Die heutigen Herausforderungen vor den jungen Menschen

 

Original-Video

Textfassung einer Videodatei vom 04.02.2017

Jeder, der heute ein Mensch von 20-30 Jahren ist, ist das Kind der politischen Wende, diese Wende, die vom Sozialismus zu der heutigem Gesellschaft hinüberleitete und die so lange gedauert hat. Doch wir haben uns schon immer in einem Übergang befunden, wir werden immer in irgendeinem Übergang begriffen sein – einen anderen Zustand kennt die Menschheit nicht. Allerdings wird der heutige politische Übergang gleichzeitig von einer Artenumwandlung begleitet, die wir in unserer Bewusstseinsform vorzunehmen haben. Danach werden wir uns nicht nur als eine Art, sondern auch körperlich verändert haben  – das ist eine Aufgabe von kolossaler Wichtigkeit für die Zukunft der Menschheit. Da wir uns seit nunmehr 27 Jahren in einer Wende befinden, die von Menschen des abstrakten Denkens nach ihrer eigenen Anschauung gestaltet bzw. durcheinander gebracht wurde, sind die heutigen jungen Menschen in einer chaotischen Situation groß geworden. Was bietet ihnen diese Zivilisation an? Sie bietet ihnen einen großen „Big Brother“. Jener Pantheismus, jene Genialität, Universalität, Enzyklopedizität von Persönlichkeiten wie Leonardo da Vinci können nun – das sieht man deutlich – nicht mehr in den Menschen zur Geltung kommen. Woran liegt das?

Wegen der Wirkung Ahrimans wurde die Wissenschaft in tausende Stücke zersplittert. Es gibt Tausende von Wissenschaften. All das hat er durch eigene Methodologien, eigene Kategorien, Begriffe bewirkt. Das bedeutet auch, dass der Mensch bzw. die Menschenerkenntnis auch in Tausende einzelne Wissenschaftszweige zerkleinert wurde. Da das niedere Ich mit der Systembildung all dieser Erkenntnisse nicht fertig werden kann, lassen die psychischen, emotionalen Kräfte des Menschen nach, sein Ätherleib wird abgeschwächt und er ist bereit, die Bahn einer gegebenen Wissenschaft, einer gegebenen Weltanschauung runterzurutschen, in der er seinen Zufluchtsort, sein festes Stück Boden findet. Wenn man sich mit Anthroposophie beschäftigt, beginnt man die Wechselbeziehungen zwischen allen Wissenschaften zu bemerken, man erkennt auch, worin deren Problem besteht. Dann braucht man nicht mehr ein Fachmann zu sein im Sinne von „Mach den Schädel auf und ich werde dein Gehirn operieren“, man braucht also den Chirurgen nicht zu ersetzen. Doch man weiß – ich weiß -, was derjenige tut, der mit dem Skalpell in das Gehirn herumstochert. Ich kann das Problem des Operateurs erkennen.

Die Anthroposophie gibt einem also das Privileg, alle Sphären des Lebens zu verstehen und eine kompetente geistige Meinung zu bilden, die die einzig maßgebende ist. Dabei erkennt man die Irrtümer der Naturwissenschaft. Die Naturwissenschaft wird jedoch nicht von der Anthroposophie  eliminiert – niemand will die Verdienste und Leistungen der Naturwissenschaft leugnen.

Ich möchte das durch ein Beispiel erläutern. In der Therme, die wir oft besuchen, ergreife ich gelegentlich das Wort, um zu den Stammgästen zu sprechen. Einmal kam auf mich ein Mann zu, der sich als Psychiater in einem großen Klinikum in Varna vorstellte. Er fragte mich, ob ich einen medizinischen Beruf habe. Ich habe geantwortet, dass ich Wirtschaft studiert habe. Dann meinte er, dass ich auf einem hohen medizinischen Niveau sprechen würde, was er sich nur mit der entsprechenden Fachbildung erklären könne. Ich habe ihm das in folgender sehr einfacher Weise erklärt:

