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Der Jerusalem-Knoten

 

Video vom 24.12.2017

Der Text im PDF-Format

Wir wollen nun unseren geistigen Blick auf die Welt richten und schauen, was dort passiert. Unter Berücksichtigung der Rolle der Menschheit wird uns dieser Blick in die ferne Zukunft führen – zu der  Schaffung eines Neuen Himmels, einer Neuen Erde und eines neuen Zyklus der Schöpfung – des Zyklus des Heiligen Geistes.

Was geschieht gegenwärtig in der Welt? Das wollen wir nur sehr kurz umreißen, damit sich das Video nicht in die Länge zieht. In Amerika ist 2017 Trump auf den Plan getreten, denn nach den endlosen und vorher nie für möglich gehaltenen Abgründen, in die uns der linke luziferische Globalismus geführt hatte, war es nur logisch, dass das Pendel in die andere Richtung schwingt und die Erscheinung des rechten Globalismus in der Person von Trump herbeiführt. Das ist ein natürlicher Prozess, doch man muss bedenken, dass in diesem Hin- und Herschaukeln zwischen Links und Rechts, zwischen dem luziferischen und ahrimanischen Prinzip Christus fehlt. Das ist das große Problem. Wenn das Pendel also nach rechts schwingt und dort sich eine Riesenkraft ansammelt, die den Weg des Antichristen absteckt, wird es mit einer noch größeren Kraft zurück nach links schwingen. Auf diese Weise wird die Menschheit seelisch und geistig immer härteren Proben unterzogen, ohne dass sie die Möglichkeit hat, das Gleichgewicht zu finden. Das luziferische Prinzip ist das primäre, da es sich, wie wir bereits in sehr spezifischen Vorlesungen darüber gesprochen haben, auf alle neun Hierarchien erstreckt und  nicht nur, wie üblicherweise angenommen wird, bis zu den Thronen. Es erfasst alle neun Hierarchien, da die Götter selbst ihre Widersacher schufen, damit wir bis zum Mineralischen hinunterreichen und sich unser Ich-Bewusstsein auf dem physischen Plan ausbilden konnte. Da das luziferische Prinzip führend ist, ruft es unvermeidlich Karma hervor – es tritt Ahriman auf den Plan. Wenn Ahriman erscheint, wird der Mensch wie ein Ball hin- und hergeworfen und es tauchen die Asuras auf, d.h. das asurische Prinzip. Dieses Prinzip ist eine unrechtmäßige Synthese des Luziferischen und Ahrimanischen, die den bösen Einfluss der beiden verstärkt und praktisch das Zentrum, d.h. Christus verdrängt. Ins Zentrum, wo Christus stehen müsste, drängen sich die Asuras und stecken den Weg für Sorat ab – für den Hauptwidersacher Christi, dem Hauptfeind des Ich-Prinzips, der hinter den drei Sechsen steht. Das, was wir heute auf der Erde beobachten können, ist die Geburt des Asurismus – wir finden ihn im vernichtenden Missbrauch der Sexualität, in der Drogenabhängigkeit, im Islamischen Staat, im Terrorismus des Ghettos und in allen Grausamkeiten, die noch zukünftig geschehen werden. Das alles ist der Austausch des wahren Ausgleichsreglers – der Austausch des Christus gegen den Asurismus. Das ist es, was jetzt zum Zug kommt.

Was ist in den USA egeschehen, die das bisherige Zentrum der Welt waren? Dort ist Trump mit all seinen Eigentümlichkeiten und unerwarteten Entscheidungen erschienen – ein Geschäftsmann, der buchstäblich mit Stollenschuhen in der Weltpolitik auftritt. All das ruft die von uns beobachteten Wirkungen hervor: Wenn Trump niest, kriegt die Welt Schnupfen und wird krank. Selbstverständlich gibt es sehr mächtige Kräfte des linken Globalismus, die Trump zu verhindern suchen, so dass man nicht weiß, wie lange er es noch an der Spitze aushalten und was er alles zustande bringen wird. Auf jeden Fall geht die Einpolwelt ihrem Ende zu. Amerika kann nicht mehr die Rolle der führenden Weltmacht spielen, die es bis gestern für sich beansprucht hatte. Sowohl China als auch Indien bzw. Russland erheben nämlich auch den Anspruch, weitere Weltzentren zu sein.

Was geschieht in Russland? Putin wird wieder zum Präsidenten gewählt werden. Die lange Agonie des russischen Volks, die mit der Ermordung des elfjährigen Thronfolgers des Iwan des Schrecklichen Dmitrij angefangen hat, wird weitergehen. Durch die Ermordung des Demetrius wurde die Nabelschnur des entstehenden russischen Volkes, die es mit seinem bulgarischen Ursprung verbunden hatte, abgeschnitten, denn die Rjuriks sind keine Normannen, sondern ein bulgarisches Geschlecht. Durch das Abbrechen der Stammesbeziehung und auch der geistigen Beziehung zum bulgarischen Volk – der Beziehung zur Mutter – wurde das russische Volk wie ein Zweig vom Strom des Lebens mitgerissen. Es erschien Peter der Große, es kamen die Bolschewiken, nun ist Putin an der Macht. Die Russen wissen nicht, wie sie sich entwickeln sollen. Mit Ausnahme von zwei oder drei Großstädten, die etwas mehr Glanz haben, ist der Rest des Landes 100 bis 150 Jahre zurückgeblieben. Zukünftig ist in Russland mit ernsthaften Wirtschaftsproblemen zu rechnen. All das ist denjenigen, die das Leben in Russland verfolgen, bekannt. Putin lässt sich nicht durch eine neue Oktoberrevolution stürzen, denn das Volk ist offensichtlich hypnotisiert, sondern er kann wahrscheinlich durch einen inneren Umsturz gestürzt werden. Es wird spekuliert, dass in Russland Milliarden entwendet sind. In diesem Fall ist damit zu rechnen, dass ein innerer Widerstand entstehen wird, so dass Putins eigene Umgebung ihn stürzen könnte. Wozu das führen kann, steht auf einem anderen Blatt. Das russische Volk, das sich grundsätzlich mit verlangsamtem Tempo entwickelt, da seine Zukunft in der sechsten Kulturepoche liegt, muss allmählich beginnen, von der Verstandesseele zu den ersten Keimen der Bewusstseinsseele zu gelangen. Dementsprechend darf Russland nicht in der bisherigen imperialen Manier Bulgarien behandeln, sondern es muss sich zu unserem Land hinwenden wie zu seiner eigenen Mutter, die es geboren hat.

In China kombiniert sich die Wirtschaftsmacht mit einem absurden politischen System und dort wird auch gleichzeitig mit dem wirtschaftlich immer stärker werdenden Indien der Anspruch auf Weltvorherrschaft erhoben. Was können diese beiden Staaten anbieten? Sie bieten eine vergangene Spiritualität an, die in unserer Zeit völlig unangemessen ist. Doch gepaart mit Wirtschaftsmuskeln ist sie in der Lage, große Probleme zu schaffen. Steiner hat schon vor 100 Jahren den Konflikt in der Ukraine vorausgesagt, der nun tatsächlich eingetreten ist. Nun will Amerika Waffen in die Ukraine liefern, damit sie sich gegen Putin und die Invasion in das sogenannte Donezkgebiet wehren kann. Das bedeutet eine weitere Verschlechterung der Beziehungen zwischen Russland und den USA. Die amerikanischen Habichte werden darauf bestehen und Trump wird auf sie hören – das wurde schon abgestimmt. Steiner hat auch einen Krieg zwischen China und Amerika vorausgesagt – einen Riesenzusammenprall, der im Pazifik ausgetragen werden soll. Wenn dieser Krieg auf europäischem Gebiet ausgetragen wird, würde Europa weggefegt werden. Trump hat gegenwärtig jegliche China-Rhetorik aus der Zeit seiner Wahlkampagne vergessen und gibt sich als ein China-Freund aus. Er begreift nämlich, dass die amerikanischen Kapitale nach China abfließen und ist bemüht, die Beziehungen zum asiatischen Land zu verbessern. Der amerikanische Präsident hat diese Woche die Steuerreform unterzeichnet, die die großen Firmen enorm entlastet. Das wird die Staatseinnahmen drastisch reduzieren und das soziale System sprengen, von dem eine hohe Anzahl von Menschen abhängig ist. Also ist in Amerika mit großen Erschütterungen zu rechnen. Ein zukünftiges Impeachment Trumps ist nicht ausgeschlossen. Das wird den Widerstand gegen China vertiefen. Früher oder später wird der von Steiner vorausgesagte Krieg eintreten. Der äußere Anlass kann auch der Nordkoreaner sein, der wie ein debiles Kind mit Atomspielzeug spielt. Dieses Atomspielzeug an der Grenze zu China könnte als äußerer Anlass für diesen Krieg dienen. Anfang des 20. Jahrhunderts brachte die Ermordung des österreich-ungarischen Thronfolgers Franz Ferdinand das Geschwür zum Platzen und war der Anlass für den Ersten Weltkrieg, nun könnte es auch einen ernsthaften äußeren Anlass geben. Aus China und Indien kann nichts Positives kommen, da sie nicht zeitgemäß sind.

Wie Sie sehen, fokussieren wir unseren Blick nur auf die Nordhalbkugel, weil der gesamte kulturhistorische Prozess, der mit dem Versinken der Atlantis seinen Lauf genommen hat, von Osten nach Westen wandert – über die urindische Kultur, die mit dem späteren Indien Krishnas nichts zu tun hat, über die urpersische Kultur, über die ägyptisch-chaldäische, griechisch-römische Epoche bis hin zur fünften Kulturepoche in Mitteleuropa. Die angloamerikanischen Logen wollen die Linie der Weltentwicklung bis nach Amerika verlängern, so dass der Angloamerikanismus führend wird. Stattdessen erfordert die rechtmäßige Weltentwicklung eine Kurve von Mittel- nach Osteuropa, eine Rückkehr nach Osten. Gemeint ist eine geistige Vereinigung des Deutschtums und des Slawentums, damit der Weg zur sechsten Kulturepoche gebahnt wird und nicht eine Rückkehr nach China oder Indien. Die Südhalbkugel ist bei diesen Prozessen nicht bestimmend, von dort können nur Probleme kommen. Wir kennen die Probleme in Südamerika mit seinen Junten und Drogenkartellen. Afrika stellt nur eine Quelle von Migration dar, da dort Armut und Mord (Boko Haram) herrschen. Aus Australien können auch keine geistigen Impulse kommen. Deshalb konzentrieren wir uns nur auf die Nordhalbkugel, die in geistiger Hinsicht führend ist, und konkreter auf Europa.

Großbritannien treibt hin und her und kann sich selbst nicht entscheiden, ob es mit Amerika oder mit Europa sein will. Dahinter steht der angloamerikanische Okkultismus, denn von England aus nahm das Freimaurertum seinen Lauf. Das Brexit wird ernsthafte Folgen für das englische Volk haben bzw. für das, was man unter diesem Namen versteht. England hat ein Riesenkarma aus seiner kolonialen Vergangenheit angehäuft, das abgetragen werden soll. London sieht nicht mehr aus wie eine englische Stadt, sondern wie ein neues Babylon. Von allen ehemaligen Kolonien strömen Migranten nach England, was zu einer Änderung der ethnischen Zusammensetzung der Bevölkerung mit den entsprechenden katastrophalen Konsequenzen führen wird.

In Frankreich ist der Präsident Macron wie ein Blitz eingeschlagen. Mit seiner Frau Brigitte bilden sie ein karmisches Paar aus einem früheren Leben. Wir wissen, wer sie sind. Macron hat unter anderem auch Philosophie studiert. Er nimmt die Philosophie der Aufklärung, die Ansichten der französischen Philosophen sehr gut auf, aber wir wissen, dass in dieser Philosophie das wahre Alibi des Materialismus wurzelt. Macron wird sich nie zum Idealismus der deutschen Philosophie erheben können, in ihm wirken die materialistischen Impulse. Er hat nach dem Zusammenbruch des Clowns Hollande und seiner Sozialistischen Partei für frische Luft gesorgt – in Frankreich wie auch europaweit. Doch denken Sie an meine Worte: In diesem Mann wirkt die materialistische Weltanschauung mit luziferischem Unterfutter, denn in ihm treffen sich der Luziferismus und der  Ahrimanismus, ohne dass Christus vorhanden ist. Schauen Sie, welche Schritte er zukünftig unternehmen wird, sie werden kaum dem christlichen Charakter Europas nutzen, der von der geistigen Welt geplant war. Die Europäische Union ist momentan eine Wirtschafts- und Staatenunion und keine geistige Union. Aber wenn es kein reines Wasser gibt, sollte man wenigstens das trübe Wasser nehmen, um eine Art Vereinigung der 28 Mitgliedsstaaten hervorzubringen. Von diesen 28 Staaten haben 22 die Homo-Ehe erlaubt (Bulgarien gehört erfreulicherweise nicht zu ihnen). Man kann sich das Ausmaß der Ansteckung vorstellen, die Europa erfasst hat! In Schweden muss man vor einem Sexualakt eine schriftliche Einverständniserklärung unterschreiben – mit solchen Absurditäten befassen sich die Skandinavier neuerdings. Dort hat sich das Virus der sexuellen Revolution flächendeckend ausgebreitet und der vernichtende Liberalismus hat in Skandinavien gigantische Ausmaße angenommen. Trotz des äußeren Wohlstandes befinden sich die skandinavischen Länder in einer totalen Katastrophe, die nicht ohne Folgen bleiben wird.

Schauen wir nach Süden auf Spanien, so finden wir dort die Spaltungsprozesse in Katalonien. Spanien ist ein Konglomerat aus mittelalterlichen Fürstentümern, die den spanischen Staat zustande brachten, in dem sich jeder heute noch für etwas Eigenständiges hält. Das hat zu der gegenwärtigen Ausweglosigkeit geführt. Auch Spanien und Frankreich haben ein schweres koloniales Karma, das abgeglichen werden soll. Nicht zufällig existieren in Frankreich zahlreiche Ghettos als Quellen von Terrorismus. In Spanien hat früher die Große Inquisition begonnen, dort hat der Großinquisitor Tomás de Torquemada gewirkt, der jetzt wieder inkarniert ist. Italien ist völlig schutzlos. Die Zeit des Latinertums war die vierte Kulturepoche. Griechenland befindet sich in einer verzweifelten Situation – alle Inseln sind voll von Migranten, die sich nicht aufhalten lassen. Wir sehen, wie falsch Griechenland ist mit den linken Experimenten, die dort durchgeführt werden, wir sehen, wie sich die Griechen daran gewöhnt haben, auf Kosten anderer zu leben.

Was sehen wir in Polen? In Polen tritt man in der Justizreform mit Stollen um sich, was ein Riesenproblem verursacht hat. Bulgarien stehen in dieser Beziehung große Probleme während der EU-Präsidentschaft bevor. Auch damit muss unser Ministerpräsident Bojko Borissov fertig werden. Orbán entschloss sich zu einem Veto gegen das EU-Verfahren gegen Polen. Nachdem Trump die Anerkennung Jerusalems als die Hauptstadt Israels unterzeichnet hatte, stimmte die UNO-Vollversammlung mit 128 Stimmen gegen diese Anerkennung, doch 35 Länder haben sich enthalten, darunter Polen und Rumänien. Beide Länder polen sich langsam auf Amerika um. Trump drohte den Ländern, die gegen seinen Beschluss gestimmt haben, die  Finanzhilfen zu streichen. Deshalb bin ich gespannt, ob die „America for Bulgaria“-Stiftung ihre Tätigkeit einschränken wird. Lange Zeit hat die Stiftung, die im Volksmund „Amerika gegen Bulgarien“ genannt wird, gewisse Schmarotzer mit Zuwendungen durchgefüttert. In letzter Zeit hat die Stiftung ihre Tätigkeit auf Finanzierung bestimmter Projekte in Kindergärten und Schulen ausgeweitet, um dadurch den Amerikanismus in Bulgarien in Form von Zuwendungen durchzubringen. Ob dieser Geldstrom versiegen wird, nachdem Bulgarien gemeinsam mit der EU (mit Ausnahme von sechs der neuen Mitgliedsstaaten) gegen die Anerkennung des Trump-Beschlusses gestimmt hat?

Das sind zwar Ereignisse, die auf dem äußeren Plan geschehen, doch eine Widerspiegelung geistiger Gegebenheiten darstellen. In der EU herrscht große Spaltung. Das ist auch der Zustand in Deutschland, wo die kläglichen Versuche, eine Regierungskoalition zu bilden, immer noch nichts hervorgebracht haben. Die EU wird nicht nur regionen- und nationenweise deutlich schwächer, sondern auch die EU-Kommission als supranationale Regierung verliert immer mehr an Autorität und Handlungsfähigkeit. Die zentrifugalen Tendenzen, das Auseinanderdriften, das sich bemerkbar macht und zukünftig stärker werden wird, bewirkt gleichzeitig ein Verlangen, den aufgebauschten Verwaltungsapparat in Brüssel zu reduzieren. Mehrere Milliarden Euro werden aus Großbritannien nicht mehr in die Kassen der EU fließen. Das muss unumgänglich zu Einsparungen führen, denn es kann nicht sein, dass in Brüssel irgendwelche Nutznießer in ihren Büros sitzen und 20-30000 Euro Monatsgehalt fürs Nichtstun erhalten. Es wird unvermeidlich Widerstand gegen den Status quo in Brüssel geben. Selbstverständlich muss die EU allmählich aus einer Wirtschafts- und Staatenunion in eine geistige Union transformiert werden. Das muss das Führende sein, aus dem sich der Rest als eine Wirtschafts- bzw. Rechtsvereinigung usw. ergibt. Anderenfalls ist die EU dem Zerfall geweiht. Doch ist die EU trotzdem jenes trübe Wasser, das zu einer Art Vereinigung führen kann und soll.

All das wird in der so beschriebenen Situation nach Bulgarien kommen, wo in den nächsten sechs Monaten die wichtigsten Beschlüsse gefasst werden sollen. Bojko Borissov wird der Vermittler sein. Sein Schlüsselwort ist „Frieden“ und man muss ein wahrer Friedensstifter sein, denn der Kampf muss in der Stiftung von Frieden bestehen und nicht im Beziehen einer einseitigen Position und Schaffung von Nervosität.

Es ist deutlich, dass es große Probleme und große Erwartungen im Zusammenhang mit der EU-Präsidentschaft gibt. Sie muss von unserer Seite bewältigt werden, so dass dasjenige, was im Himmel geschrieben ist – die aktuelle Planetenkonstellation, die geistige Konstellation – in glänzender Weise erreicht werden kann. Es muss lediglich das Notwendige gemacht werden. Die ganze Welt ist voller Spannung und erwartet das Eintreten schlimmer Ereignisse. Erstaunlicherweise haben die Menschen in Bulgarien die Erwartung, dass etwas Positives geschehen wird.

Nachdem wir diesen kurzen Überblick über die Weltsituationen verschaffen haben, wollen wir uns dem Jerusalem-Knoten zuwenden, der unser heutiges Hauptthema darstellt. Wenn man das Schicksal Jerusalems kennenlernen will, das mit dem Schicksal des jüdischen Volkes zusammenhängt, kann man zahlreiche Bücher über dieses Thema lesen, auch im Internet gibt es eine Unmenge an Informationen. Wer die Politik der vergangenen Jahrzehnte verfolgt hat, der weiß, welche Wendungen die Ereignisse um Jerusalem genommen haben, bevor Trump den seit 20 Jahren anhängigen Beschluss unterzeichnet hat. Kein amerikanischer Präsident hat sich bisher getraut, Jerusalem als die Hauptstadt Israels (unter Vorbehalt) anzuerkennen. Dieser Beschluss hatte eine enorme Auswirkung auf die ganze Welt, insbesondere auf die islamischen Länder. Unter anderem war das ein geschickter Zug. Es gibt verschiedene Deutungen der Argumente Trumps, und wir müssen bedenken, dass die Juden in Amerika dagegen waren. Auf den ersten Blick ist es überraschend, dass sie etwas dagegen haben können, dass Jerusalem die Hauptstadt Israels wird. Doch sie waren dagegen, weil sie wussten, wohin das führen könnte – zu einer dritten Intifada, die anders als die ersten zwei sein würde. Manche vermuten, dass die strengsten Evangelikalen, die das Ende aller Zeiten erwarten und Trump gewählt haben, diese Entscheidung beeinflusst haben, damit die Ereignisse vorangetrieben werden. Ob Trump auch diese Vorstellung von den letzten Zeiten hat, weiß ich nicht. Doch er hat mit seinem Beschluss den Prozess angeregt, denn die Dinge waren ins Stocken geraten und der Gordische Knoten blieb ungelöst. Alexander der Große hat seinerzeit den Gordischen Knoten durchschlagen, doch das hat er in einer Art getan, die der damaligen Zeit und den damaligen Bedingungen angemessen war. Selbstverständlich ist Trump nicht in der Lage, diesen Jerusalem-Knoten zu durchschlagen, da er nicht das geistige Potential oder die Möglichkeiten besitzt. Er hat lediglich den Vorgang aktiviert.

Um was für einen Vorgang handelt es sich? Was wollen die Palästinenser? Die UNO-Resolution von 1948 hat es ihnen ermöglicht, einen Staat zu haben. Doch in Wirklichkeit ist nur der Staat Israel entstanden, die Palästinenser haben keinen Staat, sondern eingezäunte Städte. Die Palästinenser erheben den Anspruch einer langen Geschichte, die auf die Philister zurückgeht – jenen Stamm, dessen Mitglied Goliat war. David und Goliat sind übrigens jetzt wieder inkarniert, nur soviel sei dazu gesagt. Die Palästinenser erheben Anspruch auf Jerusalem, das unter UN-Verwaltung gestellt werden sollte und nicht die Hauptstadt von einem der beiden Staaten sein durfte. Doch in Wirklichkeit hat Israel die Kontrolle über die Stadt. Der Anspruch der Palästinenser ist nicht berechtigt, denn Jerusalem wurde von David gegründet. Es gibt Angaben über eine schon vorher bestehende Siedlung auf dem Gebiet Jerusalems, doch 1000 Jahre v.Chr. hat David am Berg Zion die Davidsstadt gegründet und damit die Idee der Begründung eines israelischen Staates mit dem Symbol des Tempels veranlagt. Der Tempel war der Nabel der Erde, in dem sich die geistige Welt mit der physischen Welt traf. Das Volk Israel, das mit Abraham begann, hatte die Aufgabe, das Gefäß für Gott bereitzustellen, damit Gott im 30. Jahr Jesu in dessen Leib eintreten konnte. Als der Leib geschaffen wurde, war die Mission zu Ende und der Mondenelohim Jahve hat sich zurückgezogen. Das Volk Israel wurde nach dem Jüdischen Krieg im Jahr 70 durch Titus Vespasianus besiegt, Jerusalem und der Tempel wurden zerstört und die politische Autonomie der jüdischen Bevölkerung ging zu Ende. Die Aufgabe des Volks war somit beendet. Die Juden hatten ein geozentrisches Weltbild, das auf die Schaffung des Leibes für Gott gerichtet war, also auf das Irdische, damit sich das Himmlische im Irdischen spiegeln konnte. Zuerst musste der Leib ausgebildet werden, der dann das makrokosmische Ich aufgenommen hat. Jehova wirkte in einer Mondenart über Erzengel Michael, aber hinter allem stand Christus, der Seinen Leib vorbereitete. Aus der Blutsverwandtschaft heraus sollte dieser Leib entstehen und das Blutsverwandtschaftliche wirkte in diesem Volk in einer einmaligen Art, die anders als bei allen anderen Völkern war. Die Kreuzigung schuf ein Riesenkarma und das Volk wurde verstreut. Michael ist allmählich zum Sonnen-Antlitz Christi geworden. Im Garten Gethsemane wurde der Mondenelohim Jahve von seinem Amt befreit und er ist zu einem Sonnen-Elohim geworden. Es ist also eine vollständige Transformationen im geistigen Sinne eingetreten, die sich auf der Erde widerspiegelt hat. Wenn ein Volk keinen führenden Volksgeist mehr hat, hört seine Existenz auf, denn es hat seine Mission erfüllt. Das Volk Israel sollte zum Ferment werden, das die ganze Menschheit mit dem Christentum säuert. Christus hat die Jünger um Sich gesammelt, die zum Ferment für alle anderen Menschen werden sollten. Ein Eingeweihter – Ahasver -, der im Unterschied zu Christus nicht Tod und Auferstehung erlebt hat,  beschloss, der ewige Jude zu sein, in dem das Mondische, das Blutsverwandtschaftliche bewahrt wird. Er erfüllt quasi die Rolle einer Gruppenseele des Volks Israel. Nachdem Theodor Herzl im 19. Jahrhundert die Weltanschauung des Zionismus formuliert hatte, rief David Ben-Gurion 1948 mit der Unabhängigkeitserklärung den modernen Staat Israel aus. All das wirkt gegen die wahre Mission des Volks Israel und stellt eine Rückkehr zum Mondischen, zum Salomonischen Tempel. Deshalb brauchten sie Jerusalem. Vom Tempel, genauer gesagt vom zweiten Tempel, ist nur eine Mauer übrig geblieben. Das ist alles, was vom Tempel übrig geblieben ist, der die Weltanschauung des Volks Israel symbolisierte, der den Nabel der Welt und eine Vorbereitung auf die Ankunft Christi und auf den Übergang vom Ich zum Geistselbst darstellte. Das haben die Juden nicht verstanden und ihren Staat gegründet. Es ist ein wunderbarer Staat, in dem die Wüste in ein Paradies verwandelt wurde. Vom Flugzeug aus kann man erkennen, welche Siedlungen zu Israel gehören und welche zu Palästina. Die Palästinenser hatten die PLO, die terroristische Hamas, nun werden sie durch Zuwendungen finanziert, wobei Europa der größte Geldgeber ist, ohne am Konflikt beteiligt zu sein. Europa gibt das Geld, aber es ist an der Lösung des Konflikts im Nahen Osten nicht beteiligt. Der Keim des Konflikts wurde schon nach dem Ersten Weltkrieg angelegt, als die Siegermächte quasi mit einem Lineal die Grenzen der neuen Staaten gezogen haben. Die Grenzen, die gezogen wurden, gingen durch Völker, Stämme, Dörfer und haben Minen für die Zukunft gelegt. Nach dem Vertrag von Neuilliy-sur-Seine verlief auch die bulgarische Grenze durch das Plumpsklo manches Bauern und teilte einige Dörfer in eine bulgarische und eine serbische Hälfte. Dieselben Schwachsinnigen haben die Grenzen auf der Balkanhalbinsel und im Nahen Osten gezeichnet und dabei dort Minen gelegt, die eine nach der anderen zu explodieren begannen. Auf der Balkanhalbinsel haben die Minen explodiert und zu den Jugoslawienkriegen geführt. Das Erfreuliche auf der Balkanhalbinsel ist jedoch, dass sie Bojko Borissov hat. Wer wird die Rolle des Friedensstifters im Nahen Osten spielen, Trump etwa? Amerika beansprucht das Recht dort mitzumischen. Auch Putin hat einen Stützpunkt in der Region – bei Latakia -, denn im Mittelmeer gibt es gigantische Erdgasreserven. Auf dem äußeren Plan geht es also um Wirtschaftsziele. Diese Riesenvorräte an Gas könnten Europa versorgen, aber was wird dann die Gazprom machen? Doch dieser Zusammenprall von Wirtschaftsinteressen besteht auf dem äußeren Plan. Die Russen haben sich eingemischt und in Syrien Karma auf sich geladen. Der Islamische Staat wurde formell vernichtet, aber seine Metastasen bestehen weiterhin in ganz Europa. Die Folgen dieses Konflikts reflektieren am stärksten auf Europa, doch Europa fehlt bei den Versuchen, den Konflikt beizulegen. Die Palästinenser warten darauf, versorgt zu wer, so wie es bisher war. Es ist übrigens nicht sicher, ob sie überhaupt Araber sind, obwohl sie Moslems sind.

Hier entsteht die Frage, was dieser Jerusalem-Knoten darstellt, ist er wirtschaftlicher, staatenrechtlicher oder geistiger Natur? Auf dem äußeren Plan scheint er wirtschaftlichen Charakter zu haben – es gibt große Interessen und absurde Bündnisse, etwa zwischen Iran, Türkei und Russland. Russland und die Türkei haben sich nach dem abgeschossenen Flugzeug umarmt,  gleichzeitig koalieren sie mit dem Iran, obwohl wir die angespannten Beziehungen zwischen der Türkei und dem Iran kennen, die nicht zuletzt durch die iranische Unterstützung der Kurden schwierig sind. Mischen sich auch die USA ein, wird ein völlig widernatürliches Bündnis entstehen – Iran, Türkei und Russland – was für Gemeinsamkeiten kann es zwischen diesen Ländern geben? Das kann nur gegen Europa und die USA gerichtet sein. Saudi-Arabien macht sich Sorgen um sich selbst, Katar hat Riesenvorräte an Erdgas und möchte auch nach Europa liefern. Trump sprach über Flüssiggas, das mit Tankern transportiert werden soll, was sehr teuer ist. Es gibt nur ein Terminal für Flüssiggas in Polen, das für Amerika geöffnet ist. Die wirtschaftlichen Interessen sind natürlich nur der Schaum an der Oberfläche. Ist der Jerusalem-Knoten eine staatenrechtliche Angelegenheit wegen der Grenzenziehung und der daraus entstehenden Konflikte? Seitdem der Staat Israel gegründet wurde, hat es sechs oder sieben Kriege gegeben und immer war Israel der Sieger, obwohl es von arabischen Ländern umzingelt ist. Wie war das möglich? Als Stalin gegen Hitler kämpfte, kämpfte Ahriman gegen Luzifer. Die geistige Welt stellte sich auf die Seite des bolschewistischen Russland, denn in Russland ist die Zukunft. Deutschland sollte begreifen, dass es sich von seinen Aufgaben in der fünften Kulturepoche sehr stark entfernt hat. Wider jede Logik hat Israel in allen Kriegen gesiegt und ist bis heute in militärischer und wirtschaftlicher Hinsicht in der Region am stärksten. Natürlich beziehen sie Finanzhilfe aus Amerika, die sich eine Zeit lang auf fünf Milliarden Dollar jährlich belaufen haben soll. Aber es kam der Augenblick, als Israel Anspruch auf Jerusalem erhoben hat. Netanjahu hat einen Spaziergang durch Europa gemacht und die Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt gefordert, doch EU-Außenbeauftragte Mogherini machte deutlich, dass das nicht in Frage kommt. Aber bei der Abstimmung wurde deutlich, dass die EU keine einheitliche Meinung hat, denn ein paar Länder haben sich enthalten. Bulgarien hat sich hinter der Position von Mogherini gestellt. Borissov hat einen Instinkt für solche Sachen, aber es steht auf einem anderen Blatt, ob er auch ein tiefes Verständnis hat.

