Die Geheimnisse des Ich und das Christentum des Heiligen Geistes – Teil 1

vorgetragen von Dimitar Mangurov am 30.10.2016 in Varna

vom Autor nicht durchgesehene Textfassung der Videodatei

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Gebet: Vater unser der du im Himmel bist, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser täglich Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen!

 

In der heutigen Vorlesung über „Die Geheimnisse des Ich und das Christentum des Heiligen Geistes“ wird von den Versuchungen des Teufels die Rede sein, aber wir werden auch solche Höhen des Geistes streifen, deren Sinn nur wenige Menschen der Erde mit dem notwendigen Bewusstsein erkennen können. Unsere Themen folgen einer bestimmten Logik und nun ist die Zeit gekommen, über die besagten Höhen zu sprechen. Doch vorher möchte ich mir erlauben, zum Geschehen in Bulgarien Stellung zu beziehen.
Als ich mich Anfang des Monates fragte, welches Thema wir dieses Mal haben würden, wusste ich, dass ich auch über das aktuelle Zeitgeschehen etwas sagen muss. Den äußeren Anlass gab mir ein Brief an Ahmed Dogan von Dimitar Nedkov und das nachfolgende Interview, das dieser Freimaurer 33. Grades – wie er sich selbst vorstellt – einer Zeitung gab. Der Brief ist ohne Zweifel sehr interessant, weshalb ich auf ihn und auch auf das im nachfolgenden Interview Besprochene eingehen will, da Beides im Kontext der heutigen Ereignisse in Bulgarien und auf der Welt sehr aufschlussreich sind. Der Brief ist der Aufruf eines Freimaurers, der zum Schottischen Ritus gehört, dem fast alle Präsidenten der USA mit Ausnahme des ermordeten Katholiken Kennedy entstammen. Aus der Zugehörigkeit zu diesem Ritus erheben sie den Anspruch, die Richtung der Weltentwicklung zu weisen. Folglich muss man die Information, die von einer solchen Person ausgeht, in Betracht ziehen. Nedkov erhebt den Anspruch der großen Erkenntnis und war der Anlass, aus dem ich 2010 das Buch „Der Code der Schöpfung“ als eine Antwort auf seine Romane, verfasst habe. Diese Romane enthalten viele Wahrheiten, jedoch auch Halbwahrheiten, welche den Nebel im Bewusstsein des bulgarischen Volkes noch mehr verdichten. Ich werde heute versuchen, vom geisteswissenschaftlichen Standpunkt aus diesen Brief und das Interview zu betrachten, denn jeder andere Blick würde oberflächlich sein.

Nedkov wendet sich an Dogan mit den Worten: „Lieber Freund, komm aus deinem Loch heraus! Wenn du dich für einen Bulgaren hältst, dann rette Bulgarien!“ Nedkov ist nämlich der Meinung, dass Dogan einer der beiden Politiker in Bulgarien ist, die diesem Begriff gerecht werden. Gleichzeitig beschuldigt er Dogan, dass er seinen Lakaien erlaubt hat, Millionen aus den Taschen des bulgarischen Volkes zu stehlen. Während der zweite Mann, den Nedkov für einen „richtigen“ Politiker hält – Ivan Kostov -, die Wirtschaft des Landes zum Bankrott geführt hat, so ist Ahmed Dogan der Hauptschuldige an der Vereinnahme der Massenmedien durch einen Mann, der keine Ahnung von Medien besitzt und den objektiven Journalismus zunichte gemacht hat. Dimitar Nedkov bringt die allgemein bekannte Tatsache zur Sprache, dass Dogan einer der Hauptschuldigen am heutigen Zustand unserer Gesellschaft ist. Die Frage ist, warum Nedkov erst jetzt das anspricht, da er doch der Zeuge des ganzen kriminellen Übergang vom Sozialismus zur Marktwirtschaft gewesen ist? Er war auch der Sprecher des Multigroup-Konzerns in jener Zeit, ohne aus diesem Amt einen Nutzen gezogen zu haben – nach seinen eigenen Behauptungen -, er hatte mit all diesen Personen Kontakt. Der Grund, warum dieser Aufruf erst jetzt kommt, ist laut Nedkovs Auffassung, dass Bulgarien in seinen Augen nun auf den Autoritarismus hinsteuert. Der Premierminister Bojko Borissov sei der neue Diktator und Nedkov müsse einen neuen Roman mit dem Titel „Der Diktator“ schreiben – nach dem Muster seines aktuellen Romans „Der Präsident“, über den Ex-Präsidenten Plevneliev, der laut Nedkov kleinmütig, charakterlos und voller Komplexe sei, die ihm sein eigenes Ich entziehen. Nur zur Information derjenigen, die Nedkovs Bücher nicht kennen, werde ich mitteilen, dass in den frühen Jahren der sog. Demokratie, als die Freimaurerei in Bulgarien wiederhergestellt wurde, Nedkov einige Bücher über die Geschichte der Freimaurerei seit 1786 geschrieben hat. Da diese Bücher kein breites Publikum erreichen konnten, begann er, Bücher im Stil Dan Browns zu schreiben, in denen die Esoterik zwar präsent ist, jedoch in der Hülle des Boulevardstils steckt. Das war ein rentables Unterfangen, was an sich kein Problem darstellt – jeder ist frei zu lesen, was er will. Die Frage ist, warum Nedkov heute, wenn Wahlen bevorstehen, die nach seiner Auffassung „die letzten Wahlen in Bulgarien sein könnten“, mit solcher Nachdrücklichkeit Ahmed Dogan aufruft, aus seinem „Serail“ herauszukommen und die richtige Richtung zu weisen?