„Stell dir einen Berg vor. Die gewöhnliche Medizin mit den Tabletten und Spritzen, die wir alle kennen, steht am tiefsten, am Fuß des Berges. Für sie ist der Mensch ein Leib. Wenn in diesem Leib sich ein Feuer entzündet – als Fieber oder als eine Wunde -, beeilen sich die Ärzte, dieses Feuer mit Tabletten oder Spritzen zu löschen bzw. den Patienten zu flicken. Diese Art von Medizin ist wie die Feuerwehr – wenn sie ein brennendes Haus sieht, fährt sie hin, um es zu löschen. Für die Feuerwehr-Medizin ist der Mensch nur ein Leib. Ihr Psychologen, Psychiater, Psychoanalytiker u.dgl. versucht, euch mit dem menschlichen Bewusstsein und der menschlichen Seele zu befassen, ohne die geringste Vorstellung davon zu haben, was das Bewusstsein und die Seele darstellen. Ihr steht zwar höher als die Feuerwehr-Medizin, da ihr versucht, euch mit übersinnlichen Elementen des Menschen und nicht mit den sichtbaren Elementen des Leibes zu befassen. Für euch stellt der Mensch eine Seele dar, doch ihr habt keine Ahnung, was die Seele ist.“

Weiter sagte ich zu ihm: „Die Feuerwehr-Medizin steht am tiefsten, du bist auf mittlerer Höhe des Berges und ich bin auf dem Gipfel des Berges. Dort befindet sich der menschliche Geist. Die Feuerwehr-Medizin behandelt den Leib, ihr behandelt in eurer Art die Seele, und ich befasse mich mit dem menschlichen Geist.“ Da meinte mein Gesprächspartner: „Ich weiß nichts über den menschlichen Geist“.  „Das weiß ich“, erwiderte ich, „Ich beobachte alles von oben und kann verstehen, was du zu tun versuchst und worin dein Problem besteht. Doch du wirst niemals verstehen, was ich mache, mit welchem Element des Menschen ich mich befasse – mit seinem Ich. Du hast allerdings keine Ahnung, was das ist – das Ich ist der Weg, der Grenzübergang zum Geist. Das erklärt, warum ich in dieser Art spreche, die dich so stark beeindruckt.“ Seitdem grüßte mich dieser Mann mit „Hallo, Herr Professor“.

Wenn wir also darüber sprechen, in welche Sackgasse die Wissenschaft, die Menschenerkenntnis hineingetrieben wurde, so müssen wir feststellen, dass sie zerkleinert ist. Man muss versuchen, einzelne Wissenschaftszweige miteinander zu verbinden, um ein bestimmtes Rätsel zu enthüllen. Wie hätte das bulgarische Mysterium enträtselt werden können, ohne die Geschichte, Archäologie, Ethnographie sowie andere Wissenschaften daran zu beteiligen, einschließlich der Mathematik? Der Schatz von Varna etwa wurde durch mathematische Verfahren untersucht, durch die dort die Zahlen Pi, Phi, die Fibonacci-Zahlen sowie andere Gesetzmäßigkeiten festgestellt wurden.

Doch wenn man eine Synthese vorzunehmen versucht, wird man für einen Eklektiker erklärt. Man hört von den Wissenschaftlern Einwände, etwa „Wir sind Historiker und haben das Recht auf die Geschichte, wir sind Physiker und haben das Recht auf die Physik, ihr dürft euch nicht in unser Werk einmischen, da ihr etwas anderes studiert habt.“ Wieso denn eigentlich nicht?! Nur jemand, der sich auf die Anthroposophie orientiert, ist in der Lage, eine Synthese von Wissenschaften vorzunehmen und die wahren Antworten zu finden.

