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Das Mysterium des Menschen und die Falle der Gender-Ideologie

 

vorgetragen von Dimitar Mangurov am 24.03. 2018 im Begegnungszentrum

„Harmonia“ – Varna

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Die ganze Vorlesung im PDF-Format

 

Unser heutiges Treffen findet am Vorabend des ersten Ostertages nach der vergangenen dreijährigen Periode statt, in der 30 große Vorlesungen gehalten wurden. Diese Vorlesungen umfassen inhaltlich die Hauptthemen im geistigen Leben des Menschen. In der heutigen Vorlesung wird der Versuch unternommen, das Vorgetragene gewissermaßen zusammenzufassen. Wir werden auch eine Beziehung zu dem ernsthaften Skandal herstellen, welcher nach Neujahr in Bulgarien im Zusammenhang mit der geforderten Ratifizierung eines Papiers des Europarats durch das bulgarische Parlament entflammt ist. Das besagte Papier ist unter dem Namen Istanbul-Konvention bekannt geworden. In ihm geht es um die Frauenrechte, doch in einige Artikel hat sich die aus den USA stammende soziale Gender-Theorie eingeschlichen. Diese Theorie hat sich in den westlichen Gesellschaften längst in eine praktizierte Ideologie verwandelt. Doch zu der Überraschung vieler Beobachter hat das bulgarische Volk starken Widerstand gegen die Konvention geleistet. Das bulgarische Parlament hat die Konvention zurückgezogen und dem Verfassungsgericht übertragen, das eine Auslegungsentscheidung treffen soll.

Die Diskussion, die in der bulgarischen Gesellschaft entflammte, entfaltete sich hauptsächlich in der staatlich-rechtlichen Sphäre der sozialen Dreigliederung und die schwachen Versuche, über das Problem im geistigen Sinne nachzudenken, beschränkten sich auf die Erinnerung daran, dass Gott den Menschen in zwei Geschlechtern geschaffen hat und wir uns in Sein Werk nicht einmischen dürfen. Die Angst der Menschen kommt eigentlich aus der Möglichkeit, dass die Gender-Ideologie die Schulen unterwandert und die zarte Psyche von Kindern schon von frühester Kindheit an beschädigt.

Heute werden wir diese Frage vom Standpunkt der Geisteswissenschaft aus beleuchten und nach dem Ausmaß der Schäden suchen, die eine eventuelle zukünftige Ratifizierung dieser Konvention mit sich bringen könnte, falls es solche Schäden gibt. Im Zusammenhang damit werden einige neue okkulte Tatsachen mitgeteilt, die bei der Vorbereitung der vorliegenden Vorlesung empfangen und gedanklich erfasst wurden. Zwei dieser Tatsachen hängen unmittelbar mit der bevorstehenden Inkorporation Ahrimans zusammen.

Wenn wir über Ahriman reden, müssen wir unbedingt erwähnen, dass in den letzten Tagen ein namhafter irdischer Vertreter von ihm über die Schwelle gegangen ist – Stephen Hawking. Die Menschheit hat ihn zum genialen Astrophysiker erklärt, doch seine „Genialität“ fußt auf der reflektierenden Bewusstseinsform und hat daher keinerlei Wert für die Hierarchien von den Engeln bis zu den Seraphim. Mit dem Tod des physischen Gehirns bleibt von den toten Theorien über den Aufbau des Weltalls nichts für die Ewigkeit. Die Person, die diese Theorien formuliert hat, steht in der übersinnlichen Welt völlig verwüstet und leer Christus entgegen, sie begibt sich in die dunkelsten Bereiche des Kamaloka, um dort mit ihrer des physischen und ätherischen Leibes entkleideten Seele den Wahnsinn zu erleben, dem die eigene Seele auf der Erde gedient hat. Dagegen lässt sich die Aufmerksamkeit der Hierarchien mit demjenigen auf sich ziehen, was wir jetzt besprechen werden.

Zur Vertiefung in das angebotene Thema müssen wir uns zuerst zur Urquelle des menschlichen Mysteriums erheben und nach der Hauptidee suchen, die diesem Mysterium zugrunde liegt. Erst dann werden wir unseren geistigen Blick auf die besagte Ideologie richten können und sie in das grandiose Tableau der Weltentwicklung einzeichnen.

Wie wir schon darüber mehrmals gesprochen haben, hat sich das gesamte Weltall nach Abschluss des vorherigen Evolutionszyklus, der unter dem Zeichen des Vatergotts verlaufen ist, zur „Auflösung“ in das Große Pralaya erhoben. Dieses Pralaya können wir Mahaparipralaya nennen. Dort wurde eine Bilanz des Erreichten gezogen und die Hauptidee des zukünftigen Zyklus formuliert. Zudem wurden im Mahaparipralaya die Gesetze angelegt, die die Erfüllung des neuen Plans bzw. der neuen Idee gewährleisten. Dort – am Väterlichen Weltengrund, den wir kurz Gott nennen werden -, hat alles begonnen. Nachdem Gott entschieden hatte, sich wieder zu offenbaren, hat Er den Zustand des Mahaparipralaya in einer Offenbarung verlassen, die in drei Etappen, für Ihn jedoch wie in einem Augenblick, verlaufen ist. Im Orient wird die Offenbarung Mahaparinirvana genannt, aber das ist noch keine Evolution. Auf der ersten Etappe offenbart Gott sich selbst in Beziehung zu sich selbst. Ob das Absolute ein Ich ist, können wir nicht wissen, denn Es wird im Ich eingeschränkt. Doch es steht außer Zweifel, dass Es sich als Ich manifestiert hat, denn hier gilt unbedingt Fichtes Satz „Ich bin Ich“.

Bis zum Augenblick Seiner Offenbarung ist Gott ein Objekt und in der Offenbarung manifestiert Er Sich als ein verinnerlichtes Subjekt, als ein Ich-bin. Das machte den Anfang-Christus innerhalb Seiner Anfanglosigkeit. Aus der Einheit der Eins auf der ersten Etappe gehen wir zum ersten Mal während der Gleichheit zur Trennung über. Aus der Einheit der Eins in der ersten Etappe gehen wir zu der Trennung der Zwei in der zweiten Etappe über. Während der dritten Etappe tritt Gott in eine Beziehung zu sich selbst ein, nachdem Er den Anfang bereits gesetzt hat, als Er sich in Seinen drei Hypostasen Gott-Vater, Gott-Sohn und Gott-Heiligen Geist offenbart hat. Sie bleiben aber für all diejenigen Wesen unerkennbar, welche aus dem Pralaya-Zustand im erschaffenen Weltall auftauchen sollten. Die drei Hypostasen sind wesensgleich in der Subjektivität des bewussten Allbewusstseins des Gottes, der ihre Einheit darstellt. Doch wenn sie in der Einheit bleiben würden, ohne sich einander gegenüberzustellen, würde der neue Zyklus der Evolution unmöglich sein. Die Trennung ist dem neuen Zyklus uranfänglich angelegt worden, damit jenes Wesen mit einem freien Willen erscheint, in dem sich als eine Entwicklungspotenz der uranfängliche Gott selbst manifestieren kann.

Die drei Hypostasen treten zu einer Manifestation nach außen heran – in der Geisteswissenschaft ist vom Ersten, Zweiten und Dritten Logos die Rede, die sich als die Atma-, Buddhi- und Manas-Prinzipien manifestieren. Jeder von ihnen stellt ein Prinzip der Einheit in der Evolution für sich dar. Doch innerhalb des Zyklus wird die oberste Einheit von Christus gewährleistet – dem Träger des Ich-bin-Prinzips, welches Er von Gott selbst erhalten hat. Atma, Buddhi und Manas mussten als Substanz, Leben und Idee zutage treten, damit das Physische, Ätherische und Astrale der neuen Welt erschaffen werden konnten. Die Schöpfung begann als ein Kreis, der die göttliche Unendlichkeit symbolisiert. In den Mittelpunkt des Kreises können wir einen Punkt setzen, der das „Alles-in-jedem“-Prinzip zum Ausdruck bringt. Das ist die Art des bewussten Allbewusstseins, das sich gleichzeitig in jedem Punkt seines Seins manifestiert. Unter einem Sein müssen wir im Hegelschen Sinne das Bewusstsein verstehen.

Der Kreis und der Punkt befinden sich in einer polaren Inversion zueinander. Wenn aber nur dieses statische Symbol bleiben würde, wäre keine Entwicklung da, deshalb zieht sich der Kreis zu einer Ellipse zusammen. An die zwei gegenüberliegende Enden stellen sich der Gott-Vater und der Gott-Heilige Geist und die Linie, die Beide verbindet, stellt eine Art äußere Einheit in Gott dar. Aber sie werden auch zu einer inneren Einheit zusammengezogen, die sie erlangen, wenn sich die Ellipse in eine Lemniskate verwandelt. Die Lemniskate besteht aus zwei Schlaufen, die sich in einem Schnittpunkt vereinen. In den Punkt der Begegnung stell sich der Gott-Sohn. Die drei Logoi sind vorhanden und Atma, Buddhi und Manas können sich als Substanz, Leben und Idee manifestieren. Aus der Begegnung der Substanz und Idee entstehen im Leben jene Formen mit Bewusstsein, die die evolutionsmäßigen Lebensformen im Zyklus darstellen. Die Lemniskate ist endlos wie der Kreis, allerdings in Hinblick auf die in ihr endlos stattfindenden Metamorphosen der Substanz in immer neuen Formen, in die der Gott-Sohn Leben legt. Die Substanz des Gott-Vaters ist unendlich opferbereit. Sie ist bedingungslose Liebe, die unter dem Einfluss der Idee (des Heiligen Geistes) alle möglichen Formen annehmen kann. Substanz und Idee sind die beiden „Hände“ Gottes, der Leben in die erschaffene Form direkt aus sich über Christus legt, den er zum Allerhalter des Zyklus gemacht hat. Im Mittelpunkt der Lemniskate zieht sich die Substanz – also das bewusste Allbewusstsein – zusammen und wird von den Hierarchiewesen verinnerlicht, die dort das Leben ihres Ich-Selbstbewusstseins erhalten.

Die Entstehung des Ich ist das wahre Wunder der Schöpfung. Nachdem der Gott-Vater sein Opfer dargebracht hat, bleibt Er in den Himmelshöhen und die Substanz begibt sich als reiner Wille in linearer Form zu unaufhörlichen Metamorphosen von der Idee. Als Träger der „ewigen Gottmenschlichkeit“ (nach Nikolay Lossky) – des Ich-bin-Prinzips -, steigt der „himmlische Mensch“ Christus die Stufen der Evolution herunter, indem Er sich mit diesen gleichsetzt. Aber Er überlässt es den Wesen, das Lebensprinzip auf diesen Evolutionsstufen zu personalisieren, indem Er das Leben des Welten-Ich in eine Beziehung zum Leben der Ich-Wesen setzt. Christus ist der Anfang – das Wort – und nur derjenige kann eine Beziehung zu Ihm aufbauen, der den Prozess der schöpferischen Ich-Verwandlungen, die Metamorphose des Geschehenden liebt und daher immer im Zentrum des Anfangs, im Zentrum der Verwandlungen und in der Dynamik des Gegenwartsmoments verweilt! Das Ich, das einmal schon erlangt wurde, ist unzerstörbar. Es zeigt sich lediglich in immer neuen Formen. Die Synthese der beiden esoterischen christlichen Impulse des 20. Jahrhunderts stellt eine Hinaufhebung des niederen Ich des Menschen als eine Bewusstseinsform zu einer anderen Form dar, die der heutigen apokalyptischen Zeit angemessen ist. In ihr befindet sich das Ich am Anfang von etwas einmalig Neuem, das mit der Dynamik des Gegenwartsmoments völlig synchron ist. Die Evolution ist die Entfaltung der Idee des Zyklus in neue Formen und die Synthese ist die heutige Menschenform, in der die Verinnerlichung der beiden erwähnten Impulse ihre Erhebung vom niederen zum höheren Ich, von der einen zu der anderen Schlaufe der Lemniskate etwas völlig Neues, Verschiedenes darstellt. Auf einer weiteren Stufe wird das äußerlich Entfaltete wieder verinnerlicht, um dann zu einem neuen Äußerlichen usw. bis zur Unendlichkeit überzugehen. Es waren dreieinhalb Äonen des Zyklus notwendig und die Hierarchien mussten enorme Kräfte in die Heranbildung des Menschen investieren, damit seine heutige Beschaffenheit erreicht werden konnte. So kam es zum von Rudolf Steiner für Ende des 20./ Anfang des 21. Jahrhunderts vorausgesagten Heiligen Impuls, der einzig in der Lage ist, das geistige Leben der Menschheit und die Zivilisation selbst zu retten. Wie wir wissen, wurde dieser Impuls bereits von Bulgarien ausgestrahlt und wirkt im Bewusstsein vieler Menschen auf der Welt.

Wie kam es zum gegenwärtigen Entwicklungsstand unserer Evolution? Die Antwort auf diese Frage wird uns die Wahrheit über die zukünftigen Aufgaben des Menschen aufdecken und auf die Gefahren hinweisen, die bei ihrer Bewältigung lauern.

Die Seraphim waren die ersten, die aus dem Pralaya erwachten, um von Gott-dem Heiligen Geist die Idee für den neuen Zyklus zu empfangen. Gemeinsam mit den Cherubim, die nach ihnen erwachten, haben sie das Weltall in Form eines Kreuzes strukturiert. Bei diesem Kreuz wird die Waagerechte aus der Gegenüberstellung zwischen Atma und Manas gebildet und Christus holt als Gott-Sohn das Buddhi-Prinzip in das Ich herunter. Der Gott-Vater hat das Kreuz über die Geister des Willens aufopfernd mit der Substanz ausgefüllt. Diese Substanz stellt die Einheit der göttlichen Offenbarung, des bewussten Allbewusstseins und des Willens Gottes dar, sich selbst zu offenbaren. Es begann der Evolutionszyklus, der im Verlauf der Äonen allmählich eine Kelchform annehmen sollte.

Die Substanz ist kein Stoff, sie ist auch nicht der Inhalt der Form, sondern ein Bewusstsein, das die Hierarchiewesen in sich verinnerlichen. Das bewusste Allbewusstsein, das die Geister des Willens geopfert haben, ist nicht das Atma des Gott-Vaters, sondern die Atma-Form, die sie im vorherigen Zyklus erhalten haben. Ihr Ich hat sich als „seelische Wärme“, als ein „neutrales Weltenfeuer“ manifestiert, das sich in der höchsten Astralität befindet. Aus diesem „qualitätlosen“ Willen sollte das physische Prinzip im Weltall in Erscheinung treten.

Hier müssen wir uns an ein Notizbuch Steiners wenden (D 16), in dem er über die Beziehung des Menschen zur Heiligen Trinität schreibt: „Gott liegt als Vater dem physischen, ätherischen und astralischen Leib zugrunde, als Sohn liegt Er dem ätherischen und astralischen Leib zugrunde und als Heiliger Geist liegt Er dem astralischen Leib zugrunde.“ Demnach sind der Äther- und der Astralleib, in denen der Vater wirkt, unterschiedlich von denjenigen, in denen der Sohn wirkt. Der Astralleib enthält auch eine dritte Ausprägung, in der der Heilige Geist wirkt. Es stand die Heranbildung des Menschen in komplizierter Art bevor. Das bewusste Allbewusstsein, das die Geister des Willens auf dem alten Saturn ausgestrahlt hatten, war in der Lage, sich bis zur Stufe zusammenzuziehen, auf der es sogar das Nicht-Sein des Bewusstseins, also das unbewusste Allbewusstsein, erfasst, das damals in Form der Wärme entstanden war. Aus der Gegenüberstellung der beiden erschien das mächtige Spannungsfeld, das die Evolutionsentwicklung vorantreibt. Das bewusste Allbewusstsein war „reines Sein“ (Bewusstsein) und die Wärme erschien als „vorhandenes“ Sein. Aus der Wärme bildete die Idee den ersten Keim des menschlichen physischen Leibes in Form „ätherisch-physischer Kugeln“. Jeder der heutigen Menschen besaß eine eigene Kugel, eine eigene Form. Sie schien von den astralischen Höhen des neutralen Weltenfeuers durch das Ätherische zu der eigenen physischen Umgebung „verdrängt“ worden zu sein. Dabei wurde sie zu etwas völlig Neuem in der Evolution. Wir sehen, wie das physische Prinzip als ätherisch und astralisch in Erscheinung treten kann.

Der Ätherplan des alten Saturn war noch nicht in die vier Ätherarten differenziert, die wir im gegenwärtigen Äon der Erde kennen. Der Ätherstrom war in den höheren Sphären einig, er umschlang den alten Saturn, während in seinem Inneren wegen der menschlichen Wärmemonade nur der Wärmeäther erschien. Uns ist aus der Anthroposophie bekannt, dass im Punkt, in dem der physische Leib des Menschen sich mit dem Ätherleib verbindet, der Geist in Materie bzw. die Materie in Geist umgewandelt wird. Wir können zwar von Materie im Zusammenhang mit dem alten Saturn noch nicht sprechen, da es noch keinen Raum gab – laut Steiner ist ja die Materie das, was sich in den Raum ausbreitet. Damals war das erste Element des menschlichen physischen Leibes vorhanden – die Wärme. Das war die einfachste Idee vom Menschen. Das Physische ist eine Form der universalen Substanz des Zyklus, es gehört zur Entfaltung der einigen Weltidee als erschaffenes Weltall. Zuerst hat sich das Physische mit dem Wärmeäther verbunden.

Hier ist es angebracht, etwas in Bezug auf das Ätherische zu erläutern, damit wir das Wesen der Form begreifen können. Im irdischen Äon besteht unser physischer Leib aus vier im alchimischen Sinne verstandenen Elementen – Wärme (Feuer), Luft, Wasser und Erde. Sie werden von den vier Ätherarten durchdrungen – dem Wärme-, Licht-, Klang- und Lebensäther. Die Aggregatzustände, in denen wir physisch existieren, sind bekanntlich die Zustände des Hitzenden, Gasförmigen, Flüssigen und Festen. Die Letzten bilden die Stofflichkeit unseres physischen Leibes, dessen Baumeister der Ätherleib ist. Steiner bezeichnet den Ätherleib jeweils anders, abhängig von den ausgeübten Funktionen. Wenn er ihn einfach als den ‚Ätherleib‘ bezeichnet, meint er eher seine Stofflichkeit, wenn er ihn als den ‚Lebensleib‘ bezeichnet, unterstreicht er die vom Ätherlieb zustande gebrachten Lebenstätigkeiten. Wenn er ihn als den ‚Bildekräfteleib’ bezeichnet, betont er dessen formende, bauende Funktionen. Letztere kommen aus der Welt der Urbilder (der Vorsehung) jenseits des Tierkreises. Sie können einerseits „bauen“, d.h. sie treten in ätherischer Erscheinungsform auf, andererseits können sie auch formen, d.h. sie treten in astralischer Erscheinungsform, als Idee auf. Ihre Gesamtwirkung kommt vom Logos, also von Christus. Sie überqueren bestimmte Bereiche des Tierkreises und bewirken die Erscheinung der von der Weltidee abgesonderten Ideen der Wärme, Luft, Erde und des Wassers. In Abhängigkeit von diesen Ideen teilt sich der einheitliche Weltenstrom in vier Ätherarten. Aus der gemeinsamen Tätigkeit von Ideen und Ätherarten entstehen die vier Aggregatzustände der vorhandenen Stofflichkeit. In den einzelnen Äonen kommen Element und Äther als ein Paar zur Geltung. Steiner nennt die Äther „Universalkräfte“, die nach der Peripherie streben. Wenn sie sich selbst überlassen sind, schaffen sie keine Formen, sondern unterziehen die Materie einer Auflösung. Die Elemente nennt Steiner „Zentralkräfte“, denn sie streben zum Zentrum der Erde. Aus ihrer Zusammenwirkung und unter dem Einfluss der Kräfte, die aus dem Tierkreis und aus unserem Planetensystem kommen, werden die Formen während der Evolutionsentwicklung erschaffen.

Eine solche Form besaß auch die menschliche Wärmemonade auf dem alten Saturn. Steiner hat sie ‚das Phantom des physischen Leibes‘ genannt. In sie haben die Geister des Willens ihr Ich, ihr Atma als unseren keimhaften Geistesmenschen eingeprägt. Das Phantom ist also einerseits eine Substanz, ein Bewusstsein, ein Geistesmensch, andererseits ist es eine Form, Idee oder ein realer Gedanke in der Außenwelt. Wiederum andererseits ist es eine Manifestation des Ätherischen, des Lebens, denn es hält die Stofflichkeit in sich auf, die wie ein Fluss durch das Phantom fließt und sogar unser Knochensystem durchdringt. Diesem komplizierten Gebilde liegt der Geistesmensch zugrunde, aber es stellt eigentlich die Manifestation der ganzen höchsten Trinität dar, welche das Weltall und den Menschen im Weltall aufbaut.

Die Hierarchiewesen waren nicht im Klaren darüber, welche Form die Wärme des alten Saturn zukünftig annehmen würde. Da der Raum fehlte, waren Wärme und Wärmeäther nicht getrennt, sondern sie existierten in der Zeit. Die Zeit war ihre Existenzform, aber der Wärmeäther ist die „entstehende Zeit“, die mit der Zukunft zusammenhängt. Deshalb sind die Geister der Zeit hervorgegangen. Dagegen ist das Wärmeelement die „vergehende“ Zeit, die mit der Vergangenheit zusammenhängt. Vom alten Saturn aus nahmen beide in zwei entgegengesetzte Richtungen ihren Weg. Die Idee der Wärme ging abwärts und zu einer Metamorphose in die Ideen der Luft, Erde und des Wassers, während der Wärmeäther sich zum Licht-, Ton- und Lebensäther erhob. Sie sind wie ein Plus- und ein Minuszeichen und ihre Trennung geschah in Übereinstimmung mit der Trennung der Hierarchiewesen, die bis zum Beginn der Evolution in einem einheitlichen Strom verweilten. Als aber die Schaffung des Weltalls begann, folgten manche von ihnen dem Weg der Wärme, der ersten Nichtsubstanz je nach der Richtung der Ersten Intention, die Gott selbst bestimmt hatte. Diese erste negative Substanz, die der Keim unseres physischen Leibes bildete, hat sich im Laufe der Äonen mit der ätherischen und astralischen Substanz verbunden, die andere, durch Gott-Sohn und Gott-den Heiligen Geist manifestierte Formen des einigen bewussten Allbewusstseins Gottes bildeten. Nach einer großen Anzahl von Metamorphosen durch verschiedene Formen hat die kolossale Spannung zwischen dem Geistesmenschen und der Wärme in der menschlichen Monade die erste Form des Ich-Selbstbewusstseins in ihr hervorgebracht. Das geschah im Sinne der erwähnten Ersten Intention, die sich im „Aufstieg durch Herabstieg“ ausdrückt. Von hier, vom Punkt des niederen Ich, welches im sinnlichen Teil des einheitlichen sinnlich-übersinnlichen Weltalls erlangt wurde – dem Kreis des Weltalls -, kann das Weltsubjekt nur zu sich selbst zurückkommen. Das ist auch die Aufgabe der menschlichen Entwicklung. Der Weg des Herabstiegs bis hierhin können wir den ‚Erdenstrom der Evolution‘ nennen.

Ein anderer Teil der Hierarchiewesen begann, nur den Strom des Aufstiegs (ohne Herabstieg) zu begleiten, der aus dem vorherigen Entwicklungszyklus kommt und der Zweiten Intention des Gottes in unserem Zyklus folgt. Wir bestimmen ihn als den ‚Sonnenstrom‘. Er umhüllt wie mit einer geistigen Atmosphäre den irdischen Hauptstrom. Im Laufe der Evolution entsprang dem Erdenstrom ein weiterer Strom, in dem der Herabstieg nicht zum Aufstieg führt, sondern zum immer weiteren Zurückbleiben und zur Entstehung des Bösen. Das ist der sog. ‚Mondstrom‘. Die Richtungsänderung der Ersten Intention zur Zweiten im manifestierten Manvantara konnte nur Gott bewirken, der aus dem Pralaya zum sinnlichen Teil des Weltalls herabsteigen sollte. Doch bis zu diesem entscheidenden Moment der Entwicklung führte ein langer Entwicklungsweg.

Steiner hat nicht gesagt, dass das Opfer der Geister des Willens, das sie am Anfang des alten Saturn dargebracht haben, abgelehnt worden ist. Daher kann man schließen, dass dieses Opfer in gewissem Sinne ihr gemeinsames Werk war. Trotzdem ist die Substanz aber nicht zum „Sonnen-Aufstieg“ des Bewusstseins hinaufgeströmt, sondern zur Verinnerlichung durch die Wesen herabgeströmt. Die Geister des Willens selbst haben diese Umkehr nach unten bewirkt, indem sie der Ersten Intention Gottes folgten. Wir vertreten die Ansicht, dass einer von ihnen Sorat war, der damals das Bewusstsein eines Formgeistes während des Erdenäons hatte. Sorat hat sich nicht gegen das Ich-Prinzip gestellt, das die Wesen während der Evolution erlangen bzw. erhöhen sollten, denn er selbst nimmt an der Aufopferung des „reinen Willens“ teil, die dieser Erlangung bzw. Erhöhung zugrunde liegt. Er hat sich nicht gegen sich selbst gestellt, denn er erfüllte den durch den Gott-Vater manifestierten Willen Gottes. Stattdessen widersetzte er sich einer anderen Bewusstseinsform, die auf die spätere menschliche basiert.

Wie bereits erwähnt, wussten die Hierarchien nicht, wie sich die Form der menschlichen Monade später entwickeln würde, doch sie hatten die richtige Absicht, die Weltidee zu verwirklichen. Das Ergebnis sollten sie am Ende sehen. Nach dem „Stresstest“ auf dem alten Saturn wurde die Schöpfung in das Pralaya erhoben und aufgelöst, um das Ausmaß der Anziehung zu den niedrigen Sphären der uranfänglichen Opfersubstanz zu erfassen und die Gesetze anzulegen, nach denen ihr „Verlauf“ durch die Weltstrukturen weitergehen sollte.

Am Anfang des Äons der alten Sonne haben die Geister des Willens, die vom Standpunkt des Erdenäons aus betrachtet bereits das Bewusstsein von Geistern der Bewegung hatten, das vorherige Opfer wiederholt. Diesmal wurde das Opfer von den Cherubim abgelehnt und die Wirkung der Ersten Intention ist unverzüglich in Erscheinung getreten. Bisher wissen wir nicht, ob Sorat das Bewusstsein eines Geistes der Bewegung erlangt hat. Wahrscheinlicher ist es, dass er auf der Stufe eines Formgeistes geblieben ist, wobei er innerlich trotzdem in der Erwartung der geeigneten Zeit zur sichtbaren Einmischung in die Entwicklung eine Evolution durchgemacht hat. Der von den Geistern des Willens ausgestrahlten Atma-Substanz hat der Gott-Sohn bewusst sein bewusstes Allbewusstsein beigegeben – sein Buddhi-Prinzip in Form des von den Geistern der Weisheit beherrschten Lebensgeistes. Die Wärmemonade hat das Prinzip des Ätherleibes erhalten, das Leben, das dem Äon und Zyklus angepasst war. Während sie auf dem alten Saturn eher das ewige Leben des vorherigen Zyklus des Vaters in einer uns unbekannten Art führte, hat unser Zyklus des Sohnes auf der alten Sonne sein eigenes Leben erhalten. Christus stellte sich zwischen die Erste und Zweite Intention, indem Er seine Tätigkeit in Verbindung mit ihnen entfaltete. Die Urform (das Phantom) unseres physischen Leibes hat sich auch mit dem Luftelement (der Idee) auf die gleiche Stufe gestellt. Aus der Metamorphose der Wärme ist schnell der Lichtäther erschienen und der fehlende Raum (der Nullraum) des alten Saturn wurde durch den eindimensionalen Raum ersetzt. In ihm sollten sich später eindimensionale Wesenheiten entwickeln: Dieser Art sind das Licht und die Luft. Sie sind lineare Wesenheiten, die organisches Leben hervorbringen. Das Prinzip des Lebens hat das Auftauchen einer gewissen Empfindlichkeit verursacht, wenn es als Lichtäther in Erscheinung tritt. Deshalb traten wir Menschen in unsere Pflanzenstufe der Entwicklung ein. Wir haben damals noch nicht unseren ganzen Ätherleib erhalten. Vielmehr ist ein Teil des Ätherleibes in eine unzertrennliche Verbindung mit dem physischen Leib eingetreten. Doch das war ausreichend, damit in der Monade ein biologischer Prozess in Gang gesetzt werden konnte. Wir hatten uns bereits von der Nullform des Bewusstseins getrennt, das dunkle Phantom wurde innerlich erhellt und die Geister der Weisheit prägten ihm ihren Lebensgeist keimhaft ein. Diesen sollte der zukünftige Mensch später verinnerlichen, d.h. in seinem Ätherleib bewusst erkennen.

Im Äon des alten Mondes ist das Atma auf die Stufe des Manas herabgestiegen, als der Gott-Heilige Geist über die Seraphim und die Geister der Bewegung die menschliche Monade mit einem eigenen Astralleib beschenkte. Die Stofflichkeit hat sich bis zur Idee des Wassers verdichtet und es erschien der Klangäther, der mit dem Denken zusammenhängt. Die Geister der Bewegung haben unserem Astralleib den Keim des Geistselbst eingeprägt. Zudem haben sie unserem Astralleib den Keim unserer Empfindungsseele eingeprägt und dem Ätherleib – den Keim der Verstandesseele, die jedoch dort astralisch lebte. Wir haben auf dem Wege der Evolution drei Leiber erhalten und die Seele wurde der Senkrechten entlang heruntergeholt, sie war keine Frucht der Evolution. Deshalb hatte der Mensch keine ererbte Beziehung zu ihr, obwohl sich in den vorherigen zwei Äonen gewisse seelische Keime in den Leibern beobachten lassen. Eine Einstellung zu der Seele hat der Mensch erst später durch ihre Verinnerlichung entwickelt.

Warum haben die Hierarchien all dies auf dem alten Mond bewirkt, was ein psychisches Leben in der Monade verursacht hat? Weil damals die kosmische Intelligenz des Zyklus in Gang gesetzt wurde – die Lage und Beziehungen der Hierarchiewesen zueinander. Bis zum Äon des alten Mondes wurde sie durch die einheitliche Idee der Welt vorbestimmt, also von außen. Diese Idee hat die Wesen an ihre Plätze gestellt und durch sie ihre höhere Tätigkeit verwirklicht. Die dem Zyklus immanente Evolution begann erst jetzt mit eigenem kosmischen Denken, eigenem Leben und eigenem Licht in der Substanz. Die ursprüngliche Natur des Klangäthers ist harmonisierend. Das Harmonisieren verwirklicht die kosmische Intelligenz. Zudem ist der Klangäther auch Zahlenäther und er führt zur Entzweiung und Symmetrie (links und rechts), zum Bruch, zur Teilung und Vervielfältigung. Die kosmische Intelligenz hat sich in viele Wesen „zerkleinert“, die eigenes „Denken“ hatten. Das hat die Entstehung eines dritten Evolutionsstroms bewirkt – des Mondenstroms der Zurückbleibenden. Der Herabstieg des Menschen hatte die Aufgabe, zum Aufstieg des Ich zu führen, aber der Herabstieg der hierarchischen Wesen führt zum Zurückbleiben, nachdem manche in den früheren Äonen das Ich-Prinzip im Sinne des Sonnenstroms nicht erlangen konnten. Sie haben die Substanz in egozentrischer Art verinnerlicht und im Verlauf der Entwicklung eine kolossale Macht angesammelt, um sich Gott zu widersetzen. Es lässt sich feststellen, dass die drei Evolutionsströme sich auf dem alten Mond endgültig herausgebildet haben, damit sich die Schöpfung wieder ins Pralaya erhebt und die „partielle“ Idee des Erdenäons aus der allgemeinen Idee des Zyklus heraustritt.

Am Anfang des Erdenäons war die Menschheit, die auf der Stufe der Wärme lebte, von einer gemeinsamen ätherisch-astralischer Aura umhüllt. In dieser gemeinsamen Astralität, die wir viel später „Paradies“ genannt haben, hat sich der „Allmensch“ Adam auf seinen Niederstieg zu den dichteren Bewusstseinssphären vorbereitet. Die Verdichtung des Geistes entwickelt sich vom Astralen zum Ätherischen und erst dann zum Mineralischen. Auf diesem Wege wird die einheitliche dreigliedrige Seele der Menschheit als Mittlerin zwischen Geist und Leib herangebildet. Die Empfindungsseele erschien unmittelbar nachdem der Astralleib der Geister der Bewegung sich bis zum Lichtäther verdichtet hatte. Die Verstandesseele erscheint nach der Verdichtung des Ätherleibes der Geister der Weisheit bis zum Klangäther. Die Bewusstseinsseele hat den Weg zum Menschen dank der Tätigkeit der Formgeister erst im Erdenäon gefunden. Wäre sie auf dem alten Mond aufgetaucht, wäre der Zyklus schon damals zu Ende gewesen, aber dann hätte sich die Dreiheit nicht zur Vierheit erhöht und es wäre der Beginn eines neuen Zyklus notwendig gewesen. Die ganze Seele war damals ein hochgeistiges Bild der Tätigkeit dieser Hierarchien, das die Ergebnisse der drei vorherigen Äonen und die aus dem Pralaya hinzugefügten Keime der Aufnahme des Ich enthielt. Als die Seele in Jahves Sphäre herabgestiegen war, kleidete er sie in einen Astralleib wie in eine individuelle Hülle, die in sich die ganze zukünftige Menschheit enthielt. Das war im Wesentlichen die Schaffung Adams. Die Bewusstseinsseele ist die „Festung“ des Individuellen im Menschen und sie ist mit dem Auftauchen des vierten Elementes der Erde erschienen. Dieses Element hängt mit der Geburt des Ich-Selbstbewusstseins im Menschen zusammen. Der Astralleib hat sich in drei Seelen zerteilt. Als die Bewusstseinsseele soweit entwickelt war, dass sie einen passenden physischen Leib formen konnte, schenkten die Formgeister dem Menschen den Funken des Ich, damit das Ich zur höheren Einheit der Seele werden konnte. Ursprünglich war die Seele einheitlich, doch später hat sie sich in drei Archetypen aufgeteilt. Sie kann vom Menschen nach und nach in seinen Leibern verinnerlicht werden, um den Weg zum dreigliedrigen Geist zu finden, den die Geister des Willens, der Weisheit und der Bewegung in den früheren Äonen angelegt haben.

Von den Formgeistern haben wir nur die Form des Ich, ohne Inhalt und wie eine für unseren physischen Leib äußerliche Einheit erhalten. Das war eine Gruppenform, die die ganze Menschheit umfasste. Der vom Menschen kompliziert ausgebaute physische Leib hat sich innerlich als die Summe der vier Elemente manifestiert, die irdisch spezialisierte Formen der Weltidee darstellen und von den vier Ätherarten belebt werden, die irdisch gebrochene Wirkungen des Weltlebens darstellen. Mit dem Erscheinen des Erdenelements und der Aschenbildung kam auch der Lebensäther auf. Im Unterschied zu den restlichen Ätherarten, die ein Geschenk des Gott-Sohnes sind, ist der Lebensäther der Christus-Äther in uns, der die Ich-Formen erzeugt. Einerseits wirkt er auf die einzelnen Teile verinnerlichend, aber andererseits geschieht diese Wirkung im Sinne des Ganzen, der Einheit. Während der Wärme- und der Lichtäther, die jeweils aus der Saturn- und Jupiter-Sphäre herabsteigen, zentrifugal wirken und uns von der Erde trennen, erdet uns der Klangäther, der vom Mars herabsteigt, zentripetal. Zwischen diesen Polen wirkt der Lebensäther von der Sonne aus harmonisierend und im Sinne des Ganzen.

Dieses Ganze ist die Pentagramm-Idee, die sich im Pralaya befindet und ständig durch unseren Ätherleib in den Erdenäon als ein Strom von Ätherkräften hineinwirkt, die an der Schaffung des menschlichen Phantoms teilnehmen. Unser heutiges Phantom ist das Ergebnis der Zusammenwirkung des Physischen, Ätherischen und Astralen, der Substanz, des Lebens und der Idee unter den Bedingungen unserer irdischen Existenz. Nach einer umfangreichen Evolutionsentwicklung musste das Phantom zum äußeren Ausdruck des vom Menschen erlangten Ich-Selbstbewusstseins werden. Wie bereits erwähnt, wird die innere Einheit im Leben des Geistes erreicht. Der Herabstieg der menschlichen Monade als ein Apparat zwecks Widerspiegelung des Weltlebens führte zur Entstehung eines eigenen Wesens in der Monade, die mit ihrem Widerspiegelungsapparat in der gleichen Art wie bei den Hierarchien dienen sollte. Doch das geschah zunächst nur in der physisch-astralen Organisation und die Frucht des höheren geistigen Lebens des Individuellen – also die Frucht des Lebensbaums – wurde nicht gekostet. Der Mensch musste niedersteigen und eine innere Einheit erlangen und erst dann zu einer tatsächlichen Individualisierung übergehen, die nur ein individuelles, von den anderen abgesondertes Leben liefern kann.

Die Geister der Form haben ihre Ich-Form während der lemurischen Wurzelrasse ausgestrahlt, als die Sonne sich längst von der Triade Sonne-Erde-Mond abgespalten hatte, aber der Mond immer noch eine Einheit mit der Erde bildete.

Schon am Anfang unserer Individualisierung haben sich die luziferisierten Engel auf unseren Astralleib gerichtet, um dort Streben und Begierden hervorzurufen. Deshalb hat der Astralleib aufgehört, die astrale Weltweisheit in rechter Art abzuspiegeln, da er sich in übertriebenem Maße mit dem sich auf dem Wege der Mineralisierung befindlichen physischen Leib verband. Diesen Vorgang hatten die Hierarchien geplant und er wurde durch Erzengel Michael in Gang gesetzt. Doch das Ergebnis fiel anders als erwartet aus und es war Besorgnis erregend. Keine der hierarchischen Wesenheiten kennt die Anziehungskraft der Mineralisierung und wohl deshalb haben die Hierarchien nicht damit gerechnet, dass die „Ansteckung“ vom Astralleib vorzeitig auch zum Ätherleib „springen“ würde. Mit dem Sündenfall erhielten der Äther- und Astralleib des Allmenschen Adam als eine neue Eigenschaft die Fähigkeit, sich zu differenzieren und gleichzeitig die Eigenschaften des Ätherleibes selbst zu polarisieren. Das fand in der Geschlechtertrennung einen Ausdruck. Die einheitliche Lebensgrundlage teilte sich in eine Sphäre, die das Leben hervorbringt, und eine Sphäre, die das individuelle Bewusstsein hervorbringt. Diese Trennung des bis zu jenem Zeitpunkt einheitlichen Menschenwesens (d.h. Mann und Frau), das eine rein geistige Existenz führte, hat Jahve vom Mond aus bewirkt. Später führte die physische Geschlechtertrennung zu einer weiteren Trennung – in eine männliche, weltliche, verstandesmäßige Weisheit und eine weibliche, tiefe, priesterliche Weisheit. In der Sprache der Mysterien ausgedrückt sind das die Weisheit Hirams und Salomons.

Die Trennung der Reproduktionskräfte kam im Schoß des Mondischen, Astralen zustande, das die Möglichkeit hervorbrachte, dass das abgesonderte niedere Ich unter irdischen Bedingungen geboren werden konnte. Die Begierden in unserem Astralleib sind Elementarwesen, die dorthin von den luziferischen Wesen hineingelegt wurden. Die luziferischen Wesen streben danach, eine Hülle unseres wesentlichen Ich zu bilden, ihm eine äußere Form zu verleihen. Mit der Zeit dringen sie nicht nur in unser Ich ein, sondern über dieses auch in die ganze Weltschöpfung. Um die Bestrebung der luziferischen Wesen zu parieren, haben uns die Hierarchien sterblich gemacht und bewirkt, dass die Erbeigenschaften durch das Blut über den physischen und Ätherleib vererbt werden. Trotz der Vorkehrungen hat sich die Ansteckung während der sog. „Mondenkrise“ vor der Abspaltung des Mondes von der Erde vom Astralleib auf den Ätherleib ausgebreitet, welcher nach dem ursprünglichen Plan von den ahrimansichen Wesen erst in der Mitte der atlantischen Wurzelrasse angegriffen werden sollte.

Es bestand die Gefahr, dass nicht nur die fähigsten Seelen, die während dieser Zeit auf der Erde verblieben waren, sich nicht mehr reproduzieren können, sondern sogar das ursprüngliche Menschenpaar Adam und Eva. Deshalb wurde unmittelbar nach dem Sündenfall ein Teil der feinsten und reinsten Kräfte, die dem Klang- und Lebensäther entsprechen, aus der Gesamtevolution der Menschheit entfernt. Sie wurden von nun an nicht vererbt, sondern in der geistigen Welt unter dem Schutz der von Manu geleiteten Großen Mutterloge der Menschheitsführung aufbewahrt. Diese Loge befindet sich in der höchsten Sonnensphäre. Laut Steiner war ihr Erdenvertreter in der atlantischen Zeit das zentrale Sonnenorakel und in der nachatlantischen Zeit – eine Mysterienstätte in Kleinasien. Es ist wohl die Mysterienstätte von Ephesus gemeint, wo die Mysterien des Wortes praktiziert wurden.

Das oben erwähnte Ereignis finden wir im imaginativen Bild der beiden Paradiesbäume wieder. Zum Träger der abgesonderten, nicht der Versuchung anheimgefallenen Ätherkräfte des Lebensbaums wurde jenes Wesen, das in der Zeitenwende als das Jesuskind aus dem Lukas-Evangelium geboren wurde. Steiner nannte es die ‚nathanische Seele‘.  Sie ist die „lebendige Seele“, die dem menschlichen Leib während der lemurischen Wurzelrasse „eingehaucht“ wurde. Sie ist der unversuchte Adam, der in der geistigen Welt geblieben war, während die restliche Menschheit als der versuchte Adam auf die Erde herunterstürzte. Adam bedeutet ‚Erdling‘,  also physischer Mensch. Der Stammbaum der nathanischen Seele führt jedoch zu jenem Adam zurück, der der „Sohn Gottes“ ist – also der Träger der Kräfte des Sohnes-Prinzips, des Ätherischen.

Das bisher Erörterte ist bereits von der Anthroposophie beleuchtet worden. Es entsteht jedoch die Frage, ob vom Baum der Erkenntnis nach bzw. schon vor dem Sündenfall auch Astralkräfte abgesondert worden sind, die von der Luziferisierung nicht betroffen wurden. Wenn das der Fall sein sollte, müssen wir uns fragen, wo diese Kräfte aufbewahrt wurden. Was sind die Kräfte, die mit dem Klang- und Lebensäther zusammenhängen und die Leiblichkeit der nathanischen Seele bilden, sie zur Seele machen? Wir vertreten die Ansicht, dass die Ätherkräfte der nathanischen Seele ihren Ursprung in der Welt der Urbilder jenseits des Tierkreises haben und dass sie aufbauende, formbildende Kräfte sind. Ich behaupte auch, dass vom Baum der Erkenntnis ebenfalls (wahrscheinlich schon vor dem Sündenfall) reine Astralkräfte abgesondert wurden, die auch ihren Ursprung in der Welt der Urbilder haben.

Dort erstrecken sich beide „Bäume“ bis zum Buddhi- und Manas-Prinzip, bis zum Zweiten und Dritten Logos. Aufbewahrt wurden sie in der Mutterloge auf der Sonne, wo sie in Einheit und mit ineinander verflochtenen Zweigen weilten. Die abgesonderten reinen Astralkräfte sind die unversuchte Eva, die den lebendigen (ätherischen) Adam in eine „Seele“ verwandelte. In der übersinnlichen Welt blieben die sündfreien Adam und Eva mit „ineinander verflochtenen Zweigen“, wohingegen auf dem physischen Plan die gesündigten Adam und Eva voneinander getrennt lebten und sich geschlechtlich „verflechten“ sollten, um die Fortsetzung des Menschengeschlechts durch die Schaffung eines Dritten zu sichern, das im physischen Leib und im Ätherleib das Prinzip der Vererbung trug. Die Schaffung des Menschen begann beim physischen Leib, danach entstanden der Äther- und der Astralleib, doch die Individualisierung musste zuerst im Astralleib beginnen, in dem die Vererbung fehlt bzw. nur indirekt anwesend ist. Diese Individualisierung war mit der Verkörperung der dreigliedrigen Seele verbunden, die in drei Etappen zustande kam.

Oben haben wir auf einige Ereignisse hingewiesen, die in den geistigen Welten vor der Versuchung durch die luziferischen Wesen eingetreten sind. Die Geister der Bewegung haben ihre alte Mondenhandlung wiederholt, indem sie das Gegenbild des menschlichen Gruppen-Geistselbst in den Astralleib als Empfindungs- und Verstandesseele einprägten. Infolge der Anziehung des Physischen zum Irdischen und mit der Unterstützung der Formgeister hat sich auch die Bewusstseinsseele herausgelöst. Unsere Sinnesorgane haben sich nach der Versuchung nach außen zur Aufnahme von Eindrücken aus der uns umgebenden Welt geöffnet, die der Mensch durch die Empfindungsseele auf sich beziehen sollte. Doch wegen der luziferischen Einmischung funktionierten unsere Sinne nicht richtig. Es war erforderlich, dass Christus in die Entwicklung eingreift. Da unser physischer Leib ein „Nachklang des Tierkreises“ darstellt, ist gerade dort – in der Sphäre des höheren Devachan bzw. des Geistesmenschen – Christus über die „astrale“ Eva in den „ätherischen“ Adam eingedrungen und von diesem – in den physischen Leib des Menschen, um seine Entwicklung zu korrigieren und die Sinnesorgane zum Einklang zu bringen. Dabei brauchte das Physische nicht zur Auflösung ins Pralaya erhoben zu werden, sondern Christus hat sein rettendes Werk im Manvantara verrichtet. Wegen des Opfers Christi wurde ein Teil des physischen Leibes dünner und ist in eine enge Beziehung zum Ätherleib eingetreten, wobei es den ersten Bestandteil des individuellen Menschenwesens bildete – den Seelenleib. Dieser ist die Beziehung zwischen Astralleib und Empfindungsseele und er hat die maßlose Expansion der luziferischen Wesen eingedämmt.

