Archiv für den Monat April 2017

Der Kubus Jahve und der dreigliedrige soziale Organismus – Teil 2

 

Die ganze Vorlesung im PDF-Format

Das geistige Leben des Menschen, der von unten versucht, eine Beziehung zu seinem höheren Ich aufzubauen und die Ideen zu ergreifen, und das Wirtschaftsleben gehen ineinander über. Die Beziehung zwischen dem geistigen und dem Wirtschaftsleben verläuft im mittleren Teil durch die Legislative und Exekutive, welche in der vierten Kulturepoche gebildet wurden. Ich habe den Eindruck, dass die Anthroposophen die staatlich-rechtliche Sphäre außer Acht lassen, jedoch ist diese äußerst wichtig, denn dort muss eines der bedeutsamsten Probleme gelöst werden – die Frage nach dem Eigentum. Weiterlesen

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Der Kubus Jahve und der dreigliedrige soziale Organismus – Teil 1

vorgetragen von Dimitar Mangurov am 26.02.2017 in Varna

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Gebet: Herr Gott Jesus Christus, wir bitten Dich, richte so viele Menschen wie möglich zum Weg, der zum dreigliedrigen sozialen Organismus und zum Ausweg aus dem Kubus Jahve führt. Amen!

Als ich letzten Februar die Vorlesung „Der soziale Organismus und der Pfingstgeist“ vorbereitete, die ich mit der großen Wandlung im Heiligen Geist in Verbindung setzte, die zwischen der alttestamentlichen und neutestamentlichen Zeit eingetreten ist, konnte ich nicht ahnen, dass ich genau ein Jahr später eine neue Vorlesung über die gleiche Frage halten würde. Vor einer Woche habe ich in meine Notizen aus dem Jahr 2016 hineingeschaut und festgestellt, dass diese Vorlesung genau vor einem Jahr stattgefunden hat. Heute werden wir aber diese Frage aus einem völlig anderen Winkel beleuchten – es ist das erste Thema nach der Konferenz in Varna 2014, das wir zum zweiten Mal erörtern werden.

Der Titel selbst deutet auf einen anderen Standpunkt, da er etwas enthält. was in der Anthroposophie nicht so bekannt ist. Warum müssen wir zu diesem Thema zurückkehren? – Mit dem Absterben der Zivilisation, auf das wir letztes Mal eingegangen sind, wird die Frage nach der sozialen Dreigliederung immer aktueller. Entweder wird die Menschheit nach diesem Weg suchen oder es wird ein Chaos ausbrechen, das von unsäglichen Leiden begleitet sein wird. Deshalb ist es absolut angebracht, in dieses Thema tief einzugehen und es methodologisch vom anthroposophischen Standpunkt aus zu begründen. Seit langer Zeit habe ich keine Zeichnungen mehr benutzt, doch heute werde ich eine Tabelle benutzen, die uns als Orientierungspunkt dienen soll. Zum Schluss werden wir auf die Situation in Bulgarien eingehen, denn in einem Monat stehen Parlamentswahlen bevor, die außerordentlich wichtig sind. Im Licht des Vorgetragenen werden wir auch die Situation in Bulgarien betrachten. Weiterlesen

Die Krise der Zivilisation und der Ausweg durch das fünfte Reich

vorgetragen von Dimitar Mangurov am 29.01.2017 in Varna

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Die ganze Vorlesung im PDF-Format

Gebet: Herr Gott Jesus Christus, wir bitten Dich, dass so viele Seelen wie möglich den Weg zu Dir finden, damit wir das Bevorstehende meistern können. Amen!

In den letzten vier Vorlesungen haben wir unseren Blick auf die größten Rätsel der Gott- Menschenerkenntnis gerichtet. Heute werden wir versuchen, alles Vorgetragene quasi zur Landung zu bringen, um nach den Ursachen der Krise der heutigen Zivilisation und den Ausweg aus dieser dramatischen Lage zu suchen. Dabei werden wir wieder von den höchsten Sphären des Geistes ausgehen, da man von oben am besten sieht. Bei unseren vorherigen Treffen haben wir den Unterschied zwischen Christus und dem Gott-Sohn betont – das ist eine wahre Revolution in unserem Verständnis der hohen Göttlichkeit. Der große Anthroposoph und christlicher Theologe Emil Bock hat bei der Übersetzung des Neuen Testaments die wichtige Präzisierung gemacht, dass unter dem Wort „Vater“, das in den bisherigen Übersetzungen verwendet wurde, der „väterliche Weltengrund“ zu verstehen ist. Das ist etwas Unterschiedliches als die erste Hypostase der Heiligen Trinität. Das hat Gennadij Bondarew bemerkt und den Sinn darin erkannt. Meiner Meinung nach ist Bondarew zum wichtigsten Anthroposophen unserer Zeit geworden. Sergej Prokofieff war der bekannteste Anthroposoph und ist auch ein sehr mächtiger Geist, doch der mächtigste Geist in der Anthroposophie heute ist Gennadij Bondarew. Es ist eine andere Frage, wie er auf die Bodhisattva-Herausforderung des 20. Jahrhunderts reagiert, falls er mit dieser Frage konfrontiert würde. Das ist jedoch nebensächlich, da jeder seinen Anteil an der Aufgabe erfüllen soll. Als Steiner das Vaterunser erläuterte, benutzte er auch das Wort „Grund“, von dem alles ausgeht, doch bleibt bei ihm diese Frage im Hintergrund. Deshalb haben die Anthroposophen massenhaft dieses Verständnis des Wesens der höchsten Göttlichkeit und haben folglich auch das Wesen des Christus selbst nicht gestreift. Der „väterliche Weltengrund“, den wir weiter einfach ‚Gott‘ nennen werden, ist der unbekannte Gott, das Absolute, das beschließt, seinen aufzudeckenden Teil als seine Offenbarung in drei Stufen aufzudecken. Auf der ersten Stufe manifestiert sich Gott als eine Relation mit sich selbst. Auf der zweiten Stufe der Offenbarung eröffnet Er sich selbst sich gegenüber als eine Einheit, die aus einem Weltenobjekt und einem Weltensubjekt besteht. Diese Einheit ist der Anfang des Seins im anfanglosen väterlichen Weltengrund und heißt Christus – das ausgesprochene Wort, das uranfängliche Wort, das gleichzeitig unausgesprochen ist. Hier ist der Anfang jedes Dualismus, hier ist der Übergang von der Eins des Gottes zu der Zweiheit aus Objekt und Subjekt. Auf der dritten Stufe der Offenbarung manifestiert sich Christus als eine der drei Hypostasen Gottes und es wird der Übergang gemacht zur Dreiheit von Vater, Sohn und Heiligem Geist. Jeder Monotheismus hat drei Hypostasen, wenn er sich selbst wirklich versteht. Die drei Hypostasen stehen im Zyklus des Sohnes in Wechselwirkung zueinander. Daraus entstehen sieben Bewusstseinsstufen oder sieben Äonen, 49 Lebenszustände oder Runden, 343 Formzustände oder Globen. Der einseitige Monismus der christlichen Kirchen, der zum Vater führt, kann uns in keiner Weise das Wesen des Gottes und des Christus enthüllen. Durch Christus offenbart sich Gott als ein absolutes Ich und seine Rückkehr zu sich selbst kann nur von Ich-Wesen verwirklicht werden, die sich auf allen Stufen der Offenbarung befinden. Indem sich alle Iche im Ich als Gott des Ich offenbaren, werden sie zu kleinen Hypostasen Gottes und so wird Er uranfänglich der Schöpfung immanent. Das dauert bis zu seiner Rückkehr zu seiner unausgesprochenen Einheit, die im Zyklus des Sohnes von Christus verwirklicht wird. Alles in der Welt wird von den Relationen zwischen den Ichen aufgebaut, von denen ein jedes mit seinem individuellen Ton klingt. Deshalb bleibt jedes Ich beim Erklingen der allgemeinen Harmonie des Weltalls für sich, obwohl sie miteinander verschmelzen und gleichgesetzt werden können. Daher kommt, dass jedes Wesen soviel Wert wir das ganze Weltall ist. Wenn eine alte Frau in einem kleinen Dorf vergewaltigt wird und das zu einer großen Tragödie für sie am Abend ihres Lebens führt, ist das ein größeres Problem für das Universum als das Platzen von Geschäften für Millionen, wie etwa das Nichtbauen von geplanten Autobahnen. Die Sphärenmusik ist eine Harmonie tönender Iche. Der uranfängliche Ton erklang von Christus, deshalb haben Ihn die ersten christlichen Gnostiker ‚das Wort‘ oder ‚den Logos‘ genannt, entsprechend wurde die Heilige Trinität den ‚Ersten’, ‚Zweiten’ und ‚Dritten Logos’ genannt, die jeweils die Substanz, das Leben und die Idee für den neuen Zyklus ausgestrahlt haben. Die Heilige Trinität und Christus haben die Struktur des Weltalls als zwei sich schneidende Kreuze konstruiert – das Christus-Kreuz und das Evolutionskreuz. Im Hinblick auf den väterlichen Weltengrund sind sie identisch, doch spielen sie eine unterschiedliche Rolle in der Entwicklung. Der tatsächliche Prozess der Entwicklung besteht im rhythmischen Wechsel zwischen Verinnerlichung und Objektivierung der Offenbarung. Dabei wirkt hier ein Gesetz, nach dem die Objektivierung eine Herabsetzung des Bewusstseins des sie verwirklichenden Wesens ist und die Verinnerlichung die Verstärkung der Objektivierung ist – ein Wesen, das die Verinnerlichung vornimmt, verstärkt also sein Bewusstsein. Im Objektivierungsprozess haben z.B. die Geister des Willens sich selbst als das Weltenfeuer auf dem alten Saturn ausgestrahlt, das zur Wärme der ursprünglichen Menschenmonade wurde. Das Bewusstsein der Geister des Willens wurde herabgesenkt, da das von ihnen Ausgestrahlte herunterströmte und sein Bewusstsein im Vergleich mit dem ursprünglich Ausgestrahlten herabsenkte. Wenn der Mensch beginnt, das Ausgestrahlte zu Eigen zu machen, damit es zum Ich in ihm wird, erfolgt eine Bewusstseinserhöhung. Einzig bei der Uroffenbarung (bei der Verinnerlichung des Einigen Gottes) liegt keine Bewusstseinsverstärkung vor, denn dann müsste davon ausgegangen werden, dass mit der Offenbarung Gott jemanden verinnerlicht hat, der über Ihm steht, was absurd ist.

Als Träger des Ich-Prinzips vom Absoluten ist Christus das Ideal jedes sich entwickelnden Wesens im Zyklus – ein Universum, das ein lebendiges Wesen ist und aus unzähligen Wesen besteht und in jedem Augenblick der Entwicklung in allen Teilen des Zyklus anwesend ist. Christus selbst hat keine Aufgaben bezüglich der eigenen Entwicklung im Zyklus, weil der Sinn seiner Entwicklung sich über den Zyklus emporhebt. Doch alle übrigen Wesen haben ihre Aufgabe im Zyklus zu erfüllen, je nachdem wie sie entstanden sind und welche Idee ihnen zugrunde gelegt worden ist. Der Schnittpunkt der beiden Kreuze, die wir eben erwähnt haben, ist äußerst wichtig und das ist der geheimnisvollste Ort der Schöpfung, wo aus dem „Nichts“ Gottes außerhalb von Zeit und Raum er sich selbst „von oben“ als Ich manifestiert. Das Ich ist die Quintessenz jeder Entwicklung und seine rechtmäßige Erhebung ist von entscheidender Bedeutung für die Evolution. Der Punkt des „Nichts“ ist der Übergang von der Objektivierung zur Verinnerlichung, in dem der reine Wille wirkt, der den Keim des neuen Ich bildet. Das neu entstandene Ich seinerseits soll das Kreuz der Weltenevolution auf sich nehmen, um auch bei der Weiterentwicklung des Weltalls an dessen Tragen teilzunehmen. Als Christus kam, trat Er in Jesus ein, wurde zum Menschen und ging durch Tod und Auferstehung. Dadurch bahnte Er auch für den Menschen den Weg, damit der Mensch diesen Punkt in der wahren Art erlebt und nicht in der abstrakten Art, die in der altgriechischen Zeit begonnen hatte. Christus gab uns die Möglichkeit, das in der physischen Welt zu tun. Darin besteht auch der Hauptunterschied zwischen dem christlichen Verständnis und den anderen monotheistischen Religionen. Im christlichen Monotheismus wird behauptet, dass derjenige, bei dem alles begann, ein Mensch wurde, durch Tod und Auferstehung ging und zum Führer der Menschen auf dem Weg zu ihrer Individualisierung wurde. Auf diese Weise wurde das Kreuz der Weltenevolution dem Erdenmenschen auferlegt. Dieser Monotheismus ist evolutionär und unterscheidet sich von allen anderen monotheistischen Auffassungen, für die die Schöpfung einmal erschaffen wurde und im Rahmen des ursprünglich Erschaffenen erstarrt ist. Im Monotheismus des Christentums gibt es die Schaffung der Iche – das Evolutionsprinzip, bi dem der Mensch zum Subjekt der Evolution und Mitarbeiter Gottes werden und die Evolution schaffen kann. Auf diese Weise lassen sich Gott und der Mensch in seiner Entwicklung als Ich-Wesen verstehen.

Nach gigantischen Verinnerlichungen der Uroffenbarung und nach der Entfaltung der uranfänglichen Idee wurde das Weltall gebildet, das wir in unserem Äon der Erde kennen. Auf der Erde entstanden vier Naturreiche – das Mineralreich, das Pflanzenreich, das Tierreich und das Menschenreich. Körperlich und seelisch wurde der Mensch auf dem Kreuz der Evolution „gekreuzigt“, was im Mythos vom gefesselten Prometheus zum Ausdruck kam. Das hatte zum Ziel, dass wir zum Erlangen unseres eigenen Ich in der physisch-sinnlichen Wirklichkeit kommen. Der Weg unserer dreifachen Leiblichkeit zum Ich ging durch eine langwierige Individualisierung unserer Seelenkeime, die die Hierarchien unseren Astralleibern angelegt hatten. Am Anfang waren wir eben ein Naturreich und nichts anderes. Unsere Verwandlung in etwas anderes war ein sehr langer Prozess, der gegen Ende der atlantischen Zeit begann, als die Keime des Denkens angelegt werden sollten. Damals kamen die Eingeweihten als die Vorhut der Menschenmassen zum keimhaften Denken, das ein Kontrapunkt des damaligen mächtigen Bilderbewusstseins war. In den ersten zwei nachatlantischen Epochen wies das Denken keine besonderen Fortschritte auf, aber in der dritten nachatlantischen Zeit hat die Entwicklung, in der der Mensch zum Denkprozess gerichtet wurde, dahin geführt, dass der objektive Prozess der Entwicklung zum kulturhistorischen Prozess wurde. Über eine kulturhistorische Phase in der Entwicklung der Menschheit kann unter Vorbehalt ab der zweiten Kulturepoche gesprochen werden, als der Mensch die Gegenüberstellung von Ormuzd und Ahriman erlebte. Aber in ihrem Wesen gehört diese Phase der dritten und insbesondere der vierten Kulturepoche an, als sich das gegenständliche Bewusstsein durchgesetzt hat und wir das niedere Ich gemeistert haben. Damals existierte auch das Bilderbewusstsein, dessen Niederschlag wir in der Mythologie finden und es wurde mit den Anfangsformen der Gegenstandsbewusstseins vermischt, was die Menschen vor das große Dilemma stellt, welchem Bewusstsein sie den Vorrang geben sollen. Die wichtigste Berechtigung für ihr Wüten fanden manche der römischen Cäsaren in der Erklärung, dass die Götter durch sie wirken. Trotz der Widersprüchlichkeit jener Zeit entstand das römische Recht, das die Persönlichkeit legalisierte. In der fünften Kulturepoche erreichte dieser Prozess unglaubliche Höhen, so dass wir heutzutage in unserer Zivilisation am Ende dieser achttausendjährigen Entwicklung stehen. Die Personifizierung des kulturhistorischen Prozesses geschah ursprünglich in den Mysterien durch Avatare und Adepten und ging allmählich zu Menschen über, die keine Einweihung erfahren hatten, doch ein Charisma besaßen und Völker anführen konnten. Die Geschichte der Menschheit wird immer von Individualitäten geschrieben, nicht von den Massen. Immer wird durch Individualitäten etwas personalisiert und die anderen Menschen folgen ihnen.

Nach diesem gigantischen Weg der Verinnerlichung kam es soweit, dass sich der Geist in die sichtbare Welt verwandelt hat, die uns umgibt. Im alten Ägypten hat niemand einen Baum in der Art wahrgenommen, in der wir ihn heute wahrnehmen – als eine Summe von Baumstamm, Wurzeln, Ästen und Blättern. An der Stelle, an der wir heute einen Baum sehen, wurde damals ein Bild wahrgenommen, das die Natur des geistigen Wesens des Baumes zum Ausdruck brachte und das nicht unserem heutigen Bild von einem Baum entspricht. Heutzutage sehen wir als Ergebnis der Objektivierung die Weltsubstanz als die Gegenstände der vier Naturreiche. Die Weltidee, die auch im Menschen wirkt, kann sich nicht mehr in das niedere Ich einmischen, denn dort ist die Grenze, über die der Geist nicht heruntersteigen kann. Die Substanz wird in uns als die Begriffe von ihr abgespiegelt, denen wir Namen gegeben haben. Die Gegenstände sind nicht das, was sie eigentlich sind, sondern sie stehen vor uns als die illusorischen Formen der ursprünglichen Substanz, die die Geister des Willens ausgestrahlt haben. Unser Bewusstsein nimmt die Gegenstände als Begriffe in einer reflektierenden Art wahr. In unserem Kopf sind die Begriffe, uns  gegenüber haben wir die Wahrnehmungen als die Widerspiegelung der Gegenstände und zwischen beiden entstehen die Vorstellungen, die als das Resultat zweier Widerspiegelungen auch eine Widerspiegelung sind. Das ganze Seelenleben des Menschen als Begriffe, Wahrnehmungen und Vorstellungen wurde seines Inhalts entleert. Die Menschheit lebt seit Jahrhunderten in diesem leeren Luftballon. Das Christentum sollte nach seinem Beginn in diesem leeren Luftballon angeeignet werden. Der Sinn der Verwandlung des objektiven Weltenprozesses in einen kulturhistorischen Prozess besteht in der Entwicklung des Ich – des höheren Ich, der Ich-Substanz von den Elohim. In unserem reflektierenden Dasein hat sich jedoch dieses Ich als unser niederes Ich abgespiegelt und wir haben den sinnlich wahrnehmbaren Teil des Weltalls mit dem übersinnlichen Weltall im reflektierenden Ich vereint. Das Ich sollte das Kreuz der Evolution auf sich nehmen und zum Subjekt dieser Evolution werden, es sollte sie weiterentwickeln und nicht nur ihr Produkt sein. Doch der Mensch hat beide Teile des einigen Weltalls in den leeren Luftballon, in die Widerspiegelung vereint und er versucht, mit diesem Luftballon das Subjekt der Evolution zu sein. Wir können das Ergebnis dieses Versuchs heute sehen. Der kulturhistorische Prozess ist das Ergebnis der Weltentwicklung und der menschlichen Entwicklung. In dieser Entwicklung haben sich drei Ströme ausgebildet, deren systembildendes Prinzip das Ich sein sollte. Das Ich ist etwas, was schaffen kann und nicht etwas, was geschaffen werden kann. Doch wenn das Ich reflektiert wird, wenn es inhaltslos ist, kann es keine rechtmäßige Beziehung zwischen den drei Strömen herstellen. Welche sind diese drei Weltenströme?

Der erste ist der Strom der Metageschichte und er verläuft ganz oben in der Gestalt der Wesen, die die Welt schaffen und die Welt selbst sind. Der zweite Strom ist der geschichtliche Strom, der das Resultat der Verwandlung des kulturhistorischen Prozess in Geschichte darstellt. Bereits am Anfang der geschriebenen Geschichte wurde sie bei ihrem „Vater“ Herodot zu etwas Falschem, denn das wahre Verständnis der Geschichte ist das Produkt der Metageschichte und nicht die Spiegelung dieser Metageschichte durch das gegenständliche Bewusstsein desjenigen, der sie aufschreibt. Indem der Mensch sein reflektierendes Ich erwarb, brach er seine Beziehung zu den Wesen der Metageschichte und verband sich mit den zurückbleibenden Wesen, die den dritten Strom der Subgeschichte bilden. Der Mensch wurde zu deren Spielzeug, da sich diese zurückbleibenden Wesen seines im Ausbilden begriffenen gegenständlichen Bewusstseins bemächtigten. Anstatt zur Verbindung dieser drei Stufen zu werden, die das Produkt der ganzen Evolution sind, wurde der Mensch zum Spielzeug der drei Kategorien von Wesen der Subgeschichte. Da der Mensch sein höheres Ich nicht individualisieren konnte, muss er sich mit seinem niederen Ich entwickeln.

Warum heißt dieses Ich ‚das niedere Ich‘? Das Weltall ist einheitlich, aber wir erleben es als sinnlich und übersinnlich. Oben ist das höhere Ich und hier unten ist das niedere Ich, mit dem wir im sinnlichen Weltall mit unserem Gegenstandsbewusstsein wirken. Nachdem wir alles in den vier Reichen benannt haben, entstand eine Summe von Begriffen. Das niedere Ich hat sich ein Universum aus Begriffen geprägt, das ein fünftes, dem Menschen eigenes Reich gebildet hat. Wir haben vier Naturreiche, die das Produkt der objektiven Evolution und der Götter sind, wobei wir das Menschenreich auch als ein Naturreich betrachten, denn die drei Leiber des Menschen sind die Emanation und das Produkt der vorherigen drei Äonen und im höchsten Sinne auch ein Produkt der drei Hypostasen der Trinität. Der Mensch schuf ein fünftes Reich, in dem aber die Begriffe nicht die wahre Idee zum Ausdruck bringen, welche den Gegenständen zugrunde liegt. Dieses Reich wird dauernd um neue Begriffe bereichert. Das niedere Ich wächst ständig als eine Ansammlung von Begriffen und es entsteht еine quantitative Anhäufung, ohne dass eine qualitative Änderung in der Bewusstseinsform des Menschen eintritt. Es besteht keine Möglichkeit einer Metamorphose, so dass von einer Spirale zu einer anderen, qualitativ neuen Spirale übergegangen werden kann. Stattdessen zerfällt die Wissenschaft in zahlreiche Unterdisziplinen, von denen jede einen eigenen Begriffsapparat bildet. Davon schwillt dieses fünfte Reich wie ein Geschwür an. Unter diesen Bedingungen kann der Mensch nicht zum systembildenden Faktor werden, er würde eher vernichtet werden.

Die Wesen aus den übersinnlichen Welten über uns haben unter anderen Bedingungen ihre Ich-Stufe erreicht, aber keines von ihnen hat ein reflektierendes Ich ausgebildet. Sie haben alle ein substanzielles Ich, das Leben schafft und keine leere Hülse wie unser menschliches Ich darstellt. Wir sind die einzigen Wesen, die ihre Individualisierung unter den Bedingungen begannen, die Christus schuf, als Er auf den Erdenplan herunterstieg. Mit seiner Ankunft hat Er den Weg zu unserer Individualisierung und der Verinnerlichung des Ich von der übersinnlichen Welt gebahnt. Als Johannes der Täufer aufrief „Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen“ (Matth. 3:2), war das der Hinweis auf die Ankunft des Ich-Prinzips und ein Aufruf an den Menschen, das Kommende zu begreifen und das Kreuz Christi zu schultern, um vom Objekt zum Subjekt der Evolution zu werden. Die Menschen haben den Täufer nicht verstanden und ihn enthauptet, aber Christus hat den Weg abgezeichnet. Die Menschen sollten die Abwärtsentwicklung wenden und Zivilisationen und Kulturen aufbauen, die nicht hohl und totgeboren sind.

Wir wollen an dieser Stelle auf die Begriffe ‚Zivilisation‘ und ‚Kultur‘ eingehen, um die Möglichkeit zu finden, nach oben zu gehen und unsere Vorgehensweise zu bestimmen. Die Zivilisation stellt die Summe mannigfaltiger Faktoren dar, die das menschliche Leben organisieren. Die Kultur ist der Kern der Zivilisation. Sie ist ein System aus Erziehung, Bildung, Vorliebe zum Schönen, Suche nach den großen Ideen. Die höchste Form der Kultur, die immer im Besitz des Ich, des Individuums ist, ist das persönliche Schöpfertum. Wir können sagen, dass die Zivilisation der Körper und die Kultur die Seele ist. Wie die Seele ist, so wird auch die Zivilisation sein. Eine Zivilisation geht durch Entstehung, Aufschwung, allmählichen Untergang und Tod. Wenn eine Zivilisation entsteht, erhält sie Unterstützung von den Wesen der geistigen Welt. Die Menschen, die diese Zivilisation symbolisieren und bewegen, erfahren Unterstützung von oben. Wenn die Zivilisation ihren Höhepunkt überschreitet, so wie das bei unserer Zivilisation der Fall ist, weil sie das Produkt des reflektierenden Denkens ist, ziehen sich die geistigen Wesen nach und nach zurück und beginnen in der Sphäre zu wirken, in der die nächste Zivilisation vorbereitet wird. Sie bereiten die Gesetze und Regeln vor, nach der die neue Zivilisation funktionieren wird. Die Menschen unten müssen sich durch ihre Vertreter Klarheit über die Regeln verschaffen und sich darauf vorbereiten. Die vergehende Zivilisation beginnt zu zerfallen und die Wesen aus der Subgeschichte greifen sie an, indem sie das reflektierende Ich-Bewusstsein des Menschen erobern und dadurch zu seinen Herren werden. Allmählich wird nicht der Mensch zum Subjekt der Zivilisation, sondern die Wesen aus der Subgeschichte, die sie ergreifen, bewirken, dass das Sein das Bewusstsein bestimmt. Die Zivilisation wird stärker als ihr systembildender Faktor. Das geschieht, weil der Mensch keine Kultur ausstrahlt, die auf das Spirituelle gerichtet ist. Im 20. Jahrhundert und in unserer Zeit geht die Zivilisation schnellen Schrittes auf ihren Niedergang zu, sie hat die kulturellen Errungenschaften vernichtet, die das Ergebnis der Erhebung des niederen zum höheren Ich waren – das sind etwa die großen Komponisten, die Renaissance, der deutsche Idealismus usw. Wir haben nicht unsere Kultur erschaffen, sondern durch die Wesen der Subgeschichte wurde die Subkultur erschaffen. Das, was in der Musik als Rock, Jazz, Rap existiert, ist keine Kultur. Das ist das Produkt der Entartung des niederen Ich, obwohl wir uns in jungen Jahren von bestimmten Vertretern der Rockmusik auch haben inspirieren lassen. Doch in der michaelischen Zeit stellen diese Musikrichtungen nach dem Ende des Kali-Yuga bereits eine Gegenkultur dar. Es gab vereinzelte Vertreter wie den Maler Boris Georgiev aus Varna, die im Picasso-Sumpf eine auf die sechste Kulturepoche gerichtete Kultur schufen. Im 20. Jahrhundert hat die Menschheit grundsätzlich als Zivilisation kapituliert und sie konnte keinen neuen Kern der zukünftigen Zivilisation bilden. Sowohl die Zivilisation als auch ihr systembildender Faktor befinden sich in einer großen Krise. Die Menschen können nicht begreifen, dass diese Krise eine Systemkrise ist. Diese Krise lässt sich nicht durch eine Verfassungsänderung reparieren, auch nicht durch den Aufbau von etwas, durch das positive Denken oder andere Faktoren der Zivilisation, die an sich tot sind, da sie das Produkt des toten Denkens sind. Leichen lassen sich nicht wieder auferwecken. Der systembildende Faktor hat die Faktoren der Zivilisation zu beeinflussen und nicht umgekehrt, denn das Bewusstsein bestimmt das Sein.