Wenn wir nach der Antwort auf die Frage suchen, warum sich die jungen Menschen jetzt in dieser Situation befinden, welche Herausforderungen auf sie warten und wohin Ahriman die Welt treibt, können wir Folgendes sagen. Die Informationstechnologien werden in den nächsten zehn Jahren ihre Geschwindigkeit 500 Mal erhöhen. Wenn also jetzt das menschliche Gehirn mit seinem reflektierenden Denken aus dem niederen Ich eine bestimmte Denkgeschwindigkeit besitzt, werden die Computer durch die erhöhte Geschwindigkeit nicht nur viel schneller als das Menschengehirn sein, das sich des toten Denkens bedient, sondern auch einen viel größeren Umfang des Denkens erreichen. Beim lebendigen Denken gelten allerdings andere Regeln, das ist eine ganz andere Denkart. Irgendwann wird etwas geschehen, an dem im Silicon Valley heute gearbeitet wird: Wenn der künstliche Intellekt mehr leistet als der gewöhnliche menschliche Intellekt – und der menschliche Intellekt wird zudem als das Produkt des Toten immer weiter herunterkommen -, wird man dem Menschen früher oder später anbieten, ihm ein neues Gehirn, einen neuen Intellekt einzupflanzen. Dem Leib wird ein neuer Intellekt eingebaut werden, dessen man sich bedienen und damit großartig sein kann. Man wird keine Kopfschmerzen empfinden, man wird ein glänzender Intellekt sein. Ahriman ist der absolute Intellektuelle, allerdings verkörpert er den toten Intellekt. Er ist der Gott des toten Intellekts. Durch jeden Professor, der an das Pult tritt, spricht Ahriman. In jedem Schriftsteller, der heutzutage Bücher schreibt, wirkt Ahriman. Durch jeden Arzt, jeden Lehrer wirkt Ahriman. Von überall her spricht Ahriman durch Millionen Münder! Nicht Christus spricht, sondern der Antichrist! Doch diese Menschen wissen darüber nicht Bescheid. Je mehr akademische Grade jemand besitzt, desto mehr bildet er sich ein, eine Leuchte zu sein. Doch in Wirklichkeit wird er nur zu einem direkten Mittler Ahrimans und von der Höhe des Postens, den er innehat, beeinflusst er viele Menschen und häuft dabei Karma für seine nächsten Leben an. Wenn wir auf die Lehrpulte schauen, werden wir mit Überraschung feststellen, dass dort eigentlich junge Seelen stehen – das hat schon Steiner beobachtet. Und in der Tat stieg der überwiegende Teil der Menschheit in den nachatlantischen Kulturepochen zur Inkarnation herunter – also vor etwa 8000 Jahren. Die Märchen von Millionen Jahre alten Pithecanthropus-Schädeln und Dinosaurier-Knochen sind völlig absurd. Ich behaupte, dass der Hauptteil der Menschen sich vor etwa 7000 Jahren zu inkarnieren begonnen hat. Nur viel erhabenere Geister stiegen während der atlantischen Zeit auf die Erde herab und ein äußerst geringer Teil der Geister begann mit der Inkarnation (gemeint ist ein Erdenleben mit Geburt und Tod) am Ende Lemuriens (vor etwa 15000 Jahren) – hauptsächlich diejenigen, die in der Atlantis die Menschheitsführer waren. Die Hauptmenschenmasse hat vor höchstens 7000 Jahren angefangen sich zu inkarnieren – das ist eine Tatsache. Diejenigen, die sich nun vor uns hinstellen und uns belehren, sind quasi gestern aufgetaucht. Deshalb klappern sie wie leere Blechdosen, wenn sie sprechen – in ihnen fehlt nämlich die Weisheit. Sie besitzen zwar Informationen, empirische Kenntnisse auf einem bestimmten Gebiet, doch sie haben keine Weisheit. Es gibt allerdings einen gigantischen Unterschied zwischen Kenntnis und Weisheit. Damit jemand Weisheit ausstrahlt, muss er das empirische Wissen besitzen, dieses einer Metamorphose unterzogen und den wahren Sinn erkannt haben, welcher dahinter steckt. Nur dann ist ein Mensch weise und das Wissen ist zu seiner persönlichen Erfahrung geworden. Alles andere bläst nur das Ego auf, der Kopf schwillt an vor Kenntnissen, die zu nichts zu gebrauchen sind. Dadurch bringt man immer stärker Tod in sich hinein, so dass man immer mehr zu einem versteinerten Schildkrötenschild wird. Man kann unmöglich den Schild eines 70jährigen Professors zerschlagen, damit etwas Lebendiges in ihn hineinkommt. Doch er steht hinter seinem Pult und lehrt, er schaltet und waltet, wie er will. Es ist der Alptraum! Und das Leben der jungen Menschen beginnt jetzt, sie sind voll Leben, sie wollen leben, sich entwickeln, eine Familie gründen usw. Doch Ahriman wartet mit einer Finte auf sie.

