Die Geheimnisse des Willens und das Siegel des Menschen

vorgetragen von Dimitar Mangurov am 25.09.2016 in Varna
vom Autor nicht durchgesehene Textfassung der Videodatei

Die ganze Vorlesung im PDF-Format

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Formel Beinsa Dounos: „In der Erfüllung des Willens Gottes liegt die Kraft der Menschenseele“ (3mal) Amen!

Willkommen zur dritten Saison der Treffen der Gruppe „Geist der Wahrheit“, die sich der Schlüsselkonferenz vom Ende August 2014 anschließt. Die Entwicklung des geistigen Lebens, das durch uns verläuft, begann im Herbst 2000 und ging zwar nicht zufällig, jedoch ohne die absichtliche Suche nach einer Symbolik, mit der letzten Vorlesung „Der Ausweg“ am 11.11.2007 zu Ende. In genau sieben Jahren und 28 Vorlesungen wurde der Heilige Impuls ausgestrahlt, den Michael über Rudolf Steiner für die Zeit zwischen den zwei Jahrtausenden versprochen hatte. Im Laufe weiterer sieben Jahre bis zur besagten Konferenz in St. Konstantin und Elena bei Varna hat sich der Impuls weiterhin im Rhythmus der Zeit bewegt.

Warum messe ich dieser Konferenz eine so große Bedeutung bei, obwohl sie bei äußerlicher Betrachtung ziemlich langatmig und oberflächlich bezüglich der geistigen Erkenntnis war? Auf diese Frage bin ich bereits eingegangen und nach der Konferenz habe ich am Michaelitag 2014 die Vorlesung „Die Geheimnisse von Golgatha“ (https://erzengelmichaelblog.wordpress.com/2016/09/08/die-geheimnisse-von-golgatha/). Dort habe ich mitgeteilt, dass unmittelbar nach der Konferenz wir eine Offenbarung erhalten haben, die sinngemäß lautete, dass die Konferenz in Varna für die geistige Welt eine größere Bedeutung hat als die Weihnachtstagung von 1923 selbst. Ich sagte auch, dass diese Behauptung womöglich absurd klingen und von jedem Anthroposophen abgelehnt sein würde. Die Zeit sollte zeigen, ob sie wahr ist. In diesen zwei Jahren seit der Konferenz wurden neben dem Konferenzvortrag über Skythianos 20 weitere Vorlesungen gehalten. Nach der Weihnachtstagung wurden Steiner als eine Gabe und Antwort auf sein dargebrachtes Opfer die karmischen Zusammenhänge eröffnet, die den sechs Bänden der „Esoterischen Betrachtung karmischer Zusammenhänge“ zugrunde liegen. In diesen Vorträgen wurden die Inkarnationsketten wichtiger Persönlichkeiten der Menschengeschichte enthüllt und es wurden u.a. die Erkenntnisse über die Karmagesetze in der Anthroposophischen Gesellschaft und über die Schule Michaels gegeben. Rudolf Steiner erhielt eine neue Art von Offenbarungen. In diesen Bänden wurde keine Inkarnation von Persönlichkeiten der Zeitenwende aufgedeckt. Lange vor der Weihnachtstagung hatte Steiner die Individualitäten von Johannes dem Täufer und dem Apostel Johannes enthüllt, wobei die Enthüllung der Individualität des Täufers bereits 1905 bei einem Vortrag im engen Kreis begonnen hatte. Die Tatsache der Aufdeckung der Inkarnationsketten in den Vorlesungen, die ich mit Skythianos beginnend in diesen zwei Jahren gehalten habe, müsste die Aufmerksamkeit jedes unvoreingenommenen Menschen wecken und ihm sagen, dass hier etwas vor sich geht, was nicht einfach geleugnet werden sollte. Es wurde viel anderes enthüllt – etwa die Existenz dreier großer Zyklen, der Zyklen jeweils des Vaters, Sohnes und des Heiligen Geistes. Vom Winter 2014 bis zum Frühling 2015 sind wir in einem engen Kreis bei intensiven Diskussionen auf okkulte Weise zur Existenz dieser drei Zyklen gekommen. Als ich an der vorliegenden Vorlesung arbeitete, habe ich mit Erstaunen festgestellt, dass Gennadij Bondarew – einer der beiden Forscher neben Sergej Prokofieff – Es seien Friede und Licht in seiner Seele! -, die mit ihrem mächtigen geistigen Potenzial die Anthroposophie bearbeitet haben – vor etwa 25 Jahren zur gleichen Idee gekommen war. Wir haben soz. das warme Wasser erfunden. Das Wertvolle jedoch ist, dass wir auf unserem individuellen Weg und als Gruppe zu dieser Idee gelangt sind. Das sage ich für diejenigen, in denen die Verstandesseele herrscht und die Wert auf das Zitieren von Autoritäten legen. Bondarew ist zweifellos eine Autorität und wer seiner zweibändigen Enzyklopädie der Geisteswissenschaft mit dem Gedanken gegenübergestanden hat, dass alles dort Enthaltene durch das Bewusstsein dieses Menschen gegangen ist, wer sich dann Bondarews weitere dicke Bücher ansieht, die die Frucht seiner 60jährigen intensiven Beschäftigung mit der Anthroposophie darstellen, kann ihn als eine Autorität betrachten und ihm gegenüber Dankbarkeit empfinden. Ich folge keinen Autoritäten, sondern den Hinweisen Steiners und Beinsa Dounos, alles zu überprüfen. Den Menschen der Verstandesseele möchte ich jedoch sagen, dass sie Bondarew konsultieren mögen, wenn sie mit dem von mir Vorgetragenen nicht einverstanden sind. Am besten ist es jedoch, die tiefen Ebenen der Anthroposophie selbst zu konsultieren, die die Erkenntnisse über die Christologie und die geistigen Hierarchien als die wertvollste Frucht des Wegs Rudolf Steiners zur geistigen Welt enthält, den er durch die siebenstufige Metamorphose des logischen Denkens gebahnt hat. Gerade die wertvollste Frucht erwies sich für die Leitung in Dornach als die am schwersten verdauliche. Nicht von ungefähr gab Sergej Prokofieff mit Bitterkeit zu, dass seine Bücher nie dort besprochen worden sind. Das zeigt das volle geistige Fiasko der Leitung der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft. Aber damit sage ich nichts Neues.

Was macht die Konferenz von 2014 zu etwas Bedeutenderem als die Weihnachtstagung? Unmittelbar nach der Konferenz kam ein Impuls in Personen hervor, die der „Weißen Bruderschaft“ nahe stehen, etwa den hier anwesenden Stela Ruskova und Dimitar Kalev. Dieser Impuls hat im Herbst 2015 eine weitere Konferenz in Varna hervorgebracht – „Beinsa Douno im kulturellen Raum Bulgariens“. In der Osterzeit 2016 wurde ein Runder Tisch mit dem Titel „Die geistige Führung der Menschheit“ durchgeführt. Für mich war er noch bedeutsamer als die Konferenz von 2015, da damals zum ersten Mal in der Welt eine Begegnung von Vertretern der Anthroposophischen Gesellschaft und der „Weißen Bruderschaft“ stattgefunden hat. In diesem Monat fand auch die zweite nationale Jahreskonferenz „Der Meister Petar Danov im kulturellen Raum Bulgariens“ statt, die drei Tage dauerte und die ersten zwei Konferenzen zusammenführte. Es ist erfreulich, dass die Referenten diesmal besser vorbereitet waren als auf der ersten Konferenz, mit Ausnahme des letzten Vortragenden, bei dem es hitzig wurde und man von weitem sehen konnte, wie Ahriman durch ihn in seinem typischen Stil der Verachtung gegenüber jeglicher michaelischen Tätigkeit, die der Liebe zur Wahrheit entstammt, die Anwesenden auf einen Haufen warf und sie als Dilettanten, Trickser usw. bezeichnete. Als wir darauf reagierten, ist der Referent völlig entgleist. Ahriman wird immer rasend, wenn er als dumm bezeichnet wird, da er die höchstmögliche Intelligenz besitzt, die dem abstrakten Verstand des heutigen Menschen angeboten werden kann. Wenn jemand, der einen hohen Posten, insbesondere in den wissenschaftlichen Kreisen, innehat und in eine Situation gerät, in der er als dumm aussieht, hat das eine tragische Wirkung auf sein niederes Ich, auf sein Ego. Deshalb reagierte der Vortragende, der in jenem Moment als Vermittler Ahrimans wirkte, durch üble Beschimpfungen. Nach der Konferenz gingen wir in einer Gruppe hinaus, um Konferenzeindrücke auszutauschen. Der Vorsitzende der Anthroposophischen Gesellschaft in Bulgarien Trajtscho Frangov kam hinzu und sagte etwas, was sofort von der geistigen Welt bestätigt wurde, da es wahr ist. Er sagte unter anderem, dass in den spirituellen Gesellschaften immer jemand da ist, der Schatten wirft. Der besagte Referent erfüllte genau diese Rolle.

Worin besteht also der Wert der internationalen Konferenz, was nach Trajtscho Frangovs Worten durch die geistige Welt bestätigt wurde? Frangov ist jemand, der viel herumgereist ist und der viele der sog. namhaften Anthroposophen in Europa persönlich kennt. Man kann sagen, dass er der Einzige ist, der versucht, die Rhythmen der Zeit zu erfassen und Beziehungen zwischen Daten und Zeitspannen herzustellen. Neben dem fundamentalen 33jährigen Rhythmus nach Golgatha gibt es eine Reihe anderer Rhythmen, in denen das Menschenbewusstsein, die Menschenseele und der Menschenleib leben. Frangov sagte, dass die Zeit von der Konferenz 2014 bis zum Jahr 2033, wenn unser Frontalzusammenprall mit Ahriman zu Ende sein wird, einen Mondknoten umfasst. Laut Steiners Formulierung ist ein Mondknoten 18 Jahre 7 Monate und 9 Tage lang. Das Ende August 2014 hängt direkt mit der Begegnung mit dem Antichristen nach einem vollen Mondknoten zusammen. Das wurde unverzüglich von der geistigen Welt bestätigt. Mit Rücksicht auf die Vorbereitung dieser Vorlesung flog dann mein Bewusstsein jenseits dieser Kulturepoche, Wurzelrasse und jenseits des Erdenäons, ja sogar jenseits der Vulkanverkörperung hinüber zum Zyklus des Heiligen Geistes. Das mag irreal klingen, aber es wurde etwas bestätigt, was ich geahnt hatte – die bevorstehende Begegnung mit dem Antichristen wird für die weitere Entwicklung der Menschheit von Bedeutung sein. Die Offenbarung lautete, dass die Begegnung mit den ahrimanischen Wesen und Ahriman selbst auch im nächsten Zyklus des Heiligen Geistes fortgeführt werden wird, da sie dort ihren Platz haben wird. Der Impuls der Anthroposophie und der Impuls Beinsa Dounos spielen ihre jeweilige Rolle und haben sich noch gar nicht in ihrer wahren Tiefe entfaltet, da eine relativ geringe Zahl von Menschen ihre Bedeutung streifen kann. Die Synthese beider Impulse wurde anhand der Vorlesung über Skythianos vorgeführt, in der die Früchte der Synthese als die Aufdeckung der Inkarnationen von Persönlichkeiten der Zeitenwende vorgetragen wurden. Diese Inkarnationsketten sind am festesten verschlossen. Die Synthese wurde verkündet und ihre Früchte auf der Konferenz von 2014 vorgetragen. Aus diesem Grund besitzt sie eine größere Bedeutung als die Weihnachtstagung. Ich habe schon vorher erklärt, dass die Weihnachtstagung allein nicht in der Lage ist, uns die geistige Kraft, das geistige Potenzial zu geben, damit wir dem Antichristen entgegentreten können. Der Impuls, der mit Beinsa Douno kam, ist allein auch nicht ausreichend, um uns für unsere Konfrontation mit Ahriman zu wappnen. Die Synthese beider Impulse im menschlichen Ich, das von Christus kommt, macht es möglich, dass die Menschen mit der möglichst starken Perspektive, die vor das Bewusstsein herantreten kann, jenseits des Vulkan schauen und die Kenntnis haben können, dass von der Art und Weise, wie wir dem Antichristen entgegentreten werden, die Zukunft des nächsten Zyklus abhängt. Meine Argumentation dieser Behauptung werde ich in einer umfangreichen Vorlesung vortragen, die diese Behauptung hoffentlich begreiflich machen wird. Ich wollte schon lange eine Vorlesung über den Willen halten. Die heutige Vorlesung trägt den Titel „Die Geheimnisse des Willens und das Siegel des Menschen“.

Unter „Geheimnisse des Willens“ versteht jeder das eine oder andere und über den Willen ist viel gesprochen worden, doch was ist „das Siegel des Menschen“? Im Frühling 2015, als wir als Gruppe „das warme Wasser“ erfanden, erhielt eine Person, die heute nicht anwesend ist, zwei bis drei Monate lang Offenbarungen der geistigen Welt. Diese Offenbarungen sollten uns in unseren Anstrengungen bekräftigen und sie bewiesen die Richtigkeit unserer Arbeitsmethode – die Methodologie der Anthroposophie bzw. die siebenstufige Metamorphose des Denkens. Laut Steiner ist das der Königsweg zur geistigen Welt. Die besagte Person berichtete damals, dass ihr aufgetragen worden ist, alle von ihr erhaltenen Offenbarungen mir mitzuteilen, damit sie später in den Vorlesungen verkündet werden. Diese Offenbarungen wurden mir in der Tat mitgeteilt und mit dem Verständnis ihrer Bedeutung habe ich sie in einigen der Vorlesungen vorgetragen. Es hat sich herausgestellt, dass diese Person eine der Offenbarungen verschwiegen hat. Nach unserem letzten Treffen in der Johannizeit 2016, als ich über die Beziehung der Geister der Persönlichkeit zum Menschen sprach und darüber, wie sie die Richtigkeit der Offenbarungen besiegeln, kam diese Person zu mir und sagte aufgeregt: „Das, was du erzählst, stimmt“. Später habe ich sie angerufen und konkretisierende Fragen gestellt, die die Gegend des rechten Seitenteils des Brustkorbs betrafen. Von meinen Fragen angeregt, stöberte sie in ihren Aufzeichnungen herum und sagte dann zu mir: „Weißt du was ich als Offenbarung damals erhalten habe?  – „Das Siegel ist das Ganze“. Ich spürte sofort, in welche Richtung sich die Sache neigte und wie sie meinem Wunsch entsprach, eine Vorlesung über den Willen zu halten. Ich fragte die Person, warum sie mir die Offenbarung nicht sofort mitgeteilt hat, als sie empfangen wurde, worauf sie erwiderte, dass sie keine Erklärung habe. Ich begriff, dass ich damals für diese Offenbarung nicht bereit war, denn diese Worte enthalten die ganze Offenbarung in sich. Die echten Offenbarungen der geistigen Welt sind kurz, im Unterschied zu den vielbändigen Reihen, die heutzutage in großer Zahl erscheinen und angeblich von oben inspiriert sind. Die geistige Welt spricht nie lange und das, was sie mitteilt, muss auf einen reichen Boden herunterfallen damit wir in der Offenbarung eintauchen und sie in der Tiefe verstehen können: Die Perlen werden nicht vor die Säue geworfen. Diese Offenbarung verlangte, dass ich mich darin vertiefe, um sie zu beleuchten. So werden wir zum Schluss zu schwindelerregenden Schlüssen kommen. Ich tauchte in die Offenbarung ein und verband die Themen über den Willen und das Siegel in eine Einheit.

