater. Der mittlere Teil des Menschen – das Gefühl – ist das Einbeziehen des Ätherischen in diesen Prozess des Verstandes und des Willens, da das Ätherische in der Mitte des Weges zwischen beiden liegt.
Beim Einbeziehen des Ätherischen steht der Mensch nicht seinem Gefühl gegenüber, wie man das normalerweise versteht, sondern den höheren Gefühlen. Es muss eine Individualisierung dieser höheren Gefühle zustande kommen, und zwar darf nicht das eigene Gefühl alles färben, sondern das Weltengefühl. Es gibt einen Weltenwillen, ein Weltengefühl und Weltengedanken als Weltenwesen. Wenn man sich erhebt, steht man auch vor der Weltenethik. Deshalb werde ich folgendermaßen antworten: Bei mir wirkt das Gefühl, aber nicht im menschlichen Sinne, denn man kann nie mit dem menschlichen Gefühl die Idee ergreifen. Meine Frau brauche ich, damit ich sie im menschlichen Sinne mit meinem niederen Ich liebe, aber auch damit wir beide an einer Individualisierung des höheren Ich arbeiten – ein jeder, wie er kann. So können wir es nach der Art machen, die Christus beschrieben hat: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“ (Matth. 18:20). Wir brauchen einander, wir brauchen auch den Menschen, der diese Fragen stellte, falls er sich irgendwann zeigen und mir persönlich begegnen möchte. Deshalb hat Steiner über den ethischen Individualismus gesprochen.
Es passiert Folgendes. Es gibt, wie wir bereits sagten, drei Weltenstrahlen aus den drei Hypostasen herausströmend, die wie drei Arme Gottes sind. Der Mensch hat aber zwei Arme und zwei Beine. Was ist das Dritte? Der eine Arm ist der Vater, der andere – der Heilige Geist und in der Mitte ist Christus. Im 20. Jahrhundert wurden zwei Impulse ausgestrahlt. Der eine gab die Metamorphose des Denkens oder den einen Arm Gottes, der andere zeigte den Weg, wie die Substanz transformiert und wie der Auferstehungsleib erreicht werden kann. Dieser Impuls kam über den Bodhisattva, der dafür auch 1936 zusammen mit Christus und der nathanischen Seele in Jesus durch das mächtige Mysterium ging, um in der Seele jedes Menschen neue Kräfte zum Überwinden des Bösen zu entfachen. Daraus kann der Mensch, wenn er die Metamorphose des Denkens macht und vor dem ethischen makrokosmischen Problem in Punkt 5 steht, die Kraft schöpfen, dem Gefühl des Makrokosmos standzuhalten. Ich habe bereits oft gesagt und ich werde es für die fragende Person wiederholen: Die beiden Impulse werden im Menschen-Ich synthesiert, im Ich, über das wir seit zweieinhalb Stunden sprechen. Das, was von mir ausgeht, ist ein individueller Ich-Impuls. Sie können sich die beiden Arme Gottes vorstellen – den Heiligen Geist und den Vater, wie sie gleichzeitig in Christus übergehen. Der Vertreter des Heiligen Geistes auf Erden ist Beinsa Douno, andererseits nahm er an einem Mysterium teil, das im Zusammenhang mit dem Auferstehungsleib stand. Steiner, der die Metamorphose des Denkens gab, sagte, wie die neue Substanz durch diese Metamorphose entstehen wird – also wie man zum Auferstehungsleib gehen soll. In Christus kommen der Heilige Geist und der Vater zusammen und tauschen ständig ihre Plätze, denn das Prinzip des Lebens ist das Prinzip der Metamorphose. Die Kraft dieses Impulses besteht darin, dass die Formen ständig metamorphosieren und mit der Zeit der Mensch sogar seine Physiognomie verändern kann. Früher sagte man über Bojan Maga, dass er sich in einen Wolf verwandeln konnte. Das wurde zwar im Stil der alten Ausdrucksweise gesagt, aber ich verstehe sehr gut, was gemeint ist. Wenn man eine Synthese vornehmen kann, dann wird etwas Neues hervorgebracht. In der Zeit Bojans wurde eine solche Synthese vorgenommen, Dionysios Areopagita hat auch eine Synthese aller alten Mysterien vorgenommen, obwohl er in den dionysischen Mysterien war. Das ist das wahre Christentum des Heiligen Geistes. Dieses Christentum führt uns zum schmalen Tor des Reiches Gottes und das Passieren wird von vielen Anstrengungen begleitet. Das sind Willensanstrengungen und Verstandesanstrengungen und in sie wird ein Gefühl hineingebracht, das über das rein menschliche Gefühl als unsere Seele herausgewachsen ist. Ohne diese Seele haben wir nichts, worauf wir treten können. Wir beginnen erst jetzt, unsere Seelen in der richtigen Art zu individualisieren. Bisher waren sie das Produkt der Götter. Das menschliche Gefühl bleibt bestehen, aber wenn die Menschen vorhaben, die Schritte der gnoseologischen Lemniskate zu machen und sich zu einer neuen Menschenart zu erheben, müssen sie eine neue Art von Gefühl entwickeln. Dieses Gefühl wird nichts Menschliches verlieren, denn in unserem Ich ist auch die höhere Menschlichkeit von Christus anwesend. Aber wird es entwickelt, dann wird der Blick zu den Ideen eröffnet, die der Goetheschen Idee von der Urpflanze ähnlich sind. Die Natur und die übersinnlichen Welten werden sich uns in wunderschönen Bildern zeigen, die selbst die wunderbarsten Schöpfungen der ersten Intention in den Schatten stellen werden. Ich hoffe, dass Sie durch diese Vorlesung einen kleinen Schritt in Ihrem Bewusstsein zu diesen wunderbaren Aussichten getan haben.