Am Ende meines Buches stehen die Worte „Leben in Christo oder Tod in Ahriman – das ist die Wahl, vor der die Freimaurerei heutzutage steht! Hoffentlich wählt sie das Leben! Was wird wohl der Bulgare Dimitar Nedkov wählen?“ Ich weiß nicht, ob mein Buch den Weg zu Nedkov gefunden hat, ich bin schließlich ein sehr belangloser Mann im Vergleich zu ihm und verkehre nicht mit Akademiemitgliedern und ähnlichen Hohlköpfen. Jedenfalls endet sein Brief mit einem ähnlichen Appell an Dogan, sich zu entscheiden, ob er als Bulgare den „Gordischen Knoten“ durchschlagen will oder als der nächste Karaibrahim (Figur aus dem Roman Anton Dontschevs „Schwur unter dem Halbmond“ über die Zwangsislamisierung der Rhodopen während der osmanischen Herrschaft, die als Kleinkind im Zuge der Knabenlese ausgebildet, sich als Erwachsener in der gewaltsamen Islamisierung der eigenen Landsleute mit besonderer Grausamkeit ausgezeichnet hat) in unsere Geschichte eingehen werde. Bulgarien soll in der Tat vor ethnischen Konflikten geschützt werden, denn die Erinnerung an den tragischen Zerfall des ehemaligen Jugoslawiens und der Sowjetunion sind immer noch lebendig. In der Situation der herbeiströmenden Migrantenmassen ist ein innerer ethnischer Konflikt das Letzte, was wir brauchen. Aber das ist das Ziel der angloamerikanischen okkulten Logen, deren Hauptprinzip die alte Devise „Divide et impera“ -„Teile und herrsche“ lautet. Dogan als der ehemalige Vorsitzende der Partei der bulgarischen Türken rühmt sich damit, der Garant des ethnischen Friedens in Bulgarien zu sein. Ich jedoch würde ihm und Nedkov, der diese Meinung auch teilt, sagen, dass der ethnische Frieden in Bulgarien besteht und bestehen wird, nicht weil Dogan ihn garantieren würde, sondern trotz Dogans. Als das älteste Volk der Erde und als Träger des Ich-Impulses besitzen die Bulgaren die tiefe Weisheit, dass für die Entwicklung keine Revolutionen, sondern eine Evolution notwendig ist. Diese Weisheit trägt jeder, der in Bulgarien zur Welt kommt, in einem bestimmten Maße in sich, denn in seinem Ätherleib wirkt der Erzengel des bulgarischen Volkes und schützt ihn vor einem vernichtenden Konflikt. Das bloße Diskutieren über Ethnien in Bulgarien kann nur unter Vorbehalt geschehen, aber das ist eine andere Frage. Der Luftballon, dass die Partei der bulgarischen Türken DPS der Garant des ethnischen Friedens sei, ist längst geplatzt. In der Weihnachtsvorlesung 2015 habe ich gesagt, dass Dogan von der geistigen Welt in der politischen Macht erhalten worden ist, damit durch ihn das Karma des bulgarischen Volkes infolge der Umbenennung unserer türkischsprechenden Landsleute im Sozialismus erfüllt wird. Mit dem Auswechseln Mestans als Parteivorsitzenden, die der Ehrevorsitzende Dogan an Weihnachten 2015 unternommen hat, da Lütfi Mestan diese Partei zu Erdogans Einflusssphäre hinzog, war die Mission dieser Partei und Dogans Mission abgeschlossen. Ich sagte auch, dass Dogan von nun an untergehen und Bojko Borissov aufgehen wird, da die Beiden seit Tausenden von Jahren eine Art „kommunizierende Gefäße“ sind.
Was geschah im vergangenen Jahr nach der Beseitigung Mestans? – Es gab eine Trennung in der DPS, Lütfi Mestan hat eine neue Partei gegründet und nun stehen Präsidentschaftswahlen bevor, die nach Nedkovs Auffassung die wichtigsten in der bisherigen Geschichte Bulgariens seit dem Sturz des Sozialismus und Todor Zhivkovs Rücktritt sein würden. Nedkov wendet sich an den Politiker Dogan, der als Esoteriker und Philosoph auf das Licht im Tunnel weisen solle. Hier kommen wir zum Wesen der Dinge. Hat Dogan im esoterischen Sinne das Recht, uns den Weg zu weisen? Auf diese Frage würde jeder mit der Gegenfrage antworten „Wieso?“, da Dogan doch die Hauptrolle bei unserem Hineintreiben in den Sumpf spielte. Ich werde den esoterischen Teil der Frage kommentieren, da dieser nirgendwo besprochen wird, es werden lediglich die äußeren Tatsachen kommentiert. Nach Nedkovs Worten ist Dogans Idol der Sufi-Mystiker und Dichter des 13. Jahrhunderts Rumi (Dschalāl ad-Dīn Muhammad ar-Rūmī), der den Trancetanz Sema, den sog. „Derwischtanz“, praktiziert hat. Der Sufismus ist eine Strömung im Islam aus dem Ende des siebten Jahrhunderts, die sich der Entfernung des Kalifats vom Göttlichen und seiner Hinwendung zum Weltlichen widersetzt. Der Sinn des Derwischtanzes besteht darin, durch die langsam stärker werdende Drehung gegen den Uhrzeigersinn mit erhobenem rechtem Arm zur Ekstase zu gelangen, in der die Offenbarung des einheitlichen Gottes empfangen wird. Durch die linke Hand, die nach unten zeigt, wird die Offenbarung zu den Menschen heruntergeholt. Durch die Drehungen kommt man in das sog. Auge des Derwisches, es wird eine Beziehung zu Allah hergestellt und es werden Offenbarungen empfangen. In seinem „Serail“ hat Dogan ein esoterisches Zimmer, in dem er die okkulte Technik der Derwische praktiziert. Im Okkultismus gibt es viele Techniken, entscheidend ist, ob diese Technik rechtmäßig ist, ob sie im 13. Jahrhundert rechtmäßig war und zum heutigen Zeitpunkt rechtmäßig ist und wohin sie führt. Wenn man die Regel „An ihren Taten sollt ihr sie erkennen“ anwendet, wird man sehen, wozu diese Technik geführt hat, die Dogans Weltanschauung aufgebaut hat. Das Wesen der menschlichen Anschauung ist die Geistigkeit, die den Menschen führt, unabhängig davon, ob das eine Religion, Ideologie oder das esoterische Christentum ist. Das, was Dogan die ganze Zeit geleitet hat, hat er durch diese spirituelle Praktik erreicht. Letztes Jahr betonte ich seine Worte, dass es eine telepathische Informationsübertragung vom kollektiven Körper aus auf der Ebene des Unterbewussten gebe. Dogan behauptete, ein offenes Portal für diese Information zu haben. Was sagte der kollektive Körper zu Dogan und was ist dieser Körper? In der Beantwortung dieser Frage steckt auch die Antwort auf die Frage, warum sich Bulgarien in diesem Zustand befindet. Dogan hat immer mit den Politikern des ganzen Spektrums jongliert und sie zu Affen gemacht. Laut Nedkov soll er der größte Politiker sein. In Bulgarien gibt es keine ausgebildeten Politiker. Früher gab es im Sozialismus eine Akademie, die politische Kader vorbereitete, die am satanischen Kult teilnehmen sollten, aber nun gibt es eine solche Schule nicht. In Frankreich soll es eine Schule für Politiker geben, aber wenn man sich den französischen Präsidenten anschaut, wird einem deutlich, was dort unterrichtet wird. Wenn wir alle europäischen Politiker betrachten, sehen wir, was sie gelernt haben. Sind dann unsere Politiker Autodidakten? Wer kann, der lernt „on-the-job“. Die Politik kann man nicht erlernen. Sie ist das Gespür für das Mögliche, für die Handlungsart. Zudem sollte ein Politiker nach Möglichkeit zumindest ein wenig Charisma haben. Solche Sachen werden in einer Reihe von Inkarnationen erarbeitet, was im konkreten Leben nur zum Ererbten hinzugefügt und zeitangemessen entwickelt wird. Dann kann Gott eine Person erheben und wenn hinter ihr rechtmäßige Geister stehen, kann diese Person Großes vollbringen. Aber wenn man nur für sein Ego arbeitet, wird man unumkehrbar abstürzen. Dogan ist gescheitert. Woher kommt sein Problem?

Seit die fünfte Kulturepoche angefangen hat, ist die Welt in links und rechts eingeteilt – Labouristen und Konservative, Sozialisten und Christdemokraten und dergl. Sie wechseln einander in der Regierung ab und konfrontieren miteinander im Machtkampf. Mit der Entwicklung der Wirtschaft und des Kapitals, mit ihren Möglichkeiten des politischen Einflusses, denn sie verwachsen ja miteinander, erlangt die Frage, wer regiert, eine enorme Bedeutung. Steiner sagte, dass der Erste Weltkrieg von 40 bis 50 Schlüsselposten beziehenden Personen abhing, die an der Auslösung dieser schrecklichen Katastrophe beteiligt waren. Das war beim Zweiten Weltkrieg nicht anders; in der heutigen Situation ist es genauso. Die Evolution hängt von den Persönlichkeiten ab, nicht von der Masse. Wer an der Spitze steht, trägt eine gigantische Verantwortung und wenn er scheitert, kommt es sowohl zu persönlichen Dramen als auch zu radikaleren Folgen. Das Karma beginnt viel schneller zu wirken und während der sechs Jahrhunderte der fünften Kulturepoche kamen wir unter anderem auch zu einer solchen Parodie eines Wahlkampfes wie in der amerikanischen Präsidentschaftskampagne. Bei uns geht es genauso verrückt zu. Woran liegt das? – In der ganzen Zeit der fünften Kulturepoche waren das Linke und das Rechte eigentlich Luzifer und Ahriman. Beide haben hart gearbeitet und Christus ist abhanden gekommen, egal ob in Kirchen, gesellschaftlichen Organisationen oder Parteien. Luzifer und Ahriman stellen sich jeweils als Alternative zueinander dar. Egal, wie stark sie miteinander konfrontieren, sie stehen immer auf derselben Seite. Was erreichte die hässlichste Form dieser Situation im 20. Jahrhundert? – Die Konservativen gelangten zum Monster des Neoliberalismus und Globalismus – der hässlichsten Fratze Ahrimans. Die sozialer ausgerichteten Parteien kamen zum Bolschewismus in Russland, was die hässlichste Fratze Luzifers ist. Heutzutage können wir eine solche hässliche Form in Nordkorea sehen. Christus fehlt überall. Welche ist Dogans Methode und auf wessen Seite steht er?

