Die Geheimnisse des Willens und das Siegel des Menschen – Teil 2

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Er war damals auch da, aber nicht als dieser Christus, Den wir kennen. Das Prinzip des Sohnes war in der Mitte, das Prinzip des Heiligen Geistes nahm Stellung am Ende des Vulkans ein und am Anfang war das Prinzip des Vaters. Der Übergang zum Prinzip des Sohnes, also zum Prinzip des Lebensgeistes, erfolgte im zweiten Äon (der alten Sonne). In jedem Äon gibt es eine Wiederholung des Vorhergehenden. Deshalb opferten sich die Throne wieder vor den Cherubim, aber diesmal beschloss ein Teil der Cherubim, dieses Opfer nicht anzunehmen. Was bedeutet das? – In der ersten Saturn-Runde existierte die Zeit bei dem ersten Opfer der Throne noch nicht. Die Zeit entstand erst in der fünften Runde. Auf der alten Sonne gab es die Zeit schon. Ein Teil der Cherubim beschloss, sich nicht mit der Zeit und der Schöpfung zu verbinden, sondern in der Ewigkeit zu verbleiben. Sie lehnten das Opfer der Throne ab und so entstand eine feine Resignation auf dieser hohen Stufe, die den Anfang der Gegenüberstellung unter den Göttern bedeutete. Mit dieser Resignation riefen die Götter ihre Gegner. Hier erschien Sorat, der der Hierarchie der Throne entstammt. Er repräsentiert das vierte Ich-Prinzip. Der Zyklus des Sohnes entwickelt sich mit drei Hierarchiedreien, aber es gab auch ein viertes Prinzip – das Ich-Prinzip vom Absoluten. Es verwendet und gibt den Sinn dem dreifachen Prinzip unten, damit die freie Wahl und ein Zyklus des freien Willens existieren können. Sergej Prokofieff sagte, dass Sorat als zurückgebliebenes Wesen aus dem vorherigen Zyklus kommt. Dem widersetzt sich Gennadij Bondarew, indem er richtigerweise einwirft, dass es im vorigen Zyklus kein Zurückbleiben gab. Sorat ist nicht dort zurückgeblieben – hier irrt Prokofieff. Jedoch irrt auch Bondarew, wenn er das vierte Prinzip verleugnet. Sorat kam mit den Thronen aus dem vorherigen Zyklus. Er nahm am Opfer am Anfang des alten Saturn teil. Am Anfang des Sonnenäons opferte er sich auch als Thron, wobei er natürlich die Eigenschaften besaß, die die Throne im jeweiligen Äon hatten. Als die feine Resignation entstand, die an der Ablehnung der Cherubim lag, wurde er zur Emanation der ganzen Gegenüberstellung, die hier bewirkt wurde. Sorat hat sich dem vierten Prinzip, dem absoluten Ich-Prinzip in einer Art widersetzt, die wir heute auf unserer Verständnisstufe nicht erfassen können. Nicht von ungefähr sprach Steiner nur spärlich über die Asuras und Sorat. Aufgrund seiner Aussagen können wir nur über das Ausmaß rätseln, in dem sich künftig die Konfrontation Sorats mit dem Ich-Prinzip auf der Senkrechten entwickeln wird. Sorat wird dann Teile unserer Bewusstseinsseele und unseres Ich rauben, und uns wird es unmöglich sein diese zurückzuholen. Sorat ist in der Tat gegen das vierte Ich-Prinzip und will es vernichten. Diese Trennung der Hierarchien begann auf der alten Sonne, deshalb steht dieser Äon im Zeichen der Zwei, während der vorherige Äon im Zeichen der Eins stand.

Beim Opfer der Throne wurde wieder Wärme ausgestrahlt, aber diese Wärme war schon fähig, auch anderes Leben aufzunehmen und nicht nur das modellierte Leben aus der zweiten Runde des alten Saturn. Die Geister der Weisheit, die zum Besitz eines Lebensgeistes herangewachsen waren, strahlten sich selbst aus, d.h. ihren Lebensgeist, so wie die Geister des Willens den Geistesmenschen ausgestrahlt haben, d.h. sich selbst, und er sich als Substanz manifestierte. Diese zweite Ausstrahlung ist der Keim unseres Ätherleibes, wie die erste der Keim unseres physischen Leibes war. In die Monade, die eine Wärmesubstanz in der ersten Runde der alten Sonne darstellte, kam Leben hinein und belebte sie. Danach griffen die Geister der Bewegung ein und durchdrangen den Ätherleib des Menschenwesens mit den Strömen ihrer Astralleiber. Auf diese Weise gewannen die Ätherleiber die Fähigkeit zu bestimmten inneren Bewegungen im physischen Leib, die wir mit den Bewegungen der Säfte in der Pflanze vergleichen können. Nach der Einmischung der Geister der Bewegung verdichtete sich die Wärmesubstanz auf der alten Sonne bis zu einem Zustand, den man als gasförmig, als „Luft“ bestimmen kann. Laut Steiner ist dieser gasförmige Zustand für den hellseherischen Blick als Lichtformen sichtbar. Es folgte die Einmischung der Geister der Form, die durch ihr differenzierendes Handeln dazu führten, dass die sich ständig verändernden Gasformationen dauerhafte Formen annahmen. So kam es auch zur Vielfachheit und zu einer Teilung, Letztere sollte eines Tages zu unserer Trennung in zwei Geschlechter führen. In der fünften Runde mischte sich die nächste Hierarchie ein – die Geister der Persönlichkeit. Einen Teil der Wärmesubstanz auf dem Saturn sehen wir in den menschlichen Wärmemonaden auf der alten Sonne, der andere Teil trennte sich ab und führt eine selbständige Existenz, er bildete ein selbständiges Reich neben dem Menschenreich in der Form des selbständigen Wärmekörpers. Manche der Geister der Persönlichkeit blieben auf ihrer saturnischen Entwicklungsstufe zurück, sie wurden von diesem selbständigen Wärmekörper angezogen. Sie standen zu ihm in der Beziehung, die die fortgeschrittenen Geister der Persönlichkeit zu den menschlichen Leider auf dem Saturn hatten. Es entstand eine gewisse Konfrontation, da es einen zweiten Himmelskörper gab, eine Art neuen Saturn. Die Erzengel griffen auch ein und setzten ihre Aufgabe aus der sechsten Saturn-Runde fort, die Keime unserer Sinne anzulegen. Alle Hierarchien erhoben die Stufe ihrer vorherigen Wirkung auf die menschlichen Monaden des alten Saturn zu einer neuen metamorphosierten Form. Ähnlich war auch die Funktion der Engel, die zusammen mit den Cherubim die Geschmackswahrnehmungen in den Menschen einpflanzten. Am Ende des alten Saturn erschien im physischen Leib der Keim des Geistesmenschen und am Ende der alten Sonne bildete sich im menschlichen Ätherleib der Keim des Lebensgeistes aus. Wir wurden bereits zu einer Monade, die im Phantom bzw. im physischen Leib das Siegel des Geistesmenschen als das individualisierende Ich-Prinzip und den Lebensgeist als das individualisierende Prinzip im Ätherleib trägt. Die Substanz des Lebensgeistes und des Ätherleibes haben den gleichen Charakter, jedoch kann die Ätherizität, wie bereits erwähnt, auf verschiedenen Stufen sein, abhängig von der Bewusstseinsstufe der Wesen, die sie darstellen.

Die Monade war zweifach aufgebaut und kam ins Pralaya zurück, wo alles metamorphosierte, so dass der dritte Äon des alten Mondes – der Äon der Synthese – entstand. Es gibt verschiedene Arten von Entsprechungen zwischen der siebenstufigen Metamorphose des Denkens und den sieben Runden in den einzelnen Äonen oder den sieben Äonen selbst. In den ersten zwei Runden des alten Mondes gab es eine erneute Wiederholung, diesmal von zwei vorausgegangenen Äonen. In der dritten Runde beeinflussten die Geister der Bewegung die entstandene Substanz, indem sie diese mit ihrer Astralität durchzogen. So entstand als Resultat der Opferung ihres Geistselbstes, das sie bereits ausgebaut hatten, unser Astralleib. Steiner charakterisierte den Äon des alten Mondes als den Äon der Trauer der Wesen um die Einheit, in der sie ursprünglich waren. Dieser Äon ist eine Synthese von These und Antithese und sollte eine Fortsetzung haben, denn ansonsten hätte alles zurück zur Einheit kehren sollen. Dort gab es drei Reiche. Die Engel erreichten ihre Ich-Stufe und wurden zu hierarchischen Wesen. Es hat sich die dritte Götterdrei der Engel, Erzengel und Archai herausgebildet. Diese Drei wurde in der Wärme zurückgespiegelt, die eine immer gröbere Stofflichkeit erhielt, jedoch sich nicht mit ihr verband. Das ist sehr wichtig, denn die Einzigen, die sich mit der Stofflichkeit verbanden und dort ihre Ich-Stufe erreichen sollten, waren die Menschen. Das hatte später eine revolutionäre Wandlung in der Schöpfung.

Der neue Äon begann von neuem mit der Widerholung der vorigen Zustände, aber in einer neuen Art. Die Ätherleiber sind in eine Art geistige Atmosphäre des neuen planetarischen Wesens absorbiert. Die ursprünglichen physischen Leiber der Menschen sind nicht mit ihnen verbunden, da die Ätherleiber eine Veränderung erfahren haben, zu der die physischen Leiber noch nicht bereit waren. Nach der Wiederholung der saturnischen Stufe waren die Leiber reif, wieder die transformierten Ätherleiber aufzunehmen. Danach begannen die Geister der Bewegung, aus ihrem eigenen Wesen schöpfend, den Astralleib nach und nach in das Menschenwesen zu ergießen. Dadurch erhielt das Menschenwesen die ersten Seeleneigenschaften, die sich in auftauchende und verschwindende Zustände von Vergnügen und Missvergnügen ausdrückten. Nach der Einmischung der Geister der Form erschien der Wunsch, der sich in der Sehnsucht nach Wiederholung der Vergnügen und Vermeidung der Missvergnügen ausdrückte. Auf dem alten Saturn hat sich die ursprüngliche astrale Substanz zur Wärme verhärtet, auf der alten Sonne hat sich diese feine Stofflichkeit infolge einer gewissen Gegenüberstellung zum Zustand der Luft verhärtet. Auf dem alten Mond führte die anwachsende Gegenüberstellung zu einem noch härteren Element, das wir als ‚Wasser’ bezeichnen können. Natürlich hatten die damaligen Luft und Wasser nichts mit dem heutigen Inhalt dieser Begriffe zu tun.