Wir haben bereits darüber gesprochen, dass über allem das Absolute steht. Er ist es, den wir auch den ‚Wahren‘ nennen. Er ist ewig und nicht manifestiert, in Ihm sind der Beginn und das Ende. In Ihm ist die Eins, in Ihm ist das Ich-bin, das auf allen Daseinsstufen, die sich abwärts entfalten, klingt. Er manifestiert sich in drei Gestalten, in drei großen Hypostasen – als Gott-Vater, Gott-Sohn und Gott- Heiliger Geist, die ihre Einheit im Vater finden. Hinter all dem steht das nicht manifestierte Absolute – die einzige Wirklichkeit, die existiert und die als die drei Hypostasen manifestiert auch die absolute Wirklichkeit darstellt. Es sind keine verschiedenen Wirklichkeiten, sondern immer eine. Aber in der Trinität existieren bereits Relationen zwischen drei Hypostasen. Daraus folgen die Manifestationen in Form dreier gigantischer Zyklen. Vor dem alten Saturn gab es den der Zyklus des Vaters, nun sind wir im Zyklus des Sohnes und er umfasst die Zustände vom alten Saturn bis zum künftigen Vulkan. Nach dem großen Pralaya, das dem Vulkan folgen wird, wird der Zyklus des Heiligen Geistes einsetzen. Nun habe ich erfahren, dass auch Bondarew gesagt hat, dass jener Zyklus wahrscheinlich der Zyklus des Heiligen Geistes heißen werde. Das habe ich Anfang 2015 fest erklärt, da es etwas ist, was auf okkulte Weise bestätigt worden ist. Wir wissen nichts über den vorherigen Zyklus. Nur in GA 110 „Geistige Hierarchien und ihre Widerspiegelung in der physischen Welt“ deutete Steiner darauf hin, dass es dort auch den Raum gegeben hat. Diesen Raum, der mit unserem dreidimensionalen Raum nichts zu tun hat, haben die Götter bewohnt. Welche Götter? Vor zwei Jahren kamen wir zum Schluss, was ebenfalls okkult bestätigt wurde, dass die heutigen Hierarchien des alten Saturn die gleichen Hierarchien sind, aber mit drei Stufen Rückstand in ihrer Evolution. Das ist eine fundamentale Ansicht, ohne die nichts in der Christologie und der Lehre über die geistigen Hierarchien verstanden werden kann. Die heutigen Elohim etwa (die Formgeister) sind diejenigen, die ein Geistselbst als ihr höheres Wesensglied besitzen. Dabei müssen wir zwischen Name und Funktion der Hierarchien unterscheiden. Die Cherubim heißen auch ‚Geister der Weisheit‘. Das erste ist ihr Name, das zweite bezeichnet die Funktion, die sie erfüllen. Die Ich-Evolution erfordert, dass der Mensch durch eine Ich-Bewusstwerdung geht, d.h. das Ich-bin-Prinzip erwirbt. Ein Wesen erhebt sich von der Substanz zu einer hierarchischen Stufe, wenn es die Ich-Stufe seiner Evolution durchlaufen hat, die ‚Menschwerdung‘ genannt wird. In den verschiedenen Äonen verlief das bei den verschiedenen Hierarchien in einer jeweils spezifischen Art. Es ist wichtig, welche Hierarchien aus dem Zyklus des Vaters in unseren Zyklus kommen, die durch die Menschwerdung gegangen sind und am Anfang des Zyklus des Sohnes stehen, um alles Weitere zu schaffen. Das sind die sechs Hierarchien von den Elohim bis zu den Seraphim. Auf dem alten Saturn sollten die heutigen Archai ihre Ich-Stufe erleben, in den nächsten zwei Äonen unseres Zyklus sollten auch die unter ihnen stehenden Erzengel und Archai dies tun. Die heutige dritte Hierarchie kam aus dem Zyklus des Vaters als eine Substanz, jedoch ohne das Ich-Bewusstsein. Sie sind eine Art Rest des Vaterzyklus. Am Anfang unseres Zyklus gab es sechs Hierarchien, die als „Menschen“ kamen, welche auf einer jeweils anderen Stufe einen aufsteigenden Weg zurückgelegt haben. Hinzu kommen sechs Typen von Wesenheiten, die im Zyklus des Sohnes ihre Menschenstufe erreichen und zu einer Hierarchie aufsteigen werden. Das sind die Archai, Erzengel, Engel und die Menschen, künftig werden auch das Tier- und das Pflanzenreich ihre Menschenstufe durchmachen. Das Mineralreich wird auf dem Vulkan seine Menschenstufe erreichen, aber es wird keine Hierarchie werden – die Ursachen werden wir zum Schluss der Vorlesung verstehen. Im Zyklus des Sohnes wird es also wieder sechs Hierarchien geben, die die Menschenstufe durchlebt haben werden. Im vorangegangenen Zyklus hat sich das Leben, wie es dort existiert hat, in einem Zustand des höchsten geistigen Raums entwickelt. Wenn wir heute vom Raum sprechen, in dem wir als dreidimensionale Körper existieren, müssen wir wissen, dass wir den dreidimensionalen Raum weder anschauen noch sehen können, da er eine Manifestation vom absoluten Ich bis zum Raum ganz unten ist. Wenn wir den dreidimensionalen Raum kontemplieren könnten, würde das bedeuten, dass wir direkt die Trinität anschauen würden. Die einzigen, die das unmittelbar tun können, sind die Geister der ersten Drei – Throne, Cherubim und Seraphim. Es ist eine Illusion, dass wir den dreidimensionalen Raum anschauen können. Wenn von den Stufen des Raums die Rede ist, die weiter oben bestehen und wenn völlig oberflächliche und windige Äußerungen gemach werden, dass wir etwa von der dritten in die vierte Dimension aufsteigen würden, müssen wir wissen, dass alles, was in der Astralwelt existiert, sich in einer Ebene entwickelt, also in einem zweidimensionalen Raum. Alles, was im niederen Devachan oder in der Sphäre der Sonne existiert, entwickelt sich in einem eindimensionalen Raum, was wir hier mit einer Geraden vergleichen können. Alles, was im höheren Devachan existiert, wo das Manvantara endet und das Pralaya beginnt, stellt einen Punkt dar. Je höher wir aufsteigen, desto mehr wird alles um einen Punkt zentriert, wir gelangen also nicht in einen Raum mit mehr Dimensionen. Das ist auch der Sinn der Pralayas zwischen den einzelnen Zyklen, zwischen den Runden, zwischen den Bewusstseinsstufen, Lebensstufen und Formstufen. Dabei bestehen die kleinsten Pralayas zwischen den Formstufen und den Lebensstufen und die größten – zwischen den einzelnen Zyklen. Eine Schöpfung kann sich nicht endlos entwickeln, da die Gefahr besteht, dass eine Grenze überschritten wird und sie nicht mehr zu ihrem Schöpfer zurückkehren kann. Wenn die Schöpfung beginnt, sich zu ihrem Schöpfer zurückzuziehen, beginnt der umgekehrte Prozess einer Auflösung, Vergeistigung und eines Rückzugs ins Pralaya. Dieser Prozess durchläuft die Stufen der Astralwelt, des niederen und höheren Devachan bis hin zum Pralaya. Dort löst sich das ganze Produkt der Schöpfung auf, die bisher wirkenden Gesetze erfahren eine Änderung. Es werden dem „Produkt“ neue Gesetzmäßigkeiten eingeprägt, so dass wenn die neue Schöpfung anbricht, alles, was ins Pralaya abgedruckt worden ist, als immanente Gesetze der Schöpfung in Erscheinung tritt. Die heutigen fundamentalen Naturgesetze wurden ins Pralaya abgedruckt und treten nun als der Schöpfung immanente Kräfte in Erscheinung.

Was war im vorherigen Zyklus? Das ist die Ausgangssituation, bis zu der das Menschenbewusstsein überhaupt heranreichen kann. Woran liegt das? Da unsere Schöpfung in unserem Zyklus beginnt und wir über kein Instrument verfügen – weder über ein leibliches in unserem dreifachen Leib, noch über ein seelisches in unserer dreifachen Seele oder über ein geistiges in unserem dreifachen Geist -, mit dem wir jenseits des alten Saturn vordringen können. Wir können lediglich Dinge kennen, die seitdem geschehen sind. Laut Steiner war der Zyklus des Vaters in höherem Maße verinnerlicht, im Unterschied zu unserem Zyklus, der bereits auf dem alten Saturn begann sich nach außen zu entwickeln. Wir werden verfolgen, wie dies geschah, anderenfalls könnten wir die anfangs erwähnte Offenbarung nicht verstehen und nicht hinter die Geheimnisse des Willens kommen.

Im Zyklus des Vaters wurde die Basissubstanz ausgearbeitet, auf der unser ganzer Zyklus vom Saturn bis zum Vulkan aufgebaut werden sollte. Sie wurde in einem Zustand der Einheit im Vater ausgearbeitet. Wir sagten, dass die Trinität ihre Einheit im Vater findet, und dass hinter dieser Einheit das Absolute steht. Immer wenn ein Rückzug zum Vater geschieht, ist es ein Rückzug ins Nichts. Das Pralaya ist das große Nichts, in dem das Transzendente wirkt, das sich danach als immanent entfaltet. Die sechs Hierarchien haben soz. die Substanz erzeugt, die auf dem alten Saturn den Anfang  unseres Zyklus gab. Dieser Anfang ist der Endpunkt, den wir im höheren intuitiven Bewusstsein erreichen können. Laut Steiner ist alles jenseits dieses Anfangs wie fest vernagelt, da dort das Nichts ist. Haben wir trotzdem ein Instrument in uns, mit dem wir in das Nichts eindringen können, wenn wir alle in diesem Nichts erzeugt worden sind? Wir haben in der Tat ein solches Instrument. Unser Zyklus begann mit einem Opfer. Zuerst übernahmen die Seraphim den Plan des gesamten Zyklus von der Trinität und dieser Zyklus wird im Zeichen der Liebe stehen, denn die Seraphim sind die Geister der Liebe. Sie übergaben den Plan den Cherubim – den Geistern der Harmonie -, die im christlichen Okkultismus auch als die ‚Vollheit der Sophia’ bekannt sind.

 

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Alle geistigen Hierarchien haben auch andere Bezeichnungen, die ihr Amt und ihre Funktionen im Weltall charakterisieren, aber es gibt einen Hauptnamen. Die Cherubim arbeiteten den Plan aus und leiteten ihn dann zu den Thronen hinunter, die sich als Geister des Willens opferten. Was ist das Grundlegende, das bei diesem Opfer geschah, was die Weiterentwicklung des ganzen Zyklus vorbestimmt hat? Wir alle wissen, dass als Ergebnis ihres Opfers die ursprüngliche Wärme entstanden ist. Aber vor der Wärme gab es auch eine intensive Entwicklung. Sie strahlten das ursprüngliche Astralfeuer aus. Dieses Feuer ist die Substanz, welche die sechs Hierarchiewesen im vorherigen Zyklus ausgearbeitet haben und das ist der fundamentale und allbestimmende Wille des Vaters, der sich ausstrahlt und sich an den Anfang des alten Saturn stellt. Doch in der Substanz, die das Astralfeuer darstellte, gab es auch etwas anderes. Dort war auch das Prinzip des Physischen, das Vater-Prinzip, präsent. Wir wollen beides gut auseinanderhalten, da wir sonst den Rest nicht verstehen würden. Das eine ist das physische Prinzip als das Vater-Prinzip und das andere ist die Substanz, die im Zyklus des Vaters von den sechs Hierarchien geschaffen wurde. Als sich die Throne, die Geister des Willens demütig vor den Cherubim opferten, strahlten sie etwas aus, was zweierlei enthielt. Diese Kombination zweier Dinge in Einem wird bis zum Vulkan weiterbestehen und gigantische Metamorphosen durchlaufen. Die ausgestrahlte reine Astralsubstanz ist von höchster Qualität.

Ich werde die höheren Welten erläutern, so wie ich den Raum erläutert habe. Manche behaupten, dass das Astralische höher als das Ätherische steht und halten sich für kompetent. Wenn vom Astralischen und Ätherischen die Rede ist, werden Stufen der Manifestation der Substanzen und die Eigenschaft gemeint, mit denen sie sich manifestieren. Wenn wir etwa über das Ätherische sprechen, das im Tierkreis unter den Cherubim und Seraphim zu finden ist, so steht dieses Ätherische viel höher als das Astrale des planetarischen Aspektes. Das Astrale im planetarischen Aspekt steht viel höher als das Astrale in der Erdensphäre oder unser Astralleib. Wenn also davon die Rede ist, was höher steht, müssen wir schauen, auf welcher Daseinsstufe das Astrale und Ätherische sind – ob auf der Erde, in der Astralwelt, in niederen oder höheren Devachan. Das, was als das ursprüngliche Feuer am Anfang des alten Saturn entstand, ist Astralität der höchstmöglichen Ordnung. Die ursprüngliche Substanz ist diese höchste Astralität mit dem hineinverwobenen physischen Prinzip des Vaters. Das Vater-Prinzip hatte das Potenzial, sich vom Geistesmenschen zum Mineralzustand der Form zu entfalten und es bewirkte, dass wir diese höchste Astralität auch als Gestein sehen. Alles um uns herum ist eine Erscheinung der ursprünglichen Substanz. Selbst das Ich, das die Menschheit als Gruppen-Ich von den Elohim erhielt, ist auch eine solche Substanz. Die Schöpfung begann sich abwärts zu entfalten. Die Substanz enthielt als der reine Wille des Vaters die ganze zukünftige Entwicklung bis zum Vulkan in sich, allerdings ohne Eigenschaften. Es musste etwas erscheinen, was Eigenschaften in diesem reinen Willen bildete. Die erste Eigenschaft kam von den Herrschaften, die sich selbst zurückspiegelten und sie brachten Leben in diesen reinen, qualitätslosen astralen Willen. Diese Zurückspiegelung von ihnen kam auf sie zurück und dabei haben sie eine große Seligkeit empfunden. Es entstand die erste Eigenschaft аls eine Relation zwischen Wille und Leben. Dieses Leben war nicht das Leben des nächsten Äons (der alten Sonne), sondern ein Leben, das die Substanz soz. modelliert hat. Es ist nicht das Gleiche, ein Ding nur zu modellieren und dieses Ding zu beleben, sodass es zu wirken beginnt. Ein sehr ungenauer Vergleich wäre etwa das Konstruieren und das Zusammenbauen einer Maschine und das anschließende Funktionieren dieser Maschine in Abhängigkeit von ihrem Zweck. Zum ersten Mal erhielt der Wille ein Dasein, denn das Leben verleiht ein Dasein. Wo ist hier das Ich des Absoluten?

Als Fichte mit seinem Bewusstsein arbeitete, formulierte er die Philosophie vom Ich und Nicht-Ich. Der Begriff des Nicht-Ich geht nicht jenseits des alten Saturn in den Zyklus des Vaters über, sondern ist genau der Augenblick der Ausstrahlung der Substanz des ursprünglichen Astralfeuers von den Thronen. Das Ich und Nicht-Ich Fichtes sind genau im Opfer der Throne enthalten. Dort ist der Anfang des Übergangs der Transzendenz aus dem Pralaya zu etwas anderem, was soviel anders werden sollte, dass wir heute darauf treten und unsere Leiber aus ihm gewebt sind. Wenn vom Nicht-Ich des Absoluten die Rede ist, so ist das die ursprüngliche Astralsubstanz. Dort begann eine gewisse Gegenüberstellung auf der höchstmöglichen Ebene, die wir uns vorstellen können. Das ist der Ursprung des Widerspruches. Natürlich hat er mit unserem heutigen Verständnis von einem Widerspruch nichts zu tun und hängt mit keinen zurückgebliebenen Wesenheiten  wie die luziferischen, ahrimanischen und asurischen zusammen. Wir reden hier von einem Widerspruch, der im Inneren jener Wirklichkeit ist.

Das ist eine Art Selbstverleugnung des Vaters. Sowohl die Substanz als auch das physische Prinzip gehören Ihm und sie geraten in Widerspruch zueinander. Der Vater hat selbst den Zyklus des Sohnes hervorgebracht, in dem die freie Wahl als Produkt dieses Zyklus entstehen und seine höchste Erscheinung durch den Menschen finden sollte. Zu diesem Zweck verleugnete der Vater sich selbst, was im Opfer der Throne in Erscheinung trat. Der ganze Zyklus begann mit einem Opfer und in diesem Zeichen entwickelte sich die gesamte Schöpfung weiter, sonst wäre der Rückweg zum Schöpfer unmöglich. Jeder, der sich zur geistigen Welt erheben will, muss diesen Weg besteigen. Von diesem Anfangsmoment nahm die Entwicklung in zwei Richtungen ihren Lauf. Wenn wir uns die Entwicklung des Zyklus des Sohnes wie eine Ellipse vorstellen, an deren zwei Enden der alte Saturn und der zukünftige Vulkan stehen und ganz unten die Erde, so schoss der Heilige Geist bereits bei dem ersten Opfer zum Vulkan empor, denn der Vulkan existierte sofort, der ganze Zyklus ist im Absoluten enthalten und der Vater stellte sich auf den Saturn. Der Heilige Geist kommt von der Zukunft zur Vergangenheit in der Astralität, der Vater bewegt sich von der Vergangenheit zur Zukunft im Ätherischen, das als Leben durch die Herrschaften in der zweiten Saturnrunde ausgestrahlt wurde. Neben den Vorwärts- Rückwärts- und Rückwärts-Vorwärtsbewegungen gibt es auch eine Bewegung des Ich-Prinzips, die von unten aufwärts der Senkrechten entlang durch die einzelnen Welten zum Pralaya geht. Die von den Thronen ausgestrahlte Substanz begann sich als der siebenstufige Zyklus des Sohnes zu entwickeln – wir wollen sagen, der Waagerechten entlang in der empirischen Zeit und dieser Begriff sei unter Vorbehalt verwendet, denn diese Zeit verläuft in beide Richtungen. Das physische Prinzip, das Ich-Prinzip, das in der Substanz wirkt, wirkt in der Senkrechten. Es gibt keine Erhebung ohne die Bewegung der Senkrechten entlang, ohne die Entwicklung des Persönlichen. Deshalb habe ich den Verstandesseelen Bondarew als Autorität empfohlen, aber den Ich-Seelen biete ich etwas ganz anderes an.

Nach der Ausbildung einer Relation, einer Eigenschaft im Willen musste er sich weiterbewegen. Dann mischten sich die Geister der Bewegung ein, die das Symbol der Astralität sind und sie verursachten Bewegung in dem, was als eine Relation entstanden ist. In dem, was als eine Relation entstanden ist, ging das Dasein bei seinem Herabströmen in ein Nichtdasein über. Es entstand der Körper des alten Saturn als ein beseeltes Wesen aus der Bewegung der Substanz, des Lebens und der Astralität. Die Bewegung hat die Fähigkeit, Empfindungen im Astralleib des Saturn hervorzurufen, um den herum die Weltgeistigkeit ist. Bekanntlich hat der Zyklus des Vaters eine dermaßen gewaltige Entwicklung durchgemacht, dass er im neuen Zyklus als der Tierkreis erscheint. Dieser bildete den Raum auf der alten Sonne, aber er existierte keimhaft bereits am Anfang des alten Saturn und umgab das, was abwärts mit den Thronen, Herrschaften und Mächten geschah. Nach der Erzeugung des beseelten Astralkörpers Saturn entstand gleichsam die dreifache Entwicklung. Die Trinität kam zur Geltung und es hätte keine Weiterentwicklung gegeben. Hier ist das Urbild der uns bekannten Hegelschen Triade: These – Antithese – Synthese. Das Urbild all dessen, was sich in uns auf der Stufe des Bewusstseins entwickelt, liegt in diesen drei Kategorien von Wesen in den ersten drei Saturnrunden. Die These ist das Ausstrahlen der Substanz, die Antithese ist das Leben und die Entstehung einer Relation durch seine Zurückspiegelung und die Synthese ist das Hervorrufen von Bewegung drinnen und das Beseelen. Der Wille, der in der zweiten Runde nicht zu sich selbst zurückgespiegelt wurde – dies geschah nur mit dem Leben -, wurde nun zurückgespiegelt – es begann also seine Verinnerlichung. Nachdem der ursprüngliche Wille zu sich selbst zurückgekehrt war, hätte sich alles hier in den Vater zurückziehen können. Deshalb kam der glänzende Philosoph Hegel zu der Idee der Triade, aber er konnte sie nicht zu einer Vier entfalten. Dazu ist die Beteiligung von etwas anderem notwendig, sonst wäre alles innerhalb dieses Zyklus verschlossen geblieben und der Vater hätte einen neuen Zyklus schaffen sollen, während der Zyklus des Sohnes sinnentleert geblieben wäre. Die Hegelsche Triade wird oft von den klugen Köpfen der Menschheit benutzt, aber damit erreichen sie nur das abstrakte Denken, obwohl Hegel selbst die Triade zum reinen Denken verwendet hat, bei dem die Gedanken nacheinander folgen, ohne eine Beziehung zur sinnlichen Wirklichkeit zu haben. Mit dieser Triade bleibt Hegel nur in den Grenzen des Bewusstseins eingesperrt, ohne den Übergang zum Dasein schaffen zu können. Die Triade wirkt in unserem Bewusstsein. Wie kann sie den Weg zum Dasein finden? Dieser Übergang ist die siebenstufige Metamorphose des Denkens. Bisher folgt unsere Erörterung den Stufen dieser siebenstufigen Metamorphose des Denkens. Die These ist das Opfer der Throne, die Antithese – die Zurückspiegelung der Herrschaften und die Synthese – die Einmischung der Geister der Bewegung. Damit nicht alles hier zu Ende geht, muss es einen Übergang geben zu der sog. anschauenden Logik. Die Philosophie hat sehr weitläufig die Gnoseologie – die Wissenschaft von der Erkenntnis – entwickelt. Vor Rudolf Steiner hat sie aber nicht die wahren Quellen der Triade berührt, die immer in unserem Bewusstsein wirkt. Im Unterschied zur Gnoseologie war die Ontologie des Daseins den christlichen Theologen überlassen. Sie konnten auch nicht die Quellen der Schöpfung, die Triade im Dasein streifen, um sie im siebenstufigen Zyklus auszubreiten. Die Dinge entwickeln sich von der Eins – der Einheit – zur Drei und zur Metamorphose zu der Sieben, die sich in der Zeit entwickelt. Bleibt man in der Drei und unternimmt keinen Schritt zur Vier, wird man die siebenstufige Metamorphose nie entwickeln können. Da wird der Vulkan eine Möglichkeit sein, in der die freie Wahl fehlt, was die ganze Entwicklung und die Opfer der Götter im Namen dieser Entwicklung ihres Sinnes beraubt. Steiner verband den Begriff mit der Wahrnehmung des Objekts in der anschauenden Vorstellung und schlug eine Brücke zum Bewusstsein, die nach drüben, in die geistige Welt reicht, wo das Wesen des Daseins als Idee, als Gedankenwesen ergriffen wird. Danach wird die Idee, die unser verfügbares Ich gewahr wird, durch dieses in die sinnliche Welt hergebracht und den Menschen als das wahre Wesen dieses Objekts dargebracht. Auf diese Weise erhielt die Ontologie auch sieben Stufen, so dass in der Ontologie und der Gnoseologie eine Siebenfachheit besteht. Das ist der große Beitrag Rudolf Steiners zur Entwicklung der Menschheit. Er bereitete den Weg zu beiden, so dass die siebenstufige Entwicklung in der Zeit auf der Stufe des Bewusstseins und auf der Stufe des Objekts bestehen, obwohl die Triade im Bewusstsein sich außerhalb des Daseins entwickelt und daher außerhalb von Zeit und Raum ist. Dagegen entwickelt sich das Dasein in Zeit und Raum. Steiner stellte eine Beziehung her zwischen dem Außerzeitlichen und Außerräumlichen und dem, was in Zeit und Raum ist. Nur so kann das, was innerhalb von Zeit und Raum ist, dorthin verlagert werden, wo Zeit und Raum fehlen. Das ist die Aufgabe des Menschen, der auf seinem Weg die drei von ihm abgefallenen Naturreiche mitnehmen und in die geistige Welt hineinbringen soll.