Wenn man sich im Tanz der Derwische zu drehen beginnt, wird der Ätherleib in den mineralischen physischen Leib hineingezwängt. Der Ätherlieb ist der Träger der Zeit und des Rhythmus und bei der Drehung gerät er unter besondere Rhythmen, bei denen das Seelisch-Geistige, also der Astralleib und das Ich, vertrieben werden. Etwas Ähnliches geschieht beim Feuertanz der Nestinari. Indem der Mensch in das „Auge des Derwisches“ gerät, in diesen Wirbel, erhält er etwas. Was war typisch für die Zeit, in der Rumi den Tanz der Derwische praktizierte? – Wie wir wissen, war die Zeit um das Jahr 1250 n.Chr. herum die Zeit in der Menschengeschichte, in der jeder Zugang zur geistigen Welt unterbrochen war, selbst für die höchsten Eingeweihten. Es heißt, dass dieses die dunkelste Periode des ganzen Kali-Yuga ist. Rumi hat seine Werke, in denen er die Liebe und die Wahrheit Allahs suchte, genau in dieser Periode dunkelster Finsternis und Abgetrenntheit von der geistigen Welt verfasst. Die Geister der Form, die Schöpfer und Regenten des Erdenäons, hatten am Ende der atlantischen Zeit den stärksten Einfluss auf die äußere Natur und den geringsten Einfluss auf die Seelennatur. Als Ergebnis der schwarzmagischen Praktiken der Menschen wurde die Atlantis durch die äußeren Naturgewalten zerstört. Um das Jahr 1250 herum konnten dieselben Elohim, die in dieser Zeit evolviert waren und das größte Ereignis im Kosmos erlebt hatten – das Golgatha-Mysterium, nunmehr tiefer in das Gemüt des Menschen eindringen. Gleichzeitig hatten sie den schwächsten Einfluss auf das Naturreich. Damals geschah auch das Wunder in Arbanassi, als der physische Leib des wieder inkarnierten Johannes Evangelisten durchsichtig wurde und die zwölf vollkommenen Bogomilen ihm in ihn ganze Weisheit der Menschheit seit der Atlantis bis zu jenem Zeitpunkt hineinführten. Das wurde in der Menschengeschichte nie wiederholt, da es damals eine besondere Himmelskonstellation gab. Es war auch der Lieblingsschüler des Christus beteiligt – einen der drei, die Er persönlich eingeweiht hat neben dem Jungen aus Nain (Manes), der Tochter des Jaïrus (der Bodhisattva Beinsa Douno) und Lazarus-Johannes (Christian Rosenkreutz). Was bedeutet es, dass sein physischer Leib damals zu leuchten begann und durchsichtig wurde? – Das bedeutet, dass er im direktesten Kontakt mit dem Auferstehungsleib von Golgatha stand. Obwohl sich derjenige, der in seiner nächsten Inkarnation Christian Rosenkreutz wurde und den Anfang des Rosenkreuzertums setzte, nicht im wachen Ich-Bewusstsein befand, als ihm die Weisheit durch Formeln und Mantren hineingegossen wurde, ist diese Weisheit in ihm metamorphosiert. Danach hat sie sich in dasjenige ergossen, das die Grundlage des Rosenkreuzertums bildete. Das war das echte Christus-Verständnis auf der Basis der ganzen Mysterienweisheit des Menschentums, die durch das Golgatha-Mysterium durchzogen wurde. Seitdem wurde im Rahmen des Bogomilentums jene gesunde Weisheit angelegt, die der einzige rettende Weg für die Menschen war, der ihn zum 20. Jahrhundert und zur Anthroposophie und Lehre Beinsa Dounos führte. Der Kontrapunkt dazu bildete damals die von Rumi praktizierte Technik, mit der er in das Auge Gottes eingehen wollte.
Sie müssen sich die Frage stellen, zu welcher Wahrheit und welcher Liebe Rumi sich emporheben konnte, wenn der Zugang zur geistigen Welt damals versperrt war. Sie sehen, zu welchen Ergebnissen diese Technik geführt hat, die heute mit dem Bewusstsein eines Menschen aus der fünften Kulturepoche praktiziert wird. Hat Ahmed Dogan also das Recht, auf den Ausweg und das Licht am Ende des Tunnels zu zeigen? Natürlich nicht! Haben die Freimaurer mit all ihren Ansprüchen, im Besitz der Erkenntnis zu sein, das Recht, den Ausweg zu benennen? Natürlich nicht! Sie haben überhaupt keine Vorstellung vom Christentum. Bei einem Fernsehauftritt Nedkovs in der Sendung von Stojtscho Kerev, die dem Grafen Saint Germain gewidmet war, behauptete Nedkov unter anderem, dass Graf Saint Germain der wieder inkarnierte Francis Bacon wäre. Es gibt keine größere Gegensätzlichkeit als die zwischen diesen beiden Persönlichkeiten! Wir wissen, dass der Graf Saint Germain eine Inkarnation von Christian Rosenkreutz ist, der der Apostel Johannes war. Francis Bacon als die Inkarnation von Harun al-Rashid gab den Anfang der Weisheit, die vorherrschend in der fünften Kulturepoche wurde und die Menschen zum abstrakten Denken führte, in dem kein Leben und keine Substanz sind. Das ist Ahrimans Methode und in dieser Weisheit gibt es keinen einzigen Tropfen Göttlicher Weisheit! Man nimmt ein Riesenkarma auf sich, wenn man von der Position des leeren, des Nullbewusstseins versucht, Menschenschicksale zu bestimmen.

Im Interview nach dem Brief an Dogan, in dem dieser aufgerufen wird, nach dem gescheiterten Anschlagsversuch gegen ihn auf die gesellschaftliche Bühne zurückzukommen, sagt Nedkov, dass er nicht will, dass Dogan über Bojko Borissov oder andere Politiker wie Kornelia Ninova, Radan Kanev spricht, sondern über Bulgarien und die Verantwortung für die Zukunft. Egal wie Menschen wie Kornelia oder Radan aussehen mögen, man darf niemandes Recht abstreiten, sich zu verändern und weiterzuentwickeln. Das größte Beispiel in der Menschheitsgeschichte hierfür ist die Bekehrung des Apostels Paulus. Wir müssen immer mit Interesse an jeden Menschern herangehen, selbst wenn er uns nicht sympathisch ist, und nach etwas in ihm suchen, was uns die Hoffnung geben könnte, dass er eines Tages wie ein Wurm aus der Gruft seines Hirns zum Licht hervorkriechen kann. Dann wird ihn die geistige Welt empfangen und sagen: „Noch ein Kind von uns hat begriffen, dass es nach der Sonne suchen muss“. Jetzt haben sich in Bulgarien alle dunklen Mächte erhoben und das ist für jeden offensichtlich, der die Methode der historischen Symptomatologie kennt, welche uns ermöglicht, in der Vielfalt der Tatsachen die leitenden Linien zu erkennen. Die dunklen Mächte sind aktiv geworden, um den Aufgang der Sonne für Bulgarien aufzuhalten. Doch der Aufgang hat angefangen und je höher sich die Sonne erhebt, desto aktiver werden auch die dunklen Mächte. Wir wollen hoffen, das derjenige, der in diesem Moment das Volk führt und als Einziger den Übergang vom Politiker zum Staatsmann zu machen begann, standhalten wird. Als Borissov sagte, dass sich am besten weder in Russland noch in Amerika oder der Türkei leben lässt, sondern in Europa, wurde das überall gehört. Das ruft selbstverständlich Widerstand hervor. Aber in seinem Horoskop ist es veranlagt, Friedensstifter zu sein, sein Herz ist groß und kann verzeihen. Gerade die Befriedung ist das, was wir heute brauchen, um uns bewusst zu werden, in welche Richtung wir gehen sollen – das ist die Richtung, auf die wir hier zeigen.
Nun kommen wir zum Wesen der heutigen Vorlesung. Beim Herangehen an die geistigen Themen, wenn ein Problem erörtert werden soll, habe ich mich immer vom Grundsatz leiten lassen, nach der Eins zu suchen, die ganz oben ist. Hier können wir uns an die ausdrucksstarken Worte Beinsa Dounos erinnern: „Es gibt Einen, Der Sich als Liebe, als Weisheit und als Wahrheit manifestiert. Es gibt Einen! Und die ganze lebendige Natur spricht von diesem Einen, dem Großen. Man nennt Ihn Gott, Herr, Vater. Er füllt alles aus, das ganze Dasein, alle Welten, alle Sonnensysteme und bleibt trotzdem nicht manifestiert. In der ganzen Ewigkeit kann Er Sich nicht vollständig manifestieren – in ihr gibt es nicht alle Formen, durch die Er sich vollständig manifestieren könnte. Der Absolute, Unerreichbare hat an sich keine Form. Er ist ein Nichts. Doch dieses Nichts enthält alles in sich. Es grenzt sich ein, ohne sich einzugrenzen. Er verkleinert sich, ohne kleiner zu werden. Er schafft und wird nie müde.“

Die zitierten Worte sind nur ein kleiner Teil der Aussagen des Meisters über Gott in seinen über 8000 Vorträgen, in denen er auch sagte, dass jeder, der versucht hat, über die Herkunft Gottes nachzudenken, sein Bewusstsein verloren hat. Gott ist die Eins. In Ihm gibt es etwas Unbekanntes, was auf ewig für jeden ein Geheimnis bleiben wird.

