Archiv für den Monat Juni 2017

Der Mensch der Oktave

vorgetragen von Dimitar Mangurov am 25.12.2016 in Varna

Die Vorlesung im PDF-Format

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Gebet: Herr Gott Jesus Christus, wir danken Dir, dass Du auf die Erde herabgestiegen und Mensch geworden bist. Wir bitten Dich, das Ich von einem jeden auszufüllen, damit wir die erhabene Vorsehung Gottes für die Erdenmenschheit erfüllen. Amen!

Frohe Weihnachten! Möge Gott uns mehr Licht im Kopf und Frieden im Herzen geben, damit jeder von uns den wahren Weg für sich findet.

Das wichtigste Ereignis in Bulgarien der vergangenen drei Wochen seit unserem letzten Treffen ist zweifellos die Eisenbahnkatastrophe im Dorf Hitrino am frühen Morgen des 10.12.2016, bei der infolge der Entgleisung eines Güterzugs mehrere Gastanks explodiert und fünf Menschen gestorben sind. Über den Fall wurde viel geredet und geschrieben, man hat verschiedene Interpretationen gehört, doch am Ende wurde die Schuld den Lokführern wegen der zu hohen Geschwindigkeit gegeben. Die Geschwindigkeit ist als physische Ursache der Katastrophe wichtig, aber wir wissen, dass es immer etwas Geistiges gibt, das hinter dem Sichtbaren „hervorlugt“. Die Katastrophe wimmelt von Zeichen, die bei den Kommentaren überhaupt nicht berücksichtigt wurden, die uns aber auf die wahre Ursache der Tragödie hinweisen. Doch diesmal werde ich am Ende unserer Veranstaltung auf den Fall eingehen. Heute am frühen Morgen ist über dem Schwarzen Meer das Flugzeug abgestürzt, in dem das russische Alexandrow-Ensemble und der Chor der Roten Armee für ein Weihnachtskonzert zum russischen Militärstützpunkt in Latakia (Syrien) unterwegs waren. In beiden Unfällen gibt es nichts Zufälliges. Unser heutiges Thema „Der Mensch der Oktave“ steht in besonderer Beziehung zu diesen Katastrophen. Dieses Thema ist das vierte und wahrscheinlich das letzte in der Reihe, die zur Michaelizeit begann und sich durch besondere Charakteristika kennzeichnet.

Wir werden wie auch bei dem letzten drei Vorlesungen am höchsten Punkt beginnen – beim Väterlichen Weltengrund (VWG) bzw. Gott und Seiner Offenbarung -, d.h. beim Nichts, aus dem etwas absolut Neues entstehen sollte – der neue Evolutionszyklus mit dem Erdenmenschen im Zentrum. Es mussten ein gigantischer Weg zurückgelegt werden, unzählige Metamorphosen erfolgen, Riesenmengen an Geisteskraft verbraucht werden, bis in der Mitte des Zyklus ein Wesen mit einem Prinzip der Einheit auftauchte, das durch nichts bedingt wurde.

Der Weg beginnt bei den drei Göttlichen Hypostasen, in denen der VWG  sich nicht vorausgesetzt, bedingungslos offenbart, d.h. formlos. Indem sie im einigen Bewusstsein des VWG weilen, sind sie wesensgleich und für uns unerkennbar. Ihre Manifestation vollzieht sich über die neun Hierarchien von Wesen als drei einzelne Prinzipien der Einheit ihres Bewusstseins, also wenn sie die Form dreier Weltallstrahlen annehmen, die durch mehrere Unterstufen wirken. Der erste Strahl des Prinzips des Vatergotts wird von der ersten Hierarchie der wesenhaften Intelligenzen personifiziert, das Prinzip des Sohnes – durch die zweite Hierarchie und das Prinzip des Heiligen Geistes – durch die dritte Hierarchie. Die Beziehung zwischen den drei Stufen des Göttlichen Bewusstseins und den Unterstufen wird vom Sohn aufrechterhalten. Das Prinzip des Vater(gott)s manifestiert sich als sieben Stufen (Äonen) des Bewusstseins im Zyklus und sein Symbol ist ein Kreis mit einem Punkt in der Mitte. Das Prinzip des Sohnes manifestiert sich als 49 Lebensstufen (Runden) und sein Symbol ist ein sechsstrahliger Stern. Das Prinzip des Heiligen Geistes manifestiert sich als 343 Formzustände (Globen), die 343 Modifikationen der Idee der Welt darstellen und sein Symbol ist der fünfstrahlige Stern. Das ist der uranfängliche allgemein bestimmte Sinn der Evolution in der Offenbarung des VWG, der den Charakter ihres Verlaufs bestimmt. Wenn wir nur den Verlauf der Evolution berücksichtigen, können wir sagen, dass der Sohn und der Heilige Geist aus dem Vater herausgehen – dem Ersten Logos -, wobei der Kreis den Vater symbolisiert und der Punkt im Kreis für die Offenbarung des VWG steht. Die Einheit der drei Hypostasen wird vom VWG gewährleistet, in Dem sie ihr äußeres und höheres Prinzip der Einheit haben. Selbstverständlich manifestiert sich jede der Hypostasen im Zyklus in einer eigenständigen Rolle, in der sie ihre innere Einheit besitzt. Deshalb können wir den Sohn und den Heiligen Geist auch durch Kreise veranschaulichen. Wenn die drei Kreise sich schneiden, bilden die Schnittpunkte ein gleichseitiges Dreieck, das aus den höchstmöglichen Prinzipien Atma, Buddhi und Manas besteht und „das Goldene Dreieck“ heißt.  Ins Zentrum des Dreiecks stellt Sich der Gottsohn, indem Er Christus wird – der Vertreter des VWG im Zyklus, „das allsehende Auge“, das die innere Einheit der drei Hypostasen im Zyklus gewährleistet. Wenn in der Offenbarung des VWG nur Seine drei Hypostasen wirken würden, würden sie sich zu einer Siebenfachheit entfalten. Allerdings wäre sie in sich geschlossen und nach einem solchen Zyklus müsste der VWG Seine Offenbarung „beseitigen“, „verschieben“ und Sich dann wieder manifestieren, um eine weitere siebengliedrige Metamorphose hervorzurufen, die keine Verbindung zu der vorherigen hat. So wäre eine Reihe geschlossener Offenbarungen entstanden, über deren Bestimmung sich nichts Konkretes sagen lässt.

Deshalb hat sich der VWG nicht einfach als drei Hypostasen geoffenbart, sondern Er hat in einer von ihnen – in der Hypostase des Gottsohnes – Seine Einheit manifestiert, indem Er den Sohn zum Gott-Allerhalter des Zyklus machte, zu dessen Alpha und Omega. Deshalb gehen vom Standpunkt der Aufgaben im Zyklus aus der Vater und der Heilige Geist von Christus hervor. Während der Erste Logos durch die geopferte Substanz auf dem alten Saturn die Grundlage der äußeren, objektiven, vom VWG vorbestimmten Einheit der Welt ist, so ist Christus als Träger des ewigen Lebens und des Ich vom VWG die Grundlage der inneren, subjektiven Einheit der Wesen in der Welt und der Hypostasen selbst, die auf dem Grund des Lebens ihres Ich verwirklicht wird. Dieses ewige Leben des Ich kann die im Zyklus durch die Hypostasen manifestierte Siebengliedrigkeit metamorphosieren und sie zur „Oktave“ erheben. Das ist eine Metamorphose der Metamorphose, bei der die Gesetze der Metamorphose selbst verändert werden. Dadurch wird es möglich, dass die Kulturepochen in Wurzelrassen übergehen, die Wurzelrassen – in Globen, die Globen – in Runden, die Runden – in Äonen und die Äonen – in einen neuen Zyklus nach dem Vulkan.

Wo erfolgt der Übergang zur Oktave? Wir wollen uns ein Bild vorstellen, das aus einem System aus Kreisen besteht, die ineinander geschlossen sind. Der innerste Kreis stellt unser Sonnensystem dar, um ihn herum ist der Tierkreis und der letzte Kreis ist die Offenbarung des VWG. Der VWG selbst umringt Seine Offenbarung von außen und von allen Seiten seiner Unsagbarkeit. Das, was sich innerhalb des Tierkreises befindet, ist das verinnerlichte Weltall des Evolutionszyklus, das über die drei Hypostasen errichtete Werk des VWG. Der Übergang zur Oktave erfolgt in der geistigen Sphäre zwischen dem Tierkreis und dem Kreis der Offenbarung – das ist das Gebiet des Pralaya, wo der Übergang zwischen den Äonen stattfindet. Wäre die Wirkung des Pralaya nicht durch Christus in die verschiedenen Stufen der Evolution hineingetragen worden, hätte jeder Übergang von der Siebengliedrigkeit zur Oktave zur völligen Vergeistigung der in dieser Siebenfachheit metamorphosierten Substanz geführt – selbst auf der Stufe der Kulturepochen und Wurzelrassen. Doch diese Tätigkeit Christi im Zyklus, die die 343 Formzustände mit Leben erfüllt, ist immerhin etwas, was eine „einfache Einheit“ gewährleistet. Christus hat als Hauptziel das Beschenken dieser Formen mit dem immanenten Prinzip der Einheit, das sie zu autonomen Individualitäten macht. Christus ist fähig, dies zu machen, denn Er ist der Träger der uranfänglichen Gottmenschlichkeit, die sich jenseits des Zyklus und der drei Hypostasen bis zum VWG Selbst erhebt. Das ist das Ich-bin-Prinzip – das vierte Glied der Dreihypostasen-Offenbarung des VWG. Es wird nicht innerhalb des Zyklus bedingt, sondern direkt vom VWG, was der Idee des Zyklus eine zweifache Bedeutung verschafft. Einerseits erhöht der VWG die Kraft Seiner eigenen Einheit, indem Er neue Wesen erschafft, denn die Wesen sind der Ausdruck Seiner eigenen Entwicklung – das ist die abstrakte Wesensgleichheit. Andererseits gibt Er sich den Wesen unwiderrufbar hin, indem Er sie in Freiheit zu Ich-Wesen heranwachsen lässt, die fähig sind, mit Ihm mitzuschaffen. Das ist die Wesens-, die Gottähnlichkeit in ihrer konkreten Form. Gott mischt Sich nicht in das Opfer ein, das Er auf dem Altar der Schöpfung darbringt, selbst wenn dieses Opfer in Widerspruch zu Seinem Willen gerät. Die wesenhaften Intelligenzen erheben sich in ihrem Ich-Bewusstsein, doch selbst wenn sie zum VWG zurückkehren wollen, behalten sie für immer ihren hierarchischen Namen bei, unabhängig davon, welche Metamorphose ihrer Wesensglieder das Wachstum in diesem Bewusstsein verursacht. Jeder Wirkende, der von Gott erschaffen wurde, hat einen Wert und ist eine unersetzbare Individualität. Der Engel wir immer ein Engel bleiben, der Arche – ein Arche usw. Mit der Erschaffung der Wesen gewährleistet der VWG die äußere Einheit, deren Hauptausführende die drei Hypostasen (über die Hierarchien) sind. Christus hat diese äußere Einheit mit der inneren Ich-Einheit vereinigt und das ist die wichtigste treibende Kraft der Entwicklung des Zyklus.
Wir wollen verfolgen, wie sich die erste Einheit als drei Weltensubjekte entfaltet, die folgende Zusammensetzung haben:

  1. Vatergott                       1. Gottsohn                      1. Gott Heiliger Geist
  2. Gottsohn                       2. Gott Heiliger Geist     2. Atma
  3. Gott Heiliger Geist      3. Atma                             3. Buddhi
  4. Atma                              4. Buddhi                         4. Manas
  5. Buddhi                          5. Manas                           5. Ich
  6. Manas                           6. Ich                                  6. Astralleib
  7. Ich                                  7. Astralleib
  8. Astralleib                      8. Ätherleib
  9. Ätherleib
  10. physischer Leib                             ​​

In der angegebenen Reihe widerspiegeln Atma, Buddhi und Manas das Dasein der hierarchischen Wesen, die diese Wesensglieder in einem bestimmten Ausmaß in sich bereits verwirklicht haben. Es fällt auf, dass das Weltenwesen in seiner manifestierten Fülle der Evolution zehngliedrig ist. Sein potenzieller Träger ist der Mensch und der Erste Logos ist in diesem Sinne der Vater der Welt der sieben Äonen. Das Weltenwesen des Sohnes ist achtgliedrig – so ist das Prinzip des Lebens in der Welt, das sich in den siebenfachen Metamorphosen manifestiert, die sich zur Oktave erheben und damit dem Lebensprozess Ununterbrochenheit verleihen. Das Wesen des Heiligen Geistes ist sechsgliedrig und in ihm ist die Idee der Welt als zwei Dreiheiten von Dasein manifestiert  – ein höheres und ein niederes. Somit wurde der Idee der Welt das Prinzip des Aufbaus angelegt – Abstieg – Aufstieg – Aufstieg durch Abstieg.

Hier streifen wir die drei Typen von Evolution im Zyklus, die wir letztes Mal besprochen haben. Die Sonnenevolution kam in den Zyklus (im weiteren Sinne) aus dem vorigen Zyklus und wird auch nach dem Vulkan weiter bestehen. Bei diesem Evolutionstyp erfolgt die Ich-Erhebung durch ein Opfer. Aus dem freien Schöpfertum der Sonnenevolution wurde der zweite Evolutionstyp hervorgebracht – Aufstieg durch Abstieg -, der auf die Schaffung des Neuen gerichtet ist. Die Geister des Willens haben die Substanz, d.h. sich selbst geopfert, indem sie die Substanz der zweiten Hierarchie als ein Objekt geschenkt haben, an dem noch zu arbeiten ist. Da sie ihr wesenloses Gegenbild – die Wärme – hervorgebracht hat, können wir die Zweite Intention (Aufstieg durch Abstieg) als das Phänomen der Erdenevolution betrachten. Diese Evolution hat im Saturn-Äon angefangen und wird im Vulkan-Äon zu Ende sein. Aus ihr kam die zurückbleibende stagnierende Mond-Evolution hervor, die eine noch kürzere Wirkungsdauer hat. Hinter der Sonnenevolution steht Christus und hinter der Erdenevolution – der Vater. Können wir dann den Heiligen Geist als den Hervorbringer der Mond-Evolution ansehen? Wir wollen zwecks Beantwortung dieser Frage die Struktur der Welt betrachten, die kreuzförmig aus den drei Hypostasen und Christus entsteht. Jede der Hypostasen innerhalb des Tierkreises besitzt ihr eigenes substanzielles, den Evolutionsprozess strukturierendes Kreuz aus lebendigen Kräften. Solche Kräfte sind die Tierkreiszeichen. Dem Prinzip des Vaters entspricht das Kreuz der physischen Kräfte („das Kreuz des Salzes“), das die Zeichen Krebs, Steinbock, Widder und Waage zu einer Einheit bringt. Dem Prinzip des Sohnes entspricht das Kreuz der Ätherkräfte („das Menschenkreuz“) – Zwillinge, Jungfrau, Schütze und Fische. Dem Prinzip des Heiligen Geistes entspricht das Kreuz der Astralkräfte („das Kreuz des Schwefels“) – Stier, Löwe, Skorpion, Wassermann. Doch neben diesen „persönlichen“ Kreuzen der drei Hypostasen gibt es zwei grundlegende Kreuze, die sich über das Gebiet des Tierkreises als Urbilder impulsierend erheben. Auf dem einen Kreuz vollzieht sich die Evolution des Zyklus aus der vereinenden Wirkung der drei Hypostasen (Logoi), wobei die Weltsubstanz der Weltidee im Weltenleben begegnet. Hier ist das ewige Leben von Christus durch den Sohn die Grundlage des Lebens im Zyklus. Dieses Kreuz wird von den Schöpfern des Tierkreises (der Tierkreis als die Sphäre des evolvierenden Weltalls innerhalb der Sphäre der Uroffenbarung) – den Seraphim – personifiziert. Die Offenbarung des VWG innerhalb des Tierkreises wird von den Cherubim ausgelöst.

Das zweite Kreuz ist das Kreuz Christi, des einigen Gottes des Zyklus. Das ist das Kreuz des uranfänglichen Gott-Menschenseins Christi, das Kreuz des Lebens des Zyklus, das die vier Hauptcherubim personifizieren, wobei jeder von ihnen zwei begleitende Cherubim an seiner Seite hat. Insgesamt gibt es derer also zwölf, die innerhalb des Tierkreises das evolvierende Weltall erschaffen. Auf diese Weise machen die zwei grundlegenden Kreuze die Weltstruktur achtgliedrig. Über diese äußerst wichtige Wahrheit hat Steiner schon 1907 auf dem theosophischen Kongress in München gesprochen. Deshalb wurde der Umschlag des Programmbuches mit einem von acht Rosen umwundenen Kreuz dekoriert.

Nach einer Reihe von Metamorphosen, die drei Äonen lang währten, tauchte zu Beginn des Erdenäons aus der achtgliedrigen Struktur der Welt der ursprüngliche Wärmenebel auf. Zuerst begann sich aus ihm alles abzusondern, das der Erden- und Mond-Evolution angehörte, damit die Götter auf der Sonne alles, was in der Evolution stagnierend war, anführen konnten. „Götter auf der Sonne“ meint die Wesen der zweiten Hierarchie, die sich auf dem Vulkan zur Bewusstseinsstufe der ersten Hierarchie erheben werden. Dann wird die Sonnenevolution zur Stufe der Tierkreisevolution aufsteigen und die Wesen der heutigen dritten Hierarchie werden sich zum Bewusstsein der zweiten Hierarchie erheben. Zudem werden sie fähig sein, das neue Sonnensystem für den neuen Zyklus zu schaffen.

Die irdische Evolution hat alles abgeworfen, was sie belastete. Das geschah wegen der irdischen „Götter“ (die heutigen Menschen in ihrer Entwicklungspotenz), deren höhere Entwicklung eine Weltnotwendigkeit ist. Auf dem Vulkan sollte der Mensch das Bewusstsein der Archai erreicht haben, und manche werden sich noch höher emporheben, um Wichtiges am Anfang des nächsten Zyklus zu vollbringen.

Doch nicht nur die Erde, sondern auch die anderen Planeten des entstandenen Sonnensystems – der wichtigsten Bildung innerhalb des Tierkreises – werfen Kräfte ab, die zu starker Materialisierung führen. Daraus entstehen die materialisierten Satelliten der Planeten. Die Mond-Evolution hat nichts abgeworfen und sie braucht das auch nicht. Ihre Götter sind die zurückbleibenden Wesenheiten der dritten Hierarchie, die entweder irgendwann die „Menschenstufe“ erreichen, also ihr Ich in richtiger Weise entwickeln werden oder sie werden sich immer stärker an das Böse binden. Wahrscheinlich werden einige von ihnen beim „Letzten Gericht“ im Venus-Äon aus dem Zyklus abfallen, andere werden bis zum Anfang des neuen Zyklus bleiben, da das Mineralreich zu den hierarchischen Reichen übergehen wird.

Im Sonnensystem bilden die äußeren Planeten Mars, Jupiter und Saturn quasi den wieder hergestellten Zustand der vorherigen drei Äonen. Dieser Zustand kann nicht in die Sonnenevolution eingehen, doch er braucht einen sehr tiefen Herabstieg in die Materie, wie das bei der Erde der Fall ist. Im weiteren Sinne der irdischen Evolution betrachtet, ist die Evolution der drei besagten Planeten schneller als die Evolution der Erde. In den inneren Planeten Merkur und Venus wurden die geistigen Bedingungen zur Vorbereitung der beiden zukünftigen Äonen des Jupiter und der Venus geschaffen. Der Uran, Neptun und Pluto haben sich wegen bestimmter zu erfüllender Aufgaben später dem Sonnensystem angeschlossen und erscheinen als seine äußeren Planeten. Sie stellen die Verbindung zum Tierkreis in einer Art her, die bisher nicht besprochen werden kann.