Als die Geister der Bewegung mit ihrer Astralität die Substanz und das in ihr enthaltene Leben durchzogen, verursachten sie Empfindungen – die Schöpfung erhielt ein Subjekt. Es gibt einen Unterschied zwischen diesem Subjekt und Dem Einzigen. Der Einzige ist in sich selbst allein, Er ist der Wahre und das, was in der dritten Runde des Saturn geschah, hat das Subjekt hervorgebracht. Wenn wir von einem Subjekt in der Schöpfung reden, so erschien dieses in jener Zeit. Dieses Subjekt – ein saturnischer Astralleib mit Empfindungen drinnen und in der Triade eingesperrt, ist wie ein Luftballon geplatzt. Dazu haben die Geister der Form beigetragen, die ein entwickeltes Geistselbst besaßen. Die Elohim durchdrangen diese Astralität mit sich selbst und sie platzte in Form der Urgestalten aller Dinge, die wir heute als Gedankenwesen kennen. Der Wille hatte durch das von den Herrschaften gegebene Leben eine Eigenschaft und eine Relation erhalten mit dem, was die Geister der Bewegung hineingetragen hatten, nun ging er zur Kategorie der Quantität/Vielzahl über. Das Subjekt sollte als eine Vielzahl erlebt werden. Die Elohim stehen an der Grenze zwischen dem, was sich im ursprünglichen Willen des Vaters entwickelt und dem, was sich abwärts in der Hierarchie entfalten sollte, die wir heute als die dritte Hierarchie der Engel, Erzengel und Archai kennen. Das ist ein gigantischer Übergang, denn die Substanzialität der Wesen, auf der sie ihr Ich-Bewusstsein bauen und die Menschenstufe durchleben sollten, kam aus dem vorherigen Zyklus. Die Dinge erfahren im Pralaya immer eine Metamorphose und die Substanz aus dem vorherigen Zyklus erschien auf dem alten Saturn als das ursprüngliche Feuer. Das ist nicht einfach die Fortsetzung der Manifestation jener Substanz aus dem Zyklus des Vaters, sondern etwas Metamorhosiertes, etwas Neues. Steiner empfahl, die Methode der Analogie nie auf die geistige Forschung anzuwenden, da die abstrakte Vernunft die Gewohnheit hat, die Dinge anzupassen, was die erzielten Schlüsse hohl und inhaltslos macht. Das ist jedoch die Arbeitsweise vieler heutiger Wissenschaften.

Nach der Entstehung der Vielzahl nahmen alle ursprünglichen Gedankenwesen eine auf den ursprünglichen Willen orientierte Stellung ein, damit sie durch ihn eine gewisse persönliche Entwicklung erfahren konnten. Das ist der Sinn der Entwicklung im Zyklus des Sohnes  – jedes Wesen soll die Ich-Bewusstwerdung erleben, die Menschen sollen auch die freie Wahl erleben. Die fünfte Entwicklungsstufe des Lebens auf dem alten Saturn bzw. die fünfte Runde entspricht heute der fünften Stufe der Metamorphose des Denkens. Wir wollen uns daran erinnern, worin diese Stufe besteht. Nachdem die Synthese in der Triade in uns vollzogen ist, darf sie uns nicht zur Eins zurückbringen, sondern sie muss sterben und auferstehen. Das Sterben geschieht im anschauenden Denken, in der vierten Stufe oder der Vielzahl, die die Geister der Form auf dem alten Saturn geschaffen haben. Das bedeutet, dass wir bei der Transformation, die bei der siebenstufigen Metamorphose des Denkens eintritt, mit Liebe auf jeden Gegenstand schauen sollen, egal ob das ein Mensch, eine Fliege, ein Baum oder ein Mineral ist. Im Gestein etwa ist die ganze Evolution enthalten, wie Beinsa Douno zu seinen Schülern bei den Unterweisungen im Rilagebirge zu sagen pflegte. Man muss mit Weisheit und Liebe jedes Objekt betrachten, denn in der ursprünglichen Substanz wirkt die Weisheit des Heiligen Geistes und bei der Ausstrahlung des Lebens durch die Herrschaften trat in sie auch die Liebe ein. Die Weisheit und die Liebe erfuhren in der dritten Runde eine Synthese, die nicht zum Einheitlichen zurückkehrte, sondern zu einer Vielzahl wurde, in der die Synthese der Weisheit und Liebe weiterbesteht. Deshalb kann man nur durch einen Blick, der von Weisheit bzw. Erkenntnis und Liebe zum Objekt erfüllt ist, sein wahres Wesen erreichen oder über die Brücke von der fünften Stufe zur Metamorphose des Denkens gehen.

Der Mensch geht mit seinem Ich über diese Brücke und gelangt in die übersinnliche Welt, wo ihm die Idee, das wahre Wesen des Objekts geoffenbart wird. Dann überträgt er das in die sinnliche Welt und begreift die wahre Bestimmung des Objekts. Das geschieht bei uns vereinzelt in Form von Offenbarungen und wenn ich sage, dass wir das seit 16 Jahren praktizieren, will ich nicht behaupten, dass ich immer über die Brücke ins Jenseits gelangen kann. Es ist langes Praktizieren notwendig und das geschieht willentlich erst nach der Einweihung, wenn der Mensch neu geboren wird. Doch selbst  dann gibt es den Augenblick der Offenbarung, da selbst Steiner große Anstrengungen unternehmen musste, damit ihm etwas geoffenbart wurde. Manches konnte auch er nicht erreichen. Die fünfte Stufe bedeutet, dass wenn man in die geistige Welt gerät und einem das Objekt gezeigt wird, dies für den geistigen Forscher individuell geschieht. In die Individualisierung mischen sich die Geister der Persönlichkeit ein, die auch Geister der Zeit oder Archai genannt werden. In der fünften Saturn-Runde durchliefen sie ihr Ich-Bewusstsein.

Wir wollen gut begreifen, woher die Zeit kommt und was sie darstellt. Die Geister der Persönlichkeit wurden als Ich durch eine Astralität erlebt, welche sie von den Thronen erhielten. Sie erlebten diese Astralität als ein Ich-Bewusstsein, aber damit etwas Persönliches entstehen konnte, war ein Nährboden notwendig. Dieser Nährboden waren die Erzengel, die sich auf der Tierstufe befanden. Die Engel befanden sich auf der Pflanzenstufe und die Menschheit erhielt den Keim ihres physischen Leibes in der fünften Runde. Im Ich der Geister der Persönlichkeit kommt der Wille des absoluten Ich oder des vatergöttliche Prinzips der Manifestation zur Geltung. Was bedeutet die Zeit? Für die heutigen Menschen ist sie zu etwas völlig Abstraktem geworden. Als das Göttliche beschloss, sich zu manifestieren, schuf es Wesen. Wenn wir über die verschiedenen geistigen Welten sprechen, so sind das Wesen und nichts anderes; sie bringen den Willen des Vaters, sich in der Schöpfung zu manifestieren, zum Ausdruck. In den Archai sollte die von den Thronen ausgestrahlte Substanz etwas Persönliches erhalten. Sie sollten die ersten sein, die das in unserem Zyklus zustande bringen. Während die höheren Geister in dem zurückgespiegelt wurden, was höher als sie war (die Herrschaften haben etwa das Leben in der Substanz der Throne zurückgespiegelt), wendeten sich die Geister der Persönlichkeit nach unten und spiegelten sich in diesem „Unten“ zurück, ohne sich mit ihm zu verbinden. Was war dieses „Unten“? Aus dem persönlichen Erleben der Geister der Persönlichkeit begann in der astralischen Bildung Saturn ein Prozess der Verhärtung. Immer, wenn Beziehungen entstehen, gibt es einen Prozess der Verhärtung, besonders wenn dies Beziehungen der Gegenüberstellung sind. Die eskalierenden Konflikte auf dem Erdenplan machen die Menschen zu Pflastersteinen, die statt hinaufzuschauen immer tiefer versinken. Jeder, der auf seine Position beharrt und keinen Schritt zurückweicht, sollte dies bedenken. Indem sich die Archai abwärts zurückspiegelten, verhärteten sie laut Steiner die Substanz zu feiner Stofflichkeit – das ist die Wärme (vgl. GA 13:108). Vorher stellte die astrale Feuersubstanz reine seelisch-geistige Wärme dar. Oben bei den Thronen ist sie geistige Wärme, in den Geistern der Bewegung wird sie zu seelischer Wärme und als das Wärmeelement, als eine Art ursprüngliche Stofflichkeit entstand sie erst durch das Ich-Bewusstsein der Geister der Persönlichkeit, das in dieser Astralsubstanz wirkt. Wir wissen, dass die Wärme das höchste Element im Vergleich zu den anderen (Erde, Luft, Wasser und Feuer/Wärme) ist. Sie befindet sich diesseits der sinnlichen Welt. Das erste Element diesseits ist der Wärmeäther, es folgen der Licht-, Ton- und Lebensäther. Der Wärmeäther erschien als ein Kontrapunkt aus der Tätigkeit der Geister der Persönlichkeit zusammen mit der Entstehung der Wärme. Warum war dies notwendig? Die dort erzeugte Wärme ist viel unterschiedlicher als die Wärme im Erdenäon, die hiesige Wärme hat viele Metamorphosen erfahren. Der damalige reine Wärmeäther unterscheidet sich auch wesentlich vom Wärmeäther in unserem Äon. Der heutige Wärmeäther ist wie ein Schweizer Käse von der menschlichen abstrakten Denktätigkeit durchlöchert und wird von Ahriman beherrscht, der nun nach dem Lichtäther langt. In diesen durchlöcherten Wärmether stieg Christus 1936 mit der Hilfe des Bodhisattva opfernd hinab – zum Boden der übersinnlichen Welten. Seitdem hält Er sich in dieser Gegend auf, die am unangenehmsten von allen übersinnlichen Welten ist.

Die Geister der Persönlichkeit sind wie ein Organ, durch das die Götter erlebt werden. Wenn die Götter sich in der Schöpfung in einem gegebenen Aspekt erleben wollen, schaffen sie ein Organ, ein bestimmtes geistiges Organ. Wir haben etwa ein Auge, das vom Licht erschaffen ist und der Wahrnehmung des Lichtes dient. Das Auge stirbt außerhalb des Menschen, da es kein selbständiges Leben führen kann. Um die sinnliche Welt wahrzunehmen, verfügen wir über Organe, die dazu geschaffen sind, damit wir die Welt erleben können. So wie das Auge ein geistiges Wesen ist und unser Tastsinn ein geistiges Wesen ist, schaffen sich auch die Götter geistige Wesen. Im Weltall ist alles voller geistiger Wesen.

Wenn wir über die Zeit reden, sind die Fünf und die Sieben die bestimmenden Zahlen. Das, was wir in der Zeit sich entwickeln sehen, ist dem Zyklus der Sieben unterordnet. Deshalb verläuft alles in diesem Rhythmus – von den sieben Äonen in unserem Zyklus zu den sieben nachatlantischen Kulturepochen. Die Fünf wirkt im Pralaya. In der Vorlesung „Die Auferstehung im Denken“ vom April 2015 (https://erzengelmichaelblog.wordpress.com/2016/11/16/die-auferstehung-im-denken/)  haben wir über das Pentagramm im Pralaya gesprochen. Wenn wir im höchsten Sinne reden, haben wir die Zwölf, die aus der Sieben und der Fünf besteht mit einer Wechselbeziehung zwischen beiden Zahlen. Bei 6 zu 6 verläuft die Schöpfung nur auf der Waagerechten in der Zeit und die Senkrechte fehlt. Damit die Senkrechte existiert, damit die Beziehung zwischen dem Pralaya und der Schöpfung nicht reißt, entwickelt sich die Schöpfung in der Sieben und das Pralaya – in der Fünf. Wir reden von sieben Äonen und fünf Pralayas dazwischen und nicht sechs, wie sie auf den ersten Blick aufgezählt werden. Das letzte Pralaya zwischen den zukünftigen Venus und Vulkan ist oktavisch. Deshalb sprechen wir von den Zahlen sieben und fünf. Das Manvantara und das Pralaya finden auch im Alltäglichen ihren Ausdruck. Wenn wir schlafen, sind wir gleichsam im Pralaya, wenn wir wach sind, ist das gleichsam ein Manvantara für uns. Deshalb ist im Okkultismus von Weltentagen und Weltennächten die Rede. Ein Äon ist etwa ein Weltentag und das Pralaya ist die Weltennacht. In diesem Sinne gibt es sieben Weltentage und fünf Weltennächte. Es tauchten auch Wesen auf, die Geister der Zyklen der Zeit oder der Zeitalter waren. Das war notwendig, da die Archai Zeit reinster astraler Ausprägung darstellen. Als sich die Schöpfung aber weiter abwärts entfaltete, konnte sie nicht mehr auf die alte Art durch die Götter geleitet werden. Es mussten neue Wesen erschaffen werden, die sich um die Zeit kümmerten, die der Waagerechten entlang verläuft. Die Archai sind diese Wesen, die die Zeitbeziehung zum Pralaya der Senkrechten entlang unterhalten. Das Durchlaufen ihrer Ich-Stufe ist das Urbild der fünften Stufe der Metamorphose des Denkens. Genau diese Geister besiegeln die Richtigkeit der Offenbarungen, die wir erhalten.

Etwas anderes sind die Geister der Persönlichkeit als reine Zeit, die vom absoluten Ich geschaffen wurden zum Zweck der Unterhaltung der Beziehung zwischen der Schöpfung und dem Pralaya der Senkrechten entlang durch den Menschen. Die Geister der Zyklen der Zeit, die die Zeit in der Schöpfung auf der Waagerechten leiten und von der ersten Götterdrei hervorgebracht wurden, sind wiederum ganz anders. Das sind die 24 Ältesten/Greise aus der „Apokalypse des Johannes“. In jedem der vergangenen Äonen wurden jeweils sieben Greise geschaffen und drei entstanden im Erdenäon. Beinsa Douno sagte, dass jetzt der 25. Greis entsteht, da wir uns in der 25. Runde der Entwicklung unseres ganzen Zyklus befinden.

Etwas anderes, was mit unseren schaffenden Vätern unter dem Aspekt der Individualität, den Geistern der Persönlichkeit, geschah, ist die Bildung der Wärmemonade. Zum ersten Mal wurde der Mensch in der fünften Runde geschaffen. Wir wollen verfolgen, was er darstellte und was aus ihm wurde, um auch die Fortsetzung zu verstehen. Aus der feinen Stofflichkeit, zu der die Wärme infolge der Tätigkeit der Geister der Persönlichkeit wurde, nahm die Sphärenform Gestalt an – die erste Form des physischen Leibes des Menschen. Das physische Prinzip, das in der Opfersubstanz der Geister des Willens fließt, hat diese Monade geformt, die das Urbild unseres physischen Leibes bzw. sein Phantom ist. Im Phantom findet die Ich-Tätigkeit der Geister der Persönlichkeit ihren Niederschlag, die, wie gesagt, nicht nach oben wie bei den höheren Geistern zurückgespiegelt wird, sondern nach unten. Für sie waren wir soz. die Objekte, durch die sie ihr gegenständliches Ich-Selbstbewusstsein erreichen konnten, jedoch nicht im Sinne, den wir auf der Erde verstehen. Die Menschheit ist sehr eng mit den Archai verbunden, denn zu der Zeit, als sie „Menschen“ wurden, traten sie auf uns, wie wir heute auf die Steine treten. Heute sind wir Menschen dank der Steine, auf die wir treten und damals waren wir zusammen mit den Engeln und Erzengeln diese „Steine“ für die Archai. Die Engel und Erzengel kamen allerdings als Substanz aus dem vorigen Zyklus. Wir waren die ersten, die in diesem Zyklus infolge des Opfers der Geister des Willens Wärme darstellten. Deshalb waren wir der wahre Nährboden zum Ausbau des Selbstbewusstseins in unserem Zyklus, da nur in ihm das Ich-Prinzip in dieser Art zur Geltung kommt. Das Paar Mensch – Geister der Persönlichkeit in der fünften Runde ist überhaupt das Urbild für den ganzen Zyklus. Deshalb ist die Beziehung zu den Geistern der Persönlichkeit von herausragender Bedeutung.

Während die Archai in der Wärmemonade wirkte, haben sie dort eine Art Verpersönlichung hervorgerufen. Die ersten Impulse der Verpersönlichung wurden uns von den Archai angelegt, weshalb sie ‚Geister der Persönlichkeit‘ genannt werden.

Was wurde uns noch eingeprägt? Die Geister des Willens haben bereits am Ende der Saturnzeit ihr Ich als Geistesmenschen in uns hineingelegt. Wir wollen die Wärmemonade als Form und Urbild des menschlichen physischen Leibes und das geistige Ich-Element, welches in diese Form hineingelegt worden ist, auseinanderhalten. Der Geistesmensch, den die Throne, die dieses Wesensglied besaßen, uns angelegt haben, führte zur Entstehung des Trancebewusstseins in der Monade. Das war zwar das möglichst niedere Bewusstsein, doch bildete es das Unterpfand der ganzen Schöpfung bis zum Vulkan. Ich werde der Reihenfolge der Ausführungen zuvorkommen und sagen, dass es hierbei um das Siegel des Menschen handelt. Es wurde uns am Ende der siebten Runde aufgeprägt und muss einen gigantischen Weg vom Trancebewusstsein bis zum von uns individualisierten Allbewusstsein auf dem Vulkan zurücklegen. Dann werden die Worte der Offenbarung „Das Siegel ist das Ganze“ ihren Sinn erhalten. Das ist der tatsächliche Sinn der Offenbarung.