Um zu verstehen, warum die Zivilisation in eine solche tiefe Krise geraten ist, müssen wir ihre Methodologie und ihr Organon verstehen. Jede Zivilisation hat eine Aufbaumethodologie, die im Zusammenhang mit der Bewusstseinsform und der Denkart steht, die in ihrer Zusammenarbeit zu den jeweiligen Ergebnissen führen. Die Methodologie ist das System, welches das theoretische und praktische Leben der Zivilisation organisiert und das Organon ist das Werkzeug zum Denken und es führt uns zu der Art und Weise, wie diese Methodologie des Zivilisationsaufbaus praktiziert werden kann. Der Kern der Kultur ist die Methodologie und das Organon – das sind die Anwendungsweisen dieser Methodologie. Das ‚Organon‘ assoziiert man normalerweise mit Aristoteles und seinen Werken über die Logik, in denen er die neue reflektierende Denkart formuliert hat – das Ergebnis des neuen Gegenstandsbewusstseins, das zu seiner Zeit entstanden ist. Im 17. Jahrhundert veröffentlichte Francis Bacon, der wieder inkarnierte Harun al-Rashid, sein Werk „Novum Organum“, in dem er sein Verständnis vom Organon der neuen Zivilisation zum Ausdruck gab. Er ist der Begründer des Empirismus, des Verständnisses, dass das Wissen nicht vom Verstand, sondern von der Erfahrung kommen soll, weil der Verstand die Wirklichkeit entstellt. Die Naturwissenschaft hat diese Methode angenommen, die zum Fundament ihrer Untersuchungen wurde. Im 18. Jahrhundert fügte Kant dieser Ansicht sein Verständnis vom Organon hinzu und verwischte die Grenze zwischen Organon und Methodologie, wobei er beide austauschte. Seitdem arbeitet die Menschheit nach Kants Organon und nach der Methodologie, die dem reflektierenden Ich eigen ist.

Es gibt drei Hauptanschauungen, in denen die Relationen zwischen Sein und Bewusstsein abgebildet werden. Heute ist die marxistische Anschauung vorherrschend, nach der das Sein das Bewusstsein bestimmt. Die zweite Anschauung stammt von Protagoras, der im fünften Jahrhundert v.Chr. lebte und mit seinem Satz bekannt ist „Der Mensch ist das Maß aller Dinge, der seienden, dass sie sind, der nichtseienden, dass sie nicht sind.“ Die dritte Anschauung vertreten die Kirchenväter, nach denen der Mensch von Gott erschaffen wurde. Die drei Hauptanschauungen haben viele verschiedene Erscheinungsformen angenommen, doch diese sind Denkarten im Rahmen derselben Bewusstseinsform – der Form des Gegenstandsbewusstseins. Egal welcher dieser Denkarten sich man bedient, man wird nicht über die Grenzen dieser Bewusstseinsform hinausgehen. Die Form des Gegenstandsbewusstseins selbst setzt bestimmte Grenzen. Die Offenbarung erreicht die Grenze der Sinneswelt, die zur Außengrenze für sie wird. Für uns erscheint diese Grenze in Form unzähliger Begriffe und wir können sie nicht überwinden und zu der übersinnlichen Welt übergehen, solange wir diese Bewusstseinsform benutzen. Wir müssen das Denken ändern, um auch die Bewusstseinsform zu ändern. Der Niedergang der Kultur und Zivilisation im Altertum fand im Niedergang der Mysterien seinen Niederschlag. Die geistige Welt ist nicht mehr in der rechtmäßigen Art zu erreichen und in den Mysterien beginnen bereits die Wesen der Subgeschichte vorherrschend zu werden. In unserer Zeit drückt sich der Niedergang der Zivilisation im Niedergang des niederen Ich selbst und seines Produktes aus. Das Subjekt und das Objekt verfallen also gleichzeitig. Wenn jemand von den zahlreichen „Schlauköpfen“ im Fernsehen zu reden beginnt, spüre ich wortwörtlich einen Gestank. In ihren Worten ist überhaupt kein Leben und von ihnen können wir nichts Substanzielles lernen, sondern lediglich eine Vorahnung auf die nächste Falle bekommen, die Ahriman für uns vorbereitet. Wie ich das in meinem Buch „Der Weg zum Ich“ schilderte, habe ich schon 1994 erkannt, dass diese Zivilisation mir nichts mehr anbieten kann, da sie tot ist. Das ursprünglich unbewusste Aufleuchten wurde später bewusst und hat nur meine tiefe Überzeugung verfestigt, dass von der heutigen Zivilisation nichts mehr zu erwarten ist, dass sie des Lebens entleert ist. Das Leben fehlt in dieser Zivilisation und es fehlt auch in den sie schaffenden Ichen. Mit der Zeit beginnt eine Leiche zu zerfallen und zu stinken. Das große Problem besteht jedoch darin, dass das menschliche Ich-Bewusstsein auch eine Leiche darstellt. Im Prozess des Absterbens haben sich zwei Grundströmungen herauskristallisiert, die auch heute zu beobachten sind. Die erste Strömung können wir allgemein als die ‚Strömung des Konservatismus‘ bezeichnen, die auf die Traditionen, auf die Vergangenheit und das Nationale setzt. Die andere Strömung ist die ‚liberale Strömung‘, die scheinbar nach vorne schaut und auf die Freiheit, Gleichheit und den sozialen Fortschritt setzt. Wir sehen, wie die Erscheinung Trump in Amerika auftauchte, nachdem das Pendel des Liberalismus sich zu unerhörten Höhen geschwungen hatte, als jegliche Normabweichungen gleiche Rechte erhielten. Trump schiebt alles in die entgegengesetzte Richtung – zum Protektionismus im Stil des 19. Jahrhunderts, zum Verschließen im Nationalen und zum Streben, Amerika zum neuen wegweisenden Stern der Menschheit zu machen. Darauf kommen wir noch zu sprechen. Wir sehen, wie das Pendel auch vielerorts in Europa in die umgekehrte Richtung schwingt. Weder die eine noch die andere Strömung ist aber ein Ausweg, sondern sie sind nur die Todeskrämpfe des Globalismus, hinter denen äußerst satanische Ziele durchsickern. Ahriman gelingt es, beide Strömungen zu beherrschen. Wenn der Konservatismus herrscht, wird jede Form der Normalität, also der Wunsch, sich auf den richtigen Weg zum Geist zu machen, für verrückt erklärt. Beim Liberalismus ist es genau umgekehrt – jede Schwachsinnigkeit wird zur Norm erklärt und zahlreiche Organisationen kämpfen zähneknirschend um die Gleichberechtigtheit der Normabweichungen. Ahriman lauert an beiden Ausgängen. Die Konservativen mögen schwören, dass sie die traditionellen christlichen Werte und den gesunden Verstand verteidigen, doch es gibt kein Links und Rechts, sondern einen linken und einen rechten Globalismus. Man schwankt zwischen der einen und anderen Extremität. Steiner hatte prophezeit, dass man künftig jede Erscheinung des geistigen Lebens zur Abweichung erklären und die Menschen gewaltsam dagegen medizinisch behandeln wird. Es soll sogar ein Impfstoff gegen das Streben nach Geistigkeit in Gebrauch kommen. Nachdem wir im Liberalismus versunken sind, folgt nun die natürliche Reaktion des Menschen, sich als Persönlichkeit irgendwie zu retten. Es kann nicht sein, dass es 23 Formen der Sexualität gibt, die gleichberechtigt sein sollen! Das ist der helle Wahnsinn! Es gibt eine Form der Sexualität und dass ist die Heterosexualität. Alles andere ist die Erscheinungsform verschiedener Abstufungen des Wahnsinns, die die Liberalen für die Norm erklären. Aber das kann man nicht vom Gesichtspunkt der materialistischen Weltanschauung verstehen, denn die verschiedenen Arten der Sexualität sind das Ergebnis der verschiedenen Formen des Missbrauchs der Sexualität in früheren Inkarnationen.

Zwischen diesen beiden Wegen gibt es einen dritten Weg, auf dem das demokratische Prinzip, auf das alle schwören, mit der individuellen Ich-Entwicklung des Menschen vereint sein wird. Das wird das Vereinen verschiedener Manifestationen des Willens sein, denn das Ich ist eine Manifestation des Weltenwillens. Wenn der Mensch zum Subjekt der Evolution wird, ist er ein Wille, der den Verlauf der Evolution bestimmt. Dann werden einzelne rechtmäßig entwickelte Manifestationen des Willens sich in eine Gemeinschaft vereinen, die den Anfang des dreigliedrigen sozialen Organismus setzen wird. Nächstes Mal werden wir über die soziale Dreigliederung sprechen, jedoch unter einem anderen Aspekt. Es ist klar, dass etwas verändert werden muss, zumal die von Steiner angebotene Form wirksam ist. Doch ist sie praktisch realisierbar und wie lässt sie sich umsetzen? Nächstes Mal werden wir dies zu klären versuchen.

Um die Zivilisation zu retten, ist eine Methodologie notwendig, die universell für diese Zivilisation sein soll, denn der Kern der Zivilisation ist die Kultur und der Kern der Kultur ist die Methodologie. Die Anthroposophie wird üblicherweise als eine Sammlung von Tatsachen empfunden, die Erkenntnisse liefern. Doch ihr Wesen besteht in ihrer Methodologie und in ihrem Organon. Steiner hat beides gegeben und die von ihm vorgetragenen Tatsachen resultierten aus beidem. An jede Tatsache der Anthroposophie ist methodologisch heranzugehen und nicht dogmatisch. Dann kann die konkrete Tatsache im Menschen lebendig werden und das Fundament bilden, auf dem auch andere Tatsachen eröffnet werden. Sonst würde die Anthroposophie zum reinen Paukstoff verkommen, der sich von dem Stoff anderer Disziplinen kaum unterscheidet. Die heutige Wissenschaft ist so zerkleinert, dass jeder, der versucht, eine Synthese zwischen einzelnen Disziplinen vorzunehmen, als Eklektiker verurteilt wird. Das bulgarische Mysterium etwa kann jedoch nicht richtig beleuchtet werden, ohne die zahlreichen Wissenszweige durch die geistige Weltanschauung zu erfassen. Dann kann man das, was ich über die bulgarische Herkunft vieler Personen der Geschichte vorgetragen habe, plötzlich mit anderen Augen sehen und nicht a priori ablehnen. Damit Steiner den Weg der Anthroposophie bahnen konnte, begann er mit der Erkenntnistheorie, die das Zentrum der Methodologie bildet. Wie wir wissen, war er der wieder inkarnierte Thomas von Aquin und Aristoteles – eine Individualität also, die sich entlang der Linie des Verstandes bewegt. Die meisten heutigen Wissenschaften sind die Frucht der empirischen Methode. Im Unterschied zu dieser Methode der äußeren Wissenschaften versuchte Thomas von Aquin schon im 13. Jahrhundert, sich zum höheren Ich zu erheben und dadurch den Weg zur Schöpfung zu finden. Das ist die Einführung der Ontologie in die Erkenntnistheorie, die Einführung des Evolutionismus in die Erkenntnis. Thomas von Aquin konnte das nicht erfolgreich machen, doch in seiner Inkarnation als Rudolf Steiner gelang ihm das. Steiner vereinigte das Streben des Thomas von Aquin mit den Errungenschaften der modernen Wissenschaft, doch nicht als ihre einfache Summe in seinem Ich, sondern er hat beide Teile in etwas Neues metamorphosiert. In dieser Metamorphose entdeckte er, wie man in der richtigen Art den Übergang vom niederen zum höheren Ich durch das Werkzeug des Denkens zu verwirklichen hat. Dieses Werkzeug war das letzte, das wir auf dem Weg der Verinnerlichung erlangt haben, deshalb müssen wir zuerst damit anfangen. Wenn wir das Denken metamorphosiert haben, können wir zum nächsten Schritt übergehen – zur Metamorphose des Bewusstseins von der Gegenstandsform zur Bilderform, doch nicht wie in der Vergangenheit als eine Gruppenbewusstseinsform, sondern auf dem individuellen Weg als Erhebung vom niederen zum höheren Ich. Das ist ein Riesenübergang, ein Weg von unten nach oben. Steiner hat den Weg von der sinnlichen zur übersinnlichen Welt gebahnt, indem er die Evolution der Naturwissenschaft mit der Schöpfung der Theologie vereinigte.

Unser heutiges Denken funktioniert in der Triade These – Antithese – Synthese. Wenn wir die Genese dieser Triade zurückverfolgen, werden wir zur Trinität kommen. Wie ich bereits in der ersten Vorlesung dieser Saison hervorgehoben habe, ist diese Triade schon auf dem alten Saturn in Erscheinung getreten – durch die Geister des Willens, der Bewegung und der Weisheit. Diese Triade hat eine gigantische Entwicklung erfahren, bevor sie unsere Zeit erreichte. Wenn wir heute im Bewusstsein unseres niederen Ich nicht triadisch denken, können wir kein Selbstbewusstsein haben. Dank des triadischen Denkens konnte sich das menschliche Denken zum Niveau eines Hegels erheben. In der altgriechischen Zeit sollte die Wahl getroffen werden zwischen dem alten Bilderdenken und dem neuen Gegenstandsdenken. Wegen dieser Wahl wurde Sokrates der Gotteslästerung bezichtigt. Doch die wahre Wahl bestand darin, entweder in die Sackgasse des abstrakten Denkens zu geraten oder den Weg zum individuellen bildhaften Denken durch das höhere Ich zu bahnen. Im 19. Jahrhundert haben diese Wege zu Hegel und Marx geführt. Marx formulierte eine These und hat die Antithese aus seiner Ansammlung von Begriffen hergeleitet, um danach eine Synthese vorzunehmen. Doch er war sich nicht bewusst, dass bei der Herleitung der Antithese aus seiner Vorbestimmtheit, aus seiner Subjektivität, aus seinen Vorlieben, die von der Persönlichkeit abhängig sind, der These nicht erlaubt wird, ihre Antithese selbst zu finden. Dann ist auch die Synthese willkürlich und kommt zu Ansichten, wie „Das Sein bestimmt das Bewusstsein“, „Proletarier aller Länder, vereinigt euch“, „Diktatur des Proletariats“ und ähnlicher hohler Phrasen. Die Marxsche Synthese ist problematisch nicht wegen seiner These, sondern wegen der Antithese. Hegel hat die These formuliert, er blieb im reinen Denken und seine subjektive Willkür mischte sich nicht ein. Die Antithese und die Synthese erscheinen bei ihm von selbst, er kontempliert nur die Bewegung des Gedankens und schreibt sie auf, ohne sie zu erleben. Hegel hat begriffen, dass der Ausweg aus den Grenzen der empirischen Erkenntnis, die das niedere Ich selbst aufstellt, im Argumentieren der Gleichheit Ich = ich liegt. Es muss verstanden werden, dass Christus als Ich und die Spiegelung dieses Ich auf dem Boden der Welten als unser klägliches Ich gleich sind. Das, was ich vor Jahren erlebt und in meinem Buch beschrieben habe, ist genau diese Erkenntnis – „Ich bin Gott selbst“. Da ich das erlebt habe, weiß ich, dass es stimmt. Ein solches Erlebnis schießt einen durch alle Stufen des Seins bis zum Zentrum, bis zum Absoluten hoch. Es ist mit nichts anderem zu vergleichen und kennzeichnet den Beginn der wahren Geburt des Ich im Menschen. Doch Hegel konnte diese Gleichheit nicht argumentieren. Im 20. Jahrhundert hat der bedeutende russische Philosoph Nikolay Lossky die Gleichheit „alles in allen“ begründet. Er kam zur Ansicht der ursprünglichen Gottmenschlichkeit Christi, was ihn auch zu dieser Gleichheit führte. Das heißt, dass alles, was mit dem einzelnen Menschen geschieht, im ganzen Universum, das ein lebendiges Wesen ist, seinen Widerhall und seine Widerspiegelung findet. Das heißt auch, dass das ganze Universum in jedem Menschen existiert und wenn der richtige Weg gefunden wird, kann man das im Universum Geschehende auch im Menschen finden. Steiner ging durch die Metamorphose der Erkenntnistheorie weiter, indem er sie zur Logik des anschauenden Denkens führte und den Weg vom niederen zum höheren Ich durch die siebenstufige Lemniskate dieses Denkens bahnte. Dieses anschauende Denken wird uns zur künftigen Änderung der Denkform führen. Steiner sagte, dass man alle sieben Stufen der Lemniskate erleben muss. Sie werden sich wahrscheinlich an die Vorlesung „Die Auferstehung im Denken“ erinnern (https://erzengelmichaelblog.wordpress.com/2016/11/16/die-auferstehung-im-denken/), als ich durch meine eigenen Erlebnisse veranschaulichte, wie ich von der These, dass nichts auf dieser Welt mir helfen kann, zur Synthese zwischen den Impulsen der Anthroposophie und des Bodhisattva gekommen bin. Wir müssen die eine Schlaufe der Lemniskate, die im Diesseits ist, durch den Punkt des niedern Ich hinüberziehen und zu einer anderen Schlaufe machen – zu einer lebendigen Schlaufe, die aus den moralischen Intuitionen, der moralischen Phantasie und der moralischen Technik besteht, entsprechend den Begriffen, die Steiner in der „Philosophie der Freiheit“ formuliert hat. Damit überhaupt eine Änderung im Denken erreicht werden kann, muss man zuerst über einen sehr reichen Satz von Begriffen verfügen, also muss man viel lesen und viele Kenntnisse erwerben. Danach kommt das Denken in diesen Begriffen, ihre Anwendung. Heutzutage sind viele Menschen äußerst unfähig im Denken und können nicht mal die gewöhnliche Triade aus These – Antithese – Synthese benutzen, geschweige denn über das Hegelsche Denken hinausgehen. Die Theorien über das Vertreiben des Verstandes und das Verlassen nur auf die Gefühle sind absolut unhaltbar. Man muss alle drei Stufen der Triade erleben, denn so kann jeder Ideen streifen, die ihn persönlich interessieren und bewegen. Mich persönlich beschäftigen die größten existenziellen Fragen, deshalb komme ich zu den Ideen, die ich Ihnen hier darstelle. Ein anderer kann einfach von einem Krokus berührt werden, aber er muss den Krokus mit solcher Liebe anschauen, dass ihm eventuell die Blume die ihr angelegte Idee offenbart, die jenseits der gewöhnlichen Vorstellung liegt, die ein leerer, doch notwendiger Luftballon darstellt. Man müsste mehr von diesen Luftballons haben, die irgendwann zu platzen beginnen und die nicht einfach verschwinden, sondern metamorphosieren und die Ideen offenbaren, die hinter ihnen stecken. Die These, Antithese und Synthese werden intensiv erlebt, man denkt nicht einfach an sie – das ist das Wichtigste hier. Dann wird in einem bestimmten Augenblick, falls es oben beschlossen wurde, die Idee dem Menschen eröffnet, der bereit ist, sie zu begreifen.

Es werden keine Perlen vor die Säue geworfen! Die Bewegung zur Idee beginnt beim niederen Ich und in einem bestimmten Moment verschwindet das Gegenstandsbewusstsein, die Idee des Objekts wird als eine moralische Intuition geoffenbart, sie wird durch das höhere Ich individualisiert und der Welt gezeigt. Im Augenblick der Offenbarung der Idee setzt der Mensch sich selbst mit dem Objekt gleich, also mit einer anderen Bewusstseinsform, mit dem anderen Ich, im gegebenen Fall mit dem Gruppen-Ich des Krokusses. Das kann ohne den Verlust des Selbstbewusstseins nur durch Christi Vermittlung geschehen. Er ist das einzige Wesen, in dem der Mensch sein Bewusstsein nicht verlieren, sondern erhöhen kann.

Letztes Mal haben wir über die Evolution der Wesen gesprochen, die über uns sind. Sie entleeren ihr Selbstbewusstsein nach unten, um sich zu einem höheren Selbstbewusstsein nach oben zu erheben. Wir müssen für einen Augenblick unser begriffliches Bewusstsein in Punkt 4 der Lemniskate löschen, damit uns die Idee geoffenbart wird. In diesem Augenblick wird die Triade aus der sinnlichen Welt auf die übersinnliche Welt übertragen und das Ich des Objekts, an das wir mit größter Liebe und größtem Interesse herangegangen sind, eröffnet sich uns. Die Fakten, die Steiner in der Anthroposophie vorgetragen hat, sind das Ergebnis solcher Augenblicke, einer solchen Offenbarung von Ideen und eines solchen Kontaktes mit den Ichen der Wesen. Die Anthroposophie ist die Summe solcher Augenblicke und es darf sich ist derjenige ein Anthroposoph nennen, der solche Augenblicke erlebt hat. Der Mensch schafft sich ein fünftes Reich, das aus den Begriffen des niederen Ich besteht.

Was passiert, wenn man die Ideen in der geistigen Welt streift? Dann beginnt sich das fünfte Reich des höheren Ich auszubilden. Das fünfte Reich des niederen Ich besteht aus dem Begriffsapparat und mithilfe der Begriffe erlebt sich der Mensch als Selbstbewusstsein, indem er triadisch denkt. Das höhere Ich befindet sich in der übersinnlichen Welt. Wenn man in diese Welt hinübertritt, eröffnet sie die Ideen. Dann bildet der Mensch von oben nach unten ein neues fünftes Reich. Dieses besteht aus Ideen, die das wahre Wesen der Begriffe darstellen, welche das fünfte Reich des niederen Ich aufbauen. Es wird ein metamorphosiertes fünftes Reich aufgebaut, das für das höhere Ich des Menschen ein äußeres Reich ist und die von ihm individualisierten Ideen darstellt. Der Mensch muss diese lebendigen Ideen in die sinnliche Zivilisation einführen, denn alle anderen Ideen, die hier unten von überall herströmen, tot sind. Tote Ideen können nichts in die Welt einbringen, was Zukunft haben soll. Diese Zivilisation ist mithilfe der lebendigen Ideen zu metamorphosieren. Das Produkt der vorherigen drei Äonen muss metamorphosiert werden, damit wir die nächsten drei Äonen aufbauen können. Die Bodhisattva-Idee ist eine solche lebendige Idee und die Idee über die Synthese der Impulse der Anthroposophie und Beinsa Dounos ist auch eine lebendige Idee. Vor mehreren Jahren hat eine Frau, die Mitglied der anthroposophischen Gesellschaft ist, zu mir gesagt: „Wir wollen sehen, wie lange die Idee, dass Beinsa Douno der Bodhisattva des 20. Jahrhunderts ist, Bestand haben wird!“ Diese Idee hat nicht einfach überlebt, sondern ohne sie gibt es keine Zukunft für die Menschheit. Die Tragödie der Anthroposophen wird sich immer mehr vertiefen. Der Mensch ist verpflichtet, das übersinnliche fünfte Reich in die sinnliche Welt herunterzuholen, denn nur die Ideen von dort sind in der Lage, diese Welt zu verändern. So wird der Mensch zu einem wahren Ich, zu einem wahren Subjekt der Evolution. Er personalisiert den kulturhistorischen Prozess und von ihm hängt dasjenige ab, was passieren wird. Der Blick wird dann von oben nach unten gerichtet.