Nach dem fünften bis vierten Jahrhundert v.Chr. ging die Menschheit allmählich vom imaginativen Sehen zum begrifflichen Verständnis der Sachen über. Unser heutiges Bewusstsein basiert auf den Begriffen. Wir haben einen Begriff vom Gott und vom Absoluten. Können wir Beide in irgendeiner Art unterscheiden? Dazu wollen wir vorübergehend den Begriff „väterlicher Weltengrund“ (übersetzt von Emil Bock) einführen, der in der Esoterik Gebrauch findet. Wir wollen uns Gott in zwei Richtungen vorstellen. Die erste ist nach oben, wo Er für immer unbekannt bleibt und dort ist Er auch für diejenigen unbekannt, die die Trinität direkt anschauen – Throne, Cherubim und Seraphim. Das ist das Emanieren zum Absoluten, von dem niemand jemals was verstehen wird. Wenn wir etwas vom Absoluten verstehen wollen, müssen wir zur Frage nach Seiner Herkunft kommen – so ist ja unser Denken beschaffen -, was eine sinnlose Frage ist. Die zweite Richtung Gottes ist nach unten zur Manifestation und wir können sie den „väterlichen Weltengrund“ nennen. Er strahlt eine Offenbarung aus, in der Er sich manifestiert. Am Anfang verinnerlicht Sich Gott in Sich Selbst, trennt einen Teil Seiner unzertrennlichen Ganzheit, spiegelt Sich in ihm und dieser Teil tritt den Weg nach unten an. Dieser Teil personifiziert sich danach in den drei Hypostasen der Trinität. Der Judaismus und der Islam sind Eingottglauben und dort wird der Unterschied zwischen dem einigen Gott und seinem Erleben in drei „Personen“ nicht verstanden. Deshalb werfen sie dem Christentum Vielgötterei und die Rückkehr zu den Zeiten des Heidentums vor. Warum braucht Gott die Manifestation durch diese drei Gesichter? – Denn die drei Gesichter sind wie drei Weltenstrahlen, die abwärtsströmen und das ganze Weltall schaffen. Gott muss Sich durch sie erleben, Sich in ihnen spiegeln. Es entsteht sofort eine innere Einheit zwischen den drei Hypostasen und eine äußere Einheit zwischen ihnen und Gott. Wenn wir den Begriff ‚Gott‘ ausradieren, können wir die drei Hypostasen als den „väterlichen Weltengrund“, als den manifestierten Gott annehmen, denn es gibt auch Einen, Der nicht manifestiert ist und Der Sich nie manifestieren wird. Von nun an werden wir unter ‚Gott‘, um diesen langen Ausdruck nicht zu benutzen, Seine Manifestation in der Trinität meinen, da wir über das Nichtmanifestierte nicht sprechen können. Das ist kein Defätismus, sondern etwas, was die größten Lehrer gesagt haben, deren Bewusstseinsstufe viel höher als unsere und deren Horizont viel weiter als unserer ist. Der unbekannte Gott ist selbst für das Bewusstsein der Seraphim unbekannt, die mit ihrem Blick die ganze Schöpfung erfassen können. Wir wollen also nicht versuchen, dort hinzuschauen.

Die Manifestation Gottes beginnt in unserem Zyklus mit der Ausstrahlung der Substanz durch die Geister des Willens. Diese Substanz ist eine absolut Göttliche Einheit der Göttlichen Offenbarung, des Göttlichen Allbewusstseins und des Göttlichen Willens zur Manifestation. Der Anfang dieser Offenbarung beginnt mit dem Vatergott, Der durch die Geister des Willens zur Geltung kommt. Wie kommt das zustande? – In der Einheit der drei Hypostasen, aus denen die ganze Manifestation nach unten beginnt, ist das Atma-Prinzip des Vaters. Seine Manifestation ist nur nach unten hin möglich. Wenn wir vom Atma-Prinzip sprechen, so ist das höchste Prinzip das Atma-Prinzip des Vaters und weiter unten haben wir mit dem Atma der Geister des Willens zu tun usw., bis zum Atma der Geister der Persönlichkeit, Wir werden dieses Prinzip auch eines Tages erlangen. Das sind Stufen der Manifestation. Ähnlich verhält es sich mit den Prinzipien Buddhi und Manas und den anderen zwei Hypostasen.
Damit das Atma-Prinzip des Vaters sich manifestieren kann, muss es nach unten ausgerichtet sein und mit der Schöpfung beginnen. Ein solches Atma-Prinzip des bewussten Allbewusstseins besitzen die Geister des Willens. Sie haben es im vorherigen Zyklus des Vaters ausgebaut und deshalb machten sie am Anfang unseres Zyklus ein Opfer, das im reinen und vorhandenen Dasein zum Ausdruck kommt. Ein reines Dasein ist die Substanz, die sie als Geistesmenschen ausgestrahlt haben und die der Monade eingeprägt worden ist. Das vorhandene Dasein ist die Wärme, die den Anfang der Monade bildete.
Das reine und vorhandene Dasein erreichten nach gigantischen Metamorphosen und Verinnerlichungen, bei denen es einen immer tieferen Hinunterstieg gab, den Boden. Das reine Dasein als das bewusste Allbewusstsein der Geister des Willens, das als den Geistesmenschen unserer ursprünglichen Monade eingeprägt worden war. Es erreichte unser Bewusstsein als das abstrakte sinnentleerte Denken. Das ist das gigantisch verinnerlichte Atma-Prinzip des Vaters. Das vorhandene Dasein oder die Wärme erreichte den Boden in der Form des mineralischen Reiches, in dem es kein Leben gibt. Stellen Sie sich vor, was für ein Fall nach unten das war, in dem sich das ganze Weltall entwickelte, das eine Unzahl von Wesen darstellt!
Nach der Ausstrahlung der Substanz ist diese gleichsam einer reinen Idee, in der es keine Vorbestimmtheit gibt. Der unbekannte Gott gibt durch den Vatergott, durch die Geister des Willens, die Substanz und lässt diese, sich in einem gewissen Sinne selbständig und ohne jegliche Vorbestimmtheit entwickeln. Die Wesen arbeiten an dieser Substanz und Gott streckt immer die Hand zur Hilfe durch alle Stufen des Daseins – jeder kann Seine Hilfe annehmen, wenn er möchte.
Wir reden gleichzeitig von drei Strahlen und von einer Einheit im Gott. Wie kommt man vom Punkt zur Dreiheit und dann zur Siebenheit? Im Moment der Offenbarung selbst, welche unser Zyklus des Sohnes darstellt, ist der Heilige Geist bereits am Ende dieses Zyklus bzw. auf dem zukünftigen Vulkan und er ist die Idee der Welt. Auf der einen Seite steht der Vater als Substanz und auf der anderen – der Heilige Geist als Idee. Der Heilige Geist kennt die Vorsehung für den ganzen Zyklus des Sohnes und das ist die Idee des Zyklus. Der Heilige Geist startet als Idee aus der Zukunft zur Vergangenheit und die Substanz startet vom Anfang zur Zukunft. Wo sich die beiden kreuzen, mischt sich die dritte Hypostase ein – der Sohn als Leben. Die Substanz metamorphosiert und die Idee, die dem Kreuzungspunkt innewohnt, wird zur Bewusstseinsform und es entsteht ein Wesen.
Alles im Weltall stellt Formen von Wesen dar. Es gibt keine Energien oder andere Kategorien von allgemeinen Begriffen, die in den Worten aller spirituellen Führer im Überfluss vorhanden sind, die heute über die geistigen Welten sprechen und weit vom wahren Verständnis sind. Es gibt nur Wesen, die die Kinder der Begegnung zwischen der Idee (dem Heiligen Geist), der Substanz (dem Vater) und dem Leben vom Sohn sind. In diesem Sinne sind die Idee und die Form gleich substanziell und kommen vom Heiligen Geist. Der Dreihypostasen-Gott manifestiert Sich als Bewusstsein, Leben und Form bzw. Idee. Die Substanz bewegt sich von der Vergangenheit auf die Zukunft zu und hat keinen Beginn und kein Ende. Der Heilige Geist, der am Ziel steht, geht in die umgekehrte Richtung zu einem eigenen Anfang, der jenseits des Zyklus des Sohnes ist. Er hat ein Ende, jedoch keinen Anfang, er kommt immer aus der Zukunft und sein Ende ist im Punkt der Erstoffenbarung Gottes. Wo liegt dieser Punkt? Vor dem Zyklus des Sohnes gab es einen Zyklus des Vaters. Wenn wir das in unserem Zyklus aus sieben Äonen Geschehende in den Zyklus des Vaters extrapolieren – obwohl das im Okkultismus ja äußerst unrechtmäßig ist -, werden wir sehen, dass die Seraphim und Cherubim ihre menschliche Stufe vor dem Zyklus des Vaters erreicht haben müssten. Und das führt uns zum Punkt des absoluten Nichts, in dem die Erstoffenbarung war, zu deren Vorsehung auch unser Zyklus gehört.