Diese aufopfernde Tat hat Christus gegen Ende der lemurischen Wurzelrasse verwirklicht und das leitete das Ende der ersten Etappe der Verkörperung der dreifachen Seele in die Menschheit ein. Die zweite Etappe begann bei bereits vorhandenem Seelenleib am Anfang der atlantischen Wurzelrasse, als der Mensch zur Beherrschung seines eigenen rhythmischen Systems, zur Bewusstwerdung der sieben Lebensprozesse unter rein irdischen Verhältnissen überging. Wegen der vorzeitigen Einmischung der ahrimanischen Wesen gerieten aber die Verkörperung der Verstandesseele und das richtige Erleben dieser Prozesse in Gefahr. Unser Ätherleib ist ein Nachklang der Planetenbewegung, deshalb drang Christus in der eigentlichen Sonnensphäre – der Sphäre des Lebensgeistes (des niederen Devachan), die das Zentrum unseres Planetensystems bildet, über die „astrale Eva“ wieder in den „ätherischen Adam“ ein. Damit konnte die Verkörperung der Verstandesseele fortgesetzt und das Erleben der Lebensprozesse befriedet werden, wobei Teile unseres irdischen Ätherleibes freigemacht wurden für Tätigkeiten, die höher als diese Prozesse sind. Dieses rettende Werk fand zu Beginn der atlantischen Wurzelrasse statt und dazu war es nicht notwendig, dass der Ätherleib ins Pralaya erhoben wurde.

Später bildete sich in der dreigliedrigen Menschenseele wegen der gemeinsamen Wirkung der vergangenen höheren Impulse und des Vorhandenseins einer neuen Lebensform – unseres Seelenleibes -, die substanzielle Grundlage zur Entstehung eigener Gedanken, Gefühle und Willensäußerungen. Doch diesem Prozess mangelte es ebenfalls an Harmonie. Deshalb durchdrang Christus am Ende der atlantischen Wurzelrasse wieder den sündfreien Adam über die sündfreie Eva. Es wurde die Verkörperung der Bewusstseinsseele gerettet und unser Seelenleben wurde zur Harmonisierung gebracht. Christus hat diese rettende Tat in den niederen Bereichen der Sonnensphäre, in der Mondensphäre des Geistsebst – also auf dem Astralplan des Planetensystems – verwirklicht.

Hier ist allerdings von der Rettung des Denkens die Rede, das im Menschen von außen – von der Panintelligenz – wirkte, und die ohne den Gebrauch von Begriffen auskam. Die Begriffe kamen erst mit Aristoteles auf. Nach dem Sündenfall waren der Wärme- und der Lichtäther (der Baum der Erkenntnis), die jeweils mit Willen und Fühlen zusammenhängen, im freien Besitz des Menschen. Das Denken, das mit dem Klangäther zusammenhängt, sowie der Lebensäther, der den Dingen einen verallgemeinernden Sinn verleiht, wurden in gewissem Sinne der menschlichen Willkür entzogen. In den Kräften dieser beiden Ätherarten, die in rechter Art benutzt werden sollen, verschwindet das Individuelle und unterordnet sich dem Allgemeinen. So können wir den Lebensäther mit der menschlichen Haut vergleichen, die den menschlichen Körper umfasst und verallgemeinert, während das Denken nicht individuell ist. Es ist reiner Geist. Selbst wenn wir es zu seinem physischen Ausdruck – den Worten – beziehen, so sind diese auch nicht individuell.

Dort, wo eine gemeinsame gesprochene Sprache existiert, steht hinter ihr eine Gottheit des gesamten Volkes und die Gedanken, die den jeweiligen Worten zugrunde liegen, erheben sich auch zu den Hierarchiewesen und sind ebenfalls nicht individuell. In den atlantischen und nachatlantischen Zeiten haben die Götter im Menschen gedacht und seine Aufgabe bestand darin, diese Gedanken richtig aufzunehmen. Mit seinem dritten Opfer hat Christus dies gewährleistet. Als Ergebnis des Opfers ist das Geistselbst als ein Geschenk der Geister der Bewegung für den Menschen indirekt durch das Ich der Formgeister (denn das Denken hängt mit der Ich-Entwicklung zusammen) gegangen und hat die Möglichkeit erhalten, aus der Zukunft auf den individuellen menschlichen Geist – auf sein Ich – hinzuwirken.

Aus der Anthroposophie ist uns bekannt, dass das Individuelle im Menschen im Astralstrom von der Zukunft zur Vergangenheit fließt, jedoch nach den Gesetzen des Ätherischen, d.h. von der Vergangenheit zur Zukunft. Das Göttliche tritt in den Menschen über den Ätherstrom ein, der von der Vergangenheit zur Zukunft fließt, jedoch nach den Gesetzen des Astralen. Das bedeutet, dass der Mensch sich dessen bewusst ist, was in seiner fernen Vergangenheit als Lebensgrundlage angelegt worden ist. Nach diesem Hauptprinzip wurde der Mensch aufgebaut.

Es macht einen Unterschied aus, ob das Geistselbst als ein Gruppengeist der Menschheit von der Vergangenheit aus wirkt oder als ein individueller Inspirator von der Zukunft aus, den man durch die alte Einweihung spüren kann bzw. ob der ganze menschliche Astralleib nach einer langen Einwirkung von der Zukunft aus zum Geistselbst wird. Letzteres lässt sich bei den Bodhisattvas in den vorchristlichen Zeiten beobachten. Das galt mehr oder weniger auch für die großen Eingeweihten. Für die restliche Menschheit war es jedoch notwendig, dass der Heilige Geist von oben herniedersteigt. Einen solchen Geist hatte der Mensch noch nie gekannt. Seine Ankunft hing von dem Herabstieg des Lebensgeistes ab, damit die Begegnung der beiden „Paradiesbäume“ auf der Erde und im physischen Leib des Menschen zustande kommen konnte. Vorläufig konnte der Mensch Früchte vom Baum der Erkenntnis pflücken, sich zum Geistselbst erheben, wobei sein Bewusstsein außerhalb des Körpers war. Aber an den Lebensgeist konnte der Mensch noch nicht heranreichen. Es stand die große Zeitenwende bevor und die Bemühungen der ganzen Menschheit waren in den nachatlantischen Zeiten auf diese Zeit gerichtet.

Wir haben bereits die Beziehung zwischen dem ersten Opfer Christi gegen Ende der lemurischen Wurzelrasse und der Schaffung des ersten Wesensgliedes des individuellen Menschenwesens – des Seelenleibes – erwähnt. An seiner Schaffung haben auch die Engel teilgenommen. In der ältesten Zeit lebte der Mensch nach der Teilung des einigen Wesens Adam-Eva in seinem Stamm, in dem er einen abgesonderten physischen Leib, einen an das Stammesleben gebundenen Ätherleib und eine Gruppenseele besaß. Die Astralleiber waren miteinander verbunden und in sie strömten hellseherische Bilder aus dem Tierkreis. Der Engel synthesierte die ganze Erfahrung des Stammes in eine Art einheitliches Ich. Er setzte den Astral- und Ätherleib auf der Grundlage des physischen Leibes in solche Wechselbeziehungen zueinander, dass der Seelenleib entstehen konnte. Später wurde in ihm die dreigliedrige Seele als eine Seelenhülle auf der Grundlage des von den Göttern gebildeten dreigliedrigen Leibes entwickelt. Dieser Prozess trug einen luziferischen Charakter. Im Gegensatz dazu gestaltete sich aus der irdischen Erfahrung die Arbeit des sich ausbildenden Ich. Aus der Zusammenwirkung der beiden Prozesse hat sich die dreigliedrige Seele mit dem dreigliedrigen Leib verbunden, das Ich nahm ein denkendes Bewusstsein an und individualisierte sich, indem es sich auf das physische Gehirn stützte. Doch all das wurde erst zu der Zeit Sokrates‘, Platons und Aristoteles‘ sichtbar. Vorher gingen innerhalb der Rassen die einzelnen Völker aus den Stämmen hervor. Man unterscheidet zwölf Rassen während der lemurischen Zeit und in der atlantischen reduzierte sich ihre Zahl auf sieben Rassen, die an den Planetenintelligenzen orientiert waren. Die Archai leiteten die Rassenbildungen an, doch allmählich haben sie diese Aufgabe den Erzengeln delegiert, die die Menschen in Volksgruppen differenzieren sollten. Die Erde hat sich in ihren physischen, ätherischen und astralen Gebieten an diese Bildungen angepasst, die ebenfalls einen Äther- und Astralleib besitzen. Der Ätherleib eines Volkes trägt einen einmaligen Charakter und die astrale Aura vereinigt und trägt zum Wachsen des Bewusstseins des einzelnen Volksmitglieds bei, es erhebt es über die Grenzen der Volksgruppe hinaus. Der Astralleib jedes Volkes verfügt über den „Stoff“ zur Verkörperung des Volksgeistes, der früher als die Menschen das erreicht, wonach sie in Abhängigkeit vom allgemeinen Karma streben. Die internationalen Bestrebungen kommen vom Geist der Erde, der die gesamte Astralmaterie der Erde umfasst. In der ersten nachatlantischen Epoche ist von Völkern noch nicht die Rede, die Völker haben erst gegen Ende der zweiten Kulturepoche deutliche Umrisse bekommen. Die Erzengel haben den Archetyp der dreigliedrigen Seele an die Verschmelzung mit der Aura des einzelnen Volkes herangeführt und die Seele erhielt allmählich die Züge des jeweiligen Stammes. Das ist in den Epen, Mythologien der einzelnen Völker beschrieben worden. Hier geht es um die Verkörperung der einheitlichen, nicht der einzelnen dreigegliederten Seele. Die einheitliche Menschheitsseele hat sich als einheitliche Seelen der verschiedenen Völker differenziert, von denen jede bestimmte Charakteristika hat.

Die Differenzierung der Völker ging unter zweiseitigen Einflüssen vor sich. Von oben wirkte der Erzengel über die Seele auf den Leib und von unten wirkten die irdischen Bedingungen über den Leib auf die Seele. Unter „irdischen Bedingungen“ meinen wir die Aura des jeweiligen Gebiets, die geografische Richtung, die Zusammensetzung der Elementargeister der Natur, die dieses Gebiet besiedeln. Während der Erzengel kulturmäßig, d.h. individualisierend wirkte, trug die Wirkung des Geistig-Naturmäßigen einen Gruppencharakter. Im Verlauf der einzelnen Epochen hat sich der Kampf zwischen beiden Wirkungen allmählich zugespitzt. Heutzutage treten vor unseren Augen als Ergebnis dieses Kampfes die Anhänger jeweils des Gruppenprinzips hervor, die auf den Vorrang des „Bluts und Bodens“ bestehen, und die Anhänger der persönlichen Befreiung des Menschen von der Gemeinschaft. Die ersten werden ‚Konservative‘, die zweiten – ‚Liberale‘ genant. Die Wahrheit der Evolution ist auf der Seite der Liberalen, doch die Ideologien aller beiden Lager sind dergestalt miteinander verflochten und entstellt, dass sie große Gefahren für die weitere Entwicklung bergen. Wenn wir zur Erörterung der Gender-Ideologie kommen, werden wir auf diese Gefahren und den Ausweg aus deren Falle hinweisen. Es ist aber dazu ein sehr tiefgehendes Verständnis der Völkerbildung und der Individualisierung des Menschen notwendig.

Wie wir wissen, kommt der Mensch mit einem eigenen physischen Leib und dementsprechend mit einem eigenen Phantom dieses Leibes zur Welt. Wie steht es aber mit dem Phantom bis zum Augenblick der Geburt? Das höhere Urbild unseres physischen Leibes – der Geistesmensch – ist in den Tierkreis eingeschrieben. Er hat die Form des menschlichen Embryos, so wie wir es im Mutterleib kennen. Ihm werden die Kräfte von Widder (dem Kopf) bis Fische (den Füßen) eingeprägt. Nach dem Tod kehrt diese Form in das höhere Devachan zurück und „ruht sich“ im Schoß des Gott-Vaters „aus“. Bis zur Geburt bleibt das Kind im Phantom der Mutter. Mit dem Durchschneiden der Nabelschnur wird die Beziehung mit dem physischen Leib der Mutter und seinem Phantom beendet. Es beginnt die Periode bis zum siebten Lebensjahr und dem Zahnwechsel, in der das Kind mit seinem Ätherleib in der es umhüllenden Ätheraura der Mutter lebt. Bis zum 14. Jahr entwickelt sich der kindliche Astralleib in der mütterlichen Astralhülle. Mit dem Eintreten der Geschlechtsreife trennt sich diese Aura und es beginnt die Individualisierung des kindlichen Astralleibes. Erst dann kann das Ich mit seiner Tätigkeit innerhalb des Leibes beginnen, vorher wirkt es hauptsächlich von außen. Bis zu seinem 21. Jahr hat der Mensch die Lemniskate des individuellen Aufbaus betreten und muss sich später „drehen“ und zur Lemniskate des rein geistigen Aufbaus übergehen, in der keine naturmäßige oder andere Notwendigkeit wirkt.

Der Erhalt der drei eigenen Leiber ist gewissermaßen eine Wiederholung der Evolution der drei früheren Äonen, jedoch beginnt die menschliche Individualisierung bereits im Augenblick der Geburt mit einer weiteren Evolution – der Ausbildung des individuellen Charakters des Astralleibes, der sich beim Menschen vom tierischen Astralleib radikal unterscheidet. Er bildet eine Art „Wiege“ irdisch-himmlischen Charakters, in der die Menschenseele wächst und sich individualisiert – zuerst als eingliedrig und dann auch als dreigliedrig. Im himmlischen Teil der Wiege wirkt der Volkserzengel, es steigen Inspirationen des Sprachgenius herab usw. Der irdische Teil der Wiege ist makrokosmisch bedingt und im Laufe einer langen Zeit an einem bestimmten Ort evolutionsmäßig und kultur-historisch ausgebildet. In dieser Wiege wird die allgemeine Evolution zur Geschichte und Kultur des einzelnen Volkes, dort verbindet sich das Allgemeinmenschliche aufs Engste mit dem Archetyp der Menschenseele und erhält einen individuellen Ausdruck. In der Wiege trennt sich das Kind während der ersten drei Jahre seines Lebens allmählich vom Himmlischen und passt sich an das Irdische an. Im ersten Jahr versucht es, sich aufzurichten und in der neuen Umgebung zu orientieren. Diesem Streben, das noch vom nicht wachen klaren irdischen Bewusstsein begleitet wird, entspricht im zweiten Teil der Lemniskate – dem seelisch-geistigen, der nach dem 21. Jahr beginnt – das Verlangen, sich unter den geistigen Wesen der übersinnlichen Welt, der Welt der Intuitionen, bewusst zu orientieren. Im zweiten Jahr beginnt das Kind zu sprechen, was im zweiten Teil der Lemniskate der Verbindung mit dem Wort entspricht, das in der Weltschöpfung klingt – also mit der Welt der Inspirationen. Im dritten Jahr macht das Kind einen Übergang von der kosmischen zur irdischen Intelligenz. Das entspricht im späteren Alter dem inneren Entfachen der Weltgedanken, was durch das anschauende Denken erreicht wird. Während das Kind in den ersten drei Jahren von der geistigen Welt zur Erde schreitet und sich mit dem Erlangen der irdischen Intelligenz „kopfüber“ dreht, muss der Erwachsene sich in geistig-seelischer Hinsicht „mit dem Kopf nach oben aufrichten“ – also die dreigliedrige Seele individualisieren, sie vervollkommnen und von ihr aus den Weg zur geistigen Einheit der Menschheit finden. Anderenfalls wird der Mensch bis an sein Lebensende den Verfall seiner Seele erleben. Leider ist das das Schicksal der überwiegenden Mehrheit der irdischen Menschheit.

Das Kind wird geboren und entwickelt sich bis zu seinem 21. Jahr in seinen grundlegenden Strukturen mit der Vererbung und als ein national bedingtes Wesen. Hier wirken die objektiven Gesetze der natürlichen Entwicklung. Auf der Grundlage der allgemeinen Evolution erhält das Kind drei Leiber, in denen sich das Rassenmäßige und das Nationale in solcher Weise spezialisieren, dass es in den Keimen der stärkeren oder schwächeren Individualisierung des Menschen einen Niederschlag findet. Doch eben in den allgemeinen Anlagen und nicht als eine Vorbestimmung, denn die Anlagen lassen sich durch die Erziehung und Selbsterziehung jeweils anders entwickeln, so dass die seelisch-geistige Entwicklung des Menschen zu seinem eigenen, auf höhere Ziele gerichteten Werk wird. Der Höhepunkt des menschlichen Fortschrittes besteht in der Fähigkeit des freien Individuums, die Form seines Bewusstseins einer Metamorphose zu unterziehen und zu einem Hierarchiewesen aufzusteigen.

Das Kind ist eher ein Allmensch in seiner uralten Form und selbst wenn es etwas älter geworden ist, kann es das Nationale nicht richtig erfassen. Das Kind ist ein „Internationalist“. Und im Zusammenhang damit ist es äußerst wichtig, dass sich im Kind ein gesundes Erleben nicht der Dreigliedrigkeit, sondern der einigen Seele entwickelt, die bei den einzelnen Völkern unterschiedlich ist. Die gesunde seelische Einheit bildet die senkrechte Achse der lemniskatenförmigen Entwicklung der menschlichen Verkörperung. Sie wird mit der Zeit verschoben, während der Mensch an Lebenserfahrungen reicher wird. Diese lemniskatenförmige Struktur ist wie ein Knochensystem für die Seele. Sie wird in den Kindheitsjahren als eine Antwort auf das weiterbestehende makrokosmische Denken der Hierarchiewesen an den Menschen gebildet, welches an ihn als die Vererbung, die Archetypenseele usw. herantritt. Vom Erdenplan aus wird es durch das sich erhebende Denken an das Kind seitens der Eltern, Erzieher, Lehrer usw. erwidert. Mit diesem gesunden „Knochensystem“ wird der Mensch später die einheitliche Seele als dreieinig individualisieren. In dieser „astralen Wiege“ können wir der Volksseele das Verständnis ihrer Ziele anbieten und zur geistigen Evolution der Menschheit beitragen. Das ist die Hauptaxiome des rechten Internationalismus.

Auf diesem Weg bereitete Christus den Leib vor, in den Er später herabsteigen wollte, um den Gang der menschlichen Entwicklung zu wenden. Zu diesem Zweck hat Er sich ein besonderes Volk erschaffen – das alte hebräische Volk. Dieses Volk hatte die Aufgabe, durch die Vererbung den physischen und den Ätherleib für Christus zu schaffen. Die Geschichte der Stammeslinie von Abraham zu Jesus ist bekannt und zusammen mit ihr bereitete Christus auch bestimmte Eigenschaften des Astralleibes Jesu vor, obwohl im Astralleib die Vererbung grundsätzlich fehlt. Die Israeliten wurden von einer gemeinsamen astralen Aura umhüllt, die auf sie als eine Gruppenseele wirkte. In diese Aura hatte Christus die Kräfte des astralen Kosmos heruntergeholt. Er hielt sein Versprechen gegenüber Abraham, dass dessen Nachkommen zahlreich wie die Sterne im Himmel sein würden. In dieser Aura wirkte auch in astraler Weise die unversuchte Eva als die Himmlische Sophia. Von ihr erfuhren die Propheten über die Ankunft des Erlösers und der nathanischen Seele. Der Prophet Elija war auch mit dieser astralen Aura verbunden und er wurde wie in einem Sturmwind zum Himmel entrückt, um von dort aus als eine Gruppenseele auf das Volk einzuwirken. Elischa hat es in dieser Aura gesehen und ist zu Elijas namhaftestem Schüler geworden. Jetzt ist Elischa wieder inkarniert und nimmt nun an der Schaffung eines anderen Astralwesens teil. Die damalige astrale Aura durchdrang den durch die Generationen fließenden ätherisch-physischen Vererbungsstrom und ihre Quintessenz hat sich in der Zeitenwende als der Astralleib des lukanischen Jesus inkarniert (aus dem Lukas-Evangelium).

In der Zeitenwende wurde durch die versuchte Eva in der salomonischen Stammeslinie der Jesusjunge aus dem Matthäus-Evangelium geboren. Der Heilige Geist hat sie als jener Geist erleuchtet, der seit der Zeit des alten Mondes wirkt und den Menschen zu einem individuellen, denkenden Ich gemacht hat. In diesen Jungen inkarnierte sich das höchstentwickelte Ich der Erde – das Ich Zarathustras. Ihn hat der Heilige Geist bei der Empfängnis erleuchtet. Die Empfängnis ist vom Heiligen Geist, der Empfängnisakt zwischen Maria und dem alten Joseph fand im erhöhten geistigen Zustand statt, ohne von der irdischen Sinnlichkeit berührt zu werden. Später hatte Maria noch vier Jungen und zwei Mädchen. Die Zahl sieben symbolisiert den Rhythmus der Zeit, in der auch die Geschlechterteilung funktioniert. Diese Maria war in ihrem früheren Leben Salomon, der viel Weisheit erworben hatte. Die Reinheit ihres Astralleibes kam sowohl von den in ihrem jetzigen Leben erlebten Leiden als auch auf besondere übersinnliche Art.

Die Empfängnis des anderen Jesuskindes aus dem Lukas-Evangelium geschah in der unversuchten Eva. Wir vertreten die Meinung, dass das ihre erste und einzige Inkarnation auf der Erde war. Eine einzige Inkarnation hatte auch der unversuchte Adam. Ihn hat Steiner die nathanische Seele genannt,  Maria aus dem Lukas-Evangelium können wir die ‚gesegnete Seele‘ nennen. Die sündfreien Adam und Eva begegneten sich in einem Leib, doch diesmal als geschlechtergeteilt. Die Empfängnis vom anderen Joseph geschah wieder im Geist, ohne dass die irdische Sinnlichkeit gespürt wurde. Hier war aber die Beziehung des Heiligen Geistes eine andere, denn es handelt sich um die Empfängnis des Menschensohnes (des höheren Menschen), der unversuchten Seele der Menschheit. Deshalb ist diese Empfängnis unbefleckt. Wir behaupten, dass der Akt der unbefleckten Empfängnis der einzige Geschlechtsakt im kurzen 25jährigen Leben der gesegneten Seele war. Sie blieb vom Sündenfall unbetroffen, sie blieb die Alma (hebr. Almáh ‚junge Frau, die zum ersten Mal gebärt`) und hat neben der Geburt des Menschensohnes später in übersinnlicher Art an einem anderen Mysterium teilgenommen.

Vor dem Herabstieg der nathanischen Seele in den Leib führte der Mensch eine Art Gespensterdasein, denn ein Teil der einheitlichen Adamseele war in der übersinnlichen Welt geblieben. Diese Seele sollte in die irdischen Bedingungen erst nach dem Mysterium von Golgatha während des Pfingstwunders gänzlich eintauchen, nach dem der Mensch ganzheitlich wurde.

Nach ihrer Geburt begann die nathanische Seele, in einer unbekannten Sprache zu sprechen, die nur die gesegnete Seele verstanden hat. Die lebendige Seele des nathanischen Jesus enthielt in ihrem Ätherleib die ganze Weisheit über die menschliche Entwicklung vom alten Saturn bis zur Zeitenwende. Die Mutter Maria war die Vertreterin der kosmischen Intelligenz auf der Erde und verstand die Weisheit, die der Menschensohn mit sich trug. Als das Gedächtnis der Menschheit hat er uns daran erinnert, dass wir aus dem Paradies stammen, was wir im Laufe der Evolution gänzlich vergessen hatten. Aus seinen drei Opfern, die in der übersinnlichen Welt gemeinsam mit Christus vollbracht worden waren, kamen im Menschen die von uns in unseren ersten drei irdischen Jahren unbewusst erlebten Fähigkeiten, aufrecht zu gehen, zu sprechen und zu denken, wobei das anfängliche Denken in diesem Alter eher äußerlich ist. Wir haben keine Erinnerung an diese Fähigkeiten. Mit der Geburt der nathanischen Seele an Weihnachten hat der Mensch eine neue Fähigkeit erhalten – die Fähigkeit, sich auf dem Weg des Ich, unabhängig von der Blutsverwandtschaft zu erinnern. Das war die erste der drei neuen Fähigkeiten, die der Mensch zu meistern hatte. Die zweite Fähigkeit entstand an Epiphanie. Während die nathanische Seele bei ihren ersten drei Opfern in der übersinnlichen Welt von Christus durchzogen und zum Christophorus wurde, hat sie an Epiphanie Christus in sich aufgenommen. Sie wurde zum Avatar Christi. Mit dieser inneren Handlung Christi in Jesus wurde das Fundament des menschlichen inneren, selbständigen Denkens gelegt. Damit der Mensch sich bewusst wird, dass er ein individuelles Ich ist, ist ein solches vom Ich erfasstes Denken erforderlich. Deshalb hat uns Erzengel Michael aufopfernd die kosmische Intelligenz geschenkt, die im 15. Jahrhundert  in unser Nerven-Sinnes-System eingebaut wurde. So konnten wir von Herzensmenschen zu Verstandesmenschen werden. Der Mensch ging endgültig zur Ausbildung eigener Gedanken über, die aber lediglich vom Gehirn reflektierte Schatten der lebendigen Gedanken der Hierarchien darstellen. Die Fähigkeit der Ich-Bewusstwerdung, die mit dem wichtigsten Opfer Christi und der nathanischen Seele das Ich vor dem luziferisch-ahrimanischen Chaos gerettet hatte, war der Tod auf Golgatha und die nachfolgende Auferstehung. Danach kam Pfingsten und seitdem lebt die Christus-Kraft als Ich-Impuls in jedem Menschen, der nach dem Erlöser mit den paulinischen Worten „Nicht ich, sondern Christus in mir“ sucht.

Vor Paulus hat uns Zarathustra das Gleiche auf eine radikale Art vorgeführt. Wie wir wissen, schaute er in den alten Zeiten Christus in der astralen Sonnenaura. Später opferte er seinen Astralleib für Hermes und schenkte Moses seinen Ätherleib. So konnten die beiden zu jenen Führern werden, die bemerkenswerte Spuren im ägyptischen und hebräischen Volk hinterlassen haben. Als Zarathustra als der Jesusjunge aus dem Matthäus-Evangelium 12 wurde, trat sein Ich heraus und ging während des Aufenthalts in Jerusalem auf das andere Jesuskind über. Das Ich hat 18 Jahre lang den zweiten Körper bewohnt und seine ganze Weisheit zur Verfügung gestellt. Bald nach dem Übergang des Ich ist der salomonische Jesus gestorben.

Der andere Junge hat sich 12 Jahre lang auf diese Übertragung vorbereitet. Nach seiner Geburt lebte er bis zu seinem fünften Jahr (heute geschieht das bis zum siebten Jahr) in der Ätherhülle seiner Mutter. Mit dem Zahnwechsel trennte sich diese Ätherhülle, die von den frischen Kräften der unversuchten Ätherizität der nathanischen Seele belebt wurde und wurde, ohne sich im Weltenäther wie bei den anderen Menschen aufzulösen, vom Schutzengel Gautama Buddhas zur Aufbewahrung mitgenommen. Derselbe Engel hat den Hirten die Geburt der nathanischen Seele verkündet. Dieser Engel ist Vidar und mit der Hülle hat er dem Ätherleib Jesu im Garten Gethsemane neue Kräfte verliehen, da dieser Ätherleib vom Vorhandensein des makrokosmischen Christus-Ich völlig erschöpft war. Dadurch konnte der Ätherleib die Elemente des physischen Leibes zusammenhalten und ihn auf diese Weise vor einem vorzeitigen Zerfall noch vor dem Mysterium von Golgatha bewahren.

Nach seinem fünften Jahr lebte der nathanischen Jesus bis zum 12. Jahr in der mütterlichen Astralhülle (normalerweise dauert das bis zum 14. Jahr) und hat diese auch mit frischen Ätherkräften durchzogen. Im Augenblick der Übertragung des Ich vom anderen Jungen hat sich diese erneuerte Astralhülle gelöst und der Nirmanakaya Buddhas hat sich mit ihr verbunden. Das ist der Leib der Metamorphosen und er hat den Astralleib des lukanischen Jesus seit seiner Geburt erleuchtet. Er hat sogar bis zum Ätherleib gewirkt. Im 12. Jahr verband sich der Nirmanakaya mit der abgetrennten und erfrischten mütterlichen Astralhülle und wurde ebenfalls erneuert. Später kam das in den Predigten Johannes‘ des Täufers zum Ausdruck. Der Buddha-Impuls ist dermaßen erhaben, dass er in der Welt der Urbilder weilt. Damit er für die Menschen zugänglich werden konnte, musste er im Sinne des kommenden Ich-Impulses erneuert werden. Im Augenblick der Erneuerung sprach der nathanische Jesus im Jerusalemer Tempel mit soviel berührender Weisheit zu den Anwesenden, dass er sie verblüffte. Er war von der erneuerten Buddha-Weisheit erfüllt und in ihm lebte auch das Zarathustra-Ich, das nun von innen auf die Leiber wirken konnte. Bis dahin war die nathanische Seele in Jesus nur ein „provisorisches Ich“ (vgl. GA 114, Vortrag vom 18.09.1909). Das war kein Ich im eigentlichen menschlichen Sinne, da es noch nie herabgestiegen war und keine Erfahrungen mit der irdischen, weltlichen Weisheit hatte. Deshalb machte das Kind den Eindruck, dass es zurückgeblieben war. In sich trug es aber die Erinnerung an die ganze geistige Vergangenheit der Menschheit. Seine Mutter Maria gab die Form des temporären Ich als die Weltidee. Das Astrale der Maria hatte sich mit dem Ätherischen der nathanischen Seele verbunden. Der Baum der Erkenntnis und der Baum des Lebens haben sich zuerst im Mutterschoß miteinander verbunden und lebten dann mit „ineinander verflochtenen Zweigen“ – also Leibern – zusammen. Das war das prophetische Bild der Epiphanie, als die wahre Verflechtung der Buddhi- und Manas-Prinzipien in einem Menschenwesen stattfand, damit die Erbsünde, die zur Geschlechtertrennung geführt hatte, überwunden werden konnte. Obwohl sie sündfrei waren, waren die gesegnete Seele und die nathanische Seele trotzdem geschlechtergeteilt. Durch sie wurde der Weg zur wahrhaftigen Überwindung der Folgen des Sündenfalls gebahnt.

Bald nach dem Ereignis im Jerusalemer Tempel starb die gesegnete Seele mit 25 Jahren, da ihre Rolle auf dem irdischen Plan mit der Lösung der Astralhülle, die die nathanische Seele umhüllt hatte, abgeschlossen war. Wie die nathanische Seele wird sie sich nie wieder in einen physischen Leib inkarnieren.

In dieser Zeit starb auch der salomonische Jesus. Zarathustra konnte in ihn nicht seine große irdische Weisheit einfließen lassen, denn der Zugang zu seinem Ätherleib war nur über den individuellen Astralleib möglich, der sich erst nach dem 12. Jahr auszubilden begann. Doch dann hat Zarathustra selbst den salomonischen Jesus verlassen, so dass dieser Ätherleib der weltlichen Weisheit Zarathustras entleert wurde. Er konnte auch vom Volk keine Weisheit erhalten, denn im Ätherleib der Hebräer war keine lebendige Weisheit, sondern lediglich eine Papierweisheit. Zarathustra besaß lebendige Weisheit, die er in seinen großen Inkarnationen erreicht hatte. Er konnte sie nicht in den Ätherleib des salomonischen Jesus einfließen lassen, doch seine innere Arbeit am selbständigen Ätherleib vom fünften bis zum 12. Jahr ermöglichte es dem nach dem Tod befreiten Ätherleib, sich nicht im Weltenäther aufzulösen. Den Ätherleib hat die gesegnete Seele in die geistige Welt mitgenommen. Dieser Ätherleib war der Weisheit entleert, doch seine Form besaß die höchste Vollkommenheit, die aus der äußeren Tätigkeit Zarathustras an ihm stammte. Deshalb schien der salomonische Jesus seinen Altersgenossen voraus zu sein, während der vom sündhaften Denken unberührte nathanische Jesus gleichsam zurückgeblieben, unterentwickelt wirkte.

Der Ätherleib des salomonischen Jesus blieb 18 Jahre lang in der nahen geistigen Welt bis zur Ankunft Christi. Zwischen dem seinen Platz in Jesus abgetretenen Ich Zarathustras und diesem Ätherleib entstanden starke Anziehungskräfte in der geistigen Welt. Der Ätherleib verfolgte die drei irdischen Jahre Christi und wurde dann durch das ätherisierte Blut des Erlösers in der Erdenaura von Weisheit erfüllt. Er wurde durch die Belehrungen der Jünger durch den Auferstandenen und auch bei der Himmelfahrt selbst von Weisheit erfüllt. So hat er in völlig erneuerter Form jene irdische Weisheit erhalten, die vom 18. bis zum 30. Jahr das Ich Zarathustras dem nathanischen Jesus gegeben hatte. Das Hauptgeheimnis dieser erneuerten Christus-Weisheit ist das Geheimnis des Auferstehungsleibes. Diese lebendige Weisheit, dieses substanzielle Wissen ist die Quelle jener Kräfte, aus denen er sich einen neuen physischen Leib gebaut hat, um sich des Ich Zarathustras bei der Erfüllung der neuen, höheren Mission unter der Menschheit als der Meister Jesus zu bedienen. Meister Jesus ist der Träger der tiefsten Erkenntnis über die Zeitenwende, er inspiriert alle großen Persönlichkeiten, die das sich entwickelnde Christentum angetrieben haben und einen Zugang zu den tiefsten Geheimnissen des Mysteriums von Golgatha suchen. Er steht auch hinter der vorliegenden Vorlesung. Jedes Jahr hält er sich in der Osterzeit und in den 40 nachfolgenden Tagen immer im Heiligen Land auf, unabhängig davon, ob er inkarniert ist oder in der übersinnlichen Welt weilt.

Was geschah aber mit der nathanischen Seele und der anderen Maria, die nach dem Tod der beiden Joseph zur (nicht leiblichen) Mutter Jesu wurde? Bis zu seinem 24. Jahr wusste Jesus nicht, dass er die nathanische Seele war und hatte keine Vorstellung von den drei Opfern, die er mit Christus gemeinsam vollbracht hatte. Als er in jener heidnischen Kultstätte ohnmächtig wurde, erhob er sich in die Welt der Intuition und begriff, wer er war. Aber das erzählte er bis zu seinem 30. Jahr niemandem. Jesus erlebte die Enttäuschung von den drei großen Strömungen der Geistigkeit in jener Zeit – dem Heidentum, Judentum und dem Essäertum. Erst als er 30 Jahre alt wurde, hat er seine Mutter in dieses Geheimnis eingeweiht (vgl. GA 148, Vortrag vom 06.10.1913). Im Augenblick des Herabstiegs des Christus-Ich in den vom Ich Zarathustras verlassenen Leib stieg die Seele der gesegneten Maria herab und durchdrang die 45-bis 46jährige salomonische Maria bis zum Ätherleib. Der Prozess hatte Auswirkungen sogar auf ihren physischen Leib und verwandelte sie in eine Jungfrau – in eine Frau mit den Charakteristika eines Mädchens vor der Geschlechtsreife. Die kosmische Intelligenz, die Sophia der jungen Maria durchdrang den Astralleib der anderen Maria und er wurde von der „Palla“, vom Geistselbst umhüllt, so dass sie zur irdischen Vertreterin des Heiligen Geistes, der Sophia wurde. Gleichzeitig verwandelte sie sich unter dem Einfluss des Ätherleibes der jungen Maria in eine Jungfrau, in die Jungfrau-Sophia. Das Erste, was in ihren Augen auffällt, ist das grenzenlose Wissen über die kosmischen Geheimnisse, das zu persönlicher Weisheit geworden ist. Das Zweite ist ihre Jungfräulichkeit, die Unberührtheit, Reinheit, die durch eine solche Weisheit erreicht wird. Diese Sophia hat sie Lazarus-Johannes im vom Kreuz aus erteilten Auftrag Christi gegeben, damit er das Johannes-Evangelium schreibt.

Wer Michelangelos Pietà kennt, wird sich vielleicht über das junge Alter der Mutter gewundert haben, die den gestorbenen Jesus in einem Zustand der Welttrauer umfasst. Bald nach der Geburt der nathanischen Seele hatte der gerechte Simeon im Tempel prophezeit, dass ein Schwert durch ihre Seele dringen werde, „auf daß vieler Herzen Gedanken offenbar werden“ (Lukas 2:35).

Als sie in die andere Maria herabstieg, erlebte sie vollständig die Trauer über die Kreuzigung des Christus Jesus. Die Palla, in der Michelangelo seine Maria gekleidet hat, zeichnet sich durch eine Vielzahl von Falten aus. In jeder Falte dieses Astralleibes steckt das endlose Wissen über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Menschheit. Die Sixtinische Madonna Rafaels trägt auch eine Palla. Das ist jene Astralhülle, die auf der Erde von der nathanischen Seele durchdrungen wurde, die sich im Jerusalemer Tempel abgetrennt und nicht im Astralkosmos aufgelöst hat. Sie hat nicht nur den Buddhismus verjüngt, sondern auch die andere Maria durchzogen. Die Jungfrau Sophia wurde zum Avatar der Himmlischen Sophia  und als Jesus den Christus in sich aufgenommen hat, stieg sie zum größten Avatar, der jemals auf Erden existiert hatte. Der Menschensohn hat sich mit dem Gottessohn vereinigt und wurde vom Ich des Kosmos erfüllt. Maria-Sophia wurde ihrerseits von der Seele des Kosmos erfüllt. Die beiden sind wie zwei Säulen, die das Sonnengewölbe eines übersinnlichen Tempels in der sechsten nachatlantischen Kulturepoche stützen. In ihnen kommen zwei Ströme von Offenbarungen zusammen, die auf die Erde herniederströmen – aus der Sphäre der Sophia und aus der Christus-Sphäre.

Der Weg zum Tempel geht im 21. Jahrhundert über die beiden christlichen Impulse des 20. Jahrhunderts, die sich als die irdische Offenbarung der beiden Ströme in Form der Anthroposophie und des Bodhisattva-Impulses manifestieren. In der verbleibenden Zeit bis zur zukünftigen slawischen Kulturepoche müssen die Menschen zum inneren Erleben von zwei majestätischen Imaginationen heranreifen. Die erste erlebt jeder von uns vor seiner Geburt – die Imagination der sonnenbekleideten Jungfrau, die physisch real wird, wenn sich die Erde in der fernen Zukunft wieder mit der Sonne vereinigt haben wird. Das ist das Mysterium des Ungeborenseins, dessen Gegenstück in unserem irdischen Dasein das Mysterium der Geburt darstellt. Die zweite Seite des Prozesses ist das bewusste innere Erleben der Imagination des Menschensohnes mit dem zweischneidigen Schwert des Ich im Mund. Das ist das Mysterium der Unsterblichkeit, dessen irdisches Gegenstück der Tod darstellt. In den vorchristlichen Zeiten stellten das Mysterium der Geburt und des Todes die Hauptmysterien dar. Mit dem christlichen Mysterium der Sophia wird man allmählich zur Vergeistigung des Herzens fortschreiten, das zu einem Willensorgan werden und auf jedes Leiden in der Umgebung reagieren wird. Nicht zufällig hat der gerechte Simeon auch der gesegneten Seele prophezeit, dass ihr – der Vertreterin der Sophia auf Erden – „vieler Herzen Gedanken offenbar werden“. Simeon sprach über die zukünftige slawische Epoche der Brüderlichkeit, in der niemand glücklich sein wird, wenn er von unglücklichen Menschen umgeben ist. Die gesegnete Seele ist seit der Zeitenwende durch das Ich der Jungfrau Sophia für das Menschenleid immer offen.

Mit dem Mysterium des Logos wird das Sprechen, der Kehlkopf vergeistigt, damit er aus den vereinten Kräften beider Mysterien in ein neues Organ metamorphosiert, mit dessen Hilfe Menschen in der uns nächsten geistigen Welt durch Aussprechen übersinnlich reproduziert werden. Das Herz wird zu einer Art Sonnenkelch der Weisheit werden, die vom Kehlkopf wie eine Liebeslanze durchbohrt sein wird, damit neue Menschen aus diesem „Gralskelch“ nach einer unbefleckten – also von Luzifer unbefallenen – Empfängnis hervorgehen können. Diese neue Reproduktionsart muss bis zum Anfang des Krieges aller gegen alle in 5000 Jahren zustande gekommen sein. Dann werden die Frauen nicht mehr auf die uns bekannte Art Kinder gebären und der Mond wird zur neuen Verbindung mit der Erde zurückgekehrt sein. Die Menschen müssen soweit die Kräfte der Weisheit und Liebe erlangt haben, dass sie in der Lage sind, sie in Gutes im Sinne der großen manichäischen Mysterien umzuwandeln. Die manichäischen Mysterien werden sich erst in der sechsten Wurzelrasse auf der Erde entfalten. Bis zu dieser Zeit muss der Mensch an der Meisterung des Prozesses der Vereinigung beider „Paradiesbäume“ in seinem Ich (der Weisheit und Liebe) arbeiten. Das ist auch das Gralsgeheimnis. Der Weg zu dieser Vereinigung begann mit der irdischen Verbindung der gesegneten Seele mit der nathanischen Seele und ging im eigentlichen Sinne an Epiphanie zu Ende, als das Christus-Opfer der Menschenerlösung ihren Anfang nahm.

Bei seinem Herabstieg hat sich der Mensch immer mehr mit der Aschenbildung verbunden, nachdem sich das Wärmeelement des alten Saturn in das leblose Mineralreich verwandelt hatte. Im Mineralreich haben wir die erste Form des Ich-Selbstbewusstseins erreicht, was auf die Abspiegelung (Abstoßung) der Weltgedanken (Idee) durch das mineralisierte Gehirn zurückzuführen ist. Der Mensch hat den Abspiegelungsprozess in seine Richtung gewendet und auf diese Weise indirektes Wissen über die jenseitige geistige Einwirkung der Weltschöpfung auf ihn erlangt. Der mineralische Körper wurde zu einem inneren Prinzip der Einheit, zum vierten Körperglied, das den Geistesmenschen gefangen genommen hat, welcher schon auf dem alten Saturn unserer damaligen physischen Form eingeprägt wurde. Die erste Form unseres Ich-Selbstbewusstseins blieb ohne Leben, die Beziehung zwischen den Atma- und Manas-Prinzipien im Menschen wurde abgebrochen. Das Phantom unseres physischen Leibes wurde stark beschädigt, als es in das Reich des Todes geriet. Еs konnte immer weniger die in ihm enthaltenen Stoffe in einer bestimmten Form aufrechterhalten. In jener Zeit sahen immer mehr Menschen völlig entstellt aus. Das Ich als Prinzip der inneren Einheit wurde im Schoß unserer versuchten Seele ausgebildet und geriet daher in Widerspruch zu unserem höheren Ich. Da das Ich der systembildende Faktor unseres dreieinigen Leibes ist, geriet es mit seinem Erscheinen in der griechischen Kulturepoche in Widerspruch zu seinen Leibern. Das hat zu einer Krise der Leiblichkeit geführt, aus der uns nur von außen kommendes Leben retten konnte. Und dieses Leben war bemerkenswert!

Anhand der Ersten Intention, die der absteigenden Bewegung des Atma zum Mineralreich folgte, hat der Gott-Vater Christus bis zur Grenze zwischen dem übersinnlichen und sinnlichen Teil des einigen Weltalls begleitet. Doch den Einzug in das sinnliche Weltall, also den Herabstieg Christi in Jesus hat Gott „persönlich“ verwirklicht, denn nur Er kann sich vom Pralaya aus in das Manvantara einmischen, um die Richtung der Ersten (irdischen) Intention zur Zweiten Sonnenintention zu wenden. In Jesus hat das Ich Zarathustras eine individuelle bewusste Seele ausgearbeitet, die eine Beziehung zu seinem erhabenen Manas hatte. Bei den Bewegungen der ätherisch-astralen Ströme im Menschen zum Kopf entsteht dort ein besonderes ätherisch-astrales Tor zwischen der sinnlichen und übersinnlichen Welt. Auf dieses Tor und die Bewusstseinsseele Jesu ging Christus zu, um auf den „Wellen“ des Heiligen Geistes zum Astral- und Ätherleib und von dort zum physischen Leib Jesu überzugehen. Der Heilige Geist wurde zu einer Art Vater bei der Geburt Christi. Einen solchen Geist hatte niemand bisher gesehen, da Er direkt von Gott herniedergestiegen war. Er war das höchste Manas und deshalb wurde auch das Manas Zarathustras als menschlicher Empfänger notwendig. Das höchste Manas trug die höchste Buddhi – den Lebensgeist Christi als das Leben des Ich – in sich. Das war die All-Liebe Gottes als das ewige Leben, die als das Ich-Prinzip in Erscheinung tritt, das Gott am Anfang manifestiert hat. Dieser Anfang war das Wort. Diese Ich-Liebe ist anders als die Liebe des Gott-Vaters, die durch die Geister des Willens zu Beginn des Zyklus zur Geltung gekommen und zur substanziellen Grundlage des Zyklus geworden war, welche im Leben des Zyklus existiert. Mit Christus kam das überzyklische ewige Leben, das als Ich zur Geltung kommt. Damit wurde auch die Hauptidee des Zyklus erneuert. Deshalb ist der Heilige Geist von Gott als die Idee der individuellen Liebe im Ich herabgestiegen. Aus der gemeinsamen Tätigkeit von Christus und dem Heiligen Geist am Menschen entstand die Achse des Welten-Ich, das Christus im Menschen angelegt hat. Das ist das Wesen der unbefleckten, von Luzifer unbefallenen Empfängnis, bei der die Weisheit (der Gott-Heilige Geist), die imaginativ als der Baum der Erkenntnis dargestellt wird, sich nicht der Liebe (dem Gott-Sohn), die imaginativ als der Baum des Lebens dargestellt wird, widersetzt, sondern die Bäume verflechten ihre Zweige harmonisch ineinander. Das ist das neue Prinzip der menschlichen Ethik, die vom Erbe der Blutsverwandtschaft, des gruppenmäßigen Prinzips der Gebote befreit ist. Der Astralleib zehrt hier nicht mehr an den Kräften des Ätherleibes und dieser Umstand wird uns zukünftig zur neuen Reproduktionsart führen.