Nun wollen wir zum Wesen des Jerusalem-Knotens vordringen. Haben die Moslems das Recht, auf Jerusalem Anspruch zu erheben? Der Streit zwischen Palästinensern und Juden ist nämlich nur eine Verschiebung der Frage, um diesen Streit geht es nur vordergründig. Jerusalem ist das ätherische Zentrum, der ätherische Nabel der Welt, weil sich auf dem Golgatha-Hügel das große Mysterium der Zeitenwende abgespielt hat. So wie der ätherische Mittelpunkt des Menschen das dritte Auge ist, so liegt der ätherische Mittelpunkt der Erde in Jerusalem. Ein Angriff auf diesen ätherischen Punkt führt zur Abschwächung der Lebenskraft der Erde und dadurch zur Abschwächung der Lebenskraft der Menschheit. Die Juden sagen, dass David die Stadt gegründet hat und sie den Anspruch auf den Tempel in Jerusalem haben. Dem ist aber nicht so, denn ihre Mission ist in der Zeitenwende zu Ende gegangen. Durch die Ansprüche wird lediglich Ahasver, dieses Wesen, das auf dem Astralplan wandert, vergrößert, seine Astralmacht steigt an. Eine astrale Gedankenform, die riesige Ausmaße angenommen hat, muss sich früher oder später auf dem Erdenplan manifestieren. Das wird katastrophale Folgen haben. Der Drache der heutigen Medien, der falsche Nachrichten speit, schafft unheimliche Gedankenformen im menschlichen Astralleib, die auch den Ätherleib beeinflussen und riesige Astralwesen schaffen. Wie Luftballons werden sie platzen und Unheimliches bewirken. Das werden die sog. Fake News verursachen, die wegen rein egoistischer Gründe verbreitet werden. Die Menschen sind sich absolut nicht im Klaren, was sie mit den falschen Nachrichten, die sie bei Facebook posten, in Gang setzen. Wie viele scheinbar spirituelle Menschen posten völligen Unsinn, ohne das Falsche vom Wahren zu unterscheiden? Trump hat mit seiner Anerkennung eben dieses Astralwesen aufgepumpt und eine Konsolidierung der islamischen Welt bewirkt, die ein neues Astralwesen als Gedankenform bildet. In Wirklichkeit werden zwei Astralwesen gebildet. Aber das Problem besteht nicht in der Gegenüberstellung von Palästina und Israel, denn weder die einen noch die anderen haben den Anspruch auf diesen Ort, der die Welt Gottes, die Welt des Christentums ist. Diese Welt ist die irdische Stadt Jerusalem, die nicht zufällig einige Jahrhunderte lang heruntergekommen war, bis Konstantin der Große kam und mit ihrer Wiederherstellung begann. Als der Islam erschien, haben die Mohammedaner die Kontrolle über die Stadt übernommen, dann kamen die Kreuzzügler – wir kennen die Geschichte Jerusalems. Es wird behauptet, dass Jerusalem der Sammelpunkt der drei abrahamitischen Religionen ist: Das stimmt nicht. Der Islam kann als eine abrahamitische Religion angesehen werden, denn Mohammed ist der Nachkomme Ismaels – des Sohnes der Nebenfrau Abrahams (H)agar. Die Juden stammen bekanntlich von Isaak ab. Bis zur Zeitenwende hatten sie den rechtmäßigen, aus der Blutsverwandtschaft abgeleiteten Anspruch auf Jerusalem, da sie die Begründer dieser Stadt waren. Danach hat dieses Prinzip aufgehört zu wirken, es muss stattdessen das Prinzip der Brüderlichkeit in Christo gelten. Doch „wer nicht mit mir ist, der ist wider mich“ (Matth. 12:30) – so steht es um die Beziehung zu Christus. Als die Mohammedaner diese Stadt einnahmen, haben sie auf dem Tempelberg, wo einst der Tempel von Jerusalem gestanden hatte, die drittwichtigste Moschee, die al-Aqsa-Moschee gebaut. Dort befindet sich auch der berühmte Felsendom, der mit der Moschee nicht zu verwechseln ist. Laut der Legende hat dort Mohammed bei einer Nachtreise seine wichtigste spirituelle Erfahrung erlebt, über die ich in der Vorlesung „Gottes Plan und die freie Wahl des Menschen“ (https://erzengelmichaelblog.wordpress.com/2016/06/29/gottes-plan-und-die-freie-wahl-des-menschen/) eingegangen bin. Nachdem er nach Jerusalem geritten war, trat er auf den Felsen und begab sich auf seine Himmelfahrt zu Allah. Allah ist ein ahrimansischer Abglanz aus der Hierarchie der Elohim, obwohl die Konstitution der Mohammedanerseele luziferisch ist, da sie nach hinten zu Abraham blickt. Doch dieser Luziferismus bringt immer Ahrimanismus hervor. Jene Weltanschauung, die sich im „Haus der Weisheit“ in Bagdad im achten und neunten Jahrhundert unter Al-Maʾmūn herausgebildet hat, war das sogenannte Mohammedanertum, das den Aristotelismus aufgenommen und modifiziert hat. Die dabei entstandene Weltanschauung hat sich in Europa durch die wieder inkarnierten Mohammedaner im Materialismus manifestiert – durch Francis Bacon, Comenius usw. Nur zur Information möchte ich erwähnen, dass auch Mohammed heute wieder inkarniert ist und von innen in Europa wirkt. Laut der Legende ist er auf den Felsen getreten, hat sich von dort abgestoßen, ist hinaufgefahren und hatte einen Kontakt zu Allah. Über die Art und den Sinn dieses Kontakts habe ich bereits gesprochen. Als Ergebnis wurde der Impuls aufgenommen, der in versteckt ahrimanischer Weise in der luziferisierten Seele des Mohammedaners wirkt. Die Araber erheben den Anspruch auf diese Stadt, da dieser Felsendom auf dem Stein steht, auf dem sich Mohammed einst befunden hat. Doch dieser Felsendom liegt auf dem Grundstein des Tempels von Jerusalem, also auf dem Grundstein des Heiligtums, in dem sich einst die Bundeslade befunden hat. Auf diese Weise tritt der Islam im wörtlichen Sinne auf jene abrahamitische Religion, die durch die spirituellen Erfahrungen Mohammeds verändert wurde.

Im Gegensatz zu der verbreiteten Ansicht, die sogar von Theologen vertreten wird, ist das Christentum keine abrahamitische Religion. Selbstverständlich findet man das Alte und das Neue Testament an einer Stelle, in einem Buch, doch das Christentum fängt mit Christus an und hat mit dem Prinzip der Blutsverwandtschaft nichts zu tun. Als Jesus zum Jordan ging, war das Ich Zarathustras aus dem Leib herausgetreten. An seine Stelle trat ein Ich ein, das nie vorher auf die Erde gekommen war und nie wieder in einem physischen Leib auf die Erde kommen wird. Das Christentum ist keine abrahamitische Religion, sondern es steht über allen Religionen, die Bäche aus diesem Strom bilden. Hier müssen wir eine viel spirituellere Anschauung haben, um begreifen zu können, was primär und was sekundär ist und wie über Folgen gesprochen werden kann, die vor der Ursache liegen. Der Islam und der Judaismus als Religionen der Blutsverwandtschaft treffen sich auf natürliche Weise in Abraham. Wir sagten bereits, dass beide Religionen keinen Anspruch auf Jerusalem haben dürfen. Es gibt eine christliche Legende, dass Christus bei seiner Zweiten Wiederkunft aus dem Osten kommend durch das Osttor in Jerusalem eingehen wird. Da die Mohammedaner diese Legende kannten, haben sie dort vorsorglich einen Friedhof angelegt, um Christus zu verhindern, da Er nicht über die mohammedanischen Gräber kommen würde. Warum haben sie das getan? Wir haben bereits gesagt, dass die Seelenkonstitution des Mohammedaners luziferisch, doch der hervorgebrachte Impuls ahrimanisch ist. Nicht von ungefähr ist die mohammedanische Anschauung stark materialistisch ausgerichtet. Deshalb existiert der Glaube an die Jungfrauen im Paradies und die sinnlichen Vergnügen, die jeden Moslem erwarten, welcher Ungläubige tötet. Sie glauben, dass sie mit ihrem physischen Leib hinauffahren, um die gleichen sinnlichen Vergnügen zu genießen wie in der materiellen Welt. Der Materialismus existiert also im Mohammedanertum und er wird durch den Blick nach hinten, d.h. durch die Luziferisierung  begleitet. Luzifer führt immer zur Entstehung von Karma und ahrimanischen Folgen. Beides geht Hand in Hand. Deshalb besteht dort diese unrechtmäßige Synthese von Luzifer und Ahriman, die zu den Ausgeburten der Asuras führt und zu solchen Bildungen des reinen Asurismus wie dem Islamischen Staat. Die Moslems behaupten, nichts damit zu tun zu haben. Doch das alles geschieht im Namen Allahs, das führt zu diesen Konsequenzen, wenn in der Zeit des Großen Christentums des Heiligen Geistes der Weg zu Christus nicht gefunden wird. Sowohl der Judaismus als auch der Islam müssen metamorphosieren und den Weg zu Christus in einer zeitgemäßen Art finden. In diesem Sinne muss Jerusalem christlich sein – als das Gedächtnis der Menschheit für das größte Mysterium, das sich dort ereignet hat. Am heutigen Tag, an Heiligabend müssen wir uns auch an dieses Mysterium erinnern, damit in uns in einer neuen Art die nathanische Seele geboren werden kann. Das physische Jerusalem ist die Erinnerung an das Mysterium von Golgatha. Als das ätherische Zentrum der Erde müsste die Stadt den Status eines Fokuspunktes der Menschheit zwecks Transformation und Blick in die Zukunft haben. Dass Christus aus dem Osten kommen soll, das meint in der Esoterik immer die geistige Welt, das Geistige, denn bei Seiner Zweiten Wiederkunft geht Christus mit Seinem Ätherleib in der Astralwelt und man kann Ihn nur dann finden, wenn man wahres ätherisches Hellsehen entwickelt.

Die Christen rätseln auch darüber, wie Christus kommen wird, ob im physischen Leib oder anders, um alle zu richten. Wenn der Mensch stirbt, verlassen nicht zufällig seine seelisch-geistigen Teile den Körper durch den Kopf, um in den Osten zu gehen, sogar auf dem physischen Plan. Doch eigentlich steigen sie zum Geist hoch, denn das ist die Bedeutung des Ostens. Wir brauchen nicht in China oder Indien nach dem Geist zu suchen. Wenn es also heißt, dass Christus aus dem Osten kommt und durch das Osttor gehen wird, bedeutet das, dass Er im Geist kommen wird. Der Mensch muss folglich zu seiner Begegnung mit dem Erlöser heranwachsen.

Die Lösung des Jerusalem-Knotens hängt sehr eng mit drei großen Ereignissen zusammen, die wir in der Heiligen Schrift finden – das sind die Zweite Wiederkunft Christi, die Begegnung mit dem Antichristen und die geheimnisvollen Schlacht von Armagedon. Über die Zweite Wiederkunft Christi haben wir mehrmals gesprochen. Die Begegnung mit dem Antichristen, die in den nächsten 10 bis 15 Jahren bevorsteht, haben wir ebenfalls aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet und uns werden auch zukünftig wichtige Elemente zu unserer angemessenen Vorbereitung auf diese Begegnung enthüllt. Über die Schlacht von Armagedon, die in der „Offenbarung des Johannes“ erwähnt wird, besteht völlige Unklarheit. Es mag erstaunlich klingen, doch die Antwort habe ich bei einem Adventisten gefunden, und zwar bei einem sehr sympathischen jungen Bulgaren, der in der bulgarischen Siebenten-Tags-Adventisten-Gemeinde in Wien predigt. Er sagte bei einer Predigt, dass wir den Schlüssel zu der Offenbarung des Johannes finden müssen, um zu verstehen, was das für eine Schlacht ist. Und es ist klar, dass es einen solchen Schlüssel gibt, denn wir sehen, dass es dort um Siegel, Posaunen, um das Ergießen des Zorns Gottes geht. Dieser Pfarrer vergleicht die Offenbarung mit einem Computerprogramm, wo beim Anklicken einer Menüleiste ein Angebot an Befehlen erscheint, aus dem man den passenden Befehl aussuchen kann. Wenn man etwas anderes anklickt, erscheint ein anderer Befehl usw. In einer ähnlichen Art wird Johannes laut dem Pfarrer durch Christus zu immer tieferen Geheimnissen geführt, wenn ihm schon bestimmte Geheimnisse klar geworden sind. Und wenn man in dieser Weise auf das Buch der Apokalypse schaut, dann scheint die Entschlüsselung nicht so schwierig zu sein. In der Offenbarung (16:16) gibt es den Satz „Und er hat sie versammelt an einem Ort, der da heißt auf hebräisch Harmagedon“. Jedes Wort der Offenbarung hat eine wichtige Bedeutung, und es wird explizit mitgeteilt, dass die Bedeutung des Wortes „Harmagedon“ im Hebräischen zu suchen ist. Nach einer Deutung bedeutet Armagedon „der Berg von Megiddo“ und es hat tatsächlich eine solche Stadt im Norden Israels existiert. Es wird daher vermutet, dass Armeen von Christen und Moslems sich an diesem Berg in den letzten Zeiten gegenüberstehen werden. Es gibt dort jedoch keinen Berg. Das ist das materialistische Verständnis, das massenhaft unter den Christen existiert. Aber die „Offenbarung des Johannes“ müssen wir nur geistig betrachten, wie auch dieser Pfarrer sagte. Das Wort harmagedon ist nach einer anderen Deutung die griechische Wiedergabe von har mô’ed, was „der Versammlungsberg“ bedeutet. Der Berg bedeutet die geistige Welt und in der Versammlung werden Probleme gelöst. Steiner sagte, dass Armagedon die Schlacht gegen die Dämonisierung der Menschheit ist, die sehr lange dauern wird. Dieser adventistische Pfarrer vermischte natürlich die drei Ereignisse (die Zweite Wiederkunft Christi, die Begegnung mit dem Antichristen und die Schlacht von Armagedon), da er sie als zur gleichen Zeit stattfindend betrachtete.

Was bedeutet die Schlacht von Armagedon in Wirklichkeit? Diese Schlacht gegen die Dämonisierung der Menschheit wird sehr lange dauern, sie wird auch bestehen, nachdem die physische Existenz des Menschen aufgehört hat und wir zu der neuen Reproduktionsart übergegangen sind. Wahrscheinlich wird die Schlacht sogar bis zum Äon der Venus andauern, wenn bestimmte menschliche Seelen endgültig von der Evolution abgefallen und in Weltenstaub verwandelt sein werden. Die Schlacht von Armagedon bedeutet, dass die Entscheidung über die endgültige Trennung der Menschen in eine gute und eine böse Rasse in den geistigen Welten getroffen wird, d.h. auf dem Versammlungsberg. Diese Schlacht hat ihren Anfang und ihr Ende. Mir der Vertreibung der ahrimanischen Geister durch Michael, dem Ende des Kali Yuga und der Befreiung des Tieres aus dem Abgrund hat die Schlacht von Armagedon im Wesentlichen begonnen. Vorher hat die geistige Welt die dunklen Mächte aufgehalten, nun hat die Schlacht angefangen, die Äonen lang bestehen wird. Die Begegnung mit dem Antichristen wird auch einen Anfang und ein Ende haben. Wenn er sich in jenem Leib inkorporieren wird, der nun 18jährig ist – vermutlich im 29. oder 30. Jahr – wird er dort wahrscheinlich drei Jahre leben. Von dieser Begegnung wird unsere ganze Zukunft abhängen. Die ätherische Wiederkunft Christi hat einen Anfang, etwa in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts, doch sie wird im Unterschied zu den anderen zwei Ereignissen kein Ende haben. Stattdessen wird sie sich auf immer höheren Ebenen des Seins manifestieren – nach der gegenwärtigen Erscheinung im Ätherischen wird Christus astralisch im niederen Devachan erscheinen, in der siebten Kulturepoche wird Er als ein Welten-Ich im höheren Devachan und in den nächsten Äonen auf noch höheren Stufen erscheinen, bis wir zum Pralaya am Ende der Schöpfung (des Zyklus) gelangen. Die Zweite Wiederkunft Christi ist also eine außergewöhnliche Tatsache, die nie ein Ende haben wird. Alle anderen Ereignisse haben einen Anfang und ein Ende und das ist der grundsätzliche Unterschied zu ihnen.

Wohin weist diese Schlacht von Armagedon und wie können wir sie in Beziehung zu Jerusalem setzen? In der „Offenbarung des Johannes“ ist bekanntlich auch vom Himmlischen Jerusalem mit den zwölf Toren, von einem Neuen Himmel und einer Neuen Erde die Rede. Die Schlacht von Armagedon, die Schlacht gegen die Dämonisierung der Menschheit im Erdenäon führt zur Vorbereitung des Himmlischen Jerusalem, der der Plan über den neuen Himmel und die neue Erde ist. Der neue Himmel und die neue Erde sind der zukünftige geistige Jupiter, d.h. die zukünftige Inkarnation der Erde. An der Ausarbeitung des Planes über den zukünftigen geistigen Jupiter, der das Himmlische Jerusalem ist, werden die besten Vertreter der Menschheit teilnehmen – die Weißmagier. Sie sind bereits dabei, diesen Plan zu entwerfen. Die anderen, die den Weg zu Christus nicht finden und „weiße Kleider anziehen“ wollen, werden nach schrecklichen Prüfungen auch an der Entstehung des zukünftigen geistigen Jupiter teilnehmen, doch sie werden den Mond schaffen, der wie eine blutende Wunde im geistigen Jupiter existieren wird. Sie nehmen an der Schaffung des glänzenden Himmlischen Jerusalem nicht teil, sie sind nicht seine Architekten. Der einzige Sinn der heutigen Stadt Jerusalem ist die Existenz dieses Punktes der Welt, zu dem wir immer zurückkehren und unter den Bedingungen der fortdauernden Armagedon-Schlacht neue Kräfte zur Ausarbeitung dieses Plans ansammeln müssen. Die heutige Stadt Jerusalem hat weder für Palästina noch für Israel, weder für den Islam noch für den Judaismus einen Sinn, sie bringt ihnen ausschließlich Probleme, wobei nur Öl ins Feuer der Armagedon-Schlacht gegossen wird.

Der Knoten muss entwirrt werden. Nicht zufällig hat das Schicksal Bojko Borissov neulich nach Saudi-Arabien geschickt, denn er wird sich eines Tages auch in diese Region einmischen. Bis vor kurzem haben Politologen und Soziologen seine Außenpolitik ausgelacht und ihn als „scheinbaren Geopolitiker“ bezeichnet. Doch er ist in Wirklichkeit ein Geopolitiker, der wie mit einem Zauberstab Probleme löst, die seit Jahrzehnten bestanden haben. Allerdings steht Christus hinter ihm: Egal wohin Borissov geht, betet er zuerst zu Christus. Bevor seine Delegation ins Flugzeug steigt, beten alle zu Gott. Borissovs Politik ist die wahre Geopolitik, während die Geopolitik Trumps nur Ahriman bedient. Doch für diejenigen, die nur die äußerste Bewusstseinsschicht besitzen, ist Trump ein Geopolitiker. Die wahre Bewusstseinsschicht ist geistig, sie besteht darin, die Ursachen zu kennen. Borissov spürt die Ursachen intuitiv und stiftet Frieden. Nur so etwas kann Erfolg haben.

Wenn die drei zuvor genannten Ereignisse von manchen traditionellen christlichen Konfessionen zeitlich in Verbindung gesetzt werden, behaupten sie, dass wir in den letzten Zeiten leben. Leben wir wirklich in den letzten Zeiten, von denen in der Bibel die Rede ist? Nein, denn die letzten Zeiten werden sich sehr lange hinziehen, sie liegen weit in der Zukunft. In welchen Zeiten leben wir dann? Wir leben in den Großen Zeiten, sagt die geistige Welt. Deshalb habe ich in einer Vorlesung über „die Große Schlacht auf Erden“ gesprochen (vgl. https://erzengelmichaelblog.wordpress.com/2016/05/). Auf dem Hintergrund der Armagedon-Schlacht und der Zweiten Wiederkunft Christi macht die Begegnung mit dem Antichristen diese Großen Zeiten aus. Von der Art und Weise, wie wir sie meistern, wird unser nächster Zug abhängen. In der Menschenseele werden daraus neue, grundlegende Kräfte zum Bestehen gegen das Böse hervorgehen. Damit wir der Armagedon-Schlacht  angemessen sind, müssen wir das Bevorstehende meistern.

Es fließt also Vieles ineinander und es entsteht ein Knoten. Dieser Knoten lässt sich entwirren, nur wenn die Menschen zum Golgatha-Hügel aufblicken und nach der nächsten Entwicklung suchen – nach dem, was ich den „Heiligen Impuls“ nenne. Das bulgarische Volk muss den Weg zu diesem Impuls finden, denn anderenfalls werden ihn andere Menschen im Ausland finden. Ich appelliere an die Auslandsbulgaren, über Bulgarien nicht zu lästern, falls sie mit etwas unzufrieden sind, denn das sind Schmähungen gegen den Volkserzengel, gegen die Mission, die das bulgarische Volk zu erfüllen hat. Stattdessen sollen sie sich bewusst werden, aus welchen Ursachen sie das Karma dorthin geführt hat, wo sie sind. Sie sollen eine Zusammenarbeit mit den Inlandsbulgaren suchen, damit wir zusammen am Aufstieg Bulgarien teilnehmen, denn der Volkserzengel beobachtet einen dort, wo man sich gegenwärtig befindet. Die Auslandsbulgaren dürfen sich nicht entfremden und die Nabelschnur zu Bulgarien abtrennen – das wird einen persönlichen Schaden für sie haben. Was ist zu tun? Zuerst muss sich das Bewusstsein erhellen und das gelingt, wenn man anthroposophische Literatur liest. Danach muss das Gelesene zum Herz hinuntersteigen, es müssen reinere Gefühle entstehen und schließlich muss das alles zu den Gliedmaßen, zum Willen hinunterfließen. Dann beginnt man, vernünftige Willenstaten im Namen Christi zu vollbringen, die die wahre zeitangemessene Liebe sind. Wenn man seinen Kopf erhellt, wird man in der rechten Art vom Schutzengel geleitet, der Volkserzengel kann sich einmischen und Michael, der beide anführt, kann auch eingreifen. Auf diese Weise ebnet Michael den Weg für die Zweite Wiederkunft Christi. Es sind  große Wachsamkeit und Entschiedenheit notwendig, denn der Wille bedeutet Entschiedenheit, der Wille bedeutet das Ich. Mit der Synthese der beiden Impulse, über die ich seit 17 Jahren spreche, wird das menschliche Ich erreicht und von da aus wird Christus erreicht. Die Zwölf Heiligen Nächte liefern bei der aktuellen Sternenkonstellation jedem eine außerordentliche Möglichkeit, den rechtmäßigen Weg zu seinem Ich und von dort zu Christus zu suchen. Zu diesem Ziel muss man die wahre spirituelle Anschauung erlangen, für die regelrecht gekämpft werden muss. Das ist die wahre michaelische Anschauung, die als einzige unserer Zeit angemessen ist. Durch diese Anschauung kann man hinter die äußeren Ereignisse gelangen, sie durchleuchten und begreifen, welche Kräfte hinter diesen Ereignissen wirken. Dann kann man sich in sie einschalten, was die Herstellung einer rechtmäßigen Beziehung zur geistigen Welt voraussetzt. Die Götter greifen nämlich nur dann ein, wenn man eine rechtmäßige Beziehung zu ihnen herstellt und etwas von ihnen erbittet.

In dieser heiligen Zeit, liebe Brüder und Schwestern, dürft ihr essen, doch lieber nicht trinken! Richtet euer Bewusstsein auf die Frage, wie ihr diese Anschauung entwickeln könnt, welche Anstrengungen ihr unternehmen werdet, um die Gedanken auszubilden, die die Götter empfangen und sich sowohl in euer persönliches Karma als auch in das Volkskarma und das Weltkarma einmischen können. Auf diese Weise helfen wir Christus und das ist die Art, in der wir Ihm in der Zeit des Christentums des Heiligen Geistes helfen können. Wer seine Anschauung ändern will, der höre das, was aus Bulgarien kommt. So soll es sein. Amen!

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Das „Zigeuner“-Mysterium

 

(Die Bezeichnung Zigeuner soll hier frei von jeglichen rassistischen Ressentiments und Konnotationen verstanden werden. Sie wurde bei der Übersetzung dem Ethnonym Roma vorgezogen, weil sie erstens dem bulgarischen Wort цигани formell entspricht, welches dort völlig wertfrei im öffentlichen Raum benutzt wird und zweitens, weil der Vortragende das Wort цигани als einen Oberbegriff für verschiedene Untergruppen benutzt, während Roma vielfalls im engeren Sinn in Bezug auf die osteuropäischen Roma verwendet wird (viele Vertreter dieser Minderheit in Bulgarien lehnen die Bezeichnung Roma ab und bezeichnen sich selbst als цигани).

Die letzte Vorlesung in dieser Reihe ist dem „Zigeuner“-Rätsel gewidmet. Doch vor den folgenden Ausführungen möchte ich etwas zum letzten Thema hinzufügen. Wir wollen die 3D-, 4D- usw. -Technologien, die heutzutage die Menschen begeistern, nicht unerwähnt lassen. Man geht ins Kino und setzt eine Brille auf, um 3D-, 4D- usw. -Filme zu sehen. Was ich sagen werde, weiß ich aus eigener Erfahrung, ohne irgendwann je einer 3D-Vorstellung beigewohnt zu haben, und ich werde auch nie mir so etwas antun. Ich weiß jedoch, was dort geschieht. Der Mensch bedient sich momentan lediglich seiner fünf Sinne, wobei er irgendwie abstrakt über den sechsten Sinn fachsimpelt. Doch in Wirklichkeit besitzen wir Menschen zwölf Sinne, von denen der Ich-Sinn der letzte ist. Der Ich-Sinn unterscheidet sich vom Ich, auf das wir vorhin eingegangen sind. Ich will irgendwann eine Vorlesung über diese Fragen halten, denn von den zwölf Sinnen benutzt der Mensch nur fünf und bildet sich ein, etwas zu sehen und zu wissen.

Wenn das jungfräuliche Funktionieren der fünf Sinne – Geruchssinn, Tastsinn, Geschmackssinn, Sehsinn und Gehörssinn in irgendeiner Art verletzt wird, führt das zu einer sehr starken Beeinträchtigung des Menschen. Die Konsequenz davon ist, dass er äußerst schwierig zum imaginativen, inspirativen und intuitiven Bewusstsein – zumindest in ihren Anfangsphasen – aufsteigen kann, das wir uns auf dieser Entwicklungsstufe aneignen können, wenn wir in richtiger Art zum Ich-Christentum des Heiligen Geistes heranschreiten. Wenn der Mensch die Brille im Kino aufsetzt und seine visuelle Wahrnehmungsart ändert, dann dringen bei der 3D-Vorstellung besonders tückische ahrimanische Geister in ihn ein, die sich im Ätherleib einnisten. Die ahrimanischen Geister greifen ja hauptsächlich den Ätherleib an, die luziferischen – den Astralleib und die Asuras greifen nach dem physischen Leib. Durch Drogen können Letztere den Menschen zerstören, so dass er die Bewusstseinsseele nicht mehr entwickeln kann. Selbst das kleine Ich, das er als seine gegenständliche Bewusstseinsform hat, wird versenkt. Deshalb erzählt jeder Drogensüchtige, dass er in anderen Welten war, weil sein Ich verschwindet. Der zerstörerische Missbrauch der Sexualität, die vom Drogenkonsum begleitet wird, verlöscht das Ich. Dann kann der Mensch zwar die Illusion haben, etwas Großartiges zu sein, doch sobald er seinen Mund aufmacht, wird klar, wer durch ihn spricht. Ich rate also allen, diese Technologien zu vermeiden. Je weniger Sie mit diesen Technologien in Berührung kommen und sich ihrer Attacke aussetzen, desto gesünder ist es für Sie. Natürlich lässt sich nicht alles vermeiden, die ganze Gesellschaft wird nach und nach digitalisiert. Und absurderweise ist die bulgarische EU-Kommissarin ausgerechnet für die Digitalisierung zuständig. Stellen Sie sich vor, von hier geht der Heilige Impuls aus und gleichzeitig haben wir eine bulgarische EU-Kommissarin für Digitales – das ist ja genau das Gegenteil und das macht auch das Wesen des Ahrimanismus aus. Ahriman ist der Herr der Materie und treibt die Entwicklung in diese Richtung. Er wird alles digitalisieren. Alle Formen des Gesellschaftslebens werden digitalisiert. So können wir damit rechnen, dass irgendwann bei einer Stromunterbrechung das ganze Leben zusammenbricht. Der Mensch vermag dann selbst die elementarsten Aufgaben des gesellschaftlichen Lebens nicht zu bewerkstelligen. Die „Wunder“ des modernen Lebens werden mit einer solchen Geschwindigkeit erfunden und eingeführt, dass es einem schwindlig wird. Selbstverständlich besitze ich auch einen Laptop, doch man muss ihn als ein Mittel der Information benutzen, um sich über das wirklich Wertvolle zu informieren. Man muss eine solche Unterscheidungsfähigkeit besitzen, dass man innerhalb einer Sekunde beurteilen kann, welche Information aus dem Internet einem dienlich ist. Alles andere – die überwiegende Masse von dem, was im Internet angeboten wird -, gehört in den Müll. Der Mensch sollte die Fähigkeit entwickeln, das Wertvolle zu erkennen, denn er will und muss ja auch über die äußeren Tatsachen informiert sein. Im Haufen an Informationen müssen wir lernen, das nützliche Korn, das notwendige Teil zu entdecken, mit dem wir das Puzzle fertig legen können. So lässt sich durch diese Techniken das Gegenteilige Ahrimans verbreiten – nämlich Christus -, was wir auch durch das Aufzeichnen dieser Videos vornehmen. Die Videos werden viele Menschen und deren Bewusstsein erreichen und hoffentlich zukünftig Früchte zeitigen, denn jedes Werk, das im Namen Christi vollbracht wird, ist eine Blüte, die Früchte ansetzt und trägt. Nichts kann im Menschen Früchte ansetzen und tragen, was außerhalb von Christus steht. Außerhalb von Christus ist man dem Wolfsrudel ausgeliefert und die Widersacher können nach Belieben mit dem Menschen umgehen, so dass er entweder in der Psychiatrie endet oder „nach oben“ eingezogen wird. Wir wissen noch, wie in den Zeiten des Kommunismus jeder, der einen gesunden Menschenverstand hatte und etwas Vernünftiges sagte, für verrückt erklärt und in die Irrenanstalt zwangseingewiesen wurde. Das machte der rechte Globalismus mit dem Menschen, während der linke Globalismus das Recht auf völlige Freiheit für alles proklamiert, so dass wir in das Chaos der Revolutionen geraten, wo jeder macht, was er will. Zwischen diesen beiden Polen müssen wir nach dem mittleren Weg suchen – den wahren Weg des Ich zu Christus.

Nun wollen wir zu unserem Hauptthema zurückkehren. Das ist eines der großen Probleme, mit denen Bulgarien und in einem allgemeineren Aspekt auch Europa zu tun hat. Wir wollen mit den notwendigen Einsicht und Respekt, doch auch unter Benennung der Wahrheiten an diese Frage herangehen. Manch einer kann zahlreiche Argumente vorbringen, um zu beweisen, was für schlechte Menschen die Zigeuner sind, ein anderer kann mit zahlreichen Argumenten einwenden, dass sie unglückliche Opfer darstellen. Wir müssen die Antwort auf die Frage suchen, woher diese Menschen kommen und warum sie so sind, wie sie sind. Doch die wichtigste Frage ist die Frage nach ihrer Sozialisierung, damit sie der fünften Kulturepoche angemessen werden.

Soviel ich weiß, liegen im Okkultismus keine Angaben über diese Ethnie und ihr Wesen vor. Eine Ausnahme bilden die bekannten Worte des Meisters Beinsa Douno, deren Authentizität nicht angezweifelt werden kann. Sinngemäß lauten diese Worte, dass die Zigeuner eine sehr alte Zivilisation sind, die sich versündigt hat und zerstört wurde, um anschließend in die ganze Welt verstreut zu werden. Steiner hat nichts zu diesem Thema gesagt. Also wollen wir als Ausgangspunkt diese Äußerung Beinsa Dounos nehmen, um dem Ursprung der Zigeuner nachzukommen.

Die bulgarische Folklore ist eine unerschöpfliche Quelle von geschichtlichen Informationen, auch die Veda Slovena ( die Sammlung von Volksliedern und Legenden der bulgarischen Pomaken aus Thrakien und Mazedonien), die mit bekannten Epen wie Kalevala und dem Nibelungenlied vergleichbar ist, stellt eine endlose Quelle von Angaben über die ältesten Zeiten dar, etwa über die dritte Kulturepoche, also über die älteste Zeit, aus der uns überhaupt etwas erreicht hat. Bekanntlich gibt es keine Artefakte aus der ersten und zweiten Kulturepoche, sondern frühestens aus der dritten Kulturepoche, die 2907 v.Chr. begonnen hat. Jegliche Datierung, die die Altertümlichkeit von etwas beweisen soll, müssten wir mit Bedacht annehmen.