Wenn man diesen Weg besteigt, kommt man zum Problem der eigenen Erfahrung und ihrer Anerkennung durch die Mitmenschen. Neulich bekam ich die ersten Kapitel von Prokofieffs Buch über Judith von Halle zu lesen. Als ich 2014 die Vorlesung über die Geheimnisse von Golgatha vortrug und auch auf die Stigmen dieser Anthroposophin einging, hatte ich dieses Buch noch nicht gelesen. Wie ich erwartet habe, spricht Prokofieff im Buch darüber, dass die Methode der Anthroposophie die richtige ist und das, was über Judith von Halle kommt, eine atavistische Form sei, die vom Leib und nicht vom Ich herrühre und der neuen Zeit nicht angemessen sei. Die Anhänger von Halles haben offenbar sehr energisch gegen Prokofieff reagiert, worauf ein großer Konflikt innerhalb der Anthroposophischen Gesellschaft entstanden ist. Hat Prokofieff Recht bei der Stellung, die er bezogen hat? Grundsätzlich hat er Recht, doch warum sind einige merkwürdige Sachen geschehen? Nach der Schlüsselkonferenz in Varna im Sommer 2014, die außerordentlich wichtig war, habe ich in der Michaelizeit unter anderem in meiner Vorlesung über Judith von Halle vorgetragen und stützte mich auf die Materialien von Peter Tradowsky, die mir nicht zufällig zwei Anthroposophen gegeben haben, die mich damals besuchten – Slatosarka Detscheva und Georgi Hristov. Es waren ca. 30 Tage seit dem Tod Sergej Prokofieffs vergangen. Wir wissen, was mit einer Seele geschieht, die die Welt verlassen hat und Sergej Prokofieff war in der Tat eine bemerkenswerte Seele! Den Freitagabend, der auf der Konferenz Prokofieff gewidmet war, habe ich als sehr dramatisch und erschütternd erlebt. Nach der Konferenz kam der Vorsitzende der Anthroposophischen Gesellschaft Trajtscho Frangov auf mich zu und sagte: „Dimitar, übernimm den Staffelstab!“. Ich wusste, dass ich den Staffelstab übernehmen soll, Prokofieff hat es nur über ihn ausgesprochen. Neulich habe ich nach der letzten Konferenz in Varna Frangov gefragt, ob er noch weiß, was er mir damals gesagt hat. Er hatte überhaupt keine Erinnerung an den Vorfall. Natürlich konnte er sich nicht daran erinnern, denn er war nur das Werkzeug, durch das diese Worte ausgesprochen wurden. Die Übergabe des Staffelstabs von Prokofieff an mich kam zustande und danach folgte die Vorlesung über Judith von Halle. Während der Vorlesung selbst habe ich die Bestätigung zweier der Behauptungen Judith von Halles durch die geistige Welt erhalten, die äußerst wichtig sind. Im ersten Fall ging es darum, dass alles, was vom Leib Christi als Blut, Schweiß, Haut- und Fleischpartikel während der Folterung und auf dem Weg zu Golgatha abgefallen ist, von übersinnlichen Wesen aufgesammelt und der Leib damit wieder vervollständigt wurde. Die zweite Behauptung betraf das Blut, das aus den fünf Kreuzeswunden floss und andere Eigenschaften aufwies als das Blut, das vor der Kreuzigung geflossen war. Beim Tropfen auf den Boden ist das Blut aus den ersten vier Wunden nicht eingesickert, sondern es wurde sofort ätherisiert, indem es zu einem Teil der Ätheraura der Erde wurde, die begann, sich völlig zu verwandeln und mit Astrallicht zu leuchten. Die Erde hat auf diese Weise den Keim ihrer zukünftigen Verwandlung in eine Sonne, in den zukünftigen geistigen Jupiter empfangen. Die Wunde, die seitlich am Brustkorb war, wurde nach dem Tod zugefügt und aus ihr flossen Blut und Wasser, die Joseph von Arimathäa – der spätere inkarnierte Skythianos – in den Kelch aufsammelte. Das war der Anfang des Gralsmysterums und der Gral ist das Hauptheiligtum im Christentum, nicht das Kreuz. Wir reden vom Christentum des Heiligen Geistes. Beinsa Douno sagte seinen Anhängern, nicht den gekreuzigten Christus zu beweinen, da Er lebt und heute so stark ist, dass kein Baum gefunden werden kann, der so groß ist, dass Christus an ihm gekreuzigt werden kann. Es werden keine Nägel gefunden werden, mit denen man Ihn an ein Kreuz annageln kann, da Er sie schmelzen wird. Das Kreuz war bisher das Hauptheiligtum des Christentums. Natürlich darf man es nicht ablehnen, da jeder als Ich sein Kreuz schultern soll. Wir alle müssen das Kreuz der Evolution tragen und nicht wie Prometheus an das Kreuz der Evolution angenagelt werden. Deshalb rief Christus die Jünger auf: „Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir“ (Matth.16:24). Der Mensch hat das Kreuz der Evolution auf sich zu nehmen und zum Subjekt zu werden, das diese Evolution steuert. Das ist eine Last, die nicht schwer ist. Wenn jemand die ersten Schritte beim Tragen dieses Kreuzes kennt, dann möchte er dieses Kreuz immer mehr tragen und ist immer mehr bereit es zu tragen, bis er schließlich zum Zustand kommt, den Steiner beschrieben hat – der Mensch lässt sich in seinem Willen von den Göttern „aufessen“, also er erfüllt vollkommen den göttlichen Willen. Es gibt einen subjektiven und einen objektiven Willen. Der objektive Wille ist der Weltenwille der geistigen Wesen und der subjektive Wille ist der Wille unserer niederen Iche. Wenn man in Punkt 4 der Lemniskate zur geistigen Welt hinüberspringt, dann geht man vom subjektiven Willen zum Weltenwillen über. Dann wird das Denken zum Willen, denn das Ich ist ein Wille. Der Weltenwille erschließt sich, die Ideen, also die Wesen offenbaren sich, denn sie bestehen aus Gedanken und Willen. Das ist ihre Substanz. Die Idee wird im Weltenwillen über das höhere Ich als Willen erhalten, sie kommt als ein Gedanke zum Menschen, den er als Gedanken und Willen in die Zivilisation einführt, damit das Neue aufkeimt. Wenn man sich zum anschauenden Denken erhebt, macht man den Übergang zu einer anderen Logik, die einen vom subjektiven zum objektiven Willen überträgt und zum Werkzeug der Götter macht, ohne dass das eigene Ich eliminiert wird. Das Ich hat die Eigenschaft, sich immer über die anderen Iche durchsetzen zu wollen. Selbst in den spirituellen Gemeinschaften will sich jeder über die anderen durchsetzen. Der wahre Sinn in der Entwicklung des Ich besteht darin, sich an den Platz des anderen Ich zu stellen, sich mit ihm für einen Augenblick zu identifizieren, damit einem die Idee hinter diesem Ich geoffenbart wird. Es kommt nicht zu einer quantitativen Erweiterung, sondern zu einer qualitativen Veränderung. Hier haben wir einen Sprung, der im Symbol des Krebses veranschaulicht wird. Das ist ein Sprung vom fünften Reich, das vom niederen Ich gebildet wurde, zum fünften Reich, das um das höhere Ich entsteht – das fünfte Reich der Ideen. Das verändert den Menschen als eine Art. Jeder einzelne Mensch wird zu einer eigenen Art, wobei zuerst seine Denkart verändert wird, dann auch seine Bewusstseinsform. Diese Arten haben mit Rasse oder Volk nichts zu tun, sondern werden Vertreter der Menschheit sein. Der Mensch ist ein Ich, das von Gott heruntergestiegen ist und er muss sich als eine einzelne Art dieses Gottes manifestieren, es gibt keinen anderen im ganzen Kosmos und in allen Zyklen, der mit ihm identisch ist. „Ihr seid Götter“, heißt es in der Bibel (Psalm 82:6), aber wir müssen zu Göttern werden und das wird erst auf dem Vulkan geschehen. Bisher haben wir nur das Potenzial, Götter zu sein.

Wo wurde uns diese Potenz veranlagt? Unserem niederen Ich wurde die ganze bisherige Entwicklung des Zyklus des Sohnes eingeprägt, doch nicht als Leben, sondern als eine Potenz für Lemniskaten, die sich zu entfalten beginnen sollen. Jede von ihnen soll die Idee offenbaren, zu der sie führt. Die ganze Entwicklung während dieser dreieinhalb Äonen, die ganze Schöpfung, alles, was im Universum existiert, ist im niederen Ich des Menschen verinnerlicht, doch nicht als Leben und Substanz, sondern als Potenz. Wenn der Mensch beginnt, den Übergang von seinem gewöhnlichen fünften Reich zum eigentlichen fünften Reich zu machen, beginnt jede Lemniskate sich kontemplativ und siebenstufig in seinem Ich zu entfalten, es beginnt ein Übergang zu seinem höheren Ich und dieses fünfte Reich beginnt sich auszubilden. So beginnt die allmähliche Metamorphose der vergangenen Äonen in zukünftige Äonen, wobei sie durch den Menschen verlaufen. Der Mensch ist die Schutzschaltung der Evolution, der zukünftigen Schöpfung. Er ist das Subjekt, das alles vom Saturn bis zur jetzigen Zeit verinnerlichen soll. Und nicht nur das. Vor drei Stunden wurde mir etwas bestätigt, was ich letzten Monat gesagt habe. Auf dem Vulkan werden das Geistselbst, der Lebensgeist und der Geistesmensch abfallen und es wird der Auferstehungsleib herauskommen, der das ewige Leben ist. Christus ist der Träger des Ich-Prinzips vom Absoluten und des ewigen Lebens in allen Zyklen. Das, was Er auf Golgatha getan hat, ist das größte Ereignis aller Zyklen der Offenbarung des väterlichen Weltengrundes. Er hat das ewige Leben und das Ich-Prinzip am tiefsten Punkt, im härtesten Element manifestiert, wo die Widerspiegelung ist und wo es keine Substanzialität gibt und kein Leben. Dieses Wunder stellt die Verbindung zwischen den Zyklen her. In diesem Wunder manifestierte Christus die Fülle Gottes. Die Verinnerlichung des ganzen Zyklus und sein Sinn, der Sinn des vergangenen Zyklus und alles, was den neuen Zyklus ergeben wird, ist in Christus Jesus enthalten, und es ist auf der Erde manifestiert worden. Ich kenne bisher niemanden mit einem solchen Christus-Verständnis und nur dieses Verständnis kann uns bei der Begegnung mit dem Antichristen helfen.

Kehren wir zurück zu Prokofieffs Problem mit Judith von Halle. Er reagierte besonders heftig auf die Bindung ihrer Visionen an den Auferstehungsleib. Prokofieff hat eine große Tiefe der Einsicht in den Auferstehungsleib erreicht, doch er wurde irregeführt, als er die Aufteilung in Phantomleib und Auferstehungsleib unternahm. Es gibt einen Leib und das ist der Auferstehungsleib.

Ich werde kurz erklären, worum es geht, denn dieses Mysterium gehört mit zu den tiefsten Mysterien. Nachdem ein Mensch durch die Pforte des Todes gegangen ist, sieht er das Phantom im ätherischen Panorama. Der Ätherleib wird bis zur Sphäre des Saturn erweitert und in diesem Panorama sieht man das Phantom des Menschen. Das Ätherische bringt das Prinzip des Lebens zum Ausdruck, es hat eine belebende Eigenschaft. Als Jesus am Kreuz starb, gab es das ätherische Panorama und das Phantom war sichtbar dort. Doch nicht das Ätherische hat das Physische belebt, das in der auferweckten ursprünglichen physischen Form dargestellt war, sondern das Physische belebte das Ätherische. Das habe ich in einem einzigen Vortrag Steiners gefunden, den Prokofieff nicht verstanden zu sein scheint. Deshalb sprach er von zwei Leibern, wobei der Phantomleib primär sein soll, der sich dann in den Ätherleib einkleidet und zum Auferstehungsleib wird. Ich behaupte, dass der Auferstehungsleib von Anfang an ein solcher ist. Ob Judith von Halle ein Verständnis dafür hat, ist es eine andere Frage, doch lässt sich eine Beziehung herstellen zwischen dem Auferstehungsleib und ihren Visionen? Eine solche Beziehung ist möglich. Das ist keine Beziehung, die durch die siebenstufige Metamorphose des Denkens erreicht worden ist, aber es tauchen Tatsachen auf und diese Tatsachen müssen kommentiert werden. Prokofieff erwähnt in seinem Buch die Behauptung Judith von Halles, dass drei Schwarzmagier die Nägel geschmiedet haben sollen, mit denen Christus an das Kreuz geschlagen wurde. Es gibt Abbildungen, die beide Füße durch einen Nagel angenagelt zeigen und solche, die jeweils einen Nagel durch jeden Fuß zeigen. Diese Behauptung kann ich nicht bestätigen, doch zwei Tatsachen, über die sie berichtet – das Vervollständigen des Leibes mit den Partikeln und die unterschiedlichen Eigenschaften des Blutes vor der Kreuzigung und danach – kann ich bestätigen. Können wir also sagen, dass wir Judith von Halle Glauben schenken sollen? Natürlich ist keiner verpflichtet allem zu glauben. Kann jemand ihre Angaben, die höchst ergreifend sind, überprüfen? Die Anthroposophen sollen versuchen dies zu tun. Ich behaupte, dass zwei ihrer Angaben wahr sind und auf eine erstaunliche Art eine Beziehung zu allem haben, was mich bewegt. An Judith von Halle sollte man mit dem notwendigen Respekt herangehen, aber auch mit einem gewissen Misstrauen. Prokofieff berichtet nämlich über etwas, was die Vorführung höchsten Luziferismus ist. In einer Anrede an das Goetheanum soll von Halle behauptet haben, dass Christus heute durch sie zur Menschheit spreche und dass die Menschen, die aus karmischen Gründen sie gestreift haben, gesegnet seien. Prokofieff bemerkt sehr richtig, dass nach einer solchen Behauptung jegliche Anthroposophie aufhört. Das ist in der Tat so. Doch können wir a priori Judith von Halle leugnen? Wir können uns fragen, ob bei Prepodobna Stojna (‚Ehrwürdige‘ Stojna 1893-1933, eine blinde bulgarische Hellseherin) die Benutzung der Methodologie der Anthroposophie zur Beziehung zur geistigen Welt vorhanden ist. Natürlich nicht. Ist Stojnas Weg zur geistigen Welt dann rechtmäßig, da sie immer streng gefastet und völlig mittellos gelebt, Wahrheiten ausgesprochen und Wunder vollbracht hat? Ihre Visionen tragen atavistischen Charakter, doch solche Erscheinungsformen des Atavismus werden uns noch lange begleiten und wenn die Tatsachen, die dadurch an das Tageslicht kommen, vom Leben geprüft und für richtig befunden wurden, dürfen sie nicht geleugnet, sondern verstanden werden. Wanga, Djado Wlajtscho, Slava Sevrjukova, Beinsa Douno – sollen wir sie alle verleugnen? Hat Beinsa Douno etwa die Methode der Anthroposophie benutzt? Nein, er hat sie nicht benutzt, ich werde auf seine Methode später eingehen. Sollen wir ihn dann leugnen? Das wäre absurd! Sollen wir Djado Wlajtscho – den wieder inkarnierten Johannes den Täufer – leugnen? Er hat so viel erlebt und getan, doch die meisten Menschen haben keine Vorstellung darüber. Man kann ihn grundsätzlich nicht leugnen. Es existiert nicht nur der anthroposophische Weg, sondern er wird durch anderes ergänzt, das wir zu beachten haben. Es wurde Prokofieff verkündet, wer der Bodhisattva des 20. Jahrhunderts war, doch er hat die Information ignoriert und diesen Impuls nicht beachtet. Dadurch hat er eine große Sünde gegen den Heiligen Geist begangen. Nach seinem frühzeitigen Gang über die Schwelle hat er begriffen, was er getan hat und kann sich diese Sünde selbst nicht verzeihen. Er hat bedingungslos die Tatsachen aus dem fünften Reich um das höhere Ich Steiners angenommen, doch er hat es nicht für nötig gehalten, diese Tatsache aus meinem fünften Reich anzunehmen bzw. sie durch die Methode der Anthroposophie zu prüfen. Der Brief, den ich ihm geschickt habe, enthielt die Argumentation, die in 18 Punkten in der Sprache der Anthroposophie mit dem Begriffsapparat jener Methode dargelegt wurde, die er für maßgeblich in der heutigen Zeit hält. Ich beherrsche gut genug die Methodologie der Anthroposophie und ihren Begriffsapparat, um zu wissen, wer mir was sagt und wie ich darauf zu reagieren habe. Manchmal kommen von verschiedenen Seiten offensichtliche Absurditäten, auf die man sofort und kategorisch reagieren muss, doch manchmal ist es anders. Einmal war z.B. eine Frau zu unserer Gruppe gekommen, die geistig weit entfernt von den hier behandelten Themen war. Der einzige Sinne ihrer Anwesenheit damals – es war vor zwei oder drei Jahren – war die Antwort auf eine Frage von mir. Als ich mir die Frage stellte, was mit dem Geist der Erde geschah, als Christus zum Geist der Erde wurde, kam über diese Frau, die keine Ahnung von der Anthroposophie hat, geschweige denn von ihrer Methodologie und ihrem Organon, die Antwort der geistigen Welt: „Sie sind miteinander verschmolzen“. Ich habe sofort begriffen, dass ich durch diese Frau, die wir nach diesem Erlebnis nie mehr gesehen haben, die Antwort erhalten habe. Mit Sicherheit hat sie das Vorkommnis schon vergessen, da sie in diesem Fall nur ein Werkzeug war, doch diese Idee wurde zu einem Element meines fünften Reiches. Um ein eigenes fünftes Reich um das höhere Ich herum auszubilden, muss dieser Prozess bewusst gemacht worden sein, man darf nicht bloß ein Werkzeug sein. Im Brief des Paulus an die Korinther heißt es: „In einem jeglichen erzeigen sich die Gaben des Geistes zum allgemeinen Nutzen“ ((1. Brief 12:7). Der Geist kann sich bis zum Mineralischen in unserer Welt verhärten, warum sollte er nicht durch einen Menschen sprechen? Wichtig ist es, dass man das, was von der geistigen Welt kommt, versteht. Selbst wenn man nicht hellsehend für die übersinnliche Welt ist, ist es viel wichtiger zu verstehen, was von dort kommt. Denn heute schauen viele Menschen viele Dinge, doch sie verstehen das Geschaute nicht. Deshalb können wir zusammenfassen, dass Prokofieff mit Rücksicht auf Judith von Halle Recht hatte, jedoch nur  teilweise. Deshalb wollte er damals auf der Konferenz meine Aufmerksamkeit auf diese Autorin richten, damit ich sie in einem objektiveren Licht erscheinen lassen kann, wodurch auch neue Ideen in mein fünftes Reich gekommen sind.

Wenn die Methodologie der Anthroposophie und ihr Organon der rechtmäßige Weg der heutigen Zeit sind, entsteht die Frage, wieso mir Ideen gegeben werden über andere Menschen, die von meinen Vorlesungen aktiviert diese Ideen aussprechen, so dass ich sie sofort verstehe? Wozu brauchen wir dann den Impuls des Meisters Beinsa Douno, wenn die Methodologie der Anthroposophie der rechtmäßige Weg ist? Gibt es in seinem Impuls eine Methodologie? Die Anthroposophie hat ihren Kern und das ist die Methodologie. Hat auch der Impuls des Meisters einen solchen Kern? Der einzige Mensch, der bisher versucht hat, diese Methodologie zu formulieren und der sie sogar den Menschen der Wissenschaft angeboten hat, ist Dimitar Kalev. Er ist der Mann aus der „Weißen Bruderschaft“, der die stärkste geistige Kraft besitzt. Ohne die Frage der Methodologie zu verstehen, kann man auch nicht das verstehen, was ich anbiete. Schon vor Jahren habe ich etwas sehr Wichtiges erkannt. Als Steiner den Weg zur geistigen Welt bahnte, begann er mit der dialektischen Triade, hob für einen Augenblick das niedere Ich auf, ersetzte es durch „Nicht ich, sondern Christus in mir“ und ergriff die Idee. Der Weg führt von unten nach oben, vom niederen zum höheren Ich. Der Bodhisattva Beinsa Douno steigt von oben nach unten in das vorbereitete Gefäß Petar Danov, von dem wir sagten, dass er der wieder inkarnierte Boris I. der Täufer ist. Nach den Worten des Gruppengeistes des ganzen Slawentums Elohil selbst, die durch Beinsa Douno gesagt wurden, war Boris I. der demütigste und aufrichtigste Herrscher im slawischen Haus. Beinsa Douno stieg in das Gefäß Peter Danov mit seinem Ich herunter. Das ist sein persönliches, von der Gruppensubstanz der Elohim individualisiertes Ich und dieses Ich war in seiner Transformation zum Ich-Geistselbst fortgeschritten. Dieses Ich bewohnte den Leib Petar Danovs, der zum Lehrer der Menschheit wurde. Ein niederes Ich ist nur im Menschen Petar Danov anwesend. In dem, was heruntersteigt, ist kein niederes Ich. Ich hatte mich gefragt, was Beinsa Douno 1936 geopfert hat. Vor einer Woche habe ich die Antwort erhalten, dass er sein Ich geopfert hat und dass das Opfer nach dem Muster „Nicht Ich (mit großem I!), sondern Christus in mir“ geschah. Als sich Steiner opferte, gab er sein niederes Ich hin, damit in ihm das höhere Ich aufleuchtet und er das fünfte Reich um dieses Ich herum ausbaut. Beinsa Douno opferte sein höheres Ich, d.h. sein Opfer hat kosmischen Charakter. Es kommt zu einer Fülle, der Kreis schließt sich. Es wird das Ziel unserer Evolution erfüllt – dass wir das Subjekt der Evolution werden. Auf der zweiten Stufe der Offenbarung eröffnet sich Gott selbst sich selbst gegenüber als Einheit, die aus einem Weltenobjekt und einem Weltensubjekt besteht – dort ist der Ursprung jeder Zweiheit. Damit es eine Fülle gibt, damit die geistige und die sinnliche Welt vertreten sind, müssen die zwei Opfer da sein. Beinsa Douno kommt von oben als Meister herab und erklärt manchmal in einer sehr imperativischen Art, wie die Dinge aufgebaut sind. Steiner legt den Weg von unten nach oben zurück und er hat die Erkenntnistheorie, die das Organon der Methodologie ist, zu der Geisteswissenschaft gebracht, die auch eine Wissenschaft zur Einweihung ist. Die Erkenntnistheorie wurde durch die Änderung im Denken zu einer Art Selbsteinweihung. Durch diese beiden Wege kommt es zu einer Vollheit. Die Methodologie der Anthroposophie leitet sich vom Opfer her, bei dem Steiner sein niederes Ich hingab. Die Methodologie des Impulses des Meisters müssen wir vom Opfer herleiten, das er dargebracht hat. Das Urbild dieses Opfers ist das Opfer, bei dem Christus sein makrokosmisches Ich opferte und durch Tod und Auferstehung ging. Die Bodhisattvas reichen an die Hierarchiestufe heran, auf der das höhere Ich ergriffen und am Ich-Geistselbst gearbeitet wird. Bei Beinsa Douno hat das Opfer einen ganz anderen Charakter, da er von oben herab wirkt. Das zweite Golgatha Christi am Ende des 19. Jahrhunderts bestand im Verschlingen der dunklen Sphäre der materialistischen Menschengedanken, die die Erde umgeben, und in deren Transformation, damit im 20. Jahrhundert das geistige Licht der Anthroposophie aufkommen konnte. Im 20. Jahrhundert wurden die Fesseln, die das Böse daran hinderten, zur Geltung zu kommen, gebrochen. Nachdem der Mensch zu den Gipfeln der Erkenntnis durch sein niederes Ich aufgestiegen war, haben die Götter ihre Unterstützung zurückgezogen und das Böse entfesselt – es ist höchste Zeit, dass der Mensch in eine andere Menschenart mit einer anderen Bewusstseinsform metamorphosiert. Die Götter legen den Keim für die Zivilisation der sechsten Kulturepoche an, sie veranlagen die Gesetze und Regeln, nach denen diese Kulturepoche funktionieren wird. Die Menschen müssen selbst den Zugang zu den Göttern finden. Die heutige Zivilisation ist dem Tode geweiht, aber die Frage ist, wohin wir gehen sollen, denn bis zur neuen Zivilisation bleiben noch 1500 Jahre.

Beinsa Douno wird zum Buddha des Guten aufsteigen – das ist der Schlüssel seiner Mission. Alle 5000 Jahre, in denen er insgesamt 50 Mal auf die Erde herabgestiegen sein wird, dienen dazu, dass er zum Buddha des Guten aufsteigt. Hier haben wir es mit den drei Fundamenten zu tun – Erkenntnis, Gut und Böse. Als Christus in den drei Jahren auf der Erde war, hat er drei Personen auferweckt. Lassen Sie uns erwähnen, was Er in sie hineingelegt hat. In die Tochter des Jaïrus, in der die Seele und das Ich des Bodhisattva waren, den wir im 20. Jahrhundert als Beinsa Douno kennen, hat Christus das Gute hineingelegt. In Lazarus-Johannes hat Er die Erkenntnis hineingelegt. Ihm hat Er unter dem Kreuz gesagt: „Siehe, das ist deine Mutter!“ (Joh.19:27), wobei Er Sophia meinte, durch die das Mysterium von Golgatha erklärt werden sollte. In den Jungen von Nain – den künftigen Manes – hat Christus das tiefe Verständnis der unaussprechlichen Gründe und der großen Geheimnisse des Bösen hineingelegt, die uns entlang der Kette nach oben zum Weltenobjekt und Weltensubjekt führen können. Alles ist als Gut im Gott enthalten, jedoch ist das Böse ein Gutes, das nicht an seinem Platz steht. Der Weg zum Guten geht von der Erkenntnis über die Transformation des Bösen in Gutes im kosmischen Sinne und auf diesem Weg wird nicht das niedere, sondern das höhere Ich geopfert. Das ist ein Opfer im kosmischen Sinne – solchen Charakter hatte das Opfer von Beinsa Douno im Jahre 1936, bei dem er uns zeigte, wie das Christentum, das von unten hinaufstrebt, durch das Christentum ersetzt wird, das von oben herabsteigt. Wenn die Impulse der Anthroposophie und des Bodhisattva im Ich eines Menschen miteinander verschmelzen, erhält man nicht einfach die Summe der beiden Impulse, sondern etwas Neues. Das ist es, was ich anbiete. Zuerst nehmen wir die Methodologie der Anthroposophie, die wir mit der Erkenntnis identifizieren können und die von dem Evangelisten Johannes bzw. Christian Rosenkreutz repräsentiert wird. Ohne diese Erkenntnis kann kein Mensch dem Bösen entgegentreten. Das Verständnis des Bösen und der Kampf gegen es werden von Manes bzw. das manichäische Prinzip repräsentiert. Es heißt, dass die Anthroposophie das rosenkreuzerische Prinzip und Beinsa Douno das manichäische Prinzip vertreten. Heute sage ich zum ersten Mal, dass Beinsa Douno jenseits dieses Prinzips steht. In die drei Auferweckten wurden die Erkenntnis und das Verständnis des Bösen hineingelegt, das transformiert und zur Arbeit zu Gunsten des Guten eingespannt werden soll, um jenes Gute zu erhalten, dessen Antlitz auf dem Erdenplan Beinsa Douno verkörpert. Wenn er in 2500 Jahren zum Buddha des Guten aufsteigt, wird er zu einer Kraft werden, die auf die Menschheit wirkt. Im Christentum des Heiligen Geistes geht es um das Gute, das die Menschheit noch nicht kennt, denn sie muss zuerst ihr höheres Ich meistern, ihr fünftes Reich ausbilden, damit sie etwas hat, was sie opfern kann. Niemand darf unterschätzt werden – dessen sollten sich die sog. Anthroposophen und die sog. „Weißen Brüder“ bewusst werden. Jeder befindet sich nach der großen Vorsehung genau an dem Platz, an dem er sein soll. Deshalb habe ich auf der Konferenz 2014 in Varna das Panorama der zehn Individualitäten präsentiert, die an den Ereignissen von Golgatha beteiligt waren, allen voran die Jungfrau Sophia. All dem liegt eine göttliche Regie zugrunde. Wir brauchen Christian Rosenkreutz, da wir die wahre Erkenntnis über Christus, die Hierarchien und die ganze geistigen Welt besitzen sollen. Manes brauchen wir, um zu lernen, das Böse umzuwandeln. Nicht zufällig weihte er 1459 Christian Rosenkreutz in die Mysterien des Bösen ein. Doch um das Böse metamorphosieren zu können, brauchen wir Kräfte, die uns helfen, mit ihm fertig zu werden. Mit dem Zweiten Golgatha Ende 19. Jahrhunderts gab uns Christus die Möglichkeit zur Erkenntnis – das ist die Anthroposophie. Danach muss aber der wesentliche Teil des Weges beginnen. Wir sollen nicht nur das Böse kennen, sondern es auch zur Arbeit zu Gunsten des Guten einspannen. Auf diese Weise können wir zum kosmischen Guten kommen – durch die Erhebung des kosmischen Bewusstseins erreichen wir das kosmische Gute. Der ätherische Christus wird dann immer sichtbarer auf dem Astralplan werden. Die Zweite Ankunft wird immer weiter gehen, um den Menschen zum größten Augenblick in seinem Leben zu führen – der persönlichen Begegnung mit dem ätherischen Christus. Doch zuerst müssen wir Leben in unsere Erkenntnis einführen – also die Substanz, das Evolutionsprinzip – und zum Subjekt der Evolution werden. Erst dann kann in seiner ganzen Größe Beinsa Douno vor uns erscheinen, dessen Opfer von 1936 die Fortsetzung des Zweiten Golgatha ist. An diesem Opfer war Christus der Hauptfaktor, doch Beinsa Dounos Ich nahm auch daran teil und aus seinen gemeinsamen Anstrengungen mit Christus entstanden die Kräfte des Guten in der Menschenseele, mit deren Hilfe wir dem Bösen entgegentreten können. Die Menschen besitzen diese Kräfte dank der Zusammenarbeit zwischen Christus und Beinsa Douno. Der Weg durch das Minenfeld des Bösen wurde von dem Evangelisten Johannes über Manes bis Beinsa Douno abgesteckt. In 2500 Jahren wird der Bodhisattva als der Buddha des Guten vollständig das Wesen des Christus-Impulses vorführen. Vor 2000 Jahren wurde das Wort bzw. der uranfängliche Ton Fleisch, in 2500 Jahren wird das Fleisch Wort werden. Der Meister Beinsa Douno wirkt auf die sechste Kulturepoche hin, er arbeitet für das Gute im kosmischen Sinne. Damit wir das auch können, müssen wir über das Werkzeug verfügen, das wir opfern können. Die Mitglieder der „Weißen Bruderschaft“ sind stolz, dass ihr Meister der Größte unter den Menschen ist, doch sie wissen überhaupt nicht, wie sie an ihn herankommen sollen. Zuerst müssen sie nämlich die Anthroposophie beherrschen, durch die jeder sein fünftes Reich ausbilden muss, um danach an Beinsa Douno heranzukommen, sich auf sein Opfer von 1936 zu fokussieren und die moralischen Kräfte zum Meistern des Bösen zu finden, die aus diesem Opfer hervorgebracht wurden. Wenn man zum ersten Mal auf dem Weg der Umwandlung des Denkens in die geistige Welt hinübersetzt, steht man in Punkt 5 der Lemniskate vor der Moral des Kosmos. Wenn diese Moral in die Gesellschaftsbeziehungen auf der Erde hineingeführt wird, hat sie die Eigenschaft, keine Probleme und kein Chaos zu verursachen. Im Gegenteil, diese kosmische Moral hat eine harmonisierende Wirkung, denn alle Iche oben sind Töne, die in einer gemeinsamen Harmonie klingen. Die Ausrichtung auf den Impuls Beinsa Dounos bedeutet eine Ausrichtung auf die Moralität, die man als die Moralität des Kosmos erlebt, wenn man die Methodologie der Anthroposophie zu erlernen beginnt. Ich hatte immer das Gefühl, dass in Beinsa Douno etwas ist, was jenseits des „normalen“ Manichäismus ist, eine Art Gipfel des Manichäismus – die Umwandlung des größtmöglichen Bösen und das Gute, das nicht von dieser Welt ist. Der Manichäismus wird seine wahre Entfaltung erst dann erleben, wenn sich die Rasse des Bösen und die Rasse des Guten in der sechsten Wurzelrasse herausbilden werden, also in ca. 6000 Jahren. Doch die eigentliche Vorbereitung darauf beginnt schon jetzt, beginnt mit dem, was bevorsteht.