Was für Reiche haben in dieser Substanz existiert? Das feinste Reich war das Menschentierreich. Damals befand sich der Mensch auf seiner Tierstufe, da er schon ein Empfindungsvermögen und die Reaktionsfähigkeit in seinem Astralleib hatte. Der Astralleib war der Träger einer bestimmten Bewusstseinsstufe. In diesem Bewusstsein manifestierten sich die imaginativen Bilder der Geister der Persönlichkeit instinktiv in uns. Das andere Reich, das unter uns war, stand in der Mitte zwischen dem Pflanzen- und Tierreich, Letzteres befand sich zwischen dem Pflanzen- und Mineralreich. So wie heute die Oberflächenschicht der Erde aus Felsen und Boden aufgebaut ist, bestand die ganze Masse des alten Mondes aus den mineralischen Pflanzen, deren härtester Bestandteil mit der Holz- oder Hornkonsistenz vergleichbar ist. Die Substanz der Tierpflanzen war dagegen weicher und ergoss sich wie ein dickflüssiges Meer über die Hauptsubstanz. Der Tiermensch war aus den Substanzen der anderen zwei Reichen aufgebaut, aber er war von einem Äther- und einem Astralleib durchdrungen, auf die die Kräfte der höheren Wesen wirkten.

Zuletzt wurde in der siebten Runde unserem Astralleib das Ich der Geister der Bewegung eingeprägt – nämlich das Geistselbst. Am Ende des alten Mondes haben die höchste Transzendenz in der Gestalt der Trinität und des Absoluten eine Monade aus drei Leibern mit einem ihnen eingeprägten dreifachen Geist erschaffen. Doch wo waren die Seelen? Die Anlagen des Geistesmenschen, des Lebensgeistes und des Geistselbstes als das Ich-Prinzip existierten in den drei Leibern. Die wichtigste Frage ist, wo die Seele steckte, die eine Brücke zwischen den Leibern und dem Geist sein sollte. Die drei keimhaften Geister sind die Widerspiegelung der Trinität als die individualisierten Prinzipien des Vaters, Sohnes und Heiligen Geistes. Lange habe ich mir jedoch die Frage gestellt, woher die Seele kommt. Beinsa Douno sprach über die einheitliche Seele und mir ist zumindest nicht bekannt, dass es dabei um die Dreifachheit der Seele ging. Das war auch nicht die Aufgabe Beinsa Dounos. Er wusste sehr wohl, woher die Seele kam, aber die Menschen um ihn herum kannten nicht die Anthroposophie in ihrer Tiefe, um alles vom Meister Vorgetragene zu verstehen. Gegen Ende des Mondenäons prägten die Geister der Bewegung unserem Astralleib den Keim der Empfindungsseele ein. Die Geister der Weisheit prägten unserem Ätherleib den Keim der Verstandesseele ein. Von einer Bewusstseinsseele ist noch nicht die Rede; sie ist das Feste, aus dem sich das Ich-Prinzip in uns entwickeln sollte. Wäre die Bewusstseinsseele uns ohne das Ich-Prinzip eingeprägt worden, das in der vierten Runde hinzukam, hätten wir das Ich-Prinzip nicht entwickeln können und die freie Wahl wäre gescheitert. Das hätte der ganzen Evolution den Sinn geraubt. Folglich durfte diese Härte des individualisierenden menschlichen Ich-Prinzips, in der die höchsten Möglichkeiten der Menschenentwicklung verborgen sind, nicht dort existieren. Sie wurde soz. als Reserve zurückgelassen.
Woher kamen die Keime der Empfindungs- und Verstandesseele, die erst später zu unserem persönlichen Besitz werden sollten, was erst in den nachatlantischen Kulturepochen des Erdenäons geschah? Die Empfindungsseele wurde zum kulturbestimmenden Faktor erst in der dritten Kulturepoche, was zeitlich von ihrem Erhalt als Keim weit entfernt ist. Wir hatten einen gigantischen Weg zurücklegen – vom leichten Bewegen im Astralleib bis zum Empfangen des Ich und der Entstehung des römischen Rechtes und der Geburt der Verstandesseele in der vierten Kulturepoche. Drin steckt auch die umfangreiche Arbeit der Hierarchien, die endlose Geduld mit den menschlichen Fehlern und Demut vor der Göttlichen Vorsehung hatten. Woher kam also die Menschenseele? – Die Menschenseele kam als ein Geschenk von oben. Sie ist nicht die Folge der Evolutionsentwicklung. Die Anlagen der Empfindungs- und Verstandesseele wurden nicht auf der Waagerechten entwickelt, sondern sie kamen von oben. Auf die Vergangenheit zurückschauend, können wir ihr Urbild in der dritten Runde des alten Saturn entdecken, als die Geister der Bewegung die Bewegung in die Beziehung zwischen Wille und Leben hineinbrachten und der alte Saturn zu einem beseelten Wesen wurde. Das ist das früheste Urbild des Seelenprinzips. Können wir dieses Prinzip in einer früheren Zeit suchen? Dies klingt etwas abstrakt, da es kein „früher“ gab, weil die Zeit nicht existierte. Die Frage, woher die Seele kommt, ist fundamental und die Worte Beinsa Dounos „Der Mensch – das ist seine Seele“ sind sehr bedeutungsvoll. Wie können wir verstehen, wer wir sind und warum wir leben, wenn wir nicht wissen, woher unsere Seele kommt! Wir können sie nicht nur den Dichtern überlassen, die sie neblig-mystisch besingen. Wenn wir den Versuch wagen, jenseits des Saturn einen Blick zu werfen, können wir uns auf Steiners Behauptung stützen, dass jener Zyklus in der Einheit verinnerlicht war. Vermutlich haben die sechs Hierarchien, die aus diesem Zyklus kamen, die Substanz ausgearbeitet, die die Throne am Anfang unseres Zyklus geopfert und in der Form des ursprünglichen Feuers ausgestrahlt hatten. Auch die Substanz der Seele haben sie angelegt. Zuerst war sie nicht sichtbar, dann kam sie wie aus dem Nichts von den Geistern der Bewegung und der Weisheit. Am spätesten erschien unsere Bewusstseinsseele mithilfe der Geister der Form, da im Erdenäon eine solche Substanz, in der sie individualisierend wirken konnte, bereits notwendig wurde.
Nach der Herkunft der Seele suchend, können wir zum absoluten Nichts zurückkehren, das der Zyklus des Vaters war. Ich habe zwar noch keine okkulte Bestätigung meiner Hypothese, doch sollte sie richtig sein, rührt die Menschenseele vom Vater her. Allerdings ist Christus der Träger unseres Seelenprinzips im Zyklus des Sohnes. Der Träger des Seelenprinzips in der Trinität ist der Sohn, der Träger der Leiblichkeit ist der Vater und der Träger der Intelligenz, die in uns als Denken zur Geltung kommt, ist der Heilige Geist. Wenn die Substanz in der Einheit des Vater-Zyklus war und dort ausgearbeitet wurde und im Vater auch die Drei-Einheit der drei Hypostasen ist, hat das Ausarbeiten des zukünftigen Leibes des nächsten Zyklus unvermeidlich den dort existierenden verinnerlichten Raum beeinflusst. Bei uns tritt dieser Raum auf dem äußeren Plan in Erscheinung, damals war er im Punkt, im Nichts. Das Pralaya ist das Nichts und der Punkt ist die Mitternachtsstunde des Daseins im höheren Devachan, aus dem der Blick auf die große Loge der zwölf Bodhisattvas möglich ist. Deshalb hat das Verständnis des Bodhisattva-Mysteriums im Jahre 2000 all das ausgelöst, was Sie seit 16 Jahren schon hören können. Die Erhebung des Menschen als Selbstbewusstsein bis zur Mitternachtsstunde des Daseins bedeutet eine persönliche Ich-Erhebung der Senkrechten entlang. Diese Erhebung führt über das Mysterium des Bodhisattva als das Wesentlichste der Menschenevolution dazu, dass man ins Nichts des Pralaya hineinspähen kann und von dort in den vorigen Zyklus des Vaters, damit wir die Urquellen von allem, was wir hier als die Verwirklichung der Göttlichen Vorsehung vorfinden.
War der Heilige Geist auch dort? – Selbstverständlich, denn die Drei bedeutet immer die Einheit und eine absolute Wirklichkeit. Er ist der Träger der Intelligenz im Kosmos. Die ersten sechs Hierarchiewesen waren bereits im Zyklus des Vaters Hierarchiewesen, sie hatten also eine Bewusstseinsstufe, geistige Wesensglieder und eine Intelligenz. Im Zyklus des Vaters können wir auch die Urgestalt des Denkens in uns finden, d.h. der Triade, die vor uns als die Urgestalt des reinen Denkens in der dritten Saturnrunde erschien, die Urgestalt im Nichts oder in der absoluten Wirklichkeit und nicht im Nichtdasein des Saturn. Die Urquellen von Gedanke, Seele und Leib finden wir im Zyklus des Vaters. Damit das Absolute zu einer Manifestation kommt, manifestiert Es Sich im Vater, von Dem der eingeborene Sohn kommt. Beide schaffen den Heiligen Geist. Die Manifestation des Absoluten im Nichts, jedoch in einer gewissen Daseinsform, hat wegen der transzendenten Verbundenheit der drei Hypostasen unvermeidlich die Erscheinung eines Seelenprinzips und eines Prinzips der Intelligenz bewirkt. Die Seele wurde nicht vom Storch gebracht, sondern sie kam aus den höchstmöglichen Stufen der Schöpfung. Deshalb besitzt sie so wunderbare Eigenschaften. Sie kann sich in einem materiellen Körper zusammenziehen, aber sie kann sich auch astralisch ausweiten und alle Daseinsstufen erfassen, ja sogar jenseits dieser gelangen. Die Seele als Ätherizität oder als das Prinzip des Sohnes hat die Eigenschaft, sich im Physischen zu einem Punkt zusammenzuziehen. Das Prinzip des Heiligen Geistes gibt ihr die Möglichkeit, dass sie sich als Astralität zu allen Daseinsstufen emporhebt.

Diese Ausführungen sind keinesfalls reine Theorie, sondern ich erzähle das aus eigener Erfahrung. Als ich diese Vorlesung vorbereitete, habe ich erst begriffen, was ich vor vier Jahren erlebt hatte.