Auf diese Weise können wir im endgültig ausgebildeten Sonnensystem drei Typen von Evolutionen feststellen –  eine Sonnenevolution, die von der Sonne repräsentiert und geleitet wird, eine Erdenevolution, die von den sieben Planeten repräsentiert und von der Erde geleitet wird und eine Mond-Evolution, die von den Satelliten der Planeten repräsentiert und vom Mond geleitet wird. Hier fällt die doppelte Rolle des Mondes als Planet und Satellit auf. In der Ganzheit des Weltalls leitet er die zurückbleibende Evolution, die sich von der Erdenevolution ableitet. Deshalb ist der Mond im physischen Aspekt nur ein Satellit der Erde. Doch diese zurückbleibende Evolution hat eine geistige Quelle, deshalb hat der Mond auch den Rang eines Planeten. Im Sonnensystem wirken gemeinsam alle drei Evolutionstypen, ohne ihre Charakteristika zu verlieren. Die führende Rolle der Sonnenevolution lässt sich in der Kopernikanischen Ansicht über den Aufbau des Sonnensystems sehen. Dagegen zeigt sich die führende Rolle der Erdenevolution im älteren Ptolemäischen Weltbild. Bei Kopernikus bildet die Sonne den Ausgangspunkt und das Zentrum zur Entstehung des sinnlich wahrnehmbaren Sonnensystems. Bei Ptolemäus ist die Erde der Ausgangspunkt zur Entstehung und zum Wachstum des Bewusstseins. Die Erde müssen wir dabei auch als einen Äon und als die Hauptidee verstehen, aus der sich die Ideen der Planeten abtrennen und ein äußeres Dasein erhalten. In diesem Sinne hat sich auch die Sonne von der Erde abgetrennt. Die beiden Ansichten sind die beiden Seiten eines Ganzen – des sinnlich-physischen und des geistigen Weltalls. Nach Kopernikus steht die Sonne im Zentrum der ersten Ansicht und nach Ptolemäus steht die Erde im Zentrum der zweiten Ansicht. Die erste Ansicht ist in ihrem Wesen auch geistig, da die Sonne nicht nur eine „Spur“ im materiellen Weltall hinterlässt, durch die zur Sinnesseite Ätherkräfte eindringen. Bei ihrem Zusammenstoß mit dem Physisch-Materiellen entsteht die ewig dauernde Katastrophe, die wir als das Leben und die Wirkung der Sonne beobachten. Das geistige Zentrum des einheitlichen Weltalls wird jedoch durch das gröbste Materielle manifestiert, damit der Geist in die materiell-geistige Einheit bis zum Mineralischen herabsteigen kann, um es zu vergeistigen. Beide Systeme – das Kopernikanische und das Ptolemäische hängen hauptsächlich durch den Menschen und wegen des Menschen zusammen, denn von allen Ich-Wesen weilt nur der Mensch im Mineralreich.

Wenn wir im Kopernikanischen  System die sechs Planeten auf die eine Seite der Sonne stellen, so hat dieses System gemeinsame Züge mit dem Ptolemäischen System, in dem der Mond als Planet existiert. Beide Systeme stehen mit der kreuzförmigen Struktur des Weltalls in Beziehung. Auf der horizontalen Achse finden wir das Kopernikanische System, denn dieses ganze System befindet sich auf der gegenständlichen menschlichen Bewusstseinsstufe. Das Ptolemäische System beginnt bei der Sphäre des Gegenständlichen, danach folgen die imaginative, inspirative und intuitive Bewusstseinsstufe. Im Unterschied zu den sieben Himmelskörpern des Kopernikanischen Systems gibt es also hier acht Bewusstseinssphären, in dem die Hierarchien wirken. Die erste übersinnliche Sphäre ist die Mondsphäre.

Das Sonnensystem ist auf dem Weg der Evolution von den Hierarchien entstanden und in seinem Zentrum befindet sich die Erde. Der Übergang des Weltalls zur materiell-sinnlichen Seite wurde durch den Erdenstrom der Evolution bewirkt, der weniger vorbestimmt ist als der Sonnenstrom. Da er achtgliedrig ist, wird offensichtlich erwartet, dass er etwas Neues im Weltall hervorbringen wird. Im Altertum hat der nicht individualisierte Mensch als die achte Sphäre im geozentrischen System die Sphäre der Fixsterne wahrgenommen. Sie war das Prinzip der äußeren und inneren Einheit des Systems. Viel früher – in den ersten drei Äonen – war der Mensch ein Glied im hierarchischen Ich, ohne dass das Ich für ihn geboren war. Wir können sagen, dass der Mensch im Atma-Zustand war. Aus der Wirkung des Buddhi ist das Ich für uns geboren worden und wir haben die Früchte des Lebensbaums, des Ich als Leben, des Lebens als Ich gekostet. Doch wir haben diese Früchte nicht dergestalt individualisiert, dass wir vom Baum der Erkenntnis – vom Manas-Bewusstsein – „gegessen“ haben. Die Vertreibung aus dem Paradies, also aus der Sphäre des Tierkreises in die materielle Sphäre geschah im Astralkreuz des Heiligen Geistes, das das Kreuz des Menschen als Mikro- und Makrokosmos ist. Dann wurde der Adler zum Skorpion, d.h. wir haben das Ich-Surrogat erhalten – das Ich in der physisch-materiellen Wirklichkeit – und gerieten in Widerspruch zu den Weltenzielen. Um uns zu erlösen und auf den vorgezeichneten Weg  als Träger des ewigen Lebens im Ich zu führen, ist auch Christus dem Kreuz des heiligen Geistes entlang heruntergestiegen, indem Er das Evolutionswerk Jesus aus Nazareth benutzte. Auf diese Weise hat Sich Christus mit dem Kreuz der Evolution verbunden, mit all ihren Abstürzen und Widersprüchen. Nachdem Er die größtmöglichen Leiden erlebt hatte, stellte Er nach Golgatha das Evolutionskreuz an den Platz Seines Kreuzes und Sein Kreuz (Sich Selbst) – an den Platz des Evolutionskreuzes. So erhielt das Kreuz Christi acht Enden, die Weltstruktur wurde umgewandelt und in das Zentrum dieser neuen achtgliedrigen Struktur stellte Sich Christus als Ich-Lebensgeist und Symbol des Übergangs von der Siebenfachheit zur Oktave. Durch diese Verinnerlichung in einen Menschen wurde die ganze Weltstruktur in ein wesentliches Verhältnis mit dem Achtenden-Kreuz Christi gebracht, in dem die Evolution nur auf das Erlangen von Leben im Ich gerichtet ist. Der Mensch hat nunmehr eine innere und keine äußere Beziehung zum Kreuz der Evolution, auf dem er entstanden und erschienen ist, auf dem er sich aufgerichtet hat und nun zurückzubleiben riskiert. In den ersten Äonen wurde er auf das Weltenkreuz der Evolution physisch, seelisch und geistig aufgerichtet, nun muss er sich mit Christus selbst kreuzigen, d.h. er muss wie Christus auf Golgatha beide Weltenkreuze vereinigen. Dann kann man auch von einem Übergang zur Oktave reden. Golgatha fand im Erdenäon statt, allerdings in einer ganz anderen Weltkonstellation zwischen der Mars- und Merkurhälfte – wie in einer „achten Sphäre“. Das ist das Kreuz des neuen Anfangs und der neuen Ursache, in denen die reine Gesetzmäßigkeit der Erhebung zur Oktave existiert. Diese Sphäre ist nicht von dieser Welt. Während die Marshälfte die Bilanz der vergangenen drei Äonen (des Abschnittes des Vatergotts) und die Merkurhälfte die Vorbereitung auf die Zukunft (den Abschnitt des Heiligen Geistes) ist, so wird in der Mitte zwischen ihnen ihre allgemeine Metamorphose in eine Oktave vorbereitet. Hier ist das Zentrum des achtgliedrigen Kreuzes Christi, hier ist die „achte Sphäre“. Sie umhüllt geistig die Erde und den Mond und bereitet den zukünftigen Vulkan in dieser Bedeutung von ihm vor, in der die sieben Äonen zur Oktave übergehen werden. Wir wollen gleich differenzieren zwischen dem Geschehen auf der Sonne bei der Sonnenevolution und dem Geschehen in der Sphäre zwischen Erde und Mond. Die Wesen der zweiten Hierarchie werden die Sonne zum Vulkan-Zustand am Ende des Zyklus erheben, die Sonne wird zu einer Supersonne werden und sich opfernd in den Tierkreis des neuen Zyklus des Heiligen Geistes verwandeln. Auf dem Vulkan wird sich die achte Sphäre (die innere Einheit des Zyklus) mit der achten Sphäre des Tierkreises (der äußeren Einheit) vereinigen und beide werden sich gegenseitig durchdringen. Doch der Übergang der jetzigen Sonne unseres Sonnensystems von einem Stern zum Tierkreis wird gerade durch das Geschehen in der achten Sphäre der Erde und des Mondes vorbereitet. Es gewährleistet die Kontinuität zwischen den Zyklen. Hier ist der Mensch der Hauptfaktor der Entwicklung  – der Mensch der Oktave. Wer ist dieser Mensch?       ​

Das Ich Christi ist eine solche Substanz der Liebe, die sich von der Substanz der drei Hypostasen unterscheidet, weil sie direkt vom VWG kommt. Die Iche aller anderen Hierarchien gehen aus den drei Hypostasen hervor, wohingegen der Mensch seine eigentliche Individualisierung direkt vom VWG beginnt – mit dem universellen vierten Prinzip des Zyklus, das Christus im Zyklus verwirklicht hat. Indem der Mensch sein niederes Ich, das das Ergebnis der irdischen Evolution ist, in sein höheres Ich durch die Kraft des Christus-Ich metamorphosiert, wird er allmählich zur Vergeistigung seiner drei Leiber übergehen und diese nach und nach in Geistselbst, Lebensgeist und Geistesmensch umwandeln. Das Ich der zehnten Hierarchie der Freiheit und Liebe muss den Charakter des Christus-Ich tragen, was durch die Umsetzung der bemerkenswerten Worte des Apostels Paulus „Nicht ich, sondern Christus in mir“ in die Praxis erreicht werden kann. Der Gott-Mensch Christus ist der Schöpfer des Menschen der Oktave. Das ist der Übergang zur Sonnenevolution, die uns durch Opfer zum Vulkan führt, wo die Auferstehung im Auferstehungsleib erfolgen wird. Dadurch wird der Mensch das Bewusstsein der heutigen Geister der Form erlangen, jedoch nicht als Resultat der Evolution der sieben Äonen, sondern durch ihre Erhebung zur Oktave. Der Mensch wird nur ein Ich wie das Christus-Ich sein, das jedoch als einzelnes Ich für den Menschen existieren wird. Dieses Ich wird der vom Menschen individualisierte Auferstehungsleib sein, der sich aus dem Grab erhoben hat. Bei weitem nicht alle Menschen, die den Vulkan-Äon erreichen werden, werden sich zur Oktave erheben können. Die entscheidende Bedeutung für den Vulkan selbst und für den nächsten Zyklus wird die nicht zahlreiche Gruppe jener Menschen haben, die am Anfang des nächsten Zyklus ihren Auferstehungsleib opfern werden, um das Fundament zur Entwicklung des neuen Zyklus zu legen. Gegenwärtig sind diese Menschen der allgemeinen Entwicklung voraus und bereiten sich auf diese grandiose Aufgabe vor. Die Wesen der zweiten Hierarchie werden zum Bewusstsein der ersten Hierarchie aufgestiegen sein und die jetzige Sonne in einen neuen Tierkreis verwandelt haben, aus dem das neue Sonnensystem im Zyklus des Heiligen Geistes entstehen wird. Die Sonne dieses neuen Sonnensystems wird die heutige Erde sein, die von den Menschen in einen Stern, in eine Sonne als eine achte Sphäre, als Oktave verwandelt werden wird. Zu den Hausherren dieser Sonne werden die heutigen irdischen Menschen gehören, die zu Geistern der Form, also auf die Stufe der Oktave aufgestiegen sein werden. Um sich zur Tierkreisevolution zu erheben, schließen die heutigen Geister der Form selbst in ihre Tätigkeitssphäre von der Sonne die Erde und den Mond ein, also die Erden- und Mond-Evolution.