Zusammenfassend biete ich Folgendes an: Die beiden gigantischen Impulse des 20. Jahrhunderts als zwei einzelne Elemente zu nehmen, die man in sein höheres Ich einführt. Dann entsteht nach der Methode „Nicht ich, sondern Christus in mir“ eine Synthese und es wird etwas Neues geboren, das die individuelle Methodologie des Lebens des Menschen und sein persönliches Schöpfertum darstellt. Jeder Mensch ist aus dem Absoluten herausgekommen und keiner hat das Recht, sich in die Erfüllung dieser Aufgabe einzumischen. Die Verwirklichung dieser Aufgabe ist der geheiligte Impuls, den Michael durch Steiner versprochen hat. Das ist eine solche Riesenherausforderung, dass ich einen gewissen Grund habe zu behaupten, dass bis zur sechsten Kulturepoche kaum etwas anderes angeboten sein wird.

Es sind fast 2000 Jahre nach dem Ereignis von Golgatha vergangen, bevor der Impuls der Anthroposophie erschien und jene reifen christlichen Wahrheiten ausgeschüttet werden konnten, ohne die wir überhaupt nicht zum Verständnis der Weltgeschehnisse gelangen können. Das Zweite Golgatha und die Fortsetzung von 1936 mit dem Opfer des Ich Beinsa Dounos haben das Neue hervorgebracht, über das ich vortrage. Steiner hat sein niederes Ich geopfert, damit das höhere Ich aufgeht, Beinsa Douno hat sein höheres Ich geopfert und ich schlage vor, dass diese beiden Opfer in das menschliche Ich aufgenommen werden, damit daraus das wahre Schöpfertum des Menschen als Subjekt der Evolution und seine individuelle Lebensmethodologie entstehen. Diese individuelle Methodologie schließt die anderen zwei Impulse nicht aus, sondern sie metamorphosieren in etwas Neues, was das individuelle Wesen jedes Menschen ausmacht. Wenn das in der richtigen Art geschieht, wird es nichts Höheres für den Menschen geben. Doch wenn jemand die Verkörperung dessen in mir sehen will, kann er lange warten – das ist nämlich ein Prozess, der Jahrhunderte und viele Inkarnationen in Anspruch nehmen wird. Deshalb sollte man nicht durch die Augen des niederen Ich auf jemanden schauen, der versucht, eine solche Synthese vorzunehmen und nach seinen moralischen Schwächen suchen, welche zweifellos jeder von uns hat. Jeder hat eine bestimmte Stufe erreicht, und nur Christus darf sein moralisches Korrektiv sein, denn alles, was man tut, wird im Kosmos abgespiegelt. Die Anthroposophie und der Impuls Beinsa Dounos metamorphosieren auf verschiedenen Stufen im Menschen und das bestimmt das Niveau seines Ich-Selbstbewusstseins, das sich ständig erhebt. Es gibt nichts Aufregendes im Leben als das und nichts anderes kann uns die Ewigkeit geben als das! Doch dem stehen Widersachermächte entgegen und wollen es aufhalten. Ahriman will auch das menschliche Bewusstsein auf dem Weg der Technologisierung des Menschen verändern, so dass eine Kombination zwischen Roboter und Mensch entsteht. Es wird intensiv an der künstlichen Intelligenz gearbeitet, die das langsame Menschenhirn mit seinem reflektierenden Ich-Denken, das in der Systemkrise der Zivilisation immer stärker verfällt, ersetzen soll. Die Menschen sind heutzutage äußerst kraftlos im Denken, wofür es auch rein physiologische Ursachen gibt. Beim Anfang der griechischen Epoche und Übergang zum reflektierenden Denken begann die ätherische Welt in unserem Nervensystem zu wirken und sie aufzuzehren, damit die Begriffe dieses Denkens geprägt werden. Je mehr ein Mensch reflektierend denkt, desto mehr wird sein Nervensystem aufgezehrt, sein Ätherleib wird schwächer und er wird wortwörtlich verrückt. Nach diesem Kriterium ist jeder Mensch mehr oder weniger verrückt. Andererseits werden die Menschen rein biologisch auf die Einführung des künstlichen Intellekts vorbereitet. Ein Element dieser Vorbereitung ist die Benutzung genmodifizierter Organismen. Nun werden wir auf das Wesen der GMO vom geisteswissenschaftlichen Standpunkt eingehen.

Alle Wesen in der Natur, die sich unter dem Menschen befinden, haben ihre Gruppen-Iche. Die Gruppen-Iche der Tiere sind in der Astralwelt, die Gruppen-Iche der Pflanzen sind im niederen Devachan und die Gruppen-Iche der Mineralien – im höheren Devachan. Im Unterschied zu den drei Naturreichen hat der Mensch ein niederes Ich auf dem physischen Plan und gleichzeitig ein höheres Ich in der geistigen Welt. Doch zwischen dem niederen und höheren Ich gibt es einen großen Widerspruch. Unser Funktionieren als eine dialektische Triade basiert auf dieser Gegenüberstellung und der Möglichkeit der Selbstbewegung, die sie hervorruft. Das höhere Ich, das in der geistigen Welt ist, lehnt alles Sinnliche ab. Das niedere Ich dagegen lehnt alles Übersinnliche ab, denn seine Grenze ist im Diesseits, in der sinnlichen Welt, sie liegt an der Peripherie der Begriffe. Was geschieht beim Essen? Wenn wir Nahrung aus der Tier- oder Pflanzenwelt zu uns nehmen, müssen wir wissen, dass es einen großen Unterschied gibt, ob sie einer höheren oder niederen Art angehört. Der Unterschied zwischen einem blühenden und Früchte tragenden Baum und den Pilzen ist so groß wie der Unterschied zwischen einem Menschen, dessen Ich richtig funktioniert und einem Autisten, bei dem das Ich wegen karmischer Ursachen nicht richtig inkarniert ist. Das bedeutet, dass das Ich des Obstbaums viel näher an diese Pflanze ist und der Obstbaum viel mehr vom Ich-Einfluss erfasst ist als der Pilz. Wenn man sagt, dass die Pflanzen-Iche im niederen Devachan sind, bedeutet das nicht, dass sie alle auf der gleichen Stufe sind, denn das niedere Devachan hat viele Stufen. Das gilt auch für die Gruppen-Iche der Tiere in der Astralwelt, die auch viele Stufen hat. Es gibt einen Riesenunterschied zwischen den Säugetieren und den Würmern. Das Gruppen-Ich der Kuh ist viel näher an sie und durchdringt sie viel stärker als das Gruppen-Ich eines Wurms. Es gibt daher einen großen Unterschied, ob man sich von Früchten oder von Pilzen ernährt und Letztere sind schädlich.

Wenn wir Nahrung, egal welcher Art, zu uns nehmen, gerät die Ich-Substanz dieser Nahrung in Widerspruch mit unserem niederen Ich. Wir haben mehrmals gesagt, wie das Ich über die anderen herrschen will. Unser niederes Ich muss sich der Ich-Substanz widersetzen, z.B. der Ich-Substanz einer Zwiebel, die wir essen wollen. Das Gruppen-Ich der Zwiebel möchte unser niederes Ich eliminieren und wenn das passiert, würden wir ohnmächtig werden. Wir widersetzen uns diesem Prozess nicht bewusst. Was rettet uns dann davor, in Ohnmacht zu geraten und zum Tierbewusstsein hinuntergezogen zu werden? Wenn das Gruppen-Ich der Zwiebel in uns eintritt, leistet unser höheres Ich Widerstand. Durch diesen Widerstand kommt das höhere Ich, das keinen Zugang zur Sinneswelt hat, zum organischen Einfluss in uns. Unser höheres Ich weiß über diese Gegenüberstellung Bescheid, unsere Leiber, die das Produkt der drei Äonen Evolution sind, wissen Bescheid. Nur unser niederes Ich versteht nicht den Umstand, dass mit der Nahrung, die in unseren Magen hineinkommt, auch fremde Iche eindringen. Je mehr Nahrungsmittel wir essen, desto mehr Iche strömen in den Menschen ein. Der Mensch verliert sein Selbstbewusstsein nicht aus dem einzigen Grund, dass sein höheres Ich alle fremden Iche pariert, die in ihn als Nahrung hineingeraten. Wie kommt das zustande? Der größte Irrtum beim Essen ist, dass man von der Nahrung satt wird und sie den physischen Leib in Stand hält. Dem ist nicht so! In dem Moment, wenn wir die Zwiebeln gegessen haben, beginnt ihr Ich, dessen Tonfrequenz sich von der Frequenz unseres Ich unterscheidet, unseren Ätherleib zu reizen, da beide Frequenzen in Dissonanz zueinander geraten. Unser höheres Ich versucht sofort, die Nahrung in den Stoffwechsel hineinzuzwängen und sie aus dem Körper zu vertreiben. Jede Nahrung, die wir zu uns nehmen, ist der Feind unseres höheren Ich, denn es wirkt in der übersinnlichen Welt und hat mit der Sinneswelt nichts zu tun. Wenn die Zwiebel unseren Ätherleib reizt, spannt das höhere Ich den Ätherleib ein, aus der Umwelt eine der Zwiebel ähnliche Nahrung anzuziehen, doch nicht auf dem physischen Plan, sondern aus dem Äther. Wir ernähren uns also von der ätherischen Entsprechung der Nahrung, die wir verschlungen haben. Wir essen verschiedene Speisen und der Ätherleib liefert unter dem Kommando des höheren Ich, das versteht, was in diesem Augenblick passiert, die ätherische Entsprechung von allem, was wir verzehrt haben. Das, was der Ätherleib liefert, hält das Leben des physischen Leibes in Stand. Unser physischer Leib wird nicht von der Nahrung aufgebaut, die wir essen, sondern von dem, was unser höheres Ich uns durch den Ätherleib in Form von ätherischen Entsprechungen gibt. Das verschlungene Essen erfüllt lediglich die Rolle des Reizstoffes, der sofort in den Stoffwechsel hineingeführt und dann ausgeschieden wird.

Wenn man in dieser Art die Ernährung betrachtet, erhält sie eine ganz andere Nuance. Als im Altertum die Priester eine Pflanzenart verändern wollten, haben sie sich an ihr Gruppen-Ich gewandt, um eine eventuelle Veränderung dieser Pflanzenart zu erbeten. Es gibt zwei Typen von Änderungen. Die eine geschieht innerhalb der Art, indem bestimmte Eigenschaften verstärkt werden und die andere tritt ein, wenn eine Art auf ihr Ende zugeht und in eine andere Art metamorphosieren soll. Die Priester haben sich nie in die Artenentwicklung des zweiten Typs eingemischt. Auf diese Weise sind aus der wilden Natur die Kulturpflanzen und die Haustiere entstanden. Die Priester hatten das Wissen, ob die Nahrung, in deren Schaffung sie eingriffen, dem Menschen angemessen war, da sein Ätherleib in der Umwelt die Entsprechung finden soll, mit der er in der Tat satt wird. Als die Rosenkreuzer im Mittelalter das Quecksilber in Gold verwandelten, haben sie sich an den Geist des Merkur und an den Geist der Sonne gewendet, um diese Transformation völlig uneigennützig vorzunehmen. In den alten Zeiten haben die Menschen immer Rücksicht auf die Iche genommen, die hinter einer bestimmten Sache stehen. Wenn der heutige Geningenieur die Gene manipuliert, hat er keine Ahnung, was er treibt. Die Veränderungen im Rahmen einer Art könnte man leichter „schlucken“, doch wir wollen schauen, was geschieht, wenn die verschiedenen Reiche miteinander vermischt werden.

Wenn ein Tiergen in eine Pflanze eingeführt wird, damit sie schneller wächst oder größer bzw. kältebeständiger wird, findet eine künstliche Übertragung der gegebenen Pflanzenart unter Bedingungen statt, die normalerweise auf der Erde nicht existieren. Der Astralleib der Pflanze ist in der Astralwelt und mit dem Tiergen wird in die Pflanze auf dem physischen Plan Astralität eingeführt. Wenn im Frühling die Bäume blühen, erleuchten sie ihre Gruppen-Iche mit Astralität und sie sind in einer Art Euphorie, denn gewöhnlich hat die Pflanze auf dem physischen Plan nur einen physischen und einen Ätherleib. Deshalb wirkt ein blühender Baum immer erhebend auf den Menschen, da er in Wechselwirkung mit dem menschlichen Astralleib kommt, in dem die Emotionen sind. Stellen Sie sich einen Sportler vor, der ständig in einem künstlichen Zustand der Euphorie durch Stimulanzien gehalten wird. Das ist, als ob ein Baum ständig blühen würde. Dieser fibrile Zustand kann zu temporären Erfolgen führen, doch letztendlich zehrt er den Astralleib auf und führt zu dem tragischen Zustand, in den viele ehemalige Sportler geraten, die gedopt haben. Wenn ein Tiergen in eine Pflanze eingeführt wird, wird die Pflanze künstlich in Bedingungen versetzt, die im zukünftigen Äon existieren werden. Das Gruppen-Ich der Pflanze hat seinen Ton, der im Kosmos klingt. Das Gruppen-Ich des Tieres, dem das Gen entnommen wurde, hat eine ganz andere Frequenz, mit der es auch im Kosmos tönt. Wenn zwei unvereinbare Frequenzen zusammengeführt werden, versuchen die Iche dieser Arten oben, übereinander die Oberhand zu erhalten. Es kommt also nicht zu einem neuen Ton, sondern zu einer Kakophonie in der Weltenharmonie. Dieser Missklang hat keine Entsprechung unter den Tönen, die durch die Ich-Evolution auf natürliche Weise entstanden sind. Wenn ein solches Produkt des Gen-Engineerings vom Menschen gegessen wird, so kann dessen höheres Ich keine Entsprechung in der umgebenen Ätherwelt finden, mit dem es den Menschen ernähren kann. Dieses Produkt hat keinen Nährwert, doch es führt zusätzlich zur Entfremdung des Menschen von seinem höheren Ich, das ihm nicht das Benötigte geben kann. Durch die Verbreitung der genmanipulierten Organismen will Ahriman den Weg des Übergangs vom niederen zum höheren Ich blockieren. Er will auch eine Bewusstseinsänderung erreichen, doch nicht durch die Transformation des Bösen, durch eine Synthese von Impulsen und Erhebung zum höheren Ich. Wenn man sich ihm gegenüberstellt, stellt man sich der ganzen Zivilisation und den Wesen der Subgeschichte gegenüber. Erfährt man dann keine Unterstützung von der geistigen Welt, können diese Wesen schnell mit jedem fertig werden, der sich erdreistet, ihre wahren Absichten aufzudecken.

Ich werde eine Frage zur gemeinsamen Überlegung einschieben, von der ich noch keine endgültige Meinung habe. In den letzten Jahren erhöht sich der Verbrauch des Einkorns in Bulgarien, der eine 7-8000 Jahre alte Pflanze sein soll. Manche datieren ihn sogar auf die fantastischen 17-18000 Jahre. Ich habe schon mehrmals erwähnt, dass die ältesten Artefakte in der Geschichte viel jünger sind als die offizielle Wissenschaft bestimmt hat. Doch wir wollen annehmen, dass das Einkorn aus der Zeit der Thraker stammt, als die Menschen die bildhafte Bewusstseinsform hatten. Das Einkorn hat gerade diese Bewusstseinsform genährt, doch die Menschheit sollte zum Gegenstandsbewusstsein übergehen. Das Einkorn hat existiert, als es eine den äußeren Bedingungen und der Bewusstseinsstufe des damaligen Menschen angemessene Pflanzenart war. Es entsteht die Frage, was das Einkorn heute in uns aktiviert. Ich habe gelesen, dass es die Bildhaftigkeit aktiviert, was den spirituell gestimmten Menschen besonders gefallen würde – bei ihnen würde das Einkorn zu einer chaotischen Bildhaftigkeit führen, ohne dass der Weg durch die Anthroposophie zurückgelegt wird. Das wäre dann der unrechtmäßige Gewinn vergangener Bildhaftigkeit, die heute durch das höhere Ich gehen muss. Ich würde niemandem vom Verbrauch des Einkorns abraten, denn die Frage, was es im Menschen bewirkt, noch nicht geklärt ist. Doch das Einkorn hat existiert, als es eine andere Bewusstseinsform gab und wir müssen uns fragen, ob es heute die angemessene Nahrung für uns ist.

Wie bereits erwähnt, stellt der Abbruch der Beziehung zum höheren Ich das große Problem beim Verbrauch genmodifizierter Lebensmittel dar. Was passiert, wenn Genmanipulationen im Tierreich vorgenommen werden? Dann entstehen im Astralleib des Menschen, der solche Produkte zu sich nimmt, große Lücken, durch die er von dunklen Wesen angegriffen werden kann. Es werden Versuche unternommen, höheren Tieren Intellekt einzuführen, also das Gruppen-Ich einer Art will man aus der Astralwelt in ein konkretes Tier auf dem physischen Plan einführen. Wie wir wissen, sind die Tiere verdinglichte Menschenleidenschaften. Diese Leidenschaften haben astralischen Charakter und werden von den Gruppen-Ichen der jeweiligen Tierarten in der Astralwelt aufrechterhalten. Wenn aus der Astralwelt die Intelligenz des Gruppen-Ich dieser Tierart in ein konkretes Tier auf dem physischen Plan heruntergeholt wird, wird die von diesem Ich oben aufgehaltene Astralität heruntergeholt. Auf diese Weise wird das Tier auf dem physischen Plan zum Werkzeug des Bösen, das eine bestimmte Intelligenz besitzt. Wenn dem Tier künstlich Intelligenz eingepflanzt wird, wird die rechtmäßige Beziehung zu seinem Gruppen-Ich in der Astralwelt unterbrochen, das Tier wird unkontrollierbar.

Die Versuche, künstliche Intelligenz in Maschinen einzuführen, sind auch sehr fortgeschritten. Sie können auf einer bestimmten Etappe außer Kontrolle geraten, so dass die Erfinder ihre Erfindungen nicht mehr beherrschen werden. Der Austausch des menschlichen Ich durch ein dämonisches Wesen führt ebenfalls zum Entstehen eines unkontrollierbaren Individuums. Auf diese Weise wird Böses hervorgebracht, das für den Menschen absolut unbegreiflich ist, da es in der Subgeschichte seine Herkunft hat. Wir kennen das Böse, das wir aus uns selbst heraus generieren können. Doch wenn sich vor uns das Böse stellt, das zurückgebliebene Wesen produziert haben, ist es für uns unbegreiflich. Der Angriff erstreckt sich auf alle Naturreiche und in alle Richtungen – in den nächsten 10 bis 15 Jahren wird er fantastische Ausmaße annehmen. Es werden alle Faktoren angegriffen, die die Zivilisation stützen. Die Zwischenform zwischen Mensch und Menschenmaschine mit künstlicher Intelligenz ist der sog. „neue Nomade“, dem der Schwarzmagier aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts Aleister Crowley sagte: „Mach, was du willst“. Der moderne Nomade ist ein Produkt sowohl des Liberalismus als auch des Konservatismus und Globalismus. Er bricht alle Beziehungen zum Verwandtschaftlichen, Volkstümlichen, Rassenmäßigen, Kulturellen, d.h. die Beziehungen zu der Umgebung, in die sein Karma ihn gestellt hat, damit er seine Evolution und den Weg zu seinem höheren Ich zurücklegen kann. Diese Beziehungen werden nicht metamorphosiert, sondern gebrochen, wobei solche Menschen sich für Weltbürger erklären. Diese Kosmopoliten sind die neuen Nomaden, durch die Ahriman wirkt und die leider zum Vorbild für die Jugend werden.

In zwei Monaten stehen bei uns Parlamentswahlen bevor. Heute ist es massenweise üblich, dass jeder, der Probleme hat, egal welchen Charakters, sie auf die Regierung projiziert und denkt, dass der Staat schuld an seinen Problemen sei. Der Bulgare pflegt, auf den Staat böse zu sein, ohne zu begreifen, dass diejenigen, die regieren, eine Projektion von ihm sind. Diejenigen, die den Staat regieren, müssen wissen, dass sie nur auf Undankbarkeit stoßen werden, wenn sie die richtigen Werke tun.