Bis 1921 hat es etwas in der Welt gegeben, was noch nicht entdeckt war. Aus der bulgarischen Folklore kennen wir den Anfang des Liedes „Чер арапин бял кон язди” – „Ein schwarzer Arappe reitet auf einem weißen Pferd“, der fast sprichwörtlich geworden ist. Bemerken Sie, gemeint ist nicht ein schwarzer Araber, sondern ein Arappe, der auf einem weißen Pferd reitet. Bis 1921 war die sog. Harappa-Kultur noch nicht entdeckt worden – die Kultur des Mohendjo-Daro. Damals hat man bei Ausgrabungen diese Zivilisation entdeckt, die eine für die damalige Zeit gigantische Fläche von 1500 mal 1000 km eingenommen hat. Die Harappa-Kultur hat auf einem großen Territorium auf dem Gebiet des heutigen Punjab, d.h. in Teilen Pakistans und Westindiens dem Indus-Delta entlang existiert. Bei Ausgrabungen wurde die Stadt Harappa gefunden, die wohl 20000 bis 30000 Einwohner hatte, was für die damaligen Verhältnisse eine Großstadt war. Die Stadt Mohendjo-Daro gehört auch zu dieser Zivilisation, die in die Geschichtsschreibung als die Harappa-Kultur eingegangen ist.

Wann hat diese Kultur existiert? Die Wissenschaftler sind der Meinung, dass die Harappa-Kultur zwischen Mitte des dritten Jahrtausends vor Christi und dem 18. Jahrhundert vor Christi bestanden hat. Bei den Ausgrabungen wurden viele Knochen gefunden, was darauf hinweist, dass Abertausende Menschen niedergemetzelt wurden und diese Zivilisation aufhörte zu existieren. Um das 16. Jahrhundert vor Christi herum war alles dort ausgestorben. Womit sich jene Menschen beschäftigt haben, weiß niemand. Ich behaupte mit 99-prozentiger Sicherheit (nicht mit 100 prozentiger, aber wir müssen irgendwo anfangen), dass die Harappa-Kultur die Urquelle der heutigen Zigeuner ist. Im Volkslied ist von einem schwarzen Harappe die Rede, der auf einem weißen Pferd reitet. Wir wissen, dass im Okkultismus das Pferd mit der Entwicklung des menschlichen Gedankens zusammenhängt. Das große Paradoxon besteht darin, dass ein schwarzer Harappe ein weißes Pferd – also den Gedanken – reitet. Das ist ein großer Problem. Das Schwarze führt immer zu Lemurien, zu älteren Rassen zurück. Und die weiße Rasse ist mit dem Pferd und der Entwicklung der Intelligenz verbunden. In der Harappa-Kultur war das Pferd mit Sicherheit nicht bekannt. Die Archäologen versuchen, Details über das Alltagsleben und den Glauben jener Menschen herauszufinden. Zweifellos waren das, um nach den gefundenen Statuetten zu beurteilen, die Draviden – die sog. „Schwarzköpfige Bevölkerung“. Obwohl sie schwarz genannt wurden, waren sie nicht den Afrikanern, sondern eher den Europäern ähnlich. Unsere Zigeuner haben überwiegend dunkle Haut, doch unter ihnen gibt es auch viele hellhäutigere Untergruppen, dazu liegen verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen vor. Mir geht es darum, ein Korn zu finden, um eine Beziehung zu diesem Mysterium aufzubauen. Die Harappa- Kultur hat sich während der dritten Kulturepoche entwickelt, also einige Jahrhunderte nach 2907 v.Chr. – ca. 2600-2500 v. Chr. Sie hat sich also gänzlich innerhalb der dritten Kulturepoche entfaltet und auch aufgehört zu existieren. Die vierte griechisch-römische Kulturepoche begann 747 v.Chr. In diesem Rahmen also entwickelte sich jene Kultur, in dem der kulturbestimmende Faktor die Empfindungsseele war und die Menschen die Welt durch ihre Empfindungsseele erlebten, was für den heutigen Menschen absolut unverständlich ist. Wenn man heute versucht, die Motive jener Menschen zu begreifen, warum sie ihr Leben in dieser Art eingerichtet haben und warum sie dies oder jenes gemacht, warum sie eine solche Religion und Weltanschauung gehabt haben, vergleicht man sie unvermeidlich mit der heutigen Zeit und schlussfolgert, dass jene Menschen abergläubisch waren. Nichts ist jedoch abergläubischer als die gegenwärtige Wissenschaft, denn sie betrachtet vom heutigen Standpunkt der Bewusstseinsseele jene Perioden der menschlichen Entwicklung, als die Welt durch ganz andere Wesensglieder erlebt wurde. Man muss die Eigenschaften der Bewusstseinsseele kennen, die damals und nicht jetzt an den Tag gelegt wurden, um sich in jene Menschen zu vertiefen. Zweifellos war damals das Prinzip des Theos vorherrschend – alles war absolut gottbestimmt und -geleitet, der Oberpriester wurde von oben impulsiert. Das heißt, jene Menschen wurden gänzlich von der unsichtbaren Welt geleitet, um auf dem Erdenplan ihr soziales Leben in ihrer Art aufzubauen. Im Laufe der Zeit haben sie wohl die Verbindung zur geistigen Welt fehlgeleitet, denn es musste allmählich der Übergang zur vierten Kulturepoche der Verstandesseele gestaltet werden, in der der Verstand gezähmt wurde, um durch Aristoteles zu der abstrakten Bewusstseinssform zu gelangen, der sich die heutige Menschheit bedient. Jene Menschen haben sich als unfähig zu diesem Zweck erwiesen und ihre Kultur wurde daher zerstört. Sie haben sich versündigt, indem sie offensichtlich die Mysterien missbraucht haben – damals gab es keine andere Möglichkeit sich zu versündigen. Und diese Kultur wurde aufgelöst. Wer hat das gemacht? Das waren die legendären Hyksos. In den Puranas – den heiligen Schriften des Ostens – ist von den göttlichen Yakshas die Rede, die auch „die guten Geister“ genannt wurden und über die Himalaya, Nepal und Tibet kommend in das Industal eindrangen. Dort, wo jetzt der Punjab ist, war das alte Balkhara-Reich, also Balkhara aus jenen Zeiten des 18. Jahrhunderts vor Christi, nicht aus der Zeit Alexanders des Großen. Dort, wo sich der heutige Staat Punjab befindet, lebten die Bulgaren. Die Hyksos bekamen diesen Namen in Ägypten, doch eigentlich müssten sie die göttlichen Yakshas sein, die auch der Buddhismus als einen Nachklang kennt. Sie kamen auf Pferden reitend und mit Streitwagen – eine strahlende weiße Rasse. Niemand hatte bis zum damaligen Zeitpunkt das Pferd eingeritten. Das waren diejenigen, die das Pferd eingeritten hatten und das waren bekanntlich die Bulgaren. Das Pferd war damals ein Kampfmittel, das kein anderer beherrschte. Das Pferd einzureiten bedeutete, dass man sich das Denken aneignete und zur Verstandesseele überging. Das haben die Fahnenträger jener Jahrtausende gemacht – die Bulgaren. Das ist die ursprüngliche Bedeutung des Pferdes, das später als Kampfmittel oder zum Pflügen benutzt wurde. Das ist der äußere Ausdruck des Einreitens des Verstandes, also die Entwicklung des Denkens im Menschen, deren Fahnenträger die Bulgaren sind. Nicht zufällig hat der spätere Bodhisattva Orpheus, der unter den Bulgaren zum Buddha aufgestiegen ist, der Empfindungsseele mithilfe der Musik jene Impulse eingeprägt, die sich in der heutigen fünften Kulturepoche als die menschliche Intelligenz manifestieren. Der Mensch ist durch Orpheus intelligent geworden, so dass Sie als Zuhörer die Bewegung meines logischen Gedankens verfolgen können. Das hat Orpheus in die Empfindungsseele des Menschen veranlagt. Nun geht das zur Bewusstseinsseele über, von deren Standpunkt ich jetzt spreche. Die Bulgaren haben also als Vorreiter dieser Entwicklung das Pferd gezähmt und danach hat Orpheus jene Impulse veranlagt, die zur Benutzung des Denkens in der heutigen Bewusstseinsform führten, doch hier sprechen wir schon über das 13. Jahrhundert vor Christi.

Die Hyksos kamen also und vernichteten die Harappa-Kultur und das war völlig berechtigt. Wenn man vom heutigen Standpunkt sagt, dass so etwas unmoralisch sei, ist das unsinnig. Wer sich in jene Zeiten vertieft und die Anschauung jener Menschen versteht, wird erkennen, dass dies absolut berechtigt und sogar nützlich war, so dass selbst die vernichteten Völker das als eine göttliche Gabe empfunden haben. Wer die Anthroposophie in der Tiefe kennt, weiß, was ich meine. Ein Teil derjenigen Menschen, die die heutigen Zigeuner sind, wurde auf dem Feldzug mitgenommen. Die äußere Wissenschaft vertritt die Meinung, dass die Zigeuner in unsere Gebiete erst mit den seldschukischen Türken gelangt sind. Das sind zwei Stämme, die aus Zentralasien kommen – aus den Gebieten, wo heute z.B. Uzbekistan ist. Wieso sollen die Zigeuner von dort auf die Balkanhalbinsel gekommen sein, leuchtet mir nicht ein, daher stelle ich das vor, was ich für richtig halte. Die Zigeuner sind also viel früher als angenommen hierher gekommen. Das konnte man allerdings vor der Entdeckung der Harappa-Kultur im Jahr 1921 nicht wissen. Die Hyksos haben die Zigeuner vor sich hergetrieben, was die Gene der Menschen bezeugen. Wie ein Wirbelsturm zogen die Hyksos und haben die Stämme, die sie unterwegs trafen, angetrieben, unter anderem durch das Iranische Hochland. Das Sassanidenreich wurde viel später gegründet, während sich diese Züge im 18. Jahrhundert vor Christi ereignet haben. Sie gingen durch das Gebiet von Tigris und Euphrat, wo später die Staaten Balkharis und Mari existiert haben. Wahrscheinlich kamen sie auch durch Haran, wohin Abraham aus Chaldäisch Ur umzog und haben auch Abraham angetrieben. Deshalb vertrete ich die Ansicht, dass Abraham nicht um 2100 v. Chr. aus Ur ausgezogen ist, sondern 1800 v. Chr. Wahrscheinlich wurde er vom Trubel der Hyksos mitgerissen, weshalb er nach Ägypten zog – dem Endziel der Hyksos. In Ägypten haben die Hyksos im Nildelta die Stadt Auaris gegründet. Es gab von nun an eine neue Zeitrechnung, einen neuen Kalender und neue Regeln. Die Hyksos haben über das mächtige Ägypten etwa 150 bis 200 Jahre lang geherrscht. Deshalb weist die Aufzählung der ägyptischen Dynastien Lücken auf, welche gerade die Herrscherzeit der Hyksos betreffen. Dorthin sind auch die Gupten aus Indien gelangt, aus den Gebieten, durch die Hyksos zogen und die wir heute in Ägypten als die Kopten vorfinden – diejenigen, die in einer spezifischen Art ihre Liebe zu Christus jährlich am Ostersonntag in der Grabeskirche in Jerusalem zum Ausdruck bringen. Die Hyksos haben eine Alphabetschrift an die Stelle der ägyptischen Keilschrift eingeführt. Über die Alphabetschrift steht in den Puranas, dass sie von den göttlichen Yakshas erfunden wurde. Wer sind die göttlichen Yakshas? Sie waren hellhäutig und zogen aus ihrer Urheimat dem Tarimbecken los, wo Jahrtausende zuvor auch Manu an Land gegangen war und wo die Mumien von großen, hellhäutigen und blonden Menschen gefunden wurden, denen die Chinesen die Köpfe abgeschnitten und ihnen chinesische Köpfe angenäht haben. Wer sind diese weißen Menschen? Das sind die Ureinwohner der Balkanhalbinsel. Die Frage, wer die göttlichen Yakshas sind, wollen wir offen lassen. Sie haben auch die Balkharas angetrieben und unter anderem auch die afrikanische Westküste bis zum Golf von Guinea erreicht. Dort findet man immer noch ihre Spuren bei Stämmen, die modifizierte Namen aus jener Zeit tragen. Überall, wo sie hinkamen, haben sie Spuren hinterlassen, weil sie zur Ichhaftigkeit übergingen, das Pferd einritten, sich des Denkens bemächtigten und auf diese Weise der Zukunft entgegenschauten. Und sie haben alle Stämme, die sich im Sumpf befanden, erhoben. Doch Ägypten hatte die Aufgabe, seine Mysterien weiterzuentwickeln und es kam die Zeit des Amenhotep dem IV. Echnaton. Von diesem Reformer wurden die Hyksos verjagt, er hat den Kult geändert. Heute ist er wieder inkarniert – nur soviel sei gesagt. Zusammen mit den legendären Danaiden – den Ureltern der Hellenen – und höchstwahrscheinlich auch unter Beteiligung von Zigeunern, die von den Hyksos nach Ägypten als Sklaven verschleppt worden waren, raubten sie fast die gesamte ägyptische Flotte, überquerten das Mittelmeer und wurden in Argos auf Peloppones im 16. Jahrhundert vor Christi vom Herrscher der Pelasger bzw. Belasger – den echten Urvätern der Bulgaren – empfangen. Alte Legenden erzählen, dass die Pelasger schon vor der Sintflut hier waren, dass sie Seleniten, also Menschen aus der Zeit vor der Erscheinung des Mondes am Himmel waren. Der Mond bzw. die Sonne und der Regenbogen sind nach der Sintflut am Himmel sichtbar geworden, nachdem die Atlantis versunken war und Manu die beiden Strömungen herausgeführt, zweigeteilt und ins damals wunderschöne Tarim-Tal geführt hatte.

Was ist geschehen? Die Hyksos bzw. die Danaer – die Urväter der Hellenen -, waren in Wirklichkeit Ägypter mit dunklerer Hautfarbe und lockigem Haar, wie Herodot berichtet. Sie waren keine hellhäutigen Menschen, doch allmählich haben sie sich mit den Pelasgern vermischt und es ist das alte hellenische Volk entstanden – hellhäutige Menschen mit lockigem Haar. Die Hauptbevölkerung der Balkanhalbinsel – die Pelasger, d.h. die Thraker – war hier vor der Sintflut. Wenn es ein Volk gibt, das hier war und Zivilisationen in die ganze Welt ausgestrahlt hat, so waren das die Bulgaren, die Pelasger. Nicht zufällig lautet der erste bezeugte Namen Thrakiens Perke, was auch im Namen des sogenannten Perperikon, eigentlich Perperek klingt. Ein Professor hat das Heiligtum der Thraker Perperek absichtlich in Perperikon umbenannt, damit es durch die Endung -on griechisch klingt, wodurch er seine Dienstreisen versilbert hat. In der Nähe befindet sich der Fluss Perperek, was aus dem frühesten Namen Thrakiens Perke stammt. Deshalb weist die bulgarische Sprache eine Vielzahl von Wörtern mit der Wurzel per auf. Aber man hat Perperek zu Perperikon gräzisiert wie den Namen des Urvaters des hellenischen Volkes Deukalion. In der alten griechischen Sprache hat Deukalion überhaupt keine Bedeutung, die Namen Athen, Attika, Zeus haben keine Bedeutung. Nur in der Sprache der thrakischen Bulgaren haben diese Bezeichnungen einen Sinn. Nach und nach wurden sie von den Hellenen übernommen, die die ganze Geschichte gefälscht haben, indem sie sie in ihre Anschauung eingeschlossen haben.

Zum ersten Mal sind also damals – wahrscheinlich im 16. Jahrhundert vor Christi -, die Zigeuner aus der Harappa-Kultur auf die Balkanhalbinsel gekommen. Das waren keine Araber, die wie wir wissen, die Nachkommen Ismaels, des Sohnes Abrahams, sind und die arabische Halbinsel besiedelt haben. Doch die Araber sind keine dunkelhäutige Bevölkerung. In der Folklore geht es um einen Harappe und die Bulgaren wissen sehr gut zu differenzieren zwischen Arabern und Harappen. Deshalb wird das Schwarze immer im Sinne von etwas Schlechtem verwendet. Die Zigeuner sind ein Überrest jener Kultur aus der dritten Kulturepoche, die damals eine rechtmäßige Spiritualität besaß, aber allmählich in Verfall geriet und zerstört wurde, wobei sich die Bevölkerung in ganz Europa verstreut hat. Zahlenmäßig am stärksten sind sie bei uns und in Rumänien vertreten, wo sie sich verbreitet haben. Sie waren schon immer Quacksalber, haben aus der Hand gelesen usw. Das Mystische wirkt in ihnen – das sieht man einfach. Wir finden zahlreiche Hellseher unter den Zigeunern, wir stellen fest, dass das Blutsverwandtschaftliche in ihnen stark wirkt – diese Emotionalität, die sie haben und die an die Stufe der Empfindungsseele grenzt. Bei ihnen ist die Verstandesseele sehr stark mit dem Empfindungsseelischen vermischt, deshalb sind sie immer so künstlerisch veranlagt, sie werden Musiker und Tänzer und leben von der Hand in den Mund. Selten gelingt es jemandem, sich aus dem Sumpf herauszuarbeiten.Tausende von Jahren lang haben sich diese Menschen nicht integriert. Was mag das für eine Kultur gewesen sein, was war die damalige Sünde, dass ihre Erben sich seit Tausenden Jahren nicht an die Gesellschaften anpassen können. Deshalb klingt die Strophe „Ein schwarzer Arappe reitet auf einem weißen Pferd“ heute noch wie etwas Absurdes, wie Holzeisen, wie etwas, was schlecht ist. Das ist eine absolut populäre Phrase in unserer Folklore, welche eine wichtige Quelle von Belegen bildet. Und wir Bulgaren besitzen keine Dokumente über unsere Geschichte, da sowohl die bulgarische Königsbibliothek als auch die Kirchenbibliothek vernichtet wurden, so dass alle Urkunden über unsere Geschichte aus griechischen und lateinischen Quellen stammen. Aus diesen Letzteren gewinnen die Historiker vollkommen fehlerhafte Vorstellungen. Deshalb sollten sie die Folklore studieren, um die Wahrheit zu verstehen. Doch dazu sind esoterische Kenntnisse notwendig, ohne solche Kenntnisse geht es nicht.

Wir sehen heute die Zigeuner als ein Relikt, als Menschen, die sich in der fünften Kulturepoche befinden, bei denen das Empfindungsseelenhafte und Verstandesseelenhafte zugespitzt zur Geltung kommen – sie sind in einem gewissen Sinne auch Schlaumeier. Sie sehen sofort, wo sie einen Nutzen ziehen können und daran ist ja nichts zu rügen. Es ist an sich nicht schlecht, ein Lebenskünstler zu sein. Eine andere Frage ist es, wozu man das benutzt, was man als Gemütsleben in sich trägt, ob es Schäden verursacht oder im Namen Christi förderlich ist. Ob es durch Christus gehen kann? Was sollen die Zigeuner heute machen? Wie sollen sie einbezogen werden?

Eine Frau, die im Bildungsministerium arbeitet, hat mich gefragt, was ich über die Zigeuner sagen kann und wie wir mit ihnen verfahren können. Es gibt heutzutage verschiedene Programme, es gab die „Dekade der Roma-Teilhabe“ – statt „Zigeuner“ wird ja „Roma“ gesagt. Doch das ist eine verlogene Bezeichnung, wir kennen die Zigeunerweisen von Pablo de Sarasate, es gibt die Operette „Der Zigeunerbaron“ von Johann Strauß, die bulgarische Sprache kennt das Wort циганско лято „Zigeunersommer“ mit der Bedeutung „Altweibersommer“. Es ist nicht beleidigend, ein Zigeuner zu sein: Du bist der Vertreter einer uralten Kultur, die irgendwann Fehler begangen hat. Du musst aber nun der heutigen Zeit angemessen werden und Christus im Ich-Prinzip finden.

Wie soll das Modell geändert werden? Wie und wohin sollen diese Menschen integriert werden? In diese Gesellschaft, die Europa nun aufbaut? Doch man sieht, wohin das Modell des Globalismus führt. In welches soziale Modell sollen wir die Zigeuner integrieren? Natürlich muss man bei der Bildung und Erziehung ansetzen. In diesem Sinne investiert die regierende Partei GERB viel Geld in die Bildung, damit die Zigeuner zurück in die Schulen geholt werden.

Meine Mutter hat als Lehrerin in einer Kleinstadt bei Varna gearbeitet und unter ihren Schülern befanden sich viele Zigeunerkinder aus der Untergruppe der Kopanari „Löffelmacher“. Hatte ein Kind nur einen Tag in der Schule gefehlt, so besuchte meine Mutter es zu Hause und interessierte sich, was los war. Sie hatte all ihre Schüler lieb und machte keinen Unterschied zwischen bulgarischen und Zigeunerkindern, sie holte die Zigeunerkinder in die Schule zurück. Dafür haben sie die Schüler geliebt und und den Kontakt zu ihr auch später gesucht, als sie pensioniert wurde. Sie sagten: „Frau Mangurova hat uns alles beigebracht, ihr schulden wir das, was wir heute geworden sind“. Manche wurden angesehene Geschäftsleute. Das ist der wahre Sinn des Lehrerberufs, das ist der wahre Sinn der Bildung, und nicht Aussagen wie „Das sind doch Zigeuner, aus denen wird eh nichts!“, die wir nur zu gut kennen. Das Kind muss spüren, dass der Lehrer es liebhat, denn diese Menschen sind sehr feinfühlig. Wenn man sich an sie in einer menschlichen Art, ohne etwas Verurteilendes wendet, dann werden sie einen verstehen. Es gibt niemanden, der einen nicht verstehen wird, wenn man an ihn völlig aufrichtig herangeht. Das ist die große Alchemie des Manichäeismus, die der Menschheit als wahre Mysterien erst in der sechsten Wurzelrasse in 6000 Jahren zugänglich sein wird. Der Manichäismus ist ein höheres Mysterium als das Gralsmysterium. Der heutige Mensch muss langsam zu einer Form des Manichäismus fähig werden, so dass das Böse zum Arbeiten für das Gute eingespannt wird. Nun erfüllen die Zigeuner quasi die Rolle des Bösen, solche Meinungen werden geäußert. Doch waren diejenigen, die den Staat in der Raubprivatisierung bestohlen haben, Zigeuner? Wer hat eigentlich die Karre in den Dreck gefahren? Die Staatssicherheit, also die satanischen Atheisten des früheren Regimes. Die Zigeuner sind der Sündenbock, sie wurden aus den Fabriken entlassen und wurden arbeitslos. Sie stehlen natürlich, doch in viel größeren Ausmaßen stehlen manche Bulgaren. Die Zigeuner terrorisieren die Dorfbevölkerung durch Diebstahl von Hühnern, geerntetem Obst und Gemüse, doch die Banditen terrorisieren die Städte. Jeder terrorisiert jemanden, es beginnt ein Krieg aller gegen alle, in dem alle einander terrorisieren. Wie können wir uns entwirren? Wir müssen wirklich zu diesen Menschen mit dem richtigen Blick schauen. In einem gewissen Sinne sind sie ein Riesenreichtum, denn vor uns sehen wir die Vertreter einer Kultur, die vor 4000 Jahren existiert hat. Nun muss man mit diesen Menschen eine gemeinsame Sprache finden, damit man zusammen zu einer neuen Bewusstseinsform übergeht und eine neue soziale Ordnung aufbaut. Selbstverständlich wird das nicht die jetzige Ordnung des Gesetzes sein. Das muss von innen kommen. Die Bildung muss reformiert werden, denn die heutige Bildung ist lediglich eine Kaserne für den Geist. Man muss zur Religiosität übergehen. Hier spielen die evangelischen Kirchen eine wichtige Rolle, die zu den Zigeunern predigen, dass man etwa nicht stehlen darf. Und nach und nach tritt eine Wandlung in die Menschen ein.

Vor zwei Jahren haben wir Konjovo bei Nova Zagora besucht. Das ist das Heimatdorf von Djado Wlajtscho, dem wieder inkarnierten Johannes dem Täufer. Es war Sonntag, wir waren um zehn Uhr da, aber niemand konnte uns die Gemeinde aufschließen, wo es eine Gedenkecke mit Bildern, Dokumenten usw. von Djado Wlajtscho gibt. Wir haben nach dem Schlüssel gesucht, den übrigens eine Zigeunerin aufbewahrte. Auf der Suche nach dem Schlüssel haben wir eine andere Zigeunerin getroffen, die uns sagte, dass sie gerade zum Gottesdienst geht. Als wir fragten, was das für ein Gottesdienst war, erzählte sie, dass der Pfarrer in seinem Haus einen Raum eingerichtet hat – mit einem Kreuz usw. Dieser Mann wurde zum Pfarrer in einer der evangelischen Konfessionen ausgebildet und evangelisiert seitdem die Bevölkerung. Die Frau sagte begeistert: „Es ist so schön, an Christus zu glauben, zu Ihm zu reden!“ Die Frau war so aufrichtig, hat mit solcher Liebe von Christus gesprochen, die man bei Bulgaren selten findet. Wenn die Feinfühligkeit, die diese Menschen besitzen, auf den richtigen Weg gebracht wird – durch Bildung, durch Religiosität, denn sie müssen mit ihrem Verstand wahrnehmen, was zu ihnen gesagt wird -, wird sehr viel erreicht. Das Sinnliche in ihnen, das nun zum Vorschein kommt als Bauchtanz zu primitiver Musik, als all diese Überreste der Vergangenheit, die einen nach unten ziehen, muss in andere Bahnen gelenkt werden. Der Prozess muss vom Bauch aufwärts ansetzen. Eine wahre Bildung, nicht die heutige, gepaart mit Religiosität, können diesen Menschen dazu verhelfen, Christus und das Ich-Prinzip in einer ihnen angemessenen Art zu finden. Es gibt keine höhere menschliche Manifestation als dass der Mensch persönlich schöpferisch mit dem Ich-bin-Prinzip etwas hervorbringt. Das ist die höchste Manifestation im Menschen! Das ist der Heilige Impuls, über den ich spreche, den ich versuche zu verbreiten. Wenn diese Menschen Christus in einer ihnen angemessenen Art finden, wird in ihnen das Niedrige des Zentaurs – die Beine und Hufen – abfallen und das Menschliche vom Bauch aufwärts bleiben. Denn jeder Mensch ist ein Zentaur, ein Mischwesen, dessen Tiernatur im Astralleib ist und noch tiefer in den Ätherleib sinkt, was auch auf den physischen Leib zurückstrahlt. All das muss allmählich abfallen, so dass der Zentaur in einen Menschen transformiert wird, von dem man sagen kann – „Da ist der Mensch!“ Das kann mit den Zigeunern geschehen. Es gibt unter ihnen manche, die Geschäftsleute, Landwirte werden, sie sind nicht mehr auf das Stehlen angewiesen, sie können ihr eigenes Haus bauen. Die Arbeit nützt in erster Linie ihnen selbst, denn sie sind nicht mehr von der Sozialhilfe abhängig und gewöhnen es sich ab, immer “Gib!” zu rufen. Denn von Kind auf haben sie nur gelernt, dass man ihnen “geben” muss, anstatt es sich selbst zu verdienen. Man muss also aus dem Empfindungsseelenmäßigen herauswachsen. Im Empfindungsseelenmäßigen verbleibt derjenige, der nur „Gib!“ schreit. Man muss zur Verstandesseele heranwachsen, so dass man sich fragt, was man tun kann, um Geld für mein Brot zu verdienen. Dann kann man auch zur Bewusstseinsseele und zu den erhabenen Wahrheiten heranreifen, so dass der Geist irgendwann in einem wirken kann. Doch dazu muss es zuerst Individuen geben, die den Geschmack, den „Engelsduft“ des Geistes kennen und wissen, wie er in ihrem Ich wirkt, wie er ihre Seele erweitert, wie er in den Jahve-Kubus eintritt, wie man vor Dankbarkeit weint, wie er in einem als Bewusstsein erstrahlt, wie all das in einen hereinströmt. Doch zuallererst muss man eine Einstellung zum Positiven gewinnen und nicht alles verleugnen und ablehnen. In Bulgarien geschehen wunderbare Sachen, es gibt wunderbare Menschen. Der verstorbene Schauspieler Joko Rosic sagte einmal, dass Bulgarien voll von wunderbaren Menschen ist. Doch wir müssen auf sie zeigen und nicht nur auf das Negative schauen. Die Medien sind ahrimanisiert, sie sind die Diener Ahrimans, deshalb ernähren sie sich nur vom Unglück, sie berichten nur von schlechten Ereignissen, Unfällen. Morden und Katastrophen. Bojko Borissov versucht, etwas zu erreichen, das Positive anzuheben. Denken Sie an folgende Worte von mir, die Dinge in Bulgarien werden im nächsten Jahr unumkehrbar werden. Wir werden glänzend die EU-Präsidentschaft meistern und zum Vorreiter Europas werden, der die Richtung weist. In der EU gibt es keine politischen Führer, aber Bulgarien hat endlich einen wahren Führer in Christo. Alle wollen ihn verhindern, doch immer, wenn man als Ich zum nächsthöheren Weiher wachsen will, bedarf es nach der Art Christi einen Widerstand. Deshalb gibt es auch die Sozialistenvorsitzende Kornelia Ninova und die ganzen schizophrenen Politiker, die man auf dem äußeren Plan sieht. Bojko wird wachsen, er ist der Große und Bulgarien wird aufwärtskommen. Davon ist nicht loszukommen – all unsere Hellseher bestätigen es. Bulgarien wird gedeihen. Wenn es der Ich-Träger der Menschheit ist, der Fahnenträger, der die Entwicklungsrichtung anzeigt, dann wird das geschehen. Indem der Impuls der Synthese angeeignet wird, lassen sich immer größere Tore vor dem bulgarischen Volk öffnen. Aber wer wird dazu bereit und dessen würdig sein? Neulich sind mehrere blinde Menschen in einem Verkehrsunfall gestorben. Die karmische Belastung der Blindheit war nicht genug, sie mussten auch in einem Unfall sterben. Menschen sterben massenhaft an Krebs, Herz- und Hirnanfällen. Es ist ein „Säubern“ im Gange! Also muss es entweder eine Umstrukturierung geben, doch nicht eine Umstrukturierung der Regierung, sondern jeder muss in sich selbst seine Weltanschauung umstrukturieren. Man fängt oben an und arbeitet sich nach unten.

Ich hoffe, das das, was ich hier seit nun schon mehreren Stunden sage, gut verstanden wird, so dass es im Menschen zu fermentieren beginnt und daraus Fragen entstehen, damit auch die Antworten kommen. Jeder soll seine Ich-Metamorphose vollziehen, damit das wahre Christentum des Ich beginnen kann, das wahre Zeitalter des Wassermanns. Das Zeitalter des Wassermanns ist das Zeitalter des Ich, es hat für vereinzelte Menschen angefangen, jedoch nicht für alle. Und als Beinsa Douno geäußert hat, dass das Wassermannzeitalter 1916 eingesetzt hat, da ging es um das Ich, um das Zeitalter des Ich. Das ist das Christentum des Heiligen Geistes. All das bisher Gesagte orientierte sich an jenem Fluchtstab, den wir im ersten Video aufgestellt und bei allen bisher gestreiften Themen im Auge behalten haben. Nach diesem Zyklus aus sechs Vorlesungen hoffen wir, dass es bald mit Gottes Hilfe einen neuen Themenzyklus geben wird, in dem auch andere Fragen allgemeineren und konkreteren Charakters beantwortet werden. Ich bedanke mich bei jedem, der die angebotenen Materialien angeschaut hat. Sie sind jenem Samen aus dem Gleichnis vom Sämann (Lukas 8: 4-8) ähnlich, der in die gute Erde fällt und aufgeht und hundertfache Frucht bringt. Diese Frucht bist du, Bruder, oder du, Schwester, die ihr diese Videos schaut! Das wirst du selbst sein. Es gibt keine größere Hilfe für den Menschen, als dass ihm jemand den Weg weist, auf dem er zum Ich-bin werden kann. Ich danke für die Aufmerksamkeit.