Irgendwann hat der absolute Gott beschlossen, dass er Sich Selbst erlebt und dass dies in Zyklen zu geschehen hat, die ein gigantisches Ausatmen Gottes darstellen. Irgendwann muss auch ein gigantisches Einatmen folgen. Wir kennen das Aus- und Einatmen für unseren Zyklus, aber wir wissen nichts von dem gesamten Ausatmen in der Form aller Zyklen, die irgendwann bestehen werden. Aber wir können trotzdem diesbezüglich Vermutungen anstellen. Ich bitte Sie deshalb, Ihr Bewusstsein wach aufrechtzuerhalten, denn die Vorlesung muss sich noch mehr entfalten, damit wir zum wahren Verständnis des Ich-Mysteriums und des Heiligen Geistes kommen. Es stellt sich heraus, dass das Ende der Idee in der Offenbarung am Anfang steht und das Leben ewig, ohne Ende ist, jedoch einen Anfang in der Erstoffenbarung hat. Die drei Strahlen haben soz. ein jeweils unterschiedliches Dasein.
Die durch das Atma-Prinzip der Geister des Willens ausgestrahlte Opfersubstanz ist rein und es ist nicht vorbestimmt, was für Formen sie hervorbringen kann und was weiter mit ihr zu geschehen ist. Das Bewusstsein der Geister des Willens bei der Ausstrahlung dieser Idee ist ein bewusstes Allbewusstsein. Im Augenblick des Opfers streckt sich ihr Atma-Bewusstsein und erfasst den Vulkan, der ja schon entstanden ist und wo der Heilige Geist als die Idee von der Welt steht. Der Vulkan stellt ein reines Atma-Bewusstsein dar, d.h. ein bewusstes Allbewusstsein, aber das ist das Bewusstsein der Geister des Willens. Ist das die Idee – dass wir irgendwann auch den Keim in uns entwickeln und ihn in einen persönlichen Geistesmenschen von der Monade, die auf dem alten Saturn als ein unbewusstes Allbewusstsein angelegt wurde, über das heutige Bewusstsein und die nächsten drei zukünftigen Bewusstseinsstufen verwandeln? Wenn der Vulkan bereits existiert, so haben ihn die Geister des Willens erfasst und ihnen ist die ganze Idee des Zyklus klar. Ihnen ist klar, warum in den vergangenen dreieinhalb Äonen der Vulkan nicht zu einem Opfer, zum Eintritt ins Pralaya und zur Entstehung des neuen Zyklus des Heiligen Geistes und eines neuen Tierkreises herangewachsen ist? Ich sage noch einmal, dass der Vulkan nichts Imaginäreres ist, er ist ein Wesen mit einem bewussten Allbewusstsein, das aus dem Opfer der Geister des Willens am Anfang unseres Zyklus entstanden ist.

Am 19.10. hatten wir uns zu fünfzehnt anlässlich meines Geburtstages versammelt und eine Person, die hier anwesend ist, sagte im Laufe des Gespräches: „Ich habe den Vulkan gesehen, da ist es leer, irgendwie gruselig, es scheint, als ob es dort nichts gibt“. Hat diese Person wirklich den Vulkan gesehen? Das war keine Imagination von der Art, über die Steiner sprach. Das ist die Wahrnehmung der Idee, eine moralische Intuition. Durch das von mir Ausgesprochene wurde diese Person auf eine spezifische Art inspiriert, und mit Rücksicht auf ihre vorherigen Inkarnationen konnte sie in diesem Augenblick bestimmte Sachen von sich aus herunterholen, über die wir zum Schluss dieser Vorlesung zu sprechen kommen. So konnte sie den Vulkan erblicken. Das mag für jeden Esoteriker verrückt klingen, da selbst Steiner nicht über den zukünftigen Vulkan gesprochen hat. Nach der siebenstufigen gnoseologischen Lemniskate des anschauenden Denkens, über die wir ausführlich letztes Mal gesprochen haben, ist das ein Erblicken der Vulkan-Idee in Punkt 5, die von meinen Worten bewirkt wurde. Warum explodiert der Vulkan nicht und warum wird er nicht durch das Pralaya gehend, zu einem neuen Tierkreis? Was muss ihn ausfüllen, wenn er nun leer aussieht, obwohl dort der Geistesmensch der Geister des Willens ist? Das ist die Hauptfrage unseres ganzen Zyklus.
Die Geister des Willens, die Geister der Weisheit und die Geister der Bewegung gaben die Substanzen, aus denen die drei Äonen vor unserem Zyklus erschaffen worden sind. Christus unterhält die Einheit dieser drei Äonen. Wir kommen auch zur Frage, warum der Zyklus der ‚Zyklus des Sohnes‘ heißt, wenn die ursprüngliche Vorbestimmtheit vom Vater kommt und Er die Substanz gibt, die zur Grundlage der Schöpfung wird? Es gibt zwei Typen von Substanzen, jeder hat drei Arten, die wir in unserem Zyklus sehen können.
Der erste Substanztyp kommt aus dem vergangenen Zyklus, er wurde dort ausgearbeitet und manifestiert sich in unserem Zyklus als Manas, Buddhi und Atma, als Astralisches, Ätherisches und Physisches. Aus dieser Substanz entstehen alle Wesen. Der andere Substanztyp sind Manas, Buddhi und Atma, die die Wesen hier im Zyklus schaffen und als die Manifestation des Astralischen, Ätherischen und Physischen ausstrahlen. Aber damit die erste Götterdrei aus den ersten drei Äonen zu der Stufe kommen konnte, auf der sie sich selbst, ihr Ich, ihre Bewusstseinsstufe opfert, musste sie zuerst dazu heranwachsen. Auf dem alten Saturn waren die Geister der Weisheit noch nicht bis zum Opfer herangereift, das sie auf der alten Sonne machten, als sie die reine Ätherizität ausgestrahlt haben. Auf der alten Sonne können wir auch schon von einer Einmischung des Christus in unseren Zyklus reden. Wenn die drei Hypostasen drei Strahlen sind, die gleichzeitig gemeinsam und voneinander getrennt wirken, kommen wir logischerweise auch zu der Frage, ob Christus auch auf dem alten Saturn war. Ja, er war da. Das Leben, das die Wesen auf dem alten Saturn lebten, war das Leben des vorigen Zyklus. Der Gott-Sohn hat soz. nur von außen dieses Leben erfasst und Seine zukünftige Einmischung schon in Aussicht gestellt. Der Gott-Sohn und Sein äußeres Leben auf dem Saturn haben die menschliche Monade mitgenommen, um sie bis zum Vulkan zu führen. Dort begann unsere Beziehung zum Sohn. Aber Er war noch nicht dort als der Hervorbringer einer anderen Lebensart. Dort war Er in seiner Eigenschaft als Gott-Sohn. Hier kommen wir zur nächsten Frage – gibt es einen Unterschied zwischen Christus und dem Gott-Sohn? – Ja, es gibt einen solchen Unterschied. Ohne diesen Unterschied zu verstehen, kann das Ich-Mysterium nicht verstanden werden. Was kam der Senkrechten entlang mit Christus im Äon der alten Sonne, im Unterschied zum Leben des Gott-Sohnes, der Sich zusammen mit der Idee auf der Waagerechten bewegt? Derjenige, der von oben kam, ist soz. das vierte Prinzip in der Trinität, das Prinzip der Einheit. Wir hielten fest, dass das Prinzip der Eins, das Prinzip Gottes, sich als eine Drei in den drei Hypostasen entfaltet. Als Sich der Gott-Sohn gegen die Idee und die Substanz einmischte, entstanden Wesen, das wurde als die siebenstufige Lemniskate aufgewirbelt und kam in den Wirbel der Siebenstufigkeit, der sich in sieben Äonen, sieben Lebenszuständen, sieben Runden usw. ausdrückt – bis zu den sieben Kulturepochen, d.h. bis zum Eintritt in die Zeit. Gibt es etwas, was die drei Hypostasen im Manvantara, in der Manifestation vereinigt und nicht im uns unbekannten Nie, wo sie identisch sind und das ewige Leben des Gottes als die höchsten Möglichkeiten Manas, Buddhi und Atma leben? Das Leben, das mit Christus auf die alte Sonne kam, ist eine qualitativ neue Lebensart. Das ist Leben von dort, wo sich die drei Hypostasen in Einheit aufhalten. Es ist das eigenartige vierte Prinzip, das die drei Hypostasen vereint. Das Manas, Buddhi und Atma sind das Eine, das andere ist das Etwas, was sie vereint und das ist das Ich-Prinzip. Wir wissen, dass das Manas, Buddhi und Atma am Ende auch unser physischer, ätherischer und astralischer Leib mit den ihnen angelegten Geistesmensch, Lebensgeist und Geistselbst darstellen. Ja, aber wir haben auch ein Ich, wir haben auch ein viertes Prinzip. Deshalb existieren auch Sorat und die drei Typen der zurückbeliebenden Wesenheiten. Das Prinzip, das mit Christus als das ewige Leben kam und nicht etwa als das Leben des Äons, das danach ins Pralaya geht, ist das Ich-Buddhi des Christus. Der Sohn ist der Träger des Prinzips des Lebensgeistes und das ist die reinste Ätherizität, die überhaupt existieren kann. Diese Ätherizität, die als das Makrokosmische Ich individualisiert ist, stieg der Senkrechten entlang auf die alte Sonne hinunter. Das ist der Ich-Lebensgeist. In dieser reinsten Ätherizität des Sohnes weilt das Prinzip des Lebens als Ichhaftigkeit und das ist das Ich des Gottes Selbst. Das ist das Makrokosmische „Ich-bin“-Prinzip. Mit der Ankunft Christi auf dem Äon der alten Sonne und Seinem Herabstieg der Senkrechten entlang gab Er den Fokuspunkt der Einheit der drei Hypostasen, die als die drei Weltenstrahlen in Erscheinung treten. In die Mitte des gleichseitigen Dreiecks stellt man das „Ich-bin“-Prinzip als den Träger der Liebe Gottes und nicht der Liebe des Vatergotts. Es gibt nämlich einen Unterschied zwischen beiden. Folglich trägt der Sohn eine andere Art von Liebe. Das war das Wichtigste im Erlebnis, das ich vor einigen Jahren hatte. Nach dem Golgatha-Ereignis lebt der Kosmos in einer anderen Art von Liebe, in der Liebe des Sohnes, die anders ist als die Liebe des Vaters. Wir müssen unsere Ausführungen noch weiter entfalten, um dieses gigantische Geheimnis zu berühren und zu sehen, was für eine Wende in den ganzen Zyklus und nicht nur in unseren Äon eingetreten ist.
Als Christus sagte, dass Sein Vater Ihn gesandt hat (Joh.8:16), ist das nicht der Vatergott, sondern der väterliche Weltengrund oder Gott Selbst. In der Bibel steht immer der Begriff ‚Vater‘, obwohl das nicht gemeint ist. Wenn man sich wahrhaftig in die Bibel vertieft, wird einem klar, dass es nicht um den Vatergott geht. Die christliche Theologie hat nicht das Recht, die Kontrolle und das Verständnis der Offenbarung zu beanspruchen. Sie kann zwar die Offenbarung des Vatergotts verstehen, aber die Offenbarung des Sohnes kann sie in keiner Weise verstehen. Aus diesem Grund ist das ganze exoterische Christentum das Christentum des Vatergotts, das nicht zum Sohn übergegangen ist, geschweige denn zum Christentum des Heiligen Geistes! Die Kirchen sind in der Form der ersten Offenbarung erstarrt, ohne den neuen Eingriff Gottes in den Zyklus sehen zu können, der alles in grundlegender Weise ändert. Alles wird wirklich radikal geändert. Wir müssen unsere höchste Aufmerksamkeit auf das Prinzip der Einheit richten, das von oben kommt, denn wir müssen im Erdenäon unsere menschliche, unsere Ich-Stufe der Evolution durchmachen. Wir würden im dichten Nebel stehen bezüglich der Frage, wie wir im von Gott vorgesehenen Sinne zu dem werden können, in dem Er Sich hier, auf dem Boden der Welten betrachten will, wenn wir das Wesen des Ich nicht verstehen würden. Dazu müssen wir uns die Fragen stellen, was für ein Ich kam, womit wir beschenkt worden sind, wie es evolvierte und das Allerwichtigste – was wir künftig tun müssen.
Warum muss Sich Gott betrachten? Das Ich-Prinzip, das kam, wurde zum allbestimmenden Hauptprinzip unseres Zyklus. Unter dem Aspekt des Sohnes als Christus, als die Manifestation des Einigen Gottes, als das Prinzip der Einheit der drei Hypostasen, ist Er auch unter dem Namen ‚Immanuel‘ bekannt. Sie werden diesen Namen gehört haben. Wenn man sagt, dass Christus Immanuel ist, ist das etwas Unterschiedliches von Gott dem Sohn. Christus besitzt ein Vorrecht Gottes nicht nur als das Makrokosmische Ich, das die Dreiheit, die Siebenheit und die Zwölfheit zur Eins bringt.

