Der Kubus Jahve und der dreigliedrige soziale Organismus – Teil 1

vorgetragen von Dimitar Mangurov am 26.02.2017 in Varna

Link zum Vorlesungsvideo

Gebet: Herr Gott Jesus Christus, wir bitten Dich, richte so viele Menschen wie möglich zum Weg, der zum dreigliedrigen sozialen Organismus und zum Ausweg aus dem Kubus Jahve führt. Amen!

Als ich letzten Februar die Vorlesung „Der soziale Organismus und der Pfingstgeist“ vorbereitete, die ich mit der großen Wandlung im Heiligen Geist in Verbindung setzte, die zwischen der alttestamentlichen und neutestamentlichen Zeit eingetreten ist, konnte ich nicht ahnen, dass ich genau ein Jahr später eine neue Vorlesung über die gleiche Frage halten würde. Vor einer Woche habe ich in meine Notizen aus dem Jahr 2016 hineingeschaut und festgestellt, dass diese Vorlesung genau vor einem Jahr stattgefunden hat. Heute werden wir aber diese Frage aus einem völlig anderen Winkel beleuchten – es ist das erste Thema nach der Konferenz in Varna 2014, das wir zum zweiten Mal erörtern werden.

Der Titel selbst deutet auf einen anderen Standpunkt, da er etwas enthält. was in der Anthroposophie nicht so bekannt ist. Warum müssen wir zu diesem Thema zurückkehren? – Mit dem Absterben der Zivilisation, auf das wir letztes Mal eingegangen sind, wird die Frage nach der sozialen Dreigliederung immer aktueller. Entweder wird die Menschheit nach diesem Weg suchen oder es wird ein Chaos ausbrechen, das von unsäglichen Leiden begleitet sein wird. Deshalb ist es absolut angebracht, in dieses Thema tief einzugehen und es methodologisch vom anthroposophischen Standpunkt aus zu begründen. Seit langer Zeit habe ich keine Zeichnungen mehr benutzt, doch heute werde ich eine Tabelle benutzen, die uns als Orientierungspunkt dienen soll. Zum Schluss werden wir auf die Situation in Bulgarien eingehen, denn in einem Monat stehen Parlamentswahlen bevor, die außerordentlich wichtig sind. Im Licht des Vorgetragenen werden wir auch die Situation in Bulgarien betrachten.

Kubus Jahve

Der Mensch ist eine Summe von jeweils dreifachen Leib, Seele und Geist und einem Ich, das in Beziehung zu diesen Dreiheiten eintritt. Wenn man die Menschenstruktur im Zyklus vom Saturn bis zum Vulkan betrachtet, besteht sie aus dem dreifachen Geist, dem dreifachen Leib und dem Ich, das sich ihrer bedient. Doch wir hätten uns nie individualisiert, wäre in uns nicht die dreifache Seele herausgebildet worden sein als Empfindungsseele, Verstandesseele und Bewusstseinsseele. Der dreifache Geist findet die Beziehung zur dreifachen Seele über die drei Seeleneigenschaften – Denken, Fühlen, Wollen. Doch das ist nicht genug, um die Beziehung zu vermitteln, sondern für die Beziehung zwischen Leib und Seele ist auch eine andere dreifache Bildung notwendig. Sie besteht aus dem Nerven-Sinnes-Apparat, dem rhythmischen System und dem Stoffwechsel-Gliedmaßen-System. Unter den Bedingungen des Gruppenbewusstseins wurden diese Dreifachheiten zu einer Einheit auf einer instinktiven Grundlage gebracht. Doch etwas anderes ist es, wenn der Mensch nach der langen Evolution ein individuelles Bewusstsein erlangt hat und diese Dreifachheiten durch das individuelle Bewusstsein zu durchdringen beginnt. Letztes Jahr haben wir das sehr eingehend erläutert, nun werde ich es lediglich markieren und zu wichtigeren Fragen übergehen.

Der Mensch ist dreifach gebaut aus einem Kopf, einem mittleren Teil und Gliedmaßen. Das Denken ist auf den Kopf konzentriert, obwohl sich das Nervensystem auf den ganzen Körper erstreckt. Das rhythmische System, das Atmen und der Blutkreis sind hauptsächlich im mittleren Teil zu finden, obwohl die Prozesse den ganzen Körper erfassen. Das dritte System, bestehend aus Stoffwechsel und Gliedmaßen, erfasst in seinem Stoffwechselteil ebenfalls den ganzen Menschen. Die Einteilung in drei Systeme geschieht unter Vorbehalt und der Mensch funktioniert nur dank der gegenseitigen Durchdringung dieser Systeme. Deshalb stellt sich der christliche Monismus dreifach vor uns als Vater-Gott, Sohn-Gott und Heiligem Geist-Gott. Über ihnen steht der väterliche Weltengrund – das muss alles einschließen, was in der Bibel als „Vater“ bezeichnet wird. Ähnlich der Makrostruktur gibt es in uns auch ein Ich, das die Dreifachheiten von Leib, Seele und Geist leitet, doch haben diese auch ihre selbständige Existenz. Wie hat die Entfaltung dieser Dreifachheiten im Menschen begonnen?