Auf diese Weise wird die ganze Zukunft unseres Zyklus zentral vom Dreieck der Kräfte von Erde, Mond und Sonne vorbereitet, die die drei Evolutionsarten im Zyklus führen.

Als Christus Sich als die Christus-Sonne ins Zentrum des achtarmigen Kreuzes stellte, hat die Erde das Kreuz der Weltstruktur auf sich genommen. Deshalb fand im Sonnensystem eine hierarchische Metamorphose statt, bei der die Wirkungen der Planeten sich der Erde zudrehten, wobei diese Wirkungen von der Sonne metamorphosiert werden. Dank den Kräften, die aus dem höheren überplanetarischen Raum auf die Sonne zukommen, durch die das Ich Christi wirkt, ist die Sonne fähig, derlei zu bewirken. Die Erde metamorphosiert die Impulse, die auf die Menschen zuströmen und wandelt die Prinzipien der Venus und des Mars in eine Art Kraft um. Durch die geistigen Sphären dieser beiden Planeten erhebt sich die Erde also zu der Sonnenevolution und bereitet ihre Zukunft vor. Gleichzeitig muss sich auch die Mond-Evolution zur Sonnenevolution erheben, denn die in der Sphäre zwischen Erde und Mond entstehende achte Sphäre kann beim Scheitern ihr Gegenstück – die böse ahrimanische achte Sphäre hervorbringen. In diese Sphäre stürzt alles ab, was in der Evolution zurückbleibt. Entweder gibt es die achte höhere Sonnensphäre, das Vorgefühl auf den Vulkan-Äon, oder die böse achte Sphäre – jene „dunkle Sonne“, die Finsternis und totale Ablehnung der aufsteigenden Evolution ausstrahlt. Diese „dunkle Sonne“ ist alles, was die ahrimanischen Wesenheiten erreichen wollen und sie wird ihr Ergebnis des Zyklus sein, falls der Mensch die Erde und ihre Verwandlung in eine Sonne aufgibt und sich in die „Kolonisierung“ des Kosmos stürzt. Für Ahriman ist die Ansicht, die den Menschen und die Erde als Zentrum des Weltalls betrachtet, ein besonderes Ärgernis, er möchte lieber, dass der Mensch sich selbst als ein Staubkorn im Weltall empfindet. Von der Wahl dieses „Staubkorns“ hängt es ab, welche Entwicklung folgen wird. Christus mischt sich in unsere Wahl nicht ein, Er lässt uns frei handeln und bestimmt anschließend über die Hierarchien das Karma, das wir abzuzahlen haben. Die Menschen sind die Ursachen und Christus befasst Sich mit den Folgen. Je falscher die Wahl, desto schwerer die Folge. Alles resultiert aus dem Unverständnis und der Weigerung des Menschen, die Form seines Bewusstseins in der von Steiner vorgeführten Art zu ändern – durch das Metamorphosieren des niederen Ich. Das niedere Ich ist potenziell dem Weltall-Ich gleich, obwohl es nur eine Widerspiegelung des Ich ist – es wirkt von nichts bedingt, sondern als von sich selbst bedingtes Prinzip. In diesem reflektierenden Ich, das der Mensch des Verstandes besitzt, wird die Natur des nicht vorausgesetzten Wesens manifestiert und dieses Ich wurde zum systembildenden Faktor der Einheit unseres Seelenlebens. Indem das Ich diese Funktion unzureichend erfüllte, begann es auch dem dreifachen Leib zu schaden, dessen systembildender Faktor es durch die Metamorphose zum höheren (tatsächlichen) Ich und zum Christus-Ich werden sollte. Die innere Dreieinigkeit entsteht am besten, wenn die drei Glieder zuerst selbständig wirken und danach sich zu einer Einheit vereinigen, die nicht von außen hineingebracht worden ist, sondern als Ergebnis entsteht.

Die Erkenntnistheorie selbst, die der Ich-Natur entspricht, sollte wie das Ich völlig selbst bedingt sein und ihren Anfang in der Tätigkeit des denkenden Bewusstseins machen – also nicht vorausgesetzt. Mit seiner Erkenntnistheorie, die der anthroposophischen Methodologie zugrunde liegt, hat Steiner das Fundament der anthroposophischen Methodologie gelegt. Mit dem anschauenden (kontemplativen) Denken beginnt der Mensch, das „kleine Kreuz“ der Evolution zu tragen, um allmählich zum Tod des Ich in Christo und zur Auferstehung im Heiligen Geist – also zum wahren Erkennen von Mensch und Gott – zu kommen

Was kann uns dieses Wissen über das Drama in Hitrino (wörtlich: ‚Dorf der List, schlaues Dorf’) sagen? Wir wollen hier von den Kommentaren und Berichten der Massenmedien abstrahieren und auf die Symbole dieser Katastrophe eingehen, um die Dinge auf einer höheren Stufe zu betrachten als die konkrete Tragödie der Menschen, die nach der Vorsehung Unglück erleiden sollten. Es gab eine List im schlechten Aspekt, die zur Katastrophe führte. Vor einem Jahr hat Ahmed Dogan plötzlich Lütfi Mestan seines Amtes des Vorsitzenden der Partei der bulgarischen türksprachigen Bevölkerung DPS suspendiert und dadurch Bulgarien vor der Erfüllung der unheilvollen Prophezeiung Slava Sevrjukovas gerettet, dass ein Teil Bulgariens von der Türkei okkupiert wird (vgl. die Vorlesung „Der Heilige Impuls und Amerikas Mission“ in diesem Blog, wo auf diese Ereignisse ausführlich eingegangen wird https://erzengelmichaelblog.wordpress.com/2017/01/13/der-heilige-impuls-und-amerikas-mission-teil-1/). Damit war die Mission Dogans und seiner Partei abgeschlossen. Wir wollen eine Parallele ziehen zur Zeitenwende, als die alten Hebräer ihre Mission, den Leib für Gott hervorzubringen, erfüllt hatten. Nach der Geburt dieses Leibes an Weihnachten in der Krippe sollten sie sich unter die Bevölkerungen und Kulturen der restlichen Welt verstreuen und Christen werden. Sie haben es nicht getan und deshalb wurden sie anstatt von Jehova von der Wesenheit Ahasfer geführt, dem sog. ewigen Juden, der die Stammesverbundenheit nie überwinden und den Weg zu Christus und zum ewigen Leben finden wird, das aus dem Absoluten hervorgeht und nichts enthält, was mit den Äonen und Zyklen, geschweige denn mit der Verwandtschaft zu tun hat. Sie sollten keinen Staat haben, was bis 1948 der Fall war. Vom geistigen Standpunkt aus war die Gründung dieses Staates ein großer Fehler. Die Partei DPS hatte auch eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen – nämlich der Baseballschläger zu sein, der dem bulgarischen Volk auf den Kopf hauen sollte, damit es sein Karma der Umbenennung der sog. türkischen Bevölkerung Bulgariens 1985 abbezahlen konnte. Ich benutze das Wort „sogenannte“, denn nach dem Ende des Russisch-Türkischen Krieges 1878 sind nach Midhat Paschas Worten keine Türken in Bulgarien geblieben. Doch die heutigen türkischsprachigen Bulgaren haben ein türkisches Bewusstsein, worauf sie ja ein Recht haben, obwohl die Wirklichkeit manchmal anderes sagt. Früher oder später wird die Wirklichkeit selbst alle Illusionen, die man in seinem niederen Ich hat, widerlegen, egal worauf sie sich beziehen. Die Luftballons werden platzen.

Die Partei DPS hätte sich nach den Ereignissen vor einem Jahr auflösen und ihre Mitglieder sich in die anderen politischen Parteien verstreuen sollen. Die Türken hätten aus Moslems allmählich zu Christen werden und von sich aus ihre Namen durch christliche ersetzen sollen. Hier steckt kein Nationalismus, sondern das ist die objektive Realität! Sie kennen ja Beinsa Dounos Worte „Entweder bist du mit Christus oder gegen Ihn“. Eine Zwischenstellung gibt es nicht. Jeder ist frei zu bekennen, was er möchte, doch er muss wissen, dass er – falls er sich zur Anschauung Mohammeds bekennt, dessen, was ihn die Hodschas lehren – gegen Christus ist, gegen die Evolution und gegen die objektiven Realitäten, gegen das, was der Mensch im Laufe der Evolution werden soll. Ein solcher Mensch ist de facto der Feind Christi. Das ist die Wirklichkeit, obwohl ein solcher Mensch den anderen nichts Böses angetan haben und an Ostern mit den Christen mitfeiern kann. Die Christen selbst bekennen sich statt zu Christus zur „Religion des Alltags“ mit viel Essen und Trinken an christlichen Feiertagen, die mit dem, was wir hier erörtern, nichts zu tun hat. Die Partei DPS hätte ihre Existenz beenden sollen, doch sie hat es nicht getan. Der Bürgermeister des Dorfes Hitrino ist Mitglied der DPS. Als der Ministerpräsident Bojko Borissov nach der Tragödie das Dorf besuchte, hat er den Bürgermeister umarmt und gesagt, dass er für wie ein Bruder sei. Ist es eine PR-Aktion, wenn heute der Premier zusammen mit dem Metropoliten von Varna und dem Bezirksmufti in Hitrino anwesend sind?

