Der Auferstehungsleib – Teil 2

Die ganze Vorlesung im PDF-Format

Im Menschen wirken Äther- und Astralströme, die auch zum Kopf führen. Aus ihrer komplizierten Wechselwirkung entsteht im Kopf ein Tor von der sinnlichen zur übersinnlichen Welt. Dieses Tor hat Christus passiert, um in Jesus bei der Jordantaufe einzutreten. Er wurde von der „Taube“ getragen, die Johannes imaginativ gesehen hat. Was hat es mit dieser „Taube“ auf sich?

Der Mensch stellt eine Lemniskate dar, deren Schnittpunkt das Ich bildet. Von oben – vom Welten-Allbewusstsein herab – wirkt über die Seele auf die Leiber eine dritte Hierarchie mit dem dreieinigen Geist (Manas, Buddhi und Atma) und von den Leibern hinauf über die Seele wirkt der von uns nicht wahrgenommene dreieinige Geist, der durch die Geister der Bewegung, der Weisheit und des Willens personifiziert wird. Bei der alten Einweihung konnte der Mensch nicht das Problem des Übergangs durch den Schnittpunkt der Lemniskate vom niederen Ich zum höheren Ich lösen, ohne das niedere Ich auszulöschen. Wir hatten auch nicht den geeigneten physischen und Ätherleib, die ohne Hilfe von außen die Durchdringung mit dem Ich und die nachfolgende Erweiterung zum Makrokosmos überlebt hätten. Der Eingeweihte konnte sich an die Erlebnisse in der Geisteswelt erinnern, doch er konnte sie nicht als Begriffe in den physischen Leib zurückbringen. Er reinigte seinen Astralleib wegen der Aufnahme der alten Weisheit und wegen dessen Umwandlung in das Geistselbst, doch mit dieser Weisheit konnte das Buddhi nicht beherrscht werden. Als Teil der Sonnengemeinschaft der Elohim umhüllte das Buddhi astralisch jeden Menschen, ohne auf den physischen Plan herunterzusteigen und sich mit dem Menschen zu verbinden. Dadurch verfiel der Mensch unter die Wirkung der Kräfte, die den Tod des physischen Leibes bringen. In Jesus war das höhere, entwickelte Geistselbst Zarathustras, das im Jordan das Makrokosmische Ich aufgenommen hat, welches das Buddhi des Christus trug. Dieses Ich belegte den Platz des Ich Zarathustras in Jesus und trat in die Iche aller Menschen ein. Damit ein solcher Wandel geschehen kann, sollte der Mensch seine Ich-Entwicklung zumindest teilweise zurückgelegt haben und ein niederes Ich besitzen. Der Astralleib Jesu war das Resultat der ersten Intention und der Wirkung des vom Vater herabgesandten Heiligen Geistes in die Welt, nun trat in diesen Leib der vom väterlichen Weltengrund über Christus herabgesandte neue Heilige Geist als das Geistselbst Christi. Das Ich-Buddhi Christi wurde von den Sonnenelohim getragen, die den Neuen Heiligen Geist in der zweiten Hierarchie vertreten und bei der Inkorporierung des Christus in Jesus Hilfe geleistet haben. Der Heilige Geist hat Christus in Jesus „geboren“; ihn hat Johannes in der Gestalt einer Taube gesehen. Dieser Geist bringt neue Weisheit, die individualisierend, ich-bildend im Menschen wirkt. Nur er konnte beim Herunterstieg des Makrokosmischen Ich in Jesus Hilfe leisten. Er ist die neue Idee von der Welt und damit ihr ein Weg zur Substanz im Astralleib gebahnt werden konnte, hat Christus auch Seinen Lebensgeist in den Heiligen Geist eingebracht. Auf diese Weise hat der Astralleib Jesu die Sonnenintention in sich aufgenommen, die die Oberhand über die erste Intention gewinnen sollte.