Die Seele erschien, obwohl nur in ihren zwei niedrigeren Bestandteilen als Empfindungs- und Verstandesseele und der alte Mond kam ins Pralaya. Es begann der Erdenäon und eine Revolution stand in der Schöpfung bevor. In den ersten drei Runden gibt es eine Wiederholung der ersten drei Äonen. Die Erde löste sich als selbständiger Körper, als Astralität ab, die sich endlos erweitern kann und als Ätherizität, in der die Ätherströme harmonisiert werden können. Indem die Erde als Himmelskörper entstand, wurde sie zum Urbild, nach dem auch der Mensch ausgebildet werden sollte. In den ersten drei Runden wurden wieder unsere drei Leiber auf den höchsten geistigen Stufen vorbereitet. In einem bestimmten Zeitpunkt wurden unseren drei Leibern wieder die Empfindungs- und die Verstandesseele eingeprägt, und zum Schluss geschah das mit Hilfe der Geister der Form auch mit der Bewusstseinsseele als die Stütze des Ich. Das Ich kam von den Elohim als ein Gruppen-Ich und während es über die Seelen an der dreifachen Menschenmonade arbeitete, verursachte es eine Reaktion in den drei Leibern, wobei ihre allmähliche geistige Umwandlung durch dieses Ich begann. Durch die seelische Zurückspiegelung in den drei Leibern bildete das Gruppen-Ich auch den reflektierenden Charakter, den das individuelle Ich später erhielt. Eine lange andauernde Wandlung unserer drei Leiber stand bevor, bei der sie zu individualisierten Seelenelementen werden sollten.
Als auf dem alten Saturn der Geistesmensch in der Monade abgedruckt wurde, erstreckte er sich sofort nach draußen und erfasste die Schöpfung bis zum Vulkan. Als ein rein geistiger Zustand erschien der Vulkan gleich nachdem die Geister des Willens opfernd die ursprüngliche Substanz ausgestrahlt hatten. Dorthin stellte Sich sofort der Heilige Geist als das Gegengewicht zum Vater. Auf der alten Sonne wurde beim Opfer der Herrschaften sofort auch die zukünftige Venus geschaffen und beim Opfer der Geister der Bewegung in der dritten Runde des alten Mondes entstand als Gegengewicht und reiner geistiger Zustand der zukünftige geistige Jupiter. Die Trinität hat die Kontrolle über die drei alten Zustände und die drei zukünftigen Zustände der Schöpfung. Der vierte Zustand ist der scheidende, in dem trat später die Revolution in der Schöpfung ein. Auf der Stufe der Äonen ist das die vierte Stufe des Urteils oder der Tod Gottes. Deshalb schickte der Vater den Sohn in die Welt hinaus. Die Aufnahme der Opferungssubstanz durch die Geister des Willens abwärts in Richtung Verhärtung ist das Urbild des Opferweges Christi. In den Momenten, in denen am Ende jedes der drei Äonen die jeweiligen individualisierenden Elemente als Geistesmensch, Lebensgeist und Geistselbst abgedruckt wurden, erstreckten sich diese Elemente in uns laut Steiner und jedes Element erfasste den ganzen ihm entsprechenden zukünftigen Zustand. So besaß der Geistesmensch am Ende des Saturn die grenzenlose Fähigkeit, den zukünftigen Vulkan zu erfassen. Das liegt daran, dass er ein individualisierendes Ich-Prinzip der höchsten Ordnung ist und das physische Prinzip des Vaters zum Ausdruck bringt. Deshalb kennt er keine Grenzen. Für den Vater gibt es keine Grenzen, das ist unmöglich. Die drei künftigen Äonen existieren seit langem, aber ihnen müssen wir den Sinn geben, indem wir die drei Keime des Geistes in unser individualisiertes Bewusstsein verwandeln. Der ganze Jupiter muss zu unserem individuellen imaginativen Bewusstsein werden. Die ganze Venus muss zu unserem individuellen inspirativen Bewusstsein werden. Zum Schluss muss der ganze Vulkan zu unserem individuellen intuitiven Bewusstsein werden so wie der Erdenäon durch die Materie unser individuelles Ich-Bewusstsein ist.
Die dreifache Seele wurde uns eingeprägt, sie muss aber eine Beziehung zu den Leibern herstellen. Das geschieht durch die Entstehung eines besonderen Wesensgliedes im Menschen – des sog. Seelenleibes oder Sinnesleibes. Das ist ein Leib feinster Substanzialität, die der Seelensubstanzialität ähnlich ist. Dieser Leib wird zur Brücke zwischen unseren Leibern, unserer Seele und unserem Ich. Unsere Leiber sind ein reines Produkt der Trinität, unsere Seelen sind als Erscheinungsform auch ein reines Produkt der Trinität. Das Ich ist das individualisierende Prinzip, das ein direktes Produkt der Elohim ist. Es führt aber der Senkrechten entlang zum Absoluten, alles andere ist das Produkt der Trinität. Das Ich macht es möglich, dass es keine unüberwindlichen Schritte aufwärts gibt. Jemand musste allerdings den Weg diese Stufen aufwärts bereiten und das machte unser Herr – das Prinzip des Sohnes. Am Anfang des Saturn wurde Er vom Vater in die Welt geschickt. Christus war der Einzige, der die Schranke zwischen der übersinnlichen und der sinnlichen Welt überwinden konnte, in der die drei Reiche auf dem alten Mond weilten, die sich im Erdenäon als die drei Naturreiche der physischen Welt ausbildeten. Die dritte Hierarchie aus Engeln, Erzengeln und Archai hat sich nicht mit dem Stofflichen verbunden. Die herabstürzende Stofflichkeit konnte nicht mehr von den Göttern gestützt werden, deshalb schuf die dritte Drei die Naturgeister, die sie stützen sollten. Das wahre Wesen der Naturreiche sind die Naturgeister. Die Geister der Runden der Zeit wurden von der ersten Götterdrei mit dem Ziel geschaffen, die Entwicklung der Evolution auf der Waagerechten zu vollziehen. Nur die Geister der Zeit sind reine Zeit, sie sind das Sehorgan der Götter der Senkrechten entlang abwärts und in der Substanz wirken die Geister der Runden der Zeit. Die zweite Drei schuf die Gruppenseelen der Tiere und die dritte Drei schuf bereits auf dem alten Mond die Naturgeister. Das ist die Ontologie des hiesigen Daseins, um diesen philosophischen Begriff zu benutzen, wo diese drei Kategorien von Wesen als der Abglanz der drei Hierarchien erschienen. Die Philosophie ist etwas Positives, falls sie aus den toten Begriffen herauskommt und sie mit dem Geist belebt. Andernfalls bleiben ihre Begriffe nur tote Hülsen, die mit dem Tod des physischen Gehirns verschwinden. Sie sind Gedankenwesen, die nach dem Tod des Menschen restlos zerfallen. Die wahren Ideen, die durch die Metamorphose des Denkens erreicht werden, sind die Gedankenwesen, die nach dem Tod erhalten bleiben und in der geistigen Welt existieren. Sie sind das wahre Wesen der Objekte.
Das Menschentum ist der erste Typ von Wesen, die die Möglichkeit erhalten haben, ihre Ich-Stufe nicht in der geistigen, sondern in der sinnlichen Welt zu erleben. Die Wesen der dritten Hierarchie entwickelten ihre Ich-Stufe jenseits der Substanz, die am Ende des alten Mondes schon dermaßen heruntergekommen war, dass die Schaffung der Naturgeister notwendig war, die sie unterstützen sollten. Sie haben sich nie in der Wirklichkeit mit der Substanz verbunden, die aus dem ursprüngliche Astralfeuer zur Vergeistigung kam, sondern wurden nur von ihr zurückgespiegelt, um ihr Ich-Bewusstsein zu erleben. Die Menschen sind die Ersten, die zu Hierarchiewesen werden sollen und ihr Ich diesseits des Daseins erhalten. Deshalb wird die Bewusstseinsseele als letzte gegeben, denn um sich zu erleben braucht sie eine Existenz im Dasein des Mineral-, Pflanzen und Tierreiches. Das ist die Stütze, auf die unser Ich treten und ein gegenständliche Bewusstsein ganz anderen Typs im Vergleich zu Engeln, Erzengeln und Archai entwickeln sollte. Nach der Vorsehung Gottes wurde der Mensch bis hier hineingestopft infolge der Konfrontation der Götter am Anfang der alten Sonne, des Opfers der Throne auf dem alten Saturn und von der Göttlichen Leugnung Sich Selbst und dem Beginn der Manifestation. Das führte zu diesem Chaos und heute sind wir nicht nur mitten im Chaos, sondern auch drei Stufen tiefer auf der Stufe der Kern- und Wärmekernkräfte. Diese bilden zusammen mit der Elektrizität und dem Magnetismus die unterphysischen Welten, in denen wir uns nach unserer freien Wahl befinden.
Dazu führte ein sehr langer Weg. Adam war geschaffen worden als die Gruppenseele der ganzen Menschheit. Damit ein reiner Teil dieser eigentlichen androgynen Seele aufbewahrt werden konnte, wurde ein Teil abgetrennt. Im Okkultismus ist dieser Teil als die ’nathanische Seele‘ bekannt. Dieses Wesen spielt eine enorme Rolle in der Menschenevolution und sie nahm in einer aufregenden Art am Mysterium von 1936 teil. Sie nahm an allen Mysterien der Menschwerdung Gottes teil. Das ist der höchste Teil unserer Seele, der nicht verführt worden ist. Die Beziehung zur geistigen Welt kann einzig durch die nathanische Seele hergestellt werden. Diese zwei nicht verführten Ätherarten – der Ton- und der Lebensäther, diese Seele, wurde zum Gefäß bei den drei Opfern Christi in der vorchristlichen Zeit, bei denen unsere Sinnesorgane, unsere Lebensfunktionen und unser Seelenleben gerettet wurden. Unsere zwölf Sinne wurden auf dem alten Saturn angelegt, unsere Lebensorgane und die Drüsen wurden auf der alten Sonne angelegt und das Bewusstsein und die Bestandteile der Seele – auf dem alten Mond. Die Bestandteile der Seele sind eigentlich die Bestandteile des Ich, da ihre wahre Funktion darin besteht, Achsen des Ich beim Übergang zur geistigen Welt zu sein. Deshalb wurde bei der Entstehung des Menschen im Erdenäon zuerst das Blutsystem geschaffen als Grundlage des Physischen, das sich entwickelte. Das Ich war die Grundlage des zu entwickelnden Seelisch-Geistigen. Auf dem alten Saturn wurden zuerst unsere Sinne angelegt, dann die Drüsen und zum Schluss – die Nerven. Hier begann alles in der umgekehrten Reihenfolge – zuerst wurden das Blut und das Blutsystem angelegt, dann das Drüsensystem, dann die Nerven und zum Schluss haben sich mit dem Einströmen der dreifachen Seele in uns unsere Sinne für die Außenwelt geöffnet. Die Seele trat in uns nach der Trennung unseres Astralleibes in drei Elemente ein und wird bisher auf dem Astralplan erlebt. Schließlich stieg das Ich herunter und damit war der Mensch als eine Ganzheit vollendet. Die drei ersten Äonen haben sich umgedreht. Deshalb ist die Rede von Metamorphosen entsprechend den zu lösenden Aufgaben in einem gegebenen Äon und in unserer Gegenwart. Der Vater ist die Vergangenheit, der Heilige Geist ist die Zukunft und Christus ist die ewige Gegenwart, wo sich Vergangenheit und Zukunft kreuzen. Jede Offenbarung aus der Zukunft kommt vom Heiligen Geist über Christus und entschleiert Geheimnisse der Vergangenheit. Je weiter wir fortschreiten, desto mehr Kraft erlangen wir, zurück zu den Äonen zu kommen, sie zu vergeistigen und in die zukünftigen Jupiter, Venus und Vulkan zu verwandeln. Der eigentliche Sinn der Vorwärtsbewegung ist die Rückkehr und das Metamorphosieren dessen, was die Götter für uns geopfert haben und seine Übertragung auf die Zukunft. Auf diese Weise müssen wir die drei Naturreiche vergeistigen und sie befreien. Jedes Wesen dort stöhnt und wartet auf seinen Befreier – den Menschen. Der Mensch schneidet jedoch Köpfe und isst diejenigen auf, die er befreien soll. Das Fleischessen ist heutzutage ein Ausdruck von Schwachsinnigkeit, die mit dem Menschenessen vergleichbar ist.
Es wurde eine umfangreiche Vorbereitung der Herabkunft Christi in einen Leib vollzogen. Damit wir Christus richtig verstehen, müssen wir wissen, woher Er kommt. Nach dem Vortrag Konstantin Zlatevs auf der Konferenz im September 2016 habe ich Athanasius den Großen und das christliche Glaubensbekenntnis erwähnt. Im zweiten Satz des Glaubensbekenntnisses ist vom eingeborenen und wesensgleichen Sohn die Rede . Ich behaupte, dass das nicht stimmt. Christus als Träger des Makrokosmischen Prinzips des Ich vom Absoluten, was auch das Ich des Vaters und des Heiligen Geistes ist, ist der Senkrechten entlang herabsteigend, mit dem Vater wesensgleich. Das ist eine unbestrittene Tatsache. Was bedeutet aber wesengleich?
Wann ist das Wesen erschienen? Wann ist der Wahrhaftige aus dem Zyklus des Vaters zum Wesen geworden? Das geschah erst in der dritten Runde des alten Saturn. Als die Götter der Bewegung die Bewegung in jener Astralität ausstrahlten, die aus Wille und Leben bestand, wurde sie zu einem seelischen Wesen. Da wurde der Wahrhaftige zum Wesen. Das sind grundlegende Aspekte, die die Theologie verstehen müsste, aber ich habe bisher keinen Theologen getroffen, der das versteht.
Christus ist dem Vater wesensähnlich in der Schöpfung, d.h. in der Evolution auf der Waagerechten vom Saturn bis zum Vulkan. Wesensgleich kann Er nur in der Ewigkeit sein. Dort sind sie eins, aber in der Schöpfung auf der Waagerechten ist Christus dem Vater wesensähnlich. Die Bulgaren haben dieses Geheimnis durch Apostel Paulus gekannt, der nach seinem Erlebnis vor Damaskus das Geheimnis der Auferstehung verstanden hat. Als Eingeweihter in den hebräischen Mysterien hat er auch erkannt, dass diese ihm nichts mehr geben können. Derjenige, Der ihm erschienen war, hat ihm das wahrhaftige Verständnis der Schöpfung des Menschen und der Welt gegeben. Deshalb hat er den Bulgaren gesagt, als er unter ihnen war, dass Christus dem Vater wesensähnlich und eingeboren ist. Aber Athanasius hat in das Glaubensbekenntnis den Begriff „wesensgleich“ eingeführt. Auf diese Weise wird jedoch der Sinn des ganzen Zyklus des Sohnes vernichtet. Er schickt alles ins Pralaya und Absolute.