In der lemurischen Zeit haben wir „den Sündenfall“ begangen – aus der übersinnlichen Welt sind wir wie pflanzenartige Wesen kopfüber heruntergestiegen. Wir wurden in unserer Empfindungsseele durch die luziferischen Wesen verführt und begannen, uns nach Eindrücken von der Erde zu sehnen. Ähnlich einer Blumenzwiebel haben wir uns kopfüber auf die Erde gerichtet, was zu einer starken Mineralisierung des Gehirns in den späteren Entwicklungsetappen führte. Unsere Beine haben sich wie Zweige mit dem in ihnen verborgenen unbewussten kosmischen Willen zu den geistigen Höhen erstreckt. Doch der Gruppengeist der Menschheit – die Elohim, die die Ich-Substanz ausgestrahlt haben, erhielten Inspirationen von den Hierarchien über ihnen und haben es geschafft, uns auf die Füße und mit dem Kopf nach oben zu stellen. Das ist der Moment aus dem Alten Testament, als der Mensch vor ca. 15000 Jahren sah, dass er nackt war und seine Geschlechtsorgane mit einem Feigenblatt verdeckte. Nach einer Reihe von Metamorphosen hat der physische Leib die aufrechte Stellung eingenommen, die Gliedmaßen drehten sich zur Erde und der Kopf wurde gegen Ende der atlantischen Wurzelrasse fähig, geistige Tätigkeit zu entwickeln. Nach der Katastrophe und dem Versinken der Atlantis im heutigen Atlantischen Ozean, die aus sieben Rieseninseln bestanden hatte mit sieben den Planeten gewidmeten Mysterienstätten auf ihnen, begann das neue Festland sich herauszubilden. Zu jener Zeit versuchte der Mensch, in der Außenwelt eine Entsprechung seiner inneren Erlebnisse zu finden, doch alles geschah instinktiv. Damals existierte noch nicht das Bedürfnis, alles innerlich Erlebte als Wünsche, Instinkte und Bedürfnisse draußen in der Form einer sozialen Struktur zu finden. Auch die Religion war instinktiv und wurde in der ersten Kulturepoche von den sieben heiligen Rishi geleitet und in der zweiten Kulturepoche von eingeweihten Nachfolgern Zarathustras. Die beiden Kulturepochen entwickelten sich in Gebieten, die weit vom sich ausbildenden Europa liegen. Später haben Eingeweihte, die aus der Atlantis kamen, drei Mysterienzentren zum Aneignen von Denken, Fühlen und Wollen gegründet. Das Denken wurde hauptsächlich im Mysterienzentrum am Weißen Meer in Nordeuropa ausgearbeitet, am Fühlen wurde im Mysterienzentrum nah der heutigen Stadt Santiago de Compostela gearbeitet und der Wille stand im Mysterienzentrum nah dem heutigen Aladscha-Kloster bei Varna im Vordergrund. Es gibt drei Zentren, da der menschliche Geist, der aus Geistselbst, Lebensgeist und Geistesmensch besteht, im Menschen Zuflucht findet und in der Seele als Denken, Fühlen und Wollen erlebt wird. Wir können also sehen, was für eine eingehende Vorbereitung auf diesen Übergang zum Geist stattgefunden hat, den wir nun zu machen haben. Nachdem sich der vierte Bodhisattva im Rila-Gebirge vor ca. 5500 Jahren zur Buddhastufe erhoben hatte, indem er in seinem Ich das in den drei Zentren Erarbeitete zu einer Synthese zusammenführte, konnte die Verinnerlichung des Seelenlebens der Menschen zu einer anderen Stufe übergehen. Im Okkultismus bedeutet die Verinnerlichung, dass etwas begriffen und zum persönlichen Erlebnis der Person wird. Immer muss eine Persönlichkeit in der Geschichte etwas in sich verinnerlichen, damit es auch anderen zugänglich wird, damit andere das auch erreichen. Das wurde zum ersten Mal vom vierten Bodhisattva vollbracht. Dieser gehört zu der Loge der zwölf Bodhisattvas, die seit Mitte der Atlantis die ganze seelisch-geistige Entwicklung der Menschheit leiten. Er hat den Weg zur Verinnerlichung des Denkens durch den Menschen bereitet.