 

Der Niedergang der gegenwärtigen Wissenschaft

Diese sog. kurzen Videos fallen gar nicht so kurz aus, doch die Zeiten verdichten sich und drängen zur Begründung durch mehr Argumente. In meinen zahlreichen mehrstündigen Vorlesungen findet sich zwar eine Vielzahl von Argumenten, die den geisteswissenschaftlichen Standpunkt bei der Behandlung dieser Probleme vertreten. Nun aber werden sie in einer stärker verdichteten Form Ihrer Aufmerksamkeit angeboten.

Bisher haben wir über den ersten Impuls der Schutzengel gesprochen und dabei gesehen, wie die Brüderlichkeit als ein zerstörerischer Missbrauch der Sexualität zutage tritt und zum Ich-Vampirismus führt, der jegliche Brüderlichkeit erdrückt. Um eine Brücke zur Wissenschaft zu schlagen, wollen wir wieder auf das Gemälde „Salvator mundi“ eingehen, das neulich für mehr als 400 Millionen Dollar verkauft wurde. Wenn wir dieses Porträt des Erlösers betrachten, können wir eine gewisse Ähnlichkeit mit Mona Lisa feststellen. Christus scheint hier geschlechtslos zu sein und die Verfechter der sexuellen Revolution würden sagen: „Seht her, sogar Christus ist geschlechtslos! Wir sollten uns doch zu Ihm hinauferheben!“ Doch dieser Christus, Den Leonardo dargestellt hat, hat das Geschlechtliche in rechtmäßiger Weise überwunden und ist Selbst zum Gral geworden. Das wird auch der Mensch zukünftig erreichen, jedoch nur in der Gemeinsamkeit von Mann und Frau. Deshalb trägt Christus auf dem Bild eine Ellipse oben auf Seinem Gewand. Wer von diesen Dingen etwas versteht, sieht hier die Versinnbildlichung der Entwicklung vom Saturn bis zum Vulkan. Nur derjenige, der diese Entwicklung in der richtigen Weise zurückgelegt hat, kann zum Erlöser der Welt werden und im wahren Sinne des Wortes am Ende des zukünftigen Vulkan von sich sagen: „Ich bin Christus“. Dann werden wir zum nächsten Zyklus übergehen. Christus hat als Jesus alle notwendigen Etappen erlebt, indem Er die drei Leiber Jesu in ein Geistselbst, einen Lebensgeist und einen Geistesmenschen innerhalb von zweieinhalb Jahren verwandelt hat. Wir werden dreieinhalb Äonen zur Verfügung haben, um das Gleiche zu bewältigen. Hier kann man das Ausmaß des Golgatha-Mysteriums erahnen und erkennen, wie vielschichtig es ist. Man muss nur die notwendigen Fragen stellen, wie ich sie im ersten Video gestellt habe, z.B. die Frage nach dem Phantom. Dann werden uns die Hierarchien die Antworten offenbaren, die noch tiefgründigere neue Fragen provozieren. Wie ich bereits betont habe, ist das unsere wahre Waffe gegen die geplante ahrimanische Irreführung, die der Menschheit bevorsteht und in der Ankunft des Antichristen kulminieren wird.

Nun wollen wir uns der Wissenschaft und dem Dämonismus widmen, den ihr Niedergang einleitet. Dabei werden wir nicht nur die Beziehung zum ersten Impuls herstellen, denn der Missbrauch der Geheimnisse der Empfängnis und der Geburt, der Missbrauch der Sexualität, all das sind schicksalsträchtige Misserfolge der Wissenschaft. Der zweite Impuls der Engel bezieht sich darauf, dass der Mensch in seinem Mitmenschen ein heiliges Wesen, „ein verborgenes Göttliches“ sehen soll. Er soll spüren, dass er vor einer Seele steht, die absolut individuell und authentisch ist. Das menschliche Miteinander, die Beziehung gleich welcher Art soll ein heiliger Austausch von Seele zu Seele ohne jegliche Vermittlung sein. Deshalb sagte Steiner, dass die Kirche, „wenn sie sich selber richtig versteht“, dahingehend wirken soll, sich selbst „unnötig zu machen“ (vgl. GA 182:146). Die Kirche erhebt den Anspruch, der Mittler, der „Distributor“ sozusagen zwischen mir und Gott zu sein. Doch ich habe gar keinen Bedarf nach einer diesbezüglichen Vermittlung! Es gibt viele Menschen, die diesen Bedarf haben, da sie sich in einem Weiher befinden, der auf einer bestimmten Höhe des Ich-bin-Flusses gebildet wurde. Das Wasser in diesem Weiher ist zwar nicht ganz rein, doch es ist trotzdem Wasser, ohne das man austrocknen wird.

Der zweite Impuls der Schutzengel betrifft die vollständige Freiheit im geistigen Umgang der Menschen, welcher ein heiliger Akt der Seelen sein soll. Wenn dieser Impuls nicht in rechter Weise empfangen, erkannt und in den nächsten Leben umgesetzt wird, führt das zur „instinktiven Erkenntnis gewisser Heilmittel“ (ebd., S.155). Diese Impulse treten in uns als Instinkte in Erscheinung, da sie zum Willen vorgestoßen sind und von dort als Instinkte wirken. Das führt zu einem immensen Chaos in der Medizin, es wird bereits möglich sein, Krankheiten zu schaffen. Der Mensch entscheidet aus rein egoistischen Gründen heraus, ob er Krankheiten schaffen will, die er mit angeblichen Heilmitteln heilen wird. Die Menschen berauschen sich an der Möglichkeit, Krankheiten zu schaffen und sie zu heilen, aber das wird die Medizin und die Gesellschaft zu einem unüberwindbaren Chaos führen. Den Missbrauch der Medizin sieht man im Herumwühlen im Genom und in der Suche nach solchen heilenden Substanzen verwirklicht. Jetzt wird angestrebt, unbedingt alle Babys zu impfen. Gemeint sind hier nicht jene traditionellen Impfstoffe gegen Tetanus u.dgl., sondern solche Substanzen, die die Kinder buchstäblich vergiften – solche Fälle gibt es schon -, so dass sie später keine Beziehung zu Christus, zum Spirituellen haben werden. Zukünftig, sagte Steiner in GA 177 – und das ist womöglich schon Wirklichkeit geworden -, wird es einen Impfstoff geben, der auf dem Verwaltungsweg als eine Pflichtimpfung jedem eingespritzt wird, damit er später nie zu dem Gedanken kommt, dass es eine Seele und einen Geist gibt. Alle sollen nur Leiber sein, wie Ahriman das wünscht.

Der dritte Impuls der Schutzengel, der auch nicht in der angemessenen Art empfangen wurde, bezieht sich darauf, dass der Mensch zu einer Weltanschauung kommt, die in allem, was ihn umgibt, in allen Natureichen, das Geistige sieht. Es soll Brüderlichkeit unter den Menschen herrschen, jedoch nicht im Sinne einer entarteten Sexualität, sondern die Brüderlichkeit von Ich-Persönlichkeiten der sechsten Kulturepoche, in denen der Heilige Geist als die Gruppenseele solcher Gruppen herabsteigen wird. Doch wir sehen, wie heute anstelle des freien geistigen Lebens eine Unzahl von Kirchen und geistigen Strömungen existieren, in denen manche die geistigen Bestrebungen der Menschen zu versilbern wissen.

Dieser dritte Impuls äußert sich darin, dass der Mensch instinktiv zu der Fähigkeit kommen wird, durch bestimmte Bewegungen mechanische Kräfte in den Maschinen auszulösen. Die Maschinen werden nur durch die menschliche Berührung in Gang gesetzt. Das Berühren des Displays eines iPhones erinnert uns sehr stark an die Erfüllung dieser Worte Steiners. Die Maschine des amerikanischen Erfinders aus dem 19. Jahrhunderts John Worrell Keely, die nur von ihm in Gang gesetzt werden konnte, war nur die Prophezeiung des Zukünftigen. Mit dem heutigen abstrakten Denken kann man gegenwärtig nur solche mechanischen Kräfte auslösen, die den Menschen schaden, aber das gefällt den Menschen, sie berauschen sich daran. Heutzutage ist jedes Kind von seinem Smartphone abhängig. Was wird wohl folgen, wenn in das menschliche Gehirn erstmal ein Chip eingepflanzt wird? Die Welt wird von der Wissenschaft in eine Richtung getrieben, die zu noch mehr Entsetzlichem führt. Der herkömmliche Materialismus der vergangenen Jahrhunderte wird uns geradezu romantisch erscheinen im Vergleich zum Hypermaterialismus, zu dem wir seit der Mitte des 20. Jahrhunderts vorgerückt sind.

Harun al-Raschid, dessen mohammedanische Anschauung kombiniert mit der Anschauung Aristoteles‘ die damalige europäische Anschauung in den Schatten stellte, und sein weiser Ratgeber inkarnierten jeweils als Francis Bacon und Jan Amos Comenius und begründeten den Materialismus in Wissenschaft und Bildung. Der Lordkanzler von Großbritannien Bacon bahnte den Weg zu der neuen Atlantis ( „Nova Atlantis“), d.h. zu der neuen Anschauung der Naturwissenschaft. Zusammen mit dem aus dem Slaventum heraus wirkenden Comenius haben beide wie in einer Zange Europa fest umklammert und das neue Organon entworfen, nach dem sich die Wissenschaft, ja die Zivilisation überhaupt zu entwickeln hatte. Danach hat Kant dieses Organon bereichert, Steiner hat sein Organon beigetragen und wie ich in meiner letzten Vorlesung sagte, ist das, was ich als die Synthese der beiden Impulse vortrage, das neue Organon, nach dem die Zivilisation der Menschheit aufgebaut werden soll. Das mag jemandem anmaßend klingen, doch ich weiß, worüber ich spreche und habe meine Argumente dargelegt. Es ist empfehlenswert, die Vorlesung „Die michaelische Methode der Beziehung zur geistigen Welt“ in ihrer schriftlichen Fassung zu studieren (vgl. https://erzengelmichaelblog.wordpress.com/2017/11/13/die-michaelische-methode-der-beziehung-zur-geistigen-welt/).

Nachdem Bacon und Comenius die Bildung und die Wissenschaft in Europa in ihrer Zange fest umklammert hatten, fand die materialistische Anschauung auch in der Bildung Einzug – als die von Comenius eingeführte Anschaulichkeit. Und man hat begonnen, den Kindern Dinosaurier zu malen und ihnen Märchen von Tieren zu erzählen, die vor Millionen Jahren existiert haben sollen. Wenn ein Versuch ein paar Mal durchgeführt wurde und zum gleichen Ergebnis führte, wurden die Ergebnisse für wahr erklärt. Das ist die Methode der Naturwissenschaft, die jedoch nur im Mineralreich funktionieren kann, nicht im Lebendigen. Aber der Wissenschaftler wendet die Gesetze, die ihm zur Verwendung im Mineralreich gegeben wurden, auch auf die lebendigen Reiche, auf das Pflanzen- Tier- und Menschenreich an. Und das hat erschreckende Folgen. Die ahrimanisierte kosmische Intelligenz, die dem Menschen innewohnt, wird mit der Raumfahrt auf den Kosmos ausgeweitet, um zuerst das Sonnensystem zu ahrimanisieren und anschließend jenseits des Sonnensystems vorzudringen. Doch das wird nicht möglich sein, da es dort draußen keinen Kosmos gibt. Dort befindet sich alles, was sich unserem Sinnesblick als Sterne, Sternhaufen und Galaxien zeigt, in der geistigen Zeit.

Die Anschauung, die Francis Bacon mit der Unterstützung von Jan Amos Comenius durchsetzte, führte zur Entwicklung des verstärkten Materialismus des 19. Jahrhunderts. Doch jener Materialismus war etwas Leichtes im Vergleich zu dem, was jetzt geschieht – der heutige Hypermaterialismus verwandelt sich bereits in einen okkulten Materialismus, der von den in der Wissenschaft herrschenden schwarzen Logen und übersinnlichen Widersacherwesenheiten inspiriert wird. Diesen Weg schlägt die Wissenschaft gegenwärtig ein. Seit langem wirken wir nicht mehr auf dem physischen Plan, sondern in den unterphysischen Welten der Elektrizität, des Magnetismus und der Atomkraft. Immer tiefer abstürzend, steigt der Mensch nicht nach oben zum nächsten Weiher auf der Ich-Leiter auf, sondern buddelt im Mineralischen und sucht dort immer tiefer einzudringen. Das Ich-bin-Prinzip, das vom Absoluten ausgeht und als Geist, Liebe, Gedanke, Licht, Energie, Stoff kondensiert wird, treiben wir in die Unterwelten als Elektrizität, Magnetismus und Atomkraft. Und am CERN wird noch tiefer gebuddelt, dort sucht man nach der göttlichen Partikel, von der alles entstanden ist. Was geschieht dabei? Das Ich wird dabei als Substanz eingeflochten, von deren Beschaffenheit man nichts weiß, denn nur durch das Erleben von Christus kann man irgendwann zur Erkenntnis dieser Substanz von Christus gelangen, die anders ist als die Substanz von Engeln, Erzengeln usw. Das ist ein großes Geheimnis, das ist die wichtigste Frage im menschlichen Leben – das Mysterium des Ich, mit dem wir diese Videoreihe eingeleitet haben. Dieses Ich-bin-Prinzip wird immer tiefer in die unterphysischen Welten eingebuddelt, die als Erdschichten bestehen. Man ist bis zur Atomkraft vorgedrungen. Bisher sind neun Erdschichten bekannt und auf dem zukünftigen Jupiter werden wir zur zehnten und elften Schicht blicken, auf der zukünftigen Venus – zur zwölften. Ich weiß noch nicht, ob dort das Ende ist oder noch tiefere Schichten bestehen. Hier streifen wir das, was Judith von Halle mitgeteilt hat, worüber alle Anthroposophen, einschließlich des verstorbenen Sergej Prokofieff, gestolpert sind.

Der Astrophysiker Ian O’Neill hat neulich über den Stand der Untersuchungen am CERN berichtet und dabei etwas höchst Aufschlussreiches erwähnt. Die Astrophysiker gehen von einem Urknall aus, der vor sechs Milliarden Jahren stattgefunden hat (was nachher zu 13,8 Milliarden Jahren berichtigt wurde, man hat keinen Respekt vor Zahlen). Materie und Antimaterie kämpfen gegeneinander, wobei obligatorisch die Materie über die Antimaterie siegen muss, denn sonst wären wir nicht entstanden. Die Wissenschaftler am CERN haben ihre Messgeräte dermaßen vervollkommnet, dass sie in der Lage sind, bei den Teilchenkollisionen, die sie im Teilchenbeschleuniger vornehmen, Vakuumfallen abzusondern, damit sich Protonen und Antiprotonen nicht verbinden. Jedem Proton entspricht ein Antiproton mit einer bestimmten Quantenzahl, die mit dem umgekehrten Vorzeichen erscheint. Die Wissenschaftler nahmen Messungen des magnetischen Moments der Protonen und Antiprotonen vor, wobei die Antiprotonen in diesen Vakuumfallen eingefangen wurden. Es wurde festgestellt, dass das Proton und das Antiproton das gleiche magnetische Moment haben, was die Forscher vor die große Frage stellt, warum wir dann existieren. Das Proton und das Antiproton müssten sich gegenseitig neutralisieren, so dass nichts existieren kann. Doch wir existieren eindeutig. Die klassische Newtonsche Physik erscheint schon seit langem als etwas Antiquiertes, obwohl Newton mit seinem Apfelexperiment gar nicht das Wesen der Gravitation und die Kräfte, die ihr zugrunde liegen, erfassen konnte. Nach der Entstehung der Quantenphysik Ende des 19. – Anfang des 20. Jahrhunderts hat man beobachtet, dass die Materie entweder als Atome (also Stoff) oder als ein Feld in Erscheinung tritt, je nachdem, wie man sie beobachtet. Das hat die Wissenschaftler sehr verblüfft und die Newtonsche Physik überholt gemacht. Doch was ist eigentlich die Materie? Laut Karl Marx ist sie das Primäre und Darwin hat diese Ansicht mit seiner Theorie der Abstammung des Menschen vom Affen bekräftigt. Das war zwar nur eine Idee von ihm, doch die Menschen haben sie bedenkenlos übernommen. Danach ist diese Anschauung als Ideologie in die Köpfe von Lenin, Trotzki und co. eingezogen und die Entstehung des Bolschewismus bewirkt – jenes Ereignisses, das die Welt unter Aufbringung von Millionen Opfern umgekrempelt hat. Und der Bolschewismus ist noch nicht am Ende, er wird auch zukünftig Tribut fordern, da sich die Anschauung der Menschen nicht entwickelt hat. Kombiniert mit dem Hypermaterialismus wird die materialistische Anschauung dazu führen, dass die Menschen Ahriman begeistert empfangen werden.

Die Quantenphysik hat also die Newtonsche Physik zerschlagen und auf diesem Nährboden ist Einsteins Relativitätstheorie als ein Ausdruck des abstrakten Denkens entstanden. Doch für die Menschen ist Einstein groß, da sie ihn nicht verstehen. Das Problem, warum es einmal Materie und ein anderes Mal Feld gibt, scheint unlösbar. Einstein soll am Ende seines Lebens bereut haben, was er gemacht hat, denn das, was er mit seinem abstrakten Verstand bewirkte, führte zum Auslösen der Atomkraft.

Am CERN wird heutzutage immer tiefer in die unterphysischen Welten gebuddelt, um das Rätsel zu lösen, warum wir existieren, wenn das Proton und das Antiproton die gleichen magnetischen Momente haben. Das Ich-Prinzip wurde nicht erhoben, sondern immer tiefer hineingesteckt. Statt mit Christus aufzusteigen, wird mit dem Ich-bin-Prinzip immer tiefer gebuddelt. Dabei werden immer feinere Teilchen – die göttlichen Teilchen – entdeckt. Das Ich-bin ist zu einem Teilchen verkommen, statt das Ich-bin vom Absoluten zu sein! Das kondensierteste Ich-bin befindet sich am tiefsten. Das entspricht der Absicht Ahrimans, der aus dem tiefsten Schlund verkündet: „Das, was ihr hier unten gefunden habt, ist Gott“. Ahriman ist der Gott von all dem und indem er alles, was vom absteigenden Ich-bin-Prinzip erschaffen wurde, vernichtet, will er mit seiner eigenen Schöpfung unten beginnen. Was ist das, was Materie und Antimaterie, Protonen und Antiprotonen genannt wird? Die Quantenphysik war nur eine Zwischenstation auf dem Weg zu dem, was gegenwärtig am CERN unternommen wird. Sie hat zur Atomkraft und zu den thermonuklearen Reaktionen geführt und wir können beobachten, wie so etwas in Nordkorea als Drohwaffe verwendet wird. Doch wir Menschen gehen immer noch abwärts. Wonach suchen wir dort unten und was werden wir dort finden? Vor der Materie steht das physische Prinzip. Es hat mit dem Weltenfeuer angefangen, das die Throne auf dem alten Saturn in der höchsten Astralität ausgestrahlt haben. Das war die Liebe des Vatergotts, die sich als Wille durch die Geister des Willens (Throne) manifestiert hat. Nach dem Durchlaufen aller bisherigen Äonen hat sie den Tod im Stoff (im Mineralischen) erreicht. Deshalb bestimmte Beinsa Douno den Stoff als die unterste Stufe der ganzen Weltschöpfung. Dieses Weltenfeuer, das eine Manifestation des Ich der Geister des Willens ist, breitet sich nach unten aus und erreicht das Mineralische. Immer tiefer hinein stopfen wir das Ich der Throne, das Ich-bin-Prinzip, dem auch Christus immanent ist, denn Er ist auf der Leiter, auf der sich das Ich-Prinzip manifestiert, immer anwesend. Die Throne sind durch ihr Opfer aufgestiegen, wie das immer bei einer Opferbringung geschieht. Das, was man als ein Proton sieht, ist die mineralische Manifestation des physischen Prinzips, die diese Stufe erreicht hat – sozusagen das Sinnlich-Sichtbare. Das Anti-Proton bzw. die Antimaterie ist das geistige Prinzip, das hinter dem sinnlich Wahrnehmbaren steht. Warum vernichten sich beide nicht gegenseitig? Hinter allem steht ein geistiges Prinzip. Wenn wir über die Gravitation sprechen, die selbstverständlich als ein Naturgesetz wirkt (der Apfel fällt uns auf den Kopf und steigt nicht nach oben), so stehen Wesenheiten hinter all dem, die durch das Naturgesetz wirken. Die Throne wirken über die Geister der Bewegung und die Elohim, damit die Erde diese Form hat, die uns als statisch erscheint. Die Arbeit der Hierarchien erscheint in unserem Äon der Erde als ein Naturgesetz. All das wurde im Pralaya zwischen dem alten Mond und dem Erdenäon auf der Grundlage des Produkts der alten Sonnen- und Saturnverkörperung ausgearbeitet, damit es bei uns – unter den Bedingungen der physisch-sinnlichen Welt – in Form von Naturgesetzen wirkt. Wenn wir also von Gesetzen reden, so stehen Wesenheiten hinter diesen Gesetzen. Wenn wir von Materie reden, so stehen Wesenheiten hinter der Materie – die Throne. Wenn wir von Antimaterie reden, so ist das der tatsächliche Thron im geistigen Sinne des Wortes, der dieser Substanz vom Vatergott und somit allem zugrunde liegt. Es gibt nichts, was außerhalb dieser Substanz ist. Mit Ausnahme von Christus, der den Auferstehungsleib aus dem Pralaya in den irdischen Äon hinübergerettet hat. Alles andere ist die vom Vatergott kommende und über die Throne ausgestrahlte Substanz. Was ist also die Antimaterie? Das ist das geistige Korrelat der Materie. Je tiefer man buddelt, desto mehr dringt man in geistige Zustände, in Protonen ein und nicht in Gestein, Eisen u.dgl. Immer mehr geht man zu Feldern über. Beim Proton gibt es schon den Übergang zum Feld. Man kann so tief graben, wie man will: Auf dem Boden der Welten wird man die uranfängliche Substanz als die Manifestation des Ich-bin-Prinzips finden. Allerdings sucht man da unten in einer unberechtigten Art nach ihr, wobei die Pforten der Hölle geöffnet werden. In der sechsten, siebten, achten Erdschicht gibt es immer stärkere vernichtende Kräfte. Diesen Kräften öffnen die Forscher das Tor und sie können draußen zur Geltung kommen. Gerade das geschieht heutzutage. Wenn man einen geistigen Blick hat – das, was der dritte Impuls der Schutzengel ausmacht, den sie uns eingeprägt haben -, wird man überall sehen, wie die Materie vom Christus-Prinzip durchzogen ist. Christus ist der Geist der Erde. Egal, wie tief am CERN gebuddelt wird, auf dem tiefsten Boden wird man wieder das Ich-bin Prinzip Christi finden. Aber da dies nicht in der rechten Weise geschieht, wird die Pforte für die Dämonen geöffnet, die an die Oberfläche kommen – die luziferischen Wesenheiten als Felder und die ahrimanischen Wesenheiten als Atome. Und gegenwärtig wird am CERN das Tor für die Asuras geöffnet – die größten Gegner der Bewusstseinsseele und des menschlichen Ich-bin. Und hinter ihnen steht Sorat. Soweit hat es die „Elite“ der Wissenschaft mit den Experimenten am CERN gebracht.

Wohin wird das alles führen? Steiner hat das Werk von Ernst Haeckel, der die Evolution vom materialistischen Standpunkt betrachtet, transformiert und vergeistigt. Danach ist es herabgestiegen als die Geisteswissenschaft über die Evolution im wahren geistigen Sinne, die auf dem alten Saturn ihren Lauf genommen hat. Ohne eine Hinwendung der Wissenschaft zur Geisteswissenschaft wird die Menschheit immer tiefer buddeln und immer größere dämonische Kräfte zutage fördern. Diese Kräfte werden den Menschen angreifen. Das Silicon Valley in Amerika arbeitet parallel mit dem CERN in der Schweiz. Anzumerken ist, dass das alles nicht weit von Dornach geschieht, von wo die Geisteswissenschaft ausgestrahlt wurde. Das, was am CERN vorgenommen wird, ist noch viel schlimmer als das in Silicon Valley. Das Silicon Valley besorgt quasi das Instrumentarium, es ist der Comenius der Gegenwart, doch der gegenwärtige Harun al-Raschid, das sind jene Forscher am CERN. Wenn beide sich vereinigen, wird aus dem Menschen ein Bioroboter – eine Kombination aus Mensch und Maschine.

Das wird uns vorbereitet, das wird angestrebt und deshalb müssen wir vorsorgen. Das, was ich sage, sollte wahrgenommen werden. So kann jeder die notwendigen Entscheidungen über sein zukünftiges Handeln treffen und in sich die michaelische Anschauung ausbilden. Die michaelische Anschauung kann in alle uns umgebenden Tatsachen eindringen und beurteilen, was sie bedeuten, damit diese Wahrheiten ausgesprochen und verkündet werden. So werden sich die geistigen Wesen einmischen und sich hinter uns stellen können, um gegen die Widersacher zu kämpfen. Wir besitzen nicht die Schleuder Davids und der Krieg wird auch nicht mit Raketen geführt. Dieser Krieg ist ein Krieg der Weltanschauungen, ein Krieg zwischen Menschen, die zu Schwarz- oder zu Weißmagiern werden. Der weiße Magier zieht die himmlischen Kräfte an, die gegen die luziferischen, ahrimanischen und asurischen Widersacher kämpfen können. Sorat wird auch bei der Begegnung mit dem Antichristen in Erscheinung treten, so wie alle vorhandenen dunklen Mächte. Wie soll man mit der kläglichen Anschauung, die in den Sümpfen der unrechtmäßigen Spiritualität gepflegt wird, ihnen entgegentreten? Ein jeder stelle sich diese Frage, die tief in seinem Inneren, in seinem Ich erklingen möge. Soviel dazu.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Der Dämonismus der sexuellen Revolution

 

Mit dem letzten Thema hängt das vorliegende Thema über den Dämonismus der sexuellen Revolution zusammen. Bekanntlich wird seit einigen Jahrzehnten weltweit die Flagge der sexuellen Revolution geschwenkt, die uns als die Zukunft des Menschenlebens im Bereich der Sexualität proklamiert wird. Eine kleine Ergänzung über die In-Vitro-Kinder will ich an dieser Stelle einschieben: Diese Kinder bezahlen ein spezifisches Karma ab. Sie sind die Träger eines besonderen Karmas, das sie abzutragen haben, über das ich vorläufig keine weiteren Details liefern darf. Das wird aber im Leben dieser Kinder sichtbar werden.

Es gibt große Unterschiede unter den Menschen auf der Erde und nicht zufällig ist die weiße Rasse der Fahnenträger der Entwicklung, da sie das Ich-Prinzip der Bewusstseinsseele trägt. Die fünfte nachatlantische Kulturepoche ist die germanische Kulturepoche. Nicht von ungefähr wird die weiße Rasse den meisten Angriffen ausgesetzt – durch die Entwicklung der Technologien, durch den „Modernismus“ in den sozialen Lebensformen, die „Revolution“ von Wissenschaft und Technik. Deshalb wird sie im Kopf angegriffen – wir sehen, dass heutzutage die Männer zunehmend kahler werden – vor 30 bis 40 Jahren gab es nicht so viele glatzköpfige Männer. Zudem werden die Menschen der weißen Rasse im Geschlechtssystem angegriffen – es herrscht massenhafte Unfruchtbarkeit. Eine große Anzahl von Paaren können keine Kinder bekommen, da die Frau, der Mann oder gleichzeitig beide Fertilitätsprobleme haben. Den weißen Menschen trifft also das, was wir „Fortschritt“ nennen, am meisten. Doch wie sollen die Seelen heruntersteigen und ihr Karma abbezahlen, wie sollen die Iche auf die Erde kommen, um Geburt und Tod zu erleben, wenn keine Kinder zur Welt kommen können? In diesem Sinne stellt der Dämonismus, der mit der sog. sexuellen Revolution einherschreitet, ein erhebliches Problem dar. Grundsätzlich ist jede Revolution ein dämonisches Werk, da sie das Schlechteste, was im Menschen schlummert, herausholt. Die sexuelle Revolution, die unter freiwilliger Beteiligung der Menschen durchgesetzt wird, hinterlässt keine äußeren Schäden und Zerstörungen, wie wir sie von der sog. „Großen“ Französischen und der Oktoberrevolution kennen.

Der im letzten Video erwähnte erste Impuls der Schutzengel hat einen weiteren Aspekt. Nicht nur kommen die Menschen in instinktiver Weise hinter die Geheimnisse der Empfängnis und Geburt, sondern dieser Instinkt tritt auch als ein zerstörerischer Missbrauch der Sexualität in Erscheinung. Die Menschen werden zu wahrhaftigen Teufeln. Die äußere Wissenschaft behaupten natürlich, dass diese Instinkte im Menschen in rechter Weise existieren, dass sie berechtigt sind und wir uns ihnen nicht widersetzen dürfen, dass es normal ist, wenn sie äußerlich ausgelebt werden. Es soll keine Rolle spielen, ob der Mensch ein Teufel oder ein Engel ist, ob er auf die Tierstufe absinken oder sich
dem Ich-Prinzip folgend sich aus dem Sumpf zum nächsten Weiher erheben wird – das Ausleben von Instinkten soll ja ein natürlicher Prozess sein. Wir können heute beobachten, dass sich die Sexualität auf der Erde in immer mehr Formen ausbreitet. Man spricht von 70 Formen der Sexualität, von neuen Geschlechtern, von Gendern u.dgl., auf deren Hintergrund die üblichen Lesben und Schwulen geradezu etwas Altmodisches sind. All diese Menschen, die tief unglücklich sind, kommen mit einer unüberwindlichen Macht in ihnen zur Welt, die sie dazu drängt, homosexuell zu werden bzw. all die neuen Formen von Sexualität auszusuchen, aus sich alles zu machen, wonach es ihnen beliebt. In der neuen bulgarischen Fernsehserie „Gestohlenes Leben“ werden solche Themen behandelt, und dort wird durchgehend die Idee propagiert, dass das normal sei, dass jeder über seinen Körper nach Belieben verfügen kann. Stellen Sie sich vor, welcher Satanismus durch die sog. Kunst lanciert wird! Auf dem äußeren Plan sieht der Film nicht schlecht aus, die Schauspieler sind gut, doch in den Film werden die ahrimanischen Impulse eingestreut. Wer wachsam ist, kann das bemerken.

Wenn der Impuls zur Brüderlichkeit sich im Menschen nicht entwickelt, warnte Steiner, wenn dieser Impuls nicht aufgeht und wächst, so dass aus ihm in der sechsten Kulturepoche die neuen soziale Lebensformen entstehen, in denen wir leben werden, wird das einen schrecklichen Missbrauch der Sexualität nach sich ziehen, der das Ich vernichten wird. Hierbei geht es um einen Vampirismus, der gegen das Ich gerichtet ist und furchtbare Folgen für die Menschheit haben wird. Wir sehen, dass das alles, wovor Steiner warnte, längst zu einer vollendeten Tatsache auf der Erde geworden ist.