Was den Ätherleib Jesu betrifft, so war das die nathanische Seele, die vor dem Sündenfall und der Ich-Entwicklung aufbewahrt wurde (ausgenommen der 30 Jahre bis zur Jordantaufe). Nun richteten sich auf sie der Neue Heilige Geist und das Ich-Buddhi des Christus Selbst mit ihrer ganzen individualisierenden Macht. Christus hat den Ätherleib Jesu zu einer Einheit mit Seinem Lebensgeist gemacht, indem Er Sich sogar mit dem Prinzip des Vaters vereinigte, der in Ihm wurzelt. Das ist eigentlich die Substanz. Indem Christus Sich mit der Substanz vereinigte, wurde Er zum eigenen Lebensgeist für Jesus (die nathanische Seele), denn nur ein eigener Lebensgeist konnte die Zerstörung des Phantoms und die Beschädigung des Atma aufhalten, die die Individualisierung des Menschen hervorgerufen hatte. Die Rettung des Phantoms, des Geistesmenschen, war das Hauptziel der Menschwerdung des Gottes im Zyklus. Indem Christus in die Evolution des Zyklus eintrat, nahm Er für Sich das Atma (den physischen Leib) von den Geistern des Willens auf, was der physische Leib der Welt darstellt. Für Christus ist das Atma der Geister des Willens eine aufopfernde Aufnahme eines niedrigeren Bewusstseins im Vergleich zu Seinem Bewusstsein. Das Atma der Willensgeister schließt die Kraft der ersten Intention ein und das gleiche Atma als Leib des Christus schließt auch die zweite Intention ein. Das Atma Christi übt einen Einfluss von der Sonnenevolution auf die Erdenevolution aus und hat nicht die Aufgabe in diese herunterzusteigen. Deshalb sagte Steiner, dass Christus beim Herabstieg auf die Erde kosmisch für die Sonne gestorben ist, auf der Er seinen Geistesmenschen zurückgelassen und auf der Erde den Geistesmenschen (das Atma) von den Willensgeistern aufgenommen hat. Das Atma kann bis zum physisch-mineralischen Leib des Menschen heruntersteigen, da in ihm die erste Intention wirkt. Die Sonne ist die Buddhi-Sphäre und im Hinblick auf das Buddhi hat Christus mit Seiner Hypostase zu tun. Wenn dieses Buddhi sich für die Evolution öffnet, befinden Sich Christus und der Gott-Sohn in Einheit. In ihrem Wesen sind sie eine Einheit, die sich in zwei verschiedenen Aspekten manifestiert. Christus ist das Leben, die Substanz und die Idee der Welt, die Formen dieser Welt, aber Er ersetzt keine der Hypostasen. Als die Einheit der drei Hypostasen in der Evolution ist das Buddhi Christi etwas anderes als das Buddhi des Gott-Sohnes. Die Artus-Ritter haben vor dem Golgatha-Mysterium das Buddhi des Gott-Sohnes in der Erdenaura kontempliert. Das Ich-Buddhi des Christus begann, sich in Jesus zu verinnerlichen und hat eine radikale Wandlung im Menschen hervorgerufen, der bis zum Vulkan das Gleiche mit sich selbst schaffen soll, was Christus in weniger als drei Jahre geschafft hat!

Was hat Christus im Menschen bewirkt? – Wir haben bereits erwähnt, dass der höhere Geist im Menschen in der Dreieinheit von Manas, Buddhi und Atma zu finden ist, die aber auf der Stufe der dritten Hierarchie projiziert werden. In unseren Leibern existieren auch Abdrücke als Geistselbst, Lebensgeist und Geistesmensch. Dessen ist aber der Mensch nicht bewusst, da er sich dazu mit seinem Bewusstsein zu Gebiet des höheren Devachan, der Fixsterne und sogar jenseits der Fixsterne erheben müsste. Als Christus mit Seinem Ich von „Seinem“ Devachan herabstieg, hat Er zuerst die Sonnensphäre in der planetarischen Erdensphäre verinnerlicht und sie damit unseren dreigliedrigen Leibern näher gebracht. Bis dahin war unser dreigliedriger Leib als Mikrokosmos nur ein Spiegelbild unseres dreigliedrigen Geistes als Makrokosmos, nun hat Christus das Manas, Buddhi und Atma zu inneren Prinzipien im Menschen als Geistselbst, Lebensgeist und Geistesmensch gemacht, andernfalls wären wir keine individuellen Wesen geworden. Christus hat die Gesetzmäßigkeiten des höheren Daseins in den Menschen eingetragen und ihn zu einer komplizierten mikro-makrokosmischen Konfiguration aus bereits unterschiedlichen Leib, Seele und Geist gemacht. Mit der Verinnerlichung unseres dreifachen Geistes hat Christus in uns „das Reich Gottes“ verinnerlicht, d.h. den Evolutionszyklus in seiner Ganzheit. Was uns von außen beeinflusste, konnte bei einer entsprechenden geistig-seelischen Arbeit seitens des Menschen als Offenbarungen in seinem Bewusstsein wirken, doch vorläufig nur als eine Potenz, als ein Samen, der langsam zu gigantischen Größen anwachsen wird. Das Einsäen des Samens geschah mit dem Christus-Impuls, der an Pfingsten mit dem Neuen Heiligen Geist kam. Künftig soll er durch das Christus-Ich aufgezogen werden und zur Verwandlung durch den Menschen der drei Leiber in Ich-Geistselbst, Ich-Lebensgeist und Ich-Geistesmensch beitragen. Auf diese Weise wird der Mensch in sich ein Ebenbild des dreieinigen Gottes (Manas, Buddhi und Atma) realisieren, er wird in sich Gott verinnerlichen, denn Gott Selbst hat das In Jesus mit Seinem Makrokosmischen Ich gemacht, und zwar in der sinnlich-physischen Realität.

Das Golgatha wird auf der Erde existieren, selbst wenn der Mensch nicht heruntergestiegen und den Tod kennengelernt hätte. Die Befreiung des Atma durch das unsichtbare Phantom hätte auch ohne Golgatha stattgefunden, aber Golgatha sollte stattfinden, da dieses Ereignis nicht nur für die Befreiung des Atma von der Materie eine Rolle spielt, sondern auch für die Reifung des Geistesmenschen im Menschen als eine höhere Hülle, in der aus dem Christus-Opfer etwas völlig Neues entstehen wird. Dazu hat sich die irdische Inkarnation des Christus als die beste unter vielen Varianten erwiesen. Was ist dieses Neue?