Ein Prinzip des Makrokosmos, das auch auf dem Erdenplan in Erscheinung tritt, besagt, dass eine Dreiheit sich zuerst in ihre drei Richtungen entwickelt und in einem bestimmten Moment, wenn eine andere Bewusstseinsstufe erreicht ist, unter eine gemeinsame Kontrolle und zu einer anderen Manifestationsstufe kommt. Das bezieht sich auf den Leib und die Seele, in der entfernten Zukunft wird es sich auch auf unseren dreifachen Geist beziehen. Die Entwicklung dieser Dreiheiten begann schon vor sehr langer Zeit, sie durchlief die drei vorherigen Äonen mit der Entstehung unseres dreifachen Leibes und ging mit der Schaffung unserer dreifachen Seele weiter. Die zweite nachatlantische Kulturepoche war 2907 v.Chr. zu Ende und mit Anfang der dritten Kulturepoche begann die Erschaffung unseres ersten Wesensgliedes unserer individuellen Seele – der Empfindungsseele.
Mit dem Fortschreiten der Menschenentwicklung haben wir uns dem europäischen Gebiet genähert. Die erste Kulturepoche entfaltete sich auf dem indischen Subkontinent, die zweite bewegte sich in westliche Richtung zum Gebiet des heutigen Iran und die dritte kam noch näher an Europa, als sie sich auf dem Gebiet zwischen dem Mittelmeer, dem Persischen Golf und dem Roten Meer sowie im Land des heutigen Ägyptens entfaltete. Damals war das menschliche Bewusstsein völlig anders als das heutige – die Menschen hatten das bildhafte Gruppenbewusstsein. Die Denkfähigkeit sollte sich allmählich von der instinktiven Empfindung trennen und bewusst werden. Trotzdem wusste der Mensch sehr wohl, wer in ihm dachte – das waren die geistigen Hierarchien. Doch der bereits gestartete Prozess brauchte eine Form der Objektivierung auf dem äußeren Plan als eine geeignete gesellschaftlich-soziale Struktur. Dieser in der äußeren sozialen Wirklichkeit widerspiegelte Teil des Menschenwesens war die Theokratie, die alle Lebenssphären durchdrang und von den Eingeweihten in die Mysterien des Lichtes geleitet wurde. Diese Mysterien entstanden im Orient und da ihre Impulse nach Europa aus dem Osten kamen, blieb das Axiom, dass „das Licht aus dem Osten kommt“. Dabei wird unter „Osten“ das Konglomerat geistigen Lebens verstanden, das im dritten, zweiten und ersten Jahrtausend v.Chr. die Praktiken der Mysterien in Indien, Persien, Ägypten, Chaldäa und Griechenland in sich konzentrierte. Auf dem äußeren Plan dominierte jedoch der Einfluss Indiens. Natürlich wissen wir, dass der Ausgangspunkt dieser ganzen Vielfalt der vierte Bodhisattva war. Die Brahmanen selbst, die die Anfänge der aufkeimenden Kraft des Denkens erwarben, waren weiße Menschen im Unterschied zu der örtlichen dunklen Bevölkerung. In den Mysterienzentren, die ‚große Mysterien‘ genannt wurden, haben die eingeweihten Priester die Impulse vom Plan der Metageschichte empfangen und diese in das Leben ihres jeweiligen Gebietes eingeführt. Dabei steuerten sie nicht nur das geistige, sondern auch das ganze andere Leben der Bevölkerung, für die die soziale Struktur der Theokratie geschaffen wurde, die als ‚kleines Mysterium‘, d.h. ‚gespiegeltes Mysterium‘ erlebt wurde.

Der fünfte Bodhisattva, der zum Buddha wurde – Orpheus – hat mit seiner Lyra unserer Empfindungsseele jene Fähigkeit zur Intelligenz eingeprägt, die in der fünften Kulturepoche dem Menschen erlauben würde, die Kosmische Intelligenz, die nach der Zeitenwende Michael gab, als die eigene zu erleben. Hier werden wir nur das Verdienst des Bulgaren Dionysos und seinen Feldzug nach Indien ca. 100 Jahren nach dem Erscheinen Orpheus‘ erwähnen, der zur Verwandlung der primitiven örtlichen Bevölkerung in ein Volk herausragender Kultur beigetragen hat. Laut Steiner hat sich Dionysos’ Seele nach seinem Tod in die intellektuelle Kultur der Menschheit ergossen, wo sie heute noch anwesend ist.
Mit dem Aufdämmern der vierten Kulturepoche im Jahre 747 v.Chr. begann die Entwicklung unseres zweiten Seelengliedes – der Verstandesseele. Damals drehte sich der Mensch ähnlich wie beim Sündenfall zum zweiten Mal. Beim Übergang vom alten lebendigen bildhaften Denken zum abstrakten begrifflichen Denken haben wir wieder die umgedrehte Stellung mit dem Kopf nach unten eingenommen, in der wir uns heute noch befinden. In den alten Zeiten war unser Gehirn stark ätherisch, doch seine Mineralisierung schritt schnell voran. Das Gehirn erhob sich wie ein Felsen inmitten des Ozeans der Ätherkräfte und begann zu reflektieren, also die substanziellen Astral- und Ätherimpulse der Götter zu ihm zurückzuweisen, abzutöten und sie in substanzlose Schatten zu verwandeln. Das hat den Menschen zu seiner Individualisierung geführt. Während früher nur die Eingeweihten in die großen Mysterien zu einem persönlichen Prinzip übergehen konnten, ist das heutzutage bereits massenhaft anzutreffen. Doch im Unterschied zu der Empfindungsseele, in der der Mensch mit Gott eins ist, ist die Verstandesseele die Seele des Gefühls und des Verstandes. Der Mensch fühlt sich daher wie entzweigerissen. Das intensive Erleben der Gefühle in der Verstandesseele ruft das Bedürfnis hervor, eine äußere soziale Struktur zu suchen, in der dies zum Ausdruck kommen kann. Es tauchten die Regierungsform der Republik und das Recht auf, dessen Schatten die heutige Jurisprudenz ist. Heute ist man bestrebt, den Menschen dauernd in den Schatten des römischen Rechts hineinzuzwängen, das auf einer völlig anderen Etappe der Evolution entstanden war. Damals wurden die Ansprüche auf Rechte von einem Verstand ausgestrahlt, der auf das Irdische ausgerichtet ist, denn der Mensch hat sich damals immer mehr an das Irdische gebunden und die Beziehung zur geistigen Welt allmählich verloren. Das römische Recht wurde von Menschen geschaffen, die „auf dem Kopf“ stehen. Die heutigen Gesetzemacher befinden sich in der gleichen Stellung und haben sogar ihre Köpfe in den Sand gesteckt.