Doch das war nur der Anfang der Wirkung Christi in Jesus. Im physischen Leib Jesu hat sich Christus mit dem allmenschlichen Keim des Geistesmenschen vereinigt und ihn mit seinem eigenen Lebensgeist (seinem makrokosmischen Ich) durchdrungen. Christus hat den allgemeinen Geistesmenschen dem einzelnen physischen Leib Jesu gleichgesetzt und damit den Zugang zum Geistesmenschen für alle einzelnen Leiber offengelegt. Auf diese Weise hat Er den einheitlichen physischen Leib der Menschheit geschaffen, der jedes einzelne Bewusstsein beherrschen kann. Das Mysterium von Golgatha wurde zu einem Doppeltor, das Geistesmensch und Geistselbst jeweils gegen Ende und Anfang des Zyklus passieren können. Der Weg der Substanz und der Idee durch den Menschen war somit offen. Das wurde ermöglicht, weil Christus das Universum in Jesus von Nazareth – der höchstmöglichen geeigneten Form – verinnerlicht hat. So wie Gott sich in der Offenbarung verinnerlicht hat, indem Er zum Weltall wurde, so hat auch Christus das Weltall als Geistselbst, Lebensgeist und Geistesmensch in Jesus verinnerlicht. Seitdem kann jeder Mensch das Gleiche tun – das Weltall in seinem Ich verinnerlichen, subjektivieren. Deshalb wird dem Menschen zuerst eröffnet, dass er Christus gehört, und erst dann alles andere.

Christus hat die mineralischen Substanzen im Leib Jesu, die eine illusorische Form der Substanz darstellen, mit seinem Lebensgeist durchdrungen. Er hat den Prozess der Aschenbildung in einen Prozess der Salzbildung transformiert, bei dem der Stoff vergeistigt und in das Erdenelement verwandelt wird. Aus dieser Metamorphose hat sich der Leib aufgelöst und wurde als eine Sonnenhostie von der Erde durch den Felsenriss in der Grabhöhle aufgenommen. Aus dem Grab erhob sich das Phantom des physischen Leibes als dessen wahres Wesen. In seinem Lebensgeist hat Christus den Geistesmenschen auf die Stufe der ätherischen Existenz erhoben, ohne ihn in einen Ätherleib zu verwandeln. So hat Er den Geistesmenschen in die Höhen des Anfangs des gegenwärtigen Zyklus erhoben und dadurch das physische Prinzip im Weltall gerettet.

Noch etwas Weiteres: In  der vorherigen Form Jesu hat Christus eine neue Geburt hervorgerufen, indem Er einen neuen Leib – das achte Menschenglied – schuf. Er schuf einen Leib aus lebendiger Weisheit, in der das direkte und nicht von den Hierarchien verinnerlichte Christus-Licht wirkt. In dieser Gleichheit von Leben (Liebe) und Licht (Weisheit) wirkt das Ich, das nicht nur erschaffen wird, sondern selbst den neuen Zyklus unter den Bedingungen des gegenwärtigen Zyklus schafft. Der Auferstehungsleib stellt das menschliche Ich als das Leben Christi dar.

Christus hat nicht nur das Phantom zum Anfang des Zyklus zurückgebracht, was ja sinnlos wäre, sondern Er hat es im Sinne des voranfänglichen, überzeitlichen Wesens Gottes erneuert. Damit setzte Er den Anfang des nächsten Evolutionszyklus, aber Er hat das im Rahmen der Aufgaben des alten Zyklus erledigt. Er hat das Pralaya in das Manvantara heruntergeholt, um das Gesetz des Manvantara nicht aufzuheben. Das Phantom des physischen Leibes, das aus dem Grab auferstanden war, besaß die ursprüngliche Reinheit, Herrlichkeit und Vollkommenheit, die es auf dem alten Saturn besessen hatte. Aber seine Form war eine andere, denn sie wurde im Lauf der Äonen unter dem Einfluss der Hierarchiewesen verändert. Nun hat es die Form eines Pentagramms, so wie der „Mensch“ jenseits des höheren Devachan ausgesehen hat. Aber das Phantom besitzt alle Eigenschaften des physischen Leibes des irdischen Menschen. Außerdem wird der Auferstehungsleib vervielfältigt, weshalb der Mensch ihn individualisieren kann. Der Mensch kann seinen Geistesmenschen als seinen eigenen Anteil am Auferstehungsleib individualisieren. Der Geistesmensch und der Auferstehungsleib sind die beiden Seiten derselben Münze.

In die Höhen des Zyklus aufsteigend, wird das Phantom des Menschen nur in das menschliche Ich herabsteigen. Es wurde schon durch das Christus-Ereignis in die Sphäre des Lebensgeistes heruntergeholt, nun wirkt es von dort als Lebensgeist auf uns ein und zeigt die Eigenschaft des Geistesmenschen. Es wirkt auch auf dem Astralplan und legt in der Evolution die Eigenschaften des Geistselbst an den Tag, wobei es die Gesetzmäßigkeiten des Geistesmenschen aufbewahrt. Hier kann es jeder am Anfang seines langen Wegs zum Vulkan individualisieren. Auf diesem Weg werden wir aus unserer Ich-Kraft heraus den dreieinigen Leib in einen dreieinigen Geist verwandeln.

Im Augenblick des Mysteriums von Golgatha ist das Engelswesen als Träger des Geistselbst aus dem Wesenskern des Menschen herausgetreten und dort blieb nur die Ich-Hülle zurück, die aus der Erfahrung der Sinneswahrnehmungen, Lebensprozesse, der Befolgung der Gebote, des bildhaften Denkens usw. individuell ausgearbeitet worden ist. Gleichzeitig hat das von Christus gerettete Phantom als eine Ich-Form völlig neuer Prägung eine Art innere Oberfläche in der Atma-Sphäre erzeugt. Deshalb wurde das Atma zum Geistesmenschen. In der Praxis ist aber der Geistesmensch vorläufig nicht die Hülle des ewigen Lebens (des Ich), des Auferstehungsleibes, sondern umgekehrt – der Auferstehungsleib umhüllt den Geistesmenschen. Es scheint, als das Atma wieder an seinem Zyklus-Anfang steht und wir uns im Chaos befinden, aus dem etwas Neues entstehen wird. Wie die beiden Seiten derselben Münze müssen Geistesmensch und Auferstehungsleib ihre Plätze bis zum Zyklus-Ende tauschen. Bis zu dieser Zeit müssen wir im Astral- und Ätherleib erwachen und uns Geistselbst und Lebensgeist aneignen. Die beiden werden sich von den entsprechenden Gliedern der Hierarchien unterscheiden, denn sie werden direkt durch das Christus-Ich erlangt. Auf dem Vulkan wird aus der Hülle des Geistesmenschen wie ein Schmetterling der von jedem Menschen individualisierte Auferstehungsleib herausfliegen. Das wird das wahre Ich sein, das im Laufe von Äonen in den Hüllen des dreieinigen Geistes herangereift hat. Der Mensch wird ein Ich ohne Hüllen sein – wie Gott am Vorabend seiner Erstoffenbarung, als Er ein Nichtsein, ein nichtmanifestiertes Sein war. Der Mensch ist in seinem Ich auch ein Nichtsein, ein Nichtbewusstsein, sofern er nur eine Widerspiegelung ist. Doch in diesem Nichtsein des Ich als Intention wurde bereits mit der Verbindung auf dem alten Saturn des Ich-bin-Prinzips über den Geistesmenschen der Geister des Willens mit der Wärmemonade die Verwandlung in ein Ich, in einen Gott keimhaft angelegt. Dieser Gott wird während der Vulkan-Verwandlung sagen: „Ich bin Gott selbst“. Das ist die Idee des Zyklus hinsichtlich der Menschenentwicklung, die der Verfasser dieser Schrift schon im gegenwärtigen Erdenäon gedanklich erkannt hat.

Auf dem Vulkan werden wir mit der Auferstehung des Geistesmenschen, des Phantom-Ichs unsere höchste Form erreichen, die wir im Zyklus annehmen können – die Ich-Form. Dieses Ich wird der Ausdruck des ewigen Lebens, der erneuerten Idee und der neuen Substanz im Zyklus sein.

In Hinblick auf die Tatsache, dass der Lebensgeist Christi und das Geistselbst des Heiligen Geistes an Epiphanie in Jesus als etwas noch nie im Zyklus Herabgestiegenes einströmten, können wir uns fragen, ob es auch eine Substanz gibt, die nicht aus unserem Zyklus ist. Das Wesen der Substanz im gegenwärtigen Zyklus ist der Geistesmensch von den Geistern des Willens, die jeder Mensch, der seinen physischen Leib durch das Christus-Ich, also durch den Auferstehungsleib vergeistigt, retten wird. Die Mineralien in uns werden wir in die Idee der Erde transformieren, so wie wir die Aschenbildung in die Salzbildung transformiert haben – Gottes Absicht ist es ja, dass der Mensch „das Salz der Erde“ ist. Doch das ist nicht die Substanz für den nächsten Zyklus, denn das Mineralische ist nur eine Illusion der Substanz. Das Mineralische wird nach und nach von Leben erfüllt werden, so dass diese ätherisierte Materie auf dem zukünftigen Jupiter lebendig sein wird. Der einzige Ort, an dem wir die Antwort dieser Frage finden können, ist die Sonne. Dort hat Christus beim Herabstieg in die Verkörperung Seinen Geistesmenschen zurückgelassen, der nur im Sonnenstrom der Evolution bleiben kann. Was ist das Wesen dieses Geistesmenschen? Gennadij Bondarew hat z.B. zugegeben, dass die diesbezüglichen Verstandesfähigkeiten des Menschen nur zur Formulierung der Frage reichen. Die Antwort muss aber auch in Form einer Offenbarung gesucht werden. Und diese Offenbarung ist gekommen: Je weiter wir in der Individualisierung des Auferstehungsleibes fortschreiten, desto mehr werden wir in unserem physischen Leib die reinen Gesetze der Substanz des Zyklus wiederherstellen und gleichzeitig eine engere Beziehung zum Geistesmenschen Christi herstellen, den Er auf der Sonne zurückgelassen hat. Dieser Geistesmensch ist eine Substanz, die im Zyklus nicht vorhanden ist. Das ist das Atma-Prinzip in der Art, wie es nur im Pralaya existiert. Das ist das authentische Atma des Gott-Vaters. Christus hat es als seinen eigenen Geistesmenschen und als die Substanz für den nächsten Zyklus auf die Sonne hinuntergeholt!

Mit der Verinnerlichung seines Geistesmenschen, also des Auferstehungsleibes wird sich der Mensch auf dem Vulkan zu jenem Bewusstsein erheben, das die jetzigen Geister der Persönlichkeit besitzen. Mit seiner Beziehung mit dem Geistesmenschen Christi auf der Sonne wird der Mensch zu einem Wesen heranreifen, das das Bewusstsein eines Formgeistes besitzt. So wie die Geister des Willens am Ende des vorigen Zyklus das Bewusstsein eines Formgeistes (vom Standpunkt des Erdenäons) erlangt haben, so wird auch der Mensch, der das Ich und den Geistesmenschen Christi von der Sonne erlangt hat, sich am Anfang des nächsten Zyklus als eine Christus-Ich-Form aufopfern, die in sich eine neue Substanz, das ewige Leben und eine neue Idee bringt.  Diese Form wird eine Manifestation der Heiligen Trinität in Ihrer Vollheit sein, die im Pralaya vor der Weltschöpfung bestanden hatte. In Christus hat sich die ganze Vollheit des einigen Gottes manifestiert und Er hat dieses Verhältnis zwischen sich und Gott in den Menschen verlegt. Auf dem Aufwärtsweg, den unsere Sonne gemeinsam mit dem Geistesmenschen Christi zurücklegen wird, wird sie auf dem Vulkan zu einer „Supersonne“, um sich aufzuopfern und den Tierkreis des nächsten Zyklus zu bilden. Unsere Erde wird zur Stufe der Sonne in deren Sonnensystem aufsteigen. Dann werden wir fünf weitere Bewusstseinsstufen zurücklegen, über deren Wesen wir noch nichts wissen. Wir können lediglich die Vermutung aufstellen, dass vielleicht das heutige Mineralreich als ein Hierarchiewesen im Zentrum des nächsten Zyklus stehen wird, so wie der Mensch im Zentrum des heutigen Zyklus steht und der Existenz des Zyklus einen Sinn gibt. Doch dies ist eine bloße Vermutung.

Der Weg zu diesen unglaublichen Höhen des Geistes begann mit der Vergeistigung unseres jetzigen abstrakten Denkens, das wir nach dem langen Abstieg zur Ich-Form erlangt haben. Bei der Auferstehung im Denken werden der Äther- und der Astralleib in den Denkprozess einbezogen und es beginnt die Individualisierung des Ätherleibes. Das heißt, dass wir ihn mit dem Ich (dem Lebensgeist) Christi durchdringen. Das ist zugleich der Beginn der Individualisierung des Auferstehungsleibes. Das eigene Denken war die letzte Fähigkeit, die wir beim Herabstieg erworben haben. Mit dem Denken beginnt auch der Aufstieg. Doch das Erlangen des anschauenden Denkens erfordert eine radikale Wandlung der Seele. Die dritte Etappe ihrer Verinnerlichung begann nach dem Mysterium von Golgatha, aber der Prozess wurde erst nach dem Einbau der kosmischen Intelligenz in unser Nervensystem im 15. Jahrhundert intensiviert. Der Mensch erlebt die Seele als seine eigene, doch das stimmt nicht ganz, denn sie wurde nicht von unserem eigenen Ich entwickelt, sondern entstand aus der alten Wirkung des Geistes im Leib. Sie wurde von den Hierarchien von außen geschaffen. In uns ist die Seele voller Automatismen und zum großen Teil versklavt. Alles, was in ihr im Prozess der Evolution und der kulturhistorischen Entwicklung bereits erreicht ist, muss als eine Hülle erlebt, umgebildet und zur Bewusstseinsseele vergeistigt werden, wobei die Einschränkungen von Körper, Geschlecht, Instinkt, Vererbung sowie alles andere, was mit dem dunklen Aspekt des Ich zusammenhängt, aufzugeben sind. Nur dann wird der Mensch fähig sein, durch das „Nadelöhr“ – also durch das leere Bewusstsein des Ich – auf dem Weg zum höheren Ich durchzugehen und sich für die Individualisierung des Auferstehungsleibes öffnen. Bei diesem Prozess bleiben alle Eigenschaften der dreieinig gewordenen Seele bestehen, aber wir beginnen bewusst mit ihnen umzugehen, so dass sie Gott bei unserem Dienst an Ihm dienen. Die erneuerte Idee der Welt tritt in uns als Geistselbst ein und wir umhüllen sie von außen mit unserer vergeistigten Bewusstseinsseele, indem wir mit diesem Geistselbst verschmelzen. Allmählich wird die Bewusstseinsseele zu einer Seele mit imaginativer Bewusstseinsform. Aus der Einheit von Bewusstseinsseele und Geistselbst im Menschen wird die Wohnstätte des Lebensgeistes des Christus aufgebaut, in Dem der Geistesmensch jedes Menschen aufersteht und allmählich zu einer Hülle des Auferstehungsleibes wird. Damit diese Einheit möglich wird, entwickelt die geistige Welt ein Organ der Intuition in der Bewusstseinsseele, so wie der physische Leib für sie die Sinnesorgane aufbaut. Dieses Organ entsteht aus der anschauenden Kraft des Denkens und ermöglicht uns Intuitionen, die vom Geist kommen. Die Ausbildung dieses Organs ist die selbständige Aufgabe jedes Menschen. Der substanzielle Astralstrom von der Zukunft zur Vergangenheit und der Evolutionsstrom von der Vergangenheit zur Zukunft bilden an und für sich nicht die dreieinige individuelle Seele, sie schaffen lediglich die Voraussetzungen für ihre Entstehung. Diese Seele kann entstehen, wenn der Strom der Entwicklung auf der Senkrechten zum von den Himmelshöhen herabströmenden Christus-Impuls aktiviert wird. Erst dann wird das Organ der Intuition ausgebildet. Ohne das anschauende Denken besucht die Intuition den Menschen nur ausnahmsweise in Form spontaner Erleuchtungen der Empfindungsseele (hauptsächlich bei Kunstschaffenden) bzw. der Verstandesseele (bei wissenschaftlich tätigen Menschen). In beiden Sphären fehlt aber die dauerhafte bewusste Einheit mit dem Geistselbst und noch mehr mit dem Geistesmenschen. Zudem können dann die Intuitionen luziferisch oder ahrimanisch gefärbt, statt christlich sein. Sie offenbaren womöglich die alte Weisheit des Heiligen Geistes vom alten Mond und der Mensch könnte sogar Visionen erleben, die allerdings keinen Bezug auf seine gegenwärtige oder zukünftige Entwicklung haben. Wenn man die Kulturepoche weiterhin auf dem Wege der Involution erlebt und passiv den geistigen und anderen Impulsen folgt, wird das Ich in keiner Weise stärker. Auf diese Weise geht die ganze Zivilisation unvermeidlich ihrem Verfall zu. Zukünftig werden sogar unsere Sinnesorgane, die wegen der Ausbildung unseres Ich-Bewusstseins geschaffen wurden, auch verfallen. Unser Auge wird etwa nur die schwarze und weiße Farbe unterscheiden können. Dem niederen Ich wird dann die Existenzgrundlage entrissen und der Mensch wird von der Evolution abfallen.

Hierfür bietet die Gender-Ideologie ihre eigene Variante eines Auswegs aus dem unvermeidlichen Zusammenbruch der heutigen Zivilisation. Doch diese Variante gründet sich auf dem Egoismus des Ich. Die amerikanische Philosophin ungarisch-russischer Herkunft Judith Butler stützte sich bei der Formulierung ihrer Theorie des Gender-Mainstreaming auf die Spekulationen einiger extravaganter westlicher Psychiater aus den 60er Jahren sowie auf die Ansicht Hegels über die freie Wahl. Das Gemisch hat sie in pseudowissenschaftliche Phrasen eingepackt und so ist ihr 1990 veröffentlichtes Werk „Gender Trouble – Feminism and the Subversion of Identity“ entstanden, das die philosophische Grundlage einer sozialen Praxis bildete, welche in die westlich von uns befindlichen Gesellschaften mit unaufhaltsamer Macht eingezogen ist. Wir haben bereits darauf hingewiesen, dass die Epoche der Bewusstseinsseele das Trennen von allen „Reichtümern“ verlangt, die mit der uns versklavenden Vererbung, der Unterdrückung der materiellen Kultur usw. zusammenhängen, damit wir mit leerem Ich-Bewusstsein durch das „Nadelöhr“ gehen und uns ins Himmelsreich – in die Sphäre des Ich – erheben können. Alle „Reichtümer“ des Intellektualismus und der sinnlichen Wahrnehmung sind bei diesem Aufstieg nur hinderlich. Die Genderisten verlangen berechtigterweise nach einem Bruch mit den sozialen Rollen in unserem Leben, einschließlich im Geschlecht – aber sie wollen das auf ahrimanische Art erreichen – nämlich vorzeitig. Das, was wir hier als unser Vervollkommnungsziel bisher beleuchtet haben, lässt sich Stufe um Stufe auf dem Wege der Evolution durch einen Übergang zum Ich erreichen. Die Hauptursache für den Verfall der gegenwärtigen Zivilisation ist die Krise ihres systembildenden Faktors – des Ich. Der Genderismus will uns den Ausweg über das Ich zeigen, allerdings nicht auf der nach oben zu den Hierarchien strebenden Senkrechten, sondern in die genau entgegengesetzte Richtung, die dem Mondenstrom der Evolution zu den Tiefen der sozialen Hölle im Unbewussten folgt. Auf diesem Abwärtsweg werden wir nie unsere Beziehung zum Schutzengel, Volkserzengel und zum Zeitgeist Michael festigen können, um Christus im Ich zu finden. Die Bewusstseinsseele ist eine Ich-Form des Bewusstseins und nur mit ihr können wir zum Geist aufwärtsstrebend in rechtmäßiger Weise Zeit und Raum verlassen. Der Genderismus führt zu Luzifer, Ahriman und Asuras und direkten Weges in die Fänge des Sonnendämons Sorat. Doch Sorats Einmischung wird nicht mehr notwendig sein, wenn wir vorher schon unser Ich verloren haben werden. Die falsche luziferisierte Gender-Freiheit führt unvermeidlich zum Karma Ahrimans, und Ahriman bereitet für uns den dritten Sündenfall vor. Nachdem wir aus der geistigen Welt auf die Erde und später mit dem reflektierenden Denken auch aus der Natur vertrieben worden sind, wird nun auch der Austausch des Gehirns gegen den künstlichen Intellekt vorbereitet. In unserem Ich ist das Weltall immer noch zweieinig. In ihm hat die Substanz zwar das Leben verloren, jedoch noch nicht die Form, die die Logik ist. Und die Logik ist eine geistige Tätigkeit, welche die letzte, periphere Erscheinung des Heiligen Geistes im Menschen zum Ausdruck bringt. Durch diesen Raub des Reflexionswerkzeugs wird uns selbst das abstrakte Denken weggenommen, auf dem das Ich ausgebaut wurde. Der Mensch wird aus dem eigenen fünften Naturreich vertrieben, das er sich im Laufe der Kulturentwicklung erworben hat. Hier mischen sich schon die Asuras ein, die hinter dem Angriff auf das Ich und die Bewusstseinsseele stehen. Die Asuras sind bestrebt, Ich und Bewusstseinsseele unter ihre Kontrolle zu bringen und dadurch unrechtmäßigerweise zum Ich und zum Weltenkreuz Christi vorzudringen. Sie wollen Seinen Platz als Gleichgewicht-Erhalter zwischen Luzifer und Ahriman einnehmen.

Sorat hat ein noch wichtigeres Angriffsziel – den Auferstehungsleib. Aus diesem Grund behaupten wir, dass er einer der Geister des Willens ist, die dem jetzigen Zyklus zugrunde liegen. Sorat ist der Gegner der Oktave, des Übergangs zum nächsten Zyklus. Seinen todbringenden Atem kann jedoch nur derjenige bemerken, der eine konkrete Einstellung zum Auferstehungsleib erreicht hat. Da das heutzutage nur wenige Menschen können, fällt den meisten Menschen die Unterscheidung von Gut und Böse so schwer.

Einerseits sehnt sich die Gender-Ideologie nach der Freiheit, jedoch in luziferischer Weise, ohne den Heiligen Pfingstgeist, andererseits treibt sie uns unumgänglicherweise in neue Sphären des Gruppenbewusstseins, die mit der Epoche der Bewusstseinsseele absolut unvereinbar sind. Die Organisationen von Schwulen, Lesben, Transsexuellen, ja die Rockerbanden und die Aussicht, dass die ganze Menschheit zu einer Masse von Biorobotern mit mechanischem Bewusstsein wird, stellen allesamt Entartungen der Idee des Zyklus dar. Wie wird dann wohl die Idee des nächsten Zyklus aussehen?! Diese Entartungen bringen uns zur Ausgangsposition unserer Entwicklung in einer Art zurück, die mit dem Einweihungsweg nichts zu tun hat. Auf diesem Einweihungsweg kehren wir auch zum alten Saturn zurück, jedoch geschieht das bewusst über das Ich und indem die Stufen des übersinnlichen Bewusstseins zurückgelegt werden. Luzifer will eine neue Schöpfung einleiten, an deren Anfang er sich selbst setzen will. Die Substanz will er entsorgen. Im Unterschied zu ihm will Ahriman die ganze Substanz in seine Gewalt bringen, sie in die Sphären des Unterbewussten entführen und auf der Grundlage des Mineralreichs eine eigene Schöpfung anstelle der Vergangenen einleiten. Das wollen die Genderisten ja auch! Wenn wir den beiden Widersachern folgen, werden wir uns nie seelisch-geistig mit dem Kopf zur geistigen Welt drehen.

Wie bereits erwähnt, sind die Ansichten der Konservativen und Liberalen heutzutage dermaßen entstellt, dass sie unter den Bedingungen der globalisierten Welt seltsame Metamorphosen erfahren. Die Liberalen treiben den Menschen zur unsteuerbaren Willkür seiner niederen Natur, was als „Internationalismus“ ausgegeben wird. Doch sie werden wütend, wenn ihr Recht aufs Wahnsinnigwerden verletzt wird. Dann werden sie zu ausgeprägten „Konservativen“. Die Vertreter des Konservatismus bestehen auf das Nationale, doch wir sehen am Beispiel des russischen orthodoxen Nationalismus und des türkischen islamischen Nationalismus, was für absurde Formen das Nationale im michaelischen Zeitalter annehmen kann. Die Schäden, welche die heutigen Liberalen und Konservativen dem menschlichen Bewusstsein zufügen, sind irreparabel – insbesondere, wenn Kinder im frühesten Alter betroffen sind. Die Absichten der Gender-Ideologen in Hinblick auf die Kinder sind Schauder erregend. Sie streben danach, dem Menschen, der bis zu seinem 21. Jahr national bedingt ist, das Erleben der einheitlichen Volksseele, das „Knochensystem“ seines weiteren Lebens zu entziehen. Der Abbruch der Beziehung zum Volkserzengel wird durch die Förderung der sexuellen Zügellosigkeit ab frühestem Alter ermöglicht. Es ist kein Zufall, dass die Theoretikerin des Genderismus eine Lesbe ist. Früher habe ich viel Zeit der Lektüre von Büchern gewidmet, die Begegnungen mit „Außerirdischen“ schildern. Die Zeugen solcher Begegnungen erzählten oft, dass das Hauptinteresse der Besucher aus den „Schüsseln“ dem menschlichen Gehirn und unserem Reproduktionssystem gilt. Wir wissen, dass diese sog. „Außerirdischen“ aus der unterirdischen ahrimanischen Schule stammen, die Ahriman als Gegenstück zu der übersinnlichen Schule Michaels gegründet hat, welche nach dem 15. Jahrhundert im Gebiet der Sonne existiert hat. Diese „Außerirdischen“ sind nichts anderes als verhärteter Äther, weshalb ihre „Raumschiffe“ so merkwürdig manövrieren.

Es ist durchaus erklärbar, warum Ahriman nach unserem Gehirn greift – durch unser reflektierendes Denken will er unsere kosmische Intelligenz rauben. Zusammen mit Luzifer lassen sie über diese ahrimanisierte Intelligenz Ideologien wie den Genderismus entstehen. Besonders gefährlich ist dabei der Angriff auf das Geschlecht, durch das wir uns reproduzieren. Bisher hat sich keiner erdreistet, das Geschlecht in Frage zu stellen! Nun ist auch das Geschlecht an der Tagesordnung! Die blutsverwandtschaftliche Liebe ist sinnlich, aber in ihr wirkt das höhere, reine Prinzip aus der Liebe der Formgeister weiter. Dank diesem Prinzip dient der Mensch aufopfernd der Fortsetzung des Menschengeschlechts. Die Welt wird aus dem Opfer, aus der Hingabe erschaffen und das ist die Grundlage jedes Lebens. Das Hauptopfer, die All-Liebe in unserem Zyklus ist Christus selbst. Das Gegenstück der Liebe ist nicht der Hass, sondern die Weisheit. Indem sie die Liebe durchzieht, verleiht sie ihr die Form. In der erschaffenen lebendigen Form stehen sich beide Prinzipien als Leben und Bewusstsein entgegen und über ihnen regiert der Wille des Gott-Vaters als allumfassende Einheit. So sah es aus bis zur Ankunft Christi. Wir waren bereits geschlechtergeteilt und die beiden Paradiesbäume haben sich im Geschlechtsakt ineinander verflochten, damit etwas Neues geboren werden konnte. Das individuelle Leben ist das Ergebnis der Verschmelzung der Liebe und Weisheit im Anderssein, im Fleisch. Die Liebe als die Fortsetzung des Stammes wird von der höheren Weisheit regiert. Aus der Liebe zwischen Mann und Frau entsteht der Wunsch, ein Kind zu schaffen. Im Altertum wurden die Beziehungen zwischen den Geschlechtern von den Priestern geregelt, aber die Menschen führten ein sinnvolles und inhaltsreiches Leben. Keiner wäre auf die Idee gekommen, sich über „mangelnde sexuelle Vielfalt“ zu beschweren. Der Mensch schließt in seiner Einheit das männliche und das weibliche Prinzip ein und die physische Geschlechtertrennung ist nur ein vorübergehender Zustand. Doch diese Trennung wird durch die Ehe kompensiert. Die Liebe, die zur Ehe führt, beginnt bei einer gesunden Beziehung mit dem Erhabenen. Nur das Erhabene ist in der Lage, die Ehe im späteren Verlauf des Lebens aufrechtzuerhalten, es vertieft die Beziehungen, die gegenseitige Achtung usw. Doch Luzifer hat die blutsverwandtschaftliche Liebe mit dem Egoismus und der Begierde durchzogen. Seitdem liebt der Mensch und denkt an die Liebe, weil er begehrt. Alles, was später dieser Liebe als Erotik oder Sexualität – wie es im Westen genannt wird – beigemischt wurde, kam vom anderen Aspekt der Liebe – der Liebe zu sich selbst, dem Existenzialismus der Begierden, in denen Luzifer herrscht. Die geschlechtliche Begierde ist gleicher Natur wie der Hunger und der Durst. Sie erreicht wie alles andere, was in den sinnlichen Wahrnehmungen lebt, die Seele auf den Wellen der Erwartungen, die von außen an die Tür klopfen. Deshalb umgibt uns die Massenkultur von allen Seiten mit wilden erotischen und antimenschlichen Wahrnehmungsobjekten. Das war der Anfang der sexuellen Revolution. Von allen Verlangen hat das sexuelle die engste Beziehung zum alldurchdringenden Prinzip des Seins – zur Liebe – und zur Ausbildung des Bewusstseins. Deshalb ist die Sexualität ein Feind sowohl der Liebe als auch des Bewusstseins. Sie ist Hass, sie ist das höchste Ausmaß an Egoismus.

Auf der nächsten Etappe sind die Begründer und Schaffenden der sexuellen Revolution noch weiter in der Absonderung der sinnlichen Liebe von deren göttlicher Herkunft gegangen. Nicht nur haben sie die Liebe der Sexualität gleichgesetzt, sondern sie propagieren die eingeschlechtlichen Beziehungen, die eine fürchterliche Dissonanz, eine Todessünde in der menschlichen Entwicklung darstellen und zu einer Ausweglosigkeit führen. In der eingeschlechtlichen „Liebe“ gerät der Mensch in Widerspruch zu seiner eigenen Evolution im Laufe von 30000 Jahren während der Atlantischen und Nachatlantischen Wurzelrassen. In der Ehe zwischen Mann und Frau müssen die Menschen über das zukünftige Erlangen der Einheit lernen. Wenn die Zeit der kolossalen geistigen biologischen Mutation des Menschen kommt, welcher die Erfahrungen seiner früheren Inkarnationen in beiden Geschlechtern und die Kraft zur Überwindung seiner niederen Begierden angehäuft hat, wird er in der Lage sein, in sich die alte Einheit auf individuelle Art wiederherzustellen. Diejenigen Menschen, die keine Erfahrung und Kraft dazu haben, gehen das Risiko ein, von der Evolution abzufallen und ein untermenschliches Reich zu bilden.

Im apokryphen Philippus-Evangelium heißt es über die Geschlechtertrennung: „Als Eva noch in Adam war, gab es keinen Tod. Als sie von ihm getrennt wurde, entstand der Tod. Wenn sie wiederum hineingeht und ihn annimmt, wird kein Tod mehr sein… Deswegen ist Christus gekommen, damit er die Trennung, die von Anfang an bestand, wieder beseitige und sie beide vereinige und denjenigen, die in der Trennung gestorben sind, Leben gebe und sie vereinige.“

Christus kam, um die beiden Paradiesbäume zu vereinigen, die Liebe und die Weisheit, die Frau und den Mann. Im Garten Gethsemane hat Er sich nicht dem Willen des Vaters unterordnet, sondern dem Gott der All-Liebe selbst. Deshalb ist auch das Phantom auferstanden. Es ist der Mensch in der richtigen Gestalt auferstanden.

Die Gender-Sexualität ist ein kolossaler Angriff auf diese Vorbestimmung des Menschen. Sie wirkt gegen Michael als Zeitgeist und gegen die michaelische Wirkung im Menschen, gegen die Vereinigung der beiden Paradiesbäume, gegen die Synthese der Mysterien des Logos und der Sophia, die zur neuen Reproduktionsart führt, gegen die richtige Vorbereitung des Menschen auf die Vereinigung des Mondes mit der Erde und die Wiederherstellung der Dreieinheit zwischen Erde, Mond und Sonne als den mächtigen kosmischen Gral. Der Genderismus wirkt gegen die Verwandlung des Menschen in ein Ich, gegen seinen Aufstieg zur Oktave während der Vulkan-Verkörperung der Erde und letztendlich gegen den Übergang zum nächsten Evolutionszyklus des Heiligen Geistes. Der Genderist arbeitet gegen sich selbst, gegen den Heiligen Geist und daher ist seine Sünde unverzeihlich.

Die Folgen dieser Ideologie sind nicht messbar, deshalb darf die rote Linie, die zu ihr führt, nicht überschritten werden. Das weibliche Leibergefüge ist besonders wertvoll und sollte für die nächste Kulturepoche bewahrt, gehütet werden, wenn es der Anziehung von Himmelsprozesen zu den Erdenprozessen dienen wird. Die Verknüpfung des Schutzes der Frauen mit dem Genderismus in der Istanbuler Konvention ist fatal. Eine der vorrangigen Aufgaben des Menschen, der Kultur und Zivilisation schlechthin ist es, die Liebe von der Sexualität zu trennen. Die sexuelle Freizügigkeit ist nicht der Ausdruck der sich befreienden Persönlichkeit in der Epoche der Bewusstseinsseele. Vielmehr führt sie zur Entstehung einer wahnsinnigen Welt, in der die entartete Missförmigkeit den Platz der Schönheit bezieht, in der die Sünde zur neuen Tugend proklamiert und die Weltharmonie von Grund auf zerstört wird. Und das will man uns als etwas Fortschrittliches aufzwingen! Der nächste Schritt auf diesem verhängnisvollen Weg ist bereits getan – die Adoption von Kindern durch homosexuelle Paare. Es wird irgendwann die Aufhebung des Inzestverbots folgen, allmählich wird der Weg zur Pädophilie gebahnt und zum Schluss auch der Kannibalismus gesetzlich geregelt werden. Die „zivilisierte“ Welt ist in dieser Hinsicht ziemlich weit „fortgeschritten“. Sie begreift nicht, dass die heutige Sexualität schwarze Magie darstellt, die die Bewusstseinsseele ertränkt. Als Ergebnis tritt der Tod der Kultur ein. Heute wird selbst der Intellekt mit vererbt und die Vertreter der angelsächsischen Rasse erhalten auch die Bewusstseinsseele vererbt. Wenn sie die Bewusstseinsseele an die abstrakte Intelligenz binden und sie in die instinktive Grundlage der Empfindungsseele eintauchen, verfällt sie dort und wird zum Anziehungszentrum von Zerstörungskräften. In den Instinkten regiert der Gruppenegoismus jeglicher Provenienz –  der  rassenmäßige, nationale, korporative usw. Die Bewusstseinsseele wird in den Dienst der zahlreichen Doppelgänger des Zeitgeistes, der Volksgeister, der Schutzengel gestellt. Wenn die Bewusstseinsseele in die Gefangenschaft der Doppelgänger gerät, ist sie dem endgültigen Verfall geweiht.

Bei all diesen schrecklichen Aussichten kann man sich die unvermeidliche Frage stellen, warum wir dem totalen Irrsinn verfallen und nicht zu einem Aufstieg durch eine Änderung der Bewusstseinsform kommen. Dies macht nämlich den wahren Globalismus aus und verwandelt den Menschen in ein Hierarchiewesen. Die Antwort ist klar: Es steht der Zusammenstoß mit dem inkarnierten Antichrist. Nun können wir schon mitteilen, dass er sich im Jahre 2029 inkorporieren wird, wenn sein Gefäß das 30. Jahr erreicht. Ahriman wird im Gefäß drei Jahre leben. Die nächste Frage lautet, wer das Gefäß ist. Diese Frage kann auch schon beantwortet werden.

Wir wissen aus der Anthroposophie, dass sich in der Zeitenwende in Mittelamerika die satanischen Mysterien der Maya abgespielt haben, bei denen die Beziehung zu den dunklen Mächten durch das Aufschneiden des Magens des Opfers hergestellt wurde. Laut Steiner war damals der stärkste Schwarzmagier auf Erden inkarniert, der jemals unter den Menschen gelebt hat. In seinen früheren Inkarnationen wurde er auch durch die Teilnahme an satanischen Ritualen vorbereitet, dass er zur Zeitenwende so starke Kräfte entwickeln konnte, um die Entwicklung in der vierten und fünften Kulturepoche in eine Richtung zu  treiben, die den Absichten der ahrimanischen Wesen völlig entsprach. Die kolossale Gefahr, die von diesem Schwarzmagier ausging, wurde vom weißen Magier Vitzliputzli gebahnt, der „auf übersinnliche“ Art gezeugt und im Jahre Null geboren wurde. Als er das 30. Jahr erreicht hatte, kämpfte er drei Jahre lang gegen den Schwarzmagier und hat ihn gekreuzigt. So hat Vitzliputzli den höllischen Plan des Schwarzmagiers vereitelt. Neun Jahrhunderte später hat sich dieser Schwarzmagier wieder als der Gegner der rechtmäßigen Menschenevolution inkarniert – als Klingsor – der Feind Parsifals und Amfortas‘, der Feind des Gral und des Christus. Dieser ahrimanische Schwarzmagier hat sich am 11.08.1999 wieder inkarniert und er ist derjenige, der vorbestimmt ist, Ahriman in sich aufzunehmen. Bisher wissen wir nicht, wie die Inkorporation selbst verlaufen wird, doch dieser Magier ist an sich schon ein ernstzunehmender Gegner. Wie stark wird er wohl sein, wenn Ahriman in ihn eintritt?! Ist sich der heutige Mensch des abstrakten reflektierenden Denkens überhaupt bewusst, was ihn erwartet?!

Die verfallende Materie wird nicht ewig lang den Geist reflektieren, und das Ich existiert nur aufgrund der Gnade dieser Reflexion. Es besteht die Gefahr eines zweiten Todes – des Seelentodes, der den Menschen aus dem Evolutionsprozess entfernen wird. Als Ergebnis wird er jegliches Bewusstsein verlieren. Der Mensch wird einfach verrückt werden! Am Anfang haben wir erwähnt, dass im Punkt, in dem sich der physische und der Ätherleib vereinigen, auf der einen Seite das Wärmeelement und der Wärmeäther sind. Dort wird die Materie in Geist umgewandelt und umgekehrt. Auf dem entgegengesetzten Pol stehen sich der Lebensäther und das Element Erde – das gröbste Element –  entgegen. Zwischen beiden besteht ein Abgrund, doch dort entsteht auch das Phänomen der Reflexion. Das Leben zieht sich vom Physischen und Mineralischen zurück, die Materie stirbt und der Astralleib nimmt die Schatten der Berührung des menschlichen Gehirns mit den lebendigen Welt-Intelligenzen wahr. Das abstrakte Denken unterbricht allmählich die Verbindung des Wärmeäthers mit dem menschlichen Willen, es zerstört den Lichtorganismus des Menschen und die Gefühle. Durch die Sprache tötet das abstrakte Denken den Weltenton und das Denken und vertreibt schließlich das Leben und den Sinn aus der menschlichen Existenz. Der Mensch wird nur in das Mineralische hineingetrieben, das eine illusorische Form der Substanz ist, so wie das reflektierende Denken ein Schatten des kosmischen Denkens ist.

Der Gedanke lässt sich nicht verdinglichen, sondern er wirkt auf den Stoff indirekt über den Weltäther ein. Als Zeitgeist hat Michael eine besondere Beziehung zum Weltäther – der entstehenden Zeit, die zur Zukunft führt. Beim zweiten Golgatha ist Christus durch die nathanische Seele als Bewusstsein im Lichtteil des menschlichen Ätherleibes auferstanden, damit Seine zweite Wiederkunft beginnt, die dort imaginativ angeschaut werden kann. Somit wurde durch das astrale Licht der Weg des Heiligen Geistes aus dem Plan der Vorsehung zum Lichtäther gebahnt, damit Er in ihn den Christus-Impuls aus der hohen Sphäre der 12 Bodhisattvas herunterholen kann. So war der Christus-Impuls in der Lage, über den Heiligen Geist selbst den Wärmeteil des menschlichen Organismus zu erreichen, in dem die Materie in Geist ungewandelt wird. Dieses Opfer war notwendig, damit das Christus-Bewusstsein bis zum Wärmeäther herabsteigen kann. Durch das Mysterium von 1936, das Christus gemeinsam mit der nathanischen Seele, den exkarnierten Michaeliten und dem auf der Erde weilenden Bodhisattva darbrachte, hat Er sich gewissermaßen den Weg der direkten Verbindung mit dem Wärmeäther gebahnt. Nun hält Er sich dort als kosmische Liebe auf. Diese Liebe muss die Menschenseele im Inneren zum Wirken bringen. Der Weg zur geistigen Welt beginnt mit der Moralität, und die Moralität ist Christus selbst. Aus dem Willen im Wärmeäther steigt der Mensch mit der Christus-Moralität durch den Lichtäther, der mit dem Weltgefühl zusammenhängt, zum Klangäther auf, der mit dem reinen Denken zusammenhängt. So geht der Mensch vom Ich zum Lebensäther im Ich über und gestaltet auf radikale Art seinen Ätherleib um – durch die Kommunion des Lebensgeistes Christi, durch das Ich Christi als Buddhi. Das macht das Wesen der Erhebung zur Sonnenevolution aus, und dort befindet sich der Geistesmensch Christi. Er erwartet von uns, dass wir Ihm nicht einfach den Lebensäther des Zyklus darbringen, sondern das ewige Leben, das über allen Zyklen steht. Dieses ewige Leben richtet der Mensch auf die Sonne in Form einer fünften Ätherart – des Gedankenäthers –, der uns aus dem Leben des Zyklus, das sich in den vier Ätherarten manifestiert, zum ewigen Leben des nächsten Zyklus führt.

Der Lebensäther ist die ätherische Widerspiegelung aus der Sphäre des höheren Devachan, der Klangäther – eine Widerspiegelung des niederen Devachan (der Planetensphäre) und der Lichtäther – der Astralwelt (Elementarwelt). Nur der Wärmeäther hat kein makrokosmisches Urbild, insofern er an der Grenze zwischen Ätherleib und physischem Leib wirkt. Dafür bildet er die Grundlage der freien Entwicklung des Menschen und dessen Erleben des individuellen Ich. Als Arche hat Michael eine besondere Beziehung nicht nur zum Wärmeäther, sondern auch zum menschlichen Willen und zum Geistesmenschen. Unser Weg zur geistigen Aufrichtung beginnt mit dem Bewusstsein Michaels und der Moralität Christi. Beides stellt die Annahme des erneuerten Palladiums in den menschlichen Willen dar. Das macht die Einweihung mit dem „Eisen und Brot“ aus, die Einweihung mit den erneuerten Paradiesbäumen – dem Geistselbst und dem Lebensgeist.

Laut Steiner besteht das Wesen der Wirkung Michaels in uns in der Fähigkeit, das Denken zu vergeistigen und Ideen-Offenbarungen zu empfangen. Zu seiner Lebenszeit – so Steiner – gab es keine geeigneten Bedingungen zum kollektiven Übergang der Menschheit zu dieser Transformation des Denkens, obwohl er selbst die neue Beziehung zur geistigen Welt dank der Erfahrungen aus seiner früheren Inkarnationen und der Anstrengungen des letzten Lebens gebahnt hat. Mit dem Zweiten Golgatha Christi am Ende des 19. Jahrhunderts konnte das geistige Licht zum Menschen herunterströmen. Doch damit sich der Mensch zum Geist erheben konnte, mussten in ihm völlig neue Kräfte hervorkommen, die „das Böse zum Arbeiten zugunsten des Guten einspannen“. Diese Kräfte gab es vorher nicht. Nur der gute, innerlich moralische Mensch kann mithilfe des Verstandes zu den lebendigen Ideen aus der kosmischen Intelligenz aufsteigen und sie fruchtbringend in die Zivilisation eintragen. Diese Kräfte kamen im Untergrund unserer Seele mit dem Mysterium von 1936 hervor, das ein Drittes Golgatha Christi darstellt. Diese Kräfte ermöglichten die Ausstrahlung des Heiligen geistigen Impulses am Ende des 20./Anfang des 21. Jahrhunderts von Bulgarien aus, den Steiner als den Höhepunkt der Anthroposophie vorhersagte. Die Platoniker und Aristoteliker und vor allem die Bogomilen als die Synthese der beiden sind bereits da und leiten diesen Impuls auf der Erde weiter, damit die gegenwärtige Zivilisation nicht vollständig zusammenbricht und wir uns auf die bevorstehende Begegnung mit dem Antichristen vorbereiten können. Wer das Vorhandensein des Impulses nicht erblickt, ist folglich noch nicht bereit. Dieser Impuls ist die Manifestation des Christus im Menschen, die Manifestation des Ich, des Gottes im Menschen. Die Ausstrahlung eines gegebenen Impulses wird immer durch eine Individualität verwirklicht und durch andere als solchen anerkannt. Das Erleben Gottes durch das menschliche Ich ist der wichtigste Sinn unserer Existenz im gegenwärtigen Zyklus, mit dem wir uns auf den nächsten Zyklus vorbereiten. Das ist auch der Sinn des Vorhandenseins Christi im heutigen Zyklus – des Gottes in uns.