Wenn wir sagen, dass Christus von „Seinem Devachan“ herabgestiegen ist, so ist das die Sphäre, von der aus sich die Göttliche Trinität in Ihrer Wesensgleichheit zu manifestieren beginnt, wo die Trinität mit ihren drei Hypostasen wesensgleich, nicht hierarchisch ist und der väterliche Weltengrund ihre innere Einheit herstellt, die mit der äußeren Einheit der Offenbarung identisch ist. Das ist der Zustand des Göttlichen Bewusstseins im Großen Pralaya, der in der Mitte des Erdenmanvantara manifestiert wurde, wobei die innere Einheit dieses Göttlichen Bewusstseins Christus und gleichzeitig der väterliche Weltengrund waren. Es ist bei der Jordantaufe etwas Einmaliges geschehen – in den Augenblick der Zeit wurde die Ewigkeit hineingetragen und ein Mensch – Jesus aus Nazareth – hat sie auf sich genommen. Doch im Unterschied zu den luziferischen Wesen hat Christus den Menschen nicht zur Vergangenheit, sondern zur Zukunft umgewendet, indem Er für uns völlig andere Wege abzeichnete. Sie werden gleichsam in einem neuen Äon verwirklicht werden, denn durch das Golgatha-Mysterium hat Christus den Erdenäon in zwei Teile geteilt, die keine Gemeinsamkeiten miteinander zu haben scheinen. Die Hauptgesetze der beiden Teile unterscheiden sich voneinander so wie sich die Gesetze in zwei Äonen voneinander unterscheiden. Mit Seinem Ich-Buddhi hat Christus den physischen Leib Jesu durchzogen und das Grundgesetz des Atma aufgehoben, d.h. Er hat von diesem Gesetz die Kraft der ersten und dritten Intention aufgehoben, unter die es geraten war. Mit den Worten „Es ist vollbracht!“ ist das Atma in die Wirkungssphäre des Lebensgeistes Christi geraten – in die zweite Intention. Am dritten Tag hat sich aus dem Grab das Phantom des physischen Leibes des Menschen erhoben und ist im Lebensgeist Christi auferstanden. Nicht der mineralische Gehalt oder der physische Leib wurden ätherisch, sondern die Auferstehung hat den physischen Leib zu einer Stufe geführt, auf der das Atma im Lebensgeist wirkt, genauer gesagt ist der Geistesmensch in Christus-Jesus auf der Stufe des Lebensgeistes auferstanden. Das Wesen des physischen Leibes – das Phantom – wurde zur Stufe des Ätherleibes erhoben, denn Christus ist nicht der Vater und Er konnte nicht einfach als Geistesmensch auferstehen. Das hätte die Verinnerlichung der unausgesprochenen Einheit des väterlichen Weltengrundes bedeutet und diese Aufgabe besteht in unserem Zyklus nicht. Indem Christus das Atma in Seinem Lebensgeist (Buddhi) auferweckte, hat Er es zur inneren Einheit im Rahmen des phänomenalen Universums gebracht, zur Einheit im menschlichen Auferstehungsleib. Eigentlich hat Christus den Geistesmenschen auferweckt und nicht das Atma, deshalb ist der Geistesmensch das neue Wesensglied des Menschen – der unverwesliche Leib. Das Atma als Prinzip ist uranfänglich im väterlichen Weltengrund vorhanden und wird „danach“ im Vater vertreten bzw. später als Opfer am Anfang des alten Saturn durch die Throne manifestiert. Als Christus in Jesus eintrat, hat er die Prinzipien Manas, Buddhi und Atma im Menschen verinnerlicht und seitdem können sie im Besitz des Menschen – falls er denn seine Aufgabe meistert – als Geistselbst, Lebensgeist und Geistesmensch sein. Christus hat in Jesus das vermenschlichte Atma, d.h. das zum Geistesmenschen gewordene Atma auferweckt und es in den unverweslichen Leib verwandelt – dem höchstmöglichen „Produkt“ im ganzen Saturn-Vulkan-Zyklus. Christus hat das Phantom in seiner ursprünglichen Reinheit, Vollkommenheit und Glorie wieder erweckt, die es auf dem alten Saturn in der Monade besessen hatte. Doch in Jesus besaß es alle Eigenschaften des irdischen physischen Leibes und nicht des saturnschen „Menschen“. Mit Golgatha hat Christus nicht einfach das Phantom zum Beginn der Welt zurückgebracht – das hätte keinen Sinn gehabt -, sondern Er hat es im Sinne des voranfänglichen Wesens des väterlichen Weltengrundes erneuert. Und darin besteht das große Wunder des neuen Beginns.