Athanasius’ Formulierung hat zerstörende Folgen für die ganze nachfolgende Entwicklung des exoterischen Christentums, dem meine letzte Vorlesung vom Juni 2016 gewidmet war. In den Kirchen stützt man sich auf die Auffassung des Athanasius über Christus. Ihr Christentum ist vom Vater und dementsprechend haben sie gar keine Vorstellung vom Christus, ohne Den der Rückweg zum Geist unmöglich wird. Der Impuls zum wahren Christus-Verständnis hat mich Ende des 20. Jahrhunderts zum Schluss geführt, dass heutzutage niemand den Christus versteht und dass ich etwas diesbezüglich machen muss. Von dort nahm der Heilige Impuls seinen Lauf, der für das geistige Leben der Menschheit retten kann. Christus muss im Ich-Prinzip gesucht werden und nicht in Gemeinschaften. Danach bildet das Ich-Prinzip eine Gemeinschaft aus Ichen, die hoffentlich auch in der Welt wachsen wird. Das ist die Quintessenz des Christus-Opfers. Deswegen kam Er. Wird das nicht begriffen, wird die Schöpfung gelöscht, werden Christus und die Vorsehung Gottes gelöscht.

Aber es gibt auch etwas anderes – wenn der Vater beschlossen hat, etwas zu tun, wird Er es bis zum notwendigen Schluss führen. Als Er beschloss, dass die dritte Hierarchie ihr Ich-Bewusstsein in dieser Art in den ersten drei Äonen durchleben sollte, wurden diese Äonen verwirklicht und das ging zu Ende. Die große Transzendenz hatte jedoch beschlossen, dass der Mensch seine Ich-Stufe jenseits der geistigen Welten durchmachen und von dort den Rückweg zu den geistigen Welten finden sollte. Die Verdinglichung muss den Rückweg zur Vergeistigung und zum Weltenpralaya nach dem Vulkan finden – das liegt in den Händen der Menschen. Aber sie graben immer tiefer und befinden sich durch die Elektrizität, den Magnetismus und die Kernkraft bereits drei Stufen tiefer in den unterphysischen Welten. Wie lange wird der Vater, Der den Sohn hinunterschickte, um den Tod in der physischen Welt zu erleben und die Revolution der Übertragung der Ich-Substanz jenseits der geistigen Welt in die Materie zu machen, dies ertragen? Der Anfang des Weges, der nach oben führt, beginnt mit der siebenstufigen Transformation des Denkens, die Steiner gegeben hat. Auf der Erde müssen Seelen erscheinen, die diese Transformation zu praktizieren beginnen. Dann wird die geistiger Welt eingreifen können, sogar in karmische Umstände. Von ganz oben betrachtet, ist die Schöpfung der verdinglichte Gedanke des Gottes und dieser Gedanke ist bis zu einem gewissen Grade zu entwickeln. Gott hat den Entschluss gefasst, sich zu manifestieren und kann auf diesen Entschluss nicht verzichten. Dieser Entschluss stürzt mit gigantischer Kraft über uns herein, denn Er hat den Sohn in den Tod geschickt und wir müssen die Antwort auf die Frage nach der Entwicklung im Golgatha-Tod finden.

Es gab eine lange Vorbereitung. Wir sind bisher auf Adam, die nathanische Seele und die drei Opfer Christi eingegangen. Nun kommen wir zu einem äußerst interessanten Moment, den wir zum ersten Mal besprechen werden. Ich kann mich nicht daran erinnern, etwas in der anthroposophischen Literatur darüber gelesen zu haben, darauf hat mich eine Frau aufmerksam gemacht, die viel liest und sehr wesentliche Fragen stellt. Sie fragte, ob ich bemerkt hätte, dass im Matthäus-Evangelium von Salomon zu Jesus 28 Generationen aufgezählt werden und im Lukas-Evangelium vom anderen Sohn Davids – Nathan – zum anderen Jesus-Kind 42 Generationen aufgezählt werden. Es ist erstaunlich, dass kein Anthroposoph bisher diese Frage gestellt hat. Das kommt davon, dass niemand die aufgezählten Namen in den Evangelien liest, sondern als eine Verstandesseele sich auf Steiner verlässt, so wie ich es gemacht habe. Steiner empfahl, das man sich auf niemanden verlässt, aber ich wüsste nicht, dass er irgendwo diese Frage behandelt hat. Ich stelle mir selbst viele Fragen und versuche, darauf eine Antwort zu bekommen. Noch mehr freut es mich aber, wenn jemand anderer mir Fragen stellt, da ich jede Frage wie eine Herausforderung betrachte und nicht wie der Versuch etwas zu beweisen. Das ist die tatsächliche Bedeutung der Fragen. Wenn ich auf Konferenzen Fragen stelle, wird das normalerweise wie Angeberei oder Provokation aufgefasst. Ich will damit lediglich den Gedankenprozess der Anwesenden stimulieren, so dass eventuell neue Fragen oder Antworten hervortreten. Leider ist die Reaktion auf die Fragen immer Angst vor einer möglichen Blamage und das ist ein großes Problem. Ich werde berichten, zu welcher Antwort auf die erwähnte Frage ich damals kam.
Die Hauptmission des hebräischen Volkes damals bestand in der Schaffung des physischen und ätherischen Leibes für Christus. Den Astralleib schuf Er Sich Selbst, natürlich wieder in Beziehung zu der Astralität, die dieses Volk umströmte, deren Symbol der Prophet Elias war, der später als Johannes der Täufer und zuletzt als Djado Wlajtscho inkarniert war. Das Grab des Letzteren im Dorf Konjowo haben wir unter anderem vor zwei Wochen besucht. Aus dieser Astralität hat Christus einen Astralleib für Sich geschaffen. In der salomonischen Linie – der Königslinie bzw. physischen Linie waren 2×14 Generationen im Rhythmus der Zeit notwendig, damit Christus mit dem Zarathustra-Ich in ihm geboren werden konnte. Das war das reifste Ich der Menschheit, das als ein niederes Ich Inkarnationen erlebt hatte. Die nathanische Seele andererseits ist ein Ich in der Form einer Ätherizität und nicht vom Absoluten. Das Einmalige bei ihr ist es, dass sie Trägerin von Leben ist, jedoch auch die Rolle eines Ich spielt und nicht verführt worden ist. Der Eine, der vorher in der geistigen Welt nach Ahura Mazdao gesucht hatte, inkarnierte nun und war ein Mensch, in dem vom Anfang der Evolution die Grundlage des Willens am stärksten zum Ausdruck kam. Wenn wir die drei seelischen oder eher Ich-Bestandteile des Menschen betrachten – Gedanke, Gefühl und Willen, so ist der Wille vom Standpunkt der Dreifachheit am meisten entwickelt. Einzig dreifach ist der Wille, der in den Gliedmaßen und dem Stoffwechsel zur Geltung kommt. Das Gefühl wird in der Ebene hervorgebracht oder im zweidimensionalen Raum. Die Quelle des Gedankens ist im Raum, der einer Linie ähnelt. Als der Mensch nach dem Erwerb des Ich in der lemurischen Zeit und sein Herunterstieg über die Bewusstseinsseele mit seiner Entwicklung begann, hat das Reflexe im Willen hervorgerufen. Als die Geister des Willens uns den Geistesmenschen am Ende des Saturn einprägten und dies zur Einwirkung dieses Geistesmenschen als Ich-Prinzip auf die Substanz bzw. das Phantom als das Urbild des physischen Leibes führte, erschienen in der Monade mechanische Ausdrücke des Willens als gewisse Instinkte. Als in Lemurien das Ich herunterstieg und durch die drei Seelen an den Leibern wirkte, war der Wille nicht mehr so instinktiv und trancehaft. Es begann eine bestimmte Selbstbewusstwerdung im Willen, die dem traumlosen Schlaf ähnelte. Das war ein Schritt vorwärts von der Trance auf dem Saturn. Alles in der Schöpfung metamorphosiert und schreitet fort. Der Wille hat die längste Entwicklung, danach erschien das Gefühl in der Form eines Traumschlafs. Zuletzt tauchte in der altgriechischen Zeit das Denken aus der imaginativen Welt hervor. Das Denken hat sich als Letztes in uns individualisiert, aber es wird das erste Element sein, mit dem wir die Schranke zur geistigen Welt überwinden werden. Wir hielten fest, dass nur der Wille dreidimensional ist und im dreidimensionalen Raum existiert. Das Gefühl existiert in der Ebene der Seele und der Gedanke entsteht im Punkt der kosmischen Intelligenz, die das Allbewusstsein des Absoluten ist. Mit solchem dreifachen Willen vereinigte sich Zarathustra. Ich weiß aus eigener Erfahrung das, was Steiner gegenüber Édouard Schuré über Zarathustra erzählt hat – dass er sehr willensstark ist und keine Kompromisse im Hinblick auf Christus duldet. Dieses reifste Ich der Menschheit, der Träger des Prinzips des Willens, stand in all seinen Inkarnationen, die Steiner beschrieben hat, in Konfrontation zu seinem Umfeld bzw. dem Sozium, um den gegenwärtigen Begriff zu benutzen. Immer hat er darunter gelitten. Diese Emanation des Willens ist in den salomonischen Jesus eingetreten. Dieses Ich konnte nicht in den nathanischen Jesus eintreten, da die nathanischen Seele in diesem Jesus-Kind ihre erste Inkarnation hatte. Damit sie das Ich-Prinzip in der dreidimensionalen Welt streifen konnte, brauchte sie einen plastischeren Leib. Wäre dort das Zarathustra-Ich, hätte es sofort begonnen, diese Leiber zu verhärten und sie zu konsolidieren. Dann hätte die nathanische Seele nicht die Möglichkeit gehabt, ein Ich-Selbstbewusstwerden auf dem Erdenplan inkarniert, allmählich zu erleben. Sie wurde vom Nirmanakaya Buddhas erleuchtet, was die erstmalige Verwandlung im sechsten Jahrhundert v.Chr. des Astralleibes in ein Geistselbst durch ein Menschenwesen darstellte. Das war nicht die eigentliche Verwandlung, die der Bodhisattva mit der Kraft Christi in ca. 2500 Jahren machen wird, aber dieser Nirmanakya Buddhas war eine Art Leib des Geistselbstes, das den Astralleib des nathanischen Jesus erleuchtete. Dieses Geistselbst ist seiner ursprünglichen Substanzialität nach mit der Astralität verwandt und hat den Weg zum Astralleib des nathanischen Jesus gefunden, damit die nathanische Seele sich selbst als Ich erleben kann. Diese Ätherizität hat sich als Ich in einer Art erlebt, die Steiner beschrieben hat – als endlose Barmherzigkeit, Liebe zu allen Menschen und nicht wie bei Zarathustra, bei dem die Weisheit und die Willensgrundlage bis zur höchstmöglichen Form gebracht wurden, die der Menschheit bisher möglich waren. Dort kamen zusammen die nathanische Seele als Adam vor dem Sündenfall und Adam, der durch Inkarnationen gegangen war als ein niederes Ich, welches von der Ich-Substanz zurückgespiegelt war, die die Elohim als Gruppen-Ich in Lemurien ausgestrahlt hatten. Dort kamen das Dasein der Menschheit vor dem Sündenfall und ihr Dasein nach dem Sündenfall zusammen und es kam zu einer Synthese der beiden. Immer wenn verschiedene Impulse zu einer Synthese gelangen, wird etwas Großes und Neues hervorgebracht, was jenseits der beiden Impulse gelangt. Deshalb sage ich immer, wenn es um die Synthese der Impulse Steiners und Beinsa Dounos geht, dass der Heilige Impuls ein Ich-Impuls ist, der höher ist als beide Impulse einzeln betrachtet, da er senkrecht ausgerichtet ist und die zwei Impulse als Werkzeug benutzt. Das mindert die Bedeutung der beiden Impulse überhaupt nicht, da sie das Ergebnis riesiger Opfer sind, aber sie allein können uns nicht auf der Senkrechten nach oben führen. Der heutige Zustand der beiden Gesellschaften – der Anthroposophischen und der „Weißen Bruderschaft“ führen uns das deutlich vor Augen. Steiner hat den Weg bereitet und konnte sich als Eingeweihter problemlos auf der Senkrechten erheben, aber keiner war in der Lage, seinem Beispiel zu folgen. Beinsa Douno stand immer in Kontakt mit der geistigen Welt, aber das gilt für keinen seiner Nachfolger. Deshalb behaupte ich, dass die Synthese der beiden esoterischen christlichen Impulse im 20. Jahrhundert ein Ich-Impuls der höchstmöglichen Kategorie auf der Erde ist. Er führt zu einer stürmischen Entwicklung aller drei Leiber des Menschen.