Was treibt die Menschen dazu, solche abweichende Sexualität an den Tag zu legen? Ist es tatsächlich eine Naturnotwendigkeit oder ist es etwas anderes? Welche ist die wahre Ursache? Es liegen zahlreiche Fernsehkommentare, Äußerungen von Soziologen, Priestern, Vertretern von LGBT-Organisationen vor, doch sie sagen nichts Wesentliches, sondern gleiten lediglich auf der Oberfläche des Problems. Alle scheinbar ernsthaften Argumente klingen äußerst naiv. Die Kirche behauptet, dass es keine Reinkarnation gibt. Doch warum antwortete dann Christus bei der Rückkehr vom Berg Tabor auf die Frage der Jünger nach Elia, dass Elia kam, doch die Menschen ihn nicht erkannt haben? Und diesen Worten wurde der Satz hinzugefügt „Da verstanden die Jünger, daß er von Johannes dem Täufer zu ihnen geredet hatte“ (Matth.17:13). Christus Selbst sagte also im Matthäus-Evangelium, dass Elia als Johannes der Täufer wieder inkarniert war. Warum sollen die anderen Menschen nicht wieder inkarnieren können ? Warum gibt es Kinder, die fünf Tage nach der Geburt sterben? Manche Kinder sterben bei der Geburt, andere mit einem Jahr, mit fünf Jahren. Es wurden bei ihnen weder das Ich noch das Ich-Bewusstsein entwickelt, es fand keine Evolution statt. Das Kind wurde einfach nach oben geschickt und soll nach der Logik der Kirche nie wieder auf die Erde kommen. Warum sind solche früh verstorbenen Kinder überhaupt auf die Erde heruntergestiegen? „Damit ihre Eltern dadurch bestraft werden“, werden manche antworten. Aber das Kind ist ein Ich-bin, wann wird es evolvieren? Dazu sind Inkarnationen notwendig. Gott müsste also unheimlich ungerecht sein, wenn manche nur ein paar Tage leben, ohne irgendwann wieder das Privileg zu haben, auf der Erde zu sein, Christus durch Leiden und Schmerzen zu finden und Ihn anzunehmen. Stattdessen kehren sie schnell wieder ins Paradies (denn die Neugeborenen haben keine Sünden und müssten folglich zurück ins Paradies kommen). Wir leben angeblich ein Leben und werden ins Paradies kommen, wenn wir Christus gefunden haben bzw. in die Hölle, wenn wir Ihn verfehlen. Diese Ansicht der Kirche ist absolut naiv! Dann hat also Gott schon im Voraus entschieden, wer wann zu sterben hat. Es wird jemand in niedrigsten sozialen Verhältnissen geboren, dessen Mutter Prostituierte und der Vater – drogensüchtig ist und dessen ganzes Leben von täglichen Schlägereien und Drogenexzessen begleitet wird. Wann wird er Christus finden? Ein anderer wird in die Familie eines Pfarrers hineingeboren, unter Christen, die auch finanziell abgesichert sind, dort genießt er eine passende Erziehung und Bildung. Er wird garantiert ins Paradies kommen, da er Christus gefunden haben wird. Eine andere Frage ist es, was er von Christus verstehen wird.

Immer wenn ich evangelische Pfarrer mit ein paar dieser Beispiele konfrontiert habe, gab es heftige Reaktionen, manche haben vor Wut so geschäumt, dass sie mich vielleicht umgebracht hätten, wenn sie ein Messer zur Hand gehabt hätten. Ich habe mit dem gutmütigsten Ton etwas über Christus gesagt, doch die Pfarrer waren entsetzt, da ihre ganze Gesinnung durch meine Worte untergraben wurde. Ich hatte sogar erlebt, dass ein Pfarrer nach nur drei Sätzen von mir ausgerufen hat: „Dimitar, kein Wort mehr, sonst wird meine Weltanschauung zerfallen!“

Was seid ihr denn für komische Vertreter Christi? Wenn die Kirche also behauptet, dass es keine Reinkarnation gibt, kann jeder Homosexuelle sagen, dass er zum ersten Mal inkarniere: „Gott hat das in mich hineingelegt, dass ich so bin, wie ich bin, ich kann es nicht überwinden. Ich kann bisexuell, homosexuell sein, alles, was ich will, ich kann sogar mein Geschlecht ändern, denn ich kann dagegen nicht kämpfen, Gott hat mich so geschaffen.“ Rehabilitiert die Kirche eine solche Ansicht, indem sie behauptet, dass es nur ein Leben gibt? Ohne jeden Zweifel! Neben der Nichtannahme der drei Impulse der Schutzengel trägt auch die Kirche mit ihrer Ansicht über das einzige Leben eine Riesenschuld an der sexuellen Revolution. Dann kann die Wissenschaft in aller Ruhe behaupten, dass die Natur das in uns hineingelegt hat. Wir können sogar mit solchen Argumenten die Gesetzgebung ändern, so dass beispielsweise solche Formen des Soziallebens geschaffen werden, die eine Gesellschaft nur aus Homosexuellen begründen, in der es niemanden gibt, der eine traditionelle Sexualität hat. Deshalb sagte Steiner, dass der zerstörerische Missbrauch der Sexualität furchtbare Formen des Egoismus hervorbringen wird. Das ist Luziferismus in gigantischen Ausmaßen, das ist Vampirismus gegen das Ich, denn nichts ist in der Lage das Ich so zu vernichten, wie der Missbrauch der Sexualität.

Neulich ist der „Playboy“-Gründer Hugh Hefner gestorben. Er und all diejenigen, die mit 500, 1000 Partnerinnen Sex gehabt hat, werden bald wieder auf die Erde geschickt, wo er unvermeidlich eine völlig gestörte Sexualität haben wird.

Was sind das für Menschen und warum kommen sie auf die Erde mit einer solchen psychischen Störung? Im Astralleib weisen sie nämlich unvermeidlich psychische Störungen auf. Warum bekommen sie solche Impulse in den physischen Leib, dass sie „anders“ werden?

In allen Zeiten hat es Fälle der missbrauchten Sexualität gegeben, doch unter ihnen gibt es erhebliche Unterschiede. Das Praktizieren der Sexualität in der Zeit des Kamasutra war ein heiliger Akt, davon unterschieden sich die Sexualität in der Zeit, als Christus auf der Erde war und die Sexualität in der fünften Kulturepoche. Der Missbrauch der Sexualität geschieht aus einem jeweils unterschiedlichen Wesensglied des Menschen heraus, das in der jeweiligen Zeit entwickelt wird. In der ägyptisch-chaldäischen Zeit war die Empfindungsseele dasjenige Wesensglied, das den Kulturentwicklungsfaktor darstellte – wir haben damals die Welt durch die Empfindungsseele wahrgenommen. In der griechisch-römischen Zeit geschah das durch die Verstandesseele und gegenwärtig durch die Bewusstseinsseele, die jeder in seiner Art entwickelt – der eine in ahrimanisierter Art, der andere entwickeln die Bewusstseinsseele nicht, sondern stürzt zur Stufe der Empfindungsseele ab. Es herrscht ein völliges Durcheinander in der Rechtmäßigkeit des psychischen Lebens der Menschen. Manche haben im vorherigen Leben die Sexualität wie Messalina und Agrippina in der römischen Zeit missbraucht. Heutzutage gibt es Prostituierte, die diesen Römerinnen beim Missbrauch der Sexualität weit voraus sind. Die heutigen Prostituierten leben allerdings in der Epoche der Bewusstseinsseele. Daher begehen sie eine Sünde, die viel größere Konsequenzen für sie hat als die Sünde einer Messalina oder Agrippina in jener Zeit. Die Promiskuität eines Casanova ist geradezu lächerlich und ein Leichtes als karmische Belastung im Vergleich zu Hugh Hefner oder zu den anderen Wahnsinnigen in Hollywood, die damit prahlen, mit 5000 Frauen geschlafen zu haben.

Der Missbrauch der Sexualität führt zu einer spezifischen Infektion des Astralleibes, der buchstäblich infiziert wird. Der Astralleib ist der Leib der Gefühle, in dem Luzifer nach seinem Belieben tobt. Im Astralleib hat auch die Versuchung durch Luzifers Schar stattgefunden. Dort sticht er all unsere Karten. Der endlose Genuss zahlreicher sexueller Vergnügen, die immer neuen Methoden zum Erleben sexueller Befriedigung führen letztendlich zum Verrücktwerden. Wenn man seinen Astralleib durch diesen Missbrauch infiziert, wird das im nächsten Leben als ein Problem zurückkommen, das einem in die Natur hineingelegt ist und von unten im menschlichen Willen wirkt. Das wird jetzt durch den Impuls der Schutzengel verstärkt, dessen unrechtmäßige Aufnahme durch die Menschen zum Eindringen in den Willen auf der Stufe des physischen und nicht des astralischen Leibes führte. In der Folge mischt sich jener Willensimpuls des physischen Leibes in Form eines Instinkts der Infektion im Seelenleben, also im Astralleib bei. Das führt zu einer solchen Verstärkung dieses Instinkts, dass er für den Menschen unüberwindbar wird: Ein Mann könnte von sich sagen, dass er unmöglich eine Frau anfassen kann. Eine Hollywood-Diva äußerte: „Ich möchte mit einer Frau intim sein, die Männer ekeln mich an, der Sex mit ihnen ist so widerlich, dass ich mit Männern nichts zu tun haben möchte.“ Und das alles wird auf ein Podest erhoben und beeinflusst die Lebensweise von Milliarden Menschen. Doch solche Vorbilder wie die Zitierten werden zukünftig nichts Gutes erleben, es steht sehr schlecht um sie. Im nächsten Leben werden sie die Ärmlichsten unter den Menschen sein, denn Gott erhebt und Gott senkt. Diese Menschen haben die Sexualität missbraucht und deshalb fühlen sie sich in dieser Art. Doch das Problem ist, dass sie ihre Empfindungen als normal gelten lassen wollen, sie wollen sie als das Recht auf die freie Wahl deklarieren. Wenn dieser Impuls der Schutzengel nach Brüderlichkeit nicht in der rechten Weise aufgenommen wird, können ihn die Menschen nicht bewusst erleben, so dass er eine bewusste Handlung hervorruft. Wenn jemand die Regenbogenflagge schwenkt und wenn im Fernsehen homosexuelle Szenen ausgestrahlt werden, die von Kindern gesehen werden, so kann das die junge Generation stark beeinflussen. Diejenigen, bei denen das im vorigen Leben veranlagt wurde, werden es aus Neugier ausprobieren wollen. Auf diese Weise erfolgt ein vollständiger Ersatz der Brüderlichkeit. Der zerstörerische Missbrauch der Sexualität führt zu einem Gegenangriff auf die Brüderlichkeit. Solche Menschen gruppieren sich zwar in Interessengemeinschaften, treffen sich in Bars usw., doch darin ist keine Spur von Brüderlichkeit. Was ist die wahre Brüderlichkeit?

Wenn der Mann und die Frau sich körperlich vereinigen, weist das eine gleichseitige Dreieck nach oben (das männliche Prinzip) und das andere nach unten (das weibliche Prinzip). Deshalb bekommen die Frauen Kinder und die Himmlische Sophia (die Weisheit Gottes) wirkt in ihnen. Beim rechtmäßigen Geschlechtsakt entsteht in beiden ein Makrokosmos, das Kind kommt aus dem Makrokosmos auf die Erde. Das ist der Gral, dieser Begriff hat nicht zufällig viele Bedeutungen. Das Gralssymbol ist das Hexagramm, das ist eine der Bedeutungen. Dieses Gralssymbol entstammt dem menschlichen Geschlechtsleben, und zwar dem rechtmäßigen Geschlechtsleben von Mann und Frau. In ihrer Verbindung bilden beide als Familie den Gral und deshalb wird auch etwas Drittes geboren – das Kind. Im Laufe von vielen Jahrhunderten werden wir zu der neuen Reproduktionsart kommen – in etwa 2000 Jahren werden die ersten Menschen erscheinen und in 5000 Jahren werden alle Frauen aufhören, auf die heutige Art Kinder zu bekommen. Bis dahin muss der Übergang zur Reproduktion durch den modifizierten Kehlkopf vollzogen worden sein, bei dem die Menschen als ätherische Bildungen ausgesprochen sein werden. Das wird die Überwindung der Erbsünde sein, wegen der wir in zwei Geschlechter eingeteilt wurden. Der Mann und die Frau müssen in einem heiligen Bund vereint gemeinsam zu der neuen Reproduktionsart kommen, die zukünftig von der Frau auf den modifizierten Kehlkopf des Mannes übertragen wird. Da die Freimaurer dies nicht in der Tiefe verstehen, verbannen sie die Frauen aus ihren Logen, auch wenn in den gemischten Logen die Dinge ebenfalls sehr oberflächlich sind. Der Gral entsteht aus dem Geschlechtsleben zwischen dem Mann und der Frau auf dem physischen Plan, das zu einer Seelengemeinschaft heranreifen und in einen geistigen Bund übergehen muss. Also muss sich dieser heilige Bund auf drei Stufen entfalten. Wenn das nicht geschieht, wird die Ehe zerfallen bzw. auf einer niedrigen Stufe zum Zweck des materiellen Überlebens weiterbestehen. Wenn es zu keiner Synthese von Mann und Frau im Geiste kommt, so dass ein großes Ideal die beiden in Christo leitet, bleibt die Ehe nur auf Papier bestehen. In einer solchen Ehe gibt es nichts Schöpferisches und sie wird künftig an Bedeutung verlieren, da beide nicht zum Gral werden. Dieser Gral ist der Übergang zu jenem Gral, der in 6000 Jahren zustande kommen wird, wenn nach dem Krieg aller gegen alle in der siebten Kulturepoche der fünften Wurzelrasse der Mond mit all seinen zurückbleibenden, rückständigen Kräften sich wieder mit der Erde vereinigt haben wird. Mond und Erde werden sich in 6000 Jahren in einem gemeinsamen Körper vereinigen. Dann werden die Menschen nicht als physische Wesen existieren, dann wird es die neue Reproduktionsart geben. Dann wird aus dem Gral, der entstanden ist durch das Geschlechtsleben zwischen dem Mann und der Frau und der allmählichen Überwindung des Geschlechtliche, der kosmische Gral zwischen Mond und Erde entstehen. In noch fernerer Zukunft werden sich Mond und Erde auf ganz anderen geistigen Stufen auch mit der Sonne vereinigen. Diese Dreieinheit von Mond, Erde und Sonne, die vor der lemurischen Zeit existiert hat, wird erneuert werden. Doch die Menschen müssen dermaßen Christus-ähnlich werden, so dass sie die Einheit von Mond, Erde und Sonne überleben können. Wir müssen also die rückständigen Mondimpulse, die eine Schlacke bilden, zur Erdenevolution und dann zur Sonnenevolution erheben. Wir müssen dem Leben der Sonnenwesen entsprechen, wir müssen Wesen der Sonnenevolution werden, damit wir auf diesem vollendeten kosmischen Gral existieren können.

Die Menschen mit abweichender Sexualität können einwenden, dass sie schon im Voraus die Geschlechterunterschiede überwunden haben, dass sie Menschen der Zukunft sind. Zukünftig wird es natürlich keine Geschlеchterunterschiede geben, der Mensch wird androgyn werden, um zur neuen Reproduktionsart überzugehen. Die Menschen werden Menschen aussprechen und es wird keine Aufteilung in Männer und Frauen geben. „Das machen wir ja schon auf dem Wege der Homosexualität, Transsexualität“, wird jemand entgegnen. Jedoch muss man wissen, dass jeder
Impuls, der heutzutage eine Manifestation erlebt, obwohl er für die Zukunft vorbestimmt ist,
Ahrimanismus darstellt. Jeder Impuls, der in der heutigen Zeit zur Geltung kommt, doch in Wirklichkeit ein vergangener, überholter Impuls ist, der ohne eine Transformation in Christo auf die Gegenwart übertragen wird, stellt Luziferismus dar. So wollen manche die Zeiten des Kamasutra wiederbeleben. Doch der Geschlechtsverkehr in all den zahlreichen Stellungen war damals für das geistige Wachstum der Menschen notwendig und wurde überhaupt nicht in der heutigen Art sinnlich erlebt. Er stellte einen rein geistigen Akt dar. Dann wurde er in den späten babylonischen Mysterien im fünften bis sechsten Jahrhundert v.Chr. entartet. Die Kamasutra-Zeit wird heute auf die fünfte Kulturepoche ohne jegliche Transformation unter der heute herrschenden menschlichen Sinnlichkeit übertragen, wo die Welt durch die Bewusstseinsseele erlebt wird. Früher wurde die Welt durch die Empfindungsseele erlebt, als es noch keine Verstandes- und Bewusstseinsseele gegeben hat. Wenn man mit dem heutigen Ich-Selbstbewusstsein diese Sexualität als Missbrauch praktiziert, so geht selbst das niedere reflektierende Menschen-Ich abhanden. Wenn man wiederum von sich behauptet, die Zukunft zu sein, da die Menschen zukünftig androgyn sein werden, so ist das eine unrechtmäßige Zukunft. Das ist die Art der Bolschewiken, die die Brüderlichkeit von Individuen der sechsten Kulturepoche in die Gegenwart vorzeitig holen wollten. Alle hatten unter der Androhung von Gewalt gleich zu sein, eine neue Menschenrasse, der Homo sovieticus wurde propagiert. Das war der Ahrimanismus in seiner reinsten Ausprägung. Im Osten wirkt immer noch der Luziferismus unter den Buddhisten und allen anderen, die sich von der Welt abtrennen und nicht wieder inkarnieren wollen. Beides ist falsch! Luzifer ist die Vergangenheit und Ahriman ist die Zukunft, aber Christus ist die Gegenwart und gleicht beide aus.

Was müssen diese Menschen also tun? Sie müssen den Weg zu Christus finden. Es gibt Fälle, wo Homosexuelle beim Besuch der evangelischen Kirche und Erleben von Christus durch die Rituale allmählich diesen Fehler überwinden. „Das ist keine Krankheit, das kommt von innen“, kann man einwenden. Es ist eine Infektion des Astralleibes, die in dieser Art in Erscheinung tritt und all diese Menschen tief unglücklich macht. Sie mögen auf Parties gehen, sich wunderbar vergnügen und prächtig fühlen, aber an Weihnachten bleibt ein solcher Mensch wie Evgeni Mintschev (ein bulgarischer homosexueller Prominenter) allein und erlebt ein seelisches Drama. Was zähen all die schillerndsten Klamotten, dieses luziferische Gefieder, wenn einem zum Heulen, jämmerlich zumute ist! Das Nichtüberwinden seelischer Schmerzen resultiert äußerlich in beißender Kritik, wie wir das bei Evgeni Mintschev sehen. Das ist die Schlange Luzifer, die einen verführt, quasi gebissen hat. Ahriman gibt einem dann durch das Haften am Materiellen, an der materialistischen Weltanschauung den Rest und der Mensch wird zur Boxbirne der beiden Widersacher.

Diejenigen, die sich ein Kind wünschen, doch keines auf natürliche Weise bekommen, könnten ein Kind adoptieren. Manche werden darauf antworten, dass sie sich eigene Kinder wünschen. Ich habe ein eigenes und ein adoptiertes Kind und kann aus eigener Erfahrung reden. Wir streben die Brüderlichkeit in Christo an und nicht das Blutsverwandtschaftliche. Dieses muss allmählich in rechter Weise überwunden werden. Es gibt so viele unglückliche Kinder in den Heimen, adoptiert eins, wenn ihr selbst keine Kinder bekommen könnt! Es ist weitaus wertvoller, ein fremdes Kind aus einem Fleischklumpen zu einem wahren Menschen, zu einem wahren Ich-Christen aufzuziehen als ein eigenes Kind zu haben. Das hat einen viel größeren Wert und gibt einem ein viel festeres Fundament für sein Wachstum als Ich. Wenn man keine Kinder hat, so hat das seine Ursachen, dann kann man ein Kind adoptieren, denn jedes Kind braucht Eltern. Wir sehen, wie heutzutage Schwule oder Lesben Kinder adoptieren, wie eingeschlechtliche Ehen weltweit legalisiert werden, das ist alles ein Alptraum! Das ist ein Frontalangriff gegen das Ich, gegen Christus! Solche Menschen denken, dass sie sich auf diese Weise verwirklichen. Doch das Aufwachsen mit homosexuellen Eltern hat ernsthafte Folgen für die Kinder. Gott hat uns nach der luziferischen Versuchung gesagt, wie das zu sein hat. Alles andere ist Dämonismus. Das Schlimmste ist, wenn so etwas durch die Legalisierung und Reglementierung zu sozialen Lebensformen erhoben wird. Wenn man in den westlichen Ländern Homosexuelle kritisiert, hat man mit Konsequenzen zu rechnen. Bei uns gibt es immer noch einen gesunden Menschenverstand, der selbstverständlich im Slaventum existiert, obwohl wir keine richtigen Slaven sind, doch das Fundament der Slaven bilden. Der eugenische Okkultismus ist von Geburt an am stärksten im Slaventum vertreten, so wie der hygienische Okkultismus in Mitteleuropa und der mechanische Okkultismus unter den westlichen Völkern am stärksten ist. Deshalb sind in Amerika die Technologien, die Instinkte fürs Geschäftemachen am stärksten entwickelt. Doch sie wollen die Eugenik des Slaventums erobern und wir sehen heutzutage, wieviele hübsche Slavinnen senile reiche westliche Männer wegen des Geldes heiraten. Das ist ein Missbrauch der Eugenik, die dem Slaventum immanent ist. Zukünftig werden die Kinder planmäßig zur Welt kommen, abhängig von der Sternenkonstellation, vom Bedürfnis dieser Seele, auf die Welt zu kommen, vom richtigen Zeitpunkt. Das heutige wahllose Durcheinander wird es künftig nicht mejr geben. Wir sehen, dass nur die weißen Menschen von der Unfruchtbarkeit betroffen sind. In dieser Aussage gibt es keinen Rassismus, das sind okkulte Tatsachen. Doch wenn man nur das Wort Rasse erwähnt, gehen einen gleich mehrere Dutzend Holzköpfe an, ohne überhaupt zu begreifen, worum es geht, um welchen Austausch von Begriffen es handelt. Das bulgarische Volk reagiert jedoch instinktiv richtig und das ist gut, denn wir müssen uns bewahren, um bald wieder zum Fahnenträger der Menschheit zu werden. Diese Zeit hat schon angefangen. So lassen wir uns diese Vorlesung an dieser Stelle beenden und zum nächsten Thema übergehen.

 

 

 

 

Über die In-Vitro-Babys, die Leihmutterschaft und das Klonen

Wir gehen zum dritten Thema über. Die Videos werden länger, denn die besprochenen Probleme sind äußerst wichtig und lassen sich nicht innerhalb von zehn bis fünfzehn Minuten auseinanderlegen. Nun wollen wir mit den nächsten Folgen zu mehr Konkretem vorgehen – zu Problemen, mit denen wir heute kollidieren und die einer okkulten Erklärung bedürfen. Jede andere, rein äußere Erklärung wäre wertlos, sie wäre nur ein Kratzen an der Oberfläche des Problems. Ich werde selbstverständlich nicht die vollständige okkulte Erklärung liefern, die in viel umfangreicheren Untersuchungen entfaltet werden kann, ich will heute nur die Aufmerksamkeit der Menschen auf die Hintergründe dieser Erscheinungen lenken.

In dieser Folge wird es um das Geheimnis des In-Vitro-Verfahrens gehen, an das die Themen der Leihmutterschaft und des Klonens angehängt werden. All das sind moderne Methoden der Wissenschaft. Was ich dazu sagen werde, weiß ich seit vielen Jahren, doch bisher habe ich es hinausgezogen, das Problem öffentlich anzugehen und publik zu machen, denn das Thema ist außerordentlich delikat. Jeder, der lange Zeit trotz seines sehnlichen Wunsches kinderlos geblieben ist und nun durch eine In-Vitro-Befruchtung Mutter oder Vater geworden ist, empfindet eine Riesenfreude. Insbesondere weil einem durch dieses Verfahren oft gleich zweifaches oder dreifaches Kinderglück geschenkt wird. Aus diesem Grunde ist das Besprechen dieser Problematik, die Suche nach Problemen in diesem Bereich eine sehr delikate Angelegenheit. Deshalb hoffe ich, dass das, was ich sage, sehr gut und in rechter Weise aufgenommen wird. Ich möchte mich auch im Voraus bei denjenigen entschuldigen, die durch meine Worte sich verletzt fühlen würden, weil sie mich nicht richtig verstanden haben.

Vor einigen Jahren musste ich zum ersten Mal ein paar Tage im größten Krankenhaus in Varna verbringen, da ich Dauerfieber ohne klare Ursachen hatte. Ich ahnte, woran das liegen könnte und habe es den Ärzten gesagt, aber sie wollten mit mir nach ihrer Vorgehensweise verfahren. Seit anderthalb Monaten hatte ich zu hohes Fieber und das zehrte an mir, ich fühlte mich sehr angegriffen. Nur weil ich seit 20 Jahren Vegetarier bin, konnte ich so lange diesen Zustand aushalten, ein Fleischesser wäre bei diesem extrem hohen Fieber längst gestorben.

Während meines Aufenthalts im Krankenhaus habe ich im Garten des Gebäudes eine Kapelle bemerkt und dort gelesen, dass einmal pro Woche ein Priester aus der Kirche „Hl. Gottesmutter“ kommt. Das ist übrigens eine sehr alte Kirche in Varna, die halb in den Boden gebaut wurde. Da die Zeit der Priesteranwesenheit mit meinem Aufenthalt im Krankenhaus zusammenfiel, ging ich zur angegebenen Stunde in die Kapelle. Als ich hineinkam, wurde ich von einem jungen, starken, energiestrotzenden Mann mit einer wachen, vertrauensstiftender Art empfangen. Er fragte mich, ob ich schwer erkrankt sei, worauf ich erwiderte, dass ich schon genesen werde. Er lobte meinen hohen Geist und lud mich in die Kapelle ein. Wir begannen die Ikonen zu betrachten und kamen ins Gespräch. Der Priester hat mich behutsam ausgeforscht, um meine Bewusstseinsstufe festzustellen. Im Laufe des Gesprächs sagte ich ihm Einiges über den kommenden Ahriman. Dabei knickten seine Beine ein und der junge Priester sank zu Boden. Da an dieser Stelle ein Staubsauger abgestellt war, hat er es geschafft, sich auf ihn hinzusetzen. Meine Worte haben den Priester in den Willen getroffen. Er kam hoch und wir haben uns weiter unterhalten. Es hat sich herausgestellt, dass dieser Mann Nikolai Berdjaev und die russischen Philosophen kannte und auch in der evangelischen Kirche war. Der Protestantismus ist bekanntlich in der fünften Kulturepoche unter Menschen aufgekommen, die mit der Ausbildung einer Bewusstseinsseele über Christus beginnen. Doch wenn sie Christus nicht richtig verstehen, fahren sie hoch, als wären sie von einer Wespe gestochen, wenn man die Re-Inkarnation erwähnt. Diese Erfahrung habe ich in der Zeit gemacht, als meine Frau und ich zwei Jahre lang die Methodistenkirche in Varna regelmäßig besuchten. Ich habe immer versucht, die Gläubigen dort zum Ich-Prinzip zu erheben, aber trotz ihrer modernen Gesinnung und guter Bildung reagierten sie mit Angst darauf. Es war klar, dass mein Unterfangen nicht möglich war, denn die Gläubigen dort verbleiben lieber in dieser sozialen Form. Jedweder Impuls des Heiligen Geistes, der von draußen kommt, um ihnen Christus in einer anderen Art zu verkünden, wird von ihnen mit Vorbehalt und schließlich mit Ablehnung aufgenommen. Die gleiche Erfahrung habe ich in der „Weißen Bruderschaft“ gemacht, auch mit katholischen Priestern habe ich mich mit dem gleichen Ergebnis unterhalten. Der junge Priester sagte, dass ihm der Selige Augustinus imponiert habe und еr aus der evangelischen Kirche ausgetreten und zum orthodoxen Priester geworden sei. Wer Augustinus war und wie er mit Mani gestritten hat, können nur Anthroposophen verstehen, doch dieser Mann des 21. Jahrhunderts, den Augustinus in dieser Art beeinflusste, konnte mit der Anthroposophie nicht fertig werden. Als ich einige anthroposophisch nuancierte Bemerkungen machte, fiel er wörtlich zu Boden.

Im Laufe unserer Unterhaltung kamen wir auf die In-Vitro-Frage zu sprechen und ich bot an, ihm zu erklären, worin das Problem bei diesem Verfahren liegt. Doch er sagte: „ Möchtest du, dass ich dir stattdessen zuerst über mein Erlebnis im Zusammenhang mit dem In-Vitro erzähle?“ Ich willigte ein und dann erzählte er mir, dass er in der Kirche Kleinkinder taufe. Jeder, der einer orthodoxen Taufe beigewohnt hat (welchen Wert sie hat, steht auf einem anderen Blatt), weiß, dass die Kinder auf das Tauchen in das Taufbecken unterschiedlich reagieren. Manche schreien, andere schauen nur neugierig zu, das ist normal.

Der Priester erzählte: „Bereits zwei Fälle habe ich erlebt, wo der Täufling bei meinen Worten „Du wirst getauft im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“ wie tollwütig schrie, er verkrampfte sich und der Blick veränderte sich“. Das sind Kleinkinder, die die Worte „im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“ überhaupt nicht begreifen können. Warum reagieren sie in dieser Art? Warum krampfen und biegen sie sich, als hätte sich ein Dämon in ihnen eingenistet? „Bei allen anderen Kindern gab es keine Probleme“, fuhr der Priester fort, „ sie haben ein bisschen geweint, weil ihnen das Taufwasser zu kalt oder zu warm war, doch diese zwei Fälle waren völlig anders. Daraufhin habe ich die Eltern gefragt, ob das Baby ein In-Vitro-Kind ist und sie haben es bestätigt. Zwei Fälle von dieser Art habe ich bisher gehabt“.

Hier entsteht eine ernsthafte Frage, die eine Antwort braucht – warum reagieren diese Kinder in dieser Art, wenn der Priester die Worte „Du wirst getauft im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“ sagt? Der Priester teilte mir seine Erfahrung mit und ich habe überhaupt keinen Grund, ihre Authentizität anzuzweifeln. Ich hatte ihm ja vorher nichts über diese Frage gesagt, da er zuerst über seine Erfahrungen berichten wollte. Danach habe ich ihm kurz erklärt, worum es geht. Hier müssen wir das etwas ausführlicher darlegen, damit es zu einer Einsicht in das Problem kommt.

Steiner sprach darüber (GA 182:138ff.), dass die Schutzengel begonnen haben, unter der Anleitung der Geister der Form, Bilder in unserem Astralleib zu formen. Indem diese Bilder dort allmählich ihre Wirkung entfalten, müssen sie den Menschen vorbereiten, so dass er zur Aufnahme von drei Impulsen fähig wird. Die Impulse müssen wir uns bis zur Zeit der sechsten Kulturepoche aneignen, so dass wir dann in der Lage sein werden, nach dem Modell dieser Impulse die soziale Struktur unseres irdischen Lebens zu gestalten. Die sechste Kulturepoche wird im Jahre 3573 beginnen, das wissen wir von der Anthroposophie. Dann wird auch das Wassermann-Zeitalter im hierarchischen Sinne beginnen, also in mehr als 1500 Jahren. Im Hinblick auf den Tierkreis wird das Wassermann-Zeitalter in einigen Jahrhunderten beginnen, über den genauen Zeitpunkt gibt es unterschiedliche Auffassungen von Astrologen. Im Hinblick auf das Ich hat das Wassermann-Zeitalter im 20. Jahrhundert mit dem anbrechenden Christentum des Heiligen Geistes angefangen. Das, was ich vortrage, ist das Wassermann-Zeitalter, das andere, was als Wassermann-Zeitalter verstanden wird, hat noch nicht eingesetzt – weder im astronomischen Sinne (wenn die Sonne zum Frühlingsäquinoktium im Sternbild des Wassermanns steht) noch im Hinblick auf die Hierarchien (wenn die Erzengel die Führung der Menschheit übernehmen), also im Sinne von Kulturepochen. Wenn folglich heutzutage vom Eintritt in das Wassermann-Zeitalter, von Quanten-Übergängen u.dgl. die Rede ist, liegt völliges Missverstehen vor. In der gleichen Art wird über „Energien“ gefachsimpelt. Wir haben schon im ersten Video dargelegt, was die Energie darstellt – das, was über dem Stoff steht. Die Energie ist natürlich kondensierter Geist, kondensierte Liebe. Doch wenn jemand sagt, dass alles Energie ist, beweist er vollkommene mentale Schwäche und einen fehlenden Einblick in die Spiritualität. Und das ist es, was unter den sog. spirituellen Menschen der Gegenwart Verbreitung findet.

Die Schutzengel haben uns drei Impulse eingeprägt, was im Laufe des 20. Jahrhunderts bis zum Beginn des dritten Jahrtausends zu geschehen hatte. Diese Impulse mussten unserem wachen Ich-Bewusstsein eingeprägt werden, so dass sie in uns wirken, wenn wir wach sind. Und wir sind wach, wenn wir nicht schlafen und Ich, Ätherleib, Astralleib und physischer Leib eine Einheit bilden. Wenn wir schlafen, verlassen bekanntlich das Ich und der Astralleib den physischen und den astralischen Leib, die im Bett bleiben. Dann fehlen der Bewusstseinsleib, also das Licht des Bewusstseins vom Astralleib und das Ich-Selbstbewusstsein, das die Kontrolle über diesen Leib ausüben und der systembildende Faktor für die restlichen drei Leiber sein soll.