Wie bereits gesagt, begann alles mit dem väterlichen Weltengrund und den absoluten überzeitlichen Anfang, der sich durch Christus in der Offenbarung als drei Strahlen manifestierte, die einzelne Anfänge des Zyklus sind. Der Vater ist der erste, der Sohn – der zweite und der Heilige Geist – der dritte Anfang. In Jesus herabsteigend und das Phantom auferweckend, hat der väterliche Weltengrund durch Christus zum zweiten Mal den absoluten Anfang gemacht, doch nunmehr im Menschen, der in Zeit und Raum weilt. Das ist ein neuer, vierter Anfang, das den absoluten Anfang der Erhebung der Welt zum väterlichen Weltengrund darstellt. In den neuen Anfang hat Christus die Relation des väterlichen Weltengrundes mit Sich Selbst als ein Objekt im Menschen übertragen. Dieses „Objekt“ ist Christus, und es enthält die ganze Vollheit der Eingöttlichkeit, die im Menschen manifestiert wird. Von Christus als der aktiven Offenbarung des väterlichen Weltengrundes hing es ab, was aus der Weltensubstanz geschehen sollte, wann und wie das Atma des unausgesprochenen Gottes in Seinen Schoß (ins Pralaya) zurückkehren würde. Hätte Christus nicht in der Mitte des Manvantara ein viertes Prinzip der Welt eingeführt, wäre die Evolution im Zyklus unumkehrbar vom Göttlichen Ziel abgeweicht. Indem Er den Menschen in den vierten Grundsatz (Anfang) der Welt stellte, hat Christus nicht einfach die Ewigkeit in den Augenblick im Hinblick auf die Zukunft hineingetragen, womit Er die Absichten Luzifers mit ihrem Gegensatz abwehrte. Er hat auch die Absichten Ahrimans verhindert, der einen neuen Anfang des Zyklus im Geiste der dritten Intention setzen, die vergangene Evolution der Welt annullieren und die weitere Entwicklung nur an das physisch-materielle Reich in Zeit und Raum binden wollte. Ahriman ist ein „Geist des Punktes“ in Zeit und Raum, er will den Augenblick endlos bis zur Ewigkeit verlängern, während Christus durch die Metamorphose von „Stirb und werde“ eine immer größere Vergeistigung des ganzen Weltenalls zum väterlichen Weltengrund schafft. Hierbei hat der Mensch eine Schlüsselaufgabe zu erfüllen. Mit der ersten Offenbarung hat sich der unausgesprochene Gott verinnerlicht, indem Er ein Universum wurde. Dieses einige Universum manifestiert in seiner Hinwendung zur Evolution des Menschen nur eine der Seiten (Grenzen) seines universellen Wesens, doch das ist die Grenze des Ganzen. Was mit dieser Grenze geschieht, ist für das Ganze von Bedeutung und darin drückt sich das Weltenall-Wesen des Menschen aus. Das Universum im Menschen und außerhalb des Menschen ist eine Einheit, da das Universum selbst eine Einheit bildet, doch bisher ist das Universum im Menschen dem äußeren Universum nur potenziell, überbewusstlich gleich. Dadurch, dass Christus in unserem Ich ist, werden wir uns immer mehr erheben und erweitern und das Universum in uns verinnerlichen (subjektivieren), so dass wir unser Dasein und Bewusstsein mit diesem einigen Universum unseres Zyklus ausfüllen. Damit werden die Aufgaben der zweiten Zyklushälfte gelöst werden. Die Grenze des Universums, die auf unserer Seite liegt, ist das sinnlich-sichtbare Ergebnis der ersten Intention des Evolutionszyklus. Mit dem Werk Christi in der Zeitenwende wurde das Übergewicht der zweiten Intention zugrunde gelegt, womit auch das Schicksal der dritten Intention besiegelt wird. Die Grenze zwischen dem sinnlichen und übersinnlichen Teil der einheitlichen Weltenwirklichkeit ist ein Problem des Menschen und der Übergang vom Manvantara ins Pralaya hängt von dessen höheren Entwicklung ab. Im Menschen werden das A und O des väterlichen Weltengrundes vereinigt, um den Zyklus zur Oktave zu bringen und damit den Anfang des neuen Zyklus des Heiligen Geistes zu legen. Dieser Aufstieg zur Oktave wird durch den Auferstehungsleib als dem vierten Wesensglied verwirklicht, das sich unseren drei Leibern hinzufügt. Unser alter Leib ist das Ergebnis der ersten Intention und ist unter dem Namen „der Alte Adam“ bekannt. Der Auferstehungsleib ist der „Neue Adam“ – ein Wesen mit Eigenschaften, die mit nichts anderem zu vergleichen sind. In GA 266, Bd.1 („Aus den Inhalten der esoterischen Stunden“) sagte Steiner, dass für Christus das Buddhi ein niederes Wesensglied ist und dass es für Ihn das Gleiche ist, was für uns der physische Leib darstellt. D.h. der Ätherleib des Christus ist Sein Buddhi und für Ihn ist es das Gleiche wie für uns die Substanz der Hypostase des Vaters. Es ist ersichtlich, dass wir es hier mit etwas Außerordentlichem zu tun haben, das sich über die Reihe der Existenzformen in unserem Zyklus erhebt. Das ist die Substanz vom väterlichen Weltengrund, die im Vater nicht zu finden ist, sondern manifestiert wird als das ewige Leben, welches das höchste Buddhi, d.h. das Ich-Buddhi ist. In GA 148 („Aus der Akasha-Forschung. Das fünfte Evangelium“) vertieft Steiner dieses Thema noch weiter. Wie wir wissen, erweitert sich der Ätherlieb beim Tod des Menschen in die Erdenaura, um sich danach im Geist aufzulösen. Es bleibt nur die Quintessenz übrig. Die Geister des Willens nehmen das Phantom in ihre Sphäre auf und bringen es zum Anfang der Erdenevolution (im breiten Sinne zum Saturn). Bei der nächsten Inkarnation beschenken die Hierarchien den Menschen wieder mit einem Phantom. Als aus dem Grab das reine Phantom des physischen Leibes aufstieg, das von der Erdenlast befreit war, ging es in die Erdenaura über, die vom Lebensgeist (das Blut) Christi durchzogen wurde. Deshalb sagt Steiner, dass Christus in der Erdenaura seinen Lebensgeist zurücklässt. Jener Ätherleib, jener Lebensgeist, den die Eingeweihten in der Erdenaura vor der Zeitenwende sahen, war das Buddhi des Gott-Sohnes, das vom Prinzip des Vaters durchzogen war. Der vom Lebensgeist Christi durchzogene Ätherleib Jesu erstreckte sich auch als ein ätherisches Firmament nach dem Golgatha-Tod. In diesem ätherischen Firmament sieht der Hellseher das auferstandene Phantom als die „Grundsubstanz“, die dieses ätherische Firmament belebt, d.h. das höhere Physische belebte den Ätherleib. Darin besteht die Einmaligkeit des Buddhi des Christus als das ewige Leben des väterlichen Weltengrundes, das auch hinter dem Phantom steht. Prokofieff hat wohl den Unterschied zwischen dem Phantom und dem Ich-Buddhi-Prinzip nicht verstanden und sprach daher über das Leib-Phantom und den Auferstehungsleib. Doch seine Idee von der Beziehung zwischen dem physischen und Ätherleib im Knochenmark ist hervorragend. Damit es die Auferstehung des Phantoms gibt, sollte Christus mit Seinem Lebensgeist das Knochensystem des Jesus durchdringen, beim Herunterstieg in den Jordan erfasste Er mit Seinem Ich das Blut Jesu und lebte darin wie im eigenen Leib während der drei Jahre.