Am Ende der Saturnzeit waren wir Monaden, die im Wärmeäther in Bewegung kamen und ein gewisses Trancebewusstsein aufwiesen. Das ist das Ergebnis der Tätigkeit der Throne zum Hineinlegen des Geistesmenschen, zum Aufprägen dieses Siegels, das den Leib, die Seele und den Geist in sich enthält. Vorher griffen die Seraphim in der sechsten Runde unserer Entwicklung ein und legten uns durch die Erzengel die ersten Keime der Sinnesorgane an, mit denen wir heute die sinnliche Welt wahrnehmen. Zum Schluss setzten die Cherubim durch die Engel den Anfang unseres Stoffwechsels. Damals hatten die Engel und Erzengel noch nicht die hierarchische Stufe erreicht, weshalb durch sie viel mächtigere Wesen wirkten, die uns die Keime der Sinne und Organe zwecks unserer zukünftigen Individualisierung gaben.

Zum Schluss wurde mit der Aufprägung des Siegels – des höchsten Ich-Prinzips, mit dem wir auf dem Vulkan das Allbewusstsein/die intuitive Bewusstseinsstufe erreichen werden – eine trancehafte Sinnlichkeit in den Wärmemonaden bewirkt. Das war ein rein mechanischer Wille, da er von draußen durch die Geister des Willens reguliert wurde. Auf dem äußeren Plan geschah das während der alten Saturnzeit. Die tiefliegende Entsprechung dieses dumpfen menschlichen Willens sind bestimmte Handlungen, die in der heutigen Menschensprache als ‚den Duft in der Schöpfung’ bestimmt werden können. Der Duft ist das Produkt des vatergöttlichen Prinzips. Von der menschlichen Monade wurde zum ersten Mal auch ein Ton vernommen. Das Wort, das im Urbeginn war und die Schöpfung als einen Gedanken ausgestrahlt hat, hat zum ersten Mal in der Menschenmonade erklungen. Der Duft, der die Wesen umströmte, war außerordentlich rein. Mit der fortschreitenden Individualisierung des Menschen und dem Auftreten der sich widersetzenden Götter und der zurückbleibenden Wesen zerfiel der Duft in verschiedene Gerüche. Die Verhärtung hat ein enormes Ausmaß angenommen, wie Beinsa Douno sagte, so dass die dunklen Geister widerlich riechen und die rechtmäßigen Engel „Nuxe“ – den sog. Engelsduft verbreiten. Über den spirituellen Schüler sagte der Meister Beinsa Douno, dass er so rein sein muss, dass er nach dem Engelsduft riechen soll. Und dieser Wohlgeruch soll sich nicht ändern, sondern in der ganzen Ewigkeit stärker werden wie bei einer Blume im Garten Gottes. Unser Geruchssinn hat eine höhere Quelle – er kommt aus dem Weltenwillen selbst. Der Geruchssinn ist sehr wichtig! Wenn der Mensch seinen Geruchssinn verliert, ist das ein fundamentaler Verlust. Wir müssen danach streben, ohne die Anwendung von Parfüm zu duften, denn Steiner hat gesehen, was für zerstörerische Geister in den Menschen bei der Einatmung gewisser Düfte eingehen.

Der menschlichen Monade stand ein langer Entwicklungsweg bevor, weshalb sie ins Pralaya zurückgezogen wurde. Wenn in einem gegebenen Äon, in einer Runde oder Formstufe die Schöpfung sich weit genug vom Schöpfer entfernt hat, muss es durch Auflösung und Vergeistigung zurückgezogen werden. Anderenfalls könnte sie in einem bestimmten Augenblick unwiderruflich vom Schöpfer abfallen und einen völlig unbekannten Entwicklungsweg nehmen.

Unsere Monade, der die Saturn-Quintessenz als das Urbild des physischen Leibes und als Geistesmenschen eingeprägt worden waren, wurde zurück in die geistige Welt eingezogen. Hier taucht eine sehr wichtige Frage auf, nämlich, ob der Geistesmensch auch vielgliedrig ist wie der physische Leib. Ich habe mich oft gefragt, woher die Unterschiede in der Entwicklung der einzelnen Menschen kommen. Gibt es eine uranfängliche Vorbestimmtheit, die so stark prägt, dass die Menschen auf dermaßen unterschiedlichen Bewusstseinsstufen stehen? Das ist eine grundlegende Frage, die mich seit Jahren beschäftigt und die mir auch andere Menschen gestellt haben. Ob Gott diese Unterschiede zugrunde gelegt oder der Mensch sich selbst in diesen Zustand versetzt hat? Es gibt in der Tat eine Vorbestimmtheit. Die erschaffene Monade war anders für jeden Menschen. Die Form war jeweils anders, damit sich der Vatergott durch jeden in einer anderen Form der Liebe erleben kann. Er schuf die Monaden in ihren verschiedenen Formen. Mit dem ihnen eingeprägten Geistesmenschen kam von den Geistern des Willens das individualisierende Prinzip, um der Monade ihre Individualität zu verleihen. Damals erlebten wir dieses Individuelle im Trancebewusstsein, was vom heutigen Standpunkt aus ein Bewusstsein im Nichts ist. Aber in diesem Nichts, in diesem Siegel, in diesem Trancezustand ist die ganze weitere Schöpfung bis zum Allbewusstsein auf dem Vulkan enthalten. Die gesamte weitere Schöpfung diente der Ausbildung der Elemente des vielgliedrigen Menschen, der mit diesem Instrument zum Allbewusstsein auf dem Vulkan kommen sollte. Das auf dem Saturn aufgeprägte Siegel sollte also das Ganze bzw. unser individuelles Allbewusstsein werden. In den Worten „das Siegel ist das Ganze“ ist die ganze Schöpfung enthalten. Stellen Sie sich vor, was für eine Dimension diese Offenbarung hat! Unser langer Weg zum Allbewusstsein begann in der Monade auf dem alten Saturn mit dem Siegel, das uns auf den tiefsten Boden, der im Bewusstsein möglich ist – im Trancebewusstsein – aufgeprägt worden ist. Aber die Monade enthielt alles vom Wort geschaffene in sich und dazu das Siegel, das das individualisierende Ich-Prinzip ist, welches sich auf der Senkrechten aufwärts zum Absoluten bewegt. Die als Ergebnis des Opfers der Throne entstandene Astralität gab den Leib in Form von Wärme. In dieser Wärme waren das absolute Ich und der Geistesmensch, die sich als Trancebewusstsein manifestierten. Das ganze Entwicklungspotenzial war in uns, alles war in uns drin. Die Götter erhoben es ins Pralaya und prägten dort im Nichts die Gesetze der Weiterentwicklung ein.

Die nächsten Äonen der alten Sonne und des alten Mondes werden wir nicht so ausführlich betrachten, da das Wichtigste, was diesmal erörtert werden musste, der alte Saturn war. Wir werden auch zu etwas sehr Wichtigem kommen, was Christus betrifft. Er war damals auch da, aber nicht als dieser Christus, den wir kennen. Das Prinzip des Sohnes befand sich in der Mitte, das Prinzip des Heiligen Geistes nahm Stellung am Ende des Vulkans ein und am Anfang war das Prinzip des Vaters. Der Übergang zum Prinzip des Sohnes, also zum Prinzip des Lebensgeistes erfolgte im zweiten Äon (der alten Sonne). In jedem Äon gibt es zuerst eine Wiederholung des vorangegangenen Äons. Deshalb opferten sich die Throne wieder vor den Cherubim, aber diesmal beschloss ein Teil der Cherubim, dieses Opfer nicht anzunehmen. Was bedeutet das?

In der ersten Saturn-Runde existierte die Zeit bei dem ersten Opfer der Throne noch nicht. Die Zeit entstand erst in der fünften Runde. Auf der alten Sonne gab es die Zeit schon. Ein Teil der Cherubim beschloss, sich nicht mit der Zeit und der Schöpfung zu verbinden, sondern in der Ewigkeit zu verbleiben. Sie lehnten das Opfer der Throne ab und so entstand eine feine Resignation auf dieser hohen Stufe, die den Anfang der Konfrontation unter den Göttern bedeutete. Mit dieser Resignation riefen die Götter ihre Gegner auf den Plan. Hier erschien Sorat, der der Hierarchie der Throne entstammt. Er repräsentiert das vierte Ich-Prinzip. Der Zyklus des Sohnes entwickelt sich mit drei hierarchischen Dreiergruppen, aber es gab auch ein viertes Prinzip – das Ich-Prinzip vom Absoluten. Es verwendet das dreifache Prinzip unten und ihm den Sinn, damit die freie Wahl und ein Zyklus des freien Willens existieren können. Sergej Prokofieff sagte, dass Sorat als zurückgebliebenes Wesen aus dem vorherigen Zyklus kommt. Dem widersetzt sich Gennadij Bondarew, indem er richtigerweise einwirft, dass es im vorigen Zyklus kein Zurückbleiben gab. Sorat ist nicht dort zurückgeblieben – hier irrt Prokofieff. Jedoch irrt auch Bondarew, wenn er das vierte Prinzip verleugnet. Sorat kam mit den Thronen aus dem vorherigen Zyklus. Er nahm am Opfer teil, das am Anfang des alten Saturn stattgefunden hat. Beim Beginn des Sonnenäons opferte er sich auch als Thron, wobei er natürlich die Eigenschaften besaß, die die Throne im jeweiligen Äon hatten. Als die feine Resignation entstand, die an der Ablehnung der Cherubim lag, wurde er zur Emanation der ganzen Gegenüberstellung, die hier bewirkt wurde. Sorat hat sich dem vierten Prinzip, dem absoluten Ich-Prinzip in einer Art widersetzt, die wir heute auf unserer Verständnisstufe nicht erfassen können. Nicht von ungefähr sprach Steiner nur spärlich über die Asuras und Sorat. Aufgrund seiner Aussagen können wir nur über das Ausmaß rätseln, in dem sich künftig die Konfrontation Sorats mit dem Ich-Prinzip auf der Senkrechten entwickeln wird. Sorat wird dann Teile unserer Bewusstseinsseele und unseres Ich rauben, und wir werden nicht in der Lage sein, das Geraubt zurückzuholen. Sorat ist in der Tat gegen das vierte Ich-Prinzip, das er vernichten will. Diese Trennung der Hierarchien begann auf der alten Sonne, deshalb steht dieser Äon im Zeichen der Zwei, während der vorherige Äon im Zeichen der Eins stand.

Beim Opfer der Throne wurde wieder Wärme ausgestrahlt, aber diese Wärme war schon fähig, auch anderes Leben aufzunehmen, nicht nur das modellierte Leben aus der zweiten Runde des alten Saturn. Die Geister der Weisheit, die zum Besitz eines Lebensgeistes herangewachsen waren, strahlten sich selbst aus, d.h. ihren Lebensgeist, so wie die Geister des Willens den Geistesmenschen, d.h. sich selbst ausgestrahlt haben, und dieser sich als Substanz manifestierte. Diese zweite Ausstrahlung ist der Keim unseres Ätherleibes, wie die erste der Keim unseres physischen Leibes war. In die Monade, die eine Wärmesubstanz in der ersten Runde der alten Sonne darstellte, kam Leben hinein und belebte sie. Danach griffen die Geister der Bewegung ein und durchdrangen den Ätherleib des Menschenwesens mit den Strömen ihrer Astralleiber. Auf diese Weise gewannen die Ätherleiber die Fähigkeit zu bestimmten inneren Bewegungen im physischen Leib, die wir mit den Bewegungen der Säfte in der Pflanze vergleichen können. Nach der Einmischung der Geister der Bewegung verdichtete sich die Wärmesubstanz auf der alten Sonne bis zu einem Zustand, den man als gasförmig, als „Luft“ bestimmen kann. Laut Steiner ist dieser gasförmige Zustand für den hellseherischen Blick als Lichtformen sichtbar. Es folgte die Einmischung der Geister der Form, deren differenzierendes Handeln dazu führte, dass die sich ständig wandelnden Gasformationen dauerhafte Formen annahmen. So kam es auch zur Vielfachheit und zu einer Teilung, die eines Tages zu unserer Trennung in zwei Geschlechter führen sollte. In der fünften Runde griff die nächste Hierarchie ein – die Geister der Persönlichkeit. Einen Teil der Wärmesubstanz auf dem Saturn sehen wir in den menschlichen Wärmemonaden auf der alten Sonne, der andere Teil trennte sich ab und führt eine selbständige Existenz. Er bildete ein selbständiges Reich neben dem Menschenreich in Form des selbständigen Wärmekörpers. Manche der Geister der Persönlichkeit blieben auf ihrer saturnischen Entwicklungsstufe zurück, sie wurden von diesem selbständigen Wärmekörper angezogen. Sie standen zu ihm in der Beziehung, die die fortgeschrittenen Geister der Persönlichkeit zu den menschlichen Leibern auf dem Saturn hatten. Es entstand eine gewisse Konfrontation, da es einen zweiten Himmelskörper gab – eine Art neuen Saturn. Die Erzengel griffen auch ein und setzten ihre Aufgabe aus der sechsten Saturn-Runde fort, die darin bestand, die Keime unserer Sinne anzulegen. Alle Hierarchien erhoben die Stufe ihrer vorherigen Wirkung auf die menschlichen Monaden des alten Saturn zu einer neuen metamorphosierten Form. Ähnlich war auch die Funktion der Engel, die zusammen mit den Cherubim den Menschen die Geschmackswahrnehmungen einpflanzten. Am Ende des alten Saturn erschien im physischen Leib der Keim des Geistesmenschen und am Ende der alten Sonne bildete sich im menschlichen Ätherleib der Keim des Lebensgeistes aus. Wir wurden bereits zu einer Monade, die im Phantom bzw. im physischen Leib das Siegel des Geistesmenschen als das individualisierende Ich-Prinzip und den Lebensgeist als das individualisierende Prinzip im Ätherleib trägt. Die Substanz des Lebensgeistes und des Ätherleibes haben den gleichen Charakter, jedoch kann die Ätherizität, wie bereits erwähnt, auf verschiedenen Stufen sein, abhängig von der Bewusstseinsstufe der Wesen, die sie tragen.

Die Monade war zweifach aufgebaut und kam ins Pralaya zurück, wo alles metamorphosierte, so dass der dritte Äon des alten Mondes – der Äon der Synthese – entstand. Es gibt verschiedene Arten von Entsprechungen zwischen der siebenstufigen Metamorphose des Denkens und den sieben Runden in den einzelnen Äonen oder den sieben Äonen selbst. In den ersten zwei Runden des alten Mondes gab es eine erneute Wiederholung, diesmal von zwei vorausgegangenen Äonen. In der dritten Runde beeinflussten die Geister der Bewegung die entstandene Substanz, indem sie diese mit ihrer Astralität durchzogen. So entstand als Resultat der Opferung ihres Geistselbstes, das sie bereits ausgebaut hatten, unser Astralleib. Steiner charakterisierte den Äon des alten Mondes als den Äon der Trauer der Wesen um die Einheit, in der sie ursprünglich waren. Dieser Äon ist eine Synthese von These und Antithese und sollte eine Fortsetzung haben, denn ansonsten hätte alles zurück zur Einheit kehren sollen. Dort gab es drei Reiche. Die Engel erreichten ihre Ich-Stufe und wurden zu hierarchischen Wesen. Es hat sich die dritte Götterdrei der Engel, Erzengel und Archai herausgebildet. Diese Drei wurde in der Wärme zurückgespiegelt, die eine immer gröbere Stofflichkeit erhielt, jedoch sich nicht mit ihr verband. Das ist sehr wichtig, denn die einzigen, die sich mit der Stofflichkeit verbanden und dort ihre Ich-Stufe erreichen sollten, waren die Menschen. Das hatte später eine revolutionäre Wandlung in der Schöpfung.

Der neue Äon begann von neuem mit der Wiederholung der vorherigen Zustände, aber in einer neuen Art. Die Ätherleiber wurden in eine Art geistige Atmosphäre des neuen planetarischen Wesens absorbiert. Die ursprünglichen physischen Leiber der Menschen waren nicht mit ihnen verbunden, da die Ätherleiber eine Veränderung erfahren haben, zu der die physischen Leiber noch nicht bereit waren. Nach der Wiederholung der saturnischen Stufe waren die Leiber reif, um die transformierten Ätherleiber wieder aufzunehmen. Danach begannen die Geister der Bewegung, aus ihrem eigenen Wesen schöpfend den Astralleib nach und nach in das Menschenwesen zu ergießen. Dadurch erhielt das Menschenwesen die ersten Seeleneigenschaften, die sich in auftauchende und verschwindende Zustände von Vergnügen und Missvergnügen ausdrückten. Nach der Einmischung der Geister der Form erschien der Wunsch, der sich in der Sehnsucht nach Wiederholung des Vergnügens und Vermeidung des Missvergnügens ausdrückte. Auf dem alten Saturn hat sich die ursprüngliche astrale Substanz zur Wärme verhärtet, auf der alten Sonne hat sich diese feine Stofflichkeit infolge einer gewissen Gegenüberstellung zum Zustand der Luft verhärtet. Auf dem alten Mond führte die anwachsende Gegenüberstellung zu einem noch härteren Element, das wir als ‚Wasser’ bezeichnen können. Natürlich hatten die damaligen Luft und Wasser nichts mit dem heutigen Inhalt dieser Begriffe zu tun.

Was für Reiche haben in dieser Substanz existiert? Das feinste Reich war das Menschentierreich. Damals befand sich der Mensch auf seiner Tierstufe, da er schon ein Empfindungsvermögen und die Reaktionsfähigkeit in seinem Astralleib hatte. Der Astralleib war der Träger einer bestimmten Bewusstseinsstufe. In diesem Bewusstsein manifestierten sich die imaginativen Bilder der Geister der Persönlichkeit instinktiv in uns. Das andere Reich, das unter uns war, nahm eine mittlere Stellung zwischen dem Pflanzen- und Tierreich ein. Letzteres befand sich zwischen dem Pflanzen- und Mineralreich. So wie heute die Oberflächenschicht der Erde aus Felsen und Boden aufgebaut ist, bestand die ganze Masse des alten Mondes aus den mineralischen Pflanzen, deren härtester Bestandteil mit der Holz- oder Hornkonsistenz vergleichbar ist. Die Substanz der Tierpflanzen war dagegen weicher und ergoss sich wie ein dickflüssiges Meer über die Hauptsubstanz. Der Tiermensch war aus den Substanzen der anderen zwei Reichen aufgebaut, aber er war von einem Äther- und einem Astralleib durchdrungen, auf die die Kräfte der höheren Wesen wirkten.