Die Engel haben diese drei Impulse eingeprägt, doch der Mensch des 20. Jahrhunderts hat das komplett verschlafen. Niemand hatte eine Vorstellung davon, was vor sich ging. Aber wenn uns diese Impulse während des Schlafes eingeprägt wurden, so gingen sie in den Ätherleib und in den physischen Leib und den Willen, d.h. diese Impulse sind sogar in unseren Willen eingesunken. Bedenken Sie, nicht in den Willen, der im Astralleib als ein Element unseres Seelenlebens in Erscheinung tritt, denn unser Sееlenleben manifestiert sich auf dem Astralplan als Denken, Fühlen und Wollen, sondern die Impulse haben die Stufe des Willens erreicht, der dem physischen Leib zugrunde liegt. Die Geister des Willens (die Throne8 haben jene Substanz ausgestrahlt, die am Anfang des physischen Prinzips steht, das sich im Äon der Erde bis zum Mineralischen verdichtete. Weil die Menschen diese Impulse ohne ihr Astralleib und ohne das Ich aufgenommen haben, ohne dass sie vom Ich in seiner wachen gegenständlichen Form auf der Grundlage des vom Astralleib getragenen Bewusstseins erkannt wurden, sind die Impulse tief in das Unterbewusstsein gesunken. Deshalb kommen sie im Menschen nicht als berechtigte freie, bewusst gewordene Impulse zur Geltung, sondern als versteckte Instinkte. Die Tiere leben durch Instinkte, die von einer Gruppenseele geleitet werden. Doch der Mensch ist kein Tier, er hat ein Ich, das selbst die menschlichen Instinkte unter Kontrolle halten soll, was natürlich erst nach vielen Inkarnationen erreicht werden kann. Sogar unser Herz wird künftig zu einem Willensorgan werden. Erst dann werden wir ein vernünftiges Herz im Sinne von Beinsa Douno haben und nicht im Sinne, den die Anthroposophie dem Begriff zugrunde legt. Die Anthroposophie spricht von einem vernünftigen Herzen, das heute besteht. Alles Okkulte, was eintritt, ohne dass der Mensch es bewusst erlebt, wird zu etwas Entsetzlichem.

Was war der erste Impuls, den uns die Schutzengel einprägen sollten und der mit dem In-Vitro-Verfahren zusammenhängt? Zukünftig soll „kein Mensch Ruhe haben im Genüsse von Glück, wenn andere neben ihm unglücklich sind“(ebd.). Dieser Impuls sollte in unserem Ich, in unserem Astralleib wirken, und durch das Ich bewusst erkannt werden, so dass wir in unseren nächsten Inkarnationen zu der Brüderlichkeit von Individuen heranreifen. Die wahre Brüderlichkeit unter den Menschen wird in der sechsten Kulturepoche unter einzelnen Ich-Individualitäten aufblühen, die durch Christus zu Ichen geworden sind. Alle müssen die Wüste der Bewusstseinsseele überqueren und zu Ichen werden und dann wird in Gruppen aus unterschiedlichen Ichen, die durch Christus zu einzelnen Individuen geworden sind, der Heilige Geist als Manas in seiner Zeit der sechsten Kulturepoche in diesen brüderlichen Gruppen herabsteigen. Dann wird Beinsa Douno wieder erscheinen, um Maitreya zu werden und dann werden all diese Gruppen im Maitreya die wahre Manifestation des Christus-Impulses als das zu Wort gewordene Fleisch sehen. Dann wird es auch die neue Reproduktionsart geben, in der das Geschlechtliche, das der Sündenfall verursacht hat, überwunden sein wird. Wir reden von einer Brüderlichkeit, die als die soziale Dreigliederung im Wirtschaftsleben verwirklicht werden muss. Doch das kann nur eintreten, wenn die Menschen sich als einzelne Iche individualisiert haben, bei denen der eine arbeitet und der andere sich von der Frucht dieser Arbeit ernährt und wiederum die eigene Frucht anderen anbietet. All das hat Steiner unter verschiedenen Blickwinkeln ausgearbeitet und in mehreren Vorträgen dargelegt. Wenn die Menschen, so Steiner, diesen Impuls der Brüderlichkeit nicht mit ihrem Bewusstsein aufnehmen, wird das in ihnen das instinktive Wiedererkennen von bestimmten Kräften verursachen, die mit dem Geschlechtsleben und genauer gesagt mit dem Geheimnis der Geburt und der Empfängnis zusammenhängen. Dann werden die Menschen beginnen, diese Instinkte zu praktizieren, so dass sie in das soziale Leben übergehen, zu sozialen Formen des Lebens werden. Nicht der Impuls der Brüderlichkeit von Individuen in der sechsten Kulturepoche wird eine soziale Form des Lebens sein, sondern aus der unrechtmäßigen Aufnahme dieser Impulse werden soziale Formen des Lebens entstehen, die zu einer Art Gegenimpuls werden. Wohin wird das führen? Die Genetik dringt immer tiefer in die Genome ein und kommt allmählich an diese Geheimnisse heran, die zum Menschen instinktiv kommen, obwohl er scheinbar im Labor daran herumbastelt. Das führt zum Eindringen in Sphären, zu denen der Mensch eigentlich zukünftig Eintritt erhalten soll – zu der Sphäre der wahren Eugenik, während die heutige Eugenik reiner Dämonismus ist.

Was geschieht, wenn die In-Vitro-Babys gezeugt werden? An dem Akt der körperlichen Vereinigung von Mann und Frau, dieser beiden Zweige des einigen Prinzips (denn in der richtigen Bibelübersetzung heißt es, dass der Mensch als Mann-Frau geschaffen wurde, nicht als Mann und Frau), nimmt auch etwas Drittes teil – das Ich-bin-Prinzip derjenigen Seele, die sich inkarnieren will. Diese Verbindung wird von der Himmlischen Sophia und von Christus vermittelt und es entsteht etwas Drittes. Deshalb gibt es die Trinität sowie die vorchristliche Trinität von Mutter, Vater und Sohn. Dieser Akt der Vereinigung verbindet die beiden Dreiecke zu einem Hexagramm des Makrokosmos, es wird eine Beziehung zum Makrokosmos hergestellt, damit die Seele mit dem Ich inkarnieren kann. Doch beim In-Vitro-Verfahren mischt sich in diese Beziehung jemand anderer ein – der Arzt, der die Befruchtung vornimmt. Der heutige Arzt erfüllt die Rolle Gottes bei diesem Eingriff. Doch im Unterschied zu Gott hat der Arzt die gegenständliche wache Ich-Bewusstseinsform, in der das reflektierende niedere Ich in Erscheinung tritt. Dieses niedere Ich ist nur eine Hülse, das haben wir schon öfters besprochen. Durch sie kommt das Ego umvermeidlich zur Geltung. Wenn man in diese Sphären eintritt, darf man nie seine persönlichen Mängel dort hineinbringen. Der Erdenmensch darf sich nur mit dem Mineralischen beschäftigen und Formen aus ihm bilden, wie die Kamera, die mich jetzt filmt, oder der Stuhl, auf dem ich sitze. Das ist die „königliche Kunst“ in der Freimauerei. Dem Erdenmenschen ist es untersagt, Lebendiges hervorzubringen. Im Pflanzenreich werden Hybride wie der Hybridweizen hergestellt, doch die Einmischung bleibt nur in diesem Reich. Wenn Kreuzungen von Tieren unternommen werden, wird mit bzw. ohne Erlaubnis des Gruppen-Ich dieser Tierart eine verbesserte Rasse geschaffen. Hier geschieht das innerhalb des Tierreichs. Doch es werden auch unterschiedliche Reiche miteinander vermischt, so bei den genetisch modifizierten Nahrungsmitteln, bei denen das Pflanzen- und das Tierreich zu monströsen Missgestalten gekreuzt werden. Doch die GMO-Nahrung hat keine ätherische Entsprechung und kann uns daher nicht ernähren. Folglich ist sie völlig überflüssig für die Menschen, das ist als würde man Papier kauen und herunterschlucken, doch unser Magen ist nicht für die Papierverdauung geschaffen. Die GMO-Lebensmittel haben keinen Nährwert, sie sind überflüssig und schädlich. Die ganze heutige Wissenschaft kann – selbst unter Einspannung all ihrer Kräfte und Ressourcen – keine einzige lebendige Zelle synthesieren, keine pflanzliche, und keine tierische, welche auch einen Astralleib haben muss, geschweige denn eine menschliche Zelle, die zusätzlich vom Ich durchdrungen werden muss. Dem Menschen ist gesetzt, nur mit dem Mineralischen zu wirken. Aber wir produzieren monströse Maschinen, Bestien von Autos. Wer eine Aggression in sich hat, bevorzugt solche Autos, da sie ihm das Gefühl der Macht geben.

Was ist den Gegenständen eingeprägt, mit denen wir uns umgeben? Dort wirkt der ahrimanische Impuls, denn Ahriman hat die menschliche Intelligenz vollständig geraubt, die uns die erste Hierarchie über die zweite im 15. Jahrhundert in den Nerven-Sinnes-Apparat eingepflanzt hat. Ahriman hat diese Intelligenz seit der Zeit Francis Bacons vollständig geraubt, so dass sich der heutige Arzt oder Hochschuldozent, eigentlich jeder Mensch dieser vollkommen satanisierten Intelligenz bedient. Das ist die ausgetauschte und ahrimanisierte kosmische Intelligenz. Wenn der Arzt den Eingriff der In-Vitro-Befruchtung vornimmt, erfüllt er die Rolle Gottes und bringt seine Intelligenz in das erzeugte „Produkt“ hinein. Doch was für ein „Produkt“ wird das sein, wenn die ahrimanisierte Idee vom Heiligen Geist in dieses „Produkt“ hineingeht? Auf den ersten Blick weisen die In-Vitro-Kinder keinen Unterschied zu den Kindern auf, die auf natürliche Weise gezeugt wurden – ich behaupte ja nicht, dass die In-Vitro-Kinder krank, beschädigt o.dgl. sind. Sie sind physiologisch wie die anderen, sie haben alle Glieder, Organe usw. Doch wo ist dann der Unterschied? Warum reagieren solche Kinder in der beschriebenen Art auf die Taufe, als wären sie von einem dunklen Geist besessen? Wegen der Besonderheit ihrer Empfängnis werden diese Kinder viel leichter zu „Leitern“ materialistisch-ahrimanischer Impulse als die anderen Kinder, die aber in keiner Weise gegen solche Impulse versichert sind. Bei den In-Vitro-Kindern kommt die „Leitfähigkeit“ für den Atheismus, das Hinziehen für das Materielle viel leichter zur Geltung. Daher können solche Kinder jetzt, wenn Ahrimans Erscheinen auf der Erde erwartet wird, zu seinen Kriegern werden. Der Leib für ihn wird schon vorbereitet, er ist bereits 18 und Ahriman wird sich inkorporieren. Die ganze restliche Menschheit wird fast ausnahmsweise glauben, Christus bei Seiner zweiten Wiederkunft zu sehen. Deshalb kommen diese Kinder oft gleich zwei- oder dreifach zur Welt, damit es mehr Ahriman-Krieger gibt.

Ein anderes Problem stellt die große Zahl der Kaiserschnitt-Geburten dar. Mittlerweile kommt jedes zweite Kind in Bulgarien per Kaiserschnitt zur Welt. Der Kaiserschnitt ändert alles radikal, es können das geplante Sternzeichen oder die Geburtszeit geändert werden – kurzum das karmische Schema, nach dem das Kind sein Leben führen soll, was noch größere Komplikationen im Leben nach sich zieht. Natürlich schließen wir die Fälle aus, wenn der Kaiserschnitt wegen zu hoher Risiken unumgänglich ist. Aber vielfalls kommt es zu einer Kaiserschnitt-Geburt, da die Frauen Angst vor der natürlichen Geburt haben. Doch die Geburt müsste so stattfinden, wie Gott im Buch Moses zu Eva gesagt hat: „Du sollst mit Schmerzen Kinder gebären“. Zu Adam sagte Gott, dass die Männer mit Mühe und Anstrengung das Mineralreich erobern werden: „Verflucht sei der Acker um deinetwillen, mit Kummer sollst du dich darauf nähren“ (vgl. 1. Moses 3:16-17). Die Frau sollte die natürliche Geburt vorziehen, zumindest weil sie für beide – Kind und Mutter – gesund ist, sie darf nicht diese Hauptfunktion ihres Geschlechtes ängstlich umgehen.

Diese Geheimnisse, die mit der Empfängnis zusammenhängen und zu instinktiven Erkenntnissen in der Menschennatur führen, werden schädlich, wenn gewisse Engel, so Steiner, von den Instinkten eine Veränderung erfahren werden. Welche diese Engel sind, verriet Steiner nicht. Auch sagte er nicht, welche Veränderung sie durchmachen werden, da dies „zu jenen höheren Geheimnissen der Initiationswissenschaft gehört, von denen heute noch nicht gesprochen werden darf“ (ebd., S. 154).

Das, was ich sage, kann ich nicht hundertprozentig behaupten, doch wir sollten darüber nachdenken, welche Engel von einem Zeugungsakt nach dem In-Vitro-Verfahren angezogen werden können. Nur diejenigen können es sein, die Michael bei seinem Kampf im Himmel im 19. Jahrhundert vertrieben hat. Diese Engel treten in die In-Vitro-Kinder ein, da sie durch sie freier wirken können. So können wir uns erklären, warum ein Kind bei der kirchlichen Taufe auf die Worte „Du wirst getauft im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“ mit hysterischem Geschrei reagiert. Weil in diesem Augenblick Ahriman, der ahrimanische Engel im Kind wütend wird, nicht das Kind selbst. Das kindliche Geschrei ist nur die Folge, die äußere Erscheinung davon. Diese zurückgebliebenen, des Himmels verwiesenen Engel, die auf die Erde heruntergestiegen sind und in unserem Blut, im Nerven-Sinnes-Apparat, überall in uns toben, können solche Menschen für den Dienst im Namen des Antichristen inspirieren. Zur Beruhigung der Eltern solcher Kinder und aller anderen heutigen Zeitgenossen, die sich beeilen, das nächste IPhone-Modell zu kaufen und an derlei technischem Spielzeug heften, sei gesagt, dass sie alle Träger dieser schwarzen Engel sind und das Fundament für ihre Wirkung bilden. Ausnahmslos alle! Nur kann die Manipulation bei diesen Kindern noch leichter geschehen.

Was können wir den Eltern von In-Vitro-Kindern raten, die dieses Video sehen und mich hoffentlich in der rechten Art verstehen werden? Die Eltern müssen wissen: Ihre Kinder sind nicht beschädigt, sie sind körperlich gesund, sogar sehr gesund, manche können später auch Spitzensportler werden. Doch hier ist etwas anderes gemeint – das seelisch-geistige Leben dieser Kinder. Der Mensch hat ja nicht nur einen Körper, sondern er hat auch eine Seele und einen Geist, darunter ist in diesem Fall ein Ich zu verstehen. Was ist mit diesen menschlichen Elementen zu tun? Wenn wir die Art der Zeugung und deren Folgen auf das seelisch-geistige Leben dieser Kinder bedenken, haben wir uns dasjenige ins Gedächtnis zu rufen, was Steiner gesagt hat: Bis zum 14. Lebensjahr müssen dem Kind drei Impulse in einer angemessenen Art eingeprägt werden. Das Kind muss erstens eine Beziehung zur Natur haben, damit es später einen gesunden physischen Leib hat. Es muss zweitens eine Beziehung zur Kunst haben, um später einen gesunden Ätherleib und die Grundlage für ein reiches Seelenleben zu haben. Schließlich muss dem Kind die wahre Religiosität vorgestellt werden, die selbstverständlich nur das Christentum und nichts anderes sein kann, denn das Christentum des Heiligen Geistes ist die rechtmäßige Spiritualität für den Anfang des 21. Jahrhunderts. Diese Wahrheiten müssen dem Kind in einer geeigneten Art vorgestellt werden. So kann sich im kindlichen Astralleib das passende Seelenleben entfalten, damit im 21. Lebensjahr allmählich das Ich-bin-Prinzip, also Christus, in angemessener Art aufgehen kann. Wenn das nicht geschieht, wenn religiöse Impulse im Astralleib fehlen, ist im späteren Leben mit starken psychischen Störungen zu rechnen. Zukünftig werden die Menschen massenhaft wahnsinnig werden, das wird zu einem ständigen Sich-Selbstverzehren führen, zu einem Kampf des weiblichen und männlichen Anteils im Menschen und zu einem Kampf mit seinen Mitmenschen. Wenn dem Ätherleib keine rechtmäßigen Impulse eingeprägt worden sind, sondern ausschließlich Rap und dergleichen, statt wahrer Musik, welche die klassische Musik und die vom Volksgenius hervorgebrachten Kinderlieder darstellen, wird der Mensch später Charaktermängel haben. Fehlt die Beziehung zur Natur, wird das Kind nicht ab und zu auf Waldspaziergängen, Bergwanderungen o.dgl. mitgenommen, sondern es verbringt seine Freizeit in Internetclubs oder vor dem Bildschirm, werden irgendwann die physischen Krankheit kommen. Wir sehen ja: Die Menschen werden immer anfälliger, immer kränker. Was können also die Eltern aller Kinder tun, unabhängig von der Art ihrer Empfängnis? Sie können die Leiber ihrer Kinder mit diesen drei Impulsen in der rechten Art imprägnieren. Doch sind die Eltern überhaupt tauglich dazu?

Eine andere Entstellung des Geheimnisses der Empfängnis und des Impulses der Brüderlichkeit, der durch das Eindringen in diese Geheimnisse entartet wurde, ist die Leihmutterschaft. Der Fußballer Cristiano Ronaldo hat eine Frau beauftragt, ihm ein Kind zu gebären, der russische Sänger Filipp Kirkorov hatte auch eine Leihmutter für seine Kinder usw. Bei uns wollte neulich eine dumme Abgeordnete einen Gesetzentwurf zur Leihmutterschaft einbringen. Gut, dass die bulgarischen Parlamentarier einen gewissen gesunden Menschenverstand an den Tag legten und die Legalisierung der Leihmutterschaft abgelehnt haben. Welche Probleme gibt es hier?

Wenn das Kind zur Welt kommt, den mütterlichen Leib abwirft und selbständig zu leben beginnt, muss es in den ersten sieben Jahren viel essen und an Körpergewicht zulegen, denn in den ersten sieben Jahren ist es hauptsächlich ein physischer Leib. In dieser Zeit lebt das Kind im Ätherleib seiner Mutter. Es hat zwar einen eigenen Ätherleib, doch es ist völlig abhängig von dem ätherischen Schutz der Mutter. Wenn sie nach der Geburt wieder arbeiten will oder das Kind anderen Eltern übergibt bzw. zur Adoption freigibt, so wird das Baby von der Mutter getrennt. Das ist, als trenne man das Kind vom Leben selbst, denn der Ätherleib ist das Leben. Doch auch vom siebten bis zum vierzehnten Jahr, wenn das Kind bereits einen eigenen Ätherleib hat, lebt es in der mütterlichen Aura. Es muss auch in dieser Zeit in der mütterlichen Umgebung sein, damit es im 14. Jahr einen gesunden Astralleib ausbilden kann. Das Kind braucht die Nähe seiner Mutter, es muss an ihrem seelisch-geistigen Leben teilnehmen. Wenn dies dem Kind entzogen wird, hat das später unvermeidliche Auswirkungen im Leben, die als Mängel oder psychische Störungen auftreten. Dann werden sich alle über das Verhalten des Kindes wundern, obwohl man es gut erzogen zu haben denkt. Doch man kann nicht dem Kind die Erziehung wie mit einer Spritze einführen, wie die heutige Bildung macht. Sie verwandelt den Menschen in einen kleinen Roboter und nach dem Studium ist er bereits ein vollendeter Roboter, der sich in Ahrimans System einpassen soll. Schon Steiner hatte die Universitäten „Kasernen des Geistes“ genannt, heute gilt das in noch stärkerem Ausmaß, da in den Umiversitäten alles Geistig-Seelische im Menschen vernichtet wird.

Das Kind, das von einer Mutter geboren und dieser dann entnommen und derjenigen Frau übergeben wird, die die „Ware“ bestellt und bezahlt hat, hat dennoch eine Beziehung zur leiblichen Mutter. Es hat sich diese Mutter ausgesucht, obwohl Befruchtungsmaterial aus der anderen Mutter entnommen wurde. Das Eiweiß wird abgebaut und aus dem „Nichts“ kommt das, was zum Menschen werden soll. Man hält das Eiweiß für die komplizierteste Sache, doch es wird bei der Empfängnis nur abgebaut, um danach in das Chaos zu gehen. Das Eiweiß ist eine außerordentlich einfache Substanz. Indem es in das Chaos, ins Nichts geht, entsteht aus dem Nichts, aus Gott der Mensch. Das Material kann der bezahlenden Mutter oder dem bezahlenden Vater entnommen sein (das spielt keine große Rolle, obwohl die Vererbung vorhanden ist), doch die Vernichtung des Eiweißes, des Spermiums geschieht im Körper der Leihmutter, damit aus dem Nichts das Kind entsteht. Das ist eigentlich die authentische Mutter des Kindes. Was wird aus ihm später, wenn man es von ihr vor dem siebten, vor dem vierzehnten Jahr getrennt hat? Sein Programm für die Zukunft wird vernichtet. Das stellt die sog. Leihmutterschaft dar. Reiche Mütter wollen oder können nicht auf natürliche Art gebären, um ihre Figur nicht durch eine Schwangerschaft zu verderben oder ihre Karriere nicht zu unterbrechen. Von derlei egoistischen Beweggründen geführt, bezahlen sie eine arme Frau, die ihr Kind austragen soll. Das ist reiner Dämonismus!

Wenn wir der Spirale der vernichtenden dämonischen Instinkte weiter folgen, die die Brüderlichkeit ersetzen, kommen wir zum Klonen. Das berühmte geklonte Schaf Dolly ist gestorben, da es nicht lebensfähig war. Manche Wissenschaftler träumen davon, auch den Menschen zu klonen. Was wird geklont? Durch das Klonen wird ein Leib entstehen, doch wo wird die Seele, wo wird das Ich sein? Was wird in diesen Leib eintreten? Diese Leiber werden zu Wohnstätten von Dämonen. Der geklonte Körper soll sehr gesund werden, das verspricht man sich davon. Doch einen gesunden Leib gibt es nur dann, wenn es einen gesunden Geist gibt. Hier sehen wir, wohin die entsetzlichen Ergebnisse der unbewussten Aufnahme des ersten Impulses der Schutzengel führen können. Sie können auch zu etwas anderem führen, das im nächsten Teil besprochen wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Unterscheidung der rechtmäßigen und der unrechtmäßigen Spiritualität

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Nachdem wir in der vorigen Vorlesung auf das Ich-bin-Prinzip eingegangen sind und einige Grundfragen gestellt haben, wollen wir nun zu dem Thema übergehen, wie dieses Ich-bin-Prinzip vom heutigen Menschen erlebt wird. Das Thema können wir „Die Unterscheidung der rechtmäßigen und unrechtmäßigen Spiritualität“ nennen.

Es existiert heute ein Riesenozean geistiger Strömungen auf der Erde. Das Hauptproblem, mit dem diejenigen konfrontiert werden, die der Hölle der materialistischen Weltanschauung entkommend, auf der Suche nach Geistigkeit sind, besteht darin, welcher spirituellen Strömung sie sich anschließen sollen. Selbstverständlich wird jeder Mensch nach karmischen Gründen auf die für ihn geeignete Spiritualität gelenkt, daher ist es äußerst schwierig, ihn aus dieser Strömung herauszuziehen – das  hat mir die Praxis völlig unmissverständlich gezeigt. Trotzdem wäre es angebracht, die Dinge zu strukturieren, wenn wir das Ich-bin-Prinzip als den systembildenden Faktor in jedem System betrachten. Wir wollen nun die verschiedenen Arten der heute auf der Erde bestehenden Spiritualität in einem bestimmten Hierarchie-Verhältnis betrachten, damit wir uns einen Überblick verschaffen können. Andernfalls werden uns „die Beine wegknicken“ und wir werden dorthin gehen, wo wir uns wohl fühlen. Schlecht wäre das nicht, allerdings ist das Ich-bin der Urquell, dem ein abwärts fließender Fluss entstammt. Oben ist dieser Fluss schnell und mächtig, je tiefer er abwärts fließt, desto mehr wird er aufgestaut – es bilden sich einzelne (Stau)weiher, in denen bestimmte Wesenheiten zu wirken beginnen. Der Fluss fließt weiter abwärts und es entsteht ein anderer Weiher, es taucht ein weiteres System auf, in dem andere Wesenheiten gedeihen. Auf diese Weise werden flussabwärts verschiedene Stillgewässer gebildet. Je weiter abwärts der Fluss des Ich-bin-Prinzips fließt, desto größer werden sie und desto mehr Bewohner haben sie, desto stiller ist ihr Wasser. Zum Schluss erreicht das Ich-bin-Prinzip die Materie, wo es sich verliert.

Wie können wir die auf der Welt heute vorhandene Spiritualität strukturieren? Dazu müssen wir unseren Blick auf den Fluchtstab des Ich-bin richten, welches sich in der Zeitenwende manifestiert hat.

„Das fünfte Evangelium“ von Rudolf Steiner (GA 148) ist eines der bewegendsten anthroposophischen Bücher schlechthin, das die Frucht der von Steiner angewendeten Methode der siebenstufigen Lemniskate des anschauenden Denkens und der nachfolgenden Erhebung zu den Fähigkeiten zum imaginativen, inspirativen und intuitiven Bewusstsein darstellt. Dort wird über drei große Enttäuschungen berichtet, die Jesus in tragischer Art nach seinem 18. Jahr erlebt hat. Das geschah lange vor dem Eintritt Christi in seinen Leib (im 30. Jahr Jesu). Es handelt sich um die Enttäuschung vom Heidentum, Judentum und Essäertum.

Steiner berichtet, dass Jesus vor seinem 30. Jahr viele Reisen machte und dabei verschiedene Gegenden Palästinas und außerhalb Palästinas kennenlernte. Unbekannt ist, ob er dabei auch nach Indien kam, wie manche behaupten – er soll angeblich in Kaschmir gestorben und nicht gekreuzigt worden sein, behauptete ein inzwischen gestorbener „Esoteriker“. Jesus ist tatsächlich herumgereist, mit Sicherheit war er in den Gebieten, die wir heute als Vorderasien und Kleinasien kennen, ob er auch die Balkanhalbinsel erreichte, wissen wir nicht. Im Zusammenhang mit seiner Enttäuschung vom Heidentum berichtete Steiner, dass dieses Ereignis an einem Ort geschah, den er nicht genau identifizieren konnte (vgl. GA 148:62). Bei seinen Wanderungen sah Jesus, wie unter den Völkern, die heidnische Kulte ausübten, zahlreiche Dämonen walteten. Bei der besagten Reise zu einem nicht weiter identifizierten Ort begegnete Jesus einem Stamm, der einen Götzen verehrte. Dort war die Kultstätte von den Priestern verlassen worden und die Heiden konnten keine Beziehung zur geistigen Welt mehr herstellen. Die Heiden glaubten, in Jesus ihren neuen Priester zu erkennen und drängten ihn zum Opferaltar, wo er das Bewusstsein verlor. Als er wieder zu sich kam und „den Blick in die Ferne schweifen ließ“, sah er die dämonischen Wesenheiten, die diese Menschen verfolgten.

Der Sinn jeder Spiritualität, jeder Religiosität besteht darin, eine Beziehung in der rechten, rechtmäßigen Art zur geistigen Welt herzustellen. Hier entzündet sich der Streit unter allen spirituellen Menschen auf der Erde, wessen Spiritualität die größte ist. Das führt unausweichlich zu Kriegen, denn allen Konflikten der Menschheit liegt der Zusammenprall der verschiedenen religiösen Ansichten über die Welt zugrunde.

Jesus hat gesehen und in tragischer Art erlebt, wie das Heidentum die Beziehung zu den Göttern längst verloren hat und wie sich die Dämonen unter diesen Völkern breitmachen und wirken, zu deren Opfern die Menschen geworden sind. Für die Heiden hat diese unrechtmäßige Spiritualität entsetzliche Folgen, welche sich auf dem physischen Plan als Pest, Aussatz und all diejenigen Krankheiten zeigten, die damals grassierten.

Was ist die heutige Entsprechung der heidnischen Spiritualität? Wir können eine Gliederung auf mehreren Stufen vornehmen und wenn wir uns in die Details vertiefen, werden wir mehrere Dutzende Varianten der Spiritualität herausheben, die ihre jeweiligen Spezifika haben. Auf der tiefsten Stufe befinden sich diejenigen, die in manchen Fernsehsendern für sich werben – der Magier X, die Geistheilerin Y -, die durch primitive Techniken das Geld ihrer Klienten einfach einkassieren. Sie mögen durchaus bestimmte Fähigkeiten besitzen, welche jedoch in kommerzieller Weise zu Geld gemacht werden. Da der heutige Mensch große Probleme hat, klammert er sich an jeden Strohhalm, er lässt sich z.B. schwarzmagische Angriffe auflösen und gibt dabei immer mehr Geld aus. Zweifellos gibt es unter den Bulgaren viele, die hellseherische Fähigkeiten und gleichzeitig hohe geistige Qualitäten besitzen – ich habe persönlich solche Menschen gekannt. Doch sie nehmen entweder gar kein Geld als Belohnung für die eventuell geleistete Hilfe oder sie sagen „Wirf soviel Geld, wie du möchtest auf den Boden“ – 2, 5, 10, 200 Leva – das ist dem Klienten völlig frei überlassen. Der Heiler tritt auf das Geld und wirft dem Klienten nie vor, dass dieser zu wenig bezahlt hat. So verfahren die Menschen, die mit wahren hellseherischen Gaben begnadet sind. Diese Fähigkeiten ziehen sich als ein Nachhall alter Zeiten hin, als wir eine bildhafte Gruppenspiritualität, ein bildhaftes, imaginatives Gruppenbewusstsein besaßen. Nun sind wir Menschen dabei, die Wüste des wachen gegenständlichen Ich-Bewusstseins zu durchqueren. Im 20. Jahrhundert sollte der große Übergang zum bewussten bildhaft-imaginativen Bewusstsein beginnen, so dass der Mensch zu einer neuen Gattung wird – zum Homo magneticus, zum Weißmagier. Selbstverständlich haben diejenigen, die sich heute ‚Magier‘ nennen, nichts mit den Weißmagiern zu tun, sondern in ihnen kommt in einer bestimmten Art eine atavistische Spiritualität zur Geltung. Manche dieser Personen sind zwar unendlich liebevoll, aufopfernd und können tatsächlich ihren verwirrten Klienten helfen. Solche Menschen dürfen nicht abgelehnt oder verachtet werden.

Die nächsthöhere Gruppe bilden die sog. Kontakteure, Channeler. Wenn wir über sie sprechen, müssen wir allerdings bedenken, dass der Sinn der Spiritualität im Herstellen einer Beziehung, eines Kontakts zur geistigen Welt besteht. In diesem Sinne war auch Steiner ein Kontakteur, auch Beinsa Douno war ein Kontakteur. Jeder, der mit der geistigen Welt kommuniziert, ist ein Kontakteur. Hier meinen wir aber die New-Age-Bewegung und ihre unzähligen Varianten. In den „Gesprächen mit Gott“ eines Neale Donald Walsch etwa stellt sich der Autor vor, dass er direkt mit Gott Gespräche führt, d.h. mit dem Absoluten, mit dem Väterlichen Weltengrund. Es ist offensichtlich, dass sich Walsch mit einer luziferischen Wesenheit oder mit einer exkarnierten Menschenseele unterhält, die auf diese Art von Spiritualität gerichtet war. Beide Gesprächspartner sprechen, genauer gesagt quasseln endlos. Über solche Erscheinungen müssen wir ausdrücklich Folgendes sagen: Die guten, rechtmäßigen Geister – Engel, Erzengel usw. – reden nie lange. Sie sagen ein Wort, das der Mensch in sehr spezieller Art aufnimmt, die wir bei der Erörterung der Methodologie der Anthroposophie besprochen haben – mit dem ätherischen Gralsorgan, dem ätherischen vernünftigen Herzen, das sich etwa 30 cm oberhalb des Kopfes befindet. Es wird durch das Nasenwurzel-Chakra vollständig bewusst gemacht, in der rechten Art durch das Kehlkopf-Chakra ausgesprochen und durch das Solarplexus-Chakra erlebt. Dagegen ist die Herstellung einer Beziehung zur geistigen Welt durch die Entfaltung des Herzzentrums im Solarplexus etwas, was fatale Konsequenzen für den Menschen hat.