In diesem Sinne braucht sich Bojko Borissov nicht zu wundern, warum die Bulgaren undankbar waren und seine Kandidatin bei den Präsidentschaftswahlen nicht unterstützten. Dankbarkeit können nur Menschen empfinden, die verstehen, um was es geht, aber derer gibt es nicht viele. Es müssen neue Ideen ausgestrahlt werden. Ich trage seit 16 Jahren über die Synthese der beiden esoterischen christlichen Impulse des 20. Jahrhunderts vor, so dass früher oder später einzelne Vertreter dieses Volkes zu diesen Themen heranreifen werden. Heute ist es klar, dass im Neuen, das angeboten wird, etwas Soziales sein muss. Was heißt das? Am Anfang sagte ich, dass eine vergewaltigte alte Frau mehr wert ist als Tausende von Autobahnkilometern, die gebaut werden. Alles, was als Infrastruktur in Bulgarien gebaut wird, ist nützlich und notwendig und man muss sich darüber freuen und dankbar sein. Nur jemand, der sich freut und das Gemachte wertschätzen kann, kann Christ sein. Doch nun werden neue Ideen gebraucht. Diese werden durch das Streifen des höheren Ich entstehen. Gibt es heute unter den Weltführern Menschen, die solche Ideen anbieten können? Nachdem Trump erschienen war, setzten weltweit viele Menschen große Hoffnungen auf ihn, dass er die Beziehungen zu Russland normalisieren, die Konflikte in der arabischen Welt lösen könnte, dass er Amerika neue Zukunft geben würde, damit es wieder zum wegweisenden Stern für die Menschheit wird. Wo liegt hier der große Betrug? Der kulturhistorische Prozess, der seit über 8000 Jahren im Gang ist, stellt eine Spirale dar, die zu einer anderen Spirale mit dem Übergang zu einer neuen Bewusstseinsform übergehen soll. Die Entwicklung der bisherigen Bewusstseinsform bewegt sich geografisch mit dem Kulturprozess vom alten Indien über Persien, Ägypten, Griechenland und Rom nach Mitteleuropa. Allmählich soll eine Kurve nach Russland gemacht werden und erst in der fernen Zukunft soll die Entwicklung den Weg nach Amerika nehmen. Nach dem Versinken der Atlantis verlief die Bewegung von Westen nach Osten, in den letzten 8000 Jahren wendete sie sich von Osten nach Westen und nun muss wieder eine Kurve nach Osten gemacht werden. Doch vorher hat das Deutschtum dasjenige auszustrahlen, was von ihm erwartet wird. Nur so kann in den nächsten Jahrhunderten die Staffelübergabe an das Slawentum stattfinden, damit die sechste Kulturepoche aufleuchtet. Was machen aber der linke und der rechte Globalismus, die ihre Kräfte vereint haben? Ihr Hauptziel ist es, die Richtung dieses Prozesses nach Amerika zu wenden. Was folgt für die Menschheit daraus? Die Erde hat einen Äther- und einen Astralleib. Der natürliche Gang des kulturhistorischen Prozesses ist mit dem Äther- und Astralleib der Erde synchron. Alle kulturellen Impulse kommen von der Nordhalbkugel. Die Menschen in Australien, Südamerika und Afrika dürfen mir nicht böse sein, doch von ihnen kommen keine Impulse. Die Impulse kommen über die weiße Rasse und in dieser Aussage steckt kein Rassismus, sondern sie ist der Ausdruck der Evolutionsstufe. Die weiße Rasse soll den Übergang zur neuen Bewusstseinsform gestalten. Sollten die Versuche, die Richtung des kulturhistorischen Prozesses zu ändern, fortgesetzt werden, und die aktuelle Äußerung Trumps geht in diese Richtung, würde das bedeuten, dass der Kulturstrom, der ein lebendiger Strom ist und mit dem Äther- und Astralleib der Erde in Beziehung steht, sich auf die ganze Erde zerstreuen wird. Das würde den ganzen bisherigen 8000jährigen Übergang, der zu unserer heutigen Bewusstseinsform, zu den Errungenschaften in der Aneignung der äußeren Welt und zu der Kapitulation der Zivilisation geführt hat, sinnlos machen. Das würde den geistigen Tod der Menschheit bedeuten. Dann würde es wirklich schlimm um uns bestellt sein. Jeder, der heute begeistert auf Trump schaut und erwartet, dass er etwas Gutes für die Menschheit bringt, sollte wissen, dass er dabei seinen eigenen geistigen Tod herbeisehnt. Trump ist einfach eine andere Form des Globalismus. Ich hoffe, dass das, was wir hier von Bulgarien aus tun, zum Abwenden der Versuche, den Strom abzuwenden, beitragen wird. Ich hoffe, dass der Strom langsam Richtung Osten abbiegen wird. Die Phänomenologie des Volksgeistes der mitteleuropäischen Völker verlangt, dass das deutsche Volk und die Völker Mitteleuropas den Übergang vom niederen zum höheren Ich machen. Doch der Impuls, der von oben herabströmt, kommt über Beinsa Douno. Folglich müssen sich diese Völker mit diesem Impuls verbinden. Nicht zufällig kam nach Abschluss der Konferenz von 2014 die außerordentlich wichtige Offenbarung, dass der Erzengel des deutschen Volkes und der Erzengel des russischen Volkes eine Beziehung zueinander über den Erzengel des bulgarischen Volkes herstellen werden. Die Deutschen müssen zuerst die Art und Weise erlernen, wie man das Denken verändert und zu einer anderen Bewusstseinsform übergeht. Doch das können sie erreichen, wenn sie die moralischen Kräfte dazu haben. An der Herausbildung dieser moralischen Kräfte nimmt Beinsa Douno teil. Ohne sich seinem Impuls zuzuwenden und ohne die Synthese der beiden Impulse vorzunehmen, werden die Mitteleuropäer nicht die Kraft haben, eine Metamorphose ihres Denkens und Bewusstseins vorzunehmen. Der Weg, den ich vorschlage, ist eine Möglichkeit, dass die Menschheit nicht auf ihren geistigen Tod und auf andere Formen der ichlosen Evolution zugeht wie der Kombinationen von Mensch und Tier ohne den kontrollierenden Ich-Faktor. Steiner hatte gesagt, dass der geheiligte Impuls das gesamte geistige Leben der Menschheit retten wird, also auch die Zivilisation und den kulturhistorischen Prozess. Dieser Prozess hat vor ca. 8000 Jahren begonnen und wird bis zum Ende der fünften Wurzelrasse andauern. In der sechsten Wurzelrasse werden wir schon eine andere Bewusstseinsform haben und die Evolution wird auch eine andere Form annehmen, die anders als der kulturhistorische Prozess sein wird. Heute steht viel auf der Karte – entweder geht man den richtigen Weg zu Christus, oder Ahriman wird mit den entsprechenden Folgen seine Herrschaft durchsetzen. Das, was ich vorschlage, ist seiner Zeit weit voraus, denn erst in der siebten Kulturepoche werden einzelne Menschen, die ihr Ich in der sechsten Kulturepoche individualisiert haben, die drei übersinnlichen Leiber für Christus ausbauen, in die Er heruntersteigen wird. In der siebten Kulturepoche werden einzelne Menschen eine solche Evolutionsstufe erreicht haben, dass sie eine Vorahnung auf den Vulkan, ein achtes Reich ausbauen werden. Der Vulkan wird eine Art achter Äon sein, denn der Äon der Erde besteht aus zwei Teilen. In der siebten Kulturepoche werden die Menschen etwas tun, was wie eine achte Kulturepoche sein wird. Das wird das Produkt absolut individualisierter Menschen sein, die nach der Formel „Nicht ich, sondern Christus in mir“ wirken und in der Lage sein werden, ihren physischen Leib zu dematerialisieren. Die Aufgabe der Transformation des physischen Leibes in einen übersinnlichen physischen Leib ist unsere persönliche Aufgabe, die mit der künftigen neuen Reproduktionsart zusammenhängt. Die Frage der Vergeistigung des Mineral-, Pflanzen und Tierreichs ist die Hauptaufgabe der geistigen Welt. Doch die Vergeistigung des physischen Leibes ist unsere persönliche Aufgabe und das wird künftig durch den Kontakt mit dem Auferstehungsleib geschehen. Solche fortgeschrittenen Menschen werden in der Lage sein, dieses achte Reich im Reich der siebten Kulturepoche zu formieren, wenn der Krieg aller gegen alle toben wird. Doch das ist eine zeitlich sehr entfernte Aussicht. Heute werden nur die Menschen, die die Synthese beider Impulse praktizieren können, nicht vom Absterben dieser Zivilisation betroffen sein. Alle anderen, die keine Lust haben, sich mit der Methodologie der Anthroposophie zu beschäftigen, die zur Transformation des Denkens führt, werden im Rahmen der reflektierenden Bewusstseinsform verbleiben und die Wirkung der Fäulnisprozesse der Zivilisation direkt erfahren. Die Rettung des Menschen ist sein persönliches Werk. Die geistige Welt hat uns lange genug umsorgt, doch nun besteht eine Entweder-Oder-Frage. Entweder wird der Mensch zum Menschen oder er wird zu Zwischenformen zwischen Tier und Mensch verkommen.

Hier kommen wir zu einer Frage, auf die es (noch) keine Antwort gibt. Wir wissen von Steiner, dass gegen Mitte der zukünftigen Venus Menschen eliminiert werden sollen. Wenn wir wissen, dass das Ich etwas ist, was aufbaut und nicht aufgebaut wird, besteht die Frage, wie Gott sich selbst als Ich vernichten würde, wenn diese Menschen, die zwar um zwei Stufen zurückgeblieben, trotzdem Spuren einer Ich-Entwicklung aufweisen werden? Was wird dann Gott vernichten? Wahrscheinlich werden diese Menschen, die das Böse in vollkommener Weise verkörpern werden, in Weltenstaub verwandelt werden, sie werden in Lehm verwandelt, der im künftigen Zyklus des Heiligen Geistes zu etwas benutzt werden wird. Steiner hat ausdrücklich davor gewarnt, das Böse gewaltsam aufzuhalten. Jeder, der den Kampf gegen das Böse in dieser Art versteht, versteht das wahre Wesen des Bösen und seine Notwendigkeit nicht. Im Okkultismus wird kaum über die Geheimnisse des Bösen gesprochen, denn sie sind nur den höchsten Eingeweihten zugänglich, die dieses mächtige Wissen nicht missbrauchen werden. Das Gute, das aus der Transformation des Bösen entsteht, trägt kosmischen Charakter.

Die Hauptschlussfolgerung dieser Vorlesung können wir mit dem folgendem Satz ausdrücken: Die Götter haben uns bisher unterstützt, nun warten sie darauf, dass wir sie aufsuchen, um die große Vorsehung für jeden Menschen zu erfüllen, der aus dem Gott herausgegangen ist, damit Gott sich selbst am Ende dieses Zyklus erleben kann. Gott erhält seine Früchte nämlich nicht nach der Ursache-Folge-Methode, sondern Er erntet dort, wo Er nicht gesät hat (Matth. 25:26). Der väterliche Weltengrund bringt das Opfer dar, doch Er wird dort ernten, wo Er nicht gesät hat. Ich vermute, dass das, was Er nicht gesät hat, der Auferstehungsleib ist, denn er war nicht vorgesehen und Christus war nicht verpflichtet, sich in diesem Zyklus aufzuopfern, Er opferte sich aus freiem Willen. Christus hat keine Aufgaben im Zyklus, sondern Aufgaben, die über dem Zyklus stehen. Alle anderen Wesen haben Aufgaben innerhalb des Zyklus. Mit dem Auferstehungsleib hat Er allen Zyklen einen Sinn gegeben. Das, was der väterliche Weltengrund am Ende des Vulkan ernten wird, ist nicht unsere letzte Hülse – der Ich-Geistesmensch -, sondern der Auferstehungsleib. Gott hat Christus gesät, doch Christus hat auf Golgatha gesät, damit es einen Auferstehungsleib gibt, den wir individualisieren können. Schließlich wird Gott das ernten, und das wird die Substanz sein, die den Anfang des nächsten Zyklus setzen wird. Ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit!

Das Drama Europas

vorgetragen von Dimitar Mangurov am 26.03.2017 in Varna

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Die ganze Vorlesung im PDF-Format

Gebet: Herr Gott Jesus Christus, wir bitten Dich, Europa zu beschützen, damit die europäischen Völker ihre Missionen erfüllen können in Deinem Namen. Amen!

Ich heiße Sie alle willkommen und vor allem diejenigen, die zum ersten Mal hier sind. Wir haben auch Besucher von auswärts, denen wir danken wollen, dass sie sich auf den weiten Weg hierher gemacht haben, um bei diesem Vortrag dabei zu sein. Wir werden versuchen, dieses äußerst wichtige Thema am heutigen Tag der Parlamentswahlen für das bulgarische Volk sehr eingehend zu beleuchten, um zu verstehen, was wirklich heute auf der Erde passiert. Das, was passiert, ist von solchem Ausmaß, dass das Schicksal der Menschheit heute am seidenen Faden hängt. Zu unserem Thema „Das Drama Europas“ müssen wir ein gigantisches Bild entfalten, um in der angemessenen Art an das Drama heranzukommen, in das Europa und seine Völker hineingezogen worden sind.

Aus den ältesten Zeiten, die dem menschlichen Bewusstsein zugänglich sind, wurde bis in unsere Tage hinein eine Sage überliefert – die Sage von der entführten Europa. Diese Sage können wir in einigen Sätzen wiedergeben, falls jemand sie vergessen hat. Die schöne phönizische Prinzessin Europa wurde von Zeus entführt, der in einen Stier verwandelt war. Mit Europa auf seinem Rücken schwamm Zeus über das Meer auf die Insel Kreta hinüber. Dort wurden aus der Liebe zwischen Zeus und Europa drei Söhne geboren – Minos, Rhadamanthys und Sarpedon. Der Sage nach war Europa eine phönizische Prinzessin, deren Vater Agenor der Führer bzw. der Priesterkönig der Phönizier war. Doch Pavel Serafimov, bekannt unter dem Pseudonym Sparotok, den ich außerordentlich hoch achte, hat auf der Grundlage altbulgarischer Wörter die Namen aus der Sage ins Neubulgarische übersetzt.

Wir wissen sehr wohl, dass in jenen Zeiten nichts nach dem spontanen Einfall von jemandem einen Namen bekam. Die Namen, die in den Mythen vorkommen, entstammten immer den großen Mysterien und diese Mythen wurden an die Menschen draußen weitergegeben, wo die kleinen Mysterien praktiziert wurden. Agenor bedeutete etwa „starker Führer, Feldherr der Männer“ (vgl. http://sparotok.blogspot.de/2013/03/blog-post_8.html). Minos lässt sich auf Sanskrit manati ‚denken’ zurückführen und ist mit dem altbulgarischen Verb мьнети- ‚denken’ verwandt. Bei Rhadamanthys bedeutet der erste Teil Rada ‚Freude’, auf Sanskrit ‚Erfolg, Wohlstand, Freude’ und auf Altbulgarisch радъ ‚Freude’. Die Partikel mant– drückt im Sanskrit den Besitz aus, was dem altbulgarischen Verb имати, nasalisiert иманти ‚haben’ entspricht. Der zusammengesetzte Name Rhadamanthys bedeutet demnach ‚Freude haben’. Sarpedon war ein Schutzname mit der Bedeutung „verwachsener Mensch“ und wird im Sanskrit von sarpa ‚Schlange’ (etwas, was sich schlängelt) und im Bulgarischen сърп ‚Sichel’ vertreten. Solche Schutznamen wurden manchmal Babys gegeben, das Böse vom Kind fernzuhalten.

Nach den linguistischen Erklärungen sollte der Okkultismus einsetzen, der uns diese Sage entschlüsseln kann und uns verraten wird, was hinter diesen Namen steckt. Dieser Mythos stellt bildhaft den Übergang von der zweiten zur dritten Kulturepoche dar. Wir können ihn auch in Europas Traum sehen, den sie in der Nacht vor ihrer Entführung hatte. Dieser Übergang erfolgt von den Zwillingen (2. Kulturepoche) zum Stier (3. Kulturepoche). Der Übergang vom „Meer des Geistes“ zum endgültigen Herabstieg auf den Erdenplan wurde begleitet vom Reißen der Verbindung zwischen den Kontinenten Asien und Europa durch die Meerenge Bosporus und vom Trojanischen Krieg, bei dem herausragende Individualitäten zusammenkamen. Die kretisch-mykenische Kultur ist die erste bulgarische Kultur nach dem Aufstieg des vierten Bodhisattva in den Buddharang im Rila ca. 3500 v.Chr., der eine Synthese von Denken, Fühlen und Wollen in seinem Ich vollzogen hat, welche vorher in den drei Mysterienzentren in Europa ausgearbeitet worden waren. Der Mythos selbst ist ca. 3000 v.Chr. entstanden, als es weder Hellenen noch Phönizier gab. Sie werden sicherlich von den beiden ältesten Schriften auf diesen Gebieten gehört haben – die Linearschrift A und B. Erstere ist älter und stammt aus jener Zeit, sie wurde auf der Insel Kreta benutzt. Wenn von der sichtbaren Menschengeschichte die Rede ist, so ist das die Zeit nach dem vierten Bodhisattva und seiner Erhebung zum Buddha. Das geschah auf der Balkanhalbinsel, von der aus die Thraker mit ihren Kulturinvasionen zogen und die kretisch-mykenische Kultur, das sumerische, babylonische, ägyptische Reich gründeten. Wenn davon die Rede ist, dass die Prinzessin Europa eine Phönizierin war, müssen wir bedenken, dass der Name Europa im Bulgarischen ‚die Schöne; Frau mit schönen Formen’ bedeutet. Der Name des Kontinentes Europa ist die ursprüngliche Bezeichnung eines europäischen Teilgebiets südlich des Balkangebirges zwischen dem Schwarzen Meer bis zum Thrakischen (Ägäischen) Meer, also Thrakien und Ägäis-Thrakien bis Konstantinopel, wobei diese Stadt damals nicht existierte.

Betrachten wir in dieser Weise die Sage von Europa, aus der der Name unseres Kontinentes kommt, können wir sehen, dass sie eine bulgarische Sage mit bulgarischen Bezeichnungen ist, in der die Namen auf Bulgarisch etwas bedeuten. Der Vater Europas Agenor, „der starke Mann“ ist zweifellos das Ich – der Führer des Menschen. Minos symbolisiert das Denken – in der dritten Kulturepoche begann man nach und nach, in den Mysterien das Denken zu kultivieren – damit Europa auf die Ankunft des Christentums vorbereitet werden konnte. Das Denken selbst kann dem Menschen „große Freude“ (Rhadamanthys) bringen, aber wenn es verzerrt wird (Sarpedon) und ins Labyrinth gerät, erscheint das Ungeheuer Minotauros. In diesem für Europa grundlegenden Mythos wird folglich der Übergang von der zweiten zur dritten Kulturepoche und von der dritten zur vierten Kulturepoche dargestellt. Diese Verzerrung des Denkens – d.h. der Verlust der Beziehung zur geistigen Welt – kam in der vierten Kulturepoche mit dem Übergang zum reflektierenden Denken zustande. All das ereignete sich auf der Semele (‚Erde’) – so heißt die thrakische Göttin der Erde. Semele ist die Tochter des Königs Kadmos, der ein Bruder Europas war, und die Mutter des Dionysos – des wichtigsten Helden der Thraker. Nicht zufällig kam Paulus bei seiner Ankunft auf dem Kontinent zuerst zu den Bulgaren nach Philippopolis am Maritzafluss und hat Lydia in das Christentum eingeführt. Hierher kam auch Andreas der Erstberufene, denn von hier waren früher die Thraker-Bulgaren zur Insel Kreta, nach Troja u.v.m. gestartet, um die Völker auf die Ankunft des Erlösers vorzubereiten.

In den alten Zeiten kam alles, was in Mythen ausgedrückt wurde, von den großen Mysterien und war mit den die Evolution antreibenden Göttern abgestimmt. Nun wird die Entführung Europas in ganz anderen Zentren der dunklen Mächte geplant und sie soll in einer außerordentlich barbarischen Art verwirklicht werden. Heute werden wir über diese Mächte sprechen und wollen mit dieser Vorlesung einen Übergang zum bevorstehenden Runden Tisch machen, der am 1. und 2. April 2017 in Varna stattfinden und zum Thema „Die gegenwärtigen Mysterien des Bösen und seine Erlösung durch das Gute“ haben wird.

Wir leben in einer Zeit, die kolossale Wichtigkeit für die Zukunft der Menschheit hat. Deshalb hat jede Form der oberflächlichen und infantilen Einstellung zum Leben fatale Folgen für unsere Evolutionsentwicklung. Wir sind die Zeitzeugen der Periode, in der der Strom, der vor ca. 10000 Jahren mit der altindischen Kulturepoche begann, allmählich in seiner Bewegung nach Westen Mitteleuropa erreicht hat und nun nach einem qualitativen Sprung zu einer anderen Entwicklungsspirale, die den Menschen zur sechsten und siebten Kulturepochen führen wird, ostwärts einschwenken soll. Der Europäer muss ein solches geistiges Leben entwickeln, dass er durch Absterben und Metamorphosieren des Alten selbständig seine Artenumwandlung verwirklichen kann – ohne die Hilfe der Natur, d.h. der Götter. Europa ist der Kontinent, dessen Bevölkerung auf diese große Umwandlung vorbereitet wurde. Deshalb gilt das Interesse sowohl der rechtmäßig entwickelten als auch der unrechtmäßig entwickelten Wesenheiten hauptsächlich unserem Kontinent. Hier finden wir die Antwort auf die Frage, welche Zukunft die Erde erwartet und deshalb streben die Widersachermächte nach allen Möglichkeiten, den Evolutionsprozess zu verhindern und zu entarten. Welche sind diese Mächte, warum tun sie das, wohin wollen sie die Entwicklung treiben und wie gehen sie dabei vor – das sind die Fragen, ohne deren Beantwortung wir uns in keiner Weise diesen Mächten widersetzen können. Das Böse muss man vor allem im okkulten und mystischen Aspekt kennen, denn seine Herkunft ist übersinnlich und seine Urquellen sind in der geistigen Welt zu suchen.

In dieser geistigen Welt, auf der geistigen „Erde“ befand sich der Urmensch Adam, der die Substanz für sein Dasein vom „Baum des Lebens“ bzw. aus der Ätherwelt schöpfte. Im Paradies hatte Adam die Form eines Pentagramms und die kosmischen Ätherkräfte strömten in ihn durch den Kopf zum rechten Fuß ein, danach zur linken und rechten Hand, zum linken Fuß und am Ende schloss sich der Kreis. Auf diese Weise wird der Mensch vom Äther mit Lebenskraft gespeist. In diesem Strom wirken die Planetenkräfte, deshalb wird das Pentagramm mit dem in ihm eingeschlossenen Menschen ‚Mikrokosmos‘ genannt. Dieser Mikrokosmos strebt zur Sonne, die sich in seinem Zentrum befindet. Dieses Zentrum ist das Ich.

Damit die Zuhörer aus der „Weißen Bruderschaft“ nicht verwirrt werden, muss ich erwähnen, dass man beim Pentagramm, das Beinsa Douno gab, unten beginnen soll. Sein Pentagramm veranschaulicht aber den Weg des Schülers, der von unten nach oben aufsteigend den Weg zurücklegen muss, um danach in den inneren Kreis, in das Zentrum des Pentagramms einzutreten und zum Lehrer der Menschheit zu werden.

Im Unterschied dazu besprechen wir hier das Pentagramm, das in jedem Menschen von Anfang an existiert. Hier geht es um die Speisung des Menschen mit Lebenskräften aus der ätherischen Welt und der Zirkulation in seinem Ätherleib. Um auf die materielle Erde zu treten, drehte sich der Mensch mit dem Kopf zum Mittelpunkt der Erde und wurde als ein umgedrehtes Pentagramm „aus dem Paradies vertrieben“. Mit dem Sündenfall begann unsere Individualisierung und Adam kostete die Früchte vom Baum der Erkenntnis. Dabei ging nach und nach die richtige Art der Versorgung mit Ätherkräften verloren.

Allmählich kam Adam – also jeder von uns – im Laufe des Evolutionsprozesses wieder auf die Beine. Die rechtmäßigen Götter halfen dem Menschen dabei, die Stellung eines aufrecht stehenden Pentagramms einzunehmen. Doch in seelisch-geistiger Hinsicht hat sich die Menschheit bis heute nicht aufgerichtet, da sie nicht die Kraft des höheren Ich erlangt hat, sondern sich mit dem kläglichen reflektierenden Ich zufrieden gibt. Damit wir gesund sind, sollte der Ätherstrom in uns in richtiger Weise fließen. Das ist der Fall, wenn man ein richtig aufgebautes logisches Denken hat, wenn man den Menschen gegenüber wohlwollend gestimmt ist, wenn man natürlich und nicht gekünstelt wirkt, wenn man eine optimistische innere Einstellung und den Glauben an das Gute hat, statt immer in allem das Schlechte zu sehen. Wenn diese Bedingungen erfüllt sind, dann fließt der Ätherstrom richtig und man kann eine rechtmäßige Beziehung zu den Göttern herstellen. Befindet man sich dagegen im negativen Spektrum, steht das Pentagramm auf dem Kopf und diese Beziehung kann nicht in rechter Weise hergestellt werden. Dann kommen die großen Probleme und die Gesundheit wird auch angegriffen.

Welche Kräfte waren an der Umdrehung des Pentagramms beteiligt und wollen, dass wir für immer in der Stellung des ewigen Sündenfalls verbleiben – in der Stellung des umgedrehten Pentagramms? Wir wissen, dass es sich dabei um übersinnliche Kräfte geht. Wir wollen uns oberhalb der Weltschöpfung ein Dreieck  mit den drei Hypostasen vorstellen, dessen Spiegelung nach unten durch die geistigen Hierarchien bis zur Grenze der sinnlichen Welt führt. Nach seiner Spiegelung durch den Menschen haben wir es mit einem neuen Dreieck zu tun, das ich hier auf diesem Bild gezeichnet habe – das ist das Dreieck des Bösen.

 

Evropa

Wie wir wissen, stellt das Symbol des Grals zwei ineinandergeflochtene Dreiecke dar, die ein Hexagramm ergeben. Unser menschliches Dreieck hat eine nach oben zeigende Spitze und wir müssen uns geistig zu dem von oben kommenden Dreieck der Engel, Erzengel und Archai erheben, welches in der übersinnlichen Welt liegt und uns am nächsten ist. Das kann durch die Umwandlung unseres Astralleibes, Ätherleibes und physischen Leibes in Manas, Buddhi und Atma geschehen. Das Dreieck des Bösen ist nicht einfach der Antipode der dritten Götterdrei, sondern der Prinzipien des Vaters, Sohnes und des heiligen Geistes selbst. Mit seiner Schwere drückt es den Menschen hinunter, so dass er sich geistig-seelisch nicht aufrichten kann. Als die geistigen Hierarchien der zweiten und sogar der ersten Reihe die Rolle der luziferischen und ahrimanischen Kräfte übernahmen, haben sie das bewusst und aufopfernd wegen der großen Gesetze des Zyklus getan. Hier reden wir aber von Luzifer, Ahriman, Asuras und Sorat und nicht von den ihnen unterordneten Wesen aus der dritten Reihe, denen nachdem sie zurückzubleiben begannen, allmählich die Einsicht in diesen Prozess abhanden kam. Doch bei ihren Anführern war das Verständnis da. Sie unternahmen das alles, damit wir von dem Hauptprinzip der Alleinheit, das im Zyklus des Vaters vorherrschend war, zu der Polarität unseres Zyklus übergehen konnten. Auf der Basis dieser Polarität wird eine Synthese im Auferstehungsleib vollzogen und die Bedingungen für den dritten Zyklus des Heiligen Geistes geschaffen, dessen Hauptmerkmale wir noch nicht kennen. Die zurückgebliebenen Wesen aus der dritten Reihe haben ihre Ich-Evolution in unserem Zyklus nicht gemeistert, woran sie bis zu einem gewissen Grade selbst Schuld sind. Sie haben die wahre Vorbestimmung des Zurückbleibens nach der Weltnotwendigkeit vergessen und sind eine Beziehung zum Bösen eingegangen.

Obwohl die Frage nach dem Bösen eine der schwierigsten und rätselhaftesten Fragen des Okkultismus ist, können wir davon ausgehen, dass Luzifer auf dem alten Saturn die geistige Macht eines heutigen Engels hatte; Ahriman hatte die Macht eines Archen und Sorat – die Macht eines Eloha im Erdenäon. Hätten sie sich also in rechter Weise entwickelt, hätten sie heute jeweils den Rang eines Geistes der Form, Bewegung, Weisheit und des Willens. Als Steiner über zurückgebliebene Wesen der zweiten und sogar der ersten Rehe sprach, ging es um die erwähnten Geister. Heute besitzen sie nicht die Macht der rechtmäßig entwickelten Wesen, so dass z.B. Jehova  viel stärker als Luzifer ist. Doch sie haben in den vergangenen Äonen eine kolossale, alles zerschmetternde Kraft angehäuft. Vor Jahren wurde uns in übersinnlicher Weise gezeigt, welche Macht die Asuras besitzen. Wenn sind fähig, die Erde zu zerstören, was ist dann wohl von Sorat, dem Anführer dieses Triumvirats des Bösen zu erwarten? Sorat ist der systembildende Faktor des ganzen Übels. Die Menschen sollten auf die dargestellte Weise das Böse verstehen und nicht in der Art, welche ihnen die Politologen darlegen, da sie bloße Marionetten auf dem äußeren Plan sind, oder in der Art der Konspirologen, die etwas tiefer hinter die Kulissen schauen, jedoch nicht an das Wesen des Bösen heranreichen.

Das Hauptziel der zurückgebliebenen Geister in ihrem Kampf gegen die rechtmäßigen Hierarchien ist die Ich-Substanz des Menschen. Der Mensch ist das Maß aller Dinge, er ist der Sinn und das Ziel der Weltentwicklung und deshalb steht er im Mittelpunkt des gigantischen Weltkampfes, der um seinetwillen und für ihn geführt wird. Die luziferischen, ahrimanischen und asurischen Wesen können nur an die Substanz heranreichen, die uns die Elohim geschenkt haben und die wir als unser höheres Ich individualisieren müssen. Sie ist das Ergebnis des uranfänglichen Opfers der Throne, die die Basissubstanz für den ganzen Zyklus ausgestrahlt haben. Die ursprüngliche Substanz ist die Substanz der einzelnen Iche. Doch in unseren Zyklus hat ein Ich eingegriffen, das über den Zyklen steht – das ist das Ich Christi als das Ich des väterlichen Weltengrundes. Das Ich von den Elohim ist folglich auch vom Ich des Christus durchdrungen. Das höhere Ich des Menschen ist auch vom Ich Christi durchdrungen. Hier werde ich etwas Wichtiges präzisieren – die Wesen der zweiten Götterdrei – Luzifer, Ahriman und Asuras sowie Sorat, der zur ersten Götterreihe gehört, haben ihre Ich-Stufe im vorangegangenen Zyklus erreicht. Sie wollen persönlich an das Ich des Christus in uns herankommen. Ihre „Zöglinge“ streben nach der Ich-Substanz von den Elohim, da sie an das Ich Christi nicht herankommen, aber die Führer suchen nach diesem Ich.