Das, was im Blut Jesu lebte, war der Ich-Lebensgeist des Christus – die universelle kosmische Kraft der Liebe. Sie hat den Geistesmenschen in Jesus auferweckt und er hat das letzte Stadium seiner Entwicklung im Rahmen des Zyklus erreicht. Er ist zum Vater in der menschlichen Zukunft zurückgekehrt und steht dort wie ein erhabenes Urbild für jeden von uns, ohne die Gesetze des Zyklus „aufzuheben, sondern zu erfüllen“ – das Gesetz der Entwicklung des Geistesmenschen. Beim Erdenmenschen hat der Geistesmensch als Potenz sein letztes Ziel erreicht und wurde zum Schlussergebnis der Zyklusevolution, zur höchsten Hülle, in der der Anfang des neuen Evolutionszyklus entstand. Gott hat das im Jesus-Menschen getan, nun soll der Mensch das für Gott tun.

Der Geistesmensch und der Auferstehungsleib sind die beiden Seiten einer Ganzheit – die innere und die äußere. Nun befindet sich das auferstandene Phantom in der Ätheraura der Erde im Lebensgeist Christi – dem wahren Auferstehungsleib – und ist als erhabenes Urbild dem Geistesmenschen in jedem von uns zugewandt, indem es dessen äußere Hülle bildet. Bei der Individualisierung des Auferstehungsleibes im Geistesmenschen beginnt im Menschen etwas grundlegend Unterschiedliches zu reifen, das sich von unseren drei Leibern, der dreifachen Seele und sogar dem dreifachen Geist unterscheidet. Der Auferstehungsleib beginnt allmählich wie eine befruchtete Eizelle in unseren Leibern zu wirken und diese werden mit der Kraft des Christus-Ich als ihre Einheit im Ich-Geistselbst, Ich-Lebensgeist und Ich-Geistesmenschen metamorphosieren. Die Rückkehr des Weltenatma vom Anfang des Zyklus zum Schoß des väterlichen Weltengrundes wird parallel zur Ausbildung unseres neuen Wesengliedes vor sich gehen. Dieses Wesensglied gehört nicht dem Zyklus des Sohnes. Wenn das Weltenatma auf dem Vulkan in den Schoß des väterlichen Weltengrundes in der Form vieler Ich-Geistesmenschen zurückkehrt, wird aus jedem dieser Ich-Geistesmenschen als aus der letzten Hülle jeweils ein „Schmetterling“ herausfliegen. Dieser „Schmetterling“ ist jener Samen, der im ganzen siebenstufigen Zyklus als eine vollkommen neue Hierarchie unter den zahlreichen hierarchischen Wesen aufgezogen wird. Die Ich-Geistesmensch-Hülle wird sich öffnen, um wie bei einer Auferstehung den Ich-Menschen hervorzubringen, das Prinzip der Oktave. Der Ich-Mensch wird im Leib auferstehen, so wie das Christus in der Zeitenwende getan hat. Der Mensch in Christus wird jene Oktave werden und mit seiner Opfertat den Zyklus des Heiligen Geistes einleiten, wie das die Geister des Willens am Anfang unseres Zyklus getan haben. Dann werden wir den Auferstehungsleib opfern, welcher das höchste Ich-Bewusstsein ist, das wir in dem vorliegenden Zyklus erreichen können. Dieses Ich-Bewusstsein wird nach der Metamorphose des großen Pralaya das Fundament des neuen Zyklus geben, in dem das Leben das ewige Leben des väterlichen Weltengrundes sein wird. Es wird uns zur höchsten Wahrheit am Ende des neuen Zyklus führen, die die Frage beantworten wird, warum sich der väterliche Weltengrund in Offenbarungen verinnerlicht. Die ersten Menschen, die diese majestätische Aussicht gestreift haben, waren die Jünger. Sie waren Menschen mit einem einfachen Geist und haben die esoterische Sonnenweisheit Christi nicht verstanden. Er hat aber ihre Astral- und Ätherleiber in den drei Jahren vorbereitet, damit diese fähig werden, an Pfingsten vom Neuen Heiligen Geist die Lehre vom Werk Christi auf Erden zu erhalten. Die Jünger hatten sich ätherisch mit dem Lebensgeist Christi vereinigt und zu dieser Substanz stieg der Geist herab, um sie zu zwölf Individualitäten zu prägen, die das Rad der ganzen Geschichte und Kultur der Menschheit gedreht haben. Vom Heiligen Geist haben sie die „Sophia“ erhalten, das Verständnis des Christus-Mysteriums, und mit diesem Verständnis sind sie zum Ferment der neuen Welt geworden, zu Trägern und zur Verkörperung des Christentums auf Erden. In der Sophia vereinigen sich die Göttliche und die menschliche Weisheit und das ist der eine der zwei Wege, die von Christus zum Menschen führen – durch den Heiligen Geist, der vom väterlichen Weltengrund ausgeht und gleichzeitig durch den menschlichen Heiligen Geist, dessen himmlische Leiblichkeit die zwölf Bodhisattvas in der Sphäre der Vorsehung bilden.