Die geistige Aufrichtung geschieht nicht auf der Grundlage der Demokratie, in der die Meinung der Mehrheit herrscht. Im geistigen Leben stellt das eine Rückkehr zur Gruppenbewusstseinsform dar, die zur Verdummung der Massen und zu immer mehr Grenzüberschreitungen seitens der Regierenden führt, die oft in Diktaturen ausarten. Bei den Bulgaren wird das eher nicht eintreten, obwohl Millionen von ihnen so gut wie verblendet sind. Doch im Astralleib des bulgarischen Volkes wirkt das siebengliedrige Wesen des Heiligen Impulses. Das ist die Grundlage, auf der die Zukunft der Bulgaren und der Welt fußen wird. Diese Grundlage erträgt keine Gender-Ideologie oder andere leere Doktrinen, die die Frucht des reflektierenden Denkens sind. Ende 2017 wurde der Premier Bojko Borissov in Hinblick auf die Istanbuler Konvention von zwei seiner Ministerinnen in die Irre geführt. Beide besitzen eine anständige abstrakte Intelligenz, aber sie befinden sich im Bezug auf das lebendige Denken auf der Stufe eines Leghorn-Huhns. Viele Bulgaren haben sich gegen die Konvention erhoben, Borissov hat seinen Fehler eingesehen und wir wollen hoffen, dass die rote Linie nicht überschritten wird. Jeder macht Fehler und wir dürfen uns nicht auf ihn stürzen, sondern ihm durch ein Gebet, eine Vorlesung oder den persönlichen Kontakt helfen. Vorläufig gibt es niemanden, der Bojko Borissov ersetzen könnte, denn durch ihn wirken die guten Mächte. Bulgarien erwartet also eine gute Zukunft. Borissov erfüllt das, was das siebengliedrige Astralwesen des Impulses von ihm verlangt. Hoffentlich macht er weiterhin so und dann wird Bulgarien zu jenem Frieden stiftenden Zentrum der Erde werden, in dem die gegeneinander kämpfenden Völker den Weg der Versöhnung suchen. Evolutionsmäßig am höchsten steht derjenige, der fähig ist, sich über die Widersprüche zu erheben und das Böse zum Guten zu wenden. Das führt uns zu den geheimnisvollen manichäischen Mysterien, auf die die Bogomilen des Mittelalters blickten. Auf diese Mysterien verweist auch der magische Akt der Synthese der beiden großen christlichen Impulse des 20. Jahrhunderts – der Anthroposophie und des Bodhisattva. Hinter ihnen stehen die Himmlische Sophia und Christus selbst. Die Synthese verweist auf die sechste Kulturepoche und darüber hinaus zu der sechsten Wurzelrasse. Wer die Synthese anerkennt, wird vor sich das Tor zur Ewigkeit öffnen!

 

 

 

 

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Der Jerusalem-Knoten

Video vom 24.12.2017

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Der Text im PDF-Format

Wir wollen heute unseren geistigen Blick auf die Welt richten und schauen, was dort passiert. Unter Berücksichtigung der Rolle der Menschheit wird uns dieser Blick in die ferne Zukunft führen – zu der  Schaffung eines Neuen Himmels, einer Neuen Erde und eines neuen Zyklus der Schöpfung – des Zyklus des Heiligen Geistes.

Was geschieht gegenwärtig in der Welt? Das wollen wir nur sehr kurz umreißen, damit sich das Video nicht in die Länge zieht. In Amerika ist 2017 Trump auf den Plan getreten, denn nach den endlosen und vorher nie für möglich gehaltenen Abgründen, in die uns der linke luziferische Globalismus geführt hatte, war es nur logisch, dass das Pendel in die andere Richtung schwingen und die Erscheinung des rechten Globalismus in der Person von Trump herbeiführen würde. Das ist ein natürlicher Prozess, doch man muss bedenken, dass in diesem Hin- und Herschaukeln zwischen Links und Rechts, zwischen dem luziferischen und ahrimanischen Prinzip Christus fehlt. Das ist das große Problem. Wenn das Pendel also nach rechts schwingt und dort sich eine Riesenkraft ansammelt, die den Weg des Antichristen absteckt, wird es mit einer noch größeren Kraft zurück nach links schwingen. Auf diese Weise wird die Menschheit seelisch und geistig immer härteren Proben unterzogen, ohne dass sie die Möglichkeit hat, das Gleichgewicht zu finden. Das luziferische Prinzip ist das primäre, da es sich, wie wir bereits in sehr spezifischen Vorlesungen darüber gesprochen haben, auf alle neun Hierarchien erstreckt und nicht nur, wie üblicherweise angenommen wird, bis zu den Thronen. Es erfasst alle neun Hierarchien, da die Götter selbst ihre Widersacher schufen, damit wir bis zum Mineralischen hinunterreichen und sich unser Ich-Bewusstsein auf dem physischen Plan ausbilden konnte. Da das luziferische Prinzip führend ist, ruft es unvermeidlich Karma hervor – es tritt Ahriman auf den Plan. Wenn Ahriman erscheint, wird der Mensch wie ein Ball hin- und hergeworfen und es tauchen die Asuras auf, d.h. das asurische Prinzip. Dieses Prinzip ist eine unrechtmäßige Synthese des Luziferischen und Ahrimanischen, die den bösen Einfluss der beiden verstärkt und praktisch das Zentrum, d.h. Christus verdrängt. Ins Zentrum, wo Christus stehen müsste, drängen sich die Asuras und stecken den Weg für Sorat ab – für den Hauptwidersacher Christi, dem Hauptfeind des Ich-Prinzips, der hinter den drei Sechsen steht. Das, was wir heute auf der Erde beobachten können, ist die Geburt des Asurismus – wir finden ihn im vernichtenden Missbrauch der Sexualität, in der Drogenabhängigkeit, im Islamischen Staat, im Terrorismus des Ghettos und in allen Grausamkeiten, die noch zukünftig geschehen werden. Das alles ist der Austausch des wahren Ausgleichsreglers – der Austausch des Christus gegen den Asurismus. Das ist es, was jetzt zum Zug kommt.

Was ist in den USA geschehen, die das bisherige Zentrum der Welt waren? Dort ist Trump mit all seinen Eigentümlichkeiten und unerwarteten Entscheidungen erschienen – ein Geschäftsmann, der buchstäblich mit Stollenschuhen in der Weltpolitik auftritt. All das ruft die von uns beobachteten Wirkungen hervor: Wenn Trump niest, kriegt die Welt Schnupfen und wird krank. Selbstverständlich gibt es sehr mächtige Kräfte des linken Globalismus, die Trump zu verhindern suchen, so dass man nicht weiß, wie lange er es noch an der Spitze aushalten und was er alles zustande bringen wird. Auf jeden Fall geht die Einpolwelt ihrem Ende zu. Amerika kann nicht mehr die Rolle der führenden Weltmacht spielen, die es bis gestern für sich beansprucht hatte. Sowohl China als auch Indien bzw. Russland erheben nämlich auch den Anspruch, weitere Weltzentren zu sein.

Was geschieht in Russland? Putin wird wieder zum Präsidenten gewählt werden. Die lange Agonie des russischen Volkes, die mit der Ermordung des elfjährigen Thronfolgers des Iwan des Schrecklichen Dmitrij/Demetrius angefangen hat, wird weitergehen. Durch die Ermordung des Demetrius wurde die Nabelschnur des entstehenden russischen Volkes, die es mit seinem bulgarischen Ursprung verbunden hatte, abgeschnitten, denn die Rjuriks sind keine Normannen, sondern ein bulgarisches Geschlecht. Durch das Abbrechen der Stammesbeziehung und auch der geistigen Beziehung zum bulgarischen Volk – der Beziehung zur Mutter – wurde das russische Volk wie ein Zweig vom Strom des Lebens mitgerissen. Es erschien Peter der Große, es kamen die Bolschewiken, nun ist Putin an der Macht. Die Russen wissen nicht, wie sie sich entwickeln sollen. Mit Ausnahme von zwei oder drei Großstädten, die etwas mehr Glanz haben, ist der Rest des Landes 100 bis 150 Jahre zurückgeblieben. Zukünftig ist in Russland mit ernsthaften Wirtschaftsproblemen zu rechnen. All das ist denjenigen, die das Leben in Russland verfolgen, bekannt. Putin lässt sich nicht durch eine neue Oktoberrevolution stürzen, denn das Volk ist offensichtlich hypnotisiert, sondern er kann wahrscheinlich durch einen inneren Umsturz gestürzt werden. Es wird spekuliert, dass in Russland Milliarden entwendet sind. In diesem Fall ist damit zu rechnen, dass ein innerer Widerstand entstehen wird, so dass Putins eigene Umgebung ihn stürzen könnte. Wozu das führen kann, steht auf einem anderen Blatt. Das russische Volk, das sich grundsätzlich mit verlangsamtem Tempo entwickelt, da seine Zukunft in der sechsten Kulturepoche liegt, muss allmählich beginnen, von der Verstandesseele zu den ersten Keimen der Bewusstseinsseele zu gelangen. Dementsprechend darf Russland nicht in der bisherigen imperialen Manier Bulgarien behandeln, sondern es muss sich zu unserem Land hinwenden wie zu seiner eigenen Mutter, die es geboren hat.

In China wird die Wirtschaftsmacht mit einem absurden politischen System kombiniert und dort werden auch gleichzeitig mit dem wirtschaftlich immer stärker werdenden Indien Ansprüche auf Weltvorherrschaft erhoben. Was können diese beiden Staaten anbieten? Sie bieten eine vergangene Spiritualität an, die unserer gegenwärtigen Zeit völlig unangemessen ist. Doch gepaart mit Wirtschaftsmuskeln ist sie in der Lage, große Probleme zu schaffen. Steiner hat schon vor 100 Jahren den Konflikt in der Ukraine vorausgesagt, der nun tatsächlich eingetreten ist. Nun will Amerika Waffen in die Ukraine liefern, damit sie sich gegen Putin und die Invasion in das sogenannte Donezkgebiet wehren kann. Das bedeutet eine weitere Verschlechterung der Beziehungen zwischen Russland und den USA. Die amerikanischen Habichte werden darauf bestehen und Trump wird auf sie hören – das wurde schon abgestimmt. Steiner hat auch einen Krieg zwischen China und Amerika vorausgesagt – einen Riesenzusammenprall, der im Pazifik ausgetragen werden soll. Wenn dieser Krieg sich auf europäischem Gebiet entfalten würde, würde Europa weggefegt werden. Trump hat gegenwärtig jegliche China-Rhetorik aus der Zeit seiner Wahlkampagne vergessen und gibt sich als ein China-Freund aus. Er begreift nämlich, dass die amerikanischen Kapitale nach China abfließen und ist bemüht, die Beziehungen zum asiatischen Land zu verbessern. Der amerikanische Präsident hat diese Woche die Steuerreform unterzeichnet, die die großen Firmen enorm entlastet. Das wird die Staatseinnahmen drastisch reduzieren und das soziale System sprengen, von dem eine hohe Anzahl von Menschen abhängig ist. Also ist in Amerika mit großen Erschütterungen zu rechnen. Ein zukünftiges Impeachment Trumps ist nicht ausgeschlossen. Das wird den Widerstand gegen China vertiefen. Früher oder später wird der von Steiner vorausgesagte Krieg eintreten. Der äußere Anlass kann auch der Nordkoreaner sein, der wie ein debiles Kind mit Atomspielzeug spielt. Dieses Atomspielzeug an der Grenze zu China könnte als äußerer Anlass für diesen Krieg dienen. Anfang des 20. Jahrhunderts brachte die Ermordung des österreich-ungarischen Thronfolgers Franz Ferdinand das Geschwür zum Platzen und war der Anlass für den Ersten Weltkrieg, nun könnte es auch einen ernsthaften äußeren Anlass geben. Aus China und Indien kann nichts Positives kommen, da sie nicht zeitgemäß sind.

Wie Sie sehen, fokussieren wir unseren Blick nur auf die Nordhalbkugel, weil der gesamte kulturhistorische Prozess, der mit dem Versinken der Atlantis seinen Lauf genommen hat, von Osten nach Westen wandert – über die urindische Kultur, die mit dem späteren Indien Krishnas nichts zu tun hat, über die urpersische Kultur, über die ägyptisch-chaldäische, griechisch-römische Epoche bis hin zur fünften Kulturepoche in Mitteleuropa. Die angloamerikanischen Logen wollen die Linie der Weltentwicklung bis nach Amerika verlängern, so dass der Angloamerikanismus führend wird. Stattdessen erfordert die rechtmäßige Weltentwicklung eine Kurve von Mittel- nach Osteuropa, eine Rückkehr nach Osten. Gemeint ist eine geistige Vereinigung des Deutschtums und des Slawentums, damit der Weg zur sechsten Kulturepoche gebahnt wird und nicht eine Rückkehr nach China oder Indien. Die Südhalbkugel ist bei diesen Prozessen nicht bestimmend, von dort können nur Probleme kommen. Wir kennen die Probleme in Südamerika mit seinen Junten und Drogenkartellen. Afrika stellt nur eine Quelle von Migration dar, da dort Armut und Mord (Boko Haram) herrschen. Aus Australien können auch keine geistigen Impulse kommen. Deshalb konzentrieren wir uns nur auf die Nordhalbkugel, die in geistiger Hinsicht führend ist, und konkreter auf Europa.

Großbritannien treibt hin und her und kann sich selbst nicht entscheiden, ob es mit Amerika oder mit Europa sein will. Dahinter steht der angloamerikanische Okkultismus, denn von England aus nahm das Freimaurertum seinen Lauf. Das Brexit wird ernsthafte Folgen für das englische Volk haben bzw. für das, was man unter diesem Namen versteht. England hat ein Riesenkarma aus seiner kolonialen Vergangenheit angehäuft, das abgetragen werden soll. London sieht nicht mehr aus wie eine englische Stadt, sondern wie ein neues Babylon. Von allen ehemaligen Kolonien strömen Migranten nach England, was zu einer Änderung der ethnischen Zusammensetzung der Bevölkerung mit den entsprechenden katastrophalen Konsequenzen führen wird.

In Frankreich ist der Präsident Macron wie ein Blitz eingeschlagen. Mit seiner Frau Brigitte bilden sie ein karmisches Paar aus einem früheren Leben – wir wissen nämlich, wer sie sind. Macron hat unter anderem auch Philosophie studiert. Er nimmt die Philosophie der Aufklärung, die Ansichten der französischen Philosophen sehr gut auf, aber wir wissen, dass in dieser Philosophie das wahre Alibi des Materialismus wurzelt. Macron wird sich nie zum Idealismus der deutschen Philosophie erheben können, in ihm wirken die materialistischen Impulse. Er hat nach dem Zusammenbruch des Clowns Hollande mit seiner Sozialistischen Partei für frische Luft gesorgt – in Frankreich wie auch europaweit. Doch denken Sie an meine Worte: In diesem Mann wirkt die materialistische Weltanschauung mit luziferischem Unterfutter, denn in ihm treffen sich der Luziferismus und der  Ahrimanismus, ohne dass Christus vorhanden ist. Schauen Sie, welche Schritte er zukünftig unternehmen wird, sie werden kaum dem christlichen Charakter Europas nutzen, der von der geistigen Welt geplant war. Die Europäische Union ist momentan eine Wirtschafts- und Staatenunion und keine geistige Union. Aber wenn es kein reines Wasser gibt, sollte man wenigstens das trübe Wasser nehmen, um eine Art Vereinigung der 28 Mitgliedsstaaten hervorzubringen. Von diesen 28 Staaten haben 22 die Homo-Ehe erlaubt (Bulgarien gehört erfreulicherweise nicht zu ihnen). Man kann sich das Ausmaß der Ansteckung vorstellen, die Europa erfasst hat! In Schweden muss man vor einem Sexualakt eine schriftliche Einverständniserklärung unterschreiben – mit solchen Absurditäten befassen sich die Skandinavier neuerdings. Dort hat sich das Virus der sexuellen Revolution flächendeckend ausgebreitet und der vernichtende Liberalismus hat in Skandinavien gigantische Ausmaße angenommen. Trotz des äußeren Wohlstandes befinden sich die skandinavischen Länder in einer totalen Katastrophe, die nicht ohne Folgen bleiben wird.

Schauen wir nach Süden auf Spanien, so finden wir dort die Spaltungsprozesse in Katalonien. Spanien ist ein Konglomerat aus mittelalterlichen Fürstentümern, die den spanischen Staat zustande brachten, in dem sich jeder heute noch für etwas Eigenständiges hält. Das hat zu der gegenwärtigen Ausweglosigkeit geführt. Auch Spanien und Frankreich haben ein schweres koloniales Karma, das abgeglichen werden soll. Nicht zufällig existieren in Frankreich zahlreiche Ghettos als Quellen von Terrorismus. In Spanien hat früher die Große Inquisition begonnen, dort hat der Großinquisitor Tomás de Torquemada gewirkt, der jetzt wieder inkarniert ist. Italien ist völlig schutzlos. Die Zeit des Latinertums war die vierte Kulturepoche. Griechenland befindet sich in einer verzweifelten Situation – alle Inseln sind voll von Migranten, die sich nicht aufhalten lassen. Wir sehen, wie falsch Griechenland ist mit den linken Experimenten, die dort durchgeführt werden, wir sehen, wie sich die Griechen daran gewöhnt haben, auf Kosten anderer zu leben.

Was sehen wir in Polen? In Polen tritt man in der Justizreform mit Stollen um sich, was ein Riesenproblem verursacht hat. Bulgarien stehen in dieser Beziehung große Probleme während der EU-Präsidentschaft bevor. Auch damit muss unser Ministerpräsident Bojko Borissov fertig werden. Orbán entschloss sich zu einem Veto gegen das EU-Verfahren gegen Polen. Nachdem Trump die Anerkennung Jerusalems als die Hauptstadt Israels unterzeichnet hatte, stimmte die UNO-Vollversammlung mit 128 Stimmen gegen diese Anerkennung, doch 35 Länder haben sich enthalten, darunter Polen und Rumänien. Beide Länder polen sich langsam auf Amerika um. Trump drohte den Ländern, die gegen seinen Beschluss gestimmt haben, die  Finanzhilfen zu streichen. Deshalb bin ich gespannt, ob die „America for Bulgaria“-Stiftung ihre Tätigkeit einschränken wird. Lange Zeit hat die Stiftung, die im Volksmund „Amerika gegen Bulgarien“ genannt wird, gewisse Schmarotzer mit Zuwendungen durchgefüttert. In letzter Zeit hat die Stiftung ihre Tätigkeit auf Finanzierung bestimmter Projekte in Kindergärten und Schulen ausgeweitet, um dadurch den Amerikanismus in Bulgarien in Form von Zuwendungen durchzubringen. Ob dieser Geldstrom versiegen wird, nachdem Bulgarien gemeinsam mit der EU (mit Ausnahme von sechs der neuen Mitgliedsstaaten) gegen die Anerkennung des Trump-Beschlusses gestimmt hat?

Das sind zwar Ereignisse, die auf dem äußeren Plan geschehen, doch eine Widerspiegelung geistiger Gegebenheiten darstellen. In der EU herrscht große Spaltung. Das ist auch der Zustand in Deutschland, wo die kläglichen Versuche, eine Regierungskoalition zu bilden, immer noch nichts hervorgebracht haben. Die EU wird nicht nur regionen- und nationenweise deutlich schwächer, sondern auch die EU-Kommission als supranationale Regierung verliert immer mehr an Autorität und Handlungsfähigkeit. Die zentrifugalen Tendenzen, das Auseinanderdriften, das sich bemerkbar macht und zukünftig stärker werden wird, bewirkt gleichzeitig ein Verlangen, den aufgebauschten Verwaltungsapparat in Brüssel zu reduzieren. Mehrere Milliarden Euro werden aus Großbritannien nicht mehr in die Kassen der EU fließen. Das muss unumgänglich zu Einsparungen führen, denn es kann nicht sein, dass in Brüssel irgendwelche Nutznießer in ihren Büros sitzen und 20-30000 Euro Monatsgehalt fürs Nichtstun erhalten. Es wird unvermeidlich Widerstand gegen den Status quo in Brüssel geben. Selbstverständlich muss die EU allmählich aus einer Wirtschafts- und Staatenunion in eine geistige Union transformiert werden. Das muss das Führende sein, aus dem sich der Rest als eine Wirtschafts- bzw. Rechtsvereinigung usw. ergibt. Anderenfalls ist die EU dem Zerfall geweiht. Doch ist die EU trotzdem jenes trübe Wasser, das zu einer Art Vereinigung führen kann und soll.

All das wird in der so beschriebenen Situation nach Bulgarien kommen, wo in den nächsten sechs Monaten die wichtigsten Beschlüsse gefasst werden sollen. Bojko Borissov wird der Vermittler sein. Sein Schlüsselwort ist „Frieden“ und man muss ein wahrer Friedensstifter sein, denn der Kampf muss in der Stiftung von Frieden bestehen und nicht im Beziehen einer einseitigen Position und Schaffung von Nervosität.

Es ist deutlich, dass es große Probleme und große Erwartungen im Zusammenhang mit der EU-Präsidentschaft gibt. Sie muss von unserer Seite bewältigt werden, so dass dasjenige, was im Himmel geschrieben ist – die aktuelle Planetenkonstellation, die geistige Konstellation – in glänzender Weise erreicht werden kann. Es muss lediglich das Notwendige getan werden. Die ganze Welt ist voller Spannung und erwartet das Eintreten schlimmer Ereignisse. Erstaunlicherweise haben die Menschen in Bulgarien die Erwartung, dass etwas Positives geschehen wird.

Nachdem wir diesen kurzen Überblick über die Weltsituationen verschaffen haben, wollen wir uns dem Jerusalem-Knoten zuwenden, der unser heutiges Hauptthema darstellt. Wenn man das Schicksal Jerusalems kennenlernen will, das mit dem Schicksal des jüdischen Volkes zusammenhängt, kann man zahlreiche Bücher über dieses Thema lesen, auch im Internet gibt es eine Unmenge an Informationen. Wer die Politik der vergangenen Jahrzehnte verfolgt hat, der weiß, welche Wendungen die Ereignisse um Jerusalem genommen haben, bevor Trump den seit 20 Jahren anhängigen Beschluss unterzeichnet hat. Kein amerikanischer Präsident hat sich bisher getraut, Jerusalem als die Hauptstadt Israels (unter Vorbehalt) anzuerkennen. Dieser Beschluss hatte eine enorme Auswirkung auf die ganze Welt, insbesondere auf die islamischen Länder. Unter anderem war das ein geschickter Zug. Es gibt verschiedene Deutungen der Argumente Trumps, und wir müssen bedenken, dass die Juden in Amerika dagegen waren. Auf den ersten Blick ist es überraschend, dass sie etwas dagegen haben können, dass Jerusalem die Hauptstadt Israels wird. Doch sie waren dagegen, weil sie wussten, wohin das führen könnte – zu einer dritten Intifada, die anders als die ersten zwei sein würde. Manche vermuten, dass die strengsten Evangelikalen, die das Ende aller Zeiten erwarten und Trump gewählt haben, diese Entscheidung beeinflusst haben, damit die Ereignisse vorangetrieben werden. Ob Trump auch diese Vorstellung von den letzten Zeiten hat, weiß ich nicht. Doch er hat mit seinem Beschluss den Prozess angeregt, denn die Dinge waren ins Stocken geraten und der Gordische Knoten blieb ungelöst. Alexander der Große hat seinerzeit den Gordischen Knoten durchschlagen, doch das hat er in einer Art getan, die der damaligen Zeit und den damaligen Bedingungen angemessen war. Selbstverständlich ist Trump nicht in der Lage, diesen Jerusalem-Knoten zu durchschlagen, da er nicht das geistige Potential oder die Möglichkeiten besitzt. Er hat lediglich den Vorgang aktiviert.

Um was für einen Vorgang handelt es sich? Was wollen die Palästinenser? Die UNO-Resolution von 1948 hat es ihnen ermöglicht, einen Staat zu haben. Doch in Wirklichkeit ist nur der Staat Israel entstanden, die Palästinenser haben keinen Staat, sondern eingezäunte Städte. Die Palästinenser erheben den Anspruch einer langen Geschichte, die auf die Philister zurückgeht – jenen Stamm, dessen Mitglied Goliat war. David und Goliat sind übrigens jetzt wieder inkarniert, nur soviel sei dazu gesagt. Die Palästinenser erheben Anspruch auf Jerusalem, das unter UN-Verwaltung gestellt werden sollte und nicht die Hauptstadt von einem der beiden Staaten sein durfte. Doch in Wirklichkeit hat Israel die Kontrolle über die Stadt. Der Anspruch der Palästinenser ist nicht berechtigt, denn Jerusalem wurde von David gegründet. Es gibt Angaben über eine schon vorher bestehende Siedlung auf dem Gebiet Jerusalems, doch 1000 Jahre v.Chr. hat David am Berg Zion die Davidsstadt gegründet und damit die Idee der Begründung eines israelischen Staates mit dem Symbol des Tempels veranlagt. Der Tempel war der Nabel der Erde, in dem sich die geistige Welt mit der physischen Welt traf. Das Volk Israel, das mit Abraham begann, hatte die Aufgabe, das Gefäß für Gott bereitzustellen, damit Gott im 30. Jahr Jesu in dessen Leib eintreten konnte. Als der Leib geschaffen wurde, war die Mission zu Ende und der Mondeneloah Jahve hat sich zurückgezogen. Das Volk Israel wurde nach dem Jüdischen Krieg im Jahr 70 durch Titus Vespasianus besiegt, Jerusalem und der Tempel wurden zerstört und die politische Autonomie der jüdischen Bevölkerung ging zu Ende. Die Aufgabe des Volkes war somit beendet. Die Juden hatten ein geozentrisches Weltbild, das auf die Schaffung des Leibes für Gott gerichtet war, also auf das Irdische, damit sich das Himmlische im Irdischen spiegeln konnte. Zuerst musste der Leib ausgebildet werden, der dann das makrokosmische Ich aufgenommen hat. Jehova wirkte in einer Mondenart über Erzengel Michael, aber hinter allem stand Christus, der Seinen Leib vorbereitete. Aus der Blutsverwandtschaft heraus sollte dieser Leib entstehen und das Blutsverwandtschaftliche wirkte in diesem Volk in einer einmaligen Art, die anders als bei allen anderen Völkern war. Die Kreuzigung schuf ein Riesenkarma und das Volk wurde verstreut. Michael ist allmählich zum Sonnen-Antlitz Christi geworden. Im Garten Gethsemane wurde Jahve von seinem Mondenamt befreit und er ist zu einem Sonnenelohim geworden. Es ist also eine vollständige Transformationen im geistigen Sinne eingetreten, die sich auf der Erde gespiegelt hat. Wenn ein Volk keinen führenden Volksgeist mehr hat, hört seine Existenz auf, weil es seine Mission erfüllt hat. Das Volk Israel sollte zum Ferment werden, das die ganze Menschheit mit dem Christentum säuert. Christus hat die Jünger um sich versammelt, die zum Ferment für alle anderen Menschen werden sollten. Ein Eingeweihter – Ahasver -, der im Unterschied zu Christus nicht Tod und Auferstehung erlebt hat,  beschloss, der ewige Jude zu sein, in dem das Mondische, das Blutsverwandtschaftliche bewahrt wird. Er erfüllt quasi die Rolle einer Gruppenseele des Volkes Israel. Nachdem Theodor Herzl im 19. Jahrhundert die Weltanschauung des Zionismus formuliert hatte, rief David Ben-Gurion 1948 mit der Unabhängigkeitserklärung den modernen Staat Israel aus. All das wirkt gegen die wahre Mission des Volkes Israel und stellt eine Rückkehr zum Mondischen, zum Salomonischen Tempel dar. Deshalb brauchten sie Jerusalem. Vom Tempel, genauer gesagt vom zweiten Tempel, ist nur eine Mauer übrig geblieben. Das ist alles, was vom Tempel übrig geblieben ist, der die Weltanschauung des Volkes Israel symbolisierte, der den Nabel der Welt und eine Vorbereitung auf die Ankunft Christi und auf den Übergang vom Ich zum Geistselbst darstellte. Das haben die Juden nicht verstanden und ihren Staat gegründet. Es ist ein wunderbarer Staat, in dem die Wüste in ein Paradies verwandelt wurde. Vom Flugzeug aus kann man erkennen, welche Siedlungen zu Israel gehören und welche zu Palästina. Die Palästinenser hatten die PLO, die terroristische Hamas, nun werden sie durch Zuwendungen finanziert, wobei Europa der größte Geldgeber ist, ohne am Konflikt beteiligt zu sein. Europa gibt das Geld, aber es ist an der Lösung des Konfliktes im Nahen Osten nicht beteiligt. Der Keim des Konfliktes wurde schon nach dem Ersten Weltkrieg angelegt, als die Siegermächte quasi mit einem Lineal die Grenzen der neuen Staaten gezogen haben. Die Grenzen, die gezogen wurden, gingen durch Völker, Stämme, Dörfer und haben Minen für die Zukunft gelegt. Nach dem Vertrag von Neuilliy-sur-Seine verlief auch die bulgarische Grenze durch das Plumpsklo manches Bauern und teilte einige Dörfer in eine bulgarische und eine serbische Hälfte. Dieselben Schwachsinnigen haben die Grenzen auf der Balkanhalbinsel und im Nahen Osten gezeichnet und dabei dort Minen gelegt, die eine nach der anderen zu explodieren begannen. Auf der Balkanhalbinsel haben die Minen explodiert und zu den Jugoslawienkriegen geführt. Das Erfreuliche auf der Balkanhalbinsel ist jedoch, dass sie Bojko Borissov hat. Wer wird die Rolle des Friedensstifters im Nahen Osten spielen, Trump etwa? Amerika beansprucht das Recht dort mitzumischen. Auch Putin hat einen Stützpunkt in der Region – bei Latakia -, denn im Mittelmeer gibt es gigantische Erdgasreserven. Auf dem äußeren Plan geht es also um Wirtschaftsziele. Diese Riesenvorräte an Gas könnten Europa versorgen, aber was wird dann die Gazprom machen? Doch dieser Zusammenprall von Wirtschaftsinteressen besteht auf dem äußeren Plan. Die Russen haben sich eingemischt und in Syrien Karma auf sich geladen. Der Islamische Staat wurde formell vernichtet, aber seine Metastasen bestehen weiterhin in ganz Europa. Die Folgen dieses Konfliktes reflektieren am stärksten auf Europa, doch Europa fehlt bei den Versuchen, den Konflikt beizulegen. Die Palästinenser warten darauf, versorgt zu werden, so wie es bisher war. Es ist übrigens nicht sicher, ob sie überhaupt Araber sind, obwohl sie Moslems sind.

Hier entsteht die Frage, was dieser Jerusalem-Knoten darstellt, ist er wirtschaftlicher, staatenrechtlicher oder geistiger Natur? Auf dem äußeren Plan scheint er wirtschaftlichen Charakter zu haben – es gibt große Interessen und absurde Bündnisse, etwa zwischen Iran, Türkei und Russland. Russland und die Türkei haben sich nach dem abgeschossenen Flugzeug umarmt,  gleichzeitig koalieren sie mit dem Iran, obwohl wir die angespannten Beziehungen zwischen der Türkei und dem Iran kennen, die nicht zuletzt durch die iranische Unterstützung der Kurden schwierig sind. Mischen sich auch die USA ein, wird ein völlig widernatürliches Bündnis entstehen – Iran, Türkei und Russland – was für Gemeinsamkeiten kann es zwischen diesen Ländern geben? Das kann nur gegen Europa und die USA gerichtet sein. Saudi-Arabien macht sich Sorgen um sich selbst, Katar hat Riesenvorräte an Erdgas und möchte auch nach Europa liefern. Trump sprach über Flüssiggas, das mit Tankern transportiert werden soll, was sehr teuer ist. Es gibt nur ein Terminal für Flüssiggas in Polen, das für Amerika geöffnet ist. Die wirtschaftlichen Interessen sind natürlich nur der Schaum an der Oberfläche. Ist der Jerusalem-Knoten eine staatenrechtliche Angelegenheit wegen der Grenzenziehung und der daraus entstehenden Konflikte? Seitdem der Staat Israel gegründet wurde, hat es sechs oder sieben Kriege gegeben und immer war Israel der Sieger, obwohl es von arabischen Ländern umzingelt ist. Wie war das möglich?

Als Stalin gegen Hitler kämpfte, kämpfte Ahriman gegen Luzifer. Die geistige Welt stellte sich auf die Seite des bolschewistischen Russland, denn in Russland ist die Zukunft. Deutschland sollte begreifen, dass es sich von seinen Aufgaben in der fünften Kulturepoche sehr stark entfernt hat. Wider jede Logik hat Israel in allen Kriegen gesiegt und ist bis heute in militärischer und wirtschaftlicher Hinsicht in der Region am stärksten. Natürlich beziehen sie Finanzhilfe aus Amerika, die sich eine Zeit lang auf fünf Milliarden Dollar jährlich belaufen haben soll. Aber es kam der Augenblick, als Israel Anspruch auf Jerusalem erhoben hat. Netanjahu hat einen Spaziergang durch Europa gemacht und die Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt gefordert, doch EU-Außenbeauftragte Mogherini machte deutlich, dass das nicht in Frage kommt. Aber bei der Abstimmung wurde deutlich, dass die EU keine einheitliche Meinung hat, denn ein paar Länder haben sich enthalten. Bulgarien hat sich hinter die Position von Mogherini gestellt. Borissov hat einen Instinkt für solche Sachen, aber es steht auf einem anderen Blatt, ob er auch ein tiefes Verständnis hat.

Nun wollen wir zum Wesen des Jerusalem-Knotens vordringen. Haben die Moslems das Recht, auf Jerusalem Anspruch zu erheben? Der Streit zwischen Palästinensern und Juden ist nämlich nur eine Verschiebung der Frage, um diesen Streit geht es nur vordergründig. Jerusalem ist das ätherische Zentrum, der ätherische Nabel der Welt, weil sich auf dem Golgatha-Hügel das große Mysterium der Zeitenwende abgespielt hat. So wie der ätherische Mittelpunkt des Menschen das dritte Auge ist, so liegt der ätherische Mittelpunkt der Erde in Jerusalem. Ein Angriff auf diesen ätherischen Punkt führt zur Abschwächung der Lebenskraft der Erde und dadurch zur Abschwächung der Lebenskraft der Menschheit. Die Juden sagen, dass David die Stadt gegründet hat und sie den Anspruch auf den Tempel in Jerusalem haben. Dem ist aber nicht so, denn ihre Mission ist in der Zeitenwende zu Ende gegangen. Durch die Ansprüche wird lediglich Ahasver – dieses Wesen, das auf dem Astralplan wandert – vergrößert, seine Astralmacht steigt an. Eine astrale Gedankenform, die riesige Ausmaße angenommen hat, muss sich früher oder später auf dem Erdenplan manifestieren. Das wird katastrophale Folgen haben. Der Drache der heutigen Medien, der falsche Nachrichten speit, schafft unheimliche Gedankenformen im menschlichen Astralleib, die auch den Ätherleib beeinflussen und riesige Astralwesen schaffen. Wie Luftballons werden sie platzen und Unheimliches bewirken. Das werden die sog. Fake News verursachen, die wegen rein egoistischer Gründe verbreitet werden. Die Menschen sind sich absolut nicht im Klaren, was sie mit den falschen Nachrichten, die sie bei Facebook posten, in Gang setzen. Wie viele scheinbar spirituelle Menschen posten völligen Unsinn, ohne das Falsche vom Wahren zu unterscheiden? Trump hat mit seiner Anerkennung eben dieses Astralwesen aufgepumpt und eine Konsolidierung der islamischen Welt bewirkt, die ein neues Astralwesen als Gedankenform bildet. In Wirklichkeit werden zwei Astralwesen gebildet. Aber das Problem besteht nicht in der Gegenüberstellung von Palästina und Israel, denn weder die einen noch die anderen haben den Anspruch auf diesen Ort, der die Welt Gottes, die Welt des Christentums ist. Diese Welt ist die irdische Stadt Jerusalem, die nicht zufällig einige Jahrhunderte lang heruntergekommen war, bis Konstantin der Große kam und mit ihrer Wiederherstellung begann. Als der Islam erschien, haben die Mohammedaner die Kontrolle über die Stadt übernommen, dann kamen die Kreuzzügler – wir kennen die Geschichte Jerusalems. Es wird behauptet, dass Jerusalem der Sammelpunkt der drei abrahamitischen Religionen ist: Das stimmt nicht. Der Islam kann als eine abrahamitische Religion angesehen werden, denn Mohammed ist der Nachkomme Ismaels – des Sohnes der Nebenfrau Abrahams (H)agar. Die Juden stammen bekanntlich von Isaak ab. Bis zur Zeitenwende hatten sie den rechtmäßigen, aus der Blutsverwandtschaft abgeleiteten Anspruch auf Jerusalem, da sie die Begründer dieser Stadt waren. Danach hat dieses Prinzip aufgehört zu wirken, es muss stattdessen das Prinzip der Brüderlichkeit in Christo gelten. Doch „wer nicht mit mir ist, der ist wider mich“ (Matth. 12:30) – so steht es um die Beziehung zu Christus. Als die Mohammedaner diese Stadt einnahmen, haben sie auf dem Tempelberg, wo einst der Tempel von Jerusalem gestanden hatte, die drittwichtigste Moschee, die al-Aqsa-Moschee gebaut. Dort befindet sich auch der berühmte Felsendom, der mit der Moschee nicht zu verwechseln ist. Laut der Legende hat dort Mohammed bei einer Nachtreise seine wichtigste spirituelle Erfahrung erlebt, über die ich in der Vorlesung „Gottes Plan und die freie Wahl des Menschen“ (https://erzengelmichaelblog.wordpress.com/2016/06/29/gottes-plan-und-die-freie-wahl-des-menschen/) eingegangen bin. Nachdem er nach Jerusalem geritten war, trat er auf den Felsen und begab sich auf seine Himmelfahrt zu Allah. Allah ist ein ahrimanischer Abglanz aus der Hierarchie der Elohim, obwohl die Konstitution der Mohammedanerseele luziferisch ist, da sie nach hinten zu Abraham blickt. Doch dieser Luziferismus bringt immer Ahrimanismus hervor. Jene Weltanschauung, die sich im „Haus der Weisheit“ in Bagdad im achten und neunten Jahrhundert unter Al-Maʾmūn herausgebildet hat, war das sogenannte Mohammedanertum, das den Aristotelismus aufgenommen und modifiziert hat. Die dabei entstandene Weltanschauung hat sich in Europa durch die wieder inkarnierten Mohammedaner im Materialismus manifestiert – durch Francis Bacon, Comenius usw. Nur zur Information möchte ich erwähnen, dass auch Mohammed heute wieder inkarniert ist und von innen in Europa wirkt. Laut der Legende ist er auf den Felsen getreten, hat sich von dort abgestoßen, ist hinaufgefahren und hatte einen Kontakt zu Allah. Über die Art und den Sinn dieses Kontaktes habe ich bereits gesprochen. Als Ergebnis wurde der Impuls aufgenommen, der in versteckt ahrimanischer Weise in der luziferisierten Seele des Mohammedaners wirkt. Die Araber erheben den Anspruch auf diese Stadt, da dieser Felsendom auf dem Stein steht, auf dem sich Mohammed einst befunden hat. Doch dieser Felsendom liegt auf dem Grundstein des Tempels von Jerusalem, also auf dem Grundstein des Heiligtums, in dem sich einst die Bundeslade befunden hat. Auf diese Weise tritt der Islam im wörtlichen Sinne auf jene abrahamitische Religion, die durch die spirituellen Erfahrungen Mohammeds verändert wurde.

Im Gegensatz zu der verbreiteten Ansicht, die sogar von Theologen vertreten wird, ist das Christentum keine abrahamitische Religion. Selbstverständlich findet man das Alte und das Neue Testament an einer Stelle, in einem Buch, doch das Christentum fängt mit Christus an und hat mit dem Prinzip der Blutsverwandtschaft nichts zu tun. Als Jesus zum Jordan ging, war das Ich Zarathustras aus dem Leib herausgetreten. An seine Stelle trat ein Ich ein, das nie vorher auf die Erde gekommen war und nie wieder in einem physischen Leib auf die Erde kommen wird. Das Christentum ist keine abrahamitische Religion, sondern es steht über allen Religionen, die Bäche aus diesem Strom bilden. Hier müssen wir eine viel spirituellere Anschauung haben, um begreifen zu können, was primär und was sekundär ist und wie über Folgen gesprochen werden kann, die vor der Ursache liegen. Der Islam und der Judaismus als Religionen der Blutsverwandtschaft treffen sich auf natürliche Weise in Abraham. Wir sagten bereits, dass beide Religionen keinen Anspruch auf Jerusalem haben dürfen. Es gibt eine christliche Legende, dass Christus bei seiner Zweiten Wiederkunft aus dem Osten kommend durch das Osttor in Jerusalem eingehen wird. Da die Mohammedaner diese Legende kannten, haben sie dort vorsorglich einen Friedhof angelegt, um Christus zu verhindern, da Er nicht über die mohammedanischen Gräber kommen würde. Warum haben sie das getan? Wir haben bereits gesagt, dass die Seelenkonstitution des Mohammedaners luziferisch, doch der hervorgebrachte Impuls ahrimanisch ist. Nicht von ungefähr ist die mohammedanische Anschauung stark materialistisch ausgerichtet. Deshalb existiert der Glaube an die Jungfrauen im Paradies und die sinnlichen Vergnügen, die jeden Moslem erwarten, der Ungläubige tötet. Sie glauben, dass sie mit ihrem physischen Leib hinauffahren, um die gleichen sinnlichen Vergnügen zu genießen wie in der materiellen Welt. Der Materialismus existiert also im Mohammedanertum und er wird durch den Blick nach hinten, d.h. durch die Luziferisierung  begleitet. Luzifer führt immer zur Entstehung von Karma und ahrimanischen Folgen. Beides geht Hand in Hand. Deshalb besteht dort diese unrechtmäßige Synthese von Luzifer und Ahriman, die zu den Ausgeburten der Asuras führt und zu solchen Bildungen des reinen Asurismus wie dem Islamischen Staat. Die Moslems behaupten, nichts damit zu tun zu haben. Doch das alles geschieht im Namen Allahs, das führt zu diesen Konsequenzen, wenn in der Zeit des Großen Christentums des Heiligen Geistes der Weg zu Christus nicht gefunden wird. Sowohl der Judaismus als auch der Islam müssen metamorphosieren und den Weg zu Christus in einer zeitgemäßen Art finden. In diesem Sinne muss Jerusalem christlich sein – als das Gedächtnis der Menschheit für das größte Mysterium, das sich dort ereignet hat. Am heutigen Tag, an Heiligabend müssen wir uns auch an dieses Mysterium erinnern, damit in uns in einer neuen Art die nathanische Seele geboren werden kann. Das physische Jerusalem ist die Erinnerung an das Mysterium von Golgatha. Als das ätherische Zentrum der Erde müsste die Stadt den Status eines Fokuspunktes der Menschheit zwecks Transformation und Blick in die Zukunft haben. Dass Christus aus dem Osten kommen soll, das meint in der Esoterik immer die geistige Welt, das Geistige, denn bei Seiner Zweiten Wiederkunft geht Christus mit Seinem Ätherleib in der Astralwelt und man kann Ihn nur dann finden, wenn man ein wahres ätherisches Hellsehen entwickelt.

Die Christen rätseln auch darüber, wie Christus kommen wird, ob im physischen Leib oder anders, um alle zu richten. Wenn der Mensch stirbt, verlassen nicht zufällig seine seelisch-geistigen Teile den Körper durch den Kopf, um in den Osten zu gehen, sogar auf dem physischen Plan. Doch eigentlich steigen sie zum Geist hoch, denn das ist die Bedeutung des Ostens. Wir brauchen nicht in China oder Indien nach dem Geist zu suchen. Wenn es also heißt, dass Christus aus dem Osten kommt und durch das Osttor gehen wird, bedeutet das, dass Er im Geist kommen wird. Der Mensch muss folglich zu seiner Begegnung mit dem Erlöser heranwachsen.

Die Lösung des Jerusalem-Knotens hängt sehr eng mit drei großen Ereignissen zusammen, die wir in der Heiligen Schrift finden – das sind die Zweite Wiederkunft Christi, die Begegnung mit dem Antichristen und die geheimnisvolle Schlacht von Armagedon. Über die Zweite Wiederkunft Christi haben wir mehrmals gesprochen. Die Begegnung mit dem Antichristen, die in den nächsten 10 bis 15 Jahren bevorsteht, haben wir ebenfalls aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet und uns werden auch zukünftig wichtige Elemente zu unserer angemessenen Vorbereitung auf diese Begegnung enthüllt. Über die Schlacht von Armagedon, die in der „Offenbarung des Johannes“ erwähnt wird, besteht völlige Unklarheit. Es mag erstaunlich klingen, doch die Antwort habe ich bei einem Adventisten gefunden, und zwar bei einem sehr sympathischen jungen Bulgaren, der in der bulgarischen Siebenten-Tags-Adventisten-Gemeinde in Wien predigt. Er sagte bei einer Predigt, dass wir den Schlüssel zu der Offenbarung des Johannes finden müssen, um zu verstehen, was das für eine Schlacht ist. Und es ist klar, dass es einen solchen Schlüssel gibt, denn wir sehen, dass es dort um Siegel, Posaunen, um das Ergießen des Zorns Gottes geht. Dieser Pfarrer vergleicht die Offenbarung mit einem Computerprogramm, wo beim Anklicken einer Menüleiste ein Angebot an Befehlen erscheint, aus dem man den passenden Befehl aussuchen kann. Wenn man etwas anderes anklickt, erscheint ein anderer Befehl usw. In einer ähnlichen Art wird Johannes laut dem Pfarrer durch Christus zu immer tieferen Geheimnissen geführt, wenn ihm schon bestimmte Geheimnisse offenbar geworden sind. Und wenn man in dieser Weise auf das Buch der Apokalypse schaut, dann scheint die Entschlüsselung nicht so schwierig zu sein. In der Offenbarung (16:16) gibt es den Satz „Und er hat sie versammelt an einem Ort, der da heißt auf hebräisch Harmagedon“. Jedes Wort der Offenbarung hat eine wichtige Bedeutung, und es wird explizit mitgeteilt, dass die Bedeutung des Wortes „Harmagedon“ im Hebräischen zu suchen ist. Nach einer Deutung bedeutet Armagedon „der Berg von Megiddo“ und es hat tatsächlich eine solche Stadt im Norden Israels existiert. Es wird daher vermutet, dass Armeen von Christen und Moslems sich an diesem Berg in den letzten Zeiten gegenüberstehen werden. Es gibt dort jedoch keinen Berg. Das ist das materialistische Verständnis, das massenhaft unter den Christen existiert. Aber die „Offenbarung des Johannes“ müssen wir nur geistig betrachten, wie auch dieser Pfarrer sagte. Das Wort harmagedon ist nach einer anderen Deutung die griechische Wiedergabe von har mô’ed, was „der Versammlungsberg“ bedeutet. Der Berg bedeutet die geistige Welt und in der Versammlung werden Probleme gelöst. Steiner sagte, dass Armagedon die Schlacht gegen die Dämonisierung der Menschheit ist, die sehr lange dauern wird. Dieser adventistische Pfarrer vermischte natürlich die drei Ereignisse (die Zweite Wiederkunft Christi, die Begegnung mit dem Antichristen und die Schlacht von Armagedon), da er sie als zur gleichen Zeit stattfindend betrachtete.