Es gibt einen bedeutenden russischen Philosophen des 20. Jahrhunderts, der in Paris gestorben ist – Nikolay Lossky. In einem Zustand erhobenen Bewusstseins bestimmte er Christus als den „Träger der ewigen Gottmenschlichkeit“, als den ewigen Menschen. Genau diese Offenbarung kam von einem der Gäste auf meinem Geburtstag, der von meinen Worten inspiriert wurde. Das bestätigt das von mir Gesagte. Die Offenbarung lautet: „Eigentlich ist Gott ein Mensch“. Er ist ein Mensch, weil Er das „Ich-bin“-Prinzip repräsentiert. Dieses Prinzip schafft alles nach unten und kommt mit Christus. Christus ist der Träger des ewigen Gottmenschenseins. Er ist der Makrokosmische Mensch. Er ist die Manifestation des Menschen vom Gott, die Manifestation Gottes als Mensch. Wenn jemand auf der Erde gewandelt ist, von dem wir sagen können „Das ist der Gott als Mensch“, so ist das gerade jener Jesus, der drei Jahre lang auf der Erde mit Christus in sich wandelte. Pilatus sagte „Da ist der Mensch“, ohne dass er überhaupt wusste, wer vor ihm stand – der Gott Selbst. Nicht das Prinzip des Sohnes, sondern der dreifache Gott Selbst, denn im unbekannten Gott leben der Vatergott und der Gott-Sohn das Leben des Einigen Gottes, aber in der Manifestation, im Zyklus, leben die beiden Hypostasen, die beiden Arme Gottes, die Idee und die Substanz, das Leben Christi. Deshalb ist Christus der Führende und der Regent des Zyklus.

Aber im Glaubensbekenntnis heißt es doch, dass Er vom Vater ausgeht – in welchem Aspekt ist das gemeint? – Als die Substanz durch die Geister des Willens als ihr Atma-Prinzip ausgestrahlt wurde, gab es in ihr sowohl Buddhi als auch Manas als die hierarchische Manifestation des Sohnes und des Heiligen Geistes. Doch im Vordergrund stand das Atma. Die Äthersubstanz des Prinzips des Sohnes durchzog am Anfang des alten Saturn beim Opfer der Geister des Willens die von ihnen ausgestrahlte Substanz, damit sie sich weiter manifestieren konnte. In diesem Sinne geht der Sohn vom Vater hervor. Das Ätherische geht vom Physischen hervor. Im von den Geistern des Willens Ausgestrahlten wirkte das physische Prinzip in seinem reinsten Sinne als Atma oder als bewusstem Allbewusstsein. In diesem Sinne geht der Sohn vom Vater hervor, doch der Hauptregent Christus geht nicht vom Vater hervor, sondern direkt von oben – diesen grundsätzlichen Unterschied wollen wir machen, andernfalls können wir das Mysterium des Ich nicht verstehen. Mit Seinem Herunterstieg führte Christus die erste Makrokosmische Intention, d.h. das Streben, die Tendenz zum Heruntersteigen und zur immer größeren Verinnerlichung des Sonnenprinzips, das die zurückgehende Erhebung der Schöpfung unterstützen soll. Im Unterschied vom Prinzip des Sohnes, das in den Makrokosmischen Höhen ist und seinen Impuls, also die Substanz zur Entwicklung der Wesen gibt, die unten sind, macht Christus etwas anderes. Er stimmt das mächtige Makrokosmische Ich auf die Iche der Wesen in den jeweiligen abwärts befindlichen Hierarchien ab. Für Ihn ist das ein Riesenopfer und Er wird als der Träger des Makrokosmischen Prinzips des Allmenschenseins zur Stütze dieser Iche bei der Ausbildung und Manifestation dieser Wesen auf der Waagerechten. Das macht Er, indem Er Sich mit diesen Ichen identifiziert, indem Er Sich an sie anpasst und nicht umgekehrt.
Das ist ein gigantisches Opfer des Gottes Selbst. Das muss man begreifen, um den Unterschied zum Wesen des Vaters herauszuarbeiten. In der abwärtsgehenden Entwicklung spielt das Prinzip des Heiligen Geistes eine Nebenrolle, da die Substanz als die große Intention des Herunterstiegs alles nach unten mitzieht. Dagegen steht die Zeit des Heiligen Geistes nach der Zeitenwende noch bevor.