Was macht er? Unser ganzes Leben wird er in die Informationstechnologien einzwängen. Irgendwann wird Folgendes passieren: Alle Systeme – Bildung, Medizin, Politik usw. – werden digitalisiert sein und jemand wird die Kontrolle über den Hauptschalter haben. Wenn er nun alles ausschaltet, wird die ganze Menschheit in völliger Finsternis dastehen – im wörtlichen und im übertragenen Sinne. Die Menschheit wird keine Tätigkeit verwirklichen können, da ihr ganzes Leben digitalisiert sein wird. So wie die Wölfe eine Schafsherde umzingeln, um zuzuschlagen, so verfährt auch Ahriman mit den Menschen. Die Logen, die Freimaurer bzw. diejenigen, die hinter ihnen den okkulten Materialismus praktizieren – alle arbeiten Ahriman zu. Alle sind für seine Ziele eingespannt – Politiker, Wirtschaftsexperten, die Bildung, die Erziehung… Die Kinder werden schon bei der Geburt bearbeitet, indem man ihnen Gifte einspritzt. Dabei müsste die Heilung im Menschen selbst sein, so dass er keine Impfung braucht. Doch kaum sind die Kinder auf der Welt, da lauert Ahriman schon auf sie. In der Erziehung, in der Bildung, überall lauert Ahriman, so dass der Mensch, wenn er mit seinem Studium bzw. seiner Ausbildung fertig ist, zum Vollidioten geworden ist. Nicht zufällig nannte Steiner die Universitäten „Kasernen des Geistes“ – dort werden lauter Idioten produziert. Jeder von ihnen ist in seiner kleinen Sphäre spezialisiert – der eine kann die Schraube rechts rum aufdrehen, der andere – links rum rausdrehen. Soviel können sie. Keiner ist in der Lage, zu einem allumfassenden Denken heranzureifen, um den Sinn zu erkennen, der hinter allem steht. Und Ahriman hat am meisten Angst vor Menschen, die eine Beziehung zu ihrem höheren Ich herstellen und in lebendiger Weise die Dinge global betrachten können. Das ist der wahre Globalismus und nicht der getürkte linke und rechte Globalismus, die sich den Ball zuspielen, so dass wir nun vom linken Transgender-Globalismus zu Trumps Nationalismus schwanken und beginnen, uns vor Fremden zu umzäunen. Bei diesem Hin- und Herschaukeln wissen die Menschen nicht, wo Christus ist und können Ihn nicht in zeitgemäßer Weise finden. Stattdessen werden sie zwischen Luzifer und Ahriman – dem Teufel und dem Satan  – hin- und hergerissen.

Das ist die Situation, in die die jungen Menschen hineingezwungen worden sind. Sie haben es sich ausgesucht, in dieser Zeit auf die Erde zu kommen und das ist ein großes Privileg. Was sollen sie tun, wenn sie vollständig digitalisiert und von jeder Seite in die Falle getrieben werden? „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist“ – wir können davor nicht weglaufen. Junge und Alte werden in diese Falle hineingetrieben und die Alten mit ihren überholten Ansichten werden langsam diese Welt verlassen. Wir in Bulgarien sind schwächer entwickelt und das ist ein großer Vorteil, denn wir sind noch nicht so stark digitalisiert und ahrimanisiert. Im Vergleich dazu sind die Menschen in Amerika schon lange abgeschrieben. Jetzt wird der Kampf um Mitteleuropa geführt, um das Deutschtum, denn von dort aus wird die Beziehung zu den Russen hergestellt, deren Mission erst in 1500 Jahren anfangen wird. Trotzdem muss die Beziehung zwischen Deutschland und Russland schon jetzt hergestellt werden. Nicht mit Putin und Merkel, sondern auf einem völlig anderen Niveau. Das wird auf einer ganz anderen Stufe geschehen. Dabei spielen die Hauptvermittlerrolle die Bulgaren und ich freue mich, dass einzelne Russen sich bereits zu diesem Verständnis erheben konnten. Die jungen Menschen müssen daran teilnehmen. In welcher Art?