Der zweite Weg führt durch das Mysterium der Auferstehung im Fleisch. Der herausragendste Vertreter dieses Weges ist Paulus mit dem Ereignis vor den Toren Damaskus‘. Paulus war ein komplexer Geist, ein althebräischer Eingeweihter, der die luziferische Weisheit nicht in ihrem irdischen Aspekt, sondern im Aspekt der Sonne aufnahm, in dem Luzifer wie ein Lichtträger erscheint. Paulus besaß logisches Denken und war im Vergleich zu den zwölf Jüngern ein Außenstehender, das Gegenbild zu Judas Ischariot. Die Intelligenz Judas‘ führte zu Ahriman, doch bei Paulus führte sie zum Geistselbst. Da aber sein Manas vom befehlenden mondischen Jahve kam, erwartete Paulus vom Messias einfach ein Mehr an luziferischer Weisheit. Einen ungünstigen Faktor bildete der mineralisierende physische Leib und deshalb blieb der „Stachel der Krankheit“ in ihm. Doch auch komplexe Geister wie Paulus und Dionysios Areopagita sollten den Weg zur Sonnenweisheit finden, denn nur ein komplizierter menschlicher Geist kann den Menschen bewusst zu Christus führen, der einfachere Geist ist nur ein Schritt zum komplizierteren. Über Paulus ist nicht der Heilige Geist heruntergestiegen, sondern die Christus-Sonne Selbst. Bei dieser imaginativ erlebten Begegnung hat Paulus eine Neugeburt erlebt, eine Taufe mit dem Christus-Ich, was ein höheres Pfingsten darstellt, das zum Schlüsselsatz führt, der zum ersten Mal in der menschlichen Evolution ausgesprochen wurde: „Nicht ich, sondern Christus in mir“. Mit der Kraft seines Geistes hat Paulus sein Ich aufgehoben und ist für einen Augenblick vor Damaskus in seinem Mondenaspekt (als Vorform) gestorben. Er ist zu einem Ich mit völlig neuem Gehalt geworden, das sagen konnte: „Das, womit ich mich selbst gewahr werde, ist Christus, und nicht das Ich, das ich erarbeitet habe. Ich-bin in mir ist Christus.“ Christus hat diesen Satz durch Paulus gesagt. Mit diesem Gehalt wurde er zum Verfechter des Christentums, da er zu einem Ich-Wesen geworden war, zu einem Avatar Christi und Führer derjenigen, die von Pfingsten zur Taufe „gehen“. Paulus war der erste, für den Christus „einen Platz vorbereitet hatte“ und als Er zurückkam, nahm Er ihn mit“. Das ist die Manifestation der Zweiten Wiederkunft Christi und deshalb ist Paulus ab dem 20. Jahrhundert der Führer jener, die den Weg zum esoterischen Christentum finden. Zusammen mit Dionysos Areopagita war er von außen zum Christentum gekommen, um die Brücke zu schlagen zwischen den alten und neuen Mysterien auf der Grundlage der esoterischen geistigen Erkenntnis – der Sophienerkenntnis, deren Zentrum das Gralsmysterium bildet. Während die Jungfrau Sophia und Johannes der Täufer in der Welt der Menschen die innere, geheime Welt der Sophia bilden, ist Paulus die äußere Welt.