Der ganze Herunterstieg führte am Ende des alten Mondes zur Herausbildung der drei menschlichen Leiber mit den ihnen als Keimen angelegten drei Geistern. Mit der Einmischung der ersten und zweiten Hierarchie wurden auch unsere zwei niedrigeren Seelenanteile angelegt – die Empfindungs- und die Verstandesseele. Es entsteht allerdings Spannung zwischen der materiellen Dreiheit und der geistigen Dreiheit, die als Keime jedem Leib innewohnt. Jemand musste diese Spannung regeln und das Prinzip der Einheit einführen, denn im Erdenäon stand die Entwicklung unserer dreifachen Seele noch bevor. Das machte Christus, Der die Einheit unterhielt bei den nacheinander folgenden Opfern der Geister des Willens, der Weisheit und der Bewegung in den drei Äonen, in denen wir drei Leiber erhielten. Im Erdenäon wurde diese Einheit von den Elohim gestützt und alles änderte sich radikal. Der einheitliche Gott musste durch die Verinnerlichungen durch die drei Hypostasen die Entstehung eines Wesens am Boden der Welten bewirken, das einen freien Willen wie den Seinen besaß, aus dem heraus es sich selbst und seine Handlungen bedingte. Der Einzige, der völlig frei ist, ist Gott und der Einzige, Der in unserem Zyklus völlig frei ist, ist Christus als das Makrokosmische Prinzip des Ich.

Wie hat sich im Erdenäon dieses Makrokosmische Prinzip in seinem Aspekt als viertes Prinzip der Einheit manifestiert? Es gibt einen großen Unterschied in dem, wie die Iche der Wesen auf der Waagerechten und auf der Senkrechten geschaffen werden. Die auf der Senkrechten befindlichen Wesen weisen eine andere Wirkung des Ich-Prinzips auf. Dort wirkt das Ich-Prinzip des Christus. Die Elohim waren diejenigen, die es vom sternenhaften zum planetarischen Dasein bringen sollten. Sie haben soz. diese „Translation“ Seines Ich abwärts zu der dritten Hierarchie und zu uns ausgeführt.

Wie kommt die Ich-Evolution der Wesen zustande, die anders als die Elohim sind? Wie steigt ein Wesen, ein Erzengel etwa, auf, in diesem Fall zum Urengel? – Wenn ein Wesen sich erheben möchte, opfert es sein Ich und ergießt dessen Substanz zu den Tieferstehenden. Sie ziehen ihrerseits diese
Substanz wie in einen Trichter in ihr Ich, damit sie sie entgegennehmen können und strahlen sie ihrerseits als eine Offenbarung nach außen. Durch diesen langen Prozess erhebt sich das tieferstehende Wesen und das höherstehende Wesen, das seine Substanz abgegeben hat, erhebt sich auch. Es gibt eine Erhebung durch Abgabe, das ist das allgemeine Prinzip von einem Ich zum anderen. Das höherstehende Wesen strahlt sich selbst aus, ihr Ich und das Tieferstehende zieht dieses Ich zusammen und nimmt es entgegen.

Bei den Elohim geschieht etwas Abweichenderes. Es kommt das vierte Makrokosmische Prinzip, das gleichzeitig auch das Prinzip der Einheit ist, und nicht nur ein Prinzip, das sich selbst abgibt. Als die Zeit des Durchganges Christi durch die Elohim nahte, hat Er das wahrscheinlich in der folgenden Art getan. Es heißt, dass es im Sonnensystem sieben Elohim gibt, aber außerhalb des Sonnensystems gibt es nichts Materielles. Das, was wir mit unseren physischen Augen als den tiefen Kosmos sehen, sieht nur für uns als etwas Materielles aus. Eigentlich ist das die vergangene Evolution, dort ist die geistige Zeit, wo es nur geistige Wesen gibt. Dorthin werden weder der Mensch in einem Körper noch ein von ihm konstruiertes materielles Flugobjekt jemals gelangen. Wie haben die sieben Elohim ihre Aufgaben bei der Translation des Christus-Impulses verteilt? – Mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit können wir annehmen, dass drei der Elohim zu einer Art Vertretern der drei vorherigen Äonen in unserem Zyklus geworden sind. Sie haben das dort Erarbeitete angenommen – das ist Adam Kadmon – und leiteten das weiter zu Jehova, der als Einziger zu einer viel tieferen Stufe auf die uns am nächsten liegende Mondensphäre herunterstieg. Das ist die Wirkungssphäre der Engel. Sie übergeben ihm die Substanz, sie geht durch sein Ich und wird den anderen drei Elohim weitergereicht, die sich aufopfernd zurückbleiben – unter Vorbehalt – und wenden sich an den Menschen. Damit können sie alles bis dahin Erarbeitete als drei Leiber, eine bereits ausgebildete dreifache Seele und eingeprägte drei Geister in den Leibern, durch den Schlüsselpunkt Jehovas zu den anderen drei Elohim ziehen, um die siebenstufige Lemniskate zu formieren. Im Zentrum dieser Lemniskate steht Jehova. Ihn hat Christus mit dem vierten Makrokosmischen Ich-Prinzip und gab ihm das wichtigste Vorrecht auf den Zyklus, nämlich die Dreiheit, Siebenheit und jeglicher anderer Teilung mit der Einheit in Übereinstimmung zu bringen. Das ist das Hauptprärogativ des „Ich-bin“-Prinzips, d.h. des Gottes. Es wurde Jehova gegeben und nicht den sieben Elohim als Ganzheit. Deshalb ist Jehova das Antlitz Gottes, er ist derjenige, der uns mit der Ich-Substanz beschenkte. Durch ihn durchgehend, hat sich dieses Prinzip in den anderen drei Elohim entfaltet, die es der dritten Hierarchiedrei übergaben. Das Prinzip der Einheit für diese Drei wurde der Erzengel Michael, und das Prinzip wurde zu uns herunterlassen. Jehova hat die Hauptarbeit geleistet, da er durch das vierte makrokosmische Christus-Prinzip durchzogen wurde und die Form der Substanz geben konnte, die als ein höheres Ich für uns ausgestrahlt wurde. Was stellt die Substanz unseres höheren Ich dar? – Das sind nicht das Manas, Buddha und Atma. In unseren drei Leibern, die Manas, Buddha und Atma entstammen, gibt es die Keime zu diesen drei Prinzipien in den vorherigen drei Äonen. Unsere Ich-Substanz ist hauptsächlich das Ich Jehovas, das „Ich-bin“- Prinzip, doch nicht als Manas, Buddhi und Atma, sondern als ein viertes Element. Jehova strahlte zu uns nur die Form aus, die wir als Bewusstsein haben sollen, damit wir uns auf die Ankunft Christi vorbereiten als viertes makrokosmisches Ich-Prinzip. Die Substanz ‚höheres Ich‘ wurde zur Menschheit ausgestrahlt, im Konkreten zu jedem Menschen – zu seinen drei Leibern, drei Seelen, zu allem, was als Produkt durch die erste Intention des Herunterstiegs vorbereitet worden war, in dem es die Keime auch der zweiten Intention der Zurückerhebung zu den drei Geistern gibt. Aber ein Übergang von der ersten zur zweiten Intention wäre niemals nur mit den unseren Leibern angelegten Manas, Buddhi und Atma geschehen. Es musste etwas in das uns geschenkte höhere Ich angelegt werden, damit wir dem Ich-Prinzip begegnen konnten, das die Wende zum Aufstieg verwirklicht. Als Christus das Ich Jehovas durchdrang, war das nicht das Wesen des vierten Makrokosmischen Prinzips selbst, sondern seine spezifische Widerspiegelung. Trotzdem war Jehova in der Lage, zum Zentrum der Lemniskate zu werden und diese Substanz zu schenken, die unsere Seelen und Leiber in Ordnung bringen kann, denn darin wirkt das Prinzip, das zur Einheit führt. Wir, die wir unten sind, stellen eine Monade dar, die aus drei Leibern, drei Seelen und drei angelegten Geistern besteht, die in Einheit sein müssen und nicht in alle Richtungen zerstreut. An erster Stelle muss jemand im Zentrum unseres Seelendreiecks aus Gedanken, Gefühlen und Willen sein und dieses Zentrum ist die Liebe. Wenn die Liebe durch die Substanz, durch den Vater herausgeht, ist das eine Liebe, in der es das vierte Prinzip der Einheit nicht gibt. Das, was mit Christus kommt, ist eine andere Art von Liebe, die in einem dreifachen Leib zur Geltung kommen und diesen vollständig in Liebe verwandeln sollte.