Zuletzt wurde in der siebten Runde unserem Astralleib das Ich der Geister der Bewegung eingeprägt – nämlich das Geistselbst. Am Ende des alten Mondes hat die höchste Transzendenz in der Gestalt der Trinität und des Absoluten eine Monade aus drei Leibern mit einem ihnen eingeprägten dreifachen Geist erschaffen. Doch wo waren die Seelen? Die Anlagen des Geistesmenschen, des Lebensgeistes und des Geistselbstes als das Ich-Prinzip existierten in den drei Leibern. Die wichtigste Frage ist, wo die Seele steckte, die eine Brücke zwischen den Leibern und dem Geist sein sollte. Die drei keimhaften Geister sind die Widerspiegelung der Trinität als die individualisierten Prinzipien des Vaters, Sohnes und Heiligen Geistes. Lange habe ich mir jedoch die Frage gestellt, woher die Seele kommt. Beinsa Douno sprach über die einheitliche Seele und mir ist zumindest nicht bekannt, dass es dabei um die Dreifachheit der Seele ging. Das war auch nicht die Aufgabe Beinsa Dounos. Er wusste sehr wohl, woher die Seele kam, aber die Menschen um ihn herum kannten nicht die Anthroposophie in ihrer Tiefe, um alles vom Meister Vorgetragene zu verstehen. Gegen Ende des Mondenäons prägten die Geister der Bewegung unserem Astralleib den Keim der Empfindungsseele ein. Die Geister der Weisheit prägten unserem Ätherleib den Keim der Verstandesseele ein. Von einer Bewusstseinsseele ist noch nicht die Rede, sie ist das Feste, aus dem sich das Ich-Prinzip in uns entwickeln sollte. Wäre die Bewusstseinsseele uns ohne das Ich-Prinzip eingeprägt worden, das in der vierten Runde hinzukam, hätten wir das Ich-Prinzip nicht entwickeln können und die freie Wahl wäre gescheitert. Das hätte der ganzen Evolution den Sinn geraubt. Folglich durfte diese Härte des individualisierenden menschlichen Ich-Prinzips, in der die höchsten Möglichkeiten der Menschenentwicklung verborgen sind, nicht dort existieren. Sie wurde soz. als Reserve zurückgelassen.

Woher kamen die Keime der Empfindungs- und Verstandesseele, die später zu unserem persönlichen Besitz werden sollten, was erst in den nachatlantischen Kulturepochen des Erdenäons geschah? Die Empfindungsseele wurde zum kulturbestimmenden Faktor der dritten Kulturepoche, was zeitlich von ihrem Erhalt als Keim weit entfernt ist. Wir hatten einen gigantischen Weg zurückgelegt – von den leichten Bewegungen im Astralleib bis zum Empfangen des Ich und der Entstehung des römischen Rechtes und der Geburt der Verstandesseele in der vierten Kulturepoche. Drin steckt auch die umfangreiche Arbeit der Hierarchien, die endlose Geduld mit den menschlichen Fehlern hatten und  eine tiefe Demut vor der göttlichen Vorsehung empfanden. Woher kam also die Menschenseele?

Die Menschenseele kam als ein Geschenk von oben. Sie ist nicht die Folge der Evolutionsentwicklung. Die Anlagen der Empfindungs- und Verstandesseele wurden nicht auf der Waagerechten entwickelt, sondern sie kamen von oben. Auf die Vergangenheit zurückschauend können wir ihr Urbild in der dritten Runde des alten Saturn entdecken, als die Geister der Bewegung die Bewegung in die Beziehung zwischen Wille und Leben hineinbrachten und der alte Saturn zu einem beseelten Wesen wurde. Das ist das früheste Urbild des Seelenprinzips. Können wir dieses Prinzip in einer früheren Zeit suchen? Dies klingt etwas abstrakt, da es kein „früher“ gab, weil die Zeit nicht existierte. Die Frage, woher die Seele kommt, ist fundamental und die Worte Beinsa Dounos „Der Mensch – das ist seine Seele“ sind sehr bedeutungsvoll. Wie können wir begreifen, wer wir sind und warum wir leben, wenn wir nicht wissen, woher unsere Seele kommt? Wir können die Seele nicht nur den Dichtern überlassen, damit sie sie neblig-mystisch besingen. Wenn wir den Versuch wagen, jenseits des Saturn einen Blick zu werfen, können wir uns auf Steiners Behauptung stützen, dass jener Zyklus in der Einheit verinnerlicht war. Vermutlich haben die sechs Hierarchien, die aus diesem Zyklus kamen, die Substanz ausgearbeitet, die am Anfang unseres Zyklus die Throne geopfert und als das ursprüngliche Feuer ausgestrahlt hatten. Auch die Substanz der Seele haben sie angelegt. Zuerst war sie nicht sichtbar, dann kam sie wie aus dem Nichts von den Geistern der Bewegung und der Weisheit. Am spätesten erschien unsere Bewusstseinsseele mithilfe der Geister der Form, da im Erdenäon eine solche Substanz, in der sie individualisierend wirken konnte, bereits notwendig wurde.

Nach der Herkunft der Seele suchend, können wir zum absoluten Nichts zurückkehren, das der Zyklus des Vaters darstellte. Ich habe zwar noch keine okkulte Bestätigung meiner Hypothese, doch sollte sie richtig sein, rührt die Menschenseele vom Vatergott her. Allerdings ist Christus der Träger unseres Seelenprinzips im Zyklus des Sohnes. Der Träger des Seelenprinzips in der Trinität ist der Sohn, der Träger der Leiblichkeit ist der Vater und der Träger der Intelligenz, die in uns als Denken zur Geltung kommt, ist der Heilige Geist. Wenn die Substanz in der Einheit des Zyklus des Vaters war und dort ausgearbeitet wurde und im Vater auch die Dreieinigkeit der drei Hypostasen ist, hat das Ausarbeiten des zukünftigen Leibes des nächsten Zyklus unvermeidlich den dort existierenden verinnerlichten Raum beeinflusst. Bei uns tritt dieser Raum auf dem äußeren Plan in Erscheinung, damals war er im Punkt, im Nichts. Das Pralaya ist das Nichts und der Punkt ist die Mitternachtsstunde des Daseins im höheren Devachan, von dem aus der Blick auf die große Loge der zwölf Bodhisattvas offen ist. Deshalb hat das Verständnis des Bodhisattva-Mysteriums im Jahre 2000 all das ausgelöst, was Sie seit 16 Jahren schon hören können. Die Erhebung des Menschen als Selbstbewusstsein bis zur Mitternachtsstunde des Daseins bedeutet eine persönliche Ich-Erhebung der Senkrechten entlang. Diese Erhebung führt über das Mysterium des Bodhisattva als das Wesentlichste der Menschenevolution dazu, dass man ins Nichts des Pralaya hineinspähen kann und von dort in den vorigen Zyklus des Vaters, damit wir die Urquellen von allem sehen, was wir hier als die Verwirklichung der Göttlichen Vorsehung vorfinden.

War der Heilige Geist auch dort? Selbstverständlich, denn die Drei bedeutet immer die Einheit und eine absolute Wirklichkeit. Er ist der Träger der Intelligenz im Kosmos. Die ersten sechs hierarchischen Wesen waren bereits im Zyklus des Vaters Hierarchiewesen, sie hatten also eine Bewusstseinsstufe, geistige Wesensglieder und eine Intelligenz. Im Zyklus des Vaters können wir auch die Urgestalt des Denkens in uns finden, d.h. die Urgestalt der Triade, die vor uns als die Urgestalt des reinen Denkens in der dritten Saturnrunde erschien – die Urgestalt im Nichts oder in der absoluten Wirklichkeit und nicht im Nichtdasein des Saturn. Die Urquellen von Gedanke, Seele und Leib finden wir im Zyklus des Vaters. Damit das Absolute zu einer Manifestation kommt, manifestiert Es sich im Vatergott, dem der eingeborene Sohn entstammt. Beide schaffen den Heiligen Geist. Die Manifestation des Absoluten im Nichts, jedoch in einer gewissen Daseinsform, hat wegen der transzendenten Verbundenheit der drei Hypostasen unvermeidlich die Erscheinung eines Seelenprinzips und eines Prinzips der Intelligenz bewirkt. Die Seele wurde nicht vom Storch gebracht, sondern sie kam aus den höchstmöglichen Stufen der Schöpfung. Deshalb besitzt sie so wunderbare Eigenschaften. Sie kann sich in einem materiellen Körper zusammenziehen, aber sie kann sich auch astralisch ausweiten und alle Daseinsstufen erfassen, ja sogar jenseits dieser gelangen. Die Seele als Ätherizität oder als das Prinzip des Sohnes hat die Eigenschaft, sich im Physischen zu einem Punkt zusammenzuziehen. Das Prinzip des Heiligen Geistes gibt ihr die Möglichkeit, dass sie sich als Astralität zu allen Daseinsstufen emporhebt.

Diese Ausführungen sind keinesfalls reine Theorie, sondern ich erzähle das aus eigener Erfahrung. Als ich diese Vorlesung vorbereitete, habe ich erst begriffen, was ich vor vier Jahren erlebt hatte. Die Seele erschien in ihren zwei niedrigeren Bestandteilen als Empfindungs- und Verstandesseele und der alte Mond kam ins Pralaya. Es begann der Erdenäon und es stand eine Revolution in der Schöpfung bevor. In den ersten drei Runden gab es eine Wiederholung der ersten drei Äonen. Die Erde löste sich als selbständiger Körper, als Astralität ab, die sich endlos erweitern kann und als Ätherizität, in der die Ätherströme harmonisiert werden können. Indem die Erde als Himmelskörper entstand, wurde sie zum Urbild, nach dem auch der Mensch ausgebildet werden sollte. In den ersten drei Runden wurden wieder unsere drei Leiber auf den höchsten geistigen Stufen vorbereitet. In einem bestimmten Zeitpunkt wurden unseren drei Leibern wieder die Empfindungs- und die Verstandesseele eingeprägt, und zum Schluss geschah das mit Hilfe der Geister der Form auch mit der Bewusstseinsseele als die Stütze des Ich. Das Ich kam von den Elohim als ein Gruppen-Ich und während es über die Seelen an der dreifachen Menschenmonade arbeitete, verursachte es eine Reaktion in den drei Leibern, wobei ihre allmähliche geistige Umwandlung durch dieses Ich begann. Durch die seelische Zurückspiegelung in den drei Leibern formte das Gruppen-Ich auch den reflektierenden Charakter, den das individuelle Ich später erhielt. Eine lange andauernde Wandlung unserer drei Leiber stand bevor, bei der sie zu individualisierten Seelenelementen werden sollten.

Als auf dem alten Saturn der Geistesmensch in der Monade abgedruckt wurde, erstreckte er sich sofort nach draußen und erfasste die Schöpfung bis zum Vulkan. Als ein rein geistiger Zustand erschien der Vulkan gleich nachdem die Geister des Willens opfernd die ursprüngliche Substanz ausgestrahlt hatten. Dorthin stellte sich sofort der Heilige Geist als das Gegengewicht zum Vater. Auf der alten Sonne wurde beim Opfer der Herrschaften sofort auch die zukünftige Venus geschaffen und beim Opfer der Geister der Bewegung in der dritten Runde des alten Mondes entstand als Gegengewicht und reiner geistiger Zustand der zukünftige geistige Jupiter. Die Trinität übt die Kontrolle über die drei alten Zustände und die drei zukünftigen Zustände der Schöpfung aus. Der vierte Zustand ist der scheidende, in dem trat später die Revolution in der Schöpfung ein. Auf der Stufe der Äonen ist das die vierte Stufe des Urteils oder der Tod Gottes. Deshalb schickte der Vater den Sohn in die Welt hinaus. Die Aufnahme der Opferungssubstanz durch die Geister des Willens abwärts zu einer Verhärtung ist das Urbild des Opferweges Christi. In den Momenten, in denen am Ende jedes der drei Äonen die jeweiligen individualisierenden Elemente als Geistesmensch, Lebensgeist und Geistselbst abgedruckt wurden, erstreckten sich diese Elemente in uns, so Steiner. Jedes Element erfasste den ganzen ihm entsprechenden zukünftigen Zustand. So besaß der Geistesmensch am Ende des Saturn die grenzenlose Fähigkeit, den zukünftigen Vulkan zu erfassen. Das liegt daran, dass er ein individualisierendes Ich-Prinzip der höchsten Ordnung ist und das physische Prinzip des Vaters zum Ausdruck bringt. Deshalb kennt er keine Grenzen. Für den Vater gibt es keine Grenzen, sie sind unmöglich. Die drei künftigen Äonen existieren seit langem, aber ihnen müssen wir den Sinn geben, indem wir die drei Keime des Geistes in unser individualisiertes Bewusstsein verwandeln. Der ganze Jupiter muss zu unserem individuellen imaginativen Bewusstsein werden. Die ganze Venus muss zu unserem individuellen inspirativen Bewusstsein werden. Zum Schluss muss der ganze Vulkan zu unserem individuellen intuitiven Bewusstsein werden, so wie der Erdenäon durch die Materie unser individuelles Ich-Bewusstsein ist.

Die dreigliedrige Seele wurde uns eingeprägt, die jedoch eine Beziehung zu den Leibern herstellen sollte. Das geschah durch die Entstehung eines besonderen Wesensgliedes im Menschen – des sog. Seelenleibes oder Sinnesleibes. Das ist ein Leib feinster Substanzialität, welche der Seelensubstanzialität ähnlich ist. Dieser Leib wird zur Brücke zwischen unseren Leibern, unserer Seele und unserem Ich. Unsere Leiber sind ein reines Produkt der Trinität, als Erscheinungsform sind unsere Seelen auch ein reines Produkt der Trinität. Das Ich ist das individualisierende Prinzip, das ein direktes Produkt der Elohim ist. Es führt aber der Senkrechten entlang zum Absoluten, alles andere ist das Produkt der Trinität. Das Ich macht es möglich, dass es keine unüberwindlichen Schritte aufwärts gibt. Jemand musste allerdings den Weg diese Stufen aufwärts bereiten und das machte unser Herr – das Prinzip des Sohnes. Am Anfang des Saturn wurde Er vom Vater in die Welt geschickt. Christus war der Einzige, der die Schranke zwischen der übersinnlichen und der sinnlichen Welt überwinden konnte, in der die drei Reiche auf dem alten Mond weilten, die sich im Erdenäon als die drei Naturreiche der physischen Welt ausbildeten. Die dritte Hierarchie aus Engeln, Erzengeln und Archai hat sich nicht mit dem Stofflichen verbunden. Die herabstürzende Stofflichkeit konnte nicht mehr von den Göttern aufgehalten werden, deshalb schuf die dritte Drei die Naturgeister, die sie stützen sollten. Das wahre Wesen der Naturreiche sind die Naturgeister. Die Geister der Runden der Zeit wurden von der ersten Götterdrei mit dem Ziel geschaffen, die Entwicklung der Evolution auf der Waagerechten zu vollziehen. Nur die Geister der Zeit sind reine Zeit, sie sind das Sehorgan der Götter der Senkrechten entlang abwärts und in der Substanz wirken die Geister der Runden der Zeit. Die zweite Drei schuf die Gruppenseelen der Tiere und die dritte Drei schuf bereits auf dem alten Mond die Naturgeister. Das ist die Ontologie des hiesigen Daseins, wo diese drei Kategorien von Wesen als ein Abglanz der drei Hierarchien erschienen. Die Philosophie, deren Begriffe wir benutzen, ist etwas Positives, falls sie aus den toten Begriffen herauskommt und diese mit dem Geist belebt. Anderenfalls bleiben ihre Begriffe nur tote Hülsen, die mit dem Tod des physischen Gehirns verschwinden, da sie Gedankenwesen sind, die nach dem Tod restlos zerfallen. Die wahren Ideen, die durch die Metamorphose des Denkens erreicht werden, sind die Gedankenwesen, die auch nach dem Tod erhalten bleiben und in der geistigen Welt existieren. Sie sind das wahre Wesen der Objekte.

Das Menschentum ist der erste Typ von Wesen, die die Möglichkeit erhalten haben, ihre Ich-Stufe nicht in der geistigen, sondern in der sinnlichen Welt zu erleben. Die Wesen der dritten Hierarchie entwickelten ihre Ich-Stufe jenseits der Substanz, die am Ende des alten Mondes schon dermaßen heruntergekommen war, dass die Schaffung der Naturgeister notwendig war, um sie zu unterstützen. Sie haben sich nie in der Wirklichkeit mit der Substanz verbunden, die aus dem ursprüngliche Astralfeuer zur Vergeistigung kam, sondern wurden nur von ihr zurückgespiegelt, um ihr Ich-Bewusstsein zu erleben. Die Menschen sind die ersten, die zu hierarchischen Wesen werden sollen und ihr Ich diesseits des Daseins erhalten. Deshalb wird die Bewusstseinsseele als letzte gegeben, denn um sich zu erleben braucht sie eine Existenz im Dasein des Mineral-, Pflanzen und Tierreiches. Das ist die Stütze, auf die unser Ich treten und ein gegenständliche Bewusstsein eines ganz anderen Typs im Vergleich zu Engeln, Erzengeln und Archai entwickeln sollte. Nach der göttlichen Vorsehung wurde der Mensch bis hier hineingestopft infolge der Konfrontation der Götter am Anfang der alten Sonne, des Opfers der Throne auf dem alten Saturn und von der Göttlichen Leugnung Sich Selbst und dem Beginn der Manifestation. Das führte zu diesem Chaos und heute sind wir nicht nur mitten im Chaos, sondern auch drei Stufen tiefer auf der Stufe der Kern- und Wärmekernkräfte. Diese bilden zusammen mit der Elektrizität und dem Magnetismus die unterphysischen Welten, in denen wir uns nach unserer freien Wahl befinden.