Die Angriffe auf den Menschen geschehen auf verschiedenen Stufen. In der ersten Zeit unseres Aufenthalts auf der Erde waren die luziferischen und ahrimanischen Wesen eine Art Freunde des Menschen. Die Ersteren regten uns an, damit wir nach der individuellen Freiheit strebten und die Letzteren arbeiteten an der Mineralisierung der Materie und der Schaffung der physischen Grundlagen dieses Prozesses. Mit der Entwicklung unseres reflektierenden Ich konnten wir eine selbständigere Existenz führen und haben die Beziehung zu den uns führenden Hierarchien abgebrochen. Daher haben uns die Widersachemächte angegriffen. Je weiter die Zeit heranrückte, wenn wir unser höheres Ich individualisieren mussten, desto intensiver und stärker wurden diese Angriffe. Die Widersachermächte wissen sehr wohl, dass sie für immer denjenigen Menschen für ihr Werk verlieren, dem diese Individualisierung gelingt. Die luziferischen Wesen wollen die Evolution vom väterlichen Weltengrund abtrennen und sie zurück zum Geistigen treiben, ohne abzuwarten, dass sie sich in rechtmäßiger Art, indem sie sich vorwärts entwickelt, sich zum Geist erhebt. In ihrer Bestrebung, alle einzelnen menschlichen Iche wieder in verschiedenen Formen des Gruppen-Ich, Gruppen-Bewusstseins miteinander zu verschmelzen, stellen sie sich dem Heiligen Geist und der Zukunft entgegen. Wenn es ihnen gelingt, die Ich auf diese Weise unter ihre Kontrolle zu bringen, wird die Erde sich in ein großes organisches Wesen mit einer einzigen Gruppenseele verwandeln. Die zukünftigen Evolutionsetappen können sie leicht in eine Wiederholung des Vergangenen ohne Metamorphose verwandeln und zu ihrer eigenen Evolutionslinie lenken, die den Menschen zum Zustand des Allmenschen mit dem bewusstlosen Allbewusstseins aus der alten Saturnzeit zurückbringen würde. So würden wir nicht zur Uroffenbarung des väterlichen Weltengrundes kommen, sondern die Widersachermächte wollen ihre eigene Weltschöpfung einleiten – ein Weltall, in dem Luzifer die Rolle eines Gesamt-Ich spielen würde. Deshalb brauchen sie die im Menschen eingeschlossene Substanz aus dem väterlichen Weltengrund, mit der sie ein eigenes Weltall aufbauen können.

Im Gegensatz zu ihnen interessieren sich die ahrimanischen Wesen überhaupt nicht für die Vergangenheit, diese wollen sie streichen. Doch sie möchten, dass der Weg in die Zukunft nicht durch die Erhebung des Menschen zu seinem höheren Ich geht, sondern durch den Herabstieg zu der Materie und die unterphysischen Welten, wo die Materie nicht vergeistigt, sondern in Energie, Magnetismus, Elektrizität und Atomkräfte verwandelt wird. Auf diese Weise werden die ahrimanischen Wesen zu Feinden des vatergöttlichen Prinzips, da der Vatergott erwartet, dass ihm die Materie als geistige Substanz zurückgebracht wird. Stattdessen beschleunigen diese Geister die Evolution aufs Äußerste, indem sie die Gesetze der normalen Entwicklung überschreiten. Eine solche unrechtmäßige Evolution wird unumgänglicherweise in die Abwärtsrichtung materialisiert, wo sie nach der Ansicht dieser Wesen ihren Endpunkt erreichen soll. Dann soll ein neuer Evolutionszyklus beginnen, der sich von demjenigen, der auf dem alten Saturn begonnen hat, unterscheidet. Auf diesem Abwärtsweg würde das menschliche Ich endlos differenziert, zerkleinert und in Weltenstaub (im biblischen Sinne) verwandelt. Aus diesem Staub wollen sie den Lehm zusammenrühren, aus dem menschenähnliche Wesen geformt werden sollen, über die in Ahrimans Weltschöpfung sein Ich herrschen soll.

Auf diese Weise wollen die ahrimanischen und luziferischen Wesen ihr Zurückbleiben wettmachen und den Menschen als Individualität eliminieren. Luzifer und die luziferischen Wesen stellen sich dem Heiligen Geist und der Zukunft entgegen. Ahriman und die ahrimanischen Wesen stellen sich dem vatergöttlichen Prinzip und der Vergeistigung der Materie entgegen. Dem Prinzip des Sohnes widersetzen sich die Asuras, die den physischen Leib wortwörtlich zerstören wollen. Die luziferischen Wesen haben eine Affinität zum Astralleib und die ahrimanischen – zum Ätherleib, der den physischen Leib belebt. Die Asuras greifen nach der Bewusstseinsseele und dem physischen Leib, den sie direkt zerstören.

Hinter all diesen Wesenheiten steht der mächtige Sonnendämon Sorat, der sich Christus selbst – dem Welten-Ich – widersetzt. Doch die Widersachermächte wollen sich mit den rechtmäßigen Hierarchiewesen nicht direkt konfrontieren, sondern machen den Menschen zu ihrem Werkzeug, indem sie sich in seine Entwicklung einklemmen und allmählich den kulturhistorischen Prozess in die von ihnen gewünschte Richtung treiben. Sie wollen, dass der Mensch für immer ein umgedrehtes Pentagramm bleibt, was das Symbol der schwarzen Magie ist. Dagegen ist das Symbol der weißen Magie ein Pentagramm, dessen Spitze nach oben zeigt. Wenn das Pentagramm umgedreht ist, strömen durch den Kopf Kräfte aus der Erde hinein, die in ihr nach der Abspaltung des Mondes in der lemurischen Zeit geblieben sind. Diese Kräfte strömen dann in die Füße, die auf die geistige Welt gerichtet sind. Der Mensch wird zum Vermittler dieser schlechten Einwirkungen, die er in die geistige Welt und in die ihn umgebende Natur weiterleitet. Heute bewundern viele Che Guevara und halten ihn für einen Freiheitskämpfer, doch er war ein Terrorist und trug nicht zufällig einen umgedrehten Stern an seiner Kappe. Der Lebensstrom fließt von oben abwärts, aber hier kommt er nicht durch den Kopf hinein, sondern durch die Füße. Doch dann hat der Lebensstrom nicht mehr jene belebende Funktion, die er bei der rechtmäßigen Bewegung dem Pentagramm entlang hat. In diesem Fall können die dunklen Geister bewirken, dass durch den Ätherleib ihre Substanz in den Menschen hineingelangt. Der Zusammenprall der luziferischen und ahrimanischen Wesen geschieht in jener gedanklichen Ebene, auf die wir letztes Mal eingegangen sind, die den Menschen zweiteilt. Sie versuchen, aus der Schlaufe des dialektischen Denkens durch den Spalt im Punkt 4 der Lemniskate des anschauenden Denkens in den Menschen hineinzukommen, bevor er den Punkt „Stirb und werde“ erreicht, und wollen zu der Schlaufe des anschauenden Denkens gelangen, wo sie die Substanz der Erstoffenbarung ergreifen und sie rückwärts oder abwärts entführen und dabei sogar die göttlichen Hierarchien mitreißen. Damit unser Denken existiert, brauchen wir den Träger des Bewusstseins – unseren Astralleib, auf den es die luziferischen Wesen abgesehen haben, sowie den Ätherleib, den die ahrimanischen Wesen angreifen.

Neben diesen Geistern mischen sich immer deutlicher auch die Asuras ein – die Hauptfeinde unseres Ich, unseres physischen Leibes und des höchsten Teils unserer Seele – der Bewusstseinsseele. Wenn der Mensch seine Bewusstseinsseele und seinen physischen Leib verliert, hat er keine Chance, selbständig seine dreigliedrige Seele und dann auch seine drei Leiber zu vergeistigen, da er nicht mehr über das Ich, das Werkzeug dieser Metamorphose verfügt.

Über die Asuras hat Steiner nicht so ausführlich gesprochen, da der Zusammenprall mit ihnen in der weiteren Zukunft liegt. Über Sorat hat er lediglich ein paar Sätze gesagt. Während die Asuras nach dem von den Elohim geschenkten Ich greifen, das aus dem Urfeuer des alten Saturn stammt, stellt sich Sorat dem makrokosmischen Christus-Ich entgegen, das über allen Zyklen steht und unser Ich durchdringt. Nach dem Christus-Ich können nur solche Wesen greifen, die ihre Ich-Stufe im vorherigen Zyklus des Vaters zurückgelegt haben. Das sind Luzifer, Ahriman, Asuras und Sorat, jedoch nicht ihre Werkzeuge aus der dritten Götterreihe, die ihre Aufgaben wegen viel größerer Ziele erfüllen – um den Übergang von der All-Einheit im Zyklus des Vaters zur Polarität im Zyklus des Sohnes und zu etwas Drittem im Zyklus des Heiligen Geistes, für das in unserem Zyklus kein Wort vorhanden ist, das es beschreiben könnte. Die Garantie, dass ein solches Wort existiert, ist der Auferstehungsleib. Wer ihn individualisiert, der kann den Weg zu diesem Wort finden.

Damit wir zur Einsicht in die Ursachen dieser Entwicklung kommen, müssen wir die Etappen und die Logik in der Menschenentwicklung ergründen. Das Menschengeschlecht besteht hauptsächlich aus zwei Menschentypen. Die einen sind „die Söhne des Hirten Abel“ und sie sind eher der geistigen Welt zugewandt als der irdischen. Im Altertum traf man sie unter den Priestern, Königspriestern, in den damaligen geistigen Eliten. Heute finden wir sie in den spirituellen Gemeinschaften. Die anderen sind die Nachkommen „des Ackerbauers Kain“, die eher den persönlichen Anfang, die Aneignung des Irdischen und dessen Erlernen im weltlichen Leben suchen. Das sind die Menschen der Wissenschaft, des Wirtschaftslebens usw.

Als die herausragendsten Vertreter der Abeliten und Kainiten in den alttestamentlichen Zeiten galten  der Königspriester Salomo und der Baumeister des salomonischen Tempels Hiram Abif. Während am Anfang des Sündenfalls Kain seinen Bruder Abel tötete, hat später der bedeutendste Kainit Hiram Abif einen Tempel für Salomo errichtet. Danach wurde mit seinem stillen Einverständnis Hiram getötet. Die Evolutionsaufgabe jedes Menschen auf der Erde besteht darin, diese zwei großen Hypostasen seiner einheitlichen Persönlichkeit in sich zu vereinigen und zu harmonisieren, d.h. gleichzeitig Priester und Baumeister zu werden, in seinem Ich die himmlische und irdische Weisheit zu vereinen und zum Hexagramm zu werden. Doch dazu muss er im seelisch-geistigen Sinne zu einem aufrecht stehenden Pentagramm werden. Vor der Ankunft des Erlösers konnte kein menschliches Wesen diese erhabene Synthese vollziehen, da das makrokosmische Ich, das die Kraft zu einer solchen Vereinigung hat, noch nicht da war. In den alten Zeiten erlebten die Bulgaren und mit ihnen auch die fortgeschrittensten Menschen die Trennung in den abelitischen Mysterien des Apollon und den kainitischen Mysterien des Dionysos. Das große Urbild ihrer Vereinigung im Ich sehen wir im auf Golgatha gekreuzigten makrokosmischen Ich, das für immer Salomo (inkarniert als die Jungfrau Sophia) und Hiram (inkarniert als Lazarus-Johannes) vereinigte. Erst nach einer solchen Vereinigung kann der Mensch wie Joseph von Arimathäa (inkarniert als Skythianos) nach dem Geheimnis des Menschwerdung Christi im Hexagramm des Grals suchen, das in sich als Form das Geheimnis des Herabstiegs des Ich des väterlichen Weltengrundes und das ewige Leben (das Wasser) enthält. Der Auferstehungsleib ist das Welten-Ich und das ewige Leben im auferstandenen Phantom. Das Hauptgeheimnis des esoterischen Christentums ist der Gral mit seinem Inhalt, der eine Form hat, während das Hauptgeheimnis des exoterischen Christentums das Kreuz ist.

Bei Skythianos, der die Individualität der Synthese ist, können wir die Geburt des Menschentyps „Faustische Seele“ sehen, der danach strebt, in all seinen Beziehungen im Leben auf den eigenen Beinen zu stehen und sich von allen Formen des Gruppenbewusstseins zu trennen. Die Erscheinung einer solchen Persönlichkeit ist eine welthistorische Notwendigkeit, die mit der Ankunft Christi auf die Erde zusammenhängt und die Entwicklung eines selbständigen Ich erfordert. Die ersten Vertreter des neuen Menschentyps waren neben Skythianos auch Menschen wie der Apostel Paulus oder Dionysios Areopagita. Das christliche Leben, das seinen Lauf genommen hatte, brauchte Formen, die sich ständig erneuern. Paulus hat die äußere Christengemeinde gegründet, doch er schuf zusammen mit seinem Freund Dionysios auch seine esoterische Schule. Das Verständnis, das Petrus vom Christentum hatte, war nicht auf der Höhe des paulinischen Verständnisses und deshalb war es das Leben des kaiserlichen Roms, das zu der Form des Christentums für den bulgarischstämmigen Konstantin den Großen wurde. Die Bulgaren waren noch hellsehend, was ihnen erlaubte, die Gegensätze der guten und bösen kosmisch-geistigen Mächte zu sehen (vgl. GA 237:80). Deshalb wurden jahrhundertelang alle, die diese Fähigkeit besaßen, ‚Bulgaren‘ genannt, etwa die französischen Katharer – les Bougres ‚Bulgaren‘. Für diejenigen, die sich dem exoterischen Christentum anschlossen, waren solche Menschen ‚Heiden‘. Zu diesen Heiden ist Paulus zuerst gegangen, da unter ihnen der individuelle Anfang am leichtesten entwickelt werden konnte.

In diesen frühen christlichen Jahrhunderten erschien Mani, der wie kein anderer den Gegensatz zwischen Gut und Böse kannte und seinen mächtigen geistigen Blick auf die künftige sechste Wurzelrasse gerichtet hatte. Dann wird eine solche äußere Form existieren, in der sich das christliche Leben in seiner ganzen Fülle manifestieren kann. Mani wurde von den Vertretern des Dunklen getötet, auch Julian Apostata wurde getötet, der sich mit der Form, die das exoterische Christentum annahm, nicht zufrieden gab. Der erste, der der Faustischen Seele auf den Grund gehen wollte, war der Selige Augustinus, der das im vierten Jahrhundert machte.

Am Anfang war er wie gebannt von der Geburt dieser Seele und ihrem Streben, in die übersinnliche Welt einzutreten und die zukünftige Form des Christentums vorzubereiten. Doch später bekam er Angst und hat sich auf die Seite des Katholizismus geschlagen, der gegen jede Form von Häresie kämpfte. Die Konfrontation zwischen Kainiten und Abeliten entflammte wieder, wobei sie mit dem Zusammenbruch des Weströmischen Reiches einherging, den der Bulgare Attila und seine Riesenarmee aus vielen, jedoch hauptsächlich bulgarischen Stämmen hervorgerufen hat. Die sog. Große Völkerwanderung hängt größtenteils mit der Vernichtung des Römischen Reichs zusammen und sie ging mit der Ankunft Odoakers auf die Apenninische Halbinsel zu Ende. Es begann der Prozess der Herausbildung der europäischen Völker und deren Übernahme durch die jeweiligen Volksgeister zur Erfüllung ihrer Missionen in der gesamteuropäischen und Weltentwicklung. Aus der Vermischung der Germanen und Latiner entstanden die Franken und Italiener. Als die Sachsen vom europäischen Kontinent auf die Inseln kamen, vermischten sie sich mit der dortigen Bevölkerung und es entstand das englische Volk. Im Osten erhielt Boris I. den Auftrag der geistigen Welt, den Antrieb zur Entstehung des Slawentums zu geben. Die Bulgaren waren an der Formierung der Franken und des englischen Volks durch die früher in jene Gebiete migrierten thrakischen Stämme beteiligt. In die Gebiete des späteren Frankreichs gab es die Migration von 14 thrakischen Stämmen, die der Entstehung des französischen Volkes zugrunde liegen. Auf die heutige Insel Großbritannien zogen dreimal im Laufe der Jahrtausende thrakische Stämme und nicht zufällig lässt sich die Bedeutung von Toponymen wie London oder Themse problemlos im Bulgarischen rekonstruieren. Die älteste irische Urkunde über die Entstehung Irlands kommt aus Skythien und aus den alten Chroniken wissen wir, dass die Skythen Bulgaren sind. Für uns ist es jedoch besonders wichtig zu sehen, wie das russische Volk mit Rücksicht auf seine künftige Mission und seiner Beziehung zu den anderen slawischen Völkern formiert wurde.

Die Slawen sind laut Steiner Menschen, die von Natur aus ihre dreigliedrige Seele in Einheit erlebt haben. Diese Seele wurde lange auf die Aufnahme des Christentums von Skythianos im Einweihungszentrum vorbereitet, das er nördlich vom Schwarzen Meer geleitet hat. Dort befand sich das „zweite“ Bulgarien – das Großbulgarische Reich und das Christentum kam später in die Kiewer Rus aus Bulgarien und nicht aus Byzanz. Es wurde danach in die sog. Byzantinische Orthodoxie entartet. Dagegen haben die Finnen im Norden von Natur aus die Seele, die die Slawen als eine Einheit erlebten, als dreigegliedert erlebt. Dieser Archetyp wurde im finnischen Volksepos „Kalevala“ zum Ausdruck gebracht. Im Vorlesungszyklus über „Kalevala“ ist Steiner ausführlich über die drei Helden Väinämöinen, Ilmarinen und Lemminkäinen eingegangen, die die dreigegliederte Seele symbolisieren.

Als die Normannen-Waräger ihre Feldzüge in die Gebiete der Finnen unternahmen, sahen die Finnen ein Volk, in dem die Seele von Natur aus in Einheit und nicht wie bei ihnen dreigliedrig erlebt wurde. Der Name Waräger bedeutet ‚Eindringling, Räuber‘ und bezeichnet nicht die Volkszugehörigkeit, sondern die Beschäftigung. Die „Normannen“ selbst sind die in den ersten christlichen Jahrhunderten nach Norden migrierten bulgarischen Kimmerer aus dem Schwarzmeerraum, in dem sich das Einweihungszentrum von Skythianos unter Menschen befand, die ihre Seele als eine Einheit erlebten.

Als sie in die Gebiete der Finnen einfielen, sahen die örtlichen Finnen einen völlig anderen Seelenarchetyp. Dieser war so stark, dass er ihre dreifach erlebte Seele erstickte. Dieses Erlebnis prägten die Finnen in das Wort ‚Ruotsi‘ oder ‚Rutsi’. Mit diesem Wort nannten die Finnen die Normannen Rjuriks und die Bezeichnung wurde auf die Slawen übertragen, die zu ‚Russen‘ wurden. Mit dem Umzug der Waräger von Norden in südliche Richtung bildete sich laut Steiner ein großer Seelenstamm, der geistig durch die europäischen Gebiete des künftigen Russland wuchs und den Archetyp der finnischen dreigliedrigen Seele mit der slawischen einheitlichen Seele verbinden sollte. Doch sowohl Steiner als auch Prokofieff und Bondarew verweisen fälschlicherweise auf Byzanz als die Quelle des Christentums, das als geistiger Impuls in die Kiewer Rus zog. Dieser Impuls kam aus Bulgarien, was der russische Patriarch selbst vor zwei Jahren bei seinem Besuch hier bestätigt hat: „Wir haben das Christentum nicht von Byzanz bekommen, sondern von Bulgarien empfangen“.

Dieses Christentum, das die Russen erhielten, war ein ätherisches Christentum. Es wirkte auf den Ätherleib des russischen Volkes ein, das seine Seele in Einheit erlebte. Das russische Volk musste einen Impuls von außen erhalten, damit es nicht im einheitlichen Erleben der Seele blieb, sondern sich auf das individuelle Prinzip hin entwickeln konnte. Das Bindeglied zwischen der finnischen und slawischen Seele ist das Ich der Waräger und Sie sehen nun, warum die Bulgaren das Volk sind, das für die Ich-Evolution der Menschheit zuständig ist. Die Bulgaren aus dem Norden (die Kimmerer) trafen auf die Bulgaren vom Süden und es entstand die Kiewer Rus. Die Waräger, die Steiner als Normannen, also als Skandinavier, Germanen bezeichnet, und die die Seele als Einheit erlebten, haben ihre Bezeichnung von den Finnen erhalten. Diese Normannen sind jedoch die kimmerischen Bulgaren, die in jene Gebiete einwanderten. Im ersten Jahrhundert n.Chr. lebten sie nördlich des Schwarzen Meeres – etwa dort, wo die Halbinsel Krim ist. Sie wanderten nordwärts, um dort eine Mission zu erfüllen. Der Namen ‚Russen‘ wurde zum ersten Mal den kimmerischen Bulgaren gegeben. Die Russen müssen also wissen, dass mit dem Namen „Russen“ zuerst die kimmerischen Bulgaren bezeichnet worden sind. Sie erhielten diesen Impuls durch eine Invasion. Vom Norden durch die sog. Waräger – die bulgarischen Kimmerer und vom Süden als Christentum, das in die Kiewer Rus gebracht wurde.

Der Volksgeist übernahm die Führung der Russen und allmählich entstand das slawische russische Volk, es entstand das Slawentum, dem ein langer und leidensvoller Weg zum individuellen Erleben der dreigegliederten Seele bevorstand. Dieser Prozess wird unter den Russen bis zur sechsten Kulturepoche andauern und dieser Zeit geht eine Bildung voran, auf deren Existenz uns Steiner verwiesen hat. Durch das polnische, tschechische und slowakische Volk und durch die südslawischen Völker schaut die slawische Seele der sechsten Kulturepoche in die fünfte Kulturepoche wie durch drei vorgeschobene „Halbinseln“ hinein. Deshalb sind gegenwärtig die Polen, Tschechen, Slowaken die größten Kritiker der entstellten Vereinigung, die ‚Europäische Union‘ heißt. Diese Völker spüren innerlich, dass ihre Mission als slawische Halbinseln darin besteht, Mittel- und Westeuropa zur Vorbereitung auf das Christentum der Zukunft anzutreiben. Sie sind nicht die Agenten des russischen Panslawismus, wir reden hier von rein geistigen Aufgaben. Russland selbst ist eine geistig-seelische Einheit und keine staatlich-politische Einheit, die mit der Doktrin der ‚atomaren Orthodoxie‘ einhergeht. Dieser Begriff entstand 2007 nach der Antwort Putins auf eine journalistische Frage und er verbindet die äußere Sicherheit des Landes durch die Atomwaffen mit der inneren Sicherheit durch die traditionelle Konfession der Russischen Föderation, die zusammen Russlands Macht ergeben sollen. Die atomare Orthodoxie gerät in Widerspruch mit dem mitteleuropäischen geistigen Leben, das aus den sog. Goten, eigentlich Geten mit ihrer archetypischen Einheit im Ich entstanden ist. Aus diesem Archetyp ist die Wandlung im Denken, die starke Individualisierung hervorgekommen und aus ihm heraus wird der Übergang vom Ich durch das reine Denken zum Ich-Geistselbst erfolgen. Wir sehen, dass die Bulgaren gegenüber den Slawen und Germanen unterschiedlich verfahren haben. Die Ersteren sind nicht zur Entwicklung des irdischen Intellekts vorbestimmt und bauen ihre Kultur nicht nur auf der Grundlage des Intellekts auf. Aus diesem Grund kam die Einheit des Ich in ihrer einigen Seele durch die Waräger. Diese Einheit im Ich ist der einigen Seele der Mitteleuropäer als Archetyp durch die hierarchischen Wesen veranlagt, weshalb die Einmischung der Bulgaren unter den Namen ‚Goten’ scheinbar verborgen blieb. Während die Russen von den Bulgaren das ätherische Christentum des Paulus empfingen, haben die Germanen das Christentum der Verstandesseele von Rom übernommen, das von Rationalismus durchdrungen und stark theologisiert wurde. Darin liegt einer der Gründe des Schismas zwischen der östlichen und westlichen Kirche und der Spaltung der europäischen Völker.

Die ersten, die einen neuen Versuch unternahmen, die Abeliten und Kainiten zu vereinen, waren die Bogomilen. Ihnen haben sich sowohl die Katholiken als auch die Orthodoxen entgegengesetzt. Nicht zufällig gingen die Jungfrau Sophia und der Evangelist Johannes – die beiden, die die Synthese versinnbildlichen – als „die beiden Syrer“ inkarniert zu den ersten Bogomilen, damit die Synthese ihren Lauf nehmen konnte. Nicht zufällig inkarnierte einer der ersten Träger der Faustischen Seele Dionysios Areopagita als Bojan Maga (dem Begründer des Bogomilentums), damit die Synthese zwischen Abel und Kain auf einer neuen Stufe erneuert werden konnte. Die Bogomilen versuchten mit der Erkenntnis über die Christus-Kraft die beiden gegeneinander kämpfenden Strömungen zu versöhnen. Doch sie und alle ihren Kreationen wurden bis zum Anfang der fünften Kulturepoche von der Außenwelt ausgelöscht. Trotzdem wirkte ihr inneres Leben weiter und führte zur Entstehung von zwei Bewegungen, die aus der europäischen Kultur selbst hervorgebracht wurden – Jesuitismus (Augustinismus) und Freimaurerei (Manichäismus). Äußerlich gesehen entstand der Jesuitismus als eine Gegenströmung zu dem Protestantismus, der sich vom Katholizismus abgespalten hat. Doch der wahre Feind der Jesuiten blieben die alten „Friedensstörer“ – die ketzerischen „Bulgaren“, denn alle Ketzer wurden „Bulgaren“ genannt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Mit den Kreuzzügen zogen viele von ihnen ostwärts nach Jerusalem und die restlichen wurden für Hexen und Hexer erklärt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt – die Inquisition handelte gnadenlos.

Die Ketzer waren gezwungen, sich von der äußeren Welt zurückzuziehen, damit der Faden zur Faustischen Seele nicht endgültig reißt. Während Rom herrschte, wurde das östliche Christentum durch die hereinstürmenden seldschukischen Türken – Osmanen – liquidiert. Es blieben bestehen das westliche Christentum und das Christentum, das sich in Russland als Orthodoxie herausgebildet hat. Die Grenze zwischen dem Katholizismus und der Orthodoxie verlief bis zum 15. Jahrhundert genau dort, bis wohin sich der heutige Einfluss Russlands nach der Ansicht der Logen erstrecken darf, die verschiedene Karten der Einflusssphären zeichnen.

Während die manichäische Strömung äußerlich verschwunden war, erschien der Lordkanzler Englands Francis Bacon auf die Bühne – der wieder inkarnierte Harun al-Rashid. Mit seinem „Neuen Organon“, das wir letztes Mal besprochen haben, gab er den Anfang der fünften materialistischen Kulturepoche. Er zeigte den Weg zur neuen Atlantis. Der Weg der Arche führte nach seiner Ansicht durch die Wüste des Materialismus und der Naturwissenschaft zum neuen Paradies – der neuen Atlantis.