Christus hat durch „Sophia“ – die Himmlische Weisheit – den Kreis der zwölf Jünger zusammengeführt, und Paulus hat sich als der dreizehnte in den Kreis hineingestellt. Auf diese Weise hat Christus den Platz für Seine Weisheit unter den Menschen als das einheitliche Zentrum zur Umwandlung des Ich vorbereitet. Das andere Zentrum ist das Zentrum der Liebe, die von Johannes Evangelist verkörpert wird. Dieser war der erste, in dem die Weisheit (Sophia), die ihm Christus Selbst auf Golgatha als ein Geschenk im Astralleib gegeben hat, im Ich neugeboren und zur Liebe wurde. Bei ihm besteht eine direkte Beziehung Gottes zu einem Menschen in der Sinneswelt und die höhere Weisheit wird in die Substanz der Liebe umgewandelt, mit der Johannes verschmolz. Er konnte mit vollem Recht erklären: „Nicht meine menschliche Liebe, sondern die kosmische Liebe Christi in mir“.

Johannes hat sich auch als der dreizehnte in den Kreis der Zwölf hineingestellt und aus diesen zwei Zentren der Weisheit und Liebe hat Christus die Lemniskate gebildet, in deren Schnittpunkt das Christus-Ich-bin vom väterlichen Weltengrund steht. In diesem Schnittpunkt werden alle Substanzen des Christen umgewandelt – die seelischen, geistigen und physischen, damit er in seiner Ich-Entwicklung zur Zukunft wachsen kann. Das Ich im Paulus war nicht stark genug, dass Christus seinen physischen Leib durchziehen konnte, deshalb ist die „Krankheit“ geblieben und sollte auf dem Weg der Evolution überwunden werden. Auf dem Weg der Weisheit können wir einen schnellen Entwicklungssprung zum höheren „Stirb und werde“ machen. Paulus ist relativ früh als Märtyrer gestorben. Der Weg der Liebe ist lang. Johannes hat lange gelebt und ist eines natürlichen Todes gestorben, in seinen nächsten Inkarnationen ist er aber einen Märtyrertod gestorben. Steiner nannte ihn „den größten Märtyrer unter den Menschen“.

Der Mensch der Fünften Kultur hat beide Wege in seinem Ich zu vereinigen – die Synthese der Erkenntnis über Golgatha, die vom Heiligen Geist kommt, und den Auferstehungsleib. Dieser Prozess beginnt mit der Transformation der Bewusstseinsform zum kontemplativen Denken, was ein Prozess der Auferstehung im Menschen ist und eine kosmische universelle Bedeutung hat. Оhne diese Änderung können wir nicht von einer richtigen Umwandlung der Bewusstseinsseele reden. Dann wird die neue Idee über die Welt, die mit dem Heiligen Geist gekommen ist, vom Menschen erkannt werden, die ganze Außenwelt wird zu einer inneren Welt für den Menschen in seiner Erkenntnis werden – der Donner, der Regen, der Blitz, die im Bewusstsein sich eröffnen und neue moralische Kräfte im Menschen hervorbringen. Der Mensch steht dann zum ersten Mal vor dem Problem der kosmischen Ethik, wobei diese zur individuellen Ethik wird, die sich von der imperativen Ethik der alten Einweihung unterscheidet. Im Erlangen dieser Ethik besteht die Umwandlung der Seele zum Geist. Mit einer solchen Seele kann man eine Beziehung zum Auferstehungsleib herstellen, der zum Menschen mit dem Heiligen Geist und durch das Menschen-Ich heruntersteigt. Der Auferstehungsleib und das Ich-Geistselbst bauen sich dann eine Wohnstätte im Menschen für den Lebensgeist Christi, in dem Sein Geistesmensch aufersteht und in jeden Menschen hineinströmt – als individualisierter Auferstehungsleib.