Indem sie ihr Bewusstsein ändern. Jeder hat die freie Wahl. „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist“, denn wir leben mitten in dieser Welt. Man wird sich bald nicht mal ein Brot ohne Bankkarte kaufen können, wenn das Papiergeld verschwunden und das Digitalgeld eingeführt sein wird. Niemand wird also ohne Ahrimans Siegel etwas kaufen oder verkaufen können. Man wird dann nicht wie die alten Wüsteneinsiedler in die Wüste fliehen oder in die Tundra wie jener Betrüger Vissarion. Es ist die Zeit gekommen, in den Großstädten zu sein. Deshalb sagte auch Beinsa Douno: „Die Heiligen sind jetzt in den Großstädten anzutreffen“. Dort kann man in der größten Kloake leben, wo alle niederen Leidenschaften toben und gleichzeitig nicht von dieser Welt sein – man ist „in dieser Welt, doch nicht von dieser Welt“. Keiner kann uns verbieten, unsere Bewusstseinsform zu ändern. Nun will ich etwas in höchstem Maße Beruhigendes sagen: Diejenigen Menschen, die sich für einen Übergang vom abstrakten zum anschauenden Denken entscheiden und durch Letzteres allmählich ihre Bewusstseinsform auf das bildhafte Bewusstsein hin in individueller Art ändern, werden vom Absterben unserer Zivilisation nicht betroffen sein. Diese Zivilisation wurde bereits dem Tod geweiht, sie wird zu Ende sein. Sie wird immer schwächer und je weiter sie abstirbt, desto mehr wird sie sich dagegen wehren. So wie das Römische Reich im Laufe von mehreren Jahrhunderten im Sterben begriffen war, mit all den begleitenden Schrecken, so wird der Tod dieser Zivilisation von noch größeren Schrecken begleitet sein. Der junge Mensch muss also das Leben in die eigenen Hände nehmen. Wie kann er das tun?

Die Götter haben uns bis zum gegenwärtigen Entwicklungsstand gebracht – sie haben unsere Leiber aufgebaut, wir haben eine Seelenentwicklung erfahren, das niedere Ich hat sich im Laufe von 2000 Jahren entwickelt. Nun ist die Zeit gekommen, dass wir uns mit dem höheren Ich verbinden. Das ist ein absolut individueller Prozess. Keiner kann den anderen irgendwohin bringen, zu diesem Übergang, zu dieser Bewusstseinsänderung treiben. Keiner kann das für den anderen tun. Das, was ich sage, soll eine Hilfe und die Antwort auf die Frage sein, was zu tun ist. Wer will, der höre – jeder hat die Wahl. Diese Anstrengungen müssen also von jedem persönlich unternommen werden. Das ist harte Arbeit, aber sie ist eine Last, die nicht schwer fällt. Das ist ein Segen, der keine Mühe macht, sondern angenehm und inspirierend ist. Je mehr Last wir uns auflegen, je weiter wir unser niederes Ich aufheben, damit das höhere Ich in uns aufblühen kann, desto mehr werden wir uns von den Lasten befreien, die wir in uns tragen. Je leichter wir werden, desto mehr wachsen wir als Bewusstsein und desto mehr Aufgaben der geistigen Welt können wir bewältigen. Die geistige Welt wartet darauf, dass wir Menschen unten bis zum höheren Ich heranreifen, damit sie uns mit verschiedenen Aufgaben beauftragt. Je weiter wir also fortschreiten, mit desto mehr Aufgaben werden wir beauftragt. Doch diese Aufgaben werden uns nicht schwerfallen, sondern sie werden viel schöner, umfangreicher und inspirierender sein als bisher und wir werden uns dann viel lebendiger fühlen. Dann beginnen wir nämlich, lebendig zu werden, dann verstehen wir zum ersten Mal, was es bedeutet, lebendig zu sein – vorher haben wir nur als lebendig gegolten, ohne in Wirklichkeit lebendig gewesen zu sein, denn weder Bewusstsein noch Ich waren lebendig. Nur unser Ätherleib war lebendig, aber er ist eine Gabe der Götter.