Nach ihm kam die Aufklärung mit Rousseau und Voltaire auf, die mit ihrer Philosophie den Anspruch erhoben, die Fesseln des dogmatischen Katholizismus zu brechen und zu einem freien Verständnis der Welt überzugehen. In England wurde die Freimaurerei wieder belebt, doch das Überqueren des Meeres der Naturwissenschaft hatte starke Spuren hinterlassen und deshalb erreichte die Freimaurerei nie wieder den Glanz und die Größe, die sie in der vierten Kulturepoche erlebt hatte. Die britischen Logen haben 1789 die Französische Revolution inspiriert und trotz der Warnung des als Graf Saint-Germain reinkarnierten Evangelisten Johannes begann der Austausch des Evolutionsweges durch den Weg der Revolution. Der politisierte britische Okkultismus begann seinen Kampf um die Vorherrschaft des britischen Imperialismus über die Welt, da er das Christentum verloren hatte. Die anderen Freimaurerlogen waren auch auf dem Weg, die Beziehung zum Christentum zu verlieren, was auch im Katholizismus geschah.

Bis zum 15. Jahrhundert war das Verständnis des Christentums, das Augustin und Thomas von Aquin hatten, immerhin eine große Leistung, aber nach der Entstehung des Jesuitismus und insbesondere nach dem Sieg des jesuitischen Geistes auf dem ersten Vatikanischen Konzil 1870 mit der Aufnahme des Dogmas über die Unfehlbarkeit des Papstes, erreichte der Katholizismus die letzte Stufe der Entartung des Christus-Verständnisses. Während die Hochrangjesuiten durch die spezifischen Exerzitien, die den ganzen Menschen in Bewegung setzen, zu der Einsicht in die Weltereignisse und in die Hintergründe ihres Kampfes gegen die Freimaurer kommen können, so sind nur wenige unter ihren Opponenten in der Lage, zu dem zu gelangen, was Manes vorausgesehen hat.

Anfang des 19. Jahrhundert überlegten die Freumaurer, unter denen es zweifellos Menschen mit guten Absichten gab, wie sie den im Materialismus versinkenden Menschen das Vorhandensein von spirituellem Leben vorführen konnten. Das haben sie in den 40er Jahren mit dem Spiritismus versucht, als auf dem übersinnlichen Plan der Kampf des Erzengels Michael gegen Ahriman gerade begann. Doch bei den spiritistischen Sitzungen erschienen die Seelen der Verstorbenen, weshalb die Idee, über die Elementarwelt zu reden, scheiterte. Die wohlgesinnten Freimaurer haben daraufhin auf den Mediumismus verzichtet. Sie sahen ein, dass die Menschen nicht moralischer wurden, sondern das Praktizieren des Spiritismus auch auf das Leben im Kamaloka negative Auswirkungen hatte. Dort wollten die Menschen alles Geistige mit den physischen Sinnesorganen beobachten und das führte zu Leiden. Doch die Brüder des linken Weges beschlossen, dem Spiritismus nicht den Rücken zu kehren. Sie haben von ihm Besitz ergriffen – im Grunde ist es bis heute so. Sie bevorzugen es, durch ein Medium zu arbeiten, da sie keinen persönlichen Kontakt zur geistigen Welt haben. Diese Freimaurer liegen dem später entstandenen Panamerikanismus zugrunde.

Im späteren 19. Jahrhundert entschieden sich die Freimaurerokkultisten, den theosophischen Weg zu besteigen, damit die Menschen zur Erkenntnis kommen konnten, dass in ihnen der Geist lebt. Zur Vermittlerin dieser Spiritualität wurde Helena Blavatsky gewählt, doch die „linken Brüder“ begannen  allmählich, gefährliche schwarzmagische Manipulationen an ihr vorzunehmen, um ihre Möglichkeiten zum Empfang geistiger Offenbarungen zum Zwecke des panamerikanischen Imperialismus auszunutzen. Das ist schwarze Magie der schlimmsten Sorte, wenn so etwas zu solchen Zwecken verwendet wird.  Die Hauptquelle der nachfolgenden Nöte der Menschheit sind diese Brüder aus dem Schottischen Ritus, zu denen auch unser Landsmann Dimitar Nedkov gehört. Als Blavatsky hinter ihre Pläne kam, wurde sie durch schwarzmagische Manipulationen in okkulte Gefangenschaft genommen, was ihre Beziehung zur geistigen und äußeren Welt äußerst erschwerte. Aus dieser Gefangenschaft haben sie indische Eingeweihte befreit, doch indem Blavatsky unter ihren Einfluss geriet, wurde ihre Mission endgültig verhindert. Dementsprechend begann auch die Theosophie zu verfallen und es mussten Rudolf Steiner und Beinsa Douno kommen, um Christus an seinen wahren Platz zu stellen.

Mit dem Ausbruch der Französischen Revolution wurde der Welt verkündet, dass ein neues globalistisches Modell der Weltherrschaft entsteht, in dem die Hauptrolle der gegeneinander kämpfenden Kräfte zwei Menschentypen spielen sollen – das war eine Art metamorphosierte Konfrontation von Kain und Abel. Das globalistische Modell selbst wurde Ende des 19. Jahrhunderts endgültig geformt, aber bereits in seiner Vorbereitung wurden Ansichten über die weitere menschliche Entwicklung deutlich erkennbar, die durch äußere Mittel nicht zu einer Synthese gebracht werden können, sondern nur zu Chaos und Zerstörung führen. Auf der einen Seite stehen die Linken, die sich in einem dauerhaften „fibrilen“ Zustand befinden, der sie zu Revolutionen und Änderungen treibt. Im politischen Spektrum sind sie durch die Liberalen und Demokraten vertreten. Ihnen gegenüber stehen die rechten Konservativen, die die schwächeren Bewegungen, die Erbmacht, die Blutsverwandtschaft, die Einhaltung der Traditionen favorisieren. Die beiden Menschentypen sind sogar genetisch unterschiedlich. Die Ersteren können wir eher in der Freimaurerei finden und die Letzteren unter den Jesuiten. Die einen beschleunigen die Evolutionen, die anderen führen sie zurück und werden daher zu einfachen Mittlern übersinnlicher ahrimanischer oder luziferischer Wesen. Und wenn diese beiden eine unnatürliche Ehe eingehen, erscheinen politische Monster, hinter denen die Asuras hervorlugen.

Als mit der Reformation der Einfluss der Jesuiten schwächer wurde, unterwanderten sie die Freimaurerei, wo sie führende Posten besetzten und die Logen zu ihren Zwecken zu benutzen begannen. Aus diesen vereinten „Bemühungen“ wurde der sowjetische Bolschewismus hervorgebracht, der ihre Waffe gegen das anbrechende michaelische Zeitalter werden sollte. Die beiden Hauptzentren der okkult-politischen Weltmacht des Globalismus haben ein drittes Zentrum geschaffen, damit die zurückgebliebenen Wesen der dritten Reihe als Inspiratoren eine Sozialisierung unter den Menschen erhalten konnten. So hat die sozialpolitische Konfrontation ein kosmisches Ausmaß erhalten. Es herrscht kein dialektischer Kampf auf dem Erdenplan, sondern die Konfrontation bezweckt die Sozialisierung geistiger Wesen und die Abwendung des Menschen von seinem Evolutionsweg in die Richtung, die diese Wesen anstreben – zur Beherrschung der Ursubstanz der Offenbarung des väterlichen Weltengrundes. Wie wird das erreicht?

Alle seelisch-geistigen Eigenschaften des Menschen, die stabil werden, gehen eine Beziehung zu übersinnlichen Wesen ein und kommen sogar zu einer Personifizierung, indem sie Elementarwesen hervorbringen. Wenn diese Eigenschaften der Seele und des Geistes gut sind, wenn der Mensch zum richtig aufgebauten logischen Denken fähig ist, wenn er positiv und natürlich wirkt, wenn er den Anforderungen des Zeitalters angemessen wirkt, verläuft der Ätherstrom des Lebens in rechter Weise durch sein aufrecht stehendes Pentagramm und bringt gute Elementarwesen hervor. Durch sie stellt der Mensch eine Beziehung zu den Hierarchien her und entwickelt sich zu seinem höheren Ich hinauf, indem er langsam den Weg zur zehnten Hierarchie der Freiheit und Liebe antritt.

Wenn Seele und Geist jedoch ein umgedrehtes Pentagramm bewohnen, so bringt der Mensch luziferisierte und ahrimanisierte Elementarwesen hervor, die sofort die zurückbleibenden Wesen der dritten Reihe anziehen. Letztere bringen die Menschen in Gruppen, Parteien, Sekten, Cliquen zusammen und formen ein Gruppenbewusstsein in ihnen, dessen Leiter ein Wesen der zurückbleibenden dritten Reihe ist. Auf diese Weise sozialisieren sich die luziferischen und ahrimanischen Wesen in Menschen und Organisationen. So können sie sich in die kulturhistorische Entwicklung der Menschheit und dann in den Evolutionsprozess einmischen, um dessen Art zu verändern. Allmählich erschaffen sie in diesen Gruppen auch eine Art Priestertum aus Menschen, es wird rituelle Magie eingeführt und sogar eine bewusste Verbindung der „Priester“ zu ihrem übersinnlichen Patron erreicht, durch den die Absichten der höherstehenden Widersachermächte nach unten geleitet werden. Diese Spiritualität fließt durch denjenigen, der ein umgedrehtes Pentagramm darstellt, und führt zur Vereinigung der sozialpolitischen Zentren unter ihrer Führung in Form des umgekippten Pentagramms, das Sie auf der Zeichnung sehen können. Das ist das Urphänomen des okkult-politischen Lebens der Erdenmenschen im Teil, der von den zurückbleibenden Wesen erfasst wird. Hier kann keine der zurückbleibenden Mächte der dritten Reihe den vollen Sieg erlangen, obwohl sie wütend gegeneinander kämpfen. Nach den Gesetzen der Entwicklung müssen sie nebeneinander existieren, doch das Böse metamorphosiert in immer neuen und neuen Erscheinungsformen und schmiedet endlose Komplotte gegen die rechtmäßige Evolution der Menschen. Das verursacht überall ein ständiges Leiden und Chaos. Wir sind verpflichtet, diese Komplotte aufzudecken und sie zum anschauenden Bewusstsein der Götter zu bringen. Erst dann werden die guten Götter in der Lage sein, in Zusammenarbeit mit dem Menschen einen gesundmachenden Eingriff in die Entwicklung vorzunehmen.

Im 20. Jahrhundert können wir nach Bondarew  fünf weltweit relevante Zentren der okkult-politischen Macht unterscheiden. Bis zum gegenwärtigen Augenblick haben sie bestimmte Änderungen erfahren und ich habe auf der Zeichnung meine Ansicht über die Situation angegeben.

Wenn wir auf das Symbol des Grals schauen, das aus zwei ineinandergeflochtenen gleichseitigen Dreiecken besteht, so zeigt die Spitze des geistigen Dreiecks nach unten. Wenn wir diesem Dreieck das menschliche Dreieck anbieten, dessen Spitze nach oben zeigt, in dem der Mensch geistig-seelisch ein aufrecht stehendes Pentagramms darstellt, so wird die Bildung des Grals zu einer menschlich-kosmischen Angelegenheit. Wenn der Mensch unten ein umgekipptes Pentagramm darstellt, so verflicht er sich unvermeidlich statt mit dem rechtmäßigen geistigen Dreieck mit dem Dreieck der zurückbleibenden Wesen. Dieses Dreieck ist sehr „schwer“ und zermürbt die geistigen Anstrengungen des Menschen, indem es ihn in eine andere Richtung umleitet. Das raubt uns das Prinzip der Metamorphose von Seele und Leibern in den Geist.

Auf der Zeichnung sehen wir, dass an den Spitzen des umgedrehten Pentagramms nun die „Väter der Finsternis“ stehen, hinter denen wir die Jesuiten und die Rechten wiedererkennen können. Hinter den „Brüdern des Schattens“ stehen die Freimaurer, die jedoch nur unbewusste Vermittler der linken okkulten Mächte sind. Luzifer steht hinter den Rechten und treibt die Evolution zurück, während Ahriman hinter den Linken steht und die Evolution in die Richtung der unterphysischen Welten führt und beschleunigt. Doch sowohl Linke als auch Rechte stehen auf einer materialistischen Grundlage. Der Anführer der Asuras stellt eine todbringende Synthese der beiden her.

Luzifer wirkt durch das weiße Papsttum und der voreilige Austausch des Deutschen Benedikt XVI. durch den Jesuiten Franziskus I. aus Lateinamerika ist ein klares Zeichen, dass etwas Schicksalhaftes bevorsteht. Allen denjenigen, die diese Vorlesung sehen werden, möchte ich sagen, dass sie diesem Papst absolut kein Vertrauen schenken sollen – egal, worum es geht!

Ahriman wirkt durch die „Brüder des Schattens“ und das schwarze Papsttum. Ein solcher schwarzer Papst war Albert Pike, der in der Zeit der Helena Blavatsky lebte und auch ein Medium war. Beide starben unter anderem 1891 mit einem Monat Unterschied.

Der russische Offizier und Schriftsteller Grigorij Klimov, der Chefingenieur der sowjetischen Militäradministration in Deutschland war und 1948 von Berlin aus in den Westen floh, berichtete in seinem Buch „Mein Name sei Legion“ über das „rote Papsttum“ und die „rote Inquisition“ und die geheime 13. Abteilung des KGB, die den Auftrag hatte, die „Ketzer“ in der UdSSR zu liquidieren.

Die hohen KGB-Offiziere kennen sehr gut die Bibel und die geistigen Strömungen, allerdings empfinden sie sie als Symbole in materialistischer Art. Mit der festen Überzeugung, dass sie Recht hatten, zermürbten sie jede Manifestation wahrer Spiritualität in einer Art, die nur von den Asuras kommen kann.

Vor etwa 15 Jahren hatte ich eine Begegnung mit einem solchen General vom KGB, der dauernd von „milliardy dolarov“ sprach und sehr gut die geistigen Strömungen kannte. Damals lebte er in Bulgarien, da in Russland der Wind der Perestrojka wehte. Mit dem Aufstieg Putins verschwand er wohl wieder nach Russland  – in das heutige Russland, wo in Moskau immer noch das Mausoleum Lenins existiert und als ein offenes schwarzmagisches Zentrum auf der Erde weiterhin Millionen Menschen bestrahlt. Ich habe gelesen, dass die Zellen der Mumie Lenins immer noch eine gewisse natürliche Feuchtigkeit besitzen. Die Feuchtigkeit bedeutet Leben. Stellen Sie sich vor, wie verhärtet der Ätherleib Lenins war, wenn dieser verhärtete Äther heute noch wirken kann! Diese Seele klebt am physischen Leib, der nicht beerdigt wurde und nicht zerfallen ist, so dass sie ihn befeuchtet. Gut, dass das Mausoleum im Zentrum von Sofia gesprengt wurde und die Mumie unseres Trunkenbolds Georgi Dimitroff beigesetzt wurde. Das bulgarische Volk ist das Volk des Ich – hier darf es ein solches Kultzentrum aus der dritten Kulturepoche in der fünften Kulturepoche nicht geben! Die Russen – die Menschen der sechsten Kulturepoche, haben in ihrer Hauptstadt ein Kultzentrum aus der dritten Kulturepoche!

Laut Bondarew besetzte der okkulte Bolschewismus bis zum Zusammenbruch des Kommunismus in der UdSSR die untere Spitze des umgedrehten Pentagramms. Auf das obere Horn, wo jetzt die „Brüder des Schattens“ und die EU stehen, stellt Bondarew er den Panamerikanismus, in dem immerhin bestimmte Ideale der Freiheit der Individualität zu bemerken waren. Nach dem Sturz des Bolschewismus befindet sich bei Bondarew unten der Panamerikanismus als eine Art Bolschewismus. Dorthin stelle ich auch den islamischen Radikalismus in seiner hässlichsten Form als der Islamische Staat. Bondarew meint, dass Russland ins Zentrum des Pentagramms verdrängt wurde, wo es jeder für seine Zwecke benutzen kann. Ich vertrete die Meinung, dass Russland gegenwärtig auf eine Restauration des stalinistischen Nationalismus zusteuert, deshalb ordne ich es der Ecke der „Väter der Finsternis“ zu.

Ich stelle auch Sorat ins Zentrum, da er der systembildende Faktor des ganzen Übels ist. Zweifellos gibt es auch das Böse der östlichen okkulten Logen, doch es hat nicht eine solche Dimension, dass es das Schicksal Europas bestimmen kann wie die anderen Zentren des Bösen. Im 20. Jahrhundert haben der Nationalsozialismus und der Zionismus die Plätze an die anderen zwei Spitzen des umgedrehten Pentagramms besetzt. Wie der Bolschewismus stellen beide eine Entartung des Sozialismus dar, die die Menschheit zu Weltkriegen und dauerhaften Krisen treiben. Es ist uns bekannt, dass die Zukunft der Menschheit mit der Brüderlichkeit in der sechsten Kulturepoche verbunden ist. Deshalb wird eine Entstellung des Sozialismus angestrebt. Zudem haben die ahrimanischen Geister nach ihrer Fesselung an die Erde durch ihre irdischen Vertreter eine so kolossale Macht angehäuft, dass es seit Ende des Ersten Weltkriegs keinen einzigen Staat auf der Welt gibt, das souverän geblieben ist. Seitdem werden die Weltereignisse von übernationalen Komplotten angetrieben, so dass die Geschichte der Nationalstaaten praktisch zu Ende gegangen ist. Diese Geheimbünde setzen die Komplotte der zurückgebliebenen Hierarchiewesen gegen den richtigen Gang der menschlichen Evolution in die Praxis um. Es wird ein Kampf um eine Artenumwandlung des Menschen geführt, die seine Individualität degradieren will, und nicht ein Kampf um Geld, Macht, Erdöl, Territorien und alles andere, was an der Oberfläche der Ereignisse liegt und von den zahlreichen Analysten und Politologen durchgekaut wird. Wer das Bewusstsein der Menschen durch Manipulationen unter seine Kontrolle bringt, hat die ganze Macht auf Erden und kann tun und lassen, was er will. Die Staaten selbst als territoriale Vereinigungen werden wegen natürlicher Evolutionsursachen absterben. Doch Steiner warnte, dass die Menschen sich nach 1917 in immer kleinere Volksgruppen und Gruppierungen differenzieren werden, bis zuletzt der einzelne Mensch ebenfalls in eine linke und eine rechte Hälfte zweigeteilt wird, die  gegeneinander kämpfen werden. Auf der einen Seite deindividualisieren die luziferischen Wesen den Menschen in verschiedenen Organisationen des Gruppenbewusstseins und machen ihn zu einem Nationalisten, zu einem rechten „Europäer“, auf der anderen Seite zerstören die ahrimanischen Geister das Ich durch die Subkultur und zerstückeln den Nationalismus in kleine Grüppchen. Die sog.“Euro-Atlantier“ sind die typischen Vertreter der Linken. Diese „Priester“, die an der globalen Degradierung der Menschheit arbeiten, wirken ihrer eigenen Existenz entgegen. Sie sind das Opfer der dunklen Mächte, doch sie tun das, da sie sich in ihren okkulten Praktiken mit diesen Mächten verbinden und  nach ihrem Beispiel auch unsterblich werden wollen. Dieses Streben erfasst mit einer unüberwindlichen Macht die Schwarzmagier, die Menschen quälen, denn dadurch dringen sie tatsächlich in die geistige Welt ein, die mit der Unsterblichkeit lockt. Der Schwarzmagier vernichtet sein höheres Ich, doch in seinem Rausch verbindet er sich mit dem Bösen und wird zu dessen Mittler. Solche Schwarzmagier lassen sich nie öffentlich sehen und treten nicht in den Massenmedien auf. Für sie wäre es eine Beleidigung, sich der von ihnen modifizierten Menschheit zu zeigen. Alle, die sich im Fernsehen zeigen und sich für die Herren der Welt halten – etwa der rechte graue Kardinal Brzezinski oder der linke graue Kardinal Kissinger, die immer noch im Dienst sind, die Bilderberger, die britische Königsfamilie, Rothschild usw. sind lediglich Spielfiguren. Die wahren Herren, die einen persönlichen Kontakt mit der unrechtmäßigen geistigen Welt erreicht haben, lassen sich nie öffentlich sehen. Doch die Unsterblichkeit, die sie zu erreichen gedenken, ist die illusorische ahrimanisch-luziferische Unsterblichkeit. In Wirklichkeit werden sie ihr Ich und ihre Seele zerstören und zum zweiten Seelentod kommen. Diesen Tod kennen wir aus der Apokalypse des Johannes und er ist viel furchtbarer ist als der physische Tod. Das gilt für jeden auf der Erde, der bei der Wahl zwischen Christus und dem Bösen sich bewusst auf die Seite des Bösen im kosmischen Kampf stellt, von dem das Schicksal unseres Zyklus abhängt. Denn der wahre Kampf wird darum geführt, ob wir in der Art existieren werden, die die rechtmäßigen Götter geplant haben, nicht um Geld, Macht oder Ressourcen. Dieser Kampf war schon immer ein okkulter, alles andere sind nur die äußeren Erscheinungsformen dieses Kampfes, die Europa zum Untergang treiben.

Bei seinem Versuch zu begreifen, warum sich Europa in diese Richtung entwickelt, diagnostiziert Bondarew drei Knoten, die in den letzten 200 Jahren in der Menschengeschichte geknüpft wurden. Der erste Knoten wurde durch die Französische Revolution geknüpft, die die Freimaurer bzw. die Linken verursacht haben. In jeder Revolution, die dem natürlichen Evolutionslauf der Entwicklung vorauseilt, werden Leidenschaften entfesselt, einschließlich der sexuellen, so dass ein massenhaftes blutiges Bacchanal beginnt. Die Moral wird stark korrumpiert, was die Rechten auf den Plan ruft,die erscheinen, um für Ordnung zu sorgen. Damals mischte sich Napoleon ein, der mehrere europäische Kriege führte. Seinen wichtigsten Krieg führte er gegen Russland und die Revolution wurde vernichtet.

Den Kern des zweiten Knotens bildete die bolschewistische Revolution von 1917, die von den linken Lenin und Trotzki in die Wege geleitet und von Terror und offener Sexualität begleitet wurde. Es sind Informationen an das Tageslicht gekommen, wie die Menschen in Russland 1919 nackt zur Arbeit gingen, Straßenbahn fuhren, in den Kantinen aßen usw. Der Sex zwischen den Genossinnen und Genossen wurde offen gefördert, ebenfalls die sexuelle Gewalt gegen die Bourgeoisie. Es musste der rechte Stalin sich einmischen, der seine „rote Inquisition“ alle diejenigen ermorden ließ, die die Revolution verwirklicht hatten und auf diese Weise einen Umsturz dieser Revolution vollbrachte. Der Bulgare Krastjo (Christian) Rakovsky, der ein Freimaurer und Mitkämpfer Lenins und Trotzkis war und zum ersten Premierminister der künstlichen Bildung Ukraine wurde, begriff während des Prozesses um die Sache „Rote Symphonie“, als er dem „roten Inquisitor“ gegenüber stand, dass ihn selbst der hohe Freimaurergrad nicht schützen konnte. Deshalb beschloss er, das große Geheimnis der Freimaurerei zu lüften. Jede Freimaurerorganisation ist bemüht, der kommunistischen Revolution Hilfe zu leisten, um die Bourgeoisie und ihre Regierungen physisch zu liquidieren. Das führt unvermeidlich zum Selbstmord der Freimaurerei als Organisation und zum Selbstmord jedes bedeutenden Freimaurers. Schon unter Lenin wurde die Freimaurerei verboten und bei der Säuberungsaktion nach 1935 wurden viele Freimaurer, unter denen auch Rakovsky, ermordet. Nach seinen Worten sei es interessant den dummen Gesichtsausdruck der Freimaurer zu beobachten, wenn sie erfahren, dass sie durch die Hand der Revolutionäre ermordet werden sollen, die sie selbst zur Macht geführt haben. Erdogan ist derjenige, der diesen dummen Gesichtsausdruck annehmen wird, wenn die Zeit gekommen ist – nicht bevor er das Referendum gewonnen und die Todesstrafe eingeführt haben wird. Er ist eine der Marionetten, die sich einbilden, dass sie Führer sind, doch in Wirklichkeit sind andere die Drahtzieher und hinter ihnen stehen übersinnliche Drahtzieher.

Der andere, der sich in seine Rolle des „Rechten“ eingelebt hatte, war Hitler. Nach dem Vertrag von Versailles stand Deutschland vor der Wahl zwischen dem nationalistischen oder bolschewistischen Sozialismus. Die Deutschen haben sich für den Nationalsozialismus entschieden und Hitlers Kriege in Europa waren die Antwort der Rechten, wobei wieder der Hauptkrieg gegen Russland geführt wurde. Die rechten Stalin und Hitler haben sich im zweiten Knoten gut verstanden. Wie wir aus der Trilogie Alexander Ossokins „Das große Geheimnis des Großen Vaterländischen Krieges“ erfahren, die in den letzten Jahren erschienen ist, besteht das größte Geheimnis des Zweiten Weltkrieges in der „großen Transportoperation“, die Stalin und Hitler abgesprochen haben. Die sowjetischen Truppen sollten über Polen und Deutschland zur Nordsee disloziert werden und Großbritannien eingreifen, während die deutschen Truppen durch die UdSSR, Türkei und den Irak die Britischen Kolonien angreifen sollten. So wollten sich die beiden Diktatoren das Britische Reich und die Welt untereinander aufteilen. Danach sollten die Ideologien des Nationalsozialismus und Stalinismus zu einer Intergralideologie für die ganze Welt vereinigt werden. Die Dislozierung sollte ohne Munitionen und Treibstoff mit der Eisenbahn erfolgen. Die deutsche Armee sollte nach dem Betreten des russischen Gebietes entwaffnet werden und die Russen hatten in ihren Grenzgebieten Treibstoff und Munitionen gelagert, die schon in den ersten Stunden des Krieges vernichtet wurden. Um zwei Uhr in der Nacht des 22.06.1941 bombardierten jedoch britische Flugzeuge Sevastopol und Kronstadt. Hitler begriff, dass der Krieg begann und ging dazu über, den Plan Barbarossa umzusetzen. Dieser Plan sah einen Angriff auf die UdSSR im Falle, dass Stalin sich nicht an das geheime Abkommen hielt. Großbritannien bot Kreml ein Militärbündnis an und die Verschwörer erwiesen sich als Feinde wider Willen. Am Morgen des ersten Kriegstages und in den nachfolgenden Tagen erlitt die UdSSR kolossale Verluste von Technik und Menschenleben. Allein in den ersten zwei Tagen wurden 2500 Flugzeuge vernichtet. Trotzdem verfügte Russland über immense Menschenreserven und konnte mit vielen Millionen Toten im Kampf der zwei Tiere siegen. Das russische Volk wurde in ein Komplott derjenigen übersinnlichen Mächte einbezogen, die durch Hitler, Stalin und die britischen Logen wirkten. Der Krieg ist für Russland kein Großer und noch weniger ein Vaterländischer, aber das russische Volk muss zu dieser Einsicht heranreifen und endlich das schwarzmagische Kultzentrum in Moskau beseitigen, wo jedes Jahr die Militärparade anlässlich des Tages des Sieges stattfindet.