Nach der Auferstehung ist das Phantom in die Höhen des Anfangs des Zyklus emporgeströmt, doch wegen des Werks Christi ist er bereits in die Sphäre des Lebensgeistes heruntergeholt worden, und er manifestiert die Eigenschaften des Geistesmenschen und wirkt auch auf dem Astralplan, indem er nach außen in die Evolution die Eigenschaften des Astralleibes manifestiert, jedoch die Gesetzmäßigkeiten des Geistesmenschen bewahrt. Hier kann er gefunden und wiedererkannt werden. Hier kann der für jeden Menschen individualisierte Auferstehungsleib, der den Charakter eines Geistselbst angenommen hat, zum Menschen heruntersteigen, der seine Bewusstseinsseele in der rechten Art vorbereitet hat und dieses Geistselbst und diesen Lebensgeist Christi sogar als Weltenleben und Geistesmensch-Phantom tragen. Das ist der Herunterstieg des erneuerten Palladiums, die Synthese der Weisheit und Liebe als Wahrheit. Das ist die Einweihung mit dem Eisen und Brot, mit Michael-Christus, die auf der Erde als die Synthese der Anthroposophie und des Impulses Beinsa Dounos im Menschen-Ich durch Christus manifestiert werden. Der Impuls Beinsa Dounos ist auf die Individualität und das Ich und nicht auf die Seele oder die Leiber gerichtet. Diese Besonderheit können die Nachfolger Beinsa Dounos nicht begreifen und deshalb sind sie für Luzifer und Ahriman leicht empfänglich, vorherrschend ist aber zweifellos Ahriman. Heute ist der Materialismus, den Ahriman im Bewusstsein durchsetzen will, zum Transmaterialismus, zum magischen Materialismus geworden. Die ihn bedienenden Theorien des Aufbaus der Welt halten die uranfängliche Substanz der Geister des Willens für Materie, sie ersetzen das Leben durch „Energie“ und den Weltenfunken – durch „Information“. Wenn von „Information“ die Rede ist, fehlt Leben im Bewusstsein, wenn von „Energien“ die Rede ist, fehlt Leben in der Seele, wenn von „Materie“ die Rede ist, fehlt Leben in unserem Geistesmenschen und die Welt kann sich nicht vorwärtsbewegen. Indem Ahriman auf das Ich mit seinem vollen Arsenal an Mitteln einwirkt, führt er durch diesen Austausch der Trinität den Menschen in die unterphysischen Welten der zurückbleibenden Geister der dritten Hierarchie. Dort, im für den Menschen Unbewussten, erlangt der Antichrist einen gewissen Zugang zum Geistesmenschen, und kann seine Absichten verwirklichen. Dabei kümmert ihn nicht, dass wir unser Ich verlieren werden, ohne das es metamorphosiert wird. Ahriman ist bereit, das Dasein des Menschen auszulöschen, damit er keine individuelle Beziehung zu seinem höheren Ich findet.

Die Lage ist wirklich außerordentlich ernst. Wir stehen am Anfang eines erhabenen Weges, der in einer bestimmten Art mit dem alten Saturn verglichen werden kann. In der alten Saturnzeit stand das Atma im Schoß der höheren Hierarchien und der Heiligen Trinität vor seiner ersten Reise ins Unbekannte, in die Unvorbestimmtheit der Offenbarung. Nachdem nun der vierte Anfang mit dem Golgatha-Mysterium gesetzt wurde, steht im Schoß des im mehrgliedrigen Menschenwesen verinnerlichten Makrokosmos eher das Atma und nicht der Geistesmensch wieder an seinem Anfang. Dieser äußerst komplizierte Zustand erinnert an den Prozess der Entstehung im Ei, wenn das Eiweiß als Substanz in das Chaos geworfen wird und sich zum Anfang der Welt wegstößt, um sich vor der Unvorbestimmtheit der ganzen Zukunft zu stellen, die mit dem Golgatha-Mysterium begann. Diese Zukunft hängt von der freien Wahl des Menschen ab. Christus hat den Prozess der Aschenbildung im Menschen in einen Prozess der Salzbildung umgewandelt. Wegen dieser Änderung hat sich der mineralische Leib Christi zu einer feinen Form der Stofflichkeit aufgelöst, wie das Salz sich im Wasser auflöst, und ist in die Erde durch den Riss, der infolge des Erdbebens im Grab entstanden war, übergegangen.

Aus dem Leib wurde das vom Lebensgeist Christi durchzogene Phantom des physischen Leibes befreit, das Atma wurde befreit (das zum Geistesmenschen in Jesus geworden war) und hat sich in die Sphäre des Lebensgeistes, d.h. der zukünftigen Venus erhoben, wo das Jüngste Gericht für den Menschen stattfinden wird.

Nach dem Sinn Gottes ist der Mensch „das Salz der Erde“, das Erdelement, dem der Lebensäther entspricht, der die Christus-Substanz in uns ist, der Teil unseres Ätherleibes, der vom Lebensgeist Christi, vom Auferstehungsleib durchzogen ist. Diese Substanz sieht der Mensch nach seinem Tod im ätherischen Panorama, welches sein eigener Ätherleib bildet. Dieser Teil ist der große Trost, dass es eine Zukunft nach dem Tod gibt. Der Mensch findet den Trost nach dem Tod, wenn er auf der Erde eine richtige Einstellung zum Christus-Impuls gebildet hat. Diese Einstellung macht uns zum „Salz der Erde“ und ist die Gewähr, dass wir irgendwann das Letzte Gericht bestehen werden. Heute steht uns das „erste“ Gericht bevor – die Begegnung mit dem Antichristen. Der für ihn vorbereitete Leib ist schon in seinem 18. Lebensjahr. Wir wissen bisher nicht, wann er sich öffentlich zeigen wird. Doch das ist auch nicht so wichtig, entscheidend ist, wie sich die Menschen auf diese Begegnung vorbereiten werden. Ohne eine Beziehung zum Auferstehungsleib gibt es keine guten Aussichten. Ich hoffe, dass wir uns mit dieser Vorlesung wenigstens ein bisschen jenem Wesen angenähert haben, das die größte Errungenschaft im ganzen Zyklus des Sohnes ist. Dort ist die Hoffnung, dass der Mensch seine Weltaufgabe erfüllen wird, zur Oktave zu werden, die den Zyklus des Sohnes zum Zyklus des Heiligen Geistes hinaufführen wird.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s