Was bedeutet die Schlacht von Armagedon in Wirklichkeit? Diese Schlacht gegen die Dämonisierung der Menschheit wird sehr lange dauern, sie wird auch bestehen, nachdem die physische Existenz des Menschen aufgehört haben und wir zu der neuen Reproduktionsart übergegangen sein werden. Wahrscheinlich wird die Schlacht sogar bis zum Äon der Venus andauern, wenn bestimmte menschliche Seelen endgültig von der Evolution abgefallen und in Weltenstaub verwandelt sein werden. Die Schlacht von Armagedon bedeutet, dass die Entscheidung über die endgültige Trennung der Menschen in eine gute und eine böse Rasse in den geistigen Welten getroffen wird, d.h. auf dem Versammlungsberg. Diese Schlacht hat ihren Anfang und ihr Ende. Mir der Vertreibung der ahrimanischen Geister durch Michael, dem Ende des Kali Yuga und der Befreiung des Tieres aus dem Abgrund hat die Schlacht von Armagedon im Wesentlichen begonnen. Vorher hat die geistige Welt die dunklen Mächte aufgehalten, nun hat die Schlacht angefangen, die Äonen lang bestehen wird. Die Begegnung mit dem Antichristen wird auch einen Anfang und ein Ende haben. Wenn er sich in jenem Leib inkorporieren wird, der nun 18jährig ist – vermutlich im 29. oder 30. Jahr – wird er dort wahrscheinlich drei Jahre leben. Von dieser Begegnung wird unsere ganze Zukunft abhängen. Die ätherische Wiederkunft Christi hat einen Anfang, etwa in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts, doch sie wird im Unterschied zu den anderen zwei Ereignissen kein Ende haben. Stattdessen wird sie sich auf immer höheren Ebenen des Seins manifestieren – nach der gegenwärtigen Erscheinung im Ätherischen wird Christus astralisch im niederen Devachan erscheinen, in der siebten Kulturepoche wird Er als ein Welten-Ich im höheren Devachan und in den nächsten Äonen auf noch höheren Stufen erscheinen, bis wir zum Pralaya am Ende der Schöpfung (des Zyklus) gelangen. Die Zweite Wiederkunft Christi ist also eine außergewöhnliche Tatsache, die nie ein Ende haben wird. Alle anderen Ereignisse haben einen Anfang und ein Ende und das ist der grundsätzliche Unterschied zu ihnen.

Wohin weist diese Schlacht von Armagedon und wie können wir sie in Beziehung zu Jerusalem setzen? In der „Offenbarung des Johannes“ ist bekanntlich auch vom Himmlischen Jerusalem mit den zwölf Toren, von einem Neuen Himmel und einer Neuen Erde die Rede. Die Schlacht von Armagedon, die Schlacht gegen die Dämonisierung der Menschheit im Erdenäon führt zur Vorbereitung des Himmlischen Jerusalem, der der Plan über den neuen Himmel und die neue Erde ist. Der neue Himmel und die neue Erde sind der zukünftige geistige Jupiter, d.h. die zukünftige Inkarnation der Erde. An der Ausarbeitung des Planes über den zukünftigen geistigen Jupiter, der das Himmlische Jerusalem ist, werden die besten Vertreter der Menschheit teilnehmen – die Weißmagier. Sie sind bereits dabei, diesen Plan zu entwerfen. Die anderen, die den Weg zu Christus nicht finden und keine „weißen Kleider anziehen“ wollen, werden nach schrecklichen Prüfungen auch an der Entstehung des zukünftigen geistigen Jupiter teilnehmen, doch sie werden den Mond schaffen, der wie eine blutende Wunde im geistigen Jupiter existieren wird. Sie nehmen an der Schaffung des glänzenden Himmlischen Jerusalem nicht teil, sie sind nicht seine Architekten. Der einzige Sinn der heutigen Stadt Jerusalem ist die Existenz dieses Punktes der Welt, zu dem wir immer zurückkehren und unter den Bedingungen der fortdauernden Armagedon-Schlacht neue Kräfte zur Ausarbeitung dieses Plans ansammeln müssen. Die heutige Stadt Jerusalem hat weder für Palästina noch für Israel, weder für den Islam noch für den Judaismus einen Sinn, sie bringt ihnen ausschließlich Probleme, wobei nur Öl ins Feuer der Armagedon-Schlacht gegossen wird.

Der Knoten muss entwirrt werden. Nicht zufällig hat das Schicksal Bojko Borissov neulich nach Saudi-Arabien geschickt, denn er wird sich eines Tages auch in diese Region einmischen. Bis vor kurzem haben Politologen und Soziologen seine Außenpolitik ausgelacht und ihn als „scheinbaren Geopolitiker“ bezeichnet. Doch er ist in Wirklichkeit ein Geopolitiker, der wie mit einem Zauberstab Probleme löst, die seit Jahrzehnten bestanden haben. Allerdings steht Christus hinter ihm: Egal wohin Borissov geht, betet er zuerst zu Christus. Bevor seine Delegation ins Flugzeug steigt, beten alle zu Gott. Borissovs Politik ist die wahre Geopolitik, während die Geopolitik Trumps nur Ahriman bedient. Doch für diejenigen, die nur die äußerste Bewusstseinsschicht besitzen, ist Trump ein Geopolitiker. Die wahre Bewusstseinsschicht ist geistig, sie besteht darin, die Ursachen zu kennen. Borissov spürt die Ursachen intuitiv und stiftet Frieden. Nur so etwas kann Erfolg haben.

Wenn die drei zuvor genannten Ereignisse von manchen traditionellen christlichen Konfessionen zeitlich in Verbindung gesetzt werden, behaupten sie, dass wir in den letzten Zeiten leben. Leben wir wirklich in den letzten Zeiten, von denen in der Bibel die Rede ist? Nein, denn die letzten Zeiten werden sich sehr lange hinziehen, sie liegen in der weiten Zukunft. In welchen Zeiten leben wir dann? Wir leben in den Großen Zeiten, sagt die geistige Welt. Deshalb habe ich in einer Vorlesung über „die Große Schlacht auf Erden“ gesprochen (https://erzengelmichaelblog.wordpress.com/2016/05/). Auf dem Hintergrund der Armagedon-Schlacht und der Zweiten Wiederkunft Christi charakterisiert die Begegnung mit dem Antichristen diese Großen Zeiten. Von der Art und Weise, wie wir sie meistern, wird unser nächster Zug abhängen. In der Menschenseele werden daraus neue, grundlegende Kräfte zum Bestehen gegen das Böse hervorgehen. Damit wir der Armagedon-Schlacht  angemessen sind, müssen wir das Bevorstehende meistern.

Es fließt also Vieles ineinander und es entsteht ein Knoten. Dieser Knoten lässt sich entwirren, nur wenn die Menschen zum Golgatha-Hügel aufblicken und nach der nächsten Entwicklung suchen – nach dem, was ich den „Heiligen Impuls“ nenne. Das bulgarische Volk muss den Weg zu diesem Impuls finden, denn anderenfalls werden ihn andere Menschen im Ausland finden. Ich appelliere an die Auslandsbulgaren, über Bulgarien nicht zu lästern, falls sie mit etwas unzufrieden sind, denn das sind Schmähungen gegen den Volkserzengel, gegen die Mission, die das bulgarische Volk zu erfüllen hat. Stattdessen sollen sie sich bewusst werden, aus welchen Ursachen sie das Karma dorthin geführt hat, wo sie sind. Sie sollen eine Zusammenarbeit mit den Inlandsbulgaren suchen, damit wir zusammen am Aufstieg Bulgarien teilnehmen, denn der Volkserzengel beobachtet einen dort, wo man sich gegenwärtig befindet. Die Auslandsbulgaren dürfen sich nicht entfremden und die Nabelschnur zu Bulgarien abtrennen – das wird einen persönlichen Schaden für sie haben.

Was ist zu tun? Zuerst muss sich das Bewusstsein erhellen, was dann gelingt, wenn man anthroposophische Literatur liest. Danach muss das Gelesene zum Herz hinuntersteigen, es müssen reinere Gefühle entstehen und schließlich muss das alles zu den Gliedmaßen, zum Willen hinunterfließen. Dann beginnt man, vernünftige Willenstaten im Namen Christi zu vollbringen, die die wahre zeitangemessene Liebe sind. Wenn man seinen Kopf erhellt, wird man in der rechten Art vom Schutzengel geleitet, der Volkserzengel kann sich einmischen und Michael, der beide anführt, kann auch eingreifen. Auf diese Weise ebnet Michael den Weg für die Zweite Wiederkunft Christi. Es sind große Wachsamkeit und Entschiedenheit notwendig, denn der Wille bedeutet Entschiedenheit, der Wille bedeutet das Ich. Mit der Synthese der beiden Impulse, über die ich seit 17 Jahren vortrage, wird das menschliche Ich erreicht und von da aus wird Christus erreicht. Die Zwölf Heiligen Nächte liefern bei der aktuellen Sternenkonstellation jedem eine außerordentliche Möglichkeit, den rechtmäßigen Weg zu seinem Ich und von dort zu Christus zu suchen. Zu diesem Ziel muss man die wahre spirituelle Anschauung erlangen, für die regelrecht gekämpft werden muss. Das ist die wahre michaelische Anschauung, die als einzige unserer Zeit angemessen ist. Durch diese Anschauung kann man hinter die äußeren Ereignisse gelangen, sie durchleuchten und begreifen, welche Kräfte hinter diesen Ereignissen wirken. Dann kann man sich in sie einschalten, was die Herstellung einer rechtmäßigen Beziehung zur geistigen Welt voraussetzt. Die Götter greifen nämlich nur dann ein, wenn man eine rechtmäßige Beziehung zu ihnen herstellt und etwas von ihnen erbittet.

In dieser heiligen Zeit, liebe Brüder und Schwestern, dürft ihr essen, doch lieber nicht trinken! Richtet euer Bewusstsein auf die Frage, wie ihr diese Anschauung entwickeln könnt, welche Anstrengungen ihr unternehmen werdet, um die Gedanken auszubilden, die die Götter empfangen und sich sowohl in euer persönliches Karma als auch in das Volkskarma und das Weltkarma einmischen können. Auf diese Weise helfen wir Christus und das ist die Art, in der wir Ihm in der Zeit des Christentums des Heiligen Geistes helfen können. Wer seine Anschauung ändern will, der höre das, was aus Bulgarien kommt. So soll es sein. Amen!

 

 

Das „Zigeuner“-Mysterium

Original-Video

(Die Bezeichnung Zigeuner soll hier frei von jeglichen rassistischen Ressentiments und Konnotationen verstanden werden. Sie wurde bei der Übersetzung dem Ethnonym ‚Roma‘ vorgezogen, weil sie erstens dem bulgarischen Wort цигани formell entspricht, welches dort völlig wertfrei im öffentlichen Raum benutzt wird und zweitens, weil der Vortragende das Wort цигани als einen Oberbegriff für verschiedene Untergruppen benutzt, während ‚Roma‘ vielfalls im engeren Sinn in Bezug auf die osteuropäischen Roma verwendet wird (viele Vertreter dieser Minderheit in Bulgarien lehnen die Bezeichnung ‚Roma’ ab und bezeichnen sich selbst als цигани).

Die letzte Vorlesung in dieser Reihe ist dem „Zigeuner“-Rätsel gewidmet. Doch vor den folgenden Ausführungen möchte ich etwas zum letzten Thema hinzufügen. Wir wollen die 3D-, 4D- usw. -Technologien, die heutzutage die Menschen begeistern, nicht unerwähnt lassen.

Man geht ins Kino und setzt eine Brille auf, um sich 3D-, 4D- usw. -Filme anzusehen. Was ich sagen werde, weiß ich aus eigener Erfahrung, ohne irgendwann je einer 3D-Vorstellung beigewohnt zu haben, und ich werde mir auch nie so etwas antun. Ich weiß jedoch, was dort geschieht. Der Mensch bedient sich momentan lediglich seiner fünf Sinne, wobei er irgendwie abstrakt über den sechsten Sinn fachsimpelt. Doch in Wirklichkeit besitzen wir Menschen zwölf Sinne, von denen der Ich-Sinn der letzte ist. Der Ich-Sinn unterscheidet sich vom Ich, auf das wir vorhin eingegangen sind. Ich will irgendwann eine Vorlesung über diese Fragen halten, denn von den zwölf Sinnen benutzt der Mensch nur fünf und bildet sich ein, etwas zu sehen und zu wissen.

Wenn das jungfräuliche Funktionieren der fünf Sinne – Geruchssinn, Tastsinn, Geschmackssinn, Sehsinn und Gehörssinn in irgendeiner Art verletzt wird, führt das zu einer sehr starken Beeinträchtigung des Menschen. Die Konsequenz davon ist, dass er äußerst schwierig zum imaginativen, inspirativen und intuitiven Bewusstsein – zumindest in ihren Anfangsphasen – aufsteigen kann, das wir uns auf dieser Entwicklungsstufe aneignen können, wenn wir in richtiger Art zum Ich-Christentum des Heiligen Geistes heranschreiten. Wenn der Mensch die Brille im Kino aufsetzt und seine visuelle Wahrnehmungsart ändert, dann dringen bei der 3D-Vorstellung besonders tückische ahrimanische Geister in ihn ein, die sich im Ätherleib einnisten. Die ahrimanischen Geister greifen ja hauptsächlich den Ätherleib an, die luziferischen – den Astralleib und die Asuras greifen nach dem physischen Leib. Durch Drogen können Letztere den Menschen zerstören, so dass er die Bewusstseinsseele nicht mehr entwickeln kann. Selbst das kleine Ich, das er als seine gegenständliche Bewusstseinsform hat, wird versenkt. Deshalb erzählt jeder Drogensüchtige, dass er in anderen Welten war, weil sein Ich verschwindet. Der zerstörerische Missbrauch der Sexualität, die vom Drogenkonsum begleitet wird, verlöscht das Ich. Dann kann der Mensch zwar die Illusion haben, etwas Großartiges zu sein, doch sobald er seinen Mund aufmacht, wird klar, wer durch ihn spricht. Ich rate also allen, diese Technologien zu meiden. Je weniger Sie mit diesen Technologien in Berührung kommen und sich ihrer Attacke aussetzen, desto gesünder ist es für Sie. Natürlich lässt sich nicht alles vermeiden, die ganze Gesellschaft wird nach und nach digitalisiert. Und absurderweise ist die bulgarische EU-Kommissarin ausgerechnet für die Digitalisierung zuständig. Stellen Sie sich vor, von hier geht der Heilige Impuls aus und gleichzeitig haben wir eine bulgarische EU-Kommissarin für Digitales – das ist ja genau das Gegenteil und das macht auch das Wesen des Ahrimanismus aus. Ahriman ist der Herr der Materie und treibt die Entwicklung in diese Richtung. Er wird alles digitalisieren. Alle Formen des Gesellschaftslebens werden digitalisiert. So können wir damit rechnen, dass irgendwann bei einer Stromunterbrechung das ganze Leben zusammenbrechen wird. Der Mensch vermag dann selbst die elementarsten Aufgaben des gesellschaftlichen Lebens nicht zu bewerkstelligen. Die „Wunder“ des modernen Lebens werden mit einer solchen Geschwindigkeit erfunden und eingeführt, dass es einem schwindlig wird. Selbstverständlich besitze ich auch einen Laptop, doch man muss ihn als ein Mittel der Information benutzen, um sich über das wirklich Wertvolle zu informieren. Man muss eine solche Unterscheidungsfähigkeit besitzen, dass man innerhalb einer Sekunde beurteilen kann, welche Information aus dem Internet einem dienlich ist. Alles andere – die überwiegende Masse von dem, was im Internet angeboten wird -, gehört in den Müll. Der Mensch sollte die Fähigkeit entwickeln, das Wertvolle zu erkennen, denn er will und muss auch über die äußeren Tatsachen informiert sein. Im Haufen an Informationen müssen wir lernen, das nützliche Korn, das notwendige Teil zu entdecken, mit dem wir das Puzzle fertig legen können. So lässt sich durch diese Techniken das Gegenteilige von Ahriman verbreiten – nämlich Christus -, was wir auch durch das Aufzeichnen dieser Videos vornehmen. Die Videos werden viele Menschen und deren Bewusstsein erreichen und hoffentlich zukünftig Früchte zeitigen, denn jedes Werk, das im Namen Christi vollbracht wird, ist eine Blüte, die Früchte ansetzt und trägt. Nichts kann im Menschen Früchte ansetzen und tragen, was außerhalb von Christus steht. Außerhalb von Christus ist man dem Wolfsrudel ausgeliefert und die Widersacher können nach Belieben mit dem Menschen umgehen, so dass er entweder in der Psychiatrie endet oder „nach oben“ eingezogen wird. Wir wissen noch, wie in den Zeiten des Kommunismus jeder, der einen gesunden Menschenverstand hatte und etwas Vernünftiges sagte, für verrückt erklärt und in die Irrenanstalt zwangseingewiesen wurde. Das machte der rechte Globalismus mit dem Menschen, während der linke Globalismus das Recht auf völlige Freiheit für alles proklamiert, so dass wir in das Chaos der Revolutionen geraten, wo jeder macht, was er will. Zwischen diesen beiden Polen müssen wir nach dem mittleren Weg suchen – den wahren Weg des Ich zu Christus.

Nun wollen wir zu unserem Hauptthema zurückkehren. Das ist eines der großen Probleme, mit denen Bulgarien und in einem allgemeineren Aspekt auch Europa zu tun hat. Wir wollen mit den notwendigen Einsicht und Respekt, doch auch unter Benennung der Wahrheiten an diese Frage herangehen. Manch einer kann zahlreiche Argumente vorbringen, um zu beweisen, was für schlechte Menschen die Zigeuner sind, ein anderer kann mit zahlreichen Argumenten einwenden, dass sie unglückliche Opfer darstellen. Wir müssen die Antwort auf die Frage suchen, woher diese Menschen kommen und warum sie so sind, wie sie sind. Doch die wichtigste Frage ist die Frage nach ihrer Sozialisierung, damit sie der fünften Kulturepoche angemessen werden.

Soviel ich weiß, liegen im Okkultismus keine Angaben über diese Ethnie und ihr Wesen vor. Eine Ausnahme bilden die bekannten Worte des Meisters Beinsa Douno, deren Authentizität nicht angezweifelt werden kann. Sinngemäß lauten diese Worte, dass die Zigeuner eine sehr alte Zivilisation sind, die sich versündigt hat und zerstört wurde, um anschließend in die ganze Welt verstreut zu werden. Steiner hat nichts zu diesem Thema gesagt. Also wollen wir als Ausgangspunkt diese Äußerung Beinsa Dounos nehmen, um dem Ursprung der Zigeuner nachzukommen.

Die bulgarische Folklore ist eine unerschöpfliche Quelle von geschichtlichen Informationen. Auch die Veda Slovena (die Sammlung von Volksliedern und Legenden der bulgarischen Pomaken aus Thrakien und Mazedonien), die mit bekannten Epen wie Kalevala und dem Nibelungenlied vergleichbar ist, stellt eine endlose Quelle von Angaben über die ältesten Zeiten dar – etwa über die dritte Kulturepoche, also über die älteste Zeit, aus der uns überhaupt etwas erreicht hat. Bekanntlich gibt es keine Artefakte aus der ersten und zweiten Kulturepoche, sondern frühestens aus der dritten Kulturepoche, die 2907 v.Chr. begonnen hat. Jegliche Datierung, die die Altertümlichkeit von etwas beweisen soll, müssten wir mit Bedacht annehmen.

Bis 1921 hat es etwas in der Welt gegeben, was noch nicht entdeckt war. Aus der bulgarischen Folklore kennen wir den Anfang des Liedes „Чер арапин бял кон язди” – „Ein schwarzer Arappe reitet auf einem weißen Pferd“, der fast sprichwörtlich geworden ist. Bemerken Sie, gemeint ist nicht ein schwarzer Araber, sondern ein Arappe, der auf einem weißen Pferd reitet. Bis 1921 war die sog. Harappa-Kultur noch nicht entdeckt worden – die Kultur des Mohendjo-Daro. Damals hat man bei Ausgrabungen diese Zivilisation entdeckt, die eine für die damalige Zeit gigantische Fläche von 1500 mal 1000 km eingenommen hat. Die Harappa-Kultur hat auf einem großen Territorium auf dem Gebiet des heutigen Punjab, d.h. in Teilen Pakistans und Westindiens dem Indus-Delta entlang existiert. Bei Ausgrabungen wurde die Stadt Harappa gefunden, die wohl 20000 bis 30000 Einwohner hatte, was für die damaligen Verhältnisse eine Großstadt war. Die Stadt Mohendjo-Daro gehört auch zu dieser Zivilisation, die in die Geschichtsschreibung als die ‚Harappa-Kultur0 eingegangen ist.

Wann hat diese Kultur existiert? Die Wissenschaftler sind der Meinung, dass die Harappa-Kultur zwischen Mitte des dritten Jahrtausends vor Christi und dem 18. Jahrhundert vor Christi bestanden hat. Bei den Ausgrabungen wurden viele Knochen gefunden, was darauf hinweist, dass Abertausende Menschen niedergemetzelt wurden und diese Zivilisation aufhörte zu existieren. Um das 16. Jahrhundert vor Christi herum war alles dort ausgestorben. Womit sich jene Menschen beschäftigt haben, weiß niemand. Ich behaupte mit 99-prozentiger Sicherheit (nicht mit 100 prozentiger, aber wir müssen irgendwo anfangen), dass die Harappa-Kultur die Urquelle der heutigen Zigeuner ist. Im Volkslied ist von einem schwarzen Harappe die Rede, der auf einem weißen Pferd reitet. Wir wissen, dass im Okkultismus das Pferd mit der Entwicklung des menschlichen Gedankens zusammenhängt. Das große Paradoxon besteht darin, dass ein schwarzer Harappe ein weißes Pferd – also den Gedanken – reitet. Das ist ein großes Problem. Das Schwarze führt immer zu Lemurien, zu älteren Rassen zurück. Und die weiße Rasse ist mit dem Pferd und der Entwicklung der Intelligenz verbunden. In der Harappa-Kultur war das Pferd mit Sicherheit nicht bekannt. Die Archäologen versuchen, Details über das Alltagsleben und den Glauben jener Menschen herauszufinden. Zweifellos waren das, um nach den gefundenen Statuetten zu beurteilen, die Draviden – die sog. „Schwarzköpfige Bevölkerung“. Obwohl sie ‚schwarz‘ genannt wurden, waren sie nicht den Afrikanern, sondern eher den Europäern ähnlich. Unsere Zigeuner haben überwiegend dunkle Haut, doch unter ihnen gibt es auch viele hellhäutigere Untergruppen, dazu liegen verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen vor. Mir geht es darum, ein Korn zu finden, um eine Beziehung zu diesem Mysterium aufzubauen. Die Harappa-Kultur hat sich während der dritten Kulturepoche entwickelt, also einige Jahrhunderte nach 2907 v.Chr. – ca. 2600-2500 v. Chr. Sie hat sich folglich gänzlich innerhalb der dritten Kulturepoche entfaltet und auch aufgelöst. Die vierte griechisch-römische Kulturepoche begann 747 v.Chr. In diesem Rahmen also entwickelte sich jene Kultur, in dem der kulturbestimmende Faktor die Empfindungsseele war und die Menschen die Welt durch ihre Empfindungsseele erlebten, was für den heutigen Menschen absolut unverständlich ist. Wenn man heute versucht, die Motive jener Menschen zu begreifen, warum sie ihr Leben in dieser Art eingerichtet haben und warum sie dies oder jenes gemacht, warum sie eine solche Religion und Weltanschauung gehabt haben, vergleicht man sie unvermeidlicherweiese mit der heutigen Zeit und schlussfolgert, dass jene Menschen abergläubisch waren. Nichts ist jedoch abergläubischer als die gegenwärtige Wissenschaft, denn sie betrachtet vom heutigen Standpunkt der Bewusstseinsseele jene Perioden der menschlichen Entwicklung, als die Welt durch ganz andere Wesensglieder erlebt wurde. Man muss die Eigenschaften der Bewusstseinsseele kennen, die damals und nicht jetzt an den Tag gelegt wurden, um sich in jene Menschen zu vertiefen. Zweifellos war damals das Prinzip des Theos vorherrschend – alles war absolut gottbestimmt und -geleitet, der Oberpriester wurde von oben impulsiert. Das heißt, jene Menschen wurden gänzlich von der unsichtbaren Welt geleitet, um auf dem Erdenplan ihr soziales Leben in ihrer Art aufzubauen. Im Laufe der Zeit haben sie wohl die Verbindung zur geistigen Welt fehlgeleitet, denn es musste allmählich der Übergang zur vierten Kulturepoche der Verstandesseele gestaltet werden, in der der Verstand gezähmt wurde, um durch Aristoteles zu der abstrakten Bewusstseinssform zu gelangen, der sich die heutige Menschheit bedient. Jene Menschen haben sich als unfähig zu diesem Zweck erwiesen und ihre Kultur wurde daher zerstört. Sie haben sich versündigt, indem sie offensichtlich die Mysterien missbraucht haben – damals gab es keine andere Möglichkeit sich zu versündigen. Und diese Kultur wurde aufgelöst. Wer hat das gemacht? Das waren die legendären Hyksos. In den Puranas – den heiligen Schriften des Ostens – ist von den göttlichen Yakshas die Rede, die auch „die guten Geister“ genannt wurden und über die Himalaya, Nepal und Tibet kommend in das Industal eindrangen. Dort, wo jetzt der Punjab ist, war das alte Balkhara-Reich, also Balkhara aus jenen Zeiten des 18. Jahrhunderts vor Christi, nicht aus der Zeit Alexanders des Großen. Dort, wo sich der heutige Staat Punjab befindet, lebten die Bulgaren. Die Hyksos bekamen diesen Namen in Ägypten, doch eigentlich müssten sie die göttlichen Yakshas sein, die auch der Buddhismus als einen Nachklang kennt. Sie kamen auf Pferden reitend und mit Streitwagen – eine strahlende weiße Rasse. Niemand hatte bis zum damaligen Zeitpunkt das Pferd eingeritten. Das waren diejenigen, die das Pferd eingeritten hatten und das waren bekanntlich die Bulgaren. Das Pferd war damals ein Kampfmittel, das kein anderer beherrschte. Das Pferd einzureiten bedeutete, dass man sich das Denken aneignete und zur Verstandesseele überging. Das haben die Fahnenträger jener Jahrtausende gemacht – die Bulgaren. Das ist die ursprüngliche Bedeutung des Pferdes, das später als Kampfmittel oder zum Pflügen benutzt wurde. Das ist der äußere Ausdruck des Einreitens des Verstandes, also die Entwicklung des Denkens im Menschen, deren Fahnenträger die Bulgaren sind. Nicht zufällig hat der spätere Bodhisattva Orpheus, der unter den Bulgaren zum Buddha aufgestiegen ist, der Empfindungsseele mithilfe der Musik jene Impulse eingeprägt, die sich in der heutigen fünften Kulturepoche als die menschliche Intelligenz manifestieren. Der Mensch ist durch Orpheus intelligent geworden, so dass Sie als Zuhörer die Bewegung meines logischen Gedankens verfolgen können. Das hat Orpheus in die Empfindungsseele des Menschen veranlagt. Nun geht das zur Bewusstseinsseele über, von deren Standpunkt ich jetzt spreche. Die Bulgaren haben also als Vorreiter dieser Entwicklung das Pferd gezähmt und danach hat Orpheus jene Impulse veranlagt, die zur Benutzung des Denkens in der heutigen Bewusstseinsform führten, doch hier sprechen wir schon über das 13. Jahrhundert vor Christi.

Die Hyksos kamen und vernichteten die Harappa-Kultur und das war völlig berechtigt. Wenn man vom heutigen Standpunkt ausgehend sagt, dass so etwas unmoralisch sei, ist das unsinnig. Wer sich in jene Zeiten vertieft und die Anschauung jener Menschen versteht, wird erkennen, dass dies absolut berechtigt und sogar nützlich war, so dass selbst die vernichteten Völker das als eine göttliche Gabe empfunden haben. Wer die Anthroposophie in der Tiefe kennt, weiß, was ich meine. Ein Teil derjenigen Menschen, die die heutigen Zigeuner sind, wurde auf dem Feldzug mitgenommen. Die äußere Wissenschaft vertritt die Meinung, dass die Zigeuner in unsere Gebiete erst mit den seldschukischen Türken gelangt sind. Das sind zwei Stämme, die aus Zentralasien kommen – aus den Gebieten, wo heute z.B. Uzbekistan ist. Wieso sollen die Zigeuner von dort auf die Balkanhalbinsel gekommen sein, leuchtet mir nicht ein, daher stelle ich das vor, was ich für richtig halte. Die Zigeuner sind also viel früher als angenommen hierher gekommen. Das konnte man allerdings vor der Entdeckung der Harappa-Kultur im Jahr 1921 nicht wissen. Die Hyksos haben die Zigeuner vor sich hergetrieben, was die Gene der Menschen bezeugen. Wie ein Wirbelsturm zogen die Hyksos und haben die Stämme, die sie unterwegs trafen, angetrieben, unter anderem durch das Iranische Hochland. Das Sassanidenreich wurde viel später gegründet, während sich diese Züge im 18. Jahrhundert vor Christi ereignet haben. Sie gingen durch das Gebiet von Tigris und Euphrat, wo später die Staaten Balkharis und Mari existiert haben. Wahrscheinlich kamen sie auch durch Haran, wohin Abraham aus Chaldäisch Ur umzog und haben auch Abraham angetrieben. Deshalb vertrete ich die Ansicht, dass Abraham nicht um 2100 v. Chr. aus Ur ausgezogen ist, sondern 1800 v. Chr. Wahrscheinlich wurde er vom Trubel der Hyksos mitgerissen, weshalb er nach Ägypten zog – dem Endziel der Hyksos. In Ägypten haben die Hyksos im Nildelta die Stadt Auaris gegründet. Es gab von nun an eine neue Zeitrechnung, einen neuen Kalender und neue Regeln. Die Hyksos haben über das mächtige Ägypten etwa 150 bis 200 Jahre lang geherrscht. Deshalb weist die Aufzählung der ägyptischen Dynastien Lücken auf, welche gerade die Herrscherzeit der Hyksos betreffen. Dorthin sind auch die Gupten aus Indien gelangt, aus den Gebieten, durch die die Hyksos zogen und die wir heute in Ägypten als die Kopten vorfinden – diejenigen, die in einer spezifischen Art ihre Liebe zu Christus jährlich am Ostersonntag in der Grabeskirche in Jerusalem zum Ausdruck bringen. Die Hyksos haben eine Alphabetschrift an die Stelle der ägyptischen Keilschrift eingeführt. Über die Alphabetschrift steht in den Puranas, dass sie von den göttlichen Yakshas erfunden wurde. Wer sind die göttlichen Yakshas? Sie waren hellhäutig und zogen aus ihrer Urheimat – dem Tarimbecken – los, wo Jahrtausende von Jahren zuvor auch Manu an Land gegangen war und wo die Mumien von großen, hellhäutigen und blonden Menschen gefunden wurden, denen die Chinesen die Köpfe abgeschnitten und ihnen chinesische Köpfe angenäht haben. Wer sind diese weißen Menschen? Das sind die Ureinwohner der Balkanhalbinsel. Die Frage, wer die göttlichen Yakshas sind, wollen wir offen lassen. Sie haben auch die Balkharas angetrieben und unter anderem auch die afrikanische Westküste bis zum Golf von Guinea erreicht. Dort findet man immer noch ihre Spuren bei Stämmen, die modifizierte Namen aus jener Zeit tragen. Überall, wo sie hinkamen, haben sie Spuren hinterlassen, weil sie zur Ichhaftigkeit übergingen, das Pferd einritten, sich des Denkens bemächtigten und auf diese Weise der Zukunft entgegenschauten. Und sie haben alle Stämme, die sich „im Sumpf“ befanden, erhoben. Doch Ägypten hatte die Aufgabe, seine Mysterien weiterzuentwickeln und es kam die Zeit des Amenhotep dem IV. Echnaton. Von diesem Reformer wurden die Hyksos verjagt, er hat den Kult geändert. Heute ist er wieder inkarniert – nur soviel sei gesagt. Zusammen mit den legendären Danaiden – den Ureltern der Hellenen – und höchstwahrscheinlich auch unter Beteiligung von Zigeunern, die von den Hyksos nach Ägypten als Sklaven verschleppt worden waren, raubten sie fast die gesamte ägyptische Flotte, überquerten das Mittelmeer und wurden in Argos auf Peloppones im 16. Jahrhundert vor Christi vom Herrscher der Pelasger/Belasger – den echten Urvätern der Bulgaren – empfangen. Alte Legenden erzählen, dass die Pelasger schon vor der Sintflut hier waren, dass sie Seleniten, also Menschen aus der Zeit vor der Erscheinung des Mondes am Himmel waren. Der Mond bzw. die Sonne und der Regenbogen sind nach der Sintflut am Himmel sichtbar geworden, nachdem die Atlantis versunken war und Manu die beiden Strömungen herausgeführt, zweigeteilt und ins damals wunderschöne Tarim-Tal geführt hatte.

Was ist geschehen? Die Hyksos bzw. die Danaer – die Urväter der Hellenen -, waren in Wirklichkeit Ägypter mit dunklerer Hautfarbe und lockigem Haar, wie Herodot berichtet. Sie waren keine hellhäutigen Menschen, doch allmählich haben sie sich mit den Pelasgern vermischt und es ist das alte hellenische Volk entstanden – hellhäutige Menschen mit lockigem Haar. Die Hauptbevölkerung der Balkanhalbinsel – die Pelasger, d.h. die Thraker – war hier vor der Sintflut. Wenn es ein Volk gibt, das hier war und Zivilisationen in die ganze Welt ausgestrahlt hat, so waren das die Bulgaren, die Pelasger. Nicht zufällig lautet der erste bezeugte Namen Thrakiens Perke, was auch im Namen des sogenannten Perperikon, eigentlich Perperek klingt. Ein Professor hat das Heiligtum der Thraker Perperek absichtlich in Perperikon umbenannt, damit es durch die Endung –on griechisch klingt, wodurch er seine Dienstreisen versilbert hat. In der Nähe befindet sich der Fluss Perperek, dessen Name aus dem frühesten Namen Thrakiens Perke stammt. Deshalb weist die bulgarische Sprache eine Vielzahl von Wörtern mit der Wurzel per auf. Aber man hat Perperek zu Perperikon gräzisiert wie den Namen des Urvaters des hellenischen Volkes Deukalion. In der alten griechischen Sprache hat Deukalion überhaupt keine Bedeutung, die Namen Athen, Attika, Zeus haben keine Bedeutung. Nur in der Sprache der thrakischen Bulgaren haben diese Bezeichnungen einen Sinn. Nach und nach wurden sie von den Hellenen übernommen, die die ganze Geschichte gefälscht haben, indem sie sie in ihre Anschauung eingeschlossen haben.

Zum ersten Mal sind also damals – wahrscheinlich im 16. Jahrhundert vor Christi -, die Zigeuner aus der Harappa-Kultur auf die Balkanhalbinsel gekommen. Das waren keine Araber, die wie wir wissen, die Nachkommen Ismaels, des Sohnes Abrahams, sind und die arabische Halbinsel besiedelt haben. Doch die Araber sind keine dunkelhäutige Bevölkerung. In der Folklore geht es um einen Harappe und die Bulgaren wissen sehr gut zu differenzieren zwischen Arabern und Harappen. Deshalb wird das Schwarze immer im Sinne von etwas Schlechtem verwendet. Die Zigeuner sind ein Überrest jener Kultur aus der dritten Kulturepoche, die damals eine rechtmäßige Spiritualität besaß, aber allmählich in Verfall geriet und zerstört wurde, wobei sich die Bevölkerung in ganz Europa verstreut hat. Zahlenmäßig am stärksten sind sie bei uns und in Rumänien vertreten, wo sie sich verbreitet haben. Sie waren schon immer Quacksalber, haben aus der Hand gelesen usw. Das Mystische wirkt in ihnen – das sieht man einfach. Wir finden zahlreiche Hellseher unter den Zigeunern, wir stellen fest, dass das Blutsverwandtschaftliche in ihnen stark wirkt – diese Emotionalität, die sie haben und die an die Stufe der Empfindungsseele grenzt. Bei ihnen ist die Verstandesseele sehr stark mit dem Empfindungsseelischen vermischt, deshalb sind sie immer so künstlerisch veranlagt, sie werden Musiker und Tänzer und leben von der Hand in den Mund. Selten gelingt es jemandem, sich aus dem Sumpf herauszuarbeiten. Tausende von Jahren lang haben sich diese Menschen nicht integriert. Was mag das für eine Kultur gewesen sein, was war die damalige Sünde, dass ihre Erben sich seit Tausenden Jahren nicht an die Gesellschaften anpassen können?! Deshalb klingt die Strophe „Ein schwarzer Arappe reitet auf einem weißen Pferd“ heute noch wie etwas Absurdes, wie „Holzeisen“, wie etwas, was schlecht ist. Das ist eine absolut populäre Phrase in unserer Folklore, welche eine wichtige Quelle von Belegen bildet. Und wir Bulgaren besitzen keine Dokumente über unsere Geschichte, da sowohl die bulgarische Königsbibliothek als auch die Kirchenbibliothek vernichtet wurden, so dass alle Urkunden über unsere Geschichte aus griechischen und lateinischen Quellen stammen. Aus diesen Letzteren gewinnen die Historiker vollkommen fehlerhafte Vorstellungen. Deshalb sollten sie die Folklore studieren, um die Wahrheit zu verstehen. Doch dazu sind esoterische Kenntnisse notwendig, ohne solche Kenntnisse geht es nicht.

Wir sehen heute die Zigeuner als ein Relikt, als Menschen, die sich in der fünften Kulturepoche befinden, bei denen das Empfindungsseelenhafte und Verstandesseelenhafte zugespitzt zur Geltung kommen – sie sind in einem gewissen Sinne auch Schlaumeier. Sie sehen sofort, wo sie einen Nutzen ziehen können und daran ist ja nichts zu rügen. Es ist an sich nicht schlecht, ein Lebenskünstler zu sein. Eine andere Frage ist es, wozu man das benutzt, was man als Gemütsleben in sich trägt, ob es Schäden verursacht oder im Namen Christi förderlich ist. Ob es durch Christus gehen kann? Was sollen die Zigeuner heute machen? Wie sollen sie einbezogen werden?

Eine Frau, die im Bildungsministerium arbeitet, hat mich gefragt, was ich über die Zigeuner sagen kann und wie wir mit ihnen verfahren können. Es gibt heutzutage verschiedene Programme, es gab die „Dekade der Roma-Teilhabe“ – statt ‚Zigeuner‘ wird ja ‚Roma‘ gesagt. Doch das ist eine verlogene Bezeichnung – wir kennen die „Zigeunerweisen“ von Pablo de Sarasate, es gibt die Operette „Der Zigeunerbaron“ von Johann Strauß, die bulgarische Sprache kennt den Ausdruck Wort циганско лято „Zigeunersommer“ mit der Bedeutung „Altweibersommer“. Es ist nicht beleidigend, ein Zigeuner zu sein: Du bist der Vertreter einer uralten Kultur, die irgendwann Fehler begangen hat. Du musst aber nun der heutigen Zeit angemessen werden und Christus im Ich-Prinzip finden.

Wie soll das Modell geändert werden? Wie und wohin sollen diese Menschen integriert werden? In diese Gesellschaft, die Europa nun aufbaut? Doch man sieht, wohin das Modell des Globalismus führt. In welches soziale Modell sollen wir die Zigeuner integrieren? Natürlich muss man bei der Bildung und Erziehung ansetzen. In diesem Sinne investiert die regierende Partei GERB viel Geld in die Bildung, damit die Zigeuner zurück in die Schulen geholt werden.

Meine Mutter hat als Lehrerin in einer Kleinstadt bei Varna gearbeitet und unter ihren Schülern befanden sich viele Zigeunerkinder aus der Untergruppe der  Kopanari (Löffelmacher). Hatte ein Kind nur einen Tag in der Schule gefehlt, so besuchte meine Mutter es zu Hause und interessierte sich, was los war. Sie hatte all ihre Schüler lieb und machte keinen Unterschied zwischen bulgarischen und Zigeunerkindern, sie holte die Zigeunerkinder in die Schule zurück. Dafür haben sie die Schüler geliebt und den Kontakt zu ihr auch später gesucht, als sie pensioniert wurde. Sie sagten: „Frau Mangurova hat uns alles beigebracht, ihr schulden wir das, was wir heute geworden sind“. Manche wurden angesehene Geschäftsleute. Das ist der wahre Sinn des Lehrerberufs, das ist der wahre Sinn der Bildung, und nicht Aussagen wie „Das sind doch Zigeuner, aus denen wird eh nichts!“, die wir nur zu gut kennen. Das Kind muss spüren, dass der Lehrer es liebhat, denn diese Menschen sind sehr feinfühlig. Wenn man sich an sie in einer menschlichen Art, ohne etwas Verurteilendes wendet, dann werden sie einen verstehen. Es gibt niemanden, der einen nicht verstehen wird, wenn man an ihn völlig aufrichtig herangeht. Das ist die große Alchemie des Manichäeismus, der der Menschheit als wahre Mysterien erst in der sechsten Wurzelrasse in 6000 Jahren zugänglich sein wird. Der Manichäismus ist ein höheres Mysterium als das Gralsmysterium. Der heutige Mensch muss langsam zu einer Form des Manichäismus fähig werden, so dass das Böse zum Arbeiten für das Gute eingespannt wird. Nun erfüllen die Zigeuner quasi die Rolle des Bösen, solche Meinungen werden geäußert. Doch waren diejenigen, die den Staat in der Raubprivatisierung bestohlen haben, Zigeuner? Wer hat eigentlich die Karre in den Dreck gefahren? Die Staatssicherheit, also die satanischen Atheisten des früheren Regimes. Die Zigeuner sind der Sündenbock, sie wurden aus den Fabriken entlassen und wurden arbeitslos. Sie stehlen natürlich, doch in viel größeren Ausmaßen stehlen manche Bulgaren. Die Zigeuner terrorisieren die Dorfbevölkerung durch Diebstahl von Hühnern, geerntetem Obst und Gemüse, doch die Banditen terrorisieren die Städte. Jeder terrorisiert jemanden, es beginnt ein Krieg aller gegen alle, in dem alle einander terrorisieren. Wie können wir uns entwirren? Wir müssen wirklich zu diesen Menschen mit dem richtigen Blick schauen. In einem gewissen Sinne sind sie ein Riesenreichtum, denn vor uns sehen wir die Vertreter einer Kultur, die vor 4000 Jahren existiert hat. Nun muss man mit diesen Menschen eine gemeinsame Sprache finden, damit man zusammen zu einer neuen Bewusstseinsform übergeht und eine neue soziale Ordnung aufbaut. Selbstverständlich wird das nicht die jetzige Ordnung des Gesetzes sein. Das muss von innen kommen. Die Bildung muss reformiert werden, denn die heutige Bildung ist lediglich eine Kaserne für den Geist. Man muss zur Religiosität übergehen. Hier spielen die evangelischen Kirchen eine wichtige Rolle, die zu den Zigeunern predigen, dass man etwa nicht stehlen darf. Und nach und nach tritt eine Wandlung in die Menschen ein.