Mit der Entwicklung der Bewusstseinsseele in der fünften Kulturepoche, deren Anfang 1413 n.Chr. war, begann der Mensch sich seiner selbst auch im System des Stoffwechsels und der Gliedmaßen bewusst zu werden. Die Durchdringung unseres ganzen dreigliedrigen Gebildes durch das Ich-Bewusstsein erfordert einen neuen äußeren sozialen Ausdruck. Damals kam auch der dritte Teil des dreigliedrigen sozialen Organismus auf. Der erste Teil – der geistige – hängt mit dem Denken zusammen und fand im Altertum in der Theokratie ihren Niederschlag. Später gab es eine selbstregierende soziale Struktur in der Kirchenform. Der zweite Teil – das staatlich-rechtliche Leben – hängt mit dem Fühlen zusammen und hat sich auf dem äußeren Plan als die Judikative, Legislative und Exekutive im Staat manifestiert. Während der ganzen Entwicklung der Menschheit hat es ein Wirtschaftsleben gegeben, doch war dieses unbewusst und tief im Willen des Menschen versteckt, es wurde instinktiv erlebt. Das Denken und Fühlen wurden auch instinktiv erlebt, doch nach und nach kamen sie in der dritten und vierten Kulturepoche zum Bewusstsein ans Licht. Das Wirtschaftsleben kam zur Bewusstseinssphäre erst in der fünften Kulturepoche und suchte mit dem Auftauchen der Maschinen und des Proletariats nach seiner äußeren Struktur, in der es sich manifestieren konnte. Indem unsere Zeit die Bewusstseinsseele entwickelt, steht sie in kontinuierlicher Beziehung zu der vergangenen Zeit. Andererseits bedeutet das Beherrschen unserer drei Seelenglieder eine Erhebung zu ihrem besonderen Erleben in Einheit. Die menschliche Dreiheit hat göttlichen Ursprung und ihre Widerspiegelung im sozialen Organismus kann nicht vom reflektierenden Ich organisiert werden, das keine Substanz hat. Jede Dreiheit ist zuerst einzeln, gegliedert zu erleben und zum Bewusstsein gebracht zu werden. Danach werden die gesammelten Erfahrungen zur Einheit durch das Ich gebracht, sonst wäre der christliche Monismus auch nicht dreieinig. Die nichtgegliederte Einheit ist dem modernen Menschen und seiner Natur fremd. Wenn sie in einer solchen Art auf dem äußeren Plan widerspiegelt wird, bringt sie die sozialen Missgeburten von Diktaturen jeder Couleur hervor – den Bolschewismus, Nationalsozialismus, die Neue Weltordnung, den religiösen Fundamentalismus usw. In solchen Diktaturen kann sich der Mensch nicht entwickeln, da er kein Gruppenwesen ist, deshalb stirbt er oder er kämpft gegen sie. Steiner hat uns deutlich auf das Modell der sozialen Struktur hingewiesen – es befindet sich im Menschen. Beim Studieren des Brustmenschen bekommt man eine „wahrhafte Wissenschaft von der Art, wie Arbeit, Erträgnis der Arbeit, Lohn, Rente, Kapital, Produktionsmittel angeordnet werden müssen“. Das Studieren des Kopfmenschen, des Sinnes- und Nervenmenschen gibt das Wissen über die staatliche Struktur, gibt die Wissenschaft von der Gesellschaft. Beim Studieren des Stoffwechselmenschen, der mit der Intuition zusammenhängt, erhält man „einen wahren Blick auf die Entwicklung, auf das Werden des Menschen und gibt eine geschichtliche Auffassung der Menschheitsentwicklung (vgl. GA 185a:115). Steiner sagt auch Folgendes: „Durch sein Lungen-Herzsystem fühlt sich der Mensch so recht hineingestellt unter Menschen. Durch sein Stoffwechselsystem fühlt sich der Mensch als ein Glied der Erde, als zur Erde zugehörig. Durch seinen Kopf fühlt sich der Mensch als „Bürger eines Außerirdischen.“ Doch der Verstand will das auf eine Einfachheit, auf „irgendein Monon“ zurückführen. Daran kranken die Menschen der Gegenwart. Das wird erst dann nicht mehr der Fall sein, wenn „der dreigliedrigen Empfindung im Inneren ein dreigliedriger sozialer Organismus entspricht“ (vgl. GA 190:20). Der Mensch hat bereits sein inneres Leben in den gesellschaftlichen Beziehungen objektiviert, deshalb bahnt sich durch unsere sterbende Zivilisation ein anderes Wirtschafts-, Rechts- und Geistesleben den Weg zum geistigen Licht. Diese drei Teile müssen in eine solche Wechselbeziehung zueinander treten, dass die Pyramide der sozialen Struktur auf ihrer Grundfläche steht. Der Weg