Was Deutschland betrifft, so wurde es zerstört und geriet nach dem Krieg unter den Einfluss der „linken Brüder“ aus der angelsächsischen Welt. Die Wirtschaft wurde schnell wieder aufgebaut, doch der Geist des deutschen Volks wurde in die Ecke getrieben. Die sexuelle Revolution hat der Psyche aller westlichen Völker immense Schäden zugefügt, die diese Völker auf den dritten Knoten vorbereiteten, der wortwörtlich vor unseren Augen den Untergang Europas einleitet. Worin besteht dieser Knoten?

Um die Quellen dieses dritten Knotens zu berühren, müssen wir auf die Prophezeiung des schwarzen Papstes Albert Pike eingehen. 1871 erzählte er Giuseppe Mazzini – dem Mitstreiter Garibaldis – von seiner Vision. Ein Geist habe Pike diktiert, dass es drei Weltkriege geben soll. Im ersten Krieg sollte Russland liquidiert und unter die Kontrolle der „Brüder des linken Weges“ gestellt werden. Der zweite Krieg sollte durch die Machenschaften des okkulten Nationalsozialismus und des okkulten Zionismus unter anderem auch zur Entstehung eines jüdischen Staates in Palästina führen, während der internationale Kommunismus stark genug sein sollte, um das Gegengewicht zum Christentum in der Welt zu bilden, bis die Zeit der letzten sozialen Kataklysmen in der Welt komme. Über den dritten Krieg sagte Pike, dass er von den Agenten der Illuminaten angestiftet sein werde und das Ziel habe, einen Krieg zwischen den Zionisten und der islamischen Welt zu entfachen, so dass sich beide – die islamische arabische Welt und der Zionismus (der Staat Israel) – gegenseitig vernichten.  Die anderen Völker sollen auch gezwungen werden, bis zur völligen physischen, moralischen, geistigen und ökonomischen Erschöpfung zu kämpfen. Es sollten die Nihilisten und Atheisten entfesselt und große soziale Kataklysmen verursacht werden, die den Völkern die Schrecken des absoluten Atheismus zeigen würden. Dann würden die Menschen überall gezwungen sein, sich vor der Weltminderheit der Revolutionäre zu verteidigen. Als Ergebnis dieser sozialen Kataklysmen werde ein Verfall des Christentums beginnen und die Menschen würden endlich das wahre Licht durch die universelle Erscheinung der reinen Doktrin Luzifers sehen. Die nachfolgenden reaktionären Bewegungen würden sowohl das Christentum als auch den Atheismus vernichten, indem sie sie gleichzeitig erobern und zerstören. Es ist klar, welcher Geist zu Pike gesprochen hat, doch wichtiger ist es, wie dieses Szenario in unseren Tagen verwirklicht werden könnte.

Wir sehen, wie die Linken in den letzten Jahren eine Reihe von Revolutionen inspiriert haben – von Nordafrika über die arabische Welt bis zur Ukraine. Es sind inzwischen viele Tatsachen über eine äußere Einmischung bei den Ereignissen in der Ukraine ans Licht gekommen. Es wurde das Monster ISIS geschaffen. Obwohl die Ereignisse in Syrien zum Stillstand kamen, da sich das „rechte“ eurasische Russland eingemischt hat, wurde das Ziel trotzdem erreicht – aus den Konfliktregionen machte sich ein Riesenstrom nach Europa auf den Weg, der aus Menschen bestand, die sich rassenmäßig von den Europäern unterschieden und ganz andere historische, politische, kulturelle und religiöse Erfahrungen hatten. Es begann die erneute Entführung Europas, die von den europäischen Bürgern völlig friedlich aufgenommen wurde, da sie einer noch nie dagewesenen Bearbeitung durch die Medien unterzogen wurden. Die „rechte“ Kanzlerin Merkel hat die Migranten nach Europa eingeladen und der „rechte“ Papst hat sich dem überhaupt nicht widersetzt, sondern spekulierte unverhohlen mit den christlichen Gefühlen der Menschen, indem er alle aufrief, Migranten bei sich zu Hause aufzunehmen. Alle möglichen linken Organisationen haben ihre Kräfte eingespannt, um die Ankommenden auf jede erdenkliche Art, auch sexuell, am besten zu umsorgen. Es wurde den Menschen eingeflößt, dass die Migranten Europa vor der demographischen Krise retten und die Wirtschaftsprosperität aufrechterhalten würden. Das ist natürlich leeres Geschwätz, da die Technologien, die sich extrem schnell entwickeln, sehr bald einen großen Teil der örtlichen Bevölkerung auf dem Arbeitsmarkt überflüssig machen werden. Da werden die Migranten, die größtenteils unqualifiziert sind, nicht unbedingt gebraucht. Die Globalisten reden seit langem darüber, dass auf der Erde nur die sog.“Goldene Milliarde“ bleiben soll. Die Wirtschaftsargumente für den Nutzen des Migrantenstroms sind folglich nicht tragbar. Der Hauptstrom kam nach Deutschland, doch Merkel hat keine Obergrenze für die Zahl der aufzunehmenden Migranten genannt, von denen die meisten kommen, um die europäische Kultur zu vernichten und eine Revanche für die Zerstörung ihrer eigenen Länder zu suchen. Die Zionisten unterstützen auch die Migrantenströme. Schon vor zehn Jahren sagte Sarkozy, dass die Franzosen und Europäer sich mit den anderen Rassen vermischen sollen. Die Hemmungen sind infolge der sexuellen Revolution gefallen, die gesetzlichen Maßnahmen der EU, die Medienkanonade und alle möglichen anderen Mittel schufen eine von Lügen getränkte Atmosphäre, in der die Grenzen zwischen Gut und Böse verwischt werden. Diese Atmosphäre ist die bestmögliche für die Inkarnation des Antichristen. Jede vernünftige Stimme, die die Wahrheit ausspricht, wird sofort als fremdenfeindlich, faschistisch usw. gebrandmarkt. Es wird offenbar ein wichtiges Ziel verfolgt. Bondarew gibt zwei mögliche Antworten auf diese Frage, indem er die Invasion „das Projekt Tsunami“ nennt. Ich halte beide Antworten für richtig. Die erste ist, dass die Globalisierung der Welt nicht mit einer einheitlichen Weltregierung, sondern mit der Vermischung der Völker beginnen wird, als deren Folge der Menschen bis zur Unkenntlichkeit verändert sein wird. Die zweite Möglichkeit ist es, dass mit diesem Projekt eine Wende der Weltentwicklung nach rechts zum Konservatismus bezweckt wird, nachdem in den letzten 200 Jahren die Entwicklung hauptsächlich nach links steuerte. Die „rechten Väter“ wissen sehr wohl, dass die Zukunft dem Sozialen, der Brüderlichkeit in der sechsten Kulturepoche gehört, die mit dem linken Sozialismus des 20. Jahrhundert nichts zu tun hat. Deshalb treffen sie rechtzeitig Maßnahmen, um die Entwicklung umzuwenden, indem sie die „Tsunamiwelle“ benutzen. Auf den ersten Blick sind die Ursachen der Massenmigration die Revolutionen der Linken, die die weiße Rasse durch die Verschmelzung mit den anderen Rassen vernichten wollen, damit künftig nur eine Rasse bestehen kann, wie das in der dritten Kulturepoche in Ägypten der Fall war. Sie wissen sehr wohl, dass der weiße Mensch vorbestimmt ist, sich zum Geist zu erheben. Dann wird er für sie unlenkbar sein. Es gibt also weiße Menschen, die die Vernichtung der weißen Rasse anstreben. Zu diesem Ziel brauchen sie eine Rassenrevolution, die lange Zeit auch durch die vorangegangene sexuelle Revolution vorbereitet wurde. Für diese Revolution brauchen sie ein Proletariat und diese Revolution soll unbedingt von massenhafter Sexualität, einer massenhaften sexuellen Vermischung begleitet sein. In Europa gibt es kein Proletariat, deshalb wird es von überall her exportiert, und zwar in Form von Menschen mit erhöhter sexueller Empfindung, für die die Europäerinnen „weißes Fleisch“ sind. Für die Moslems sind die Frauen Wesen zweiter Wahl und sie haben im Unterschied zu den Europäern mit ihrer christlichen Entwicklung keine Hemmungen. Mit der revolutionären massenhaften sexuellen Rassenvermischung wollen die Linken in einer naturmäßigen, evolutionären Art gegen den geistigen Evolutionsprozess der Europäer kämpfen. Die Ereignisse in der Silvesternacht vor dem Kölner Dom waren nur die Probe, die die Reaktion der Gesellschaft testen sollte. So wird die Welt zuerst vermeintlich sozialistisch und dann global werden. Die Menschheitsentwicklung geht nach links, aber nicht zum Sozialismus der nahen Vergangenheit oder zum Bolschewismus der EU. Wir in Osteuropa haben noch Abwehrkräfte, da wir den Kommunismus erlebt haben und wissen, was schleichender Bolschewismus bedeutet. Die EU lebte 30 Jahre lang unter den Bedingungen der sexuellen Revolution und des Aufbaus einer Form für den Bolschewismus. Die westlichen Völker haben keine Abwehrkräfte gegen den Bolschewismus, da sie ihn nicht wiedererkennen können. Deutsche, Franzosen, Österreicher usw. haben keine Erfahrungen mit dem Bolschewismus und sind wirklich schutzlos. Heutzutage besteht in Europa der Bolschewismus in einem viel stärkeren Maße, als das bei uns im Kommunismus der Fall war. Die Gehirnwäsche ist radikal und alle Lebenssphären sind praktisch von Schwarzmagie durchzogen.

Hier steckt wohl die Absicht der Rechten, die wahrscheinlich hinter dem „Tsunami“ stehen. Je mehr Migranten nach Europa strömen, desto mehr werden sich die europäischen Völker nach rechts orientieren und den Rechten zur Macht verhelfen. Wenn die Rechten an die Macht kommen, werden sie die EU auflösen, die Grenzen wieder herstellen und die Migranten abzuschieben beginnen. Dann werden die Migranten aufbegehren und es wird eine von den Linken angeführte Revolution ausbrechen. Die Konflikte zwischen den Völkern werden in einen dritten Weltkrieg münden, überall werden Hunger, Tod und Zerstörung wüten. Die Linken werden in den Augen der Europäer völlig kompromittiert sein, die Meute wird sie lynchen und es wird jener soziale Kataklysmus erscheinen, über den Pike sprach.

Die Linken organisieren die Revolutionen, doch sie sind unfähig, das Chaos unter Kontrolle zu bringen und dann kommen die Rechten mit der wütenden Meute. Sie gelten als Christen und wissen sehr gut, dass es keine sozialistischen Christen gibt. Wenn Ahriman auf die Bühne erscheint, werden sie sich vor ihm verbeugen und erklären, dass Christus in seiner Zweiten Wiederkunft erschienen ist. Danach werden sie den Okkultismus verbieten, damit niemand auf die Wahrheit hinweisen kann und anschließend werden sie sich in aller Ruhe an die Restauration der Vergangenheit machen. Auf diese Weise werden sich sowohl die Linken als auch die Rechten durch die Rassenkarte dem Erlöser und seinem Werk auf Golgatha entgegenstellen. Er kam, damit der Geist das Fleisch durchströmt und erfasst und darin besteht die Mission des weißen Menschen in der fünften Kulturepoche. Bei der anderen Menschheit kann der Geist nicht bis zum physischen Plan durch das Fleisch herabsteigen und muss von außen wirken, als bliebe er in der Entwicklung zurück. In diesem Fall wirkt er atavistisch. Das ist eine objektive Tatsache der Evolution, deren Aufdeckung dazu führte, dass Steiner bis zum heutigen Tag des Rassismus bezichtigt wird. Das Unverständnis der Unterschiede in der Hautfarbe wegen karmischer Ursachen wird zum Zusammenprall der weißen und farbigen Menschheit beim Übergang zur sechsten Kulturepoche führen. Der Prozess der Vermischung der Völker ist seit Jahrhunderten im Gange und er geht den natürlichen Weg der Evolution. Er darf nicht durch eine Revolution beschleunigt werden, sondern muss sich auf dem Weg der Evolution entfalten, indem bei der kulturellen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit eingesetzt wird. Künftig werden auch die Rassenunterschiede überwunden werden, aber das wird nicht vor der Verwirklichung der wahren Brüderlichkeit in Christo geschehen. Die Menschheit braucht eine geistige Evolution, die ein jeder für sich gestalten soll, indem er sich einer Artenumwandlung unterzieht. Das betrifft auch die farbige Menschheit, die eine Harmonisierung von Rasse und Individualität, des Natur-, bzw. Rassenmäßigen und des Ich erreichen muss. Das Ich inkarniert sich entsprechend den geistigen Gesetzen von einer in die andere Rasse, von einem in das andere Volk. Die Liebe zur ganzen Menschheit entsteht auf dem Wege der Evolution, nicht der Revolution. Letzteres bringt nur Chaos und Zerstörung mit sich.

Da die geistigen Gesetze unverstanden blieben, hat sich der Mensch von den Göttern entfernt und seine höchste Pflicht vergessen – die Pflicht zur eigenen Erhebung zum Geist. Das führte zum Binden der drei Knoten, über die Bondarew spricht. Hierbei tragen die Völker eine große Verantwortung, die lange durch die Evolutionsentwicklung auf die heutigen Zeiten vorbereitet worden sind. Beinsa Douno sagte einmal, dass das Slawentum jene Unterlage ist, „auf die England, Deutschland, Amerika und Frankreich okuliert werden sollen. Diese Länder sind die vier Professoren des Slawentums. Die sechste Rasse wird die Frucht dieses okulierten Baums sein, sie wird alle guten Merkmale der Völker der weißen Rasse vereinen“. Es ist klar, dass der Meister die sechste slawische Kulturepoche meint, die im Sinne der Vorsehung nur dann verwirklicht werden kann, wenn die weiße Rasse aufbewahrt wird. Wenn dieser Plan scheitert, gibt es die Möglichkeit einer sechsten Kulturepoche mit Zentrum Südamerika, genauer gesagt Brasilien. Doch das ist ein Land mit einer stark rassenvermischten Bevölkerung, das geistige Potenzial dort ist mit dem Potenzial des Slawentums nicht vergleichbar, der moralische Verfall ist allgegenwärtig usw. Die Statistik zeigt, dass 70% der Geburten dort durch Kaiserschnitt erfolgen, in den Privatkrankenhäusern liegt ihr Anteil sogar bei 90%. Das Hauptsubjekt der kulturhistorischen Entwicklung sind die Völker Mitteleuropas sowie Russland. Denen müssen wir die romanischen Völker Europas und die angelsächsische Welt hinzufügen, allerdings in einem ganz anderen Aspekt.

Wir wollen uns ein großes Kreuz vorstellen, an dessen unterem Senkrechtenende Deutschland (Mitteleuropa) und am oberen Senkrechtenende Russland steht. Die Aufgabe Mitteleuropas besteht darin, das abstrakte Denken durch die spirituelle Wahrnehmung des einigen sinnlich-übersinnlichen Universums zu vergeistigen und mit dieser Wahrnehmung die Zivilisation des Materialismus bis zu ihrem kleinsten Detail zu durchdringen. Russland muss diesen Impuls von Mitteleuropa übernehmen und ihn in die sechste Kulturepoche hineintragen. Auf der Waagerechten des Kreuzes befinden sich auf der einen Seite die „rechte“ romanische Welt und auf der anderen – die „linke“ angelsächsische Welt. Dieses Kreuz ist das Urphänomen des kulturhistorischen und sozialen Lebens der gegenwärtigen Kulturepoche. Deshalb ist er von der Tätigkeit übersinnlicher Wesen durchströmt, mit denen die Menschen interagieren, da sie sich mit ihnen in einer wechselseitigen Beziehung der Interdependenz befinden. Die senkrechte und die waagerechte Achse des Kreuzes befinden sich im dialektischen Widerspruch und auf diesem Kreuz (der Weltpolitik) wird die Seele des gegenwärtigen Menschen gekreuzigt. Der Mensch ist wie niemals zuvor tief in die Politik getaucht und selbst wenn jemand sich für apolitisch erklärt, kann er sie nicht umgehen, da in seinem Leben der Zusammenprall auf der Waagerechten zwischen dem Eurasieretum und dem Atlantismus unmittelbar widerspiegelt wird. Alle Probleme im Leben hängen mit der Konfrontation von Linken und Rechten zusammen, deren Ziel darin besteht, die Länder der Senkrechten einander gegenüberzustellen. Während der bolschewistischen Revolution war Russland das Schwachglied in der Kette, nun ist es Deutschland. Der Übergang zwischen den beiden Seiten der waagerechten Achse ist lemniskatenförmig und der Übergang auf der Senkrechten bildet eine andere Lemniskate. Beide kreuzen sich im Mittelpunkt des Kreuzes – im menschlichen Ich, das zum höheren Ich metamorphosieren muss. Hierbei spielen die Bulgaren als das Volk des Ich eine wichtige Rolle. Wir kennen alle vier Spitzen des Kreuzes zur Genüge, wir hatten schon oft mit ihnen zu tun und können deshalb sie ausgleichen, indem wir unseren eigenen geistigen Beitrag in Hinblick auf die Ich-Entwicklung einbringen. Das beherrscht auch der Ministerpräsident Borissov, wahrscheinlich ohne sich dessen bewusst zu sein. Ich hoffe, dass er nach den heutigen Wahlen in seinem Amt bestätigt bleibt, denn in dieser schwierigen Situation aller möglichen finsteren Szenarien sollte an der Spitze der Politik ein Mensch mit starker geistiger Vorgeschichte aus früheren Inkarnationen stehen. Nur kurzsichtige Menschen und Personen mit geistigen Minderwertigkeitskomplexen können diesen Hintergrund bei Bojko Borissov nicht sehen.

Was geschieht jetzt und was können wir in der nächsten Zukunft erwarten? Das erste Heft der Zeitschrift „Economist“,  hinter der mächtige okkult-politische Kreise stehen, bringt jedes Jahr eine Collage auf die Titelseite. Dadurch wollen die Mächte, die hinter dieser Zeitschrift stehen, dem Fußvolk zeigen, was sie im kommenden Jahr zu machen gedenken. 2012 war auf der Collage über David Camerons Kopf eine Atomexplosion abgebildet. Dementsprechend hatten alle erwartet, dass bei den Olympischen Spielen in London eine Atombombe explodieren würde. Den Plan gab es, doch die Königin hat zu verstehen gegeben, dass sie den Plan kennt und nicht einverstanden ist, dass das englische Volk geopfert wird. Trotzdem wird der Generalplan der Widersachermächte über die Artenumwandlung des Menschen nicht geändert.

2016 zeigte „Economist“ eine Politikerriege mit Merkel im Vordergrund als einen Eisbrecher, dessen Kapitänin Merkel zu sein scheint. Dieser Eisbrecher ist die Arche Noah, die uns in das Paradies der Zukunft führen wird. Die „Neue Atlantis“, die Francis Bacon einst verkündete, dieses Loch der materialistischen Kultur, das von der neuen Sintflut der Migrantewelle überschwemmt wird, geht auf ihr Ende zu und deshalb ist eine neue Arche notwendig. Auf der Collage fällt das Dreieck auf, das von Merkel, Marine le Pen und Franziskus gebildet wird. Merkel ist zwar eine Christdemokratin und gehört zu den Rechten, doch mit der Einladung an die Migranten erfüllt sie den Plan der Linken. Le Pen hat Chancen auf den Präsidentschaftsposten in Frankreich, sie will, dass Frankreich die EU verlässt und die Migranten abgeschoben werden. Dann würden genau die Rechten eine Revolution verursachen. Der Papst ist auch rechts und neben ihm gleichsam unterordnet sieht man den russischen Patriarchen. Die Jesuiten haben sowohl im Stalinismus als auch unter Hitler eine wichtige Rolle gespielt.

Es hängt Vieles von den Wahlen in Frankreich und Deutschland ab. Doch welche Wahl gibt es eigentlich in Deutschland? Zwischen der „rechten“ Merkel und dem „linken“ Schulz, der als Vorsitzender des EU-Parlaments zu diesem Zustand beigetragen hat, in dem sich nun Europa befindet?

Auf der Titelseite des diesjährigen ersten Heftes des „Economist“ sind die Tarotkarten abgebildet. Ein Himmeldonner spaltet einen Turm auf der ersten Karte und es fallen Steine von oben. Auf der einen Seite des Turms sind die Linken, die die bolschewistische Fahne mit dem Hammer und der Sichel hochhalten. Auf der anderen Seite sind die Rechten, die das Kreuz erheben. Mir fällt auf, dass die größeren Steine auf die Linken fallen. Deshalb behaupte ich, dass sie in den bevorstehenden Konflikten liquidiert werden.

Die mächtigen okkult-politischen Kreise, die hinter dieser Zeitschrift stehen, sagen uns, dass nach ihrem Wunsch 2017, wenn sich die bolschewistische Revolution zum 100. Mal jährt,  der entscheidende Zusammenprall zwischen Rechten und Linken stattfinden soll. Damit soll die Welt, die in den letzten 200 Jahren aufgebaut wurde, zerfallen und das globalistische Modell in die Tat umgesetzt werden.

Anatolij Tschubajs sagte nach dem Forum in Davos, wo jedes Jahr die sichtbare Elite der Welt zusammenkommt, in einem Interview: „Diejenigen, die in Davos anwesend waren, sind über den bevorstehenden politischen Zerfall der Welt erschrocken. Tschubajs gehörte zu Boris Yeltsins engem Kreis und ist seit etwa 10 Jahren Generaldirektor der ROSNANO-Holding – der russischen Nanotechnologie-Gesellschaft.

Was fehlt, damit dieser Prozess in Gang gesetzt werden kann? Wahrscheinlich fehlt noch die kritische Masse an Migranten. Es ist ein Ereignis notwendig, das eine revolutionäre Änderung wünschenswert machen soll. Die europäischen Völker sollen selbst eine revolutionäre Änderung herbeiwünschen. Vorläufig haben die Russen gute Beziehungen zu den Chinesen, doch wir wissen, dass der Weltzusammenprall zwischen den USA und China bestehen wird. Nun scheinen die USA Russland zu unterstützen, sie haben Russland die Möglichkeit gewährt, stärker zu werden, da sie es brauchen, um es China gegenüberzustellen. Die Prophezeiung von Wladimir Solowjow, dass eine vier Millionen starke chinesische Armee sich auf den Weg durch Zentralasien nach Russland machen und Russland zerstören wird, kann Wirklichkeit werden. Steiner warnte vor dem unvermeidlichen Zusammenprall zwischen den USA und China, der nach Möglichkeit auf dem Gebiet des Pazifiks und nicht auf europäischem Boden stattfinden soll. Anderenfalls würde Europa aufhören zu existieren. Putin ist klug, er scheint nicht in diese Falle zu tappen. In die Falle der orangenen Revolution in der Ukraine ist er auch nicht gefallen, auch nicht in die türkische Falle. In Syrien hat er versucht sich einzumischen – und das Flugzeug mit dem Alexandrow-Chor stürzte im Schwarzen Meer ab. Es hängt davon ab, was Putin weiter unternehmen wird, doch in Russland ist eine Restauration des stalinistischen Nationalismus im Gange und das ist eine völlig falsche Richtung. China stählt zwar seine Muskeln, doch es wird ausgenutzt werden.

In Deutschland scheren sich weder die Linken noch die Rechten um das geistige Leben Europas und die Mission Mitteleuropas. Nun hängt alles vom deutschen Volk ab. Wie soll es reagieren? Zweifellos muss es den Weg der Annäherung mit Russland suchen. Wie das gemacht werden wird – indem es seine geistige Mission, seine Herkunft versteht, die Rolle des Bodhisattva, den kulturbestimmenden Faktor Bulgaren und die wahre gigantische Mission des bulgarischen Volks. Die Deutschen müssen verstehen, dass durch die Synthese der zwei Impulse Steiners und des Bodhisattva eine zeitgemäße Wende zur geistigen Welt gestaltet werden kann, damit sich die rechtmäßigen Götter einmischen.

Die drei Knoten wurden in den letzten 200 Jahren gebunden, da der Mensch die geistige Welt ignoriert und seine Pflicht vergessen hatte – die über allen anderen Pflichten stehende Pflicht zur individuellen geistigen Entwicklung.

Die Völker und die Rassen werden noch lange bestehen, aber die Zeit ist nicht weit, wenn die Staaten aussterben werden. Manche Staaten nehmen sich als sehr wichtig, doch sie sind alle Marionetten der übersinnlichen Mächte und des Pentagramms des Bösen. Die Bedingungen, unter denen der Mensch von seinem niederen zum höheren Ich übergehen und frei atmen kann, sind die Bedingungen des dreigliedrigen sozialen Organismus. Für Ahrimans Inkarnation ist dagegen eine Atmosphäre der totalen Lüge die geeignete Atmsphäre und heute durchdringt die Lüge alle Lebenssphären.

Jeder steht in unseren Tagen vor einer Wahl – entweder die Zeichen der Zeit zu erkennen und sich bedingungslos für Christus zu entscheiden und den richtigen Weg zu Ihm zu suchen oder unvermeidlich in das Netz des Pentagramms des Bösen zu geraten. Dieses Netz wird weiter metamorphosieren und immer raffiniertere Fallen stellen. Die übersinnlichen Mächte, die dahinter stecken, sind bereit, Tausende von Metamorphosen zu durchlaufen, da sie auf der Erde über Instrumente zur Sozialisierung dieses Pentagramms des Bösen verfügen.

Man braucht heute also ein mächtiges Wissen, eine unentwegte Ausrichtung auf Christus und ein Begreifen der Weltgeheimnisse, um den Mächten des Bösen Respekt einzuflößen. Leeres Geschwätz über Humanismus, Brüderlichkeit, Mitleid etc. beeindruckt sie nicht. Hier ist anderes notwendig – das Begreifen und Aussprechen ihrer Absichten. Erst dann können wir uns auf den Schutz der geistigen Welt verlassen. Anderenfalls werden die dunklen Mächte das Geplante tun, was den zukünftigen Weg der Menschheit anders gestalten wird und das wird fatale Folgen haben.

Man muss jegliche Leichtsinnigkeit vergessen und beginnen, das Leben mit der größtmöglichen Ernsthaftigkeit zu behandeln. Entweder Christus oder der Antichrist, das ist die Wahl. Der Antichrist könnte uns nach dem Ablaufen der Zeit eines Mondknotens gezeigt werden, der 18 Jahre, 7 Monate und 9 Tage seit dem Herunterstieg seines Gefäßes (am 11.08.1999) umfasst. Dann wird der passende Augenblick seiner Inkorporation in das Gefäß sein und alles, was demnächst weltweit passieren wird, müssen wir durch das Prisma dieses Ereignisses betrachten. Hoffentlich können wir ihn mit Christus im Verstand, Herzen, Willen und Ich empfangen. Amen!