Vor zwei Jahren haben wir Konjowo bei Nova Zagora besucht. Das ist das Heimatdorf von Djado Wlajtscho, dem wieder inkarnierten Johannes dem Täufer. Es war Sonntag, wir waren um zehn Uhr da, aber niemand konnte uns die Gemeinde aufschließen, wo es eine Gedenkecke mit Bildern, Dokumenten usw. von Djado Wlajtscho gibt. Wir haben nach dem Schlüssel gesucht, den übrigens eine Zigeunerin aufbewahrte. Auf der Suche nach dem Schlüssel haben wir eine andere Zigeunerin getroffen, die uns sagte, dass sie gerade zum Gottesdienst geht. Als wir fragten, was das für ein Gottesdienst war, erzählte sie, dass der Pfarrer in seinem Haus einen Raum eingerichtet hat – mit einem Kreuz usw. Dieser Mann wurde zum Pfarrer in einer der evangelischen Konfessionen ausgebildet und evangelisiert seitdem die Bevölkerung. Die Frau sagte begeistert: „Es ist so schön, an Christus zu glauben, zu Ihm zu reden!“ Die Frau war so aufrichtig, hat mit solcher Liebe von Christus gesprochen, die man bei Bulgaren selten findet. Wenn die Feinfühligkeit, die diese Menschen besitzen, auf den richtigen Weg gebracht wird – durch Bildung, durch Religiosität, denn sie müssen mit ihrem Verstand wahrnehmen, was zu ihnen gesagt wird -, wird sehr viel erreicht. Das Sinnliche in ihnen, das nun zum Vorschein kommt als Bauchtanz zu primitiver Musik, als all diese Überreste der Vergangenheit, die einen nach unten ziehen -, muss in andere Bahnen gelenkt werden. Der Prozess muss vom Bauch aufwärts ansetzen. Eine wahre Bildung, nicht die heutige, gepaart mit Religiosität, können diesen Menschen dazu verhelfen, Christus und das Ich-Prinzip in einer ihnen angemessenen Art zu finden. Es gibt keine höhere menschliche Manifestation als dass der Mensch persönlich schöpferisch mit dem Ich-bin-Prinzip etwas hervorbringt. Das ist die höchste Manifestation im Menschen! Das ist der Heilige Impuls, über den ich spreche, den ich versuche zu verbreiten. Wenn diese Menschen Christus in einer ihnen angemessenen Art finden, wird in ihnen das Niedrige des Zentaurs – die Beine und Hufen – abfallen und das Menschliche vom Bauch aufwärts bleiben. Denn jeder Mensch ist ein Zentaur, ein Mischwesen, dessen Tiernatur im Astralleib ist und noch tiefer in den Ätherleib sinkt, was auch auf den physischen Leib zurückstrahlt. All das muss allmählich abfallen, so dass der Zentaur in einen Menschen transformiert wird, von dem man sagen kann – „Da ist der Mensch!“ Das kann mit den Zigeunern geschehen. Es gibt unter ihnen manche, die Geschäftsleute, Landwirte werden, sie sind nicht mehr auf das Stehlen angewiesen, sie können ihr eigenes Haus bauen. Die Arbeit nützt in erster Linie ihnen selbst, denn sie sind nicht mehr von der Sozialhilfe abhängig und gewöhnen es sich ab, immer “Gib!” zu rufen. Denn von Kind auf haben sie nur gelernt, dass man ihnen “geben” muss, anstatt es sich selbst zu verdienen. Man muss also aus dem Empfindungsseelenmäßigen herauswachsen. Im Empfindungsseelenmäßigen verbleibt derjenige, der nur „Gib!“ schreit. Man muss zur Verstandesseele heranwachsen, so dass man sich fragt, was man tun kann, um Geld für das Brot zu verdienen. Dann kann man auch zur Bewusstseinsseele und zu den erhabenen Wahrheiten heranreifen, so dass der Geist irgendwann in einem wirken kann. Doch dazu muss es zuerst Individuen geben, die den Geschmack, den „Engelsduft“ des Geistes kennen und wissen, wie er in ihrem Ich wirkt, wie er ihre Seele erweitert, wie er in den Jahve-Kubus eintritt, wie man vor Dankbarkeit weint, wie er in einem als Bewusstsein erstrahlt, wie all das in einen hereinströmt. Doch zuallererst muss man eine Einstellung zum Positiven gewinnen und nicht alles verleugnen und ablehnen. In Bulgarien geschehen wunderbare Sachen, es gibt wunderbare Menschen. Der verstorbene Schauspieler Joko Rosic sagte einmal, dass Bulgarien voll von wunderbaren Menschen ist. Doch wir müssen auf sie zeigen und nicht nur auf das Negative schauen. Die Medien sind ahrimanisiert, sie sind die Diener Ahrimans, deshalb ernähren sie sich nur vom Unglück, sie berichten nur von schlechten Ereignissen, Unfällen, Morden und Katastrophen. Bojko Borissov versucht, etwas zu erreichen, das Positive anzuheben. Denken Sie an folgende Worte von mir – die Dinge in Bulgarien werden im nächsten Jahr unumkehrbar werden. Wir werden glänzend die EU-Präsidentschaft meistern und zum Vorreiter Europas werden, der die Richtung weist. In der EU gibt es keine politischen Führer, aber Bulgarien hat endlich einen wahren Führer in Christo. Alle wollen ihn verhindern, doch immer, wenn man als Ich zum nächsthöheren Weiher wachsen will, bedarf es nach der Art Christi einen Widerstand. Deshalb gibt es auch die Sozialistenvorsitzende Kornelia Ninova und die ganzen schizophrenen Politiker, die man auf dem äußeren Plan sieht. Bojko wird wachsen, er ist der Große und Bulgarien wird aufwärtskommen. Davon ist nicht loszukommen – all unsere Hellseher bestätigen es. Bulgarien wird gedeihen. Wenn es der Ich-Träger der Menschheit ist, der Fahnenträger, der die Entwicklungsrichtung anzeigt, dann wird das geschehen. Indem der Impuls der Synthese angeeignet wird, lassen sich immer größere Tore vor dem bulgarischen Volk öffnen. Aber wer wird dazu bereit und dessen würdig sein?

Neulich sind mehrere blinde Menschen in einem Verkehrsunfall gestorben. Die karmische Belastung der Blindheit war nicht genug, sie mussten auch in einem Unfall sterben. Menschen sterben massenhaft an Krebs, Herz- und Hirnanfällen. Es ist ein „Säubern“ im Gange! Also muss es entweder eine Umstrukturierung geben, doch nicht eine Umstrukturierung der Regierung, sondern jeder muss in sich selbst seine Weltanschauung umstrukturieren. Man fängt oben an und arbeitet sich nach unten.

Ich hoffe, das das, was ich hier seit nun schon mehreren Stunden sage, gut verstanden wird, so dass es im Menschen zu fermentieren beginnt und daraus Fragen entstehen, damit auch die Antworten kommen. Jeder soll seine Ich-Metamorphose vollziehen, damit das wahre Christentum des Ich beginnen kann, das wahre Zeitalter des Wassermanns. Das Zeitalter des Wassermanns ist das Zeitalter des Ich, es hat für vereinzelte Menschen angefangen, jedoch nicht für alle. Und als Beinsa Douno äußerte, dass das Wassermannzeitalter 1916 eingesetzt hat, da ging es um das Ich, um das Zeitalter des Ich. Das ist das Christentum des Heiligen Geistes. All das bisher Gesagte orientierte sich an jenem Fluchtstab, den wir im ersten Video aufgestellt und bei allen bisher gestreiften Themen im Auge behalten haben. Nach diesem Zyklus aus sechs Vorlesungen hoffen wir, dass es bald mit Gottes Hilfe einen neuen Themenzyklus geben wird, in dem auch andere Fragen allgemeineren und konkreteren Charakters beantwortet werden. Ich bedanke mich bei jedem, der die angebotenen Materialien angeschaut hat. Sie sind jenem Samen aus dem Gleichnis vom Sämann (Lukas 8: 4-8) ähnlich, der in die gute Erde fällt und aufgeht und hundertfache Frucht bringt. Diese Frucht bist du, Bruder, oder du, Schwester, die ihr diese Videos schaut! Das wirst du selbst sein. Es gibt keine größere Hilfe für den Menschen, als dass ihm jemand den Weg weist, auf dem er zum Ich-bin werden kann. Ich danke für die Aufmerksamkeit.

 

 

 

 

Der Niedergang der gegenwärtigen Wissenschaft

Original-Video

Diese sog. kurzen Videos fallen gar nicht so kurz aus, doch die Zeiten verdichten sich und drängen zur Begründung durch mehr Argumente. In meinen zahlreichen mehrstündigen Vorlesungen findet sich zwar eine Vielzahl von Argumenten, die den geisteswissenschaftlichen Standpunkt bei der Behandlung dieser Probleme vertreten. Nun aber werden sie in einer stärker verdichteten Form Ihrer Aufmerksamkeit angeboten.

Bisher haben wir über den ersten Impuls der Schutzengel gesprochen und dabei gesehen, wie die Brüderlichkeit als ein zerstörerischer Missbrauch der Sexualität zutage tritt und zum Ich-Vampirismus führt, der jegliche Brüderlichkeit erdrückt. Um eine Brücke zur Wissenschaft zu schlagen, wollen wir wieder auf das Gemälde „Salvator mundi“ eingehen, das neulich für mehr als 400 Millionen Dollar verkauft wurde.

Wenn wir dieses Porträt des Erlösers betrachten, können wir eine gewisse Ähnlichkeit mit Mona Lisa feststellen. Christus scheint hier geschlechtslos zu sein und die Verfechter der sexuellen Revolution würden sagen: „Seht her, sogar Christus ist geschlechtslos! Wir sollten uns doch zu Ihm hinauferheben!“ Doch dieser Christus, den Leonardo dargestellt hat, hat das Geschlechtliche in rechtmäßiger Weise überwunden und ist selbst zum Gral geworden. Das wird auch der Mensch zukünftig erreichen, jedoch nur in der Gemeinsamkeit von Mann und Frau. Deshalb trägt Christus auf dem Bild eine Ellipse oben auf seinem Gewand. Wer von diesen Dingen etwas versteht, sieht hier die Versinnbildlichung der Entwicklung vom Saturn bis zum Vulkan. Nur derjenige, der diese Entwicklung in der richtigen Weise zurückgelegt hat, kann zum Erlöser der Welt werden und im wahren Sinne des Wortes am Ende des zukünftigen Vulkan von sich sagen: „Ich bin Christus“. Dann werden wir zum nächsten Zyklus übergehen. Christus hat als Jesus alle notwendigen Etappen erlebt, indem Er die drei Leiber Jesu in ein Geistselbst, einen Lebensgeist und einen Geistesmenschen innerhalb von zweieinhalb Jahren verwandelt hat. Wir werden dreieinhalb Äonen zur Verfügung haben, um das Gleiche zu bewältigen. Hier kann man das Ausmaß des Mysteriums von Golgatha erahnen und erkennen, wie vielschichtig es ist. Man muss nur die notwendigen Fragen stellen, wie ich sie im ersten Video gestellt habe, z.B. die Frage nach dem Phantom. Dann werden uns die Hierarchien die Antworten offenbaren, die noch tiefgründigere neue Fragen provozieren. Wie ich bereits betont habe, ist das unsere wahre Waffe gegen die geplante ahrimanische Irreführung, die der Menschheit bevorsteht und in der Ankunft des Antichristen kulminieren wird.

Nun wollen wir uns der Wissenschaft und dem Dämonismus widmen, den ihr Niedergang einleitet. Dabei werden wir nicht nur die Beziehung zum ersten Impuls herstellen, denn der Missbrauch der Geheimnisse der Empfängnis und der Geburt, der Missbrauch der Sexualität, all das sind schicksalsträchtige Misserfolge der Wissenschaft. Der zweite Impuls der Engel bezieht sich darauf, dass der Mensch in seinem Mitmenschen ein heiliges Wesen, „ein verborgenes Göttliches“ sehen soll. Er soll spüren, dass er vor einer Seele steht, die absolut individuell und authentisch ist. Das menschliche Miteinander, die Beziehung gleich welcher Art soll ein heiliger Austausch von Seele zu Seele ohne jegliche Vermittlung sein. Deshalb sagte Steiner, dass die Kirche, „wenn sie sich selber richtig versteht“, dahingehend wirken soll, sich selbst „unnötig zu machen“ (vgl. GA 182:146). Die Kirche erhebt den Anspruch, der Mittler, der „Distributor“ sozusagen zwischen mir und Gott zu sein. Doch ich habe gar keinen Bedarf nach einer diesbezüglichen Vermittlung! Es gibt viele Menschen, die diesen Bedarf haben, da sie sich in einem Weiher befinden, der auf einer bestimmten Höhe des Ich-bin-Flusses gebildet wurde. Das Wasser in diesem Weiher ist zwar nicht ganz rein, doch es ist trotzdem Wasser, ohne das man austrocknen wird.

Der zweite Impuls der Schutzengel betrifft die vollständige Freiheit im geistigen Umgang der Menschen, welcher ein heiliger Akt der Seelen sein soll. Wenn dieser Impuls nicht in rechter Weise empfangen, erkannt und in den nächsten Leben umgesetzt wird, führt das zur „instinktiven Erkenntnis gewisser Heilmittel“ (ebd., S.155). Diese Impulse treten in uns als Instinkte in Erscheinung, da sie zum Willen vorgestoßen sind und von dort als Instinkte wirken. Das führt zu einem immensen Chaos in der Medizin, es wird bereits möglich sein, Krankheiten zu schaffen. Der Mensch entscheidet aus rein egoistischen Gründen heraus, ob er Krankheiten schaffen will, die er mit angeblichen Heilmitteln heilen wird. Die Menschen berauschen sich an der Möglichkeit, Krankheiten zu schaffen und sie zu heilen, aber das wird die Medizin und die Gesellschaft zu einem unüberwindbaren Chaos führen. Den Missbrauch der Medizin sieht man im Herumwühlen im Genom und in der Suche nach solchen heilenden Substanzen verwirklicht. Jetzt wird angestrebt, unbedingt alle Babys zu impfen. Gemeint sind hier nicht jene traditionellen Impfstoffe gegen Tetanus u.dgl., sondern solche Substanzen, die die Kinder buchstäblich vergiften – solche Fälle gibt es schon -, so dass sie später keine Beziehung zu Christus, zum Spirituellen haben werden. Zukünftig, sagte Steiner in GA 177 – und das ist womöglich schon Wirklichkeit geworden -, wird es einen Impfstoff geben, der auf dem Verwaltungsweg als eine Pflichtimpfung jedem eingespritzt wird, damit er später nie zu dem Gedanken kommt, dass es eine Seele und einen Geist gibt. Alle sollen nur Leiber sein, wie Ahriman das wünscht.

Der dritte Impuls der Schutzengel, der auch nicht in der angemessenen Art empfangen wurde, bezieht sich darauf, dass der Mensch zu einer Weltanschauung kommt, die in allem, was ihn umgibt, in allen Natureichen, das Geistige sieht. Es soll Brüderlichkeit unter den Menschen herrschen, jedoch nicht im Sinne einer entarteten Sexualität, sondern die Brüderlichkeit von Ich-Persönlichkeiten der sechsten Kulturepoche, in denen der Heilige Geist als die Gruppenseele solcher Gruppen herabsteigen wird. Doch wir sehen, wie heute anstelle des freien geistigen Lebens eine Unzahl von Kirchen und geistigen Strömungen existieren, in denen manche die geistigen Bestrebungen der Menschen zu versilbern wissen.

Dieser dritte Impuls äußert sich darin, dass der Mensch instinktiv zu der Fähigkeit kommen wird, durch bestimmte Bewegungen mechanische Kräfte in den Maschinen auszulösen. Die Maschinen werden nur durch die menschliche Berührung in Gang gesetzt. Das Berühren des Displays eines iPhones erinnert uns sehr stark an die Erfüllung dieser Worte Steiners. Die Maschine des amerikanischen Erfinders aus dem 19. Jahrhunderts John Worrell Keely, die nur von ihm in Gang gesetzt werden konnte, war nur die Prophezeiung des Zukünftigen. Mit dem heutigen abstrakten Denken kann man gegenwärtig nur solche mechanischen Kräfte auslösen, die den Menschen schaden, aber das gefällt den Menschen, sie berauschen sich daran. Heutzutage ist jedes Kind von seinem Smartphone abhängig. Was wird wohl folgen, wenn in das menschliche Gehirn erstmal ein Chip eingepflanzt wird? Die Welt wird von der Wissenschaft in eine Richtung getrieben, die zu noch mehr Entsetzlichem führt. Der herkömmliche Materialismus der vergangenen Jahrhunderte wird uns geradezu romantisch erscheinen im Vergleich zum Hypermaterialismus, zu dem wir seit der Mitte des 20. Jahrhunderts vorgerückt sind.

Harun al-Raschid, dessen mohammedanische Anschauung kombiniert mit der Anschauung Aristoteles‘ die damalige europäische Anschauung in den Schatten stellte, und sein weiser Ratgeber inkarnierten jeweils als Francis Bacon und Jan Amos Comenius und begründeten den Materialismus in Wissenschaft und Bildung. Der Lordkanzler von Großbritannien Bacon bahnte den Weg zu der neuen Atlantis („Nova Atlantis“), d.h. zu der neuen Anschauung der Naturwissenschaft. Zusammen mit dem aus dem Slawentum heraus wirkenden Comenius haben beide wie in einer Zange Europa fest umklammert und das neue Organon entworfen, nach dem sich die Wissenschaft, ja die Zivilisation überhaupt zu entwickeln hatte. Danach hat Kant dieses Organon bereichert, Steiner hat sein Organon beigetragen und wie ich in meiner letzten Vorlesung sagte, ist das, was ich als die Synthese der beiden Impulse vortrage, das neue Organon, nach dem die Zivilisation der Menschheit aufgebaut werden soll. Das mag jemandem anmaßend klingen, doch ich weiß, worüber ich spreche und habe meine Argumente dargelegt. Es ist empfehlenswert, die Vorlesung „Die michaelische Methode der Beziehung zur geistigen Welt“ in ihrer schriftlichen Fassung zu studieren.

Nachdem Bacon und Comenius die Bildung und die Wissenschaft in Europa in ihrer Zange fest umklammert hatten, fand die materialistische Anschauung auch in der Bildung Einzug – als die von Comenius eingeführte Anschaulichkeit. Und man hat begonnen, den Kindern Dinosaurier zu malen und ihnen Märchen von Tieren zu erzählen, die vor Millionen Jahren existiert haben sollen. Wenn ein Versuch ein paar Mal durchgeführt wurde und zum gleichen Ergebnis führte, wurden die Ergebnisse für wahr erklärt. Das ist die Methode der Naturwissenschaft, die jedoch nur im Mineralreich funktionieren kann, nicht im Lebendigen. Aber der Wissenschaftler wendet die Gesetze, die ihm zur Verwendung im Mineralreich gegeben wurden, auch auf die lebendigen Reiche, auf das Pflanzen- Tier- und Menschenreich an. Und das hat erschreckende Folgen. Die ahrimanisierte kosmische Intelligenz, die dem Menschen innewohnt, wird mit der Raumfahrt auf den Kosmos ausgeweitet, um zuerst das Sonnensystem zu ahrimanisieren und anschließend jenseits des Sonnensystems vorzudringen. Doch das wird nicht möglich sein, da es dort draußen keinen Kosmos gibt. Dort befindet sich alles, was sich unserem Sinnesblick als Sterne, Sternhaufen und Galaxien zeigt, in der geistigen Zeit.

Die Anschauung, die Francis Bacon mit der Unterstützung von Jan Amos Comenius durchsetzte, führte zur Entwicklung des verstärkten Materialismus des 19. Jahrhunderts. Doch jener Materialismus war etwas Leichtes im Vergleich zu dem, was jetzt geschieht – der heutige Hypermaterialismus verwandelt sich bereits in einen okkulten Materialismus, der von den in der Wissenschaft herrschenden schwarzen Logen und übersinnlichen Widersacherwesenheiten inspiriert wird. Diesen Weg schlägt die Wissenschaft gegenwärtig ein. Seit langem wirken wir nicht mehr auf dem physischen Plan, sondern in den unterphysischen Welten der Elektrizität, des Magnetismus und der Atomkraft. Immer tiefer abstürzend, steigt der Mensch nicht nach oben zum nächsten Weiher auf der Ich-Leiter auf, sondern buddelt im Mineralischen und sucht dort immer tiefer einzudringen. Das Ich-bin-Prinzip, das vom Absoluten ausgeht und als Geist, Liebe, Gedanke, Licht, Energie, Stoff kondensiert wird, treiben wir in die Unterwelten als Elektrizität, Magnetismus und Atomkraft. Und am CERN wird noch tiefer gebuddelt, dort sucht man nach der göttlichen Partikel, von der alles entstanden ist.

Was geschieht dabei? Das Ich wird dabei als Substanz eingeflochten, von deren Beschaffenheit man nichts weiß, denn nur durch das Erleben von Christus kann man irgendwann zur Erkenntnis dieser Substanz von Christus gelangen, die anders ist als die Substanz von Engeln, Erzengeln usw. Das ist ein großes Geheimnis, das ist die wichtigste Frage im menschlichen Leben – das Mysterium des Ich, mit dem wir diese Videoreihe eingeleitet haben. Dieses Ich-bin-Prinzip wird immer tiefer in die unterphysischen Welten eingebuddelt, die als Erdschichten bestehen. Man ist bis zur Atomkraft vorgedrungen. Bisher sind neun Erdschichten bekannt und auf dem zukünftigen Jupiter werden wir zur zehnten und elften Schicht blicken, auf der zukünftigen Venus – zur zwölften. Ich weiß noch nicht, ob dort das Ende ist oder noch tiefere Schichten bestehen. Hier streifen wir das, was Judith von Halle mitgeteilt hat, worüber alle Anthroposophen, einschließlich des verstorbenen Sergej Prokofieff, gestolpert sind.

Der Astrophysiker Ian O’Neill hat neulich über den Stand der Untersuchungen am CERN berichtet und dabei etwas höchst Aufschlussreiches erwähnt. Die Astrophysiker gehen von einem Urknall aus, der vor sechs Milliarden Jahren stattgefunden hat (was nachher zu 13,8 Milliarden Jahren berichtigt wurde, man hat keinen Respekt vor Zahlen). Materie und Antimaterie kämpfen gegeneinander, wobei obligatorisch die Materie über die Antimaterie siegen muss, denn sonst wären wir nicht entstanden. Die Wissenschaftler am CERN haben ihre Messgeräte dermaßen vervollkommnet, dass sie in der Lage sind, bei den Teilchenkollisionen, die sie im Teilchenbeschleuniger vornehmen, Vakuumfallen abzusondern, damit sich Protonen und Antiprotonen nicht verbinden. Jedem Proton entspricht ein Antiproton mit einer bestimmten Quantenzahl, die mit dem umgekehrten Vorzeichen erscheint. Die Wissenschaftler nahmen Messungen des magnetischen Moments der Protonen und Antiprotonen vor, wobei die Antiprotonen in diesen Vakuumfallen eingefangen wurden. Es wurde festgestellt, dass das Proton und das Antiproton das gleiche magnetische Moment haben, was die Forscher vor die große Frage stellt, warum wir dann existieren. Das Proton und das Antiproton müssten sich gegenseitig neutralisieren, so dass nichts existieren kann. Doch wir existieren eindeutig. Die klassische Newtonsche Physik erscheint schon seit langem als etwas Antiquiertes, obwohl Newton mit seinem Apfelexperiment gar nicht das Wesen der Gravitation und die Kräfte, die ihr zugrunde liegen, erfassen konnte. Nach der Entstehung der Quantenphysik Ende des 19. – Anfang des 20. Jahrhunderts hat man beobachtet, dass die Materie entweder als Atome (also Stoff) oder als ein Feld in Erscheinung tritt, je nachdem, wie man sie beobachtet. Das hat die Wissenschaftler sehr verblüfft und die Newtonsche Physik überholt gemacht. Doch was ist eigentlich die Materie? Laut Karl Marx ist sie das Primäre und Darwin hat diese Ansicht mit seiner Theorie der Abstammung des Menschen vom Affen bekräftigt. Das war zwar nur eine Idee von ihm, doch die Menschen haben sie bedenkenlos übernommen. Danach ist diese Anschauung als Ideologie in die Köpfe von Lenin, Trotzki und co. eingezogen und die Entstehung des Bolschewismus bewirkt – jenes Ereignisses, das die Welt unter Aufbringung von Millionen Opfern umgekrempelt hat. Und der Bolschewismus ist noch nicht am Ende, er wird auch zukünftig Tribut fordern, da sich die Anschauung der Menschen nicht entwickelt hat. Kombiniert mit dem Hypermaterialismus wird die materialistische Anschauung dazu führen, dass die Menschen Ahriman begeistert empfangen werden.

Die Quantenphysik hat also die Newtonsche Physik zerschlagen und auf diesem Nährboden ist Einsteins Relativitätstheorie als ein Ausdruck des abstrakten Denkens entstanden. Doch für die Menschen ist Einstein groß, da sie ihn nicht verstehen. Das Problem, warum es einmal Materie und ein anderes Mal Feld gibt, scheint unlösbar. Einstein soll am Ende seines Lebens bereut haben, was er gemacht hat, denn das, was er mit seinem abstrakten Verstand bewirkte, führte zum Auslösen der Atomkraft.

Am CERN wird heutzutage immer tiefer in die unterphysischen Welten gebuddelt, um das Rätsel zu lösen, warum wir existieren, wenn das Proton und das Antiproton die gleichen magnetischen Momente haben. Das Ich-Prinzip wurde nicht erhoben, sondern immer tiefer hineingesteckt. Statt mit Christus aufzusteigen, wird mit dem Ich-bin-Prinzip immer tiefer gebuddelt. Dabei werden immer feinere Teilchen – die göttlichen Teilchen – entdeckt. Das Ich-bin ist zu einem Teilchen verkommen, statt das Ich-bin vom Absoluten zu sein! Das kondensierteste Ich-bin befindet sich am tiefsten. Das entspricht der Absicht Ahrimans, der aus dem tiefsten Schlund verkündet: „Das, was ihr hier unten gefunden habt, ist Gott“. Ahriman ist der Gott von all dem und indem er alles, was vom absteigenden Ich-bin-Prinzip erschaffen wurde, vernichtet, will er mit seiner eigenen Schöpfung unten beginnen. Was ist das, was ‚Materie‘ und ‚Antimaterie‘, ‚Protonen‘ und ‚Antiprotonen‘ genannt wird? Die Quantenphysik war nur eine Zwischenstation auf dem Weg zu dem, was gegenwärtig am CERN unternommen wird. Sie hat zur Atomkraft und zu den thermonuklearen Reaktionen geführt und wir können beobachten, wie so etwas in Nordkorea als Drohwaffe verwendet wird. Doch wir Menschen gehen immer noch abwärts. Wonach suchen wir dort unten und was werden wir dort finden?

Vor der Materie steht das physische Prinzip. Es hat mit dem Weltenfeuer angefangen, das die Throne auf dem alten Saturn in der höchsten Astralität ausgestrahlt haben. Das war die Liebe des Vatergotts, die sich als Wille durch die Geister des Willens (Throne) manifestiert hat. Nach dem Durchlaufen aller bisherigen Äonen hat sie den Tod im Stoff (im Mineralischen) erreicht. Deshalb bestimmte Beinsa Douno den Stoff als die unterste Stufe der ganzen Weltschöpfung. Dieses Weltenfeuer, das eine Manifestation des Ich der Geister des Willens ist, breitet sich nach unten aus und erreicht das Mineralische. Immer tiefer hinein stopfen wir das Ich der Throne, das Ich-bin-Prinzip, dem auch Christus immanent ist, denn Er ist auf der Leiter, auf der sich das Ich-Prinzip manifestiert, immer anwesend. Die Throne sind durch ihr Opfer aufgestiegen, wie das immer bei einer Opferbringung geschieht. Das, was man als ein Proton sieht, ist die mineralische Manifestation des physischen Prinzips, die diese Stufe erreicht hat – sozusagen das Sinnlich-Sichtbare. Das Anti-Proton bzw. die Antimaterie ist das geistige Prinzip, das hinter dem sinnlich Wahrnehmbaren steht. Warum vernichten sich beide nicht gegenseitig? Hinter allem steht ein geistiges Prinzip. Wenn wir über die Gravitation sprechen, die selbstverständlich als ein Naturgesetz wirkt (der Apfel fällt uns auf den Kopf und steigt nicht nach oben), so stehen Wesenheiten hinter all dem, die durch das Naturgesetz wirken. Die Throne wirken über die Geister der Bewegung und die Elohim, damit die Erde diese Form hat, die uns als statisch erscheint. Die Arbeit der Hierarchien erscheint in unserem Äon der Erde als ein Naturgesetz. All das wurde im Pralaya zwischen dem alten Mond und dem Erdenäon auf der Grundlage des Produkts der alten Sonnen- und Saturnverkörperung ausgearbeitet, damit es bei uns – unter den Bedingungen der physisch-sinnlichen Welt – in Form von Naturgesetzen wirkt. Wenn wir also von Gesetzen reden, so stehen Wesenheiten hinter diesen Gesetzen. Wenn wir von Materie reden, so stehen Wesenheiten hinter der Materie – die Throne. Wenn wir von Antimaterie reden, so ist das der tatsächliche Thron im geistigen Sinne des Wortes, der dieser Substanz vom Vatergott und somit allem zugrunde liegt. Es gibt nichts, was außerhalb dieser Substanz ist. Mit Ausnahme von Christus, der den Auferstehungsleib aus dem Pralaya in den irdischen Äon hinübergerettet hat. Alles andere ist die vom Vatergott kommende und über die Throne ausgestrahlte Substanz. Was ist also die Antimaterie? Das ist das geistige Korrelat der Materie. Je tiefer man buddelt, desto mehr dringt man in geistige Zustände, in Protonen ein und nicht in Gestein, Eisen u.dgl. Immer mehr geht man zu Feldern über. Beim Proton gibt es schon den Übergang zum Feld. Man kann so tief graben, wie man will: Auf dem Boden der Welten wird man die uranfängliche Substanz als die Manifestation des Ich-bin-Prinzips finden. Allerdings sucht man da unten in einer unberechtigten Art nach ihr, wobei die Pforten der Hölle geöffnet werden. In der sechsten, siebten, achten Erdschicht gibt es immer stärkere vernichtende Kräfte. Diesen Kräften öffnen die Forscher das Tor und sie können draußen zur Geltung kommen. Gerade das geschieht heutzutage. Wenn man einen geistigen Blick hat – das, was der dritte Impuls der Schutzengel ausmacht, den sie uns eingeprägt haben -, wird man überall sehen, wie die Materie vom Christus-Prinzip durchzogen ist. Christus ist der Geist der Erde. Egal, wie tief am CERN gebuddelt wird, auf dem tiefsten Boden wird man wieder das Ich-bin Prinzip Christi finden. Aber da dies nicht in der rechten Weise geschieht, wird die Pforte den Dämonen geöffnet, die an die Oberfläche kommen – die luziferischen Wesenheiten als Felder und die ahrimanischen Wesenheiten als Atome. Und gegenwärtig wird am CERN den Asuras das Tor geöffnet – die größten Gegner der Bewusstseinsseele und des menschlichen Ich-bin. Und hinter ihnen steht Sorat. Soweit hat es die „Elite“ der Wissenschaft mit den Experimenten am CERN gebracht.

Wohin wird das alles führen? Steiner hat das Werk von Ernst Haeckel, der die Evolution vom materialistischen Standpunkt betrachtet, transformiert und vergeistigt. Danach ist es herabgestiegen als die Geisteswissenschaft über die Evolution im wahren geistigen Sinne, die auf dem alten Saturn ihren Lauf genommen hat. Ohne eine Hinwendung der Wissenschaft zur Geisteswissenschaft wird die Menschheit immer tiefer buddeln und immer größere dämonische Kräfte zutage fördern. Diese Kräfte werden den Menschen angreifen. Das Silicon Valley in Amerika arbeitet parallel mit dem CERN in der Schweiz. Anzumerken ist, dass das alles nicht weit von Dornach geschieht, von wo die Geisteswissenschaft ausgestrahlt wurde. Das, was am CERN vorgenommen wird, ist noch viel schlimmer als das in Silicon Valley. Das Silicon Valley besorgt quasi das Instrumentarium, es ist der Comenius der Gegenwart, doch der gegenwärtige Harun al-Raschid, das sind jene Forscher am CERN. Wenn beide sich vereinen, wird aus dem Menschen ein Bioroboter – eine Kombination aus Mensch und Maschine.

Das wird uns vorbereitet, das wird angestrebt und deshalb müssen wir vorsorgen. Das, was ich sage, sollte wahrgenommen werden. So kann jeder die notwendigen Entscheidungen über sein zukünftiges Handeln treffen und in sich die michaelische Anschauung ausbilden. Die michaelische Anschauung kann in alle uns umgebenden Tatsachen eindringen und beurteilen, was sie bedeuten, damit diese Wahrheiten ausgesprochen und verkündet werden. So werden sich die geistigen Wesen einmischen und sich hinter uns stellen können, um gegen die Widersacher zu kämpfen. Wir besitzen nicht die Schleuder Davids und der Krieg wird auch nicht mit Raketen geführt. Dieser Krieg ist ein Krieg der Weltanschauungen, ein Krieg zwischen Menschen, die zu Schwarz- oder zu Weißmagiern werden. Der weiße Magier zieht die himmlischen Kräfte an, die gegen die luziferischen, ahrimanischen und asurischen Widersacher kämpfen können. Sorat wird auch bei der Begegnung mit dem Antichristen in Erscheinung treten, so wie alle vorhandenen dunklen Mächte. Wie soll man mit der kläglichen Anschauung, die in den Sümpfen der unrechtmäßigen Spiritualität gepflegt wird, ihnen entgegentreten? Ein jeder stelle sich diese Frage, die tief in seinem Inneren, in seinem Ich erklingen möge. Soviel dazu.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Der Dämonismus der sexuellen Revolution

Original-Video

Mit dem letzten Thema hängt das vorliegende Thema über den Dämonismus der sexuellen Revolution zusammen. Bekanntlich wird seit einigen Jahrzehnten weltweit die Flagge der sexuellen Revolution geschwenkt, die uns als die Zukunft des Menschenlebens im Bereich der Sexualität proklamiert wird. Eine kleine Ergänzung über die In-Vitro-Kinder will ich an dieser Stelle einschieben: Diese Kinder bezahlen ein spezifisches Karma ab. Sie sind die Träger eines besonderen Karmas, das sie abzutragen haben, über das ich vorläufig keine weiteren Details liefern darf. Das wird aber im Leben dieser Kinder sichtbar werden.

Es gibt große Unterschiede unter den Menschen auf der Erde und nicht zufällig ist die weiße Rasse der Fahnenträger der Entwicklung, da sie das Ich-Prinzip der Bewusstseinsseele trägt. Die fünfte nachatlantische Kulturepoche ist die germanische Kulturepoche. Nicht von ungefähr wird die weiße Rasse den meisten Angriffen ausgesetzt – durch die Entwicklung der Technologien, durch den „Modernismus“ in den sozialen Lebensformen, durch die „Revolution“ von Wissenschaft und Technik. Deshalb wird sie im Kopf angegriffen – wir sehen, dass heutzutage die Männer zunehmend kahler werden – vor 30 bis 40 Jahren gab es nicht so viele glatzköpfige Männer. Zudem werden die Menschen der weißen Rasse im Geschlechtssystem angegriffen – es herrscht massenhafte Unfruchtbarkeit. Eine große Anzahl von Paaren können keine Kinder bekommen, da die Frau, der Mann oder gleichzeitig beide Fertilitätsprobleme haben. Den weißen Menschen trifft also das, was wir „Fortschritt“ nennen, am meisten. Doch wie sollen die Seelen heruntersteigen und ihr Karma abbezahlen, wie sollen die Iche auf die Erde kommen, um Geburt und Tod zu erleben, wenn keine Kinder zur Welt kommen können? In diesem Sinne stellt der Dämonismus, der mit der sog. sexuellen Revolution einherschreitet, ein erhebliches Problem dar. Grundsätzlich ist jede Revolution ein dämonisches Werk, da sie das Schlechteste, was im Menschen schlummert, herausholt. Die sexuelle Revolution, die unter freiwilliger Beteiligung der Menschen durchgesetzt wird, hinterlässt keine äußeren Schäden und Zerstörungen, wie wir sie von der sog. „Großen“ Französischen und der Oktoberrevolution kennen.

Der im letzten Video erwähnte erste Impuls der Schutzengel hat einen weiteren Aspekt. Nicht nur kommen die Menschen in instinktiver Weise hinter die Geheimnisse der Empfängnis und Geburt, sondern dieser Instinkt tritt auch als ein zerstörerischer Missbrauch der Sexualität in Erscheinung. Die Menschen werden zu wahrhaftigen Teufeln. Die äußere Wissenschaft behaupten natürlich, dass diese Instinkte im Menschen in rechter Weise existieren, dass sie berechtigt sind und wir uns ihnen nicht widersetzen dürfen, dass es normal ist, wenn sie äußerlich ausgelebt werden. Es soll keine Rolle spielen, ob der Mensch ein Teufel oder ein Engel ist, ob er auf die Tierstufe absinken oder sich dem Ich-Prinzip folgend sich aus dem Sumpf zum nächsten Weiher erheben wird – das Ausleben von Instinkten soll ja ein natürlicher Prozess sein. Wir können heute beobachten, dass sich die Sexualität auf der Erde in immer mehr Formen ausbreitet. Man spricht von 70 Formen der Sexualität, von neuen Geschlechtern, von Gendern u.dgl., auf deren Hintergrund die üblichen Lesben und Schwulen geradezu etwas Altmodisches sind. All diese Menschen, die tief unglücklich sind, kommen mit einer unüberwindlichen Macht in ihnen zur Welt, die sie dazu drängt, homosexuell zu werden bzw. all die neuen Formen von Sexualität auszusuchen, aus sich alles zu machen, wonach es ihnen beliebt. In der neuen bulgarischen Fernsehserie „Gestohlenes Leben“ werden solche Themen behandelt, und dort wird durchgehend die Idee propagiert, dass das normal sei, dass jeder über seinen Körper nach Belieben verfügen könne. Stellen Sie sich vor, welcher Satanismus durch die sog. Kunst lanciert wird! Auf dem äußeren Plan sieht der Film nicht schlecht aus, die Schauspieler sind gut, doch in den Film werden die ahrimanischen Impulse eingestreut. Wer wachsam ist, kann das bemerken.

Wenn der Impuls zur Brüderlichkeit sich im Menschen nicht entwickelt, warnte Steiner, wenn dieser Impuls nicht aufgeht und wächst, so dass aus ihm in der sechsten Kulturepoche die neuen soziale Lebensformen entstehen, in denen wir leben werden, wird das einen schrecklichen Missbrauch der Sexualität nach sich ziehen, der das Ich vernichten wird. Hierbei geht es um einen Vampirismus, der gegen das Ich gerichtet ist und furchtbare Folgen für die Menschheit haben wird. Wir sehen, dass alles, wovor Steiner warnte, längst zu einer vollendeten Tatsache auf der Erde geworden ist.

Was treibt die Menschen dazu, solche abweichende Sexualität an den Tag zu legen? Ist es tatsächlich eine Naturnotwendigkeit oder ist es etwas anderes? Welche ist die wahre Ursache? Es liegen zahlreiche Fernsehkommentare, Äußerungen von Soziologen, Priestern, Vertretern von LGBT-Organisationen vor, doch sie sagen nichts Wesentliches, sondern gleiten lediglich auf der Oberfläche des Problems. Alle scheinbar ernsthaften Argumente klingen äußerst naiv. Die Kirche behauptet, dass es keine Reinkarnation gibt. Doch warum antwortete dann Christus bei der Rückkehr vom Berg Tabor auf die Frage der Jünger nach Elija, dass Elija kam, doch die Menschen ihn nicht erkannt haben? Und diesen Worten wurde der Satz hinzugefügt „Da verstanden die Jünger, daß er von Johannes dem Täufer zu ihnen geredet hatte“ (Matth.17:13). Christus selbst sagte also im Matthäus-Evangelium, dass Elija als Johannes der Täufer wieder inkarniert war. Warum sollen die anderen Menschen nicht wieder inkarnieren können? Warum gibt es Kinder, die fünf Tage nach der Geburt sterben? Manche Kinder sterben bei der Geburt, andere mit einem Jahr, mit fünf Jahren. Es wurden bei ihnen weder das Ich noch das Ich-Bewusstsein entwickelt, es fand keine Evolution statt. Das Kind wurde einfach nach oben geschickt und soll nach der Logik der Kirche nie wieder auf die Erde kommen. Warum sind solche früh verstorbenen Kinder überhaupt auf die Erde heruntergestiegen? „Damit ihre Eltern dadurch bestraft werden“, werden manche antworten. Aber das Kind ist ein Ich-bin, wann wird es evolvieren? Dazu sind Inkarnationen notwendig. Gott müsste also unheimlich ungerecht sein, wenn manche nur ein paar Tage leben, ohne irgendwann wieder das Privileg zu haben, auf der Erde zu sein, Christus durch Leiden und Schmerzen zu finden und Ihn anzunehmen. Stattdessen kehren sie schnell wieder ins Paradies (denn die Neugeborenen haben keine Sünden und müssten folglich ins Paradies zurückkehren). Wir leben angeblich ein Leben und werden ins Paradies kommen, wenn wir Christus gefunden haben bzw. in die Hölle, wenn wir Ihn verfehlen. Diese Ansicht der Kirche ist absolut naiv! Dann hat also Gott schon im Voraus entschieden, wer wann zu sterben hat. Es wird jemand in niedrigsten sozialen Verhältnissen geboren, dessen Mutter Prostituierte und der Vater drogensüchtig ist und dessen ganzes Leben von täglichen Schlägereien und Drogenexzessen begleitet wird. Wann wird er Christus finden? Ein anderer wird in die Familie eines Pfarrers hineingeboren, unter Christen, die auch finanziell abgesichert sind, dort genießt er eine passende Erziehung und Bildung. Er wird garantiert ins Paradies kommen, da er Christus gefunden haben wird. Eine andere Frage ist es, was er von Christus verstehen wird.

Immer wenn ich evangelische Pfarrer mit ein paar dieser Beispiele konfrontiert habe, gab es heftige Reaktionen, manche haben vor Wut so geschäumt, dass sie mich vielleicht umgebracht hätten, wenn sie ein Messer zur Hand gehabt hätten. Ich habe mit dem gutmütigsten Ton etwas über Christus gesagt, doch die Pfarrer waren entsetzt, da ihre ganze Gesinnung durch meine Worte untergraben wurde. Ich hatte sogar erlebt, dass ein Pfarrer nach nur drei Sätzen von mir ausgerufen hat: „Dimitar, kein Wort mehr, sonst wird meine Weltanschauung zerfallen!“

Was seid ihr denn für komische Vertreter Christi? Wenn die Kirche also behauptet, dass es keine Reinkarnation gibt, kann jeder Homosexuelle sagen, dass er zum ersten Mal inkarniere: „Gott hat das in mich hineingelegt, dass ich so bin, wie ich bin, ich kann es nicht überwinden. Ich kann bisexuell, homosexuell sein, alles, was ich will, ich kann sogar mein Geschlecht ändern, denn ich kann dagegen nicht kämpfen, Gott hat mich so geschaffen.“ Rehabilitiert die Kirche eine solche Ansicht, indem sie behauptet, dass es nur ein Leben gibt? Ohne jeden Zweifel! Neben der Nichtannahme der drei Impulse der Schutzengel trägt auch die Kirche mit ihrer Ansicht über das einzige Leben eine Riesenschuld an der sexuellen Revolution. Dann kann die Wissenschaft in aller Ruhe behaupten, dass die Natur das in uns hineingelegt hat. Wir können sogar mit solchen Argumenten die Gesetzgebung ändern, so dass beispielsweise solche Formen des Soziallebens geschaffen werden, die eine Gesellschaft nur aus Homosexuellen begründen, in der es niemanden gibt, der eine traditionelle Sexualität hat. Deshalb sagte Steiner, dass der zerstörerische Missbrauch der Sexualität furchtbare Formen des Egoismus hervorbringen wird. Das ist Luziferismus in gigantischen Ausmaßen, das ist Vampirismus gegen das Ich, denn nichts ist in der Lage das Ich so zu vernichten, wie der Missbrauch der Sexualität.

Neulich ist der „Playboy“-Gründer Hugh Hefner gestorben. Er und all diejenigen, die mit 500, 1000 Partnerinnen Sex gehabt hat, werden bald wieder auf die Erde geschickt, wo sie unvermeidlich eine völlig gestörte Sexualität haben werden.

Was sind das für Menschen und warum kommen sie auf die Erde mit einer solchen psychischen Störung? Im Astralleib weisen sie nämlich unvermeidlich psychische Störungen auf. Warum bekommen sie solche Impulse in den physischen Leib, dass sie „anders“ werden?

In allen Zeiten hat es Fälle der missbrauchten Sexualität gegeben, doch unter ihnen gibt es erhebliche Unterschiede. Das Praktizieren der Sexualität in der Zeit des Kamasutra war ein heiliger Akt, davon unterschieden sich die Sexualität in der Zeit, als Christus auf der Erde war und die Sexualität in der fünften Kulturepoche. Der Missbrauch der Sexualität geschieht aus einem jeweils unterschiedlichen Wesensglied des Menschen heraus, das in der jeweiligen Zeit entwickelt wird. In der ägyptisch-chaldäischen Zeit war die Empfindungsseele dasjenige Wesensglied, das den Kulturentwicklungsfaktor darstellte – wir haben damals die Welt durch die Empfindungsseele wahrgenommen. In der griechisch-römischen Zeit geschah das durch die Verstandesseele und gegenwärtig durch die Bewusstseinsseele, die jeder in seiner Art entwickelt – der eine in ahrimanisierter Art, der andere entwickelt die Bewusstseinsseele nicht, sondern stürzt auf die Stufe der Empfindungsseele ab. Es herrscht ein völliges Durcheinander in der Rechtmäßigkeit des psychischen Lebens der Menschen. Manche haben im vorherigen Leben die Sexualität wie Messalina und Agrippina in der römischen Zeit missbraucht. Heutzutage gibt es Prostituierte, die diesen Römerinnen beim Missbrauch der Sexualität weit voraus sind. Die heutigen Prostituierten leben allerdings in der Epoche der Bewusstseinsseele. Daher begehen sie eine Sünde, die viel größere Konsequenzen für sie hat als die Sünde einer Messalina oder Agrippina in jener Zeit. Die Promiskuität eines Casanova ist geradezu lächerlich und ein Leichtes als karmische Belastung im Vergleich zu Hugh Hefner oder zu den anderen Wahnsinnigen in Hollywood, die damit prahlen, mit 5000 Frauen geschlafen zu haben.