Zu der heutigen Situation hat ein sehr langer Weg geführt. Es wurde Adam als die Gruppenseele der ganzen Menschheit erschaffen. Damit etwas von der Reinheit dieser eigentlichen androgynen Seele aufbewahrt werden konnte, wurde ein Teil von ihr abgetrennt. Im Okkultismus ist dieser Teil als die ’nathanische Seele‘ bekannt. Dieses Wesen spielt eine enorme Rolle in der Menschenevolution und sie nahm in einer aufregenden Art am Mysterium von 1936 teil. Sie nahm an allen Mysterien der Menschwerdung Gottes teil. Das ist der höchste Teil unserer Seele, der nicht verführt worden ist. Die Beziehung zur geistigen Welt kann einzig durch die nathanische Seele hergestellt werden. Diese zwei nicht verführten Ätherarten – der Ton- und der Lebensäther -, diese Seele, wurde zum Gefäß bei den drei Opfern Christi in der vorchristlichen Zeit, bei denen unsere Sinnesorgane, unsere Lebensfunktionen und unser Seelenleben gerettet wurden. Unsere zwölf Sinne wurden auf dem alten Saturn angelegt, unsere Lebensorgane und die Drüsen wurden auf der alten Sonne angelegt und das Bewusstsein und die Bestandteile der Seele – auf dem alten Mond. Die Bestandteile der Seele sind eigentlich die Bestandteile des Ich, da ihre wahre Funktion darin besteht, Achsen des Ich beim Übergang zur geistigen Welt zu sein. Deshalb wurde bei der Entstehung des Menschen im Erdenäon zuerst das Blutsystem als die Grundlage des Physischen geschaffen, das sich entwickelte. Das Ich war die Grundlage des zu entwickelnden Seelisch-Geistigen. Auf dem alten Saturn wurden zuerst unsere Sinne angelegt, dann die Drüsen und zum Schluss – die Nerven. Hier begann alles in der umgekehrten Reihenfolge – zuerst wurden das Blut und das Blutsystem angelegt, dann das Drüsensystem, dann die Nerven und zum Schluss haben sich mit dem Einströmen der dreifachen Seele in uns unsere Sinne für die Außenwelt geöffnet. Die Seele trat in uns nach der Trennung unseres Astralleibes in drei Elemente ein und wird bisher auf dem Astralplan erlebt. Schließlich stieg das Ich herunter und damit war der Mensch als eine Ganzheit vollendet. Die drei ersten Äonen haben sich umgedreht. Deshalb ist die Rede von Metamorphosen in Abhängigkeit von den zu lösenden Aufgaben in einem gegebenen Äon und in unserer Gegenwart. Der Vater ist die Vergangenheit, der Heilige Geist ist die Zukunft und Christus ist die ewige Gegenwart, in der sich Vergangenheit und Zukunft kreuzen. Jede Offenbarung aus der Zukunft kommt vom Heiligen Geist über Christus und entschleiert Geheimnisse der Vergangenheit. Je weiter wir fortschreiten, desto mehr Kraft erlangen wir, um zurück zu den Äonen zu kommen, sie zu vergeistigen und in die zukünftigen Jupiter, Venus und Vulkan zu verwandeln. Der eigentliche Sinn der Vorwärtsbewegung ist die Rückkehr und das Metamorphosieren dessen, was die Götter für uns geopfert haben, und seine Überführung in die Zukunft. Auf diese Weise müssen wir die drei Naturreiche vergeistigen und sie befreien. Jedes Wesen dort stöhnt und wartet auf seinen Befreier – den Menschen. Der Mensch schneidet jedoch Köpfe und isst diejenigen auf, die er befreien soll. Das Fleischessen ist heutzutage ein Ausdruck von Schwachsinnigkeit, die mit dem Menschenessen vergleichbar ist.

Es wurde eine umfangreiche Vorbereitung der Herabkunft Christi in einen Leib vollzogen. Damit wir Christus richtig verstehen, müssen wir wissen, woher Er kommt. Nach dem Vortrag Konstantin Zlatevs auf der Konferenz im September 2016 habe ich in meinem Kommentar Athanasius den Großen und das christliche Glaubensbekenntnis erwähnt. Im zweiten Satz des Glaubensbekenntnisses ist vom eingeborenen und wesensgleichen Sohn die Rede. Ich behaupte, dass das nicht stimmt. Christus als Träger des makrokosmischen Prinzips des Ich vom Absoluten, was auch das Ich des Vaters und des Heiligen Geistes ist, ist der Senkrechten entlang herabsteigend mit dem Vater wesensgleich. Das ist eine unbestrittene Tatsache. Was bedeutet aber wesengleich?

Wann ist das Wesen erschienen? Wann ist der Wahre aus dem Zyklus des Vaters zum Wesen geworden? Das geschah erst in der dritten Runde des alten Saturn. Als die Götter der Bewegung die Bewegung in jener Astralität ausstrahlten, die aus Wille und Leben bestand, wurde sie zu einem seelischen Wesen. Da wurde der Wahre zum Wesen. Das sind grundlegende Aspekte, die die Theologie verstehen müsste, aber ich habe bisher keinen Theologen getroffen, der das versteht.

Christus ist dem Vater wesensähnlich in der Schöpfung, d.h. in der Evolution auf der Waagerechten vom Saturn bis zum Vulkan. Wesensgleich kann Er nur in der Ewigkeit sein. Dort bilden sie eine Einheit, aber in der Schöpfung auf der Waagerechten ist Christus dem Vater wesensähnlich. Die Bulgaren haben dieses Geheimnis durch Apostel Paulus gekannt, der nach seinem Erlebnis vor Damaskus das Geheimnis der Auferstehung verstanden hat. Als Eingeweihter der hebräischen Mysterien hat er auch erkannt, dass diese ihm nichts mehr geben können. Derjenige, der ihm erschienen war, hat ihm das wahrhaftige Verständnis der Schöpfung des Menschen und der Welt gegeben. Deshalb hat er den Bulgaren gesagt, als er unter ihnen war, dass Christus dem Vater wesensähnlich und eingeboren ist. Aber Athanasius hat in das Glaubensbekenntnis den Begriff „wesensgleich“ eingeführt. Auf diese Weise wird jedoch der Sinn des ganzen Zyklus des Sohnes vernichtet. Er schickt alles ins Pralaya und Absolute.

Die Athanasische Formulierung hat zerstörende Folgen für die ganze nachfolgende Entwicklung des exoterischen Christentums, dem meine letzte Vorlesung im Juni 2016 gewidmet war. Die Kirchen berufen sich auf die Athanasische Auffassung des Christus. Ihr Christentum ist vom Vater und dementsprechend haben sie gar keine Vorstellung vom Christus, ohne den der Rückweg zum Geist unmöglich wird. Der Impuls zum wahren Christus-Verständnis hat mich Ende des 20. Jahrhunderts zum Schluss geführt, dass heutzutage niemand den Christus versteht und dass ich etwas diesbezüglich machen muss. Von dort nahm der Heilige Impuls seinen Lauf, der das geistige Leben der Menschheit retten kann. Christus muss im Ich-Prinzip gesucht werden und nicht in Gemeinschaften. Danach bildet das Ich-Prinzip eine Gemeinschaft aus Ichen, die hoffentlich auch in der Welt wachsen wird. Das ist die Quintessenz des Christus-Opfers, dafür kam Er. Wenn das nicht begriffen wird, dann wird die Schöpfung gelöscht, dann werden Christus und die göttliche Vorsehung Gottes gelöscht.

Aber es gibt auch etwas anderes – wenn der Vater beschlossen hat, etwas zu tun, wird Er es bis zum notwendigen Schluss führen. Als Er beschloss, dass die dritte Hierarchie ihr Ich-Bewusstsein in dieser Art in den ersten drei Äonen durchleben sollte, wurden diese Äonen verwirklicht und das ging zu Ende. Die große Transzendenz hatte jedoch beschlossen, dass der Mensch seine Ich-Stufe jenseits der geistigen Welten durchmachen und von dort den Rückweg zu den geistigen Welten finden sollte. Die Verdinglichung muss den Rückweg zur Vergeistigung und zum Weltenpralaya nach dem Vulkan finden – das liegt in den Händen der Menschen. Aber sie graben immer tiefer und befinden sich durch die Elektrizität, den Magnetismus und die Kernkraft bereits drei Stufen tiefer in den unterphysischen Welten. Wie lange wird der Vater, der den Sohn hinunterschickte, um den Tod in der physischen Welt zu erleben und die Revolution der Übertragung der Ich-Substanz jenseits der geistigen Welt in die Materie zu machen, dies ertragen? Der Anfang des Weges, der nach oben führt, beginnt mit der siebenstufigen Transformation des Denkens, die Steiner gegeben hat. Auf der Erde müssen Seelen erscheinen, die diese Transformation zu praktizieren beginnen. Dann wird die geistige Welt eingreifen können, sie wird sogar in karmische Umstände eingreifen können. Von ganz oben betrachtet ist die Schöpfung der verdinglichte göttliche Gedanke und dieser Gedanke ist bis zu einem gewissen Grade zu entwickeln. Gott hat den Entschluss gefasst, sich zu manifestieren und kann auf diesen Entschluss nicht verzichten. Dieser Entschluss stürzt mit gigantischer Kraft über uns herein, denn Er hat den Sohn in den Tod geschickt und wir müssen die Antwort auf die Frage nach der Entwicklung im Tod auf Golgatha finden.

Die Vorbereitung dauerte lange. Wir sind bisher auf Adam, die nathanische Seele und die drei Opfer Christi eingegangen. Nun kommen wir zu einem äußerst interessanten Moment, den wir zum ersten Mal besprechen werden. Ich kann mich nicht daran erinnern, etwas in der anthroposophischen Literatur darüber gelesen zu haben, darauf hat mich eine Frau aufmerksam gemacht, die viel liest und äußerst tiefgehende Fragen stellt. Sie fragte, ob ich bemerkt habe, dass im Matthäus-Evangelium von Salomo zu Jesus 28 Generationen aufgezählt werden und im Lukas-Evangelium vom anderen Sohn Davids – Nathan – zum anderen Jesus-Kind 42 Generationen aufgezählt werden. Es ist erstaunlich, dass kein Anthroposoph bisher diese Frage gestellt hat. Das kommt davon, dass niemand die aufgezählten Namen in den Evangelien liest, sondern als eine Verstandesseele sich auf Steiner verlässt, so wie ich es gemacht habe. Steiner empfahl immer, das wir uns auf keine Autoritäten verlassen, aber ich wüsste nicht, dass er irgendwo diese Frage behandelt hat. Ich stelle mir selbst viele Fragen und versuche, darauf eine Antwort zu bekommen. Noch mehr freut es mich aber, wenn jemand anderer mir Fragen stellt, da ich jede Frage wie eine Herausforderung betrachte und nicht wie der Versuch etwas zu beweisen. Das ist die tatsächliche Bedeutung der Fragen. Wenn ich auf Konferenzen Fragen stelle, wird das normalerweise wie Angeberei oder Provokation aufgefasst. Ich will damit lediglich den Gedankenprozess der Anwesenden anregen, so dass eventuell neue Fragen oder Antworten hervortreten. Leider tritt als Reaktion auf meine Fragen immer die Angst vor einer möglichen Blamage auf und das ist ein großes Problem. Ich werde berichten, zu welcher Antwort auf die erwähnte Frage ich damals kam.

Die Hauptmission des alten hebräischen Volkes damals bestand in der Schaffung des physischen und ätherischen Leibes für Christus. Den Astralleib schuf sich Christus selbst, natürlich wieder in Verbindung mit der Astralität, die dieses Volk umströmte, deren Symbol der Prophet Elija war, der später als Johannes der Täufer und zuletzt als Djado Wlajtscho inkarnierte. Das Grab des Letzteren im Dorf Konjovo haben wir unter anderem vor zwei Wochen besucht. Aus dieser Astralität hat Christus einen Astralleib für sich geschaffen. In der salomonischen Linie – der Königslinie bzw. physischen Linie – waren 2×14 Generationen im Rhythmus der Zeit notwendig, damit Christus mit dem Zarathustra-Ich in ihm geboren werden konnte. Das war das reifste Ich der Menschheit, das als ein niederes Ich Inkarnationen erlebt hatte. Die nathanische Seele andererseits ist ein Ich in Form einer Ätherizität, die nicht vom Absoluten ist. Das Einmalige bei ihr ist es, dass sie Trägerin von Leben ist, jedoch auch die Rolle eines Ich spielt und nicht verführt worden ist. Der Eine, der vorher in der geistigen Welt nach Ahura Mazdao gesucht hatte, inkarnierte nun und war ein Mensch, in dem vom Anfang der Evolution an die Grundlage des Willens am stärksten zum Ausdruck kam. Wenn wir die drei seelischen oder eher Ich-Bestandteile des Menschen betrachten – Denken, Fühlen und Wollen, so ist das Wollen vom Standpunkt der Dreifachheit betrachtet am stärksten entwickelt. Nur der Wille ist dreifach, der in den Gliedmaßen und dem Stoffwechsel zur Geltung kommt. Das Gefühl wird in der Ebene hervorgebracht bzw. im zweidimensionalen Raum. Die Quelle des Gedankens ist im Raum, der einer Linie ähnelt. Als der Mensch nach dem Erwerb des Ich in der lemurischen Zeit und dessen Herunterstieg über die Bewusstseinsseele mit seiner Entwicklung begann, hat dies Reflexe im Willen hervorgerufen. Als die Geister des Willens uns den Geistesmenschen am Ende des Saturn einprägten, was zur Einwirkung dieses Geistesmenschen als Ich-Prinzip auf die Substanz bzw. auf das Phantom als Urbild des physischen Leibes führte, erschienen in der Monade mechanische Ausdrücke des Willens als gewisse Instinkte. Während in Lemurien das Ich herunterstieg und durch die drei Seelen an den Leibern wirkte, war der Wille nicht mehr so instinktiv und trancehaft. Es begann eine bestimmte Selbstbewusstwerdung im Willen, die dem traumlosen Schlaf ähnelte. Das war ein Schritt vorwärts von der Trance auf dem Saturn. Alles in der Schöpfung metamorphosiert und schreitet fort. Das Wollen hat die längste Entwicklung, danach erschien das Fühlen in Form des Traumschlafs. Zuletzt tauchte in der altgriechischen Zeit das Denken aus der imaginativen Welt hervor. Das Denken hat sich als letztes in uns individualisiert, aber es wird das erste Element sein, mit dem wir die Schranke zur geistigen Welt überwinden werden. Wir haben festgestellt, dass nur der Wille dreidimensional ist und im dreidimensionalen Raum existiert. Das Gefühl existiert in der Ebene der Seele und der Gedanke entsteht im Punkt der kosmischen Intelligenz, die das Allbewusstsein des Absoluten ist. Mit einem solchen dreifachen Willen hat sich Zarathustra vereinigt. Ich weiß aus eigener Erfahrung das, was Steiner gegenüber Édouard Schuré über Zarathustra erzählt hat – dass er sehr willensstark ist und keine Kompromisse in Hinblick auf Christus duldet. Dieses reifste Ich der Menschheit, der Träger des Prinzips des Willens stand in all seinen Inkarnationen, die Steiner beschrieben hat, in Konfrontation zu seinem Umfeld bzw. dem Sozium, um den gegenwärtigen Begriff zu benutzen. Immer hat er darunter gelitten. Diese Emanation des Willens ist in den salomonischen Jesus eingetreten. Dieses Ich konnte nicht in den nathanischen Jesus eintreten, da die nathanischen Seele ihre erste Inkarnation in jenem Jesus-Kind erlebte. Damit sie das Ich-Prinzip in der dreidimensionalen Welt streifen konnte, brauchte sie einen plastischeren Leib. Wenn dort das Zarathustra-Ich gewesen wäre, hätte es sofort begonnen, diese Leiber zu verhärten und sie zu konsolidieren. Dann hätte die nathanische Seele nicht die Möglichkeit gehabt, das Ich-Selbstbewusstwerden auf dem Erdenplan zu erleben. Sie wurde vom Nirmanakaya Buddhas erleuchtet, was die erstmalige Verwandlung im sechsten Jahrhundert v.Chr. des Astralleibes in ein Geistselbst durch ein Menschenwesen darstellte. Das war nicht die eigentliche Verwandlung, die der Bodhisattva mit der Kraft Christi in ca. 2500 Jahren machen wird, aber dieser Nirmanakya Buddhas war eine Art Leib des Geistselbstes, das den Astralleib des nathanischen Jesus erleuchtete. Dieses Geistselbst ist seiner ursprünglichen Substanzialität nach mit der Astralität verwandt und hat den Weg zum Astralleib des nathanischen Jesus gefunden, damit die nathanische Seele sich selbst als Ich erleben konnte. Diese Ätherizität hat sich als Ich in einer Art erlebt, die Steiner beschrieben hat – als endlose Barmherzigkeit, Liebe zu allen Menschen und nicht wie bei Zarathustra, bei dem die Weisheit und die Grundlage des Willens bis zur höchstmöglichen Stufe gebracht wurden, die der Menschheit bisher möglich war. Dort kamen zusammen die nathanische Seele als Adam vor dem Sündenfall und Adam, der bereits Inkarnationen durchlaufen hatte, als ein niederes Ich, welches von der Ich-Substanz zurückgespiegelt war, die die Elohim als Gruppen-Ich in Lemurien ausgestrahlt hatten. Dort kamen das Dasein der Menschheit vor dem Sündenfall und ihr Dasein nach dem Sündenfall zusammen und es kam zu einer Synthese der beiden. Immer wenn verschiedene Impulse zu einer Synthese zusammenkommen, wird etwas Großes und Neues hervorgebracht, was jenseits der beiden Impulse gelangt. Deshalb sage ich immer, wenn es um die Synthese der Impulse Steiners und Beinsa Dounos geht, dass der Heilige Impuls ein Ich-Impuls ist, der höher ist als beide Impulse an sich, da er senkrecht ausgerichtet ist und die zwei Impulse als Werkzeug benutzt. Das mindert die Bedeutung der beiden Impulse überhaupt nicht, da sie das Ergebnis riesiger Opfer sind, aber sie allein können uns nicht auf der Senkrechten nach oben führen. Der heutige Zustand der beiden Gesellschaften – der Anthroposophischen Gesellschaft und der „Weißen Bruderschaft“ führen uns das deutlich vor Augen. Steiner hat den Weg bereitet und er konnte sich als Eingeweihter problemlos auf der Senkrechten erheben, aber keiner war in der Lage, seinem Beispiel zu folgen. Beinsa Douno stand immer in Kontakt mit der geistigen Welt, aber das gilt für keinen seiner Nachfolger. Deshalb behaupte ich, dass die Synthese der beiden esoterischen christlichen Impulse im 20. Jahrhundert ein Ich-Impuls der höchstmöglichen Kategorie auf der Erde ist. Er führt zu einer stürmischen Entwicklung aller drei Leiber des Menschen.

Der Nirmanakaya Buddhas arbeitete mit der nathanischen Seele zusammen bis zum zwölften Jahr an der Konsolidierung der drei Leiber des nathanischen Jesus. In den vorbereiteten Leib trat im zwölften Jahr das Zarathustra-Ich ein und begann die drei Leiber zu bearbeiten. Ich werde nicht auf das Mysterium der beiden Jesus-Kinder eingehen, da die zu erläuternde Frage war, warum vom König David und seinen beiden Söhnen Salomon und Nathan bis zur Geburt der beiden Jesus-Kinder, die mit einigen Monaten Unterschied zur Welt kamen, ein so großer Unterschied in der Zahl der Generationen festzustellen ist. Innerhalb von 1000 Jahren gibt es einen Unterschied von ganzen 14 Generationen. Damit der physische und ätherische Leib sich im hebräischen Volk in der Linie der Blutsverwandtschaft entwickeln und vorbereiten konnten, brauchten sie unbedingt 2×14 Generationen auf der Waagerechten. Wenn von Astralität die Rede ist, geht es um eine Erweiterung zum Tierkreis. Heute werden die höhere Astralität und Ätherizität vom Tierkreis vertreten. Wenn vom Astralen die Rede ist, gibt es eine Erweiterung zur Zwölffachheit und wenn es um das Ich geht, ist das wieder eine Erhebung, allerdings auf der Senkrechten zur Trinität und zur Eins. Zur Vorbereitung des Astralleibes für die nathanische Seele, damit Christus in den nathanischen Jesus eintreten konnte, waren nicht nur 2×14 Generationen notwendig, sondern noch 14, also zusammen 42. Hier kommen andere Gesetzmäßigkeiten zur Geltung – 2×21 -, was jenseits der Siebenfachheit liegt. Beim nathanischen Jesus spielt das Blutsverwandtschaftliche keine so große Rolle, vielmehr sind die Astralität und das Ich von erstrangiger Bedeutung. In diesem Augenblick kann ich das zu dieser Frage sagen, ohne den Anspruch zu erheben, dieses Rätsel gelöst zu haben. In diesen 42 Generationen ist wahrscheinlich die geistige Linie enthalten, deshalb sprechen wir von Astralität und Ichhaftigkeit. Beim salomonischen Jesus befinden sich das Physische und Ätherische. Es ist möglich, dass in der geistigen Linie die Generationen auf dem physischen Plan schneller gestorben sind oder sie haben sich schneller reproduziert. Das ist allerdings das bloße Rätseln des abstrakten Verstandes, um die Dinge anzupassen und diese Tatsache des Evangeliums zu erklären. Diese Tatsache kann man nicht umgehen und ihre Erklärung könnte in der Gegensätzlichkeit beider Linien gesucht werden – die eine Linie hängt mit dem Priestertum und der Spiritualität zusammen und die andere – mit dem Leib. Global betrachtet ist die erste Linie mit dem Heiligen Geist verbunden und die zweite – mit dem Vater. Die Vereinigung der beiden Linien sollte den Leib für Christus geben, der geschaffen wurde. Zarathustra hat diesen Leib weitere 18 Jahren bearbeitet, bevor es zur Taufe im Jordan kam.