Der alte Name von Hitrino ist Scheitandjik, ‚Scheitan’  bedeutet auf Türkisch ‚Teufel’. Über Hitrino als das Sinnbild Luzifers ist Ahriman in der Form der Eisenbahnkatastrophe hergefallen. Die beiden Lokomotiven mit den ersten fünf Kesselwagen fuhren unbeschädigt weiter. Der sechste Wagen hat sich abgekoppelt. Es wurden viele Hypothesen der Öffentlichkeit vorgestellt, manche von denen irrsinnig sind. Dort, wo Luzifer und Ahriman wirken, gibt es eine Sechs – das Symbol des Zurückbleibens und der unrechtmäßigen Evolution. Soviel ich weiß, sind insgesamt elf Wagen entgleist. Das ist Ahrimans Zahl, das weiß ich aus okkulter Erfahrung und nicht zufällig hängen die großen Tragödien wie die Nuklearkatastrophe in Fukushima (11.03.2011) oder das Zersören der Twin Towers in New York (11.09.2001) mit der Zahl 11 zusammen.

Die Opfer von Hitrino – Friede und Licht seien in ihren Seelen – sind allesamt Menschen mit islamischen Namen. Der Bürgermeister – übrigens ein guter Mensch – ist DPS-Mitgleid, er arbeitet für eine rückständige politische Kraft. Das Antlitz des Dorfes ist der Vertreter von etwas Atavistischem, was gegen die rechte Entwicklung des Landes weiterwirkt, nachdem es seine Aufgabe schon erfüllt hat. Die Frage ist, warum die Katastrophe ausgerechnet dort und in dieser Weise geschah. Was ist in Bulgarien passiert, so dass die Katastrophe von Hitrino eingetreten ist?

Seit Golgatha steht der Mensch immer vor der Wahl, ob er mit Christus oder gegen Ihn ist. Vor einem Monat haben bei uns Präsidentschaftswahlen stattgefunden. Ich werde etwas mitteilen, was für mich eine okkulte Tatsache ist: Mit ihrer emotionellen und nicht durch die Vernunft begründete Abstimmung für den von der ehemaligen kommunistischen Partei BSP unterstützen Kandidaten Rumen Radev haben die Bulgaren diese Katastrophe verursacht. Der Unfall ist die Folge dieser Wahl. Die Präsidentschaftswahlen wurden durch ein Referendum begleitet, bei dem über drei Fragen abgestimmt werden sollte (unter anderem über die Einführung von Mehrheitswahlrecht). Hätten die Organisatoren des Referendums die benötigten Stimmen erhalten, wozu nur einige Tausend Stimmen nicht reichten, wäre Bulgarien in den nächsten Jahren in eine Regierungskrise, begleitet durch völlige politische Anarchie geraten. Rumen Radev hätte eine temporäre Regierung berufen, die mit unklaren Zuständigkeiten lange hätte regieren können. Zum Glück ist das Referendum gescheitert, doch die Ergebnisse der anderen Wahl mussten die Einwohner von Hitrino ausbaden. Rumen Radevs Kandidatur wurde von einer Partei unterstützt, die konspirativ, „in Sünde gezeugt“ wurde und mit einem Riesenkarma beladen ist. Ich denke nicht, dass aus einer solchen Partei etwas Substanzielles herauskommen kann. Jedenfalls nicht bevor sie für ihre Sünde Reue bekannt hat. Ihre Parteichefin Kornelia Ninova  hat die Parteielite zu Todor Zhivkovs Denkmal nach Pravetz geführt – das war eine „Pilgerfahrt“ zum Geburtsort des kommunistischen Führers. Interessanterweise studieren die Kinder dieser Elite an westeuropäischen und amerikanischen Universitäten – also dort, wo Ahriman wirkt und wo Christus vollständig fehlt. Aus solchen Menschen kann nichts hervorgehen, was im Namen Christi ist. Die andere Präsidentschaftskandidatin der Partei des amtierenden Premiers Bojko Borissov (GERB) – Tzetzka Tzatscheva – hat sich auch blamiert, da sie papageienartig das ihr von sog. Imagemakern vorgelegte Mantra von den „euro-atlantischen Werten“ wiederholte. Liebe Tzetzka, euro-atlantische Werte gibt es nicht! Es gibt christliche Werte, die metamorphosieren und vom vorbereitenden Christentum der letzten 2000 Jahren zum Christentum des Heiligen Geistes übergehen müssen, was uns zum Menschen der Oktave führen wird. Die sog. euro-atlantischen Werte, die in die Köpfe der westlichen Völker eingehämmert  wurden, haben diesen Völkern nun all das eingebrockt, was ihnen heute passiert. Durch das luziferisch-librale und ahrimanisch-konservative Modell werden alle Entwicklungsmöglichkeiten der Menschen unterbunden. Also beginnt gefälligst in der Menschensprache zu reden, so wie Bojko Borissov es macht! Ich werde nur erwähnen, dass Bojko Borissov einer der alttestamentlichen Vorbereiter des Ereignisses war, das die Welt heute feierlich begeht (Weihnachten). Deshalb hat er kein Problem damit, auf seiner heutigen Entwicklungsstufe den Mufti und den Popen mitzunehmen und die Leidtragenden der Katastrophe an diesem  Feiertag zu trösten, die zum Sühnopfer derjenigen wurden, die gegen Borissovs Kandidatin gestimmt haben. Warum sind die Politiker, die Borissov vorwerfen, er betreibe mit seinem Aufenthalt in Hitrino Image-Arbeit, nicht in am Unfallort, sondern verbringen die Weihnachtstage lieber in ihren warmen Nestern? (Der Aufenthalt in der Nähe des Bahnhofs in Hitrino war in den ersten Tagen nach dem Unglück wegen der Gefahr neuer Explosionen höchst gefährlich). Ihm kommt das aus dem Herzen, alle Kritikaster passen in seine Hand. An ihm kommt keiner vorbei in Bulgarien und die Bulgaren sollten sich gut überlegen, was sie bei den anstehenden Parlamentswahlen im nächsten Jahr machen werden.

Neulich habe ich das Bekenntnis eines ehemaligen Mitglieds der BSP gelesen, der früherer sehr aktiv beim Posten gehässiger Facebook-Kommentare über den Ministerpräsidenten Borissov war. Er schrieb in etwa: „Mit 19 Jahren wurde ich stolzes Mitglied der kommunistischen Partei. Nach dem Fall des Kommunismus habe ich die BSP unterstützt. Nun habe ich nach so vielen Jahren begriffen, dass das die Partei der 40 Räuber ist. Die BSP – das sind eine Handvoll Familien, die sich einzig um den eigenen Hintern kümmern und bestrebt sind, an die Macht und an öffentliche Aufträge zu kommen, um sich den Hintern bedienen zu können. Und wenn du als Mitglied eine gute Idee hervorbringst, stehlen sie diese Idee, um sie zu verderben und zu vernichten.“

Deshalb ist  besser, zuerst auf denjenigen zu schauen, der etwas vorschlägt, wofür ​man abstimmen wird. Wer hat die Fragen für das Referendum vorgeschlagen? Derjenige, der das emotionale Leben der jungen (und nicht nur der jungen) Bulgaren zerstört. Wie kann man bloß darauf hereinfallen? Wer hat jemanden (den Militärpiloten Rumen Radev) zum Präsidenten vorgeschlagen, der keinen einzigen Tag Erfahrung in der Politik hat und von dem man nicht weiß, was in seinem Kopf vorgeht? Es reicht nicht, dass jemand ein Profi auf seinem Fachgebiet ist, damit er ein guter Präsident wird.

Heute Morgen ist das Flugzeug abgestürzt, mit dem das Militärorchester und der Alexandrow-Chor nach Latakia in Syrien flogen. Die Passagiere wurden zum Sühnopfer der Politik Russlands. Was hat die Mission des russischen Volkes und seiner Menschen als Träger des unbesiegbaren Gralsgeistes in ihren Seelen mit den Ereignissen in Syrien? Putin will das Nuklear-Arsenal seines Landes erhöhen und benutzt die Orthodoxie als die Waffe des Panslawismus. Dieser todbringende Imperialismus wird zu nichts Gutem führen – die Katastrophe von heute Morgen ist eine diesbezügliche Warnung. Jedes Volk, das eine falsche Wahl trifft, verursacht die Einmischung Ahrimans, der immer näher kommt, da sein Leib bereits auf der Erde ist. Er wartet immer mit Aufsehen erregenden Katastrophen auf. Dem Menschen steht eine ruhmreiche Zukunft bevor, doch der Weg dorthin geht zuerst zum großen Privileg der freien Wahl unter den Bedingungen der Sinneswahrnehmung des Weltalls und des begrifflichen Denkens. Wenn wir durch die Metamorphose unseres Bewusstseins unseren Blickwinkel zu ändern beginnen, auf die Zeichen achten und unsere gewöhnlichen Begriffe in vergeistigte Begriffe transformieren, können wir sagen, dass wir unser kleines Evolutionskreuz auf uns genommen haben und den Weg zu unserem eigenen Golgatha angetreten sind. Nur so können wir die grandiose Vorsehung erfüllen, die im vorigen Zyklus für uns geplant wurde oder sogar im uranfänglichen Augenblick, in dem Gott beschlossen hat, Sich zu offenbaren. Wenn man bedenkt, was die Menschen heute anrichten, müsste die Geduld Gottes wahrhaftig grenzenlos sein. Was werden Sein Trost und Preis in diesem Zyklus sein? Sein Preis wird sein die Auferstehung eines jeden von uns mit dem individualisierten Auferstehungsleib als seinem ewigen Bewusstsein im Vulkan-Äon.

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit!

Der Jahreskreislauf als Einweihungsweg

vorgetragen von Dimitar Mangurov am 16.10.2002 in Varna

 

„Euer Weg geht vom Erzengel Michael über Christus zum Vatergott!“ Diese Worte des Meisters Beinsa Douno enthalten die ganze zukünftige Menschenevolution, die mit der Evolution des Erdwesens eng zusammenhängt. Der Lebenszyklus des Mikrokosmos (Menschen) ist mit dem 24-Stunden-Rhythmus der Sonne verbunden und der Lebenszyklus der Erde – mit dem Jahresrhythmus der Sonne, die in zwölf Monaten die zwölf Hauptgebiete der Sternenwelt durchquert.