dorthin verläuft über das allmähliche Abnehmen des niederen Ich und den Übergang zum höheren Ich. Das ist ein objektiver, welthistorischer Prozess, der durch alle Mittel die Hindernisse beseitigen wird, denn hier geht es um das ewige Schicksal des Menschen und um seine Rückkehr zu Gott. Andernfalls würde er zurück auf das Gruppenbewusstsein gebracht. Doch ist der Prozess des Übergangs vom reflektierenden abstrakten Denken zum lebendigen imaginativen Denken und der Herstellung einer bewussten Beziehung zu den Göttern so intensiv, dass ihn keine Erdenmacht aufhalten kann. Hier geht es schon um die Richtungswendung des Zyklus nach oben durch den Menschen, was Christus schon getan hat. Laut Steiner wird in der Welt entweder die soziale Dreigliederung siegen oder der Bolschewismus. Heute sehen wir die Formen des Bolschewismus überall um uns herum – die Europäische Union ist eine Form des Bolschewismus, Trump will auch eine solche Form werden, Erdogan ist eine andere Form des Bolschewismus, Putin – auch. Der Bolschewismus ist mit der Sowjetunion überhaupt nicht gestorben, sondern er ist in verschiedene Formen metamorphosiert und will heute durch die Zentralisierung globale Ausmaße annehmen. Sollte das gelingen, dann werden die Gräueltaten Stalins, Maos und der anderen Diktatoren eine blasse Kopie des Bevorstehenden sein. Der Mensch braucht den dreigliedrigen sozialen Organismus, damit das höhere Ich irgendwo frei atmen kann. Wir haben schon längst den Schatten dieses Ich einer Involution unterzogen und benutzen in unserem Alltagsleben das Ego. Es geht darum, das höhere Ich einer Involution zu unterziehen, damit wir einen Übergang zu den geistigen Hierarchien machen können. Das ist eine kulturhistorische Aufgabe. Doch die Entwicklung des Ich führt den Menschen zur Schwelle der übersinnlichen Welt, wo sich das Leben von Denken, Fühlen und Wollen, die sich der Kontrolle des Ich entziehen, sich in drei Richtungen teilen. Egal wie niedrig das niedere Ich ist, es hat auf dem Erdenplan die Kontrolle über unsere drei Seeleneigenschaften. Wenn aber der Übergang zum substanziellen Ich gestaltet wird, verschwindet das niedere Ich für einen Augenblick. Wir hielten fest, dass Denken, Fühlen und Wollen die Methoden sind, durch die der dreifache Geist im Menschen manifestiert wird. Wenn die drei Seeleneigenschaften nicht hier unten kultiviert worden sind, wird der Gedanke, wenn die Kontrolle des niederen Ich verschwindet, zu einem gierigen Adler, das Gefühl – zum wütenden Löwen und der Wille – zu einem brüllenden Stier, das ein rotes Tuch gesehen hat. Das ist in der Tat sehr schwierig, da der Mensch heutzutage nur in seinen Gedanken bewusst ist. In seinen Gefühlen bricht ständig ein Vulkan aus Stimmungen aus, die er schwer unter Kontrolle hält, und im Willen ist der Mensch völlig unbewusst. Die Aufgabe der Kontrolle der drei Seeleneigenschaften ist an sich eine Einweihungsaufgabe, die einen sozialen Charakter in der äußeren Welt und im Menschen auch einen ethischen und gnoseologischen Charakter annimmt. Das ist auch eine Evolutionsaufgabe, da sie zu einer Wandlung der Menschenart führt. Dise Aufgabe birgt kolossale Möglichkeiten des geistigen Wachstums oder des Absturzes. Neulich hatten wir ein Treffen, bei dem die Offenbarung kam, dass es keinen Gipfel beim Aufsteigen des Menschen nach oben gibt, jedoch auch keinen Boden bei seinem Absturz nach unten. Heute kann der Mensch geistiges Wachstum in seinem Bewusstsein erreichen, das früher in keinem Mysterium möglich war. Doch er kann auch genau so tief abstürzen. Deshalb ist zum Erfassen des Geheimnisses des Bösen, das Manes am besten beherrscht, eine höchstmögliche Erhebung im Bewusstsein notwendig und ein Eintauchen mit diesem Bewusstsein zum tiefstmöglichen Grund. Dann kann der Manichäismus in der richtigen Art als Dualismus verstanden werden, der die größten Höhen und Tiefen des Menschen erfasst, was ausschließlich einem mächtigen Geist gelingen kann. Deshalb sprach Beinsa Douno darüber, dass nur die fortgeschrittensten Individualitäten sich mit den Geheimnissen des Bösen befassen dürfen.