Der Nirmanakaya Buddhas arbeitete mit der nathanischen Seele zusammen bis zum zwölften Jahr an der Konsolidierung der drei Leiber des nathanischen Jesus. In den vorbereiteten Leib trat im zwölften Jahr das Zarathustra-Ich ein und begann, die drei Leiber zu bearbeiten. Ich werde nicht auf das Mysterium der beiden Jesus-Kinder eingehen, da die zu erläuternde Frage war, warum vom König David und seinen beiden Söhnen Salomon und Nathan bis zur Geburt der beiden Jesus-Kinder, die mit einigen Monaten Unterschied zur Welt kamen, ein so großer Unterschied in der Zahl der Generationen festzustellen ist. Innerhalb von 1000 Jahren gibt es einen Unterschied von ganzen 14 Generationen. Damit der physische und ätherische Leib sich im hebräischen Volk in der Linie der Blutverwandtschaft entwickeln und vorbereiten konnten, brauchten sie unbedingt 2×14 Generationen auf der Waagerechten. Wenn von Astralität die Rede ist, geht es um eine Erweiterung zum Tierkreis. Heute werden die höhere Astralität und Ätherizität vom Tierkreis vertreten. Wenn vom Astralen die Rede ist, gibt es eine Erweiterung zur Zwölffachheit und wenn es um das Ich geht, ist das wieder eine Erhebung, allerdings auf der Senkrechten zur Trinität und zur Eins. Zur Vorbereitung des Astralleibes für die nathanische Seele, damit Christus in den nathanischen Jesus eintreten konnte, waren nicht einfach 2×14 Generationen notwendig, sondern noch 14, also zusammen 42. Hier kommen andere Gesetzmäßigkeiten zur Geltung – 2×21 -, was jenseits der Siebenfachheit liegt. Beim nathanischen Jesus spielt das Blutverwandtschaftliche keine so große Rolle, sondern die Astralität und das Ich sind von erstrangiger Bedeutung. In diesem Augenblick kann ich das zu dieser Frage sagen, ohne einen Anspruch zu erheben, dieses Rätsel gelöst zu haben. In diesen 42 Generationen ist wahrscheinlich die geistige Linie enthalten, deshalb sprechen wir von Astralität und Ichhaftigkeit. Beim salomonischen Jesus befinden sich das Physische und Ätherische. Es ist möglich, dass in der geistigen Linie die Generationen auf dem physischen Plan schneller gestorben sind oder sie haben sich schneller reproduziert. Das ist allerdings das bloße Rätseln des abstrakten Verstandes, um die Dinge anzupassen und diese Tatsache des Evangeliums zu erklären. Diese Tatsache kann man nicht umgehen und ihre Erklärung könnte in der Gegensätzlichkeit beider Linien gesucht werden – die eine Linie hängt mit dem Priestertum oder der Spiritualität zusammen und die andere – mit dem Leib. Global gesehen, ist die erste Linie mit dem Heiligen Geist verbunden und die zweite – mit dem Vater. Die Vereinigung der beiden Linien sollte den Leib für Christus geben, der geschaffen wurde. Zarathustra hat diesen Leib weitere 18 Jahren bearbeitet, bevor es zur Taufe im Jordan kam.

