Beinsa Douno und Rudolf Steiner als Teil des Christus-Impulses

vorgetragen  von Dimitar Mangurov am 21.10.2001 in Varna

Warum können die Nachfolger der beiden wahren esoterischen Impulse des 20. Jahrhunderts in Bulgarien nicht den Weg zueinander finden? Was bedeutet die Tatsache, dass nach dem Heimgang des Meisters Beinsa Douno in seinem Zimmer drei Bücher von Rudolf Steiner gefunden wurden? Wer ist eigentlich Beinsa Douno und warum kam er genau am Anfang des „Jahrhunderts der Liquidation“?

Bevor wir diese und weitere Fragen beantworten, müssen wir uns mit der heutigen Lage bekannt machen. Die Anthroposophen in Bulgarien sind nicht zahlreich und kommen aus den Kreisen der sog. Intelligenz. Ein Teil von ihnen behandelt die Anhänger der „Weißen Bruderschaft“ mit Geringschätzung, andere sind geradezu hochnäsig und halten den Meister für einen selbsternannten Lehrer, ja sogar für einen Bolschewiken. Es gibt wenige Anthroposophen, die beide Impulse gut kennen und eine lebendige Brücke zwischen ihnen errichten können. Die Anhänger der „Weißen Bruderschaft“ sind eine zahlenmäßig deutlich stärkere und in ihrer Zusammensetzung heterogene Gruppe. Sie alle kennen die Geschichte, nach der Bojan Boev, einer der engsten Schüler Beinsa Dounos, der während seines Studiums in München Vorträge von Rudolf Steiner besucht hat und von ihm zum „Weltlehrer“ nach Bulgarien geschickt hat. Aus dieser Tatsache darf man aber nicht den falschen Schluss ziehen, dass Steiner ein weniger bedeutsamer Lehrer ist, der nicht beachtenswert wäre. Gerade wegen der Unterschätzung der Anthroposophie entstehen Behauptungen etwa, dass Beinsa Douno der von Christus im 14. Kapitel des Johannes-Evangeliums versprochene Geist der Wahrheit wäre. Wir wissen, dass Letzterer vor 2000 Jahren an Pfingsten nach dem Kreuzestod kam. Andere halten Beinsa Douno für einen Weltlehrer, obwohl dieser Begriff nicht klar definiert ist – sind etwa Rudolf Steiner oder Christian Rosenkreutz weniger wichtige Lehrer der Menschheit? Jemand nannte Beinsa Douno „den Rektor der Weltall-Universität“. Doch am absurdesten sind die Behauptungen, laut denen – und diese Worte werden Beinsa Douno selbst zugeschrieben! – vor 2000 Jahren der Sohn gekommen wäre und der Meister der Vatergott Selbst wäre! Es bleibt noch zu hören, dass er mit dem Absoluten identifiziert wird – über seine Gleichsetzung mit Krishna habe ich schon gehört.Die ganze Vorlesung im PDF-Format

 

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