Das niedere Ich empfindet eine instinktive Angst vor solchen Aufgaben und trifft daher jegliche Maßnahmen ideologischen, politischen, juristischen u.dgl. Charakters, um jedes Wissend darüber aus der Gesellschaft und dem individuellen Bewusstsein zu verbannen. Nach den objektiven Gesetzen der Weltentwicklung fällt der Übergang von der ersten zur zweiten Hälfte der fünften Wurzelrasse in die vierte Kulturepoche. Doch vom Gesichtspunkt der individuellen Entwicklung aus betrachtet, fällt die Mitte der Wende in die fünfte Kulturepoche. Das heißt, dass die freie Entwicklung des Menschen die objektiven Gesetze der Weltensymmetrie beseitigt. Die Aufgabe des Hinübersetzens über die Schwelle der übersinnlichen Welt stellt sich zum ersten Mal als eine Kultur- und Zivilisationsaufgabe vor die Menschen und bedarf einer sozialen Lösung. Die erdbebenähnlichen Erschütterungen unserer Zeit werden vom höchsten Punkt der Nichtentsprechung zwischen dem äußeren sozialen Organismus und der inneren Welt des Menschen hervorgerufen. Die heutige Zeit bietet uns unglaubliche Möglichkeiten des geistigen Wachstums, doch es lauern auch Riesengefahren auf uns – wir könnten weit zurückgeworfen werden in unserer Entwicklung.