Was ist bei der Taufe in diesen Leib eingetreten? – Hier wurden viele namhafte Anthroposophen, einschließlich Prokofieff, durch bestimmte Aussagen Steiners irregeleitet. Laut Steiner hat das Makrokosmische Christus-Ich beim Herabstieg zum Jesus-Leib den Geistesmenschen auf der Sonne, den Lebensgeist in der Erdensphäre zurückgelassen und ist in den Jesus mit dem Geistselbst und Seinem Ich eingetreten. Welches ist dieses Makrokosmische Ich und was sind diese Wesensglieder, die hier und da zurückgelassen wurden? Ist Christus nur mit dem Geistselbst und Seinem Ich in Jesus herabgestiegen? Was war dasjenige, was den Leib beleben und die physische Form auferwecken sollte? – Die Auferstehung kommt immer vom Prinzip des Lebens. Folglich steckt hier etwas Verborgenes. Der Geistesmensch ist das Prinzip des Vaters und er wurde in der höchsten Sphäre zurückgelassen. Rudolf Steiner sagte, dass Christus der Träger des vierten makrokosmischen Ich-Prinzips ist, die Seraphim, Cherubim und Throne die Träger jeweils des dritten, zweiten und ersten Prinzips sind. Christus wird Sein fünftes makrokosmisches Prinzip auf dem Jupiter entwickeln, das sechste – auf der Venus und das siebte makrokosmische Prinzip – auf dem Vulkan. Womit stieg Christus herab und welches Ich war das? Das war das Ich vom Absoluten. Unser Ich trägt auch den Schatten des Absoluten. Auf Seinem Weg nach unten wurde Christus durch den Geistesmenschen im makrokosmischen Sinne begleitet, aber als Träger des physischen Prinzips des Vaters. Das ist soz. nicht das persönliche makrokosmische Prinzip des Christus, das Er erst auf dem Vulkan ausarbeiten wird, sondern das Prinzip des Vaters aus der Trinität, der den Sohn nach unten begleitet hat und auf der Sonne zurückgeblieben ist. Steiner sagte, dass Christus das Prinzip des Lebensgeistes in der Erdensphäre zurückgelassen hat und nach dem Golgatha die Erde zu Seinem Leib wurde. Er stieg mit dem Geistselbst herab. Wem gehörte der Lebensgeist, den Er in der Erdensphäre zurückgelassen hat? Heute habe ich wieder das Material Prokofieffs in der Osterausgabe der „Anthroposophischen Nachrichten“ gelesen. Dort steht, dass das Phantom mit der Kraft des irdischen Ich und dem Willen des Vaters auferweckt wurde. Ich erlaube mir, etwas anderes zu behaupten. Prokofieff kam auf die Idee über die Verbindung, die im Knochensystem besteht zwischen dem Physischen, das das Skelett repräsentiert, und dem Ätherischen, das das im Knochenmark entstehende Blut repräsentiert. Von diesem geistig-physiologischen Standpunkt aus leitet Prokofieff die Verdichtung des Ätherleibes um das auferstandene Phantom her. Er teilt die Auferstehung in zwei Teile ein – die Auferstehung des Phantoms und die Bildung des Auferstehungsleibes als eine Spiegelung der doppelten Kommunion, die die Erde mit dem Blut auf Golgatha erhalten hat und dem nachfolgenden Hineinlegen des Leibes in das Grab. Wir müssen in diese Fragen sehr gut eindringen, die die tiefsten Geheimnisse des Christentums betreffen. Der Lebensgeist, den Christus in der Erdensphäre zurückgelassen hat, ist das Prinzip des Sohnes, das uranfänglich in der Trinität als Geist lebt. Er ist nicht von Christus persönlich erreicht worden, sondern ist das makrokosmische Prinzip der Ätherizität im höchsten geistigen Sinne, das Er in der Trinität trägt. Hat Christus etwas vom Prinzip des Lebensgeistes in die Monade hineingebracht, die Jesus aus Nazareth hieß? Auf den ersten Blick ist dem – verglichen mit Steiners Untersuchungen – nicht so, da er sagte, dass das Geistselbst und das Ich herabgestiegen sind. Warum konnte gerade das Geistselbst in Jesus eintreten, doch nicht der Lebensgeist oder der Geistesmensch? Das Prinzip der Astralität, das Prinzip des Geistselbstes und der Heilige Geist sind einer Natur. Damit der Astralleib Jesu im Jordan nicht verbrannte, war seine Bearbeitung durch den Nirmanakaya Buddhas notwendig. Nicht zufällig sagte Steiner, dass der Heilige Geist Christus in Jesus geboren hat. Diese Geburt ist nicht im Sinne der Vaterschaft zu verstehen, das ist ja der Vater in der Trinität, sondern als eine Vermittlung. Christus wurde als Träger des ätherischen Prinzips in der Trinität, als Träger des Lebensgeistes abwärts der Sonne, wo der Tonäther oder die Sphärenmusik ist, durch die sechs Elohim getragen. Er wurde durch das uranfängliche makrokosmische Prinzip des Geistselbstes des Heiligen Geistes der Trinität getragen. Diese Vorbereitung war notwendig, damit dieser Leib nicht verbrennt, den 42 Generationen geschaffen hatten und der durch das einzige Geistselbst, das bis zu jener Zeit aus der persönlichen Bemühungen eines Menschenwesens (Gautama Buddha) entstanden war. Die Erdenmenschen konnten sich durch persönliche Anstrengung zum Geistselbst erheben und das kam bei Gautama Buddha zum Ausdruck. Jedoch konnte sich niemand vor dem Christus-Ich zum Lebensgeist erheben. Dieser sollte von oben kommen und das machte er. Was kam genau? – Das individualisierende Ich-Prinzip des Absoluten selbst als makrokosmisches Prinzip. Da in ihm aber Christus widerspiegelt ist, ließ Er den uranfänglichen Lebensgeist von der Trinität in der Erdensphäre zurück. Dieses Ich trug individualisierte Ätherizität. Christus hat das Prinzip des Lebensgeistes in der Erdensphäre zurückgelassen, jedoch war in Seinem Ich dieses Prinzip des Lebens widerspiegelt, deshalb trat in den nathanischen Jesus das Ich-Prinzip als Träger des Prinzip des Lebens ein. Dieses Leben wurde in Jesus geboren und sollte die Monade nach dem Heraustritt des Zarathustra-Ich verlebendigen. Gerade dieses Element fehlt bei Prokofieff – das Element, das die Monade belebt. Es gibt die Form des physischen Leibes des Jesus im Jordan. Im Laufe von drei Jahren treten das makrokosmische Ich und das Prinzip des Lebens in ihn ein. Das Ich mit dem Prinzip des Lebens drinnen arbeitete zuerst an der Verwandlung des Astralleibes vollständig in das Geistselbst. Das ist eine Art Rückzug der Äonen in der umgekehrten Reihenfolge. Das Geistselbst wurde am Ende des alten Mondes in den Astralleib des Menschen angelegt und war bei allen gleich, wobei die Astralleiber unterschiedlich waren. Dank des belebenden Elementes vom Lebensgeist Christi und des makrokosmischen Elementes, das Er trug, wurde dieser Keim des Geistselbstes in Jesus zum wahren Geistselbst, das wir alle erst auf dem zukünftigen geistigen Jupiter haben werden. Am Ende des Jupiters wird unser ganzer Astralleib in das Geistselbst transformiert worden sein. Gleich danach hat Sich Christus des Ätherleibes angenommen, obwohl die Prozesse zum größten Teil parallel verliefen. Die nathanische Seele ist ätherisch, sie ist die unverführte Ätherizität und spielt die Hauptrolle als Vermittlerin in diesem Prozess. Sie half Christus bei der Verwandlung des Ätherleibes Jesu, in dem es den keimhaften Lebensgeist gab, in das individualisierte Lebensgeist eines Leibes, eines Ich. Hier geht es um die Individualisierung eines ganzen Leibes. Wie bereits erwähnt, waren die Monaden unserer physischen Leiber auf dem alten Saturn unterschiedlich, während der Keim des Geistesmenschen in ihnen jeweils gleich war. Ähnlich verhält es sich mit dem Lebensgeist und dem Geistselbst. Christus individualisierte das Geistselbst, das als Keim im Astralleib Jesu existierte und für alle Menschen gemeinsam war, als ein individuelles Geistselbst. Auf diese Weise wurde der Heilige Geist individualisiert. Das ist das Urbild des Zustandes auf dem künftigen Jupiter. Das Gleiche tat Er mit der Vermittlung der nathanischen Seele im Ätherleib und zuletzt kamen das größte Mysterium und das Eindringen in das Skelett und die Knochen bis zur Stelle, wo das Blut entsteht. Was hat eigentlich den physischen Leib auferweckt? – Das uranfängliche Astralfeuer, das die Geister des Willens ausgestrahlt haben, hat den Leidensweg abwärts bis zur Verdinglichung in den Menschenknochen zurückgelegt und Christus ging als individualisierendes Ich vom Absoluten und der Trinität und kam zu diesen Knochen und erfüllte die Hauptaufgabe, sie zu vergeistigen. Der Ätherleib hatte zur Zeitenwende so stark den physischen Leib unterordnet, dass in den Elementen des physischen Leibes, in den Mineralstoffen selbst die Tendenz bestand, dass sie sich sehr stark fast bis zur Ätherizität vergeistigen.

Als der Leib Christi ins Grab hineingelegt wurde, hat er sich sehr schnell aufgelöst, ging durch das Leichentuch hindurch und als sich beim Erdbeben die Erde auftat, strömte diese Substanz von den Geistern des Willens hinunter und wurde zur Eucharistie der Erde. Sie verlieh der Erde die Tendenz zur künftigen Vergeistigung. Christus hat den Leib vergeistigt und ihn in der Erde als Eucharistie zurückgelassen.
Was geschah mit dem Phantom, das das physische Prinzip des Vaters in der Substanz ist? – Dieses physische Prinzip war der Geistesmensch und er wurde in der ursprünglichen Monade abgedruckt. Diese ursprüngliche Monade sind die Stoffe, die nun in die Erde hineingerieten. Die Form der Monade, das Phantom, sollte auferweckt werden. Das Prinzip des Vaters kann sich selbst nicht auferwecken. Das Leben hatte diese Aufgabe. Mit der Kraft des Ich, in der das Prinzip des Willens wirkt und mit der Anwesenheit des Prinzips des Lebensgeistes in diesem Ich wurde die Form des Menschen auferweckt. Diese Form war auf dem alten Saturn individuell und deshalb streben wir die individuelle Entwicklung jedes Menschen an, die dort angelegt worden ist. Jeder von uns hatte bis dahin seine individuelle Form, die von mineralischen Stoffen aufgefüllt wurde. Diese Form war jedoch zur Zeit Christi bereits ziemlich zerrissen und bedurfte einer Festigung. Christus hat mit der Kraft des Willens vom Vater und dem Prinzip des Vaters, das dieser Form innewohnt, also dem physischen Prinzip und mit der Kraft Seines Lebensgeistes und in der Hülle Seines Lebensgeistes diese Form auferweckt, ihr Leben eingehaucht und sie als Ätherizität emporgehoben. Das ist das aus dem Grab auferstandene Phantom. Hier irrt Prokofieff, dass das auferweckte Phantom danach in einen von Christus verdichteten Ätherleib eingekleidet wurde und dass wir zwischen dem auferstandenen Phantom als Form und dem Leib, mit dem Christus 40 Tage lang den Aposteln erschienen war, unterscheiden müssten. Dem ist nicht so. Dieser Leib ist derselbe, der aus dem Grab in der Hülle des Lebensgeistes Christi auferstanden ist. Das physische Prinzip des Geistesmenschen kann sich von der Trinität bis zum Mineralischen auf der Erde entfalten. Christus bediente Sich dieses Geistesmenschen, um die Form aufzuerwecken, aber Er hat sie in Seinen Lebensgeist eingekleidet und es wurde jener Leib erschaffen, in dem das Prinzip des Vaters durch das Prinzip des Sohnes getragen wird. Zuerst hat der Vater den Sohn hinausgeschickt, damit Dieser den Tod erlebt und durch Sich Selbst die vom Vater geopferte Substanz auferweckt. Das ist das Fundament des Golgatha-Mysteriums. Das ist das absolute Fundament, auf der die Christologie und das Verständnis der geistigen Hierarchien basieren sollten. Das ist die Frucht des Weges, den Steiner zur geistigen Welt bahnte. Ich benutze immer diesen Weg und er bringt neue Früchte hervor, die ich Ihnen mitteile.

Das Phantom, die Form der Substanz, wurde in den Geistesmenschen verwandelt. Christus verlieh den Mineralien, die die Form ausfüllten, eine Tendenz zum Ätherischen und sie gerieten als Eucharistie in die Erde, damit die Erde zum Leib Christi werden konnte. Aber die Form, die diese Mineralien zusammenhielt, und die uranfängliche Wärmesubstanz war, also das Urbild dieser Mineralien, musste von Christus gerettet werden, sonst wären wir längst zerfallen sein. Die Wärmemonade vom Saturn bzw. das Phantom hat eine besondere Eigenschaft. Diese Monade war auf dem Saturn bei jedem eine andere. Jeder hatte einen jeweils anderen Keim des physischen Leibes. Dort müssen wir die Quellen unserer Andersartigkeit in der Zeit suchen, denn wir alle entwickeln uns als eine jeweils andere Manifestation der Liebe des Vaters zum Menschen. Deshalb ist jeder Mensch außerordentlich wichtig, da er eine spezifische Manifestation der Liebe des Vaters darstellt. Als Christus im menschlichen Leib war, hat Er die Form vollständig in den Geistesmenschen verwandelt. Wenn ein Mensch eine Beziehung zu Christus hat, kann er sich mit diesem Phantomleib verbinden und dieser kann in ihm auf eine individuelle Art wirken. Dieser Leib ist gleichzeitig eine einheitliche Form und wirkt im Menschen individualisierend, indem er die menschliche Form bearbeitet und sie in Einheit mit dem auferstandenen Phantom bringt. Mit Seinem Prinzip des ewigen Lebens hat Christus die Form auferweckt und gab ihr die Möglichkeit, nicht für Jesus individuell zu sein, sondern auf das Phantom jedes Menschen individualisierend zu wirken und ihn erlösen zu können. Das ist eine besondere Eigenschaft. Nur auf diese Weise können wir den Weg zum Vulkan antreten und eines Tages unsere eigenen Formen durch die intensive Beziehung zu dieser Form in ein rein intuitives Bewusstsein (Allbewusstsein) verwandeln. Erst dann wird unsere Form durch ihre Beziehung zur von Christus auferweckten Form vollständig zum Geistesmenschen werden. Die Vorsehung für den ganzen Zyklus verlangte, dass die Substanz, die in Erscheinung getreten war und die Phantome, die Monaden gebildet und das Mineralische erreicht hatte, eines Tages in den Geistesmenschen transformiert zurückkehrt. Das ist der majestätische Plan des ganzen Zyklus, den nur der Mensch verwirklichen kann, kein anderes Wesen ist dazu in der Lage! Der Mensch muss auch die anderen drei Reiche mitnehmen, die das Mineralische, Ätherische und Astrale symbolisieren.