Der Mensch muss also mit Leben erfüllt werden. Nun sind die Menschen gleichsam tot, deshalb sagte Christus: „Folge du mir und laß die Toten ihre Toten begraben“ (Matth.8:22). Diejenigen, die ihren Toten beerdigen, sind genauso tot wie der Verstorbene. Heute ähneln die Menschen aschfarbenen Schatten, die sich bewegen, freuen usw., doch in Wirklichkeit tot sind. Für die geistige Welt sind sie tot und unsichtbar. Nur ein Mensch, in dem das lebendige Denken aufleuchtet, kann in der Finsternis von den geistigen Wesenheiten wahrgenommen werden. Dann ist unser persönlicher Schutzengel in der Lage, eine solche Verbindung mit uns aufzunehmen, dass wir ihn von unten anstacheln und er zu noch höheren Stufen aufsteigt, von denen er uns Offenbarungen herunterholt. Wenn der Engel uns diese Offenbarungen heruntergeholt hat, wachsen wir geistig und bilden in uns Begriffe, die nicht von dieser Welt sind. Wir bilden ein anderes Reich um uns herum, das nicht aus den gängigen Begriffen besteht, die jedermann kennt. Mit dem angewachsenen Bewusstsein stacheln wir wieder den Engel von unten an und er steigt in noch weitere Höhen auf, von wo er Offenbarungen für uns herunterholt. Der Mensch braucht all diese Offenbarungen, da sie eine Kraft in ihm bilden, die notwendig ist, damit er dem Antichristen entgegentreten kann. Das sind moralische Kräfte aus dem Kosmos, denn in der geistigen Welt herrscht die Moral. Es handelt sich um kosmische Moral, nicht um jene Moralarten, die die Menschen auf der Erde formulieren und nach denen sie ihren Gesellschaftsvertrag als Verfassung, Gesetze usw. gestalten. Es handelt sich um eine Moral, die nicht von dieser Welt ist. Und da im Kosmos Harmonie herrscht, verursacht die Moral, die wir auf die Erde herunterholen, keinen Schaden, sondern wirkt harmonisierend auf das irdische Leben.

Ahriman bereitet den jungen Menschen eine Falle vor – die Missverständnisse unter den Menschen werden eine gigantische Dimension annehmen, es wird zu einer Aufteilung der Menschen kommen, denn nur die einige Weisheit vermag alle Menschen zu vereinen. Jeder hat das Recht auf seine Meinung, doch was ist die Meinung Wert, wenn der sie Äußernde Stuss redet? Kann jemand den von mir zurückgelegten Weg streifen, um mir Ratschläge erteilen zu können? Wie will er das tun, wenn er keine Vorstellung hat? Doch jeder erteilt heutzutage Ratschläge und ist auf allen Gebieten kompetent, da er Rechte hat. Und wenn man Rechte hat, wird jede Verschrobenheit in ein Gesetz gekleidet und als existenzberechtigt geschützt. Wieso soll das Verschrobene dem Normalen gleichgestellt sein? So weit sind wir gekommen! Und die jungen Menschen leben mit dieser Verrücktheit, die ihnen als ein soziales Umfeld angeboten wird.

Derjenige junge Mensch, der den beschriebenen Weg besteigt, beginnt, die Menschen in einer völlig anderen Art zu betrachten. Dann erscheinen ihm die gängigen Vergnügungen als langweilig, so dass er irgendwann als asozial abgestempelt werden kann, da er beginnt, wählerisch in seinem Umgang zu sein. Das Positive ist, dass diejenigen aus seinem Umfeld herausfallen werden, die keine Lust haben, sich zu ändern, und dass er sich karmisch mit Menschen verbinden wird, die sich auf demselben Weg befinden. Dann wird es zum gegenseitigen Tragen unserer Bürden kommen. Auf diese Weise entsteht die reale Brüderlichkeit, bei der „jeder des anderen Last trägt“, doch alle von der allgemeinen Weisheit vereint sind. Alle werden miteinander auskommen können, unter ihnen werden keine Streite entstehen. Deshalb sagte Beinsa Douno, dass unter den großen Meistern, unter den Göttern kein Streit darüber herrscht, wer Christus ist und welchen Platz er im Ganzen einnimmt. Unten auf der Erde streiten die Menschen, ob Christus einen historischen, mystischen oder kosmischen Charakter hat, da sie kein Verständnis haben. Deshalb müssen die anderen auf denjenigen hören, der es versteht – das ist in der Kabbala auch so – und nicht ihn vom Standpunkt ihres niederen Ich zu belehren versuchen. Das niedere Ich ist eine große Errungenschaft, aber es muss einer Metamorphose unterzogen und nicht ausgelöscht werden. Nichts im Dasein darf vernichtet, sondern lediglich metamorphosiert  werden, damit es in etwas Neuem wiedergeboren wird. Wenn man Angst empfindet, metamorphosiert diese in Mut, wenn man Hass empfindet, wird dieser nach der Metamorphose zu Liebe. Gibt es keine Angst, so gibt es auch keinen Mut, gibt es keinen Hass, so gibt es auch keine Liebe. Beides muss vorhanden sein und das beginnt bereits oben beim Uranfänglichen und wird dann abwärts in Paare gruppiert.