Was ist bei der Taufe in diesen Leib eingetreten? Hier wurden viele namhafte Anthroposophen, einschließlich Prokofieff, durch bestimmte Aussagen Steiners irregeleitet. Laut Steiner hat das makrokosmische Christus-Ich beim Herabstieg zum Jesus-Leib den Geistesmenschen auf der Sonne, den Lebensgeist in der Erdensphäre zurückgelassen und ist in den Jesus mit dem Geistselbst und seinem Ich eingetreten. Welches ist dieses makrokosmische Ich und was sind diese Wesensglieder, die mal hier, mal da zurückgelassen wurden? Ist Christus nur mit dem Geistselbst und seinem Ich in Jesus herabgestiegen? Was war dasjenige, was den Leib beleben und die physische Form auferwecken sollte?

Die Auferstehung kommt immer vom Prinzip des Lebens. Folglich steckt hier etwas Verborgenes. Der Geistesmensch ist das Prinzip des Vaters und er wurde in der höchsten Sphäre zurückgelassen. Rudolf Steiner sagte, dass Christus der Träger des vierten makrokosmischen Ich-Prinzips ist und die Seraphim, Cherubim und Throne die Träger jeweils des dritten, zweiten und ersten Prinzips sind. Christus wird sein fünftes makrokosmisches Prinzip auf dem Jupiter entwickeln, das sechste – auf der Venus und das siebte makrokosmische Prinzip – auf dem Vulkan. Womit stieg Christus herab und welches Ich war das? Das war das Ich vom Absoluten. Unser Ich trägt auch den Schatten des Absoluten. Auf seinem Weg nach unten wurde Christus durch den Geistesmenschen im makrokosmischen Sinne begleitet, aber als Träger des physischen Prinzips des Vaters. Das ist soz. nicht das persönliche makrokosmische Prinzip des Christus, das Er erst auf dem Vulkan ausarbeiten wird, sondern das trinitarische Prinzip des Vaters, der den Sohn nach unten begleitet hat und auf der Sonne zurückgeblieben ist. Steiner sagte, dass Christus das Prinzip des Lebensgeistes in der Erdensphäre zurückgelassen hat und nach dem Golgatha die Erde zu seinem Leib wurde. Er stieg mit dem Geistselbst herab. Wem gehörte der Lebensgeist, den Er in der Erdensphäre zurückgelassen hat? Heute habe ich wieder das Material Prokofieffs in der Osterausgabe der „Anthroposophischen Nachrichten“ gelesen. Dort steht, dass das Phantom mit der Kraft des irdischen Ich und dem Willen des Vaters auferweckt wurde. Ich erlaube mir, etwas anderes zu behaupten. Prokofieff kam auf die Idee über die Verbindung, die im Knochensystem besteht zwischen dem Physischen, das das Skelett repräsentiert, und dem Ätherischen, das das im Knochenmark entstehende Blut repräsentiert. Von diesem geistig-physiologischen Standpunkt aus leitet Prokofieff die Verdichtung des Ätherleibes um das auferstandene Phantom her. Er teilt die Auferstehung in zwei Teile ein – die Auferstehung des Phantoms und die Bildung des Auferstehungsleibes als eine Spiegelung der doppelten Kommunion, die die Erde mit dem Blut auf Golgatha erhalten hat und dem nachfolgenden Hineinlegen des Leibes in das Grab. Wir müssen in diese Fragen sehr gut eindringen, die die tiefsten Geheimnisse des Christentums betreffen. Der Lebensgeist, den Christus in der Erdensphäre zurückgelassen hat, ist das Prinzip des Sohnes, das uranfänglich in der Trinität als Geist lebt. Er ist nicht von Christus persönlich erreicht worden, sondern er ist das makrokosmische Prinzip der Ätherizität im höchsten geistigen Sinne, das Er in der Trinität trägt. Hat Christus etwas vom Prinzip des Lebensgeistes in die Monade hineingebracht, die ‚Jesus aus Nazareth‘ hieß? Auf den ersten Blick ist dem – verglichen mit Steiners Untersuchungen – nicht so, da er sagte, dass das Geistselbst und das Ich herabgestiegen sind. Warum konnte gerade das Geistselbst in Jesus eintreten, doch nicht der Lebensgeist oder der Geistesmensch? Das Prinzip der Astralität, das Prinzip des Geistselbstes und der Heilige Geist sind einer Natur. Damit der Astralleib Jesu im Jordan nicht verbrannte, war seine Bearbeitung durch den Nirmanakaya Buddhas notwendig. Nicht zufällig sagte Steiner, dass der Heilige Geist Christus in Jesus geboren hat. Diese Geburt ist nicht im Sinne der Vaterschaft zu verstehen, das ist ja der Vater in der Trinität, sondern als eine Vermittlung. Christus wurde als Träger des ätherischen Prinzips in der Trinität, als Träger des Lebensgeistes abwärts der Sonne, wo der Tonäther oder die Sphärenmusik ist, durch die sechs Elohim getragen. Er wurde durch das uranfängliche makrokosmische Prinzip des Geistselbstes des Heiligen Geistes der Trinität getragen. Die Vorbereitung war notwendig, damit dieser Leib nicht verbrennt, an den 42 Generationen gearbeitet hatten und der durch das einzige Geistselbst bearbeitet war, das aus den persönlichen Bemühungen eines Menschenwesens (Gautama Buddha) hervorgegangen war. Die Erdenmenschen konnten sich durch persönliche Anstrengung zum Geistselbst erheben und das kam bei Gautama Buddha zum Ausdruck. Jedoch konnte sich niemand vor dem Christus-Ich zum Lebensgeist erheben. Dieser sollte von oben kommen und das machte er. Was genau kam von oben?  Das war das individualisierende Ich-Prinzip des Absoluten selbst als makrokosmisches Prinzip. Da in ihm aber Christus gespiegelt wird, ließ Er den uranfänglichen Lebensgeist von der Trinität in der Erdensphäre zurück. Dieses Ich trug eine individualisierte Ätherizität. Christus hat das Prinzip des Lebensgeistes in der Erdensphäre zurückgelassen, jedoch war in seinem Ich dieses Prinzip des Lebens gespiegelt. Deshalb trat in den nathanischen Jesus das Ich-Prinzip als Träger des Prinzips des Lebens ein. Dieses Leben wurde in Jesus geboren und sollte die Monade nach dem Heraustritt des Zarathustra-Ich verlebendigen. Gerade dieses Element fehlt bei Prokofieff – das Element, das die Monade belebt. Es gibt die Form des physischen Leibes des Jesus im Jordan. Im Laufe von drei Jahren treten das makrokosmische Ich und das Prinzip des Lebens in ihn ein. Das Ich mit dem Prinzip des Lebens drinnen arbeitete zuerst an der vollständigen Verwandlung des Astralleibes in das Geistselbst. Das ist eine Art Rückzug der Äonen in der umgekehrten Reihenfolge. Das Geistselbst wurde am Ende des alten Mondes in den Astralleib des Menschen angelegt und war bei allen gleich, wobei die Astralleiber unterschiedlich waren. Dank des belebenden Elementes vom Lebensgeist Christi und des makrokosmischen Elementes, das Er trug, wurde dieser Keim des Geistselbstes in Jesus zum wahren Geistselbst, das wir alle erst auf dem zukünftigen geistigen Jupiter erlangen werden. Am Ende der Jupiterzeit wird unser ganzer Astralleib in das Geistselbst transformiert worden sein. Gleich danach hat sich Christus des Ätherleibes angenommen, obwohl die Prozesse zum größten Teil parallel verliefen. Die nathanische Seele ist ätherisch, sie ist die unverführte Ätherizität und spielt die Hauptrolle als Vermittlerin in diesem Prozess. Sie half Christus bei der Verwandlung des Ätherleibes Jesu, in dem es den keimhaften Lebensgeist gab, in den individualisierten Lebensgeist eines Leibes, eines Ich. Hier geht es um die Individualisierung eines ganzen Leibes. Wie bereits erwähnt, waren die Monaden unserer physischen Leiber auf dem alten Saturn unterschiedlich, während der Keim des Geistesmenschen in ihnen jeweils gleich war. Ähnlich verhält es sich mit dem Lebensgeist und dem Geistselbst. Christus individualisierte das Geistselbst, das als Keim im Astralleib Jesu existierte und für alle Menschen gemeinsam war, als ein individuelles Geistselbst. Auf diese Weise wurde der Heilige Geist individualisiert. Das ist das Urbild des Zustandes auf dem zukünftigen Jupiter. Das Gleiche tat Er mit der Vermittlung der nathanischen Seele im Ätherleib und zuletzt kamen das größte Mysterium und das Eindringen in das Skelett und die Knochen bis zur Stelle, wo das Blut entsteht. Was hat eigentlich den physischen Leib auferweckt?  Das uranfängliche Astralfeuer, das die Geister des Willens ausgestrahlt haben, hat den Leidensweg abwärts bis zur Verdinglichung in den Menschenknochen zurückgelegt und Christus kam als individualisierendes Ich vom Absoluten und der Trinität zu diesen Knochen und erfüllte die Hauptaufgabe – sie zu vergeistigen. Der Ätherleib hatte zur Zeitenwende so stark den physischen Leib unterordnet, dass in den Elementen des physischen Leibes, in den Mineralstoffen selbst die starke Tendenz zur Vergeistigung fast bis zur Ätherizität bestand.

Als der Leib Christi ins Grab hineingelegt wurde, hat er sich sehr schnell aufgelöst und ging durch das Leichentuch hindurch. Als sich beim Erdbeben die Erde auftat, strömte diese Substanz von den Geistern des Willens hinunter und wurde zur Eucharistie der Erde. Sie prägte der Erde die Tendenz zur künftigen Vergeistigung ein. Christus hat den Leib vergeistigt und ihn in der Erde als Eucharistie zurückgelassen.

Was geschah mit dem Phantom – dem physischen vatergöttlichen Prinzip in der Substanz? Dieses physische Prinzip war der Geistesmensch und er wurde in der ursprünglichen Monade abgedruckt. Diese ursprüngliche Monade sind die Stoffe, die nun in die Erde hineingerieten. Die Form der Monade, also das Phantom sollte auferweckt werden. Das Prinzip des Vaters kann sich selbst nicht auferwecken. Das Leben hatte diese Aufgabe. Mit der Kraft des Ich, in der das Prinzip des Willens wirkt und mit der Anwesenheit des Prinzips des Lebensgeistes in diesem Ich wurde die Form des Menschen auferweckt. Diese Form war auf dem alten Saturn individuell und deshalb streben wir die individuelle Entwicklung jedes Menschen an, die dort angelegt worden ist. Jeder von uns hatte bis dahin seine individuelle Form, die mit mineralischen Stoffen aufgefüllt wurde. Diese Form war jedoch zur Zeit Christi bereits ziemlich zerrissen und bedurfte einer Festigung. Christus hat mit der Kraft des Willens vom Vater und dem Prinzip des Vaters, das dieser Form innewohnt, und mit der Kraft und in der Hülle seines Lebensgeistes diese Form auferweckt. Er hat ihr Leben eingehaucht und sie als Ätherizität emporgehoben. Das ist das aus dem Grab auferstandene Phantom. Hier irrt Prokofieff, dass das auferweckte Phantom danach in einen von Christus verdichteten Ätherleib gekleidet wurde und dass wir zwischen dem auferstandenen Phantom als Form und dem Leib, mit dem Christus 40 Tage lang den Aposteln erschienen war, unterscheiden müssten. Dem ist nicht so. Dieser Leib ist derselbe, der aus dem Grab in der Hülle des Lebensgeistes Christi auferstanden ist. Das physische Prinzip des Geistesmenschen kann sich von der Trinität bis zum Mineralischen auf der Erde entfalten. Christus bediente Sich dieses Geistesmenschen, um die Form aufzuerwecken, aber Er hat sie in seinen Lebensgeist gekleidet und es wurde jener Leib erschaffen, in dem das Prinzip des Vaters durch das Prinzip des Sohnes getragen wird. Zuerst hat der Vater den Sohn hinausgeschickt, damit der Sohn den Tod erlebt und durch sich selbst die vom Vater geopferte Substanz auferweckt. Das ist das Fundament des Mysteriums von Golgatha. Das ist das absolute Fundament, auf der die Christologie und das Verständnis der geistigen Hierarchien basieren sollten. Das ist die Frucht des Weges, den Steiner zur geistigen Welt bahnte. Ich benutze immer diesen Weg und er bringt neue Früchte hervor, die ich Ihnen mitteile.

Das Phantom, die Form der Substanz, wurde in den Geistesmenschen verwandelt. Christus verlieh den Mineralien, die die Form ausfüllten, eine Tendenz zum Ätherischen und sie gerieten als Eucharistie in die Erde, damit die Erde zum Leib Christi werden konnte. Aber die Form, die diese Mineralien zusammenhielt und die uranfängliche Wärmesubstanz war – das Urbild dieser Mineralien -, musste von Christus gerettet werden, sonst wären wir längst zerfallen sein. Die Wärmemonade vom Saturn bzw. das Phantom hat eine besondere Eigenschaft. Diese Monade war auf dem Saturn bei jedem eine andere. Jeder hatte einen jeweils anderen Keim des physischen Leibes. Dort müssen wir die Quellen unserer Andersartigkeit in der Zeit suchen, denn wir alle entwickeln uns als eine jeweils andere Manifestation der Liebe des Vaters zum Menschen. Deshalb ist jeder Mensch außerordentlich wichtig, da er eine spezifische Manifestation der Liebe des Vaters darstellt. Als Christus im menschlichen Leib war, hat Er die Form vollständig in den Geistesmenschen verwandelt. Wenn ein Mensch eine Beziehung zu Christus hat, kann er sich mit diesem Phantomleib verbinden, der in ihm auf eine individuelle Art wirken kann. Dieser Leib ist gleichzeitig eine einheitliche Form und wirkt im Menschen individualisierend, indem er die menschliche Form bearbeitet und sie in Einheit mit dem auferstandenen Phantom bringt. Mit seinem Prinzip des ewigen Lebens hat Christus die Form auferweckt und ihr die Möglichkeit gegeben, nicht für Jesus individuell zu sein, sondern auf das Phantom jedes Menschen individualisierend zu wirken und ihn erlösen zu können. Das ist eine besondere Eigenschaft. Nur auf diese Weise können wir den Weg zum Vulkan antreten und eines Tages unsere eigenen Formen durch die intensive Beziehung zu dieser Form in ein rein intuitives Bewusstsein (Allbewusstsein) verwandeln. Erst dann wird unsere Form durch ihre Beziehung mit der von Christus auferweckten Form zum vollwertigen Geistesmenschen werden. Die Vorsehung für den ganzen Zyklus verlangte, dass die Substanz, die in Erscheinung getreten war und die Phantome, die Monaden gebildet und das Mineralische erreicht hatten, eines Tages in den Geistesmenschen transformiert zurückkehrt. Das ist der majestätische Plan des ganzen Zyklus, den nur der Mensch verwirklichen kann. Kein anderes Wesen ist dazu in der Lage! Der Mensch muss auch die anderen drei Reiche mitnehmen, die das Mineralische, Ätherische und Astrale symbolisieren.

Als die Frau, die ich heute erwähnt habe, nach der letzten Vorlesung zu mir kam und bestätigte, dass die Richtigkeit der Offenbarungen durch die Geister der Persönlichkeit besiegelt wird, sagte sie, auch dass das in der Gegend des rechten Seitenteils des Brustkorbes geschieht. Ich für mein Teil weiß, wie die Besiegelung vor sich geht. Aber hier gibt es ein Geheimnis und es geht um etwas anderes. In dieser Gegend befand sich die fünfte Wunde, die die Lanze des Longinus Christus verursacht hatte. Diese Wunde ist für mich am unklarsten. In der Vorlesung über die Geheimnisse von Golgatha, mit der wir nach der Schlüsselkonferenz von 2014 die Saison eröffneten, erwähnte ich, dass gewisse Wesen die Blut- und Fleischpartikel aus dem Leib Jesu nach den Folterungen eingesammelt und den Leib vervollständigt haben. Das Blut aus den vier Wunden an den Armen und Beinen tropfte auf die Erde und wurde ätherisiert, da sie in Beziehung zum Lebensgeist Christi kam, der in der Erdensphäre war. Wenn das Phantom übersinnlich angeschaut wird, so wie Judith von Halle das getan hat, werden nur die fünf Wunden bemerkbar und das Phantom wirkt durch diese Wunden. Jesus war voller Wunden, aber sie fehlen beim Phantom, wenn man es imaginativ anschaut. Die fünf Wunden haben einen ganz anderen Sinn im Vergleich zu den anderen Wunden, die vor der Kreuzigung entstanden sind. Die Arme und Beine leben im Weltengeist und in dem Ätherischen, denn der Wille lebt in den menschlichen Gliedmaßen. Deshalb wurde das Blut aus diesen Wunden ätherisiert und wegen dieses Bluts leuchtete die Erde wie eine Sonne auf. Das war der Anfang der Ätherisierung der Erde, die eines Tages durch unsere Bemühungen zum Vulkan und zum neuen Tierkreis im Zyklus des Heiligen Geistes werden wird. Beim Herabstieg zur Erde hat Christus seinen Geistesmenschen auf der Sonne zurückgelassen, denn durch den Geistesmenschen wird die Erde zum Vulkan oder zur wahren Sonne werden. Er hat den Lebensgeist in der Erdensphäre zurückgelassen, denn die Erde muss sich mit dieser Ätherizität verbinden, in der Christus ist. Die Ätherisierung unseres Denkens ist der Übergang vom reflektierenden Denken im physischen Gehirn zur Ausbildung des Ätherorgans etwas 30 cm oberhalb des Kopfes (leicht nach hinten), das allmählich in die Gegend des dritten Auges (der zwölfblättrigen Lotusblüte) verschoben wird. In der sechsten und siebten Kulturepoche werden wir das Denken mit dem Ätherherzen ausüben. Die Menschen, die heute nur über das Herz reden, müssen wissen, dass sie eher beim Kopf anfangen und allmählich nach unten gehen sollten. Der Übergang muss vom Denken mit dem physischen Gehirn zum ätherisierten Denken stattfinden. Dies führt dazu, dass das Blut „leichter“ wird. Alle menschlichen Krankheiten lassen sich auf die fehlerhaften Formphantome im Blut zurückführen. Am Anfang des Erdenäons war alles Physische das Resultat des Blutes, das zuerst erschienen war. Alles Geistig-Seelische ist dagegen das Resultat des Ich. Alle Probleme beim Menschen liegen am Blut, in das die fehlerhaften Formphantome durch das Nervensystem ergossen werden, die das materialistische Bewusstsein hervorbringt und das Blut schwerer macht. Es gibt Menschen, die stolz auf ihr dickflüssiges dunkelrotes Blut sind, aber in Wirklichkeit stellt ein solches Blut ein großes Problem dar. Das Blut sollte allmählich rosa und leicht werden. Wenn der Mensch mit seiner Ätherisierung beginnt, wird er leichter und sein Blut wird leichter, aber sein Ich muss ihn fest auf dem Boden halten, da hier das Ich-Selbstbewusstsein entwickelt wird.