Nachdem wir letztes Mal den rechtmäßigen Weg zur geistigen Welt genannt und die Methodologie der Anthroposophie besprochen haben, werden wir nun versuchen, die Notwendigkeit der Existenz des dreigliedrigen sozialen Organismus methodologisch zu begründen. Als Steiner begann, die Methodologie der Anthroposophie herzuleiten, ging er von der Erkenntnistheorie aus und hat dieser Theorie einen Evolutionscharakter verliehen, sie zur Wissenschaft über die Einweihung erhoben. Somit machte er eine bemerkenswerte Synthese zwischen Gnoseologie und Ontologie, zwischen Objekt und Subjekt, zwischen Religion und Wissenschaft, zwischen Geist und Materie. Um seine Methodologie zu begründen, stützte er sich auch auf die Wissenschaft der Logik Hegels – den Gipfel in der Philosophie. In der Wissenschaft der Logik sagt Hegel, dass der Mensch in sich eine Potenz enthält, die er „das An-sich-sein“ nennt. Diese hat der Mensch noch nicht objektiviert, nicht erkannt und sie ist noch nicht zum Gegenstand für ihn geworden. Das Kind besitzt z.B. seit seiner Geburt einen keimhaften Verstand, der noch nicht entwickelt ist, daher hat das Baby noch kein selbständiges Denken. Die Potenz hat sich also noch nicht entfaltet. Wenn sie sich entfaltet, wird sie vom „An-sich-sein“ zum „Für-sich-sein“. Hegel fährt in seinen Überlegungen fort und gibt das Beispiel eines Samens, den wir einpflanzen, und der später neue Samen gibt. Diese werden dem ursprünglichen Samen ähnlich sein, man kann also sagen, dass das ein „An-sich-sein“ ist, das sich entfaltet hat. Doch diese Samen dienen nicht dem ersten Samen, sondern den Menschen als Nahrung. Hier liegt schon etwas anderes vor – nicht einfach der Übergang des „An-sich-sein“ zum „Für-sich-sein“, sondern jemand hat etwas für jemand anderen getan. Es liegt ein Opfer des ersten Samens vor, der 20 neue Samen gibt, die dem Menschen oder einem Tier zur Nahrung dienen werden. Diese Denkart Hegels führt uns zur Methodologie der sozialen Dreigliederung. Er dachte, dass dieser Prozess nur auf dem Gebiet des menschlichen Bewusstseins Anwendung finden würde, doch Steiner hat durch seine herausragende Entdeckung, dass der Mensch außer Denken, Fühlen und Wollen auch Stoffwechsel, rhythmisches System und Kopf ist, den Weg zur Universalisierung dieses Prinzips gebahnt. Die Verwandlung der Potenz „An-sich-sein“ in ein „Für-sich-sein“ als Prinzip kann überall Anwendung finden. Wenn man sich von seinem niederen Ich zum höheren Ich erhebt, wird man zu einem freien Menschen, der eine qualitativ neue Potenz erhält, die mit dem Geben zusammenhängt. Hier seien auch die hierarchischen Wesen erwähnt, die in ihrem Ich-Bewusstsein wachsen, indem sie etwas abgeben. Ein Hierarchiewesen entleert seine Essenz, um die Essenz eines höherstehenden Wesens anzunehmen. Gleichzeitig schenkt es seine Essenz einem tieferstehenden Wesen. Es entsteht eine Art System kommunizierender Geräte, in dem die Wesen sich durch Abgabe erheben. Hier wirkt das Prinzip des Opfers des Samens, der andere Samen gibt, die jemanden satt machen. Hegel besaß einen glänzenden reinen Gedanken, aber da ihm der Übergang zum höheren Ich nicht gelungen ist, konnte er nicht an die Wissenschaft der Einweihung heranreichen und dieses Prinzip überall im Dasein anwenden. In der Methodologie der Anthroposophie gehören die Begriffe ‚An-sich-sein‘ und ‚Für-sich-sein‘ zur Lehre von den hierarchischen ichhaften Wesen und ihrer Evolution. Das Problem der Erkenntnisgrenze wird zum Problem der Bewusstseinsgrenze – also verschmelzen die Gnoseologie und die Ontologie. Sie beginnen einander zu erklären und dieses Verschmelzen ist möglich, wenn die Erkenntniswissenschaft zu den Grenzen der Einweihungswissenschaft erweitert wird. Das lässt sich nur auf der Grundlage der Erkenntnis von der Evolution der einheitlichen sinnlich-übersinnlichen Wirklichkeit und des in sie hineingestellten mehrgliedrigen Menschen realisieren. Wohin können wir auf der gnoseologischen Lemniskate des kontemplativen Denkens die Hegelschen Begriffen stellen? – Wie wir wissen, besteht diese Lemniskate aus zwei Schlaufen. Die erste besteht aus These, Antithese und Synthese in der sinnlichen Welt – Punkt 4, in dem das niedere Ich abgenommen wird. Die zweite Schlaufe ist in der übersinnlichen Welt, wo das Ergreifen der Ideen und ihr Herunterholen und Begreifen geschieht. Das „An-sich-sein“ befindet sich in Punkt 4, wo das niedere Ich heruntergeholt wird und alles, was als Potenz enthalten ist, seine Entwicklung beginnt. Das realisierte „Für-sich-sein“ befindet sich in der anderen Schlaufe, wo die Idee eröffnet wird, die hinter den Objekten der sinnlichen Welt steckt. Das ist die feste Grundlage, auf der wir einen Übergang vom niederen zum höheren Ich machen können. Wenn das niedere Ich abfällt und man sich mit Liebe mit dem Erkenntnisobjekt identifiziert, kommt es zum Verschmelzen zwischen Subjekt und Objekt, was ein Vorrecht des Logos ist. Als sich der väterliche Weltengrund zu manifestieren begann, ist Christus erschienen, Der eine Einheit von Weltensubjekt und Weltenobjekt ist. Der Mensch erreicht also im kontemplativen Denken das Vorrecht des Logos selbst – er wird zu einer Einheit von Subjekt und Objekt, er kann das tun. Auf der ganzen Senkrechten der Hierarchie ist dies nur für den Logos und den Menschen erreichbar. Das ist etwas Einmaliges!