Die Geheimnisse des Ich und das Christentum des Heiligen Geistes – Teil 1

vorgetragen von Dimitar Mangurov am 30.10.2016 in Varna

vom Autor nicht durchgesehene Textfassung der Videodatei

Link zum Originalvideo

Gebet: Vater unser der du im Himmel bist, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser täglich Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen!

 

In der heutigen Vorlesung über „Die Geheimnisse des Ich und das Christentum des Heiligen Geistes“ wird von den Versuchungen des Teufels die Rede sein, aber wir werden auch solche Höhen des Geistes streifen, deren Sinn nur wenige Menschen der Erde mit dem notwendigen Bewusstsein erkennen können. Unsere Themen folgen einer bestimmten Logik und nun ist die Zeit gekommen, über die besagten Höhen zu sprechen. Doch vorher möchte ich mir erlauben, zum Geschehen in Bulgarien Stellung zu beziehen.
Als ich mich Anfang des Monates fragte, welches Thema wir dieses Mal haben würden, wusste ich, dass ich auch über das aktuelle Zeitgeschehen etwas sagen muss. Den äußeren Anlass gab mir ein Brief an Ahmed Dogan von Dimitar Nedkov und das nachfolgende Interview, das dieser Freimaurer 33. Grades – wie er sich selbst vorstellt – einer Zeitung gab. Der Brief ist ohne Zweifel sehr interessant, weshalb ich auf ihn und auch auf das im nachfolgenden Interview Besprochene eingehen will, da Beides im Kontext der heutigen Ereignisse in Bulgarien und auf der Welt sehr aufschlussreich sind. Der Brief ist der Aufruf eines Freimaurers, der zum Schottischen Ritus gehört, dem fast alle Präsidenten der USA mit Ausnahme des ermordeten Katholiken Kennedy entstammen. Aus der Zugehörigkeit zu diesem Ritus erheben sie den Anspruch, die Richtung der Weltentwicklung zu weisen. Folglich muss man die Information, die von einer solchen Person ausgeht, in Betracht ziehen. Nedkov erhebt den Anspruch der großen Erkenntnis und war der Anlass, aus dem ich 2010 das Buch „Der Code der Schöpfung“ als eine Antwort auf seine Romane, verfasst habe. Diese Romane enthalten viele Wahrheiten, jedoch auch Halbwahrheiten, welche den Nebel im Bewusstsein des bulgarischen Volkes noch mehr verdichten. Ich werde heute versuchen, vom geisteswissenschaftlichen Standpunkt aus diesen Brief und das Interview zu betrachten, denn jeder andere Blick würde oberflächlich sein. Weiterlesen

Das Zweite Golgatha und Beinsa Dounos Opfer

vorgetragen von Dimitar Mangurov am 25.09.2003 in Varna

1916 machte der Bodhisattva Beinsa Douno folgende mysteriöse Äußerung: „Wenn ihr in die höhere Lage des Lebens eintreten wollt, müsst ihr den Heiligen Petrus finden – er wird euch die Schlüssel, das Christus-Buch geben. Wenn ihr in die Unterwelten gehen wollt, müsst ihr hinuntersteigen – in der Hölle werdet ihr Christus finden. Den einen Schlüssel hat Petrus, den anderen – Christus.“ Später fuhr er fort: „Ihr müsst Christus wecken, Der in euch schläft. Nur so werdet ihr den inneren Sinn eures Lebens verstehen. Jeder hat einen Christus in seinem Inneren. Er ist der Gott, nach dem ihr sucht. Ohne Christus lässt sich nichts machen. Wer Christus nicht erweckt hat, weiß nicht, wie er leben soll. Doch damit Christus erscheint, muss unbedingt ein Gewitter aufkommen.“ Denn „es gibt zwei Typen von Lebendigen – lebendige Tote und tote Lebendige. Ihr gehört zur ersten Gruppe.“ Weiterlesen im PDF-Format