Die vier Wunden tragen zur ursprünglichen Ätherisierung der Erde und Verwandlung Christi in den Herrn der Äthersphäre der Erde bei, in der Er sich wieder mit dem beim Herabstieg zurückgelassenen Lebensgeist verbindet. Die fünfte Wunde entstand nach dem Tod. Als Longinus den Leib Christi durchstach, flossen Blut und Wasser. Wenn das Herz nicht mehr schlägt, sollte nichts mehr aus der Wunde herausfließen. Diese zwei Substanzen sammelte Joseph von Arimathäa im Kelch auf und das war der Anfang des Gralsmysteriums. Die fünfte Wunde symbolisiert das Siegel des Geistesmenschen, das uns auf dem alten Saturn aufgedruckt worden war. Sie besiegelte die Vollendung des Mysteriums der Menschenwerdung Christi auf dem Boden der Welten. Der Geistesmensch, der das Entwicklungspotenzial von den höchsten geistigen Sphären bis zum Mineralischen hat, erreichte den Boden und erlebte den Höhepunkt in diesem Leib, in dem das Physische, genauer gesagt, das Phantom in den Geistesmenschen verwandelt wurde. Die ihn ausfüllenden Substanzen wurden ätherisiert und von der Erde aufgenommen. Das fließende Blut symbolisiert alles Physische, denn alles Physische rührt vom Blut her. Das Wasser ist das Sinnbild des Ätherischen, des Übergangs zur geistigen Welt. Diese Wunde ist eines anderen Typs und stellt das Siegel, die Gewähr dar, dass wir eine Zukunft haben werden. Nach dem Tod Christi wurde unser Weg zum Vulkan bereits offengelegt. Deshalb spielt Longinus eine so große Rolle in der Menschengeschichte. Als er als Napoleon inkarniert war, konnte er seine Aufgabe nicht erfüllen, nun sieht er all diese Vorlesungen an und ich hoffe, dass er es trotz seiner momentanen Probleme diesmal besser macht.

Nachdem das Phantom gerettet ist, hat jeder von uns die Möglichkeit, an seiner Individualisierung zu arbeiten und kann die Beziehung zu ihm suchen. Das Phantom verleiht dem Ich die Kraft, die aus der Fähigkeit des Geistesmenschen kommt, die ganze Schöpfung bis zum zukünftigen Vulkan zu erfassen. Wie wirkt dieser Keim des Geistesmenschen in uns?

Wenn der Mensch nach langjährigen Bemühungen seine Beziehung zu Christus aufbaut, indem er die Wahrheit über Ihn sucht, um Ihn wahrhaftig zu erleben, stellt er eine Beziehung zwischen seinem etwas zerlumpten Phantom und diesem auferstandene Leib her. Dann erleuchtet der auferstandene Leib über die nathanische Seele – immer durch sie, denn sie ist mit diesem Leib gestorben und zum Symbol der Ätherizität geworden -, erleuchtet das Menschen-Ich, lässt es explodieren und verleiht ihm den größtmöglichen Umfang. Es geschieht ein Übergang des physischen Prinzips über das ätherische Prinzip zum geistigen Prinzip. Der Geistesmensch ist außerhalb von Zeit und Raum und wenn das auferstandene Phantom eine Beziehung zu seinem Keim im menschlichen Leib herstellt, hebt sich die Ich-Grundlage auf der Senkrechten empor und erfasst die ganze Schöpfung. Das war der Inhalt meines Erlebnisses vor der Oper in Varna, das ich schon mehrmals erwähnt habe. In der Vorlesung „Offenbarung“ habe ich geschrieben – ohne das damals vollständig verstanden zu haben -, dass der Geistesmensch über den Heiligen Geist heruntergestiegen ist und zum Erleben eines Augenblickes geführt hat, bei dem ich sah, dass alle Wesen im Kosmos in der Christus-Liebe, im Prinzip des Lebens leben. Das auferstandene Phantom ist doch das Prinzip des Geistesmenschen in der Hülle des Lebensgeistes. Seitdem kann der Geistesmensch als Träger der Kraft, des Willens in der vorchristlichen Zeit auch die Rolle der Liebe, des Lebens für den ganzen Kosmos spielen. Deshalb ist das Ereignis auf Golgatha das wichtigste Ereignis im ganzen Zyklus des Sohnes. Es hat die Verhältnisse in der Trinität geändert und seitdem lebt der ganze Kosmos nicht in der uranfänglichen vatergöttlichen Liebe, sondern in der Liebe des Sohnes, der durch den Tod ging und die Menschenform mit der Kraft des Vaters und mit seinem Leben auferweckte. Das hatte eine Auswirkung auf die ganze Welt der Hierarchien. Bis zum Ende des Mondenäons folgten uns die hierarchischen Wesen auf unserem Weg des Herunterstieg der ursprünglichen Substanz zum Dasein. Sie folgten uns äußerlich, da sie sich um unsere Leiber kümmern sollten, aber sie folgten uns nicht als Bewusstsein. Als Bewusstsein haben sie sich immer weiter von uns entfernt. Wir stürzten hinunter und sie wuchsen im Bewusstsein und die Distanz zwischen ihnen und uns wurde immens. Das Mysterium von Golgatha hat Christus gleichsam mit seinem niederen Ich vollbracht, da das Eintauchen in das tiefste Dasein das Ich herabsenkt, obwohl es immer unter der Leitung der Sternenwelt steht und keine Sünde begeht. Das Eintauchen des Ich selbst in die tiefste Materie führt dazu, dass es keine Willenskräfte mehr hat. Wie viele eigene Willenskräfte hat das Christus-Ich gebraucht, um zusammen mit dem Leben den Leib aufzuerwecken! Das führt auch zu einer radikalen Änderung in den Hierarchien, neben den Änderungen in der Welt des Daseins, die damit zusammenhängen, dass Christus zum Geist der Erde wurde. Den Hierarchien wurden völlig neue Horizonte eröffnet und sie konnten aus der Sackgasse herauskommen, in die sie geraten waren. Das Mysterium von Golgatha war ein Werk der Erlösung für alle Welten, eine dramatische Änderung und eine wahrhafte Revolution. Diese Revolution erreichte den tiefsten Boden – das Mineralreich.

Vor einiger Zeit habe ich ein Phänomen erwähnt, wobei ich damals noch nicht in seinen wahren Sinn eingedrungen war. In der Kirche in Gorni Bogrov  befindet sich ein Stein, der laut der Legende hierher durch die Templer bei ihrer Rückkehr aus dem Heiligen Land gebracht wurde. Dieser Stein wächst um etwa zwei cm jährlich. Das zeigt, dass im Stein das Leben wirkt. Das ist ein wahrer Beweis für die Echtheit der Auferstehung. Dieser Beweis befindet sich in Bulgarien, in einem Dorf bei Sofia. Was genau bedeutet das im geistig-wissenschaftlichen Sinne?

Je tiefer der Geistesmensch mit der sich verdinglichenden Monade abwärts ging, desto mehr kam er in Widerspruch zu ihr. Das liegt daran, dass die Monade sich zum Materiellen entwickelte, während sich der Geistesmensch zum Geistigen bis zum Vulkan erstreckte. Es gab ein gigantisches Auseinanderrücken der beiden Elemente in uns. Dieser Widerspruch hat eine Spannung hervorgerufen, die in einer bestimmten Art zu lösen ist. Die drei vorherigen Äonen gerieten in einen großen Widerspruch zu den drei künftigen geistigen Äonen. Dieser Widerspruch kam im Erdenäon zur Geltung. Wir befinden uns mitten auf dem Kampffeld und haben diesen Widerspruch zu lösen. Je tiefer die Materie herabsinkt und je mehr sich die Stofflichkeit in der Monade sich vom Geistesmenschen unterscheidet, desto stärker tritt er in Widerspruch zu ihr und möchte den physischen Leib geradezu zermürben und vergeistigen. Das Ich muss sich jedoch unter den Bedingungen der materiellen Existenz entwickeln. Das Einzige, was den Geistesmenschen in seinem Streben hindert, sind der Ätherleib als Vermittler und der dreidimensionale Raum. Der Geistesmensch ist ja außerhalb von Zeit und Raum, er kann nicht in den dreidimensionalen oder in jeglichen Raum eintreten und unseren physischen Leib angreifen. Aus diesem Grund sind wir lebendig. Doch wegen des Drucks auf das Mineralische hat sich der Ätherleib von ihm getrennt und hält sich in der Astralwelt auf, während die mineralische Welt sich als der Leichnam der Schöpfung absetzt. Dieser Leichnam muss verlebendigt werden. Christus hat dies vorgeführt, indem Er die Form auferweckte, den Stoff ätherisierte und ihn als eine Eucharistie in die Erde hineinbrachte. Dass dieser Stein wächst, bedeutet, dass er Leben in sich enthält. Aber er ist auf dem physischen und nicht auf dem ätherischen Plan. Dieser Stein ist aus der Gegend des ätherischen Zentrums der Erde mitgebracht worden. Das ist der lebendigste Beweis für die tatsächliche Auferstehung. Dass der Stein wächst, bedeutet, dass dort drinnen Ätherizität existiert.

Was wird künftig mit dem Mineralreich geschehen? Auf dem Jupiter und auf der Venus wird es einen Äther- und einen Astralleib erlangen und wir werden ein Geistselbst und einen Lebensgeist erlangen. Auf dem Vulkan werden wir bereits drei Bewusstseinsarten in einem haben – unsere drei Leiber, die vollständig in das Geistselbst, den Lebensgeist und den Geistesmenschen verwandelt und als unser Bewusstsein individualisiert sein werden. Dies bedeutet, dass die Aufgabe des Zyklus des Sohnes erfüllt sein wird.

Wie viele Typen von Wesenheiten werden sich zu einer Hierarchie erhoben haben? Die drei Typen der dritten Ordnung, das Menschenreich, das Tier- und das Pflanzenreich – sechs Hierarchien, also genau so viele wie im vorigen Zyklus. Das Mineralreich wird seine Ich-Stufe erleben, aber es wird sich nicht zu einer Hierarchie erheben. Das ist besonders wichtig. Im Zyklus des Vaters wurde die Substanz ausgearbeitet, die zur Entwicklungsgrundlage des Zyklus des Sohnes wurde. Diese Substanz werden wir in den Geistesmenschen verwandeln, aber das Mineralreich wird nicht zu einer Hierarchie werden, denn es muss in den Zyklus des Heiligen Geistes übertragen werden und zur Grundlage der neuen Schöpfung werden.

Das zweite Element, das dorthin übertragen sein wird, ist das Ich-Prinzip als die freie Wahl aus dem Zyklus des Sohnes, denn nur das Ich-Prinzip kann unter den Bedingungen einer freien Wahl zwischen Gut und Böse die ganze Stofflichkeit zur Vergeistigung auf dem Vulkan erheben. In unserem Zyklus haben wir eine Basis und im Zyklus des Heiligen Geistes werden wir eine doppelte Basis haben und das zu Entwickelnde wird entwickelt werden. Bisher weiß ich, dass es ein neues Prinzip des Lebens geben wird, von dem wir noch keine Vorstellung haben. Eventuell können uns bei der Verdichtung unserer Beziehung zum Phantom neue Umstände enthüllt werden, da Christus im Menschen-Ich nach Pfingsten lebt und Er hat alle Lücken bis zum Absoluten ausgefüllt. Alles ist im Absoluten, selbst der Zyklus des Heiligen Geistes. Wir haben majestätische Aussichten, die kein anderes Wesen bisher hatte.

Was wird aus dem Bösen, aus den zurückgebliebenen Hierarchien werden, die wegen unserer freien Wahl zurückgeblieben sind? Was wird aus dem ahrimanischen Reich werden, mit dessen Anführer uns nun ein Frontalzusammenprall bevorsteht? Ahriman will die ganze Schöpfung in die Materie einsperren, sie muss dagegen in Geist umgewandelt werden. Das Mineralreich wird zum Vulkan kommen und seine Ich-Stufe erleben. Da es aber die uranfängliche Substanz war, auf der sich der Zyklus des Sohnes entwickelte, muss es, um eine Hierarchiestufe zu erreichen, in den neuen Zyklus mitgenommen werden und einen neuen Anfang setzen. Die ahrimanischen Geister werden auch dort sein. Sie werden über die Brücke der kosmischen Intelligenz gehen, die nun in uns als unser abstraktes Denken in Erscheinung tritt, das künftig in vergeistigtes Denken transformiert werden wird. Über diese Brücke werden die ahrimanischen Wesen in den nächsten Zyklus gelangen, wo sie erneut versuchen werden, die mineralische Substanz einzusperren, die in den neuen Zyklus als die eine Grundlage gelangen wird. Auf ihrer Grundlage wird das Mineralreich seine hierarchische Stufe erreichen. Wir müssen daher ein heiliges Gefühl zum Gestein um uns herum empfinden, da es einerseits die Grundlage unseres Zyklus ist und andererseits den Anfang des neuen Zyklus geben und ihn auf eine doppelte Grundlage setzen wird, die in eine neue Lebensart metamorphosieren wird. Ahriman wird auch im neuen Zyklus da sein. Haben Sie nun verstanden, warum ich heute die Vorlesung mit der Erwähnung der Wichtigkeit der Konferenz „Die Seele Europas“ von 2014 begonnen habe? Die Synthese wurde in der Vorlesung über Skythianos verkündet. Als eine Frucht dieser Synthese hat sich diese Vorlesung qualitativ von allen anderen Vorträgen unterschieden. Die Horizonte, die vor uns eröffnet werden, führen – von der Stufe dieser Konferenz aus betrachtet – nicht bis zum Ende des Erdenäons und des Zyklus, sondern jenseits des gegenwärtigen Zyklus. Davon, wie der von Bulgarien herausgehende Heilige Impuls aufgenommen wird, hängt auch die Zukunft jenseits des gegenwärtigen Zyklus des Sohnes ab. Das ist eine enorme Verantwortung und wir dürfen uns mit keinen kleinen Schritten zufrieden geben, da die Dinge sehr kompliziert sind und wir uns dementsprechend vorbereiten sollen.

Wie funktioniert heute der Wille im Menschen? Das wollen wir klären, um zu sehen, wie die Synthese in Christo zustande kommt. Es gibt einen Willen, der aus der geistigen Welt als kosmische Intelligenz über unser Nervensystem kommt. Das ist das Denken. Es gibt einen Willen, der über unser Unterbewusstsein arbeitet. Beide begegnen sich im Gefühl oder im Gemüt. Das Seelische ist zur Hälfte schlafender Wille und zur Hälfte schlummernde, d.h. abstrakte Intelligenz. Beide müssen sich vereinen, aber wie kann das geschehen?

Das Gefühl und der Wille im Leben des Denkens enthalten die karmischen Folgen des vorigen Lebens. Damit ich nun in dieser Art reden kann, sind das die karmischen Folgen der Beziehung zwischen Fühlen und Wille im Leben des Denkens. Das Denken und Fühlen im Willen reißen das jetzige Leben aus den karmischen Beziehungen aus. Wenn das Denken und Fühlen im Willen miteinander verbunden werden, wird das Denken ätherisiert und man geht vom Leben in der Materie zum Leben im Geist über, man entzieht sich der Materie. Das Karma, das als Krankheiten, Leiden und Tod in Erscheinung tritt, kam nach dem Sündenfall, nach unserem Absturz ins Materielle auf. Das Entreißen aus dem Karmagesetz und der Übergang zum Dharma – zum Leben im Einklang mit den göttlichen Gesetzen – beginnen mit der Vergeistigung des Denkens. Das Denken und der Wille im Leben der Gefühle bestimmen karmisch den Charakter. Wenn Denken und Wille sich im Fühlen vereinen (der Impuls der Anthroposophie und der Impuls Beinsa Dounos vereinen sich in Christo), entsteht das wahre Ich-Prinzip, das den Charakter verändert. Der menschliche Charakter ist eine Eigenschaft des Ätherleibes. Das ist der kleine Zeiger der Uhr. Der große Zeiger ist die Wandlung im Astralleib. Wir haben bereits erwähnt, dass bis zur Ankunft Christi der Mensch zwar das Geistselbst erreichen konnte, jedoch nicht den Lebensgeist. Wenn eine Synthese der beiden großen esoterischen christlichen Impulse des 20. Jahrhunderts im Ich, in Christo, vorgenommen wird, kommt es zu einer Änderung im Charakter, im Ätherleib. Jeder müsste an der Harmonisierung seines Astralleibes arbeiten, da die zwischenmenschlichen Konflikte meistens an Sympathien und Antipathien liegen, egal ob Puppen oder Milliarden von Euro verteilt werden sollen. Heutzutage sind wahre erwachsene, weise Menschen eine Seltenheit. Es ist lebenswichtig, den Ätherleib durch die Vergeistigung mit dem Lebensgeist Christi zu verändern, der von außen kam. Auf diese Weise werden Teile unseres vergeistigten Ätherleibes das ätherische Shamballa in der Erdensphäre bilden, wo der ätherische Christus ist. Wir werden Ihn dort sehen können. Den ätherischen Christus können wir in unserem Ätherleib treffen, wenn dieser beginnt, in den Lebensgeist umgewandelt zu werden. Erst dann werden wir den wahren Sinn der Begegnung mit demjenigen verstehen, der der Weg, die Wahrheit und das Leben ist. Ich danke Ihnen!

 

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Ein Gedanke zu „Die Geheimnisse des Willens und das Siegel des Menschen

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