Indem der Mensch im dreigliedrigen sozialen Organismus ein „Für-sich-sein“ erhält, bewegt er sich zum freien Willen, zu einer Tat, die von ihm selbst begründet ist – das ist etwas Verschiedenes vom eingeborenen „An-sich-sein“. Das ist eine Art zweite Potenz, die nach der Vollendung des jeweiligen Aktes von jemandem für jemanden gewonnen wird. Dieser Akt wird vom individualisierten Ich vollbracht, das mithilfe von Kontemplationen und Ideenwahrnehmungen denkt. Der Akt der Kontemplation selbst ist in diesem Fall ein „An-sich-sein“ des leeren Bewusstseins, des reinen Willens des Denkens. Das „Für-sich-sein“ der Kontemplation ist die Wahrnehmung der Idee durch das Beobachtungsobjekt. Zwischen Objekt und Subjekt muss eine Gleichheit entstehen, das Prinzip der Brüderlichkeit muss also zur Geltung kommen. Steiner überträgt dieses Prinzip in das Wirtschaftsleben, indem er es von der gnoseologischen Lemniskate des kontemplativen Denkens herleitet. Das, was dieses Prinzip daran hindert, sich im Wirtschaftsleben durchzusetzen, ist der Umstand, dass der Mensch noch nicht reif ist, um sein niederes Ich abzunehmen und die anderen als seine Brüder in Christo zu betrachten. Deshalb herrscht heute überall die Konkurrenz. Im Wirtschaftsleben, das seinerseits dreifach unterteilt ist in Warenproduktion, Warenaustausch und Warenverbrauch, wirkt anstatt der Brüderlichkeit das Prinzip der Konkurrenz, denn es ist gänzlich das Produkt des reflektierenden Ich. Wenn heutzutage überall gesagt wird, dass die Konkurrenz der Motor des Fortschritts sei, muss man wissen, dass sie der Motor des Fortschritts bis zum Ende des Kali-Yuga war. Nach Anbruch der michaelischen Zeit, nach der Zweiten Ankunft Christi, dem Zweiten Golgatha und dem Opfer von 1936 ist das Leben in Konkurrenz völlige Barbarei. Der Wettbewerb tötet alles Sinnvolle im Leben ab und verwandelt es in eine Hölle. Die Praxis zeigt, dass dort, wo gegenseitige Hilfe unter den Menschen überwiegt, üppiger geerntet und produziert wird und jeder bestrebt ist, mehr von sich zu geben. Es muss das assoziative Prinzip Wirkung haben, so dass jeder, der arbeitet, nicht das Produkt seiner Arbeit, sondern das Produkt der anderen nutzt, die auch nicht für sich arbeiten. Nur ein Wirtschaftsleben, das auf diesem Prinzip basiert, kann richtig funktionieren. Dann wird der Wille, der in die Warenproduktion hineingelegt wird, nicht verwischt, wie das bei der heutigen globalisierten Produktion der Fall ist. Wenn ein Hersteller arbeitet, der hinter dem Produkt mit seinem Namen steht, hinterlässt er seine Seele im Produkt und er will, dass dieses Produkt möglichst lange und in hoher Qualität den Menschen dient, möglichst schmackhaft oder schön ist. Heutzutage lassen sich die Produkte in der Warenproduktion – und in dem Warenaustausch mit wenigen Ausnahmen nicht personalisieren und in Verbindung zu einem konkreten Menschen oder einer konkreten Gruppe gebracht werden. Normalerweise steht auf diesen Produkten das unpersönliche „Made in China“. Das Wirtschaftsleben muss konkret und übersichtlich sein. Die Menschen nehmen in gleichem Maße interessiert an Assoziationen teil, wo sie nicht für sich, sondern für die anderen arbeiten. Unter den Anthroposophen gibt es eine bekannte Anekdote zu diesem Thema. In der Hölle gibt es sehr leckeres Essen, um das die Sünder stehen. Jedem Sünder ist ein sehr langer Löffel an den Arm gebunden, so dass niemand allein essen kann und alle hungrig bleiben. Im Paradies ist es das Gleiche, nur dass dort jeder den anderen füttert und alle zufrieden sind. Das ist das Wesen des Prinzips der Assoziation. Solange das Prinzip des Egoismus vorherrschend ist, wird niemand satt werden. Solange es auf der Welt Millionen von hungrigen Menschen gibt, wird es immer ein großes Problem geben, und diese Hungrigen werden zu den scheinbar Satten strömen. Das Leben in den Assoziationen wird die großen Mysterien des Altertums ersetzen, das Wirtschaftsleben selbst wird zu einem Mysterium werden, eine Frage der Einweihung und ein Ort zum Kultivieren der Brüderlichkeit.
Heute sind die Menschen schon zu Subjekten auf dem Gebiet des Denkens geworden, aber die geistige Welt möchte uns auch im Willen wach machen. Beim kontemplativen Denken wird der Wille zum Träger des Denkens bei seiner Beziehung zum höheren Ich, der Wille ist der Generator beim Übergang nach oben. Wenn beim kontemplativen Denken das niedere Ich abfällt, die Beziehung zum höheren Ich hergestellt wird und die Idee sich dem Menschen eröffnet, erlangt er ein „Für-sich-sein“. Das höhere Ich beginnt, ein fünftes Reich aus solchen Ideen zu bilden und es gibt immer eine Zentripetalkraft, die uns zu Gott anzieht. Alle Iche der Hierarchien liegen auf der Senkrechten von Christus zum Menschen und streben immer nach oben. Wenn um unser Ich herum sein eigenes fünftes Reich sich auszubilden beginnt, muss es die starke Zentrifugalkraft überwinden und die ergriffenen Ideen nach unten herablassen. Ein Teil dieser Ideen müssen in das Wirtschaftsleben eingehen und es in eine Struktur verwandeln, in der das höhere Ich eine Involution erfährt. Da in diesem Ich der Weltenwille wirkt, geht dieser Wille in das Wirtschaftsleben ein und das Wirtschaftsleben wird zu einer Verkörperung des Weltenwillens. Auf diese Weise wird das Prinzip der Brüderlichkeit in das Wirtschaftsleben eingehen.

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Ein Gedanke zu „Der Kubus Jahve und der dreigliedrige soziale Organismus – Teil 1

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