Der junge Mensch muss also seinen Weg finden. Beinsa Dounos Worte „Entweder bist du mit Christus oder gegen ihn“ klingen heute wie ein Urteil, denn künftig werden die Rassen verschwinden, es wird nur zwei Rassen geben – die gute und die böse. Diejenigen, die Christus folgen, werden die Rasse der Guten bilden. Die Rasse der Bösen werden diejenigen bilden, die den dunklen Mächten nachfolgen. Sie werden eine Rasse von Schwarzmagiern bilden, die mit fürchterlichen Kräften arbeitet. Sie werden gegen die Rasse der guten Weißmagier mit magischen Kräften kämpfen. Der Mensch wird also die Wahl haben, zum schwarzen oder weißen Magier – d.h. zu einem Feind oder Nachfolger Christi – zu werden. Das ist die Wahl, vor der die jungen Menschen heute tatsächlich stehen. Diese Wahl wird langwierige Folgen haben.

Nun kann natürlich jeder sagen: „Ich verschiebe meine Wahl auf das nächste Leben, jetzt will ich mein Leben genießen, es wird ja ein weiteres Leben geben“. Es gibt allerdings ein kleines Detail – ihr wisst, die kleinen Steine sind es, die den Wagen umkippen. Die Bedingungen, die du jetzt hast, wenn dieses dir verkündet wird und du dich entschließt, dem Verkündeten den Rücken zuzukehren, wird es nicht mehr geben. Im nächsten Leben kommst du unter völlig anderen Bedingungen zur Welt, aber die Evolution wird dann etwas anderes verlangen. Das, was man jetzt versäumt hat – die Impulse Steiners und Beinsa Dounos und ihre Synthese – lässt sich später nicht mehr nachholen. Von nun an zieht jedes Versäumen von Evolutionsimpulsen fatale Konsequenzen nach sich. Woran liegt das?

Bisher wurde die Menschheit wie eine Herde von ihrem Hirten angetrieben, so dass sie sich als Ganzes bewegt hat. Ja, es gibt Weiße und Schwarze, Dumme und Gescheite, doch wir Menschen bildeten mehr oder weniger eine einheitliche Art. Mit dem Beginn des Christentums des Heiligen Geistes ist jedoch jeder verpflichtet, sein Schicksal in die eigene Hand zu nehmen, an einer eigenen Individualisierung in Christo zu arbeiten und am Entstehen der zukünftigen Brüderlichkeit um Christus zu wirken. Wenn du diesen Impulsen den Rücken kehrst, beginnt eine solche rückschrittliche Tendenz in dir zu wirken, die dich auch im nächsten Leben hin- und hertreiben wird. Wenn du dagegen die Tendenz zum Aufstieg mitnimmst und dich auf die Spitze des Speers stellst – d.h. dich der Avantgarde der Geistigkeit anschließt -, wirst du Kräfte für das nächste Leben anhäufen, die dir früher oder später helfen, die zukünftige fortschrittliche Geistigkeit in zeitgemäßer Art zu finden, so dass du dich wieder der Avantgarde anschließen kannst. Leute, macht das also quasi aus persönlichem Egoismus! Sucht diesen Weg für eure eigene Erlösung! Ihr könnt soviel ihr wollt zwischen Yoga, Castaneda oder Alice Bailey herumirren, doch ihr müsst wissen, dass ihr dort wie ein Huhn im Netz verfangen seid, aus dem das Befreien äußerst schwer gelingt. Es ist sehr schwierig, sich davon zu läutern und in richtiger Art vorwärts zu gehen. Ich zeige euch den direktesten Weg – besteigt ihn, wenn ihr wollt. Dann werdet ihr sowohl für euch selbst als auch für die Ganzheit nützlich sein – das ist das Beste, was einem passieren kann! Anderenfalls schließt man sich Ahriman an und erleidet alle Konsequenzen seiner Entscheidung. Ihr habt also die Wahl!

 

 

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