Jehovas Substanz begann auf die Menschheit, auf das, was in uns das Ich ist, formbildend hinzuwirken. Die höchsten Eingeweihten haben versucht, sich mit der Seele emporzuheben, die nach und nach zu unserem Besitz wurde. Jedoch hatten wir überhaupt keinen Beitrag zu ihrem Ausbau, da dies unter dem Einfluss des Ich von den Elohim und vor allem von Jehova erfolgte. Die oben stattfindende geistige Evolution wird unten als eine kulturhistorische Entwicklung widerspiegelt, in der der Mensch seine dreifache Seele ausbildet und sich auf die Ankunft des Christus und des makrokosmischen Prinzips vorbereitet, das die Einheit hervorbringt. Bis nach unten gelangend, wirkt Jehova durch die blutverwandtschaftlichen Beziehungen. Die von Christus kommende Liebe tritt zuerst im Blutverwandtschaftlichen in Erscheinung, wobei dadurch das Seelische allmählich entwickelt wird. Aber bei unserem Herunterstieg wurde klar, dass die Menschen das höhere Ich von den Elohim nicht individualisieren können – dieses kann nicht zu ihrem bewussten Besitzt werden. Das war selbst den hohen Eingeweihten der Vergangenheit nicht möglich. Die Menschheit erreichte nur das niedere Ich, das – obwohl wir es als ein ’niederes Ich‘ bestimmen – zu unserem persönlichen Besitz wurde, das das herunterkommende Prinzip der Einheit widerspiegelte. Das niedere Ich wurde zur Stufe, auf die Gott treten konnte – nicht Christus, sondern Gott Selbst – um mit der Erfüllung der Vorsehung für den Zyklus zu beginnen.
Wenn vom niederen Ich die Rede ist, müssen wir keinesfalls darunter etwas verstehen, was sofort zu beseitigen ist, da niemand dazu in der Lage ist. Woran liegt das? – Stellen Sie sich vor, ein Engel würde sich entschließen, durch unser niederes Ich zu gehen. Was ist dieses niedere Ich? Als die Substanz am tiefsten Punkt bei ihrem Herunterstieg gelangt war, wurde sie zum Mineralreich und hat das Leben verloren. Im Mineralreich gibt es kein Leben in der Substanz, das ist. eine Nichtsubstanz. Wir können auch sagen, dass der Vatergott zum Nichtvatergott wurde.
Was geschieht mit der Idee oder dem Heiligen Geist, der Formen durch Metamorphosen des Lebens durch Christus schafft? Er erreicht das abstrakte Bewusstsein, das wir haben, in dem das Leben fehlt oder wir können sagen, dass es sich in eine Nichtideе verwandelt. Je tiefer wir heruntersteigen, desto mehr wird der Ätherleib aus dem physischen Leib herausgetrieben. Christus Selbst wird aus dem Menschen herausgetrieben. Die Trinität wird aus dem Menschen herausgetrieben und die Einheit, die nach oben durch Christus gestützt wird, beginnt zu zerfallen. Zum ersten Mal in der Weltevolution zerfiel die Einheit der drei Hypostasen in eine Bildung, die auf dem Boden der Welten steht – das ist das niedere Ich des Menschen. Einer der Erzengel wirkte lange vor dem fünften bis vierten Jahrhundert v.Chr. und rief durch besondere Einflüsse die Mineralisierung unseres physischen Gehirns hervor, so dass das Leben aus dem Gehirn hinausgetrieben wurde. Der Ätherleib wurde umso mehr aus dem Menschen herausgetrieben und es entstand die Gefahr, dass das Phantom und der physische Leib zerfallen. Das Leben verschwand aus der Substanz, aus der Idee, aber das Leben selbst als eine Existenzform ist nicht verschwunden, es geht durch alles. Das Leben verschwand nur in der Bewusstseinsform. Der Tod ist kein fehlendes Leben, das Leben geht weiter, aber es ändert seine Form. Der Tod unter dem Aspekt des Lebens ist eine völlige Illusion. Das Leben ist ewig. Dieses Leben gerade leben wir alle im Zyklus des Sohnes.

Die Wirkung des besagten Erzengels führte zu einer immer stärkeren Mineralisierung. Die zweite makrokosmische Intention der Erhebung, die mit Christus kam, drückte sich in unseren Leibern als eine schwache Widerspiegelung aus. Das wirkte in uns auf eine Einheit von Denken, Fühlen und Willen hin. Mit dem menschlichen Fortschritt bei der Aneignung dieses niederen Ich begannen die blutverwandtschaftlichen Beziehungen zu zerfallen, denn in ihnen wirkt das höhere Ich Jehovas. Es kommt zu einer Trennung unseres niederen Ich und dieses höheren Ich, das niemand in der Lage ist zu individualisieren. Der Mensch schien, eine Weltenform der Schöpfung zu sein, die ein niederes Ich oder ein Bewusstsein ohne Leben hatte, die etwas absolut Neues für Gott war. Es mag Ihnen vielleicht frech klingen, aber Gott hat nie geahnt, dass diese makrokosmische Intention, die von oben nach unten startete, diesen Zustand erreichen würde. Unser niederes Ich hat trotzdem einen hohen Wert, da Gott Sich durch uns sehen will. Sein Hauptplan besteht darin, Sich auf dem Vulkan durch uns zu sehen und das begann bei der Ankunft Christi. Als die Substanz erschaffen wurde, begann sie, sich als Bewusstsein, Leben und Idee zu manifestieren. In einem bestimmten Zeitpunkt verschwand das Leben aus der Substanz, dann verschwand es auch aus dem Bewusstsein. Dabei ist alles Bewusstseinsstufen – das Ich ist eine Bewusstseinsstufe, wir können sagen, dass auch das Bewusstsein ein „Ich“ ist. Wie konnte es passieren, dass es eine Forme gibt – unsere Form -, in der kein Leben ist? Das hat zu einer totalen Krise der Substanz geführt. Sie konnte nicht mehr zur Idee vorwärtsschreiten und es konnten keine neuen Formen von Wesen als Kombinationen von Idee, Substanz und Leben erschaffen werden. Wir wurden zu einer Art Beton, zusammengemischt aus dem Bewusstsein und dem Mineralreich. Deshalb musste etwas getan werden. Konnte ein hierarchisches Wesen etwas tun, sich mit diesem Nichts verbinden, zu dem unser Bewusstsein geworden war? Wir wollen uns einen Engel vorstellen, der uns am nächsten steht und ein entwickeltes Manas als Ich-Bewusstsein hat. Wir stellen uns vor, wie er in das Nichts unseres Bewusstseins eindringt, das heutzutage bei den meisten Menschen existiert, und mit dem sie denken, dass sie denken. Wenn der Engel ins Nichts eindringt, gelangt er ins Pralaya. Es stellt sich heraus, dass die größten Materialisten, die den Gott ablehnen, eigentlich vom ganzen Herzen wünschen, sofort ins Pralaya zu kommen. Das ist das Paradoxon des atheistischen Wahnsinns! Sie sind scheinbar im Pralaya, da sie diesen Zustand des Bewusstseins haben. Allerdings existiert in diesem Pralaya eine Betonmauer, die die beiden Hypostasen verhindern, eine Beziehung zur dritten Hypostasen herzustellen. Wenn der Engel in unser Nichts eintritt, das wir als Bewusstsein haben gerät er sofort ins Pralaya und kann die Involutionstendenz nicht umpolen. Wenn der Mensch auf sein niederes Ich verzichtet, was das Ergebnis der Evolution in dreieinhalb Äonen ist, und zu einer niedrigeren Ich-Form übergehen will, also tiefer herabstürzen, dann verliert er das Prinzip der Einheit, das ihm geschenkt worden ist und das das Unterpfand der Zukunft darstellt.

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