Als die Frau, von der ich heute gesprochen habe, nach der vorigen Vorlesung zu mir kam und bestätigte, dass die Richtigkeit der Offenbarungen durch die Geister der Persönlichkeit versiegelt wird, sagte sie, dass das in der Gegend des rechten Seitenteils des Brustkorbes geschieht. Ich für mein Teil weiß, wie die Versiegelung vor sich geht. Aber hier gibt es ein Geheimnis und es geht um etwas anderes. In dieser Gegend befand sich die fünfte Wunde, die die Lanze des Longinus bei Christus verursacht hatte. Diese Wunde ist für mich am unklarsten. In der Vorlesung über die Geheimnisse von Golgatha, mit der wir nach der Schlüsselkonferenz von 2014 die Saison eröffneten, sprachen wir darüber, dass bestimmte Wesen die Blut- und Fleischpartikel aus dem Leib Jesu nach den Folterungen eingesammelt und den Leib vervollständigt hatten. Das Blut aus den vier Wunden an den Armen und Beinen tropfte auf die Erde und wurde ätherisiert, da sie in Beziehung zum Lebensgeist Christi kam, der in der Erdensphäre war. Wenn das Phantom übersinnlich angeschaut wird, so wie Judith von Halle das getan hat, werden nur die fünf Wunden bemerkt und das Phantom wirkt durch diese Wunden. Jesus war voller Wunden, aber sie fehlen beim Phantom, wenn man es imaginativ anschaut. Die fünf Wunden haben einen ganz anderen Sinn im Vergleich zu den anderen Wunden, die vor der Kreuzigung entstanden sind. Die Arme und Beine leben im Weltengeist und in dem Ätherischen, denn der Wille lebt in den menschlichen Gliedmaßen. Deshalb wurde das Blut aus diesen Wunden ätherisiert und aus diesem Blut leuchtete die Erde wie eine Sonne auf. Das war der Anfang der Ätherisierung der Erde, die eines Tages durch unsere Bemühungen zum Vulkan und zum neuen Tierkreis im Zyklus des Heiligen Geistes werden wird. Bei Seinem Herabstieg zur Erde hat Christus Seinen Geistesmenschen auf der Sonne zurückgelassen, denn durch den Geistesmenschen wird die Erde zum Vulkan oder zur wahren Sonne werden. Er hat den Lebensgeist in der Erdensphäre zurückgelassen, denn die Erde muss sich mit dieser Ätherizität verbinden, in der Christus ist. Die Ätherisierung unseres Denkens ist der Übergang vom reflektierenden Denken im physischen Gehirn zur Ausbildung des Ätherorgans etwas 30 cm oberhalb des Kopfes (leicht nach hinten), das allmählich in die Gegend des dritten Auges – der zwölfblättrigen Lotusblüte verschoben wird. In der sechsten und siebten Kulturepoche werden wir über ein Denken mit dem Ätherherzen sprechen. Die Menschen, die heute nur über das Herz reden, müssen wissen, dass sie eher beim Kopf anfangen und allmählich nach unten gehen sollten. Der Übergang muss vom Denken mit dem physischen Gehirn zum ätherisierten Denken stattfinden. Dies führt zum Leichterwerden des Blutes. Alle Krankheiten beim Menschen lassen sich auf die fehlerhaften Formphantome im Blut zurückführen. Am Anfang des Erdenäons war alles Physische das Resultat des Blutes, das zuerst erschienen war. Alles Geistig-Seelische ist dagegen das Resultat des Ich. Alle Probleme beim Menschen liegen am Blut, in das die fehlerhaften Formphantome durch das Nervensystem ergossen werden, die im materialistischen Bewusstsein hervorgebracht werden und das Blut schwerer machen. Es gibt Menschen, die stolz auf ihr dickflüssiges dunkelrotes Blut sind, aber in Wirklichkeit stellt solches Blut ein großes Problem dar. Das Blut sollte allmählich rosa und leicht werden. Wenn der Mensch mit seiner Ätherisierung beginnt, wird er leichter und sein Blut wird leichter, aber sein Ich muss ihn fest auf den Boden halten, da hier das Ich-Selbstbewusstsein entwickelt wird.