 

Im Altertum wurden vor allem die vier Feste gefeiert, die einen großen Jahreskreis bilden und mit den vier Hauptphasen der Atmung unseres Planeten, also mit seinem makrokosmischen Leben zusammenhängen. Diese Feste sind die Sommer- und Wintersonnenwende und die Frühlings- und Herbstäquinoktien. Der ganze Sinn der Erde bis zum Golgatha-Mysterium befand sich auf der Sonne, wo Christus war. Als Sein Geist in der Zeitenwende herunterstieg und Sich mit der Erde verband, hat sich der Sinn der Erde mit der Erde selbst verbunden. Diese Tat hat von Grund auf das Wesen der vier Feste verändert, so dass sie ihre endgültige Vollendung als Michaelistag, Weihnachten, Ostern und Johannistag erfuhren. Der Erlöser hat den Impuls der Zeit in den Raum hineingetragen, das Prinzip der Sieben – in die Zwölf, indem Er drei weitere neue christliche „Säulen“ hinzufügte – Epiphanie, Himmelfahrt und Pfingsten. Diese heilige Siebenzahl strahlt wie ein Stern in der Hand Gottes, der in die Dunkelheit des Erdendaseins und den zwölffachen Raum des Jahreskreislaufs hineinleuchtet. Die sieben Feste sind die Ecksteine, die den gegenwärtigen Einweihungsweg für den Menschen zu seinem Verwachsen mit dem Makrokosmos und das Lüften des größten Mysteriums unseres Planeten – das Mysterium des Lebendigen Christus kennzeichnen. Auf diesen Weg verweisen uns die Anthroposophie und der Bodhisattva – der größte Lehrer des Christus-Impulses. Die ganze Vorlesng im PDF-Format

Die unrechtmäßigen Methoden der Verbindung mit der geistigen Welt: Rückführung, Hypnose, Derwischtänze u.a.

Am 04.02.2017 wurden 18 kurze Videoclips zu Themen aus dem esoterischen Christentum aufgezeichnet, die sich nicht an Anthroposophen, sondern an junge Menschen mit Interessen für die Spiritualität richten und der Orientierung dienen sollen. Einige der Themen, die auch für deutschsprachige Leser von Interesse sein könnten, da sie aktuell sind, werden im Blog als Text vorgestellt. Über eine Fortsetzung dieser Arbeit mit Minivorträgen (10-20 Minuten) über verschiedene spirituelle Themen, die bisher sehr erfolgreich war, wird nachgedacht.

Link zum Originalvideo

Text im PDF-Format lesen

Textfassung einer Videodatei vom 04.02.2017

Nachdem wir über den zukünftigen Weg der Menschheit zur Trennung in die Rasse der Guten und die Rasse der Bösen gesprochen haben, wollen wir auf einige Methoden eingehen, die unrechtmäßig für den heutigen Menschen, darunter die Rückführung, die Hypnose oder der Derwischtanz.

In den alten Zeiten, als über der Kastalischen Quelle bei Delphi im alten Griechenland die Pythia die aus der Quelle heraufströmenden Dämpfe einatmete, geriet sie in einen ekstatischen Zustand und sprach Worte aus, ohne sich im eigenen Bewusstsein zu befinden. Neben ihr stand der Priester in seinem wachen Tagesbewusstsein und deutete die Worte der Pythia. Die Pythien waren Frauen mit einem solchen Körperaufbau, dass eine Lockerung ihrer Leiber durch diesen äußeren Faktor – den heraustretenden Schwefel –  leicht zustande kommen konnte. Dabei empfing sie das, was Wesenheiten von oben sagten. Die Frage ist aber, was für Wesenheiten das sind. Im Altertum waren es rechtmäßige Wesenheiten, später sind mit der Entartung der Mysterien dunkle Wesenheiten in sie eingedrungen. Dadurch gerieten die Mysterien in eine ernsthafte Krise und unterlagen einem Verfall. Wenn wir über die alten Mysterien sprechen, müssen wir bedenken, ob es um die älteste, mittlere oder jüngste Phase der Mysterien geht, da zwischen diesen erhebliche Unterschiede bestehen.

Etwas Ähnliches wie bei den Pythien geschieht durch die Einnahme von Betäubungsmitteln. Carlos Castaneda schrieb in seinen Büchern über den sog. Don Juan und den Gebrauch von Mescalito/Peyote. Das ist eine Psychodroge aus einer Kaktusart, die das Bewusstsein entrückt und durch deren Einnahme man sich für die übersinnlichen Welten öffnet. Allerdings öffnet man sich für völlig andere Welten, denn es gibt sowohl rechtmäßige als auch unrechtmäßige übersinnliche Welten. Letztere sind die Welten der dunklen Mächte. Es gibt verschiedenartige Astralwelten, die Frage ist, in welche Welten man durch den Konsum dieser Droge gerät. Von außerordentlicher Wichtigkeit sind die Illusion, die man dort erlebt, und das Bewusstsein, mit dem man sich dort aufhält. In der Vergangenheit wurden solche Substanzen benutzt, um leichter in die geistige Welt zu gelangen. Zum Drogenkonsum kam es erst später, als die natürliche Beziehung zur geistigen Welt verloren wurde. Das Hellsehen in den Menschen erlosch, das Gehirn wurde immer stärker mineralisiert. Um die alten Fähigkeiten wieder herzustellen, wurden solche Drogen eingenommen. Wohlgemerkt, das waren Drogen aus der Natur, keine synthetischen Drogen, aber dadurch wurden die alten Fähigkeiten auf eine unrechtmäßige Art wieder hergestellt.

Wenn der heutige Yogin versucht, durch sein Atmen jenes Erlebnis zu erreichen, das ein Yogin in der Zeit eines Patanjalis hatte, obwohl das schon zu spät ist, oder  Krishnas – das sind enorme Zeitunterschiede – muss er wissen, dass ca. 2000 Jahre v. Chr. die Atmosphäre nicht so beschaffen war, wie die Luft, die wir heutzutage atmen, sondern sie war voller Leben. Damals gab es selbstverständlich auch Sauerstoff, aber die Atmosphäre war mit Seele gesättigt, sie war geradezu lebendig.  Als der Yogin mit jener bildhaften Gruppenform des Bewusstseins meditiert und geatmet, sein Atmen in den Rhythmus gebracht hat, konnte er eine Beziehung zum Makrokosmos herstellen oder in sein Inneres gelangen und mystische Erlebnisse haben. Diese Erlebnisse bestanden entweder in der Ekstase – der Öffnung nach draußen – oder der Vertiefung in das Innere. Das sind die beiden Formen der Erlebnisse, die auch in der nördlichen und südlichen Strömung zum Ausdruck kommen – Ekstase, die man draußen in der Natur fand oder Mystizismus – das Sich-selbst- Erleben in seinem Innern. Man kann sagen, dass Die oberen und die unteren Götter erlebt wurden, die unteren sind die dunklen luziferischen Götter, die oberen sind die rechtmäßigen Götter. Später entsprach das den Apollonischen und Dionysischen Mysterien. Dabei waren die Mysterien zum Eindringen ins Innere viel komplizierter, da man dem Bösen im eigenen Innern begegnete und durch ein großes Fegefeuer gehen musste. Um in diese Mysterien des Innern zu kommen und Eingeweihter zu werden, war eine umfangreiche Reinigung des Astralleibes notwendig. Nicht zufällig musste der große Pythagoras 20 Jahre lang vor dem Tor der Priester in Ägypten warten, damit er zugelassen wurde und alle Prüfungen der Luft, des Wassers usw. durchlaufen konnte.

So sah es im Altertum aus, als die Mysterien rechtmäßig waren. Damals gab es auch Sexkulte – in großer Zahl bestanden sie in Babylonien-, doch in der Sexualität gab es das gefühlsmäßige Element nicht, sondern die Sexualität wurde in den Geist erhoben, wobei man zu einer Beziehung zur Geisteswelt kam. Das ist auch der Sinn des altindischen Kamasutra. Der heutige Mensch nimmt es mit seinem heutigen Bewusstsein als Pornografie auf, ohne überhaupt etwas von seinem tieferen Sinn zu verstehen. Jenes war geistige Technik zum Verbinden mit der geistigen Welt, ohne das die Beziehung erotisch erlebt wurde. So hat sich auch die Empfängnis der Jungfrau Maria vom Heiligen Geist zugetragen, die selbstverständlich von Joseph empfangen hat, aber im Geist, ohne Sinnlichkeit. Die beiden haben diesen Akt überhaupt nicht physisch erlebt, alles ereignete sich im Geist. Der heutige Mensch macht sich über diese Empfängnis vom Heiligen Geist lustig, weil er nichts davon verstehen kann.

Solche Handlungen waren im Altertum rechtmäßig. Als die Kulte sich zu  entarten begannen, kam es zu sexuellen Ausschweifungen im Zweistromland, weshalb der Begriff die Hure Babylon in der Offenbarung des Johannes verwendet wird, da sich diese Kulte zu fleischlichen Leidenschaften entartet haben, in die sich dunkle Wesenheiten einmischen. Durch sie kam es zu allen Exzessen, die den Verfall jener Mysterien verursacht haben.

In den neuen Zeiten der fünften Kulturepoche, die nach 1413 begann, sind all diese Formen der Verbindung zur Geisteswelt – Drogen, Sex usw. atavistisch und schädlich. Wenn der Mensch, der seine Beziehung zur geistigen Welt abgebrochen hat, Probleme im Leben hat, möchte er einen neugierigen Blick in seine Vergangenheit werfen, insbesondere wenn er Interesse an Themen wie Karma und Reinkarnation hat, um zu sehen, warum diese Probleme ihn heimsuchen. Diese Neugier ist nur natürlich, doch müssen wir folgende Warnung aussprechen: Hinter allen Geheimnissen der Welt steht das Geheimnis des menschlichen Karma. An der Karma-Bildung beteiligen sich alle neun Götterhierarchien und passen das individuelle Minikarma des Einzelnen in das Karma des ganzen Weltalls, des ganzen Manvantara ein. Hier sind gigantische geistige Kräfte am Werk! Selbst wenn man also einen Blick nach hinten wirft, braucht man sehr starke Urteilskräfte, um den Sinn dessen zu verstehen, was man aktuell im Leben erlebt. Mit dieser Sinnlichkeit, mit diesen Emotionen der Sympathien und Antipathien kann jemand z.B. als Reaktion auf die Tatsache, dass seine gegenwärtige Frau ihn im vergangenen Leben getötet hat, sofort eine schlechte Einstellung zu ihr ausbilden. Damit einem Menschen folglich der Zugang und Blick zu vorherigen Inkarnationen gewährt werden, muss er sehr fortgeschritten auf dem Gebiet der Spiritualität sein. Nur so kann er dieses Wissen als „anschaulichen Unterricht“ auffassen und seinem heutigen Leben durch diesen Blick in die Vergangenheit einen Sinn geben, damit er sein zukünftiges Leben gottgefällig und den Aufgaben seiner heutigen Inkarnation entsprechend erlebt. Hier ist also jegliche Neugier verhängnisvoll und stellt eine wahre Pest in der Spiritualität dar. Steiner hat es vermieden, solche Details mitzuteilen. Er hat Vieles über vergangene Leben lebender Personen aufgedeckt, doch in einer Art, dass es nicht klar wird, um wen es geht. Hier ist jegliche Neugier schädlich und kann großen Ärger bringen.