Der Missbrauch der Sexualität führt zu einer spezifischen Infektion des Astralleibes, der buchstäblich infiziert wird. Der Astralleib ist der Leib der Gefühle, in dem Luzifer nach seinem Belieben tobt. Im Astralleib hat auch die Versuchung durch Luzifers Schar stattgefunden. Dort sticht er all unsere Karten. Der endlose Genuss zahlreicher sexueller Vergnügen, die immer neuen Methoden zum Erleben sexueller Befriedigung führen letztendlich zum Verrücktwerden. Wenn man seinen Astralleib durch diesen Missbrauch infiziert, wird das im nächsten Leben als ein Problem zurückkommen, das einem in die Natur hineingelegt ist und von unten im menschlichen Willen wirkt. Das wird jetzt durch den Impuls der Schutzengel verstärkt, dessen unrechtmäßige Aufnahme durch die Menschen zum Eindringen in den Willen auf der Stufe des physischen und nicht des astralischen Leibes führte. In der Folge mischt sich jener Willensimpuls des physischen Leibes in Form eines Instinkts der Infektion im Seelenleben, also im Astralleib bei. Das führt zu einer solchen Verstärkung dieses Instinkts, dass er für den Menschen unüberwindbar wird: Ein Mann könnte von sich sagen, dass er unmöglich eine Frau anfassen kann. Eine Hollywood-Diva äußerte: „Ich möchte mit einer Frau intim sein, die Männer ekeln mich an, der Sex mit ihnen ist so widerlich, dass ich mit Männern nichts zu tun haben möchte.“ Und das alles wird auf ein Podest erhoben und beeinflusst die Lebensweise von Milliarden Menschen. Doch solche Vorbilder wie die Zitierten werden zukünftig nichts Gutes erleben, es steht sehr schlecht um sie. Im nächsten Leben werden sie die Ärmlichsten unter den Menschen sein, denn Gott erhebt und Gott senkt. Diese Menschen haben die Sexualität missbraucht und deshalb fühlen sie sich in dieser Art. Doch das Problem ist, dass sie ihre Empfindungen als normal gelten lassen wollen, sie wollen sie als das Recht auf die freie Wahl deklarieren. Wenn dieser Impuls der Schutzengel nach Brüderlichkeit nicht in der rechten Weise aufgenommen wird, können ihn die Menschen nicht bewusst erleben, so dass er eine bewusste Handlung hervorruft. Wenn jemand die Regenbogenflagge schwenkt und wenn im Fernsehen homosexuelle Szenen ausgestrahlt werden, die von Kindern gesehen werden, so kann das die junge Generation stark beeinflussen. Diejenigen, bei denen das im vorigen Leben veranlagt wurde, werden es aus Neugier ausprobieren wollen. Auf diese Weise erfolgt ein vollständiger Ersatz der Brüderlichkeit. Der zerstörerische Missbrauch der Sexualität führt zu einem Gegenangriff auf die Brüderlichkeit. Solche Menschen gruppieren sich zwar in Interessengemeinschaften, treffen sich in Bars usw., doch darin ist keine Spur von Brüderlichkeit. Was ist die wahre Brüderlichkeit?

Wenn der Mann und die Frau sich körperlich vereinigen, weist das eine gleichseitige Dreieck nach oben (das männliche Prinzip) und das andere nach unten (das weibliche Prinzip). Deshalb bekommen die Frauen Kinder und die Himmlische Sophia (die Weisheit Gottes) wirkt in ihnen. Beim rechtmäßigen Geschlechtsakt entsteht in beiden ein Makrokosmos, das Kind kommt aus dem Makrokosmos auf die Erde. Das ist der Gral, dieser Begriff hat nicht zufällig viele Bedeutungen. Das Gralssymbol ist das Hexagramm, das ist eine der Bedeutungen. Dieses Gralssymbol entstammt dem menschlichen Geschlechtsleben, und zwar dem rechtmäßigen Geschlechtsleben von Mann und Frau. In ihrer Verbindung bilden beide als Familie den Gral und deshalb wird auch etwas Drittes geboren – das Kind. Im Laufe von vielen Jahrhunderten werden wir zu der neuen Reproduktionsart kommen – in etwa 2000 Jahren werden die ersten Menschen erscheinen und in 5000 Jahren werden alle Frauen aufhören, auf die heutige Art Kinder zu bekommen. Bis dahin muss der Übergang zur Reproduktion durch den modifizierten Kehlkopf vollzogen worden sein, bei dem die Menschen als ätherische Bildungen ausgesprochen sein werden. Das wird die Überwindung der Erbsünde sein, wegen der wir in zwei Geschlechter geteilt wurden. In einem heiligen Bund vereint müssen der Mann und die Frau gemeinsam zu der neuen Reproduktionsart kommen, die zukünftig von der Frau auf den modifizierten Kehlkopf des Mannes übertragen wird. Da die Freimaurer dies nicht in der Tiefe verstehen, verbannen sie die Frauen aus ihren Logen. Doch auch in den gemischten Logen sind die Dinge sehr oberflächlich. Der Gral entsteht aus dem Geschlechtsleben zwischen dem Mann und der Frau auf dem physischen Plan, welches zu einer Seelengemeinschaft heranreifen und in einen geistigen Bund übergehen muss. Also muss sich dieser heilige Bund auf drei Stufen entfalten. Wenn das nicht geschieht, wird die Ehe zerfallen bzw. auf einer niedrigen Stufe zum Zweck des materiellen Überlebens weiterbestehen. Wenn es zu keiner Synthese zwischen dem Mann und der Frau im Geiste kommt, so dass ein großes Ideal die beiden in Christo leitet, bleibt die Ehe nur auf Papier bestehen. In einer solchen Ehe gibt es nichts Schöpferisches und sie wird künftig an Bedeutung verlieren, da beide nicht zum Gral werden. Dieser Gral ist der Übergang zu jenem Gral, der in 6000 Jahren zustande kommen wird, wenn nach dem Krieg aller gegen alle in der siebten Kulturepoche der fünften Wurzelrasse der Mond mit all seinen zurückbleibenden, rückständigen Kräften sich wieder mit der Erde vereinigt haben wird. Der Mond und die Erde werden sich in 6000 Jahren in einem gemeinsamen Körper vereinigen. Dann werden die Menschen nicht als physische Wesen existieren, dann wird es die neue Reproduktionsart geben. Dann wird aus dem Gral, der entstanden ist durch das Geschlechtsleben zwischen dem Mann und der Frau und aus der allmählichen Überwindung des Geschlechtlichen der kosmische Gral zwischen Mond und Erde entstehen. In noch fernerer Zukunft werden sich Mond und Erde auf ganz anderen geistigen Stufen mit der Sonne vereinigen. Diese Dreieinheit von Mond, Erde und Sonne, die vor der lemurischen Zeit existiert hat, wird eine Erneuerung erleben. Doch die Menschen müssen dermaßen Christus-ähnlich werden, dass sie die Einheit von Mond, Erde und Sonne überleben können. Wir müssen also die rückständigen Mondimpulse, die eine Schlacke bilden, zur Erdenevolution und dann zur Sonnenevolution erheben. Wir müssen dem Leben der Sonnenwesen entsprechen, wir müssen Wesen der Sonnenevolution werden, damit wir auf diesem vollendeten kosmischen Gral existieren können.

Die Menschen mit abweichender Sexualität können einwenden, dass sie schon im Voraus die Geschlechterunterschiede überwunden haben, dass sie Menschen der Zukunft sind. Zukünftig wird es natürlich keine Geschlеchterunterschiede geben, der Mensch wird androgyn werden, um zur neuen Reproduktionsart überzugehen. Die Menschen werden Menschen aussprechen und es wird keine Aufteilung in Männer und Frauen geben. „Das machen wir ja schon auf dem Wege der Homosexualität, Transsexualität“, wird jemand entgegnen. Jedoch muss man wissen, dass jeder

Impuls, der heutzutage eine Manifestation erlebt, obwohl er für die Zukunft vorbestimmt ist, Ahrimanismus darstellt. Jeder Impuls, der in der heutigen Zeit zur Geltung kommt, doch in Wirklichkeit ein vergangener, überholter Impuls ist, der ohne eine Transformation in Christo auf die Gegenwart übertragen wird, stellt Luziferismus dar. So wollen manche die Zeiten des Kamasutra wiederbeleben. Doch der Geschlechtsverkehr in den zahlreichen Stellungen war damals für das geistige Wachstum der Menschen notwendig und wurde überhaupt nicht in der heutigen Art sinnlich erlebt. Er stellte einen rein geistigen Akt dar. Später wurde er in den späten babylonischen Mysterien im fünften bis sechsten Jahrhundert v.Chr. entartet. Die Kamasutra-Zeit wird gegenwärtig auf die fünfte Kulturepoche ohne jegliche Transformation unter der heute herrschenden menschlichen Sinnlichkeit übertragen, wo die Welt durch die Bewusstseinsseele erlebt wird. Früher wurde die Welt durch die Empfindungsseele erlebt, als die Verstandes- und Bewusstseinsseele noch nicht ausgebildet waren. Wenn man mit dem heutigen Ich-Selbstbewusstsein diese Sexualität als Missbrauch praktiziert, so geht selbst das niedere reflektierende Menschen-Ich abhanden. Wenn man wiederum von sich behauptet, die Zukunft zu sein, da die Menschen zukünftig androgyn sein werden, so ist das eine unrechtmäßige Zukunft. Das ist die Art der Bolschewiken, die die Brüderlichkeit von Individuen der sechsten Kulturepoche in die Gegenwart vorzeitig holen wollten. Alle hatten unter der Androhung von Gewalt gleich zu sein, eine neue Menschenrasse – der „Homo sovieticus“ – wurde propagiert. Das war der Ahrimanismus in seiner reinsten Ausprägung. Im Osten wirkt immer noch der Luziferismus unter den Buddhisten und allen anderen, die sich von der Welt abtrennen und nicht wieder inkarnieren wollen. Beides ist falsch! Luzifer ist die Vergangenheit und Ahriman ist die Zukunft, aber Christus ist die Gegenwart und gleicht beide aus.

Was müssen diese Menschen also tun? Sie müssen den Weg zu Christus finden. Es gibt Fälle, wo Homosexuelle beim Besuch der evangelischen Kirche und Erleben von Christus durch die Rituale allmählich diesen Fehler überwinden. „Das ist keine Krankheit, das kommt von innen“, kann man einwenden. Es ist eine Infektion des Astralleibes, die in dieser Art in Erscheinung tritt und all diese Menschen tief unglücklich macht. Sie mögen auf Parties gehen, sich wunderbar vergnügen und prächtig fühlen, aber an Weihnachten bleibt ein solcher Mensch wie Evgeni Mintschev (ein bulgarischer homosexueller Prominenter) allein und erlebt ein seelisches Drama. Was zählen all die schillerndsten Klamotten, dieses luziferische Gefieder, wenn einem zum Heulen, jämmerlich zumute ist! Das Nichtüberwinden seelischer Schmerzen resultiert äußerlich in beißender Kritik, wie wir das bei Evgeni Mintschev sehen. Das ist die Schlange Luzifer, die einen verführt, quasi gebissen hat. Ahriman gibt einem dann durch das Haften am Materiellen, an der materialistischen Weltanschauung den Rest und der Mensch wird zur Boxbirne der beiden Widersacher.

Diejenigen, die sich ein Kind wünschen, doch keines auf natürliche Weise bekommen, könnten ein Kind adoptieren. Manche werden darauf antworten, dass sie sich eigene Kinder wünschen. Ich habe ein eigenes und ein adoptiertes Kind und kann aus eigener Erfahrung reden. Wir streben die Brüderlichkeit in Christo an und nicht das Blutsverwandtschaftliche. Dieses muss allmählich in rechter Weise überwunden werden. Es gibt so viele unglückliche Kinder in den Heimen, adoptiert eins, wenn ihr selbst keine Kinder bekommen könnt! Es ist weitaus wertvoller, ein fremdes Kind aus einem Fleischklumpen zu einem wahren Menschen, zu einem wahren Ich-Christen aufzuziehen als ein eigenes Kind zu haben. Das hat einen viel größeren Wert und gibt einem ein viel festeres Fundament für sein Wachstum als Ich. Wenn man keine Kinder hat, so hat das seine Ursachen, dann kann man ein Kind adoptieren, denn jedes Kind braucht Eltern. Wir sehen, wie heutzutage Schwule oder Lesben Kinder adoptieren, wie eingeschlechtliche Ehen weltweit legalisiert werden, das ist alles ein Alptraum! Das ist ein Frontalangriff gegen das Ich, gegen Christus! Solche Menschen denken, dass sie sich auf diese Weise verwirklichen. Doch das Aufwachsen mit homosexuellen Eltern hat ernsthafte Folgen für die Kinder. Gott hat uns nach der luziferischen Versuchung gesagt, wie das zu sein hat. Alles andere ist Dämonismus. Das Schlimmste ist, wenn so etwas durch die Legalisierung und Reglementierung zu sozialen Lebensformen erhoben wird. Wenn man in den westlichen Ländern Homosexuelle kritisiert, hat man mit Konsequenzen zu rechnen. Bei uns gibt es immer noch einen gesunden Menschenverstand, der selbstverständlich im Slawentum existiert, obwohl wir keine richtigen Slawen sind, doch das Fundament der Slawen bilden. Der eugenische Okkultismus ist von Geburt an am stärksten im Slawentum vertreten, so wie der hygienische Okkultismus in Mitteleuropa und der mechanische Okkultismus unter den westlichen Völkern am stärksten ist. Deshalb sind in Amerika die Technologien, die Instinkte fürs Geschäftemachen am stärksten entwickelt. Doch sie wollen die Eugenik des Slawentums erobern und wir sehen heutzutage, wie viele hübsche Slawinnen senile reiche westliche Männer wegen des Geldes heiraten. Das ist ein Missbrauch der Eugenik, die dem Slawentum immanent ist. Zukünftig werden die Kinder planmäßig zur Welt kommen, abhängig von der Sternenkonstellation, vom Bedürfnis dieser Seele, auf die Welt zu kommen, vom richtigen Zeitpunkt. Das heutige wahllose Durcheinander wird es künftig nicht mehr geben. Wir sehen, dass nur die weißen Menschen von der Unfruchtbarkeit betroffen sind. In dieser Aussage gibt es keinen Rassismus, das sind okkulte Tatsachen. Doch wenn man nur das Wort ‚Rasse‘ erwähnt, gehen einen gleich mehrere Dutzend Holzköpfe an, ohne überhaupt zu begreifen, worum es geht, um welchen Austausch von Begriffen es sich handelt. Das bulgarische Volk reagiert jedoch instinktiv richtig und das ist gut, denn wir müssen uns bewahren, um bald wieder zum Fahnenträger der Menschheit zu werden. Diese Zeit hat schon angefangen. So lassen wir uns diese Vorlesung an dieser Stelle beenden und zum nächsten Thema übergehen.

 

Über die In-Vitro-Babys, die Leihmutterschaft und das Klonen

Original-Video

Wir gehen zum dritten Thema über. Die Videos werden länger, denn die besprochenen Probleme sind äußerst wichtig und lassen sich nicht innerhalb von zehn bis fünfzehn Minuten auseinanderlegen. Nun wollen wir mit den nächsten Folgen zu mehr Konkretem vorgehen – zu Problemen, mit denen wir heute kollidieren und die einer okkulten Erklärung bedürfen. Jede andere, rein äußere Erklärung wäre wertlos, sie wäre nur ein Kratzen an der Oberfläche des Problems. Ich werde selbstverständlich nicht die vollständige okkulte Erklärung liefern, die in viel umfangreicheren Untersuchungen entfaltet werden kann, ich will heute nur die Aufmerksamkeit der Menschen auf die Hintergründe dieser Erscheinungen lenken.

In dieser Folge wird es um das Geheimnis des In-Vitro-Verfahrens gehen, an das die Themen der Leihmutterschaft und des Klonens angehängt werden. All das sind moderne Methoden der Wissenschaft. Was ich dazu sagen werde, weiß ich seit vielen Jahren, doch bisher habe ich es hinausgezogen, das Problem öffentlich anzugehen und publik zu machen, denn das Thema ist außerordentlich delikat. Jeder, der lange Zeit trotz seines sehnlichen Wunsches kinderlos geblieben ist und nun durch eine In-Vitro-Befruchtung Mutter oder Vater geworden ist, empfindet eine Riesenfreude. Insbesondere weil einem durch dieses Verfahren oft gleich zweifaches oder dreifaches Kinderglück geschenkt wird. Aus diesem Grunde ist das Besprechen dieser Problematik, die Suche nach Problemen in diesem Bereich eine sehr delikate Angelegenheit. Deshalb hoffe ich, dass das, was ich sage, sehr gut und in rechter Weise aufgenommen wird. Ich möchte mich auch im Voraus bei denjenigen entschuldigen, die durch meine Worte sich verletzt fühlen würden, weil sie mich nicht richtig verstanden haben.

Vor einigen Jahren musste ich zum ersten Mal ein paar Tage im größten Krankenhaus in Varna verbringen, da ich Dauerfieber ohne klare Ursachen hatte. Ich ahnte, woran das liegen könnte und habe es den Ärzten gesagt, aber sie wollten mit mir nach ihrer Vorgehensweise verfahren. Seit anderthalb Monaten hatte ich zu hohes Fieber und das zehrte an mir, ich fühlte mich sehr angegriffen. Nur weil ich seit 20 Jahren Vegetarier bin, konnte ich so lange diesen Zustand aushalten, ein Fleischesser wäre bei diesem extrem hohen Fieber längst gestorben.

Während meines Aufenthalts im Krankenhaus habe ich im Garten des Gebäudes eine Kapelle bemerkt und dort auf einem Schild gelesen, dass einmal pro Woche ein Priester aus der Kirche „Hl. Gottesmutter“ kommt. Das ist übrigens eine sehr alte Kirche in Varna, die halb in den Boden gebaut wurde. Da die Zeit der Priesteranwesenheit mit meinem Aufenthalt im Krankenhaus zusammenfiel, ging ich zur angegebenen Stunde in die Kapelle. Als ich hineinkam, wurde ich von einem jungen, starken, energiestrotzenden Mann mit einer wachen, vertrauensstiftender Art empfangen. Er fragte mich, ob ich schwer erkrankt sei, worauf ich erwiderte, dass ich schon genesen werde. Er lobte meinen hohen Geist und lud mich in die Kapelle ein. Wir begannen die Ikonen zu betrachten und kamen ins Gespräch. Der Priester hat mich behutsam ausgeforscht, um meine Bewusstseinsstufe festzustellen. Im Laufe des Gesprächs sagte ich ihm Einiges über den kommenden Ahriman. Dabei knickten seine Beine ein und der junge Priester sank zu Boden. Da an dieser Stelle ein Staubsauger abgestellt war, hat er es geschafft, sich auf ihn hinzusetzen. Meine Worte haben den Priester in den Willen getroffen. Er kam hoch und wir haben uns weiter unterhalten. Es hat sich herausgestellt, dass dieser Mann Nikolai Berdjaev und die russischen Philosophen kannte und auch in der evangelischen Kirche war. Der Protestantismus ist bekanntlich in der fünften Kulturepoche unter Menschen aufgekommen, die mit der Ausbildung einer Bewusstseinsseele über Christus beginnen. Doch wenn sie Christus nicht richtig verstehen, fahren sie hoch, als wären sie von einer Wespe gestochen, wenn man die Re-Inkarnation erwähnt. Diese Erfahrung habe ich in der Zeit gemacht, als meine Frau und ich zwei Jahre lang die Methodistenkirche in Varna regelmäßig besuchten. Ich habe immer versucht, die Gläubigen dort zum Ich-Prinzip zu erheben, aber trotz ihrer modernen Gesinnung und guter Bildung reagierten sie mit Angst darauf. Es war klar, dass mein Unterfangen nicht möglich war, denn die Gläubigen dort verbleiben lieber in dieser sozialen Form. Jedweder Impuls des Heiligen Geistes, der von draußen kommt, um ihnen Christus in einer anderen Art zu verkünden, wird von ihnen mit Vorbehalt und schließlich mit Ablehnung aufgenommen. Die gleiche Erfahrung habe ich in der „Weißen Bruderschaft“ gemacht, auch mit katholischen Priestern habe ich mich mit dem gleichen Ergebnis unterhalten. Der junge Priester sagte, dass ihm der Selige Augustinus imponiert habe und еr aus der evangelischen Kirche ausgetreten und orthodoxer Priester geworden sei. Wer Augustinus war und wie er mit Mani gestritten hat, können nur Anthroposophen verstehen, doch dieser Mann des 21. Jahrhunderts, den Augustinus in dieser Art beeinflusste, konnte mit der Anthroposophie nicht fertig werden. Als ich einige anthroposophisch nuancierte Bemerkungen machte, fiel er wörtlich zu Boden.

Im Laufe unserer Unterhaltung kamen wir auf die In-Vitro-Frage zu sprechen und ich bot an, ihm zu erklären, worin das Problem bei diesem Verfahren liegt. Doch er sagte: „ Möchtest du, dass ich dir stattdessen zuerst über mein Erlebnis im Zusammenhang mit dem In-Vitro erzähle?“ Ich willigte ein und dann erzählte er mir, dass er in der Kirche Kleinkinder taufe. Jeder, der einer orthodoxen Taufe beigewohnt hat (welchen Wert sie hat, steht auf einem anderen Blatt), weiß, dass die Kinder auf das Tauchen in das Taufbecken unterschiedlich reagieren. Manche schreien, andere schauen nur neugierig zu, das ist normal.

Der Priester erzählte: „Bereits zwei Fälle habe ich erlebt, wo der Täufling bei meinen Worten „Du wirst getauft im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“ wie tollwütig schrie, er verkrampfte sich und der Blick veränderte sich“. Das sind Kleinkinder, die die Worte „im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“ überhaupt nicht begreifen können. Warum reagieren sie in dieser Art? Warum krampfen und biegen sie sich, als hätte sich ein Dämon in ihnen eingenistet? „Bei allen anderen Kindern gab es keine Probleme“, fuhr der Priester fort, „ sie haben ein bisschen geweint, weil ihnen das Taufwasser zu kalt oder zu warm war, doch diese zwei Fälle waren völlig anders. Daraufhin habe ich die Eltern gefragt, ob das Baby ein In-Vitro-Kind ist und sie haben es bestätigt. Zwei Fälle von dieser Art habe ich bisher gehabt“.

Hier entsteht eine ernsthafte Frage, die eine Antwort braucht – warum reagieren diese Kinder in dieser Art, wenn der Priester die Worte „Du wirst getauft im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“ ausspricht? Der Priester teilte mir seine Erfahrung mit und ich habe überhaupt keinen Grund, ihre Authentizität anzuzweifeln. Ich hatte ihm ja vorher nichts über diese Frage gesagt, da er zuerst über seine Erfahrungen berichten wollte. Danach habe ich ihm kurz erklärt, worum es geht. Hier müssen wir das etwas ausführlicher darlegen, damit es zu einer Einsicht in das Problem kommt.

Steiner sprach darüber (GA 182:138ff.), dass die Schutzengel begonnen haben, unter der Anleitung der Geister der Form, Bilder in unserem Astralleib zu formen. Indem diese Bilder dort allmählich ihre Wirkung entfalten, müssen sie den Menschen vorbereiten, so dass er zur Aufnahme von drei Impulsen fähig wird. Die Impulse müssen wir uns bis zur Zeit der sechsten Kulturepoche aneignen, so dass wir dann in der Lage sein werden, nach dem Modell dieser Impulse die soziale Struktur unseres irdischen Lebens zu gestalten. Die sechste Kulturepoche wird im Jahre 3573 beginnen, das wissen wir von der Anthroposophie. Dann wird auch das Wassermann-Zeitalter im hierarchischen Sinne beginnen, also in mehr als 1500 Jahren. Im Hinblick auf den Tierkreis wird das Wassermann-Zeitalter in einigen Jahrhunderten beginnen, über den genauen Zeitpunkt gibt es unterschiedliche Auffassungen von Astrologen. Im Hinblick auf das Ich hat das Wassermann-Zeitalter im 20. Jahrhundert mit dem anbrechenden Christentum des Heiligen Geistes angefangen. Das, was ich vortrage, ist das Wassermann-Zeitalter, das andere, was als Wassermann-Zeitalter verstanden wird, hat noch nicht eingesetzt – weder im astronomischen Sinne (wenn die Sonne zum Frühlingsäquinoktium im Sternbild des Wassermanns steht) noch im Hinblick auf die Hierarchien (wenn die Erzengel die Führung der Menschheit übernehmen), also im Sinne von Kulturepochen. Wenn folglich heutzutage vom Eintritt in das Wassermann-Zeitalter, von „Quanten-Übergängen“ u.dgl. die Rede ist, liegt völliges Missverstehen vor. In der gleichen Art wird über „Energien“ gefachsimpelt. Wir haben schon im ersten Video dargelegt, was die Energie darstellt – das, was über dem Stoff steht. Die Energie ist natürlich kondensierter Geist, kondensierte Liebe. Doch wenn jemand sagt, dass alles Energie ist, beweist er seine vollkommene mentale Schwäche und einen fehlenden Einblick in die Spiritualität. Und das ist es, was unter den sog. spirituellen Menschen der Gegenwart Verbreitung findet.

Die Schutzengel haben uns drei Impulse eingeprägt, was im Laufe des 20. Jahrhunderts bis zum Beginn des dritten Jahrtausends zu geschehen hatte. Diese Impulse mussten unserem wachen Ich-Bewusstsein eingeprägt werden, so dass sie in uns wirken, wenn wir wach sind. Und wir sind wach, wenn wir nicht schlafen und Ich, Ätherleib, Astralleib und physischer Leib eine Einheit bilden. Wenn wir schlafen, verlassen bekanntlich das Ich und der Astralleib den physischen und den Astralleib, die im Bett bleiben. Dann fehlen der Bewusstseinsleib, also das Licht des Bewusstseins vom Astralleib und das Ich-Selbstbewusstsein, das die Kontrolle über diesen Leib ausüben und der systembildende Faktor der restlichen drei Leiber sein soll.

Die Engel haben uns diese drei Impulse eingeprägt, doch der Mensch des 20. Jahrhunderts hat das komplett verschlafen. Niemand hatte eine Vorstellung davon, was vor sich ging. Aber da uns diese Impulse während des Schlafes eingeprägt wurden, so gingen sie in den Ätherleib und in den physischen Leib und den Willen ein, d.h. diese Impulse sind sogar in unseren Willen eingesunken. Bedenken Sie, nicht in den Willen, der im Astralleib als ein Element unseres Seelenlebens in Erscheinung tritt, denn unser Sееlenleben manifestiert sich auf dem Astralplan als Denken, Fühlen und Wollen, sondern die Impulse haben die Stufe des Willens erreicht, der dem physischen Leib zugrunde liegt. Die Geister des Willens (die Throne) haben jene Substanz ausgestrahlt, die am Anfang des physischen Prinzips steht, das sich im Äon der Erde bis zum Mineralischen verdichtete. Weil die Menschen diese Impulse ohne ihren Astralleib und ohne das Ich aufgenommen haben, ohne dass sie vom Ich in seiner wachen gegenständlichen Form auf der Grundlage des vom Astralleib getragenen Bewusstseins erkannt wurden, sind die Impulse tief in das Unterbewusstsein gesunken. Deshalb kommen sie im Menschen nicht als berechtigte freie, bewusst gewordene Impulse zur Geltung, sondern als versteckte Instinkte. Die Tiere leben durch Instinkte, die von einer Gruppenseele geleitet werden. Doch der Mensch ist kein Tier, er hat ein Ich, das selbst die menschlichen Instinkte unter Kontrolle halten soll, was natürlich erst nach vielen Inkarnationen erreicht werden kann. Sogar unser Herz wird künftig zu einem Willensorgan werden. Erst dann werden wir ein vernünftiges Herz im Sinne, den Beinsa Douno meinte und nicht im Sinne, den die Anthroposophie dem Begriff zugrunde legt. Die Anthroposophie spricht von einem vernünftigen Herzen, das heute besteht. Alles Okkulte, was eintritt, ohne dass der Mensch es bewusst erlebt, wird zu etwas Entsetzlichem.

Was war der erste Impuls, den uns die Schutzengel einprägen sollten und der mit dem In-Vitro-Verfahren zusammenhängt? Zukünftig soll „kein Mensch Ruhe haben im Genüsse von Glück, wenn andere neben ihm unglücklich sind“(ebd.). Dieser Impuls sollte in unserem Ich, in unserem Astralleib wirken, und durch das Ich bewusst erkannt werden, so dass wir in unseren nächsten Inkarnationen zu der Brüderlichkeit von Individuen heranreifen. Die wahre Brüderlichkeit unter den Menschen wird in der sechsten Kulturepoche unter einzelnen Ich-Individualitäten aufblühen, die durch Christus zu Ichen geworden sind. Alle müssen die Wüste der Bewusstseinsseele überqueren und zu Ichen werden und dann wird in Gruppen aus unterschiedlichen Ichen, die durch Christus zu einzelnen Individuen geworden sind, der Heilige Geist als Manas in seiner Zeit der sechsten Kulturepoche in diesen brüderlichen Gruppen herabsteigen. Dann wird Beinsa Douno wieder erscheinen, um Maitreya zu werden und dann werden all diese Gruppen im Maitreya die wahre Manifestation des Christus-Impulses als das Wort gewordene Fleisch sehen. Dann wird es auch die neue Reproduktionsart geben, in der das Geschlechtliche, das der Sündenfall verursacht hat, überwunden sein wird. Wir reden von einer Brüderlichkeit, die als die soziale Dreigliederung im Wirtschaftsleben verwirklicht werden soll. Doch das kann nur eintreten, wenn die Menschen sich als einzelne Iche individualisiert haben, bei denen der eine arbeitet und der andere sich von der Frucht dieser Arbeit ernährt und wiederum die eigene Frucht anderen anbietet. All das hat Steiner unter verschiedenen Blickwinkeln ausgearbeitet und in mehreren Vorträgen dargelegt. Wenn die Menschen, so Steiner, diesen Impuls der Brüderlichkeit nicht mit ihrem Bewusstsein aufnehmen, wird das in ihnen das instinktive Wiedererkennen von bestimmten Kräften verursachen, die mit dem Geschlechtsleben und genauer gesagt mit dem Geheimnis der Geburt und der Empfängnis zusammenhängen. Dann werden die Menschen beginnen, diese Instinkte zu praktizieren, so dass sie in das soziale Leben übergehen, zu sozialen Formen des Lebens werden. Nicht der Impuls der Brüderlichkeit von Individuen in der sechsten Kulturepoche wird eine soziale Form des Lebens sein, sondern aus der unrechtmäßigen Aufnahme dieser Impulse werden soziale Formen des Lebens entstehen, die zu einer Art Gegenimpuls werden. Wohin wird das führen? Die Genetik dringt immer tiefer in die Genome ein und kommt allmählich an diese Geheimnisse heran, die zum Menschen instinktiv kommen, obwohl er scheinbar im Labor daran herumbastelt. Das führt zum Eindringen in Sphären, zu denen der Mensch eigentlich zukünftig Eintritt erhalten soll – zu der Sphäre der wahren Eugenik, während die heutige Eugenik reiner Dämonismus ist.

Was geschieht, wenn die In-Vitro-Babys gezeugt werden? An dem Akt der körperlichen Vereinigung von Mann und Frau, dieser beiden Zweige des einigen Prinzips (denn in der richtigen Bibelübersetzung heißt es, dass der Mensch als Mann-Frau geschaffen wurde, nicht als Mann und Frau), nimmt auch etwas Drittes teil – das Ich-bin-Prinzip derjenigen Seele, die sich inkarnieren will. Diese Verbindung wird von der Himmlischen Sophia und von Christus vermittelt und es entsteht etwas Drittes. Deshalb gibt es die Trinität sowie die vorchristliche Trinität von Mutter, Vater und Sohn. Dieser Akt der Vereinigung verbindet die beiden Dreiecke zu einem Hexagramm des Makrokosmos, es wird eine Beziehung zum Makrokosmos hergestellt, damit die Seele mit dem Ich inkarnieren kann. Doch beim In-Vitro-Verfahren mischt sich in diese Beziehung jemand anderer ein – der Arzt, der die Befruchtung vornimmt. Der heutige Arzt erfüllt die Rolle Gottes bei diesem Eingriff. Doch im Unterschied zu Gott hat der Arzt die gegenständliche wache Ich-Bewusstseinsform, in der das reflektierende niedere Ich in Erscheinung tritt. Dieses niedere Ich ist nur eine Hülse, das haben wir schon öfters besprochen. Durch sie kommt das Ego umvermeidlicherweise zur Geltung. Wenn man in diese Sphären eintritt, darf man nie seine persönlichen Mängel dort hineinbringen. Der Erdenmensch darf sich nur mit dem Mineralischen beschäftigen und Formen aus ihm bilden, wie die Kamera, die mich jetzt filmt, oder der Stuhl, auf dem ich sitze. Das ist die „königliche Kunst“ in der Freimauerei. Dem Erdenmenschen ist es untersagt, Lebendiges hervorzubringen. Im Pflanzenreich werden Hybride wie der Hybridweizen hergestellt, doch die Einmischung bleibt nur in diesem Reich. Wenn Kreuzungen von Tieren unternommen werden, wird mit bzw. ohne Erlaubnis des Gruppen-Ich dieser Tierart eine verbesserte Rasse geschaffen. Hier geschieht das innerhalb des Tierreichs. Doch es werden auch unterschiedliche Reiche miteinander vermischt, so bei den genetisch modifizierten Nahrungsmitteln, bei denen das Pflanzen- und das Tierreich zu monströsen Missgestalten gekreuzt werden. Doch die GMO-Nahrung hat keine ätherische Entsprechung und kann uns daher nicht ernähren. Folglich ist sie völlig überflüssig für die Menschen, das ist als würde man Papier kauen und herunterschlucken, doch unser Magen ist nicht für die Papierverdauung geschaffen. Die GMO-Lebensmittel haben keinen Nährwert, sie sind überflüssig und schädlich. Die ganze heutige Wissenschaft kann – selbst unter Einspannung all ihrer Kräfte und Ressourcen – keine einzige lebendige Zelle synthesieren, keine pflanzliche, und keine tierische, welche auch einen Astralleib haben muss, geschweige denn eine menschliche Zelle, die zusätzlich vom Ich durchdrungen werden muss. Dem Menschen ist gesetzt, nur mit dem Mineralischen zu wirken. Aber wir produzieren monströse Maschinen und Bestien von Autos. Wer eine Aggression in sich hat, bevorzugt solche Autos, da sie ihm das Gefühl der Macht geben.

Was ist den Gegenständen eingeprägt, mit denen wir uns umgeben? Dort wirkt der ahrimanische Impuls, denn Ahriman hat die menschliche Intelligenz vollständig geraubt, die uns die erste Hierarchie über die zweite im 15. Jahrhundert in den Nerven-Sinnes-Apparat eingepflanzt hat. Ahriman hat diese Intelligenz seit der Zeit Francis Bacons vollständig geraubt, so dass sich der heutige Arzt oder Hochschuldozent, eigentlich jeder Mensch dieser vollkommen satanisierten Intelligenz bedient. Das ist die ausgetauschte und ahrimanisierte kosmische Intelligenz. Wenn der Arzt den Eingriff der In-Vitro-Befruchtung vornimmt, erfüllt er die Rolle Gottes und bringt seine Intelligenz in das erzeugte „Produkt“ hinein. Doch was für ein „Produkt“ wird das sein, wenn die ahrimanisierte Idee vom Heiligen Geist in dieses „Produkt“ hineingeht? Auf den ersten Blick weisen die In-Vitro-Kinder keinen Unterschied zu den Kindern auf, die auf natürliche Weise gezeugt wurden – ich behaupte ja nicht, dass die In-Vitro-Kinder krank, beschädigt o.dgl. sind. Sie sind physiologisch wie die anderen, sie haben alle Glieder, Organe usw. Doch wo ist dann der Unterschied? Warum reagieren solche Kinder in der beschriebenen Art auf die Taufe, als wären sie von einem dunklen Geist besessen? Wegen der Besonderheit ihrer Empfängnis werden diese Kinder viel leichter zu „Leitern“ materialistisch-ahrimanischer Impulse als die anderen Kinder, die aber in keiner Weise gegen solche Impulse versichert sind. Bei den In-Vitro-Kindern kommt die „Leitfähigkeit“ für den Atheismus, das Hinziehen für das Materielle viel leichter zur Geltung. Daher können solche Kinder jetzt, wenn Ahrimans Erscheinen auf der Erde erwartet wird, zu seinen Kriegern werden. Der Leib für ihn wird schon vorbereitet, er ist bereits 18 und Ahriman wird sich inkorporieren. Die ganze restliche Menschheit wird fast ausnahmsweise glauben, Christus bei Seiner Zweiten Wiederkunft zu sehen. Deshalb kommen diese Kinder oft gleich zwei- oder dreifach zur Welt, damit es mehr Ahriman-Krieger gibt.

Ein anderes Problem stellt die große Zahl der Kaiserschnitt-Geburten dar. Mittlerweile kommt jedes zweite Kind in Bulgarien per Kaiserschnitt zur Welt. Der Kaiserschnitt ändert alles radikal, es können das geplante Sternzeichen oder die Geburtszeit geändert werden – kurzum das karmische Schema, nach dem das Kind sein Leben führen soll, was noch größere Komplikationen im Leben nach sich zieht. Natürlich schließen wir die Fälle aus, wenn der Kaiserschnitt wegen zu hoher Risiken unumgänglich ist. Aber vielfalls kommt es zu einer Kaiserschnitt-Geburt, da die Frauen Angst vor der natürlichen Geburt haben. Doch die Geburt müsste so stattfinden, wie Gott im Buch Moses zu Eva gesagt hat: „Du sollst mit Schmerzen Kinder gebären“. Zu Adam sagte Gott, dass die Männer mit Mühe und Anstrengung das Mineralreich erobern werden: „Verflucht sei der Acker um deinetwillen, mit Kummer sollst du dich darauf nähren“ (vgl. 1. Moses 3:16-17). Die Frau sollte die natürliche Geburt vorziehen, zumindest weil sie für beide – Kind und Mutter – gesund ist, sie darf nicht diese Hauptfunktion ihres Geschlechtes ängstlich umgehen.

Diese Geheimnisse, die mit der Empfängnis zusammenhängen und zu instinktiven Erkenntnissen der Menschennatur führen, werden schädlich, wenn gewisse Engel, so Steiner, von den Instinkten eine Veränderung erfahren werden. Welche diese Engel sind, verriet Steiner nicht. Auch sagte er nicht, welche Veränderung sie durchmachen werden, da dies „zu jenen höheren Geheimnissen der Initiationswissenschaft gehört, von denen heute noch nicht gesprochen werden darf“ (ebd., S. 154).

Das, was ich sage, kann ich nicht hundertprozentig behaupten, doch wir sollten darüber nachdenken, welche Engel von einem Zeugungsakt nach dem In-Vitro-Verfahren angezogen werden können. Nur diejenigen können es sein, die Michael bei seinem Kampf im Himmel im 19. Jahrhundert vertrieben hat. Diese Engel treten in die In-Vitro-Kinder ein, da sie durch sie freier wirken können. So können wir uns erklären, warum ein Kind bei der kirchlichen Taufe auf die Worte „Du wirst getauft im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“ mit hysterischem Geschrei reagiert. Weil in diesem Augenblick Ahriman, der ahrimanische Engel im Kind wütend wird, nicht das Kind selbst. Das kindliche Geschrei ist nur die Folge, die äußere Erscheinung davon. Diese zurückgebliebenen, des Himmels verwiesenen Engel, die auf die Erde heruntergestiegen sind und in unserem Blut, im Nerven-Sinnes-Apparat, überall in uns toben, können solche Menschen für den Dienst im Namen des Antichristen inspirieren. Zur Beruhigung der Eltern solcher Kinder und aller anderen heutigen Zeitgenossen, die sich beeilen, das nächste IPhone-Modell zu kaufen und an derlei technischem Spielzeug heften, sei gesagt, dass sie alle Träger dieser schwarzen Engel sind und das Fundament für ihre Wirkung bilden. Ausnahmslos alle! Nur kann die Manipulation bei diesen Kindern noch leichter geschehen.

Was können wir den Eltern von In-Vitro-Kindern raten, die dieses Video sehen und mich hoffentlich in der rechten Art verstehen werden? Die Eltern müssen wissen: Ihre Kinder sind nicht beschädigt, sie sind körperlich gesund, sogar sehr gesund, manche können später auch Spitzensportler werden. Doch hier ist etwas anderes gemeint – das seelisch-geistige Leben dieser Kinder. Der Mensch hat ja nicht nur einen Körper, sondern er hat auch eine Seele und einen Geist, darunter ist in diesem Fall ein Ich zu verstehen. Was ist mit diesen menschlichen Elementen zu tun? Wenn wir die Art der Zeugung und deren Folgen für das seelisch-geistige Leben dieser Kinder bedenken, haben wir uns dasjenige ins Gedächtnis zu rufen, was Steiner gesagt hat: Bis zum 14. Lebensjahr müssen dem Kind drei Impulse in einer angemessenen Art eingeprägt werden. Das Kind muss erstens eine Beziehung zur Natur haben, damit es später einen gesunden physischen Leib hat. Es muss zweitens eine Beziehung zur Kunst haben, um später einen gesunden Ätherleib und die Grundlage für ein reiches Seelenleben zu haben. Schließlich muss dem Kind die wahre Religiosität vorgestellt werden, die selbstverständlich nur das Christentum und nichts anderes sein kann, denn das Christentum des Heiligen Geistes ist die rechtmäßige Spiritualität für den Anfang des 21. Jahrhunderts. Diese Wahrheiten müssen dem Kind in einer geeigneten Art vorgestellt werden. So kann sich im kindlichen Astralleib das passende Seelenleben entfalten, damit im 21. Lebensjahr allmählich das Ich-bin-Prinzip, also Christus, in angemessener Art aufgehen kann. Wenn das nicht geschieht, wenn religiöse Impulse im Astralleib fehlen, ist im späteren Leben mit starken psychischen Störungen zu rechnen. Zukünftig werden die Menschen massenhaft wahnsinnig werden, das wird zu einem ständigen Sich-Selbstverzehren führen, zu einem Kampf des weiblichen und männlichen Anteils im Menschen und zu einem Kampf mit seinen Mitmenschen. Wenn dem Ätherleib keine rechtmäßigen Impulse eingeprägt worden sind, sondern ausschließlich Rap und dergleichen, statt wahrer Musik, welche die klassische Musik und die vom Volksgenius hervorgebrachten Kinderlieder darstellen, wird der Mensch später Charaktermängel haben. Fehlt die Beziehung zur Natur, wird das Kind nicht ab und zu auf Waldspaziergängen, Bergwanderungen o.dgl. mitgenommen, sondern es verbringt seine Freizeit in Internetclubs oder vor dem Bildschirm, werden irgendwann die physischen Krankheiten kommen. Wir sehen ja: Die Menschen werden immer anfälliger, immer kränker. Was können also die Eltern aller Kinder tun, unabhängig von der Art ihrer Empfängnis? Sie können die Leiber ihrer Kinder mit diesen drei Impulsen in der rechten Art imprägnieren. Doch sind die Eltern überhaupt tauglich dazu?

Eine andere Entstellung des Geheimnisses der Empfängnis und des Impulses der Brüderlichkeit, der durch das Eindringen in diese Geheimnisse entartet wurde, ist die Leihmutterschaft. Der Fußballer Cristiano Ronaldo hat eine Frau beauftragt, ihm ein Kind zu gebären, der russische Sänger Filipp Kirkorov hatte auch eine Leihmutter für seine Kinder usw. Bei uns wollte neulich eine dumme Abgeordnete einen Gesetzentwurf zur Leihmutterschaft einbringen. Gut, dass die bulgarischen Parlamentarier einen gewissen gesunden Menschenverstand an den Tag legten und die Legalisierung der Leihmutterschaft abgelehnt haben. Welche Probleme gibt es hier?

Wenn das Kind zur Welt kommt, den mütterlichen Leib abwirft und selbständig zu leben beginnt, muss es in den ersten sieben Jahren viel essen und an Körpergewicht zulegen, denn in den ersten sieben Jahren ist es hauptsächlich ein physischer Leib. In dieser Zeit lebt das Kind im Ätherleib seiner Mutter. Es hat zwar einen eigenen Ätherleib, doch es ist völlig abhängig von dem ätherischen Schutz der Mutter. Wenn sie nach der Geburt wieder arbeiten will oder das Kind anderen Eltern übergibt bzw. zur Adoption freigibt, so wird das Baby von der Mutter getrennt. Das ist, als trenne man das Kind vom Leben selbst, denn der Ätherleib ist das Leben. Doch auch vom siebten bis zum vierzehnten Jahr, wenn das Kind bereits einen eigenen Ätherleib hat, lebt es in der mütterlichen Aura. Es muss auch in dieser Zeit in der mütterlichen Umgebung sein, damit es im 14. Jahr einen gesunden Astralleib ausbilden kann. Das Kind braucht die Nähe seiner Mutter, es muss an ihrem seelisch-geistigen Leben teilnehmen. Wenn dies dem Kind entzogen wird, hat das später unvermeidliche Auswirkungen im Leben, die als Mängel oder psychische Störungen auftreten. Dann werden sich alle über das Verhalten des Kindes wundern, obwohl man es gut erzogen zu haben denkt. Doch man kann nicht dem Kind die Erziehung wie mit einer Spritze einführen, wie die heutige Bildung macht. Sie verwandelt den Menschen in einen kleinen Roboter und nach dem Studium ist er bereits ein vollendeter Roboter, der sich in Ahrimans System einpassen soll. Schon Steiner hatte die Universitäten „Kasernen des Geistes“ genannt, heute gilt das in noch stärkerem Ausmaß, da in den Universitäten alles Geistig-Seelische im Menschen vernichtet wird.

Das Kind, das von einer Mutter geboren und dieser dann entnommen und derjenigen Frau übergeben wird, die die „Ware“ bestellt und bezahlt hat, hat dennoch eine Beziehung zur leiblichen Mutter. Es hat sich diese Mutter ausgesucht, obwohl Befruchtungsmaterial aus der anderen Mutter entnommen wurde. Das Eiweiß wird abgebaut und aus dem „Nichts“ kommt das, was zum Menschen werden soll. Man hält das Eiweiß für die komplizierteste Sache, doch es wird bei der Empfängnis nur abgebaut, um danach in das Chaos einzugehen. Das Eiweiß ist eine außerordentlich einfache Substanz. Indem es in das Chaos, ins Nichts geht, entsteht aus dem Nichts, aus Gott der Mensch. Das Material kann der bezahlenden Mutter oder dem bezahlenden Vater entnommen sein (das spielt keine große Rolle, obwohl die Vererbung vorhanden ist), doch die Vernichtung des Eiweißes, des Spermiums geschieht im Körper der Leihmutter, damit aus dem Nichts das Kind entsteht. Das ist eigentlich die authentische Mutter des Kindes. Was wird aus ihm später, wenn man es von ihr vor dem siebten, vor dem vierzehnten Jahr getrennt hat? Sein Programm für die Zukunft wird vernichtet. Das stellt die sog. Leihmutterschaft dar. Reiche Mütter wollen oder können nicht auf natürliche Art gebären, um ihre Figur nicht durch eine Schwangerschaft zu verderben oder ihre Karriere nicht zu unterbrechen. Von derlei egoistischen Beweggründen geführt bezahlen sie lieber eine arme Frau, die ihr Kind austragen soll. Das ist reiner Dämonismus!