Gerade das hatte während seines Aufenthalts in Amerika ein Mann in unrechter Weise getan, mit dem ich mich letzten Sonntag getroffen habe. Wenn so etwas geschieht, führt es die Betroffenen zum Selbstmord oder zu einem Aufenthalt in der Psychiatrie. Zum Glück haben die guten Mächte diesen Mann gerettet, denn wenn so etwas länger andauert, lebt man wie in einem Horrorfilm mit einem schlechten Ende. Die Herstellung einer Beziehung zur geistigen Welt durch das Herzchakra ist heutzutage äußerst falsch für den Menschen. Ein vernünftiges Herz im Bereich des physischen Herzens wird frühestens in zwei bis dreitausend Jahren ausgebildet sein. Alles, was vorher in der Herzgegend entwickelt wird, verwandelt den Menschen in eine Marionette von Mächten, die er überhaupt nicht kennt. Man fängt dann an, Stimmen zu hören, die gewisse Anordnungen erteilen. Dem Mann, den ich traf, wurde etwa gesagt: „Stirb im Licht!“ Daraufhin sprang er einem vorbeifahrenden Auto entgegen und zerbrach sich den Schädel. Er ist sich nun dessen bewusst, was ihm zugestoßen war und ich hoffe, dass er sich nach unserem Treffen endgültig Klarheit über diese Frage verschaffen haben wird.

Wir haben in Bulgarien bereits zahlreiche Personen erlebt, die aus Amerika kommen und sich für spirituelle Lehrer ausgeben und unter anderem die sog. „Engel’s Parties“ veranstalten. Wir kennen Personen, die mit „Erzengel Michael“, „Erzengel Uriel“ und wem auch immer kommunizieren. Michael soll ihnen Ratschläge erteilt haben – etwa den Ölstand oder das Frostschutzmittel vor dem Autofahren zu überprüfen, eine Sonnenbrille aufzusetzen, um sich die Pupillen vom Sonnenlicht nicht beschädigen zu lassen u.dgl. Können Sie sich vorstellen, dass Michael sich mit solchem Kram beschäftigt?! Und trotzdem gibt es Millionen Menschen auf der Erde, die in diesen rosa Luftballons leben, Hände klatschend einander umarmen und verzückt „Liebe!“ und „Licht!“ rufen. All das ist ein Riesenkindergarten, ein spiritueller „Sumpf“, der sich auf der tiefsten Stufe der Spiritualität befindet. Es ist angebracht, diesbezüglich etwas Wichtiges zu erwähnen und eine Brücke zum fünften Video in dieser Reihe zu schlagen.

Neulich hat die sog. Wahrsagerin von Silvio Berlusconi Teodora Stefanova ihr Buch „Der achte Sinn“ präsentiert – bemerken Sie, nicht der sechste oder siebte, sondern gleich der achte Sinn! Scheinbar zufällig habe ich ein Fernsehinterview mit ihr gesehen, in dem sie über ihr Buch sprach. Nach vielem abstrakten Geschwafel von Liebe und Licht, das äußerst banal und hölzern klang, hat sie unter anderem wie nebenbei geäußert, dass wir keine Angst vor den Robotern, vor dem künstlichem Intellekt zu haben bräuchten, da wir durch diesen eine Beziehung zum Kosmos, d.h. zur geistigen Welt, aufbauen würden. Wir würden mit den Robotern brüderlich koexistieren und uns gegenseitig lieben. Danach ging das abstrakte Geschwafel, das sich üblicherweise aus dem Channeling der New-Age-Strömung ergießt, wieder los. Neulich hat ein englischer Professor von Programmen berichtet, mit denen Roboter die Kinder in der Schule unterrichten werden. Es wird angekündigt, dass den Menschen in zehn Jahren die Einpflanzung  eines künstlichen Intellekts angeboten werden wird. Dieser Intellekt wird viel schneller als das Gehirn funktionieren und weder an psychischen noch an physischen Krankheiten leiden: „Bitteschön, ihr braucht euren menschlichen Verstand nicht mehr!“

Hier sehen wir, wie durch solche Personen, welche die allerschlimmste Art von Channeling repräsentieren, die dunklen ahrimanischen Geister wirken und die Menschen auf das für die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre Geplante vorbereiten – die Begegnung mit dem Antichristen.

Das bisher Erörterte umfasst die niedrigsten Stufen der Spiritualität. Auf einer höheren Stufe befinden sich diejenigen Personen, die die Magie beherrschen und sie für schwarze Zwecke benutzen, um auch Geld zu verdienen und über die anderen zu herrschen. Es gibt verschiedene Arten von Magie – von der harmloseren Sorte bis zur Magie, die einen sehr schnell zerstören kann. Der einzige Schutz gegen solche schwarzmagischen Angriffe besteht darin, dass sich der Einzelne von der rechtmäßigen Spiritualität durchdringt, auf die wir etwas später eingehen werden. Nur so kann man den Schutz der unsichtbaren Welt und in erster Linie den Schutz seines persönlichen Schutzengels genießen.

Das, was wir hier umrissen haben, existiert in Dutzenden Stufen und Varianten des Heidentums. Es ist eine Form der Spiritualität, in der heute nicht diejenigen Wesenheiten wirken, die zukunftsweisend sind, sondern diejenigen die in unrechter Weise auf das heutige Weltgeschehen schauen.

Die nächsthöhere Stufe bilden die Religionen, die außerhalb des Christentums stehen – Buddhismus, Hinduismus, Mohamedanismus und weitere mehr oder weniger bekannte Religionen, in denen Christus fehlt. Sie stellen bestimmte Weiher oder besser gesagt Sümpfe dar, welche der beschriebene Ich-bin-Fluss gebildet hat, in denen Menschen entsprechend ihrer Evolutionsentwicklung gruppiert sind. Der Übergang von einem Weiher zum nächsthöheren erfolgt durch das Wachstum des Ich. Ob diese Menschen als Iche wachsen wollen, ist eine Frage ihrer persönlichen Wahl und ihrer persönlichen Möglichkeiten. Wachsen können sie, wenn sie die Wahrheit lieben. Das Christentum des Heiligen Geistes, das sich im 20. Jahrhundert anbahnt,  –  denn bisher befand sich das Christentum in seiner Vorbereitungsperiode – ist das Christentum der Ich-Entwicklung. Ohne die absolute Liebe zur Wahrheit kann kein Mensch zu einem höherliegenden Gewässer aufsteigen, er ist den Einflüssen seines Sumpfs ausgesetzt und bleibt in diesem Sumpf, in dem die rechtmäßigen Geister keinen wahrhaftigen Kontakt zu ihm herstellen können. Dieser Kontakt muss sich immer vom Ich-bin-Prinzip leiten lassen, das wir im Erdenäon aufbauen müssen. Im Buddhismus etwa fehlt das Ich. Nach der buddhistischer Ansicht erhält man im nächsten Leben ein neues Ich und das Ziel besteht darin, dem Kreislauf der Inkarnationen zu entkommen. Stattdessen müsste der Mensch in Abhängigkeit von seinem Ich-Wachstum immer mehr den Wunsch haben, aufopfernd auf die Erde herunterzusteigen, um seine Mitmenschen nach oben hinaufzuziehen. Das ist das christliche Verständnis des Ich-bin-Prinzips, das sich dem Ausstieg aus dem Karmarad widersetzt. Nicht in die geistige Welt hinauffahren und dort sich ergötzen soll der Mensch, sondern mit noch mehr Drang nach unten streben, um die Mitmenschen aus den Sümpfen zur höherliegenden Quelle des reinen Wassers mitzureißen. Der Meister Beinsa Douno sagte: „Wer die Quelle des reinen Wassers nicht erreichen kann, der trinkt trübes Wasser“. Doch besser ist es, aus dem trüben Wasser zu trinken, anstatt völlig zu verdursten wie die sog. Atheisten, die die unglücklichsten Menschen auf der Erde sind: Wenn jemand behauptet, dass es keinen Gott gibt, so bedeutet das, dass er gar kein Bewusstsein besitzt und auf die Stufe des Tieres hinuntergekommen ist.

All die erwähnten Religionen unterliegen dem Imperativ, den Beinsa Douno nannte: „Entweder ist man mit Christus oder gegen Ihn“ – eine Zwischenstellung gibt es nicht. Ob der Islam in seiner wahhabistischen oder in einer weicheren Ausprägung existiert, ist unbedeutend, denn er kann mit dem Christentum nicht koexistieren – das sind Illusionen für Naivlinge. Wer den Koran aufschlägt, wird feststellen, dass dort in imperativischer Art steht, dass Christus (gemeint ist natürlich Jesus) nicht Gott ist, dass die Trinität nicht existiert: „Es gibt keinen Gott außer Allah und Mohammed ist sein Prophet“. Da der Islam als letzte der Weltreligionen entstanden sei, sei er die wahre Religion, wird behauptet. So hat sich ergeben, dass der Islam, der für die Eliminierung der fürchterlichen Gondischapur-Akademie nützlich war, heute zu einer Religion wird, die gegen Christus gerichtet ist. Und all die anderen Religionen sind auch gegen Christus gerichtet, da wir uns schon im anbrechenden Zeitalter des Christentums des Ich-bin und nicht des Sumpfes befinden.

Das sind die heute bestehenden Stufen des Heidentums, von dem Jesus unter jenen Bedingungen enttäuscht war. Unser Zeitgenosse, der sich auf dem Weg des Ich-bin befindet, muss begreifen, beurteilen und mitfühlend sein, muss verstehen, warum diese Seelen das Bedürfnis haben, in ihrem Stillgewässer zu verbleiben. Man kann und darf diese Menschen nicht verurteilen, allerdings hebt das nicht die Notwendigkeit auf, die Wahrheit über jedes Gewässer zu verkünden und vom Standpunkt der michaelischen Anschauung aus zu beleuchten – der Anschauung des Ich, über die wir im ersten Video gesprochen haben.

Die nächste Enttäuschung Jesu war das damalige Judentum. Es wartete bekanntlich sehr lange auf den Messias und hat diesen am Ende gekreuzigt. Im Alten Testament gibt es weitaus über 300 Prophezeiungen der Ankunft des Messias. Johannes der Täufer hat Ihn erkannt, doch die jüdischen Schriftgelehrten nicht. Als das bemerkenswerte Gespräch des Christus mit der Samariterin stattfand, sagte sie, dass alle auf den Messias warteten, worauf Christus erwiderte, dass Er der Messias ist. Was für ein Segen war dieses Gespräch für den wieder inkarnierten Josef, für diese Samariterin!

Worin bestand das Problem des Judentums? Jesus sah, dass die Stimme Bath-Kol, die zu den Hebräern über Elija, über die großen Propheten des Alten Testaments als Offenbarung gesprochen hatte, keine Beziehung mehr zu den  Schriftgelehrten herstellen konnte – der Elite, die sozusagen die Vertreterin des jüdischen Volkes vor dem Messias war. Die Bath-Kol war die Sprache, die zum jüdischen Volk von der Stufe der Elohim, ja sogar den Dynameis (der sechsten Hierarchie über uns) aus sprach. Das ist eigentlich die Jakobsleiter, die zu den Elohim führt. Als Jakob sie sah, ging es noch nicht um Jehova, der im Alten Testament durch Moses erscheint. Eigentlich sprach Christus zu den Propheten über Jehova – dem mächtigsten der Elohim – sowie über den damals wirkenden Michael als Volksgeist dieses Volkes. Das, was als Inspirationen von oben in der Gestalt der Bath-Kol kam, hatte ihre Quelle in der fünften bzw. sechsten Stufe über uns und konnte vom Judentum nicht mehr vernommen werden, da die rechtmäßige Beziehung zur geistigen Welt abhandengekommen war. Dieser Umstand hat Jesus tief enttäuscht.

Die heutige Entsprechung jenes Judentums sind die auf der Welt bestehenden christlichen Konfessionen. Sie haben seit langem die wahre, zeitgemäße Beziehung zu Christus verloren. Hiermit will ich nicht ausschließen, dass es anständige Pfarrer, Priester gibt, ja sogar Bischöfe (obwohl das sehr zweifelhaft wäre), die eine rechtmäßige Beziehung zur geistigen Welt haben. Doch sie alle müssen sich dem Kanon unterordnen. So wie das alte Judentum von Regeln gelähmt war und die lebendige Beziehung zum Geist verloren hatte, so geschieht es auch heute. Der Kanon droht mit dem Finger, wenn man sich zu einer persönlichen Beziehung zur geistigen Welt entschließt, denn in diesem Fall stellt sich die für ihn bedrohliche Frage, wozu der Mensch dann die Kirche braucht. Alle heutigen Kirchen basieren auf dem persönlichen Erlebnis des Petrus bei Cäsarea Philippi, als ihn Christus fragte, wer denkt er, dass Christus sei und die Antwort bekam „Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes (Matth. 16:16). Auf diese persönliche Erfahrung des Petrus wurden alle Kirchen gebaut, doch dem zitierten Satz folgte der Ausruf Christi „Hebe dich, Satan, von mir!“ (ebd. 22), denn das Menschliche kam bei Petrus zum Vorschein. Die Kirchen wurden nicht auf das Christentum des Petrus in der rechten Weise gegründet, d.h. auf die persönliche Erfahrung des Petrus, sondern auf diesen letzten Satz. Wenn der römische Katholizismus Petrus wegen der Worte Christi „Du bist Petrus und auf diesen Felsen will ich bauen meine Gemeinde“ (Matth. 16:18) als seinen ersten Bischof betrachtet, so ging es gerade um die persönliche Erfahrung des Jüngers, der Christus als den Sohn des lebendigen Gottes sah. Genau das ist das Christentum, das sich jetzt anbahnt – das individuelle Christentum des Ich-bin-Prinzips, das den Menschen in ein Ich-bin verwandelt, der von dieser Position die Verbindung zu seinen Ich-bin-Mitmenschen herstellen muss. Dies hat der Kirchenkanon a priori beseitigt. In den Kirchen kann sich also der lebendige Geist keine Bahn brechen, denn der lebendige Geist als der Pfingstgeist geht durch das Ich-bin-Prinzip. Die heute bestehenden christlichen Konfessionen sind folglich die gegenwärtige Entsprechung jenes Judentums, dessen tragischen Zustand Jesus erlebt hat.

Die dritte Etage der Spiritualität bildet das Essäertum, das Jesus in einer ebenfalls dramatischen Art erlebt hat. Er hat mit den Essäern verkehrt, bei denen auch Johannes der Täufer war. Nach dem zwölften Jahr, als das Zarathustra-Ich in Jesus eintrat, haben die Essäer gesehen, wie weise der Sohn des Zimmermanns spricht. Sie befragten ihn nach der Deutung der alttestamentlichen Texte und bewunderten die Weisheit, die sich aus ihm ergoss. Deshalb haben sie versucht, ihn für ihren Orden zu gewinnen. Die Essäer durften durch keine bemalten Tore gehen, da sie unter Luzifers und Ahrimans Einflüsse geraten könnten, deshalb gingen sie nur durch bestimmte unbemalte Tore nach Jerusalem. Sie führten ein gottgefälliges Leben, waren Vegetarier und besaßen Techniken zum rechtmäßigen Kontakt mit der geistigen Welt. Doch das geschah auf Kosten der restlichen Menschheit. In dem Moment, in dem die Essäer ein Tor passierten, das sie für die luziferischen und ahrimanischen Attacken unangreifbar machte, attackierten die beiden Widersacher die restlichen Menschen. Diese hohe Essäer-Geistigkeit wurde auf Kosten aller anderen Menschen praktiziert, sie hatte keine Opferbereitschaft.

Das war die dritte große Enttäuschung Jesu von der damals vorhandenen Spiritualität der Menschheit, die er seiner Mutter anvertraute. Im Anschluss daran vollzogen sich jene bedeutungsvollen Prozesse der Auswechselung des Ich Zarathustras durch das Ich Christi und die Durchdringung der über 40jährigen Maria mit der Seele der anderen Maria, in deren Ätherität und Astralität der nathanischen Jesus bis zu seinem zwölften Jahr gelebt hatte. Die salomonische Maria wurde zu einer Jungfrau im physischen Sinne – das ist die Gottesmutter und die Jungfrau Sophia, von der im Christentum die Rede ist.

Welche ist die heutige Entsprechung der Essäer? Das sind die Organisationen „Weiße Bruderschaft“ und die Anthroposophische Gesellschaft – die heutige Spitze der Spiritualität auf der Erde und die rechtmäßigen christlichen Impulse, die der große Eingeweihte Rudolf Steiner und der große Bodhisattva Beinsa Douno ausgestrahlt haben. Wir wollen unseren Blick auf diese zwei Gesellschaften richten, die ihrem Ursprung nach die rechtmäßige Spiritualität der Gegenwart repräsentieren (müssten), denn bisher haben wir über die unrechtmäßige bzw. die unrechtmäßig praktizierte Spiritualität gesprochen.

Das Heidentum wurde überflüssig, indem es sich von Christus entfernte, doch im konventionellen Christentum fehlt Christus in Wirklichkeit ebenfalls. In den Kirchen wird Christus in der Praxis durch den Vatergott ersetzt, da dort das Ich-bin-Prinzip fehlt. Als Sich Christus auf dem Weg zur Erde befand und Ihn Moses fragte, wer Er ist, gab Er über Jehova die Antwort „Ich bin der Ich-bin“. Dem heutigen Christentum ist diese Ansicht über Christus völlig abhandengekommen und es redet eigentlich nur über den Vatergott, indem es das Wort ‚Christus‘ benutzt. Unter anderem bedeutet griechisch χρυσός  „Gold“. Das Gold ist das Sonnenmetall und wir wissen, dass Christus auf Seinem Weg vom Pralaya über die Sonne ging. Deshalb erschien Er vor dem geistigen Blick Zarathustras als Ahura-Mazdao  („die große Sonnen-Aura“). Alle vorchristlichen Mysterien schauten auf die Sonne, damit die Menschen sich auf die Ankunft Christi auf der Erde vorbereiten konnten. Nicht zufällig wollte in der nachchristlichen Zeit Julian Apostata, der jetzt in Bulgarien inkarniert ist, dass das dreifache Sonnen-Geheimnis als Quelle von Licht, Leben und Liebe in das Christentum eingeht. Dafür wurde er von einem christlichen Fanatiker getötet. Indem das Sonnen-Geheimnis Christi dem Christentum abhanden ging, hat es die Möglichkeit verloren, von einer Erden- zu der Sonnen-Evolution überzugehen. Ich habe schon mehrmals erläutert, was das bedeutet und was diesbezüglich heute schon beginnen kann. Dieses Gold, dieser Sonnen-Impuls wird uns in Wirklichkeit retten, deshalb ist Christus der Heiland, der „Salvator mundi“ auf Leonardos berühmtem Gemälde.

Kehren wir zu beiden Gesellschaften zurück. Bei meiner letzten Vorlesung vor drei Wochen in Sofia war unter den Anwesenden kein einziges Mitglied der Anthroposophischen Gesellschaft. Es kamen Menschen, die mich aus meinen Vorlesungs-Videos kennen. Nur ein ehemaliges Mitglied der Anthroposophischen Gesellschaft befand sich im Saal. Auf der Internetseite dieser Person entstand später eine Diskussion über meine Vorlesung, aus der klar wurde, wie das Vorgetragene völlig verkannt wird. Die Synthese der Impulse Rudolf Steiners und Beinsa Dounos wurde z.B. dergestalt verstanden, dass ich für eine Verschmelzung beider Organisationen plädiere, was natürlich völlig unsinnig ist. Eine mir sehr nahestehende Person, nannte die Ratschläge, die mir dort gegeben werden, „den Versuch des Mistkäfers, dem Adler das Fliegen beizubringen“. Das veranschaulicht die Situation derjenigen, die das von mir Vorgetragene schlechtmachen, da sie es missverstehen. In ihnen wirken die Angst, das unterschwellige Gefühl, selbst nicht auf dem Stand des Vorgetragenen zu sein, und der Neid, der in allen Gesellschaftssphären herrscht. Wenn solche Menschen das, was durch mich kommt, nicht verstehen und eventuell dessen Korrektiv auf sachlichem Feld sein wollen, da niemand vollkommen ist, werden die beiden zitierten Gesellschaften jenen Essäern gleichen, die schön rein sein möchten, doch in der Praxis keine wahrhaftige Beziehung zur geistigen Welt haben, die über Christus geht.

Was die „Weiße Bruderschaft“ betrifft, so gibt es dort eine Person, die sich als Einzige mit Anthroposophie beschäftigt und die Dinge sehr tief erfassen kann. Diese Person hat im Varna-Zweig der „Weißen Bruderschaft“ die Anwendung einer Idee initiiert, die der Meister Beinsa Douno 1921 im Vortrag „Die vier Räte“ äußerte. Dort unterbreitete Beinsa Douno den Vorschlag, dass sich seine Nachfolger selbst vier Räten zuordnen, um in ihnen entsprechend ihrer eigenen inneren Einstellung tätig zu sein. Diese vier Räte beziehen sich auf die „physische“ Arbeit, die Bildung, die „geistige“ Arbeit und die Aussöhnung bei auftretenden Streitigkeiten.

Wer sich in der Anthroposophie gut auskennt und den Sinn des Impulses Beinsa Dounos begreift, wird erkennen, wie der Versuch unternommen wird, in einer einseitig äußeren Art die Ansicht über die soziale Dreigliederung Steiners dem von Beinsa Douno Gemeinten beizumischen. Dadurch wird eine Wiederbelebung des synarchischen Prinzips angestrebt. Dabei sind Kommentare und Missbilligung über die Wahl und Selbstzuordnung einzelner Mitglieder unvermeidlich.

Demgegenüber schlage ich vor, beide Impulse Steiners und Beinsa Dounos in ihrer reinen Art als Ausgangspunkt zu nehmen, ohne den einen oder den anderen zu favorisieren. Das erweist sich als äußerst schwierig, wenn man die Nuancierung nur eines dieser Impulse besitzt. Aber auf der Erde existieren Seelen, die in der Lage sind, beide Impulse in gleicher Art und auf ihrer eigenen Selbstbewusstseinsstufe aufzunehmen. Wenn man in die Reinheit dieser beiden Impulse einzudringen versucht, wird man erkennen, dass in ihnen das Ich-bin-Prinzip in zwei verschiedenen Arten zur Geltung kommt, die aber ohneeinander nicht können – sonst würde man quasi auf einem Bein stehen, aber wir sind mit zwei Beinen, Armen, Augen, Ohren usw. ausgestattet. Im vorigen Zyklus des Vaters waren wir in der All-Einheit, während nun das Prinzip der Zwei wirkt. Wenn man beide Impulse nicht als zwei Prinzipien des Ich sieht, die auf zwei verschiedenen Arten wirken, wird man für immer in einem Weiher bleiben. Die erwähnte Person bedient sich gern des „Nachbarweihers“, indem sie Ideen der Anthroposophie entleiht.

Was stört hier? Man bedient sich der Anthroposophie sozusagen illegal, indem Euphemismen wie „die westliche Esoterik“ benutzt werden. Doch der Impuls des Meisters Beinsa Douno zählt auch zur westlichen esoterischen Strömung so wie Steiners Impuls. Unter der „östlichen“ Strömung wird diejenige verstanden, deren Meister Morya und Kuthumi sind, unter der „westlichen“ Strömung – diejenige, deren Meister der Meister Jesus mit dem Ich Zarathustras und Christian Rosenkreutz sind. Unbestrittenerweise steht Beinsa Douno als Bodhisattva allein in der Welt, da er auf die Sphäre der Vorsehung schaut, auf Christus als das Ich-bin-Prinzip des Makrokosmos. Daher kann der Impuls Beinsa Dounos kein anderer sein als der Impuls des Ich-bin, der als die Moralität und Opferbereitschaft zusammen mit der nathanischen Seele und Christus im Großen Mysterium von 1936 manifestiert wurde.

Das Ich-bin-Prinzip ist das zentrale Prinzip auch in der Anthroposophie und wer dies nicht versteht, missversteht die gesamte Geisteswissenschaft. Hier geht es also um die Manifestation des Ich-bin-Prinzips in zwei verschiedenen Arten, die aber im menschlichen Ich als eine Synthese vorzunehmen sind, so wie Christus in der Zeitenwende die Synthese zwischen der nördlichen Strömung der Weisen und der südlichen Strömung der Hirten vereinigt hat. Wenn man sich also der Anthroposophie in einer verschleierten Art bedient, ohne sie in den Vordergrund zu stellen, handelt man wie ein Dieb, der im Dunkeln stehlen geht. Auf dem bekannten Bild des Menschen mit den ausgestreckten Armen von Leonardo, das die Person benutzt hat, um die Idee zu veranschaulichen, sieht man, wie das Wirtschaftsleben den Beinen und das geistige Leben dem Kopf zugerechnet wird. Der Bildungsrat wird den Schultern zugeordnet und der Aussöhnungsrat – dem Brustkorb. Hier gibt es jedoch einen methodologischen Fehler, denn das geistige Prinzip befindet sich beim dreigliedrigen sozialen Organismus in den Beinen. Es ist noch unbekannt, welche Früchte diese Initiative zeitigen wird. Bisher herrscht im Varna-Zweig großer Enthusiasmus, aber man hätte bei Beinsa Douno aufmerksam nachlesen müssen, wer zum geistigen Rat und wer zum Bildungsrat gehören und welches Element in ihm entwickelt sein muss. Die Mitglieder des geistigen Rats etwa müssen Herz und die Mitglieder des Bildungsrats Verstand haben. Ich hoffe, dass diese Initiative Früchte zeitigt, das ist etwas, was nur in der Praxis ausprobiert werden kann.

Die Person, die diese Idee in die Tat umsetzen will, hat sie mit mir besprochen und mich um Unterstützung gebeten, da sie weiß, dass von keiner anderen Stelle Unterstützung und Erläuterung kommen können. Damit man eine Frage erläutern und die dunklen und lichten Aspekte sehen kann, sind umfangreiche geisteswissenschaftliche Kenntnisse notwendig. Doch hier gibt es eine Illusion. Steiner hat den sozialen Organismus nicht zufällig als dreigegliedert entworfen. Das Dreifache besitzt immer einen systembildenden Faktor, damit es auch etwas Neues geben kann. Die Anwendung der Dreigliederung scheiterte, aber Steiner war verpflichtet, diesen Versuch zu unternehmen. Da die Idee der sozialen Dreigliederung nicht verwirklicht wurde, und in der nahen Zukunft das auch nicht zu erwarten ist, möchte diese Person die Dreigliederung an die Idee der vier Räte in der „Weißen Bruderschaft“ bzw. in einem ihrer Zweige anpassen. Der vierte, sog. Aussöhnungsrat soll eventuelle Streitigkeiten beilegen. Doch die Mitglieder des Aussöhnungsrats müssen Träger des Ich-bin-Prinzips sein, um Streitbeileger zu sein. Gibt es dort der Träger dieses Prinzips? In der „Weißen Bruderschaft“  laufen die Dinge auf der Stufe der Verstandesseele. Wenn man nicht zur Stufe der Bewusstseinsseele aufzusteigen vermag, so dass in einem die erhabenen Wahrheiten des Ich-bin-Prinzips aufleuchten, die mit Christus zusammenhängen, kann man niemals eine rechtmäßige Beziehung zu seinem ersten höheren Wesensglied herstellen – zum Manas, zum vom Absoluten kommenden Heiligen Geist. Wenn man als eine Verstandesseele den Impuls des Meisters Beinsa Douno an sich selbst anpassen will, so ist das ein Verrat an der Authentizität des Impulses Beinsa Dounos. Das gilt auch für die Versuche der Anthroposophischen Gesellschaft, den Impuls Rudolf Steiners an sich selbst anzupassen. So wie die Christen in den Kirchen Christus verraten und verloren haben, so verlieren auch die Anthroposophen Rudolf Steiner aus den Augen. Deshalb kam es zu den dramatischen Ereignissen nach der Weihnachtstagung, von denen sich die Anthroposophische Gesellschaft bis heute nicht erholt hat. Die Leitung in Dornach ist voll mit Undercover-Jesuiten und -Freimaurern. In die Führung der „Weißen Bruderschaft“ wurden früher Spitzel der Staatssicherheit infiltriert, die sie in einen Sumpf wie den zweiten Rila-See verwandeln sollten. In diesem Sumpf wird die Masse der Mitglieder auf die Stufe der Empfindungsseele hinuntergezogen. Das, was ich anbiete, ist der Aufstieg von diesem Sumpf zu höhergelegenen Gewässern, wo Christus in Seinem wahren Glanz erstrahlt. Das ist ein individuelles Erleben der Bewusstseinsseele, in der das Ich explodiert.

Manche wenden ein, dass die Anthroposophie keine „Explosion des Ich“ kennt. Sie kennt den Sachverhalt, doch den Begriff habe ich unabhängig von der Anthroposophie geprägt. Viel später habe ich festgestellt, dass am Ende des zweiten Vortrags in der „Theosophie des Rosenkreuzers“ der Satz steht “Das Ich leuchtet auf in der Seele, dann beginnt die Arbeit an den Leibern” (GA 99:33). Im Panorama des ganzen Vortrags erhält der Satz einen etwas anderen, eher begrenzten Sinn als dasjenige, was ich erlebt habe und was später als die Synthese beider Impulse entwickelt wurde. Bei mir war es „Ich bin Gott“, womit ich selbstverständlich viel Spott erntete. Und trotzdem habe ich erlebt, dass ich Gott bin. Das ist das wahre Erleben des Ich-bin-Prinzips, das ich später mit Inhalt, mit meiner eigenen Ich-Substanz besetzt habe. Diese Substanz bekommt man nicht vom Schutzengel oder von den Erzengeln – das muss jeder von uns selbst direkt von Christus beziehen, denn die menschliche Ich-Entwicklung unterscheidet sich grundsätzlich vom Ich-Wachstum der Engel, Erzengel usw. „Nicht ich, sondern Christus in mir“, wie Paulus sagte – der erste Mensch, der so etwas überhaupt sagte, denn vor dem Mysterium von Golgatha konnte das noch keiner von sich sagen. Wir werden unsere Ich-Form nicht mit der Substanz der Throne besetzen, die am Anfang des alten Saturn ausgestrahlt wurde – die Liebe des Kosmos -, sondern mit einer Substanz, die von Christus kommt. Diese Substanz ist nicht von dieser Welt. Sie ist die Substanz, die in den nächsten Zyklus eingehen wird. Das sind grandiose Aufgaben für die Menschen!

Das, was Beinsa Douno und Rudolf Steiner der Welt gebracht haben, sind Ich-Prinzipien, deren Vereinigung zu einem dritten unterschiedlichen Etwas führt. Das Absolute hat sich eingeschränkt, damit es eine Schöpfung gibt, damit jeder Mensch das Ich-bin-Prinzip werden kann und nicht einen irdischen Meister anhimmelt. Deshalb sagte Beinsa Douno: „Ihr könnt nicht mal dem Blick eines Engels standhalten, geschweige denn Christus begegnen und Seinem Blick standhalten“.

Mir wurde vorgeworfen, dass ich asozial wäre. Um mich herum gibt es natürlich keine vier Räte. Ich brauche keine Gremien, ich brauche Ich-bin-Menschen, die zur Bewusstseinsseele in rechter Weise aufsteigen, was nur durch die Synthese der beiden Impulse geschehen kann. So kann auch das Geistselbst über sie als die erste Manifestation des Geistes wirken und uns zu den großen Geheimnissen Christi führen, ohne die wir nicht gewappnet sein werden, um dem Antichristen entgegenzutreten. Um die Vorbereitung seiner Ankunft wird es in den nächsten Videos gehen. Diese  Vorbereitung geht mit solcher Schlagkraft vor sich, dass ich mich wundere, wie die Menschen sie nicht wahrzunehmen vermögen.