Was stellt z.B. etwas die Hypnose dar, von der sich die Rückführung nicht wesentlich unterscheidet. Der Mensch hat ein Ich – das gegenständliche, wache Ich, das niedere Ich, mit dem ich etwas diese Kamera sehe, die mich filmt. Dieses Ich, das im Laufe von Tausenden Jahren errungen wurde, muss m Menschen existieren, denn es ist die Grundlage des Menschen. Wenn diese Grundlage beseitigt wird, verliert der Mensch sein Bewusstsein und wird in eine andere Art von Bewusstsein versetzt. Alles ist in Bewusstseinsstufen unterteilt. Das Bewusstsein des Minerals ist trancehaft, über ihm befindet sich das Bewusstsein des Baums, über ihm ist das Bewusstsein des Tieres, über diesem – unser Bewusstsein. Über unserem Bewusstsein befinden sich die Bewusstseine des Engels, Erzengels usw. bis zum Seraphim und der Trinität. Innerhalb der Menschenebene unterscheiden wir uns auch in der Stufe unseres Bewusstseins voneinander und alles andere in unserem Leben ist eine Folge davon- wie man aussieht, was man sagt, was man tut – alles ist eine Folge der von uns erreichten Bewusstseinsstufe. Ändert jemand seine Bewusstseinsform, so wird er zu einer anderen Art, die scheinbar nicht von dieser Welt ist.

Wenn man also schläft und träumt, verfällt man in den Zustand eines Tieres. Das Tier sieht uns an – besonders manche Hunde können uns sehr klug ansehen -, aber es träumt von uns. Das Tier sieht uns an, doch das ist sein Traum. Das ist wörtlich der Traum des Menschen. Das Tier hat kein Gedächtnis, obwohl jeder sagen würde, dass ein Hund sich nach seinem Herrchen sehnt und leidet, wenn er nicht da ist – dort geschieht etwas anderes, worauf wir jetzt nicht eingehen werden. Das Tier hat kein Gedächtnis, nur ein Wesen, das ein Ich besitzt, hat ein Gedächtnis. Das Gedächtnis des Tieres ist in seinem Gedächtnis, das in der Astralwelt liegt. Das Tier hält sich auf der Erde auf, es besteht aus einem physischen, ätherischen und astralischen Leib und sein Ich ist oben. Wir Menschen haben diese drei Leiber auch, doch unser Ich ist hier auf der Erde. Wir sind die einzigen Wesen, deren Bestandteile in der materiellen Welt sind, deshalb haben wir in einer besonderen Art unsere Ich-Substanz gebildet. Alle anderen Wesen haben ihre Ich-Substanz in ganz anderer Art gebildet, um Menschen zu werden. Ein Mensch zu werden, bedeutet ein Ich zu werden. Unser Engel musste früher auch ein Mensch sein, allerdings unter völlig anderen Bedingungen (auf dem alten Mond.). Die menschliche Evolutionsstufe ist die Ich-Stufe. Nach dem Erlangen dieser Stufe steigt man in seinem Bewusstsein auf. Damit ein Wesen also ein Gedächtnis hat, muss es ein Ich im Diesseits haben. Das Tier hat in diesem Sinne kein Gedächtnis. Wenn man hypnotisiert wird oder bei einer Rückführung in Trance versetzt wird, was fast das Gleiche ist, dann eliminiert man dieses gewöhnliche Ich und der Mensch wird zu seinem Astralleib zurückgebracht. Der Patient wird also zu einer Art Tier, obwohl er eigentlich ein Mensch ist. Auf diese Weise wird man anfällig. Der Hypnotiseur bzw. der Rückführer wird quasi zum Ich seines Klienten. Er leitet ihn an, da er sein Ich eliminiert hat. Er verfährt mit dem Klienten so wie wir zum Hund „Sitz“, Gib Pfote“ sagen und ihm Tricks beibringen. Doch die Menschen sind keine Tiere, denn die Ich-Evolution hatte auch Auswirkungen auf die Leiber – auf den physischen, ätherischen und astralischen. Selbst wenn wir unser Ich aufheben, unterscheiden wir uns von den Tieren. Uns hat das Ich zum aufrechten Gang gebracht. Das ichlose Tier dagegen ist in seiner Stellung parallel zu Erde verblieben. Die aufrechte Stellung wurde vom Ich bewirkt und von nichts anderem. Wenn man das Ich eliminiert, stürzt man den Menschen auf eine niedrigere Stufe herab. Das Bewusstsein der Pflanze ist gleichsam ein traumloser Schlaf. Das Tier schläft und träumt und die Pflanze schläft ohne zu träumen, das Mineral befindet sich im Trancezustand, es hat die niedrigste Bewusstseinsform und sein Ich befindet sich am höchsten in der Geisteswelt, deshalb wird das Mineral erst auf dem Vulkan ein Mensch werden – natürlich unter völlig anderen geistigen Bedingungen.

Wenn man sich also einer Hypnose oder Rückführung unterzieht, wird man in niedrigere Bewusstseinsformen eingeführt und man unterliegt allmählich bestimmten Manipulationen. Von der Qualität desjenigen, der sich mit dieser Praktik beschäftigt hängt es ab, was mit dem Klienten geschehen wird. Er kann seine Ichhaftigkeit in die Menschenleiber des Klienten anlegen, vor allem in den Astralleib (den Seelenleib), wo sich die Emotionen, die Begierden befinden. Wenn der Rückführer also in unserem Astralleib Jenes einführt, was von ihm kommt, mischt er sich in einer sehr unrechtmäßigen Art in unseren Astralleib ein, der durch die eigene Ich-Evolution erarbeitet worden ist. Auf diese Weise wird man von dem Hypnotiseur oder Rückführer abhängig. Mit der Zeit kann er uns manipulieren und mit uns alles machen. Zudem bekommt er Geld für seine Dienstleistungen und wenn man in diese Tätigkeit Geld einführt, kommt es zum Satanismus in reinster Ausprägung.

Diese Praktiken führen uns zu vergangenen Bewusstseinsformen zurück – das bildhafte Gruppenbewusstsein, das wir vor  über 3000 – 5000 Jahren hatten. Stattdessen appelliere ich, dass die Menschen von dieser wachen Bewusstseinsform, die wir alle  jetzt haben, zur Bewusstseinsform der Engel aufsteigen. Der Engel beherrscht ein waches Bewusstsein in seinem Astralleib. Dann hat man nicht ein eliminiertes Ich, wie das bei der Rückführung oder Hypnose der Fall ist, sondern man muss im Astraleib wach werden. Das bedeutet, dass man seinen Astralleib in Geist verwandelt. Nicht zum Tier sollten wir zurückkehren, sondern zum Dasein eines Engels streben und den vernünftigen, wachen Geist im Astralleib haben, All die atavistischen Formen wie der Derwischtanz, die Hypnose, die Rückführung bringen uns in die Vergangenheit, in vergangene Perioden der Evolution zurück, die damals und für den damaligen Aufbau des Menschen, in dem es kein Ich gab, rechtmäßig waren. Wenn der Mensch bereist ein Ich besitzt, ist es eine absolute Barbarei und ein Verbrechen, dieses Ich zu eliminieren und am Menschen als Gruppen-Ich zu arbeiten. Denn der Rückführer erfüllt quasi die Rolle des Gruppen-Ich eines Tieres. Dieses Gruppen-Ich sagt etwa den Störchen, dass sie aus Afrika zu ihrem Nest etwa in Bulgarien fliegen sollen. Das ist die Rolle, die dieses Gruppen-Ich erfüllt. Mit welchem Recht will also ein Rückführer diese Rolle für sich beanspruchen? Das ist die größte Barbarei, die man einem Menschen antun kann! Schamanismus, Hypnose  bis hin zur Voodoo-Magie – das sind schwarzmagische Praktiken, alte Formen, die noch existieren und sich noch lange Zeit hinziehen werden. Je mehr das Böse mit der Manifestation des Antichristen ansteigen wird, desto mehr werden diese Formen an Kraft gewinnen, denn Menschen, die das praktizieren, werden zu Mittlern der dunklen Mächte. Dort, wo das wache Ich-Bewusstsein mit dem höheren  Ich in rechter Weise („Nicht ich, sondern Christus in mir“) funktioniert, kann das nicht passieren. Christus ist das einzige Wesen, Das unser Ich auswechseln darf – kein anderer! Christus kann unser Ich für einen Augenblick aufheben, damit wir die Idee aus der übersinnlichen Welt ergreifen. Wenn wir über jedes andere Wesen sagen, etwa „Nicht ich, sondern der Engel in mir“, verlieren wir sofort unser Ich-Selbstbewusstsein und verfallen in eine niedrigere Evolutionsstufe. Deshalb bestimmen die bemerkenswerten Worte des Apostels Paulus „Nicht ich, sondern Christus in mir“ den ganzen zukünftigen Verlauf der menschlichen Evolution. Er war das erste Menschenwesen auf der Erde, das diese Tatsache gewahr wurde – dass Christus nunmehr in uns leben kann und wir für einen Augenblick unser niederes Ich aufheben  können, so dass Christus dessen Platz einnimmt und uns die Geisteswelt in der rechtmäßigen Art offenbart. Danach wird der Vorhang der Geisteswelt wieder zugezogen, man kommt zu seinem niederen Ich zurück, aber in diesem Fall erinnert man sich und weiß, was man erlebt hat. Man kann dann die Idee in richtiger Weise in das Erdenleben einführen, um die gesellschaftliche Form des Menschenlebens zu verändern. So kann die Menschheit zur Entstehung der guten und nicht der bösen Rasse beitragen.

Di angeführten Formen atavistischer, vergangener Geistigkeit existieren in Bulgarien in großer Menge, da die Weltmysterien von den Bulgaren begründet wurden. Deshalb ist es unvermeidlich, dass hier inkarnierte Menschen unter anderem aus karmischen Gründen diese Geistigkeit mitbringen. Nicht von ungefähr sagte Beinsa Douno über die Geistigkeit in Bulgarien: „Wenn solche Hellseher in Bulgarien inkarnieren, bedeutet das, dass hier der Geist wirkt“. Hier sind alle Mysterien der Welt vertreten und das ist natürlich, wenn man bedenkt, dass die Bulgaren für die Ich-Evolution der Menschheit zuständig sind.