Das Feuer

vorgetragen von Dimitar Mangurov am 17.12.2006 in Varna

„In der Welt gibt es ein heiliges Feuer, das mit der Flamme der Unsterblichkeit brennt. In diesem heiligen Feuer haben die Weisen und Propheten früher die höchste Manifestation des Gottes gesehen. „Unser Gott ist ein verzehrendes Feuer“ (Heb. 12:29), heißt es in der Bibel. Alle erhabenen unsterblichen Seelen tragen dieses heilige Feuer in sich, wenn sie aus Gott herausgehen. Wohin sie auch in das endlose Universum gehen, arbeiten sie mit diesem Feuer. All diese Seelen haben nur einen Begriff vom Feuer: das heilige Feuer ist das Feuer der Liebe. Die Liebe trägt das heilige Feuer, in dem das Leben verborgen ist. Deshalb kommt das unsterbliche Leben dort zur Geltung, wo das heilige Feuer brennt, dort wachsen und reifen die Früchte des Geistes“.Die Vorlesung als PDF

Die Geheimnisse des Willens und das Siegel des Menschen – Teil 2

Die ganze Vorlesung als PDF

Er war damals auch da, aber nicht als dieser Christus, Den wir kennen. Das Prinzip des Sohnes war in der Mitte, das Prinzip des Heiligen Geistes nahm Stellung am Ende des Vulkans ein und am Anfang war das Prinzip des Vaters. Der Übergang zum Prinzip des Sohnes, also zum Prinzip des Lebensgeistes, erfolgte im zweiten Äon (der alten Sonne). In jedem Äon gibt es eine Wiederholung des Vorhergehenden. Deshalb opferten sich die Throne wieder vor den Cherubim, aber diesmal beschloss ein Teil der Cherubim, dieses Opfer nicht anzunehmen. Was bedeutet das? – In der ersten Saturn-Runde existierte die Zeit bei dem ersten Opfer der Throne noch nicht. Die Zeit entstand erst in der fünften Runde. Auf der alten Sonne gab es die Zeit schon. Ein Teil der Cherubim beschloss, sich nicht mit der Zeit und der Schöpfung zu verbinden, sondern in der Ewigkeit zu verbleiben. Sie lehnten das Opfer der Throne ab und so entstand eine feine Resignation auf dieser hohen Stufe, die den Anfang der Gegenüberstellung unter den Göttern bedeutete. Mit dieser Resignation riefen die Götter ihre Gegner. Hier erschien Sorat, der der Hierarchie der Throne entstammt. Er repräsentiert das vierte Ich-Prinzip. Der Zyklus des Sohnes entwickelt sich mit drei Hierarchiedreien, aber es gab auch ein viertes Prinzip – das Ich-Prinzip vom Absoluten. Es verwendet und gibt den Sinn dem dreifachen Prinzip unten, damit die freie Wahl und ein Zyklus des freien Willens existieren können. Sergej Prokofieff sagte, dass Sorat als zurückgebliebenes Wesen aus dem vorherigen Zyklus kommt. Dem widersetzt sich Gennadij Bondarew, indem er richtigerweise einwirft, dass es im vorigen Zyklus kein Zurückbleiben gab. Sorat ist nicht dort zurückgeblieben – hier irrt Prokofieff. Jedoch irrt auch Bondarew, wenn er das vierte Prinzip verleugnet. Sorat kam mit den Thronen aus dem vorherigen Zyklus. Er nahm am Opfer am Anfang des alten Saturn teil. Am Anfang des Sonnenäons opferte er sich auch als Thron, wobei er natürlich die Eigenschaften besaß, die die Throne im jeweiligen Äon hatten. Als die feine Resignation entstand, die an der Ablehnung der Cherubim lag, wurde er zur Emanation der ganzen Gegenüberstellung, die hier bewirkt wurde. Sorat hat sich dem vierten Prinzip, dem absoluten Ich-Prinzip in einer Art widersetzt, die wir heute auf unserer Verständnisstufe nicht erfassen können. Nicht von ungefähr sprach Steiner nur spärlich über die Asuras und Sorat. Aufgrund seiner Aussagen können wir nur über das Ausmaß rätseln, in dem sich künftig die Konfrontation Sorats mit dem Ich-Prinzip auf der Senkrechten entwickeln wird. Sorat wird dann Teile unserer Bewusstseinsseele und unseres Ich rauben, und uns wird es unmöglich sein diese zurückzuholen. Sorat ist in der Tat gegen das vierte Ich-Prinzip und will es vernichten. Diese Trennung der Hierarchien begann auf der alten Sonne, deshalb steht dieser Äon im Zeichen der Zwei, während der vorherige Äon im Zeichen der Eins stand.
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