Die Internetseite mit meinen schriftlichen Texten und Vorlesungs-Videos hat täglich ca. Tausend Besucher. Sind das Räte? Ist das eine Gemeinschaft? Liegt es an meinem Asozialsein? Es stellt sich heraus, dass zur Synthese als Konzept weitaus problemlos Menschen heranwachsen können, die in keinem der beiden Impulse nuanciert sind, keiner der beiden Organisationen angehören. Das sind Seelen, die in der Zeitenwende vorbereitet worden sind, die eine Berührung mit Christus hatten – jede auf ihre Art.

„Entweder ist man mit Christus oder gegen Ihn“, entweder ist man mit dem Ich-bin-Prinzip der heutigen Zeit oder man stellt sich Christus entgegen. Die heutigen Essäer in der Anthroposophischen Gesellschaft und der „Weißen Bruderschaft“ sollten dies bedenken. Die alten Essäer, von denen Jesus enttäuscht war, beherrschten die okkulten Techniken und konnten sich vor Luzifer und Ahriman schützen. Doch heute toben sich Luzifer und Ahriman – wie ein niederländischer Anthroposoph sagte – in der Anthroposophischen Gesellschaft aus, aber Christus ist nicht da.

In der „Weißen Bruderschaft“ existiert die Ich-bin-Idee überhaupt nicht. Wenn sie fehlt, haben die beiden Widersacher das Sagen. Wie kann man sie loswerden? Das ist etwas, worüber ich seit 17 Jahren spreche. Warum widersetzt ihr euch dem? Wer eine Sünde gegen den Heiligen Geist begeht, hat gegen sich selbst gesündigt und kann sich selbst nicht verzeihen. Eines Tages, wenn ihr über die Pforte des Todes gegangen sein werdet, werdet ihr erkennen, was ihr verfehlt habt, wie manche bekannte Anthroposophen es bisher getan haben.

„Nur die Taten im Namen Christi sind eine Blüte, die Knospen ansetzt und Früchte trägt“, sagte Beinsa Douno. „Im Namen Christi“ bedeutet im Namen des Ich-bin-Prinzips und dieses Prinzip kann ohne eine Bewusstseinsseele nicht zur Geltung kommen. Für die Ausbildung der Bewusstseinsseele stehen uns noch 1500 Jahre zur Verfügung. Ich zeige, wie das gemacht wird, damit man Entwicklungssprünge macht, indem man zum nächsthöheren Weiher aufsteigt, denn bleibt man im Sumpf, gibt es kein Entkommen. Beinsa Douno sagte zu einem seiner Schüler: „Ihr müsst Christus lieben, nicht den Meister!“ Wenn man Christus liebt, dann wird man auch Liebe zu Rudolf Steiner und Beinsa Douno empfinden, ohne einen von ihnen zu favorisieren. Die Quelle, die dem Absoluten entstammt, wurde von Christus auf die Erde heruntergebracht und in jeden Menschen eingeführt, der Christus finden will. Diese Quelle ist in uns. Deshalb sagte Christus: „Das Reich Gottes ist inwendig in euch“ (Lukas, 17:21). Dieses Reich Gottes ist das Ich-bin-Prinzip und in das Reich kommt man nicht mit der Liebe, sondern mit der Weisheit.

In der Hoffnung, dass diese Vorlesung in der rechten Weise verstanden sein wird – nicht als Vorwurf oder Verurteilung, sondern als aufrichtige Sorge um den Zustand, in den die beiden Impulse von ihren Nachfolgern gebracht worden sind -, wollen wir dieses Thema nun abschließen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Mysterium des Ich

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Seid gegrüßt, Brüder und Schwestern in Christo,

heute, den 19.11.2017, werden wir als eine Fortsetzung jener 18 kurzen Videoclips, die vor dem Sommer entstanden sind, sechs neue Folgen aufzeichnen. In den heutigen sechs Beiträgen werden wir auf verschiedene Fragen des Daseins eingehen und dabei mit dem Mysterium des Ich beginnen.

Letztes Mal haben wir uns auch mit dem Ich befasst, aber da das Ich dasjenige Wesensglied ist, an dessen Entwicklung im ganzen irdischen Äon gearbeitet werden muss, werden wir es auch zukünftig von verschiedenen Gesichtspunkten beleuchten müssen. Es gibt ein Hauptmysterium, das dem Menschen Rätsel aufgibt – das das Mysterium des Ich. Heute werden wir es aus einem anderen Blickwinkel betrachten – desjenigen des Meisters Beinsa Douno. Laut ihm sind die Stufen des Daseins folgendermaßen angeordnet: Ganz unten befindet sich der Stoff, es folgen die Energie und das Licht, die eine Drei bilden. Es folgt der Gedanke – der Grenzpunkt, der diese Drei von der nächsthöheren Drei trennt, welche laut Beinsa Douno aus Liebe, Geist und Gott besteht.

Den Vertretern verschiedener spiritueller Strömungen mag diese Anordnung etwas seltsam erscheinen und ich weiß nicht, inwiefern die Mitglieder der Organisation „Weiße Bruderschaft“ über dieses Konzept ihres Meisters Bescheid wissen. Nun wollen wir versuchen zu begreifen, was er mit dieser Anordnung der Daseinsstufen gemeint hat.

Ganz unten ist der Stoff – dies ist uns bekannt, es handelt sich um das Mineralreich. Auf den nächsthöheren Stufen befinden sich jeweils die Energie und das Licht. Einstein hat sich mit beiden beschäftigt und seine berühmte Formel aufgestellt – E = mc2 (Energie ist gleich Masse mal Lichtgeschwindigkeit zum Quadrat). Als Einstein diese Formel aufstellte, machte er das vom Standpunkt der materialistischen Weltanschauung und ohne die geringste Vorstellung von den geistigen Urquellen dieser drei Substanzen zu haben. Die Formel klingt verständlicherweise sehr abstrakt, denn sie lässt sich – insbesondere bei der Lichtgeschwindigkeit – nicht experimentell überprüfen. Die geistigen Urquellen der drei Substanzen Stoff, Energie und Licht haben zweifellos als Korrelate jeweils das physische Prinzip, das ätherische Prinzip und das astrale Prinzip. Die nächsthöhere Stelle nimmt der Gedanke ein und hier kapitulieren sowohl Einstein als auch die gesamte heutige Wissenschaft, da sie keine Vorstellung haben, wie das Denken zustande kommt, woher es kommt und welche Substanz es darstellt. Die Geisteswissenschaft lehrt uns, dass das Denken in seinem Wesen nichts mit dem physischen Leib, ja gar mit allen drei menschlichen Leibern oder mit der menschlichen Seele zu tun hat. Das Denken als Substanz ist reiner Geist und folglich spielt das physische Gehirn nur eine Vermittlerrolle im Denkprozess. Der Ätherleib ist ebenfalls ein Vermittler des Denkens, da das Denken sich in ihm entwickelt. Der Astralleib ist der Träger des Bewusstseins, mit dessen Hilfe der Denkprozess zustande kommt. Seit Aristoteles, also seit unserem Übergang vom lebendigen Denken und dessen Erleben im Ätherleib zum abstrakten Denken im Astralleib, wurde unser Denken des Lebens entleert. Deshalb konnten sich die Anschauungen Newtons und Einsteins sowie die Ansichten der gegenwärtigen Wissenschaft herausbilden. Wenn das Denken jenes Werkzeug ist, das uns als Iche gebildet hat, und ohne das dies unmöglich gewesen wäre, und wenn wir keine Vorstellung vom Wesen des Denkens haben, ist es klar, dass die Menschheit vor den noch höher liegenden Daseinsstufen kapituliert. Das Denken ist der Grenzübergang zu diesen höheren liegenden Daseinsstufen.

In früheren Vorlesungen sind wir auf die Lemniskate des anschauenden Denkens eingegangen – das neue Organon, das Steiner gegeben hat und das den Kern der Methodologie der Anthroposophie bildet. Die eine Schlaufe der Lemniskate besteht aus These, Antithese, Synthese, es folgt das Sterben des niederen Ich in dem höheren Ich und auf der anderen Seite der Lemniskate befindet sich die geistige Drei, die Steiner moralische Intuition, moralische Phantasie und moralische Technik genannt hat. Gelingt es dem Menschen, durch den Punkt des Denkens in der rechtmäßigen anschauenden Art hindurch zu kommen, offenbaren sich ihm auch die Wahrheiten über die höhere Drei.

Was steht auf der fünften Stufe? Laut Beinsa Douno ist das die Liebe. Doch was ist sie, was ist die Liebe? Damit es eine Schöpfung gibt, hat der Vatergott über die Throne die Substanz der Liebe also das uranfängliche Weltenfeuer in der höheren Astralität ausgestrahlt, das das physische Prinzip darstellt, welches im vorherigen Zyklus des Vaters ausgearbeitet wurde. In der Vorbereitung des physischen Prinzips bestand die Hauptaufgabe jenes Zyklus. Dieses Prinzip hat der Vater über die Throne manifestiert, in Form der Substanz, die das ganze Dasein als Schöpfung erschaffen hat. Im Grunde des ganzen erschaffenen Daseins liegt jene Substanz, die ein Ergebnis des Opfers des Vatergotts über die Throne ist. Das ist die Liebe. Deshalb schreibt der Apostel Johannes in seinem ersten Brief, dass Gott Liebe ist (1. Joh. 4:8). Das steht in seinem ersten Brief, doch in der Apokalypse des Johannes finden wir etwas anderes.

Auf der nächsthöheren (sechsten) Stufe befindet sich der Geist. Was ist der Geist, was stellt er dar? Der Gott-Vater, Gott-Sohn und Gott-Heiliger Geist sind ein Geist, der sich abwärts als die Liebe – die Substanz vom Vater, die Idee vom Heiligen Geist und das Leben vom Sohn – manifestiert. Doch der Vater, Sohn und Heilige Geist Selbst nehmen an der Schöpfung des Kosmos nicht teil, sondern Sie übergeben Ihre Prärogativen den Hierarchien, die den Kosmos erschaffen. Beinsa Douno sagte: „Geht überall in den Kosmos hin und fragt, was Liebe ist – überall werdet ihr die Antwort bekommen, dass Gott Liebe ist“.

Doch Gott ist nicht nur Liebe, es gibt einen noch umfassenderen Begriff dafür, was Gott ist – das ist der Geist. Das ist die Trinität, die vor der Schöpfung steht und auf die Schöpfung schaut, doch an der Schöpfung nicht beteiligt ist. Das ist der Geist. „Es gibt den einen Geist“, sagte Beinsa Douno, „und Gott ist in Seinem Dasein Geist“. Dann kommen die Liebe, das Denken, das Licht, die Energie und der Stoff.

Wir sind zur sechsten Stufe gekommen, doch was steht noch höher? Für Beinsa Douno steht ganz oben Gott. Was ist also Gott, wenn wir wissen, dass Gott in Seiner Manifestation als die Trinität Geist ist? Es gibt etwas, was oberhalb des Geistes steht und der Geist ist ebenfalls eine Manifestation von diesem Etwas. Das ist das Ich-bin-Prinzip, das an der Spitze dieser siebenstufigen Leiter steht. Das ist das Absolute, dessen wahres Wesen das Ich-bin-Prinzip darstellt. Dort ist der Urquell des ganzen Daseins, all desjenigen, was existieren kann. Diesem Urquell entspringt ein Fluss, der abwärts fließt und sich als Geist, Liebe usw. manifestierend bis zum Stoff reicht. Die Hierarchien ordnen sich diesem Fluss entlang aufwärts an, indem sie auf den Urquell des Ich-bin hinaufschauen und zu seiner Manifestation in der Schöpfung werden.

Hier stehen wir vor dem Hauptmysterium, das überhaupt möglich ist – dem Mysterium des Ich. Was ist das Ich? Wenn die oberste Formel „ Gott ist Ich-bin“ lautet, müssen wir uns die Frage nach der Substanz des Ich stellen. Wir haben bereits die Form des Ich besprochen, welche die Elohim dem Menschen verliehen haben, das Ich der Hierarchien und die Art, in der sie es erlangen und zur Geltung bringen – das erfolgt immer durch ein Opfer. Ein höherer Geist – etwa ein Elohim, der eine Ich-Form und eine Ich-Substanz hat, ergießt seine Ich-Substanz nach unten zum tieferstehenden Archen. Letzterer entleert opfernd die Ich-Substanz aus seiner Form, die leer bleibt und bekommt eine Ich-Substanz vom Elohim, der über ihm steht. Die eigene Ich-Substanz gibt der Arche nach unten zum Erzengel weiter, dieser hat ebenfalls seine Form entleert, damit sich die Ich-Substanz des Archen in ihn ergießen kann.

Es folgt die Frage, woher diese Ich-Substanz kommt und woraus sie besteht, was sie darstellt. Ohne jeglichen Zweifel wird sie von jener uranfänglichen Substanz gebildet, die vom Vater kommt und  über die Throne ausgestrahlt wurde, was sich in Form der Liebe manifestierte. Die Ich-Substanz aller Wesen besteht also aus Liebe. Deshalb antworten die Wesen auf die Frage, was Gott ist, dass Gott Liebe ist, wie der Meister Beinsa Douno berechtigterweise sagte. Sie haben ihre Form erhalten, alle Wesen sind auch Form, die von einer Substanz, Idee und dem Leben des Zyklus (Vater, Sohn und Heiliger Geist) erschaffen worden ist. Doch was ist das Ich selbst, welche ist diese Substanz, die nach ihrer Kondensierung zum Geist wird? Wenn sie noch stärker kondensiert wird, ergibt sie Liebe usw. Was ist das für eine Substanz? Diese Substanz können wir mit nichts Bekanntem vergleichen, obwohl die Gewinnung unsere Ich-Substanz in einer grundsätzlich anderen Art als bei den über uns stehenden Wesenheiten geschieht – keine von ihnen ist in der Art zu einem Ich geworden, in der wir das erreichen werden. Christus ist zum systembildenden Faktor des Dreiecks Vater – Sohn – Heiliger Geist geworden und dazu muss dieser systembildende Faktor eine Substanz sein, die über diesen drei Substanzen steht, denn in jedem System muss der systembildende Faktor alle Elemente umfassen, die ein Teil von ihm sind und die er zu leiten hat. Das Ich-bin-Prinzip leitet also das ganze System, das sich abwärts als eine Schöpfung entfaltet. Daher folgt die Frage nach der Beschaffenheit der Ich-bin-Substanz. Wenn jedes Wesen, das sich als ein Ich in dieser Hierarchiereihe individualisiert, indem es die Substanz der Liebe benutzt, die die Throne ausgestrahlt haben, ist Christus dort in besonderer Weise anwesend, damit Er als Träger der uranfänglichen Ich-Substanz Sich an der Individualisierung dieses Wesens beteiligen kann. Beim Akt der Individualisierung erlebt ein Wesen diese Ich-Substanz in einer individuellen Art, die sich in ihm als Liebe manifestiert. Sie manifestiert sich jedoch nur als Liebe, der Mensch erlebt durch die Liebe das Ich-bin-Prinzip selbst, das uns als vollständig in einem Geheimnis umhüllt erscheint. Die Hierarchiewesen haben sich individualisiert, als Christus der Senkrechten entlang herniederstieg und dem Prozess der Ich-Ausbildung dieser Götter immanent wurde. Als Christus aber auf die Erde herunterstieg, geschah etwas völlig Abweichendes. Hier streifen wir eine Reihe von Fragen, die bisher keine definitive Antwort bekommen haben.

Zuerst musste der Leib für Gott erschaffen werden und das war Jesus. In der Anthroposophie werden zwei Jesusse genannt – die nathanische Seele aus dem Lukas-Evangelium und Jesus mit dem Zarathustra-Ich aus dem Matthäus-Evangelium. Bei Matthäus sind die Dinge klarer – es gibt ein Ich, еine Seele und drei Leiber und das Ich, das in diesem salomonischen Jungen von den Leibern Besitz ergreift. Was gibt es aber beim nathanischen Knaben? Dort gibt es ein Wesen, das nie auf der Erde gelebt hat und nie wieder in dieser Form auf dem irdischen Plan erscheinen wird. Dort gibt es drei Leiber, die in komplizierter Weise von Abraham abwärts gebildet wurden, dem Melchisedek das Geheimnis enthüllte. Die Hauptaufgabe des jüdischen Volkes bestand darin, die drei Leiber, genauer gesagt den physischen und den Ätherleib, vorzubereiten, während die Bedingungen im Astralleib eher von Christus über Buddha geschaffen wurden – das alles kennen wir. In diesen Leib trat ein Wesen ein, das Steiner die nathanische Seele nannte. Das ist die Schwesternseele Adams, die den nicht versuchten Lebensbaum darstellt – die nicht versuchten zwei höheren Äther – den chemischen und den Lebensäther. Hier haben wir es also mit einem Ätherwesen zu tun, das eine Seele ist, die in drei Leiber eintritt. Bei der gewöhnlichen Menscheninkarnation gibt es ein Ich, das dem Gesetz der  Inkarnationen unterliеgt, eine Seele, die dem Karmagesetz unterliegt, und drei Leiber, die den karmischen Ursachen aus dem vorigen Leben entsprechen. Die Seele kommt aus dem vorigen Leben und sie wird vom Ich begleitet, das eine jeweilige Entwicklung in verschiedenen Zeitaltern erlebt hat, welche bis zum heutigen reflektierenden Ich führte. Hiermit haben wir die Senkrechte nach Beinsa Dounos Konzept aufgebaut und müssen klären, was das Ich darstellt.

Beim nathanischen Jesus war die Seele aus einer Äthersubstanz gebildet, während die Seele in Wirklichkeit eine astrale Bildung ist, sie besitzt auch einige der Charakteristika des Ich. Warum kommt in dieser Seele auch das Ichhafte bis zu einem gewissen Maß zur Geltung? Es gab drei Durchdringungen der nathanischen Seele durch Christus in den vorchristlichen Zeiten – jeweils am Ende der lemurischen Zeit, am Anfang und am Ende der atlantischen Zeit bzw. im höheren Devachan (in der Sonnensphäre), dem niederen Devachan und der Astralwelt. Sie wurde vom makrokosmischen Christus-Ich durchdrungen. Dabei wurden die zwölf menschlichen Sinne, die sieben Lebensfunktionen und das Seelenleben (Denken, Fühlen und Wollen) gerettet – Letzteres dauerte bis in die griechische Zeit hinein. Wegen der drei Durchdringungen legte diese Seele manche Ich-Charakteristika an den Tag. Doch sie wurde in den übersinnlichen Welten durchdrungen und nicht auf dem irdischen Plan. Daher war die nathanische Seele eine besondere Bildung. Bis zum Wunder im salomonischen Tempel, als ihr Ich durch das Zarathustra-Ich ausgewechselt wurde, wandelte ein Wesen auf der Erde, das eine nie bisher auf die Erde heruntergestiegene Seele war und daher kein Karma hatte. Ohne Karma müsste das Wesen durchsichtig sein. Nur weil bestimmte Spuren im Nirmanakaya Buddhas von seinen vorherigen Herabstiegen geblieben waren, war dieser Jesus überhaupt sichtbar. Doch er hatte keine Ich-Charakteristika, deshalb konnte er in der menschlichen Ursprache sprechen, die seine Mutter verstand. Welche ist diese Ursprache der Menschheit? Das ist die Sprache aus der Zeit vor dem menschlichen Herabstieg auf die Erde. Dieser Jesus konnte wegen des Vorhandenseins des Ätherischen nach seiner Geburt sprechen, denn die nathanische Seele ist eigentlich ein Ätherleib mit Eigenschaften der Seele. Uns ist die Beziehung des Ätherleibes zum Sprechen bekannt. Nur seine Mutter – jene Maria, die ihn im Alter von 12 bis 13 zur Welt gebracht hat und dann mit etwa 25 gestorben ist, konnte ihn verstehen. Es wird vermutet, dass auch sie damals zum ersten Mal inkarniert war. Hier müssen wir uns die Frage stellen, wo diese Seele aufbewahrt wurde, welches ihr Ich ist, was für eine Seele sie war, wenn sie tatsächlich keine Inkarnationen erlebt haben sollte – auf diese Fragen kennen wir die Antwort nicht. In der Aura ihrer Mutter, in ihrem Ätherischen musste die nathanische Seele bis zum zwölften Jahr bleiben. Wir wissen, dass das Kind bei der Geburt den mütterlichen physischen Leib abwirft, doch bis zum siebten Jahr im mütterlichen Ätherleib wie in einer Aura lebt, weshalb die Trennung eines Kindes von seiner Mutter vor dem siebten Geburtstag ernsthafte Konsequenzen hat. Bis zum zwölften Jahr (wenn der Astralleib erwacht, was eigentlich um das 14. Jahr herum geschieht) lebte dieses Kind in der mütterlichen Ätherität und Astralität. Im zwölften Jahr trat in diesen Leib das Ich Zarathustras ein und begann, diese drei Leiber vorzubereiten, damit im 30. Jahr das makrokosmisch Ich Christi in sie eintreten konnte. Christus inkorporierte sich als Avatar in diese drei Leiber und begann mit ihrer Umarbeitung. Am Anfang hat Er die Samariterin getroffen, mit der Er jenes bemerkenswerte Gespräch am Jakobsbrunnen führte. Seit einiger Zeit wissen wir, dass diese Samariterin der wieder inkarnierte Josef ist, den die Söhne desselben Jakob nach Ägypten verkauft hatten. Nicht zufällig fand diese Begegnung am Jakobsbrunnen statt. Dort sagte Christus dem als die samaritische Frau wieder geborenen Josef: „Gott ist Geist und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten“(Joh.4:24). Das heißt,  als Ich und durch den Geist der Wahrheit, wodurch Christus denjenigen den Aposteln versprochenen Geist andeutete, den niemand kennt, da er vom Väterlichen Weltengrund – nicht vom Vater! – kommen sollte (vgl. Joh.14:16-17). Der große Theologe und Anthroposoph Emil Bock hat die genaue Übersetzung dessen geliefert, was gemeint ist, wenn es um den Vatergott geht und was mit „Gott“ gemeint ist, wenn es um den Väterlichen Weltengrund geht – die manifestierte Seite des Absoluten, dessen nichtmanifestierte Seite niemand sehen oder etwas über sie erfahren kann.

Аls Christus später im Johannes-Evangelium jene sieben Ich-bin-Worte sprach („Ich bin das Brot des Lebens“ (6:35), „Ich bin das Licht der Welt“ (8:12). „Ich bin die Tür“ (10:7-9), „Ich bin der gute Hirt (10:14), „Ich bin die Auferstehung und das Leben“ (11:25), „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben“ (14:6), „Ich bin der wahre Weinstock“ (15:1), hat sie der erweckte Johannes aufgeschrieben und später in seinem ersten Brief auf der Grundlage dieser Sätze gesagt, dass Gott Liebe ist. Doch in der Apokalypse, als Christus nach Pfingsten nicht mehr auf der Erde war und Sich dem einige Jahrhunderte weiter in die Zukunft versetzten Johannes offenbarte, sagte Er: „Ich bin das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende“ (Offenb. 22:13). Das ist das höchstmögliche Christus-Verständnis – das Ich-bin-Prinzip vom Väterlichen Weltengrund. Gegen Ende seines Lebens hat sich also Johannes zu dieser hohen Einsicht erhoben, die am Anfang all desjenigen steht, was sich später manifestiert.

Hier streifen wir das Rätsel des Auferstehungsleibes, das uns in einer bestimmten Art zum Ich-bin-Prinzip führt. Wir wissen, dass in dem Moment, in dem Jesus auf dem Kreuz starb, Christus auf dem irdischen Plan geboren wurde. Er erschien dann 40 Tage lang den Jüngern und sprach zu ihnen über die neue Beziehung zwischen Mikro- und Makrokosmos, der Er quer durch alle Daseinsstufen Bahn gebrochen hat. 40 Tage später fuhr Er in den Himmel und das war Sein Sterben,  nach dem Er in das Devachan ging. Doch das geschah nicht in der Art, in der ein Verstorbener in die Devachane  aufsteigt, indem er zuerst durch Fegefeuer, Sonnensphäre usw. geht. Christus hat vielmehr Sein Devachan heruntergeholt und Sich am Pfingsttag durch den Heiligen Geist mit der Erde verbunden. Die Jünger konnten Ihn nicht weiterverfolgen, nur Paulus hatte als Erster eine Begegnung mit dem auferstandenen, mit dem ätherischen Christus. Deshalb nannte Paulus sich selbst eine „unzeitige Geburt“. Der Auferstehungsleib ruft eine Menge Fragen hervor, denn das Mysterium von Golgatha –  das Mysterium des manifestierten Ich – wird sich uns zukünftig immer mehr offenbaren.

Was war der Auferstehungsleib? Das Phantom – die Form des physischen Leibes – wurde durch das Ich Christi, das makrokosmische Ich vom Absoluten durch das Buddhi-Prinzip, das das ewige Leben vom Absoluten ist, auferweckt, nicht durch das Prinzips des Sohnes, des Lebens, das im Zyklus ist. Wem gehörte dieses Phantom? Es gehörte Jesus. Wir wissen, dass das Phantom jedes Menschen, der diese Welt verlässt, von den Thronen mitgenommen wird und in einer spezifischen Art zum „alten Saturn“ zurückkehrt. Im nächsten Leben schenken die Throne ein neues Phantom dem Menschen, dem dieses Phantom ein bestimmtes Aussehen verleiht – je nach dem Karma, das er angehäuft hat, entsprechend den karmischen Fehlern der Seele. Entsprechend seiner karmischen Schuld erhält der Mensch also seinen „Leisten“. Die nathanische Seele war jedoch nie auf der Erde inkarniert und hatte kein Karma. Wie konnte der nathanischen Seele, die Jesus ist, das entsprechende Phantom geschenkt werden? Nach welchen Regeln geschah das? Dieses Phantom müsste unvermeidlich von jenen drei Durchdringungen der nathanischen Seele in den übersinnlichen Welten betroffen worden sein. Das Urbild des physischen Prinzips ist im höheren Devachan – dort, wo die Pralaya-Grenze beginnt. Bei diesen Durchdringungen der nathanischen Seele wurde wahrscheinlich auch das geeignete Phantom für sie vorbereitet und vom Christus-Ich durchzogen. So konnten sich Christus – d.h. das Christus-Ich und das Buddhi-Prinzip – an dieses Phantom gewöhnen, das später auferweckt wurde. Als Christus die Auferstehung vollzog, hat sich dieses Phantom aus dem Grab mit dem Inhalt – dem Ich und dem Buddhi-Prinzip – erhoben. Dieses Phantom kann vervielfältigt werden. Jeder Mensch, der auf dem Erdenplan sein Ich mit dem Christus-Ich, mit dem Christus-Impuls durchzogen hat, welcher an Pfingsten über den Heiligen Geist herabgestiegen ist, kann einen Teil dieses Phantoms personalisieren, d.h. sein Phantom im gegenwärtigen Leben über das auferweckte Christus-Phantom umformatieren. Goethe hat sich zur Idee der Urpflanze erhoben, die er als ein imaginatives Bild gesehen hat. Aus dieser Urpflanze kann man mannigfaltige Pflanzen entstehen lassen, doch die Urpflanze lässt sich nirgendwo in der physischen Welt finden. So gibt es auch verschiedene Formen von Dreiecken, doch bei jedem Dreieck ergibt die Summe der Winkel 180 Grad und hinter allen Dreiecken steh ein „Urdreieck“, dessen drei Spitzen sich in ständiger Bewegung befinden und eine unendliche Zahl von Dreiecken schaffen. Solchen Phänomenen liegt immer ein Urbild zugrunde. Auch wir haben unser persönliches Urphantom bereits auf dem alten Saturn erhalten, das dann im Sonnen- und Mondenzustand der Erde eine Verbindung jeweils mit dem Äther- und Astralleib – also eine bestimmte Umarbeitung – erfahren hat. Danach hat das Phantom alle bisherigen Etappen des gegenwärtigen Äons durchlebt und den Zustand des drohenden Zerfalls zur Zeit Christi erreicht. Wegen des Sündenfalls wurde dieses Phantom dermaßen abgeschwächt, das es kaum in der Lage war, dem Menschen zu einem längeren Aufenthalt auf der Erde zu verhelfen. Welches ist dieses Phantom, das Jesus erhalten hat und woher ist es erschienen, dass es sogar vervielfältigungsfähig ist? Ist es ein Überbleibsel des alten Saturn-Zustandes oder ist es in der Zeit vor dem Sündenfall im Erdenäon gebildet worden, so dass jeder Mensch ein Ich-Abbild dieses Phantoms erhalten kann? Bisher lässt sich eine definitive Antwort auf diese Frage nicht geben, das ist eines der meistgehüteten Geheimnisse, das mit der nathanischen Seele zusammenhängt. Wir können nicht in das Mysterium Christi eindringen, ohne das Mysterium der nathanischen Seele zu berühren.

Einige weitere Fragen könnten uns beschäftigen: Was macht die nathanische Seele gegenwärtig, wo befindet sie sich und wie können wir über sie eine Beziehung zum ätherischen Christus herstellen? Unsere Beziehung zum ätherischen Christus kommt nämlich nur durch eine Beziehung zur nathanischen Seele zustande – zu jenem Jesus, über den Pilatus sagte: „Seht, da ist der Mensch!“ (Joh.19:5).

Diese Woche hat das Auktionshaus Christie’s das Bild „Salvator Mundi“ von Leonardo da Vinci für die fantastischen 450,3 Millionen Dollar verkauft und manche Personen mit gewissen esoterischen Kenntnissen begannen, dieses Bild zu deuten. Wie können wir auf dieses Bild des Erlösers schauen, das Leonardo eigentlich in sich selbst gesehen hat und das den Vertreter des Ich-bin-Prinzip darstellt? Der Erlöser mit den langen Haaren hat eine gewisse Ähnlichkeit mit Mona Lisa, er ist fast geschlechtslos, doch darauf werden wir zwei Videos weiter eingehen. Hier wollen wir lediglich das Mysterium des Ich im Sinne Leonardos streifen, das der Maler in dieser Art verstanden hat. Zweifellos ist Leonardo, obwohl er am frühen Anfang der fünften Kulturepoche lebte, eine Individualität, die seinen Zeitgenossen weit voraus war und der Stufe unserer Zeit entspricht. Auf dem Gemälde sehen wir, dass der Erlöser in der linken Hand eine Kristallkugel hält – den zukünftigen Vulkan. Das ist alles, was in der Schöpfung vergeistigt und in reinen Geistesmenschen verwandelt sein wird, wenn die Weltsubstanz über die Throne dem Vatergott zurückgegeben sein wird. Der Erlöser hält die ganze Schöpfung in der Hand und segnet mit der rechten Hand, so dass wir wissen: All das wird durch Seine Kraft geschehen. Vorne sieht man zwei sich kreuzende Streifen, in deren Kreuzungspunkt ein Edelstein eingearbeitet ist. Wir wissen, dass zwei Weltenkreuze existieren, die die ganze Schöpfung durchdringen – das Ich-Kreuz Christi und das trinitarische Kreuz. Jede der Hypostasen hat zudem innerhalb der Schöpfung ein eigenes Kreuz. Christus selbst ist auf dem Kreuz des Heiligen Geistes herabgestiegen, um in Jesus einzugehen. Deshalb heißt es, dass Christus aus dem Heiligen Geist in den Leibern Jesu geboren wurde. Christus hat das Weltenkreuz des Ich und das trinitarische Evolutionskreuz durch Sein Opfer auf Golgatha vereinigt. Er hat damals auch das Kreuz der Evolution, des ganzen Kosmos auf Sich genommen. Dieses Kreuz hat Leonardo dargestellt und der Edelstein in der Mitte ist das Mysterium von Golgatha, dank dessen Christus für uns zum „Salvator mundi“, zum Erlöser der Welt wurde. Er ist der „Fluchtstab“ des Ich, der uns bei der Herausbildung unserer Ansichten und der Gestaltung unseres Lebens führen muss. Diesem Fluchtstab, den wir mit dieser ersten Vorlesung stecken, werden wir bei der Behandlung der restlichen fünf Themen folgen und dabei immer mehr ins Detail gehen.