Wenn wir der Spirale der vernichtenden dämonischen Instinkte weiter folgen, die die Brüderlichkeit ersetzen, kommen wir zum Klonen. Das berühmte geklonte Schaf Dolly ist gestorben, da es nicht lebensfähig war. Manche Wissenschaftler träumen davon, auch den Menschen zu klonen. Was wird geklont? Durch das Klonen wird ein Leib entstehen, doch wo wird die Seele, wo wird das Ich sein? Was wird in diesen Leib eintreten? Diese Leiber werden zu Wohnstätten von Dämonen. Der geklonte Körper soll sehr gesund werden, das verspricht man sich davon. Doch einen gesunden Leib gibt es nur dann, wenn es einen gesunden Geist gibt. Hier sehen wir, wohin die entsetzlichen Ergebnisse der unbewussten Aufnahme des ersten Impulses der Schutzengel führen können. Sie können auch zu etwas anderem führen, das im nächsten Teil besprochen wird.

Die Unterscheidung der rechtmäßigen und der unrechtmäßigen Spiritualität

Original-Video

Nachdem wir in der vorigen Vorlesung auf das Ich-bin-Prinzip eingegangen sind und einige Grundfragen gestellt haben, wollen wir nun zu dem Thema übergehen, wie dieses Ich-bin-Prinzip vom heutigen Menschen erlebt wird. Das Thema können wir „Die Unterscheidung der rechtmäßigen und unrechtmäßigen Spiritualität“ nenne

Es existiert heute ein Riesenozean geistiger Strömungen auf der Erde. Das Hauptproblem, mit dem diejenigen konfrontiert werden, die der Hölle der materialistischen Weltanschauung entkommend auf der Suche nach Geistigkeit sind, besteht darin, welcher spirituellen Strömung sie sich anschließen sollen. Selbstverständlich wird jeder Mensch nach karmischen Gründen auf die für ihn geeignete Spiritualität gelenkt, daher ist es äußerst schwierig, ihn aus dieser Strömung herauszuziehen – das  hat mir die Praxis völlig unmissverständlich gezeigt. Trotzdem wäre es angebracht, die Dinge zu strukturieren, wenn wir das Ich-bin-Prinzip als den systembildenden Faktor in jedem System betrachten. Wir wollen nun die verschiedenen Arten der heute auf der Erde bestehenden Spiritualität in einem bestimmten Hierarchie-Verhältnis betrachten, damit wir uns einen Überblick verschaffen können. Anderenfalls werden uns „die Beine wegknicken“ und wir werden dorthin gehen, wo wir uns wohl fühlen. Schlecht wäre das nicht, allerdings ist das Ich-bin der Urquell, dem ein abwärts fließender Fluss entstammt. Oben ist dieser Fluss schnell und mächtig, aber je tiefer er abwärts fließt, desto mehr wird er aufgestaut – es bilden sich einzelne (Stau)weiher, in denen bestimmte Wesenheiten zu wirken beginnen. Der Fluss fließt weiter abwärts und es entsteht ein anderer Weiher, es taucht ein weiteres System auf, in dem andere Wesenheiten gedeihen. Auf diese Weise werden flussabwärts verschiedene Stillgewässer gebildet. Je weiter abwärts der Fluss des Ich-bin-Prinzips fließt, desto größer werden sie und desto mehr Bewohner haben sie, desto stiller ist ihr Wasser. Zum Schluss erreicht das Ich-bin-Prinzip die Materie, wo es sich verliert.

Wie können wir die auf der Welt heute vorhandene Spiritualität strukturieren? Dazu müssen wir unseren Blick auf den Fluchtstab des Ich-bin richten, welches sich in der Zeitenwende manifestiert hat.

„Das fünfte Evangelium“ von Rudolf Steiner (GA 148) ist eines der bewegendsten anthroposophischen Bücher schlechthin, das die Frucht der von Steiner angewendeten Methode der siebenstufigen Lemniskate des anschauenden Denkens und der nachfolgenden Erhebung zu den Fähigkeiten zum imaginativen, inspirativen und intuitiven Bewusstsein darstellt. Dort wird über drei große Enttäuschungen berichtet, die Jesus in tragischer Art nach seinem 18. Jahr erlebt hat. Das geschah lange vor dem Eintritt Christi in seinen Leib (im 30. Jahr Jesu). Es handelt sich um die Enttäuschung vom Heidentum, Judentum und Essäertum.

Steiner berichtet, dass Jesus vor seinem 30. Jahr viele Reisen machte und dabei verschiedene Gegenden Palästinas und außerhalb Palästinas kennenlernte. Unbekannt ist, ob er dabei auch nach Indien kam, wie manche behaupten – er soll angeblich in Kaschmir gestorben und nicht gekreuzigt worden sein, behauptete ein inzwischen verstorbener „Esoteriker“. Jesus ist tatsächlich herumgereist, mit Sicherheit war er in den Gebieten, die wir heute als Vorderasien und Kleinasien kennen, ob er auch die Balkanhalbinsel erreichte, wissen wir nicht. Im Zusammenhang mit seiner Enttäuschung vom Heidentum berichtete Steiner, dass dieses Ereignis an einem Ort geschah, den er nicht genau identifizieren konnte (vgl. GA 148:62). Bei seinen Wanderungen sah Jesus, wie unter den Völkern, die heidnische Kulte ausübten, zahlreiche Dämonen walteten. Bei der besagten Reise zu einem nicht weiter identifizierten Ort begegnete Jesus einem Stamm, der einen Götzen verehrte. Dort war die Kultstätte von den Priestern verlassen worden und die Heiden konnten keine Beziehung zur geistigen Welt mehr herstellen. Die Heiden glaubten, in Jesus ihren neuen Priester zu erkennen und drängten ihn zum Opferaltar, wo er das Bewusstsein verlor. Als er wieder zu sich kam und „den Blick in die Ferne schweifen ließ“, sah er die dämonischen Wesenheiten, die diese Menschen verfolgten.

Der Sinn jeder Spiritualität, jeder Religiosität besteht darin, eine Beziehung in der rechten, rechtmäßigen Art zur geistigen Welt herzustellen. Hier entzündet sich der Streit unter allen spirituellen Menschen auf der Erde, wessen Spiritualität die größte ist. Das führt unausweichlich zu Kriegen, denn allen Konflikten der Menschheit liegt der Zusammenprall der verschiedenen religiösen Ansichten über die Welt zugrunde.

Jesus hat gesehen und in tragischer Art erlebt, wie das Heidentum die Beziehung zu den Göttern längst verloren hat und wie sich die Dämonen unter diesen Völkern breitmachten und wirkten und ihnen waren die Menschen zum Opfer gefallen. Für die Heiden hatte diese unrechtmäßige Spiritualität entsetzliche Folgen, die sich auf dem physischen Plan als Pest, Aussatz und all diejenigen Krankheiten zeigten, die damals grassierten.

Was ist die heutige Entsprechung der heidnischen Spiritualität? Wir können eine Gliederung auf mehreren Stufen vornehmen und wenn wir uns in die Details vertiefen, werden wir mehrere Dutzende Varianten der Spiritualität herausheben, die ihre jeweiligen Spezifika haben. Auf der tiefsten Stufe befinden sich diejenigen, die in manchen Fernsehsendern für sich werben – der Magier X, die Geistheilerin Y -, die durch primitive Techniken das Geld ihrer Klienten einfach einkassieren. Sie mögen durchaus bestimmte Fähigkeiten besitzen, welche jedoch in kommerzieller Weise zu Geld gemacht werden. Da der heutige Mensch große Probleme hat, klammert er sich an jeden Strohhalm, er lässt sich z.B. schwarzmagische Angriffe auflösen und gibt dabei immer mehr Geld aus. Zweifellos gibt es unter den Bulgaren viele, die hellseherische Fähigkeiten und gleichzeitig hohe geistige Qualitäten besitzen – ich habe persönlich solche Menschen gekannt. Doch sie nehmen entweder gar kein Geld als Belohnung für die eventuell geleistete Hilfe oder sie sagen „Wirf soviel Geld, wie du möchtest auf den Boden“ – 2, 5, 10, 200 Leva – das ist dem Klienten völlig frei überlassen. Der Heiler tritt auf das Geld und wirft dem Klienten nie vor, dass dieser zu wenig bezahlt hat. So verfahren die Menschen, die mit wahren hellseherischen Gaben begnadet sind. Diese Fähigkeiten ziehen sich als ein Nachhall alter Zeiten hin, als wir eine bildhafte Gruppenspiritualität, ein bildhaftes, imaginatives Gruppenbewusstsein besaßen. Nun sind wir Menschen dabei, die Wüste des wachen gegenständlichen Ich-Bewusstseins zu durchqueren. Im 20. Jahrhundert sollte der große Übergang zum bewussten bildhaft-imaginativen Bewusstsein beginnen, so dass der Mensch zu einer neuen Gattung wird – zum Homo magneticus, zum Weißmagier. Selbstverständlich haben diejenigen, die sich heute ‚Magier‘ nennen, nichts mit den Weißmagiern zu tun, sondern in ihnen kommt in einer bestimmten Art eine atavistische Spiritualität zur Geltung. Manche dieser Personen sind zwar unendlich liebevoll, aufopfernd und können tatsächlich ihren verwirrten Klienten helfen. Solche Menschen dürfen nicht abgelehnt oder verachtet werden.

Die nächsthöhere Gruppe bilden die sog. Kontakteure, Channeler. Wenn wir über sie sprechen, müssen wir allerdings bedenken, dass der Sinn der Spiritualität im Herstellen einer Beziehung, eines Kontakts zur geistigen Welt besteht. In diesem Sinne war auch Steiner ein Kontakteur, auch Beinsa Douno war ein Kontakteur. Jeder, der mit der geistigen Welt kommuniziert, ist ein Kontakteur. Hier meinen wir aber die New-Age-Bewegung und ihre unzähligen Varianten. In den „Gesprächen mit Gott“ von Neale Donald Walsch etwa stellt sich der Autor vor, dass er direkt mit Gott Gespräche führt, d.h. mit dem Absoluten, mit dem väterlichen Weltengrund. Es ist offensichtlich, dass sich Walsch mit einer luziferischen Wesenheit oder mit einer exkarnierten Menschenseele unterhält, die auf diese Art von Spiritualität gerichtet war. Beide Gesprächspartner diskutieren, genauer gesagt quasseln endlos. Über solche Erscheinungen müssen wir ausdrücklich Folgendes sagen: Die guten, rechtmäßigen Geister – Engel, Erzengel usw. – reden nie lange. Sie sagen ein Wort, das der Mensch in sehr spezieller Art aufnimmt, die wir bei der Erörterung der Methodologie der Anthroposophie besprochen haben – mit dem ätherischen Gralsorgan, dem ätherischen vernünftigen Herzen, das sich etwa 30 cm oberhalb des Kopfes befindet. Es wird durch das Nasenwurzel-Chakra vollständig bewusst gemacht, in der rechten Art durch das Kehlkopf-Chakra ausgesprochen und durch das Solarplexus-Chakra erlebt. Dagegen ist die Herstellung einer Beziehung zur geistigen Welt durch die Entfaltung des Herzzentrums im Solarplexus etwas, was fatale Konsequenzen für den Menschen hat.

Gerade das hatte während seines Aufenthalts in Amerika ein Mann in unrechter Weise getan, mit dem ich mich letzten Sonntag getroffen habe. Wenn so etwas geschieht, führt es die Betroffenen zum Selbstmord oder zu einem Aufenthalt in der Psychiatrie. Zum Glück haben die guten Mächte diesen Mann gerettet, denn wenn so etwas länger andauert, lebt man wie in einem Horrorfilm mit einem schlechten Ende. Die Herstellung einer Beziehung zur geistigen Welt durch das Herzchakra ist heutzutage äußerst falsch für den Menschen. Ein vernünftiges Herz im Bereich des physischen Herzens wird frühestens in zwei bis dreitausend Jahren ausgebildet sein. Alles, was vorher in der Herzgegend entwickelt wird, verwandelt den Menschen in eine Marionette von Mächten, die er überhaupt nicht kennt. Man fängt dann an, Stimmen zu hören, die gewisse Anordnungen erteilen. Dem Mann, den ich traf, wurde etwa gesagt: „Stirb im Licht!“ Daraufhin sprang er einem vorbeifahrenden Auto entgegen und zerbrach sich den Schädel. Er ist sich nun dessen bewusst, was ihm zugestoßen war und ich hoffe, dass er sich nach unserem Treffen endgültig Klarheit über diese Frage verschaffen haben wird.

Wir haben in Bulgarien bereits zahlreiche Personen erlebt, die aus Amerika kommen und sich für spirituelle Lehrer ausgeben und unter anderem die sog. „Engel’s Parties“ veranstalten. Wir kennen Personen, die mit „Erzengel Michael“, „Erzengel Uriel“ und wem auch immer kommunizieren. Michael soll ihnen Ratschläge erteilt haben – etwa den Ölstand oder das Frostschutzmittel vor dem Autofahren zu überprüfen, eine Sonnenbrille aufzusetzen, um sich die Pupillen vom Sonnenlicht nicht beschädigen zu lassen u.dgl. Können Sie sich vorstellen, dass Michael sich mit solchem Kram beschäftigt?! Und trotzdem gibt es Millionen Menschen auf der Erde, die in diesen rosa Luftballons leben, Hände klatschend einander umarmen und verzückt „Liebe!“ und „Licht!“ rufen. All das ist ein Riesenkindergarten, ein spiritueller „Sumpf“, der sich auf der tiefsten Stufe der Spiritualität befindet. Es ist angebracht, diesbezüglich etwas Wichtiges zu erwähnen und eine Brücke zum fünften Video in dieser Reihe zu schlagen.

Neulich hat die sog. Wahrsagerin von Silvio Berlusconi Teodora Stefanova ihr Buch „Der achte Sinn“ präsentiert – bemerken Sie, nicht der sechste oder siebte, sondern gleich der achte Sinn! Scheinbar zufällig habe ich ein Fernsehinterview mit ihr gesehen, in dem sie über ihr Buch sprach. Nach vielem abstraktem Geschwafel von Liebe und Licht, das äußerst banal und hölzern klang, hat sie unter anderem wie nebenbei geäußert, dass wir keine Angst vor den Robotern, vor dem künstlichem Intellekt zu haben bräuchten, da wir durch diesen eine Beziehung zum Kosmos, d.h. zur geistigen Welt, aufbauen würden. Wir würden mit den Robotern brüderlich koexistieren und uns gegenseitig lieben. Danach ging das abstrakte Geschwafel, das sich üblicherweise aus dem Channeling der New-Age-Strömung ergießt, wieder los. Neulich hat ein englischer Professor von Programmen berichtet, mit denen Roboter die Kinder in der Schule unterrichten werden. Es wird angekündigt, dass den Menschen in zehn Jahren die Einpflanzung  eines künstlichen Intellekts angeboten werden wird. Dieser Intellekt wird viel schneller als das Gehirn funktionieren und weder an psychischen noch an physischen Krankheiten leiden: „Bitteschön, ihr braucht euren menschlichen Verstand nicht mehr!“

Hier sehen wir, wie durch solche Personen, welche die allerschlimmste Art von Channeling repräsentieren, die dunklen ahrimanischen Geister wirken und die Menschen auf das für die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre Geplante vorbereiten – die Begegnung mit dem Antichristen.

Das bisher Erörterte umfasst die niedrigsten Stufen der Spiritualität. Auf einer höheren Stufe befinden sich diejenigen Personen, die die Magie beherrschen und sie für schwarze Zwecke benutzen, um auch Geld zu verdienen und über die anderen zu herrschen. Es gibt verschiedene Arten von Magie – von der harmloseren Sorte bis zur Magie, die einen sehr schnell zerstören kann. Der einzige Schutz gegen solche schwarzmagischen Angriffe besteht darin, dass sich der Einzelne von der rechtmäßigen Spiritualität durchdringt, auf die wir etwas später eingehen werden. Nur so kann man den Schutz der unsichtbaren Welt und in erster Linie den Schutz seines persönlichen Schutzengels genießen.

Das, was wir hier umrissen haben, existiert in Dutzenden Stufen und Varianten des Heidentums. Es ist eine Form der Spiritualität, in der heute nicht diejenigen Wesenheiten wirken, die zukunftsweisend sind, sondern diejenigen die in unrechter Weise auf das heutige Weltgeschehen schauen.

Die nächsthöhere Stufe bilden die Religionen, die außerhalb des Christentums stehen – Buddhismus, Hinduismus, Mohammedanismus und weitere mehr oder weniger bekannte Religionen, in denen Christus fehlt. Sie stellen bestimmte Weiher oder besser gesagt Sümpfe dar, die der beschriebene Ich-bin-Fluss gebildet hat, in denen Menschen entsprechend ihrer Evolutionsentwicklung gruppiert sind. Der Übergang von einem Weiher zum nächsthöheren erfolgt durch das Wachstum des Ich. Ob diese Menschen als Iche wachsen wollen, ist eine Frage ihrer persönlichen Wahl und ihrer persönlichen Möglichkeiten. Wachsen können sie, wenn sie die Wahrheit lieben. Das Christentum des Heiligen Geistes, das sich im 20. Jahrhundert anbahnt,  –  denn bisher befand sich das Christentum in seiner Vorbereitungsperiode – ist das Christentum der Ich-Entwicklung. Ohne die absolute Liebe zur Wahrheit kann kein Mensch zu einem höherliegenden Gewässer aufsteigen, er ist den Einflüssen seines Sumpfs ausgesetzt und bleibt in diesem Sumpf, in dem die rechtmäßigen Geister keinen wahrhaftigen Kontakt zu ihm herstellen können. Dieser Kontakt muss sich immer vom Ich-bin-Prinzip leiten lassen, das wir im Erdenäon aufbauen müssen. Im Buddhismus etwa fehlt das Ich. Nach der buddhistischer Ansicht erhält man im nächsten Leben ein neues Ich und das Ziel besteht darin, dem Kreislauf der Inkarnationen zu entkommen. Stattdessen müsste der Mensch in Abhängigkeit von seinem Ich-Wachstum immer mehr den Wunsch haben, aufopfernd auf die Erde herunterzusteigen, um seine Mitmenschen nach oben hinaufzuziehen. Das ist das christliche Verständnis des Ich-bin-Prinzips, das sich dem Ausstieg aus dem Karmarad widersetzt. Nicht in die geistige Welt hinauffahren und dort sich ergötzen soll der Mensch, sondern mit noch mehr Drang nach unten streben, um die Mitmenschen aus den Sümpfen zur höherliegenden Quelle des reinen Wassers mitzureißen. Der Meister Beinsa Douno sagte: „Wer die Quelle des reinen Wassers nicht erreichen kann, der trinkt trübes Wasser“. Doch besser ist es, aus dem trüben Wasser zu trinken, anstatt völlig zu verdursten wie die sog. Atheisten, die die unglücklichsten Menschen auf der Erde sind: Wenn jemand behauptet, dass es keinen Gott gibt, so bedeutet das, dass er gar kein Bewusstsein besitzt und auf die Stufe des Tieres hinuntergekommen ist.

All die erwähnten Religionen unterliegen dem Imperativ, den Beinsa Douno formulert hat: „Entweder ist man mit Christus oder gegen Ihn“ – eine Zwischenstellung gibt es nicht. Ob der Islam in seiner wahhabistischen oder in einer weicheren Ausprägung existiert, ist unbedeutend, denn er kann mit dem Christentum nicht koexistieren – das sind Illusionen für Naivlinge. Wer den Koran aufschlägt, wird feststellen, dass dort in imperativischer Art steht, dass Christus (gemeint ist natürlich Jesus) nicht Gott ist, dass die Trinität nicht existiert: „Es gibt keinen Gott außer Allah und Mohammed ist sein Prophet“. Da der Islam als letzte der Weltreligionen entstanden sei, sei er die wahre Religion, wird behauptet. So hat sich ergeben, dass der Islam, der zur Eliminierung der fürchterlichen Gondischapur-Akademie nützlich war, heute zu einer Religion wird, die sich gegen Christus richtet. Und all die anderen Religionen sind auch gegen Christus gerichtet, da wir uns schon im anbrechenden Zeitalter des Christentums des Ich-bin und nicht des Sumpfes befinden.

Das sind die heute bestehenden Stufen des Heidentums, von dem Jesus unter jenen Bedingungen enttäuscht war. Unser Zeitgenosse, der sich auf dem Weg des Ich-bin befindet, muss begreifen, beurteilen und mitfühlend sein, muss verstehen, warum diese Seelen das Bedürfnis haben, in ihrem Stillgewässer zu verbleiben. Man kann und darf diese Menschen nicht verurteilen, allerdings hebt das nicht die Notwendigkeit auf, die Wahrheit über jedes Gewässer zu verkünden und vom Standpunkt der michaelischen Anschauung aus zu beleuchten – der Anschauung des Ich, über die wir im ersten Video gesprochen haben.

Die nächste Enttäuschung Jesu war das damalige Judentum. Es wartete bekanntlich sehr lange auf den Messias und hat diesen am Ende gekreuzigt. Im Alten Testament gibt es weitaus über 300 Prophezeiungen der Ankunft des Messias. Johannes der Täufer hat Ihn erkannt, doch die jüdischen Schriftgelehrten nicht. Als das bemerkenswerte Gespräch des Christus mit der Samariterin stattfand, sagte sie, dass alle auf den Messias warteten, worauf Christus erwiderte, dass Er der Messias ist. Was für ein Segen war dieses Gespräch für den wieder inkarnierten Josef, für diese Samariterin!

Worin bestand das Problem des Judentums? Jesus sah, dass die Stimme Bath-Kol, die zu den Hebräern über Elija, über die großen Propheten des Alten Testaments als Offenbarung gesprochen hatte, keine Beziehung mehr zu den Schriftgelehrten herstellen konnte – der Elite, die sozusagen die Vertreterin des jüdischen Volkes vor dem Messias war. Die Bath-Kol war die Sprache, die zum jüdischen Volk von der Stufe der Elohim, ja sogar den Dynameis (der sechsten Hierarchie über uns) aus sprach. Das ist eigentlich die Jakobsleiter, die zu den Elohim führt. Als Jakob sie sah, ging es noch nicht um Jehova, der im Alten Testament durch Moses erscheint. Eigentlich sprach Christus zu den Propheten über Jehova – dem mächtigsten der Elohim – sowie über den damals wirkenden Michael als Volksgeist dieses Volkes. Das, was als Inspirationen von oben in der Gestalt der Bath-Kol kam, hatte ihre Quelle in der fünften bzw. sechsten Stufe über uns und konnte vom Judentum nicht mehr vernommen werden, da die rechtmäßige Beziehung zur geistigen Welt abhanden gekommen war. Dieser Umstand hat Jesus tief enttäuscht.

Die heutige Entsprechung jenes Judentums sind die auf der Welt bestehenden christlichen Konfessionen. Sie haben seit langem die wahre, zeitgemäße Beziehung zu Christus verloren. Hiermit will ich nicht ausschließen, dass es anständige Pfarrer, Priester gibt, ja sogar Bischöfe (obwohl das sehr zweifelhaft wäre), die eine rechtmäßige Beziehung zur geistigen Welt haben. Doch sie alle müssen sich dem Kanon unterordnen. So wie das alte Judentum von Regeln gelähmt war und die lebendige Beziehung zum Geist verloren hatte, so geschieht es auch heute. Der Kanon droht mit dem Finger, wenn man sich zu einer persönlichen Beziehung zur geistigen Welt entschließt, denn in diesem Fall stellt sich die für ihn bedrohliche Frage, wozu der Mensch dann die Kirche braucht. Alle heutigen Kirchen basieren auf dem persönlichen Erlebnis des Petrus bei Cäsarea Philippi, als ihn Christus fragte, wer denkt er, dass Christus sei und die Antwort bekam „Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes (Matth. 16:16). Auf diese persönliche Erfahrung des Petrus wurden alle Kirchen gebaut, doch dem zitierten Satz folgte der Ausruf Christi „Hebe dich, Satan, von mir!“ (ebd. 22), denn das Menschliche kam bei Petrus zum Vorschein. Die Kirchen wurden nicht auf das Christentum des Petrus in der rechten Weise gegründet, d.h. auf die persönliche Erfahrung des Petrus, sondern auf diesen letzten Satz. Wenn der römische Katholizismus Petrus wegen der Worte Christi „Du bist Petrus und auf diesen Felsen will ich bauen meine Gemeinde“ (Matth. 16:18) als seinen ersten Bischof betrachtet, so ging es gerade um die persönliche Erfahrung des Jüngers, der Christus als den Sohn des lebendigen Gottes sah. Genau das ist das Christentum, das sich jetzt anbahnt – das individuelle Christentum des Ich-bin-Prinzips, das den Menschen in ein Ich-bin verwandelt, der von dieser Position die Verbindung zu seinen Ich-bin-Mitmenschen herstellen muss. Dies hat der Kirchenkanon a priori beseitigt. In den Kirchen kann sich also der lebendige Geist keine Bahn brechen, denn der lebendige Geist als der Pfingstgeist geht durch das Ich-bin-Prinzip. Die heute bestehenden christlichen Konfessionen sind folglich die gegenwärtige Entsprechung jenes Judentums, dessen tragischen Zustand Jesus erlebt hat.

Die dritte Etage der Spiritualität bildet das Essäertum, das Jesus in einer ebenfalls dramatischen Art erlebt hat. Er hat mit den Essäern verkehrt, bei denen auch Johannes der Täufer war. Nach dem zwölften Jahr, als das Zarathustra-Ich in Jesus eintrat, haben die Essäer gesehen, wie weise der Sohn des Zimmermanns sprach. Sie befragten ihn nach der Deutung der alttestamentlichen Texte und bewunderten die Weisheit, die sich aus ihm ergoss. Deshalb haben sie versucht, ihn für ihren Orden zu gewinnen. Die Essäer durften durch keine bemalten Tore gehen, um nicht unter Luzifers und Ahrimans Einflüsse zu geraten. Deshalb gingen sie nur durch bestimmte unbemalte Tore nach Jerusalem. Sie führten ein gottgefälliges Leben, waren Vegetarier und besaßen Techniken zum rechtmäßigen Kontakt mit der geistigen Welt. Doch das geschah auf Kosten der restlichen Menschheit. In dem Moment, in dem die Essäer ein Tor passierten, das sie für die luziferischen und ahrimanischen Attacken unangreifbar machte, attackierten die beiden Widersacher die restlichen Menschen. Diese hohe Geistigkeit der Essäer wurde auf Kosten aller anderen Menschen praktiziert, sie hatte keine Opferbereitschaft.

Das war die dritte große Enttäuschung Jesu von der damals vorhandenen Spiritualität der Menschheit, die er seiner Mutter anvertraute. Im Anschluss daran vollzogen sich jene bedeutungsvollen Prozesse der Auswechselung des Ich Zarathustras durch das Ich Christi und die Durchdringung der über 40jährigen Maria mit der Seele der anderen Maria, in deren Ätherität und Astralität der nathanische Jesus bis zu seinem zwölften Jahr gelebt hatte. Die salomonische Maria wurde zu einer Jungfrau im physischen Sinne – das ist die Gottesmutter und die Jungfrau Sophia, von der im Christentum die Rede ist.

Welche ist die heutige Entsprechung der Essäer? Das sind die Organisationen „Weiße Bruderschaft“ und die Anthroposophische Gesellschaft – die heutige Spitze der Spiritualität auf der Erde und die rechtmäßigen christlichen Impulse, die der große Eingeweihte Rudolf Steiner und der große Bodhisattva Beinsa Douno ausgestrahlt haben. Wir wollen unseren Blick auf diese zwei Gesellschaften richten, die ihrem Ursprung nach die rechtmäßige Spiritualität der Gegenwart repräsentieren (müssten), denn bisher haben wir über die unrechtmäßige bzw. die unrechtmäßig praktizierte Spiritualität gesprochen.

Das Heidentum wurde überflüssig, indem es sich von Christus entfernte, doch im konventionellen Christentum fehlt Christus in Wirklichkeit ebenfalls. In den Kirchen wird Christus in der Praxis durch den Vatergott ersetzt, da dort das Ich-bin-Prinzip fehlt. Als sich Christus auf dem Weg zur Erde befand und Ihn Moses fragte, wer Er war, gab Er über Jehova die Antwort „Ich bin der Ich-bin“. Dem heutigen Christentum ist diese Ansicht über Christus völlig abhanden gekommen und es redet eigentlich nur über den Vatergott, indem es das Wort ‚Christus‘ benutzt. Unter anderem bedeutet griechisch χρυσός  „Gold“. Das Gold ist das Sonnenmetall und wir wissen, dass Christus auf seinem Weg aus dem Pralaya über die Sonne ging. Deshalb erschien Er vor dem geistigen Blick Zarathustras als Ahura-Mazdao  („die große Sonnen-Aura“). Alle vorchristlichen Mysterien schauten auf die Sonne, damit die Menschen sich auf die Ankunft Christi auf der Erde vorbereiten konnten. Nicht zufällig wollte in der nachchristlichen Zeit Julian Apostata, der jetzt in Bulgarien inkarniert ist, dass das dreifache Sonnen-Geheimnis als Quelle von Licht, Leben und Liebe in das Christentum eingeht. Dafür wurde er von einem christlichen Fanatiker getötet. Indem das Sonnen-Geheimnis Christi dem Christentum abhanden ging, hat es die Möglichkeit verloren, von einer Erden- zu der Sonnen-Evolution überzugehen. Ich habe schon mehrmals erläutert, was das bedeutet und was diesbezüglich heute schon beginnen kann. Dieses Gold, dieser Sonnen-Impuls wird uns in Wirklichkeit retten, deshalb ist Christus der Heiland, der „Salvator mundi“ auf Leonardos berühmtem Gemälde.

Kehren wir zu beiden Gesellschaften zurück. Bei meiner letzten Vorlesung vor drei Wochen in Sofia war unter den Anwesenden kein einziges Mitglied der Anthroposophischen Gesellschaft. Es kamen Menschen, die mich aus meinen Vorlesungs-Videos kennen. Nur ein ehemaliges Mitglied der Anthroposophischen Gesellschaft befand sich im Saal. Auf der Internetseite dieser Person entstand später eine Diskussion über meine Vorlesung, aus der klar wurde, wie das Vorgetragene völlig verkannt wird. Die Synthese der Impulse Rudolf Steiners und Beinsa Dounos wurde z.B. dergestalt verstanden, dass ich für eine Verschmelzung beider Organisationen plädiere, was natürlich völlig unsinnig ist. Eine mir sehr nahestehende Person, nannte die Ratschläge, die mir dort gegeben wurden, „den Versuch des Mistkäfers, dem Adler das Fliegen beizubringen“. Das veranschaulicht die Situation derjenigen, die das von mir Vorgetragene schlechtmachen, da sie es missverstehen. In ihnen wirken die Angst, das unterschwellige Gefühl, selbst nicht auf dem Stand des Vorgetragenen zu sein, und der Neid, der in allen Gesellschaftssphären herrscht. Wenn solche Menschen das, was durch mich kommt, nicht verstehen und gegebenenfalls dessen Korrektiv auf sachlichem Feld sein wollen, da niemand vollkommen ist, werden die beiden zitierten Gesellschaften jenen Essäern gleichen, die schön rein sein möchten, doch in der Praxis keine wahrhaftige Beziehung zur geistigen Welt haben, die über Christus geht.

Was die „Weiße Bruderschaft“ betrifft, so gibt es dort eine Person, die sich als Einzige mit Anthroposophie beschäftigt und die Dinge sehr tief erfassen kann. Diese Person hat im Varna-Zweig der „Weißen Bruderschaft“ die Anwendung einer Idee initiiert, die der Meister Beinsa Douno 1921 im Vortrag „Die vier Räte“ äußerte. Dort unterbreitete Beinsa Douno den Vorschlag, dass sich seine Nachfolger selbst vier Räten zuordnen, um in ihnen entsprechend ihrer eigenen inneren Einstellung tätig zu sein. Diese vier Räte beziehen sich auf die „physische“ Arbeit, die Bildung, die „geistige“ Arbeit und die Aussöhnung bei auftretenden Streitigkeiten.

Wer sich in der Anthroposophie gut auskennt und den Sinn des Impulses Beinsa Dounos begreift, wird erkennen, wie der Versuch unternommen wird, in einer einseitig äußeren Art die Ansicht über die soziale Dreigliederung Steiners dem von Beinsa Douno Gemeinten beizumischen. Dadurch wird eine Wiederbelebung des synarchischen Prinzips angestrebt. Dabei sind Kommentare und Missbilligung über die Wahl und Selbstzuordnung einzelner Mitglieder unvermeidlich.

Demgegenüber schlage ich vor, beide Impulse Steiners und Beinsa Dounos in ihrer reinen Art als Ausgangspunkt zu nehmen, ohne den einen oder den anderen zu favorisieren. Das erweist sich als äußerst schwierig, wenn man die Nuancierung nur eines dieser Impulse besitzt. Aber auf der Erde existieren Seelen, die in der Lage sind, beide Impulse in gleicher Art und auf ihrer eigenen Selbstbewusstseinsstufe aufzunehmen. Wenn man in die Reinheit dieser beiden Impulse einzudringen versucht, wird man erkennen, dass in ihnen das Ich-bin-Prinzip in zwei verschiedenen Arten zur Geltung kommt, die aber ohneeinander nicht können – sonst würde man quasi auf einem Bein stehen, aber wir sind mit zwei Beinen, Armen, Augen, Ohren usw. ausgestattet. Im vorigen Zyklus des Vaters waren wir in der All-Einheit, während nun das Prinzip der Zwei wirkt. Wenn man beide Impulse nicht als zwei Prinzipien des Ich sieht, die auf zwei verschiedenen Arten wirken, wird man für immer in einem Weiher bleiben. Die erwähnte Person bedient sich gern des „Nachbarweihers“, indem sie Ideen der Anthroposophie entleiht.

Was stört hier? Man bedient sich der Anthroposophie sozusagen illegal, indem Euphemismen wie „die westliche Esoterik“ benutzt werden. Doch der Impuls des Meisters Beinsa Douno zählt auch zur westlichen esoterischen Strömung so wie Steiners Impuls. Unter der „östlichen“ Strömung wird diejenige verstanden, deren Meister Morya und Kuthumi sind, unter der „westlichen“ Strömung – diejenige, deren Meister der Meister Jesus mit dem Ich Zarathustras und Christian Rosenkreutz sind. Unbestrittenerweise steht Beinsa Douno als Bodhisattva allein in der Welt, da er auf die Sphäre der Vorsehung schaut, auf Christus als das Ich-bin-Prinzip des Makrokosmos. Daher kann der Impuls Beinsa Dounos kein anderer sein als der Impuls des Ich-bin, der als die Moralität und Opferbereitschaft zusammen mit der nathanischen Seele und Christus im Großen Mysterium von 1936 manifestiert wurde.

Das Ich-bin-Prinzip ist das zentrale Prinzip auch in der Anthroposophie und wer dies nicht versteht, missversteht die gesamte Geisteswissenschaft. Hier geht es also um die Manifestation des Ich-bin-Prinzips in zwei verschiedenen Arten, die aber im menschlichen Ich als eine Synthese vorzunehmen sind, so wie Christus in der Zeitenwende die Synthese zwischen der nördlichen Strömung der Weisen und der südlichen Strömung der Hirten vereinigt hat. Wenn man sich also der Anthroposophie in einer verschleierten Art bedient, ohne sie in den Vordergrund zu stellen, handelt man wie ein Dieb, der im Dunkeln stehlen geht. Auf dem bekannten Bild des Menschen mit den ausgestreckten Armen von Leonardo, das die Person benutzt hat, um die Idee zu veranschaulichen, sieht man, wie das Wirtschaftsleben den Beinen und das geistige Leben dem Kopf zugerechnet wird. Der Bildungsrat wird den Schultern zugeordnet und der Aussöhnungsrat – dem Brustkorb. Hier gibt es jedoch einen methodologischen Fehler, denn das geistige Prinzip befindet sich beim dreigliedrigen sozialen Organismus in den Beinen. Es ist noch unbekannt, welche Früchte diese Initiative zeitigen wird. Bisher herrscht im Varna-Zweig großer Enthusiasmus, aber man hätte bei Beinsa Douno aufmerksam nachlesen müssen, wer zum geistigen Rat und wer zum Bildungsrat gehört und welches Element in ihm entwickelt sein muss. Die Mitglieder des geistigen Rats etwa müssen Herz und die Mitglieder des Bildungsrats Verstand haben. Ich hoffe, dass diese Initiative Früchte zeitigt, das ist etwas, was nur in der Praxis ausprobiert werden kann.

Die Person, die diese Idee in die Tat umsetzen will, hat sie mit mir besprochen und mich um Unterstützung gebeten, da sie weiß, dass von keiner anderen Stelle Unterstützung und Erläuterung kommen können. Damit man eine Frage erläutern und die dunklen und lichten Aspekte sehen kann, sind umfangreiche geisteswissenschaftliche Kenntnisse notwendig. Doch hier gibt es eine Illusion. Steiner hat den sozialen Organismus nicht zufällig als dreigegliedert entworfen. Das Dreifache besitzt immer einen systembildenden Faktor, damit es auch etwas Neues hervorbringen kann. Die Anwendung der Dreigliederung scheiterte, aber Steiner war verpflichtet, diesen Versuch zu unternehmen. Da die Idee der sozialen Dreigliederung nicht verwirklicht wurde, und in der nahen Zukunft das auch nicht zu erwarten ist, möchte diese Person die Dreigliederung an die Idee der vier Räte in der „Weißen Bruderschaft“ bzw. in einem ihrer Zweige anpassen. Der vierte, sog. Aussöhnungsrat soll eventuelle Streitigkeiten beilegen. Doch die Mitglieder des Aussöhnungsrats müssen Träger des Ich-bin-Prinzips sein, um Streitbeileger zu sein. Gibt es dort Träger dieses Prinzips? In der „Weißen Bruderschaft“ laufen die Dinge auf der Stufe der Verstandesseele. Wenn man nicht zur Stufe der Bewusstseinsseele aufzusteigen vermag, so dass in einem die erhabenen Wahrheiten des Ich-bin-Prinzips aufleuchten, die mit Christus zusammenhängen, kann man niemals eine rechtmäßige Beziehung zu seinem ersten höheren Wesensglied herstellen – zum Manas, zum vom Absoluten kommenden Heiligen Geist. Wenn man als eine Verstandesseele den Impuls des Meisters Beinsa Douno an sich selbst anpassen will, so ist das ein Verrat an der Authentizität des Impulses Beinsa Dounos. Das gilt auch für die Versuche der Anthroposophischen Gesellschaft, den Impuls Rudolf Steiners an sich selbst anzupassen. So wie die Christen in den Kirchen Christus verraten und verloren haben, so verlieren auch die Anthroposophen Rudolf Steiner aus den Augen. Deshalb kam es zu den dramatischen Ereignissen nach der Weihnachtstagung, von denen sich die Anthroposophische Gesellschaft bis heute nicht erholt hat. Die Leitung in Dornach ist voll mit Undercover-Jesuiten und -Freimaurern. In die Führung der „Weißen Bruderschaft“ wurden früher Spitzel der Staatssicherheit infiltriert, die sie in einen Sumpf wie den zweiten Rila-See verwandeln sollten. In diesem Sumpf wird die Masse der Mitglieder auf die Stufe der Empfindungsseele hinuntergezogen. Das, was ich anbiete, ist der Aufstieg von diesem Sumpf zu höhergelegenen Gewässern, wo Christus in seine  wahren Glanz erstrahlt. Das ist ein individuelles Erleben der Bewusstseinsseele, in der das Ich explodiert.

Manche wenden ein, dass die Anthroposophie keine „Explosion des Ich“ kennt. Sie kennt den Sachverhalt, doch den Begriff habe ich unabhängig von der Anthroposophie geprägt. Viel später habe ich festgestellt, dass am Ende des zweiten Vortrags in der „Theosophie des Rosenkreuzers“ der Satz steht “Das Ich leuchtet auf in der Seele, dann beginnt die Arbeit an den Leibern” (GA 99:33). Im Panorama des ganzen Vortrags erhält der Satz einen etwas anderen, eher begrenzten Sinn als dasjenige, was ich erlebt habe und was später als die Synthese beider Impulse entwickelt wurde. Bei mir war es „Ich bin Gott“, womit ich selbstverständlich viel Spott erntete. Und trotzdem habe ich erlebt, dass ich Gott bin. Das ist das wahre Erleben des Ich-bin-Prinzips, das ich später mit Inhalt, mit meiner eigenen Ich-Substanz besetzt habe. Diese Substanz bekommt man nicht vom Schutzengel oder von den Erzengeln – sie muss jeder von uns selbst direkt von Christus beziehen, denn die menschliche Ich-Entwicklung unterscheidet sich grundsätzlich vom Ich-Wachstum der Engel, Erzengel usw. „Nicht ich, sondern Christus in mir“, wie Paulus sagte – der erste Mensch, der so etwas überhaupt sagte, denn vor dem Mysterium von Golgatha konnte das noch keiner von sich sagen. Wir werden unsere Ich-Form nicht mit der Substanz der Throne besetzen, die am Anfang des alten Saturn ausgestrahlt wurde – die Liebe des Kosmos -, sondern mit einer Substanz, die von Christus kommt. Diese Substanz ist nicht von dieser Welt. Sie ist die Substanz, die in den nächsten Zyklus eingehen wird. Das sind grandiose Aufgaben für die Menschen!

Das, was Beinsa Douno und Rudolf Steiner der Welt gebracht haben, sind Ich-Prinzipien, deren Vereinigung zu einem dritten unterschiedlichen Etwas führt. Das Absolute hat sich eingeschränkt, damit es eine Schöpfung gibt, damit jeder Mensch das Ich-bin-Prinzip werden kann und nicht einen irdischen Meister anhimmelt. Deshalb sagte Beinsa Douno: „Ihr könnt nicht mal dem Blick eines Engels standhalten, geschweige denn Christus begegnen und seinem Blick standhalten“.

Mir wurde vorgeworfen, dass ich asozial wäre. Um mich herum gibt es natürlich keine vier Räte. Ich brauche keine Gremien, ich brauche Ich-bin-Menschen, die zur Bewusstseinsseele in rechter Weise aufsteigen, was nur durch die Synthese der beiden Impulse geschehen kann. So kann auch das Geistselbst über sie als die erste Manifestation des Geistes wirken und uns zu den großen Geheimnissen Christi führen, ohne die wir nicht gewappnet sein werden, um dem Antichristen entgegenzutreten. Um die Vorbereitung seiner Ankunft wird es in den nächsten Videos gehen. Diese  Vorbereitung geht mit solcher Schlagkraft vor sich, dass ich mich wundere, wie die Menschen sie nicht wahrzunehmen vermögen.

Die Internetseite mit meinen schriftlichen Texten und Vorlesungs-Videos hat täglich ca. Tausend Besucher. Sind das Räte? Ist das eine Gemeinschaft? Liegt es an meinem Asozialsein? Es stellt sich heraus, dass zur Synthese als Konzept weitaus problemlos Menschen heranwachsen können, die in keinem der beiden Impulse nuanciert sind, keiner der beiden Organisationen angehören. Das sind Seelen, die in der Zeitenwende vorbereitet worden sind, die eine Berührung mit Christus hatten – jede auf ihre Art.

„Entweder ist man mit Christus oder gegen Ihn“, entweder ist man mit dem Ich-bin-Prinzip der heutigen Zeit oder man stellt sich Christus entgegen. Die heutigen Essäer in der Anthroposophischen Gesellschaft und der „Weißen Bruderschaft“ sollten dies bedenken. Die alten Essäer, von denen Jesus enttäuscht war, beherrschten die okkulten Techniken und konnten sich vor Luzifer und Ahriman schützen. Doch heute toben sich Luzifer und Ahriman – wie ein niederländischer Anthroposoph sagte – in der Anthroposophischen Gesellschaft aus, aber Christus ist nicht da.

In der „Weißen Bruderschaft“ existiert die Ich-bin-Idee überhaupt nicht. Wenn sie fehlt, haben die beiden Widersacher das Sagen. Wie kann man sie loswerden? Das ist etwas, worüber ich seit 17 Jahren spreche. Warum widersetzt ihr euch dem? Wer eine Sünde gegen den Heiligen Geist begeht, hat gegen sich selbst gesündigt und kann sich selbst nicht verzeihen. Eines Tages, wenn ihr über die Pforte des Todes gegangen sein werdet, werdet ihr erkennen, was ihr verfehlt habt, wie manche bekannte Anthroposophen es bisher getan haben.

„Nur die Taten im Namen Christi sind eine Blüte, die Knospen ansetzt und Früchte trägt“, sagte Beinsa Douno. „Im Namen Christi“ bedeutet im Namen des Ich-bin-Prinzips und dieses Prinzip kann ohne eine Bewusstseinsseele nicht zur Geltung kommen. Für die Ausbildung der Bewusstseinsseele stehen uns noch 1500 Jahre zur Verfügung. Ich zeige, wie das gemacht wird, damit man Entwicklungssprünge macht, indem man zum nächsthöheren Weiher aufsteigt, denn bleibt man im Sumpf, gibt es kein Entkommen. Beinsa Douno sagte zu einem seiner Schüler: „Ihr müsst Christus lieben, nicht den Meister!“ Wenn man Christus liebt, dann wird man auch Liebe zu Rudolf Steiner und Beinsa Douno empfinden, ohne einen von ihnen zu favorisieren. Die Quelle, die dem Absoluten entstammt, wurde von Christus auf die Erde heruntergebracht und in jeden Menschen eingeführt, der Christus finden will. Diese Quelle ist in uns. Deshalb sagte Christus: „Das Reich Gottes ist inwendig in euch“ (Lukas, 17:21). Dieses Reich Gottes ist das Ich-bin-Prinzip und in das Reich kommt man nicht mit der Liebe, sondern mit der Weisheit.

In der Hoffnung, dass diese Vorlesung in der rechten Weise verstanden sein wird – nicht als Vorwurf oder Verurteilung, sondern als aufrichtige Sorge um den Zustand, in den die beiden Impulse von ihren Nachfolgern gebracht worden sind -, wollen wir dieses Thema nun abschließen.