Die vier Wunden tragen zur ursprünglichen Ätherisierung der Erde und Verwandlung Christi in den Herr der Äthersphäre der Erde bei, in der Er Sich wieder mit dem beim Herabstieg zurückgelassenen Lebensgeist verbindet. Die fünfte Wunde entstand nach dem Tod. Als Longinus den Leib Christi durchstach, flossen Blut und Wasser. Wenn das Herz nicht mehr schlägt, sollte nichts mehr aus der Wunde herausfließen. Diese zwei Substanzen sammelte Joseph von Arimathäa im Kelch auf und das war der Anfang des Gralsmysteriums. Diese fünfte Wunde symbolisiert das Siegel des Geistesmenschen, das uns auf dem alten Saturn aufgedruckt worden war. Sie versiegelte die Vollendung des Mysteriums der Menschenwerdung Christi auf dem Boden der Welten. Der Geistesmensch, der das Entwicklungspotenzial von den höchsten geistigen Sphären bis zum Mineralischen hat, erreichte den Boden und emanierte in diesen Leib, in dem das Physische, genauer gesagt, das Phantom in den Geistesmenschen verwandelt wurde. Die ihn ausfüllenden Substanzen wurden ätherisiert und von der Erde aufgenommen. Das fließende Blut symbolisiert alles Physische, denn alles Physische startete mit dem Blut. Das Wasser ist das Sinnbild des Ätherischen, des Übergangs, der zur geistigen Welt vollzogen wurde. Diese Wunde ist anderen Typs und stellt das Siegel, die Gewähr, dar, dass wir eine Zukunft haben werden. Nach dem Tod Christi wurde unser Weg zum Vulkan bereits geöffnet. Deshalb spielt Longinus eine so große Rolle in der Menschengeschichte. Als Napoleon inkarniert, konnte er seine Aufgabe nicht erfüllen, nun sieht er all diese Vorlesungen an und ich hoffe, dass er es diesmal besser schafft, trotz seiner momentanen Probleme.
Nachdem das Phantom gerettet worden ist, hat jeder von uns die Möglichkeit, an seiner Individualisierung zu arbeiten und kann die Beziehung zu ihm suchen. Das Phantom verleiht dem Ich die Kraft, die aus der Fähigkeit des Geistesmenschen kommt, die ganze Schöpfung bis zum zukünftigen Vulkan zu erfassen. Wie wirkt dieser Keim des Geistesmenschen in uns? – Wenn der Mensch nach langjährigen Bemühungen seine Beziehung zu Christus aufbaut, indem er die Wahrheit über Ihn sucht, um Ihn wahrhaftig zu erleben, stellt er eine Beziehung zwischen seinem etwas zerlumpten Phantom und diesem auferstandene Leib her. Dann erleuchtet der auferstandene Leib über die nathanische Seele – immer durch sie, denn sie ist mit diesem Leib gestorben und ist zum Symbol der Ätherizität geworden -, erleuchtet das Menschen-Ich, lässt es explodieren und verleiht ihm den größtmöglichen Umfang. Es geschieht ein Übergang des physischen Prinzips über das ätherische Prinzip zum geistigen Prinzip. Der Geistesmensch ist außerhalb von Zeit und Raum und wenn das auferstandene Phantom eine Beziehung zu seinem Keim im menschlichen Leib herstellt, hebt sich die Ich-Grundlage auf der Senkrechten empor und erfasst die ganze Schöpfung. Das war der Inhalt meines Erlebnisses vor der Oper in Varna, das ich schon mehrmals erwähnt habe. In der Vorlesung „Offenbarung“ habe ich geschrieben – ohne das damals vollständig verstanden zu haben -, dass der Geistesmensch über den Heiligen Geist heruntergestiegen ist und zum Erleben eines Augenblickes geführt hat, bei dem ich sah, dass alle Wesen im Kosmos in der Christus-Liebe leben, im Prinzip des Lebens. Das auferstandene Phantom ist doch das Prinzip des Geistesmenschen in der Hülle des Lebensgeistes. Seitdem kann der Geistesmensch als Träger der Kraft, des Willens in der vorchristlichen Zeit auch die Rolle der Liebe, des Lebens für den ganzen Kosmos spielen. Deshalb ist das Golgatha-Ereignis das wichtigste Ereignis im ganzen Zyklus des Sohnes. Es hat die Verhältnisse in der Trinität geändert und seitdem lebt der ganze Kosmos nicht in der uranfänglichen Liebe vom Vater, sondern in der Liebe des Sohnes, Der durch den Tod ging und die Menschenform mit der Kraft des Vaters und mit Seinem Leben auferweckte.
Das hatte eine Auswirkung auf die ganze Welt der Hierarchien. Bis zum Ende des Mondenäons folgten uns die hierarchischen Wesen auf unserem Weg des Herunterstieg der ursprünglichen Substanz zum Dasein. Sie folgten uns äußerlich, da sie sich um unsere Leiber kümmern sollten, aber sie folgten uns nicht als Bewusstsein. Als Bewusstsein entfernten sie sich immer weiter von uns. Wir stürzten hinunter und sie wuchsen im Bewusstsein und die Distanz zwischen ihnen und uns wurde immens. Das Golgatha-Mysterium hat Christus gleichsam mit Seinem niederen Ich vollbracht, da das Eintauchen in das tiefste Dasein das Ich herabsenkt, obwohl es immer unter der Leitung der Sternenwelt steht und keine Sünde begeht. Das Eintauchen des Ich selbst in die tiefste Materie führt dazu, dass es keine Willenskräfte mehr hat. Wie viele eigene Willenskräfte hat das Christus-Ich gebraucht, um zusammen mit dem Leben den Leib aufzuerwecken! Das führt auch zu einer radikalen Änderung in den Hierarchien, neben den Änderungen in der Welt des Daseins, die damit zusammenhängen, dass Christus zum Geist der Erde wurde. Den Hierarchien wurden völlig neue Horizonte eröffnet und sie konnten aus der Sackgasse herauskommen, in die sie geraten waren. Das Golgatha-Mysterium war ein Werk der Erlösung für alle Welten, eine dramatische Änderung und eine wahrhafte Revolution. Diese Revolution erreichte den tiefsten Boden – das Mineralreich.
Vor einiger Zeit habe ich ein Phänomen erwähnt, wobei ich damals noch nicht in seinen wahren Sinn eingedrungen war. In der Kirche in Gorni Bogrov befindet sich ein Stein, der laut der Legende hierher durch die Templer bei ihrer Rückkehr aus dem Heiligen Land gebracht wurde. Dieser Stein wächst um etwa zwei cm jährlich. Das zeigt, dass im Stein das Leben wirkt. Das ist ein wahrer Beweis für die Echtheit der Auferstehung. Dieser Beweis befindet sich in Bulgarien, in einem Dorf bei Sofia. Was genau bedeutet das im geistig-wissenschaftlichen Sinne?
Je tiefer der Geistesmensch mit der sich verdinglichenden Monade abwärts ging, desto mehr kam er in Widerspruch zu ihr. Das liegt daran, dass die Monade sich zum Materiellen entwickelte, während sich der Geistesmensch zum Geistigen bis zum Vulkan erstreckte. Es gab ein gigantisches Auseinanderrücken der beiden Elemente in uns. Dieser Widerspruch rief eine Spannung hervor, die in einer bestimmten Art zu lösen ist. Die drei vorherigen Äonen gerieten in einen großen Widerspruch zu den drei künftigen geistigen Äonen. Dieser Widerspruch kam im Erdenäon zur Geltung. Wir befinden uns mitten auf dem Kampffeld und haben diesen Widerspruch zu lösen. Je tiefer die Materie herabsinkt und je mehr sich die Stofflichkeit in der Monade sich vom Geistesmenschen unterscheidet, desto stärker tritt er in Widerspruch zu ihr und möchte den physischen Leib geradezu zermürben und vergeistigen. Das Ich muss sich jedoch unter den Bedingungen der materiellen Existenz entwickeln. Das Einzige, was den Geistesmenschen in seinem Streben hindert, sind der Ätherleib als Vermittler und der dreidimensionale Raum. Der Geistesmensch ist ja außerhalb von Zeit und Raum, er kann nicht in den dreidimensionalen oder in jeglichen Raum eintreten und unseren physischen Leib angreifen. Aus diesem Grund sind wir lebendig. Doch wegen des Drucks auf das Mineralische hat sich der Ätherleib von ihm getrennt und hält sich in der Astralwelt auf, während die mineralische Welt sich als der Leichnam der Schöpfung absetzt. Dieser Leichnam muss verlebendigt werden. Christus hat dies vorgeführt, indem Er die Form auferweckte, den Stoff ätherisierte und ihn als eine Eucharistie in die Erde hineinbrachte. Der wachsende Stein zeigt, dass er Leben in sich enthält und er ist auf dem physischen und nicht auf dem ätherischen Plan. Dieser Stein ist aus der Gegend des ätherischen Zentrums der Erde mitgebracht worden. Das ist der lebendigste Beweis für die tatsächliche Auferstehung. Dass der Stein wächst, bedeutet, dass dort drinnen Ätherizität existiert.
Was wird künftig mit dem Mineralreich geschehen? – Auf dem Jupiter und auf der Venus wird es einen Äther- und einen Astralleib erlangen und wir werden ein Geistselbst und einen Lebensgeist erlangen. Auf dem Vulkan werden wir bereits drei Bewusstseinsarten in einem haben – unsere drei Leiber, die vollständig in das Geistselbst, den Lebensgeist und den Geistesmenschen verwandelt und als unser Bewusstsein individualisiert sein werden. Dies bedeutet, dass die Aufgabe des Zyklus des Sohnes erfüllt sein wird.
Wie viele Typen von Wesenheiten werden sich zu einer Hierarchie erhoben haben? – Die drei Typen der dritten Ordnung, das Menschenreich, das Tier- und das Pflanzenreich – sechs Hierarchien, also genau so viele wie im vorigen Zyklus. Das Mineralreich wird seine Ich-Stufe erleben, aber es wird sich nicht zu einer Hierarchie erheben. Warum? – Das ist besonders wichtig. Im Zyklus des Vaters wurde die Substanz ausgearbeitet, die zur Entwicklungsgrundlage des Zyklus des Sohnes wurde. Diese Substanz werden wir in den Geistesmenschen verwandeln, aber das Mineralreich wird nicht zu einer Hierarchie werden, denn es muss in den Zyklus des Heiligen Geistes übertragen werden und zur Grundlage der neuen Schöpfung werden.
Das zweite Element, das dorthin übertragen sein wird, ist das Ich-Prinzip als die freie Wahl aus dem Zyklus des Sohnes, denn nur das Ich-Prinzip kann unter den Bedingungen einer freien Wahl zwischen Gut und Böse die ganze Stofflichkeit zur Vergeistigung auf dem Vulkan erheben. In unserem Zyklus haben wir eine Basis und im Zyklus des Heiligen Geistes werden wir eine doppelte Basis haben und das zu Entwickelnde wird entwickelt werden. Bisher weiß ich, dass es ein neues Prinzip des Lebens geben wird, von dem wir noch keine Vorstellung haben. Eventuell können uns bei der Verdichtung unserer Beziehung zum Phantom neue Umstände enthüllt werden, da im Menschen-Ich nach Pfingsten Christus lebt, Der alle Lücken bis zum Absoluten ausfüllt. Alles ist im Absoluten, selbst der Zyklus des Heiligen Geistes. Wir haben majestätische Aussichten, die kein anderes Wesen bisher hatte.
Was wird aus dem Bösen, aus den zurückgebliebenen Hierarchien werden, die wegen unserer freien Wahl zurückgeblieben sind? Was wird aus dem ahrimanischen Reich werden, mit dessen Anführer uns nun ein Frontalzusammenprall bevorsteht? – Ahriman will die ganze Schöpfung in die Materie einsperren; sie muss dagegen in Geist umgewandelt werden. Das Mineralreich wird zum Vulkan kommen und seine Ich-Stufe erleben. Da es aber die uranfängliche Substanz war, auf der sich der Zyklus des Sohnes entwickelte, muss es, um eine Hierarchiestufe zu erreichen, in den neuen Zyklus mitgenommen werden und einen neuen Anfang setzen. Die ahrimanischen Wesen werden auch dort sein. Sie werden über die Brücke der kosmischen Intelligenz gehen, die nun in uns als unser abstraktes Denken in Erscheinung tritt, das künftig in vergeistigtes Denken transformiert werden wird. Über diese Brücke werden die ahrimanischen Wesen in den nächsten Zyklus gelangen, wo sie erneut versuchen werden, die mineralische Substanz einzusperren, die in den neuen Zyklus als die eine Grundlage gelangen wird. Auf ihrer Grundlage wird das Mineralreich seine hierarchische Stufe erreichen Wir müssen daher ein heiliges Gefühl zum Gestein um uns herum empfinden, da es einerseits die Grundlage unseres Zyklus ist und andererseits den Anfang des neuen Zyklus geben und ihn auf eine doppelte Grundlage setzen wird, die in eine neue Lebensart metamorphosieren wird. Ahriman wird auch im neuen Zyklus da sein. Haben Sie nun verstanden, warum ich heute die Vorlesung mit der Erwähnung der Wichtigkeit der Konferenz „Die Seele Europas“ von 2014 begonnen habe? Die Synthese wurde in der Vorlesung über Skythianos verkündet, die als eine Frucht dieser Synthese sich qualitativ von allen anderen Vorlesungen unterschied. Die Horizonte, die vor uns eröffnet werden, führen – von der Stufe dieser Konferenz aus betrachtet – nicht bis zum Ende des Erdenäons und des Zyklus, sondern jenseits des gegenwärtigen Zyklus. Davon, wie der von Bulgarien herausgehende Heilige Impuls aufgenommen wird, hängt die Zukunft sogar jenseits des gegenwärtigen Zyklus des Sohnes ab. Das ist eine enorme Verantwortung und wir dürfen uns mit keinen kleinen Schritten zufrieden geben, da die Dinge sehr kompliziert sind und wir uns dementsprechend vorbereiten sollen.
Wie funktioniert heute der Wille im Menschen? Das wollen wir klären, um zu sehen, wie die Synthese in Christo zustande kommt. Es gibt einen Willen, der aus der geistigen Welt als kosmische Intelligenz über unser Nervensystem kommt. Das ist das Denken. Es gibt einen Willen, der über unser Unterbewusstsein arbeitet. Beide begegnen sich im Gefühl oder im Gemüt. Das Seelische ist zur Hälfte schlafender Wille und zur Hälfte schlummernde Intelligenz, d.h. abstrakte Intelligenz. Beide müssen sich vereinen, aber wie kann das geschehen?
Das Gefühl und der Wille im Leben des Denkens enthalten die karmischen Folgen des vorigen Lebens. Damit ich nun in dieser Art reden kann, sind das die karmischen Folgen der Beziehung zwischen Fühlen und Wille im Leben des Denkens. Das Denken und Fühlen im Willen reißen das jetzige Leben aus den karmischen Beziehungen aus. Wenn das Denken und Fühlen im Willen miteinander verbunden werden, wird das Denken ätherisiert und man geht vom Leben in der Materie zum Leben im Geist über, man entzieht sich der Materie. Das Karma, das als Krankheiten, Leiden und Tod in Erscheinung tritt, kam nach dem Sündenfall, nach unserem Absturz ins Materielle auf. Das Entreißen aus dem Karmagesetz und der Übergang zum Dharma – zum Leben im Einklang mit den Göttlichen Gesetzen – beginnen mit der Vergeistigung des Denkens. Das Denken und der Wille im Leben der Gefühle bestimmen karmisch den Charakter. Wenn Denken und Wille sich im Fühlen vereinen (der Impuls der Anthroposophie und der Impuls Beinsa Dounos vereinen sich in Christo), entsteht das wahre Ich-Prinzip, das den Charakter verändert. Der Charakter ist eine Eigenschaft des Ätherleibes. Das ist der kleine Zeiger der Uhr. Der große Zeiger ist die Wandlung im Astralleib. Wir haben bereits erwähnt, dass bis zur Ankunft Christi der Mensch zwar das Geistselbst erreichen konnte, jedoch nicht den Lebensgeist. Wenn eine Synthese der beiden großen esoterischen christlichen Impulse des 20. Jahrhunderts im Ich, in Christo, vorgenommen wird, kommt es zu einer Änderung im Charakter, im Ätherleib. Jeder müsste an der Harmonisierung seines Astralleibes arbeiten, da die zwischenmenschlichen Konflikte meistens an Sympathien und Antipathien liegen, egal ob Puppen oder Milliarden von Euro verteilt werden sollen. Heutzutage sind wahre erwachsene, weise Menschen eine Seltenheit. Es ist lebenswichtig, den Ätherleib durch die Vergeistigung mit dem Lebensgeist Christi zu verändern, der von außen kam. Auf diese Weise werden Teile unseres vergeistigten Ätherleibes das ätherische Shamballa in der Erdensphäre bilden, wo Der ätherische Christus ist. Wir werden Ihn dort sehen können. Den ätherischen Christus können wir in unserem Ätherleib treffen, wenn dieser beginnt, in den Lebensgeist umgewandelt zu werden. Erst dann werden wir den wahren Sinn der Begegnung mit Demjenigen verstehen, Der der Weg, die Wahrheit und das Leben ist. Ich danke Ihnen!

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