Trotzdem dürfen wir nicht unsere Hellseher leichtsinnigerweise leugnen – eine Stojna Prepodobna mag die Methode der Anthroposophie nicht benutzt haben, um sich in Verbindung zur Geisteswelt zu setzen, aber sie war dermaßen asketisch und Christus ergeben, dass ihr Hellsehen tadellos war – es werden Legenden über die Hilfe erzählt, die sie leidenden Mitmenschen erwiesen hat. Das Gleiche gilt für Djado Wlajtscho aus dem Dorf Konjowo – eine kolossale Persönlichkeit – der wieder inkarnierte Johannes der Täufer. Nicht zu vergessen Beinsa Douno, Slava Sevrjukova, Baba Wanga – obwohl Wanga grundsätzlich die Schwächste war, doch sie wurde in den Vordergrund geschoben, denn in der Zeit des Kommunismus und des vorherrschenden Atheismus brauchten die Menschen die Berührung mit dem Übersinnlichen. Und als sie zu der blinden Wanga kamen, erlebten sie mit Ehrfurcht den Kontakt mit dem Mystischen, unabhängig davon, ob sie Minister oder einfache Menschen waren. Jedes Ding braucht seine Zeit. Für den Kommunismus war Wanga die geeignete Form der Spiritualität. Die jetzt geeignete Form für das bulgarische Volk und für die Menschheit schlechthin ist das, was als Synthese dieser großen Impulse im menschlichen Ich angeboten wird. Steiner hat die Methode zur Belebung des Denkens gegeben und Beinsa Douno hat an der Schaffung moralischer Kräfte einer neuen Art mitgewirkt, die zum zukünftigen Bewältigen des Bösen dienen. Die Synthese der beiden Impulse ist eine qualitativ neue Methode der Ich-Entwicklung und Wiederherstellung unserer verlorenen Beziehung zu den Göttern.  Nur diese Synthese kann uns auf einen Weg mit festem Boden unter den Füßen zur geistigen Welt führen. Jeder, der sich anschickt, okkulte Praktiken zu vollführen, sollte wissen, dass er das enorme Risiko eingeht, sein Bewusstsein zu verlieren und in der Psychiatrie zu enden.

 

 

Der Mensch als Kind des Kosmos

vorgetragen von Dimitar Mangurov am 12.02.2002 in Varna

Im Zentrum der Anthroposophie stehen der Mensch und seine göttliche Herkunft. Damit wir in unserer heutigen Form existieren können, waren notwendig 250 Milliarden Jahre Arbeit aller neun Hierarchien von den Engeln bis zu den Seraphim, so wie die aufopfernde Liebe unseres Gottes, Erzeuger, Erlösers, Freundes und Bruders – Christus. Die Erkenntnis, Annahme und Vereinigung mit ihnen beinhaltet unbedingt die Antwort auf die Frage „Wer bin ich?“ Dieses Rätsel wird uns in der ganzen Ewigkeit begleiten, doch wir können es teilweise lüften, wenn wir unseren Blick auf den Tod richten.

Das Rätsel des Lebens und des Menschen erfordert unter anderem das Wissen über die Fragen, wie wir den Abgrund zwischen Tod und neuer Geburt überqueren, welches Potenzial der Keim im Mutterleib trägt und welche Einstellung wir zum neugeborenen Baby, Kleinkind und dem Jugendlichen haben sollen. Von der Lösung dieser Fragen hängt gewissermaßen die Zukunft des Menschengeschlechtes ab. Unsere Kinder sind einem flächendeckenden Angriff unterworfen, der keine Entsprechung in der bisherigen Geschichte kennt. Wir leben in der stürmischsten Zeit eines Umbruchs, eines Übergangs von Materialismus zu Geistigkeit. Das Heer der dunklen luziferischen, ahrimanischen und asurischen Geister, sowie die ihnen unterworfenen Menschenseelen und Naturgeister speien Tag und Nacht neue Versuchungen für die Menschen und konkreter für die Kinder – die zukünftigen Hausherren der Erde. Der überwiegende Teil der Eltern, Lehrer, Erzieher und Priester kennt die Wahrheit über sich nicht und folglich auch die Wahrheit über die Kinder nicht, die aufwachsen, ohne dass jemand sie über die wichtigsten Fragen des Menschenlebens aufklärt. Die ganze Vorlesung im PDF-Format

Die Bulgaren und die sechste Kultur

vorgetragen von Dimitar Mangurov am 22.03.2002 in Varna

Alles im Weltall ist von der Trinität durchströmt. Wenn wir über die Bulgaren und ihre Mission sprechen, müssen wir unbedingt die Manifestation dieser Dreieinigkeit suchen, damit wir nicht auf das Niveau des primitiven „Patriotismus“ hinunterfallen, der nichts mehr als ein „Gackern“ ist, wie sich Beinsa Douno bildhaft ausdrückte. Dieses Gackern ist aber von vielen Seiten zu vernehmen und von ihm bis zum ahrimanischen Nationalismus gibt es nur einen Schritt. „Patriot sein bedeutet ein Mensch der Liebe zu sein“, lautet die Definition B. Dounos, was für die heutigen Menschen eine schwer zu verstehende und zu erreichende Aufgabe ist. Hiermit sei nichts gegen den reinen und edlen Patriotismus einzuwenden als den ersten Schritt zum Hohen Ideal, auf das uns Beinsa Douno verwiesen hat – das erhabenste Wesen, welches jemals unter die Bulgaren herabgestiegen ist. Die vorliegende Erörterung ist ein Versuch, dieses Ideal zu beleuchten und einen Blick auf das bulgarische Mysterium im historischen, mystischen und kosmischen Sinne zu werfen – als die Manifestation jeweils des Vaters, Sohnes und Heiligen Geistes.

Der wichtigster Helfer bei diesem Vorhaben wird das Wort des Bodhisattva und des zukünftigen Buddha Maitreya sein, der mehr als 40 Jahre lang im 20. Jahrhundert Vorträge gehalten hat – nicht nur vor unserem Volk und der Menschheit, sondern auch vor der geistigen Welt. In seinen Vorträgen lassen sich vier Marksteine bei der Suche nach der Wahrheit deutlich sehen. Diese sind in folgenden Aussagen enthalten:Die ganze Vorlesung im PDF-Format

 

Der wahre Christus

vorgetragen von Dimitar Mangurov am 22.06.2002 in Varna

Alle Wesen und Himmelskörper im Weltall bewegen sich auf die Wahrheit zu – den erhabenen Urgeist, der von Gott herausgekommen ist. Die Wahrheit beinhaltet das Höhere im Menschen, mit dessen Hilfe wir die Hauptaufgabe unseres Äons erfüllen werden, die das Überwinden des niederen Ich (des Egos) mit der Christus-Kraft in uns erfordert. Die Erkenntnis und Aufnahme des Erlösers und die Vereinigung mit Ihm ist die einzige Art, die Erde in einen Kosmos der Freiheit und Liebe zu verwandeln und zum zukünftigen Jupiter-Äon überzugehen, von dort über den Abgrund der Ewigkeit bis zum Ende des großen Manvantara (der „Ausatmung Gottes“), wenn in „Brahmas Nacht“ (der „Einatmung Gottes“) der Vater uns mit der großen Wahrheit und Erkenntnis der Ursachen der Schaffung der übersinnlichen wird befassen wird. Laut Sri Yukteswar, der Yoganandas Lehrer war, beträgt die Dauer der Schöpfung 314 Trillionen 150 Milliarden Jahre.

Wenn wir aus unserer Bewusstseinsstufe heraus nur für einen Augenblick in die Zukunft hineinschauen und begreifen könnten, was wir aus uns zu machen haben, werden wir vom Anblick zerdrückt sein – so hoch ist das Ideal, das die Götter für den Menschen haben! Aber wir haben die Hoffnung, die auf dem Boden der Büchse der Pandora übriggeblieben ist, und Christus, ohne Den nichts aus dem Menschen werden kann. Hier wollen wir uns an die Worte des Bodhisattva Beinsa Douno über Ihn erinnern: „Christus ist es, Der das historische, kosmische und mystische Leben angetrieben hat, heute antreibt und künftig noch antreiben wird. Ohne Christus gibt es keine Geschichte, ohne Christus gibt es keinen Kosmos, also keine organisierte und geregelte Welt, ohne Christus gib es kein mystisches Leben. Er ist der große Inspirator aller Offenbarungen in allen Zeiten und Epochen. Er ist die unsichtbare Triebkraft des ganzen geistigen Lebens und der geistigen Erfahrung des Menschen und der Menschheit. Zwischen uns und die Erstursache können wir nur Christus stellen. Diesen Christus haben die Menschen heute zu erkennen. Wenn man Christus nicht sieht, kann nichts aus einem werden“.Die ganze Vorlesung im PDF-Format

Der vielgliedrige Mensch und Beinsa Douno als der Geist der Wahrheit

vorgetragen von Dimitar Mangurov am 30.10.2002 in Varna

 

Der Meister Beinsa Douno gab einmal den Rat: „Studiert den Mikrokosmos, der der Mensch ist, um den Makrokosmos zu verstehen, der das Universum ist! Die Menschenseele ist der Schlüssel zum Erkennen des Universums“. Die Götter haben ihre Arbeit am Schaffen des physischen Menschen längst beendet und ihr Interesse an ihm ist verschwunden. In der Vergangenheit haben sie nach einem Weg zu den Menschen gesucht, um sich später zurückzuziehen – darin drückt sich „der Untergang der Götter“ aus. Heute müssen wir uns durch die Arbeit an unserer seelisch-geistigen Natur zu ihnen erheben und ihr Interesse an uns neu entflammen lassen. Der alte Aufruf, der am Eingang der Kultstätten früher stand „Mensch, erkenne dich selbst“ erklingt jetzt wieder, jedoch in einer anderen Art.

Der Mensch, die Zeit und die Mysterien haben sich von Grund auf gewandelt. Es hat Golgatha stattgefunden und es kam Christus, Der dem Erdenleben den Sinn und die Bedeutung verleiht. Die Menschen müssten aus ihrer Entwicklung das Wort Mensch auslöschen, wenn sie das Christus-Ereignis auslöschen möchten. Ohne das Mysterium von Golgatha wären wir längst den Tieren ähnlich geworden! Die ganze Vorlesung im PDF-Format